Direkt zu e-zine Nr.:
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur ersten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Dieses "elektronische Magazin" wird ein Jahr lang mein voraussichtlich Ende August erscheinendes Buch "Sind Frauen die besseren Menschen?" begleiten. Es erscheint jeden Samstag und widmet sich den brisantesten, interessantesten und kuriosesten Entwicklungen der Geschlechterdebatte, die nach der Manuskriptabgabe meines Buches Nachrichtenwert erhalten haben.
Du bist als Empfänger dieses Magazins ausgewählt worden, weil du entweder zum Kreis der Personen gehörst, die mich bei meinem Buchprojekt bislang unterstützt haben, oder weil ich dich für eine wichtige Person innerhalb der Geschlechterdebatte halte. Da ich mit der weit überwiegenden Anzahl der Empfänger dieses Zines per Du bin, wirst auch du gnadenlos mitgeduzt, selbst wenn das bei dir ausgerechnet nicht der Fall sein sollte.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich".
Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben, da spätere Ausgaben dieses Magazins auch an Vertreter der Medien gehen sollen, die von der Männerbewegung bislang nur wenig wissen. Und da wollen wir ja einen guten Eindruck machen ...
Die Meldungen dieses Zines können bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Erstens zitiere ich ohnehin hauptsächlich die Websites anderer Leute, zweitens möchte ich mit meinen Informationen so viele Menschen wie möglich erreichen. Ich persönlich würde aber davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre a) unhöflich und b) kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Genug der notwendigen Vorrede, kommen wir zu den
NEWS:
-----
US-AMERIKANISCHE FRAUENGRUPPE ÜBER DIE 10 VERBREITETSTEN IRRTÜMER DES FEMINISMUS
Da sich auch mein Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" gezielt mit feministischen Irrtümern auseinandersetzt, kann es vermutlich keine bessere Titelstory für dieses Zine geben: Vor einigen Wochen schaltete das dem Mainstream-Feminismus kritisch gegenüberstehende Independent Women´s Forum (IWF) in diversen US-amerikanischen Studentenzeitungen eine Anzeige über die seiner Ansicht nach zentralen Mythen und Fehleinschätzungen der Frauenbewegung. (Dass dem feministischen Mainstream zuwiderlaufende Erkenntnisse nur noch per bezahltem Inserat in die akademische Diskussion eingebracht werden können, sagt auch schon einiges.) Die Zusammenstellung dieser zehn Irrtümer findet man im Internet unter http://www.iwf.org/news/010417.shtml sowie http://www.shethinks.org/SheInvestigates/a000000029.cfm (beide Male derselbe Inhalt, nur jeweils anders präsentiert).
FEMINISTINNEN VERGLEICHEN KRITIKERINNEN MIT NAZIS UND FORDERN ZENSUR
Die Antwort der Frauenbewegung auf das IWF-Inserat vollzog sich weniger in Form einer Argumentation auf der Sachebene (die vereinzelten Versuche, die es hier gab, scheiterten kläglich) als darin, die politischen Gegnerinnen mit Holocaust-Leugnern und anderen Anhängern der extremen Rechten zu vergleichen. Die Zeitungen, die diese Inserate abgedruckt hatten, wurden dazu aufgefordert, sich dafür zu entschuldigen und dies in Zukunft gefälligst zu unterlassen, da diese Anzeigen eine feindselige Einstellung gegenüber dem Feminismus ausdrückten. Über diese Kontroverse berichten zahlreiche auch im Netz wiedergegebene Kommentare. Besonders lesenswert finde ich John Leo´s "Miffing the Myth Makers" (unter http://www.usnews.com/usnews/issue/010604/opinion/4john.htm) sowie den Artikel Cathy Youngs, einer ausgewiesenen Expertin in der Geschlechterdebatte, im Boston Globe: http://www.boston.com/dailyglobe2/150/oped/UCLA_students_hurt_free_expression_of_ideas+.shtml. Weitere informative Beiträge finden sich im National Review (http://www.nationalreview.com/nr_comment/nr_comment051801b.shtml sowie http://www.nationalreview.com/comment/comment-kurtz052401.shtml) und in der Washington Times (http://www.washtimes.com/op-ed/20010601-28680420.htm).
DEUTSCHE PRESSE ENTDECKT BENACHTEILIGUNG VON MÄNNERN UND "UMGEKEHRTEN SEXISMUS" ALS THEMA
Den Beginn machte der aktuelle FOCUS (noch im Handel erhältlich) mit seiner Titelstory "Böse Männer, gute Frauen? Diskussion über ein gesellschaftliches Missverständnis". Im Inhaltsverzeichnis trägt der entsprechende Artikel, der unter anderem auf den hohen Frauenanteil bei Gewalttaten innerhalb der Familie aufmerksam macht, die Überschrift: "Sind Männer die schlechteren Menschen?" (Wie KOMMEN die nur immer auf solche Titel ..?)
Mittwoch dieser Woche stieg die BILD-Zeitung ein mit der von Men´s-Health-Chefredakteur Frank Hofmann verfassten vierteiligen Serie "Mann o Mann, sind wir arm dran!" Hofmann berichtet unter anderem darüber dass 50mal mehr Geld in die Brustkrebs- als in die Prostatakrebs-Forschung fließt, obwohl die Frauen- und die Männerkrankheit nahezu gleich häufig und gleichermaßen tödlich sind, oder dass als Folge der alltäglichen Terminhatz Männer im Schnitt 53 Prozent weniger Sozialkontakte mit Freunden haben als Frauen. Die Serie lässt sich online lesen, beginnend mit ihrem ersten Teil unter http://www.bild.de/service/archiv/2001/jun/06/?body=aktuell/mann/mann.html. Jetzt wäre nur noch zu hoffen, dass die entsprechenden Journalisten einen Weg fänden über die Benachteiligung von Männern zu sprechen, ohne dabei in einen selbstmitleidigen Jammer-Tonfall zu verfallen. (Teil 3 der Serie etwa ist betitelt mit: "Männer haben nie ihre Ruhe, das ist nicht fair!" Ob der Autor dieser Headline beim Schreiben wohl mit den Fäusten auf dem Fußboden herumgetrommelt hat?) Strategien anzubieten, um an diesen Missständen dauerhaft etwas zu ändern, wäre vermutlich sinnvoller.
Die BILD-Serie gab auch augenblicklich in diversen Internet-Foren Anlass zur Diskussion, so etwa hier: http://www.ioff.de/forum/Forum14/HTML/000166.html.
Zeitgleich mit den Periodika entdeckt auch der Buchmarkt zunehmend das andere Geschlecht. Und die Leser(innen) lohnen es - Schwanitz Band "Männer. Eine Spezies wird besichtigt" liegt heute in den Amazon-Charts auf Platz 11.
IN DER TODESZELLE GIBT ES KEINE FRAUENQUOTE
Einen Artikel über einen Einzelfall, der aber auch interessante Informationen über die Gesamtheit enthält, bringt die Seattle Times: http://seattletimes.nwsource.com/html/localnews/134303070_deathrow05m.html. Unter anderem erfährt man, dass in den USA der Anteil der Frauen bei Festnahmen wegen Mordes bei 1:8 liegt, aber ihr Anteil unter den Todeskandidaten nur noch 1:72. Von mehr als 700 Personen, die seit 1976 in den USA hingerichtet wurden, sind nur sieben weiblich. Der Sexismus sei in dieser Hinsicht größer als der Rassismus, erklärt Jura-Professor Victor Streib. "Es ist wie beim Fußball: Wenn man einen Kerl umhaut, ist man ein Held. Wenn man eine Frau umhaut, ist man ein Mann, der Frauen schlägt. Es scheint, als ob das Leben von Frauen wertvoller wäre: Frauen werden auch als Opfer anders behandelt. Man hört immer, wieviele Frauen und Kinder ein Anschlag das Leben gekostet hat." Während die Todesstrafe in Deutschland abgeschafft ist, zeigen sich gewisse Grundstrukturen eines männerfeindlichen Justizsystems auch hierzulande. Mehr darüber findet ihr ebenfalls in "Sind Frauen bessere Menschen?"
L.A.TIMES: FÜR US-STAATSANWALT VERGEWALTIGUNG VON MÄNNERN OFFENBAR TEIL DER BESTRAFUNG IM JUSTIZSYSTEM
Ein Element, das in der öffentlichen Debatte um Vergewaltigungen kontinuierlich zu kurz kommt, ist, dass zumindest in den USA weitaus mehr Männer als Frauen Opfer von Vergewaltigungen werden. Diese für manche vielleicht überraschende Tatsache ist der hohen Zahl von Vergewaltigungen in Gefängnissen zu verschulden, gegen die der US-amerikanische Staat bislang so gut wie nichts unternimmt. (Zur Situation in Deutschland vergleiche das entsprechende Kapitel in ... genau.) Einem Bericht der L.A.-Times zufolge hat nun erstmals ein Mitglied der Staatsanwaltschaft Kaliforniens durchblicken lassen, dass die Vergewaltigung von Männern im Knast für ihn einen Teil ihrer Bestrafung darzustellen scheint: eine missglückte Formulierung oder eine entlarvende Aussage? Lest den gesamten Artikel unter http://www.latimes.com/news/comment/20010606/t000047050.html.
„FEMINISMUS IST SCHLECHT FÜR DIE GESUNDHEIT VON FRAUEN“
Unter dieser provokativen, aber offenbar zutreffenden Überschrift macht eine medizinische Expertin des Wall Street Journal auf die Widerlegung von feministischen Legenden zur Gesundheitsvorsorge aufmerksam. Manche dieser Legenden fanden mittlerweile Eingang in den politischen Mainstream - so etwa als Präsidentschaftskandidat Al Gore im Wahlkampf behauptete, es sei sein oberstes Ziel gegen die (vermeintliche) Schlechterstellung der Frau im Gesundheitswesen anzugehen. Von Hilary Clinton sind ähnliche Zitate belegt. Was wie ein weiterer Sieg für die Frauenbewegung aussieht, könnte sich, da es auf nachgewiesenen Fehlannahmen beruht, als Schaden aller Frauen insgesamt herausstellen. Unter der URL http://www.junkscience.com/mar01/satel.htm erfahrt ihr wieso.
WAR KOEDUKATION DER FALSCHE SÜNDENBOCK?
Feministinnen behaupten seit Jahrzehnten, es liege am Lehrplan und am gemeinsamen Unterricht mit Jungen, dass Mädchen in Fächern wie Mathematik schlechter abschneiden als ihre männlichen Mitschüler. Neue Forschungsergebnisse könnten darauf hinweisen, dass der Grund dafür eher im eisenarmen Blut menstruierender Frauen zu suchen ist. Ich bin bei solchen biologistischen Argumentationen immer äußerst skeptisch, aber das ist, was man darüber in der Seattle Times lesen kann: http://seattletimes.nwsource.com/html/nationworld/134303071_iron050.html.
MEINUNG:
--------
KEINE GESCHLECHTERGLEICHHEIT BEI VERABREDUNGEN
Wenn das Private politisch ist, wie es unter anderem auch die Frauenbewegung postuliert, dann ist auch der als selbstverständlich hingenommene Sexismus im Privatleben ein Aspekt, dem die Männerbewegung ihre Aufmerksamkeit schuldig ist. Darryl Green macht sich dazu unter http://news.excite.com/news/uw/010601/university-21 auf humorvolle Weise Gedanken.
AKTUELLE LITERATUR GETRÄNKT IN IDEOLOGIE?
Das zumindest ist die Ansicht von Elizabeth Nickson. Unter http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20010601/579444.html erklärt sie, warum sie die politisch korrekten Klischees bezüglich Rasse und Geschlecht in der Belletristik unserer Tage für ebenso verlogen wie kraftlos hält.
BUCHTIPP:
---------
PRAKTISCHE ANLEITUNG FÜR WOCHENENDVÄTER
Dieses Buch des bekannten Journalisten und Buchautors Gerald Drews, der schon zahlreiche Ratgeber zum Scheidungs- und Sozialhilferecht verfasste, wird im September 2001 im vgs-Verlag erscheinen. Es soll die alltägliche, rechtliche und psychische Situation des "Wochenendvaters" durchleuchten, Informationen, Urteile und Adressen zum Umgangs- und Sorgerecht enthalten, vor allem aber praktische Tipps geben zur sinnvollen Bewältigung des Alltags bei Besuchen, im Urlaub und bei besonderen Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten. Der Verlag schreibt in seinem Werbematerial an hervorgehobener Stelle: "Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Davon betroffen sind etwa 100.000 Kinder, von denen 90 Prozent bei der Mutter bleiben. Mindestens 50 Prozent der Männer sehen ihre Kinder ein Jahr nach der Scheidung nicht mehr, obwohl fast alle den Kontakt zu ihren Kindern aufrechterhalten wollen." Dass auch ein Larifari-Verlag wie vgs inzwischen das Thema "Männer-" bzw. "Väterprobleme" entdeckt hat, lässt für den Buchmarkt weiter hoffen.
WEBTIPP
-------
Eine ganz ausgezeichnete Website über Männer als Opfer von häuslicher Gewalt findet man unter www.dvmen.org. Sie enthält Artikel von Autoren aus Kanada, England, Australien und den USA. In gedruckter Form würde diese Website 800 Seiten umfassen. Dabei findet man aber dank eines geschickt konstruierten Inhaltsverzeichnisses die gesuchten Informationen sehr schnell. Das elfköpfige Autorenteam besteht aus sechs Frauen (darunter Erin Pizzey und Donna Laframboise) und fünf Männern. Neben den bereits bekannten statistischen Erkenntnissen (etwa dass Männer mindestens so häufig Opfer von Gewalt in der Partnerschaft werden wie Frauen) enthält sie viele weiterführende Informationen: Zum Beispiel, dass acht Prozent der weiblichen Opfer von häuslicher Gewalt Dritten darüber berichten, aber lediglich ein Prozent der männlichen Opfer. Oder dass geprügelte Männer nicht nur von der Gesellschaft ähnlich behandelt werden wie in früheren Jahrzehnten weibliche Vergewaltigungsopfer - sie stoßen auf Unglauben, Feindseligkeit und Desinteresse - sondern dass sie auch dieselben Reaktionen entwickeln: beispielsweise geben auch sie sich selbst häufig die Schuld für ihr Schicksal. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, nur mal eine Stunde auf dieser Website herumzustöbern. Und sich dann daran erinnern, was Ministerin Bergmann zu diesem Thema zu sagen hat ...
Soviel zu den Meldungen dieser Woche - nur winzige Facetten eines riesigen Gesamtbildes, aber auch für sich schon recht aussagereich. Wenn ihr das Zine nicht abbestellt, lest ihr nächste Woche mehr davon. Bis dahin herzliche Grüße, kisses to Lisa, hugs to all the others und dass mir ja keiner "reply all" drückt!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine Nummer 2: extra große VATERTAGSAUSGABE
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zweiten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Man weiß ja nie, was sich aus sowas entwickelt, wenn man es ins Leben ruft. Bevor ich die erste Ausgabe meines selbsterstellten Zines an zwei Dutzend Freunde und Bekannte verschickt hatte, gab es niemanden, der sie auch nur einmal probegelesen hatte. Würde sie bei den Leuten ankommen? Zu meiner großen Freude war die Resonanz überaus positiv! Offenbar landete das Zine noch am Morgen seiner Versendung auf einem Mailverteiler von pappa.com, so dass ich schon mittags von mehreren mir dahin unbekannten Leuten wirklich nette Antworten erhielt. Das freut mich natürlich sehr. Inzwischen werden offenbar selbst diese Test-Ausgaben meines Zines von 100 bis 200 Leuten gelesen. Da die meisten dieser Leser offenbar aus der Väterbewegung kommen (und da vorgestern Vatertag war), habe ich als einen der Schwerpunkte dieser Ausgabe internationale Nachrichten zum Thema Väter/Alleinerziehende gesetzt.
Und es gibt noch einen Anlass zur Zufriedenheit: Ich habe inzwischen die Programmvorschau meines Verlages erhalten und dabei feststellen können, dass mein kommendes Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" auch von der Aufmachung her gelungen ist. Einen ersten Einblick könnt ihr auf der Test-Website http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/maenner/ nehmen. (Achtung: Halbe Baustelle! Väter haften für ihre Kinder!) Wir HOFFEN, dass wir den geplanten Preis von 39,80 DM auch wirklich halten können, weil danach für den Kunden eine kritische Schwelle beginnt. Ganz einfach wird das nicht sein, wenn man bedenkt, dass das Buch erstens nicht in einem großen Verlag mit einer Riesenauflage erscheint und zweitens ca. 620 Seiten umfassen wird. (Und das sind keine 620 geschwätzigen Laberseiten, bei denen man unweigerlich einpennt, sondern 620 Seiten gedrängt mit für Männerrechtlern brisanten Informationen. Fragt meine Testleser!)
Faszinierend war auch, welche räumliche Bandbreite dieses Zine abdeckt. Die am weitesten von mir entfernt lebende Empfängerin wohnt in Mexiko. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass einer der Scheidungsväter, die mir spontan auf mein Zine geantwortet hatten, eine Tochter im vier Kilometer entfernten Nachbarort besitzt, die er am Wochenende besucht.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben. Zum Beispiel wurde mir geraten, dass es besser wäre, mein Zine in Zukunft per BCC zu verteilen, damit nicht jeder Empfänger für jeden anderen sichtbar ist. Das werde ich von nun an gerne tun. Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Wenn Links beim Draufklicken nicht funzen, kopiert sie bitte in die Adresszeile. Alle Links stehen noch.
Genug mit der Vorrede, kommen wir zu den
NEWS:
---------
BGH-URTEIL: MÜTTER KÖNNEN ERHEBLICH MEHR UNTERHALT BEANSPRUCHEN
Dieses Urteil des BGH, das hier wiedergegeben ist: http://www.uni-karlsruhe.de/~BGH/PressemitteilungenBGH/PM2001/PM_044_2001.htm, erging am 13. Juni (einen Tag vor Vatertag, wie passend ...) und wurde vom "Väteraufbruch für Kinder" (www.vafk.de) als "in höchstem Maße bedenklich" bewertet: "Die Unterhaltsbelastung vieler Väter geht bereits heute bis unter das Sozialhilfeniveau. Väter haben heute bereits häufig kein Geld mehr, ihren Umgang mit den Kindern zu finanzieren, insbesondere wenn die Mütter weiter weggezogen sind. Leidtragende sind vor allem unterhaltsberechtigte Kinder (denen im Mangelfall damit weiger zusteht) und neue Lebenspartnerinnen der Väter. Die müssen nämlich neben der Kinderbetreuung hinzuverdienen, um die Existenz der Familie zu sichern."
KANADA: FEMINISTINNEN BOYKOTTIEREN TREFFEN MIT VATERRECHTLERN
Eines der Ziele von "Sind Frauen bessere Menschen?" ist es, eine allzu ideologisch geführte Debatte zu beenden und mit den Weg dafür zu bereiten, dass alle Parteien sich miteinander an einen Tisch setzen können. Dass dies jedoch alles andere als einfach ist, zeigt die Situation in Kanada. Dort drohen Feministinnen gerade, landesweite Beratungen zum Scheidungsrecht (insbesondere zum gemeinsamen Sorgerecht) zu boykottieren, weil sie sich dabei mit Vaterrechtlern zusammensetzen müssten. Ein weiterer Grund für den Protest der Frauengruppen liegt darin, dass die offiziellen Dokumente für diese Beratungen in geschlechtsneutralen Formulierungen verfasst sind, statt Frauen speziell hervorzuheben. Einen ausführlichen Bericht dazu findet ihr unter http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20010607/584468.html. Die Feminismuskritikerin Donna Laframboise kommentiert diese Entwicklung ebenso scharf wie kompetent unter der Überschrift: "When `Dad´ Becomes a Dirty Word": http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20010614/590877.html. Ihre Analyse einer Stellungnahme der Frauengruppen enthält unter anderem folgende Erkenntnis: "Während das Wort `Vater´ insgesamt 54mal auftaucht, ist die Konnotation dieses Wortes kein einziges Mal positiv." Ein lesenswerter Kommentar.
UNVERHEIRATETE MÜTTER TITELSTORY DER US-NEWSWEEK
Das bekannte US-amerikanische Magazin "Newsweek" widmet sich in seiner aktuellen Coverstory dem Thema "Single-Mütter". (Wohlgemerkt: Es handelt sich um die amerikanische Edition, die sich sehr oft von der europäischen Ausgabe unterscheidet.) Unter http://www.msnbc.com/news/575968.asp erhält man hierzu eine Unmenge interessanter Informationen. Diese Seite enthält auch einige Links zu weiterführenden Artikeln. Alleinerziehende Mütter oder Väter sind der Newsweek zufolge geradezu typisch für unser beginnendes Jahrzehnt, während das traditionelle Familienkonzept nicht einmal mehr in einem Viertel aller Haushalte existiert. Ebenfalls angeführt werden die uns spätestens seit Matusseks "Die vaterlose Gesellschaft" bekannten Statistiken etwa darüber, dass Kinder, die außerhalb von festen Familienstrukturen aufwachsen, als Erwachsene 17mal häufiger mit emotionalen oder sozialen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Passend dazu stellt auf http://report.ca/magazine/p50ai010611f.html das kanadische Magazin "Report" das neue Buch "Father and Child Reunion" des amerikanischen Männerrechtlers Nummer eins Warren Farrell ("Mythos Männermacht") vor. Farrell: "So wie es im letzten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts um die Gleichstellung der Frau am Arbeitsplatz ging, wird es im ersten Drittel des einundzwanzigsten Jahrhunderts um die Gleichstellung des Mannes als Elternteil gehen." Farrell weist darauf hin, dass Single-Mütter-Haushalte für 43 Prozent aller Fälle von Kindesmisshandlung verantwortlich sind und bei Singlemüttern eine 24fache Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie ihr Kind töten, wie bei Singlevätern. Einen der Gründe dafür, warum es Kindern bei alleinerziehenden Vätern generell besser geht als bei alleinerziehenden Müttern, sieht Farrell darin, dass Mütter weit eher bereit sind, das andere Elternteil bezüglich des Kontakts zum Nachwuchs auszugrenzen als Väter. (Siehe dazu die Passage über "Sperma-und-Scheck-Mütter" in der Rubrik "Meinung".) Wegen solchen und anderen Erkenntnissen weigerte sich Farrells früherer Verleger übrigens, dieses Buch herauszubringen - aus Angst, Feministinnen auf die Füße zu treten. Ich kenne achtzig deutsche Verlage, die genauso drauf sind.
Ein weiterer aktueller Beitrag, "Single Dads Fight For Their Rights", findet sich hier: http://www.womensnewsonline.com/family2.htm.
THE TIMES: VÄTER TUN MEHR FÜR IHRE KINDER, ALS DIE GESELLSCHAFT ANERKENNT
Ein netter kleiner Artikel unter http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001195870,00.html belegt, dass dieses Thema inzwischen sogar bei der ehrwürdigen Londoner Times angelangt ist.
FRANKREICHS VÄTER MACHEN URLAUB ...
... und die Sozialpolitiker sprechen von einer "kleinen Revolution". Warum, verrät die Süddeutsche Zeitung unter http://szonnet.diz-muenchen.de/REGIS_A12448723.
REGIERUNGSPOLITIK UND DEUTSCHE MEDIEN WEITER EINÄUGIG IN SACHEN HÄUSLICHER GEWALT
Dass von Gewalt in der Partnerschaft mindestens in demselben Ausmaß Männer als Opfer betroffen sind wie Frauen, gilt mittlerweile durch hunderte von internationalen Studien gesichert. (Einen guten Überblick über diese Studien bietet www.vix.com/menmag/fiebert.htm - die deutschen Untersuchungen, die zu ähnlichen Erkenntnissen kamen, sind hier nicht einmal mit aufgeführt.) Dennoch kennen deutsche Politikerinnen und deutsche Medien immer noch nicht mehr als das sexistische Klischee vom prügelnden Mann und der geprügelten Frau. Diese Woche gab Justizministerin Däubler-Gmelin ein neues Interview zu diesem Thema, das zahlreichen moralistischen Presseartikeln wie diesem hier als Aufhänger diente: http://195.170.124.152/archiv/2001/06/12/ak-po-in-4412738.html (Herzlicher Dank an Jörg Herz für den Link!)
Kritisch sieht hingegen der rechts-politische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Geis MdB, die Äußerungen der Justizministerin. In einer aktuellen Pressemitteilung lässt er Folgendes verlauten: "Die notwendige Bekämpfung häuslicher Gewalt, die Gegenstand eines Gesetzentwurfes der Koalition ist, zu dem am 20.6. eine Öffentliche Anhörung vor dem Rechtsausschuss stattfinden wird, muss ohne ideologische Scheuklappen und vor allem ohne Verwendung offensichtlich falscher Zahlen erörtert werden. Die am häufigsten begangene Straftat ist nach der Kriminalstatistik der Diebstahl, der die Liste seit Jahren anführt. Die Ministerin aber vermittelt den Eindruck, es sei die häusliche Gewalt, die diesen Platz einnehme. Mit solchen offensichtlichen Übertreibungen bringt die Ministerin ihr eigenes Anliegen in Misskredit. Natürlich gilt es, das Bewusstsein allgemein zu schärfen und bei Gewalt im privaten Bereich hinzusehen statt wegzuschauen. Die häusliche Gewalt ist aber facettenreicher, als es die Ministerin wahrhaben will. Es gibt eine ganze Anzahl ernstzunehmender Untersuchungen, deren Ergebnisse die von der Ministerin behauptete Verteilung von Opfer- und Täterrolle nicht nur nicht widerspiegeln, sondern widerlegen, u.a. eine vor einigen Jahren vom Familienministerium veröffentlichte Studie aus Niedersachsen. Eine geschlechtsspezifische Sicht, die die häusliche Gewalt erst dann wahrnimmt, wenn sie bei den Behörden oder Gerichten aktenkundig geworden ist, vernachlässigt die Opfer, die sich nicht "outen" wollen oder, z.B. Kinder, nicht "outen" können. Die Anhörung am 20.6. wird den Gesetzgeber vielleicht mit den Problemen ein wenig vertrauter machen. Interessant auch, dass die Ministerin eine Studie erst zu einem Zeitpunkt in Auftrag geben will, in dem der Gesetzentwurf ihres Hauses schon zur Beratung vorliegt."
Norbert Geis manövriert ganz schön um das Tabuthema "männliche Opfer von häuslicher Gewalt" herum - offenbar geht er hier von starken Wahrnehmungsbarrieren in der Öffentlichkeit aus. Die von ihm erwähnte Niedersachsen-Studie ist eine der deutschen Untersuchungen, die eine vergleichbare Opferhäufigkeit bei beiden Geschlechtern benennt. Ich bin gespannt auf den 20. Juni.
Übrigens wird noch immer mindestens einmal im Monat irgendwo auf der Welt eine neue Studie veröffentlicht, die belegt, dass die beide Geschlechter gleichermaßen zu den Opfern häuslicher Gewalt gehören - wenn nicht gar die meisten Opfer männlich sind. Die aktuellste Studie stammt aus Irland und ist drei Tage alt: http://www.ireland.com/newspaper/front/2001/0614/fro3.htm. Ihr zufolge gehen 41 Prozent dieser Taten von Frauen, 26 Prozent von Männern aus. Die irischen Forscher vertreten allerdings noch die These, dass Frauen die schwereren Verletzungen davontragen, was jedoch die Mehrzahl der Experten inzwischen ebenfalls für widerlegt hält.
VIER SCHÜLERINNEN VERGEWALTIGEN 15-JÄHRIGEN TAUBSTUMMEN: BELUSTIGTE REAKTIONEN
Interessant an jenem Beitrag des Nachrichtenforums Shortnews ist nicht allein die Meldung an sich, sondern vor allem die Reaktionen der Leser - Reaktionen, wie sie bei weiblichen Vergewaltigungsopfern inzwischen zu Recht verfemt sind: Sie reichen von der Unterstellung, so etwas sei doch gar nicht möglich, bis zu der Annahme, dies müsse einem solchen Opfer doch mit Sicherheit Spaß machen. Nachzulesen ist die Debatte unter http://www.shortnews.de/index.cfm?goto=feedback%2Ecfm%3Ffanz%3D1%26fbid%3D626856%26rubrik%3DBrennpunkte. Ein ausführliches Kapitel zu der Frage "Wie ist so etwas möglich und wie häufig kommt es vor?" findet sich selbstverständlich ebenfalls in "Sind Frauen bessere Menschen?" (Herzlicher Dank an NetReaper für den Link!)
NEUE WELLE DER SEXUELLE-BELÄSTIGUNGS-HYSTERIE
Einer neuen Studie der American Association of University Women zufolge grassiert trotz zahlreicher Gesetze und Schutzvorschriften eine immense Zahl von sexuellen Belästigungen in den Schulen der USA. (Die Original-Pressemitteilung könnt ihr unter http://www.aauw.org/2000/hostilebd.html nachlesen.) Zu den Opfern zählen demnach 83 Prozent der Mädchen und 79 Prozent der Jungen; ein Viertel von ihnen soll entsprechende Taten schon "oft" erfahren haben. Noch vor fünf Jahren wären solchen Zahlen einfach geglaubt worden - schließlich wurden sie von Frauenrechtlerinnen erhoben - und man hätte mit hunderttausenden von Dollarn nach den vermeintlichen Problemen geworfen. Heute weisen liberale Feministinnen wie Cathy Young darauf hin, wie sehr der Begriff "sexuelle Belästigung" in dieser Studie (wie in anderen zuvor) ausartet: So umfasst er schmutzige Witze, obszöne Gesten und sogar Graffiti. Möglicherweise hatten sich allein solche Schüler und Schülerinnen NICHT als Opfer von sexueller Belästigung bezeichnet, die entweder die entsprechenden Fragen nicht verstanden oder sich bockig geweigert hatten, die gewünschten Antworten zu geben. Inwieweit man die beklagten Äußerungsformen von Teenagern überhaupt durch Gesetze einschränken kann und sollte, erscheint manchem fraglich. Hier die Stimmen der Kritik im Original: http://www.foxnews.com/story/0,2933,26603,00.html
Ein anderer Begriff, der kürzlich in diese Diskussion eingebracht wurde, ist "Second-Hand-Belästigung". Dieses Vergehens macht sich jemand schuldig, der erotische Seiten übers Internet hochläd oder erotische Bücher liest, wenn die Gefahr besteht, dass ihm ein anderer dabei über die Schulter sieht. Dazu die kritische Feministin Wendy McElroy unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,26377,00.html: Wenn man bald nicht einmal mehr LESEN darf, was man möchte, ist die Meinungs- und Pressefreiheit ernsthaft in Gefahr.
FÄLSCHLICH DER VERGEWALTIGUNG BESCHULDIGTER ERHÄLT 1,15 MILLIONEN DOLLAR ENTSCHÄDIGUNG
Unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,26986,00.html berichtet Wendy McElroy über einen Fall, der ihren Worten nach darlegt, wie sehr feministische Hysterie an Hochschulen männlichen Studenten selbst den Anschein eines fairen Prozesses verweigert. (Siehe dazu auch McElroys Beitrag in der Rubrik "Meinung"). Die Karriere dieses Mannes als Dozent wurde durch die Anschuldigungen seiner Universität zerstört, noch bevor sie richtig beginnen konnte. Sein extremes Glück lag darin, dass sein angebliches Opfer wieder und wieder abstritt, dass eine Vergewaltigung stattgefunden habe - trotz unaufhörlicher Versuche der Fakultät, sie vom Gegenteil zu überzeugen ...
USA: "NATIONAL MEN´S HEALTH WEEK" VOM 11. BIS 17. JUNI
Passend zu dieser Gesundheitswoche bringt die Zeitschrift "USA Weekend" eine staatliche Zahl von Beiträgen zum Thema Männergesundheit (http://www.usaweekend.com/01_issues/010610/010610menshealthmain.html). Die Bandbreite der Themen erstreckt sich über Krebs über Vorsorgemaßnahmen bis zu den männlichen Wechseljahren. Die offizielle Website der Men´s Health Week findet sich unter http://www.menshealthweek.org/.
TODESFÄLLE DURCH HODENKREBS WELTWEIT RÜCKLÄUFIG
Gute Nachrichten präsentiert uns dieser Artikel unter http://news.excite.com/news/r/010608/17/health-cancer. Hodenkrebs ist ebenso wie andere Krebsarten, von denen hauptsächlich Männer betroffen sind, eines der Themen der Männerbewegung. (Siehe dazu auch die letzte Ausgabe dieses Zines.) So beklagte unlängst der Kölner Urologe Theodor Klotz, dass für die Erforschung weiblicher Tumoren, etwa bei Brustkrebs, wesentlich mehr Geld ausgegeben werde als für typisch männliche Krebsarten wie Magen-, Darm-, Bronchial-, Hoden- und Prostatakarzinome, obwohl diese häufiger seien. Im Gegensatz zu Brustkrebs oder Krebserkrankungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke sind diese Männerkrankheiten weder in den Medien noch in breitgefächerten medizinischen Kampagnen zur Früherkennung ein Thema. Speziell Hodenkrebs ist die häufigste Todesursache bei jungen Männern zwischen 15 und 34 Jahren. Wenn er rechtzeitig erkannt wird, beträgt die Überlebenschance 90%. Zur Früherkennung von Karzinomen werden aber noch immer fast ausschließlich Frauen medizinisch angeleitet.
VORREITER COUNTRY?
Die Zeitschrift "USA Today" berichtet in ihrer Online-Ausgabe unter http://www.usatoday.com/life/music/2001-06-08-macho-country.htm#more über eine Abschaffung des politisch korrekten Neosexismus in der Country-Szene der USA. Dort hatte sich in den letzten Jahren die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern folgendermaßen gestaltet: Während männliche Sänger ihrer Angebeten Liebe und Ergebenheit schworen, propagierten seit Mitte der neunziger Jahre Sängerinnen wie Shania Twain oder die Dixie Chicks sehr oft ein abwertendes Bild vom anderen Geschlecht. (Ein Phänomen, das wahrlich nicht auf die Country-Sparte der USA begrenzt ist: Während etwa Bryan Adams "Everything I do I do for you" hauchte, antworteten ihm Tic Tac Toe "Ich find dich scheiße.") Über die Hälfte der Country-Fans und Plattenkäufer sind weiblich. "Man kann eine Platte bringen, die die Männer schreiend aus dem Zimmer jagt", erklärt der Country-Redakteur eines Radiosenders, "aber man kann keinen Song spielen, der Frauen schreiend aus dem Zimmer jagt, weil sie die Masse des Publikums darstellen." Country schien sich da von anderen Medienprodukten kaum zu unterscheiden.
Doch die Wahrnehmung dessen, was Frauen hören wollen, änderte sich mit dem Erfolg eines Songs namens "How do you like me now?", in dem der Star seinen Erfolg einem Mädchen reinreibt, das ihn in der High School sitzenließ. Vor der Veröffentlichung dieses Titels waren die Plattenbosse höchst besorgt, dass sie weibliche Fans damit vergrätzen könnten. Es stellte sich heraus, dass die Hörerinnen dieses Lied liebten. Die Single blieb mehrere Wochen auf Platz eins und verhalf dem Sänger, Toby Kieth, zu zahlreichen Plattenpreisen. Ein anderer Künstler, Montgomery Gentry, kam durch den Titel "She couldn´t change me" zu ähnlichem Erfolg. Mehr und mehr zeichnete sich ab, dass die Plattenkäuferinnen Songs mit männlichen Ergebenheitsschwüren oder der Selbstdarstellung von immer neuen Power-Frauen allmählich satt hatten. Stattdessen hungerten sie nach einem neuen männlichen Selbstbewusstsein. "Frauen wollen niemanden, der ihnen den Hintern küsst", erklärt Toby Kieth zu seinem Erfolg. "Wer das tut, den lassen sie am härtesten fallen."
MEINUNG:
-------
PRÄSIDENT BUSH SIEHT IN VATERLOSIGKEIT EINES DER GRÖSSTEN SOZIALEN PROBLEME
Diese Meldung kommentiert Maggie Gallagher unter http://www.townhall.com/columnists/maggiegallagher/mg20010612.shtml.
"SPERMA-UND-SCHECK-FRAUEN" AUF DEM VORMARSCH?
Der britische "Observer" berichtet in einem kühnen Artikel über die angeblich wachsende Zahl von "sperm´n´cheque-women": Frauen, die Männer als Samenspender und später als lebende Brieftaschen ausnutzen und dabei ihre Kinder der Liebe eines Vaters berauben (http://www.observer.co.uk/comment/story/0,6903,504465,00.html). Der Beitrag beginnt mit dem Bericht über eine Frau, die an ihrer Wohnung die Schlösser auswechselte, sobald der Name des Vaters ihres Kindes auf der Geburtsurkunde eingetragen war, und berichtet weiter, dass 40 Prozent der geschiedenen oder in Scheidung lebenden Britinnen einen Kontakt zwischen Vater und Kind wo immer möglich sabotieren.
"BUCHMARKT": BRAUCHEN WIR STÄNDIG NEUE "ANLEITUNGEN ZUM BÖSESEIN"?
Einen überaus treffenden Artikel über den Stand der heutigen Frauenliteratur findet sich in der Juli-Ausgabe des Branchenmagazins "Buchmarkt". Theo Hector beschreibt die aktuelle Situation folgendermaßen: "Frauenbuchhandlungen sind aus der Mode gekommen. Man kann sich fragen: Warum? Meine Vermutung ist, dass der Bedarf, den einst Frauenbuchhandlungen deckten, inzwischen von jeder x-beliebigen Buchhandlung bedient wird. ... Das ist einmal der Typ Frauen-Ratgeber, gestrickt nach dem "Frauen-sind-einfach-besser-Muster", und da werden zum anderen Frauen als weltweite Opfer der Männerwelt, als Gedemütigte und Entrechtete dargestellt. Wie auch immer: Mann ist Auslaufmodell, Frau ist im Kommen, "ihr Jahrhundert hat gerade begonnen", vor allem ist sie durch und durch und von allem Anfang an Gutmensch. Jedoch bereits die Titel vieler dieser Bücher lassen erkennen, dass die Güte dieser Gutmenschen begrenzt ist. "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" ist so ein Beispiel. Der Titel hätte längst den Staatsanwalt beschäftigt, hieße er "Nur eine tote Frau ist eine gute Frau". Aber auch zahlreiche andere Titel und Inhalte jenes Genres überschreiten nicht nur die Grenzen zivilisierten Miteinanders, sondern sie schüren einseitig einen Geschlechterkampf, der sich an manchen Fronten voll entfaltet, etwa in Partnerkonflikten und im Trennungs- und Scheidungsgeschehen." Offenbar bin ich nicht der einzige Branchenkenner, der die momentane Einseitigkeit und Niveaulosigkeit bei Neuerscheinungen zur Mann-Frau-Debatte recht armselig findet. (Man vergleiche andererseits die untenstehende Buchkritik "Frauen zurück an den Herd!?") Lest unter http://www.vafk.de/presse/thboese.htm den vollen Artikel, den der "Väteraufbruch für Kinder" dankenswerterweise ins Web gestellt hat.
STOPPT DIE MÄNNERDISKRIMINIERUNG!
Unter dieser Überschrift wendet sich Gerd Habermann, Leiter des Unternehmerinstituts in der Arbeitsgemeinschaft der selbstständigen Unternehmer, gegen die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur "Gleichstellung der Frau" in der privaten Wirtschaft. Nachzulesen ist der Artikel in der neuen liberalen Monatszeitschrift "eigentümlich frei" sowie im Web unter http://www.eifrei.de/Inhalt_15/15-Mannerdiskriminierung/15-mannerdiskriminierung.html. (Wen´s interessiert: In der Ausgabe vom Vormonat finden sich auch drei für den einen oder anderen vielleicht recht interessante Artikel zur Verteidigung der Pornographie - verfasst von Wendy McElroy, dem Eichborn-Autor Michael Miersch und meiner Wenigkeit. Diese drei Artikel sind zugänglich über http://www.eifrei.de/Inhalt_14/inhalt_14.html.)
Zum aktuellen Hintergrund von Habermanns Artikel: Mittwoch dieser Woche hatten die Arbeitgeber der privaten Wirtschaft die Frauenförderungspläne von Ministerin Bergmann mit Nachdruck abgelehnt. Jetzt wollen SPD und Grüne trotz dieses Widerstandes noch in dieser Legislaturperiode einen entsprechenden Gesetzesentwurf einbringen. Für die Bundesverwaltung konnte Bergmann ihren politisch korrekten Sexismus bereits durchsetzen: Dort werden Frauen inzwischen bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt und befördert.
MÄDCHEN SCHIKANIEREN MITSCHÜLER ÜBLER ALS JUNGEN
Mehr darüber in diesem Leitartikel der "USA Today": http://www.usatoday.com/news/comment/2001-06-12-ncguest1.htm
WENDY McELROY ZUM "MYTHOS VERGEWALTIGUNGSEPIDEMIE"
Und ein letztes Mal McElroy: In einem Folgeartikel zu der Anzeige des Independent Women´s Forum über die zehn verbreitetsten Mythen der Frauenbewegung äußert sich die liberale Feministin noch einmal dezidiert zu dem Mythos, jede vierte Frau sei bereits Opfer einer Vergewaltigung geworden. McElroy vertritt unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,25337,00.html die Ansicht, dass Zahlen in dieser Höhe durch nichts anderes gerechtfertigt sind als durch das Bestreben bestimmter politischer Gruppierungen, männerfeindliche Paranoia am Leben zu halten und so für finanzielle und ideologische Unterstützung der eigenen Agenda zu sorgen. Bezeichnend ist, dass ein Mann solche Thesen kaum vertreten dürfte, ohne als Verharmloser von sexuellen Übergriffen gebrandmarkt zu werden. Wahrscheinlich nur weil Wendy McElroy selbst Feministin und Opfer einer Vergewaltigung ist, erhält sie mit ihrem Standpunkt erfreulicherweise Eintritt in die "Fox News".
BÜCHER
-----------
"NICHT VOR DEN KINDERN"
Wie einige von euch wissen, ist für mich auch die Verbreitung einer positiven Einstellung gegenüber Sexualität und Erotika ein Grundanliegen - und einer meiner Hauptkritikpunkte am Mainstream-Feminismus ist, dass er diese positive Einstellung permanent unterwandert. Jetzt ist ein neues Buch zu diesem Thema erschienen. Marjorie Heins "Not in Front of the Children: 'Indecency,' Censorship, and the Innocence of Youth" analysiert, wie die Gesellschaft umgeformt wird, um Kinder vor Texten für Erwachsene zu "schützen". In einem Fünf-Seiten-Artikel für das Magazin "Salon" setzt sich Charles Taylor unter http://www.salon.com/books/feature/2001/06/11/children/index.html mit diesem Buch auseinander. Während das Buch selbst nur einige wenige von euch besonders interessieren dürfte, halte ich Taylors Artikel für sehr lesenswert für jeden, der sich entweder für das Thema "Sex und Gewalt" oder für das Thema "Kindererziehung heute" interessiert.
FRAUEN ZURÜCK AN DEN HERD!?
Der Emanzipationszweifel und die Geschlechterunsicherheit scheinen bei den Frauen von heute verbreiteter zu sein, als Mann gemeinhin denkt. Auf der einen Seite brandet eine Flut von Büchern, Sendungen und Kinofilmen über Hyper-Super-Mega-Powerfrauen, und manche Ratgeber empfehlen den Leserinnen unverhohlen, ihren Partner zu dressieren "wie einen Hund". Auf der anderen Seite steht eine US-Autorin wie Laura Doyle, die von ihrem neuen Buch "The Surrendered Wife" (versehen mit Empfehlungen von Leuten wie Männer:Mars-Frauen:Venus-Autor John Gray) in den USA allein innerhalb der ersten vier Wochen 150.000 Exemplare verkaufte und einen neuen Trend weiblicher Unterwerfung auslöste. Unter dem Titel "Einfach Frau sein - einfach schlau sein. Erobern Sie ihn - mit weiblichen Waffen" ist das Vieh jetzt auch auf deutsch erschienen. Ein Interview mit der Autorin findet sich unter http://www.mausburg.de/ende.html.
Der Grundgedanke, dass Frauen sich endlich von der beliebten Vorstellung lösen sollten, ihren Partner erziehen zu können, wird zwar jedem Beziehungsberater gefallen. (Wie virulent diese Vorstellung noch immer ist, lässt sich übrigens wunderschön am Erfolg von Dietrich Schwanitz "Männer" ablesen.) Und normalerweise hätte jedes Buch, das weiblichem Genörgel einen Riegel vorschieben möchte, meinen Segen. Auch ein bisschen Bewunderung kann ein durchaus netter Zug sein - wobei der Mann von heute, schon wenn ihm eine Frau nur zweimal hintereinander bei etwas zustimmt, doch automatisch davon ausgeht, dass sie es nur sarkastisch meinen kann. Aber wie bitte soll man Äußerungen der Autorin einordnen wie: "Männer sind prädestiniert, eine Familie zu versorgen" oder "Der Mann sollte entscheiden, wann Sex stattfindet"? Was ist davon zu halten, wenn Doyle ihren Leserinnen rät, so lange die Wendung "Wie du meinst" einzuüben, bis sie ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist? Oder dass diese Leserinnen auch die Kontrolle über ihre Finanzen auf dem Standesamt in SEINE Hände legen sollen? Kann man seinen Partner nur dann respektieren, wenn man sich selbst völlig aufgibt? Legt eine nennenswerte Zahl von Männern wirklich Wert auf eine Partnerin, die ihre eigene Meinung zu Beginn dieser Beziehung aufgegeben hat? Naja. Ich persönlich halte es ja für am sinnvollsten, wenn solche Formen von Selbstunterwerfung auf das erotische Rollenspiel beschränkt bleiben. Andererseits: Wenn beide Partner glücklich damit sind, wie es ja tatsächlich sehr oft der Fall zu sein scheint - kann man diese Form einer Beziehung dann verurteilen, nur weil sie nicht politisch korrekt ist? Wobei die hohen Verkaufszahlen dieses Ratgebers immer noch zu denken geben ...
IM PORTRÄT: DIETER FLEISCHER
------------
Was hinter dieser neuen Rubrik steckt, kann Dieter am besten selbst erklären:
--- Als Empfänger von Arnes' Rundbriefen und jetzt Zine (also Magazine
ohne Macka oder was) habe ich mich manchmal gefragt, wer wohl hinter den anderen
Adressen stecken mag. Einige kenne ich ja schon, manche sogar recht gut. Ich
hab Arne deshalb vorgeschlagen: "Wie wäre es, wenn du anbietest, dass
sich in jeder Nummer einer der Abnehmer kurz vorstellen könnte, damit man
ein bisschen zusammenwächst?" Und hier seine Antwort: "Ich habe
beschlossen, das zu machen und dich um deine Vorstellung als Eröffnungstext
zu bitten. :-)"
[[Man könnte ja auch mal zu einer Grillfete zusammenkommen, aber ich will
das hier nicht unbedingt direkt vorschlagen. :-) ]] Also ich bin der Dieter
Fleischer, wie aus meiner Adresse unschwer zu erraten ist. Die Homepage ist
www.dieter-fleischer.de.
Da sieht man auch irgendwo ein Bild von mir. Leider kann ich seit einigen Wochen
nichts mehr hochladen, der Provider hat irgendetwas für Frontpage umgestellt,
seitdem
erhält mein Dreamweaver keine Verbindung mehr. Ich interessiere mich eigentlich
für alles... z. B. Botanik, Zoologie, Fotografie und Segeln. Ich war über
zwanzig Jahre Ingenieur bei Opel und bin nun seit zwei Jahren Rentner. Ich erblickte
am 13. 09. 1938 in Dresden das Licht der Welt. ---
Dieters Einfall halte ich wirklich für eine sehr gute Idee, gerade weil unter den Empfängern dieses Zines von Chefredakteuren über Verleger und AutorInnen bis zu einem Geologen und einer Vampirforscherin die unterschiedlichsten Menschen versammelt sind und ich mir vorstellen könnte, dass viele von ihnen gerne ein paar Sätze über sich, ihre aktuellen Projekte und ihre Haltung zur Thematik dieses Zines berichten möchten.
WEBTIPP
------------
Eigentlich wollte ich hier zur Abwechslung einmal eine deutsche Website präsentieren, aber die zentralen deutschen Sites zu unserem aktuellen Schwerpunkthema "Vaterschaft" sind den meisten Lesern dieses Zines vermutlich bekannt. Deshalb stelle ich mit www.dadmag.com auch hier eine Ami-Seite vor, wobei ich mich bewusst für eine weitgehend unpolitische Seite entschieden habe. Sie ist zwar ein bisschen ARG amerikanisch im Stil ("We feel your pain"), aber beim Querlesen kann man doch einige recht interessante Informationen und Ratschläge herausziehen. Schaut halt mal rein, wenn euch das Thema interessiert.
Okay, das war´s mal wieder für diese Ausgabe. Die nächsten Zines werden vermutlich nicht so umfangreich werden, da der zeitliche Rechercheaufwand für dieses Projekt doch ziemlich groß ist. Ich hoffe aber, dass er sich auch diesmal gelohnt hat und jeder von euch zumindest den einen oder anderen Artikel gefunden hat, den er interessant oder aufschlussreich fand.
Herzlicher Gruß an alle
Arne
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur dritten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Zunächst zwei Meldungen in eigener Sache:
SWR-FERNSEHJOURNALIST SUCHT MÄNNLICHE OPFER VON HÄUSLICHER GEWALT
Am Donnerstag erhielt ich einen Anruf von einem Journalisten der SWR-Sendung "Ländersache" (donnerstags um 20:15 Uhr), der durch meine Veröffentlichungen auf das Thema "Häusliche Gewalt gegen Männer" aufmerksam geworden ist und darüber einen TV-Beitrag bringen möchte. Zu seiner Überraschung ergab eine von ihm angestellte Cross-Recherche, dass es in der bisherigen Fernsehgeschichte nicht mehr als zwei solcher Beiträge gegeben hatte. Durch das drohende "Gewaltschutzgesetz" der Bundesregierung ist dieses Thema jetzt allerdings hochbrisant. Problematisch für meinen Ansprechspartner ist allerdings, dass er bisher noch keinen einzigen Betroffenen ausfindig machen konnte, der bereit ist, über seine Erfahrungen als Opfer zu berichten. Eine Person konnte ich ihm selber vermitteln, aber ein oder zwei Leute mehr wäre natürlich noch mal eine Nummer überzeugender. Wenn sich von euch jemand berufen fühlt, dann möchte ich ihn bitten, mit mir per Mail Kontakt aufzunehmen, damit ich zwischen ihm und dem SWR eine Verbindung herstellen kann. (Siehe zu diesem Thema auch den NEWS-Beitrag: "Entdecken die deutschen Medien das Gewaltopfer Mann?")
Die zweite Meldung ist etwas unangenehmer für mich:
ZERSTREUTER MÄNNERRECHTLER VERWIRRT DEUTSCHE VÄTERBEWEGUNG
Wie ihr wisst, war die letzte Ausgabe dieses Zines die große "Vatertags-Sonderausgabe". Dazu erreichte mich kurz darauf das Mail eines guten Freundes mit dem Hinweis: "Donnerstag war Fronleichnam und nicht Christi Himmelfahrt (was wir als Vatertag kennen...). Der ist schon zwei Wochen her!" Ein ähnlicher Hinweis erreichte mich kurz darauf von Lisa. Hm. Soll das heißen, ich werde inzwischen von knapp 200 Väterrechtlern gelesen und die einzigen beiden, die mich auf diese heftige Fehlleistung aufmerksam machen, sind ebenso Single wie ich selber? War euch anderen wohl zu peinlich, auf meinen Schnitzer hinzuweisen, was? Offenbar entstand die ganze Verwirrung dadurch, dass ich meistens auf angelsächsischen Websites der Männerbewegung herumkreuze, und beispielsweise in den USA oder Großbritannien erst der dritte Sonntag (!) im Juni als Vatertag gefeiert wird. Wozu man allerdings auch sagen muss: Wenn hierzulande um den Vatertag nur halb so viel Bouhai wie um den Muttertag gemacht werden würde, hätte dieser Irrtum erst gar nicht entstehen können. Okay, dumme Ausrede. Soll nicht wieder vorkommen. So ähnlich muss sich Scharping gefühlt haben, als er damals brutto und netto verwechselt hat. Nichtsdestotrotz sind weiter unten noch einige Meldungen zum US-amerikanischen Vatertag zu finden. Der scheint nämlich mittlerweile ein Politikum bis hoch zur Präsidentenebene zu sein.
Des weiteren gibt es wieder eine neue Rubrik in diesem Zine, nämlich "Leserpost". Diese Rubrik ist vor allem kritischen Stellungnahmen und Kommentaren gewidmet. Ich möchte ausdrücklich nicht dem Muster beispielsweise der "EMMA" folgen, die grundsätzlich nur lobende und positive Zuschriften abzudrucken scheint. Davon habe ich für dieses Zine zwar einige erhalten, denke aber, dass eine Wiedergabe für die anderen Leser wenig gewinnbringend ist.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Genug mit der Vorrede, kommen wir zu den diesmal besonders internationalen
NEWS:
----
INTERNATIONALE FEIERN UND PROTESTMÄRSCHE ZUM VATERTAG
Vor einigen Tagen erhob Präsident George Bush den 17. Juni zum offiziellen Vatertag der USA - komplett mit beflaggten Regierungsgebäuden und all dem anderen Pipapo: http://www.whitehouse.gov/news/releases/2001/06/20010615.html. Die US-amerikanische Väterbewegung hat dazu eine kleine Website unter http://www.fathersday2001.org/ eingerichtet, auf der sie über ihre aktuellen Feiern und Protestveranstaltungen berichtet. Protestmärsche zum Vatertag fanden am 17. Juni aber auch in anderen Ländern statt, beispielsweise in Irland: http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/06/17/stiireire01005.html. (Siehe dazu auch die Rubrik „Meinung“.)
CNN ÖFFNET SICH ALLEINERZIEHENDEN VÄTERN
Lange Zeit war der US-amerikanische Fernsehsender CNN als eher vaterunfreundlich verschrieen - wie in den meisten Medien gab man dort eher Müttern den Vorrang. Aber auch hier vollzieht sich eine allmähliche Glasnost. Neben einem netten Artikelchen findet man hier: http://edition.cnn.com/2001/HEALTH/parenting/06/15/single.dads/index.html mehrere interessante Links für Väter. (Achtung, lange Ladezeit!)
VÄTERRECHTLER BEGEHT SELBSTMORD - VORWÜRFE GEGEN JUGENDAMT UND DEUTSCHE JUSTIZ
Schon vor einer Woche wurde mir über verschiedene Kanäle von dem Freitod des Väterrechtlers Frank Dachtler berichtet. Da ich absolut NICHTS über die Hintergründe dieser Tragödie weiß, habe ich mich mit einer Meldung zurückgehalten, bis BIFIR, paPPa.com oder eine andere Gruppierung dazu auf ihrer Website berichten würde. Das ist jetzt der Fall: http://www.pappa.com/faelle/dachtler/frank-ist-tot.htm Lesenswert finde ich vor allem den Brief von Dr. Karin Jäckel. paPPa.com erinnert aus diesem Anlass auch an den Tod von Gerhard Heilig, Dr. Albrecht Schneider, Nicole Walter und Jana Kroeplin. Auch hier machen die mit dem Sterben dieser Menschen verbundenen Umstände deutlich, zu welcher Unmenschlichkeit der alltägliche, für viele unsichtbare Sexismus in deutschen Behörden führen kann. Solche katastrophalen Entwicklungen sind natürlich genau der Grund, warum wir uns für Männer- und Väterrechte engagieren und nicht einfach abwarten, bis sich die momentane extreme Einseitigkeit in der Geschlechterpolitik wieder von selbst gibt.
NEIL LYNDON: DER KETZER KEHRT ZURÜCK - HEISSER ARTIKEL IN DER "SUNDAY TIMES"
Zugegeben, der zweiteilige Artikel ist ein halbes Jahr alt und so nicht wirklich "News", aber ich habe ihn erst heute Morgen entdeckt und halte ihn für dermaßen aufschlussreich, dass ihn jeder ernsthafte Männerrechtler und jeder kritische Journalist gelesen haben sollte: http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2000/12/03/stirevnws02018.html Der Brite Neil Lyndon ist einer der Stammväter der internationalen Männerbewegung. Lange vor Matussek und noch vor Farrell machte er auf die Benachteiligung von Männern im Gesundheitssystem, Vätern im Scheidungsprozess oder von Jungen in der Schule aufmerksam. Heute, zehn Jahre später, haben solche Erkenntnisse selbst die Seiten von SPIEGEL, FOCUS und STERN erreicht. Heute wissen wir Männerrechtler nicht zuletzt dank des Internets, dass wir keine geistesgestörten Einzelgänger sind, sondern dass Tausende andere genauso denken wie wir. Aber damals stand Neil Lyndon ganz allein gegen die veröffentlichte Meinung, und Publikationen wie etwa sein Buch "No More Sex Wars" führten zu einer feministischen Rufmordkampagne, die ihn sein berufliches und privates Glück kostete. (Matthias Matussek und Dr. Karin Jäckel können von vergleichbaren Feindseligkeiten berichten.) Jetzt ist Lyndon zum Journalismus zurückgekehrt und berichtet in diesem langen, aber atemberaubenden Artikel, wie er zum Opfer einer Hexenjagd wurde: von Verleumdungen bis hin zu Morddrohungen und Bücherverbrennungen. Und nebenbei erklärt er, warum es sich der Feminismus einfach nicht LEISTEN kann, in einer kritischen Diskussion seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Sehr, sehr lesenswert!
NOBELPREISTRÄGER: WESTLICHE STAATEN BEUGEN SICH DEM "NEO-FASCHISMUS" DER POLITISCHEN KORREKTHEIT
Da wir gerade beim Thema sind: Der nobelpreisgekrönte Autor und politische Aktivist Wole Soyinka hatte in seinem bisherigen Leben ebenso das Regime im Iran bekämpft, wie er in Nigeria im Gefängnis saß, weil er die dortigen Autoritäten kritisiert hatte. Jetzt richtet sich seine Kritik gegen die Political Correctness der westlichen Welt - namentlich der USA und Kanada, aber auch anderer Staaten. Soyinka: Eine neue Gedankenpolizei bedrohe die Freiheit des Intellekts. Der dazugehörige Artikel findet sich unter http://www.nationalpost.com/news/national/story.html?f=/stories/20010613/590015.html
DISKUSSION ÜBER MÄNNLICHE OPFER NICHTS WEITER ALS "BACKLASH"?
Auch das Ausland hat Schwierigkeiten, die hohe Rate an von ihren Frauen geprügelten Männer zu akzeptieren, aber - anders als in Deutschland - dort wird wenigstens darüber diskutiert. Ein Problem, das die Männerbewegung dabei insbesondere mit dem Feminismus hat, ist, dass Feministinnen immer wieder das Thema "männliche Opfer" als "einen Teil des Backlash" herunterzuspielen versuchen. (Der Begriff "Backlash" wurde von Susan Faludi eingeführt und bezog sich ursprünglich auf eine behauptete konservative Gegenströmung und Zurückdrängung der Frauenbewegung. Inzwischen wird der Begriff häufig benutzt, um jegliche Kritik an feministischen Positionen zu diskreditieren.) Ein anderer Vorwurf der Männerrechtler an der Frauenbewegung ist, dass dort häusliche Gewalt nicht als ein Problem gesehen wird, das mit Geschlechtszugehörigkeit wenig zu tun hat, sondern als typisches Symptom des "Patriarchats". Konsequenz: Statt dass frau die eigentlichen Ursachen bekämpft, ergeht sie sich oft in einem diffusen Männerhass. Die Seattle Times lässt in einem Artikel die verschiedensten Fraktionen bei dieser Debatte zu Wort kommen: http://seattletimes.nwsource.com/html/nationworld/134307211_batmen16.html.
ENTDECKEN DIE DEUTSCHEN MEDIEN DAS GEWALTOPFER MANN?
Seit der Kriminologe Michael Bock, Professor an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität, auf die hohe Zahl männlicher Opfer von häuslicher Gewalt aufmerksam gemacht hatte, gehen diese Erkenntnisse auch in den einen oder anderen Presseartikel ein - wenn auch zunächst noch sehr verhalten. Ein treffender Beitrag aus den Regionalnachrichten (seufz!) des Main-Rheiners ist nachzulesen unter http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=458432 .
Von Professor Bock gibt es übrigens auch ein für die Bundestagsanhörung zum Gewaltschutz vom 20. Juni angefertigtes Gutachten im Netz nachzulesen: http://www.vafk.de/themen/expanhbock.htm . Dessen Gesamtergebnis lautet: "Ich empfehle dem Deutschen Bundestag nachdrücklich, den Gesetzesentwurf der Bundesregierung insgesamt abzulehnen." Wie mir mein SWR-Kontaktmann berichtete, wurde Professor Bock daraufhin heftig unter Feuer gesetzt.
Bislang wurden aufgrund des einseitigen "Gewaltschutzgesetzes" allein in Baden-Württemberg 600 Männer ihrer Wohnung verwiesen (danke an Jörg Herz für den Link): http://www.stuttgarter-nachrichten.de/dc1/html/news-stn/20010619eins0011.shtml . Bei der "Stuttgarter Zeitung" sind die Informationen vom Gewaltopfer Mann jedenfalls noch nicht angekommen. Typisch für die bisherige öffentliche Debatte ist in diesem Artikel auch die unbekümmerte Behauptung, dass "Schätzungen zufolge" jede dritte deutsche Frau Opfer häuslicher Gewalt werde. (Man kann natürlich fröhlich vor sich hin schätzen, aber es liegen erstens keine verlässlichen Zahlen vor und zweitens werden diese ideologisch bestimmten "Schätzungen" von neutralen Fachleuten als deutlich zu hoch angesetzt.) Faszinierend ist auch, dass das offiziell geschlechtsneutral formulierte "Gewaltschutzgesetz" von der Autorin dieses Artikels spontan so verstanden wird, wie es natürlich gemeint ist: "Damit sollen Frauen leichter durchsetzen können, dass ihnen der prügelnde Partner die gemeinsame Wohnung überlassen muss." Richtern dürfte es im Zweifel kaum anders gehen.
ERSTES MÄNNERHAUS IN DER TÜRKEI
Laut dpa-Meldung vom 16.6.01 gibt es in der südtürkischen Stadt Antalya inzwischen das erste Männerhaus. Es hat Platz für zehn Männer, die von ihrer Ehefrau Prügel bekommen haben oder aus der Wohnung geworfen wurden. Die Einrichtung ist ein Projekt des Sozialamtes von Antalya, dort werden ein Arzt und ein Sozialarbeiter anzutreffen sein.
MÄNNER AUCH OPFER VON VERGEWALTIGUNGEN
In diesem Artikel: http://news.excite.com/news/r/010618/10/health-rape verschwindet es zwar ein wenig im allgemeinen Zahlenwirrwarr, aber die entsprechenden Statistiken sind kaum misszuverstehen: Während bei der dem Artkel zugrundeliegenden Studie 6,4 Prozent der befragten Frauen angaben, sie hätten "unwillkommenen sexuellen Kontakt bis hin zu Geschlechtsverkehr" erfahren, berichteten immerhin auch 4 Prozent der Männer über "unerwünschten Verkehr". 2,4 Prozent sind kein himmelweiter Unterschied. Man sollte die Zahlen dieser speziellen Untersuchung auf keinen Fall verallgemeinern, aber andere Untersuchungen weisen mittlerweile in eine ähnliche Richtung. ("Sind Frauen bessere Menschen?" wird übrigens das weltweit erste Buch sein, das Vergewaltigungen von Männern durch Frauen auf der Grundlage verschiedener akademischer Studien in einem ausführlichen Kapitel zum Thema macht.)
NEUE STUDIE: FRAUEN ERHALTEN VOR GERICHT LEICHTERE STRAFEN
Die Studie, von der ich spreche, kommt leider nicht aus Deutschland oder zumindest den USA, sondern aus Neuseeland, aber ich halte sie dennoch für auch auf unsere Justiz anwendbar. Es ist eine der bislang noch sehr wenigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die etwas belegen, das bislang nur aus einzelnen Bereichen geschlussfolgert wurde. (Hier sei an den Artikel zur Todesstrafe aus INVISIBLE MEN # 1 erinnert.) Samantha Jeffries analysierte die Prozessführung zu 100 Fällen und kam dabei zu dem Ergebnis, dass die Geschlechtszugehörigkeit oft ausschlaggebend für das Strafmaß zu sein schien: Bei vergleichbaren Delikten kamen Frauen deutlich beser davon. (Wer sich für die Situation in Deutschland interessiert, wird in "Sind Frauen bessere Menschen?" auch dazu einiges finden.) Jeffries Schlussfolgerung ist natürlich nicht, dass Frauen in Zukunft härter angepackt werden sollen, sondern dass auch Männer eine bessere Behandlung verdienen.Insbesondere gegenüber Vätern seien die Waagschalen der Justiz sehr unfair ausgewogen. Lest den kompletten Bericht unter http://www.stuff.co.nz/inl/index/0,1008,824848a1861,FF.html .
FEMINISTISCHE RICHTERIN: VIELE FRAUEN LÜGEN ÜBER VERGEWALTIGUNGEN
Was die Richterin Pat O´Shane verkündet, ist keineswegs umwerfend neu und inzwischen auch durch die unterschiedlichsten Untersuchungen gut belegt: Viele Frauen werfen Männern völlig unbegründet Vergewaltigungen vor. (Auch darüber findet sich ein brisantes Kapitel in "Sind Frauen bessere Menschen?") O´Shane fühlte sich offenbar zu dieser Aussage veranlasst, nachdem ein Angeklagter von den Medien massivst vorverurteilt worden war. Wie es nicht anders zu erwarten war, stand sie daraufhin sofort im Kreuzfeuer diverser Frauengruppen, die - natürlich - ihren Rücktritt forderten. Was auch sonst? Und tatsächlich beraten Ms. O´Shanes Vorgesetzte, ihr in Zukunft keine Fälle mehr zu übertragen, bei denen es um sexuelle Übergriffe geht. (Offenbar dürfen damit nur Richter betraut werden, die von Anfang an davon ausgehen, dass der Angeklagte schuldig ist ...) Pat O´Shane, die sich übrigens selbst als überzeugte Feministin bezeichnet, ist mit dieser einseitigen Auffassung von Justiz nicht einverstanden:
"Wir leben nun mal nicht im Märchenland, wir leben in der Wirklichkeit." Der komplette Report kann unter http://www.abc.net.au/news/2001/06/item20010616002835_1.htm nachgelesen werden - und wie sich die Geschichte weiterentwickelte hier: http://www.smh.com.au/news/0106/17/national/national2.html
SIEBEN FRAUEN BETROGEN EINSAME MÄNNER MIT "KONTAKTAGENTUR" UM DREI MILLIONEN DOLLAR
Diese Geschichte: http://www.theage.com.au/news/state/2001/06/19/FFXZ5SO43OC.html spielt zwar ebenfalls in Australien, aber die Abzocke gerade männlicher Kontaktsuchender ist auch hierzulande gang und gäbe. In der Regel geschieht das auf völlig legale Weise: Viele Clubs, Partylines, Kontaktbörsen etc. lassen grundsätzlich Männer zahlen und das weibliche Geschlecht gratis teilnehmen. Flirtdienste im Internet wie www.datingcafe.de, www.kontaktanzeigen.net oder www.hotflirt.de haben aus diesem Sexismus ein Prinzip gemacht. Die entstehenden Kosten werden dort überwiegend oder allein auf die Männer umgeschlagen. "Herren, die Damen suchen, zahlen 290 Mark für einen dreimonatigen Service oder 360 Mark für sechs Monate", erklärt auch Christa Appelt, die Leiterin einer Berliner Partnervermittlungs-Agentur. "Damen zahlen gar nichts." Dafür dürfen die Damen aber auch bessere Dienstleistungen genießen: Die Männer müssen persönlich bei der Agentur vorbeikommen und werden genau unter die Lupe genommen.
Bei Frauen genügt eine telefonische Anmeldung. Und: Frauen bekommen pro "Bestellung" eine ganze Liste von Telefonnummern zum Abtelefonieren, Männer nur eine einzige. Dass sich Männer immer noch auf eine so unverhüllte Benachteiligung einlassen, zeigt überdeutlich, dass sie so etwas von der Gesamtgesellschaft bestens gewohnt sind.
Noch einen Schritt weiter geht diese Abzocke bei einem Trick, vor dem etwa Hendric Wehr in seinem Buch "Flirten online" warnt. Diese Masche besteht im wesentlichen darin, dass kontaktsuchende Männer die Antwort einer scheinbar sehr sympathischen jungen Frau bekommen - verbunden mit einer Telefonnummer. Dieses ist aber keine private Nummer der Interessentin, sondern eine "Schutz-Telefonnummer" der Agentur. Das ist notwendig, denn wie jeder weiß, stellen Männer für junge Frauen ja eine grundsätzliche Bedrohung dar ... Den darauffolgenden Telefonkontakt versucht der weibliche Lockvogel möglichst lange zu halten und nicht in eine direkte Begegnung münden zu lassen. Man sollte sich schließlich erst mal richtig kennenlernen. Die Schlusspointe sieht natürlich jeder kommen außer dem inzwischen verliebten Werber: Die Telefonnummer der Agentur kostet 3,63 DM pro Minute, und die scheinbar so sympathische junge Dame hat gar kein Interesse an einer Männerbekanntschaft, sondern macht das Ganze beruflich. Ein Opfer dieser Masche beendet seinen Bericht wie folgt: "Da war ich natürlich ganz schön enttäuscht und sauer. Vor allem auf mich, weil ich auf so einen billigen Trick reingefallen bin. Aber ich wollte halt nicht mehr alleine sein. Doch Mona meinte, ich brauch ja nicht mehr anrufen, wenn ich keine Lust mehr habe - ihr wäre das ziemlich egal. Da hab ich den Hörer aufgeknallt und fast geheult." Vermutlich hat die Dame einiges an Böse-Mädchen-Büchern gelesen. Der ganze Spaß, so stellt ihr Verehrer schließlich fest, hat ihn 2000 DM gekostet.
Wie war das noch mit den Frauen, die ja so viel gefühlstiefer und ehrlicher als Männer sind? Braucht jemand ein angelesenes Taschenbuch von Carol Gilligan?
SEX-POSITIVE FEMINISTINNEN PLANEN VORMARSCH AUF EUROPA
Es gibt ja durchaus Strömungen der Frauenbewegung, bei denen ich mich zumindest einer gewissen Grundsympathie nicht erwehren kann. Wendy McElroys "individual feminists" sind ein Beispiel, die sex-positiven Feministinnen, die sich selbst als die Zukunft der Frauenbewegung betrachten, ein anderes. "Wir sind keine Männerfeinde", verkündet eine Vertreterin dieser Fraktion dem britischen "Observer" (http://www.observer.co.uk/international/story/0,6903,508152,00.html). "Männer sind die Hälfte dieser Gleichung, und ohne sie kann es keine Veränderung geben. Wir wollen nicht die Machtverhältnisse verändern. Hier geht es nicht darum, dass in Zukunft die Frauen an der Herrschaft sind, sondern darum, woher wir unsere Annahmen über die weibliche Sexualität beziehen und ob diese immer noch angemessen sind." Andererseits spricht auch diese Next Generation der Frauenbewegung wie selbstverständlich von einer Gesellschaft, in der Männer die Frauen ökonomisch und sozial beherrschen. Naja. Zu ihren vorrangigen Zielen gehört es indes aufzuzeigen, dass Frauen sexuell ebenso aggressiv sein können wie Männer und beispielsweise dieselbe Freude an Pornographie haben. Wie nicht anders zu erwarten werden diese Madonna-Feministinnen von alten Kämpferinnen der Frauenbewegung scharf angegriffen.
ITALIEN: WIRBEL IN DER ABTREIBUNGSDEBATTE
Für manche Maskulisten zählt ein Mitspracherecht bei der Frage, ob der eigene Nachwuchs im Mutterleib getötet werden darf, zu den Grundanliegen. In Deutschland wurde diese Frage nicht einmal diskutiert: Bei der ganzen Abtreibungsdebatte ging es ausschließlich um die Rechte der Mutter gegen die Gesetze des Staates - dem Vater beim Überleben des eigenen Kindes auch noch Mitsprache zu gewähren schien undenkbar. Jetzt hat ein italienischer Politiker dieses Thema aufs Tapet gebracht - und wurde dafür von den Grünen und den Kommunisten prompt mit den afghanischen Taliban verglichen: http://news.bbc.co.uk/hi/english/world/europe/newsid_1386000/1386743.stm .
BELÜGT INTERNATIONAL BEDEUTENDSTE FRAUENBEWEGUNG ÖFFENTLICHKEIT ÜBER BUDGET UND MITGLIEDERSCHAFT?
Die US-amerikanische, international führende Frauenbewegung NOW (National Organization for Women), an der sich beispielsweise auch Alice Schwarzer orientiert, hatte der Öffentlichkeit gegenüber jahrelang falsche Angaben über ihr finanzielles Budget und die Zahl ihrer Mitgliederinnen (*hüstel*) gemacht. Kritiker stellen inzwischen die Ehrlichkeit dieser Frauenorganisation insgesamt in Frage und beklagen die Gutgläubigkeit der Medien gegenüber feministischen Gruppierungen. Lest dazu diesen Artikel, verfasst von einer Gruppe NOW-abtrünniger Frauen: http://www.dullesnow.org/now.html
Von einem anderen Ansatz her geht der "Jewish World Report" mit dem finanziellen Gebahren der Frauenbewegung ins Gericht. Er stellte in einem Artikel unter http://www.jewishworldreview.com/cols/gahr.html zusammen, mit welch immensen Summen an Steuergeldern die feministische Ideologie in den USA gefördert und für welchen Unsinn dieses Kapital verschwendet wird. Man fragt sich, wie der Stand der internationalen Geschlechterdebatte wohl wäre, wenn Männerrechtlern dieselben Summen zur Verfügung stünden.
"EMANZIPATION STEHT AUCH BEI JUNGS AUF DEM LEHRPLAN"
Eine Überschrift, die Hoffnung macht? Keine Sorge. Es geht keineswegs darum, Schritte dafür in die Wege zu leiten, dass auf die Bedrüfnisse von Jungen im Erziehungssystem ebenso eingegangen wird wie auf die von Mädchen. Nein, auch nicht darum, dass Jungen sich von Müttern so wenig Prügel und von Lehrern so wenig Strafen einfangen wie ihre weiblichen Geschwister. Der dazugehörige Artikel der Kölner Rundschau verrät, was gemeint ist: "Zum Opferschutz gehöre es, dass Jungen nicht zu Tätern werden." Noch immer sind also potentielle Täter und potentielle Opfer fein nach Geschlecht getrennt. Und dass das so ist, kann den Kiddies anscheinend gar nicht früh genug vermittelt werden. Nachzulesen ist der Beitrag unter http://rundschau-online.de/oberberg/1789947.html (Danke an Jörg Herz für den Link!)
Als besonders perfide wurde in einem Diskussionsforum folgende Formuliuerung des Artikels gewertet: "Die Ergebnisse dieser Sitzungen sind aufschlussreich: Kaum ein Junge komme etwa darauf, dass Gewalt an erster Stelle stehe, wenn Mädchen einen Grund für das definitive Ende einer Beziehung nennen sollen." Natürlich kommt kaum ein Junge darauf, da er bei der Beantwortung solcher Fragen von sich selbst und seinen eigenen Beziehungserfahrungen ausgehen wird, die in der weit überwiegenden Mehrzahl gewaltfrei sind. Was der Artikel aber suggeriert ist: Jungen sind nicht nur gewalttätig gegenüber Mädchen, sondern sogar zu dumm, um zu kapieren, dass dieses Verhalten in einer Partnerschaft nicht hinnehmbar ist. Faszinierend, zu welchen hanebüchenen "Ergebnissen" wissenschaftliche Untersuchungen gelangen können, wenn sie nur einen Haufen sexistischer Vorurteile als stillschweigende Grundannahmen mittransportieren.
Ganz passend dazu, wenn auch stark auf US-amerikanische Verhältnisse bezogen, ist Wendy McElroys neuer Artikel "Bashing Boys": http://www.ifeminists.com/introduction/editorials/2001/0619.html .
SADDAM HUSSEIN BEZIEHT STELLUNG GEGEN ÜBERFLÜSSIGE EINKAUFSTOUREN VON FRAUEN
Ein Artikel, der beweist, dass der irakische Diktator nicht vollständig wahnsinnig ist: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005309638715633&rtmo=fwfY0Dos&atmo=99999999&pg=/et/01/6/21/wiraq21.html (Gaah! Wo finde ich nur immer diesen Krempel?) Sorry, das war einfach zu bizarr, um es zu ignorieren.
MEINUNG:
--------
"DIE VÄTERBEWEGUNG IST EIN MYTHOS ...
... und ich muss es wissen, denn ich bin angeblich einer ihrer Anführer." Unter http://www.parentcity.com/read/library/articles/movement.shtml beschreibt James McLoughlin die Situation in den USA. Parallelen zu Deutschland darf jeder ziehen, der mag.
KRIMINALISIERUNG DER VATERSCHAFT
"Vaterschaft" ist inzwischen eines der heißesten politischen Themen in den USA. Einerseits stellt Präsident Bush beispielsweise einen 315-Millionen-Dollar-Plan vor, um verantwortungsbewusste Vaterschaft zu bewerben. Andererseits laufen in den USA ungebrochen Kriminalisierungskampagnen gegen angeblich in Massen unterhaltsflüchtige Väter, obwohl für Vorwürfe in diesem Ausmaß so gut wie keine Grundlagen bestehen. Unter http://www.wnd.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=23271 gibt es einen starken und informativen Artikel des Politikwissenschaftlers Stephen Baskerville zu diesem Thema. Eine seiner Schlussfolgerungen: "Väter dazu zu zwingen, die Entwendung ihrer eigenen Kinder zu finanzieren, ist ein sicheres Rezept für politischen und sozialen Niedergang." Eine andere: "Die Regierung hätte es nicht nötig, Werbung für eine verantwortungsvolle Vaterschaft zu machen, wenn sie endlich aufhören würde, die Grundlagen dafür zu zerstören." Yep, die Situationen in Deutschland und den USA sind sich sehr ähnlich.
In eine ähnliche Richtung argumentieren dieser Artikel: http://www.fredericksburg.com/News/FLS/2001/062001/06152001/310763 sowie dieser Beitrag aus der L.A.Daily News: http://www.dailynews.com/opinions/articles/0601/17/vew03.asp . Zur Situation in Großbritannien siehe http://argument.independent.co.uk/regular_columnists/deborah_orr/story.jsp?story=78129 , zu Mexiko vergleiche http://www.thenewsmexico.com/noticia.asp?id=2750 und zur Lage in Kanada (wo sich die Feministinnen nicht mit Vaterrechtlern an einen Tisch setzen wollen) schreibt Naomi Lakritz unter http://www.calgaryherald.com/columnists/lakritz/stories/010617/5052164.html . "Naomi Lakritz"? Hm. Heutzutage darf anscheinend auch jeder heißen, wie er will ...
MÄNNERFEINDLICHKEIT AN DEN UNIVERSITÄTEN?
Als männliche Schüler noch bessere Abschlüsse machten als weibliche, glaubte jeder, darin das typische Resultat einer gesellschaftlichen Diskriminierung der Frau zu sehen. Jetzt, da die Schülerinnen vorne liegen, titelt der SPIEGEL "Sind Frauen klüger?" und Frauenministerinnen aus Bund und Ländern krakeelen in Talkshows, dass das weibliche Gehirn von seiner Anatomie her dem männlichen offenbar überlegen sei.
Ilana Mercer eröffnet ihren Kommentar "Male Bashing in Academe" (http://www.lewrockwell.com/orig/mercer6.html) mit einer vergleichbar kühnen These einer feministischen Professorin in den USA: Da Männer ja ohnehin wüssten, dass sie zur herrschenden Klasse gehörten und ihre berufliche Zukunft in jedem Fall gesichert sei, seien sie auch fauler und würden daher schlechtere Noten verzeichnen. (Tatsächlich, so Mercer weiter, sind Männer in den USA zweimal so häufig arbeitslos wie Frauen und finden doppelt so schwer einen neuen Job.) Man kann sich vorstellen, wie sich männliche Studenten in einem Klima fühlen, in dem die Geisteshaltung ihrer Professorinnen nicht nur in Einzelfällen, sondern in aller Regel eher von Ideologie als von Faktenwissen geprägt sind. Ein Student äußert sich folgendermaßen: "Ich kann der feministischen Parteilichkeit nicht entkommen, was immer ich auch tue. Jede Lehrerin dreht und wendet jedes Argument so lange, bis wir wieder da angekommen sind, dass Männer alles niederrennen. Wenn ich irgendein Kunstwerk mit einer langen, dünnen Form darin präsentiere, werde ich automatisch wegen Phallussymbolik kritisiert. Das bedeutet offenbar, dass ich die Männerherrschaft in der Gesellschaft befürworte." (An deutschen Universitäten ist es übrigens noch nicht ganz so schlimm, aber in den Geisteswissenschaften geht die Tendenz in dieselbe Richtung. In Mainz zumindest habe ich selbst alles mögliche erlebt: Dozentinnen, die auch ihre männlichen Studenten grundsätzlich mit "Studentinnen" ansprachen; Frauenbibliotheken, zu denen Männer keinen Zutritt hatten, obwohl sie sie mitfinanzieren durften; Studentinnen, die sich weigerten, auch nur ausnahmsweise einen feminismuskritischen Text zu lesen und zu diskutieren, weil dieser ja ohnehin nur "Teil des Backlash" sei ... wobei sich dieses Problem nicht oft stellte. In der Film- wie in der Literaturwissenschaft war das Standard-Interpretationsmodell grundsätzlich das feministische. Von den Frauenstudienführern, Frauenvorlesungen und Frauenwasweißichnichtalles will ich erst gar nicht reden. Wie der untenstehende Artikel belegt, scheint hier aber gerade etwas frische Luft in die Hörsäle zu kommen.)
Mercers Artikel schließt mit dem Zitat einer Studie von Prof. Doreen Kimura, der zufolge die von vielen Feministinnen beklagte Benachteiligung der Frau im universitären Betrieb genausowenig existiert, wie das für den nicht-akademischen Arbeitsmarkt schon seit längerem bekannt ist. Tatsächlich werden Frauen, wenn sie sich um Jobs im Wissenschaftsbereich bewerben, sogar bevorzugt behandelt. (Auch zu diesem Themenkomplex gibt es ausführlichere Informationen in "Sind Frauen bessere Menschen?")
In Bremen gibt es mittlerweile einen Informatik-Studiengang nur für Frauen: http://www.fr-aktuell.de/fr/221/t221004.htm Dort sollen die Studentinnen ihr Selbstbewusstsein ungestört von Männern aufbauen. Ich bin gespannt, wie weit man mit so einem zweitklassigen Selbstbewusstsein in der Berufswelt kommt.
"SIND MÄNNER VIELLEICHT DOCH DAS UNTERDRÜCKTERE GESCHLECHT?"
Der aktuelle "freitag" widmet sich in einem anspruchsvollen Artikel dem neuen Interesse an der Männerforschung: http://www.freitag.de/2001/26/01261802.php Als Aufhänger benutzt der Redakteur Dietrich Schwanitz Buch "Männer" (bei Amazon inzwischen übrigens auf Platz 2) und kommt zu einem treffenden Urteil: "Seine sarkastische Abrechnung mit der gesamten Emanzenwirtschaft wird von den Magazinen von Hamburg bis München goutiert, doch ähnelt sie eher einer höhnischen Vivisektion des Mannes. Genauer betrachtet provoziert das Elaborat nicht gestandene Feministinnen, sondern ist eine Ohrfeige für jeden aufrechten Mann." Vermutlich ist sie genau deshalb so ein Erfolg, denn über das Wohl und Wehe von Neuerscheinungen entscheiden mit einem Anteil von etwa 70 Prozent (beim Thema Geschlechterkonflikte vermutlich weit mehr) noch immer die weiblichen Leser. Der Kampf wird nicht ganz einfach werden, Freunde.
BÜCHER
-----------
"STERNZEICHEN SCHEISSKERL" - AUCH ULLSTEIN SETZT AUF MÄNNERHASS
Vielen Dank wieder einmal an Jörg Herz, der mich auf den Ullstein-Titel "Sternzeichen Scheißkerl" aufmerksam machte. Der Verlag stellt das Buch wie folgt vor: "Hier finden Sie treffsichere Methoden und Wege, um wirklich jeden Scheißkerl auf Erden schon am Sternzeichen zu erkennen. Ein Leitfaden, um den Abschaum der Männerwelt rechtzeitig zu orten, geschickt um den Finger zu wickeln und beizeiten fallen zu lassen." Unbestätigt bleiben Gerüchte, dass Ullstein einen neuen Ratgeber "Sternzeichen Schlampe" plant, der als Orientierung dazu dienen soll, welcher "Abschaum der Frauenwelt" sich für sexuelle Übergriffe jeder Art besonders anbietet.
Hier sei daran erinnert, wie der "Schülerduden Sexualität" das Wort "Sexismus" definiert: Sexismus ist demzufolge "die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts durch das männliche Geschlecht. ... Ausdruck findet der S. beispielsweise in frauenfeindlichen Witzen und Redewendungen, Darstellungen der Frau als Sexualobjekt" und tausend anderen Dingen. Merke: Wenn Männer beispielsweise Opfer von verächtlich machenden oder anderweitig herabsetzenden Redewendungen sind, nennen wir das NICHT "Sexismus". Bei Männern nennen wir das "normal".
FERNSEHSENDUNG DER WOCHE:
------------------------
Am letzten Donnerstag, 21. Juni, 22:00 Uhr, WDR 3: frau tv. Thema: "Laute
aus Neandertal - Männergeräusche".
Wir sollten uns schon mal überlegen, unter welcher Überschrift wir
in 50 Jahren, wenn es vielleicht die ersten Versuche mit "mann tv"
geben wird, eine Sendung über "Frauengeräusche" präsentieren
werden ...
WEBTIPP
-------
Eine hübsche Site und nicht ganz so bekannt wie die von paPPa.com ist www.maennerrat.de
. Insbesondere die von A bis Z geordneten thematischen Seiten und die darauf
folgenden Rubriken schwingen in einer faszinierenden Mischung aus Satire, Minimalismus
und Dada. Die angeschlossene Seite www.maennerpolitik.de
finde ich allerdings noch einen Tacken cooler. Einfach mal reinsurfen, hier
und da wild rumklicken und schauen, was man trifft.
LESERPOST:
---------
Von "Laura Schreiber" stammen einige kritische Einwände zum Artikel "Nicht vor den Kindern" aus der letzten Ausgabe:
--- Ich denke, es war ein Irrtum, diesen Artikel in Dein Zine aufzunehmen. Denn, wenn Du den amerikanischen Artikel aufmerksam durchliest, kommst Du unschwer zu dem Schluß, daß es dort am wenigsten um das Wohl der Kinder geht, sondern um die heilige Kuh der Amerikaner, "free speech" um jeden Preis. Da wird es allen Ernstes behauptet, andauernde Gewaltszenen aus den Medien würden der Kinderseele nichts anhaben! ("there is not a shred, not an iota, not an atom of proof that exposure to images or descriptions of sex and violence does children any harm") Bitte, beachte die Worte "descriptions of sex and violence"! Der Hund liegt in dieser Verbindung: Für die Amerikaner ist sex mehr evil als violence, also, um Kindern und Jugendlichen Zugang zu vernünftigen Dingen (Literatur, bildende Kunst, Geburtenkontrolle, usw.) zugänglich zu machen, also Dingen, die man vor ihnen versperren würde, wenn man zugestehen würde, daß "sex und violence" evil sind, dann muß man auch die andere Hälfte dieses evils in Verteidigung nehmen und konsequenterweise behaupten, Gewaltszenen wären unschädlich! Das Hauptproblem liegt in dem Wort "schädlich". Wenn man bei einer wertneutralen Formulierung bleibt, kann man ohne weiteres feststellen, daß Szenen aus den Medien in dem jungen Menschen, der mit diesen Szenen über einem gewissen Maß konfrontiert wurde, beeinflussen. Die Frage ist nur: Ist der Einfluß der Sexszenen ebenso schädlich, wie der von Gewaltszenen? Jeder, der nicht hoffnungslos verstockt ist, muß diese Frage verneinen, zumal es offensichtlich ist, daß Sexszenen nicht mehrheitlich Vergewaltigungszenen, sondern etwas Positives (Zärtlichkeit, und die elementare Voraussetzung der Fortpflanzung, von der wir ja alle durch unsere Existenz profitieren), darstellen, während Gewalt bis auf wenige Ausnahmen eindeutig negativ, destruktiv belegt ist. Was "schadet" also? Ich denke, in erster Linie diese von den immer noch hoffnungslos puritanistischen Amis betriebene Aneinanderkopplung zweier Begriffe, die in ihrer Wertigkeit etwa genauso viel miteinander zu tun haben, wie "Butterkeks- und Drogenkonsum". ---
Heike Huber hat folgenden Kommentar zur letzten Ausgabe insgesamt (aus dem Oberbayrischen
behutsam ins Deutsche übersetzt):
--- Also, das kann doch wohl auch nicht sein, bei allem Verständnis für euch arme Männer! Ihr habt schon nach ca. 40 Jahren die Schnauze voll von der Emanzipation der Frau! Wir mussten euer Machogehabe 20 Jahrhunderte und mehr ertragen. Da sieht man mal wieder, was die Männer im Endeffekt wert sind: Alles nur Marmeladein! Wobei ich das ganze Thema schrecklich finde - warum kann man nicht einfach in Ruhe und Gleichberechtigung leben? ---
Zur Erläuterung: Natürlich musste auch Heike genausowenig 20 Jahrhunderte patriarchale Unterdrückung ertragen wie jede andere heute lebende Frau. Allerdings arbeitet sie als einzige Frau in einem fast reinen Männerberuf, und nachdem ihr ihre anstrengenden Kollegen den ganzen Vormittag über auf die Nerven gegangen sind, ist ihre Bereitschaft, in der Mittagspause ausgerechnet ein e-zine über "Männerrechte" zu lesen, verständlicherweise nicht gerade gigantisch. Wir haben das jetzt dadurch gelöst, dass ich ihr das Magazin nach Hause schicke, wo ihr nicht jede Stunde wie ein Jahrhundert vorkommt.
IM PORTRÄT: DR. KARIN JÄCKEL
------------
Dr. phil. Karin Jäckel, Jahrgang 1948, wohnt in Oberkirch, Schwarzwald.
Aufgewachsen an zahlreichen Orten in verschiedenen Bundesländern der Bundesrepublik.
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Sprecherziehung. Promotion 1975.
Mitglied im Deutschen Journalistenverband.
Seit 1971 verheiratet mit Prof. Dr. Klaus-Peter Jäckel. Drei gemeinsame
Söhne im Alter von 24, 19 und 13 Jahren.
Seit 1970 freie Mitarbeit bei verschiedenen kunsthistorischen Fachzeitschriften
sowie im Feuilleton und Reportagenbereich diverser Rundfunksender, zahlreicher
Tages- und Wochenzeitungen, diverser Magazine, Kalendarien, Kinder- und Jugendzeitschriften
sowie Comic-Serien.
1982 erste Buchveröffentlichung im Kinderbuchbereich. 1986 erste Buchveröffentlichung
für Erwachsene. Seit 1995 erste eigene TV-Reportagen und Recherchearbeiten
für diverse TV-Sender.
Im Jahr 2001 insgesamt 70 Kinder- und Jugendbücher, Ratgeber- und sozialkritische
Bücher bei verschiedenen Verlagen.
Zahlreiche Erfolgstitel im Kinderbuchbereich bei Loewes Verlag, KeRle Verlag,
Bitter Verlag.
Bücher im Erwachsenenbereich, die besondere Erfolge waren/sind oder besondere
Bedeutung für mich haben:
"Geistheilung, Heilung durch die Kraft des Willens" (1986, Möwig);
"Inzest: Tatort Familie" (1987, Möwig);
"Du bist doch mein Vater" (1988, Heyne);
"Betrug in der Partnerschaft" (1988, Heyne);
"Es kann jede treffen, Vergewaltigung" (1989, Heyne);
"Mein Kind sicher im Alltag" (1991, Gräfe&Unzer)
"Mein Kind sicher im Straßenverkehr" (1992, Gräfe&Unzer)
"Sag keinem, wer dein Vater ist, Schicksale von Priesterkindern" (1992,
Bitter, Piper, Lübbe);
"Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter" ( 1993, Scherz, Lübbe);
"Komm mein liebes Rotkäppchen, Wer sind die Täter? Die andere
Seite des Kindesmissbrauchs" (1994, Argon, Deutscher Taschenbuchverlag)
"Alles Ehe oder was?!" (1995, Scherz, Lübbe)
"Der gebrauchte Mann, Abgeliebt und abgezockt, Väter nach der Scheidung"
(1997, Deutscher Taschenbuchverlag);
"... weil mein Vater Priester ist" (1997, Lübbe);
"Furcht vor dem Leben, Wenn Jugendliche im Tod den einzigen Ausweg sehen"
(1998, Lübbe);
"Die Frau an seiner Seite - NURHausfrauen im Spiegel des Feminismus"
(1999, Deutscher Taschenbuchverlag);
"Im Stich gelassen? Warum Mütter sich von ihren Kindern lossagen"
(1999, Lübbe);
"Mein Kind gehört auch zu mir - Ratgeber für Väter nach
der Trennung" (1999 Campus, Beltz&Gelberg);
"Deutschland frisst seine Kinder, Familie heute: Ausgebeutet-ausgebrannt"
(2000, Rowohlt);
"Ein Vater gibt nicht auf, Die Geschichte eines gebrauchten Mannes"
(2001, Rowohlt);
In Vorbereitung:
"Der kleine Väterberater" (2001/2, Rowohlt);
"Mütter, denn alle Zukunft kommt von ihnen" (2002, Beltz&Gelberg)
"Vampirellis gruseligen Abenteuer, Vampirgeschichten" ( 2001, KeRLE)
"Piratengeschichten" (2002, KeRLE)
Die Autorin ist an jedem Gedankenaustausch mit ihrem Publikum interessiert: E-mail: karin.jaeckel@t-online.de oder Fax 078023707
Soviel zu Dr. Jäckel, in der nächsten Ausgabe geht es dann weiter mit Mr. Hyde. Beglückt darüber, dass es in Deutschland immer noch keine Kalauer-Polizei gibt, verabschiede ich mich für heute mit den besten Wünschen an euch alle. Nächste Woche mehr!
Arne
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur vierten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Nachdem ich in der letzten Ausgabe ein wenig über das männerfeindliche Generve an deutschen Unis gemosert habe, möchte ich dies jetzt gerne ein wenig relativieren. Ich bin ja immer noch Teilzeitstudent. Eine aktuelle Veranstaltung an der Mainzer Uni, die mich als Autor sehr interessiert, ist "Bestseller: Das Geheminis des Erfolges." Momentan versuchen wir dort, die Gründe für den schriftstellerischen Erfolg der Pseudo-Emanze Hera Lind zu analysieren, deren "Superweib" beispielsweise sich zwei Millionen mal verkaufte.
Dass Hera Lind nicht gerade das Idol der Studentinnen von heute ist, mag niemanden allzusehr überraschen. Tatsächlich ging die geäußerte Kritik aber noch viel weiter. Eine Seminarteilnehmerin brachte sie auf den Punkt mit: "Wir Frauen haben doch offenbar wirklich einen an der Klatsche! Wir lesen Bücher wie `Suche impotenten Mann fürs Leben´, `Nur ein toter Mann ist ein guter Mann´, `Männer sind wie Schokolade´ undsoweiter. Lesen Männer etwa Bücher mit Titeln wie `Alle Frauen sind Schlampen?´" Die Mehrzahl der anderen Seminarteilnehmerinnen machte sehr deutlich, dass sie nicht nur Hera Linds Pseudo-Emanzentum, sondern auch das ernsthaftere feministische Gewürge entschieden für überholt und aus heutiger Sicht nur noch lächerlich betrachteten. "Vermutlich werden demnächst die ersten Bücher über benachteiligte Männer erscheinen", äußerte sich eine Kommilitonin. Und das war nicht ironisch gemeint.
Andererseits sind es immer noch diejenigen, die am lautstarksten krakeelen, welche die universitäre Politik insgesamt bestimmen. Und das sind nun einmal die feministischen Hardlinerinnen. Die hatten sich zwar schon zu der Zeit, als ich noch vollzeit studiert habe, darüber mokiert, dass sie als Ideologiennen verschrieen waren und dass der Mehrzahl ihrer Kommilitoninnen das "richtige Bewusstsein" fehle, um ihren Einsatz für die Sache der Frau zu würdigen. Aber auf die Idee, dass ihre eigenen Einrichtungen wie Frauenbibliotheken mit Männer-müssen-draußen-bleiben-Schildern an der Tür dazu entscheidend beitrugen, schienen sie nie zu kommen.
Wie dem auch sei: Ein sich abzeichnender Umbruch in der Gesellschaft wird immer deutlicher. Die Schaltstellen der Macht haben im Moment natürlich die alten Kämpen der feministischen Garde besetzt, und deren Bereitschaft, sich neuen Argumenten zu öffnen, ist bekanntlich nicht allzu groß. Das allerdings ist business as usual, wenn sich eine überholte, aber etablierte Ideologie gegen neue Gedanken und Erkenntnisse behaupten will.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Genug mit der Vorrede, kommen wir zu den
NACHRICHTEN IN EIGENER SACHE:
----------------------------
- Wie der eine oder andere vielleicht schon festgestellt hat, ging es in der letzten Sendung des SWR-Magazins "Ländersache" noch nicht um männliche Opfer von häuslicher Gewalt. Der dafür zuständige Journalist lässt allerdings verlauten, dass er noch kein Thema erlebt habe, dass eine Redaktionskonferenz dermaßen in Aufruhr versetzt hätte. Sein Eindruck: "Das spaltet Deutschland!" Hm. Wenn schon dieses 30-Seiten-Kapitel die Nation spaltet: Sollte ich die restlichen 590 Seiten meines Buches vielleicht besser häppchenweise herausbringen, bevor ein Bürgerkrieg ausbricht?
- Dieses Zine hier fegt überraschend gut durchs deutsche Web. Unter anderem wurde es inzwischen in eine Website integriert und erreichte offenbar auch einen der Top-Geschlechterforscher unserer Republik. Feine Sache!
- Was es um so ärgerlicher macht, dass sich bestimmte Formatierungsdinge immer noch nicht klären lassen. Wenn ich hier einen Gedankenstrich eingebe: - kommt dieser bei vielen von euch offenbar als Ziffern-Buchstaben-Chiffre an. Dito bei manchen Anführungszeichen. Wer dieses Zine konservieren möchte, müsste hier also leider suchen und ersetzen.
- Überraschende Schwierigkeiten tun sich auf bei der Rubrik "Im Porträt". Mehrere Männerrechtler, die ich um eine kurze Selbstdarstellung gebeten habe, lehnten dankend ab, weil ihnen das zu riskant sei. Versuchen wir es einmal umgekehrt: Wer von euch möchte denn gerne porträtiert werden? Schickt mir eine Mail.
Soviel dazu, weiter geht es mit den
NEWS:
----
BERLIN: HUNGERSTREIK AMERIKANISCHER UND FRANZÖSISCHER ELTERN GEGEN SEXISMUS UND NATIONALISMUS DEUTSCHER ÄMTER - SPÄTER WELTDEMO IN PARIS
Der "Väteraufbruch für Kinder" informiert über einen für den 13. 7. in Berlin geplanten Hungerstreik ausländischer Eltern, denen von den Behörden Steine in den Weg gelegt werden, wenn sie Zugang zu ihren binationalen Kindern bekommen möchten: http://www.vafk.de/aktion/hunger130701.htm Der Konflikt zwischen ausländischen Eltern und deutschen Behörden schwelt schon seit einiger Zeit; im Augenblick geht es den Betroffenen darum, eine möglichst starke Öffentlichkeit herzustellen. Am 15. September soll in Paris eine Weltdemo stattfinden. Siehe zu diesem Thema auch unsere neue Rubrik DOKUMENTATION.
AUCH KANADISCHER VÄTERRECHTLER IM HUNGERSTREIK
In Quebec befindet sich ein kanadischer Journalist seit dem 21. Mai im Hungerstreik, um gegen die Verletzung von Menschen- und Bürgerrechten bei Vätern sowie gegen den feministischen Einfluss auf die Regierung zu protestieren: http://quebecfathersrights.org/ Er und seine Unterstützer beklagen unter anderem die schwer erträgliche Lebenssituation von Scheidungsvätern, die viele von ihnen in Süchte, Depressionen oder zum Selbstmord treibt, sowie die auch international typische Verteilung von Regierungsgeldern nach dem Motto Frauengruppen und Frauenprojekte: 40 Millionen Dollar, Männergruppen und Männerprojekte: null Dollar. Konkret hat der hungerstreikende Journalist zwei Anliegen: Staatliche Unterstützung für ein Männer-Krisen-Zentrum sowie eine parlamentarische Kommission, welche die Lage von Männern in Quebec untersuchen soll. Beides wurde ihm von der Regierung verweigert.
KANADISCHE FRAUENGRUPPE: WER PORNOS ANSCHAUT, EIGNET SICH NICHT ZUM VORGESETZTEN
Eine neue Runde im Kampf gegen erotische Bilder und Texte ist eingeläutet. Ein hochrangiger Marineoffizier, der auf einer allein (!) unternommenen Reise in seiner Freizeit (!) auf einem privaten Laptop (!) Websites wie die von "Penthouse" (!) betrachtet hatte, wurde vor kurzem seines Amtes enthoben und muss mit seiner unehrenhaften Entlassung aus dem Militärdienst rechnen: http://www.boston.com/dailyglobe2/172/nation/Web_porn_grounds_Canada_Navy_man-.shtml (Seeleute, die sich schmutzige Bilder anschauen ... Was ist aus dieser Welt geworden?) Kritiker sprechen hier von einem Amoklauf der politischen Korrektheit.
Man muss dazu wissen, dass in Kanada dieselben absurden Anti-Pornographie-Gesetze gelten, wie sie Alice Schwarzer 1998 auch hierzulande einem überparteilichen Frauenbündnis gegen Pornographie antrug und wie sie danach etwa von Frauenministerin Bergmann und Justizministerin Däubler-Gmelin ernsthaft gefordert wurden. (Ich habe darüber in einem Artikel für "eigentümlich frei" berichtet: http://www.eifrei.de/Inhalt_14/14-NoPorNO/14-noporno.html). Die kanadische Frauengruppe Women Against Violence Against Women ist mit den gegen den Marineoffizier eingeleiteten Schritten jedenfalls hochzufrieden: "Es ist gefährlich für Frauen, von jemandem betreut zu werden, der sich solche Websites anschaut." Was meine Karriereplanung in Kanada ganz schön über den Haufen wirft.
DR. KARIN JÄCKEL IN WASHINGTON ZU KINDESENTFÜHRUNGEN DURCH ELTERNTEILE
Dr. Jäckels Rede kann nachgelesen werden unter www.fathersforlife.org/kj/wash/teil1.htm Unter den Links findet sich auch eine englische Übersetzung meiner Rezension zu ihrem Buch "Deutschland frisst seine Kinder", ursprünglich von mir erstellt für www.buchinsel.de . (Wer weitere Rezensionen überwiegend zu nicht-maskulistischen Titeln lesen möchte, kann ja mal reinklicken. Das ist eine Studentenseite, wir freuen uns über jeden Zugriff.)
KICKBOXERIN ANGEBAGGERT, BAGGERER IM KRANKENHAUS
Ein Polizeisprecher: "Offenbar war der Anmachspruch nicht sonderlich gelungen." Ja, das könnte man fast annehmen, nachdem die 16jährige noch auf ihren Verehrer eingetreten hat, als er schon bewusstlos am Boden lag. Lest die komplette Story unter http://www.bild.de/service/archiv/2001/jun/28/aktuell/kicker/kicker.html
GERICHT KASSIERT "ROTE KARTE" FÜR PRÜGELNDEN EHEMANN
Zum erstenmal scheint einem Richter aufzufallen, dass das "Gewaltschutzgesetz" die Grundrechte verletzt: http://www.stimme.de/news/regional/artikel/index.cfm?id=83374175
PETER SINGER: UMSTRITTENES INTERVIEW ZUR ABTREIBUNGSFRAGE
Peter Singer ist ein auch in Deutschland extrem umstrittener australischer Philosoph: Zu seinen Themen gehören Menschenrechte für bestimmte Tiere ebenso wie die Infragestellung des Lebensrechts Behinderter. (Alice Schwarzer vertritt seine Thesen übrigens ebenfalls und wurde dafür auch schon mehrfach scharf angegriffen.) Nun traf Singer in einem Interview eine Aussage, die in den USA für einige Irritation sorgte: "Ich würde einen Schwangerschaftsabruch nicht unterstützen, nur weil eine Frau ein Mädchen bekommt, aber einen Jungen haben möchte, weil das Sexismus befördern würde. Aber wenn man schon zwei Jungen hat und ein Mädchen haben möchte, (einfügen: das nächste Kind aber wieder ein Junge zu werden droht), dann kann das Grund genug für eine Abtreibung sein." Lest das gesamte Interview unter http://www.salon.com/books/int/2001/06/25/singer/index.html
WAS FEMINISTINNEN NICHT KOMISCH FINDEN: "UNTERWÄSCHE OPTIONAL"
Im US-Bundesstaat South Carolina treten College-Studenten im Rahmen einer Volkszählung als "Seiten" auf. Einige Feministinnen waren pikiert über die kurzen Röcke und knappen Blusen, die einige der weiblichen Studenten dabei trugen, und beschwerten sich bei der zuständigen Stelle. Diese erließ ein Memo, dem zufolge beispielsweise kein Rock höher als vier Inches über dem Knie enden durfte. Daraufhin wiederum verteilte ein anonymer Scherzbold ein Satire-Memo mit Sprüchen wie "Unterwäsche ist optional" oder "Bitte möglichst materialsparende Blusen benutzen". Worauf die Feministinnen ebenso wie die staatlichen Stellen in Rage gerieten und dem anonymen Memo-Schreiber bis hin zu einer Anklage wegen sexueller Belästigung alles mögliche androhten. Vollständig zum Affen machte sich der Gouverneur South Carolinas schließlich, als er seinen eigenen Redenschreiber feuern musste, weil dieser männliche Gesetzgeber als "Neandertaler" bezeichnet hatte. Lest "Don´t Make Fun of Feminists" unter http://www.lewrockwell.com/orig/jarvis2.html
WAS FEMINISTINNEN ERST RECHT NICHT KOMISCH FINDEN: SCHMUTZIGE WITZE MACHEN CAMPUS ZUR KRIEGSZONE
Alles war ruhig und friedlich zwischen den Geschlechtern auf dem Campus der Universität Dartmouth. Dann wühlten einige Studentinnen in einem Mülleimer einer Campus-Bruderschaft herum und förderten ein selbsterstelltes kleines Journal zutage, das hauptsächlich aus spätpubertären Witzen und sexuellen Anspielungen bestand. Daraus entwickelte sich eine hitzige Auseinandersetzung, die hauptsächlich von einer Schar wütender Radikalfeministinnen geführt wurde - und als deren erster Höhepunkt eine dieser Feministinnen, gefolgt von Hunderten ihrer Anhängerinnen, die Tür des Hauses jener Bruderschaft eintrat und dabei hasserfüllte Obszönitäten brüllte. Kathleen Reeder kommt in ihrem unter http://www.shethinks.org/articles/an00032.cfm zu findenden Artikel zu dem Schluss: "Es sind Aktionen wie diese, die dafür sorgen, dass der Feminismus einen schlechten Ruf hat. Diese Frauen behaupten, eine friedlichere Umgebung zu wollen, füllen jedoch die Seiten der Campuszeitung mit Hass, bekritzeln die Bürgersteige mit Vorurteilen gegen Männer, und verleihen ihrer Wut in einer schmutzigen Sprache Ausdruck. Sie behaupten, dass die Angehörigen von Campus-Bruderschaften kein Recht darauf haben, ihre Meinungen privat zu äußern, aber sie trompeten ihre eigenen Meinungen und hasserfüllten Worte sehr laut herum. Sie beklagen sich über Klischees und sorgen doch am meisten für deren Erhalt. Als junge Leute sollten wir für die Gleichheit der Geschlechter streiten, statt Männer niederzumachen und Mythen über einen Opferstatus und Frauenfeindlichkeit am Leben zu erhalten."
MUTTER TÖTET IHRE FÜNF KINDER - VATER BLEIBT AN IHRER SEITE - SYMPATHIEN DER PRESSE BEGÜNSTIGEN MUTTER
Nur eine verdammte Tragödie mehr auf diesem Planeten, aber gleichzeitig eine Geschichte, die sich zu Teilen den üblichen Wahrnehmungsmustern sperrt: http://www.msnbc.com/news/590097.asp Politisch wird diese Geschichte in den USA (natürlich) kontrovers diskutiert. Während manche Feministinnen hier eine mangelnde Gesundheitsversorgung von Frauen sehen (wiewohl gerade bei Depressionen die medizinische Versorgung von Männern wesentlich schlechter ist), argumentieren manche Maskulisten, dass über einen Vater, der seine fünf Kinder getötet hätte, weit weniger mitfühlend berichtet würde. Motto: Wenn ein Vater tötet, ist er ein Monster; wenn eine Mutter tötet, ist sie ein Opfer, und irgendwo gibt es einen Mann, der Schuld an allem hat. Letzere Lesart vertritt in diesem Fall etwa die "Newsweek": http://www.msnbc.com/news/591648.asp Zitat: "Sie mag gefühlt haben, dass sie den Forderungen ihres Ehemannes nie gerecht werden konnte. In einer schrecklich verdrehten Weise mag sie versucht haben, eine zu gute Mutter zu sein."
Der britische "Observer" indes wundert sich darüber, dass eine Frau, die ihre Kinder tötet, in den Medien automatisch und fast durchgehend als "krank" beurteilt wird und sich nur die Wenigsten zu fragen scheinen, was das für eine "Depression" ist, die eine Mutter dazu bringt, ihr letztes überlebendes Kind immerhin quer durchs ganze Haus zu jagen, bevor sie es erwischt und umbringt: http://www.observer.co.uk/comment/story/0,6903,511745,00.html Auch das Reason-Magazin bewertet sehr kritisch, dass die Untaten bestimmter Personengruppen sehr rasch durch das recht freigiebig verteilte Etikett "Folge von Geisteskrankheit" entschuldet werden: http://www.reason.com/hod/bd062301.html Eine juristische Website bietet weiterführende Informationen zu dieser Problematik unter http://www.lawoffice.com/portal/index.jsp?pageID=consumer1&dcp=legal_news_article_page.jsp&nav=Legal+News&subnav=mainpage&path=%5Cwww%5CScreaming+Media+News%5Ceng-abcnews_us_040435_2474951524608020580_I01B1C51032FC4921B0EFC618CA29DE73.xml (Sagt mal im Ernst, wie lang kann eine URL eigentlich sein?)
USA: ZU UNRECHT INHAFTIERTER SOLL STAAT UNTERHALT ZURÜCKZAHLEN
Matthew Gregory saß achteinhalb Jahre für eine Vergewaltigung im Knast, die er nicht begangen hatte. In dieser Zeit zahlte der Staat Unterhalt für Gregorys Sohn. Jetzt ist Gregory frei - und erhält nicht nur keinerlei Entschädigung für seine Haftzeit; der Staat verklagt ihn auch noch auf Rückerstattung des Unterhalts. Gregory allerdings musste nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis auf der Straße übernachten. Lest den kompletten Bericht unter http://dailynews.yahoo.com/h/abc/20010625/pl/compensation010625_1.html
GERMANY: EX-HUSBANDS MUST PAY FOR HOUSEWORK
PLUS: GERMAN COMPANY OFFERS QUICK AND EASY PATERNITY TEST
Es ist manchmal ganz unterhaltsam zu verfolgen, wie das Ausland deutsche Entwicklungen wahrnimmt: http://www.ananova.com/news/story/sm_326786.html?menu=news.weirdworld.rockyrelationships berichtet über eine aktuelle Gerichtsentscheidung und http://www.nationalpost.com/news/story.html?f=/stories/20010625/600968.html sowie http://www.telegraph.co.uk/et?ac=000143789351982&rtmo=VrVJVwkK&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/6/24/wdna24.html über die Do-it-yourself-Vaterschaftstests. Letzere Website bietet auch einen Link zu der deutschen Firma, die diesen Test anbietet. Dazu ein Londoner Experte: "Eines von fünf Kindern hat einen anderen Vater als den Partner der Mutter zum Zeitpunkt der Zeugung. In den meisten Fällen weiß der Partner der Mutter nichts von diesem Kuckucksei."
ENGLAND: KRITISCHE STIMMEN ZU ANTI-MISSBRAUCHS-KAMPAGNE
Mehr darüber in der Times unter http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001222321,00.html
ENGLAND: FRAUEN SAUFEN UND PRÜGELN "WIE DIE KERLE"
Schon im Jahr 1991 umfassten zwanzig Prozent der Gewalttaten in britischen Kneipen Schlägereien zwischen weiblichen Gästen. Dem "Telegraph" zufolge scheint sich dieses Problem seitdem noch einmal potenziert zu haben: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005333964405389&rtmo=pUpS3ble&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/6/24/nbooz24.html
KARRIEREFRAUEN VON BURNOUT BEDROHT
Eine alarmierende Studie beklagt, dass Frauen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, wenn sie lange Arbeitstage haben und dabei auf Kontakte zu Freunden und Familie verzichten: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005348401052485&rtmo=3H3wKxmM&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/6/26/nwrk26.html Faszinierend. Wo sind diese Studien über die weit überwiegende Mehrzahl der Männer, denen es so geht? Wenn wir sieben Jahre früher ins Gras beißen, führen das irgendwelche "Wissenschaftler" auf unser mangelhaftes y-Chromosom zurück ...
EX-FREUND IN ROTEN HÖSCHEN
Ein typischer Böse-Mädchen-Racheakt, der cool ist, weil er von einer Frau begangen wird, oder ein riesiger Fake? Hier ist die Story dahinter: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005348401052485&rtmo=V1VwlFPx&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/6/26/npant26.html
NEW YORK TIMES SPECIAL ZUM THEMA MÄNNERGESUNDHEIT
Klickt rein: http://www.nytimes.com/pages/health/menshealth/index.html (Ihr müsstet euch leider umständlich anmelden, um die Artikel zu lesen, aber das ist auch von Deutschland aus möglich und kostenfrei.)
UND TSCHÜSS - SCHEIDUNG PER HANDY IN DUBAI
Ich sag da nix zu: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005356363105385&rtmo=V1VPmZZx&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/6/27/wdiv27.html
MEINUNG:
--------
LEITARTIKEL FORDERT: SCHAFFT ENDLICH ZUFLUCHTSORTE FÜR GEPRÜGELTE MÄNNER
Auch die Sozialarbeiter, Polizisten und Hotline-Ansprechspartner zur häuslichen Gewalt sollten für männliche Opfer sensibilisiert werden: http://news.excite.com/news/uw/010620/university-25
Währenddessen kommt Padraig O´Morain für die Irish Times zu dem Schluss, dass die Erkenntnis, dass Frauen in gestörten Beziehungen gewalttätiger als Männer sind, ein gesellschaftliches Erdbeben auslösen wird: http://scripts.ireland.com/search/highlight.plx?TextRes=padraig&Path=/newspaper/opinion/2001/0625/opt5.htm Vielleicht ist es kein Wunder, dass sich weder Ministerin Bergmann, noch etliche Verlage und Journalisten an diesem Thema die Finger verbrennen möchten. ("Padraig O´Morain"? Ich wusste es. Sobald man "Naomi Lakritz" zulässt, sind alle Schleusen offen ...)
USA: VATERRECHTLER TROTZ FEMINISTISCHER PROTESTE IN REGIERUNGSAMT EINBERUFEN
Näheres berichtet der "National Review" unter http://www.nationalreview.com/nr_comment/nr_comment062201a.shtml
WOLLEN FEMINISTINNEN DEN KOMMUNISMUS?
Hm, das bringt mir wieder Buh-Rufe wegen meiner reißerischen Schlagzeilen ein. Aber anders als mit einem Faible für kommunistische Gleichschaltung kann es sich die Kommentatorin Kathleen Parker nicht erklären, dass manche Feministinnen immer noch an dem populären Vorurteil festhalten, dem zufolge Frauen angeblich weniger verdienen als Männer. Warum? Lest nach unter http://www.iwf.org/pubs/exfemina/June2001e.shtml Parkers Fazit: Es gibt keinen "ungleichen Lohn für gleiche Arbeit aufgrund geschlechtlicher Diskriminierung." Und das gilt übrigens auch für Deutschland.
"DIE NEUE FRAU HAT AM STRAPS `NE KANONE"
Immer wieder, so die Schweizer Weltwoche unter http://www.weltwoche.ch/inframe.html?ref=http://www.weltwoche.ch/2501/25.01.ku_croft.html werde darüber lamentiert, dass es den "neuen Mann" immer noch nicht gebe. Aber gibt es eine "neue Frau"? Die Antwort auf diese Frage führt die Schweizer unweigerlich zu Lara Croft. Zu der es hier übrigens eine originelle Kinokritik (auf englisch) gibt: http://www.flickfilosopher.com/flickfilos/archive/012q/tombraider.shtml (Diese Rezension hat allerdings nichts mit Männerrechten zu tun.)
WAS FRAUEN DÜRFEN, DÜRFEN MÄNNER NOCH LANGE NICHT
Angela Fiori warnt unter http://www.lewrockwell.com/orig/fiori2.html männliche Singles vor den Frauen von heute.
BENACHTEILIGUNG VON MÄNNERN THEMA IN "FUNK UHR"
Ausgelöst von (natürlich) Dietrich Schwanitz Buch "Männer" und der vor wenigen Wochen erscheinenen Bild-Zeitungs-Serie nimmt sich jetzt auch die Fernsehzeitschrift "Funk Uhr" dieser Thematik an. Sie bleibt dabei aber genauso trivial, "frauenfreundlich" und rückwärtsgewandt, wie man es von ihr gewohnt ist.
Der Artikel steigt ironisch ein mit: "Es ist der Sommer der `armen Männer´ ... In Talkshows, in Illustrierten und in Zeitungen: Überall ist der überforderte Mann DAS Thema." Nachdem dreißig Jahre lang nur Frauen bemitleidet wurden, scbeint schon ein minimales Aufbrechen dieses Schemas für manche Redakteurin schwer zu verkraften. Bekanntlich ist ja die Ausländerfeindlichkeit in bestimmten ostdeutschen Städten, wo der Ausländeranteil kaum ein Prozent beträgt, um einiges heftiger als beispielsweise in Frankfurt am Main.
Um zu klären, was an der Sache dran ist, lässt FUNK UHR zwei Prominente darüber diskutieren. Und damit so etwas wie Waffengleichheit gar nicht erst aufkommt, spricht für die Seite der Frauen die Mona-Lisa-Journalistin Maria von Welser, die wunderschön verkürzte und dadurch irreführende Statistiken zitieren kann, und als Experte für Männerfragen der Schauspieler Pierre Franckh. Nun gut, mag man sagen, die FUNK UHR konnte schließlich nicht den Moderator einer Männersendung hinzubitten, um für Ausgewogenheit zu sorgen, da es solche Sendungen für Männer nicht gibt. Aber es GIBT einige Experten zu diesem Gebiet, und die lässt frau offenbar doch lieber außen vor, bevor die armen Leserinnen am Ende noch ganz verwirrt werden.
Wer Pierre Franckh als Fürsprecher hat, braucht jedenfalls keine Feinde mehr. Wenn Männer leiden, so Franckh, dann nur deshalb, weil sie nicht in der Lage sind, mit den emanzipierten, selbstbewussten Frauen von heute fertigzuwerden. "Nichts mehr mit: Alles hört auf mein Kommando!" Männer sind unsicher, haben Angst zu versagen, schaffen es nicht, Weiblichkeit zuzulassen. Da hätte man auch Alice Schwarzer für die Seite der Männer sprechen lassen können. Franckh jedenfalls hat keine Probleme mit solchen Dingen und ist glücklich.
Auf der anderen (aber eigentlich derselben) Seite steht Maria von Welser. Ihr Beitrag ist überschrieben mit "Der Mann an und für sich ist ein Angeber." (Ob die FUNK UHR auch eine Überschrift gebracht hätte wie "Die Frau an und für sich ist ein Miststück"?) Welser stellt zunächst einmal fest, dass 94 Prozent der Führungspersönlichkeiten männlich seien. (Dass über 94 Prozent der Kanalarbeiter, Müllwagenfahrer und etlicher anderer Drecksjobs männlich besetzt sind, verschweigt sie.) Sie verkündet weiter, dass bei einem Bevölkerungsanteil von 48 Prozent drei Viertel männliche Abgeordnete im Bundestag sitzen. (Dass von denjenigen, die sich tatsächlich in der Politik engagieren, die Frauen in sämtlichen Parteien bessere Aufstiegschancen haben als Männer, verschweigt sie.) Männer seien in etlichen Ländern an der Macht, Schweden und Norwegen ausgenommen. (Dass etliche dieser Länder Demokratien sind und deshalb die politische Macht tatsächlich in den Händen der weiblichen Bevölkerungsmehrheit liegt, lässt sie unter den Tisch fallen.) Welser: "Männer leiden nicht, sonst würden sie etwas ändern. Es ist ihnen meistens egal, ob sie ihre Ehefrau oder Lebensabschnittspartnerin verstehen. Hauptsache, zu Hause funktioniert alles. Wegen Job entflieht der Ernährer frühmorgens dem Nest, um gerade recht zur Gutenachtgeschichte seine frisch gebadeten Kinder abzuküssen." Wegen Klischee ist Sprache von Beitrag genau hingeklotzt wie Inhalt. Sexismus und verkürztes Denken gehen (wie so oft) Hand in Hand.
Diese Rezension wurde auch deshalb so lang, weil sie als Mail an funkuhr@asv.de gehen wird.
BÜCHER:
------------
ECHTE KERLE
Im Juli erscheinen zwei interessante Taschenbücher im Rowohlt-Verlag. Das eine trägt den Titel "Echte Kerle" und behandelt Jungen, ihre Helden (vom Actionhelden bis zum Vorbild Vater) und wie mit diesen Heldenbildern konstruktiv umgegangen werden kann. Das andere heißt "Newtons Koffer" und berichtet von Querdenkern und ihre Umwege in die Wissenschaft. Letzeres mag vielleicht manchem Männerforscher Trost geben, wenn er mit seinen Erkenntnissen beispielsweise über von Frauen verübte häusliche Gewalt mal wieder gegen Mauern des Herunterspielens, Weg-Argumentierens, Ironisierens und Nicht-Wahrnehmen-Wollens läuft.
FERNSEHSENDUNG DER WOCHE: CATFIGHT BEI JOHANNES B. KERNER
-----------------------------
Alice Schwarzer gegen Verona Feldbusch. Birkenstock gegen Stöckelschuh. Jurassic Park gegen Next Generation. Die Männerhasserin (bis auf die eine oder andere Ausnahme) gegen die Männerliebende (bis auf die eine oder andere Ausnahme). Der Feminismus des Kollektivs gegen das emanzipierte Individuum. Politische Korrektheit gegen die Freiheit der Selbstbestimmung. Verbiesterte Moderne gegen (selbst)ironische Postmoderne. Allerdings beide mit einem gewissen Geschick ausgestattet, Männer für ihre persönlichen Ziele zu manipulieren.
Verona entlarvt, dass vieles aus Alices Repertoire nicht mehr ist als ein Bündel rhetorischer Tricks. ("Also MIR ist da gestern Abend AUCH was passiert ...") Alice nennt Verona "eine einzige Ohrfeige für uns Frauen" und vergleicht sie wechselweise mit einer besseren Prostituierten und einem servilen "Nigger", um sich ein paar Atemzüge später darüber zu beklagen, dass sie selbst vor über zwanzig Jahren als "Hexe" beschimpft worden war. Dann erinnert sie sich an ihre legendäre Auseinandersetzung mit Esther Vilar. Und dem Zuschauer fällt auf, dass es seitdem niemanden gegeben hat, der Alice Schwarzer in einer öffentlichen Debatte die Stirn geboten hatte. Einen Mann schon gar nicht. Aber als männlicher Schwarzer-Kontrahent hätte man in unserer Medienwelt von Anfang an auch schlechte Karten. Vor Auseinandersetzungen mit Frauen wiederum hat sich Alice Schwarzer selbst oft gedrückt. Das könnte ja die mühevoll aufgebaute Illusion zerstören, dass Schwarzer für die gesamte Weiblichkeit dieser Erde spricht. Jetzt hat Schwarzer zugunsten Verona eine Ausnahme gemacht. Vermutlich hat sie erwartet, ein leichtes Opfer vor sich zu haben. Und ist damit genau auf jene Intelligenz reingefallen, die sie Verona Feldbusch als Dummheit unterstellt. Schöne Sendung.
Lesenswerte Kommentare dazu findet man beim FOCUS (http://focus.de/G/GV/GVA/gva.htm?snr=91682&streamsnr=9)
und in den Allgäuer Nachrichten (http://www.all-in.de/news/index.php?news=boulevard&dat=boulevard/indexonl43_2_2906_0629115242.html)
Einer repräsentativen GEWIS-Umfrage zufolge sehen 62 Prozent aller Deutschen
Verona als Siegerin dieses Rededuells. 74 Prozent der Befragten empfanden sie
als sympathischer und 65 Prozent als ehrlicher als ihre Kontrahentin. Dafür
wurde Alice Schwarzer von 62 Prozent der Zuschauer als "nervig" beurteilt.
Für alle Fans: Ihren nächsten Fernsehauftritt hat Fräulein Schwarzer am 1. Juli um 23:05 Uhr in der WDR-Sendung "Zimmer frei". (Jetzt verlange ich aber auch, dass Alice im Gegenzug für MEINE Auftritte Werbung in der "Emma" macht!)
DOKUMENTATION
-------------
Die folgende Meldung geht aktuell über den Ticker der internationalen Männerbewegung. Offenbar ist ein international prominenter Vaterrechtler in Deutschland festgenommen worden und seitdem "verschwunden". Hintergründe des Konfliktes sind mir nicht bekannt. Deshalb und weil es direkt um Vorfälle in Deutschland geht, die im Ausland besorgt zur Kenntnis genommen und heftig kritisiert werden, gebe ich den Text hier im Original wieder. Wie ihr gleich nachlesen könnt, würde sich der Autor sehr darüber freuen, wenn jemand, der Kontakte zu den deutschen Medien besitzt, sie über diese Geschehnisse informiert.
FATHER ARRESTED IN GERMANY
Maurice Elfeke, a French/American citizen residing in France, President of
SOS Child Abduction and father of Christopher (8) and Alexander (4) abducted
to Germany in 1998, has been arrested today in Germany. He had a court hearing
this morning in Neustadt near Hanover; his wife was requesting to change the
family name of their two children against Maurice's will. Maurice was accompanied
by a TV reporter with a camera and a member of SOS Child Abduction. As soon
as the cars pulled over, Maurice was taken away by a dozen of plain-clothes
police officers. The witnesses have been pushed away. After the hearing, Maurice
has been taken in custody by the police officers. We have no news since.
We have called tonight the police stations of Neustadt and Garbsen, the police
headquarters of the land of Hannover, the prison and the ministry of Justice
in Berlin. Maurice is nowhere to be found! Germany not only devours our (its)
children but now their fathers! Maurice's wife has abducted the children from
France to Germany in 1998. A German judge ruled in favor of the mother. Once
again, a German judge has protected the abducting parent. The habitual residence
of the family has always been France.
In most countries of the world, parental kidnapping is a crime and kidnappers
are prosecuted. Germany protects them! Maurice and his wife are still not divorced.
Maurice has last seen his children in 1998 and never since because the German
ministry of Justice and the Jugendamt support the abducting mother.
According to what we know, Maurice is held for contempt of Court. He supposedly
has not appeared and has not asked to be excused at a court hearing in Germany
on October 30, 2000.
We already know about the intimidation policies of Germany. They are the result
of a nation that produces thousands of orphans every year. Two million children
never see their father or their foreign parent in Germany.
The whole world has a different conception of the welfare and the love for a
child; we know that some day these German and binational children will thank
us for our fight. This is why we will not give up!
The next action is July 13, 2001, in Berlin for an unlimited hunger strike conducted
by American and French left-behind parents who have not seen their children
for years.
This could be the actual reason why Maurice Elfeke is detained tonight in Germany.
Please relay this message as urgently as possible to the media. If we cannot
find out where Maurice Elfeke is tonight, why, and for how long, maybe the press
will be able to. Thank you, Contacts: USA: Violaine Delahais Tel: +1 480 615
9309 Email: VioDelahais@aol.com France:
Olivier Karrer Tel: +33 1 60 02 39 29 Email: Okarrer@aol.com
The following information is being provided so that those parent advocates wishing
to comment on the plight of Maurice and others like him, can do so.
Michlik...head of the German/USA commission E-mail: michlik.fr@bmj.de
Violaine Delahais http://www.reseauparents.ch/LibanViolaine.html
(français) http://www.reseauparents.ch/Rapport1Vio.html
(English) http://www.cra-us.org/Crgonlin2/whereis_rayan.htm
(English) Sad Mom of Rayan El Kadi, abducted to Lebanon on 10/17/97 for the
second time Porte-parole du Collectif pour le Retour des Enfants Enlevés
au Liban, France Board Member of SOS Enlèvement International d'Enfants,
France http://www.chez.com/sosrapt
Member of SOS Enlèvement d'Enfants http://www.soschildabduction.com/ Member of Team H.O.P.E.,
Justice Department, Washington, DC http://www.teamhope.org/
Member of P.A.R.E.N.T. International http://66.9.83.189/childrenabduction/ Rayan, my love, today
I am one day closer to you http://www.lostchild.net/International-Abduction-Assistance.htm
Okay, das wär´s mal wieder für den Moment. Ich wünsche euch allen trotz dieser teilweise deprimierenden oder beängstigenden Zustände noch eine tolle Sommerwoche!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 5
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur fünften Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Einige von euch waren ja noch, als ich bereits einen Verlag gefunden hatte, skeptisch, ob es mir gelingen würde, mein Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" herauszubringen. "Du weißt, es gibt einige solcher Titel, die bei diversen Verlagen auf Eis liegen", warnte mich einer. Und tatsächlich lässt auch die Veröffentlichungsgeschichte dieses Werkes wenig an Dramatik zu wünschen übrig. Den neuesten Höhepunkt teilte mir mein Verleger am Donnerstag mit: Die Lektorin, die für dieses Buch eingeteilt war, sei wütend abgesprungen, nachdem sie in mein Manuskript hineingelesen hatte. "Damit möchte sie sich nicht auseinandersetzen." Wenn ich sowas höre, schwanke ich zwischen Kopfschütteln ("Na, ich scheine ja einige wunde Punkte zu treffen: Realsatire pur!") und Zweifeln an dem ganzen Projekt. Aber wenn man von allen gemocht werden und niemandem weh tun will, ist man als kritischer Journalist wohl im falschen Job. Kleine Nebenbemerkung: Normalerweise ist es nicht dermaßen spannend, ein Buch herauszubringen. Wenn man über irgendeinen trivialen Humbug schreibt, läuft im Großen und Ganzen alles vollkommen glatt.
Schwerpunkte dieser Ausgabe sind zuallererst der geplante große Hungerstreik in Berlin, der In- und Ausland noch einmal dezidiert auf das katastrophale deutsche Familienrecht hinweisen wird (siehe DOKUMENTATION), des weiteren verschiedene brisante Vorfälle im Zusammenhang mit weiblichen Gewalttätern, die anhaltende Schwarzer-Feldbusch-Kontroverse sowie ein kurzer Blick auf geschlechtsbezogene Meldungen aus Ländern des fernen Ostens. Außerdem sah ich mich veranlasst, die Rubrik IM PORTRÄT gegen die Rubrik MEDIAWATCH einzutauschen. Ein ganz herzlicher Dank geht wieder einmal an meine Korrespondenten; insbesondere die News zu Bill Clinton erreichten mich aus den verschiedensten Richtungen.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Genug mit der Vorrede, kommen wir zu den
NEWS:
----
DEUTSCHLAND VERSTÖSST KONTINUIERLICH GEGEN INTERNATIONALES RECHT
Der folgende Artikel aus der Washington Post ist zwar schon ein paar Wochen älter, illustriert aber recht gut, warum die deutsche Rechtspraxis hinsichtlich Kindesentführungen durch ein Elternteil vom Ausland aus so scharf kritisiert wird: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A58160-2001Jun12.html Insofern kann er als Hintergrundinformation zu dem unten noch einmal explizit angekündigten Hungerstreik gelten.
BILL CLINTON OUTET SICH ALS GEPRÜGELTER EHEMANN
Als es vor einiger Zeit auch durch die deutschen Medien ging, dass US-Präsident Bill Clinton von seiner Frau geschlagen wurde, kommentierte das eine Reporterin meines Lokalsenders "Hit Radio FFH" mit der unbekümmerten Bemerkung: "Sie müssen zugeben, es hat uns doch alle amüsiert." (Man kann sich die Reaktionen von Hörern und Hörerinnen vorstellen, wenn Gerhard Schröder seine Doris vermöbelt hätte und ein männlicher Sprecher dazu angemerkt hätte: "Man kann sagen, was man will - witzig war’s!") Jetzt, da er nicht mehr im Amt ist, berichtet der frühere US-Präsident ausführlicher über die schwere häusliche Gewalt, die von seiner Frau Hillary ausging: http://www.focus.de/D/DF/DFN/dfn.htm?snr=91752&streamsnr=12 Mal ganz naiv gefragt: Wenn der mächtigste und medienpräsenteste Mann der Welt das Opfer von massivster Gewalt werden kann, ohne dass das jemand mitbekommt, was sagt das dann über die Lage des Durchschnittsmannes aus?
WEIBLICHE SERIENKILLERIN GIBT ZU: MORDE AUS SPASS, NICHT ZUR VERTEIDIGUNG
Generell stellt man sich Serienkiller und Lustmörder in unserer Kultur fast ausschließlich männlich vor. Faktisch ist das Unsinn. Vor kurzem gestand Aileen Wuornos, eine der berühmtesten Serienmörderinnen der USA, dass sie ihre Opfer nicht in Selbstverteidigung getötet hatte, wie sie es noch vor Gericht behauptet hatte, sondern "weil ich immer schon einmal jemanden töten wollte". Sie bereue diese Morde nicht: http://news.excite.com/news/ap/010701/19/killer-prostitute
Wuornos versuchte vor Gericht darzulegen, dass sie in sechs oder sieben verschiedenen Fällen Männer in Selbstverteidigung getötet hatte, weil jeder von ihnen sie zu vergewaltigen versuchten. Dieser Geschichte schenkte zwar niemand Glauben, aber dennoch konnte Wuornos als weibliche Täterin mit einem Wohlwollen der Medien rechnen. Sie gab beispielsweise zahlreiche Interviews und ist inzwischen Heldin eines TV-Films und einer Oper. Der TV-Film wurde als Beziehungsdrama präsentiert und Wuornos selbst als eine nachdenkliche, nette und melancholische Frau. (Die echte Aileen Wuornos schrie vor Gericht die Geschworenen an, sie hoffe, dass sie bzw. deren Töchter vergewaltigt würden, und wünschte ihnen, in der Hölle zu verrotten.) Die Polizisten, die Wuornos verfolgten, waren ähnlich mitleidsvoll und geduldig, wie der von Harvey Keitel gespielte Charakter in "Thelma und Louise" und beklagten die Mörderin noch während der Ermittlungen betrübt als "Opfer von Kindesmissbrauch". (Nun wurden auch die mei
sten männlichen Serienmörder von John Wayne Gacy bis Charles Manson als Kinder aufs übelste missbraucht, aber kein Film versucht, Mitleid für sie zu erwecken.) Sehr tiefgehende Hintergrundinfos über Aileen Wuornos findet man hier: http://www.crimelibrary.com/serial4/wuornos/ Dort findet sich auch einiges über Serienkiller im allgemeinen; beispielsweise, dass Frauen solche Taten schon genauso lange begehen wie Männer.
FRAU HIELT LEBENSGEFÄHRTEN MONATELANG ANGEKETTET
In Brasilien wurde dieser Tage eine Frau festgenommen, weil sie ihren Lebensgefährten monatelang in einem abgedunkelten Schlafzimmer gefangengehielt und ihn den Aussagen von Nachbarn zufolge auch regelmäßig verprügelt habe. Wie es in Konflikten häuslicher Gewalt für beide Geschlechter typisch ist, konterte auch diese Verhaftete mit dem Gegenvorwurf, in Wahrheit sei ihr Freund der Gewalttäter gewesen. Die Polizei stellt klar: "Der Mann ist schüchtern und so ängstlich, dass er sich vor seinem eigenen Schatten fürchtet." Das Opfer wurde mit schwerer Unterernährungen und mehreren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,143210,00.html
ENGLAND: FRAUEN BENEHMEN SICH SCHLIMMER ALS DIE KERLE
Hier ist eine nette Folgestory zu dem Beitrag über von Frauen initiierte Kneipenschlägereien in der letzten Ausgabe: Inzwischen sind englische Hotels und Restaurants so weit, dass sie rein männliche Gruppen als Gäste noch akzeptieren, rein weibliche Gruppen aber nicht mehr. Betrunkene Frauen richten nämlich den weit größeren Schaden an und verjagen den Rest der Kundschaft. Die Managerin eines Restaurants bekundet: "Mit Männern wird man leichter fertig. Du nimmst ihnen den Drink weg, und sie sagen: `Sorry, Schatz´, aber Frauen fangen an, dich zu beschimpfen." Die Leiterin eines Hotels bestätigt dies: "Frauen ignorieren die Regeln und denken, sie könnten damit davonkommen." Und ein Reiseveranstalter sieht dies nicht als ein rein britisches, sondern vielmehr gesamteuropäisches Problem. Lest den Artikel von ... ich glaub´s ja nicht ... Dipesh Gadher (!) und Sebnay Boztas (!!) unter http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/06/24/stinwenws02013.html (Also mal im Ernst, das sind doch keine Namen, das sind doch zusammengewürfelte Buchstaben! Einmal quer über die Tastatur gegriffen, statt sich ein sinnvolles Pseudonym auszudenken ... Warum unternimmt denn niemand was?)
US-AMERIKANISCHES ANWALTSMAGAZIN: LEICHTERE STRAFEN FÜR FRAUEN SIND OKAY
Immer wenn man denkt, es kann nicht mehr wilder kommen ... In früheren Ausgaben dieses Zines berichtete ich über internationale Studien, denen zufolge Frauen vor Gericht mit leichteren Strafen davonkommen als Männer. Jetzt fordert das "Massachusetts Lawyers Weekly", diese Tendenz noch zu verstärken. Der juristische Artikel unter http://www.masslaw.com/fundfair.htm ist sehr ausführlich, aber zu seinen Kernargumenten gehört: Frauen werden in unserer Gesellschaft ohnehin vielfach benachteiligt, außerdem sind sie in der Regel die primären Bezugspersonen für ihre Kinder. Sie dem selben Strafmaß wie Männer auszusetzen, käme also in Wahrheit einer doppelten Bestrafung gleich.
FRAUENBEAUFTRAGTE FORDERN: IN ZUKUNFT BITTE "MEINE HERREN UND DAMEN"
Okay, jetzt langt´s. Kann ja kein Mensch mehr eine Satire über den Feminismus schreiben, heutzutage, die nicht sofort von der Wahrheit überboten wird. Da an der Uni Konstanz trotz zehnjähriger Frauenförderung (!) der Frauenanteil unter den Professoren immer noch nur zehn Prozent beträgt ... nein, wird nicht die feministische Ideologie von patriarchalen Seilschaften noch einmal genauer überprüft. Es wird auch nicht darüber nachgedacht, ob die weit überwiegende Mehrzahl der Frauen vielleicht gar kein Interesse an einer Professur hat, so dass man fördern könnte auf Teufel komm raus, ohne dass das etwas brächte. Stattdessen soll das Problem durch einen Austausch in der Anrede gelöst werden: aus "meine Damen und Herren" wird "meine Herren und Damen": http://www.stuttgarter-nachrichten.de/dc1/html/news-stn/20010706lana0010.shtml
Was ich persönlich besonders witzig finde, ist, dass eine der beiden Frauenbeauftragten an der Konstanzer Uni, Reingard Nischik nämlich, vermutlich identisch ist mit einer früheren Dozentin von mir an der Uni Mainz - eine von jenen nämlich, die auch männliche Studenten konsequent mit "Studentinnen" ansprach, um das Geschlechtergefälle zu bekämpfen ...
KANADISCHE FRAUENGRUPPEN SCHEINEN SICH DURCHZUSETZEN
Die kanadischen Feministinnen, die sich weigerten, sich mit Väterrechtlern an einen Tisch zu setzen (siehe frühere Zines), scheinen mit dieser Taktik erfolgreich zu sein und ihre nur für Frauen reservierte Anhörungen zu erhalten. Ihr Ziel ist es, ein Scheidungsgesetz aufzuhalten, das beiden getrennten Partnern gleichen Zugang zu ihren Kindern erlauben würde: http://www.nationalpost.com/news/national/story.html?f=/stories/20010705/609951.html
SINGAPUR: BAHNBRECHEND IN SACHEN "MEN`S NIGHT"
Wir alle kennen es aus diversen Bars, Bistros und anderen Etablissements: die Lady´s Night. Weibliche Kundinnen erhalten Getränke zum reduzierten, vielleicht sogar halben Preis, der Fehlbetrag wird vom Wirt auf die Getränke der männlichen Kundschaft umgeschlagen. Dieser allgemein etablierte und akzeptierte Sexismus ist einer von vielen Mechanismen, welche die These von einer grundsätzlich die Männer begünstigenden Gesellschaft in Zweifel ziehen, gegen die aber bezeichnenderweise kein Mensch ernsthaft protestiert. Von allen Ländern dieser Erde ist es jetzt ausgerechnet in Singapur (leider doch ein bisschen abgelegen), in dem in einigen Bars dieses Prinzip mit einer "Men´s Night" auf den Kopf gestellt wird: http://www.getasia.com.sg/getasia/getasiascenepublish.nsf/Content/Night+out+for+the+boys Männer müssen dort weniger für ihre Drinks zahlen als die Frauen. Resultat: Das Geschäft boomt. Ich würde trotzdem nicht mit angehaltenem Atem darauf warten, dass sich diese Idee auch hierzulande durchsetzt.
JAPAN: WAGONS NUR FÜR FRAUEN
Dass die japanische Bahn insbesondere ihre Züge für Pendler jetzt streng nach Geschlechtern trennt, wurde von Frauen wie von Männern positiv aufgenommen. die Frauen freuen sich darüber, dass endlich diese heimliche Grapscherei aufhört, und die Männer sind glücklich, dass sie nicht mit Drohungen erpresst werden wie: "Du hast mich unsittlich berührt. Gib mir Geld, oder ich gehe zur Polizei." Generell scheint sich aber auch unter japanischen Frauen, die noch nie Probleme mit Belästigern hatten, eine gewisse Männerverachtung breitzumachen, schreibt der Boston Globe unter http://www.globe.com/dailyglobe2/185/nation/In_Japan_a_grope_free_ride+.shtml
CHINA: VERURTEILTE MÄNNER (UND MANCHMAL FRAUEN) WERDEN HINGERICHTET, UM WESTLICHEN KUNDEN ALS ORGANSPENDER ZU DIENEN
"Können wir Ihre Niere haben?" Was sich anhört wie eine Mischung aus Monty Python und urbaner Legende scheint sich als eine erschreckende Tatsache herauszustellen: http://www.telegraph.co.uk/et?ac=005388741719726&rtmo=VrV8MfkK&atmo=rrrrrrrq&pg=/et/01/7/1/wchi01.html Da auch in China von der Todesstrafe weitaus mehr Männer als Frauen betroffen sind, stellen Männer dort offenbar auch das verfügbarere Ersatzteillager dar.
VERONA FELDBUSCHS OFFENER BRIEF: "DAS WAR UNTERSTES NIVEAU, FRAU SCHWARZER!" - ALICE SCHWARZER TRITT NACH
Wie ihr inzwischen schon aus 293 anderen Medienorganen wisst, verfasste Verona Feldbusch nach ihrem Streitgespräch mit Alice Schwarzer einen offenen Brief an sie. Dort beklagte sie zum einen Schwarzers Gesprächsstil. ("Sie haben mich stark beleidigt und sich zum Teil unsachliche Geschichten ausgedacht. So etwas bemerkt auch das Publikum. Dass Sie mich mit Frauen aus St. Pauli vergleichen, war einfach unterstes Niveau.") Zum anderen versuchte sie allerdings auch, eine gemeinsame Ebene zu finden: "Trotz allem sollten wir Frauen - wie Sie es doch auch seit 30 Jahren predigen - zusammenhalten. Ich biete Ihnen nun meine Busenfreundschaft an, in der Hoffnung, dass auch Sie, liebe Frau Schwarzer, etwas dazu gelernt haben. Dass nämlich die Zeit und die Gesetze sich geändert haben. Dass Männer einfach nicht so sind, wie Sie die Männer immer sehen wollen. Dass die Jugend und die Frauen inzwischen sehr viel selbstbewusster und selbstständiger sind, als Sie vermuten." Daraufhin reagierte Alice Schwarzer mit einer neuerlichen Beleidigung: "Verona Feldbusch ist mehr Marionette als Mensch." Die Vorstellung eines Rückkampfes betrachtet Schwarzer als "indiskutabel". (Zum Nachlesen findet man dieses unter http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,143311,00.html, wo man sich auch direkt in ein Diskussionsforum zu dieser Kontroverse weiterklicken kann. Noch einen Zacken drastischer wird Schwarzer unter http://www.bild.de/service/archiv/2001/jul/05/leute/verona/verona.html)
Ob es medientaktisch so clever ist auf "Willst du meine Freundin sein?" sinngemäß mit "Verreck doch, Schlampe!" zu reagieren? Die Offenbach-Post zumindest kommentiert das Verhalten der deutschen Vorzeige-Feministin unter der Überschrift "Kopfnote 5 für Alice Schwarzer": http://www.op-online.de/8_257_39127.html Und die "Welt" wundert sich darüber, dass es für den deutschen Feminismus offenbar kein wichtigeres Thema gibt als den Busen Verona Feldbuschs: http://www.welt.de/daten/2001/07/06/0706ku265736.htx
Der Hamburger Morgenpost zufolge nehmen die ersten ProminentInnen Alice Schwarzer jedoch in Schutz: http://www.mopo.de/seiten/20010703/nachrichten-artikel28.html Hm. Spätestens wenn ich bei einer Auseinandersetzung auf die Schützenhilfe von Jenny Jürgens angewiesen wäre, würde ich mir allmählich Gedanken machen ...
Schon ein paar Wochen alt und daher bereits in der aktuellen EMMA zu lesen ist Susanne Jaspers Kommentar in der Braunschweiger Zeitung zu dieser Auseinandersetzung: "'Wie doof sind eigentlich Männer, dass sie auf Verona abfahren?', ätzte dieser Tage Alice Schwarzer. Gegenfrage: Wie doof ist eigentlich Alice Schwarzer, dass sie Verona Feldbusch als 'Ohrfeige für uns Frauen' attackiert? Was für ein angekränkeltes Selbstbewusstsein muss doch in der Frontfrau des Feminismus dahinkümmern, dass sie Frau Feldbusch, ausgerechnet diese harmlose Butterblume, als Schlag ins Gesicht begreift? Das muss eine Art Pawlowscher Reflex sein bei Frau Schwarzer, der sie zu diesen albernen feministischen Muskelspielchen treibt, sobald eine Frau allein aus der Tatsache Profit schlägt, dass sie eine Frau ist."
NEUE BRITISCHE WEBSITE FORDERT GLEICHBERECHTIGUNG SPEZIELL FÜR MÄNNLICHE SENIOREN
Die Seite http://www.parity.uk.com/ setzt sich dafür ein, dass auch in der älteren Generation die Männer den Frauen endlich gleichgestellt werden. Obwohl Frauen Mäner um sieben Jahre überleben, kommen sie von der Rente angefangen Jahre vorher in den Genuss diverser staatlicher Vorzüge. Parallelen zu Deutschland bieten sich an.
MEDIAWATCH:
-------------
WIESBADENERIN VERSUCHT, EHEMANN ZU ERSTECHEN
Ein kleiner Artikel aus meiner Lokalzeitung berichtet über folgenden Vorfall: Eine 37jährige aus Wiesbaden versuchte, ihrem Lebenspartner ein 15 Zentimeter langes Küchenmesser in die Brust zu stoßen, nachdem sie ihn beim Betrachten von Pornofilmen "erwischt" hatte. Er schaffte es, sie bis zum Eintreffen der Polizei von sich abzuhalten. Ob dieses Vorkommnis ein Einzelfall oder der Höhepunkt einer Gewaltspirale war, erfährt der Leser nicht. (Letzeres erscheint nach den üblichen Erfahrungen mit häuslicher Gewalt am wahrscheinlichsten.)
Ihr fragt euch natürlich, warum ich eigens darüber berichte. Wenn ich hier jeden Fall häuslicher Gewalt mit einer weiblichen Täterin aufführen würde, hätte ich viel zu tun. Das Interessante für mich ist auch nicht die Tat an sich, sondern ihre Darstellung in der Rhein-Main-Presse. Dort lautet die Überschrift nämlich nicht "Wiesbadenerin versucht, Ehemann zu erstechen", sondern "Pornos sorgten für Rabatz". Wobei zwei Dinge auffallen: Zum einen wird die Schuld nicht bei der Messerstecherin gesehen, sondern auf die bekanntlich böse Pornographie verlagert. (Da sieht man mal wieder, was diese schmutzigen Filme alles anrichten können ...) Zum anderen ist die Verwendung des Wortes "Rabatz" für einen Tötungsversuch reichlich irritierend. Angenommen, ein Mann hätte versucht, seine Frau zu erschlagen, weil ihm das Essen nicht geschmeckt hätte - würde ein Artikel darüber betitelt sein mit "Angebranntes Schnitzel sorgte für Rabatz"? Kaum. Nicht weniger geschmacklos sind andere stilistische Verzierungen in diesem Artikel wie "Ob der 32jährige sich anschließend wieder seinem Filmvergnügen widmete, ist nicht überliefert." (Wieso sollte so ein geiler Kerl auch dadurch von seinem Schmuddelkram abzubringen sein, dass ihn seine Lebenspartnerin gerade versucht hatte umzubringen?) Offenbar kann über häusliche Gewalt, die von Frauen ausgeht, in vielen Medien heute noch nicht anders als mit Stilmitteln wie Verharmlosung und Ironisierung berichtet werden. Auch das trägt dazu bei, dass solche Taten als weniger schlimm und als zu vernachlässigen empfunden werden.
PROBLEME VON MÄNNERN ERREICHEN AUCH "HÖRZU" ALS THEMA
Wie mir dankenswerterweise Maennerrat.de mitteilte, widmet sich die Zeitschrift HÖRZU, Heft 27 vom 29.06.2001, Krisenerscheinungen beim männlichen Geschlecht. Mir liegt ein Transkript dieses Artikels vor, das ich am liebsten einfach in meine Rubrik DOKUMENTATION übernehmen würde - allerdings würde ein Zitat dieser Länge das Zitatrecht überschreiten und könnte mir theoretisch Copyright-Probleme einbringen.
Deshalb zusammengefasst: Unter der Überschrift "Völlig von der Rolle" vertritt der von einem männlichen Autor verfasste Artikel die These, dass der heutige Mann sich den veränderten Umständen anzupassen habe, wenn er nicht vollends zum Auslaufmodell werden wolle. Dass diese Gefahr bestehe und öffentlich auch verstärkt als solche wahrgenommen werde, zeige sich darin, dass "im Buchladen das Regal mit den Männer-Ratgebern inzwischen länger als die Theke in unserer Stammkneipe" sei, sich "im Internet mittlerweile mehr Seiten unserer Befindlichkeit als der Fußball-Bundesliga" widmen und selbst der Kultursender Arte für den 12. Juli einen Themenabend über die Krise der Männlichkeit angekündigt habe. Der Mann habe als Ernährer ebenso ausgedient ("Bis zum Jahr 2010, so sagt das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg voraus, werden viermal so viele männliche Arbeitskräfte ihren Job verlieren wie weibliche.") wie als Erzieher oder Beschützer. Dabei sei er nicht in der Lage, angemessen flexibel auf diese Veränderungen zu reagieren. "Genau darin sehen Experten die Hauptursache für unsere Misere: dass wir, anders als die Frauen, so starr sind, so wenig geschmeidig. ... Andererseits kennt fast jeder von uns einen, der immer ganz besonders flexibel und geschmeidig vorgeht - und damit weder im Job noch bei den Frauen ankommt. Die Kollegen stempeln ihn als Weichei ab, die Freunde verulken ihn als notorischen Frauenversteher - und die Frauen selbst finden ihn zwar ausgesprochen nett, aber zum Verlieben dann doch `zu lieb´. Ein bisschen Macho soll schon sein."
In diesem Zusammenhang wird Jochen Hoffmann vom Informationszentrum für
Männerfragen in Frankfurt zitiert: "Männer, die mit Erektionsstörungen
zu uns kommen, sind meistens welche, die den Frauen alles recht machen wollen."
Die 1986 gegründete Beratungsstelle habe mit 2000 der verschiedensten Anfragen
pro Jahr noch nie so viel Zulauf gehabt wie heute. Das größte Problem
sei Gewalt, allerdings aus der Täterperspektive: "Immer mehr Männer,
so Hoffmann, schlagen aus Ohnmacht und Verzweiflung einfach zu, um dann reuig
in
der Beratung aufzutauchen." Die Betreffenden seien durch ihren Beruf nur
in der Lage, in hierarchischen, nicht aber in partnerschaftlichen Strukturen
zu denken. Als "Konsequenz" reichten Frauen inzwischen zwei Drittel
aller Scheidungsanträge ein. (Dass diese überwiegend weibliche Bereitschaft
zur Auflösung einer Beziehung tatsächlich vorausgehendem männlichem
Denken oder Verhalten anzulasten ist, wird in dem Artikel nur behauptet, nicht
belegt.)
Fazit: "Es ist weit gekommen. Im vergangenen Jahr riefen die Vereinten Nationen erstmals einen Welt-Männertag (3. November) aus, an dem auf unsere traurige Lage aufmerksam gemacht wurde. Denn nicht nur in Deutschland gerät das einst starke Geschlecht in die Defensive. Selbst die Hochburgen der Männlichkeit geraten ins Wanken: In Rom wurde das erste Not-Telefon für misshandelte Ehemänner eingerichtet. Es klingelt oft. Und im türkischen Antalya soll das erste Männerhaus eröffnet werden - als Zufluchtsstätte für Kerle, deren Frauen regelmäßig die Hand ausrutscht."
(Autor: Uwe Rasche, Mitarbeit: Corinne Schmid, Nadine Schwede)
Es folgt ein Interview mit dem Hamburger Diplompädagogen Alexander Bentheim, der die Männerzeitschrift "Switchboard" herausgibt. Auch Bentheim beklagt, dass Männern die heute notwendige „Flexibilität“ ebenso fehle wie die Fähigkeit, neue Kontakte zu suchen. (Könnte beides etwas damit zu tun haben, dass klassischerweise der Mann als Familienernährer immer noch auf den Mindestens-acht-Stunden-Tag festgelegt ist, während die verheiratete Frau schon seit Jahrzehnten zwischen volltags, halbtags und gar nicht berufstätig wählen kann?) Bentheim weist insgesamt die Verantwortung für ihre Probleme allein den Männern zu, was vom pädagogisch-psychologischen Gesichtspunkt natürlich Sinn macht (ich kann nur mein eigenes Verhalten ändern, nicht das anderer Menschen), als gesamtgesellschaftliche Analyse meines Erachtens nach aber deutlich zu kurz greift.
MEINUNG:
--------
STEHEN FRAUEN AUF SEXISMUS?
Da wir gerade davon sprechen, wie schwer sich der Mann von heute damit tue, seine neue Rolle zu finden: Könnte ein Grund dafür auch daran liegen, dass er von feministischen Gouvernanten ständig zu hören bekommt, was er als frauenfreundlicher Mann zu tun, zu lassen, zu sagen und zu denken hat ... während viele junge Frauen heute von keinem anderen Mann hingerissener sind als von dem Popstar Eminem, der Sexismus zu einer Kunstform erhoben hat? Mehr dazu unter http://www.smh.com.au/news/0107/01/national/national4.html
GILT MORD INZWISCHEN ALS NATÜRLICHER BESTANDTEIL VON MUTTERSCHAFT?
Diese Frage stellt uns Wendy McElroy in Reaktion auf die Diskussion, die sich um den Fall Andrea Yates entspann: die Mutter, die ihre fünf Kinder tötete. McElroy stellt fest, dass die Rate (tödlicher) Gewalt, die Kinder durch Mütter erleiden, selbst dann noch beängstigend hoch ist, wenn man in Betracht zieht, dass Mütter nun einmal hauptsächlich für die Betreuung ihrer Kinder verantwortlich sind. In diesem Zusammenhang empfindet es McElroy als in höchstem Maße bedenklich, wie schnell und unhinterfragt die Medien die feministische Mythologie übernehmen, der zufolge Mütter immer Opfer und niemals Täter sind sowie die Schuld an ihren Verbrechen automatisch beim Ehemann oder bei der Gesellschaft gesucht wird. Eine Feministin verkündete gar: "Dass Andrea Yates jede Mutter sein könnte, jagt uns solche Angst ein, dass wir versuchen, sie mit juristischen Formalitäten von uns zu distanzieren." McElroy sieht eine neue feministische Masche darin, dass Frauen zwar als einerseits den Männern überlegen, aber andererseits nicht verantwortlich für ihre eigenen Handlungen beschrieben werden. Wenn Feministinnen nicht länger leugnen können, dass Frauen genauso gewalttätig wie Männer sind, ziehen sie das neue Kaninchen aus dem Zylinder, dass Frauengewalt selbstverständlich nur das Resultat einer männergeprägten Kultur sei. Lest den ganzen Artikel unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,28668,00.html
Zum selben Thema äußert sich auch der britische Spectator unter http://www.spectator.co.uk/article.php3?issue=2001-06-30&id=845 Und unter http://www.drudgereport.com/Weiss/062601.htm hinterfragt Deb Weiss, wie schnell eine Frau in den Medien eine Karriere von der fünffachen Kindsmörderin bis zur Märtyrerin machen kann. Auch sie kommt zu dem Schluss: Wäre es ein Vater gewesen, der seine fünf Kinder getötet hätte, eins nach dem anderen, hätte es kein Festival des Verständnisses gegeben und keine nicht abreißende Reihe von Bekundungen des einfühlenden Mitleids und Bedauerns. Stattdessen hätten wir die üblichen "Fachleute" gehört, die uns vom Übel der Männlichkeit gekündet und eine Reedukation von Männern gefordert hätten, um die Gesellschaft vor der Bedrohung des Testosterons zu schützen. (Auch in Deutschland reitet ein Soziologe wie Dieter Otten ja recht erfolgreich auf dieser Welle.) Deb Weiss: Frauen zu schützen und Männer zu verdammen mag eine instinktive Handlung sein. Aber wenn diese Haltung dermaßen zur politischen und medialen Routine gerät, dann könnte diese kulturelle Pathologie bald kaum wiedergutzumachenden Schaden anrichten.
BÜCHER:
---------
DREI NEUE TITEL ZUM "THIRD WAVE FEMINISM"
Cathy Young ist eine Top-Autorin und renommierte Journalistin in der Geschlechterdebatte der USA, wobei sie weder den Feministinnen, noch den Maskulisten nahesteht. Unter http://www.reason.com/0107/co.cy.what.html bespricht sie drei neuerschienene Bücher zum „feministischen Revival“; zur angeblichen Dritten Welle des Feminismus, wie er von den heute 20- bis 30jährigen Frauenrechtlerinnen vertreten wird. Da im Gegensatz zu feminismuskritischen Büchern profeministische Titel sehr schnell auf den deutschen Markt übernommen werden, könnt ihr hier schon einmal lesen, worüber man hierzulande vermutlich in einem Jahr sprechen wird. Young weist darauf hin, dass nur eines dieser Bücher ("Flux") Männer in die Geschlechterdebatte mit einbezieht. Das tut es jedoch anscheinend recht gründlich: Beispielsweise weist es darauf hin, dass auch Männer in unserer Gesellschaft Nachteile zu erleiden haben und dass auch Frauen oft eine Ursache des Geschlechter-Dilemmas sind: Beispielsweise ziehen sie nur für sich selbst die Wahlfreiheit in Erwägung, bloß halbtags berufstätig zu sein, stellen ihre Rechte als Mutter über die des Vaters und weisen männliche Verehrer mit "beschränkten Verdienstmöglichkeiten" zurück. Vor fünf Jahren waren es nur die Hardcore-Maskulisten, die solches weibliches Verhalten kritisierten. Und selbst heute noch muss man sich als Mann Frauenfeindlichkeit vorwerfen lassen (und einen neuen Lektor suchen), wenn man diese Dinge zur Sprache bringt.
WISSENSCHAFTLER WIDERLEGT DIE SECHS ÜBELSTEN VORURTEILE GEGEN SCHEIDUNGSVÄTER UND ERGRÜNDET IHRE URSACHEN
Robert Lockes Rezension zu Dr. Stanford Bravers Buch "Divorced Dads: Shattering the Myths" erklärt, wie Braver in seinem Werk sechs der virulentesten Anti-Väter-Mythen widerlegt, und er ergründet zugleich, wie diese Fehlurteile überhaupt erst entstehen konnten: http://www.frontpagemag.com/columnists/locke/2001/locke06-29-01.htm Sehr lesenswert. (Zur Erklärung: Der in dem Artikel verwendete Ausdruck "Deadbeat Dads" wird im Amerikanischen für unterhaltsflüchtige Väter verwendet.)
ZITAT DER WOCHE:
Tomb-Raider-Star Angelina Jolie auf die Frage, was sie tun würde, wenn sie ihren Mann bei einem Seitensprung ertappen würde: "Ich würde ihn nicht umbringen, weil seine Kinder noch so klein sind und ihren Vater brauchen. Aber ich würde ihn verhauen. Ich weiß genau, wo seine ganzen Sportverletzungen sind und es richtig weh tut." In einem anderen Interview phantasiert sie davon, dies mit einem Baseballschläger zu tun.
DOKUMENTATION:
---------
ZENTRALE INFORMATIONEN ZU GEPLANTEM HUNGERSTREIK IN BERLIN
Am 13.7.2001 beginnt in Berlin der Hungerstreik von mindestens sieben französischen
und amerikanischen
Eltern, deren Kinder entführt wurden und die zum Teil seit Jahren ihre
Kindern noch nicht einmal sehen durften.
Diese Eltern bitten mit der folgenden Erklärung um Unterstützung.
Deutsche Vaterrechtler weisen darauf hin, dass diese Aktion auch für sie
eine ideale Möglichkeit darstellt, auf die Missstände in Deutschland
bezüglich der eigenen Kinder hinzuweisen. Denn: Es wird erwartet, dass
dieser Hungerstreik eine breite nationale und internationale Aufmerksamkeit
erhalten wird. Wer näheres über den exakten Ort und Zeitpunkt dieser
Aktion wissen und sich eventuell daran beteiligen möchte, möge mit
paPPa.com oder mit Frau Dr. Karin Jäckel Kontakt aufnehmen. PaPPa.com:
"Eine telefonische Hotline ist in Vorbereitung, weitere News werden jetzt
kontinuierlich per Mail und Fax versandt und bei paPPa.com kurzfristig veröffentlicht
werden unter http://www.paPPa.com/hunger/
Wer ebenfalls seine Kinder nicht sehen darf, sollte sich entsprechend den Hinweisen
der Veranstalter vorbereiten: Ein Bild von den Kindern in der einen Hand, Anzahl
der Besuchskontakte in wieviel Tagen in der anderen Hand. Das ganze möglichst
groß. Details siehe http://www.isonet.fr/berlin"
Auf der genannten Website von paPPa.com finden sich auch Links und Informationen zu den Hintergründen. Besonders lesenswert ist wieder einmal ein Brief Dr. Karin Jäckels. Darin weist sie etwa darauf hin, dass das Ausland die in Deutschland in diesem Zusamenhang begangenen Menschenrechtsverletzungen inzwischen mit dem Lebensborn-Prinzip der Nationalsozialisten vergleicht (tatsächlich finden sich erschreckende Übereinstimmungen zwischen aktuellen Beschlussformulierungen und den Verhörprotokollen der Nürnberger Prozesse), und dass mit ein Grund für den ausbleibenden Erfolg der deutschen Green-Card-Aktion darin zu sehen sei, dass die Abenteuerlichkeiten im deutschen Familienrecht mittlerweile international gut bekannt sind.
Die deutschen Behörden versuchen natürlich, es den Vaterrechtlern
nicht ganz so einfach zu machen mit ihren Protesten (wäre ja langweilig
sonst). So vermeldet paPPa.com zu einem Fall, den ich schon im letzten e-zine
dokumentierte: "Maurice Elfeke, ein Mitorganisator dieser Aktion, wurde
anlässlich eines Gerichtstermins am 25. Juni unter einer fadenscheinigen
Begründung inhaftiert und soll bis zum 20. Juli im Gefängnis bleiben.
Bitte
solidarisiert Euch mit ihm, entweder online im Internet unter http://www.isonet.fr/maurice oder auch
per Brief/Fax an die Justizvollzugsanstalt: Herrn Maurice Elfeke, JVA Hannover,
Schulenburger Landstrasse 145, D-30165 Hannover, Fax: 0511 6798 13." Des
weiteren kündigt paPPa.com an, in den nächsten Tagen eine
Liste der politisch Verantwortlichen zusammenzustellen, an die Protestbriefen
versandt werden können.
Hier nun die Erklärung der ab dem 13. Juli in Hungerstreik tretenden Eltern (mit sehr behutsamen sprachlichen Eingriffen meinerseits):
Hungerstreik in Berlin, beginnend am 13. Juli 2001
--------------------------------------------------------------------------------
Die Aktion wird bisher (2. Juli 01) von den folgenden Organisationen unterstützt:
Frankreich:SOS Enlevement d’enfants par l’Allemagne - http://perso.club-internet.fr/sosenlev/
Deutschland: paPPa.com e.V. - Eltern im Internet - http://www.paPPa.com + Väteraufbruch für Kinder
e.V. - http://www.vafk.de
Kanada:Fathers for Life http://www.fathersforlife.org
Wer sind wir ?
Wir sind eine Gruppe französischer und amerikanischer Eltern, die ihre
Kinder seit Jahren nicht mehr gesehen haben, weil die deutsche Justiz - sehr
oft ohne uns je angehört zu haben bzw. zum Teil auch durch geheime Handlungen
- uns willkürlich das Sorgerecht für unsere Kinder entzogen hat. Zwei
deutsche Väter haben sich uns bereits angeschlossen. Ein Vater wird aus
Süd-Afrika kommen; er versucht die Unterstützung vom Präsidenten
Nelson Mandela zu erhalten.
Warum streiken wir ?
Der Hungerstreik ist für uns das letzte Mittel, um unseren Kindern die
Möglichkeit zu geben, den zweiten Elternteil wieder in Frankreich oder
den USA bzw. auch in Deutschland zu sehen.
Wir streiken, weil deutsche Richter unsere bionationalen Kinder zu den bereits
zwei Millionen in der Bundesrepublik lebenden Scheidungswaisen hinzugefügt
haben.
Wir streiken, weil deutsche Jugendämter sich diese staatlich verordneten
Kindesentführungen noch unverschämter von unserem Geld finanzieren
lassen wollen.
Wir streiken, weil fast jede deutsche Familiengerichtsentscheidung zum "Wohl
der Kinder" einen Elternteil, meist den Vater, aus dem Leben des Kindes
ausgrenzt. Wir wissen, dass mehrere hundertjausende "entsorgte" Eltern
in Deutschland davon betroffen sind. Sie finden nur genauso wenig Gehör
bei Gericht und den Politikern wie wir.
Was ist unser Ziel ?
Unser Ziel ist, dass das Wohl des Kindes in Deutschland als das "natürliche
Bedürfnis eines Kindes, die emotionale Beziehung zu seinen beiden Eltern
zeitlich zur Hälfte mit den beiden Elternteilen zu pflegen" endlich
gesetzlich garantiert wird und zwar ohne die bisherige Möglichkeit, dass
ein Elternteil das Recht des Kindes auf seine beiden Eltern verhindern kann.
Warum Berlin ?
Wir streiken in Berlin, weil in Deutschland die Familienpolitik von Richtern
und nicht von den Politikern bestimmt wird.
Wir kommen nach Berlin um laut zu rufen:
Wir sind das Volk und wir sind Eltern
Ein Teil der deutschen Nation rief:
Wir sind das Volk, wir sind das Volk und bekam Recht.
Wann und wo wird der Hungerstreik stattfinden ?
Der Hungerstreik beginnt am 13 Juli in Berlin.
Eine Demonstration von Delegationen verschiedener Organisationen wird am 14.
Juli stattfinden. Deutsche Eltern und bionationale Eltern wollen die gleichen
Rechte für sich und ihre Kinder haben.
Wo genau der Hungerstreik in Berlin Stadtmitte stattfindet, wird aus Sicherheitsgründen
ganz zuletzt bekannt gegeben.
Wer kann mitmachen und wie ?
Jeder Elternteil, der meint, um seine Elternschaft durch die Justiz betrogen
worden zu sein, kann sich uns anschließen. Er kann einen Tag lang mit
uns hungern. Wir werden in der linken Hand ein Bild unserer Kinder halten, in
der rechten Hand auf einem weißen Blatt die Anzahl der Tage, die wir unsere
Kinder seit der Trennung nicht gesehen haben, darunter die Zahl der Tage, die
seit der Trennung bzw. Scheidung vergangen sind.
Welche Forderung haben wir ?
Wir fordern eine einheitliche Regelung des Familienrechtes in Europa.
Wir, die Hungerstreikenden, werden erst dann aufhören, wenn wir vom deutschen
Parlamentpräsidenten bzw. von der deutschen Regierung die schriftliche
Zusicherung erhalten haben, dass die deutsche Regierung bis Ende des Jahres
dem europäischen Parlament in Strassburg ein Gesetzentwurf zur Schaffung
eines europäischen Familiengesetzes vorlegen wird, in dem die Sorge um
das Wohl der Kinder ausdrücklich mit dem garantierten Rechtsanspruch des
Kindes auf seinen beiden Elternteile erklärt wird.
Die deutsche Regierung soll sich dazu äußern, warum sie selbst unterschriebene
internationale Verträge wie die Haager Konventionen nicht einhält,
z.B. die UN-Kinderrechtskonventionen für die nichtehelich geborenen Kinder
in Deutschland nicht gelten lässt.
Olivier Karrer
Medien die uns bisher kontaktiert haben:
ARD, ZDF, MDR, SWR, BILD Zeitung, Washington Post
------------------------
Das Medieninteresse an dieser Aktion ist seit Verlautbarung dieser Erklärung noch einmal stark angestiegen.
WEBTIPP:
-----------
Das absolut endcoolste, megageilste, grenzgenialste und ultrahippste (sorry, zuviel VIVA) Internet-Forum, in dem über Geschlechterfragen im allgemeinen und Maskulismus im besonderen diskutiert werden kann, findet sich im Augenblick auf Parsimony: http://f25.parsimony.net/forum63067/ Es trägt den meiner Ansicht nach etwas irreführenden Titel "Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?", besteht erst seit gut zwei Wochen und arbeitet sich schon mit großen Schritten unter knapp 6000 aktiven Parsimony-Foren auf die Top-100-Liste vor. Pro Tag verzeichnet es mehr als 1000 Zugriffe (auch wenn sich bislang nur ein Grüppchen von Stammpostern so recht traut, pro oder contra die feministische Korrektheit Stellung zu beziehen). Zugegeben, die Zugriffszahlen haben noch keine PaPPa.com-Dimensionen erreicht, aber dafür trifft man auch auf viele Diskutanten jenseits des Feldes Elternschaft, Scheidung und Unterhalt. Ein Teilnehmer brachte es folgendermaßen auf den Punkt: "Vor rund 30 Jahren gab es einen Rundfunksender, der sich immer mit der Ansage gemeldet hat: `Hier ist RIAS Berlin, eine freie Stimme der freien Welt!´ Heute könnte es heißen: `Hier ist Jörgs Internetforum, eine freie Stimme der freien Männerwelt!´" Es finden sich dort originelle Ansichten, geistreiche Analysen und so manche brisante Information zu neuen Ereignissen im Geschlechterkampf. Über den Catfight zwischen Alice Schwarzer und Verona Feldbusch wird ebenso diskutiert wie über Zukunft und Ziele der Männerbewegung oder die neuesten Erkenntnisse über männliche Opfer von häuslicher Gewalt. Wie schon gesagt: Das Forum besteht erst seit wenigen Tagen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es in den nächsten Wochen noch viel bunter, lebhafter und kontroverser werden wird. Klickt doch einfach mal rein und schaut euch um. Es kostet nur wenige Minuten, und ihr könntet dort Brüdern (und Schwestern) im Geiste mitteilen, was ihr über bestimmte Dinge denkt.
Das war´s mal wieder für diese Woche. Bis nächsten Samstag meine besten Wünsche euch allen da draußen an den Monitoren. Dare to become invisible! ;-)
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 6
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur sechsten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Im Vergleich zu den letzten Zines, die in ihrer Länge extrem ausuferten, ist dieses hier wieder so kurz, wie ich es eigentlich von Anfang an beabsichtigt hatte. Diese Woche war ich recht gut beschäftigt, so dass ich mich diesmal mit meinen eigenen Kommentaren ein wenig zurückhalte.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
Genug mit der Vorrede, kommen wir zu den
NEWS:
----
HUNGERSTREIK IN BERLIN HAT BEGONNEN
Die aktuellsten Infos dazu liefert paPPa.com unter http://www.pappa.com/hunger/index.htm#AKTUELLES sowie der Väteraufbruch für Kinder unter http://www.vafk.de/news2.htm Heute, also am Samstag, dem 14.7., wird vor der Gedächtniskirche eine Kundgebung stattfinden. Die Medien von taz bis FAZ haben bereits begonnen, über diesen Hungerstreik zu berichten.
VIERZEHNJÄHRIGER IST STAR IM KAMPF UM VATER- UND KINDERRECHTE
Der 14jährige Clayton Giles aus Kanda ist mit seinem Vater unterwegs auf einer Radtour quer durch den amerikanischen Kontinent, die als politische Demonstration dienen soll. Mit dieser Tour stellt er sich nämlich offensiv einer richterlichen Anordnung entgegen, die ihm den Kontakt zu seinem Vater über Jahre hinweg verbietet. Claytons Entscheidung, sich nicht darum zu kümmern, stürzte das zuständige Gericht kurzzeitig ins Chaos. Clayton hat auch bereits einen elftägigen Hungerstreik hinter sich, um gegen die negativen Auswirkungen solcher Gerichtsbeschlüsse zu protestieren - er beendete diesen Streik erst, als ihn sein Vater und sein Arzt darum baten. Zu diesem Zeitpunkt war er in den USA ebenso bekannt wie in Kanada, andere Kinder unterzeichneten seine Petition tausendfach. Clayton erhält massive Publicity in der Presse und diversen Talkshows bis hin zu Sally Jesse Raphael. Ab dem 22. Juli geht die Radtour von Vater und Sohn Giles in die USA über. Enden soll sie am Weißen Haus und am Kapitolshügel.
Auf diesen Websites stellt Clayton sich und seine "Mission" selbst vor: http://www.legalkids.com/content/homepage/welcomeframe_02.html sowie http://www.legalkids.com/index.html Aus diesem lesenswerten Artikel geht auch sehr gut hervor, dass Väter- und Kinderrechte untrennbar sind.
Aktivisten, die diese Radtour unterstützen, unterstützen auch den Hungerstreik in Berlin.
GERMANS SOON ARE STOPPING RAPE WITH THEIR BRÖTCHEN
Eine ausländische Website für Frauen schildert den Plan zweier Berlinerinnen, gegen sexuelle Gewalt vorzugehen, indem sie auf Bäckerei-Tüten Sätze druckt wie "Die Kundin vor Ihnen wird regelmäßig von einem nahen Verwandten vergewaltigt". Dem Bericht zufolge könnte diese Aktion bald von Pro Familia unterstützt werden: http://www.winmagazine.org/issues/issue45/win45c.htm
"BECKER`S SEX FLING COSTS HIM 400.000 POUND A SECOND"
So berichtet die ausländische Presse über den Fall Boris Becker: http://portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/07/11/nbeck11.xml&sSheet=/news/2001/07/11/ixhome.html Männerrechtler aus England und den USA fragen sich, mit welcher Berechtigung eine Frau dermaßen immense Summen aus einem Mann herauspressen kann, mit dem sie einmal kurz Sex hatte und den sie in ihrem Leben nie wieder sah. Wären Mutter und Kind unterhalb einer Summe von 6,45 Millionen DM zu einem menschenwürdigen Leben nicht in der Lage gewesen? Wenn das die Rechtslage im frauenfeindlichen Patriarchat ist, wie sieht dann die feministische Utopie aus? Becker selber bekundet, den Respekt vor Frauen inzwischen ein wenig verloren zu haben. Und die Motivation der Briten, eine drei Jahre wirksame "Pille für den Mann" zu entwickeln, ist noch einmal gestiegen: http://portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/07/11/npill11.xml&sSheet=/news/2001/07/11/ixhome.html
GERICHT VERURTEILT NEUNFACHEN VATER, KEINE KINDER MEHR ZU ZEUGEN
Der Grund dafür liegt darin, dass der Betreffende mit seinen Unterhaltszahlungen extrem zurückliegt. Einwände gegen dieses Urteil waren, dass es die Menschenrechte des Betreffenden verletze, dass es eine von diesem Mann geschwängerte Frau zu einer Abtreibung verleiten könne und dass es Väter diskriminiere, die zu Unterhaltszahlungen finanziell schlichtweg nicht in der Lage sind. Hier der komplette Artikel: http://news.excite.com/news/ap/010710/20/fathers-rights
MUTTER, DIE IHRE FÜNF KINDER TÖTETE, FÜHRT IN USA ZU EINEM MEINUNGSUMSCHWUNG BEZÜGLICH DER TODESSTRAFE
Mehr dazu unter http://www.smh.com.au/news/0107/09/features/features3.html Tim Paluch kommentiert die gesamte Debatte über Andrea Yates recht scharf unter http://news.excite.com/news/uw/010706/university-14
DAS THEMA "GEPRÜGELTE MÄNNER" DRINGT WEITER IN U.S.-PRESSE VOR
Ein neuer Beleg dafür ist dieser aktuelle Artikel aus der New York Post: http://www.nypostonline.com/news/nationalnews/34396.htm
AUCH ROBERT DE NIRO BEZOG PRÜGEL VON SEINER FRAU
Nach Bill Clinton outet sich der nächste männliche Prominente als Opfer häuslicher Gewalt: http://www2.merkur-online.de/magazin/magazin3.cfm?idnr=38800&nc_idr=0 die Überschrift des Artikels lautet übrigens "Mutter mit Bums". Wenn der Niro der Prügler gewesen wäre, hätte man ihn dann als "Vater mit Bums" bezeichnet?
GEWALT GEGEN MÄNNER TEIL VON MADONNAS NEUEM IMAGE
Der Popstar Madonna war immer ein ausgezeichneter Indikator für den momentanen Trend der Zeit. In ihrer neuen Bühnenshow schießt sie einen männlichen Tänzer über den Haufen, der sexuell zudringlich wird: http://www.excite.com.au/news/story/aap/20010707/18/entertainment/madonna-tour-us.inp Zuvor hatte sie in ihrem Video "What It Feels Like to be a Girl" eine Frau gespielt, die zusammen mit einer älteren Beifahrerin in einem gestohlenen Auto wahllos Männer über den Haufen fährt. Im Gegensatz zum Sexismus Eminems wird der Sexismus Madonnas nur verhalten kritisiert.
POLIZEI FAHNDET NACH WEIBLICHER SERIEN-KINDERSCHÄNDERIN
Dass auch massenhafter Missbrauch von Kindern keine rein männliche Domäne ist, belegt dieser aktuelle Bericht: http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/07/08/stinwenws01025.html (Ja, mir gefällt das Wort "Kinderschänder(in)" auch nicht, aber irgendwie muss ich diese Person ja nennen.)
Dazu ergänzt sich dieser ältere Artikel: http://www.fact.on.ca/newpaper/np991105.htm , in dem die Gewaltexpertin Patricia Pearson ausgehend vom Beispiel einer Serienvergewaltigerin (mit bislang mindestens 22 Opfern) erörtert, warum weibliche Sexualstraftäter noch immer in der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendet sind. Pearson zufolge ist dieses Thema dermaßen politisch inkorrekt, dass es bislang kaum Forschung darüber gibt. (WAS hierzu allerdings bereits an internationalen Forschungsergebnissen existiert, ist schon brisant genug und wird in "Sind Frauen bessere Menschen?" ausführlich dargelegt werden.)
KARRIEREFRAUEN "MIETEN" GEBÄRMÜTTER, UM SICH DIE UMSTÄNDE ZU ERSPAREN
Sorry, für die verspielte Überschrift, aber seit ich verpennt habe, zu dem Artikel über per Handy vollziehbare Scheidungen in Dubai "Ich wasche mein Handy in Unschuld" zu kalauern, jage ich jedem Wortwitz hinterher, der sich auch nur irgendwie anbietet. Einen ernsthafteren Artikel als mein Herumgeblödel findet ihr unter http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/07/08/stinwenws02005.html
"SIND MÄNNER ÜBERFLÜSSIG?"
Vor einigen Tagen fanden Wissenschaftler heraus, dass man bei der Zeugung von Kindern inzwischen auf männliches Sperma verzichten kann: http://www.dailytelegraph.co.uk/dt?ac=005478944102314&rtmo=LSGxdSNd&atmo=rrrrrrrq&pg=/01/7/10/dl01.html (Kinder nur mit Müttern und ohne Väter ... Junge, was für ein Quatsch! Wer soll denn bitte den Unterhalt zahlen, hmm?)
FRANKREICH BEENDET ZWANGS-MILITÄRDIENST FÜR MÄNNER
Der Grund dafür ist natürlich nicht der politische Einfluss von Männerrechtlern, sondern dass einfach genügend Freiwillige zur Verfügung stehen: http://news.excite.com/news/ap/010627/09/int-france-military-draft
MEINUNG:
--------
"GRÜNDE FÜR DIE HOHE SELBSTMORDRATE VON MÄNNERN ALLZU OFFENSICHTLICH"
Bezugnehmend auf ein neues medizinisches Fachbuch argumentiert John Waters für die Irish Times, dass es keiner groß angelegten Spekulationen bedarf, um zu erschließen, warum so viel mehr Männer als Frauen den Freitod wählen: http://www.ireland.com/newspaper/opinion/2001/0702/opt1.htm
IST "HARRY POTTER" SEXISTISCH?
Unter http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/07/08/stirevopn03005.html setzt sich die Sunday-Times mit diesem und anderen feministischen "Erkenntnissen" der letzten Tage auseinander.
„QUOTEN SIND HERABSETZEND FÜR FRAUEN“
Dies ist ein wissenschaftlicher Artikel aus einer kandischen Fachzeitschrift, der aber auch auf die allgemeine Geschlechterdebatte umsetzbar ist: http://www.sfu.ca/~dkimura/articles/affirm.htm Unter anderem richtet er sich gegen den modernen Mythos, dass wenn in einem bestimmten beruflichen Bereich eine geringere Anzahl von Mitgliedern einer bestimmten Gruppe (z. B. Frauen) vertreten sind als in der Gesamtbevölkerung, automatisch von Diskriminierung ausgegangen wird. „In der Lehre der Diskriminierungs-Logik wird keine andere Erklärung in Betracht gezogen.“ Der Versuch, dies durch Quoten auszugleichen und so schlechter qualifizierte Frauen besser qualifizierten Männern vorzuziehen, schade nach Ansicht der Autorin dieses Artikels zuallererst den Frauen selbst, schließlich aber auch der Gesellschaft insgesamt.
LESERMAIL:
----------
Unser Leser "Zinnober" hat ein Gegenbeispiel für meine vielleicht allzu skeptische Einschätzung, in Deutschland sei etwas wie die „Men´s Night“ so schnell nicht zu erwarten: "In der Discothek `Riverside´ in Trier gibt es seit mehreren Jahren eine Men's Night, wo man einen moderaten Eintritt zahlt und dann freien Verzehr hat. Da ich diesen Ort so gut wie nie besuche, weiß ich allerdings nicht, ob es das immer noch so gibt." Trotzdem ganz herzlichen Dank für die Info!
Achim sendet mir/uns folgendes Anschreiben mit Aufruf zur Unterstützung einer Petition an den Bundestag, das er bereits an den VAfK und paPPa.com rundgemailt hatte: "Ich habe bereits im vergangenen Jahr eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, damit der Gesetzgeber wirksamere Maßnahmen gegen die Verweigerung des Umgangs von Kindern mit einem nicht-sorgeberechtigten Elternteil ergreift. Ihr wisst, dass mir seit einem Jahr der Umgang mit meiner Tochter verweigert wird, die ich das letzte Mal im Alter von sieben Wochen gesehen habe. Mein bislang letztes Schreiben an den Petitionsausschuss zur Begründung des Begehrens findet ihr nachfolgend. Meine Anregung ist u.a., das Umgangsrecht strafrechtlich zu bewehren, damit Elternteile, die dem jeweils anderen den Umgang mit gemeinsamen Kindern verweigern, langfristig wenigstens nicht ohne Vorstrafe davonkommen (so wie dies im Unterhaltsrecht bereits vorgesehen ist) - und im Extremfall auch Haftstrafen zu gewärtigen hätten. Darüberhinaus soll ein grundsätzliches gemeinsames Sorgerecht geprüft werden.
Ich habe am vergangenen Freitag mit einem sozialdemokratischen Abgeordneten des Bundestags, der selbst dem Pet-Ausschuss angehört, gesprochen. Er hat zugesagt, mein Anliegen zu unterstützen und es als Berichterstatter zu betreuen. Er teilte mir mit, dass es hilfreich wäre, wenn die Petition von vielen Leuten gegenüber dem Ausschuss unterstützt wird.
Ich bitte euch, sofern ihr euch mit meinem Anliegen identifizieren könnt, meine Petition in einem formlosen Schreiben an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, Platz der Republik, 11011 Berlin, zu unterstützen."
Die Petitionsnummer, ein Musterschreiben sowie weiterführende Informationen sendet euch Achim gerne per Mail. Seine Adresse lautet jobel7@hotmail.com
Ja, das war es schon für diese Ausgabe. Bis nächsten Samstag, gehabt euch wohl!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 7
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur siebten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Ausgehend von Ereignissen der letzten Woche, die im Zusammenhang mit dem Berliner Hungerstreik und einigen Akten von Cyber-Terrorismus stehen, möchte ich die Struktur dieses Zines diesmal umstellen und nicht mit den NEWS beginnen, sondern mit
ZUR DOKUMENTATION:
DR. KARIN JÄCKEL BERICHTET ÜBER DIE CRASH-ATTACKE AUF IHREN COMPUTER UND DEN HUNGERSTREIK IN BERLIN
"Ich habe keine Ahnung, wer es war. Sicher ist durch verschiedene Expertenaussagen, dass es ein sehr geschickter Hackerangriff war, der es gezielt auf meine Korrespondenzen und Adressenlisten abgesehen hatte. Die Attacke wurde über die Einwahl ins eMail-System gefahren, führte dazu, dass alle meine Einwahldaten verändert wurden und endete erfolgreich damit, dass ein unbekannter Administrator mit einem unbekannten Passwort mein gesamtes System blockierte.
Gemerkt habe ich dies erstens, weil zwei Tage vor dem eigentlich Angriff mein Telefonsystem im Haus in die Knie ging und der Techniker kommen musste, um alles neu zu installieren. An diesem Tag fiel mein PC-System erstmals aus und musste neu installiert werden. Bei der Neuinstallation der T-Online-Software brach alles zusammen: Bluescreen und die Mitteilung, ich sei nicht der Administrator, ich solle den Administrator oder den Techniker bestellen. Obwohl ich von Anfang an professionelle PC-Spezialisten beauftragte, konnten diese beiden unbekannten Faktoren nicht geknackt werden. Es gelang schließlich, meine Daten, die auf zwei Festplatten verteilt waren, auf einer anderen Festplatte zu speichern und zu retten. Was zunächst nicht gelang, war, meine eMails zu sichern. Als ich die ersten neuen Nachrichten auf dem neu installierten eMailprogramm erhielt, konnte ich diese aufrufen und lesen. Als ich den PC jedoch herunterfuhr und dann erneut an den erhaltenen eMails arbeiten wollte, waren diesekomplett verschwunden. Dies ließ sich erst ändern, als ich komplett neue Zugangsdaten erhielt und die Kennungen auf spezielle Weise gesichert wurden. So weit so gut bzw. schlecht, denn ich muss einen neuen PC kaufen, ein neues System installieren usw. usf. Insgesamt ein Kostenfaktor einiger Tausender.
Was interessant zu wissen ist: Dieser Angriff stand offensichtlich in einer Reihe gezielter Attacken gegen diejenigen, die als aktive Helfer für die Gruppe von Eltern wirken, die momentan in Berlin in einem Hungerstreik sind, weil ihre Ex-Partner/innen ihnen die gemeinsamen Kinder nach Deutschland entführten und die jetzt hungerstreikenden Elternteile bereits seit Jahren ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen. Ich gehe davon aus, dass man mich wegen meiner Pressearbeit und meiner politischen Aktionen für die Gruppe kontrollieren bzw. ausschalten wollte.
Verhindert werden konnte jedoch trotzdem nicht, dass ich die Presse informieren konnte und kann, dass die Kolleginnen und Kollegen aller Medien bereitwillig die Informationen aufgriffen und immer noch aufgreifen, dass die Berichterstattung von der FAZ über fast alle Berliner Tageszeitungen bis hin zu Publik Forum und zum Spiegel, dem TV-Sender ARTE, dem ZDF, der ARD, einigen Rundfunksendern in Berlin sowie in Le Figaro, Le Monde, der Washington Times und französischen wie auch englischen TV- und Rundfunksendern sehr breit, sehr seriös und sehr hilfreich berichtet wird. Ebenso wenig verhindern konnte man, dass ich für den 2. August 2001 zu einem Treffen mit der Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin sowie dem sogenannten "Arbeitsstab Kind" eingeladen wurde und somit vor Ort erstmals in einer großen politischen Runde über die Probleme ausgegrenzter Eltern und über ihren verzweifelten Kampf um echte Elternschaft gesprochen werden kann.
Einem anderen Helfer wurde fast zeitgleich mit dem Crash bei mir ein übles Kinderporno auf die Website gepostet. Dieses wurde bei jedem Anklicken sichtbar und musste mit Hilfe der Polizei entfernt werden. Einem anderen wurden derbe Obzönitäten in die Seiten gepostet, so dass der Webmaster tagelang beschäftigt war, sie wieder zu säubern. Ein weiterer musste eine schwere Virusattacke bewältigen. Wenn dies innerhalb der kurzen Zeit und innerhalb einer so kleinen Gruppe alles Zufälle wären, hätte der Zufallsgenerator Erstaunliches geleistet.
Die Hungerstreikaktion in Berlin dauert nun schon seit dem 11. Juli 2001 an. Täglich hungerstreiken Eltern aus verschiedenen Nationen zwischen 10 Uhr und 17 Uhr auf dem Alexanderplatz unter der Weltzeituhr. Dort stehen sie ohne jede Sitzgelegenheit, ohne Tisch, ohne den geringsten Schutz gegen Wind und Wetter mit einem Foto ihrer Kinder und einem Blatt Papier in der Hand, auf dem die Tage des Umgangs und die Zeit der Trennung vermerkt sind. Meist sind es Jahre ohne den geringsten Kontakt.
Diese Eltern scheuen weder ihre Gesundheit noch Kosten noch Zeit, um endlich ihre Kinder wiedersehen zu können. Sie setzen alles aufs Spiel für dieses Ziel. Und sie reißen immer mehr Eltern aus dem Ausland, aber auch aus Deutschland mit, die sich ihrem Hungerstreik anschließen. Noch nie hat es in Deutschland ein so gigantisches Presse-Echo zugunsten ausgegrenzter Eltern gegeben. Noch nie fanden ausgegrenzte deutsche Eltern politisches Gehör an oberster Stelle. Und dennoch finden die Hungerstreikenden in Berlin kaum Unterstützung von den vor Ort lebenden ausgegrenzten Eltern, so dass sie zwar für alle Kinder und alle Eltern kämpfen, aber letztlich das Risiko und die extreme Belastung dieses Kampfes ihre Privatsache, der daraus dann aber als Profit für alle wirksam ist.
Aus dem Ausland mehren sich inzwischen die Stimmen, die verwundert und empört fragen, wo die zunächst versprochene deutsche Solidarität bleibe. Warum man den Hungerstreikenden nicht tatkräftig hilft, indem man ihnen zumindest Sitzgelegenheiten und einen Wetterschutz besorgt, anstatt alle inklusive der 71jährigen hungerstreikenden Großmutter auf der Bordsteinkante oder den Stühlen eines nahen Imbissstandes sitzen zu lassen. Hungerstreikende an einem Bratwurststand!!! Gefragt wird ebenso, warum es den vor Ort mit den Gegebenheiten vertrauten Mitgliedern der verschiedenen Selbsthilfegruppen nicht möglich ist, einen Arzt für die Versorgung der Hungersteikenden anzusprechen und so mitzuhelfen, dass schlimmste Katastrophen eintreten. Und immer wieder auch die Frage, ob man in Deutschland nichts mehr von Gastfreundschaft, Mitmenschlichkeit und Menschenwürde halte? Oder wie die mit den Hungerstreikenden in der Sache im gleichen Boot sitzenden ausgegrenzten Elternteile ihr Desinteresse bzw. die offen deklarierten persönlichen Aversionen einzelner Vätergruppen-Funktionäre gegen Einzelpersonen unter den Hungerstreikenden und die damit verbundene Verweigerungshaltung rechtfertigen.
Die einzige Person, die konstant für die Hungerstreikenden ansprechbar ist und täglich vor Ort hilft, so gut sie kann, ist Annemone Ackermann, meine in der Stadt Brandenburg lebende Freundin. Als ich sie um Hilfe bat, sagte sie spontan zu und ist seitdem die Einzige, die Kopien fertigt, Telefonate auf dem Handy übernimmt, Bericht erstattet, wie es den Hungerstreikenden geht, warme Schals, Pullis und Jacken sowie heißen Tee und Zucker mitbringt und überdies die selbst nachts erreichbare und zu mir weiterleitende Notfallzentrale ist. Sie nahm die ersten aus Deutschland kommenden Hungerstreiker bei sich auf, als diese um Mitternacht kein Quartier mehr fanden. Sie holte einen Hungerstreikenden aus Südafrika am Flughafen ab und brachte ihn zum vereinbarten Ort. Und all das, obwohl sie politisch im Stadtrat ihrer Stadt aktiv ist und endlich eine berufliche Weiterbildung erhält, die ihr sehr wichtig ist, und die sie dennoch immer wieder auch in der Mittagspause verlassen muss, um vor Ort zu sein und zu helfen. Annemone ist das beste Beispiel dafür, dass man auch dann solidarisch sein kann, wenn man sehr wenig Geld, sehr wenig Zeit und wichtige private Verpflichtungen hat.
Dass Mitmenschlichkeit nicht einmal dort ein Thema ist, wo sie Zuhause sein sollte, nämlich in der Kirche, zeigt ein Randerlebnis, das wir als Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Eltern-Demonstration am 14. Juli vor der Gedächtniskirche in Berlin erfuhren, als ein heftiger Regenguss auf uns nieder ging. Da die wenigsten Leute einen Schirm bei sich hatten, flüchteten wir uns unter das Vordach des Turms und - weil es dort eng wurde - auch in den Turm der Ruine selbst. Kaum waren einige von uns in aller Stille und dezent ins Kirchturminnere vorgedrungen, plusterte sich der dort anwesende Kirchenwart wütend auf und warf uns hinaus. Wir hätten kein Recht, in diesem Raum zu sein, schimpfte er lautstark und entblödete sich auch nicht, an einen Vater Hand zu legen, um ihm nachdrücklich die Tür zu weisen. "Nein", widersprach der Vater, er sei Christ und habe ein Recht darauf, in der Kirche zu sein, wann ihm danach zumute sei. Auch solle der Kirchenwart ihn nicht anfassen. Aber nichts, - der braveHüter von Gottes irdischem Haus verriegelte erstens die Tür, so dass niemand mehr herein konnte, und drängte uns dann mit einem rasch herbei geeilten zweiten Kirchenwart durch eine schmale Seitenpforte ins Freie. All das unter den Leidensblicken des riesigen vergoldeten Kruzifixus, der zu seinen Lebzeiten mit Sicherheit auf unserer Seite gekämpft hätte.
Von einer Fernsehjournalistin, die mit ihrem Team die Szene mitgedreht hatte, nach seinem Namen gefragt, erklärte der Kirchenwart dreist, ob sie schon mal etwas von Datenschutz gehört habe und dass sie keine Dreherlaubnis besitze, ihm also den Film aushändigen müsse und er die Polizei rufen werde. Einmal mehr wurde mit dieser Szene beweisen, dass in der Kirche das ungeborene Leben Schutz nur bis zum Tage der Geburt genießt. Danach muss das geborene Leben selbst sehen, wie es zurecht kommt.
Wer immer an dieser Hungerstreikaktion der Eltern für ihre Kinder teilnehmen oder sich auf welche Weise auch immer mit ihnen und den Kindern solidarisch zeigen möchte, wer immer eine Möglichkeit hat, die Presse zu informieren und einzuschalten, ist willkommen."
Mich als Autor erschüttern die Crasher- und Kinderporno-Aktionen mehr noch als die mangelnde Unterstützung für die Hungerstreikenden. So motiviert mich dieses Thema zu einem kleinen Editorial:
"DARE TO BECOME INVISIBLE!"
Mit diesem Slogan verabschiedete ich mich in einem meiner letzten e-zines. Vor einigen Tagen fragte mich Jörg in seinem Internet-Forum, was dieser Satz denn eigentlich bedeute. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller aufzufordern: "Dare to become VISIBLE"? Ich fürchte, hier muss ich ein wenig ausholen.
Dieses Zine trägt seinen Titel INVISIBLE MEN nicht nur in Anlehnung an einen alten H.G.Wells-Roman, sondern vor allem an die Anarcho-Comic-Reihe THE INVISIBLES des genialen britischen Kult-Avantgarde-Autors Grant Morrison. Hauptfiguren sind Ausgestoßene der Gesellschaft, die von den Herrschenden noch nicht einmal wahrgenommen, sondern an den Rand gedrängt, quasi unsichtbar gemacht werden (ähnlich wie das der Staatsfeminismus mit Männern und ihren Problemen tut). Diese "Invisibles" haben eine subversive Organisation gegründet, mit der sie die Gesellschaft durch "Informationsbomben" sowie "Einpflanzung von Memen" und ähnliche Methoden des politischen Widerstandes in unserem postmodernen Zeitalter unterwandern. Ein zentraler Slogan dieser Serie ist eben dieses "Dare to become invisible!"
Der eben erwähnte Begriff "Meme" ist noch nicht sehr bekannt. Im Prinzip handelt es sich hierbei um die Träger politischer oder kultureller Ideen, verpackt beispielsweise in Witzen, Mythen, Theorien, Liedern oder Schlagworten. Je leichter ein solches Mem von Gehirn zu Gehirn überspringen kann, desto erfolgreicher vermehrt es sich natürlich. Der Neo-Darwinist Richard Dawkins schreibt dazu: "Wenn jemand ein fruchtbares Mem in meinen Geist einpflanzt, so setzt er mir im wahrsten Sinne des Wortes einen Parasiten ins Gehirn und macht es genau auf die gleiche Weise zu einem Vehikel für die Verbreitung eines Mems, wie ein Virus dies mit dem genetischen Mechanismus einer Wirtszelle tut." Dieses Modell ist in den letzten Jahren intensiv diskutiert und auch kritisiert worden.
Das Interessante für die Männerbewegung ist nun, dass der Geschlechterkonflikt momentan sehr stark in Form einer Art memetischen Kampfes ausgetragen wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. In früheren Jahren geschah dieser Konflikt beispielsweise in körperlichen Auseinandersetzungen (Suffragetten prügelten sich mit Polizisten, Porno-Gegnerinnen stürmten Erotik-Shops etc.) oder auf der argumentativen Ebene (jeder sagte seine Meinung und versuchte den Kontrahenten oder die Mehrheit davon zu überzeugen). Heute scheint es vor allem darum zu gehen, die eigene Ideologie möglichst breit zu streuen, wobei insbesondere die Feinde der Männerbewegung ihre politischen Gegner vom Verbreiten ihrer Meme abzuhalten suchen. (Theoretisch stünde auch Männerrechlern offen, Feministinnen vom Streuen ihrer Meme abzuhalten. Das wäre aber zum einen ethisch und politisch fragwürdig, zum anderen ist mir kein einziger Fall bekannt, wo dies aktuell geschieht oder auch nur möglich wäre. Die diskursive Hoheitsmachtliegt momentan sehr eindeutig bei der Frauenbewegung.)
Solche memetischen Kämpfe toben in der deutschen Geschlechterdebatte schon seit einiger Zeit. Dass beispielsweise in Websites der Männerbewegung Kinderpornos gehackt wurden oder dass Männerrechtler ob ihrer Äußerungen mit absurden Strafanzeigen überzogen werden, ereignete sich in den letzten Jahren mehrfach. Der Sinn dieser Strategien ist naheliegend: Zum einen soll der politische Gegner davon abgehalten werden, seine Meme (Ansichten, Informationen, Erkenntnisse, Theorien) zu verteilen. Mit einem gecrashten PC oder einem noch so idiotischen Strafverfahren an der Backe ist man zunächst einmal lahmgelegt. Zum anderen sollen die eigenen Anhänger gegen die Meme des Gegners immunisiert werden. Standardstrategie beispielsweise der EMMA ist die Argumentation: "Liebe Schwestern, ihr werdet doch nicht auf diese Pädophilen/Vätermafia/Frauenfeinde hören wollen!" Sobald sich einige Frauen erst einmal mit den Anliegen der Männerbewegung unbefangen auseinandersetzen, stellen sie sehr schnell fest, dass sie ihnen nur schwer widersprechen können. Diese "Infizierung" soll also offenbar von Anfang an unterbunden werden.
Computer-Hacker spielen hier eine außerordentlich wichtige Rolle. Durch die Blockade seitens Medien, Verlagen und Lektoren, die Autoren und Autorinnen zu Männerrechten unaufhörlich erfahren, bleibt uns hauptsächlich (für viele ausschließlich) das anarchische, nur minimaler Zensur unterworfene Internet als Überträgermedium. Das macht es gleichzeitig zu unserer Achillesferse.
Vermutlich sind die Hacker-Aktionen im Moment aber auch deshalb so aggressiv, weil sich im memetischen Kampf das Blatt momentan ein wenig zu wenden scheint. Zwar haben wir inzwischen eine Ministerin, die bei ihren Studien und Presseveröffentlichungen einzig und allein das weibliche Geschlecht im Auge hat. Zwar haben wir Verlage wie Eichborn, die von Männern verfasste feminismuskritische Titel rundheraus ablehnen, aber das reaktionäre Geschlechterbild eines Dietrich Schwanitz fast mit Gewalt in den Buchhandel prügeln. Zwar können wir bestimmte Dinge wie zum Beispiel Frauen, die Männer vergewaltigen, bislang kaum auch nur denken, ohne dass wir uns durch Ironisierung oder andere Mechanismen davon distanzieren müssen. Aber wir haben es geschafft, mit einem internationalen Hungerstreik das öffentliche Interesse auf das deutsche Familien-Unrecht zu lenken, der Kriminologie-Professor Bock konnte bei Günther Jauch über die hohe Zahl der von ihren Frauen geprügelten Männer sprechen und es vergeht auch keine Woche, in der mein letztlich winziger Zwei-Seiten-NOVO-Artikel zu diesem Thema nicht erneut beispielsweise im SPD-Internetforum gepostet wird.
Natürlich genügt das alles noch nicht. Das Mem, dass auch Männer gesellschaftlich benachteiligt werden und unter häuslicher oder sexueller Gewalt zu leiden haben, muss offenkundig noch weitaus besser in der Öffentlichkeit verbreitet werden, damit die Opfer politisches Gehör finden. Dafür stehen uns die üblichen Methoden vom Leserbrief über das Kettenmail bis zum Gespräch mit Bekannten offen. Nächstes Jahr ist Bundestagswahl, und die Partien werden weit und breit ihre Informationsstände verteilt haben. Da kann man ja mal hingehen und nachfragen, was unsere "Volksvertreter" so in Männerangelegenheiten in ihrem Programm haben.
Wenn eine Auseinandersetzung AUSSCHLIESSLICH in Form von memetischen Kämpfen abläuft, ist das allerdings ein Alarmzeichen. Dass bestimmte politische Fraktionen hier wie in den USA bei bestimmten Themen offenbar zu keiner argumentativen Auseinandersetzung mehr, sondern nur noch zu Versuchen direkter oder indirekter Informationsblockade in der Lage sind, offenbart uns dasselbe wie Ministerin Bergmanns Hilflosigkeit gegenüber dem Phänomen häuslicher Gewalt gegen Männer: Die radikalfeministische Ideologie hat auf Sand gebaut und bröckelt momentan massiv hinweg, auch wenn dieser Prozess in der Öffentlichkeit bislang weitgehend unsichtbar bleibt. Ihre VertreterInnen sind nicht mehr in der Lage, bestimmten Argumenten rationale Antworten zu geben oder gar eine Diskussion zu führen. Sie scheinen wenig anderes mehr fertigzubringen, als ihre Gegner mit Aktionen wie denen gegen Frau Dr. Jäckel und ihre Mitstreiter zu treffen. Was mich dabei verwundert: Wie überzeugt kann jemand von der Berechtigung seiner Position sein, der sie nur dadurch für durchzusetzbar hält, dass er Menschen mit anderer Meinung zum Schweigen bringt?
Und damit wären wir endlich bei den
NEWS:
----
GEPRÜGELTE MÄNNER ERSTMALS IM FERNSEHEN: "STERN TV" MIT GÜNTHER JAUCH
Diese Sendung war wirklich ein Novum in der deutschen Fernsehgeschichte: Nicht nur dass meines Wissens erstmals bundesweit über das Tabuthema geprügelte Männer GESPROCHEN wurde, vor allem wurden die Folgen von weiblicher Gewalt sehr drastisch GEZEIGT: zunächst anhand von Gerichtsfotos, dann kamen in einem eingeschnittenen Beitrag drei Opfer selbst zu Wort, darunter der von seiner Frau blind geprügelte Wolfgang Futter, der auch selbst als Gast in der Sendung auftrat. Keine aberhundert internationale Statistiken könnten den selben Eindruck auf den Zuschauer machen wie das Bild des durch Schläge völlig entstellten und zugeschwollenen Gesichts dieses Mannes. Wenn Herr Futter keine Einwände dagegen hätte, müsste die Männerbewegung von diesem Fernsehbild eigentlich Screenshots erstellen und bundesweit verteilen, auf Websites und überall sonst, wo das sinnvoll möglich ist. Und darunter könnte man als Zitat montieren, was Ministerin Bergmann bislang zu diesem Thema zu sagen hat.
Wolfgang Futter berichtet: wie die ersten Schläge fielen, weil er sein Frühstück nicht aufgegessen hatte. Wie seine Frau auch nach der ersten Augenoperation zugedroschen hatte, direkt aufs frisch operierte Auge, später auf das noch gesunde. Und wie sie ihn auch nach seiner vollständigen Erblindung noch weiter prügelte. Zurückgeschlagen habe er nie, berichtet Wolfgang Futter. Schon als Kind hatte man ihm beigebracht: "Man schlägt keine Frau." Auch an Außenstehende wollte er sich nicht wenden, weil er seine Frau schützen wollte und sich geschämt habe. Andere Männer schildern ihr Schicksal. Ein geprügelter Zahnarzt berichtet, dass er die berühmte weibliche Ohrfeige, wie sie in etlichen Filmen und TV-Serien als stilistischer Effekt vorkommt, inzwischen genausowenig als Kleinigkeit betrachten könne wie bei einem Mann, der seiner Partnerin auf eine dumme Bemerkung hin eine reinsemmeln würde. Und ein Reisekaufmann, auch er ein Opfer häuslicher Gewalt, weist darauf hin, wie sehr Männer wie er von unserem Staat im Stich gelassen werden: "Man hat ja keine Anlaufadressen", bei denen man Hilfe erhalten kann.
Neben Wolfgang Futters Anwältin, die bestätigt, dass ihr Klient kein Einzelfall ist, brilliert auch hier wieder der Mainzer Kriminologie-Professor Bock, der unmissverständlich klarmacht, dass häusliche Gewalt bei beiden Geschlechtern gleich verteilt ist - und zwar IN SÄMTLICHEN SCHWEREGRADEN. Noch immer versuchen einige Feministinnen die eindeutigen internationalen Untersuchungen wenigstens noch so zurechtzudeuten, als ob Männer sich höchstens mal einen kleinen Knuff einfangen würden, während bei Frauen die Axt im Schädel landet. Das allerdings hat mit der Realität nicht das Geringste zu tun.
JUNGE STIRBT IN "ERZIEHUNGSLAGER" IN ARIZONA
Die US-amerikanischen Erziehungslager für straffällig gewordene Jugendliche versuchen, ihre jungen Häftlinge durch harte körperliche Schinderei und demütigende Maßnahmen von ihrem antisozialen Verhalten abzuschrecken. Kritiker sehen hier die Grenze zwischen Disziplin und Missbrauch längst überschritten; Männerrechtler weisen darauf hin, dass die Klientel dieser Lager fast ausschließlich männlich ist. Jetzt ist ein 14jähriger dort ums Leben gekommen. Über die Hintergründe berichten dieser Artikel: http://www.arizonarepublic.com/arizona/articles/0712montini12.html sowie dieser Kommentar: http://www.arizonarepublic.com/opinions/articles/0711wright11.html
"DAS STARKE GESCHLECHT SCHWÄCHELT"
Über zunehmende Ess-Störungen, Impotenz und Depressionen bei Männern berichtet dieser Artikel: http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=30&template=arttextwissenschaft&ausgabe=2915&redaktion=1&artikel=102966487 Einige weiterführende Hintergrundinformationen zu dieser Problematik: Der Berliner "tageszeitung" vom 8.3.2001 zufolge leidet bereits jeder zwölfte männliche Deutsche unter Ess-Störungen. Bei einer Umfrage des Instituts für rationelle Psychologie gestanden nicht weniger als 65 Prozent der Männer Komplexe ein - bei den Frauen war es lediglich ein Drittel. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass bei alltäglichen Kontakten die körperliche Attraktivität für Männer eine größere Rolle als für Frauen spielt. Das mag überraschen, ist aber wahr: Studenten erhielten für 14 Tage einen Fragebogen mit nach Hause, in dem sie eintragen mussten, mit wem sie sich jeden Tag trafen. Je attraktiver ein Mann war, um so häufiger kam er in dieser Zeit mit Frauen und um so seltener mit Männern zusammen. Für Frauen galt dies nicht. Je attraktiver ein Mann war, desto intimer konnte er mit seinen weiblichen Bekannten auch werden. Männer, die weniger hübsch anzuschauen sind, müssen also eher auf Zuwendung vom anderen Geschlecht verzichten.
Über die Folgen dieses Sachverhalts berichtet das in dem obigen Artikel vorgestellte Buch "Der Adonis- Komplex". Seine Autoren weisen auf, dass die neue Fitness-Hysterie, die auch in Deutschland von Zeitschriften wie "Men’s Health" und ihren muskulösen Coverboys geschürt wird, bei ihren Opfern zu schweren Störungen führt. In der Tat fällt es auf, dass man auch hier mit Männerkörpern machen kann, was bei Frauenkörpern undenkbar wäre: Das Coverfoto der "Men´s Health" von Mai 2001 bildet nur noch den Waschbrettbauch eines Models ab. Kopf und Gesicht sind unwichtig geworden, die Persönlichkeit eines Mannes interessiert in dieser Ideologie nicht mehr. Weder "Playboy" noch "Penthouse" gingen je soweit, eines ihrer Titelbilder allein von einem Paar Brüste einnehmen zu lassen. "The Adonis Complex" berichtet auch über die Folge solcher Zerstückelungen und Reduzierungen von Männlichkeit: Um weibliche Zuneigung zu erhalten, versuchen die Männer so sehr, einem unrealistisch perfekten Körperbild zu entsprechen, dass sie darauf fixiert sind, Dinge an ihrem Körper zu verbessern, die andere Menschen nicht einmal wahrnehmen. Vor lauter Gewichttraining vernachlässigen sie ihre persönlichen Beziehungen und ihre Karriere, und sie ruinieren ihre Gesundheit mit Anabolika und vermeintlich muskelaufbauender Ernährung. Die Zahl der Männer, die unter Fresssucht, Bulimie und erzwungenem Erbrechen leiden, liegt in den USA bereits um die sieben Millionen. Die Zahl der Männer mit weniger drastischen Ess-Störungen ist wesentlich größer. (Was Impotenz und Depressionen bei Männern angeht, muss ich einmal mehr auf mein Buch verweisen, sonst ufert dieser Beitrag endgültig aus.)
MÄNNER MEUTERN GEGEN EHE
Unter der neckischen Überschrift "Do you take this woman? No way!" berichtet ein kanadisches Magazin darüber, dass nach zwei Jahrzehnten männerfeindlicher Rechtsprechung an den Familiengerichten sich immer mehr Männer einer Heirat schlichtweg verweigern: http://albertareport.com/volume26/990118/story3.html Halb ist diese Haltung Selbstschutz, halb politisches Statement. Viele Männer trauen Frauen einfach nicht mehr. Dem Artikel zufolge sieht Stephen Baskerville, Professor für Politikwissenschaften in Washington D.C., Männer als Opfer "der massivsten Bürgerrechtsverletzungen unseres Zeitalters". Als Ursache sieht Senatorin Anne Cools ein Eindringen der feministischen Ideologie ins Familienrecht, wo sie nichts zu suchen habe. Einer aktuellen Umfrage zufolge glauben bereits 62 Prozent aller kandischen Männer und Frauen (!), dass die Rechte des Vaters im Scheidungsverfahren unter den Tisch fallen gelassen werden. "Das Problem ist, dass Männer keinen Schutz haben", erklärt ein Vaterrechtler. "Sie heiraten eine wundervolle Person, und dann verändert sich irgendetwas und mit einem Fingerschnippsen werden sie finanziell ausgelöscht." Die Folgen reichen von schwersten psychosomatischen Erkrankungen bis hin zu Selbstmorden. Dieser Artikel ist außerordentlich lesenswert.
PETITION GEGEN "VATERSCHAFTSBETRUG" EINGEREICHT
In den USA finden zur Zeit jährlich 300.000 vermeintliche Väter durch DNA-Tests heraus, dass ihnen ihre Vaterschaft nur untergeschoben wurde. Im Ergebnis, so nehmen das die Verfasser und Unterzeichner einer aktuellen Petition wahr, werden Männer dazu gezwungen, ihr ganzes Leben lang für Menschen zu schuften und Geld heranzuschaffen, die in Wahrheit überhaupt nicht ihre Nachkommen sind: eine moderne Form der Sklaverei. In ihrer Petiiton fordern diese Männer und Frauen verpflichtende DNA-Tests bei jeder Vaterschaft, keine Verpflichtung zu Unterhaltszahlungen bei negativem Ergebnis sowie Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen. Dem "Vätershopping" (eine Mutter sucht sich den bestverdienenden Liebhaber als finanziellen Versorger aus) müsse Einhalt geboten werden: http://www.petition.paternityfraud.com/
WEITERE FORTSCHRITTE BEI PILLE FÜR MÄNNER
Feminismuskritiker wie Neil Lyndon (siehe eines der vorigen Zines) vertraten überzeugend die These, dass die in den letzten Jahrzenten stattgefundene berufliche Gleichberechtigung weniger den Kämpferinnen der Frauenbewegung zu verdanken ist, sondern durch die von Männern entwickelte Pille sowieso erfolgt wäre. Dieses Medikament habe Frauen aus der Mutterrolle befreit und ihnen den ungehinderten Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht - alle weiteren Veränderungen zwischen Mann und Frau waren unausweichliche Folgen dieses gesellschaftlichen Wandels. Ob man dem so drastisch zustimmen mag oder nicht: Fest steht, dass eine verhältnismäßig sichere und einfache Verhütung für die Stärkung der Frauenrechte immens wichtig war. Insofern stellt sich die Frage, welche Folgen für die Stärkung der Männerrechte ein Verhütungsmittel für Männer hätte. Hier erfährt man mehr über den Stand seiner Entwicklung: http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20010711/ts/health_men_contraceptive_dc_1.html
ZEHN JAHRE KNAST FÜR EROTISCHE PHANTASIEN IN PRIVATEM TAGEBUCH
Es ist unstreitig, dass Kinderpornographie ein furchtbares Verbrechen darstellt. Allerdings besteht dieses Verbrechen gerade darin, dass dabei Kindern ein grauenvoller Schaden zugefügt wird. Jemanden allein dafür zu bestrafen, weil er oder sie bestimmte Wünsche oder Phantasien hat (wofür diese Person nichts kann), diese Neigungen aber weder in die Tat umsetzt, noch Dritte dazu verleitet, wurde bisher aus gutem Grund nicht mit Strafe belegt. Jetzt allerdings kam es in den USA zu einem Urteil, das der gesamten bisherigen Rechtssprechung bis hin zum Obersten Gerichtshof zuwiderläuft und Bürgerrechtler in Aufruhr versetzt: http://dailynews.yahoo.com/h/ap/20010713/us/obscene_journal_1.html (Es sei in diesem Zusammenhang noch einmal an den Fall Daniel DePews erinnert, der für 33 Jahre hinter Gitter wanderte, weil er mit Undercover-Polizisten, die er für Geistesverwandte hielt, sadomasochistische Phantasien unter Erwachsenen austauschte. Wenn immer sein Fall wieder einmal Gegenstand der sensationsheischenden öffentlichen Diskussion wurde, musste DePew das Gefängnis wechseln, weil er von seinen Mithäftlingen zusammengeschlagen wurde - mittlerweile zum sechsten Mal.) ein deutsches Teenie-Newsforum bespricht den Fall folgendermaßen: http://www.shortnews.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=685989&rubrik=Brennpunkte&start=1
BABYSITTERIN MISSBRAUCHTE ACHT- UND NEUNJÄHRIGEN, BEHAUPTET: "DIE KINDER HABEN MICH DAZU GEZWUNGEN"
Hier hingegen setzte die zuständige Richterin die Strafe aus, damit die Angeklagte psychologische Beratung aufsuchen kann. Der Verfasser des Artikels weist darauf hin, dass ein Mann, der junge Mädchen missbraucht und dann ihnen die Schuld gegeben hätte, selbstverständlich schnurstracks ins Kittchen gewandert wäre: http://www.sltrib.com/07142001/utah/113474.htm
STUDENTIN BEHAUPTET, FOTOS IM KUNSTUNTERRICHT SEIEN PORNOGRAPHISCH: 25.000 DOLLAR "SCHMERZENSGELD"
Mehr darüber unter http://www.ananova.com/news/story/sm_345247.html?menu Inzwischen werden übrigens selbst Bilder von Cheerleaderinnen, die ihr Röckchen lupfen, als Kinderpornographie verfolgt, da die betreffenden Mädchen jünger als 18 waren: http://www.ananova.com/news/story/sm_243001.html
STUDENTINNEN LERNEN MASTURBIEREN MIT OBST UND GEMÜSE
Es wird wirklich höchste Zeit, dass an unseren Unis auch das Fach "Männerstudien" eingeführt wird. Als ich noch regelmäßig zur Uni ging, musste ich noch lauter schwere Sachen lernen - für feministische Akademikerinnen stehen offenbar andere Dinge im Vordergrund: http://www.escape.ca/~scruples/uw/wsun.html (Ich würde den Quatsch ja ignorieren, wenn es ein Einzelfall wäre. Aber auch über das feministische Verständnis von "Forschung" findet man so einiges Lesenswerte in "Sind Frauen bessere Menschen?")
USA: NATIONAL ASSOCIATION OF SCHOLARS WENDET SICH GEGEN SEXUELLE-BELÄSTIGUNGS-HYSTERIE
Der ausufernden Definition von sexueller Belästigung in den USA wurde bislang hauptsächlich von Einzelkämpfern und -kämpferinnen begegnet. Endlich erhalten diese Unterstützung von einer landesweit führenden akademischen Institution: http://www.nas.org/statements/harass.htm Zitat: "Was wir hier erleben, ist die Umwandlung eines eindeutigen Vergehens in ein allgegenwärtiges `Gedankenverbrechen´ und die Ersetzung von rationaler Argumentation durch psychologische Manipulation." Die entstehende Verwirrung von echter Belästigung mit weniger ernstzunehmenden Vergehen und sogar bloßen Ansichten bedrohe inzwischen die akademische Freiheit.
FEMINISTISCHE IKONE JULIA KRISTEVA: "FRAUENBEWEGUNG ZUM TEIL TOTALITÄR"
Vielleicht wird nicht jeder Leser dieses Zines Kristeva kennen, da die wenigsten von euch wie ich postmoderne/poststrukturalistische Literaturtheorie studiert haben. (Viele würden mittlerweile argumentieren, dass ihr damit nichts Wesentliches verpasst habt.) Insofern sei nur kurz erwähnt, dass Kristeva zu DEN Vordenkerinnen des akademischen Feminismus auf der gesamten Welt gehört. (Sie gilt auch als Wegbereiterin anderer aktueller Forschungszweige wie den "multicultural studies", aber das nur am Rande.) Insofern ist es von beträchtlicher Brisanz, wenn Kristeva sich jetzt öffentlich von der feministischen Bewegung distanziert und kundtut, dass ihre sehr anspruchsvollen Arbeiten von der Frauenbewegung falsch verstanden bzw. von Radikalfeministinnen unrechtmäßig angeeignet wurden und dass das Gruppendenken, das von manchen feministischen Anführerinnen propagiert wird, ihrer Einschätzung nach totalitär und undemokratisch sei. Nachzulesen ist das im zweiten Beitrag unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,29632,00.html
(Auch zu den totalitären Aspekten des Feminismus wird es ein Kapitel in meinem Buch geben - und ihr müsst natürlich keineswegs Literaturwissenschaft studiert haben, um zu verstehen, wovon ich spreche.)
STUDIE ÜBER SCHEIDUNGSVÄTER VON PROFESSOR AMENDT
Der Bremer Geschlechterforscher Professor Gerhard Amendt arbeitet an einer Untersuchung über Väter in Scheidung, für die er immer noch Teilnehmer sucht. Der STERN berichtet unter http://www.stern.de/magazin/2001/11/vaeter.html : "Bisher weiß man, dass viele Väter nach etwa einem Jahr den Kontakt zu ihren Kindern abbrechen und verurteilt sie dafür moralisch. Welche Gründer die Männer haben, schien die Wissenschaft bislang nicht zu interessieren. Väter bewegt das Thema offensichtlich um so mehr. Nach einem Vierteljahr haben bereits 1500 Männer den Fragebogen per Internet ausgefüllt."
US-MÄNNERGRUPPE: SEXISMUS GEGEN MÄNNER FOLGE DES "PATRIARCHATS"
Die der Frauenbewegung nahestehende "National Organization for Men Against Sexism" hat inzwischen immerhin erkannt, dass gesellschaftliche Benachteiligung von Männern existiert, kann sich bei ihrer Analyse indes noch nicht vom feministischen Theoriegebäude lösen: http://news.excite.com/news/uw/010720/university-77
MEINUNG:
--------
GLEICHES RECHT FÜR SEXUELL MISSBRAUCHTE JUNGEN
In den USA sorgen mehrere Fälle von Lehrerinnen, die ihre Schüler missbrauchten für Diskussionsstoff. Aber während männliche Lehrer, denen dasselbe vorgeworfen würde, wenig Verständnis erwarten könnten, reagiert die Öffentlichkeit auf weibliche Täter oft mit Witzen. Männer äußern sich mit "Ich wünschte, ich hätte in dem Alter soviel Glück gehabt"; Frauen vermuten "Er muss ihr wirklich hinterhergestrichen sein". Shawn Davis setzt sich mit diesem Phänomen unter http://news.theolympian.com/stories/20010720/Opinion/75686.shtml auseinander.
"GERICHTSURTEIL BEDROHT DAS RECHT, KINDER ZU BEKOMMEN"
Kathleen Parker kommentiert den Fall des unterhaltssäumigen Vaters, der vor Gericht dazu verurteilt wurde, keine weiteren Kinder mehr zu zeugen: http://www.townhall.com/columnists/kathleenparker/ Dabei sagt sie auch einiges Generelles über die rechtliche Benachteiligung von Vätern, die offenbar darauf beruhe, dass der Gesetzgeber noch immer Männer als Täter und Frauen als Opfer wahrnehme.
"INNERE DÄMONEN IN BEIDEN GESCHLECHTERN"
Vermutlich langweilt es die meisten von euch zu Tode, einen neuen Kommentar über Andrea Yates zu lesen, die Mutter, die ihre fünf Kinder ertränkte. Während dieser Fall in den USA landesweit diskutiert wird, wird er in Europa schließlich völlig ignoriert. Ich habe diesen Kommentar hier http://www.boston.com/dailyglobe2/192/oped/Inner_demons_in_both_sexes+.shtml trotzdem noch mal mit hineingenommen, weil er erstens von Geschlechter-Spezialistin Nummer Eins Cathy Young geschrieben wurde und zweitens die ganze öffentliche Debatte auch bei vergleichbaren Fällen mal wieder hübsch auf den Punkt bringt: "Wenn die Killermutter als jederfrau behandelt wird, dann ist die Botschaft dahinter, dass man sie nicht zu hart beurteilen sollte. Wird der männliche Killer als jederMann behandelt, lautet die Botschaft, dass seine Schuld auf alle anderen Männer übertragen werden sollte." Hausaufgabe: Schreiben Sie zu dieser These ein fünfseitiges Essay unter Zugrundelegung feministischer Schriften von Susan Brownmiller bis Anita Heiliger. Schicken Sie es bitte nicht an mich.
Einen weiteren hübschen Artikel zum Thema Gewalttäterinnen gibt es von Ilana Mercer unter http://www.lewrockwell.com/mercer/mercer9.html
HÄUSLICHE GEWALT NICHT GESCHLECHTSABHÄNGIG
Donna Laframboise fragt sich unter http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20010718/621578.html warum beispielsweise Mütter, die ihre Kinder töten, nicht als Teil der Debatten und Statistiken um häusliche Gewalt erscheinen.
MÄNNERFEINDLICHKEIT ALS IRRWEG
Ausgehend von der wissenschaftlichen Botschaft der letzten Woche, dass Fortpflanzung in Zukunft vielleicht auch ohne Männer möglich sei, bezieht Sunday-Times-Journalistin Melanie Phillips noch einmal dezidiert Stellung gegen feministische Diskurse vom Mann als minderwertig-schädlichem Geschöpf, die solche Erkenntnisse überhaupt erst zum politischen Thema werde lassen. Dabei kritisiert sie die unterschiedlichsten landläufigen Vorurteile von der Kindererziehung bis zur häuslichen Gewalt - oder auch zur Gewalt im allgemeinen. Beispielsweise sei es absurd, ständig von "Männergewalt" zu sprechen (wie das ja auch hierzulande Alice Schwarzer, Anita Heiliger, Dieter Otten und zahllose andere tun). Dass nur acht Prozent aller Männer über 18 als Gewalttäter auffielen, sei vielmehr ein starker Beleg dafür, dass Gewalt in Wahrheit extrem untypisch für Männer sei. Lest den kompletten Artikel unter http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/07/15/stinwcopn01004.html
"JEWISH NEWS" ÜBER MÄNNERFEINDLICHKEIT IN DER JÜDISCHEN KULTUR
Der jüdische Journalist Glenn Sacks berichtet unter http://www.ijn.com/stories.htm#story4 über seine Erfahrungen, und schau an: Sie unterscheiden sich kaum von den unseren. Manche Phänomene scheinen international und kulturübergreifend zu sein. Lesenswert.
NEIN ZU FEMINISTISCHEN KLISCHEES ÜBER HAUSFRAUEN
Wendy McElroy widerspricht dem auch in der deutschen Alice-Schwarzer-Fraktion typischen Abstempeln von Hausfrauen als naiven Opfern des Patriarchats unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,29161,00.html
"MÄNNER - ES IST NICHT EINFACH, GEHASST ZU WERDEN"
Unter http://www.askmen.com/dating/curtsmith/48_dating_advice.html beschreibt Curt Smith einen typischen Tag im Leben eines Mannes und stellt fest, dass dieser Tagesablauf eine Abfolge von Diskriminierungen darstellt. Das ist im Endeffekt natürlich genauso überspitzt wie die feministische Opferideologie, aber von der journalistischen Präsentation her interessant und ungewöhnlich genug, um hier gewürdigt zu werden. Außerdem finde ich den Artikel verdammt witzig. Coole Links gibt´s als Dreingabe.
WITZE DER WOCHE:
----------------
In letzter Zeit bekomme ich überraschenderweise gerade von weiblichen Lesern meines Zines immer mehr erschreckend frauenfeindliche Witze zugesandt. (Von Heike H.: "Was ist 15 Zentimeter lang und macht Frauen glücklich? Ein Hundertmarkschein.") Davon muss ich mich natürlich in aller Form distanzieren. Gut gefallen hat mir hingegen die folgende Scherzfrage:
"Frage: Wieviele Feministinnen braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln?
Antwort: Eine - UND DAS IST N I C H T WITZIG!!"
(Gefunden als Lieblingswitz eines Professors in einer Fachschaftszeitschrift der Mainzer Uni. Scheint, als werden auch hier die Kerle langsam renitent.)
Im Web gefundene Erweiterungen dieses Witzes schlagen als Alternativ-Antworten
vor:
"Zwei - PASST IHNEN DARAN IRGEND ETWAS NICHT ?!?!?!?!"
"Elf. Eine, DIE ES GANZ ALLEINE SCHAFFT, und zehn, die eine `Unterstützerinnengruppe
für Opfer der Dunkelheit´ gründen."
"Hundert. Eine, um die Birne auszuwechseln, und 99, um die Hände darüber
zu ringen, wie unterdrückt die Fassung sei, und öffentlich klarzustellen,
dass die Birnen-Auswechslerin nicht repräsentativ für den Mainstream
des Feminismus ist."
MEDIAWATCH:
----------
GEWALTTÄTERIN GEHT AUF EX-MANN UND AUF POLIZISTEN MIT MESSER LOS
Eine ap.-Meldung aus meiner Tageszeitung vom 16. Juli:
"Eine wütende Ehefrau wurde in Aschaffenburg von der Polizei erschossen. Die 26-jährige Senegalesin hatte einen Polizisten mit einem Brotmesser an der Hand verletzt. Als sie es trotz Aufforderung nicht fallen ließ, schoss ein Polizist und traf ihren Oberkörper. Sie starb später in einer Klinik. Die Frau war mit Gewalt in die Wohnung ihres von ihr getrennt lebenden Mannes eingedrungen. Da sie nicht gehen wollte und es zum Streit kam, rief der körperlich weit unterlegene Mann um Hilfe. Die Beamten versuchten die sehr kräftige Frau zu beruhigen. Dann sprang sie aber auf, griff ein Brotmesser und stach auf den Beamten ein."
Im Original trägt die Meldung natürlich nicht die Überschrift GEWALTTÄTERIN GEHT AUF EX-MANN UND AUF POLIZISTEN MIT MESSER LOS, sondern POLIZEI ERSCHIESST WÜTENDE EHEFRAU. Interessant welch völlig unterschiedliche Vorstellungen man von Täter und Opfer hat, wenn man nur diese beiden Überschriften vergleicht. Woran das nur liegen mag?
Es geht aber sogar noch einen Zacken besser:
"DEPRESSED MOTHER TAKEN TO HOSPITAL"
So lautet die Schlagzeile unter http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20010717/621179.html
Erst im Verlauf des Artikels erfährt der Leser, dass diese Frau anscheinend
ihre beiden Kinder getötet hat.
WARUM KLAPPT´S BEI DEN SEEPFERDCHEN UND NICHT BEI UNS?
Für manche Journalistinnen und Journalisten scheint das Reizvolle an der Geschlechterdebatte darin zu liegen, dass man bei diesem Themenfeld nicht die geringsten Vorkenntnisse benötigt: Schuld ist immer der Mann. Zum selben Zeitpunkt, als in Berlin der internationale Hungerstreik stattfindet und Scheidungsväter auf Papptafeln dagegen protestieren, dass sie in bald 800 Tagen nur ein einziges Mal ihr Kind sehen durften, beklagt sich Petra Thorbrietz in der aktuellen WOCHE darüber, wie abwesend Väter heutzutage seien: "Nach einer Scheidung brechen Männer den Kontakt sogar oft ganz ab: Nach fünf Jahren sehen 40 Prozent (!) ihre Kinder zum letzten Mal."
Dass dies für die meisten Väter eine schwer verkraftbare Katastrophe darstellt, dass sich in Deutschland seit Jahren eine Väterbewegung etabliert hat, die verzweifelt um das Recht auf Kontakt zu ihren Kindern kämpft, dass sich etliche Männer zum Zahlvater degradiert sehen: unbekannte Welten für Petra Thorbrietz. Sie sucht nach biologischen Ursachen und ist ganz verblüfft, keine zu finden, weil männliche Königspinguine, Seepferdchen, Ochsenfrösche und Wildenten sich außerordentlich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern. Warum also klappt es im Tierreich und nicht bei uns Menschen? Hm. Kann es daran liegen, dass bei Seepferdchen Scheidungen völlig anders geregelt werden?
Petra Thorbrietz ist zum Austausch von Memen übrigens jederzeit zu erreichen
unter petra.thorbrietz@woche.de
Seid aber bitte höflich, Leute.
WEBTIPP: GENDERCIDE WATCH ÜBER EINES DER GRÖSSTEN TABUS UNSERER
ZEIT
---
Als ich noch neu im Kampf für die Männerrechte war, brachte mich der argumentative Gegenwind von bestimmten Frauen hin und wieder ein wenig aus dem Konzept. Das ist eigentlich kein Wunder, sind wir doch alle in unserer Gesellschaft gewöhnt, tagein tagaus nur die feministische und selten die maskulistische Sichtweise bei einer Seite zu hören. Als ich erstmals beispielsweise auf die extrem hohe Obdachlosigkeit und Selbstmordrate unter Männern aufmerksam machen wollte, war gerade eine Ketten-Mailaktion im Gange, die auf die Unterdrückung von Frauen durch die afghanischen Taliban aufmerksam machen und Unterschriften dagegen sammeln sollte. (Heute glaubt kein Mensch mehr, dass die Taliban, die sich auch scharfem internationalem Druck sperrten, ausgerechnet durch Unterschriftslisten in E-Mails zu beeindrucken sind.) Prinzipiell war das eine Variante des Standardargumentes: Männer jammern nur, aber Frauen leiden WIRKLICH.
Inzwischen ziehen internationale Männerrechtler solche Argumentationen stark in Zweifel. Sie weisen darauf hin, dass hier in zweierlei Hinsicht Augenwischerei betrieben wird: Zum einen wird auf Gesellschaften verwiesen, deren wahre Verhältnisse objektiv schwer nachprüfbar sind. (Wer erinnert sich nicht an die berühmten "serbischen Vergewaltigungslager", die es in Wahrheit nie gegeben hatte?) Zum anderen vergleicht man das Schicksal von Männern aus der westlichen Welt mit dem von Frauen aus Dritte-Welt-Ländern oder Staaten im Umbruch. Voila, den Frauen geht es schlechter! Prinzipiell ist das eine Variante des alten feministischen Scharadenspiels, bei dem man dem Bankdirektor eine Putzfrau gegenüberstellt, um zu "beweisen", dass es Frauen sind, die in unserer Gesellschaft diskriminiert und unterdrückt werden. Man könnte einen Kanalarbeiter neben Claudia Schiffer positionieren und hätte einen ebenso dürftigen "Beweis" für das Gegenteil. Wenn man auf internationaler Ebene den Blick nicht nur auf das Leiden von Frauen richten würde, sondern das Leiden von Frauen und Mänern miteinander vergliche, so argumentieren viele Maskulisten, dann kämen die Männer in aller Regel schlechter weg (schon weil weit überwiegend sie es sind, die als Kriegsmaterial an der Front verheizt werden).
Einem internationalen Vergleich dienlich ist vor allem eine Website, die
sich weder der feministischen, noch der maskulistischen Bewegung unterordnet,
sondern vollkommen neutral ist: Gendercide Watch. (www.gendercide.org) Gendercide Watch ist eine Menschenrechtsorganisation,
die sich die Aufdeckung von und Berichterstattung über geschlechterspezifische
Massenmorde überall auf der Welt zur Aufgabe gemacht hat. Ursprünglich
war der Begriff "gendercide" typischerweise allein für die Massentötungen
von Frauen und Mädchen reserviert, und nur solche Fälle wurden untersucht
und angeprangert, aber irgendwann muss der Gedanke aufgekommen sein, dass das
massenweise Abschlachten von Männern irgendwie auch nicht ganz okay ist.
Heute geht Gendercide Watch davon aus, dass staatlich angeordnete geschlechtsbezogene
Massentötungen in der gesamten Meschheitsgeschichte wie in der Gegenwart
weit überwiegend Männer zum Opfer haben. Dieser Punkt werde aber weder
von der Politik, noch von den Menschenrechtlern, noch von der wissenschaftlichen
Forschung zur Kenntnis genommen. Gendercide Watch bezeichnet es als eines der
größten Tabus unseres Zeitalters - ein Tabu, das nicht länger
aufrechterhalten werden darf. (Im Original ist dies alles nachzulesen unter
http://www.sandelman.ottawa.on.ca/lists/html/opirg-events/2000/msg00086.html):
Es ist klar, dass Menschenrechte sich nicht nach Geschlechtern aufteilen oder aufrechnen lassen. Eine Argumentation wie "Den Frauen in Afghanistan geht es noch relativ gut, gegenüber vielen Männern, die wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit Opfer von Massentötungen werden" ist genauso unsinnig wie die Argumentation meiner feministischen Bekannten, die das Leiden deutscher Männer und Väter mit dem afghanischer Frauen beiseitewischen wollte. All diese Geschehnisse sind gleichermaßen Unrecht und müssen bekämpft werden. Es wäre nur schön, wenn unsere Medien das männliche Geschlecht als Opfer ebenso in den Blick bekämen wie bislang fast ausschließlich das weibliche.
Hei, das war wieder eine Ausgabe, in der vom Empörenden bis zum Grotesken
alles versammelt war. Und wie ihr gemerkt habt, ist meine alte Geschwätzigkeit
auch wieder zurückgekehrt. Das muss jetzt aber auch reichen.
Herzlicher Gruß und eine schöne Zeit euch allen!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 8
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur achten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Acht Ausgaben lang gibt es dieses zine mittlerweile. Acht Ausgaben INVISIBLE MEN, das entspricht zwei Monaten, das wiederum entspräche einer Ausgabe der feministischen EMMA. Und wie die acht Ausgaben der INVISIBLE MEN beweisen: Dass kein "maskulistisches" Gegenstück zur EMMA auf dem Zeitschriftenmarkt existiert, das mag an vielen Gründen liegen, aber an einem nicht - dass Männerrechtler keine Themen hätten, um ihren Unmut zu artikulieren.
Tatsächlich konnte in den acht Ausgaben dieses Zines nur die berühmte Spitze des Eisbergs behandelt werden; einfach weil ich mich allein an dem orientiert habe, was gerade an aktuellsten Meldungen anlag. Schwerpunkte bildeten der internationale Hungerstreik in Berlin, die ganz allmählich erwachende Aufmerksamkeit der Medien für die gesellschaftliche Benachteiligung von Männern, der Tabubruch hinsichtlich männlicher Opfer im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, wachsende Feminismuskritik an US-amerikanischen Universitäten, die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern vor Gericht und das international florierende Abzocken von Vätern. Andere brisante Aspekte wie sexueller Missbrauch durch weibliche Täter oder totalitäre Strömungen innerhalb der Frauenbewegung habe ich bislang höchstens angerissen. In der vorliegenden Ausgabe komme ich schließlich auf die Genitalbeschneidung von Jungen und die oft tödlich endende Zwangsarbeit von Männern zu sprechen. Wie schon gesagt: Wir stehen noch ganz am Anfang.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
This zine may be very triggering.
NEWS:
----
HUNGERSTREIK IN BERLIN VOLLER ERFOLG
Es empfiehlt sich, wieder einmal auf der Website von www.pappa.com vorbeizuschauen. Dort findet sich eine Vielzahl neuer Links zum Berliner Hungerstreik - von diversen Presseartikeln über eindrucksvolle Fotos der Demonstration bis zu Solidaritätsbekundungen beispielsweise von Professor Amendt ("Die Berliner Aktion ist vielleicht sogar ein historischer Tag"). Vorgestern, am 26. Juli, war dieser Hungerstreik gar Thema in der ARD-Sendung "BRISANT". Auch Justizministerin Däubler-Gmelin konnte sich dem Druck des Auslands sowie der Medien nicht länger entziehen und hat für den 2. August ein Gespräch mit Frau Dr. Karin Jäckel als Sprecherin der ausgegrenzten Eltern vereinbart. Ich schätze, die Zeiten, als man Väterrechtler noch ungehindert als "frustrierte, struppige und greinende Gestalten" verhöhnen konnte, nahen sich tatsächlich dem Ende.
SCHARPING GEGEN WEHRGERECHTIGKEIT FÜR MÄNNER UND FRAUEN
Auch für unseren Kriegsminister funktioniert Gleichberechtigung nur in eine Richtung: http://news.aller-zeitung.de/AZ/GIFHORN/story37347.html
BESCHNEIDUNG VON MÄNNERN HÄUFIG NOCH TABUTHEMA
Es ist fast schon Routine geworden, bei internationalen Missständen und Menschenrechtsverletzungen sich grundsätzlich allein über die weiblichen Opfer zu erregen und die männlichen Opfer gleicher oder schlimmerer Maßnahmen zu übergehen. Was Gendercide Watch beispielsweise hinsichtlich staatlich angeordneter Massenmorde oder oft tödlich verlaufender Zwangsarbeit anprangert (siehe unten), gilt genauso für den Brauch der Beschneidung. Am letzten Wochenende erhielt ich ein Mail von unserer Leserin Kathrin Passig, die mir vorschlug, mich einmal diesem Thema zu widmen. Herzlichen Dank für diese Idee, das will ich gerne tun. Da ich aber nicht bei jedem Leser das nötige Hintergrundwissen voraussetzen kann, wird dies wieder einmal eine etwas längere Passage. Wen´s nicht interessiert, der möge eben scrollen.
Der Brauch der Beschneidung wird vor allem in Afrika, Asien und dem Nahen Osten ausgeübt: Jährlich werden schätzungsweise zwei Millionen Mädchen an den Geschlechtsorganen verstümmelt, weltweit rechnet man mit etwa 130 Millionen betroffenen Frauen (amnesty international z. B. nennt aber noch höhere Zahlen). Dieser Eingriff reicht von der Abtrennung der Vorhaut der Klitoris über die Entfernung der kompletten Klitoris und der kleinen Schamlippen bis hin zur "pharaonischen Beschneidung" oder Infibulation, bei der die großen Schamlippen bis auf eine winzige künstliche Öffnung zusammengenäht werden. Der Eingriff wird mal kurz nach der Geburt vorgenommen, mal bei Mädchen zwischen vier und sechs, mal bei Siebzehnjährigen. Oft geschieht er ohne Betäubung, die verwendeten Instrumente sind häufig nichts besseres als Messer, Scherben oder Rasierklingen. Aber nicht nur deswegen prangert unter anderem die Unicef diese Sitte als barbarisches Ritual und schwere Menschenrechtsverletzung an, es geht auch umdie möglichen Folgen: Dazu gehören schwere Blutungen, Schock, Infektionen, große Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Entzündungen, seelische Traumata wie Depressionen, Angstzustände und Psychosen. Geburten können lebensgefährlich sein. Auch in Deutschland gibt es Ärzte, die auf Wunsch Beschneidungen vornehmen, obwohl dies hierzulande als schwere Körperverletzung geahndet wird. Mehrere prominente Frauen, darunter die Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen sowie die Wirtschaftsexpertin Christa Müller (die Lebenspartnerin Oskar Lafontaines) haben auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Das Top-Model Waris Dirie hat ihre eigenen Erlebnisse in ihrer Autobiographie "Wüstenblume" verarbeitet. Diries Buch wurde weltweit zum Bestseller.
Es gibt nun mehrere Einwände gegen die extreme Einseitigkeit, mit der die Debatte hierzulande geführt wird. Beklagt wird zunächst die Verwendung des Standard-Rasters, das heute bei Mann-Frau-Themen grundsätzlich angelegt wird. Beschneidung diene demnach lediglich dem einen Zweck, die Sexualität der Frau zu kontrollieren. Christa Müller nennt sie ein Zeichen für "Männerherrschaft", die Unicef-Direktorin Carol Bellamy sieht darin "Frauenhass" gespiegelt und prangert diesen Eingriff an als eine "rituelle Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen". Wie kommt es, möchte man mit Claudia Heyne und Katharina Rutschky fragen, dass hier kein Wort darüber verloren wird, dass es Frauen sind, die solche Eingriffe vornehmen? Hier wie in anderen Fällen wird die Täterschaft von Frauen ausgeblendet und damit absichtlich oder unbewusst eine Täterschaft von Männern suggeriert. Die Anthropologin Galahad etwa weist es als abstrus zurück, wenn die Beschneidung von "frauenrechtlerischen Kreisen, die hier eine Wollüstlingslaune wittern, komischerweise" als ein "Gipfel männlicher Brutalität gegenüber entrechteter Weiblichkeit" gesehen wird. Davon könne "nicht die Rede sein. Gerade in den alten, mächtigen Matriarchaten wurde die Operation von Frauen an Frauen ausgeführt und ist heute noch gerade bei Mutterrechtsvölkern typisch." Verboten wurde die Beschneidung im Lauf der Geschichte vor allem von Männern, in erster Linie solch patriarchalischen Exemplaren der Gattung wie Priestern der katholischen Kirche. Auch die Feministin Mary Daly weist in ihrem Buch "Gyn/Ecology" darauf hin, dass Beschneidung etwas ist, das Frauen durch Frauen angetan wird, und zitiert einen Augenzeugen: "Als die Klitoris herausgerissen wurde, heulten die Frauen vor Freude und führten sie in einer Parade durch die Stadt." Aktuelle Umfragen und Studien, die von Entwicklungshilfeorganisationen, der UNO und anderen Institutionen durchgeführt wurden, haben ebenfalls immer wieder ergeben, dass die weitaus größte Mehrheit der Frauen in Ländern, in denen Mädchenbeschneidung durchgeführt wird, für diese Praxis ist.
Es werden aber nicht nur Frauen als Täterinnen ausgeblendet, sondern ebenso stark Männer als Opfer. Auch die Beschneidung von Knaben nämlich wird in Ländern der Dritten Welt nicht unter Narkose und mit sterilisierten chirurgischen Instrumenten, sondern mit sehr primitivem Werkzeug vorgenommen. Diese "kulturell legitimierte Form des gewalttätigen Übergriffs auf Jungen" wird zwar in unserer sehr einseitig ausgerichteten Betroffenheitskultur nicht thematisiert, ist aber ebenfalls sehr weit verbreitet, etwa in Afrika, Vorderasien, Indonesien und Australien. Kritiker bezeichnen sie als eine "planmäßige Desensibilisierung eines höchst sensiblen und lustspendenden Organs des Mannes".
Die Beschneidung stellt bei beiden Geschlechtern einen Initiationsritus dar (oder zumindest einen Teil davon). "Initiationsritus" bedeutet: Ein Mensch wird in die Gemeinschaft aufgenommen, indem er bewusst in eine Krisensituation gebracht wird, die seine Persönlichkeit neu begründen soll. Oft muss er eine Reihe von schmerzhaften oder demütigenden Prüfungen ablegen. Mitglieder des nigerianischen Tiv-Stammes etwa betrachten die Fähigkeit, Schmerz auszuhalten, als Grundvoraussetzung für die Ehe. Die jungen Männer werden verstümmelt, ihnen werden z. B. Zähne ausgeschlagen. Bei den Aborigines, den australischen Ureinwohnern, sowie auf mehreren Inseln des Westpazifischen Ozeans ist es Brauch, jungen Männern einige Wochen nach Entfernung der Vorhaut den Penis aufzuschlitzen, was eine vollständige oder partielle Spaltung der Harnröhre bewirkt: "In solchen Fällen hängt die beschnittene Vorhaut wie ein häßlicher, brauner Hautlappen herunter." Diese außerordentlich gefährliche Prozedur, die als Ariltha bekannt ist, hinterläßt eine schmerzhafte Wunde, die erst nach langer Zeit verheilt. Während der Rekonvaleszenz kann der Jüngling nur auf dem Rücken liegen. Es können sich ausgedehnte Infektionen bilden, die durchaus nicht selten tödlich enden. In Indonesien werden den Jungen zu Beginn der Pubertät Bambus- oder Metallkugeln, sogenannte Ampallangs, in den Penisschaft oder die Eichel eingesetzt, weil dadurch die Klitoris ihrer zukünftigen Partnerin besser stimuliert werden soll. Zu Beginn sind es kleine Kugeln, dann immer größere. Koreaner und einige phillipinische Ureinwohner machen das ähnlich. In Indien nähen alte Prostituierte Jungen, sobald sie in die Pubertät kommen, kleine Gold-, Silber- und Bronzeglöckchen in die Haut des männlichen Gliedes. "Dadurch, so behaupten sie, hätten ihre Männer mehr Ausdauer und würden sie viel besser befriedigen als wir armen Europäer." Undsoweiter. (Die heftigsten Dinge lasse ich noch weg, man kann darüber aber ebenfalls in meinem Buch nachlesen.)
All dies sind aus unserer Perspektive grausame, hochgradig gefährliche und verantwortungslose Praktiken. Tatsächlich bleibt bei diesen Übergangsriten so mancher Junge verstümmelt oder tot auf der Strecke. Sie werden in der Regel von Männern an Männern ausgeführt, wenn auch oft zugunsten der Frauen - das exakte Gegenstück zur weiblichen Beschneidung. Mit der Durchmischung der Kulturen fließt auch diese Tradition in unsere westliche Welt ein. So schnitt die 52jährige Joyce Moore aus dem New Yorker Harlem das Gesicht ihres Sohnes mit einem Paketmesser auf, bis es mit 120 Stichen genäht werden mußte. Ihre Familie stammte von dem nigerianischen Volk der Yoruba, wo dieser Brauch zum kulturellen Erbe gehörte. In solchen Fällen aber hört man KEINEN Aufschrei des Protestes, der durch die Welt geht. Etliche Leser sind erschüttert von den Erlebnissen eines hübschen, weiblichen Fotomodells wie Waris Dirie, aber wer spricht z.B. von den Erfahrungen eines südafrikanischen Freiheitskämpfers und Nobelpreisträgers wie Nelson Mandela? Mandela schildert seine Beschneidung folgendermaßen: "Ich hatte das Gefühl, dass Feuer durch meine Adern schoss; der Schmerz war so durchdringend, dass ich mein Kinn fest auf die Brust drückte. Viele Sekunden schienen zu verstreichen, ehe ich an den Ausruf dachte, dann erholte ich mich einigermaßen und stieß hervor: `Ndiyindoda!´ ... Ich schämte mich, weil die anderen Jungen viel stärker und tapferer gewesen zu sein schienen als ich. Ich fühlte mich elend, weil ich verstümmelt worden war ..."
Es gibt in den Gruppierungen, die sich mit dem Thema Beschneidung auseinandersetzen, eine intensive Diskussion darüber, ob man hier die eigenen westlichen Wertvorstellungen einer fremden Kultur aufdrängen darf. Die einen reklamieren für ihre Position, dass Menschenrechte unteilbar seien, die anderen sprechen von einem kenntnislosen Verurteilen anderer Vöker wie zu kolonialen Zeiten. In dieser Debatte kann und will ich hier nicht entscheiden. Was ich als Männerrechtler allerdings sagen kann, ist, dass es absurd und sexistisch ist, bei Frauen die Beschneidung als Zeichen von "typischem Frauenhass" zu beklagen und sie bei Männern vollkommen zu ignorieren.
Und damit diese Debatte auch korrekt in NEWS eingeordnet werden kann: Vorige Woche kamen bei einem südafrikanischen Initiationsritual, zu dem auch die Beschneidung von Jungen gehörte, zwanzig dieser Jungen ums Leben: http://portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/07/23/wcirc23.xml&sSheet=/news/2001/07/23/ixhomef.html Bereits am 14. August 2000 berichtete die britische BBC kritisch über Beschneidungen in Kenia: http://news.bbc.co.uk/hi/english/world/africa/newsid_880000/880328.stm Beide Seiten bieten Links zu diesem Thema; weitere Informationen und Quellenangaben gibt es in "Sind Frauen bessere Menschen?"
FRAUENMINISTERIN DES VÖLKERMORDS UND DER ANSTIFTUNG ZUR MASSENVERGEWALTIGUNG ANGEKLAGT
Herzlichen Dank an Peter Thiel für folgende Info (ohne Link): Während der Unruhen in Ruanda 1994/95 soll eines der größten Massaker von der Frauen- und Familienministerin des Landes, Pauline Nyiramasuhuko, durchgeführt worden sein, ein anderes von der Justizministerin Agnes Ntamabyariro. Inzwischen sind im Völkermordprozess vor dem UNO-Tribunal in Arusha (Tansania) die ersten Zeugen vernommen worden. Nyiramasuhuko wird vorgeworfen, in der Region um die südöstliche Stadt Bukavu den Mord an Hunderten von Tutsi mitorganisiert zu haben. Die ehemalige Frauenministerin soll zudem die Hutu angetrieben haben, Vergewaltigung als Waffe gegen ihre Opfer einzusetzen. Bei dem Völkermord waren vor sieben Jahren rund 800.000 Angehörige des Tutsi-Stammes und Hutu, die sich nicht an den Exzessen beteiligen wollten, umgebracht worden. ("Pauline Nyiramasuhuko"? "Agnes Ntamabyariro"? Die verarschen mich doch schon wieder, oder?)
"EHEFRAU TRAKTIERT MANN - MANN STEHT VOR GERICHT"
Über diesen Fall berichtet die Taunus-Zeitung unter http://www.rhein-main.net/Cgi-bin/framekeeper.pl?SetName=nachrichten&FileName=http%3A//www.rhein-main.net/FNP/Zeitung/TZ/tzh_qqq2.0000245120.html Na, da hat der Gute wohl gerade noch Glück gehabt: Wenn es das "Gewaltschutzgesetz" heute schon gäbe, stünde er längst ohne Wohnung da.
NEUE STUDIE: GESCHLECHTSBEZOGENE UNGLEICHHEITEN AUF ARBEITSMARKT KEIN RESULTAT VON DISKRIMINIERUNG
Es ist sehr ungewöhnlich für die Mainstream-Medien, geschlechtsspezifische Ungleichheiten im Beruf nicht automatisch auf die Diskriminierungs-Schiene zu schieben. Selbst in scheinbar neutral daherkommenden Artikeln kann man stillschweigende Unterstellungen finden wie "Frauen werden auf Teilzeitarbeitsplätze abgedrängt". Ob Frauen aus verschiedenen Gründen vielleicht von sich aus lieber teilzeit tätig sind, wird erst gar nicht gefragt. Eine aktuelle Reuters-Meldung berichtet differenzierter über diese Angelegenheit: http://news.excite.com/news/r/010720/12/economy-women
SECHZEHNJÄHRIGE TRÄNKT VIERJÄHRIGEN JUNGEN IN BENZIN UND ZWINGT IHN DANN, EINE ZIGARETTE ZU RAUCHEN
Fälle, die dem gängigen Männer-Frauen/Täter-Opfer-Klischee entgegenlaufen, übernehme ich immer wieder gern in dieses Zine: http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001250416,00.html
MEINUNG:
--------
"JEDER SOLLTE SICH EINEN WEISSEN MANN HALTEN"
Wenn das Leben von Frauen beschissen ist, wissen sie, wem sie dafür die Schuld geben können: dem Patriarchat, "den Männern", der Diskriminierung oder ähnlichen Konstrukten. Aber wer bietet sich uns Männern als Sündenbock an, wenn unser Leben zum Teil noch weit schlimmer verläuft? Der schwarze Autor Leonard Pitts argumentiert im Jewish World Report: "Jeder sollte einen weißen Mann haben. Selbst weiße Männer sollten einen weißen Mann haben. Denn wenn du einen weißen Mann hast, dann ist nichts deine Schuld. Man verlangt von dir nie, die Verantwortung für deine eigenen Niederlagen zu übernehmen oder die Zügel deines Schicksals in die Hand zu nehmen." Die Betonung liegt in diesem Artikel zwar auf WEISS und nicht auf MANN, aber er lässt sich genausogut als Plädoyer gegen Sexismus wie gegen Rassismus lesen: http://www.jewishworldreview.com/0701/pitts071701.asp
"DIE GEDANKENPOLIZEI IST DA"
Bob Herbert über den Fall des Mannes, der für Jahre in den Knast wanderte, weil er sexuelle Phantasien im Zusammenhang mit Kindern in sein Tagebuch schrieb: http://frontpagemag.com/guestcolumnists/herbert07-20-01.htm
MÄCHTIGE MÄNNER UND MACHTLOSE FRAUEN?
Richard Cohen äußert sich in der Washington Post skeptisch zur "Feminisierung des Journalismus": http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/opinion/columns/cohenrichard/A49662-2001Jul11.html
"SPERRT IHN WEG, NICHT SIE"
Die öffentlich geäußerten Ansichten im Fall Andrea Yates, der Mutter, die ihre fünf Kinder ertränkte, werden zunehmend ... hm ... sagen wir: ausgefallener. Inzwischen argumentiert eine Autorin des American Reporter, dass der Vater in den Knast gehöre und nicht die Mutter, weil er sich nicht genug gekümmert und die Tat nicht verhindert habe. (Er war an dem Tag auf der Arbeit, als es passierte.) Lest das Essay unter http://www.american-reporter.com/1638/20.html
"ARE BOYS THE WEAKER SEX?"
Die aktuelle Schlagzeile der U.S.TODAY wirft einige Fragen auf. Beispielsweise: Seit wann sind "Jungen" überhaupt ein Geschlecht? Waren Geschlechter nicht mal in "Männer" und "Frauen" unterteilt? Warum scheint die Frage immer noch tabu zu sein, ob nicht Männer vielleicht in mancher Hinsicht das schwächere Geschlecht darstellen? Weil dann Männer dieselben Ansprüche auf Schutzvorkehrungen und "ausgleichende" Kompensationen hätten wie Frauen? Lest den Artikel, der keine dieser Fragen beantwortet, unter http://www.usnews.com/usnews/issue/010730/ideas/boys.htm
MEDIAWATCH:
-----------
"LÄNDERSACHE": MÄNNER ALS OPFER VON HÄUSLICHER GEWALT - MINISTERIN BERGMANN BRINGT MODERATOR ZUR VERZWEIFLUNG
Mit zweiwöchiger Verzögerung aus technischen Gründen möchte ich nun doch noch eine kurze Analyse des Beitrags über männliche Opfer häuslicher Gewalt nachliefern, den der SWR im Rahmen seiner Sendung "Ländersache" ausstrahlte. Herzlichen Dank an Ferdi für die Zusendung der Videocassette!
Der Beitrag von David Biesinger eröffnet mit der Fallschilderung eines Vaters von zwei Kindern, der jahrelang Opfer von Tätlichkeiten durch seine Partnerin geworden ist (von Angriffen mit Messern oder Flaschen bis hin zu Verbrühungen), jedoch mit verändertem Namen präsentiert und nur als Schatten gefilmt wird. Hilfe von staatlichen Organisationen gab es für ihn nicht; in seinem Scheidungsverfahren schenkte der Richter seinen Gewalterfahrungen keinen Glauben. Im Anschluss daran weist der Mainzer Kriminologieprofessor Bock darauf hin, dass zahlreichen internationalen Untersuchungen zufolge auch schwere physische Gewalthandlungen in der Partnerschaft von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgehen, worauf aber das angekündigte "Gewaltschutzgesetz" keinerlei Rücksicht nehme. Bock: "Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder die Bundesregierung kennt die Studien nicht, dann ist sie sträflich ignorant, oder sie macht eine bewusste Desinformation ..." In ein-zwei Sätzen erkläre ich selbst daraufhin, warum sich die Bundesregierung bei hren Erkenntnissen über männliche Opferzahlen besser auf die wissenschaftlichen Untersuchungen verlassen sollte, statt weiter auf die Polizeistatistiken (eben weil nur ein bis zwei Prozent aller männlichen Opfer ihre Erlebnisse Dritten gegenüber schildern und die Dunkelziffer bei weiblichen Opfern wesentlich kleiner ist).
Im Anschluss daran findet ein Interview mit Ministerin Bergmann zu diesem Thema statt. Auf die Frage des Moderators Knecht, warum Männer als Opfer häuslicher Gewalt so sehr ignoriert würden, berichtet sie fast übergangslos von den vielen weiblichen Opfern in deutschen Frauenhäusern, was Knecht zu der Erwiderung "Jetzt sind Sie schon wieder bei den Frauen" veranlasst. Frau Bergmann verweist darauf, dass das geplante Gesetz "sozusagen geschlechtsunabhängig" sei und dass ihren Daten zufolge, die sie aus Frauenhäusern beziehe, überwiegend Frauen die Opfer seien. (Klar. Und wenn ich Erhebungen bei McDonalds machen würde, käme ich zu dem Schluss, dass sich alle Deutschen nur von Fast-food ernähren.) Des weiteren vertritt Bergmann faszinierenderweise gleichzeitig die Thesen, dass es noch überhaupt keine gesicherten repräsentativen Daten über Männer als Opfer gebe und dass die Opferzahl unter Männern lediglich fünf Prozent ausmache. Moderator Knecht fragt nach: "Ist dieses einseitige Stigmatisieren von Männern als Tätern, von Frauen als Opfern überhaupt noch zeitgemäß?" Bergmann erwidert "Natürlich ist es noch zeitgemäß!" Es habe lange gedauert, nämlich bis in die siebziger Jahre hinein, bis das Thema Gewalt gegen Frauen überhaupt ernstgenommen worden sei und man Hilfsangebote bereitgestellt hätte. Moderator Knecht weist höflich darauf hin, dass die siebziger Jahre nun auch schon wieder vorbei sind (zumindest außerhalb bestimmter politischer Kreise, möchte man als Zuschauer hinzufügen) und fragt, ob es nicht allmählich an der Zeit wäre, dieselben Hilfsangebote auch Männern anzubieten. Frau Bergmann, mittlerweile zunehmend unwirsch geworden, hält dem entgegen, dass es Ehe- und Familienberatung gebe und geprügelte Männer auch zu ihrer Mutter oder Freundin umziehen könnten. "Wir sollten nicht so tun, als ob es paritätisch zwischen Geschlechtern verteilt sei, so isses nicht." Insgesamt wirkt Bergmann in der gesamten Interviewsequenz einigermaßen borniert und bockig; ich kann mich dem Eindruck nicht ganz erwehren, dass sie als Frauenministerin wirklich kritische Interviews einfach nicht gewohnt ist.
Eine hübsche Website zu diesem Thema findet sich hier: http://www.maennerbuero-trier.de/Seite4.htm Interessant an dieser Zusammenstellung finde ich, dass Forscher und Wissenschaftler auf der Grundlage zahlreicher Statistiken bekunden, dass "Gewalt von Frauen gegen Männer sogar heftiger und häufiger" sei als der umgekehrte Fall, die Männerbewegung selber indes bekundet, "Gewalt gegen Frauen sei auch weiterhin das größere Problem". Während Feministinnen in ihren Behauptungen oft weit extremer ausgreifen, als Forschungsergebnisse eigentlich zulassen, scheint unter Männern noch immer eine ängstliche Vorsicht verbreitet zu sein.
FLÜCHTLINGSVERBAND SPRICHT VON MORD
Der Fall der Senegalesin, die zunächst auf ihren Ehemann und dann auf einen Polizisten mit dem Brotmesser losging und schließlich vom Kollegen dieses Polizisten erschossen wurde, stellt inzwischen ein Politikum dar und beschäftigt als solches auch die Berliner "taz": http://www.taz.de/pt/2001/07/23/a0041.nf/text Immerhin berichtet die taz, anders als meine Lokalzeitung, ausführlich genug, um klarzustellen, dass der betreffende Polizist nicht etwa einen absichtlichen Fangschuss abgab, sondern offenbar den Arm traf, mit dem die Senegalesin ihr Messer führte, wobei Knochensplitter ihre Schlagader tödlich verletzten. Eine Studentengruppe spricht inzwischen dennoch von Mord, unter anderem mit dem etwas kuriosen Argument, dass die Polizei "sofort für den Ehemann Partei ergriffen" habe. Nun gut, vielleicht etwas vorschnell, aber andererseits macht man sich mit dem Schwingen eines Brotmessers ja auch nicht gerade sympathisch bei den Polizisten, ob als Frau oder als Mann. (Herzlichen Dank an Professor Bock für die Info!)
MATUSSEK ZIEMLICH KLASSE IN SWR-TALKSHOW
Matthias Matussek, der bekannteste deutsche Männer- und Väterrechtler, präsentierte sich nach längerer Bildschirmabstinenz locker, gut gelaunt und souverän in der SWR-Talkshow "Thema M ... wie Menschen" zum Thema "Zweitehe: Frust oder Lust?" (SWR, Freitagabend, 27. Juli, 21:45 Uhr) Er legte noch einmal einige seiner Kernthesen dar ("Das deutsche Scheidungsrecht gibt einer rachsüchtigen Ex-Frau eine Keule in die Hand, gegen die man kaum ankommt") und beklagte die rücksichtslose Fun-Gesellschaft, die in ihren Journalen insbesondere Frauen ständig die Botschaft um die Ohren hämmere "Power dich nach oben! Scheiß auf den Kerl! Hauptsache, du machst deinen Schnitt!" Schließlich verwies er darauf, dass eine Diskussion wie die gestrige es noch vor drei Jahren genausowenig gegeben hätte wie, "dass Alice Schwarzer von Verona Feldbusch in der Pfeife geraucht wurde". Gefragt nach seinen konkreten Veränderungswünschen forderte er zwei Dinge: Der Ausstieg aus der Familie dürfe dem/der Einzelnen nicht mehr so leicht gemacht werden und nach einer Scheidung habe die Verteilung der Lasten auf beide Schultern gleichermaßen stattzufinden.
Andere Diskussionsteilnehmer waren Loddar Matthäus Ex-Frau Silvia, die Paartherapeutin Angelika Glöckner (die bekundete, dass in Trennung lebende Frauen ihre Ex-Männer durch nächtliche Anrufe oder Kontaktsperre zu den Kindern wesentlich mehr terrorisierten als umgekehrt) sowie die österreichische Autorin Birgit Kofler, die als Zweitfrau mit "Mein Mann hat eine Ex" ein Buch zu diesem Thema verfasste. Kofler beklagte vor allem, dass man als Zweite von Konservativen wie Feministinnen gleichermaßen eins auf den Deckel bekäme und wandte sich gegen die typischen Scheidungsratgeber von heute, in denen es nur noch um Fragen ginge wie "Wie knöpfe ich dem Mann möglichst viel ab und halte ihn von den Kindern fern?" Da Matussek von den anderen Teilnehmern der Diskussion keine Einwände und Widerworte zu hören bekam, übernahmen diese Aufgabe größtenteils die beiden Moderatoren - durchaus eine nette Variante, auch wenn sie mit mahnenden Zurechtweisungen wie "Wir sind hier zusammengekommen, um über die Benachteiligung von FRAUEN zu sprechen" hin und wieder etwas plump daherkam.
Alles in allem war es ein angenehmes Fernseherlebnis - und ein wesentlich konstruktiveres Gespräch als beispielsweise die unsägliche NDR-Sendung "Talk vor Mitternacht" am 5. Juli 1999 zum Thema "Sind Frauen klüger?", als Matussek sich persönlicher und verletzender Angriffe durch Krista Sager (Grüne) und die Kabarettistin Lisa Pollitt ausgesetzt sah und auch Ministerin Bergmann für ihn nicht wirklich eine Hilfe darstellte. Vielleicht zeichnet sich in den deutschen Medien ja wirklich eine allmähliche Enthysterisierung bei diesen Themen ab.
Hier gibt´s noch ein paar Adressen und Literaturtipps zur Sendung: http://www.swr.de/thema-m/index.html
MARIA VON WELSER DEMENTIERT
In der aktuellen FUNK UHR dementiert Ex-Mona-Lisa-Moderatorin Maria von Welser, dass sie den Mann an und für sich als Angeber betrachte, wie die Fernsehzeitschrift vor wenigen Wochen einen Artikel Welsers überschrieben hatte. (Die INVISIBLE MEN berichteten.) FUNK UHR gibt Welser recht und bezeichnet den Abdruck dieses Satzes als "ein technisches Versehen". (Geil. Irgendwann gerät denen noch mal "Türken sind Messerstecher" so ganz aus Versehen zur Überschrift: "Oh, sorry, ein Druckfehler. Ist uns so reingerutscht.") Nicht dementiert wird von Welser ihre Äußerung, dass es Männern meist egal sei, ob sie ihre Partnerin verstehen.
ZUR DOKUMENTATION:
-----------------
OFFENER BRIEF VON GENDERCIDE WATCH ZUM THEMA ZWANGSARBEIT FÜR MÄNNER
6 April 2001
Mr. Juan Somavia
Director-General International Labour Organization (ILO)
Route des Morillons 4 1211 Geneva 22 SWITZERLAND
Dear Mr. Somavia,
I am writing to express my organization's deep concern about one of the ILO's key pieces of legislation, namely the Convention Concerning Forced or Compulsory Labour of 1930, and to urge the ILO to undertake an immediate and far-reaching reform of this Convention.
Gendercide Watch is devoted to confronting gender-selective atrocities against men and women worldwide. We have recently completed and posted a detailed case-study of the institution of corvée (forced) labour, which we consider, together with infanticide, the most "gendercidal" institution in human history. Throughout history and continuing into modern times, the practice of forced labour has overwhelmingly targeted adult able-bodied men, leading to millions if not tens of millions of deaths. Despite this grim record, the ILO's Forced Labour Convention designates one group and one group only as legitimate targets for forced labour: these same adult able-bodied men. Article 11 of the Convention states that "Only adult able-bodied males who are of an apparent age of not less than 18 and not more than 45 years may be called upon for forced or compulsory labour," so long as "they are physically fit for the work required and for the conditions under which it is to be carried out" and "the number of adult able-bodied men indispensable for family and social life" is allowed to remain in communities targeted for forced labour. In addition, the ILO states that both the forced labour involved in military conscription and the use of prison labour are acceptable under the terms of the Convention. Both of these institutions, of course, target males close to 100 percent of the time (see the Gendercide Watch case-studies of military conscription and incarceration/the death penalty).
It is certainly the case that the Convention seeks to impose significant restrictions on the use of male forced labourers. However, by contrast with the absolute ban on using women, children, and the elderly for forced labour, a significant loophole remains for governments to exploit adult able-bodied males for corvée purposes. Other organizations do not allow for such exceptional (mis)treatment. The Code of Conduct of the U.S. Fair Labor Association, for example, decrees that "there shall not be any use of forced labor, whether in the form of prison labor, indentured labor, bonded labor or otherwise" (emphasis added). In our view, the ILO's continuing application of this antiquated Convention represents a blatant case of gender discrimination, and is dramatically at odds with your organization's mandate to promote "social justice and internationally recognized human and labour rights." Accordingly, Gendercide Watch is mounting an international campaign to press for sweeping reform of the 1930 Convention. We call on the ILO to outlaw completely the practice of forced labour, at all times and in all its forms.
We are very much aware of the ILO's exceptional work over the decades in helping to promote and guarantee labour rights and standards. This record, however, only casts the flaws of the Convention on Forced or Compulsory Labour into sharper relief. I hope you will consider our reform proposal carefully, and I look forward to an official response at your earliest convenience.
Yours most sincerely,
Dr Adam Jones, Ph.D. Executive Director Gendercide Watch
Soviel zu dieser Ausgabe. Auch ich verabschiede mich most sincerely, noch eine tolle Sommerwoche euch allen
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 9
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur neunten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Auch in der Geschlechterdebatte scheint im Hochsommer Saure-Gurken-Zeit zu herrschen. Meine "Korrespondenten" sind zwar fleißig wie immer, aber es ereignet sich wenig Berichtenswertes. Allerdings wollte ich mein zine auch nicht mit Beiträgen aufschwemmen, die keinen Leser so richtig interessieren (juristische Entwicklungen in für Deutsche irrelevanten Feldern in den USA) oder die Debatte auf Dauer nicht weiterbringen (neue Einzelfallschilderungen über weibliche Gewalttäter). Fast hätte ich das zine diesmal ganz ausfallen lassen, aber ein paar reizvolle Artikel habe ich dann doch noch zusammenstellen können.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
NEWS:
----
SOZIALAMT ERPRESST MUTTER, IHREM EHEMANN KINDESMISSHANDLUNG ZU UNTERSTELLEN
Über die fragwürdigen Praktiken insbesondere deutscher Jugendämter konnte man schon einiges unter anderem in den Büchern Matthias Matusseks und Dr. Karin Jäckels lesen. Dass in den Behörden der USA ein ähnlicher Wurm steckt, berichtet Wendy McElroy mit ihrer Schilderung eines Falles, bei dem eine Mutter vom zuständigen Sozialamt quasi gezwungen wurde, ihren Mann fälschlich der Kindesmisshandlung zu beschuldigen, wenn sie nicht das Sorgerecht für ihre beiden Söhne verlieren wollte: http://www.foxnews.com/story/0,2933,30915,00.html Mc Elroy zufolge handelt es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall, der ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Seit staatliche Behörden und ihre Mitarbeiter finanzielle Anreize dafür erhalten, Kinder von ihren Eltern zu trennen und sie zur Adoption freizugeben, gebe es etliche hundert Fälle, bei denen Kinder ihren Familien entrissen werden, ohne dass später ein konkreter Grund dafür benannt werden kann. Inzwischen ist von einer wahren "Kindesmisshandlungsindustrie" die Rede und einige Organisationen rufen zur aktiven Nicht-Kooperation mit solchen Regierungsstellen auf.
"KLICK DIE ERMAKOWA"
Angela Ermakowa klagt gegen ein interaktives Spiel, das auf der Website von BILD-Online angeboten wurde. Wenn man es dort schaffte, in einer Wäschekammer innerhalb von fünf Sekunden auf Ermakowa zu klicken, erschien die Meldung "Mal ganz quickie zehn Millionen versenkt". Ermakowa klagt auf 180.000 DM Schadensersatz. Diskutiert wird dieser Konflikt hier: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=281012&newsid=4&rubrik1=Brennpunkte&rubrik2=Verbrechen&rubrik3=Sexualdelikte&sort=
1&start=1&nps=20&zeitraum=30&sparte=4
EINES VON VIER MÄDCHEN OPFER VON ÜBERGRIFFEN DURCH DATING-PARTNER
Hei, das ist doch mal ein sexistischer Artikel, wie man ihn so eindeutig selten findet: http://www.timesdispatch.com/frontpage/MGBFU16GUPC.html Ein Tipp an die Verfasser: Nebensätze wie "with girls SLIGHTLY more likely to report being victims" in Zukunft besser weglassen. Das macht es nicht ganz so offensichtlich, dass man sich wieder mal nur über die Übergriffe gegen das weibliche Geschlecht empört, obwohl Männer denselben Übergriffen in annähernd demselben Ausmaß ausgesetzt sind.
USA: UNTERHALTSRECHT NOCH IMMER HEISS DISKUTIERT
Das Schöne an diesem eher neutralen Artikel zu dieser Problematik: http://www.boston.com/dailyglobe2/210/metro/State_rethinks_child_support_formula+.shtml ist meiner Ansicht nach der Anfang, weil er zeigt, dass, ähnlich wie hierzulande, auch immer mehr Frauen gegen das momentane System Stellung beziehen.
SCHREIBWETTBEWERB DES FRAUENMINISTERIUMS: "MEIN PAPA UND ICH"
Gemeinsam mit dem Frankfurter Verein "Mehr Zeit fuer Kinder e.V." ruft das Bundesfrauenministerium zu einem Schreibwettbewerb unter dem Motto "Mein Papa und ich" auf. Die Beiträge sollen in ein für Anfang 2002 geplantes Buch eingehen. Unter den Teilnehmern werden zehn einwöchige Familienreisen verlost, zudem erhält jeder Einsender ein Gratisbuch. Mitmachen können Väter aller Altersstufen, aber selbstverständlich auch Mütter. Denkbar wären Beiträge etwa zu den folgenden Themen: "Wie schaffe ich den Spagat zwischen Beruf und Familie?", "Welche Erfahrungen macht ein Vater im Alltag mit dem Sprössling?" oder "Welche Tipps haben Sie für andere und für werdende Väter?" Auch Einsendungen von Müttern, die etwa Gedanken zum Rollenverständnis, Lösungsansätze für Konflikte oder Spieleideen äußern möchten, sind erwünscht. Der fertige Beitrag kann entweder auf dem Postweg versandt werden (Mehr Zeit fuer Kinder e.V., Fellnerstrasse 12, 60 322 Frankfurt am Main, Stichwort "Mein Papa und ich") oder per Mail: papa-und-ich@mzfk.de. Einsendeschluss ist der 30. November.
MEINUNG:
--------
"MAN ENTFERNE ALS ERSTES DIE VÄTER"
Gerald L. Rowles beschreibt den Krieg, den die Regierungen der westlichen Staaten beeinflusst vom Feminismus gegen Väter führen, aus der Sicht eines Schwarzen: http://www.dadi.org/1stdaout.htm Rowles prophezeit die völlige Zerstörung der Familie durch einen totalitären Staatsapparat.
ZUR DOKUMENTATION 1: "MÄNNER OUTEN SICH SELTEN ALS OPFER"
-------------
Wiesbadener Tagblatt (Rhein-Main-Presse) vom Freitag, dem 3. August, Seite 2:
"MÄNNER OUTEN SICH SELTEN ALS OPFER"
Michael Bock sorgt in Fernseh-Talkshows und in der Politik für Wirbel / Frauenszene ist verärgert
Von unserem Redaktionsmitglied Eva Fauth
MAINZ - Im Berliner Reichtstagsgebäude wurde Professor Michael Bock beschimpft. In Fernseh-Talkshows sorgt das Thema für Furore. "Männer haben keine Chance", sagt der 51-jährige Kriminologe der Uni Mainz, "niemand will sie als Gewaltopfer wahrnehmen". Bei häuslicher Gewalt immer nur die Frauen als Opfer und die Männer als Täter zu sehen, gehe weit an der Realität vorbei. "Studien zeigen, dass die Gewalt zwischen Männern und Frauen fast gleich verteilt ist. Doch das will niemand hören."
Ende Mai rief ein Berliner CDU-Politiker bei Michael Bock an. Bat ihn, bei der Debatte um das neue Gewaltgesetz (sic) als Sachverständiger aufzutreten. Bock sagte zu und schrieb ein 16 Seiten langes Gutachten. Bereits seit einigen Jahren nimmt er Statistiken kritisch unter die Lupe, weiß um die Dunkelfelder hinter den Zahlen: "Frauen, Männer, Kinder, Senioren - es gibt viele Arten von häuslicher Gewalt", ist Bock überzeugt. "Trotzdem wird immer nur von den Frauen gesprochen." Da mache der Gesetzesentwurf der Bundesregierung keine Ausnahme. Dieser sei "gewollt geschlechtsspezifisch ausgelegt", drehe sich vor allem um den Schutz von Frauen. "Und Kinder haben nur eine Chance, wenn der Vater prügelt", sagt Bock. Dabei gehe der Kinderschutzbund davon aus, "dass die Täter keineswegs mehrheitlich Männer sind".
Die Polizeistatistik scheint dem Kriminologen zu widersprechen. Darin tauchen mit großer Mehrheit Frauen und Kinder als Gewaltopfer in Beziehungen auf. "Das liegt daran, dass Männer sich seltener als Opfer outen." Frauen profitieren von der Opferrolle, "für Männer ist es eine Katastrophe", so Bock. "Sie haben Angst, ihr Gesicht zu verlieren - wenn man ihnen überhaupt glaubt ..."
Aktuelle Studien aus den USA, Neuseeland, Dänemark und Irland geben dem Sozialwissenschaftler Recht. "Doch die Bundesregierung ignoriert diesen internationalen Forschungsstand komplett", wettert er. Deshalb empfahl er im Juni dem Rechtsausschuss in Berlin als einziger von elf Sachverständigen, den Gesetzesentwurf zur häuslichen Gewalt abzulehnen. Und steckte dafür verbale Prügel ein: "Eine SPD-Abgeordnete hat mich fünf Minuten lang beschimpft." Darüber kann Bock nur den Kopf schütteln. Ohnehin sei der Ausschuss "ein einziges feministisches Happening gewesen". Was ihn ärgert: "Die Männer in Berlin haben das Thema abgegeben." Verwundert zeigte sich der Mainzer Professor auch über seinen Auftraggeber, die CDU: "Die haben mir Fragen gestellt, mit denen andere punkten konnten." Bock schrieb einen erbosten Brief an CDU-Chefin Angela Merkel - und erhielt prompt eine Entschuldigung.
Die Medien zeigen mehr Interesse an diesem Thema. Seit seinen Auftritten bei Günter Jauch in "stern tv" (RTL), beim Südwestrundfunk (SWR) und in 3sat steht Professor Bocks Telefon nicht mehr still. "Ich bekomme nachts Anrufe von Männern, die mir - oft unter Tränen - ihre Geschichte erzählen." Es sind Geschichten von Männern, die von ihren Frauen gequält und misshandelt werden - und die noch nie mit jemandem darüber gesprochen haben. Bock hat inzwischen einige Telefonnummern von Männer-Selbsthilfegruppen, die er weitergibt. Viele sind es nicht: "Es gibt für Männer noch kein Netzwerk."
Wütende Reaktionen kommen derweil aus der Frauenszene: "Offenbar fühlen sie sich bedroht", meint Bock. "Immerhin leben sie vom Opfermonopol der Frauen. Und das verteidigen sie mit Zähnen und Klauen." Frauenhäuser, Interventionsprojekte und mehr: "Es geht um Geld und Stellen. Allerdings auf Kosten von Opfern, die in der Stille leiden." Auch in den Präventivräten der Stadt Mainz und des Landes Rheinland-Pfalz setzt sich Bock für Gleichberechtigung ein, wehrt sich dagegen, kritiklos Statistiken von Frauenbüros zu veröffentlichen: "Der Rat darf nicht von einer Interessengruppe vereinnahmt werden." Dennoch heißt das Thema des Landespräventionstags im September: "Frauen als Gewaltopfer". "Warum nicht einfach `Häusliche Gewalt´ - dann könnten alle mitreden", fragt Bock.
(Juristisch notwendige Nebenbemerkung: Sollte sich das Wiesbadener Tagblatt durch dieses Langzitat in seinen Urheberrechten verletzt fühlen, bitte ich um eine kurze Kontaktaufnahme unter Cagliostro3@hotmail.com. Das SPD-Forum hat ihn offenbar aus Urheberrechtsgründen auch sofort gelöscht. Allerdings ist der Artikel zu gut und zu wichtig, um ihn zu ignorieren, und zu sehr mit Zitaten befrachtet, um ihn zu paraphrasieren. Im Web war er leider nicht zu finden, sonst hätte ich einfach einen Link setzen können. Jedenfalls wird das Rauskopieren von Artikeln hier ein absoluter Ausnahmefall bleiben. Mit dem Tagblatt habe ich mich inzwischen brieflich in Verbindung gesetzt, aber so schnell natürlich noch keine Antwort erhalten. ... Hm, klingt vielleicht ein bisschen paranoid, wenn ich bedenke, dass mein NOVO-Artikel zur häuslichen Gewalt ebenfalls im halben Web der Männerbewegung verbreitet wurde, aber man weiß ja nie.)
ZUR DOKUMENTATION 2: MANIFEST DER ROTEN MÄNNER
-----------------
Die INVISIBLE MEN sind ebenso wie mein kommendes Buch "SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?" und mein gesamtes Engagement in der Männerbewegung überhaupt ein überparteiliches Projekt. Das liegt in der Natur der Sache: Während jede Partei versucht, vor allem bei ihren Wählerinnen mit Frauenfreundlichkeit Punkte zu landen, hat bizarrerweise noch keine von ihnen speziell die Männer als Zielgruppe entdeckt. Offenbar scheint die alte Masche immer noch zu ziehen, mit der jeder, der sich für die männliche Bevölkerungshälfte einsetzt, als reaktionärer Chauvi abgestempelt werden kann.
Allerdings gehören manche Mitglieder der Männerbewegung politischen Parteien an, und es ist nur logisch und sinnvoll, dass sie in ihrer eigenen Partei zuallererst etwas verändern möchten. Joachim Bell spielt hier einen der Vorreiter: Er hat für seine Partei (die SPD) ein "Manifest der roten Männer" konzipiert, mit dem er für politische Unterstützung werben möchte. Der erste Entwurf wurde bereits als "zu defensiv" kritisiert, aber es handelt sich dabei immerhin schon einmal um einen Grundlagentext, den man verbessern, ergänzen, kürzen oder anderweitig bearbeiten kann. INVISIBLE MEN stellt ihn hier vor:
--- "ROTE MÄNNER BRAUCHT DAS LAND"
Sozialdemokraten beklagen feministische Einseitigkeit ihrer Partei
Wir, die Roten Männer in der SPD, finden uns zusammen, um Interessen von Männern in einer Zeit selbstbewusst zu vertreten, in der es schick geworden ist, uns kräftig in die Pfanne zu hauen. Wir stehen zum Mannsein in einer Zeit, da auch viele Männer dazu neigen, selbst legitime Konflikte lieber zu meiden, um nicht als Vertreter althergebrachter, konservativer Allüren "enttarnt" zu werden.
Wir verwahren uns gegen eine einseitige und verallgemeinernde Diffamierung von Männern und Vätern als Gewalttäter, während für Politik und viele Medien Frauen nur als Opfer denkbar sind. Eine Fülle internationaler Studien belegt, dass diese Rollenzuweisung reine Ideologie ist. Für einen Feminismus mit Tunnelblick ist diese Ideologie nützlich. Sie liefert die Legitimation für immer neue Fördermittel, Quotierungen, Planstellen. Sie ist die Grundlage für den einseitigen Schutz von Müttern durch das Grundgesetz. Sie schafft das Gerüst für den alltäglichen Kindesentzug, dem Trennungsväter heute vielfach ausgesetzt sind - zu Lasten der Kinder, denen durch diese Ausgrenzung eines Elternteils die Hälfte ihrer Identität geraubt wird.
Wir, die Roten Männer, legen Wert auf unsere Eigenständigkeit - als Singles, in der Partnerschaft oder in der Familie. Wir brauchen niemanden, der uns die Hemden bügelt, den Kaffee vorsetzt und uns täglich erklärt, wie gut wir es im Job haben. Wir verzichten gerne auf Frauen, die uns die alleinige Verantwortung fürs Geldverdienen überlassen möchten, unsere Leistungen in Haushalt und Erziehung ignorieren und gleichzeitig den eigenen Opferstatus pflegen. Und wir bekennen uns zur Partnerschaft mit denjenigen Frauen, die im Beruf, in der Gesellschaft und/oder in unseren Familien mit anpacken und Verantwortung tragen.
Über viele Jahrzehnte hinweg, das gesamte 20. Jahrhundert lang, forderten die Frauen mit Recht mehr Beteiligung - im Arbeitsleben, in der Politik, im Rechtswesen. Fast allerorten ist die Gleichberechtigung heute erreicht, und teilweise mehr als das! Bei Scheidungen sind heute in erster Linie die Männer die Benachteiligten. Sie werden zu Zahlmeistern degradiert und verlieren in Deutschand oftmals ihre Rechte in Bezug auf ihre Kinder.
Die Roten Männer fordern, dass endlich Ernst gemacht wird mit der gemeinsamen Verantwortung beider Elternteile für ihre Kinder. Seit Trennungen, Scheidungen und nichteheliche Geburten keine seltenen Ausnahmen mehr sind, ist eine Rollenzuweisung, die Müttern allzu häufig das alleinige Sorgerecht, Vätern aber die alleinige Unterhaltspflicht zuweist, nicht mehr zeitgemäß. Wir fordern die gemeinsame Verantwortlichkeit und Sorgepflicht für beide Elternteile!
Wir kritisieren ein Scheidungsrecht, das Kinder zu einer Lebensversicherung für allein sorgeberechtigte Elternteile macht und damit Belohnungen aussetzt für die Zerstörung von Familienzusammenhängen. Wir verurteilen ein Unterhaltsrecht, das einen Kampf um die Kinder befördert, und wir kritisieren einen Staat, der Unterhaltspflichtige gegen Alleinerziehende ausspielt, während er ihnen gleichzeitig durch das Steuerrecht die Chance nimmt, angemessen für ihre Kinder zu sorgen.
Die Roten Männer kritisieren überdies ein Umgangsrecht, das die Bedeutung beider Eltern für die Kinder zwar sieht, aber in der Rechtswirklichkeit nicht zur Geltung bringt. Tausende von nicht sorgeberechtigten Vätern, die ihre Kinder vielfach seit Jahren nicht sehen durften, sind ein Armutszeugnis für einen Rechtsstaat, der das Wohl und die Rechte der Kinder nur auf dem Papier garantiert.
Wir unterstützen Väter, damit sie an der Erziehung ihrer Kinder gleichberechtigt teilhaben können, und bekennen uns zu der damit verbundenen Verantwortung für die Männer. Wir lassen nicht zu, dass den Männern die Verantwortung für die Probleme der Alleinerziehenden angelastet wird, solange ihr Recht zu eigenständiger Fürsorge sich viel zu oft auf das Aufbringen des "Barunterhalts" reduziert.
Wir Rote Männer stehen entschieden für Gewaltfreiheit in Partnerschaft und Erziehung. Wir wenden uns gleichzeitig gegen unwahre Verunglimpfungen gegenüber Elternteilen, die zur billigen Erlangung eines alleinigen Sorgerechts und der damit verbundenen Vorteile als Gewalttäter beschimpft und denunziert werden. Unsere Solidarität gilt in gleicher Weise denjenigen, die Opfer von Gewalt werden, wie denen, die um durchsichtiger Vorteile willen wahrheitswidrig der Gewalt und des Missbrauchs bezichtigt werden.
Wir nehmen mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis, dass im Rahmen eines sogenannten "Gewaltschutzgesetzes" leichtfertig das zentrale Rechtsgut der Unschuldsvermutung geopfert wird und damit dem Missbrauch des Rechts zur Erlangung von billigen Vorteilen in ehelichen Konflikten Vorschub geleistet wird. Wenn sich Justiz- und Familienministerinnen vor das Parlament stellen und dieses Gesetz und die damit verbundene Verweisung aus der Wohnung mit den Worten erläutern "Der Schläger geht, die Geschlagene bleibt", dann ist für den Rechtsstaat, ja für die Grundrechte höchste Gefahr im Verzug. Dies ist regierungsamtlicher Sexismus! Hier werden nicht nur zentrale Grundrechte zur Disposition gestellt, sondern auch ein rechtliches Mittel geschaffen, damit Mütter ihren Kindern die Väter noch erfolgreicher entfremden können.
Die Roten Männer treten ein für eine moderne und solidarische Partnerschaft zwischen Männern und Frauen. Wirksamer Schutz beider vor Gewalt, aber vor allem der Kinder, ist für uns selbstverständlich. Wer seine Familie terrorisiert, muss gehen! Das sollte aber in gleicher Weise auf diejenigen zutreffen, die sich ihrer Partner mit Lügen und Rechtsmissbrauch zu entledigen suchen, um so die möglichen Nachteile einer fairen Konfliktlösung zu umgehen.
Wir finden uns zusammen, weil wir besonders in unserer Partei, der deutschen Sozialdemokratie, bedenkliche Tendenzen zu einer feministischen Einseitigkeit erkennen. Millionen männlicher Trennungs- und Scheidungsopfer fühlen sich durch unsere Partei nicht mehr vertreten. Ihre Lebenslagen, ihre materiellen und emotionalen Notsituationen, die rechtswidrige Vereitelung des Umgangs mit ihren Kindern - all dies wird ignoriert von einer SPD, die bis heute nicht erkannt hat, dass auch Männer spezifische Probleme haben. Und wäre es nur das eine, dass sie sieben Jahre früher sterben! (Warum ist das wohl so?)
Es wird Zeit, dass in unserer Gesellschaft und in unserer Partei die Männer aufstehen. Wir wollen einen Anfang machen! ---
Kontakt mit Achim kann unter jobel7@hotmail.com hergestellt werden.
Soviel für diesmal, herzlicher Gruß an euch alle
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 10
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Hatte ich letzten Samstag noch eine Saure-Gurken-Zeit in der Geschlechterdebatte beklagt, geht es inzwischen wieder einigermaßen rund. Vor allem verschiedene Zitate und Texte zur Dokumentation wollte ich euch diesmal nicht vorenthalten. Ein kollektiver Dank für die Bereitstellung mehrerer Beiträge dieser Ausgabe geht an Peter Thiel vom Männerrat.
Zuvor noch etwas anderes: Ich habe vorgestern per Mail den HILFERUF EINES LESERS erhalten, dessen Darstellung zufolge ein Bekannter von ihm fälschlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werde und sein Anwalt ziemlich hilflos wirke. Der Betreffende habe auch schon damit gedroht, sich etwas anzutun. Natürlich habe ich selbst keine Ahnung, was wirklich hinter dieser Geschichte steckt. Aber die Anfrage meines Lesers ist so oder so berechtigt: Gibt es in Deutschland irgendwelche Ansprechpartner oder Möglichkeiten der Unterstützung für Falschbeschuldigte? Wir wissen ja inzwischen aus der Literatur ("Weißbuch sexueller Missbrauch" etc.), dass solche falschen Unterstellungen nicht so selten zu sein scheinen. Wenn da einer von euch Anlaufstellen kennt, bitte Info an mich.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
NEWS:
----
WITWEN VERKLAGEN ARBEITGEBER IHRER VERSTORBENEN MÄNNER AUF GEGENWERT DER ENTGANGENEN HAUSARBEIT
Wie wir alle wissen, trifft die Doppelbelastung Haushalt und Beruf ausschließlich Frauen, weil Männer ja ohnehin keinen Finger im Haushalt rühren. Dieser feministische Mythos bröckelt in Australien ein wenig, seit eine Gruppe von Frauen den Ex-Arbeitgeber ihrer Männer auf jenen Betrag verklagt, den ihre entgangene Mitarbeit im Haushalt wert gewesen wäre: http://www.smh.com.au/news/0108/02/national/national114.html Wenn männliche Witwer ähnliche Klagen umgekehrt führen würden, müssten sie sich vermutlich den Vorwurf anhören, dass sie ihre Frau als "Dienstmagd" oder "Besitz" betrachteten. Nett an dem Artikel des Sydney Morning Herald ist auch, dass die Frauen bedauert werden, obwohl die Männer von einem frühen Tod ereilt wurden. (Zur Info: In Deutschland sterben jährlich 200.000 Arbeitnehmer an den Folgen ihrer Arbeit. Fast alle sind Männer.)
AUSTRALIEN BEGINNT, HOHE SELBSTMORDRATE VON MÄNNERN ERNST ZU NEHMEN
Die hohe Selbstmordrate von Männern gegenüber Frauen ist ein Problem, das in der gesamten westlichen Welt besteht. Aber in Australienentwickelt es sich erstmals zum Politikum: http://www.theage.com.au/news/state/2001/08/04/FFXEX9OUWPC.html Ein paar Zahlen sollten die Dimensionen verdeutlichen: Beispielsweise begehen in Australien erwachsene Männer bis 45 Jahre doppelt so oft Selbstmorde wie Teenager, und nach einer Scheidung bringen sich Männer 8,6 Mal so häufig um wie Frauen. Hm, woran das wohl liegen könnte? Ach, bestimmt ist es nur wieder das y-Chromosom ...
DRASTISCHER ANSTIEG DER GEWALTTÄTIGKEIT VON MÄDCHEN
In Deutschland nehmen manche Soziologen (wie Dieter Otten in "Männer versagen") Gewaltkriminalität noch als fast rein männliches Phänomen wahr, obwohl das auch hierzulande längst nicht mehr stimmt. In den USA wird die steigende Gewaltbereitschaft von Teenagerinnen ernster genommen. Über die möglichen Gründe für dieses Phänomen - einschließlich der Rolle des Feminismus - diskutiert folgender lesenswerte Artikel: http://www.foxnews.com/story/0,2933,31665,00.html
AMERIKAS FURCHTEINFLÖSSENDSTE GESCHÄFTSFRAUEN IN GRUPPENTHERAPIE
Böse-Mädchen-Welle adieu? Wenn man dem Artikel unter http://www.theage.com.au/business/2001/08/07/FFXC06051QC.html Glauben schenkt, dann existiert in den USA mittlerweile eine "charm school", die den biestigsten Karrieretussen beibringen soll, wie man sich im Arbeitsleben verhält, ohne ständig die Kollegen zu verängstigen. Weibliche Aggression und Arroganz sollen hier gezielt abgebaut werden. Einige Elemente dieses Berichts klingen sehr nach Satire, aber eine rasche Gegenrecherche bei amazon.com ergab, dass zumindest Jean Hollands neues Buch tatsächlich existiert: http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0071379673/qid=997519190/sr=2-1/ref=aps_sr_b_1_1/103-4246502-6434241
"SUPERWOMAN´S WEAKNESS EXPOSED"
Ein guter Teil der Frauen-sind-besser-Bewegung beruht auf einem biologistischen Rollback. Nicht nur der SPIEGEL verbreitete in den letzten Jahren Thesen wie dass Frauen Männern durch ein ausgeprägteres Corpus Callosum schon vom Gehirnaufbau her überlegen seien. Ein anderer moderner Mythos lautet, dass Frauen im Gegensatz zu Männern multitask-fähig seien, also leicht mehrere Dinge gleichzeitig unter einen Hut bringen könnten. Eine neue Studie gibt hier allerdings Anlass zur Skepsis: http://news.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/08/06/wwom06.xml
SCHADENSERSATZ FÜR FÄLSCHLICH DES SATANISCHEN KINDESMISSBRAUCHS ANGEKLAGTE
In den achtziger und neunziger Jahren raste eine wahre Hysterie von Fällen angeblichen satanischen Kindesmissbrauchs durch die USA und Teile Europas. Trotz intensiver Mühe unter anderem des FBIs konnte kein einziger dieser Fälle nachgewiesen werden, aber das Leben zahlreicher Familien und Einzelpersonen wurde zerstört. Viele landeten für Jahre unschuldig im Gefängnis, andere verloren den Kontakt zu ihren Kindern. (Ein ausführliches Kapitel dazu findet sich in "Sind Frauen bessere Menschen?" ... Langsam wird klar, wie ich auf die 620 Seiten komme, oder?) In vorderster Front der "Satansjäger" standen Amerikas vermutlich bekannteste Feministinnen Gloria Steinem und Catherine McKinnon, die unter anderem propagierten, die angeblich missbrauchten Kinder könnten sich wegen Gehirnwäsche nicht an die Taten erinnern, und unter den beschuldigten Schulen nach "Missbrauchstunneln" und unterirdischen Katakomben mit Altären buddeln ließen - natürlich vergebens. (Die Wirrköpfe machten da übrigens noch lange nicht halt: Der Führer einer von Steinem finanziell und politisch unterstützten Organisation verkündete zum Beispiel, es sei die US-Regierung und nicht Rechtsradikale gewesen, die 1995 das Amtsgebäude in Oklahoma in die Luft gejagt hatte. Andere Gruppen verbreiteten wirre Thesen über einen landesweiten Kinderhandel des FBI und einen jüdischen Arzt namens Greenbaum, der Delphine für Vergewaltigungen dressierte.) Jetzt erstritt eines der Paare, dessen Leben durch die Hexenjagden zerstört wurde, die bislang unerreichte Schadensersatzsumme von drei Millionen Dollar: http://www.washtimes.com/national/20010804-79814904.htm
POLITIKWISSENSCHAFTLER, DER GEGEN DIE KRIMINALISIERUNG VON VÄTERN EINTRITT, AUS FAMILIENPANEL ENTLASSEN
Die politische Korrektheit scheint manche abweichende Standpunkte nur zuzulassen, wenn sie nicht laut geäußert werden. Lest den Artikel der Washington Times unter http://www.washtimes.com/metro/20010804-90546367.htm
BRITISCHER GESCHÄFTSMANN VERKLAGT POLIZEI, DIE IHN SCHULE FÄLSCHLICH ALS SEXUALTÄTER GEMELDET HABE
Dieser Fall bringt neuen Zündstoff für eine Debatte, deren bisheriger Höhepunkt im Februar diesen Jahres darin bestand, dass eine Zeitung mehrere Sexualstraftäter namentlich benannte - was dazu führte, dass auch unschuldige Menschen versehentlich aus ihren Häusern gejagt wurden: http://portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/08/05/nsue05.xml&sSheet=/news/2001/08/05/ixhome.html
U.S.-MARINE-CORPS DER SEXUELLEN DISKRIMINIERUNG BEZICHTIGT
Es ließ Wettrennen stattfinden, die so schnell waren, dass die Frauen aufgeben mussten: http://portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/08/04/wpace04.xml
FRANKREICH: GEWAGTER PORNO-CHIC IN DER WERBUNG
Während sich deutsche und US-amerikanische Feministinnen schon über zu viel Nacktheit in Werbung und Magazinen empören, reizt französische Reklame die Betrachter bereits mit Motiven, die auf Sadomasochismus und Sodomie anspielen. Das Ausland scheint sich indes weit mehr darüber zu empören als die Franzosen selber. Nichts sei sexistischer, als Frauen als eine Minderheit mit speziellen Ansprüchen zu charakterisieren, bekundet Valerie Henaff, die Direktorin einer Werbeagentur: "Das `Bild der Frau beschützen´ zu wollen legt nahe, dass Frauen schwach sind." Den insbesondere für Menschen mit außergewöhnlichen erotischen Vorlieben sehr lesenswerten Artikel findet man unter http://news.ft.com/ft/gx.cgi/ftc?pagename=View&c=Article&cid=FT3EPNRCYPC&liv
FRAU TÖTETE IHREN MANN, WOLLTE TÖCHTER UMBRINGEN ... BEHÄLT SORGERECHT
Herzlichen Dank an "Uhu" für diese Meldung: http://berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin/.html/63477.html
DISKUSSION UM SEXUELLEN MISSBRAUCH DURCH FRAUEN BEI SHORTNEWS
Im Newsforum "Shortnews" wird auf der Grundlage eines Einzelfalls über die Rate sexuellen Missbrauchs durch weibliche Täter diskutiert. Typischerweise läuft es auf den üblichen Konflikt zwischen wissenschaftlichen Erhebungen (40 Prozent Frauenanteil) und mit der Dunkelziffer behafteten Kriminalstatistiken (fünf Prozent Frauenanteil) hinaus: http://www.shortnews.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=719075&rubrik=Brennpunkte&start=1
Wie der Väternotruf in seinem neuesten Newsletter unter Berufung auf die Zeitschrift Switchboard Nr. 8/9/2001, S. 11-12 (www.switchboard-online.de) vermeldet, geht Siegrid Richter-Unger von "Kind im Zentrum" aus Berlin "davon aus, daß unter Berücksichtigung des Dunkelfeldes - 10 von 100 Jungen leidvolle Opfererfahrungen machen müssen, und von 10-20 % Täterinnen ausgegangen werden müsse". Ich persönlich halte diese Rate übrigens für noch zu niedrig angesetzt, aber schon diese Zahlen brechen ja bereits mit einem Schweigetabu.
AUSBEUTUNG VON VÄTERN IMMER MEHR THEMA IN DEN USA
Penny Owen berichtet in ihrem Artikel unter http://www.oklahoman.com/cgi-bin/show_article?ID=730471&TP=getarticle von einigen haarsträubenden Entwicklungen. Zum Beispiel erzählt sie von dem Mann, der von seiner Ex-Frau erst erfuhr, dass er einen Sohn habe, als dieser acht war. Inzwischen hat der Vater 35.000 Dollar an Prozesskosten und Unterhalt gezahlt, ohne seinen inzwischen 22jährigen Sohn auch nur ein einziges Mal gesehen zu haben. Owen berichtet auch über einen Mann, der erst, als seine "Tochter" 17 wurde, erfuhr, dass er überhaupt nicht ihr Vater ist - was ihn nicht davon entlastet, 23.000 Dollar Unterhalt zu schulden. Undsoweiter. Kein Wunder, dass der Widerstand wächst. (Lest dazu auch den MEDIAWATCH-Artikel über die Berliner "tageszeitung", der zufolge die Väterbewegung aus einem "Haufen Arschlöcher" besteht.)
BERLIN: MÄNNERPOLITISCHES HEARING IM SEPTEMBER
Vom 28.9. bis zum 30.9.01 findet in Berlin der 2. Internationale Kongress zu Männerpolitik und Geschlechterdemokratie statt, der von der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland veranstaltet wird. Bundesministerin Bergmann nimmt als Gast mit einem Grußwort und einem Gespräch mit dem Obudsmann Borgström teil. Borgström ist Gleichstellungsbeauftragter der schwedischen Regierung. Weitere Mitwirkende sind unter anderem Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Bundesgeschäftsführer der PDS; Thomas Gesterkamp, Dr.; Hans-Joachim Maaz; Wilhelm Schmidt, MdB, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion; Birgit Schieber-Jastram, MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion. Am Samstag findet um 16.30 Uhr ein Männerpolitisches Hearing statt mit: Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Bundesgeschäftsführer der PDS; Wilhelm Schmidt, MdB, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion; Birgit Schieber-Jastram, MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion. Diese Damen und Herren planen ihrer Verlautbarung zufolge diverse "Statements und Forderungen aus den Foren" zu diskutieren.
TABUTHEMA STRICHJUNGEN
"Während die Prostituion von Frauen oft Thema ist", schreibt die Stuttgarter Zeitung, "werden die Stricher vergessen, ihre Situation unterschätzt." Lest den kompletten Artikel unter http://www.stuttgarter-zeitung.de/dc1/html/news-stz/20010810news030001.shtml (Herzlichen Dank an Norbert für den Hinweis.)
MEINUNG:
--------
SIND JUNGEN SCHWÄCHERE MENSCHEN?
Wenn heutzutage in den Medien überhaupt darüber gesprochen wird, dass in unserer Gesellschaft inzwischen hauptsächlich das männliche Geschlecht mit Problemen zu kämpfen hat, dann ist selbstverständlich nicht von Benachteiligung die Rede (dieser Begriff ist ja für Frauen reserviert), sondern es wird diskutiert, ob Männer nicht in Wahrheit das "schwächere Geschlecht" darstellen. Allerdings stehen bei dieser Debatte bislang ohnehin nicht erwachsene Männer im Vordergrund, sondern Jungen. (Vgl. den Artikel "ARE BOYS THE WEAKER SEX?" aus INVISIBLE MEN Nummer 8.) Ein Leitartikel der Washington Times stellt diese Wahrnehmung in Frage: http://www.washtimes.com/op-ed/20010805-10551350.htm Sein Fazit: Wenn seit dem Triumph des Feminismus Männlichkeit fast als krankhaft gilt, wen wundert es, dass Jungen mit weitaus mehr Problemen zu kämpfen haben als Mädchen?
SUZY HANSEN WIDERLEGT VORURTEILE GEGEN UNTERHALTSFLÜCHTIGE VÄTER
Lest den kompletten Artikel, der sich allerdings auf die schwarze Bevölkerung der USA konzentriert, unter http://www.salon.com/books/int/2001/08/09/black_fathers/index.html
MEDIAWATCH:
----------
DEMAGOGISCHER AMOKLAUF: BERLINER "TAGESZEITUNG" (TAZ) PREDIGT HASS GEGEN SCHEIDUNGSVÄTER: "EIN HAUFEN ARSCHLÖCHER"
Mit einer offensichtlich erfundenen Schilderung eines Sorgerechtsverfahrens vor einem Familiengericht in Steglitz als Aufhänger (es gebe in Steglitz kein Familiengericht und solche Verhandlungen seien nicht öffentlich, merkt ein Leser an) keilt taz-Redakteur Helmut Höge in der Ausgabe vom 4. August 2001 gegen die Väterrechtler aus. Der Artikel ist so inhaltsleer, dass man ihn schwer zusammenfassen kann, er lässt sich aber mitsamt einigen Lesekomentaren leicht unter www.taz.de nachlesen. Höge über Scheidungsväter: "Nicht brache Kindesliebe und -fürsorge lässt sie verzweifeln, sondern dass sie zahlen - und nichts dafür kriegen. Das scheint ihnen derart antikapitalistisch, eine auf den Kopf gestellte Welt zu sein, dass sie reihenweise ausrasten ... Es gibt Millionen Kinder, denen sie Unterstützung geben, mit denen sie eine vorkapitalistische Geselligkeit pflegen könnten, diese Welt interessiert sie aber nicht, sie wollen einzig das eine Kind - als einstmals gemeinsame Anschaffung - vor Gericht sich erstreiten. Es gehört ihnen! ... Und jetzt sind sie `ein Herr von verzweifelten Vätern´, wie Matussek meint. Bullshit! Es ist ein loser Haufen Arschlöcher!"
RICHTERIN BARBARA SALESCH (SAT 1) ... DIESMAL ZU EXHIBITIONISMUS
Angeklagt war in der Sendung vom 6. August 2001 eine Frau, die es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, nackt durch den Wald und auch über Verkehrsstraßen zu reiten. Ein Autofahrer war so verblüfft und irritiert über diesen Anblick, dass er das Steuer verriss und seinen funkelnagelneuen BMW gegen einen Baum setzte. Er selbst verlor dabei das Bewusstsein und brach sich die Nase. Zur Überraschung aller fordert sogar der Staatsanwalt Freispruch, weil Exhibitionismus bekanntlich nur bei Männern strafbar ist. Richterin Salesch kann aus dem Verhalten der Beklagten wenigstens noch eine Ordnungswidrigkeit machen, die sie mit 200,- DM Strafe beziffert. Das war´s. Die Beklagte bekundete, keinen Grund zu sehen, sich in Zukunft ein neues Hobby zu suchen. (Bei Männern kann Exhibitionismus mit Haftstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden.)
CATFIGHT SCHWARZER-FELDBUSCH WIRD WIEDERHOLT
So wichtig war die Sendung eigentlich auch wieder nicht, aber nachdem mir einige Leute gemailt haben, wie schade sie es fanden, sie verpasst zu haben: Am Donnerstag, dem 16. August, ist sie noch einmal zu sehen.
ZITATE DER WOCHE:
-----------
"Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger werden und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne diesen ständigen Ausstoss von Testosteron gäbe es keinen Krieg, kein Töten, kein Rauben, keine Vergewaltigungen."
(UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie in ihrem internationalen Bestseller "Wüstenblume", Seite 346 der Taschenbuchausgabe. Vielen Dank an "Hannibal" für die Info!)
"Blöd, letztes Jahr hätte ich mit meinen Kindern ein Männerhaus
benötigt, ich fand nur keines!" – "Du bist doch ohne auch zurechtgekommen,
oder?"
"Ich habe dafür nette Bilder von mir, ein richtiger Schläger,
ehhhh, Geschlagener. Ich hatte nicht zugeschlagen, sondern meine ca. 15kg schwerere
Frau. Verdacht auf Gehirnerschütterung, u.ä." - "Jetzt werden
mich hier wieder alle für einen kontraproduktiven Unmenschen halten; aber
ich muss das jetzt einfach schreiben: Welchen Grund hatte sie, Dich zu schlagen?
Sie wird doch nicht einfach so von heute auf morgen auf diese Idee gekommen
sein, oder?"
(Wortwechsel in Jörgs Webforum: Ein männliches Opfer häuslicher Gewalt versucht, einem Radikalfeministen beizubringen, dass nicht nur Frauen Unterstützung verdienen.)
"Besuchsregelungen können Frauen und Kinder gefährden: Marianne
Hester und Lorraine Radford haben eine Vegleichsuntersuchung der Situation in
England und Dänemark vorgelegt, die überdeutlich nachweist, wie sehr
der Streit um Besuchs- und Kontaktregelungen für die Kinder von Mißhandlern
genutzt wird, um Kontrolle über die Frau auszuüben und sie und die
Kinder immer wieder zu bedrohen und zu mißhandeln."
(Prof. Dr. Barbara Kavemann in ihrem Vortrag "Strategien gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis" vor dem Bonner Frauenhausfachforum, vollständig nachzulesen unter http://www.wibig.uni-osnabrueck.de/download/bonn.doc Zur Erläuterung: Kavemann ist die Co-Autorin des Buches "Väter als Täter", mit dem erstmals der Mythos vom geradezu alltäglichen sexuellen Missbrauch in deutschen Familien in die Welt gebracht wurde. Kavemann hatte sich damals auf die Untersuchungsergebnisse von Michael Baurmann bezogen, der dagegen mehrfach protestierte und versuchte, darauf aufmerksam zu machen, dass er falsch zitiert worden sei: Seinen Untersuchungen nach lag die Dunkelziffer wesentlich niedriger als von Kavemann und ihrer Mitautorin angegeben. Dennoch setzte Kavemann ihre ... Interpretation in der Öffentlichkeit durch. Jetzt ist sie offenbar für die Berliner Frauengruppe BIG tätig, die selbst Dinge wie "nicht im Haushalt helfen" sowie "Konten nicht offen legen" unter dem Begriff "häuslicher Gewalt" subsumiert, die bekämpft werden muss. BIG erhielt dafür vom deutschen Steuerzahler im Jahr 2000 Fördermittel in Höhe von 600.000 DM.)
ZUR DOKUMENTATION 1:
------------
BRITISH AIRWAYS ÄUSSERT SICH ZUM VORWURF DER MÄNNERDISKRIMINIERUNG
Angenommen, die Lufthansa würde auf einmal auf den Gedanken kommen, Türken oder Schwarze dürften auf den Flugreisen nicht mehr neben unbeaufsichtigten Kindern sitzen, weil sie ein zu großes Risiko darstellten - der Aufruhr wäre ebenso groß wie berechtigt. Nun ist es die British Airways, die eine solche Regelung erließ, und dies nicht auf der Basis der Hautfarbe oder der Nationalität, sondern auf der Grundlage des Geschlechtes: Diese Regelung betrifft alleinreisende Männer. Die britische Times berichtet über diesen Fall unter http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-99935,00.html Inzwischen hat die deutsche Männerrechtsgruppe IBGM British Airways aufgrund dieses Falles angeschrieben und auch bereits eine Antwort bekommen. Den kurzen Briefwechsel möchte ich euch nicht vorenthalten:
--- Absender: IBGM
Adressat: British Airways, Flughafen Frankfurt/Main
Sitzordnung auf Flügen der British Airways 14.04.2001
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit größter Überraschung erhielten wir kürzlich die Mitteilung
eines aufmerksamen Bürgers, daß es auf Flügen der British Airways
zu einer Neuregelung in der Sitzordnung der Passagiere gekommen sei.
In dieser Mitteilung heißt es, dass bei British Airways männliche
Erwachsene keine Sitzplätze mehr neben Kindern erhalten dürften.
Wir bitten Sie daher um Mitteilung, ob und inwiefern diese Aussage zutreffend
ist und wenn ja, womit Sie diese Sitzordnung begründen.
Mit freundlichen Grüßen
IBGM
Absender: GCI Hering Schuppener, Grüneburgweg 64, 60322 Frankfurt, Germany,
Pressestelle Deutschland & Österreich
Frankfurt am Main, 13.06.2001
Ihre Anfrage vom 14.04.2001
Sehr geehrter Herr D. ....,
nochmals vielen Dank für Ihr Interesse an British Airways und Ihre Anfrage
vom 14.04.2001, die von der British Airways Customer Relations Abteilung an
uns weitergeleitet wurde.
Es trifft zu, daß British Airways, wenn möglich, alleinreisenden
Kindern an Bord keine Sitzplätze neben männlichen Erwachsenen zuteilt.
Diese Regelung wurde auf Wunsch unserer Kunden eingeführt.
Die seltenen Fälle, in denen ein männlicher Fluggast wegen eines alleinreisenden
Kindes seinen Sitzplatz tauschen muß, werden von unserem Kabinenpersonal
mit äußerster Diskretion behandelt.
Diese Sitzplatzregelung soll keinen Angriff auf unsere Passagiere männlichen
Geschlechts darstellen, sondern sowohl die Belange des alleinreisenden Kindes
als auch des männlichen Passagiers berücksichtigen.
In der Hoffnung, Ihnen mit dieser Stellungnahme gedient zu haben, verbleiben
wir
Mit freundlichen Grüßen
Stefanie S. (British Airways Pressestelle) ---
Meine persönliche Ansicht: Wenn ich im Antwortbrief der British Airways "alleinreisender Mann" gegen "Schwarzer" austauschen würde, könnte ich kotzen. Wenn ich das nicht tue, eigentlich auch schon(empfindlicher Magen).
Etwas lockerer sieht das Problem ein Forumsmitglied, das unter "eMANNzipiert" postet:
"Als alleinreisender Familienvater würde ich auch keinen Wert darauf legen, neben ein fremdes Kind gesetzt zu werden. Man stelle sich das mal vor: andauernd `Was machst du da?´... `liest du mir was vor?´... `ich muß mal!´... `mir ist schlecht!´... `kann ich was zu trinken haben?´... `ich muß mal!´... usw."
Kann man jetzt auch nicht mit echter Überzeugung in der Stimme widersprechen, finde ich.
ZUR DOKUMENTATION 2:
------------
PRO FAMILIA ÜBER MÄNNLICHE OPFER SEXUELLER ÜBERGRIFFE
--- Die gute Nachricht zuerst: Frauen sind nicht nur Opfer sexueller Übergriffe. Eine 40jährige Frau muss sich vor Gericht verantworten, weil sie ihren früheren Freund dazu gezwungen hat, sexuelle Handlungen zu erdulden. Sie soll ihm auf die Toilette eines Lokals gefolgt sein und ihm dort die LederJacke so über die Arme gezogen haben, daß er sich nicht mehr wehren konnte. Erst als ein weiterer Mann die Toilette betrat, soll sie von ihrem Opfer abgelassen haben. Der Ex-Freund erstattete bei der Polizei Anzeige wegen Vergewaltigung.
Daß Frauen nun auch sexuell strafmündig sind, ist nur "Recht" und billig. Nach Änderung des Paragraphen 177 des Sexualstrafrechts im Mai 1998 ist sexuelle Nötigung unabhängig vorn Geschlecht - also egal ob sie von einer Frau oder einem Mann begangen wurde - ein Straftatbestand. Zuvor wurden nur Frauen als Opfer definiert. Wenn frau hämisch ist, stuft sie auch den Grund, weshalb Frauen vermutlich trotzdem weniger oft angezeigt werden, als gute Nachricht ein: Männliche Opfer wollen nicht zum Gespött anderer Männer werden. Also verschweigen sie die Attacken der Xanthippen. Sonst könnten Artgenossen das Opfer als "Schlappschwanz" oder "Weichei" entlarven. Doch genau hier liegt die schlechte Nachricht: "Richtige Kerle" weigern sich, weibliche Sexualstraftäterinnen ernst zu nehmen. In ihren Köpfen bleiben Männer Täter, Frauen Opfer, also Objekt. ---
Na, da haben wir zum Schluss den Schlenker ins feministische Weltbild aber gerade noch hinbekommen. Bleiben die Fragen: Wie würde frau die hohe Dunkelziffer bei sexuellen Übergriffen auf Männer erklären, wenn sie eben nicht „hämisch“, sondern sachlich und differenziert wäre? Und warum äußert sich Pro Familia nur in der hämischen Auslegung des Sachverhalts, reduziert auf wenige Zeilen? Könnte es sein, dass die idiotische Aufteilung in männliche Täter und weibliche Opfer/Objekte weniger im Kopf der "richtigen Kerle" vorliegt als im Kopf der "richtigen Feministinnen"?
ZUR DOKUMENTATION 3:
-----------
Die Pressestelle des Ministeriums "für Frauen und Gedöns" veröffentlichte am 1. August 2001 folgende etwas kuriose Pressemitteilung Nr. 301:
MINISTERIN BERGMANN SETZT SICH FÜR MÄNNERHAUS IN BERLIN EIN
----------------------------------------------------------------------
Ehrenamtliche sind für Obdachlose aktiv
Bundesministerin Bergmann lobt freiwilliges Engagement
----------------------------------------------------------------------
Im Internationalen Jahr der Freiwilligen 2001 hat die Bundesministerin für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, die Schirmherrschaft
über das Um- und Ausbauprojekt der MUT Gesellschaft
für Gesundheit übernommen. Mit ehrenamtlicher Hilfe wird für
Obdachlose in Berlin eine neue Ambulanz eröffnet, die eine ärztliche
und zahnärztliche Versorgung mit Tagesbetreuung und Essensausgabe anbietet.
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine
Bergmann, würdigt bei der Grundsteinlegung für die neue Arzt- und
Zahnarztpraxis in Friedrichshain die Leistung der vielen Freiwilligen und ehrenamtlich
Engagierten. Sie betont, dass gerade soziale Randgruppen und Wohnsitzlose besser
in die Sozialgemeinschaft integriert werden müssten: "Wer obdach-
oder wohnsitzlos ist, gelangt meist nur über Umwege an einen Arzt, weil
er häufig nicht krankenversichert ist. Gleichzeitig verschlimmert sich
bei zunehmender Obdachlosigkeit der Gesundheitszustand der Obdachlosen. Unter
tatkräftiger Hilfe vieler Ehrenamtlicher eröffnet die MUT Gesellschaft
den rund 10.000 Berliner Obdachlosen einen weiteren Zugang zu
medizinischer Hilfe. Der zu einem großen Teil spendenfinanzierte und ehrenamtlich
geleistete Umbau der Räume zu einem Versorgungszentrum für sozial
Schwächere ist ein Stück gelebte Solidarität."
Künftig bieten in der Arzt- und Beratungsstelle am Ostbahnhof eine Ärztin
und eine Zahnärztin medizinische Versorgungsleistungen an. Der Umbau und
Ausbau zur Obdachlosenambulanz und der Praxisbetrieb selbst sind nur durch die
engagierte ehrenamtliche Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer von Habitat
for Humanity in Deutschland e.V. und der MUT Gesellschaft für Gesundheit
möglich. Bundesministerin Bergmann warb im Internationalen Jahr der Freiwilligen
für mehr ehrenamtliche Betätigung. "Bürgerschaftliches Engagement
ist der soziale Kitt in unserer Gesellschaft, der auch bei noch so guten sozialen
Einrichtungen unverzichtbar bleibt. Beleg dafür ist das große Interesse
der Bürgerinnen und Bürger, sich zu engagieren: 22 Millionen Menschen
sind bereits heute für unser Gemeinwesen aktiv, und weitere rund 20 Millionen
wären bereit, sich für eine gute Sache einzusetzen. Voraussetzung
ist allerdings, dass sie dazu die Chance erhalten und dass ihre freiwillige
Arbeit anerkannt wird. Wir wollen im Jahr der Freiwilligen Menschen motivieren,
selbst eine freiwillige Aufgabe zu übernehmen. Die vielen Freiwilligen,
die sich am Berliner Ostbahnhof für Obdachlose einsetzen, leisten vorbildliche
Arbeit."
---------------------------------
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: http://www.bmfsfj.de/
Auffällig ist hierbei natürlich zum einen die merkwürdige Verwendung des Begriffes "Männerhaus". Möchte sich Frau Bergmann den Vorwurf nicht länger gefallen lassen, es gäbe analog zu Frauenhäusern für geprügelte Frauen keine "Männerhäuser" in unserem Land? Diese begriffliche Umdeutung ist mindestens irritierend. Was Obdachlose angeht, sei hier erwähnt, dass Schätzungen zufolge etwa neunzig Prozent aller Obdachlosen männlich sind, aber ein staatliches Sozialprogramm allein für die weibliche Minderheit unter ihnen existiert.
ZUR DOKUMENTATION 4:
------------
MUTTERPFLICHTEN – VATERRECHTE
--- Frauen leisten in Ehe und Partnerschaft nach wie vor den Großteil
der Familienarbeit. Sie tragen auch nach Trennung und Scheidung zu 85 % die
Alltagssorge für die Kinder. Bundesweit haben mittlerweile 60 % der
Geschiedenen die gemeinsame elterliche Sorge für die Kinder vereinbart.
Dennoch leben nach wie vor fast 85 % der Kinder im Haushalt der Mutter. Die
Reform des elterlichen Sorge- uns Umgangsrechts von 1998 macht die
gemeinsame elterliche Sorge nach der Scheidung insofern zum Normalfall, als
seither ein alleiniges Sorgerecht eines Elternteils beantragt und darüber
vom Familiengericht entschieden werden muss. Wenn sich Eltern einvernehmlich
für die gemeinsame Sorge entscheiden, kann dies eine sehr gute Regelung
sein. Als pauschales staatliches Reglement und gegen den Willen der Frau bedeutet
sie eine fortgesetzte Eingriffsmöglichkeit des geschiedenen Ehemannes in
das Leben der Frau: In allen "wichtigen Belangen", die das Kind betreffen,
z. B. bei Wohnortwechsel, kann er seine Zustimmung verweigern. Besonders krass
ist dieser Einfluss, wenn Frauen sich aus einer Gewaltbeziehung trennen: hier
kann der weiterbestehende Zugriff des Mannes auf die Kinder durch Sorge- oder
Umgangsrecht erhebliche Gefahren für die Frau und die Kinder mit sich bringen.
Diese Kritik wurde von verschiedenen Verbänden und Frauenvereinigungen
- z.B. vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter, den evangelischen
und den katholischen Alleinerziehenden, etc. - vorgebracht.
Auf einer Veranstaltung der Frauengleichstellungsstelle 1996 zur damals geplanten Reform versprachen die amtierende Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Hanna Wolf, sich dafür einzusetzen, dass die gemeinsame elterliche Sorge nicht automatisch zum Regelfall bei Trennung und Scheidung werden sollte. Dies wurde auch in die Begründung der Gesetzesnovelle 1998 mitaufgenommen.
Dennoch behandeln Gerichte und Sozialdienste vor allem in Süddeutschland die gemeinsame elterliche Sorge als Regel- und die alleinige elterliche Sorge als Ausnahmefall. Für viele Mütter hat dies eine langwierige Prozedur mit mehrmaligen Anhörungen bei Jugendämtern und Sozialdiensten, Gerichtstermine, Inanspruchnahme von Rechtsbeistand Begutachtung ihrer Erziehungsfähigkeit zur Folge. Ein Alarmsignal für die Zunahme von Problemlagen für Frauen durch das neue Gesetz ist die wachsende Zahl verunsicherter und verzweifelter Mütter, die bei der Gleichstellungsstelle Beratung suchen.
Zwei Jahre nach dem Inkrafttreten des neues Kindschaftsrechts hat die Frauengleichstellungsstelle zusammen mit der Münchner Frauenrechtsschule den Fachtag "Vaterrechte - Mutterpflichten: neues Recht - altes Rollenspiel" veranstaltet, um aus Frauensicht die Erfahrungen mit dem neuen Kindschaftsrecht auszuwerten. Das große Interesse an dieser Veranstaltung von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster Professionen und Arbeitsfelder zeigt den Diskussionsbedarf, das Unbehagen und die Bereitschaft, an besseren Lösungen mitzuwirken. Ziel dieser Veröffentlichung ist es, diese guten Gedanken und Lösungsvorschläge in die Diskussion zu bringen und eine Reform der Reform auf dem Gesetzeswege und in der sozialen Beratungspraxis zu erreichen. ---
(Aus der Dokumentation "Mutterpflichten - Vaterrechte" der Gleichstellungsstelle München, namentlich Friedel Schreyögg. Ich brauche den Text ja wohl nicht mehr eigens zu kommentieren. Herzlichen Dank an den Väternotruf für dieses Zitat.)
ZUR DOKUMENTATION 5:
----------
PERSÖNLICHE GESPRÄCHSNOTIZ VON DR. KARIN JÄCKEL ZU IHREM TREFFEN MIT MITARBEITERINNEN VON JUSTIZMINISTERIN DÄUBLER-GMELIN ANLÄSSLICH DES BERLINER HUNGERSTREIKS BINATIONALER ELTERN
oder wie BILD titeln würde:
JÄCKEL: DÄUBLER GEHÖR FÜR HUNGER-PAPAS
Jetzige Rechtslage "nicht hinnehmbar" / Auch "Gewaltschutzgesetz"
und "Männerhäuser" angesprochen / Hungerstreikende empfangen
/ Elfeke: Deutschland bricht internationale Abkommen und Menschenrecht
TEIL 1
Gespräch von Karin Jäckel mit Mitgliedern des "Arbeitsstab Kind" sowie Frau Adlerstein und Frau Schwall-Düren am 2.8.2001 im Bundesjustizministerium Berlin von 12.30 Uhr bis 15:00 Uhr
Frau Adlerstein, Bundesministerialdirigentin und Unterabteilungsleiterin im BMJ und als solche rechte Hand der Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, sagte mir in unserem persönlichen Gespräch im Rahmen des sog."Arbeitsstab Kind" zu:
1. die Maßnahmen zu überprüfen, die das Gesetz bisher für
diejenigen Elternteile vorsieht, welche Kindesentzug begehen und dem anderen
Elternteil einen gerichtlich bereits festgesetzten Umgang mit dem gemeinsamen
Kind boykottieren. Da dieser Umgangsboykott geschieht und die bisher vorhandenen
Maßnahmen nicht erfolgreich sind, müssen neue Maßnahmen eingesetzt
werden. Es kann nicht hingenommen werden, dass ein Elternteil straflos das Gesetz
verletzen kann, indem ein gültiger Gerichtsbeschluss ignoriert und die
Autorität der Gerichtsbarkeit und der Gesetzgeber untergraben wird. Die
bisherigen Strafmaßnahmen wie Zwangsgeld und Haft kommen selten zum Einsatz,
weil die meisten Elternteile zahlungsunfähig sind und man Sorgerberechtigte
nicht einsperren kann, ohne eine Lösung für die mitbetroffenen Kinder
zu bieten. Kinder für die Zeit der Inhaftierung der sorgereberchtigten
Mutter in ein Kinderheim zu geben, ist den Kindern gegenüber eine unbillige
Härte und mit einer Sippenhaft zu vergleichen, kann deshalb nicht angewandt
werden. Dies schützt die Mutter vor Strafe.
1a. Mein Vorschlag, bei Verstößen gegen die Umgangsregelung die Richter zu verpflichten, einen Umgangspfleger einzusetzen, der das Kind bei einem Elternteil abholt, eventuell den Umgang betreut und das Kind wieder zum sorgerberechtigten Elternteil zurückbringt, wurde wohlwollend aufgenommen. Er wird in der zuständigen Kommission geprüft.
1b Mein zweiter Vorschlag, bei wiederholter Umgangsboykottierung eine Erziehungsunfähigkeit des boykottierenden Elternteils anzunehmen und eine Sorgerechtsänderung vorzunehmen, wurde als ultima ratio angesehen, aber nicht verworfen. Auch dies soll in der Kommission geprüft werden.
1c Weiterhin soll geprüft werden, wie die oftmals exrtrem lange Dauer bis zur Endentscheidung des Gerichts hinsichtlich des Umgangs zwischen nicht sorgerechtigtem Elternteil und Kind so überrückt werden kann, dass die bisherige fast automatisch eintretende Entfremdung vermieden wird und - speziell in internationalen Fällen - die Rückführung des Kindes an seinen ursprünglichen Lebensmittelpunkt nicht dadurch erschwert wird, dass diese Entfremdung geschaffen wurde. Mein Vorschlag, zur Überbrückung regelmäßig einen großzügigen betreuten Umgang anzuordnen, wird ebenfalls geprüft.
1d Verworfen wurde die Überlegung des von paPPa.com entwickelten Vorschlags,
Umgang als Bringepflicht anzusehen und den sorgeberechtigten Elternteil dazu
zu verpflichten, dem umgangsberechtigten Elternteil das Kind zu bringen. Dies
wurde als Eingriff in die persönliche Freiheit des sorgeberechtigten Elternteils
angesehen.
1e Ebenfalls verworfen wurde die Forderung nach einem generell gemeinsamen Sorgerecht. Dieses könne das Wohl des Kindes dann gefährden, wenn einer der beiden Elternteile gewalttätig sei.
1f In diesem Zusammenhang sprachen wir auch das neue Gewaltschutzgesetz an. Ich beklagte die vom Frauenministerium geführte Kamapagne, die den Eindruck enstehen lasse, dass Gewalt allein männlich sei. Auch prangerte ich das Plakat an, welches zum Schutz der Kinder vor Gewalt entwickelt wurde. Hier gelang es mir, Frau Adlerstein, die das Plakat nicht kannte, zu überzeugen, dass es Jungen, die Gewalt erleiden müssen oder mussten, in die durchaus tödliche Verzweiflung treiben könne, wenn ihnen als Opfer suggeriert werde, eines Tages selbst zum Täter und somit zu genau der Person zu werden, die sie nie sein wollen. Frau Adlerstein versprach, sich das Plakat anzuschauen und dass man gegebenfalls dafür sorgen müsse, die Plazierung neu zu überdenken. Dieses Plakat sei nicht dafür entwickelt worden, es in Kindern zugänglichen Bereichen aufzuhängen.
2. die Änderung des Grundgesetzes zu überprüfen, welches bisher allein die Mutter unter den besonderen Schutz des Gesetzgebers und der Solidargemeinschaft stellt. Frau Adlerstein stimmte zu, dass es in Zeiten des "gender mainstreaming" nicht mehr aktuell sei, das 50 Jahre alte bestehende Schutzangebot allein Müttern zu machen. Wir waren uns einig, dass das Grundgesetz vor 50 Jahren den Schutz der ledigen Mutter meinte und dieser damals auch dringend notwendig war, wir heute aber keinen solchen Schutz mehr brauchen, aber zugleich immer mehr alleinerziehende Väter diesen Schutz rechtmäßig einfordern könnten.
3. überprüfen zu lassen, ob und wie längerfristig die Ausbildung von Juristen hinsichtlich des Familienrechts zu verbessern und Richter häufiger zu Fortbildungen zu verpflichten wären.
4. der Frage nachzugehen, ob dies notwändig und wenn ja, wie eine Aufsichtsbehörde für die Arbeit des Jugendamtes zu schaffen sei.
5. Ferner rät sie allen Elternteilen, die sich von einem Richter oder Rechtsanwalt geschädigt fühlen, das Mittel der Dienstaufsichtsbeschwerde an die richterliche Dienstaufsichtsbehörde zu senden und Ablehnung des Richters zu beantragen bzw. der standesrechtlichen Klage an die Rechtsanwaltskammer anzuwenden. Die zuständigen Rechtsberater und Richter sind verpflichtet, dem Betroffenen zu seinem Recht zu verhelfen und sich dazu aller Rechtsmittel zu bedienen. Wenn diesen Beschwerden nicht stattgegeben wird, bleibt die nächst höhere Beschwerdeinstanz und auch die Möglichkeit, sich direkt an das BMJ zu wenden. Zwar liege es in der Natur der Sache, dass sich Elternteile ungerecht behandelt fühlten und dies juristisch oft ein falscher Eindruck sei, doch müsse sich auch der Richter Kontrolle gefallen lassen. In letzter Instanz vor dem Bundesverfassungsgericht.
6. Last not least sagte sie zu, alle ihr von mir persönlich vorgelegten Sorgerechts- und Umgangsrechtsstreitigkeiten in der Kurzfassung zu lesen und wenn möglich zu helfen. In laufende Verfahren könne sie wegen der gesetzlich verankerten richterlichen Unabhängigkeit jedoch nicht eingreifen.
7. Auch sagte sie zu, zu überdenken, wie verlassene Elternteile ihren Kindern einen Brief zukommen lassen könnten, wenn der sorgerberechtigte Elternteil die Anschrift geheim halte bzw. die Annahme von Briefen ablehne. Sie machte allerdings keine Hoffnung auf Erfolg.
8. In Fällen, in denen Elternteile juristisch nachweislich falsch beraten wurden oder nachweislich einem Elternteil geraten wurde, den anderen böswillig mit falschen Anschuldigungen zu überziehen, solle jeder dieser Fälle an das BMJ geschickt werden. Derartige Beratungen sind gegen das Standesrecht und führen zum Ausschluss des betreffenden Rechtsberaters.
9. In Fällen, in denen Elternteilen der Umgang mit dem Kind verweigert wurde, weil die Mutter nachweislich eine Falschanschuldigung wegen Kindesmissbrauchs erhoben hat, solle Klage beim BMJ erhoben und um eine Therapiemaßnahme für das Kind zur Wiederaufnahme des Umgangs ersucht werden. Frau Adlerstein und ich waren uns einig darin, dass eine Falschanklage der Mutter das Kind in vergleichbarer Weiwse lebenslang schädigen könne, wie eine tatsächliche Kindesmissbrauchshandlung, und dass dies kein Kavaliersdelikt ist sondern ein schwerer Fehler der Mutter, welcher nicht dadurch belohnt werden dürfe, dass Vater und Kind voneinander getrennt werden. Der Umgang zwischen Vater und Kind müsse in einem solchen Fall möglichst schnell wieder aufgenommen werden.
10. Aufgeschlossen zeigte sie sich auch gegenüber meiner Forderung nach Männerberatungsstellen, um ein vergleichbares Netzwerk für Hilfesuchende aufzubauen wie für Frauen. Schon jetzt würden die Hilfsangebote wie Familienberatungsstellen auch von Männern genutzt. Hier sehe sie Handlungsbedarf und werde meine Anfrage zur Prüfung weiterleiten. "Männerhäuser" wie in Österreich könne sie sich jedoch in Deutschland nicht denken und werde diese auch nicht befürworten, da nach ihren bisherigen Informationen Männer jederzeit wüssten, wohin sie gehen sollten, wenn sie aus der gemeinsamen Wohnung gegangen wären oder gehen müssten. Falls ich wolle, dass sie anderer Meinung werde, müsse ich sie mit gegenteiligen Fakten überzeugen.
In meinem anschließenden Gespräch mit Frau Schwall-Düren, die in ihrem "früheren Leben" Psychologin, Paartherapeutin und Supervisorin war und vornehmlich mit alleinerziehenden Müttern arbeitete, heute Mitglied des Bundestages und Mediatorin in der Arbeitsgruppe für deutsch-französische Trennungsfälle ist, zeigte sich:
1. dass Mediation und Therapie auch für ein Mitglied des Bundestages stets eine Sache der Freiwilligkeit ist und den betroffenen Eltern nicht befohlen werden kann. Damit eine Mediation erfolgen kann, muss das Einverständnis beider Elternteile vorliegen. Lehnt ein Elternteil eine Mediation ab, kann diese auch dann nicht angeordnet werden, wenn Frau Schwall-Düren die Mediatorin ist.
In einem solchen Fall kann es durchaus sein, dass dem an einer Mediation interessierten Elternteil das Jugendamt die Mitteilung macht, dass Frau Schwall-Düren als Mediatorin abgelehnt wurde. Das Jugendamt spricht dann nicht als übergordnete Instanz sondern im Auftrag des Elternteils, der keine Mediation zulässt. Auch als Mitglied des Bundestages hat Frau Schwall-Düren dann keine Möglichkeit, die von dem anderen Elternteil gewünschte Mediation zu leisten.
2. dass Mediation häufig an der unsensiblen und zu viel fordernden Haltung des um Umgang kämpfenden Elternteils oder der einer anderen um Umgang kämpfenden Bezugsperson scheitert. Hier wurde das Beispiel eines Großelternpaares erwähnt, welches nach langem Kampf eine Umgangserlaubnis erhielt, und das ihnen völlig entfremdete Kind mit einer Fülle von Erwartungen und Wünschen überfrachtete, so dass dieses Angst vor ihnen bekam und jeden weiteren Kontakt ablehnte.
3. dass Frau Schwall-Düren der Meinung ist, ein Kind brauche beide Eltern und diese Überzeugung auch dem für die Gesetzgebung zuständigen Gremium vermittelt hat. Sie bedauert, dass die Gesetzgebung bisher nicht bereit ist, die Rechte des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern nachdrücklicher zu schützen und härtere Strafen für den Umgangsboykott anzuwenden. "Hier haben Sie mich auf Ihrer Seite!"
4. gleichwohl hat Frau Schwall-Düren großes Verständnis für alleinerziehende Mütter. Es sei doch kein Geheimnis, dass sich die meisten Väter kaum für ihre Kindern interessierten, die Kindererziehung und die Familienarbeit allein den Müttern überließen und sich auch nach der Trennung sofort für immer verdrücken und nicht einmal Unterhalt bezahlen würden. Auch sei es verständlich, dass die Mütter nicht begeistert wären, wenn die Väter nach der Trennung am Wochenende auftauchen würden, um mit den Kindern etwas Tolles zu unternehmen, während die Mütter die ganze Woche über mit der Arbeit im Stich gelassen würden und kein Geld hätten, um ebenfalls etwas Tolles mit den Kindern zu unternehmen.
Die Väter, die sich wirklich für ihre Kinder interessieren und um ein Umgangsrecht kämpfen würden, sei minimal. Mit meinem Einsatz für diese Väter würde ich ein falsches Bild vermitteln. In Wirklichkeit sei die Mehrheit aller Trennungen völlig unproblematisch. Und wenn es nach der Trennung Probleme gäbe, müsse man sagen, dies sei Privatsache der Eltern, die sich nicht mehr ausstehen könnten und nun verlangten, dass der Staat ihre Privatsache regeln solle.
TEIL 2
Abschließend an diese beiden Gesprächseinheiten, die ich persönlich
zwischen 12:30 Uhr und 15:00 Uhr wahrnehmen konnte, wurde die Gruppe der Hungerstreikenden
empfangen, die sich pünktlich zum vereinbarten Termin um 15 Uhr vor dem
Reichstagsgebäude "Unter den Linden 50" eingefunden hatte und
bis ca. 16:00 Uhr blieben.
Dem Empfang vorausgegangen war eine kleine Erörterung der Sachlage, ob Frau Schwall-Düren der Gruppe vor dem Haus und in Anwesenheit der Presse oder privat in ihrem Arbeitszimmer gegenüber treten solle. Da den Politikerinnen und Politikern im Raum nicht an einer Debatte mit der Presse gelegen war, wurde beschlossen, die Hungerstreikenden zusammen mit den nicht geladenen Begleitpersonen ins Haus zu holen und die Presse warten zu lassen. Wie sich zeigte, war diese später verschwunden, da man nicht so lange warten konnte.
Zusammen mit den Hungerstreikenden Olivier Karrer (F), Maurice Elfeke (F), Francoise....(F), Michael Hickmann (ZA), Bernd Uhl (D) und Peter Christof (D), die ohne weitere Begleitpersonen eingeladen worden waren, wurde nun also auch Armin Emrich als 1. Vorsitzender der deutschen Internetgruppe paPPa.com, Annemone Ackermann als ständige Ansprechpartnerin der Gruppe, sowie der Rechtsanwalt Dr.Bloch eingelassen, der den Hungerstreikenden beratend zur Seite gestanden hatte.
In einem beeindruckenden Statement gelang es Olivier Karrer zu verdeutlichen, dass sie alle keine Berufskrawallmacher sondern ernst zu nehmende, ihre Kinder liebende und verantwortungsvoll für sie sorgende Eltern sind, die in Deutschland zum Hungerstreik antraten, weil sie in allen juristischen Instanzen scheiterten und seit Jahren von einem Umgang mit ihren Kindern ausgeschlossen werden. Maurice Elfeke ergänzte, dass Deutschland Menschenrechtsverletzungen begeht, indem das Recht der Kinder auf beide Eltern und das Recht der Eltern auf ihre Kinder geschädigt wird und internationale Abkommen, die Deutschland unterzeichnete, nicht eingehalten werden. Es gebe keinen einzigen Grund, die als Eltern von ihren Kindern fern zu halten als nur den einen: den Willen der Mutter. Diese habe sich eines Verbrechens schuldig gemacht, indem sie die Kinder gekidnappt habe. Und obwohl dieses Verbrechen normalerweise mit Haft bestraft werde, sei die Mutter straffrei geblieben und der deutsche Staat habe das von ihr begangene Verbrechen für Recht erklärt. Zu vermuten sei, dass Deutschland die Kinder ausländischer Bürgerinnen und Bürger kidnappe, um die überalternde und aussterbende deutsche Gesellschaft zu erneuern. Michael Hickmann fügte hinzu, dass seine Kinder südafrikanische Bürger sind und in Deutschland zurückgehalten werden, owohl sie nicht der deutschen Rechtsprechung unterliegen. Dass sie auf diese Weise ihres kulturellen Erbes und ihrer väterlichen Familie beraubt werden und dies alles von der deutschen Rechtsprechung sanktioniert werde. Peter Christof beklagte die richterliche Willkür, den Kindeswillen immer dann, wenn es zugunsten der Väter gehe, zu ignorieren, diesen aber für ernst zu nehmen, sobald die Kinder bei der Mutter bleiben wollten.
Während Frau Schwall-Düren die Kritik an der deutschen Familienrechtssprechung als falsch und überzogen zurückwies, versicherte sie gleichzteitig den Eltern mehrfach, auf ihrer Seite zu sein, was sie Rechte des Kindes betreffe und in ihrer Aufgabe als Mediatorin bestrebt sei zu helfen. Zugleich wiederholte sie ihre bereits mir gegenüber gemachte Aussage, dass der Staat nicht heilen könne, was die Eltern selbst verursacht hätten und sie keine Wunder wirken könne, wenn die Väter die Kinder in der Partnerschaft vernachlässigt und sich mit den Müttern zerstritten und dadurch die Trennung selbst verursacht hätten. Mit dieser Äußerung rief sie besonders bei Olivier Karrer leidenschaftlichen Widerspruch hervor, der von den anderen Beteiligten bekräftigt wurde. Es sei eine Beleidigung, die man sich nicht bieten lasse, wenn hier behauptet werde, es habe Streit gegeben. Die Ehefrauen seien aus der intakten Ehe heraus zu ihren Eltern in Urlaub gefahren und einfach nicht wiedergekommen. Sie hatten das alleinige Sorgerecht in Abwesenheit der Väter beantragt und dieses ohne jede gerichtliche Anhörung der Väter zugesprochen bekommen. Und dieses Faustrecht sei belohnt worden, indem die Väter seit Jahren an jedem Kontakt mit ihren Kindern gehindert wurden. Der einzigen Mutter zwischen den Vätern, Francoise, schossen die Tränen in die Augen, als Olivier sagte, man sei hier im Hungerstreik, weil sie als Eltern endlich ihre Kinder sehen wollen. "Und zwar jetzt, sofort! Ich habe nur dieses eine Leben. Mein Sohn hat nur dieses eine Leben. Die Zeit vergeht. Und ich will mein Kind sehen, jetzt, sofort!"
Frau Schwall-Düren räumte ein, dass sie die Verletzungen der Eltern verstehe und ihr Bestes tue, ihr aber als Mediatorin und Therapeutin die Hände gebunden wären, so lange nicht beide Eltern bereit zur Verständigung wären. Zwar werde sie sich wie bisher für die Rechte der Kinder auf beide Eltern einsetzen, doch sei sie zu keinerlei Versprechungen bereit. Und von den Einwänden Dr. Blochs, dass die Bundesregierung Menschenrechtsverletzungen im großen Stil betreibe, wenn sie Eltern und Kindern das Recht auf Umgang nehme, wollte sie nichts wissen. Das deutsche Familienrecht sei eines der besten der Welt. Hier Menschenrechtsverstöße zu beklagen, sei bei allem Verständnis für die Unzufriedenheit der Hungerstreikenden falsch.
Frau Adlerstein, die der Diskussion weitestgehend schweigend folgte, lud nun Herrn Dr.Bloch zu einer Rede vor dem Deutschen Juristehntag ein, der am 12.August in Brühl stattfinden wird. Zugleich bestätigte sie, dass sie zugesagt hatte, die Möglichkeiten einer härteren Durchsetzung des Umgangsrechts prüfen zu lassen und dabei die Zielsetzung verfolge, das Recht des Kindes auf beide Eltern besser zu schützen als bisher. Da Gesetze eine lange Phase der Prüfungen durchlaufen müssten, lade das BMJ stets Interessenverbände und Gruppen zur Stellungnahme ein, die entweder schriftlich oder auch in persönlichen Debatten zu erbringen wären. Auf Befragen Armin Emrichs erklärte sie, diese Einladung künftig auch an Vätergruppen senden zu wollen, wenn ihr denn diese Gruppen bekannt gegeben würden.
Mit ihrem Statement war die Sitzung aufgehoben.
In den letzten Minuten, die mir bei der Verabschiedung blieben, versprach mir Frau Adlerstein, jederzeit für mich erreichbar zu bleiben. Gern wolle sie durch mich weiter über die Probleme der Eltern informiert werden. Mehrfach wiederholend prägte sie sich den Namen von paPPa.com ein, um sich in den nächsten Tagen die Seiten anzuschauen und die dort verzeichneten Adressen der diversen Vätergruppen für ihren Verteiler abzurufen, und meinte schließlich scherzhaft, eine Gruppe maMMa.com gründen zu wollen.
TEIL 3
Ich persönlich bin mit diesen Gesprächen sehr zufrieden, weil die Probleme der aus dem Leben ihrer Kinder zwangsweise ausgeklammerten Mutter, Väter und Großeltern in der noch sehr jungen "Elternbewegung" bei den gesetzgebenden Stellen des Bundestages ERSTMALS gehört und Ernst genommen wurden. Es ist ein Sieg, der schwer erkämpft wurde, und für den ich euch Hungerstreikenden danke.
Leider ist es kein Sieg, der euch eure Kinder wiedergebracht hat. Darüber bin ich zusammen mit euch traurig und zornig und zugleich entschlossen, gemeinsam mit euch diesen Kampf fortzusetzen. Denn wir haben endlich eine Bresche in die bisher geschlossene Phalanx der einseitigen Parteilichkeit geschlagen. Wir haben das erste Mal Gehör gefunden und Betroffenheit ausgelöst. Wir haben das erste Mal erreicht, dass Vertreterinnen uind Vertreter dieser neuen Elternbewegung anlässlich der Entwicklung neuer Gesetze gehört und somit beteiligt werden. Wir haben das erste Mal erreicht, dass ernsthaft überlegt wird, Väter identisch wie Mütter zu schützen und ihnen damit endlich die elterliche Gleichrangigkeit einzuräumen, die sie verdienen. Wir haben erstmals erreicht, dass der einseitigen elterlichen Willkür Einhalt geboten werden soll. Wir sind erstmals dem Recht unserer Kinder auf beide Eltern einen Sprung näher gekommen. Das ist viel!
Dennoch, eure Kinder sind noch immer nicht bei euch. Und deshalb ist es kein Sieg, der zufrieden stimmen könnte. Es ist ein Teilsieg. Aber er macht Mut weiterzukämpfen. Wie in jedem Kampf wird es weh tun. Aber wir werden es schaffen, denn wir wollen es schaffen. Und gemeinsam sind wir stark.
"A votre service", - und bis bald,
Dr. Karin Jäckel
Auch die aktuelle Ausgabe des SPIEGEL berichtet in einem zweiseitigen Artikel "Sehnsucht nach Samuel" über den Berliner Hungerstreik. Im selben Heft findet sich übrigens auch ein etwas längerer Beitrag ("Das Ende der Generation lila") über den inzwischen unzweifelhaften Akzeptanzverlust des Feminismus in Deutschland.
LESERMAIL:
----------
Meine Lieblingsleserin Lisa schickte mir zum Verhältnis Männer und Frauen folgenden kleinen Text, den ich hier gerne veröffentlichen möchte.
YOU JUST CAN'T WIN
If you put a woman on a pedestal and try to protect her from the rat race,
you're a male chauvinist.
If you stay home and do the housework, you're a pansy.
If you work too hard, there is never any time for her.
If you don't work enough, you're a good-for-nothing bum.
If she has a boring repetitive job with low pay, this is exploitation.
If you have a boring repetitive job with low pay, you should get off your ass
and find something better.
If you get a promotion ahead of her, that is favoritism.
If she gets a job ahead of you, it's equal opportunity.
If you mention how nice she looks, it's sexual harassment.
If you keep quiet, it's male indifference.
If you cry, you're a wimp.
If you don't, you're an insensitive bastard.
If you thump her, it's wife bashing.
If she thumps you, it's self defense.
If you make a decision without consulting her, you're a chauvinist.
If she makes a decision without consulting you, she's a liberated woman.
If you ask her to do something she doesn't enjoy, that's domination.
If she asks you, it's a favor.
If you appreciate the female form and frilly underwear, you're a pervert.
If you don't, you're gay.
If you like a woman to shave her legs and keep in shape, you're sexist.
If you don't, you're unromantic.
If you try to keep yourself in shape, you're vain.
If you don't, you're a slob.
If you buy her flowers, you're after something.
If you don't, you're not thoughtful.
If you're proud of your achievements, you're up yourself.
If you're not, you're not ambitious.
If she has a headache, she's tired.
If you have a headache, you don't love her anymore.
If you want sex too often, you're oversexed.
If you don't, there must be someone else.
Das war´s für die bislang fetteste Ausgabe der INVISIBLE MEN. Euch allen noch eine schöne Zeit, passt auf euch auf.
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 11
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur elften Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Zunächst einen kleinen Nachtrag zur letzten Ausgabe: Der Hilferuf eines Lesers, dessen Bekannter seiner Darstellung nach fälschlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde, konnte beantwortet werden. Ein Abonnent dieses zines wies mich auf www.skifas.de als Anlaufstelle hin; ein anderer meldete diesen Fall an seinen Anwaltssuchdienst weiter. Von den dort vertretenen Verteidigern erhielt ich bald mehrere Antworten, die ich weitergegeben habe. Jetzt bleibt uns nur noch zu hoffen, dass so oder so die Wahrheit ans Licht und niemand unschuldig zu Schaden kommen wird.
Für die Unterstützung dieser Ausgabe durch Links und Infos danke ich Andreas, Birte, Joachim, Jörg, Ferdi, Norbert und Monika.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten die üblichen Regeln: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
NEWS:
----
FEMINISTISCHE KULTAUTORIN DORIS LESSING: "WEHRT EUCH, MÄNNER!"
Mitte der Woche brauste eine aufsehenerregende Meldung durch etliche Foren der deutschen wie der internationalen Männer- ebenso wie der Frauenbewegung: Die Schriftstellerin Doris Lessing nämlich, die vor allem mit ihren Büchern "The Grass is Singing" und "Das goldene Notizbuch" zu einer literarischen Heldin des Feminismus aufstieg und regelmäßig als Kandidatin für den Nobelpreis genannt wird, beklagt die Abwertung von Männern in unserer Gesellschaft und fordert diese auf, sich endlich gegen ihre sinnlose Erniedrigung zu wehren. Männer seien das neue stille Opfer im Geschlechterkampf. Als Beispiel nennt Lessing ihr Erlebnis in einer Schulklasse, in der die Lehrerin ihren neun- bis zehnjährigen Schützlingen die Ideologie vermittelt habe, dass an Ereignissen wie Kriegen allein das männliche Geschlecht die Schuld trüge. "Man konnte sehen, wie die Mädchen selbstzufrieden und eingebildet bis zum Platzen waren, während die Jungen zerknirscht dakauerten, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass nach diesem Muster ihr weiteres Leben ablaufen würde." Lessing führt aus, dass Dinge wie dieses an Schulen die Regel seien und niemand es wage, dagegen die Stimme zu erheben, um nicht als Verräter am Feminismus gebrandmarkt zu werden. Lessing: "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun." Lessing kritisierte eine denkfaule und heimtückische Kultur, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, auf Männer einzudreschen. (Im Original ist der Artikel des britischen "Guardian" einzusehen unter http://books.guardian.co.uk/edinburghbookfestival2001/story/0,1061,536568,00.html )
Einen hübschen Kommentar mit der Schlussfolgerung "Wir brauchen eine maskuline Bewegung" liefert dazu die Frankenpost unter http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/resyart.phtm?id=143461
ROLAND KOCH SETZT WEITER AUF SEXISMUS
Dass der brutalstmögliche Aufklärer mit brutalstmöglicher Gleichberechtigung wenig am Hut hat, offenbart sein aktueller Vorschlag, statt der Wehr- eine Dienstpflicht einzurichten. Prima, dann soll diese sicher ebenso für Frauen wie für Männer gelten, oder? Pustekuchen: Auch mit dieser Belastung muss dem hessischen Ministerpräsidenten zufolge allein das männliche Geschlecht zurechtkommen, und zwar weil, wie Koch argumentiert, viele Frauen "bereits über das freiwillige soziale Jahr Wertvolles für unsere Gesellschaft" leisteten. Nach derselben Logik könnten wir das Wahlrecht für Frauen wieder abschaffen, weil viele Männer ja auch nicht wählen gehen ...
Verblüffenderweise widersprach Koch relativ rasch ein Mann aus der SPD, nämlich der niedersächsische Innenminister Bartling: "Ich meine, dass es durchaus positiv für die Entwicklung eines jungen Menschen sein kann, wenn er einmal auch für die Gesellschaft etwas Verpflichtendes tut." Und dies gelte im Rahmen der Gleichberechtigung auch für Frauen. Hört, hört! Bzw. lest, lest unter http://www.welt.de/daten/2001/08/13/0813de274498.htx
Dass sich auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages für eine Dienstpflicht für Frauen ausgesprochen hat, habe ich erst dadurch erfahren, dass die Grünen lautstark dagegen protestierten. Die HNA vom 14. August schreibt dazu: "Bündnis 90/Die Grünen haben den Vorschlag des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, die Wehrpflicht auf Frauen auszudehnen, entschieden abgelehnt. Braun solle sich lieber in der Privatwirtschaft für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern engagieren, sagte die grüne Frauenpolitikerin Irmingard Schewe-Gerigk gestern in Berlin. Deutschland sei mit vier Prozent noch immer das Schlusslicht in Europa, was Frauen in Top-Positionen betreffe." Gelten Themenwechsel inzwischen eigentlich als Argumente?
Während sich übrigens eine Grundsatzpazifistin Anfang zwanzig problemlos ihrer Friedensliebe widmen kann, müssen männliche Grundsatzpazifisten in diesem alter damit rechnen, für ihre Haltung hinter Gittern zu wandern. Dies belegt folgender aktuelle Fall: http://www.kampagne.de/presse/pi200126.html
ENDLICH: ABITURIENT KLAGT GEGEN WEHRPFLICHT FÜR MÄNNER
Letzten Montag ging es wirklich Schlag auf Schlag: Kaum hatten mich die obigen Meldungen erreicht, erfahre ich, dass mit Alexander Dory der erste deutsche Abiturient gegen die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in Sachen Kriegsdienst vor Gericht gezogen ist: http://www.welt.de/daten/2001/08/07/0807de273033.htx Dory weist darauf hin, dass es wenig mit Gerechtigkeit zu tun habe, wenn Frauen von der Schulbank aus direkt in die Karriere durchstarten können, während Männer ein Jahr (zu meiner Zeit noch zwei Jahre) verlieren. Sollte Dory dieses Verfahren gewinnen, würde das ein politisches Erdbeben auslösen, prophezeit die "Welt".
RATGEBER FÜR MÄNNLICHE OPFER HÄUSLICHER GEWALT ERSCHIENEN
Erin Pizzey, die Gründerin des vermutlich ersten Frauenhauses der Welt und langjährige Verfechterin der Erkenntnis, dass Frauen Männern im Bereich häuslicher Gewalt in nichts nachstehen, hat ein neues Buch zu diesem Thema verfasst. "A Terrorist Within the Family" ist ein Ratgeber für Männer, wie sie mögliche Gewalttäterinnen erkennen können und vermeiden, zum Opfer zu werden. Es beruht auf Einsichten aus Pizzeys dreißigjähriger Tätigkeit auf diesem Gebiet und analysiert auch, welcher Typ Mann besonders gefährdet ist. Die britische Times bespricht dieses Werk unter http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001280292,00.html
PDS: RECHTSEXTREMISMUS KEIN REINER MÄNNERWAHN
Keine aktuelle Nachricht, aber ein immer noch aktuelles Thema: Wenn es um rechte Gewalttaten geht, sind in den Medien tatsächlich fast ausschließlich junge Kerle als Täter zu sehen - eine Darstellung, die mancher Radikalfeministin natürlich eine Steilvorlage bietet. Dass die Wirklichkeit deutlich komplexer aussieht, offenbart Britta Ferchland unter http://www.pds-online.de/partei/aktuell/0005/ferchland.htm
FEMINISTINNEN BESCHIMPFEN MÄNNER- UND VÄTERRECHTLER WIE WARREN FARRELL ALS BEFÜRWORTER VON INZEST
Noch immer findet die Reaktion der Frauenbewegung gegen die Maskulisten hauptsächlich unterhalb der Gürtellinie statt: http://207.216.246.197/magazine/p46i010820p.html Farrell hat inzwischen erstmals erwogen, gerichtliche Schritte gegen die ständigen Beschimpfungen einzuleiten.
VEREINTE NATIONEN NOCH IMMER BLIND GEGENÜBER GENITALVERSTÜMMELUNG BEI JUNGEN
Vor wenigen Tagen kritisierten zwei Menschenrechtsorganisationen die UNO wegen der Diskriminierung von Männern: Während die Vereinten Nationen der Klitorisbeschneidung bei Mädchen recht aggressiv den Kampf angesagt haben, widmen sie ähnlich schwerwiegenden Eingriffen bei männlichen Kindern nicht einmal ihre Aufmerksamkeit. Steven Svoboda, ein an der Elite-Universität Harvard ausgebildeter Anwalt für Menschenrechte, wies darauf hin, dass die Beschneidung von Jungen überall dort vorkomme, wo auch die Beschneidung von Mädchen stattfinde - nur sechsmal so häufig! Svoboda: "Eines Tages werden wir die fehlgeleitete Natur unserer Versuche verstehen, gewaltsame Eingriffe bei weiblichen Genitalien als kriminell zu bezeichnen, während vergleichbar ernstzunehmende, außerordentlich schmerzhafte und verstümmelnde Eingriffe bei männlichen Genitalien erlaubt sind." Auch andere Aktivisten und Aktivistinnen, so etwa Jacqueline Smith, Professorin am niederländischen Institut für Menschenrechte, sprechen sich dafür aus, die Beschneidung bei Jungen ebenso zu bekämpfen wie bei Mädchen. Svoboda verwies auch auf einen Artikel der New York Times vom 1. August 2001, dem zufolge in diesem Jahr allein in Südafrika 35 Jungen an den Folgen ihrer Beschneidung zu Tode kamen. Zehn Prozent oder mehr aller Jungen überstanden diesen aus medizinischer Sicht völlig unnötigen Eingriff nur entweder ganz ohne Penis oder lediglich mit einem entstellten Stummel. Lest den kompletten Artikel unter http://www.backlash.com/content/gender/2001/08aug01/arc0801.html
ERSTER WELTKONGRESS FÜR MÄNNERGESUNDHEIT IN WIEN
Und zwar vom 2. bis zum 4. November diesen Jahres, also rund um den Weltmännertag. Nähere Infos liefert diese Website: http://www.healthandage.com/html/min/wcmh2001/
TV-FRAUENMAGAZINE IN DER KRISE
Die seit 1988 existierende Sendung "Mona Lisa" verzeichnet heute zwanzig Prozent weniger Anteil als noch vor vier Jahren Auch vergleichbaren Magazinen geht es nicht anders. "Brigitte TV" (ARD) und "Nova" (3sat) mussten gar komplett gecancelt werden. Fazit ihrer Macherinnen: "Mit feministischem Anspruch macht man heute offenbar keine Quote mehr. Der Trend geht zum Themen-Mix, der auch Männer interessiert." So sind heute schon 40 Prozent des BR-Magazines "Frauensache" männlich.
DEUTSCHE EXHIBITIONISTIN AM FLUGHAFEN BEN GURION
Die "Jerusalem Post" berichtet über eine deutsche Touristin in Israel, die vor ihrem Aufbruch nach Deutschland auf dem Flughafen offenbar etwas die Zeit mit Sex totschlagen wollte, sich im Parkhaus entkleidete und splitternackt auf des Weges kommende Passagiere wartete. Die Polizei verwarnte sie kurz und ließ sie gehen: http://www.jpost.com/Editions/2001/08/15/LatestNews/LatestNews.32658.html Stellt sich die Frage, was mit einem Mann passiert wäre, der sich ebenso verhalten hätte.
MEINUNG:
--------
FRÜHE WARNUNG FÜR MÄNNER, DENEN EINE SCHEIDUNG DROHEN KÖNNTE
Neil Steykal argumentiert, dass eine Scheidung heutzutage insbesondere für Männer eine derartige Katastrophe bedeuten kann, dass sie besser Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sollten, solange ihre Ehe zumindest noch halbwegs in Ordnung ist. Lest seine praktischen Tipps zur Früherkennung von Problemen in Beziehungen und den angemessenen Umgang damit unter http://www.lewrockwell.com/orig/steyskal2.html
FAMILIENRECHT: SCHLECHTE GESETZE VERJAGEN GUTE ANWÄLTE
Auf ihrer Website http://www.karenselick.com/CareerChange.html erklärt Karen Selick, warum sie ihre Karriere als Anwältin im Familienrecht für beendet erklärt: "Ich denke, Männer werden vor den heutigen Familiengerichten über den Tisch gezogen. Frauen erhalten ihren Unterhalt völlig unabhängig davon, wie sie sich während der Ehe aufgeführt haben. Eine Ehefrau kann eine prügelnde Säuferin sein, die ihren Mann ständig betrügt, und wird trotzdem allein dafür bezahlt, dass sie atmet. ... Kurz: Das Gesetz hat sich bis zu einem Punkt entwickelt, wo ein Anwalt, der die Rechte einer Mandantin vollkommen ausschöpfen will, auch Ansprüche vertreten muss, die ich für unethisch halte, während ein Anwalt, der Männer vertritt, automatisch auf der Verliererseite ist."
FEMINISTISCHE PARANOIA SCHADET OPFERN SEXUELLEN MISSBRAUCHS
In den siebziger Jahren argumentierten Feministinnen, dass in unserer Kultur
Väter regelmäßig ihre Töchter missbrauchten, um sie auf
ihre untergeordnete Rolle in der Gesellschaft vorzubereiten: "Männer
verharmlosen Sex mit Kindern im allgemeinen. Sie betrachten dies augenzwinkernd,
amüsiert, und sie haben einen Sittenkodex, der die männliche Aggression
verherrlicht und damit Sex zwischen Kindern und Erwachsenen weiterhin zulässt."
Dies schrieb Florence Rush in ihrem Inzest-Handbuch "Das bestgehütete
Geheimnis", das heute noch etwa Constanze Elsner in ihrem Buch über
sexuellen Missbrauch (erschienen bei Fischer) empfiehlt.
Während in Deutschland für zahlreiche Medien lange Zeit absurderweise
"jedes dritte Kind" als Missbrauchsopfer galt (der deutsche Kinderschutzbund
nennt hingegen Zahlen, die unter zwei Prozent liegen), sehen in den USA führende
feministische "Forscherinnen" und Aktivistinnen wie Russell und McKinnon
43 Prozent aller Amerikanerinnen als Missbrauchsopfer, die ihre Erinnerung daran
lediglich komplett verdrängt haben. Wendy McElroy argumentiert unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,31970,00.html gegen
diese Paranoia. Der im untersten Prozentbereich liegende Missbrauch, der tatsächlich
stattfinde, müsse selbstverständlich bekämpft werden. Das könne
aber nur geschehen, wenn man seine Ursachen ernsthaft analysiert - und nicht
aus purer Ideologie die Zahlen ins Groteske hinaufschraube, um sich mit Feindbildern
wie dem "Patriarchat" als Schuldigem zufriedenzugeben.
GEGENLÄUFIGE ANSICHTEN ZU DEN TALIBAN
Als in den letzten Wochen, ob in Webforen oder andernorts, die Benachteiligung der Männer in Deutschland zum Thema gemacht wurde, war eines der unvermeidlichen Totschlag-Argumente die um so vieles unerträglichere Situation der Frauen in Afghanistan, um die man sich stattdessen zu kümmern habe. Schon ein Jahr zuvor hatte ein feministisches Ketten-E-Mail die vermeintliche Frauenunterdrückung durch die Taliban-Miliz zum Thema gemacht.
Nun kenne ich mich in Sachen Geschlechterdebatte wahrlich nicht an allen Orten des Globus gleichermaßen aus, und insbesondere Afghnistan gehört keineswegs zu meinen Spezialgebieten. Aber eine Aufgabe der INVISIBLE MEN ist es auch, fundierte Meinungen zu präsentieren, die dem feministischen Mainstream unserer Medien entgegenlaufen.
Es gibt in der Tat Journalisten, welche die These von einer speziellen Unterdrückung des weiblichen Geschlechts durch die Taliban für irrwitzig halten. Ihrer Wahrnehmung zufolge handelt es sich bei Afghanistan um ein komplett am Boden liegendes Land mit völlig zerstörter Infratruktur, in dem die gesamte Bevölkerung gleichermaßen leidet. Dass unter diesem Gesichtspunkt feministisch geprägte Journalistinnen des Westens sich als erstes darüber beklagten, dass es Frauen nicht erlaubt sei, Lippenstift zu tragen, sei schlichtweg grotesk: http://www.comebackalive.com/df/dplaces/afghanis/index.htm Unter anderem sei die gesamte Region mit Landminen durchseucht - denen Frauen zu 10 Prozent zum Opfer fielen (Männer zu 60 und Kinder zu 30 Prozent). Unter Übergriffen der "religious police" litten Männer ebenfalls etwa sechsmal so häufig wie Frauen. Manche Berichterstatter vertreten die These, dass es den Frauen unter der Taliban-Diktatur zwar schlecht gehe, aber immer noch besser als unter der früheren Herrschaft: http://www.lrb.co.uk/v23/n06/burk2306.htm Ein US-amerikanisches Frauenforum, in dem diese Ansichten kontrovers diskutiert werden, ist http://forums.about.com/ab-womensissues/messages?msg=1430.1 Der anglo-amerikanische Maskulist David Byron schließlich legt in einem ausführlichen und gründlich recherchierten Essay dar, warum er die Behauptung, dass es den Frauen unter der Taliban-Herrschaft schlimmer als den Männern gehe, für einen weiteren feministischen Mythos hält: http://members.tripod.com/feministhate/id152.htm
MEDIAWATCH:
----------
PLATZVERWEIS IN NECKARSULM
Joachim Müller präsentiert in seinem Forum folgenden Artikel über häusliche Gewalt: http://www.stimme.de/news/regional/artikel/index.cfm?id=1983210662 Während es auf dem dazugehörigen Foto und im Großteil des Textes um prügelnde Männer geht, erfährt der Leser nebenbei vom Neckarsulmer Ordnungsamtsleiter, "dass es auch prügelnde Frauen gibt". Das ist ja schon mal etwas. Allerdings mag man sich als aufmerksamer Leser ein wenig an der Formulierung stoßen. Dass es auch prügelnde Frauen GIBT, ist nichts umwerfend Neues. Interessant ist allerdings das, was man im Text eher so nebenher erfährt - nämlich dass erstens in zwei von sechs Fällen der Täter weiblich war und dass zweitens von diesen Täterinnen durch Waffeneinsatz die größere Gefahr bzw. der größere Schaden für das Opfer entstanden ist. Wenn der Leser jetzt noch wüsste, dass bei männlichen Opfern die Dunkelziffer weitaus größer ist als bei weiblichen, dann hätte er ziemlich genau jenes Bild von der Gesamtsituation vor Augen, das von Professor Bock und etlichen anderen internationalen Wissenschaftlern seit Jahren gezeichnet wird: Mindestens gleich große Bedrohung geht von den Frauen aus. Der Schwerpunkt in der Berichterstattung liegt indes selbstverständlich auf den männlichen Tätern.
WITZE, DIE ES KOMISCHERWEISE NICHT MIT VERTEILTEN GESCHLECHTERROLLEN GIBT (Teil 1):
"Wieso hat dein Vater ausgerechnet beim Beten seine Vorderzähne verloren?" – "Als er bei `Und erlöse uns von dem Übel´ Mama angeguckt hat, muss sie ihn wohl missverstanden haben."
(präsentiert von Girlscamp-Moderatorin Barbara Schöneberger als Lieblingswitz in der letzten Bild am Sonntag)
BUCHTIPP:
--------
Heute bedienen wir uns der Website der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Duisburg: http://www.frauenbuch.com/buch_humor.html Dort findet man unter der Abteilung "Humor" nicht nur unverhohlenen Sexismus wie "Sternzeichen Scheißkerl" oder "Die Lügen der Männer". Auch Valerie Solanas "Manifest zur Vernichtung der Männer" wird hier als "brillant" und "witzig" hervorgehoben. Die INVISIBLE MEN sind dieser Empfehlung gefolgt und haben aus Solanas Werk die launigsten Leckerbissen als kleine Leseprobe herausgegriffen.
Das Manifest beginnt mit folgender Passage: "Heute ist es technisch möglich, sich ohne die Hilfe der Männer ... zu reproduzieren und ausschließlich Frauen zu produzieren. Wir müssen sofort damit beginnen. Der Mann ist eine biologische Katastrophe: Das (männliche) y-Gen ist ein unvollständiges (weibliches) x-Gen, d. h. es hat eine unvollständige Chromosomstruktur. Mit anderen Worten, der Mann ist eine unvollständige Frau, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist. Mann sein heißt, kaputt sein; Männlichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Männer sind seelische Krüppel." (S. 25) Was genau das bedeutet, erläutert Solanas wie folgt: "Der Mann ist völlig egozentrisch, in sich selbst eingekerkert und unfähig, sich in andere hineinzuversetzen oder sich mit ihnen zu identifizieren, unfähig zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung oder Zärtlichkeit. Er ist ein vollkommen isoliertes Einzelwesen, unfähig zu irgendwelchen Beziehungen mit anderen. Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn; seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft, geistigem Kontakt. Für ihn gibt es nichts außer seinen eigenen, physischen Sensationen. Er ist ein halbtoter, reaktionsloser Klotz, unfähig, Freude und Glück zu geben oder zu empfangen; so ist er bestenfalls ein altes Ekel, ein harmloser Tropf; denn Charme hat nur, wer auf andere einzugehen vermag. Der Mann ist irgendwo im Niemandsland zwischen Mensch und Affe stehen geblieben, wobei er schlechter dran ist als die Affen ... Obwohl er ausschließlich physisch existiert, ist der Mann nicht einmal als Zuchtbulle geeignet." (S. 26) Ein paar Dutzend Seiten weiter führen diese Gedanken Solanas die Autorin zu folgender Schlussfolgerung: "Der Mann ist von Natur aus ein Blutsauger, ein emotionaler Parasit und daher ohne moralische Lebensberechtigung; denn niemand hat das Recht auf die Kosten eines anderen zu leben. Wie die Menschen durch ihre höhere Entwicklung und ihr höheres Bewusstsein ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden haben, so haben die Frauen ein größeres Lebensrecht als die Männer. Die Vernichtung sämtlicher Männer ist daher eine gute und rechtliche Tat; eine Tat, die sich zum Wohl der Frauen wie zum Segen aller auswirken würde." (S. 62-63)
Die Autorin wird aber noch viel brillanter: "Die wenigen überlebenden Männer mögen ihre kümmerlichen Tage mit `Dropout´ und Drogen weiterfristen, als Transvestiten in Frauenkleidern herumstolzieren ... oder sie können gleich um die Ecke zum nächsten Selbstmord-Center gehen, wo sie unauffällig, schnell und schmerzlos vergast werden." (S. 77) Und schließlich zieht sie das Fazit: "Vor der Einrichtung der Automation, vor der Ersetzung der Männer durch Maschinen, sollen die Männer den Frauen zu freier Verfügung stehen, ihnen dienen, alle ihre Launen fördern, allen ihren Befehlen gehorchen, sich ihnen total unterwerfen, perfekten Gehorsam gegenüber der Frau als ihren einzigen Lebenszweck akzeptieren ... Rational denkende Männer wollen zusammengeschlagen, mit Füßen getreten, am Boden gehalten, niedergedrückt und wie Hunde behandelt werden; dreckig, wie sie sind, wollen sie ihre Widerwärtigkeit bestätigt wissen." (S. 78-79)
Solanas beließ es übrigens keineswegs beim bloßen Theoretisieren, sondern setzte ihre Aggressionen in die Tat um und streckte mit mehreren Schüssen den Pop-Art-Künstler Andy Warhol nieder. Danach jagte sie seinem Angestellten Mario Amaya eine Kugel in die Hüfte.
Ja, liebe sozialdemokratische Frauen Duisburg, das ist doch einmal eine Buchempfehlung, die es in sich hat. So offenkundig ist es selten geworden, warum wir endlich mehr Frauen wie euch in der Politik brauchen. Nur eine Bitte: Bevor ihr Hitlers "Mein Kampf" in eure Rubrik "Ratgeber" aufnehmt, schickt mir doch rasch eine Mail zur Info, einverstanden?
ZUR DOKUMENTATION 1: FRIEDENBERGER GEGEN STRAFERLEICHTERUNG FÜR MORDENDE
EHEFRAUEN
---------------
Die Ausgabe der Zeitschrift SPIEGEL 25/2001 meldete in einem Artikel, dass die Bundesregierung eine Straferleichterung bei bestimmten Fällen von Mord plane: "Wenn der Täter oder die Täterin zwar heimtückisch, aber aus einer ungewöhnlichen Notlage heraus handelt, soll auch eine mildere Strafe als lebenslänglich möglich sein. Dies beträfe etwa Ehemänner, die aus Verzweiflung ihre sie terrorisierenden Männer ermorden." Dieser Ansatz wird in den USA bereits vertreten, wo er von Feministinnen unter dem Begriff "battered woman syndrome" eingebracht, von Kritkern allerdings als unhaltbar abgelehnt wurde. (Eine ausführlichere Darstellung dazu wird in "Sind Frauen bessere Menschen?" erscheinen.) Hierzulande bezieht Georg Friedenberger Stellung gegen diesen Vorstoß von Rot-Grün. Friedenberger ist langjähriger Mitarbeiter des Justizministeriums und Autor des Buches "Die Rechte der Frauen – Narrenfreiheit für das weibliche Geschlecht? Wie Feministinnen Gesetze diktieren" (Königsbrunn 1999). Wir bringen hier einen Auszug seines offenen Briefes, der an Medienorgane und politische Parteien gerichtet ist:
"... Wie soll eine `heimtückische Tötung´ mit einer `außergewöhnlichen Notlage´ kombiniert werden können? Wer sich von seinem Partner terrorisiert fühlt, kann diesen verlassen, kann Strafanzeige wegen Körperverletzung erstellen usw. - jedenfalls aber darf er ihn nicht ermorden! Es sieht ganz danach aus, als möchte die Feministen-Riege innerhalb der Regierung einen Freibrief für Frauen zur Partnertötung (nach teilweise amerikanischem Muster) einführen. ... Wenn also eine Frau ihren Partner ermordet und hinterher behauptet, von ihm `terrorisiert´ worden zu sein (das Mordopfer kann sich ja nicht mehr verteidigen), soll sie milde bestraft werden! Selbst wenn das Gesetz geschlechtsneutral formuliert werden sollte (es soll ja auch Frauen geben, die ihre Männer terrorisieren - vielleicht sogar häufiger als umgekehrt), würden die mildernden Gesichtspunkte wohl kaum einem Mann zugute kommen - es gibt schließlich nur ein Opfergeschlecht. ..."
ZUR DOKUMENTATION 2: JURISTISCHE STUDIEN BELEGEN BESSERBEHANDLUNG VON FRAUEN
VOR GERICHT
-----------------
Das renommierte juristische Magazin "Los Angeles Daily Journal"
veröffentlichte am 1. August diesen Jahres einen Artikel des Rechtsanwaltes
Marc Angelucci, in dem dieser anhand verschiedener Studien zusammenstellt, welchen
Einfluss die Geschlechtszugehörigkeit auf das Urteil in einem Gerichtsprozess
hat. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das Geschlecht im Justizsystem eine
weit diskriminierende Rolle spielt als etwa die Rasse:
- Wenn bei einem Mord der Täter männlich statt weiblich ist, steigt
für ihn die Wahrscheinlichkeit der Todesstrafe um mehr als das Zwanzigfache.
- Bei exakt demselben Verbrechen steigert eine männliche Täterschaft
die Wahrscheinlichkeit auf eine Haftstrafe um 165 Prozent. Wenn ein Schwarzer
der Täter ist, steigert das die Wahrscheinlichkeit einer Haftstrafe um
19 Prozent.
- Ist das Mordopfer weiblich, verlängert das die Haftzeit des Täters
um 40,6 Prozent. Ist das Opfer weiß statt schwarz, verlängert das
die Haftzeit des Täters um 26,8 Prozent.
- Die lange Zeit vertretene feministische Theorie, dass vor allem Frauen im
Rechtssystem zu kurz kommen, erscheint bei näherer Überprüfung
nicht nur unhaltbar, sondern nachgerade albern. Wenn für dasselbe Verbrechen
Männer ins Gefängnis wandern und Frauen auf Bewährung freikommen,
reagieren darauf Frauenrechtlerinnen mit der Klage, dass die Frauen diskriminiert
würden, weil sie längere Bewährungsfristen erhielten. Dringend
notwendige Task Forces oder Kommissionen, welche die juristische Benachteiligung
von Männern untersuchten, gibt es bislang jedoch nicht.
Für alle, die des Englischen mächtig sind, hier der Artikel im Original:
Males Get Longer Sentences than Females for Same Crime
Originally printed in: Los Angeles Daily Journal, August 1, 2001
Author: Marc Angelucci, Angelucci2000@alumni.law.ucla.edu
When Etta Ann Urdiales was murdered in Colorado, two completely different juries convicted two different people of the crime. Both juries believed there was only one murderer. One convicted Bobbie Hogan, a woman. The other convicted Jess Jacobs, a man. She got 10 years in prison. He was put to death. This case is just one example of the discrimination men face in criminal courts throughout the United States.
According to Pradeep Ramanathan, vice president of the National Coalition of Free Men (NCFM), a volunteer, non-profit organization that has explored and addressed men's issues since 1976, "All the research clearly demonstrates that gender is the most significant biasing factor in determining whether or not someone will be charged, prosecuted, indicted and sentenced, as well as determining the severity of the sentence."
And Ramanathan is right. Department of Justice figures show that being male increases a murderer's chance of receiving a death sentence by more than 20 times. And the data repeatedly confirms that men receive higher sentences than women for the exact same crime. One study, published in Justice Quarterly in 1986, examined 181,197 felonies in California and found that, for the same crime, being male increased the chance of incarceration by 165 percent. Being black, in comparison, increased the chance of incarceration by 19 percent.
Another study, published in Crime & Delinquency in 1989, examined non-accomplice crimes and factored together the number of charges, convicted offenses, prior felony convictions, as well as the race, age, work history and family situation of the accused and found that "gender differences, favoring women, are more often found than race differences, favoring whites."
In yet another study, published in the International Journal of the Sociology of Law, researchers Mathew Zingraff and Randall Thomson found that being male increases sentence lengths more than any other discriminatory variable.
The bias applies to victims as well as the accused. When Edward Glaeser of Harvard University and Bruce Sacerdote of Dartmouth College examined 2,800 homicide cases randomly drawn from 33 urban counties by the Bureau of Justice Statistics, they found that killing a female instead of a male increased sentences by 40.6 percent. Killing a white instead of a black, in comparison, increased sentences by 26.8 percent.
Even when the exact same type of crime is accounted for, the disparities still persist. For example, a drunk driver who kills a black male receives an average sentence of two years. A drunk driver who kills a white male, four years. A drunk driver who kills a white female, six years.
To those who recognize the problem, gender stereotypes are a major culprit. In a 1991 NCFM report titled "Gender and Injustice," researchers John Ryan and Ian Wilson suggest the problem stems from stereotypes about women being more innocent, more reformable and less dangerous than men. Barbara Swartz, former Director of New York's Women's Prison Project, called it the "chivalry factor" and says, "If there were more women judges, more women would go to jail."
Others attribute the problem to the devaluing of male lives. But addressing the causes does little good when the public does not even recognize the problem. One reason that we don't is that the task forces that we appoint to investigate the problem are just as biased as the legal system that they are supposed to monitor, so a full picture of the bias never gets drawn.
In 1980, the National Organization for Women and the National Association
of Women Judges formed the National Judicial Education Program to Promote Equality
for Women and Men in the Courts (NJEP). In 1986, they wrote "Operating
a Task Force on Gender Bias in the Courts: A Manual for Action," which
became the manual used by gender bias task forces nationwide. The manual opens
by stating that gender bias operates more
frequently against women and that it is not a contradiction for task forces
to focus primarily on bias against women in courts.
As one might guess, this is exactly what the task forces do. "None of (the commissions) study bias against men," said Ramanathan.
For example, even though men are more likely to get prison and women to get probation for the same crime, a New York task force claimed that it is women who were discriminated against because - get this - they receive longer probation periods. One commission recently justified giving women shorter sentences because women are often custodial parents. But the sentencing disparities persisted in the above studies that took family situations are accounted for. So even if custodial parenthood justifies a shorter sentence, courts are giving men longer sentences than women even when neither (or both) are custodial parents. Needless to say, when a father commits a crime, the courts have no trouble calling him an unfit parent and removing him from his kids.
The gender bias in our courts and in our gender bias task forces is not just an injustice to the victims; it is a tragic betrayal of public trust. In fact, as embarrassing as it sounds, we may need to create task forces to investigate the gender bias of the task forces that we created to investigate gender bias in the first place. ---
LESERPOST:
-------
In der letzten Ausgabe der INVISIBLE MEN mokierte ich mich darüber, dass das Bundesministerium für Familie, Frauen etc. ein Obdachlosenheim als "Männerhaus" bezeichnet hatte. Dies war aber gar nicht der Fall, korrigiert mich mein Leser Joachim Müller:
"Der Begriff `Männerhaus´ taucht in der Pressemitteilung des BMFSFJ vom 1.8.2001 nicht auf. Allerdings habe ich ihn im Betreff verwendet, als ich den Text in die Mailinglisten von VAfK und paPPa.com stellte. Ich bin übrigens tatsächlich dafür, die Obdachlosenheime als Männerhäuser zu bezeichnen. Dies tat erstmals Horst Schmeil vom Väteraufbruch, als er während der Expertenanhörung zum Gewaltschutzgesetz am 20. Juni 2001 im Bundestag Norbert Geis einen Zettel zusteckte, auf dem er diesen Vergleich zog. Der qualitative Unterschied in der Förderung von Frauenhäusern und Männerhäusern macht die unterschiedliche Wertschätzung der Politik für die In-Not-Gekommenen beiderlei Geschlechts sehr deutlich. Dieses Thema harrt noch der Aufarbeitung."
Soviel für diese Woche. Einen ganz herzlichen Gruß an euch alle,
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 12
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zwölften Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Zunächst einmal eine Info an alle: Dank des freundlichen Einsatzes meiner Leser Joachim und Joachim gibt es jetzt zwei übersichtliche Archive sämtlicher INVISIBLE-MEN-Ausgaben im Internet:
http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html sowie
http://f25.parsimony.net/forum63299/
Wer also irgendwelche Infos zu früher behandelten Themen sucht, wird auf diesen Websites fündig werden. Lediglich so mancher Link, der auf die Online-Ausgaben bestimmter Zeitungen und Magazine gesetzt wurde, führt irgendwann ins Leere, aber das ist nicht zu ändern. Den Joachims sage ich jedenfalls ganz herzlichen Dank!
Des weiteren habe ich dieser Tage von dem Lektor meines Buches SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN? Rückmeldung erhalten. Da sie auch die Vor- und Mitarbeit von vielen von euch betrifft, möchte ich sie gern mit euch teilen: "Vorab ein großes Kompliment für diese aufregende, kritische und auch mutige Darstellung und Auseinandersetzung mit den unsäglichen Klischees, die durch den Feminismus über uns gekommen sind. Bei vielen Dingen hat man ja eine Ahnung, dass hier Unsinn verbreitet wird, aber hier bekommt man Munition - im Sinne von Argumentationshilfe. Ich denke, dass Ihr Buch dringend gebraucht wird. Und da sehr viel und gründlich recherchiertes Material ausgebreitet wird, bin ich schon auf die Kritiken und die Gegenargumente gespannt. Gegenargumente - das dürfte schwer fallen. Gekeife wird es geben, unsachliche Breitseiten usw." Das wäre dann das, was wir auch aus diversen Internetforen bereits gewohnt sind. Davon abgesehen haben wir jedoch allen Grund guter Dinge zu sein.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
NEWS:
----
POLIZEI KENNT BEI HÄUSLICHER GEWALT NUR MÄNNLICHE TÄTER
Die Gewerkschaft der deutschen Polizei fordert eine Handhabe, "gewalttätige Männer" endlich aus der Wohnung weisen zu können. Dieses Ziel solle auch Bestandteil der polizeilichen Fortbildung werden:
http://www.gdp-hamburg.de/aktuell/010427_pm73.htm Zudem plant die GdP mit einer Frauenhilfsorganisation mit dem bezeichnenden Namen "terre des femmes" ein Gedenktag mit dem ebenso bezeichnenden Namen "Nein zu Gewalt an Frauen" (Untertitel: "Gewalt gegen Männer ist uns wurscht"?). Man fühlt sich hier unweigerlich an die alte These Esther Vilars erinnert, der zufolge es völlig egal ist, wenn die Verantwortlichen im Staate hauptsächlich Männer sind, weil auch von den "patriarchalen Institutionen" vorwiegend die Anliegen des weiblichen Geschlechts bedient werden. (Siehe zu diesem Thema auch die Buchvorstellung gegen Ende des zines.)
RTL: LAUT OBSKUREN "SCHÄTZUNGEN" JEDER DRITTE MANN OPFER HÄUSLICHER GEWALT
Die Ministerinnen Bergmann und Däubler-Gmelin erhalten den von ihnen verzapften Kokolores ("Schätzungen zufolge ist jede dritte Frau Opfer häuslicher Gewalt") inzwischen mit gleicher Münze zurück: http://www.rtl.de/rtlworld.html?page=http://www.rtl.de/402958.html&banner=/world/magazine/punkt_12/sonstige&Color=89d11f (Auch dazu passt die Buchvorstellung weiter unten.)
LEHRERINNEN DISKRIMINIEREN JUNGEN
Angeheizt durch die Statements Doris Lessings ("Männer, wehrt euch!") rückte die Tatsache ins Licht, dass Mädchen weitaus bessere Noten und Schulabschlüsse vorweisen können als Jungen. Solange der Fall noch umgekehrt lag, sprach jeder von Diskriminierung an unseren Schulen und unter anderem Teile der Grünen forderten ein Ende des gemeinschaftlichen Unterrichts von Jungen und Mädchen. Jetzt, wo das männliche Geschlecht deutlich zurückliegt, schauen die Verantwortlichen in eine andere Richtung. Dabei exisitiert inzwischen eine Anzahl von Untersuchungen, die sämtlich eine Diskriminierung von Jungen durch Lehrerinnen beweisen - die ältesten davon reichen zurück bis 1964: http://www.observer.co.uk/comment/story/0,6903,539031,00.html
SPD DUISBURG MACHT NICHT LÄNGER WERBUNG FÜR MÄNNERVERGASUNGSPHANTASIEN
In der letzten Ausgabe unseres zines hatten wir über eine Website berichtet, auf der die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Duisburg Valerie Solanas "Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer" als Buchtipp ausgestellt hatte. Dieses Manifest beschrieb Männer als genetisch minderwertig und forderte ihre Massenvernichtung unter anderem durch Vergasung, weshalb diese Buchempfehlung von mir scharf kritisiert wurde. Selbstverständlich ließ ich auch der SPD Duisburg selbst eine Ausgabe meines zines zukommen. Ich erhielt darauf zwar typischerweise keine Antwort (bei anderen Institutionen oder Zeitschriften, die ich in meinem zine kritisiere, läuft das genauso), aber wie ich durch die Mail eines aufmerksamen Lesers erfuhr, war Solanas Buch wenige Tage später von der SPD-Website verschwunden. Ob das Einsicht zu verdanken ist oder lediglich der Befürchtung, der politische Gegner könnte aus dieser Vorlage Kapital schlagen, darüber lässt sich nur spekulieren. Andere sexistische,aber nicht-faschistoide Bücher wie etwa "Sternzeichen Scheißkerl" oder "Die Lügen der Männer" sind auf der SPD-Website jedenfalls weiterhin zu finden.
DIEBIN VON 250.000 DOLLAR WEGEN "EINKAUFSSUCHT" VON GEFÄNGNIS VERSCHONT
Sie habe das Geld nur gestohlen, um ihre Konsumsucht zu befriedigen, urteilte der Richter. "Werden wir als nächstes Vergewaltiger laufen lassen, wenn sie angeben, sexsüchtig zu sein?" fragt der britische Independent unter http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=88525
FEMINISTINNEN AGITIEREN GEGEN SEXUELLE AUFKLÄRUNG
Der Inhalt dieser sexuellen Aufklärung umfasst nämlich unter anderem die Binsenweisheit, dass die gesundheitliche Gefahr für ein neues Kind ab einem bestimmten Alter der Mutter deutlich ansteigt. Die protestierenden Frauengruppen argumentieren nun, die Weitergabe solcher Informationen würde junge Frauen zu früher Mutterschaft treiben, statt sie Karriere machen zu lassen: http://www.nandotimes.com/opinions/story/62917p-904216c.html Dass auch heute Frauen NICHT alle Wünsche gleichermaßen erfüllt bekommen können, EGAL, was manche Medien sagen, scheint für bestimmte Aktivistinnen ein allzu heftiger Realitäts-Schock zu sein. "Warum ist es nicht koscher, Feminismus und Fakten zu vermischen?" fragt dazu Betsy Hart vom "Jewish World Report": http://www.jewishworldreview.com/cols/hart081401.asp
BERGMANN DISKUTIERT MIT VÄTERN IN KASSEL
Der Väternotruf vermeldet: Am 5.9.2001 wird Frau Dr. Bergmann auf einer Podiumsdiskussion der Vätergruppe Kassel teilnehmen. Thema: "Mehr Spielraum für Väter". Es wäre schön, wenn sich der eine oder andere engagierte Vater daher nach Kassel "verirrt". Wer interessiert ist, möge bitte ein Mail an Rüdiger Meyer-Spelbrink als Vertreter des Väternotrufes senden (info@meyer-spelbrink.de), um von diesem dann das genaue Programm und einen Plan von Kassel zugefaxt zu bekommen. Vertreter der "Haudrauf-Fraktion" seien für die Debatte mit der Ministerin allerdings ausdrücklich nicht erwünscht.
SCHLAG FÜR MÄNNERDISKRIMINIERENDE UNIVERSITÄT
Ian Maitland, Professor an der Universität Minnesota in Minneapolis, verklagte diese Lehranstalt aufgrund der Diskriminierung von männlichen Professoren. In seiner dritten Entscheidung zu diesem Fall überstimmte ein Berufungsgericht in den USA ein früheres Urteil, das zugunsten der Uni ausfiel: http://news.excite.com/news/uw/010817/university-69
PORNOGRAPHIE HEISSES THEMA AUF DEM CAMPUS
Die akademische Diskussion zum Thema Porno scheint in den USA endlich über das triviale "Verbieten oder nicht verbieten?" hinaus zu sein: http://www.boston.com/dailyglobe2/232/nation/Porn_is_hot_course_on_campus+.shtml Im Fachbereich "Frauenstudien" wird es inzwischen zur Arbeitsaufgabe, einen pornographischen Text zu erstellen, Porno-Stars werden zu Gastvorträgen eingeladen, und selbst renommierte wissenschaftliche Journale widmen sich zunehmend diesem Thema. Die meisten Lehrenden in diesem Spektrum sind Frauen: Sie weisen die feministische Ideologie von der frauenunterdrückenden Pornographie zurück und betrachten Erotika stattdessen als frauenbefreiend. Männliche Professoren haben hingegen noch unter den üblichen Diskriminierungen zu leiden, so etwa unter der ständigen Bedrohung, durch ihren Unterricht der sexuellen Beklästigung bezichtigt zu werden.
UNTERIRDISCHES HAUPTQUARTIER DES PATRIARCHATS ENTDECKT
Lest die schockierende Wahrheit mit kompletten photographischen Beweisen unter http://members.cts.com/king/n/ndanger/980606/patri.htm
LONDON: "MANKIND CONFERENCE" IM SEPTEMBER
Am 15. September 2001 wird in London eine internationale "Mankind Conference" stattfinden, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, männerfeindliche Strukturen in unserer Gesellschaft zu benennen und Lösungsvorschläge anzubieten: http://www.electromagnetism.demon.co.uk/2001.htm
NIEDERLANDE: BLITZSCHEIDUNG AN EINEM TAG
In Holland ist seit neuestem für kinderlose Ehepaare eine friedliche Scheidung in kürzester Zeit möglich: http://www.sz-newsline.de/bli/GJV1TOUC_1.php3
MEINUNG:
---------
"UNSERE KULTUR PREIST FRAUEN UND DÄMONISIERT MÄNNER"
Ausgehend von der Debatte um Doris Lessings "Wehrt euch, Männer!" skizziert Mary Kenny für den britischen Sunday Telegraph eine Gesellschaft, in der Frauen kontinuierlich in den Himmel gehoben und Männer schlecht gemacht werden: ob in der Werbung, Filmen, Daily Soaps oder in der Literatur. Dass da Selbstmorde, Autounfälle und Drogenmissbrauch bei Männern um so vieles höher sind als bei Frauen, sei nicht verwunderlich: http://www.dailytelegraph.co.uk/dt?ac=005803949304366&rtmo=Qe9LmwkR&atmo=rrrrrrrq&pg=/01/8/19/do09.html
Auch die britische Times macht es zum Thema, dass in unserer Gesellschaft mittlerweile Jungen und nicht Mädchen massiv benachteiligt werden: http://www.thetimes.co.uk/article/0,,7-2001282346,00.html
PATRICIA OVERBERG: DISKRIMINIERUNG MÄNNLICHER OPFER VON HÄUSLICHER GEWALT IN KOLLISION MIT MENSCHENRECHTEN
Einen weiteren Beleg dafür, wie intensiv dieses Thema in den Medien der USA bereits diskutiert wird, liefert die Los Angeles Daily News, das Konkurrenzblatt zur L.A.Times: http://www.dailynewslosangeles.com/opinions/articles/0801/21/lvew01.asp Patricia Overberg ist übrigens die erste, die sich für die Aufnahme auch männlicher Opfer in den Notunterkünften einsetzte. Inzwischen hat sie zahlreiche Mitstreiter(innen) gewonnen, die ebenfalls die Ansicht vertreten, dass das Problem für beide Geschlechter gleichermaßen virulent ist. Lediglich die Behörden und die politischen Entscheidungsträger sind immer noch ausgesprochen zögerlich.
17. APRIL 1971: BEGINN EINER INTERNATIONALEN HYSTERIE
Rael Jean Isaac vom feminismuskritischen Independent Women´s Forum skizziert den historischen Ablauf einer Ideologie, der zufolge sexueller Missbrauch in den Familien unserer Gesellschaft an der Tagesordnung ist, die dann aber selbst für etliche Familien und Einzelpersonen katastrophale Folgen hatte: http://www.iwf.org/pubs/twq/Summer2001c.shtml
SCHEINT, ALS SEIEN NICHT ALLE KINDERMÖRDER GLEICH
Janet Albrechtsen stellt die Reaktionen von Öffentlichkeit und Justiz zu männlichen und weiblichen Kindermördern einander gegenüber und kommt zu wenig überraschenden Ergebnissen: http://www.theage.com.au/news/state/2001/08/23/FFXH6PLKOQC.html
STEVEN BERKOFF: MÄNNER BRAUCHEN BESSEREN SCHUTZ VOR FALSCHEN BESCHULDIGUNGEN DER VERGEWALTIGUNG
Das Edinburgh-Buchfestival, auf dem letzte Woche schon Doris Lessing durch ihre Thesen zum Geschlechterkonflikt auffiel, ist erneut in den Schlagzeilen: Der Schauspieler und Autor Steven Berkoff sieht sich seiner Darstellung nach unbegründeten Beschuldigungen ausgesetzt, eine Frau vergewaltigt zu haben, forderte auf diesem Festival besseren gesetzlichen Schutz für Männer in dieser Situation und ist selbst bereit, bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu prozessieren. Berkoff, der ironischerweise als feministischer Autor bekannt wurde, stellt klar: "Ich war einmal ein Feminist. Jetzt bin ich ein Frauenfeind. Ich bin so oft von Frauen in der Presse angegriffen worden, und jetzt mit meinem persönlichen Skandal hab ich´s einfach satt. Bestimmte in der Öffentlichkeit stehende Personen sind Freiwild geworden." Der britische Guardian berichtet unter http://film.guardian.co.uk/News_Story/Guardian/0,4029,541271,00.html
TV-TIPP:
---------
ARTE-FERNSEHABEND ZUM THEMA SEXUELLER MISSBRAUCH AM 6. SEPTEMBER
Beginnend um 20:45 Uhr wird arte das TV-Drama "Schande", eine Dokumentation über Missbrauchsopfer, eine Dokumentation über die "Anziehung der Unschuld" und eine in zwei Teile zerfallende Gesprächsrunde ausstrahlen. Da ich diesen Sender leider immer noch nicht empfange, wird es in den INVISIBLE MEN dazu keine MEDIAWATCH-Kurzanalyse geben.
BUCHTIPP:
--------
RATGEBER FÜR OPFER FALSCHER ANSCHULDIGUNGEN
Des Englischen kundige Leser, die sich für den richtigen Umgang mit falschen Anschuldigungen bezüglich sexueller Übergriffe interessieren, können bald auf einen neuen Ratgeber zurückgreifen. Am 1. Oktober erscheint in den USA Dean Tongs neuestes Buch "Elusive Innocence: Survival Guide for the Falsely Accused". Verschiedene US-amerikanische Fachleute in dieser Debatte überschütten es auf Tongs Werbeseite für dieses Werk bereits mit Lob: www.abuse-excuse.com Auch Tongs letzte Veröffentlichung zu diesem Problem "Ashes to Ashes, Families to Dust: False Accusations of Child Abuse: A Roadmap for Survivors" erhielt bei der Online-Buchhandlung amazon.com nichts anderes als Fünf-Sterne-Rezensionen: http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/096548338X/qid=997974814/sr=1-1/ref=sc_b_1/103-4246502-6434241
BUCHVORSTELLUNG:
---------
DOKTORARBEIT BOT SCHON 1996 MASSIG INFOS ZU HÄUSLICHER GEWALT GEGEN MÄNNER
Ich habe Jürgen Gemündens an der Uni Mainz erstellte soziologische Doktorarbeit "Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften" bewusst als Buchvorstellung statt als Buchtipp deklariert, weil sie als akademische Arbeit für den Durschnittsleser dieses zines vermutlich nur begrenzten Lesegenuss bietet. Auch ich habe etliche Seiten lediglich quergelesen, wenn es allzu wissenschaftstheoretisch wurde. Nichtsdestoweniger muss hervorgehoben werden, dass Jürgen Gemünden das Thema "männliche Opfer von häuslicher Gewalt" in dieser Arbeit bereits in seiner vollen Bedeutng erfasst hat, als die meisten von uns, ich eingeschlossen, es noch für ein auf wenige Einzelfälle beschränktes Kuriosum hielten. Leider bedeutet eine Publikation in einem wissenschaftlichen Buchverlag wie Tectum oft eine Veröffentlichung außerhalb der Öffentlichkeit. (Ich kenne weiß das, weil meine eigene Examensarbeit im selben Verlag erschienen ist und ich die mehr als mageren Verkaufszahlen solcher Titel auch von meiner Tätigkeit als Lektor her kenne.)
Gemündens Arbeit umfasst 300 Seiten und ist sehr dicht mit bedeutsamen Informationen gespickt. Wenn hier und da einige Zusammenhänge und Folgen noch nicht gesehen werden, dann liegt das einzig und allein daran, dass vor fünf Jahren die entsprechenden Informationen einfach noch nicht existierten. Jedenfalls findet man in dieser Arbeit sehr viel Material, davon auch einiges, das mir selbst bislang unbekannt war. Gemünden skizziert den bisherigen Ablauf der Debatte um häusliche Gewalt insbesondere gegen Männer, erläutert die Hintergründe und wägt die verschiedenen ins Felde geführten Argumente sorgsam gegeneinander ab. Zumindest als Autor dieser Arbeit ist er ganz klar kein maskulistischer Aktivist, sondern ein Wissenschaftler, der sich erfolgreich alle Mühe gibt, diesem Problemfeld in seiner Komplexität gerecht zu werden.
Für die INVISIBLE MEN indes halte ich es für angemessen, nicht Gemündens Arbeit an sich zu analysieren, sondern jene Ergebnisse herauszugreifen, die ich für unser Thema als besonders aufschlussreich erachte. Zugegebenermaßen kann man hier eine gewisse Willkür vorwerfen. Wer sich davor schützen möchte, muss sich die Arbeit eben doch im Original besorgen.
Hier also einige von Gemündens Ergebnissen:
- "In Bezug auf das Geschlecht kann festgehalten werden, daß als Gewalt definierbare Aktionen von Männern und Frauen ungefähr genauso häufig begangen werden bzw. Männern und Frauen zustoßen, während Strategien des Ziehens von Konsequenzen deutlich häufiger von Frauen angewandt werden: Frauen geben durchschnittlich etwa sechsmal häufiger an, daß die Gewalttätigkeiten ihres Partners Grund für die Scheidung waren, sie verständigen sechs- bis siebenmal häufiger die Polizei, wenn es zu Gewalttätigkeiten in der Partnerschaft gekommen ist, sie erstatten zehn- bis zwanzigmal häufiger Strafanzeige gegen den Partner, als dies Männer tun. Ferner sind sie im wesentlichen die einzigen, die wegen Gewalttätigkeiten in der Partnerschaft Beratungszentren aufsuchen oder wegen ihrer erlittenen Verletzungen medizinische Notfallzentren aufsuchen und sich dort als Misshandlungsopfer zu erkennen geben." Männer erstatten meist erst dann Anzeige, wenn sie sich während eines Angriffs in unmittelbarer Lebensgefahr befinden.
- Beispielsweise riefen einer Untersuchung zufolge 8,5 Prozent der misshandelten Frauen, aber nur 0,9 Prozent der misshandelten Männer die Polizei. Diese Prozentverteilung deckt sich mit den tatsächlichen Statistiken der bei Dienststellen eingehenden Notrufe: Zwei Drittel bis neun Zehntel sind von Frauen. Der Grund dafür scheint hauptsächlich darin zu liegen, dass das Verständigen der Polizei für Frauen die erfolgsversprechendere Strategie ist, weil die Opferrolle für Frauen sozial anerkannt ist. Das zeigen auch die Ergebnisse einer Untersuchung über Polizeinotrufe in Bayern: "Diese fanden, dass die Polizisten damit Schwierigkeiten haben, Frauen als Täter einzustufen, weil dies nicht ihrer Vorstellung von einem `richtigen Täter´ und einem `richtigen Opfer´ eines Familienstreits entspricht; sie sehen auch eher dann keine Notwendigkeit zum Eingreifen, wenn der Täter eine Frau war". Inszenierte Fälle von Frauenmisshandlung würden demzufolge von Polizisten weit eher geglaubt, während Männern, die sich wegen Misshandlungen an die Polizei wenden, eher kein Glaube geschenkt wird.
- Ministerin Bergmanns Vorschläge, geprügelte Männer bräuchten keine staatliche Hilfe, da sie doch eine Eheberatung in Anspruch nehmen und im Ernstfall bei Freunden Unterschlupf finden können, sind (natürlich) hanebüchen. Erfahrungsgemäß ist die Hilfsbereitschaft des sozialen Umfelds begrenzt - unter anderem wird von diesem erwartet, dass das Opfer die angebotenen Ratschläge befolgt. Kehrt ein geschlagener Partner aber kontinuierlich in die unglückliche Beziehung zurück, entweder um sie zu retten oder weil er aus verschiedenen Gründen kaum eine andere Wahl sieht, zeigt sich der beispielsweise der Freundeskreis als Auffanglager bald erschöpft. Aus eben diesem Grund wurden Frauenhäuser eingerichtet.
- Wenn man den Begriff häusliche Gewalt weiter fasst als Gewalt in der Partnerschaft, kommt das Bild vom Mann als Haupttäter ebenso ins Schwanken. Beispielsweise gibt es Untersuchungsergebnisse, dass Gewalt unter Geschwistern eher von Mädchen ausgeht, in reinen Mädchenfamilien am häufigsten und in reinen Jungenfamilien am seltensten ist. "Nicht-triviale" Gewalt gegen Eltern wird leicht überwiegend von zehn- bis siebzehnjährigen Mädchen statt von Jungen in derselben Altersgruppe ausgeübt. Dass Gewalt gegen Kinder häufiger von Müttern als von Vätern ausgeht, mag niemanden überraschen; schließlich sind Mütter diejenigen, die hauptsächlich mit der Kindererziehung betreut sind. Auffällig ist aber dennoch, dass insbesondere schwere Gewalt wesentlich häufiger von Frauen ausgeht: So verprügeln Mütter ihre Kinder durchschnittlich 7,2mal pro Jahr, während Väter dies einmal pro Jahr tun. Hier stelle sich allerdings die Frage, ob diese Aufrechnerei überhaupt sinnvoll ist, da sich Gewalt in familialen Subbeziehungen gegenseitig bedinge und man zum Verstehen ihrer Ursachen keine Form isoliert betrachten könne. So haben Gemünden zufolge die meistenMenschen, die von ihren Partnern schwer misshandelt werden, auch zu dieser Situation beigetragen. Dies gilt für männliche wie für weibliche Opfer gleichermaßen.
- Eine Untersuchung über sexuellen Druck oder Zwang ("sexual pressure") legt interessanterweise nahe, dass dieser bei Liebespaaren eher von Frauen und bei Verheirateten eher von Männern ausgeht. "In jedem Falle können diese Ergebnisse dahingehend gedeutet werden, dass Männer nicht viel seltener vom weiblichen Partner zum Geschlechtsverkehr gedrängt werden als Frauen von männlichen Partnern. Zu diesem Aspekt ist weitere Forschung nötig und es darf hier nicht zu einer Tabuisierung und zu einem Verharren der Rollenstereotype zu sexuellem Verhalten kommen, wonach die Männer aktiv und immer bereit sind, während sich die Frauen eher passiv-verweigernd verhalten, weswegen die Forschung von vornherein auf Frauen beschränkt war." Verschiedene US-amerikanische Untersuchungen der letzten Jahre stützen mittlerweile Gemündens Haltung.
- Forscher, die häusliche Gewalt gegen Männer als Thema benannten und ihre Untersuchungsergebnisse dazu präsentierten, wurden durch die feministische Fraktion dermaßen unter Druck gesetzt (Morddrohungen etc.), dass sie in späteren Veröffentlichungen abmildernde Ergebnisse behaupteten,die durch ihre Studien selbst nicht gedeckt sind. Beispielsweise trügen Frauen diesen Abmilderungen zufolge die schwereren Verletzungen davon und schlügen selbst häufiger allein zur Selbstverteidigung zu. Gemünden: "Diese Darlegungen lassen sich nur unzureichend aus den Ergebnissen der Arbeit ableiten, wurden teilweise nur unzureichend begründet und stehen teilweise sogar in Widerspruch zu den Befunden ihrer Arbeit, sodaß der Schluss naheliegt, daß Straus et. al. diese Relativierungen zur Beschwichtigung feministisch orientierter Kritiker in die Arbeit aufgenommen haben." (Nebenbemerkung: Dass der Terror der Frauenbewegung Erfolg hatte, kann man heute noch sehen, wenn man sich manche radikalfeministische Websites aus den USA anschaut und dort erfährt, dass das Thema Männer als Opfer häuslicher Gewalt erledigt sei, weil die Forscher, die diese Thesen zuerst aufgestellt haben, sich inzwischen korrigiert hätten ... Die über 100 Folgestudien anderer Forscher ohne diese "Korrekturen" werden dabei frohgemut übergangen.)
- Was mir bislang vollkommen unbekannt war: Dass männliche Opfer häuslicher Gewalt vergleichsweise häufig wie weibliche Opfer sind, ging tatsächlich schon einmal auch durch die deutsche Presse, nämlich als vor mehr als zwanzig Jahren die ersten Erkenntnisse auf diesem Gebiet veröffentlicht wurden. So titelte die BILD am 31.1.1978: "Brutal! Deutsche Frauen schlagen ihre Männer" und die Münchener Abendzeitung oder die Frankfurter Allgemeine berichteten ebenfalls darüber. Nur: Es geschah nichts. Anders als bei weiblichen Opfern verschwand das Thema einfach von der Bildfläche, ohne dass es zur Errichtung von Zufluchtsorten, speziellen Notrufdiensten oder Beratungszentren kam. Gemünden sieht dafür vorrangig zwei Gründe: Das Thema Gewalt gegen Männer werde von der Frauenbewegung tabuisiert, und es gebe keine eigene gesellschaftliche Gruppierung, die diesen Misstand bearbeite oder anprangere. Daraus lässt sich für die Gegenwart die Schlussfolgerung ziehen, dass eine bloße Informierung der Öffentlichkeit, wie sie ja durch Professor Bock und Co. schon geschieht, langfristig bei weitem nicht ausreichend ist, sondern dass tatsächlich eine Art Männerbewegung nötig zu sein scheint, damit unsere Gesellschaft sich endlich um männliche Opfer kümmert.
- Gemünden problematisiert auch quasi vorwegnehmend folgenden in den letzten INVISIBLE MEN angesprochenen Vorstoß unserer Jutizministerin, die gefordert haben soll: "Wenn der Täter oder die Täterin zwar heimtückisch, aber aus einer ungewöhnlichen Notlage heraus handelt, soll auch eine mildere Strafe als lebenslänglich möglich sein. Dies beträfe etwa Ehemänner, die aus Verzweiflung ihre sie terrorisierenden Männer ermorden." Hier sei Gemünden zufolge die Grenze zur Lynchjustiz schwer zu ziehen. "Gewährte man den Frauen ein Recht, außerhalb der Notwehrsituation zu töten, mit welchem Recht wollte man ein solches Sonderrecht einem Schüler gegenüber einem brutalen Mitschüler, einem Beschäftigten gegenüber einem brutalen Arbeitskollegen, einem Kind gegenüber seinen brutalen Eltern verwehren? Das eigentliche Problem besteht nicht in einem männlichen Prinzip, sondern in der größeren Intensität mancher sozialer Beziehungen, die mit den Kategorien des Strafrechts nur schwer fassbar sind." Gemünden weist indes auch darauf hin, dass heute bereits nach § 35 StGB ("entschuldigter Notstand") unter Rückgriff auf eine Entscheidung des Reichsgerichts aus dem Jahre 1926 die Tötung eines `schlafenden Haustyrannen´ straflos bleiben kann und dass Frauen, die in einer emotionalen Ausnahmesituation infolge schwerer Misshandlung getötet haben, nach den §§ 20 und 21 StGB auf einen Ausschluss oder wenigstens eine Verminderung ihrer Tatschuld hoffen dürfen.
- Nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich Gemünden bereits auf Seite 2 seiner Arbeit gegen eine Überdramatisierung des Problems häuslicher Gewalt wendet, wie sie ja von den Ministerinnen Bergmann und Däubler-Gmelin (im Blick auf weibliche Opfer) sowie aktuell von RTL (mit Blick auf männliche Opfer) geleistet und von Zeitschriften wie NOVO ausdrücklich kritisiert wird. Gemünden zufolge ist es zwar wichtig, dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen, "aber es ist ebenso wichtig, sich vor Übertreibungen zu hüten, da eine dramatisierende Sichtweise und allzu leichtfertige Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen geeignet sind, die sozialen Beziehungen in empfindlichem Maße zu stören und vielen Schaden zuzufügen, um wenigen zu helfen. Manchmal hat man den Eindruck, dass viele Helfer das ethische Problem eines Eingriffs in die grundgesetzlich geschützte Privatsphäre und den Antagonismus zwischen notwendiger Hilfe und staatlichem Interventionismus nicht wahrnehmen."
Ein ganz herzlicher Dank geht an Reinhold Schoeler, der mich auf diese Doktorarbeit aufmerksam gemacht hat.
Soviel für heute, noch eine tolle Sommerwoche euch allen!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 13
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur dreizehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Das erste Viertel der von mir geplanten 52 INVISIBLE-MEN-Ausgaben liegt hiermit vor. Momentan erobert dieses zine pro Woche eine Website (zuletzt zahlvater.de) und gewinnt zwei oder drei Direktabonnenten hinzu. Wieviele Menschen die INVISIBLE MEN insgesamt lesen, ist immer schwerer abzuschätzen, nachdem sie fleißig weiterverteilt werden und inzwischen auch in mehreren gutbesuchten Foren einzusehen sind. Das bringt für mich einerseits eine wachsende Verantwortung mit sich, andererseits ist mir aber natürlich bewusst, dass sich jeder von euch aus den Informationen und Meinungen, die ich hier zusammengestellt habe, sein eigenes Bild fertigen wird. Und das ist auch gut so.
Oft arrangieren sich die im Laufe einer Woche hereinkommenden Meldungen zur Geschlechterdebatte in den INVISIBLE MEN fast automatisch zu bestimmten Schwerpunkten. In dieser Ausgabe wird es vor allem um das Thema "Frauen und Lügen" gehen. Andere Punkte, die unbedingt einmal angesprochen gehören, sind etwa die ideologischen Hintergründe von Fellatio oder die Frage, ob Menstruationsblut Messer stumpf werden lässt. Lest und staunt!
Aus organisatorischen Gründen erreicht euch diese Ausgabe heute schon am Freitag.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail..com mit einer Botschaft wie "Stop!", "In meiner Mailbox ist schon genug Schrott" oder "Behalt das Zeug bitte für dich". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen, was ja einige schon getan haben.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie in Nummer 1: Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.Und noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Ich persönlich würde lediglich davon abraten, mit den Inhalten dieses Zines Personen missionieren zu wollen, die sich nicht wirklich für diese Debatte interessieren. Das wäre unhöflich und kontraproduktiv. Eine nette Geste wäre es, wenn ihr bei der Weiterverbreitung einzelner Passagen meinen Namen als Urheber angeben würdet.
NEWS:
----
COCKTAIL-BAR: FRAUEN KÖNNEN MÄNNER DURCH EINWEG-TOILETTENSPIEGEL BEOBACHTEN
Nach unzähligen Filmen, Büchern und Werbe-Spots, in denen Männer gedemütigt und lächerlich gemacht werden, frage ich mich immer wieder: Was wird ihnen als nächstes einfallen? In der Regel hält selbst meine schriftstellerische Phantasie mit der Wirklichkeit nicht mit: Eine südafrikanische Cocktailbar hat unter Berufung auf ein englisches Vorbild Einweg-Spiegel zwischen den Männer- und Frauen-Toiletten installiert, die für die weiblichen Besucher durchsichtig sind. Die männlichen Besucher wissen nichts davon (es sei denn, sie erfahren es früher oder später per Zufall). Die Frauenwaschräume sind des weiteren mit Couches ausgestattet, so dass die Damen gemütlich und in aller Ruhe die Männer anglotzen und über sie lachen können. Der Artikel unter http://www.suntimes.co.za/2001/08/19/arts/cape/anec01.htm erinnert an manchen früheren Artikel über häusliche Gewalt gegen Männer: Unkritisch, eher amüsiert, verständnisvoll für die Frauen. Es überrascht auch keineswegs, wie eilfertig die befragten Männer erklären, selbstverständlich keine Opfer zu sein. Ob Frauen genauso verständnisvoll wären, wenn sie unwissentlich von männlichen Barbesuchern durch Einweg-Toilettenspiegel betrachtet werden könnten?
JETZT AUCH NICHT-RADIKALE FEMINISTINNEN ZIELSCHEIBE VON CYBER-TERRORISMUS
Während es in Deutschland bisher nur Vertreter(innen) der Väterbewegung sind, die Hackerangriffe überstehen müssen, haben in den USA offenbar schon Abweichlerinnen von der feministischen Parteilinie mit solchen Attacken zu kämpfen. Letztes Wochenende wurde die Website der "individual feminists" (www.ifeminists.com) unter der Leitung Wendy McElroys gehackt; diese Gruppe steht dem männerfeindlichen Mainstream-Feminismus sehr kritisch gegenüber. Bereits am Montag konnte die Site aber wiederhergestellt werden. McElroy betrachtet diese Aktion als Zeichen dafür, dass ihre bislang doch eher kleine Bewegung vom politischen Gegner offenbar sehr ernst genommen wird.
FRAUENGEWALT GEGEN MÄNNER NOCH IMMER ANLASS FÜR SCHLECHTE WITZE
Unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,33096,00.html berichtet FoxNews über einen Fall häuslicher Gewalt, bei dem dem männlichen Opfer von seiner Frau die Hoden beinahe komplett abgerissen wurden. Die ursprüngliche Fassung des Artikels endete mit "He did not say whether the man´s voice was in a noticeably higher pitch." ("Er, d.h. Sergeant Mail, sagte nichts darüber, ob die Stimmlage des Mannes jetzt merklich höher war.") Durch diese Analogie mit kastrierten Eunuchen und ihren Falsettstimmen wurde das Leiden des Betreffenden ironisiert und er vom Opfer zur Witzfigur gemacht. Glücklicherweise gibt es in den USA genügend Männerrechtler, die FoxNews darauf aufmerksam machten, dass ein männliches Opfer genausowenig verhöhnt werden sollte wie ein weibliches, so dass der Artikel in diese Fassung verändert wurde, wie sie jetzt über den obigen Link einzusehen ist.
EHEFRAU WEGEN VORTÄUSCHUNG HÄUSLICHER GEWALT VERURTEILT
Die betreffende Ehefrau, Estella Rodriguez, machte Fotos von blauen Flecken, die sie sich durch den Sturz von einer Leiter zugezogen hatte, um damit später zu "beweisen", dass sie von ihrem Mann misshandelt worden war. Gegen ihn wurden staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet, sein Ruf war ruiniert, die Anwaltskosten stiegen ins Unermessliche und er hatte über fünf Monate hinweg keine andere Unterkunft als sein Auto. Die Staatsanwaltschaft wurde misstrauisch, als das angebliche Gewaltopfer mit denselben Fotos zu zwei verschiedenen Zeitpunkten zwei unterschiedliche Formen von Misshandlungen belegen wollte. Selbst jetzt, da die Anklagen gegen ihn fallengelassen worden sind, bekommt er seine Kleidung und sein Eigentum nicht zurück, weil seine Frau die gemeinsame Wohnung inzwischen vermietet hatte: http://www.chicoer.com/archives/index.inn?loc=detail&doc=/2001/August/16-194-news9.txt
MANN, DER FÄLSCHLICH WEGEN VERGEWALTIGUNG VERURTEILT WURDE, BEGEGNET VERLEUMDERIN VOR GERICHT WIEDER
Lest die komplette Geschichte unter http://www.ottawacitizen.com/city/010828/671431.html
24 PROZENT DER FRAUEN WÜRDEN ABSICHTLICH PILLE "VERGESSEN"
Dies belegt zumindest eine Umfrage unter http://www.shortnews.de/shownews.cfm?id=292620&u_id=10362 ; im englischen Original findet sich der Beitrag unter http://www.ananova.com/news/story/sm_384668.html . Nicht weniger interessant ist, dass 48 Prozent der Frauen angaben, ihre Männer täglich zu belügen, und dabei 84 Prozent von ihnen ein völlig reines Gewissen hatten.
Aufschlussreich ist in dieser Hinsicht auch der deutsche Buchmarkt. Während Unehrlichkeit beim männlichen Geschlecht eine Untugend darstellt (vergleiche Titel wie "Die Lügen der Männer", "Frauen durchschauen die Lügen der Männer", "Wenn Männer lügen", "Wenn Männer zu oft lügen") ist sie bei Frauen ein Zeichen für Überlegenheit und/oder schlichter Notwendigkeit ("Was Frauen verschweigen. Warum wir täuschen, heucheln, lügen MÜSSEN", "Frauen lügen anders. Die Wahrheit erfolgreich den Umständen anpassen" und natürlich "Frauen lügen besser"). "Lügen ist eine Eigenschaft, aus der man selbst deutlich Nutzen ziehen kann, und es ist sicher gerechtfertigt, stolz auf diese Eigenschaft zu sein und sich deshalb zu schätzen" schreibt ja schon Ute Ehrhardt in ihren vom weiblichen Geschlecht förmlich aus den Regalen gerissenen Böse-Mädchen-Büchern. Moralische Bewertung ist immer noch fein nach Mann und Frau geteilt, und was beim einen verdammt wird, wird bei der anderen wie selbstverständlich gepriesen.
Was die hohe Bereitschaft von Frauen angeht, ihrem Partner auch gegen dessen Wissen und Wollen ein Kind anzuhängen (was Esther Vilar als "passive Vergewaltigung" von Männern bezeichnet), so gelten diese neue Befragungsergebnisse für US-amerikanische Maskulisten als weiteres entscheidendes Argument dafür, dass auch Vätern ein Mitspracherecht hinsichtlich des Überlebens ihrer ungeborenen Kinder eingeräumt werden sollte.
PROPAGANDASCHLACHT FÜR "GEWALTSCHUTZGESETZ" IST ERÖFFNET
Wird, wenige Monate, bevor das von der Regierung geplante Gesetz Wirklichkeit zu werden droht, die Presse noch einmal auf Linie gebracht? Joachim Müller konstatiert in diversen Foren jedenfalls eine bezeichnende Entwicklung. Da spricht der Innenminister von Nordrhein-Westfalen ausschließlich von männlichen Tätern und weiblichen Opfern: http://www.im.nrw.de/pe/pm2001/news_619.htm Auch für die Westfälische Rundschau sind "häusliche Gewalt" und "Gewalt gegen Frauen" offenbar bedeutungsgleich: http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Arnsberg&id=1850808 und auch diese Frauen werden nur in entsprechenden Broschüren beraten: http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Meschede&id=1845648 Ins selbe Horn trötet auch das Aschaffenburger Main-Echo: http://www.main-echo.de/news/lokal/std-aschaffenburg.html?TextID=115423
"RICHTER STAHLIN VERWEIGERT KINDERN BEIDE ELTERN"
Unter dieser Überschrift berichtet die Massachussets News über einen Richter, der die Kinder eines Scheidungspaares lieber der psychisch instabilen Mutter zusprach, von der sie vernachlässigt wurden, statt dem Vater, bei denen es ihnen in mehrfacher Hinsicht sehr gut ging. Die Kinder selbst hörte er erst gar nicht an: http://www.massnews.com/8271lui.htm Dem Artikel zufolge hatte der Vater zuerst das Sorgerecht für die Kinder, bis die Mutter ihn fälschlich beschuldigte, der Tochter eine Ohrfeige gegeben zu haben. Die Behörden schalteten sich ein und übertrugen seiner Ex-Partnerin das Sorgerecht für alle Kinder. Bis sich ihr Vorwurf als erlogen herausstellte und die Bürokratie die Akten richtigstellte, vergingen fast zwei Jahre. Inzwischen litten die Kinder Zeugenaussagen zufolge an Unterernährung, waren sich selbst überlassen und zogen beispielsweise nachts durch die Straßen. Mittlerweile hielten Sozialarbeiter den Vater davon ab, auch nur Kontakt zu seinen Kindern aufzunehmen, indem sie seine besorgten Telefonanrufe als "wütend" abqualifizierten und ihm mit einer Teilnahmeverpflichtung an "angry man classes" androhten, die ihn automatisch zu einem Misshandler abgestempelt hätten. (Man muss "zugeben", ein Misshandler zu sein, um diese Kurse beenden zu können.) Nach der aktuellen richterlichen Entscheidung hat der Vater 1800 Dollar an monatlichem Unterhalt zu zahlen, so dass ihm selbst etwa 300 bis 400 Dollar pro Monat zum Leben bleiben. In Kombination mit seinen Prozesskostenschulden von über 30.000 Dollar bedeutet das, dass er finanziell praktisch keine Möglichkeit mehr hat, in den Bundesstaat zu reisen, in dem seine Kinder mittlerweile leben. Sein Anwalt bekundet, das Gericht habe zuerst die Kinder vernichtet, jetzt versuche es dasselbe beim Vater. Richter wie Stahlin beugten sich vor den Feministinnen, um Väter und Familien zu zerstören und die Missbrauchsindustrie zu ernähren. Viele Männer seien in ähnlichen Situationen, würden durch die finanzielle Belastung beispielsweise gezwungen, wieder bei ihren Eltern einzuziehen, und wenn sie ihren Verpflichtungen irgendwann nicht mehr nachkommen könnten, brandmarke man sie zu allem Übel als unterhaltsflüchtige Rabenväter.
GLEICHE RECHTEN: UNBEDINGT - GLEICHE PFLICHTEN: DANKE NEIN
Um diesen Artikel hier lesen zu können: http://www.nytimes.com/auth/login?URI=http://www.nytimes.com/2001/08/29/opinion/29DOWD.html&OQ=todaysheadlines ist eine (kostenlose) Anmeldung bei der New York Times erforderlich. Maureen Dowd diskutiert in ihrem Beitrag, warum auch Jahrzehnte nach der Frauenbefreiung das weibliche Geschlecht mehrheitlich noch immer erwartet, dass der Mann bei Verabredungen die Rechnung übernimmt. Es scheint eine Art Buffet-Verhalten zu sein: Die betreffenden Frauen suchen sich das Beste aus beiden Welten heraus (der "patriarchalen" und der "emanzipierten") und lassen den Mann mit dem jeweils Schlechtesten zurück. Ein von Dowd befragter Mann gab an, mehr als 10.000 Dollar investiert haben zu müssen, bevor er es bei seiner Partnerin zu landen schaffte.
FÜNF JAHRE HAFT FÜR POLYGAMISTEN
Ein US-Amerikaner mit fünf Ehefrauen ist vor einer Woche zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden:
http://www.op-online.de/8_181_71.html Viele US-amerikanische Männerrechtler sehen dieses Urteil skeptisch und stellen Fragen wie: Warum wird bei diesem Delikt ausschließlich der Mann juristisch verfolgt und nicht auch die Frauen, die sich ja ebenfalls auf diese sehr ungewöhnliche Familienkonstellation einlassen?
VATERRECHTLER IN KANADA: ENTSCHEIDENDE SCHLACHT VERLOREN
Die kanadischen Vätergruppen konnten sich bei ihrem Kampf um eine rechtliche Gleichstellung mit den Müttern letztlich nicht gegen die Feministinnen durchsetzen: http://www.nationalpost.com/commentary/editorials/story.html?f=/stories/20010820/656080.html
MEINUNG:
---------
FEMINISTINNEN VERTEIDIGEN KINDERMÖRDERIN
Dave Kopel kritisiert unter http://www.nationalreview.com/kopel/kopel082801.shtml die Entscheidung der weltweit größten feministischen Organisation NOW, die Anwaltskosten für die fünffache Kindermörderin Andrea Yates (die INVISIBLE MEN berichteten) zu übernehmen.
"FEMINISMUS BEDEUTET WEDER RACHE, NOCH DAS EINDRESCHEN AUF KLEINE JUNGEN"
In einem sehr lesenswerten Artikel informiert Donna Laframboise darüber, dass Doris Lessing nicht die erste berühmte Feministin ist, die Männer als das eigentliche diffamierte und benachteiligte Geschlecht unserer Zeit erkennt. Die Männerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft sei inzwischen auch nur schwer zu übersehen: http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20010827/668937.html
"IT´S A WOMAN´S WORLD"
John Derbyshire stellt unter http://www.nationalreview.com/derbyshire/derbyshire082801.shtml die Frage, ob in unserer Gesellschaft Männer nicht endgültig überflüssig geworden seien. Aufschlussreich ist dabei vor allem sein Vergleich eines Filmstars wie Clark Gable, der noch als "echter Mann" inszeniert wurde, mit männlichen Stars von heute (Tom Cruise, Brad Pitt, Leonardo diCaprio), die weit eher den Typ von "älteren Jungen" darstellen, leicht androgyn und vor allem in keiner Weise sexuell dominant oder gar bedrohlich. Auch Derbyshires Deutung des ideologischen Hintergrunds von Fellatio ("Fellatio ist Ritalin für Heranwachsende") ist nicht gänzlich uninteressant ...
"STOPPT DIE JURISTISCHE DISKRIMINIERUNG VON VÄTERN"
In einem überzeugenden "Brief an den Herausgeber" setzt sich eine Leserin der Massachussets News für eine rechtliche Gleichstellung von Vätern mit Müttern ein: http://www.massnews.com/8281let.htm
BENUTZEN MÄNNER BEIM ZUHÖREN NUR DIE HÄLFTE IHRES GEHIRNS?
Ellen Goodman kommentiert für die Washington Post eine Wissenschaft, die heute ebenso eine biologische Minderwertigkeit von Männern gegenüber Frauen konstruiert, wie dies in früheren Zeiten umgekehrt der Fall war: http://www.postwritersgroup.com/archives/good1130.htm (Siehe dazu auch die aktuelle Buchkritik.)
MEDIAWATCH:
---------
Folgenden kleinen Einspalter brachte das "Wiesbadener Tagesblatt" vorgestern, am 30. August:
--- FRAU TÖTETE AUS GELDNOT
Geldnot war die Ursache für das tödliche Familiendrama in Butzbach (Wetteraukreis), bei dem eine 46 Jahre alte Mutter am Montag ihren sechsjährigen Sohn getötet hatte. Zu diesem Ergebnis ist die Staatsanwaltschaft Gießen gekommen. Die Krankenpflegerin habe sich wegen hoher Schulden in einer ausweglosen Situation befunden, sagte ein Behördensprecher. Zwei Pflegeheime der Frau seien Pleite gegangen. ----
Tja, wer mag ihr da noch einen Vorwurf machen?
WEB:
----
In den letzten Wochen wurde eine neue Yahoo-Website "Stoppt die Parteilichkeit gegen Männer!" ins Leben gerufen. Wie ihr Name schon sagt, dient sie der politischen Werbung für eine geschlechtsneutrale Annäherung an die Gleichberechtigung (offenbar im Gegensatz zur sexistischen Annäherung an die Gleichberechtigung, wie wir sie vom Feminismus her kennen). Die Site soll auch dazu beitragen, der zerstörerischen Männerfeindlichkeit in Medien, Gesetzgebung und praktisch dem gesamten Rest der Gesellschaft Einhalt zu gebieten: http://clubs..yahoo.com/clubs/stopantimalebias
BÜCHER:
-------
Neu erschienen im Argon Verlag ist Wolfgang Hars "Männer wollen nur das Eine und Frauen reden sowieso zuviel". Das Büchlein ist mit 34,23 DM zwar einigermaßen überteuert, aber ich kaufte es mir trotzdem. Zum einen, weil es wie mein eigenes Buch SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN? etwas ähnliches wie eine Sammlung populärer Irrtümer in der Geschlechterdebatte darstellen möchte, und zum anderen weil ich Argon noch durch meine Verlagssuche dafür in Erinnerung hatte: Das war nämlich der Verlag, von dem ich als männlicher Autor auf meine briefliche Anfrage das übliche Formschreiben zur Ablehnung bekommen hatte, der sich aber prompt das Manuskript schicken ließ, als es eine weibliche Bekannte unter ihrem Namen noch einmal einreichte.
Nach der Lektüre von Hars "Faktensammlung" ist mir klargeworden, warum Argon und ich wirklich nicht so arg zueinander passen. Hars Hauptanliegen ist zu beweisen, dass "wenig dran an dem Mythos der natürlichen Überlegenheit des Mannes" ist. Nun ist dieser Mythos nicht mehr wirklich Staatsreligion im Jahr 2001. Hars scheint dies jedoch noch nicht aufgefallen zu sein: Er macht Ausflüge in frühere Jahrhunderte, wo man noch glaubte, dass die Frau keine Seele habe, diskutiert mit sich darüber, ob Adam oder Eva mehr Schuld an der Vertreibung aus dem Paradies hatte, als ob es sich dabei um eine historische Tatsache handele, und widerlegt kühn Thesen aus Sexualratgebern von 1926. An Neuigkeiten aus diesem sexualkundlichen Gebiet erfahren wir, dass nach 3000 Schuss noch lange nicht Schluss ist, schwarze Männer keineswegs außerordentlich "gut bestückt" sind und dass Selbstbefriedigung tatsächlich weder dumm noch krank macht. Blondinen seien nicht automatisch dumm, Frauen weder bei Vollmond besonders fruchtbar, noch neideten sie den Männern ihren Penis, und ihr Menstruationsblut lasse auch keine Messer stumpf werden. Gut, dass wir das endlich geklärt haben, brisantere Themen gibt es in der aktuellen Geschlechterdebatte wohl kaum! Insgesamt wirkt dieses Buch wie die Neuauflage eines Werkes aus den fünfziger Jahren, wo es noch mehr Sinn machte, Männerherrschaft zu geißeln und auch die albernste sexuelle Legende als unzutreffend zu erklären.
Was das Niedermachen von Männern angeht, orientiert sich der merklich schwanitzgesteuerte Autor offenbar an dem Erfolg, den andere schon mit dieser Masche hatten: Dass der Mann der Frau schon biologisch aber sowas von unterlegen sei, verkündet er beispielsweise auf jeder zweiten Seite. Das geht nicht ohne einen auf das stupideste Niveau heruntergefahrenen Biologismus, der einen seiner peinlichen Höhepunkte darin findet, wenn Hars in wenigen Zeilen darlegt, warum es jedem Mann schon von seiner Gehirnstruktur her unmöglich sei, über seine Gefühle zu sprechen oder gleichzeitig zu reden und "Sex zu haben". Sollte das männliche Wesen aus Versehen doch einmal mit einer überlegeneren Fähigkeit ausgestattet sein, etwa einem besseren Orientierungssinn, dann hat es ihn natürlich nur entwickelt, um auf einem größeren Territorium "fremden Frauen nachstellen" zu können. Folgerichtig fragt sich der Autor an anderer Stelle, "ob der Penis beim Mann nicht eine überflüssige Investition an Protoplasma ist, die in der Großhirnrinde nützlicher eingesetzt wäre".
Der einzige aktuell relevante Mythos, der in diesem Buch überzeugend widerlegt wird, ist "Frauen werden für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt". Doch die Freude über diese durchaus informativen anderthalb Seiten verfliegt schon beim Lesen des nächsten Eintrages, in dem Hars bestreitet, dass Frauen eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer haben. Stimme nicht, Männer stürben nur wesentlich früher, das verfälsche die Statistik. Alles klar. Zwischendurch finden sich unsägliche dahergeplauderte Nichtigkeiten ("Dafür können 54 Prozent aller Männer, aber nur 22 Prozent aller Frauen mit den Ohren wackeln, Frau Schwarzer"), die das Buch vollends unlesbar machen. Man darf also mit einem weiteren Bestseller rechnen. Bei amazon etwa wird es bereits hingerissen rezensiert und liegt bereits in den Top 100 der Charts.
Soviel für diesmal. Euch allen ein schönes Wochenende!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine Nummer 14
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur vierzehnten Ausgabe der INVISIBLE-ME!
Wir beginnen mit einer schlechten Nachricht (insbesondere für alle Neu-Abonnenten): Dies ist die vorerst letzte Ausgabe dieses zines. Nach einigem Hin und Her hat es sich inzwischen aus gesundheitlichen und organisatorischen Gründen für mich herausgestellt, dass dieses zine zumindest in dieser Form vom Aufwand her nicht länger haltbar ist. Schade eigentlich, aber den Versuch war´s mir auf jeden Fall wert: Immerhin hat kein einziger Leser und keine einzige der zahlreichen Leserinnen abbestellt, stattdessen wuchs die Leserschaft so stark an, dass ich selber höchst erstaunt bin, und auch die Zugriffszahlen z. B. der INVISIBLE-MEN-Archive sind, wie ich gerade erfahren habe, erfreulich hoch. Das ändert aber alles nichts an den momentanen Notwendigkeiten, weil ich sonst genau jene angeblich typisch männliche Selbstausbeutung fortführen würde, die ich in meinen Werken anprangere. Nähere Hintergründe gibt es für meine persönlichen Bekannten auf Anfrage per Mail. Ob ich nach einer kurzen Pause dieses zine in veränderter Form wieder aufnehme (nicht mehr jede Woche, sondern unregelmäßig oder nur noch mit Links und nicht mehr mit ausführlichen Erläuterungen und Übersetzungen), ist gut möglich, aber noch nicht abzusehen.
Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter
http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
NEWS:
-----
JETZT WIRD´S ERNST: AKTION G E G E N W I N D ZUM DROHENDEN
"GEWALTSCHUTZGESETZ"
Nachdem jahrzehntelang überhaupt nichts in Sachen Männerrechten getan wurde, stellt sich jetzt die Frage, bei welchem der vielen Dinge, die im Argen liegen, man zuerst anpacken sollte. Da hilft es bei der Auswahl, dass wir durch das für Jahreswechsel geplante "Gewaltschutzgesetz" unter Zugzwang gesetzt werden. Joachim Müller hat unter http://www.zukunft-der-familie.de/Maenner.html eine in mehrfacher Hinsicht sehr gute Website ins Leben gerufen, auf der er seine Aktion "Gegenwind" propagiert. Da es sich um eine deutsche Seite handelt, die problemlos einsehbar ist, werde ich ihren Inhalt hier nicht zusammenfassen, sondern jedem Leser nur raten, sich dort selbst umzutun und den Sprung zur Aktivität zu schaffen. Meiner Ansicht nach gibt es für den nächsten Schritt der Männerbewegung (nach den Väterrechtlern) kein besseres Feld als dieses, bei dem die Inkompetenz der Ministerinnen derart offensichtlich ist, eine starke Unterstützung durch zahlreiche in Kriminologie und Geschlechterforschung tätige Wissenschaftler existiert und auch die ersten Medien bereits hellhörig geworden sind.
SPIEGEL-TITEL BEKLAGT MEDIZINISCHE UNTERVERSORGUNG VON MÄNNERN
Bis dieses zine erscheint, haben die meisten von euch es vermutlich längst am Kiosk gesehen: Der aktuelle SPIEGEL thematisiert auf seinem Cover die mangelnde medizinische Versorgung von Männern. 50 deutsche Ärzte haben sich inzwischen zum "Männerarzt" weiterbilden lassen, 1000 bräuchten wir, um die kritisierte Unterversorgung zu beenden. Wer in den Artikel mal reinlesen möchte: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,154558,00.html Zwar wird in diesem Beitrag eine Selbst-dran-schuld-Rhetorik für die benachteiligten Männer gefahren, die bei gleichermaßen benachteiligten Frauen verpönt wäre, dennoch finde es beachtlich, dass Männerprobleme in den letzten Monaten überhaupt von den Medien entdeckt werden.
GENDERCIDE AN MÄNNERN IM KOSOVO
Bisher kam der Kosovo im Zusammenhang mit der Geschlechterdebatte allein in Form der sogenannten "Vergewaltigungslager" vor. Von einer "systematischen Vergewaltigung von 50.000 Frauen in Konzentrationslagern" war die Rede. Inzwischen stellte sich das als Greuelpropapaganda heraus, um mit dem angeblichen Leiden von Frauen Männer für einen Krieg zu motivieren: Sehr wohl gab es Vergewaltigungen, wie bedauerlicherweise in jedem Krieg, aber keineswegs in diesem extremem Ausmaß. Eine Journalistin, die von entsprechenden Meldungen alarmiert wurde und sich selbst auf den Weg ins Krisengebiet machte, um sie zu überprüfen, fand keine brauchbaren Hinweise auf die behaupteten Massenvergewaltigungen. Im Juni 1999 berichtet der Chirurg Richard Munz, der in einem mazedonischen Lager Flüchtlinge aus dem Kosovo behandelte, der Welt: "Es gab die fast konstante Frage, was wir mit den vergewaltigten Frauen machen, ob wir Abtreibungen vornehmen oder ähnliches. Unsere Antwort war einfach: Wir hatten in der ganzen Zeit, die wir hier sind, keinen solchen Fall einer vergewaltigten Frau. Und wir sind insgesamt für 60.000 Flüchtlinge zuständig ..." Zwei Monate zuvor hatte schon die deutsche Gynäkologin Monika Hauser nach einer Albanienreise abgelehnt, von systematischen oder von Massenvergewaltigungen zu sprechen. Dazu lägen keine Zahlen vor. Selbst die Frauenbeauftragte der Menschenrechtsorganisation Helsinki Watch in New York hält sexuelle Übergriffe als von höchster Stelle angeordnetes Mittel zur Vertreibung nicht zu beweisen. So erkannte die taz-Redakteurin Ulrike Winkelmann, dass die Nachricht der angeblichen "Massenvergewaltigungen" in Jugoslawien "als rhetorisches Instrument zur Rechtfertigung der Nato-Einsätze verwendet" wurde. (Genauere Quellenangaben und Hintergründe folgen in meinem Buch SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?) Zwei Jahre nach diesen Erkenntnissen widmet sich Adam Jones in einem eher wissenschaftlichen Artikel dem Gendercide (geschlechtsabhängigen Massenmord) gegen Männer im Kosovo, der bisher von den Medien kaum oder gar nicht zur Kenntnis genommen wurde. Jones untersucht anhand von Presseartikeln, mit welchen Strategien männliche Opfer an den Rand gedrängt und ignoriert werden und allein "würdigen" Opfern wie Frauen und Kindern in der Berichterstattung Raum gegeben wird: http://adamjones.freeservers.com/effacing.htm Und er stellt Fragen: Warum werden die Massenhinrichtungen ausschließlich von Männern von den westlichen Medien ignoriert? Warum wird Vergewaltigung ganz selbstverständlich als schlimmer bewertet als Folter und Mord? Und warum werden nur die vergewaltigten Frauen als Opfer beklagt, obwohl es fast mit Gewissheit weit mehr männliche Vergewaltigungsopfer gab?
EINZELHAFT SOLLTE UNSCHULDIGEN DAZU BRINGEN, VERGEWALTIGUNG ZU "GESTEHEN"
Die letzten INVISIBLE MEN berichteten bereits über den Fall eines Kanadiers, der zwischen 14 und 15 Monaten in Einzelhaft verbrachte, weil er einen sexuellen Übergriff nicht gestehen wollte, den er nie beging. Schon zu Beginn seiner Haftzeit hatte er versucht, sich zu erhängen; jetzt stellte sich seine Anklägerin als "Serienlügnerin" heraus, die viele Männer mit ähnlichen Anschuldigungen überzog. In einem US-amerikanischen Frauenforum wird dieser Fall kommentiert mit "And this took place in Canada, not in 1943-Germany". Dieser Artikel schildert die Hintergründe des Falles etwas eindringlicher:
Wie es der Zufall will, erschien dieser Tage auch ein deutscher Fall in der Presse, bei dem ein Vorwurf der Vergewaltigung offenbar zu Unrecht erhoben wurde und der Betroffene fünf Monate umsonst in der Untersuchungshaft saß:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/dc1/html/news-stn/20010905minr0005.shtml
90 JAHRE NACH DER TITANIC NOCH IMMER "FRAUEN UND KINDER ZUERST"
Der britische Daily Telegraph berichtet über das unterschiedliche Schicksal, das weibliche und männliche Flüchtlinge auf dem norwegischen Frachter "Tampa" erwartet. Während Frauen und Kinder vom Staat Neuseeland aufgenommen werden, werden die Männer weitertransportiert auf die durch Grabungen nach giftigem Phosphor unwirtlich gewordene Insel Nauru:
MOTOROLA FÄHRT SEXISTISCHE WERBEKAMPAGNE
In einer neuen, frauenfreundlichen PR-Aktion bietet die Firma Motorola gebrauchte Telefone für Opfer häuslicher Gewalt an. Für ALLE Opfer häuslicher Gewalt? Mitnichten - nur für eines der beiden Geschlechter:
http://dailynews.yahoo.com/h/nf/20010829/tc/13202_1.html
KEINE NACKTEN MÄNNERBEINE IM BETRIEB
Wenn eine Frau mit einem superkurzen Mini herumläuft und ein Mann darauf anspringt, kann es sein, dass ER daraufhin wegen sexueller Belästigung seinen Job verliert. Trägt der männliche Arbeitnehmer beinfrei, wird ebenfalls ER entlassen, weil er gegen die Regeln des Anstands und der guten Sitten verstoße. Dies meldet die Wirtschaftswoche unter http://wiwo.de/WirtschaftsWoche/Wiwo_CDA/0,1702,10684_68323,00.html Frauen dürfen sich nach Ansicht der Betriebsleitung selbstverständlich kleiden, wie sie möchten - womit weiblichen Angestellten das Recht zum Wohlfühlen und männlichen die Pflicht zum Schwitzen zugeordnet wird.
25 DOLLAR FÜR EINE E-MAIL-ADRESSE?
James Hanback beschreibt in einem humorvollen Artikel, wie Kontaktvermittler im Internet auf dieselbe Art und Weise in die Brieftaschen von Männern greifen, wie es zuvor Frauen auf direktere Weise getan haben. In der Hoffnung auf ein wenig weibliche Gesellschaft soll Mann erst einmal größere Geldbeträge springen lassen:
RADIKALFEMINISMUS AN US-UNIS ERREICHT NEUE HÖHEN
Phyllis Schlafly gehört sicherlich zur politischen Rechten Amerikas. Allerdings nennt sie in ihrem Artikel über "Überlebensregeln im College" einige aufschlussreiche Fakten über die neuen Höhepunkte des akademischen Feminismus. Beispielsweise wird in der juristischen Fakultät der Universität von Kalifornien inzwischen grundsätzlich das weibliche Pronomen ("sie") verwendet, es sei denn es geht um einen Angeklagten, dann heißt es selbstverständlich "er". Und in Arizona wurde ein Professor entlassen, weil er Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" mit in die Lektüre aufnahm: http://www.townhall.com/columnists/phyllisschlafly/ps20010829.shtml
THÜRINGEN: SCHULSTUNDEN NUR FÜR MÄDCHEN
Da können die Statistiken noch so vielfältig und noch so bekannt sein, denen zufolge die Mädchen längst bessere Noten schreiben und Schulabschlüsse machen als die Jungen, es werden doch immer wieder neue Aktionen ins Leben gerufen, um ihre "Chancengleichheit" weiter auszubauen. Aktuell soll das wieder einmal durch getrennten Unterricht geschehen: http://www.tlz.de/free/tlz.artikel-ueberregional.inhalt-000.html?region=National&news_id=1865499
MUTTER VERURTEILT, KEINE KINDER MEHR ZU BEKOMMEN
Vor einigen Wochen wurde ein US-amerikanischer Vater, der seinen Unterhaltszahlungen nicht mehr nachkommen konnte, dazu verurteilt, keine neuen Kinder mehr zu zeugen. In der aktuellen Ausgabe der "EMMA" überschlägt sich Alice Schwarzer aus Freude über diesen Richterspruch. Jetzt trifft dasselbe Urteil eine Mutter, die ihre drei Monate alte Tochter offenbar durch Fahrlässigkeit ums Leben brachte: http://www.pioneerplanet.com/news/wis_docs/123076.htm Außerdem wurde sie zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt, auf Bewährung.
GLEICHBERECHTIGUNG FÜR STRASSENSCHILDER
Das Problem bei vielen Artikeln zur Geschlechterfrage ist heutzutage, dass man oft nicht mehr weiß: Ist das hier nur satirisch gemeint und werden wir ausgelacht, wenn wir darauf anspringen, oder ist das toternst gemeint, auch wenn es klingt wie die reinste Satire? So geht es einem auch bei einem aktuellen Artikel aus dem Hamburger Abendblatt. Um gegen das Übergewicht prominenter Männernamen auf Straßenschildern vorzugehen, sollen diese jetzt um die Namen weiblicher Verwandter der betreffenden Herren ergänzt werden: http://www.abendblatt.de/bin/ha/set_frame/set_frame.cgi?seiten_url=/contents/ha/news/lokales/html/060901/1306ABUI2.HTM
"POSH-SPICE" SCHLUG EHEMANN BLUTIG
Spice-Girl Victoria Beckham wurde handgreiflich: http://www.t-online.de/TOnl/Life/musi/pop/arti/CP/a__posh__spice__schlug__ehemann.html Soviel zu der These, dass so ein zartes, feminines Wesen einen muskulösen Kerl doch unmöglich verletzen könne.
WIR WERDEN HEUTE ERST MIT 35 ERWACHSEN, NICHT MEHR MIT 21
Okay, es hat nur sehr indirekt mit der Geschlechterdebatte zu tun, aber ich fand es einfach zu interessant, um es zu ignorieren: http://www.ananova.com/news/story/sm_388332.html Yippie, noch drei Jahre Jugend ...
PILLE FÜR MÄNNER RÜCKT EINEN SCHRITT NÄHER
Auch durch dieses Medikament könnte die Befreiung des Mannes mit auf den Weg gebracht werden: http://www.heraldsun.news.com.au/common/story_page/0,5478,2738116%255E2862,00.html
MEINUNG:
---------
WARREN FARRELL: GEFRORENE EMBRYOS BEREITEN WEG FÜR MÄNNERRECHTE
In der US-amerikanischen Männerbewegung gibt es eine Forderung, von der man hierzulande noch wenig gehört hat: "Free Choice For Men". Dieser Slogan bezieht sich auf die "Choice for Women", womit die Wahlfreiheit für oder gegen eine Abtreibung gemeint ist. Es sei unfair, argumentieren die Maskulisten, dass ein Mann die Tötung seiner ungeborenen Nachkommen durch seine schwangere Partnerin ungefragt hinnehmen muss, und es sei ebenso unfair, dass Männer, die überhaupt nicht Vater werden wollen, von einer Frau einfach so dazu verdonnert werden können und ihr Leben in Zukunft nach diesem Wunsch auszurichten haben. Wenn eine Frau betrügerisch behauptet, die Pille zu nehmen und nach dem Sex schwanger wird, kann sie nicht von ihrem Partner verklagt werden, ihn aber sehr wohl auf Unterhalt verklagen, oft auch erst Jahre nach der Geburt des Kindes und ohne dass ihr ehemaliger Lover von seiner Vaterschaft wusste. (Farrell: "Wenn Sie möchten, dass Ihr Sohn Safer Sex praktiziert, dann erlären Sie ihm, dass, sobald er seinen Körper in den Körper einer Frau steckt, er sein Leben in ihre Hände legt.") Es ist offensichtlich, dass, nachdem schon die Abtreibungsdebatte (Lebensrecht des Ungeborenen gegen Wahlfreiheit der Frau) sehr hitzig geführt wurde, sich alles noch einmal verkompliziert, wenn man die möglichen Väter in diese Gleichung mit einbezieht. Der eben schon zitierte international führende Männerrechtler Warren Farrell ("Mythos Männermacht", "Women Can´t Hear, What Men Don´t Say") vertritt in einem aktuellen Essay die Ansicht, dass die modernen Fortpflanzungstechnologien eine wichtige Rolle in der zukünftigen Debatte spielen werden: http://www.signonsandiego.com/news/uniontrib/fri/opinion/news_1e31farrell.html Neue medizinische und soziale Entwicklungen wie das mögliche Einfrieren von Embryos, Leihmutterschaft und das Recht auch von lesbischen Paaren auf Kinder überwänden die herrschende Argumentation "Mein Bauch gehört mir!", die bislang der Mutter und nicht dem Vater erlaubte, über Leben und Tod des gemeinsamen Nachwuchses zu entscheiden. Stattdessen rücke das Vertragsrecht in den Vordergrund. Farrell argumentiert: Wenn eine Frau und ein Mann miteinander ausgingen, dann gingen sie eine Kurzzeit-Vertragspartnerschaft ein. Sollte die Frau als Resultat einer Schwangerschaft ihren (Ex-)Partner durch Unterhaltsforderungen gegen seinen Willen zu einer Langzeitpartnerschaft zwingen, dann verstoße dies gegen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung. Das mag sich momentan noch nach einer typisch grotesken "AllyMcBeal"-Kontroverse anhören, kann aber bald auch hierzulande Einfluss auf die Rechtsprechung nehmen.
Faszinierend in Farrells Artikel ist übrigens auch die Schilderung zweier zusammenhängender Gerichtsverfahren Mann gegen Frau, bei denen in beiden Fällen die Frau gewann - und das obwohl sich beim zweiten Verfahren ihre Position und die ihres Mannes exakt vertauscht hatten.
"WIR LEBEN AM VORABEND DES FEMINISTISCHEN POLIZEISTAATS"
Henry Makow berichtet aus Kanda, wo Dinge, die das deutsche Bundesfrauenministerium noch plant ("Gewaltschutzgesetz" etc.), bereits Wirklichkeit geworden sind: http://www.toogoodreports.com/column/general/makow/090501.htm
SIND MÄNNER DIE VERLIERER DER SEXUELLEN REVOLUTION?
Das findet zumindest Paul Craig Roberts unter http://www.townhall.com/columnists/paulcraigroberts/pcr20010902.shtml Seiner Ansicht nach führt die größere sexuelle Freiheit dazu, dass Beziehungen oberflächlicher und weniger verpflichtend sind – und somit auch öfter aufgekündigt werden, statistisch weitaus häufiger von den Frauen. Die Opfer, so Roberts, seien durch Verlust der Kinder und der Hälfte des Einkommens hauptsächlich die Männer. Andererseits scheinen Frauen, die Männer "erst besteigen und dann entsorgen", wie der SPIEGEL formuliert, noch immer voll im Trend zu liegen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,154564,00.html
MEHRFACHE KINDSMÖRDERIN NEUE KULTFIGUR DER FRAUENBEWEGUNG
Wendy McElroy kommentiert scharf die emsigen Bestrebungen der Frauenbewegung, die fünffache Kindermörderin Andrea Yates zur Märtyrerin zu erklären: http://www.foxnews.com/story/0,2933,33008,00.html Organisationen wie NOW riefen einen Verteidigungsfonds für Yates ins Leben und forderten die Bevölkerung auf, ihr aufmunternde Grußkarten in den Knast zu schicken. Auch Linda Chavez kritisiert in der Washington Times die Doppelmoral der Frauenbewegung, die Täterinnen ganz andere Entschuldigungen einräumt als Tätern: http://www.washtimes.com/commentary/20010905-17162264.htm Ausgerechnet im Zussamenhang mit Andrea Yates auf das Problem von nachgeburtlichen Depressionen hinzuweisen, sei, wie wenn man den Serienmörder und Kannibalen Jeffrey Dahmer zur Symbolfigur des Kampfes gegen Ess-Störungen auswählen würde.
SEXISTISCHE BERICHTERSTATTUNG ÜBER GEWALT UNTER TEENAGERPAAREN
Ein kurzer Artikel argumentiert, warum und wie die öffentliche Berichterstattung sich auf weibliche Opfer konzentriert und männliche unter den Tisch fallen lässt: http://www.pressdemocrat.com/opinion/columns/04close.html
ZITATE:
--------
"Die Mütter beenden die Beziehung zwischen Vater und Kind v.a. wegen der Nichteinhaltung von Terminen und Versprechungen gegenüber dem Kind, wegen des Wechsels des Wohnortes, aber auch, um die Beziehung des Vaters zu Kind endgültig zu unterbinden. Der Kontaktbruch wird demnach am häufigsten durch den Vater veranlasst ..."
aus einer Alleinerziehenden Studie des Frauenministeriums, von Joachim Bell vorgeschlagen zum Zitat des Jahres. Es enthält wirklich das schönste "demnach" seit langem.
"Beispiel Tiefgaragen und Parkhäuser. Dunkle, wenig frequentierte Bereiche erzeugen eher bei Frauen Angstgefühle. Oder werden sie ihnen eingeredet? Realität: Überfälle und sexuelle Belästigungen oder mehr sind eben gerade hier die absolute Ausnahme. Dennoch wurden vielfältige Maßnahmen ergriffen, um Frauen den Aufenthalt dort sicherer zu gestalten: Frauenparkplätze im Bereich der Einfahrten oder Aufsichtshäuschen, bessere Beleuchtung und hellere Farben an den Wänden, Video-Überwachung beispielsweise. Was hat‘s gebracht? Statistisch nichts, aber das Gefühl, sicherer zu sein. Das ist ja auch ein Stück mehr Lebensqualität, und für die Kommunen und ihren Einzelhandel zählt eben jede Kundin. Da rechnet sich letztlich jede Investition."
aus: "Sicher leben - mit ihrer Polizei", 7/1998, mit Dank an Peter Thiel von Maennerrat.de
"Ganz schön naiv von mir, nicht bedacht zu haben, dass im Publikum eine gezielt platzierte Feldbusch-Clique sitzt, die in der kommenden Stunde den Ton angeben wird. Wo bin ich nur gelandet? Als die Stunde vorbei ist, ist es auch für mich vorbei. Diese blecherne Stimme. Diese völlige Hemmungslosigkeit. Diese Eiseskälte. Warum ich trotzdem geblieben bin? Weil ich wie gelähmt war von der Frau neben mir. Diese Frau, das habe ich begriffen, ist für ihren Vorteil zu allem bereit. Wirklich zu allem."
gerafftes Zitat und Quintessenz von 16 Seiten (!) in der aktuellen EMMA, auf denen Alice Schwarzer gegen Verona Feldbusch nachtritt und belegt, dass sie die eigentliche Siegerin dieses Rededuelles sei, egal, was die Umfragen sagen. Zu diesen 16 Seiten tragen vor allem Auszüge hunderter von solidarischen Faxen und E-Mails an die EMMA-Redaktion bei, in denen Alice vergöttlicht und Verona verteufelt wird. Viele Absender konnten nach der fraglichen Talkshow "vor Aufregung nicht schlafen".
Schön, dass man weiß, welche Themen für die Frauenbewegung heute am wichtigsten sind.
"Pascha des Monats" ist in der aktuellen EMMA mit Doris Lessing übrigens mal wieder eine abtrünnige Feministin.
WEB:
-----
Monika, die kämpferische Unterstützung der Männerbewegung, die einige von uns durch ihr Forum "Krieg der Geschlechter" kennen und schätzen gelernt haben, bietet seit einigen Tagen unter www.maenner-maenner.com auch eine informative Website an. Diese ist zwar noch im Aufbau, stellt aber durch ihre Sammlung von Links und Informationen bereits jetzt einen weiteren Stützpfeiler für die Männerbewegung im deutschen Teil des Internets dar.
BÜCHER:
--------
EINE ALTWEIBERGESCHICHTE
Okay, es ist wieder ein Ami-Buch und da es feminismuskritisch ist, wird es so schnell auch nicht ins Deutsche übersetzt werden, aber es offeriert zu viele interessante Gedanken, als dass ich es ignorieren möchte. Melanie Phillips rezensiert unter http://www.freerepublic.com/forum/a3b8be2607635.htm Midge Decters "An Old Wife´s Tale" für das Wall Street Journal. Decter gehörte lange Zeit zur politischen Linken und ist im Alter erkennbar desillusioniert, insbesondere von der Frauenbewegung. Phillips schreibt zu den Erkenntnissen der Autorin: "Als eine scharfäugige Bewohnerin amerikanischer Nachkriegsvororte wusste Decter, dass die Vorstellung von Frauen, die vom Patriarchat in einer Vororthölle gefangengehalten wurden (was die Frauenbewegung auslöste), ein Mythos war. Sie erkannte, dass das eigentliche Problem nicht Unterdrückung durch die Männer war, sondern das Zusammenprallen zweier unvereinbarer weiblicher Wünsche: Arbeit und Mutterschaft. Weil Frauen hier an der Quadratur des Kreises scheiterten, beschuldigten sie stattdessen die Männer. ... Männer unternahmen tägliche anstrengende Reisen zu verhassten städtischen Arbeitsplätzen, weil sie ihre Frauen und Kinder mit materiellem Wohlstand versorgen wollten, nur um beim Nachhausekommen ebenjene Frauen in `bewusstseinsfördernden´ Gruppen zusammensitzen zu sehen, in denen ihnen die Doktrin eingetrichtert wurde, dass Männer gefühllose Karrieremacher, Prügler und Vergewaltiger seien. Wie Ms. Decter beobachtet, vergiftete die tödliche Mischung aus Frauenbefreiung und sexueller Revolution die Beziehung zwischen den Geschlechtern, wobei sich die Frauen explosiv beklagten und die Männer schweigend vor sich hin kochten. Der Fallout war ein immenser und andauernder Schaden. ... Mittlerweile sind junge Frauen in einem Paradox gefangen. Sie werden promisk, während sie sich selbst zu Opfern männlicher Triebhaftigkeit erklären. Daraufhin finden sie sich zu ihrer Verblüffung auf dem Regal zurückgelassen, während ihre biologische Uhr tickt und vergrätzte Männer, verunglimpft und niedergemacht und um ihre Rolle im Dating-Ritual betrogen, partnerschaftlichen Verpflichtungen den Rücken kehren."
Michele Phillips stellt die Frage, ob junge Frauen häufig ihren Kuchen nicht gleichzeitig behalten und essen wollen: also einerseits sexuelle Freiheit bis aufs Äußerste genießen möchten, sich andererseits aber mit Konstruktionen wie "date rape" jeder Verantwortung für diese neue Freiheit entledigen.
Eine weitere Kritik zu Decters Buch stammt von Cynthia Grenier:
http://www.WorldNetDaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=24313 Auch sie kommentiert die Heuchelei in der Frauenbewegung und den Schaden, den diese Ideologie Männern und Jungen zugefügt habe.
ZUR DOKUMENTATION 1: VATERSCHAFTSANALYSEN
------------------
Anfang der Woche erreichte mich folgende "Presseinformation" des Frankfurter Biotech-Unternehmens humatrix AG. Dabei handelt es sich zwar vor allem um eine besonders clevere Form der Werbung, aber sie ist bedeutsam genug, um in dieses zine aufgenommen zu werden.
--- Biotechnologie-Experte: Legalität von privaten Vaterschaftsanalysen liegt auch im Interesse der Kinder
Sind private Vaterschaftsanalysen nicht legal, werden dadurch Persönlichkeitsrechte der Kinder verletzt, sollte man privat initiierte und finanzierte Vaterschaftstests sogar vollkommen verbieten? Der hessische Biotechnologie-Beauftragte, Prof. Dr. Hans Günter Gassen, meint nein. Er sieht keine rechtlichen Probleme oder gesetzlich regelbare Notwendigkeit in Bezug auf private Abstammungsnachweise. "Die Verlässlichkeit der DNA-Daten übertrifft alle bisherigen Analyseverfahren um ein Vielfaches und bietet eine nahezu hundertprozentige Gewissheit – insbesondere auch im Interesse der Kinder. Wir sollten also nicht auf hocheffiziente Verfahren zur rechtlichen Absicherung von Abstammungsentscheiden verzichten".
Der Bundesbeauftragte für Datenschutz Joachim Jakob sieht dagegen schon Regelbedarf. Einem deutschen Wochenmagazin gegenüber vertrat er die Meinung, dass die Verantwortung für die Legitimation der eingesandten Probe beim Auftraggeber liegt - und keinesfalls bei den beauftragten Labors. Der oberste Datenschützer ist nämlich davon überzeugt, dass die entsprechenden Legitimationsnachweise von den Analyselabors nicht eingefordert bzw. erbracht werden könnten.
Diese Meinung teilt auch die humatrix AG, spezialisierter Dienstleister im DNA-Analyse-Bereich und Anbieter hoch zuverlässiger genetischer Vaterschaftstests und Abstammungsnachweise. Das Frankfurter Biotech-Unternehmen beruft sich dabei ganz allgemein auf das im Grundgesetz verankerte Recht der informellen Selbstbestimmung. "Muss man als Vater nicht auch wissen dürfen, ob man nun der biologische, d.h. der richtige Vater eines Kindes ist oder nicht", fragt der Vorstandsvorsitzende Michael Ruiss. "Andernfalls", so Ruiss, "könnte man auch einen gewöhnlichen Bluttest, der ebenfalls mit der Einwilligung nur eines Elternteils durchgeführt werden kann und in unabhängigen Labors analysiert wird, als 'Schnüffelei' in der persönlichen Intimsphäre des Kindes in Verruf bringen."
Gleicher Auffassung ist auch der Frankfurter Rechtanwalt Roland Kreitz. "Zur Zeit bestehen gegen die Durchführung privater Vaterschaftstests keine rechtlichen Bedenken. Bei Unterhalts- oder Erbschaftsfragen ist die DNA-Analyse sogar von außerordentlich großem Interesse. Nicht außer Acht lassen sollte man noch einen weiteren positiven Effekt", ergänzt der Jurist, "denn, diese neue und unkomplizierte Methode privater Abstammungsgutachten kann zu einer schnelleren Einigung in Unterhaltsfragen und damit letztlich auch zu einer Entlastung der Gerichte führen".
Schließlich sieht auch die Vereinigung "Väteraufbruch für Kinder e.V." nicht ein, warum ein kleines Wattestäbchen, dass leicht über das Zahnfleisch gerieben wurde, als Körperverletzung oder Verletzung der Persönlichkeitsrechte eines Kindes strafrechtlich geahndet werden sollte. Nach glaubwürdigen Schätzungen kann nämlich davon ausgegangen werden, dass mindestens fünf Prozent aller Geburten in Deutschland sogenannte 'Kuckuckskinder' hervorbringen.
Väter, die Gewissheit haben wollten, seien keine "Sexspione" behaupten sie auf ihrer Internetseite www.vaeterseiten.de. Die dort organisierten Väter sehen sich einer "Massenkriminalisierung" ihrer Bedürfnisse ausgesetzt. Insbesondere, wenn der Bundesbeauftragte für Datenschutz, einzelne Politiker und öffentliche Institutionen weiterhin unterstellen, dass ein privater Vaterschaftstest nur dem Eigeninteresse des Vaters diene. Viele Beispiele zeigten, dass die Verantwortung, gerade die wirtschaftliche, leichtfertig den "rechtlichen" und eben nicht den leiblichen Väter aufgebürdet werde. "Wurde auch nur einer von uns Vätern hinsichtlich seiner Menschenwürde berücksichtigt?", lautet ihre verzweifelte Frage. ---
ZUR DOKUMENTATION 2: WAHRNEHMUNGSSPERREN
Eine Möglichkeit, politisch aktiv zu werden und nicht nur herumzujammern, ist seinen Bundestagsabgeordneten anzuschreiben und ihn auf bestimmte Misstände aufmerksam zu machen. Das dachte sich auch Monika, die Leiterin des Forums "Krieg der Geschlechter", und wies Jörg van Essen, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, darauf hin, dass männliche Opfer häuslicher Gewalt vergleichsweise häufig sind wie weibliche und dass für diese Männer nichts unternommen werde. Sie erhielt folgende kuriose Antwort:
--- Sehr geehrte Frau F.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Mail zum Gewaltschutzgesetz.
Mit dem Gesetzentwurf sollen besonders Frauen in ihrem häuslichen Umfeld vor roher Gewalt geschützt werden. Der Täter soll aus der Wohnung gewiesen werden. Bund und Länder müssen hier Regelungen finden, die aufeinander abgestimmt sein müssen. Das Bundesland Baden-Württemberg ist hier vorbildlich. In Baden-Württemberg wurden keine Gesetze verabschiedet, sondern das Landespolizeigesetz wurde geändert. In Baden-Württemberg wurde das Thema "Gewalt in der Familie" aus der Tabuzone genommen und in die öffentliche Diskussion getragen. Über 70 Städte und Gemeinden haben sich an diesem Modellversuch beteiligt. Auf der Grundlage des Landespolizeigesetzes sind in den letzten Monaten mehr als 100 Platzverweise gegen prügelnde Ehemänner ausgesprochen worden. Wenn das kein Erfolg der Modellversuche ist! Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Gemeinde und Justiz klappt dort sehr gut. Das Infomaterial liegt auch in verschiedenen Sprachen aus. Das bedeutet, dass wir nicht nur die deutschsprachigen Frauen erreichen. Wir erreichen mit dem Infomaterial natürlich auch die Männer; sie wissen jetzt, welche Rechte Frauen haben. Ich denke, dass stärkt das Selbstbewußtsein der Frauen, das Bewußtsein der Männer und dient daher auch als präventive Maßnahme. Das Konzept stärkt auch die Kinder. Kinder lernen, dass Gewalt nicht siegt, sondern der schwache Partner Rechte hat und Rechte erhält. Kinder erfahren, dass der Schwächere dem Starken nicht schutzlos ausgeliefert ist und das der Staat sichtlich Schutz gewährt. Die FDP wird in den Ausschußberatungen Vorschläge zur Verbesserung des Gesetzestextes vorlegen.
In diesem Zusammenhang sind Ihre Anmerkungen für uns eine wichtige Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg van Essen, MdB
Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion ---
Womit sämtliche Erläuterungen über psychologische Wahrnehmungssperren, was männliche Opfer betrifft, endgültig überflüssig geworden sein dürften ...
Inzwischen hat übrigens ein anderer Aktivisten, der eine FDP-Abgeordnete auf dasselbe Problem ansprach, identische Textbausteine in beiden Antworten wiedererkannt. Wir sind nicht überrascht.
LESERPOST:
-------
Folgende Frage haben wir für die letzte Ausgabe von unserer Leserin Maya erhalten:
"Mir fällt auf, daß du zum größten Teil Berichte aus Übersee bringst, um die Diskriminierung der Männer anzuprangern. Aus Deutschland findet man kaum etwas in deinen Zines. Woran liegt das? Ich denke, man kann D-Land sicherlich keineswegs mit Ami-Land vergleichen. Genausowenig wie mit Afghanistan oder Saudi-Arabien. Bis auf einige Buchrezensionen, sprich Privatmeinungen, kommt irgendwie nix handfestes, was deine These von einer generellen Unterdrückung der Männer HIER belegen könnte."
Ich halte das für eine sehr gute Frage, die bestimmt auch viele Leser dieses zines interessieren wird und die ich deshalb sehr ausführlich beantworten möchte.
Zunächst einmal würde ich allerdings gerne betonen, dass es nicht die selbstgesetzte Mission der INVISIBLE MEN ist (bzw. war), die Diskriminierung der Männer in Deutschland anzuprangern. Stattdessen stellt es ein begleitendes Magazin zu SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN? dar und möchte sich, wie schon im Editorial der ersten Ausgabe beschrieben, "den brisantesten, interessantesten und kuriosesten Entwicklungen der Geschlechterdebatte widmen, die nach der Manuskriptabgabe meines Buches Nachrichtenwert erhalten haben." Dabei nehme ich mir heraus, die Dinge zu betonen, die ich für wichtig halte und meiner Einschätzung nach in den anderen Medien zu kurz kommen. Der Schwerpunkt liegt dabei zwar erkennbar auf dem Thema "Benachteiligung von Männern", aber auch andere Themen (Feminismuskritik, politische Zensur im Zusammenhang mit der Geschlechterdebatte etc.) werden angesprochen. Wer die INVISIBLE MEN braucht, um die Benachteiligung von Männern in Deutschland wahrzunehmen, dem ist letztlich mit diesem zine auch nicht mehr zu helfen.
Dem unbenommen trifft der Hauptpunkt deiner Kritik sicherlich zu, auch wenn ich nicht so weit gehen würde zu sagen, dass man über Deutschland „kaum etwas“ in meinen zines findet. Die letzte Ausgabe war zwar in der Tat schwer US-lastig, aber etwa noch die Ausgabe davor berichtete über die Einäugigkeit der deutschen Polizei in Sachen häuslicher Gewalt, die RTL-Gegenhysterie zu Bergmanns "jede dritte Frau", die von der SPD Duisburg geschaltete Werbung für Männervergasungsphantasien, die Podiumsdiskussion Ministerin Bergmanns mit der Vätergruppe Kassel, der arte-Fernsehabend zum sexuellen Missbrauch und die Doktorarbeit des Mainzer Soziologen Gemünden über männliche Gewaltopfer. In dem zine davor ging es um Roland Koch, Rudolf Scharping, einen gegen die Wehrpflicht klagenden Abiturienten, die Ansichten der PDS über Rechtsextremistinnen, die Krise der deutschen Frauenmagazine im Fernsehen, eine deutsche Exhibitionistin am Jerusalemer Flughafen, den "Platzverweis in Neckarsulm" und den Protest Georg Friedenbergers gegen die Pläne unserer Justizministerin, für mordende Ehefrauen ein leichteres Strafmaß anzulegen.
Andere Themen wie die internationale Konferenz für Männergesundheit in Wien, die internationale Mankind Conference in London oder die Weltdemo von um ihre Kinder gebrachten Eltern in Paris sind länderübergreifend. In wieder anderen Beiträgen führen Erkenntnisse aus dem Ausland dazu, dass die Annahme zumindest naheliegt, es dürfte in Deutschland kaum anders aussehen. Dies gilt etwa, wenn man in den USA durch Experimente belegen kann, dass Lehrerinnen männliche Schüler benachteiligen. Auch wenn in etlichen Ländern dieser Erde Statistiken zur hohen Rate männlicher Opfer häuslicher Gewalt existieren, halte ich es für intellektuell unredlich, sich darauf zurückzuziehen, dass es in Deutschland gottlob erst diese eine KFN-Studie gibt und frohgemut davon auszugehen, dass hier die Verhältnisse bestimmt ganz, ganz anders aussehen als im Rest der Welt. Dasselbe gilt schließlich auch, wenn Doris Lessing in Edinburgh die Männerfeindlichkeit unserer Kultur kritisiert (und zahlreiche Publizistinnen zustimmen). Es ist ja beileibe nicht so, als ob Deutschland beispielsweise von US-amerikanischen Bestsellern, Filmen und Fernsehserien abgeschottet wäre -ganz im Gegenteil. Genausowenig sind wir politisch-ideologisch von den USA abgeschottet, sondern schwerstens beeinflusst, und das gilt auch und vor allem für die feministische Ideologie. Wenn in den USA Dworkin und McKinnon bestimmte Thesen aufstellen, werden diese von führenden deutschen Feministinnen eilfertig übernommen, US-amerikanische Propaganda über "Männer, das faule/schwache/sonstwie minderwertige Geschlecht" wird in deutschen Zeitschriften veröffentlicht und beispielsweise Hysterien hinsichtlich sexuellen Missbrauchs oder andere angeblich massenweise vorkommende sexuelle Übergriffe schwappen von den USA nach Europa und damit auch Deutschland. (In meinem Buch zeichne ich diese Entwicklung genauer nach, als ich das in diesem doch sehr zerstückelten zine tun kann.) Auch Gesetzesvorstöße, die im Ausland geglückt sind, werden von deutschen PolitikerInnen oft zum Vorbild genommen. In anderen Fällen stellt sich die Frage, ob man sich mit solchen ausländischen Gesetzen nicht tatsächlich im Blick auf deutsche Probleme näher beschäftigen sollte ("Blitzscheidung in den Niederlanden"). Deswegen halte ich es bei der Geschlechterdebatte wie bei allen anderen Themen für unabdingbar, über den nationalen Tellerrand hinauszusehen. Man spricht schließlich nicht umsonst vom "globalen Dorf". Wenn man sich Aspekte wie Kriegseinsatz, Scheidungsrecht, Gendercide, Domestic Violence oder Beschneidung ansieht, kommt man um die Schlussfolgerung letztlich nicht herum, dass die Benachteiligung von Männern ein weltweites Problem ist.
Aber selbst wenn man das alles gelten lässt, hast du mit deiner Kritik zumindest teilweise immer noch recht. Ich nehme an, andere Leser empfinden das ähnlich und würden sich sehr freuen, wenn nicht das eigene Land gegenüber Artikeln aus den USA manchmal in den Hintergrund treten würde. Mir selbst geht das nicht anders. Hier haben wir es allerdings vor allem mit praktischen Problemen zu tun. In den USA gibt es beispielsweise schon Strukturen einer Männerbewegung, die auf ihren Websites aktuelle Pressearchive anbieten, bei denen ich mich bedienen kann. In den USA und England existieren inzwischen auch zahlreiche weibliche Feminismuskritiker, deren Ansichten von der dortigen Presse auch tatsächlich veröffentlicht werden. In Deutschland hingegen ist die Männerbewegung noch um Jahre zurück und gerade erst so richtig im Entstehen. Was die Medien angeht, leben wir unter einer ideologischen Glasglocke. Auch DAS aufzuzeigen ist übrigens eine Funktion meines zines: Guckt mal, wie andernorts schon über männliche Opfer von häuslicher Gewalt oder feministische Trugschlüsse diskutiert wird, und vergleicht das mit der deutschen Presse! Das Problem ist also nicht, dass der deutsche Mann WENIGER benachteiligt wird als der Brite oder der Ami, sondern dass es hierzulande immer noch weitgehend tabu ist, über solche Diskriminierungen überhaupt zu sprechen. Als in Südafrika noch die Apartheid herrschte, ging es den Schwarzen ja auch nicht offensichtlich besser als in den USA, weil in den südafrikanischen Zeitungen über ihre Benachteiligung nichts zu lesen war. Insofern liegt ein Magazin wie die INVISIBLE MEN, das hauptsächlich auf der Basis von aktuellen Links beruht, etwas auf dem Trockenen, was Material aus dem eigenen Land betrifft.
Allerdings hoffe ich sehr, dass sich das ändert. Meine Vision ist natürlich, dass die Männerbewegung in Deutschland im nächsten Dreivierteljahr dermaßen an politischem Einfluss gewinnen wird, dass ich die letzten Ausgaben meines zines problemlos mit hochinteressanten Artikeln und spannenden Diskussionsbeiträgen aus dem Inland füllen kann. Für realistisch halte ich allerdings, dass es bis dahin noch mindestens drei bis vier Jahre dauern wird.
Praktisch zeitgleich mit Mayas kritischer Anfrage erreichte mich folgende Lesermail von Matze:
"Hallo Arne, nachdem ich jetzt schon einige Ausgaben der INVISIBLE MEN gelesen habe, muss ich jetzt doch mal meiner Begeisterung Luft machen. Sicher steckt hinter den wöchentlichen Ausgaben eine Unmenge von Arbeit und es tut bestimmt gut, auch mal ein Feedback zu bekommen (hoffentlich bzw. sicher bin ich nicht der einzige, der sich meldet). Die wirkliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen hat mich schon lange, bevor ich dieses e- zine zum ersten mal erhielt, sehr interessiert und einige angesprochene Mißstände sind mir auch schon davor exakt genauso aufgefallen. Aber hier werden die Probleme auch sprachlich, inhaltlich und sachlich perfekt auf den Punkt gebracht. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin, dass sich endlich etwas tut und ich bin überzeugt, dass dieses e- zine ein Teil einer neuen Gleichberechtigungsbewegung ist, von der ich glaube, dass sie in den letzten Monaten und Jahren (Wochen?) tatsächlich erst so richtig in der Öffentlichkeit aufgekommen ist, auch wenn wir erst am Anfang stehen (und das Optimum natürlich nie erreichen werden). Ich habe den Newsletter ab und zu an einige Frauen weitergeleitet, die oftmals gleicher Meinung waren oder wenigstens Verständnis hatten. Ich schätze besonders deine neutrale Art, über Geschlechterungleichheiten zu berichten, d.h. dass Ungleichberechtigungen der Frau nicht verleugnet werden oder dass nicht gegeneinander aufgerechnet wird (Frauen sind zwar hier und da im Nachteil, aber dafür dürfen sie woanders Vorteile haben und umgekehrt), wie es einige Frauen und Männer bei diesem Thema machen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und freue mich auf die kommenden Ausgaben."
Eine wichtige Anfrage erhielt ich von der inzwischen merklich gefrusteten Monika:
"In der letzten Zeit habe ich feststellen müssen, besonders in diversen Foren (auch in meinem), dass alles nur zerredet wird, aber sich kaum einer die Mühe macht, auch etwas Produktives zu unternehmen. Jetzt wird bald wieder ein neues Gesetz verabschiedet und die wenigsten ahnen, was auf sie zukommen wird. Sind Männer nur blind? Ich verstehe sie einfach nicht. Was kann ich tun, damit sie wach werden und außer zu diskutieren, oftmals mit Frauen, denen es verdammt egal ist, dass Männer noch mehr an den Rand der Gesellschaft manipuliert werden, auch aktiv etwas in Angriff nehmen? Mittlerweile überlege ich mir ernsthaft, ob ich überhaupt weitermachen soll. Es ist auch für mich nervenaufreibend und ich frage mich: Wofür?"
Da hat sie ja nun nicht ganz unrecht. Zwar gab es schon in letzten drei Monaten die ersten Erfolge der Männerbewegung: Männliche Opfer häuslicher Gewalt wurden erstmals überhaupt von den Medien wahrgenommen, der internationale Hungerstreik entrechteter Eltern in Berlin setzte ihr Anliegen endlich auf die politische Tagesordnung und auch an der Männerversklavung durch Kriegsdienst wird allmählich gerüttelt. Aber können einen diese sich doch extrem zäh gestaltenden Minimalerfolge wirklich zufriedenstellen? Nachdem uns Männern seit Jahrzehnten regelmäßig die Fresse poliert wird, beschäftigen wir uns noch immer mit wenig anderem als Diskussionen in Internet-Foren und dem Erstellen immer neuer Websites, die ohnehin nur von bereits Eingeweihten gelesen werden. Macht es wirklich Sinn, Energie darauf zu verwenden, beispielsweise feministisch geprägte Besucher in Jörgs Forum argumentativ immer wieder vom ohnehin Offensichtlichen zu überzeugen, nämlich der Männerdiskriminierung in unserer Gesellschaft? Die einzige Antwort, die wir darauf erhalten haben, bestand in dem Vorwurf, wir würden nur uns in unserem Opferstatus suhlen. Vergeuden wir also nicht Zeit und Nerven mit dem Anrennen gegen die immer gleich stupiden Slogans - oder ist dieser Prozess doch notwendig, um uns selbst erst als Männerbewegung zu konstituieren und unser eigenes Anliegen und dessen Berechtigung zu schärfen? Müssen wir Männer überhaupt erst wieder lernen, unsere eigenen Meinungen und Interessen zu formulieren, ohne prompt als "frauenfeindliche Chauvis" und "Agenten des Backlash" abgewatscht zu werden, oder vollzieht sich diese Entwicklung viel zu langsam? In Monikas Parsimony-Forum "Krieg der Geschlechter" (http://www.f25.parsimony.net/forum63282/index.htm) kann darüber diskutiert, aber auch der Übergang zum Handeln vollzogen werden.
Soviel für diese vorerst letzte Ausgabe. Auf wiederlesen bis auf weiteres in Jörgs und Monikas Foren (obwohl ich mich auch daraus in den nächsten Wochen zurückziehe), per privatem Mail oder - wer Geschmack bekommen hat - in meinem Buch oder anderen Veröffentlichungen. Wie immer: Euch allen noch eine schöne Zeit.
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 15
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur fünfzehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Ich hatte nicht mit dieser Masse von Mails gerechnet.
Viele von euch haben mir wortreich euren Dank für die ersten 14 Ausgaben und euer Bedauern über das vorläufige Einstellen dieses Magazins ausgedrückt. Die meisten haben mich aufgefordert, einen Weg zu finden, es am Leben zu erhalten. Manche haben mir dazu ihre eigene Hilfe angeboten, was sehr nett ist, mir aber aus logistischen Gründen wenig Arbeit abnehmen würde. Ein Leser aus dem Saarland hat mir sogar angeboten, für jedes Magazin fünf Euro zu bezahlen; wenn das jeder machen würde, würde sich das für mich doch auch lohnen. Allerdings würde es das: Schon bei 100 Lesern könnte ich dann in Zukunft hauptberuflich an diesem zine schreiben. Aber als kommerzielles Unternehmen war dieses zine ja nie gedacht, allenfalls als Werbeträger für mein Buch. (Wenn ihr also meint, euch irgendwie revanchieren zu müssen, könnt ihr dafür die Werbetrommel rühren, sobald es erscheint. Aber das werdet ihr ja vermutlich sowieso tun, wenn es euch gefällt, und lassen, wenn nicht.) Stattdessen hoffe ich, dieses zine durch die folgenden beiden Maßnahmen retten zu können:
Erstens: Weniger Begleittext. Ja, ich weiß, das ist mir schon in dieser Ausgabe wieder nicht gelungen, aber das wird schon werden. Es gibt also in Zukunft weniger Übersetzungen, Kommentare und Erläuterungen darüber, wie ein Artikel in den Kontext der Geschlechterdebatte bzw. der Männerbewegung einzuordnen ist. Viele Artikel schon in dieser Ausgabe bestehen nur aus der Schlagzeile und dem Link. Dadurch macht dieses zine auf manche zwar möglicherweise einen etwas hingepfuschten Eindruck, aber inhaltlich dürfte es funktionieren. Die absoluten Grundlagen des Themas habe ich ja schon in den letzten Ausgaben dieses zines umrissen, in meinem Buch werden sie wohl vollständig klar werden.
Zweitens: Dieses zine erscheint in Zukunft nicht mehr pünktlich jeden Samstag. Ein zine mit einem festen Erscheinungstermin hat zahlreiche Vorteile, es hat sich aber für mich nicht mehr umsetzbar herausgestellt. Gerade in politisch brisanten Wochen wie der letzten, in der ich mit einem ganz anderen Thema beschäftigt war, oder in besonders arbeitsintensiven Zeiten ist es zu stressig für mich, auch noch darauf achten zu müssen, dass mein zine rechtzeitig fertig wird. In einem Mail schrieb mir jemand "vierteljährliches Erscheinen wäre auch okay"; soweit wird es wohl nicht kommen. Aber die Erscheinungsweise ist ab jetzt: unregelmäßig. Allerdings muss ich bei diesen zum Teil recht heftigen Reaktionen eines doch noch mal klar machen: Spätestens in einem Dreivierteljahr WIRD es eine letzte Ausgabe der INVISIBLE MEN geben, weil ich mich nach vier Jahren Männerrechten doch mal wieder anderen Themen als Hauptaufgabe widmen wollte. Allenfalls werde ich möglicherweise einen Weg finden, dieses zine sozusagen zu vergesellschaften, aber darüber kann man ja nachdenken, wenn sich das Problem stellt.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com.
NEWS:
------
DIE MÄNNERBEWEGUNG IN ZEITEN DES TERRORS
Die Leichen unter dem World Trade Center waren noch nicht kalt, da gab es schon die Ersten, die sie für ihre eigenen politischen Kreuzzüge instrumentalisieren wollen. An vorderster Front stehen dabei zum einen diejenigen, die freiheitliche Bürgerrechte weiter abbauen wollen, zum anderen die Rassisten, die Araber bzw. Moslems anfeinden, wobei sie der verquasten Logik folgen: Die Terroristen waren Moslems, darum sind alle Moslems böse. Wie es bedauerlicherweise nicht anders zu erwarten war, gab es dieselbe Logik auch von feministischer Seite: Die Täter waren - vermutlich - alle Männer, also sind Männer grundsätzlich böse. Oder um es mit den Worten eines Forenteilnehmers zu sagen: "Krieg ist die höchste Inszenierung von Männlichkeit. Was Männerwahn anrichtet, erleben wir in der gegenwärtigen Phase sehr deutlich. Es ist empfehlenswert, die absurde antifeministische Propaganda dieses Forums zu beenden, da diese nicht nur grotesk, sondern im Hinblick auf die Anschläge in den USA nur noch zynisch wirkt. Die Lebensgrundlagen werden durch den Virilismus untergraben...!!!" Auch die Kabarettistin Lisa Fitz soll einer Quelle zufolge in einer NDR-Talkshow bereits auf das männliche Geschlecht der Täter aufmerksam gemacht haben (und sie wird nicht die letzte gewesen sein). Es ist das alte Muster: Wem die Argumente fehlen, der muss eben versuchen, soviele Opfer wie möglich als Gewicht auf die Waagschale "seiner Sache" zu werfen, wobei schein-moralische Empörung die rationale Auseinandersetzung zum Stillstand bringen soll. Den ideologischen Boden für dieses Schwarzweiß-Denken in der Geschlechterdebatte bilden Bücher wie Alice Schwarzers "Krieg. Was Männerwahn anrichtet und wie Frauen Widerstand leisten", in dem sich Schwarzer auf ihre Weise mit dem von ihr als bedrohlich wahrgenommenen Islam auseinandersetzt.Allerdings ist dieses ideologische Ausnutzen der Terrortoten nicht nur bei Feministinnen, sondern auch bei ihren Kritikern anzutreffen. Die politisch-religiöse Rechte der USA geben nämlich wiederum auch der Frauenbewegung die Schuld an den Anschlägen. Natürlich ist auch deren "Logik" extrem absonderlich: http://www.feminist.org/news/newsbyte/uswirestory.asp?id=5798 Anders als die Feministinnen hat sich ihr Kritiker jedoch für den Unfug bereits entschuldigt: http://www.cnn.com/2001/US/09/14/Falwell.apology/index.html
Was die Terrorakte und das männliche Geschlecht der Täter betrifft, könnte ich hier natürlich einen kleinen Vortrag über die allgemein unterschätzte Rolle von Frauen im internationalen Terrorismus halten, aber das scheint mir im Moment wenig sinnvoll zu sein. (Wen es brennend interessiert: Natürlich findet sich auch dazu ein Kapitel in meinem Buch.) Andererseits ist es die selbstgestellte Aufgabe dieses Magazins, über die aktuellen Entwicklungen der Geschlechterdebatte zu berichten, und die stehen in der letzten Woche nun einmal auch unter dem Zeichen des Terroranschlages.
Ein Hauptthema in den USA ist der möglicherweise bevorstehende "draft", der Zwangseinzug etlicher junger Männer als Soldaten für einen mehr als fragwürdigen Krieg. In den USA sprechen sich knapp neunzig Prozent der Bevölkerung für einen "entschiedenen militärischen Gegenschlag" aus und somit offensichtlich auch die weit überwiegende Mehrheit der Frauen. "As far as I´m concerned", schreibt etwa eine Leserin im aktuellen Time-Magazine, "we should already be bombing Iraq, Libya and Afghanistan until there is nothing left but rubble-filled craters." Gleichzeitig sind es fast ausschließlich Männer, die an die Front geschickt werden - falls sie lebendig zurückkehren, dürfen sie sich als Dank anhören, das verachtenswerte "kriegerische Geschlecht" zu sein. Ebenfalls problematisiert wird in der maskulistischen Bewegung, warum es weit überwiegend bis fast ausschließlich Männer sind, die sich bei Rettungsversuchen in akute Lebensgefahr begeben - ob als Feuerwehrmänner oder als diejenigen Passagiere, die in einem Flugzeug den Kampf mit den Entführern aufgenommen haben. (Die Namen der Letztgenannten lauten nach den bisher vorliegenden Kenntnissen Jeremy Glick, Thomas Burnett und Michael Bingham. Während die Journalistin Barbara Olson auf feministischen Websites bereits als "Heldin" gefeiert wird, weil sie einen Telefonanruf aus einem entführten Flugzeug führte, wird das männliche Geschlecht bezeichnenderweise bislang nur bei den Tätern und nicht bei den Rettern bzw. denjenigen, die eine Rettung versuchten, wahrgenommen.)
Der Terroranschlag brachte indes die Reise des 14jährigen kanadischen Jungen Clayton Giles zum Präsidenten der USA zu einem vorzeitigen Ende. Wie die INVISIBLE MEN berichteten, befand sich Clayton mit seinem Vater seit Mai auf einer Radtour quer durch den amerikanischen Kontinent, die als politische Demonstration dienen sollte. Mit dieser Tour stellte er sich nämlich offensiv einer richterlichen Anordnung entgegen, die ihm den Kontakt zu seinem Vater über Jahre hinweg verbietet. Claytons Entscheidung, sich nicht darum zu kümmern, stürzte das zuständige Gericht kurzzeitig ins Chaos. Clayton ist in den USA ebenso bekannt wie in Kanada, andere Kinder unterzeichneten eine von ihm erstellte Petition tausendfach. Am 22. Juli ging die Radtour von Vater und Sohn Giles in die USA über. Enden sollte sie am Weißen Haus und am Kapitolshügel. In den letzten Wochen waren die finanziellen Schwierigkeiten für Clayton und seinen Vater immer größer geworden, ihre Aktion noch aufrechtzuerhalten. Sie kamen kurz vor dem Angriff auf das Pentagon in Washington an. Da die USA und ihr Präsident jetzt weit dringendere Probleme haben, kehren Vater und Sohn nun nach Kanada zurück. Clayton hinterließ einen offenen Brief, in dem er allen Opfern, aber insbesondere den Kindern, die bei den Terroranschlägen ihre Eltern verloren haben, sein Mitgefühl ausspricht. Inzwischen wurde er von dem Kanadischen Premierminister Jean Chretien um ein Treffen am 18. September gebeten. Mehr über Clayton ist nachzulesen unter www.legalkids.com
Wer darüber hinaus aktuelle Meinungen und Informationen ein wenig jenseits der üblichen Mediensoße zu den Terroranschlägen der letzten Woche sucht, den kann ich wieder nur auf englischsprachige Websites verweisen, nämlich auf http://www.indymedia.org http://alternewswire.com sowie für Analysen vor allem auf http://www.zmag.org/ZNET.htm (leider momentan down wegen einer Virusattacke). Nicht nur Pazifisten finden überdies unter unter http://www.nonviolence.org sowie http://www.antiwar.com Lesenswertes. Informationen zum internationalen Terrorismus und Konzepte zu seiner Bekämpfung liefert das Terrorism Research Center unter www.terrorism.com (Es gibt bestimmt auch tolle deutsche Websites zu diesen Themen, nur kenne ich die leider nicht.)
SOLDATENLAUFBAHN NACH UNERWÜNSCHTEM KUSS BEENDET
Ein Angehöriger der britischen Armee wurde einen Monat in Untersuchungshaft genommen, aus dem Militär entlassen und die Datenbanken über Sexualstraftäter eingetragen, nachdem er eine Bardame ohne deren Einverständnis geküsst hatte. Kevin Myers fragt im Sunday Telegraph, ob im Zeitalter der feministischen Justiz nicht längst jegliche Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen ist: http://www.dailytelegraph.co.uk/dt?ac=005965924425868&rtmo=Qexwep0R&atmo=99999999&pg=/01/9/9/do04.html
US-REGIERUNG TOLERIERT UNZAHL VON MÄNNERVERGEWALTIGUNGEN IN DEN GEFÄNGNISSEN
Vor kurzem machte die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch in einem aufwühlenden Report darauf aufmerksam, dass die hohe Zahl von Vergewaltigungen von Männern in US-amerikanischen Gefängnissen von den Verantwortlichen offenbar bewusst ignoriert wird und dass diese Untätigkeit ein elementares Vergehen gegen die Menschenrechte darstellt: http://www.hrw.org/reports/2001/prison Das erste Presseorgan, das diesen Report aufgreift, ist der National Catholic Reporter unter http://www.natcath.com/NCR_Online/archives/091401/091401l.htm
MÄNNER GEGEN MÄNNERGEWALT IN GÖTTINGEN
http://news.gtonline.de/RED/LOKALES/story38924.html Vor fünf Jahren hätte ich das auch noch für eine sinnvolle Aktion gehalten.
AUTOVANDALE STELLT SICH ALS 62-JÄHRIGE WITWE HERAUS
NEUE STUDIE: SCHEIDUNGSVÄTER WERDEN VON SOZIALARBEITERN IGNORIERT
http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001312787,00.html
AUSTRALIEN: MANN VERKLAGT EX-FRAU WEGEN UNTERSCHIEBUNG FALSCHER VATERSCHAFT
http://www.news.com.au/common/story_page/0,4057,2826187^2862,00.html
SEXTOURISMUS: FÜR FRAUEN OKAY?
Denn der weibliche Sextourismus ist im Gegensatz zum männlichen anscheinend keineswegs ausbeuterisch oder menschenverachtend, sondern wird, wie hier von der "Zeit", gehörig romantisiert: http://www.zeit.de/2001/38/Reisen/200138_tunesien_neu.html
BRITISCHE MÄNNER NICHT NUR AN SEX INTERESSIERT ...
... sondern vor allem an Liebe und Zuneigung, enthüllt eine englische Männerzeitschrift und bezeichnet diese Erkenntnisse als "staggering" (umwerfend): http://news.excite.com/news/r/010912/13/odd-sex-dc Was daran jedoch so verblüffend sein soll, bleibt unklar. Offenbar fallen selbst Magazine für Männer auf die eigenen Negativ-Klischees über ihre Leser herein.
MEINUNG:
---------
EINE FEMINISTIN ENTDECKT DIE MÄNNERRECHTE
Wunderbarer Essay einer Frau, die sich als "Feministin seit ich 14 bin" bezeichnet, und der belegt, dass Information Ideologie überwinden kann. "Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet ich mich mal für Männerrechte einsetzen würde." Jetzt tut sie genau das unter http://www.sheridanhill.com/batteredmen.html
JOURNALISTIN FORDERT MITSPRACHERECHT VON VÄTERN PRO/CONTRA ABTREIBUNG
http://www.ritro.com/sections/politics/story.bv?storyid=0000000000594
HÄUSLICHE GEWALT IM OKTOBER AUF POLITISCHER TAGESORDNUNG
"Oktober ist Domestic Violence Awareness Month, und nichts schreit so sehr danach, endlich wahrgenommen zu werden wie die falschen Vorstellungen um dieses Thema, die von politisch korrekten Feministinnen verbreitet wurden." Wendy McElroy, selbst ein Opfer von Gewalt durch ihren Partner, rückt für Fox News einige Dinge ins rechte Licht: http://www.foxnews.com/story/0,2933,34159,00.html
HEXENJAGDEN FINDEN NOCH HEUTE STATT
http://www.theglobeandmail.com/servlet/GIS.Servlets.HTMLTemplate?tf=tgam/common
/FullStory.html&cf=tgam/common/FullStory.cfg&configFileLoc=tgam/config&vg=
BigAdVariableGenerator&date=20010904&dateOffset=&hub=comment&title=
Comment&cache_key=comment¤t_row=2&start_row=2&num_rows=1
IRLAND: MEDIENKAMPAGNEN GEGEN VÄTER
Über die Gründe und Hintergründe kann man sich informieren unter http://www.ireland.com/newspaper/opinion/2001/0903/opt1.htm sowie http://www.ireland.com/newspaper/opinion/2001/0910/opt1.htm
FEMINISTINNEN: FAMILIENGERICHTE PARTEIISCH GEGEN MÜTTER
Ja, auch diese Einstellung gibt es: http://63.111.42.146/news/article.asp?ArticleID=9609 In den USA, aus denen dieser Artikel stammt, haben fünf Prozent aller Scheidungsväter das Sorgerecht für ihre Kinder erstreiten können. Offenbar ist diese Zahl der Frauenbewegung bereits viel zu hoch. In knapp vierzig Prozent aller Sorgerechtsprozesse wird fälschlich sexueller Missbrauch unterstellt.
KINDERMÖRDERIN YATES MÄRTYRERIN DER FRAUENBEWEGUNG?
http://www.washtimes.com/commentary/20010910-27631702.htm
"LOOKING FOR MR. GOLDBAR"
"Frauen haben die Goldgräberei perfektioniert. Kein Wunder, dass Männer paranoid geworden sind." Das begründet Serena French in der National Post unter http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20010908/691189.html Was auf den ersten Blick wie eine frauenfeindliche Predigt wirken mag, stellt sich als langer, aber sehr interessanter Artikel heraus.
FALSCHBESCHULDIGUNGEN NICHT LÄNGER ZU VERNACHLÄSSIGEN
Eines der Hauptanliegen der US-amerikanischen Männerbewegung ist die Bekämpfung von "false allegations", Falschbeschuldigungen von Frauen gegenüber Männern insbesondere bei sexuellen Übergriffen. In der deutschen Debatte wird dieser Aspekt bislang höchstens im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern diskutiert, aber nicht im Zusammenhang beispielsweise mit sexueller Belästigung und Vergewaltigungen. Die Frauenbewegung hat es geschafft, mit Slogans wie "Jedes Mädchen hat ein Recht, dass man ihm glaubt" (Wildwasser-Werbeparole) oder "Ein Vergewaltigungsopfer, das vor Gericht kritisch befragt wird, wird ein zweites Mal zum Opfer gemacht" jegliche Skepsis gegenüber solchen Beschuldigungen mit dem Hautgout des Unmoralischen zu überziehen. Währenddessen wird in den USA und Kanada auf das Problem hingewiesen, dass nicht nur die Zahl der Falschbeschuldigungen erschreckend groß ist, sondern dass die Verleumderinnen fast nie strafrechtlich verfolgt werden: http://www.nationalpost.com/artslife/story.html?f=/stories/20010908/691654.html
MEDIAWATCH:
-----------
In Günther Jauchs großem Publikums-Intelligenztest stellen sich die Männer mit einem um sechs Punkte höheren Intelligenzquotienten als führend heraus. dass allein ist noch nicht erwähnenswert. (Andere, internationale Test ergeben für die Männer lediglich einen Vorsprung von ein bis zwei Punkten, und dies ist offenkundig zu gering, um daraus für Einzelpersonen irgendwelche Rückschlüsse zuzulassen.) Erwähnenswert ist allerdings sehr wohl, dass es zu Beginn der Show eine große Publikumsbefragung gab, welches der beiden Geschlechter man als das klügere einschätzen würde. Dabei antworteten volle 75 Prozent mit "Die Frauen". Eine gewisse Propaganda vom weiblichen Übermenschen scheint durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein ...
Titelthema im STERN vom Donnerstag waren "Irrtümer im Geschlechterkonflikt", wobei die dazugehörigen Artikel ausschließlich die biologistischen Thesen und Spekulationen über die quasi evolutionsgeschichtlich vorherbestimmte Unterschiedlichkeit von Mann und Frau propagieren und sie als "Wahrheiten" darstellen.Bemerkenswert sind die Leserbriefseite der letzten „Bild am Sonntag“. Nachdem in der vorigen Ausgabe die hessische Sozialministerin Lautenschläger (CDU) gefordert hatte "Wenn Väter nicht zahlen – Führerschein weg!" druckte die Zeitung nun immerhin fünf Briefe von Lesern ab, die ihrem Bekunden nach "noch nie so einen Blödsinn gelesen" hatten. Drei davon wiesen vor allem auf zahlungsunwillige Mütter hin, deren Prozentsatz bekanntlich weit höher als der der Väter liegt, obwohl sie in der öffentlichen Diskussion kaum vorkommen. Ein Michael Kotyrba aus Sachsen schreibt beispielsweise: "Wenn der Unterhaltsschuldner jetzt schon nicht zahlt und ohne Führerschein seiner Mobilität beraubt wird und den Arbeitsplatz verliert - woher soll dann das Geld kommen? Meine Ex-Frau hat mittlerweile 30.000 Mark Unterhaltsschulden bei mir." Sieht so aus, als ob ein gewisser Populismus zum Bumerang gerät, weil er beim Volk inzwischen gerade nicht mehr ankommt.
Leserbriefe hagelte es auch zur SPIEGEL-Titelstory über Männer als das zerbrechliche Geschlecht. Beispielsweise widerspricht der Hamburger Suizid-Therapeut Reinhard Lindner der Vorstellung, die hohe Selbstmordrate von Männern sei biologisch vorherbestimmt: "Wenn der Psychiater, Herr Prof. Angst, sagt, Männer hätten wegen ihrer Hormone und ihrem Hirnstoffwechsel eine höhere Suizidrate als Frauen, so ist dies schlichtweg Unsinn. Wer die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie kennt, weiß, dass die Funktionen des äußerst plastischen Gehirns durch Erfahrungen in der frühen Kindheit geprägt werden und hier der Keim für geschlechterdifferente Aspekte der Affektivität (und damit auch der Suizidät) gelegt wird." (Nebenbei bemerkt: In China begehen überwiegend Frauen Selbstmord.) Ein anderer Leser aus Hamburg thematisiert die Blindheit der Medien gegenüber männlichen Opfern sowie den Männern auch von Frauen auferlegten Rollenzwang: "Wie beleidigend, rücksichtlos, gleichgültig und verächtlich es um das total mystifizierte weibliche Einfühlungsvermögen tatsächlich bestellt ist, liefert das Alltagsleben zuhauf. In Kriegsberichterstattungen etwa, da stehen nach wie vor als Leidtragende einzig die Frauen da, die aufgeschlitzten Bäuche und die Neunmillimeter-Geschosse im Körper des männlichen Soldaten werden als normal hingenommen. Kaum ein Gedanke wert. Männer dürfen auf gar keinen Fall krank werden, sie dürfen nicht erfolglos sein, sie dürfen überhaupt keine einzige emotionale Schwäche an den Tag legen, obwohl die Mehrheit der Frauen ständig davon daherschwätzt." Und ein Leser aus Luxemburg resümiert: "Die Schadenfreude, die manch einer beim Fall des Patriarchats empfindet, kann man(n) ja niemandem verdenken. Doch an Stelle von einem Aufatmen wird zu einem gnaden- und beispiellos bösartigen Feldzug auf den Körper, den Geist und das ganze Wesen des Mannes aufgerufen, und das mit genau derselben perfiden und homunkulistischen Rhetorik, mit der man jahrhundertelang die Frau entwürdigte. Will da jemand gar keinen Frieden im Geschlechterkampf?"
Zwanzig Jahre nachdem die ersten Erkenntnisse über weibliche Täter bei Fällen häuslicher Gewalt veröffentlicht wurden, vier Jahre nachdem Martin Fiebert seine zusammenfassende Bibliographie der knapp 150 Studien darüber ins Internet stellte, ist es auch in der Zeitung "Die Woche" angekommen: "Männer werden von ihren Partnerinnen ebenso oft körperlich angegriffen wie umgekehrt. Zu diesem Ergebnis kommt ein britischer Psychologe von der Universität Central Lancashire nach der Auswertung von 82 Studien." Nur ein paar Zeilen im "Wochenspiegel", während Gewalt gegen Frauen mehrseitige Artikel gewidmet werden, aber immerhin. Allerdings hatte "Die Woche" schon vor drei Jahren einige Zeilen über diese Erkenntnis veröffentlicht - in einem damals von mir verfassten Leserbrief.
Auf der satirisch angelegten "Letzten Seite" der aktuellen "Woche" lästert Max Fellmann über die Initiative der Hamburger Justizsenatorin Peschel-Gutzeit, mit einem „Straßennamengleichberechtigungsprogramm“ endlich der angeblichen Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft ein Ende machen zu wollen. Ihr erinnert euch: Straßenschilder, die auf Männer verweisen, sollen eine zusätzliche Erläuterung zum weiblichen Anhang dieser Berühmtheiten erhalten, mit der auch die jeweilige persönliche Leistung dieser Partnerinnen benannt wird. Fellmann ist skeptisch: "Aber bei Alma Mahler-Werfel tauchen erste Fragen auf: Die Frau war nicht nur mit Franz Werfel liiert, sondern auch mit Gustav Mahler, Oskar Kokoschka und Walter Gropius, das sind ja allein schon vier Schilder, an jeder zweiten Ecke ein Hinweis, alles Alma. Und was ist mit der Schubertstraße? Hinter Franz Schubert stand keine berühmte Gattin, für Frauen interessierte sich der Komponist leider angeblich gar nicht. Oder die Adenauerallee: Weiß irgendjemand etwas über Emma und Auguste, die Ehefrauen des Alten? Was steht dann auf dem Schild? `Auguste Adenauer, 1895-1971; gewann gelegentlich beim Boccia´? Und da wir gerade bei mehrfach Verheirateten sind: In ein paar Jahren und Jahrzehnten wird ja alles noch komplizierter, da werden dann Straßen nach Gerhard Schröder und Joschka Fischer benannt, bekannte Männer mit jeweils vier Ehefrauen (Stand: 13. September 2001) – gehen dann die Straßenschilder bis zum Boden? Und: Ist das nicht furchtbar gefährlich für Fußgänger?" Immerhin beruhigend, dass nicht nur Männerrechtler erkennen, wenn manche feministischen Vorschläge geradewegs aus Schilda stammen ...
Zum 40. Geburtstag des ZDF wird die Riege der Mainzelmännchen im Zuge der Gleichberechtigung um zwei weibliche Trickfiguren ergänzt. Warum die Quote mal wieder nicht erfüllt wird (bekanntlich handelt es sich bei den Mainzelmännchen bislang um ein Sechser-Team), war den Pressemeldungen nicht zu entnehmen.
ZITAT:
-----
"Das ist eine sehr harte Entscheidung, aber wir denken, dass es den Preis wert ist."
Die ehemalige Außenministerin der USA, Madeleine Albright, auf die Frage, ob das erbarmungslose Wirtschaftsembargo gegen den Irak eine halbe Million toter irakischer Kinder wert sei. Soviel dazu, dass Politik durch Frauen angeblich "weicher" und "menschlicher" werde. (Der Satz fiel am 12. Mai 1996 in der US-Sendung "60 Minutes". Inzwischen dürfte sich die Zahl toter Kinder eher auf die Millionengrenze zubewegen.)
ZUR DOKUMENTATION 1:
--------------
SCHWEDEN WENDET SICH GEGEN BESCHNEIDUNG VON MÄNNERN ALS VERLETZUNG DER MENSCHENRECHTE
Swedish Parliament Scrutinizes Male Circumcision as a Violation of Human
Rights. The Swedish Parliament has overwhelmingly passed a new law to regulate
male circumcision with the purpose of protecting the human rights of the child.
The Parliament voted decisively, 249 to 10, in favor of the new law, whose preliminaries
also mandate a study to determine what effect the new law will have and whether
male circumcision should be considered a human rights violation. The law is
in the process of being enacted.
Many Swedish Members of Parliament stated that male circumcision violates children's
rights. Several Members of Parliament stated that only an outright ban on circumcision
of all minors would be consistent with the United Nations' Convention on the
Rights of the Child. This marks the first time the circumcision of males under
the age of majority has been officially accepted for study by a national government
as a human rights issue. Sweden's is the first law in modern times to regulate
and restrict the practice of male circumcision.
All licensed practitioners of male circumcision are now required by law to use
anesthesia and to perform the procedure in hospitals or under similar conditions.
A temporary exception was included to allow licensed Jewish practitioners of
male circumcision (mohelim) to perform the procedure in hospitals or under similar
conditions using anesthesia, but only during the first two months of a child's
life.
Thereafter, ritual circumcisions performed by anyone other than a medical doctor
are not allowed. Violation of the law will result in punishment of up to 6 months
in prison or a fine of an individually determined amount based on income. Sweden
has a history of pioneering human rights legislation and not one legislator
claimed medically unnecessary circumcision was a legitimate procedure. The 10
dissenters objected only because they supported total criminalization, rather
than mere regulation, of non-therapeutic circumcision of male children, and
without any temporary religious exception.
J. Steven Svoboda, Executive Director of Attorneys for the Rights of the Child,
stated, "This historic decision by Sweden represents a turning point in
history. Again Sweden has demonstrated its concern for human rights. It is regrettable
that the initial version of the bill, which would have banned outright all circumcisions
of male minors, did not pass. Nevertheless, we congratulate Sweden for acknowledging
that males' right to genital integrity deserves serious evaluation as a human
rights concern."
In 1982, Sweden became the first developed country to outlaw female circumcision.
This law was strengthened in 1998. Following Sweden's lead, many countries including
the United States, Canada, and Australia have recently passed laws criminalizing
female circumcision. Human rights organizations and legal scholars in each of
these countries have pointed out that laws prohibiting only female genital cutting
are discriminatory and violate national equal protection laws and international
human rights laws. Worldwide, in the last four years every national professional
medical association, which has issued a recommendation regarding routine male
circumcision, has recommended against the practice.
ZUR DOKUMENTATION 2:
---------
Offener Brief an das Bundesfrauenministerium von Dr. Jürgen Gemünden
(Verfasser der deutschen Doktorarbeit über männliche Opfer häuslicher Gewalt):
Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Bergmann,
in einem Interview des SWR haben Sie kürzlich behauptet, es gäbe keine wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Gewalt gegen Männer. Dies ist falsch. Ich erlaube mir daher, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß bereits vor sechs Jahren meine Dissertation zum Thema "Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften" erschienen ist. Die Arbeit ist nach wie vor über den regulären Buchhandel zu beziehen. Sie kann in jeder deutschen Buchhandlung bestellt werden. Der Buchtitel ist im übrigen in der PC-Version des Verzeichnisses lieferbarer Bücher in jeder Buchhandlung unter dem Stichwort "Gewalt gegen Männer" aufzurufen, im übrigen ist das Buch in vielen wissenschaftlichen Bibliotheken verfügbar.
Die Arbeit wurde in den 90er Jahren mit der nach wie vor sehr aktuellen Zielsetzung
geschrieben nachzuweisen, daß Gewalt gegen Männer in heterosexuellen
Intimpartnerschaften ein ebenso sozial relevantes Problem ist wie Gewalt gegen
Frauen oder Gewalt gegen Kinder. Die Arbeit fußt auf der systematischen
Auswertung des überwiegenden Teils der damals international verfügbaren
empirischen Daten und Untersuchungen aus den unterschiedlichsten Bereichen,
denen relevante Erkenntnisse zu körperlicher Gewalt in heterosexuellen
Partnerschaften zu entnehmen sind, wie Dunkelfelduntersuchungen, die es mittlerweile
zu hunderten gibt, ferner kriminalstatistischen Daten zu Tötungs- und Körperverletzungsdelikten,
soziologische Daten zu Scheidungsverfahren, Polizeinotrufen usw. Ich bin zu
folgenden Ergebnissen gelangt:
- Soweit die Daten unmittelbar bei den betroffenen Partnern erhoben werden,
ergibt sich, daß Frauen in Partnerschaften in ähnlicher Weise gewalttätig
sind wie Männer.
- Soweit die Daten bei vermittelnden Instanzen wie Polizei, Staatsanwaltschaft,
Gerichten, Hilfeeinrichtungen etc. erhoben wurden, ergibt sich, Männer
erheblich seltener derartige Hilfen in Anspruch nehmen als Frauen.
Diese Ergebnisse sind vor allem damit zu erklären, daß die Scham
für Männer, Hilfen in Anspruch zu nehmen, erheblich höher ist
als bei Frauen: Der von seiner Partnerin körperlich mißhandelte Mann
ist in der Öffentlichkeit eine lächerliche Figur, die in ihrer Not
nicht ernst genommen und der demzufolge nicht geholfen wird.
Daß aber Männer weniger häufig oder schwer verletzt werden,
kann mittlerweile als Ursache für die geringere Inanspruchnahme von Hilfen
weitgehend ausgeschlossen werden. Mittlerweile liegen differenzierte Daten darüber
vor, daß Männer bei Angriffen durch ihre Partnerinnen in ähnlicher
Weise verletzt, auch schwer verletzt werden als umgekehrt (siehe Gutachten des
BT-Rechtsausschusses von Prof. Bock, Universität Mainz). Die Mehrzahl der
psycho-sozialen Probleme und Zwänge schwer mißhandelter Männer
stellt sich im übrigen ähnlich wie bei mißhandelten Frauen dar.
Daß das Problem mißhandelter Männer bis heute öffentlich
ignoriert wird, liegt neben tradierten Attributen der Geschlechterrollen an
einem von Feministinnen erzeugten Männerbild, das auf öffentlich verbreiteten
demagogischen Parolen ruht wie etwa: "Jeder Mann ist ein Täter!"
und ähnlichem. Wenn es aber Gewalt gegen Männer "gibt",
wie nach Lektüre meiner Arbeit sowie weiterer wissenschaftlicher Arbeiten
einzuräumen ist, dann werden sich Feministinnen von ihren trivialen stereotypen
Prämissen verabschieden müssen, die apriori jeden Mann zum Täter
und jede Frau zum Opfer erklären. Sie wären gezwungen, sich differenziert
und endlich wissenschaftlich mit dem gesamten Themenkomplex Gewalt in der Partnerschaft
auseinanderzusetzen und die Rolle von Frauen differenzierter und kritischer
zu betrachten. Eine solche Betrachtung würde gewiß auch dazu führen,
daß das von der Geschlechterdiskussion ganz vernachlässigte Thema
der sozialen Schichtung wieder Berücksichtigung findet.
Eine ähnliche Arbeit von John Archer wird demnächst in "Psychologie
heute", Beltz-Verlag, vorgestellt werden.
Angesichts der Tatsache, daß ich wegen dieser Arbeit schon erhebliche
berufliche Nachteile erlitten habe, und mir bislang nicht die Gelegenheit gegeben
wurde, meine mit meiner Dissertation begonnene Arbeit fortzusetzen, finde ich
es erschütternd mit Aussagen konfrontiert zu werden, es gäbe zum Thema
Gewalt gegen Männer keine wissenschaftlichen Arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Jürgen Gemünden
ZUR DOKUMENTATION 3:
----------------
Offenes Mail von Dr. Karin Jäckel:
--- Vielleicht für Sie wichtig zu wissen, dass am 11.10.01 in Wien von
14-22 Uhr eine Enquête des Bundesministeriums für soziale Sicherheit
und Generationen zur Frage "Der gebrauchte Mann? Männliche Identität
im Wandel" stattfindet. Anmeldeschluss zur Teilnahme ist der 4.10.01 Referent/innen
sind Christine Bauer-Jelinek, Prof.Dr. Paul Zulehner. Rechtsanwalt Dr. Günter
Tews, Prof. Dr. Theodor Tomandi, Dr.Allan Guggenbühl sowie ich selbst.
An der Podiumsdiskussion nehmen auch die Innsbrucker "Mannsbilder"
teil. Herr Magister Johannes Kaup moderiert das Programm.
Ausgehend von dieser Veranstaltung richtete ich an unser Bundesfamilienministerium
und das Bundesjustizministerium die Frage, wann es bei uns ein vergleichbares
"Männerreferat" in der Bundesregierung geben werde. Ich erhielt
die Antwort, daran sei noch lange nicht zu denken. ---
Soviel zu dieser Ausgabe. Einen herzlichen Gruß an euch alle,
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 16
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur sechzehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
In der letzten Ausgabe hatte ich über den Vorschlag eines Lesers berichtet, für jedes zine einen Preis von fünf Euro festzusetzen. Ich hatte das abgelehnt, weil dieses zine gerade kein kommerzielles Projekt sein soll. Daraufhin erhielt ich folgendes Mail von meiner Leserin Kathrin:
"Schoen, dass es die Invisible Men doch weiter geben wird :-) Ich war zwar zu faul, mich zu beklagen, habe Deine Entscheidung aber auch sehr bedauert. Willst Du nicht doch eine Art freiwilliges Abo anbieten? Ich wuerde gern ein paar Mark dafuer bezahlen ... Der Einfachkeit halber vielleicht im Voraus zu entrichten: 25 Euro fuer 10 Ausgaben. Ich waer dabei. Bin ja mal gespannt, wie da die Compliance ist ... und bezahltes Material liest man vermutlich sogar aufmerksamer :-)"
Auch hier wollte ich im ersten Moment reflexartig ablehnen. Aber dann begann mir die Idee eines FREIWILLIGEN Abonnements zu gefallen, wenn auch vielleicht nur wegen ihres experimentellen Charakters. Warum sollte ich es den Lesern nicht freistellen, für jede Ausgabe eine bestimmte Summe in ihrem Ermessen zu zahlen?
Natürlich gibt es viele Leser, die davon keinen Gebrauch machen werden: Da sind zunächst mal natürlich die, die zu meinem persönlichen Bekanntenkreis gehören und dieses zine lediglich erhalten, damit sie wissen, was ich so treibe und warum ich seit Monaten nicht mehr ans Telefon gehe. Andere tun selbst sehr viel für die Männerbewegung, für das sie auch keiner bezahlt. Manche würden durchaus gerne einen kleinen Obulus entrichten, gehören aber zu den Vätern im Unterhaltsschraubstock und haben für sich selbst kaum genügend übrig. Wieder andere mögen dieses zine zwar immer wieder mal kurz überfliegen, würden es in ihrer Mailbox aber auch nicht wirklich vermissen. Das alles sind gute Gründe, die INVISIBLE MEN auch in Zukunft umsonst zu beziehen.
Andererseits scheint zumindest unter einigen Lesern ein Bedürfnis zu bestehen, mich für meine Arbeit auch zu entlohnen. Das erscheint mir ebenfalls verständlich: Wenn ich alle 7 bis 14 Tage ein neues zine in meiner Mailbox finden würde, dessen Inhalt mich sehr interessiert, würde ich ja irgendwann auch einen Weg finden wollen, mich dafür erkenntlich zu zeigen. Warum sollten meine Leser also in Zukunft nicht das zahlen sollen, was ihnen die entsprechende Ausgabe wert ist? Bis jetzt wurden mir fünf Euro und fünf DM geboten, drei DM pro Ausgabe fände ich auch noch akzeptabel. Machen wir es doch so: Jeder kann den individuellen Wert dieses Produktes für sich selbst bestimmen und entsprechend seine Reaktion ausrichten. Ob ihr im Zehnerpack zahlt, wie Kathrin vorschlägt (was vermutlich vernünftiger wäre, als pro Ausgabe ein paar Mark zu überweisen), ob ihr mit dem Preis herunter- oder heraufgeht, wenn sich die Qualität der INVISIBLE MEN in euren Augen ändert, das alles bliebe euch überlassen. Der Vorteil für euch wäre so übrigens auch, dass ihr auf die weitere Existenz dieses zines positiven Einfluss nehmen könnt. Wer es weiterhin umsonst beziehen möchte, erfährt dadurch aber auch keinerlei Nachteil und bleibt ganz normal im Verteiler. Nachdem dieses zine auch auf verschiedenen Websites einzusehen ist, wäre alles andere ja auch albern.
Wer meine Arbeit also finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com.
NEWS:
-----
DIE MÄNNERBEWEGUNG IN ZEITEN VON TERRORISMUS UND KRIEG
Josephine Hart vertritt in der britischen Times die These, dass die Heldentaten der größtenteils männlichen Retter und Helfer am World Trade Center uns bewiesen, dass Männer keineswegs nur Kinder, Beziehungsscheue und potentielle Vergewaltiger seien: http://www.thetimes.co.uk/article/0,,7-2001324050,00.html Die Männerbewegung reagiert auf diesen Artikel gespalten. Während die einen dankbar dafür sind, dass dies einmal herausgestrichen wird, bezeichnen andere es als zynisch, dass es offenbar Hunderte von Toten bedarf, bevor solche sexistischen Klischees in Frage gestellt werden. Sind Männer das Geschlecht, das in friedlichen Zeiten verachtet werden darf und in Krisenzeiten als Retter fungieren soll? Immerhin scheint in solchen Krisen klar zu werden, was echte Probleme sind und was nur herbeigequatschte. Die Zeit etwa, als feministische Sprachwissenschaftlerinnen noch darüber diskutierten, wie sinnvoll eine politisch korrekte Umbenennung von "Manhattan" in "Personhattan" wäre, erscheint momentan als graueste Vergangenheit.
"Wo sind die Frauen?" fragt derweil Kate O´Beirne im National Review: http://www.nationalreview.com/kob/kob092101.shtml "Ich frage mich, wieviele frustrierte Reporter verzweifelt nach einer vom Kampf gezeichneten Frau in Uniform suchten, um eine gefällige politisch korrekte Heldin Manhattans präsentieren zu können, aber nur Männer fanden, die diese gefährlichen, fordernden und schmutzigen Arbeiten erledigten." Von elftausend Feuerwehrleuten New Yorks sind 36 weiblich.
Einen großartigen Artikel hat Christie Blatchford in der National Post veröffentlicht. "This triumph of the spirit belongs to men" behauptet sie unter http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20010922/700818.html Warnung: Nach jahrzehntelangen Huldigungen allein der weiblichen Hälfte der Menschheit kann das Lesen dieses Beitrags einen Kulturschock auslösen!
Bemerkenswert ist, dass nach den Anschlägen vom 11.9. die Zahl der zurückgenommenen Scheidungsanträge zumindest in Texas, vermutlich aber auch in den restlichen USA außerordentlich in die Höhe schnellte: http://www.chron.com/cs/CDA/story.hts/front/1060599
Einer der Männer, die sich den Entführern dem kurz danach bei Pittsburgh abgestürzten Flugzeug widersetzten, war Tom Burnett. Hier ist seine Geschichte: http://www.msnbc.com/news/633033.asp
In einer Yahoo-Diskussionsgruppe werden derweil typische Slogans der Friedensbewegung in Frage gestellt, etwa "In Pakistan und Afghanistan leben unschuldige Frauen und Kinder ... bei uns auch ... also KEINEN KRIEG!!" Fragen, die sich daran anschließen, könnten sein: Ist der Tod von Männern hinnehmbar? Warum erscheint das Leben von Frauen als mehr wert? Ab wann zählt ein Junge nicht mehr als unschuldiges Kind, sondern als schuldiger Mann? Der Originaltext findet sich unter http://groups.yahoo.com/group/ms-discussion/message/3196
Ein Gerücht, dass nicht nur in Krisenzeiten wie diesen immer wieder hochkocht, ist, dass Männer im Gegensatz zu Frauen ein kriegslüsternes Geschlecht seien. Brian Carnell analysiert und widerlegt auf der feministischen Website equityfeminism.com einen aktuellen Artikel, in dem dessen Autorin diese sexistische Legende auf die momentane politische Situation anzulegen versucht: http://www.equityfeminism.com/articles/2001/000105.html
Bemerkenswert ist hier auch eine Leserantwort auf Carnells Analyse (unter "View Replys"): Krieg sei grundsätzlich eine Männersache, weil Männer dabei gewinnen würden (Territorium, Macht, Geld, Sexualpartner), während Frauen dabei verlieren (tote Ehemänner und Söhne). Ich spare mir einen Kommentar.
Professoren der Uni Wisconsin zufolge ist ein "draft", ein Zwangseinzug aller Männer der USA zur militärischen Bekämpfung des Terrorismus möglich, aber nicht wahrscheinlich: http://news.excite.com/news/uw/010920/politics-257 Bemerkenswert in diesem Artikel ist der Hinweis darauf, dass dieser Zwangsdienst ausgesprochen fair sei in Bezug auf Rasse, Religion und Glauben - jedoch nicht auf der Grundlage des Geschlechts.
Wer durchdachte nicht-maskulistische Texte zum Thema lesen möchte, dem empfehle ich immer noch http://www.zmag.org/ZNET.htm (Und dann ist da natürlich noch mein großes literarisches Vorbild Grant Morrison, aber wie so oft klingen seine Gedankenwelten für Nichteingeweihte mitunter ein wenig ... hm ... schwer zugänglich: http://www.grant-morrison.com/column.htm )
NEUES INTERNETFORUM FÜR OPFER VON WEIBLICHER SEXUALGEWALT
Zugegeben, dem allgemeinen Aufbau dieses zines nach würde es eigentlich in die Rubrik "WEB" gehören, aber ich halte Joachims Initiative für so gut und so wichtig, dass ich sie durch ein Nach-vorne-Ziehen besonders betonen möchte. Unter http://www.dabbel.de/forum/index.html hat er ein zumindest in Deutschland meines Wissens nach erstmaliges Gesprächsforum eingerichtet, in dem sich speziell Opfer von sexueller Gewalt durch Frauen untereinander austauschen können. Wir wissen inzwischen aus zahlreichen Statistiken, Studien und Befragungen, dass hier die Zahl männlicher Opfer in ihrem Ausmaß noch weit unterschätzt wird. (Die Gründe sind ähnlich, nur noch einmal stärker wie bei den Opfern häuslicher Gewalt durch weibliche Täter. Siehe auch dazu SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?) Da die Opfer von Sexualgewalt durch Frauen sich von den Opfern von Männern doch in einigem unterscheiden, denke ich, dass Joachims neues Forum durchaus Sinn macht. Etwas skeptisch bin ich noch, was seine Frequentierung angeht. Wird eine betreffende Person sich dort tatsächlich äußern, vor allem: Wird sie überhaupt von seiner Existanz erfahren? Allerdings weiß ich, dass mein zine zum Beispiel auch von einigen Leuten aus der Anti-Missbrauchs-Bewegung gelesen wird. Vielleicht möchtet ihr ja für ein paar Links oder Hinweise auf euren Websites sorgen?
SEXISTISCHE KAMPAGNE GEGEN KINDESMISSBRAUCH IN MÜNCHEN
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine Plakataktion, bei der Missbrauchstäter grundsätzlich als männlich dargestellt werden (was auch die Süddeutsche selbst keineswegs hinterfragt): http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel80975.php Schön, wenn sich Kinderschutzbund und Jugendamt so einig sind, sozial schädliche Tabus aufbrechen zu müssen, wie sie in diesem Artikel behaupten. (Aber ist sexueller Missbrauch durch Männer wirklich noch ein Tabu??) Noch besser wäre es, wenn sich die Betreffenden auch ihrer eigenen Wahrnehmungs- und Verbalisierungstabus irgendwann bewusst werden würden.
PLAYBOY: MÄNNER SIND DÜMMER ALS FRAUEN
Dass im Weltbild der gängigen Männermagazine die Kerle wenig anderes im Kopf haben, als ihre Bauchmuskeln zu trainieren, richtig zu grillen und Frauen nachzusabbern, wissern wir. Jetzt aber bringt der US-Playboy erstmals in einem Artikel zur Sprache, dass er Männer für geistig minderbemittelt hält: http://www.playboy.com/magazine/current/features_01.html
ERZIEHERIN: JUNGEN BRAUCHEN MÄNNERBEWEGUNG
Für Jungen und junge Männer sei dringend eine männliche Revolution ähnlich dem Feminismus vonnöten, behauptet die neuseeländische Erzieherin Celia Lashlie. Die sozialen Probleme seien nur dann zielstrebig in den Griff zu bekommen, wenn junge Männer mit einem neuen Rollenverständnis diejenigen Frauen herausfordern würden, die in unserer Gesellschaft an der Macht seien: http://www.stuff.co.nz/inl/index/0,1008,951611a1931,FF.html
MÄNNER LEIDEN ZUNEHMEND UNTER ESS-STÖRUNGEN
Dabei bleiben Störungen wie etwa Anorexie beim männlichen Geschlecht jedoch häufig unbeachtet. Beruhend auf einer neuen Studie aus Boston berichtet dieser ausführliche Artikel über die bisherigen Erkenntnisse: http://news.excite.com/news/uw/010919/university-67
DREI VON HUNDERT MÄNNERN IN EUROPA STERBEN AN ASBESTVERGIFTUNGEN
http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns99991334
SCHEIDUNG BEI MÄNNERN ANSTECKEND?
http://www.ananova.com/news/story/sm_401763.html?menu=
SCHÜLERIN LEITETE DROGENRING
Wie die dpa meldet, nahm die Polizei im badischen Weil am Rhein eine 17-jährige Schülerin fest, die einen internationalen Ring zum Verkauf von Drogen wie "Speed" oder "Ecstasy" geleitet hatte. Ihre Mutter unterstützte sie dabei. (Kurzmeldung, kein Link.)
17 PROZENT DER FRAUEN TRÄUMEN VOM GEWALTTÄTIGEN MANN
Okay, ich habe für die Überschrift eine der heißesten Behauptungen/Erkenntnisse in einem teils reißerischen, teils differenzierten Artikel über das angebliche "Monster Mann" herausgesucht. Lest also besser selbst nach unter http://facts.ch/stories/0035_ges_mann.htm
WIE SCHLAGE ICH EINEN MANN K.O.?
Realsatire in der ansonsten meist sehr lobenswerten AMICA: Unter der Überschrift "Expertenguide für die drängenden Fragen des weiblichen Alltags" erklärt Boxweltmeisterin Regina Halmich, wie man bzw. frau einen Mann bewusstlos schlagen kann: http://www.amica.de/themen/expertenguide/frauen1.html Andere angeblich drängende Frauenfragen, die die AMICA beantwortet, sind "Wie werde ich reich?" ("Die einfachste Art, als Frau reich zu werden, ist immer noch eine Heirat: reicher Mann, kein Ehevertrag.") und "Wie kontere ich auf blöde Anmache", zum Beispiel wenn ich sehe, dass mein Verehrer keineswegs vermögend zu sein scheint?
ZITAT:
-----
"Ich gestehe, ich habe zwei-, dreimal in meinem Leben einen Mann geohrfeigt. Allerdings hatte ich die Intelligenz, nur Männer zu ohrfeigen, die so gut erzogen und sanft waren, dass sie nie zurückgeohrfeigt haben."
Alice Schwarzer, nachzulesen hier: http://www.facts.ch/stories/0123_ges_emma.htm (Man stelle sich einen männlichen Prominenten vor, der von sich sagt: "Ich war clever genug, nur Frauen zu schlagen, von denen ich wusste, dass sie sich nicht wehren würden." Ob man einen Mann mit dieser Einstellung auch als Vorkämpfer eines besseren Mann-Frau-Verhältnisses präsentieren würde?)
ZUR DOKUMENTATION:
-----------------
Das in Berlin geplante "Gewaltschutzgesetz" wird von vielen von uns bereits als bedrohlich genug eingeschätzt, aber einige wissen auch, dass hier noch weitere Schritte der Eskalation denkbar sind. Als warnendes Mahnmal wirft beispielsweise die kanadische Bill 117 ihren Schatten zu uns hinüber, die jenseits des Atlantiks mit dem treffenden Slogan "Shout at your spouse, lose your house" belegt wurde. Dabei kann es einem Mann, der mit einer Frau zusammenlebt, passieren, dass er auf ihre bloße Anschuldigung hin, er habe sie bedroht oder anderweitig verängstigt, praktisch sein gesamtes Eigentum an sie verliert. Der Beschuldigte braucht davon nicht in Kenntnis gesetzt zu werden; auch eine Überprüfung des Sachverhalts durch die Polizei oder andere staatliche Institutionen wird nicht als notwendig erachtet. Von dem Gesetz betroffen sind auch Partner, die lediglich miteinander ausgehen. Handelt es sich um eine Mietwohnung, darf der Vermieter vom herausgeworfenen Partner (natürlich in fast hundert Prozent aller Fälle dem männlichen) die ausstehende Miete verlangen. In dem folgenden kurzen Bericht beschreibt ein Einwohner Ontarios die Situation, in der er lebt.
--- SHOUT AT YOUR SPOUSE, LOSE YOUR HOUSE
I live in Ontario, Canada, and I live alone. It gets pretty lonely, but I have no choice.
I don't have a wife or girlfriend -- I'd like to, but it's just too much risk. I'm pretty much resigned to living alone
because I can't take the chance of being destituted on a woman's whim if she were to get angry at me. Pretty sad state of affairs...(sigh)
It really is that bad, you know. New legislation, referred to by critics as the "shout at your spouse, lose your house" legislation, allows almost all of a man's assets to be transferred immediately to a woman. All she has to do is place a call to 911 and say "he frightened me."
When this happens, the man is slapped with a restraining order, he's removed from his house, and his assets are transferred to the woman. The man is not present in court when this takes place. No checking is done on the truth of the accusation (that would be invasive of a woman's rights), and the woman placing the call doesn't even have to be the man's wife or common-law live-in partner; she could be a girl he just brought home after a first date -- or even a hooker. Critics call this law "a pimp's dream." This 'protection' is extended only to women, of course.
This law is an unbelievable, unholy travesty, and stomps jackbooted over a man's most basic human rights.
And this law will never be abused, of course, because a woman would *never* make a false accusation.
Under this legislation, a man is "one phone call away from total ruin." He has no rights whatsoever and is just discarded. He is left with nothing and is completely on his own. If he's lucky, he might find a bus shelter to sleep in. Which is, to follow the 'logic' of the legislation, all he deserves. ---
Von Dave Brown, einem Seniorredakteur des Ottawa Citizen, existiert ein längerer Artikel zu diesem Thema unter http://tsw.odyssey.on.ca/~balancebeam/one_phone_call.htm Browns Einschätzung nach ist der Krieg um häusliche Gewalt in Kanada ins Atomzeitalter eingetreten, in dem es kein Mann mehr wagen wird, eine Frau zu misshandeln. Oder sie zu heiraten. Oder sich mit ihr zu treffen.
WEB:
----
Letztes Wochenende habe ich die Recherche zu einem neuen Buchprojekt mit einem anderen Thema begonnen und bin dabei auf eine Website gestoßen, die auch den Unterschied zwischen weiblichem und männlichem Exhibitionismus thematisiert. (Bekanntlich ist ja nur der von Männern begangene strafbar.) Während der Einsatz für Exhibitionisten natürlich nicht das vordringlichste Aufgabengebiet einer Männerbewegung sein sollte, werden hier doch interessante Fragen gestellt. Wie kommt es zum Beispiel, dass weiblicher Exhibitionismus nicht nur durch die Maschen des Gesetzes, sondern auch durch die Maschen der Wahrnehmung schlüpft? (Das "Lexikon der Erotik" des Sexualwissenschaftlers Kurt Starke etwa beginnt seine Definition von Exhibitionismus beispielsweise mit "ein bei Männern auftretendes, dranghaftes Verhalten ...", andere Fachbücher beschreiben es ähnlich.) Warum, so fragt Alfred Esser, Leiter der Dortmunder "Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität" unter http://www.ahs-online.de/fg-exhi/unterschied.php3 "finden so viele Frauen das männliche Geschlechtsteil ekelhaft und widerlich (Penisphobie), während Männer den weiblichen entblößten Körper erregend und faszinierend finden?" Wie konnte diese sexistische Körperwahrnehmung entstehen und wie fand sie so direkten Eingang in unsere angeblich so patriarchale Gesetzgebung?
MEDIAWATCH:
----------
In der letzten Ausgabe ging es um die Leserbriefe im SPIEGEL, diesmal finde ich die in der aktuellen UNICUM bemerkenswert. Da hatte sich diese Studentenzeitschrift nämlich extra große Mühe gegeben, es mit dem Cover zu ihrer Sommerausgabe im August 2001 auch ihren politisch korrektesten Lesern recht zu machen. Zu oft schon hatten sich bei früheren Heften Leserinnen über vermeintlichen Sexismus in der Motivwahl beschwert. Gewählt hatte man diesmal also gerade kein Titelbild einer halbbekleideten Strandschönheit, die nur ein Objekt der Schaulust eines männlichen Betrachters gewesen wäre. Stattdessen fiel die Wahl auf einen attraktiven, lachenden halbnackten Mann, dem eine Frau die Badehose oben lupfte und dabei mit genießerischem Blick hineinspähte. Würde dieses launig-verspielte Foto frech und zugleich PC genug sein, um nirgendwo Anstoß zu erregen? Mitnichten. "Man muss nicht die größte Feministin sein", beginnt unheilschwanger der Leserbrief einer Dame aus Kassel in der aktuellen Septemberausgabe des Hochschulmagazins, "um dieses Foto als eindeutig zweideutig zu verstehen und die Andeutung einer sexuellen Handlung darin zu erkennen, die dem Mann doch das Vergnügen bringt und nicht der Frau. Ich wünsche mir auch keinen nackten Mann auf dem nächsten Titelblatt, denn der bloße Anblick eines Mannes reißt keine Frau mehr vom Hocker, sondern mal etwas wirklich Witziges!" Dem Cover ihrer neuesten Ausgabe nach befindet sich die UNICUM immerhin in der Lernphase. Es zeigt einen grimmig dreinschauenden Mann mit behaartem Oberkörper, Bart und Sonnenbrille in einer schaumbedeckten Badewanne. Das ist zwar immer noch nicht richtig witzig, aber: Applaus!, wenigstens wurde der lästerliche Eindruck vermieden, als ob er bei seiner Beschäftigung irgendein Vergnügen empfände. Dann sind wir also doch auf dem richtigen Weg.
Das Ganze erinnert mich an diese Website, auf der erklärt wird, warum man Feministinnen niemals wirklich glücklich machen kann: http://www.vix.com/men/articles/genderbiastest.html
Der zweite interessante Leserbrief in der September-UNICUM stammt werbewirksam von der auch vielen von uns bekannten Website www.maennerrat.de. Beklagt wird dort ein Artikel über sexuelle Belästigung in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift sowie eine dazugehörige Farbzeichnung als "boulevardesk" und "reißerisch". Männerrat meint, dies sei "ein zu wichtiges Thema, um es in Bildzeitungsmanier an den Mann oder die Frau zu bringen". Diese Einschätzung des Beitrags ist zwar richtig. (Der Artikel war schlampig recherchiert, und die Zeichnung zeigte einen lüsternen Professor, der seiner Studentin in die Bluse griff und vermutlich rein zufällig exakt so aussah wie "Campus"- und "Männer"-Autor Dietrich Schwanitz. Auch ich hatte der Zeitschrift daraufhin ein sarkastisches Mail geschrieben.) Warum diese Einschätzung richtig ist und was genau an dem Artikel zu bemängeln war, erfährt die UNICUM-Leserschaft allerdings nicht. Das ist indes keineswegs die Schuld von Männerrat, denn die UNICUM erlaubt bei ihren Leserbriefen einen Rahmen von gerade einmal zwei bis drei Sätzen bzw. Halbsätzen. ("DANKE für diese witzigen und interessanten Rätsel! Haben mich durch ein sehr langweiliges Seminar gebracht!") In so winzigen Textchen ist zwar nicht einmal der Ansatz einer fundierten Auseinandersetzung zu leisten, aber offenbar ist das so in etwa die Häppchengröße, die man jungen Akademikern heute gerade noch zumuten darf. Immerhin bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere am Thema interessierte Leser aus reiner Neugier mal auf www.maennerrat.de klickt und fasziniert hängenbleibt. Womit die Mission dann doch noch erfüllt wäre.
Für diese Ausgabe zumindest sehe ich meine Mission ebenfalls als erfüllt an. Bleibt mir nur noch, euch ein tolles Wochenende bzw. denjenigen von euch, die mein zine erst am Montag am Arbeitsplatz empfangen, eine schöne Woche zu wünschen.
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 17
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur siebzehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Wenn ich mit meinen Erkenntnissen beispielsweise über männliche Opfer häuslicher Gewalt mal wieder gegen Mauern des Nicht-Wahrhaben-Wollens stoße, mosere ich ja ganz gerne vor mich hin, dass ich vielleicht doch zum Beispiel Astronom statt Geschlechterforscher hätte werden sollen, weil da wenigstens noch Fakten nicht aus weltanschaulichen Gründen abgelehnt oder ignoriert werden. Inzwischen lese ich aber zufällig über die Lebensgeschichte von Subramanyan Chandrasekhar, der als erstes das Konzept der Schwarzen Löcher auftat. Offensichtlich erschien dieser Gedanke damals führenden Astronomen wie Sir Arthur Eddington aber dermaßen lächerlich, dass Chandrasekhar lange Zeit keine akademische Anstellung fand. Heute gilt seine Theorie längst als allgemein anerkannt. Bestimmte Mechanismen des Ausgrenzens von neuem Wissen scheinen also überall zu greifen. (Eichborns "Lexikon der klassischen Irrtümer" ist übrigens auch voll mit solchen Beispielen.) Uns bleibt offenbar nur, uns in Geduld zu fassen, wasnatürlich andererseits nicht Untätigkeit bedeuten soll.
Es ist ja auch nicht so, als ob es überhaupt nicht voranginge: Dinge, die vor Monaten noch nur einem sehr begrenzten Kreis bekannt waren, erreichen inzwischen immer mehr Außenstehende. Vor wenigen Tagen mailte mich immerhin eine Kripo-Beamtin in Ausbildung an, die mich für eine Projektarbeit um weitere Hintergrundsinformationen und Quellenangaben zum Thema "häusliche Gewalt mit männlichen Opfern" bat. Allmählich sickern unsere Erkenntnisse also zu denjenigen Instanzen durch, für die sie eigentlich von Bedeutung wären. (Wie ihr wisst, ist z. B. der Text zum sogenannten Gewaltschutzgesetz offiziell geschlechtsneutral formuliert; es mangelt aber bei Polizeibeamten, Richtern und Journalisten oft am nötigen Wissen darüber, dass eine Prügelei innerhalb einer Partnerschaft mit gleicher Wahrscheinlichkeit männlicher wie weiblicher Ersttäter bedeuten kann.)
Ebenfalls als positive Entwicklung einzuordnen ist wohl, dass pünktlich zur Buchmesse von meinem "Sind Frauen bessere Menschen?" die ersten Vorab-Exemplare erschienen sind. Einem extrem interessierten Leser ist es sogar gelungen, das allererste Exemplar noch vor mir selber in die Finger zu bekommen, und er scheint davon ganz angetan zu sein. In den Handel gelangt das Buch voraussichtlich in zwei Wochen, sobald die gesamte Auflage fertig gedruckt ist. Ihr werdet selbstverständlich alle rechtzeitig informiert, vermutlich mit den nächsten INVISIBLE MEN.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com.
Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
DIE GESCHLECHTERDEBATTE IN ZEITEN VON TERRORISMUS UND KRIEG
Die Berliner "tageszeitung" knüpft Verbindungen zwischen den Terroranschlägen und den Frauenrechten unter http://www.taz.de/pt/2001/09/29/a0192.nf/text.name,askkcVO2k.n,0
Mittlerweile diskutiert auch das Ausland schon über die Berliner Kultusministerin Goehler, die (ähnlich wie in dem obigen Artikel später die taz) die beiden Türme des World Trade Centers als Phallussymbole bezeichnet hatte: http://news.excite.com/news/r/010926/08/odd-symbol-dc
Inzwischen wissen wir, dass achtzig Prozent der Toten des World Trade Centers Männer sind, sehr viele davon Väter kleiner Kinder: http://www.usatoday.com/usatonline/20010927/3487489s.htm
Boris Johnson vertritt im britischen Daily Telegraph die These, dass eines der Dinge der westlichen Gesellschaft, durch das sich die Islamisten wirklich bedroht fühlten, die Präsenz von starken Frauen und die damit oft einhergehende Entmachtung von Männern sei: http://www.dailytelegraph.co.uk/dt?ac=006133462828431&rtmo=k77bL1bp&atmo=rrrrrrrq&pg=/01/9/27/do02.html
Ich habe zwar den Eindruck, dass vieles deutlich komplexer ist, als Johnson es darstellt, aber er bietet einige interessante Gedanken und Fakten (etwa, dass die Frauen in der Türkei das Wahlrecht früher hatten als in England oder dass eine frühere feministische Leitfigur wie Germaine Greer inzwischen für die Verschleierung von Frauen wirbt).
Der genau entgegengesetzten Ansicht wie Johnson ist Patricia Pearson unter http://www.free-market.net/rd/955360304.html Sie argumentiert, dass die auch Frauen verachtende Terrorherrschaft der Taliban kein Produkt des Islam, sondern des vom Westen mitverantworteten kalten Krieges ist.
Dazu passt so oder so dieser Kommentar aus der Sunday Times, dem zufolge kein Mensch auf dieser Erde privilegierter sei als die Frau in den westlichen Gesellschaften: http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/09/30/stiireopn01001.html
Gerne diskutiert wird noch immer darüber, warum von 19 Terroristen 19 männlich sind: http://www.jsonline.com/news/metro/sep01/stincol30092901a.asp Ein Schlüssel für die Antwort auf diese Frage könnte weniger in der Verknüpfung von Männlichkeit und Gewalt liegen als in der in unserer Gesellschaft vorherrschenden Neigung, in jeder Hinsicht vorwiegend Männer an die Front zu schicken. Auch der Bereich der Terrorismus-Bekämpfung ist schließlich weit überwiegend männlich geprägt.
Aber nach dreieinhalb Jahrzehnten Auf-die-Männer-Einprügeln wird Männlichkeit inzwischen wieder gewürdigt, zuletzt gar von der Washington Times: http://www.washtimes.com/culture/20011003-15786076.htm (sehr lesenswert in mancherlei Hinsicht!) Während sich die US-amerikanischen Maskulisten insgesamt sehr darüber freuen, geben einige jedoch zu bedenken, dass mit der in diesem Artikel vertretenen Ansicht auch die "Cheerleader-Einstellung" verbunden ist, nur die Männer zu würdigen, die ihre körperliche Unversehrtheit riskieren, und dass Männlichkeit überhaupt als etwas betrachtet wird, das erst verdient und bewiesen werden muss. Und das könnte exakt die Einstellung sein, die Männer wie Frauen überhaupt erst in die Misere hineingebracht hat.
Die Publizistin und Autorin Camille Paglia ist vermutlich weibliches Hassobjekt Nummer Eins unter den US-amerikanischen Feministinnen. (Ihr Anrufbeantworter verkündet inzwischen, dass sie aus Angst vor Briefbomben keine Päckchen von Fremden mehr annehmen wird.) Angesichts der momentanen Situation ist ein älteres Interview von ihr wieder hervorgekramt worden, in dem sie kritisierte, dass der feministischen Parteilinie zufolge "Männlichkeit etwas Gefährliches ist und die Ursache für alle Kriege und Zerstörung und Gewalt und das Schlagen von Frauen, und allmählich werden wir sie aus unseren Jugendlichen herausprogrammieren. Ich habe es schon in dem Playboy-Interview gesagt: Es wird nicht mehr als eine einzige Naturkatastrophe nötig sein, damit diese ganze künstliche Welt zusammenstürzt, und plötzlich wird jeder nach den Klempnern und Bauarbeitern rufen. Nur maskuline Männer der Arbeiterklasse werden die Welt zusammenhalten." Lest das komplette Interview unter http://www.reason.com/9508/PAGLIA.aug.html
Inzwischen werden die ersten Stimmen laut, der "draft", der militärische Zwangseinzug in den Krieg, solle auch Frauen betreffen, weil alles andere für das weibliche Geschlecht (!) diskriminierend sei: http://news.excite.com/news/uw/010926/university-257 Einen sehr ausführlichen, informativen und differenzierten Artikel zum Thema Frauen im US-Militär damals, heute und in Zukunft findet man unter http://www.jsonline.com/news/attack/sep01/women30092901.asp
DEUTSCHLAND ERNEUT VOM EUROPÄISCHEN GERICHTSHOF FÜR MENSCHENRECHTE VERURTEILT: STRASSBURG BESTEHT AUF BESUCHSRECHT UNVERHEIRATETER VÄTER
Wie als afp-Meldung gerade über den Ticker ging und von Joachim Bell dankenswerterweise an mich weitergeleitet wurde, ist die Bundesrepublik Deutschland nach dem Elzholz-Urteil vom 13. Juni 2000 gestern ein weiteres Mal vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen ihrer Praxis in Sachen Umgangsrecht verurteilt worden. Unverheirateten Vätern darf diesem neuen Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs zufolge nicht grundsätzlich das Besuchsrecht bei ihren Kindern verweigert werden. Das Straßburger Gericht verurteilte Deutschland am Donnerstag in drei Fällen zu Geldstrafen, weil deutsche Gerichte das Besuchsrecht von unverheirateten Männern gegenüber verheirateten geringer eingestuft hatten. Eine solche Schlechterbehandlung verstoße jedoch gegen das Diskriminierungsverbot des Artikels 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Deutschland muss den Klägern jetzt insgesamt 143.000 Mark als Entschädigung und für ihre Auslagen zahlen. Das Straßburger Urteil ist für Deutschland als Mitgliedsstaat des Europarats und Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention bindend.
Die deutschen Gerichte hätten in zwei der drei verhandelten Fälle den Respekt der Familie nicht gewährleistet, heißt es in dem Straßburger Urteil. In einem Fall sei das Besuchsrecht verweigert worden, ohne die höherrangigen Interessen des Kindes sorgfältig zu prüfen. Das Kind hätte demnach nach seinen Wünschen gefragt werden müssen. In einem anderen Fall wurde das Kind wohl gehört, es wurde allerdings kein psychologisches Gutachten angefordert. Straßburg sprach den Vätern Entschädigungen von 55.000, 50.000 und 25.000 Mark zu. Auch die Auslagen von insgesamt 13.000 Mark hat Deutschland zu erstatten.
ENDLICH: "JAMES BOND" KÄMPFT FÜR VATERRECHTE
In dem Film "Evelyn" spielt James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan an der Seite von Julianna Margulies einen Vater, dem von den irischen Behörden die Kinder weggenommen werden. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die Regie führt Bruce Beresford ("Driving Miss Daisy", "Last Dance"). Ein Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest. Nähere Infos gibt es hier: http://uk.news.yahoo.com/010925/228/c56zv.html
VÄTERLICHER ERZIEHUNGSSTIL MACHT KINDER WENIGER AGGRESSIV
Auf einer Gesundheitsseite der USA wird der einzigartige Stil, mit dem Väter mit ihren Kindern umgehen, sehr positiv gewürdigt: http://www.drkoop.com/dyncon/article.asp?id=9355
JETZT AUCH MÄNNERHAUS IN KANADA
In einem bislang einzigartigen Experiment soll geprügelten Männern derselbe Schutz wie geprügelten Frauen gewährt werden: http://www.familyofmen.com/MASH.htm Dazu gehört unter anderem die Einrichtung einesr Zufluchtstätte, betrieben von Männern für Männer. Unter http://www.familyofmen.com/40_ways.htm findet man 40 Möglichkeiten, wie jeder Einzelne geprügelten Männern helfen kann.
WELTWEIT ERSTER 24-STUNDEN-NOTRUF FÜR MÄNNER GEGRÜNDET
Und zwar in Australien: http://www.facs.gov.au/internet/facsinternet.nsf/vcn/Worlds+First+Helpline+For+Men
"PLAYBOY" IM KNAST VERBOTEN
Während in den USA gegen Vergewaltigung in den Gefängnissen noch immer wenig unternommen wird, gibt es dort bereits Verbote von pornographischem Material. Jetzt sollen diese Verbote auf Herrenmagazine wie Playboy ausgedehnt werden: http://www.gazettenet.com/09242001/news/6751.htm Die Grundlage dieses Verbots ist die seit Jahren widerlegte feministische Kernthese, dass Erotika Männer in Triebtäter verwandelten. Tatsächlich wissen wir heute, dass Triebtäter in ihrer Entwicklung deutlich weniger Kontakt mit Erotika als andere Männer hatten, weshalb pornographische Bilder und Texte inzwischen auch in ihrer Behandlung eingesetzt werden. (Mehr dazu in SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?) Was die verschärfte Zensur in den US-Gefängnissen angeht, so äußerten sich die Verantwortlichen nicht dazu, ob völkerkundliche Magazine wie "National Geographic", in denen ebenfalls halbbekleidete Menschen zu sehen sind, auch davon betroffen sind.
MÄDCHENBANDE VERGEWALTIGTE UND QUÄLTE SCHÜLERIN
Okay, es ist "nur" die Bild-Zeitung, die über diesen Fall berichtet: http://www.bild.de/service/archiv/2001/sep/08/news/vergewaltigung/vergewaltigung.html aber ähnliche Schilderungen fanden sich bereits im SPIEGEL oder in US-amerikanischen Büchern über die dortige wachsende Feminisierung der Jugendkriminalität.
15-JÄHRIGER IN KONFLIKT MIT GESETZ WEGEN ÖFFENTLICHEM BERÜHREN SEINES SCHOSSES
Wenn einer von euch je nach Utah reist, sollte er dort auf das öffentliche Ausführen der typischen Madonna- bzw. Michael-Jackson-Geste besser verzichten: http://www.sltrib.com/2001/sep/09262001/utah/135101.htm Man betrachtet es dort als ein Zwischending aus "öffentlichem Onanieren" und "absichtlichem Drohverhalten".
MANN FÜR BLOSSSTELLEN DES LIEBHABERS SEINER FRAU MIT GELDSTRAFE BELEGT
Die britische Times berichtet unter http://www.thetimes.co.uk/article/0,,3-2001333711,00.html
MANN AUF SEINER HOCHZEIT VERHAFTET, WEIL ER DAMIT KONTAKTVERBOT NICHT EINHIELT
Ein richterliches Kontaktverbot wird normalerweise ausgesprochen, wenn ein Partner in einer Beziehung sich vom anderen bedroht oder belästigt fühlt, in der Regel die Frau durch den Mann. Diese an sich sinnvolle Schutzmaßnahme artet Kritikern zufolge in letzter Zeit ein wenig aus. Ein Beispiel ist der Fall dieses Mannes, mit dem seine Ex neu Kontakt aufnahm, was zu einer weitergehenden Annäherung der beiden samt darauffolgender Heirat führte. Der Bräutigam wurde dann jedoch auf dem Standesamt verhaftet und in den Knast gesteckt: http://www.equityfeminism.com/articles/2001/000109.html Von der Zelle aus durfte er noch nicht einmal seine Braut anrufen, weil das zu einer neuen Ausweitung der Anklage geführt hätte. ("Schreckengost"?)
VERGEWALTIGUNG IM TAXI WAR ERFUNDEN
987490165154&listid=994342720546 Als Grund gab das vermeintliche Opfer an, dass ihr Freund nichts über ihren Besuch in der City erfahren sollte. Weitere Hintergründe gibt es hier nachzulesen: http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1001695868017&openMenu=992279212917&calledPageId=
992279212917&listid=994347600516
MOSCOW TIMES: DNA-VATERSCHAFTSTEST GEWINNT POPULARITÄT IN RUSSLAND
Ihr findet den Artikel unter http://www.moscowtimes.ru/stories/2001/10/01/002.html aber ob ihr wirklich 16 Minuten warten wollt, um die paneuropäische Übersetzungsfunktion für die kyrillische Schrift downzuloaden, weiß ich nicht. Zusammengefasst berichtet der Beitrag, dass auch in Russland bei Sorgerechtsstreitigkeiten der DNA-Test immer beliebter wird, weil auch dort einige Fachleute von etwa zehn Prozent "Kuckuckskindern" ausgehen.
DEBATTE: GESCHLECHTSBESTIMMUNG EINES KINDES ETHISCH VERTRETBAR?
Hier geht´s los: http://news.excite.ca/news/cp/010928/18/ethicist-oks-some und hier weiter: http://news.excite.com/news/r/010928/15/health-selection
MANN ODER OPFER?
Unter diesem pointierten Titel findet am 12. und 13. Oktober eine Fachtagung der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse statt. Sie verfolgt das Ziel, die starre gesellschaftliche Zuschreibung von Mann (= Täter) und Frau (= Opfer) in Frage zu stellen und männliche Opfererfahrungen zugänglich zu machen bzw. ihnen Raum und Gehör zu verschaffen. Zu den Gästen gehören so renommierte Forscher wie Hans-Joachim Lenz und Prof. Dr. Albert Fuchs. Details findet man unter http://62.96.251.170/scripts/veranstaltung_i.dll/VeranstaltungDetails?VERANSTALTUNGID=1028700&Detail=DETAIL
STEVIE WONDER VON EX-FREUNDIN AUF 30 MILLIONEN UNTERHALT VERKLAGT
Nachzulesen hier: http://rundschau-online.de/vermischtes/allewelt/2120827.html Hab ich das richtig verstanden? Er nimmt sie in sein vermutlich schweineteures Haus auf, zum Ende der Beziehung zieht ER aus, und jetzt will sie noch 30 Milliönchen von ihm? Faszinierend.
MEINUNG:
-------
WIE WERDE ICH GARANTIERT BESTSELLERAUTORIN?
Das erklärt die "Elle" in zehn einfachen Schritten: http://www.elle.de/PE1G/pe1g.htm?snr=1323 (Herzlichen Dank an Monika für den Link und bei der Gelegenheit ein kollektiver Dank an alle anderen, bei deren Material ich mich bedient, die ich aber zu erwähnen vergesse bzw. aus Gründen der Lesbarkeit überspringe.)
"THE MENACE OF TRIUMPHANT FEMINISM"
Unter http://www.spearhead-uk.com/0101-jb.html geht John Bean schärfer mit dem Feminismus ins Gericht, als ich das tun würde.
"UNTERHALTSZAHLUNGEN UND BESUCHSRECHT SOLLTEN STRENG MITEINANDER VERKNÜPFT WERDEN"
Damit könnte der Gesetzgeber zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn die Weigerung eines Vaters, Unterhalt zu zahlen, geht oft mit der Weigerung der Mutter einher, ihn seine Kinder sehen zu lassen. So argumentiert zumindest David Lubofsky unter http://www.guampdn.com/news/stories/20010929/opinion/1026751.html
"KAMPF GEGEN HÄUSLICHE GEWALT MACHT MÄNNER ZUM ZWEITEN MAL ZUM OPFER"
Die Familienrechts-Anwältin Lisa Scott erklärt, wie der momentan vorherrschende Sexismus männlichen Opfern von häuslicher Gewalt oft gleich noch einmal eins auf die Nase gibt: http://www.eastsidejournal.com/sited/story/html/44468 (Keine wirklich neuen Infos für die Leser dieses zines, aber ich sammele solche Artikel ganz gerne.)
MEDIAWATCH:
----------
Da wir gerade beim Thema sind: In manchen Diskussionsforen werfen Skeptiker die Bemerkung ein, dass sie Behauptungen wie dass häusliche Gewalt fast automatisch männliche Täter bedeute, so explizit selten oder nie in der Presse gefunden hätten. Das ist richtig. Dieser Mythos ist inzwischen so sehr in unser vermeintliches Allgemeinwissen gerutscht, dass er längst nicht mehr eigens behauptet werden muss und dadurch dem Leser eine Stellungnahme dazu abverlangt ("glaub ich"/"glaub ich nicht"), sondern hinter den Zeilen einfach stillschweigend vorausgesetzt wird. Ein hübsches Beispiel liefert etwa folgender Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel über die wachsende Kriminalität in der Hauptstadt: http://195.170.124.152/archiv/2001/10/05/ak-be-558021.html Zitat: "Der Anstieg bei den Körperverletzungen resultiert vor allem aus dem Bereich häusliche Gewalt. ... Die Polizei werde seit einiger Zeit gezielt geschult, solche Fälle konsequent aufzunehmen. Früher seien die Beamten oft wieder abgerückt, wenn die verprügelte Ehefrau gesagt habe: Wir haben uns wieder vertragen. Durch die neue Methode würden viel mehr Fälle registriert ..." (In den letzten Tagen durfte ich mich durch die Hausarbeit einer Leserin dieses zines dahingehend informieren, dass selbst in gängigen Kriminologie-Lehrbüchern "häusliche Gewalt" oft automatisch mit "Gewalt gegen Frauen, Kinder und Senioren" gleichgesetzt wird und männliche Opfer mittleren Alters ohne jede Erklärung ausgeklammert bleiben.)
Dass es auch ganz anders geht als im Tagesspiegel, selbst wenn man sich überhaupt nicht auf die Frage der Täter-Opfer-Aufteilung zwischen den Geschlechtern einlassen will, zeigt z. B. ein durchgehend neutral gehaltener Artikel im Fränkischen Tag: http://www.fraenkischer-tag.de/cgi-bin/load_nortext?lokales/500-fra-c5809.txt
Eigentlich war für die aktuelle Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Psychologie heute" ein Beitrag über männliche Opfer von häuslicher Gewalt geplant. Dieser Beitrag findet sich im vor wenigen Tagen erschienenen Heft nicht, aber das könnte ein gutes Zeichen sein. Einige von uns, ich eingeschlossen, haben uns ja mit weiterem Material zu diesem Thema an die Redaktion gewandt. Es ist also gut möglich, dass die Damen noch am Sichten und Recherchieren sind und dass daraus ein längerer, fundierterer und informativerer Artikel entsteht.
Auf eine besonders erfolgreiche Medienwoche kann der Väteraufbruch für Kinder (VafK) zurückblicken. Er wurde nicht nur im aktuellen FOCUS in einem dreiseitigen Artikel gefeatured, sondern am Mittwoch um 20:15 Uhr auch in einer Fernsehsendung von HR 3 ("Scheiden tut weh" aus der Reihe "Hessen unterwegs").
WEB:
-----
Eine ebenfalls erfreulich ausgewogene Website zum Thema Häusliche Gewalt präsentiert das Internet-Portal About.com unter http://law.about.com/library/weekly/aa081197.htm Für Maskulisten interessant wäre vor allem der Link "Blaming Men Doesn´t Stop Domestic Violence" mit etlichen weiterführenden Informationen.
Unter http://usmilitary.about.com/library/weekly/aa012101a.htm berichtet ein Angehöriger des US-Militärs, er habe auch in Militärfamilien häusliche Gewalt aus beiden Richtungen erlebt: http://usmilitary.about.com/library/weekly/aa012101a.htm
Einige weitere interessante Links sendet uns unser Leser Joachim ("plupp"): Unter http://www.dalank.de/male/slindex.html findet man eine Art Aufklärungsbuch für Männer, das sich selbst als "psychotherapeutisch" beschreibt. Interessant die Ergebnisse einer Umfrage, auf die ich beim Querlesen stoße: 67 Prozent aller Frauen schlafen auch mit einem Mann, "um Macht über ihn zu haben" und 48 Prozent auch "wegen beruflicher und finanzieller Vorteile"? Donnerlüttchen! Einen Artikel über Kindesmissbrauch durch Frauen gibt es unter http://home.t-online.de/home/TommyLeeJones/km%20durch%20frauen.htm im Web. Und schließlich hat Joachim seine eigene Homepage um eine neue Rubrik erweitert, in der männerdiskriminierende Gesetze und Gesetzesvorschläge gesammelt werden: http://www.dabbel.de/law
Für die Intellektuellen unter euch, die nicht nur den Feminismus dekonstruieren möchten, gibt es im Web jetzt auch einen Postmoderne-Phrasen-Zufallsgenerator, mit dem man völlig sinnentleerte Texte erstellen kann, die aber von Stil und Vokabular her absolut auf dem Höhepunkt der laufenden philosophischen Diskussion sind: http://www.elsewhere.org/cgi-bin/postmodern
ZITAT:
-----
"Frauenhass ist eine ganz ganz hohe künstlerische Qualität, wird aber in einem falschen SPD-Demokratieverständnis sehr inflationär eingesetzt, genau wie faschistoid oder zynisch. Aber Frauenhass ist eigentlich die Basis für die größten künstlerischen Werke, die es überhaupt gibt: Mozart, Flaubert, Picasso, Brecht."
Harald Schmidt im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau
BUCHTIPP:
-------
LEXIKON DER IRRTÜMER ÜBER MÄNNER UND FRAUEN
Viele Leser dieses zines kennen ja schon die Vorgeschichte meines maskulistischen Grundlagenwerkes SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN? und wissen so auch, dass es ursprünglich für die Reihe der Populäre-Irrtümer-Lexika von Eichborn vorgesehen war. Eichborn lehnte dankend ab, weil Feminismuskritik, noch dazu von einem männlichen Autor, in ihrem Hause aus markttechnischen Gründen nicht durchzusetzen sei. Dieser Tage bringt Eichborn sein von zwei Autorinnen geschriebenes "Lexikon der Irrtümer über Männer und Frauen" heraus, in dem von Feminismuskritik in der Tat keine Spur zu finden ist. (Dafür fragt das Backcover in Großschrift "SIND FRAUEN WIRKLICH DIE BESSEREN MENSCHEN und Männer das stärkere Geschlecht?", und zwar vermutlich nur um mich zu ärgern.) Eichborn war freundlicherweise aber gerne bereit, mir ein Freiexemplar für diese Rezension zukommen zu lassen.
Ich sollte einleitend erwähnen, dass ich bisher jedes themenzentrierte Eichborn-Lexikon rezensiert habe. Daher weiß ich, dass von der unzumutbarsten, nahezu mutwilligen Leserverarsche ("Lexikon der Psycho-Irrtümer") bis zu hochinteressanten und diskussionswürdigen Titeln ("Lexikon der Öko-Irrtümer") in dieser Reihe die volle Bandbreite vertreten ist. Das "Lexikon der Irrtümer über Männer und Frauen" halte ich für definitiv am besten. Zu den von mir verrissenen Bänden von Dietrich Schwanitz und Wolfgang Hars gibt es keinen Vergleich. Make no mistake: Das ist ein sehr gelungenes Sachbuch.
Diese Einschätzung mag überraschen, wenn man sich das meiner Ansicht nach größte Manko dieses Buches vor Augen führt, mit dem ich dann doch beginnen möchte: Die in der Geschlechterdebatte relevantesten Themen findet man darin nur in zartesten Andeutungen. Häusliche und sexuelle Gewalt werden komplett ausgeklammert, Beschneidung wird nur bei Frauen als schwere Verstümmelung wahrgenommen und die Themenkomplexe Vaterschaft bis Lohngefälle zwischen den Geschlechtern umfassen insgesamt vielleicht zehn von 440 Seiten. (Zum Vergleich: Allein fünf Seiten sind dem Thema "Handarbeiten" gewidmet.) Es ist ganz eindeutig, dass die Mission dieses Lexikons lautete, jegliches Risiko und jegliches potentielle Glatteis zu vermeiden. Dafür werden so brisante Irrtümer widerlegt wie "Lakritze macht müde Männer scharf", "Dumme Frauen leben länger", "An der Nase eines Mannes erkennst du seinen Johannes", „Männer haben zu dicke Finger fürs Stricken", Männer haben 10.000 Schuss", "Alle Friseure sind schwul" und ..
. ähem ... "Frauen haben keine Lust auf Sadomaso-Spielchen". (Mindestens vier Leserinnen dieses zines wissen es auch ohne Eichborn besser.)
Andererseits bin ich der Ansicht, dass man an ein Buch die Massstäbe anlegen sollte, die es sich selber stellt. Wenn Eichborn bestimmte Themen nicht zulässt, dann kann man den Autorinnen zum einen deswegen keinen Vorwurf machen, zum anderen finde ich Buchkritiken immer etwas unfair, die argumentieren a la: "Zu dem Thema XY steht in dem Ding leider nichts, und gerade das interessiert mich doch besonders". Karin Hertzer und Christine Wolfrum haben hier ein Buch vorgelegt, das unterhaltsam, sehr fleißig und quellenkundig recherchiert und bezüglich der behandelten Themen höchst informativ ist. Diese Themen sind manchmal zugegebenermaßen eher trivial, aber oft auch bedeutsam: So existieren in dem umfassenden Inhaltsverzeichnis allein acht populäre Irrtümer zum Thema Prostitution, auch Bi-, Homo- und Transsexualität werden zumindest angerissen und gesellschaftlich gänzlich unbedeutend sind einige andere widerlegte Irrtümer nun auch wieder nicht. Bei den wenigen Themen, die dieses Buch mit meinemgemeinsam haben, kommen die Autorinnen häufig auf dieselben Ergebnisse wie ich; dies geschieht vor allem dann nicht, wenn sie ein komplexes Thema (etwa Recht) in einem oder wenigen Absätzen abhandeln wollen und sich dazu noch auf nur eine einzige Quelle berufen. Weltanschaulich ist das Buch sehr ausgewogen: Einerseits bedient es zwar stark die Guckt-mal-was-Frauen-alles-können-Mentalität, was oft jedoch auch daran liegt, dass die Autorinnen sich eben der Quellen bedienen müssen, die existieren. (Es gibt nun mal zig Frauen- und nur wenige Männerzeitschriften, eine feministische Wissenschaft und keine maskulistische usw.) Andererseits wird aber als eine Art wenigstens ansatzweisen Ausgleichs an vollen sechs Stellen Paul-Hermann Gruners "Frauen und Kinder zuerst. Denkblockade Feminismus" zitiert.
Folgende auch für Maskulisten interessante Informationen kann man durch dieses Buch erfahren:
- Selbst bei der Bundeswehr werden Frauen bevorzugt behandelt. Sie müssen zum Beispiel keinen Wachdienst schieben, dürfen ihre Haare länger wachsen lassen als Männer und Schmuck tragen. Dafür gibt es aber Probleme mit sexuellen Belästigungen. So erhielt ein Fregattenkapitän eine Disziplinarbeschwerde, weil er einem weiblichen Stabsbootsmann galant die Tür öffnete und ihr den Vortritt ließ. Als er sich dafür mit einem Blumenstrauß entschuldigte, drohte ihm die Betroffene mit einer zweiten Beschwerde.
- Im schwäbischen Heilbronn gab es 1998 den ersten männlichen Frauenbeauftragten. Es war ihm gelungen vor einer mehrheitlich aus Frauen zusammengesetzten Kommission zwei Mitbewerberinnen auszustechen. In seinem neuen Amt sah er sich indes denselben Schikanen ausgesetzt wie eine Frau, die in eine reine Männerdomäne eindringt: Vor allem die Frauenverbände schnitten ihn mit Ausreden wie "viel zu tun" oder "sind im Urlaub". Nach einem Jahr legte er sein Amt entnervt nieder.
- Im März 2001 versuchte der österreichische Sozialminister Haupt eine Abteilung für spezifische "Männerprobleme" ins Leben rufen, nachdem sich immer mehr Männer bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft beschwert hatten. Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer unterstützte ihn bei dieser Idee, da man nicht so tun könne, "als hätte ein Geschlecht das Paradies auf Erden und das andere nur Probleme". Die Bevölkerung Österreichs äußerte sich jedoch eher ablehnend: Gegen eine solche Abteilung waren 73 Prozent der Grünen, 66 Prozent der FPÖ, 59 Prozent der SPÖ und sogar 56 Prozent der Männer, aber nur 43 Prozent der Frauen. (Ich seh´s schon kommen, dass die Männerbefreiung hauptsächlich von den Frauen getragen wird, weil offenbar viele Männer nie zugeben würden, in irgendeiner Hinsicht Probleme zu haben.) Andreas Kollross, Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreichs, höhnte gar, als nächstes sei im Sozialministerium wohl eine Stammtisch- oder Kegelbrudersektion bzw. eine Sektion für besoffene Ehemänner geplant.
- Bekanntlich fordert die feministische Ideologie den neuen Mann: Einen Mann, dem Job und Karriere nicht so wichtig sind, der es auch akzeptieren kann, wenn seine Frau mehr verdient als er, der sich vielleicht sogar ganz um den Haushalt kümmert, während sie das Geld nach Hause bringt. Frauen in real existierenden Partnerschaften sehen das anders. "Keine Frau will auf Dauer einen, der sich auf ihre Kosten durchs Leben ziehen lässt und selbst nichts auf die Beine stellt", weiß die Hamburger Therapeutin Bärbel Raulf. (Männern scheint es hingegen zugemutet werden zu können, Frauen "auf ihre Kosten durchs Leben zu ziehen".) Und der Hamburger Familienanwalt Kristen wird mit folgender Erfahrung zitiert: "Für die meisten Frauen ist es unerträglich, wenn der Mann auf ihre Kosten lebt. Sie haben das Gefühl, für Liebe zahlen zu müssen. Tatsächlich reichen 17 Prozent meiner Klientinnen aus diesem Grund die Scheidung ein. Tendenz steigend!" Kuriose Welt: Wenn der Mann das Geld verdient und die Frau zuhause bleibt, wird er als sexistischer Ausbeuter gebrandmarkt; läuft die ganze Chose umgekehrt, ist SIE wieder das Opfer und ER schuld. Als Männer es als schwer erträglich empfanden, wenn Frauen auf ihre Kosten lebten, und sie sich entsprechend äußerten, bezeichnete man sie schlichtweg als "frauenfeindlich".
Und für die Pistazien-Fraktion unter euch gibt es folgende Infos:
- In ihren sexuellen Träumen erregt es 69 Prozent aller Frauen, sich einem Partner bedingungslos zu unterwerfen.
- Frauen gehen seit einigen Jahren deutlich häufiger in Sex-Shops als früher, wobei ihr Interesse sich zunehmend auf Fetischgegenstände und sanfte Fesselwerkzeuge wie Handschellen richtet.
Das nur als Einschub, zurück zum Thema dieses zines ...
Ein generelles Problem dieses Buches wiederum hängt mit dem Konzept der Reihe "populärer Irrtümer" zusammen. Viele dieser Irrtümer wirken doch sehr konstruiert. Jeder Mensch hat zwei Brustwarzen? Nein, es gibt Ausnahmen mit drei. Beim Boxen treten Männer nicht gegen Frauen an? Falsch, es gibt zwei Ausnahmen, etwa Stefan Raab gegen Regina Halmich. Und sind es wirklich weitverbreitete Annahmen, dass es beispielsweise mehr dicke Frauen als dicke Männer gibt oder dass Männer besser küssen? Auch die Diskussion um den vaginalen und den klitoralen Orgasmus habe ich schon für in den Siebzigern erledigt gehalten. Da wird doch einiges sehr zusammengepresst, damit es in das Raster dieses Buches passt. Und um diesen Überraschungseffekt zu erreichen wird hier und da leider auch zu einer Methode gegriffen, die aus anderen Mann-Frau-Büchern bekannt ist: Man greift auf eine Studie von beispielsweise gerade mal 100 Untersuchungspersonen zurück, bei denen 62 Prozent der Frauen, aber nur 58 Prozent der Männer eine als typisch männlich ausgewiesene Eigenschaft aufweisen, und folgert daraus: "Wissenschaftler kamen jetzt zu dem Ergebnis, dass XY verblüffenderweise nicht für Männer, sondern vielmehr für Frauen typisch ist ..." Ist zwar Käse, aber Hauptsache wir haben wieder einen populären Irrtum mehr für die Sammlung.
Zwei abschließende Nörgeleien zum Schluss: In einer Zeit, in der immer mehr Werbespots ihren "Gag" daraus beziehen, dass Frauen Gewalt gegen Männer ausüben (z. B. gmx, alltoys, New Yorker), ist es etwas dürftig, wenn in diesem Lexikon seitenlang nur über vermeintlich frauenfeindliche Werbung gequatscht wird. Und einen schönen Gruß ans Lektorat: Das Gegenteil von "erhöht" ist "gesenkt", NICHT "erniedrigt".
Ich muss aber noch einmal betonen, dass alle von mir geäußerte Kritik letztlich nur Kleinigkeiten betrifft und diese Punkte wohl auch nur deshalb so stark von mir wahrgenommen werden, weil ich selbst so tief in der Materie drinstecke. Insbesondere, wenn man sich vor Augen führt, dass die allermeisten Massentitel zur Geschlechterdebatte schlichtweg Schrott sind, dann haben Hertzer und Wolfrum hiermit ein überzeugendes Werk vorgelegt. Jedem also, der mein Buch schon besitzt und noch einmal 40 DM für einen diesmal nicht-maskulistischen Titel ausgeben möchte (der Trend geht ja ohnehin Richtung Zweitbuch), dem kann ich dieses Lexikon durchaus empfehlen. (Habt ihr das jetzt verstanden? Erst MEIN Buch kaufen, DANN das andere ... NICHT stattdessen ... hoffe, das ist ausreichend klar geworden ...) Ein aufschlussreicher Lesespaß mit dem einen oder anderen Aha-Erlebnis ist dieses Lexikon allemal.
ZUR DOKUMENTATION:
-----------------
Die Männer-News von Maennerrat.de versenden zwei Kurzberichte zum 2. Internationalen Kongress zu Männerpolitik und Geschlechterdemokratie, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland, der am 28.9. - 30.9.01 in Berlin stattfand. Ich finde beide interessant und möchte sie deshalb gerne beide wiedergeben.
Peter:
--- Cirka 150 Männer und einige Frauen hatten sich in der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Berliner Gendarmenmarkt eingefunden. Jüngere Männer waren dabei etwas unterrepräsentiert.
Bundesministerin Bergmann hatte leider ihre Teilnahme abgesagt und sich von der Abteilungsleiterin für Gleichstellung im Bundesfrauenministerium Brigitte Unger-Soyka vertreten lassen. In ihrer Rede am Freitag legte sie Wert darauf, dass ihre Abteilung nicht mehr unter "Frauen" firmiert, sondern unter "Gleichstellung". Es war allerdings nicht zu erfahren, wieviele Männer in ihrer Abteilung tätig sind und wie viele sich davon speziell mit männlichen Fragen zum Thema Gleichstellung beschäftigen. In einer anschließenden Fragerunde konnte Frau Unger-Soyka leider auch keine klare Antwort darauf geben, welchen Standpunkt sie zur Diskriminierung nichtverheirateter Väter im BGB § 1626 a und zur Wehrpflicht für Männer, hat. Das verwundert dann doch ein wenig, denn es liegt hier klar auf der Hand, dass die Gleichstellung hier nicht verwirklicht ist. (Im übrigen gibt es im Grundgesetz allein zwei Paragrafen, in denen Männer gegenüber Frauen diskriminiert werden - Wehrpflicht und Vaterschaft/Mutterschaft.)
Am Sonnabend ging es in 9 verschiedenen Workshops intensiver zu einzelnen Themen weiter. Am Nachmittag dann ein männerpolitisches Hearing mit Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Bundesgeschäftsführer der PDS; Wilhelm Schmidt, MdB, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion und Volker Beck MdB, B90/Grüne. FDP und CDU/CSU hatten es nicht geschafft eine/n Vertreter/in zu entsenden, anscheinend sind wesentliche politische Neuentwicklungen an diesen männerdominierten Parteien bisher vorbeigegangen. Dietmar Bartsch und Wilhelm Schmidt konnte man doch einige Unsicherheit mit dem Männerthema im Gesicht ablesen, aber immerhin demonstrierten sie Lernbereitschaft. Bartsch unterstützte sogar die Klage eines Vertreters des anwesenden Vertreters des Väteraufbruch für Kinder e.V. über die anhaltende Diskriminierung nichtehelicher Väter und ihrer Kinder im Sorgerecht - womit er sich in klare Oppostion zu den Ansichten der familienpolitischen Sprecherin der PDS-Bundestagsfraktion Christina Schenk begab, der das seit 1998 geltende Kindschaftsrecht mit der Betonung der Gemeinsamen Sorge viel zu weit geht und die die Väter in dieser Frage gerne wieder unter die Vormundschaft der Mütter gestellt sehen würde.
Auch wenn die Diskussion mitunter ins Allgemeinpolitische abglitt und das Thema des Kongresses verloren zu gehen drohte, kann man es doch als einen Erfolg - auch für die Politik - ansehen, dass sich hier Bundespolitiker der Diskussion gestellt haben.
Der Abend klang aus mit einem Kulturprogramm. Inzwischen waren im Publikum auch Frauen (Partnerinnen von Teilnehmern) dazugekommen. Absolutes Hightlight war der Auftritt des Damentanzorchesters Escapade. Acht Damen, der Sänger Felix Borge und ein männlicher Aushilfsbassist, brachten mit ihrer Musik der 20er bis 40er Jahre den Saal fast in Ekstase. Der Titel "Die Männer sind schon der Liebe wert", der in den heutigen Zeiten unkritisierter, auch öffentlicher Abwertung von Männern ein wenig Balsam für die verwundete Männerseele ist, entstand im Jahr 1940.
Der Kongress schloss am Sonntag mit einem Gottesdienst auf dem ein anlässlich des Kongresses erarbeitetes "Berliner Manifest zu Männerpolitik und Geschlechterdemokratie" verlesen wurde.
Beim Verlassen der Kirche liefen vor dem Autor dieser Zeilen zwei Frauen, vielleicht waren sie nur zufällig in den Gottesdienst gekommen. Die eine sagte zu ihrer Nachbarin "Jezt sollen wir uns auch noch um die Kerle kümmern". Bis auf solche Peinlichkeiten war der Kongress ein voller Erfolg. Dank gebührt den Organisatioren von der Männerarbeit der EKD und sicher auch ganz besonders dem Leiter der Hauptgeschäftsstelle der Männerarbeit der EKD Martin Rosowski.
Die Berliner TAZ bringt voraussichtlich am Montag einen kurzen Bericht vom Kongress - zu mehr hat es dort noch nicht gereicht. Eventuell wird auch der Focus in der nächsten Ausgabe berichten.
(Der Bericht wurde von mir ganz leicht gekürzt.)
Beatrix:
--- Neue Männer werden in Deutschland immer noch diskriminiert.
Um wirklich ein partnerschaftliches Geschlechterverhältnis zu ermöglichen und damit das Grundgesetz Artikel 3, Absatz 2 zu erfüllen, bedarf es eines Perspektivwechsels in der Familien- und Geschlechterpolitik. Männern muß in der Gleichstellungspolitik mehr Raum gegeben werden.
Das forderten Hunderte von Männern beim 2. Intern. Kongreß für Männerpolitik und Geschlechterdemokratie in Berlin.
Leider waren diese Erkenntnisse bei den Herren Politikern noch nicht angekommen. Wilhelm Schmidt, SPD, immerhin Gründer der Kinderkommission, sah z.B. keine Veranlassung zur Gründung neuer Netzwerke für Männer. Nach dem Motto "Alles, was nicht ausdrücklich für Frauen ist, muß automatisch das Richtige für Männer sein", also der männlichen 08/15-Norm entsprechen, meinte er, Netzwerke für Männer gebe es doch genug.
Nur für welche Männer? Laut der großen bundesweiten Männerstudie der EKD von Zulehner und Volz aus den letzten Jahren gibt es immerhin schon fast ein Drittel sog. "Neue Männer", die bereit sind, sich auf partnerschaftliche Rollenmodelle einzulassen. Diese Männer werden aber von der Mehrheit der Politiker, der Arbeitgeber und Gewerkschaften einfach ignoriert.
Die Gleichstellungsbeauftragte des Familienministeriums versprach sich dagegen schon mehr von den neuen Männern, die da ihre Stimme erheben wollten und wünschte ihnen, viel Gehör zu finden. Nur worum es bei demKongreß so richtig gehen würde, schien sie auch nicht so recht zu wissen. Auch das Problem der "entsorgten Väter" und der Dominanz der Mütter war den wenigsten bisher ein Begriff. Großen Raum nahm das Thema Gewalt ein, auch angesichts der jüngsten Ereignisse. Von Männern ausgeübte Gewalt wurde sowohl aus der Opfer- als auch aus der Täterperspektive betrachtet. Weibliche Gewalt blieb erst mal außen vor. Und sehr viele Männer beschäftigten sich mit ihrer eigenen Spiritualität und Körper und Gesundheit.
Wenn man an die Anfänge der Frauenbewegung zurückdenkt, darf man nicht zuviel auf einmal erwarten. Frauen sind auf dem Weg der Geschlechterrollenreflexion schon einen großen Schritt vorausgegangen und sollten jetzt wohlwollend und unterstützend beobachten, wie Männer aufholen.
Fazit: ein guter Anfang, aber es bleibt noch viel zu tun. ---
Und so kündigte der FOCUS vom 24. September diesen Kongress an:
--- Sämtliche Gleichstellungsstellen in Deutschland sollen künftig paritätisch besetzt werden - mit einer Frau und einem Mann. Diese Forderung will die Abteilung Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an die Bundesregierung richten. Auf dem Zweiten Internationalen Kongress zu Männerpolitik und Geschlechterdemokratie, der am Freitag in Berlin beginnt, soll eine Grundsatzerklärung erarbeitet und an die Politik übergeben werden. "Der Feminismus hat versagt, weil er sich nicht weiterentwickelt hat", sagt Martin Rosowski, Leiter der Hauptgeschäftsstelle für Männerarbeit. Das Geschlechterkampf-Denken müsse endlich übergehen in eine Politik, die "ihren Blick nicht nur auf Frauen richtet, sondern auch Männerinteressen vertritt".
Soviel für diese Ausgabe, herzlicher Gruß an euch alle
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 18
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur achtzehnten Ausgabe des
INVISIBLE-MEN-e-zines!
Wir beginnen wieder einmal mit einer dieser drolligen und von vielen immer
wieder gern gelesenen News in eigener Sache. Es ist etwas länger -wen meine
privaten Kapriolen also nicht so interessieren, der soll´s bitte
überspringen.
ERSTER MARKETING-GAG FÜR "SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?" IN DIE HOSE
GEGANGEN - PREISAUSSCHREIBEN FÜR ALLE LESER
Bekanntlich leidet man als Männerrechtler ja oft darunter, dass in unseren
Medien nur von Benachteiligungen von Frauen die Rede ist und Männer außen
vor bleiben. Insofern stellte sich für mich die Frage, wie ich mein (in
einigen Tagen erscheinendes) Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" mit all
seinen Inhalten am ehesten bekanntmachen sollte. Und zwar am liebsten in
unserem Medium Nummer eins, dem Fernsehen.
Nun gehöre ich ja zu den zahlreichen Fans von Quiz-Sendungen und hatte mich
auch schon mehrfach bei solchen beworben. Vor ein paar Monaten nun zappte
ich mal wieder auf die ZDF-Sendung "Risiko" mit Kai Böcking, bei der man
bekanntlich mit einem Spezialgebiet auftritt. Mein erster spontaner Gedanke
war natürlich, mich mit dem Thema "Männerbewegung" zu bewerben, aber das
hätte nicht funktioniert, weil man mindestens zwei deutsche Bücher zu seinem
Fachgebiet als Literatur angeben musste. Und natürlich müssen es Sachbücher
sein und keine politischen Kampfschriften. "Geschichte der Frauenbewegung"
wäre wiederum zu umfangreich gewesen. Ich entschied mich stattdessen also
für "Alice Schwarzer", Personalisierungen von Sachthemen sind immer gut.
Zwei Tage nach Einwurf meiner Bewerbung klingelte das Telefon. Ob ich bereit
wäre, mal eben zehn Fragen aus dem Bereich Allgemeinbildung und sieben aus
meinem Fachgebiet zu beantworten. Ich hatte keine Ahnung, wie die sich so
schnell die Spezialfragen erstellt hatten, spielte aber gerne mit. Alles
lief glatt, und ich wurde zum Kameracasting nach Bergisch-Gladbach
eingeladen. Dort erfuhr ich, dass das "Risiko"-Team seit Jahren offensiv
nach einem Alice-Schwarzer-Fan und -Experten gesucht, ja sogar bei Alice
selber angefragt hatte, dabei aber erfolglos geblieben war. (Hm, vielleicht
ist jemand, der sich wirklich auskennt, kein Fan mehr? Ich meine: Von zwei
Biographien über die Frau rutscht die eine auf Knien vor ihr rum, und die
andere macht sie nieder.) Außerdem schärfte man mir noch einmal
eindringlichst ein, so wie schon beim Telefongespräch zuvor, wie überaus
wichtig sei, dass ein Kandidat von seinem Thema wirklich absolut begeistert
war. "Wirkt vielleicht ein bisschen groupiemäßig, ist aber das Konzept
unserer Sendung." Was vielleicht erklärt, dass Themen wie "Dschinghis Khan"
oder "Drittes Reich" bei "Risiko" nicht so arg gängig sind.
Nachdem man mir also mindestens achtmal eingeschärft hatte: "begeistert tun,
begeistert tun, begeistert tun", ging es vor die Kamera. Teil eins bestand
aus einem Interview zu mir und meinem Thema. Die erste Frage war natürlich:
"Was finden Sie denn so bewundernswert an Alice?" Das war gar nicht so
schwer, wie sich das anhört; gerade die junge Alice Schwarzer hatte einige
Eigenschaften, die man sich auch als Männerrechtler durchaus zum Vorbild
nehmen kann. (Zum Beispiel den Mut, gesellschaftliche Tabus etwa über
Abtreibung oder sexuellen Missbrauch zu überwinden, indem sie als erste den
Kopf herausstreckte und für diesen Tabubruch die Prügel kassierte. Nachdem
das Establishment sich abreagiert hatte, konnte man endlich anfangen,
sachbezogen zu diskutieren.) Aber die Interview-Fragen an mich gingen ja so
weiter. "Wie bewerten Sie Alice Schwarzers Auseinandersetzung mit Verona
Feldbusch?" (Sehe mir jeden Catfight gerne an.) "Hat Alice auch eine
Vorbildfunktion für ihr eigenes Leben?" (Klar. Leuten auf die Nerven zu
fallen fand ich schon immer klasse.) "Was würden Sie Alice Schwarzer fragen,
wenn Sie ihr zum Beispiel in der Sendung begegnen würden?" (Soll das eine
Drohung sein?) "Haben Sie nicht vielleicht Fotos, auf denen sie gemeinsam zu
sehen sind?" (Jou. Vielleicht noch Arm in Arm oder was?) "Gibt es auch
Punkte, wo Sie Alice Schwarzer kritisieren würden?" (Wieviele Stunden genau
passen auf das Band?) Nein, das alles antwortete ich natürlich nicht,
sondern versuchte das möglichst stimmige Bild eines sympathischen jungen
Mannes abzugeben, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und Alice
Schwarzer ernsthaft cool findet. Zum Differenzieren würde ja hoffentlich in
der Sendung noch Zeit bleiben. Dann hätte ich schon irgendwie dazu
übergeleitet, wie sehr mich Alice insbesondere als Männerrechtler geprägt
hatte.
Es folgte der Quizteil mit solchen eher absonderlichen Fragen wie "Was war
Alice Schwarzers erste Buchveröffentlichung, im Jahr 1994?" Gemeint war "Der
kleine Unterschied und seine großen Folgen." Das war zwar ihre dritte
Buchveröffentlichung, und zwar im Jahr 1975, aber vielleicht müssen die
Quizautoren von "Risiko" Akkord arbeiten oder man will einfach austesten,
wie die Kandidaten unter ungewöhnlichem Druck reagieren. Ich habe also
versucht, vorsichtig zu korriigeren, ohne besserwisserisch zu wirken.
Naja, was soll ich noch lange erzählen: Inzwischen kam mit der Post das
Standardschreiben als Absage, dass sich die Redaktion beider Unzahl von
Bewerbungen leider nur für sehr wenige entscheiden könne undsoweiter.
Schade eigentlich. Ob von den Redakteuren jemand Lunte gewittert hat? Und ob
mich wohl jemand mit diesen Aufnahmen zu erpressen versucht, wenn ich mal
ein ganz berühmter Maskulist bin? Nein, ich glaube nicht.
Nach diesem Debakel rufe ich hiermit jedenfalls zu dem ersten und einzigen
INVISIBLE-MEN-Preisausschreiben auf. Zu gewinnen gibt es einen ... öhm ...
unsichtbaren Preis. (Hey! Wenn ich Geld hätte, könnte ich mir Werbeminuten
im Fernsehen kaufen!) Und zwar erhält den derjenige, dem die genialste
Marketingstrategie für mein Buch einfällt, die tatsächlich funktioniert.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen
lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem
von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die
bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter
http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html
http://f25.parsimony.net/forum63299,
sowie
http://www.maenner-maenner.com
Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
DIE GESCHLECHTERDEBATTE IN ZEITEN VON TERRORISMUS UND KRIEG
Inzwischen vergleichen die ersten Feministinnen die Terroranschläge mit dem
gesellschaftlichen Schaden, der durch Pornographie angerichtet werde:
http://www.sltrib.com/10142001/utah/140181.htm
Ich bin überrascht, dass es
für diesen Vergleich so lange gebraucht hat.
Da frau gerade dabei ist, vergleicht das Ms.-Magazin wiederum den
Feminismus-Kritiker Rush Limbaugh mit den Taliban. Limbaugh gilt als
Erfinder des Ausdrucks "feminazis" (er kritisierte damit vor allem die
Abtreibung), wofür er einiges an Prügel einsteckte. Dieselben Leute, die
sich über Limbaughs Analogie des Feminismus mit dem Nationalsozialismus
empörten, scheinen nichts dabei finden, ihn selbst mit radikalen Islamisten
auf eine Stufe zu stellen:
http://www.msmagazine.com/wtcresponse.html
Die international größte feministische Organisation NOW hatte lange die
Unterdrückung der Frauen unter den Taliban kritisiert. Jetzt, als Bush, zu
militärischen Maßnahmen gegen die Taliban greift, äußert sich NOW mit keinem
Muckser: weder dafür, noch dagegen. Ihrer Irritation darüber gibt Amy Holmes
in der "Washington Post" Ausdruck:
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A52639-2001Oct12.html
Eine weitere Journalistin heißt es willkommen, dass die altmodische
Männlichkeit wieder schick ist:
http://www.opinionjournal.com/columnists/pnoonan/?id=95001309
Wie in der
letzten Ausgabe der INVISIBLE MEN berichtet, ist die Reaktion der
Männerbewegung auf solche Äußerungen eher gespalten: Während sie einerseits
schmeichelhaft sind, führen sie andererseits dazu, dass Frauen die "wahren"
Voraussetzungen von Männlichkeit definieren, letztlich nur eine Definition
statt der unterschiedlichsten Ausprägungen zulassen und dabei kurioserweise
bei eigentlich längst überholten Geschlechterrollen ankommen.
Aber es gibt auch pragmatische und sinnvolle Maßnahmen: Wendy McElroy´s
"individual feminists" etwa haben inzwischen eine weltweite
Grußkarten-Aktion ins Leben gerufen, um die New Yorker Feuerwehrmänner zu
würdigen und nach all ihren schrecklichen Erfahrungen wieder aufzubauen:
"Sendet eine Karte mit euren Gedanken und Gefühlen an A Brave FireFighter,
The Central NYC Fire Department, 1 Chase Manhattan Plaza, New York, NY
10005."
Unter den Helfern an den Orten, an denen sich die Terroranschläge ereignet
haben, sind nicht sehr viele Frauen, aber es gibt sie:
http://www.womensenews.org/article.cfm/dyn/aid/685/context/cover
Jede dieser Frauen verdient natürlich mindestens ebensoviel Applaus wie die männlichen Bergungskräfte.
Wenn Krieg und Gewaltbereitschaft als fast reine "Männersache" gelten, dann
hat das weniger mit unabänderlichen Gegenbenheiten als mit unserer
westlichen Kultur zu tun. In Sri Lanka etwa machen Frauen 35 Prozent der
kämpfenden Truppen aus:
http://news.excite.com/news/uw/011011/university-259
Was die Trittbrettfahrer angeht, die in Deutschland Briefe mit angeblichem
Milzbrand versenden, sagte Innenminister Schily inzwischen, es müsse
gelingen "einen dieser Burschen" exemplarisch zu bestrafen. Offenbar können
auch solche Übeltäter nicht anders als männlich gedacht werden. Tatsächlich
aber stellte sich von zwei mutmaßlichen Tätern einer als 28jährige Studentin
heraus:
Derweil hat in den USA eine neue Buchveröffentlichung die feministische
Kriminalisierung von Männlichkeit mit gleichzeitiger Zerstörung eines
effizienten Militärs zum Thema:
http://www.townhall.com/columnists/paulcraigroberts/pcr20011017.shtml
Es ist
in der Tat etwas irritierend, wenn Frauenrechtlerinnen im ersten Schritt
Zugang zum Militär einklagen und im zweiten fordern, dass die Ausbildung
dort weniger hart zu sein habe, da sie ansonsten Frauen diskriminiere. Nicht
weniger grotesk dürfte die Beschwerde wegen sexueller Belästigung für einen
Offizier sein, der es wagte, nach dem Training nur im ärmellosen Shirt und
in Shorts durch eine Abteilung zu gehen.
Es gibt inzwischen übrigens tatsächlich so etwas wie einen islamischen
Feminismus, auch wenn diese Bewegung noch sehr jung und sehr umstritten ist:
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A28575-2001Oct8.html
Währenddessen wird Osama Bin Laden zum erotischen Idol vieler westlicher
Frauen:
http://www.theage.com.au/news/state/2001/10/17/FFXOT6ALUSC.html
Hm, endlich weiß ich, was ich die ganze Zeit falsch gemacht habe ...
MASKULISTINNEN UND FEMINISTEN SEITE AN SEITE?
Da ich gerade Wendy McElroy erwähnte: Ihre dem Mainstream-Feminismus
kritisch gegenüberstehenden individual feminists und die prominentesten
Fraktionen der Männerbewegung der USA planen inzwischen eine vorsichtige
Kooperation, um so die starren Fronten des Geschlechterkampfes mit einem
Brückenschlag zu überwinden. Dies könnte der Beginn eines weiteren
entscheidenden Schrittes in der Geschlechterdebatte sein. Der taktische
Kurzzeit-Vorteil für die Maskulisten besteht natürlich darin, möglicherweise
endlich nicht mehr nur als "wütende weiße Männer", sondern als Vertreter
berechtigter Interessen wahrgenommen zu werden. Viel wichtiger ist aber die
langfristige Erkenntnis, dass beide Geschlechter unter gesellschaftlichen
Nachteilen zu leiden haben, die nur gemeinsam gelöst werden können. Es gibt
noch keinen sinnvollen Link, aber ich halte euch auf dem Laufenden.
GEWALT IN FRAUENGEFÄNGNISSEN DEUTLICH HÖHER
Lest den Artikel unter
http://www.heraldsun.news.com.au/common/story_page/0,5478,3044218%255E421,00.html
und vergleicht ihn dann mit Professor Heschs kühnen Thesen weiter unten in
der Rubrik "Mediawatch".
SOZIALARBEITERIN WEGEN VERGEWALTIGUNG DES VATERS IHRER KINDER VOR GERICHT
Scheint so, als habe die fragliche Dame in 15 verschiedenen Fällen kleine
Jungen zu sexuellen Kontakten genötigt und wurde, nachdem einer dieser
Jungen geschlechtsreif geworden war, zweimal von ihm schwanger. Über die
Hintergründe berichtet
http://abcnews.go.com/sections/us/DailyNews/magnuson0101015.html
unter der
Ich-glaub-ich-muss-gleich-kotzen-Überschrift "Verbotene Liebe".
Einen aktuellen Artikel über weibliche Missbrauchstäter findet man hier:
http://www.abcnews.go.com/sections/us/DailyNews/female_sexoffenders0101015.html
Er enthält einige Ansichten, die ich für großen Unfug halte (nur vier
Prozent der Kinderschänder seien weiblich und diese handelten im Gegensatz
zu den sexgeilen Männern vor allem aus Einsamkeit und der Suche nach
menschlicher Wärme heraus), aber vieles über die doppelte Moral in unserer
Gesellschaft Gesagte ist bedenkenswert. Beachtet dazu auch diesen Link:
http://www.abcnews.go.com/sections/living/DailyNews/molesters0212.html
(Hier machen die Frauen immerhin einen Täteranteil von zehn Prozent aus und werden dafür durch Geisteskrankheit oder Traumatisierung entschuldigt. Vielleicht können wir uns in ein paar Jahren ernsthaft über dieses Thema unterhalten.)
ANKLAGE GEGEN "HODENREISSERIN" FALLENGELASSEN
Die Anklage gegen eine Frau, die ihrem Mann den Hodensack abriss, konnte
nicht länger aufrechterhalten werden, weil das Opfer sich weigerte, diese
Klage zu unterstützen. Grund: Der Betreffende glaubte, diese schwere
Körperverletzung "verdient" zu haben, zudem wurde er seit diesem Vorfall
Zielscheibe zahlloser schlechter Witze:
http://www.ananova.com/news/story/sm_421029.html?menu=news.quirkies
Viel weitere Erklärungen dafür, warum fast ausnahmslos von Männergewalt
geschwafelt wird, während Frauengewalt unbeachtet bleibt, braucht es kaum.
AUCH ANKLAGE GEGEN TERRY JACKS FALLENGELASSEN
Der berühmte Pop-Sänger Terry Jacks ("Seasons in the Sun") war der
häuslichen Gewalt angeklagt worden, nachdem er nach seiner Frau mit einem
nassen Geschirrtuch geworfen hatte. Diese Anklage wurde jetzt ebenfalls
fallengelassen:
http://www.canada.com/search/site/story.asp?id=F5F59A63-F3B0-44E4-A3B3-FD3794539FF7
Möglicherweise waren die Verletzungen von Jacks Partnerin nicht allzu groß.
HEXENJAGDEN GEGEN MÄNNER IM ZUSAMMENHANG MIT HÄUSLICHER GEWALT BEKLAGT
In den USA finden inzwischen die ersten Demonstrationen gegen eine
Rechtssprechung statt, in der "männlich" und "schuldig" oft identisch sind:
http://www.massnews.com/10121dad.htm
Vier der populärsten Irrtümer zum Thema
häusliche Gewalt hat inzwischen Glenn Sacks zusammengestellt:
http://news.excite.com/news/uw/011012/university-249
GEWALT GEGEN FRAUEN: SCHULDIG BEI ANKLAGE
Dazu passt sehr gut dieser lesenswerte Erfahrungsbericht eines jungen
Mannes, der dann in eine allgemeiner Erörterung dieses Problemfeldes
übergeht:
http://www.theguycode.com/stories/index.php?name=activist&id=669
VATER STAAT WEISS NICHTS VON MÄNNERARBEIT
Einen ausführlichen und sehr guten Bericht über den Zweiten Internationalen
Kongress für Männerpolitik und Geschlechterdemokratie in Berlin hat
Paul-Hermann Gruner für das "Darmstädter Echo" verfasst:
http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=112852
US-GERICHT: FRAUENQUOTE GEGEN DIE VERFASSUNG
Lest den kompletten Artikel unter
WAS IST EIGENTLICH MIT UNSERER JUGEND LOS?
Im SPD-Magazin "vorwärts" schreiben junge Menschen, wie sie sich die Zukunft
vorstellen. Sebastian Graf etwa beschreibt die Distopie einer männerfreien,
durch und durch feminisierten Gesellschaft:
http://www.vorwaerts.de/themen/wettbewerb/index.php3?&id=1530 Ts
Und zu unserer Zeit hatte man als Jugendlicher noch ganz selbstverständlich Angst
vor Atomkrieg und Umweltzerstörung, wie es von einem ja auch erwartet wurde
...
TEENAGER WERDEN MASSENWEISE ALS SEXUALVERBRECHER STIGMATISIERT
Der Artikel unter
http://www.freep.com/news/locoak/boys15_20011015.htm
beginnt mit dem Fall eines Jungen, der als 16jähriger auf eine Wette hin die
Brust eines Mädchens berührte und deshalb bis zum Jahr 2024 als
Sexualverbrecher erfasst ist. Auch ohne jedes Vorstrafenregister wird er so
wahrscheinlich weder als Lehrer, noch als Arzt, noch als Polizist oder in
vergleichbaren Berufen hin tätig sein können. Und im Internet ist sein Name,
seine Adresse und seine Einstufung als Sexualstraftäter abrufbar. Offenbar
ist das alles andere als ein Einzelfall, und selbst den Richtern bleibt
nichts anderes übrig, als über diese Gesetzgebung die Hände zu ringen.
FRAUENFRIEDHOF IN HAMBURG
Die Meldung ist nicht brandneu, wurde aber in den Foren gerade aktuell
diskutiert:
http://www.taz.de/pt/2001/06/30/a0256.nf/text
WALES: FALSCHER VATER ERHÄLT NACH DNA-TEST 30.000 PFUND ZURÜCKERSTATTET
Nach einer kurzen Affäre mit einer Frau zahlte er sieben Jahre lang Woche
für Woche ein Viertel seines Einkommens, ohne "seinen Sohn" ein einziges Mal
gesehen zu haben. Nachdem er sein Leben als Alptraum empfand und seine
Zweifel wuchsen, investierte er in einen DNA-Test. Und erfuhr, dass die
Wahrscheinlichkeit seiner Vaterschaft eins zu 14 Millionen beträgt:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/wales/newsid_1604000/1604281.stm
PORTRÄT EINES VATERRECHTLERS
Oliver Cyriax, einer der bekannteren Väterrechtler Englands, wird
vorgestellt unter
Der Artikel hat auch ein paar interessante Links, zum Beispiel zu einem
Bericht über Bob Geldofs Scheidung und seine neue Rolle als
alleinerziehender Vater.
MEINUNG:
--------
"ICH BIN BESCHÄMT DARÜBER, WAS AUS DER FRAUENBEWEGUNG GEWORDEN IST"
Die Autorin Betty King reiht sich bei den Abweichlerinnen vom Feminismus
ein: "Damals in den Siebzigern und Achtzigern war Feminismus noch kein
schmutziges Wort, sondern etwas, worauf man stolz sein konnte. Jetzt wird es
mit Auf-Männer-Einprügeln und Intoleranz in Verbindung gebracht. Ich schäme
mich für das, was aus der Frauenbewegung geworden ist. Es ist nicht das, was
ursprünglich beabsichtigt wurde, nämlich dass einfach jeder dieselben Rechte
und Pflichten hat. Mir scheint, dass viele dieser radikalen Gruppen
vergessen haben, dass mit neuen Rechten auch mehr Verantwortung einhergeht."
Oder im Original unter
SIND FRAUEN DIE NEUEN SEXUELLEN RAUBTIERE?
Wie so oft in den INVISIBLE MEN drückt auch dieser Artikel nur zum Teil
meine eigene Meinung aus, aber ich fand ihn wiederum zu interessant, um ihn
zu ignorieren:
http://www.sunday-times.co.uk/news/pages/sti/2001/10/07/stistlstl03005.html
"DER LETZTE PANZER"
Birgit Dahlke beklagt für die Wochenzeitung "Freitag" die jüngsten
Buchveröffentlichungen zur Geschlechterdebatte und entdeckt bei sich eine
gewisse Schwäche für Bierbäuche:
http://www.freitag.de/2001/42/01423502.php
DER KOMMUNISMUS UND DIE FRAUENBEWEGUNG
Eine Neuerscheinung auf dem US-Buchmarkt erklärt, wie der Feminismus auf der
ideologischen Grundlage des Kommunismus entstanden ist:
http://toogoodreports.com/column/general/makow/100301.htm
Diese Theorie
dürfte meiner Einschätzung nach sehr verkürzt, in vielem aber auch
zutreffend sein.
MEDIAWATCH:
----------
Diesmal widmen wir uns der gestern erschienenen Ausgabe der
Männerzeitschrift "Men´s Health", die ein besonders zweischneidiges Schwert
darstellt.
Einerseits kommt auch "Men´s Health" inzwischen auf den Trichter, dass
Männer gesellschaftlich benachteiligt sein könnten. Das macht die
Zeitschrift zuerst einmal an ihrem eigenen Fachgebiet fest, der
gesundheitlichen Versorgung unseres Geschlechts. Während in den USA ähnlich
wie Großbritannien eine Behörde für Männergesundheit eingerichtet werden
soll, nachdem Männer bei jeder einzelnen der zehn häufigsten Todesursachen
vorne liegen, und sich auch die Weltgesundheitsorganisation an
Veranstaltungen zum Tag des Mannes (3. November) besonders beteiligen wird,
schläft die deutsche Bundesregierung noch immer tief und fest. Hier fehlt
vom Männergesundheitsbericht (wie in Österreich) über Männerärzte bis zu
Initiativen oder gar einen Sonderbeauftraten für das Geschlecht, das sieben
Jahre früher ins Gras beißt, so ziemlich alles. Häufige Männerkrankheiten
wie Prostatakrebs werden, was Gelder für Erforschung und Behandlung angeht,
gegenüber Frauenkrankheiten weit vernachlässigt. Die
Bundesgesundheitsministerin indes lehnte schon eine bloße Interview-Anfrage
zu diesem Thema mit einem kurzen Fax ab: "Bisher ist Medizin weitgehend eine
Männerdomäne. Deshalb ist es notwendig, die Frage der Frauengesundheit zu
einem speziellen Thema zu machen." Putzig: Egal wer - sobald eine Frau erst
mal Ministerin ist, scheint sie allen männlichen Wählern mitteilen zu
müssen, dass sie sich ins Knie ficken können. Jetzt will "Men´s Health" mit
einer Unterschriftenaktion der Leser für den nötigen politischen Druck
sorgen.
Was "Men´s Health" zur Bekämpfung der medizinischen Diskriminierung von
Männern aufbaut, reißt sie indes mit dem Hintern wieder ein, wenn es um das
alte Vorurteil geht, das Männer und Gewalt miteinander verknüpft. Angesichts
der Terroranschläge der vergangenen Wochen fragt der
Men´s-Health-Chefredakteur schon im Editorial: "Warum haben die grausamsten
Verbrechen an der Menschheit ausnahmslos Männer begangen? ... Auch
alltägliche Gewalt ist überwiegend männlich: Frauen sind in den EU-Ländern
nur zu etwa fünf Prozent als Urheber von Gewaltdelikten erfasst." Woraufhin
er einen Evolutionstheoretiker, den Professor Hesch von der Organisation
"hommage", erläutern lässt, dass in Männerhirnen ein hormongesteuertes
Gewaltzentrum liege. Hesch wörtlich: "Gewalt geht seit Menschheitsgedenken
von Männern aus, nur von Männern. Frauen üben nie solche Gewalt aus. Sie
wehren sich nur, wenn man ihren Nachwuchs bedroht, wenn Männer sie
vergewaltigen." Ich habe der Redaktion ein kurzes Mail geschrieben und bin
gespannt auf die Antwort.
BUCHTIPP: THE ABUSE OF MEN
--------
Barbara Jo Brothers neu erschienenes "The Abuse of Men. Trauma Begets
Trauma" (Oktober 2001, Haworth Press, ISBN: 0-7890-1379-7) ist als Sammlung
wissenschaftlicher Aufsätze über männliche Opfer mit 40,- DM für 100 Seiten
vermutlich nichts für die Mehrzahl der Leser dieses zines, wohl aber für all
jene, die diesem Thema durch Forschung oder Hilfeleistungen besondere
Aufmerksamkeit widmen möchten.
In der ersten wissenschaftlichen Arbeit dieses Buches untersucht Audrey
Bloom die Situation männlicher Partner von Frauen, die Opfer sexuellen
Missbrauchs geworden sind. Obwohl in der Literatur wenig Zweifel darüber
besteht, dass ein solcher Missbrauch sämtliche Mitglieder einer Familie
belaste, so Bloom, gebe es bislang wenig an Veröffentlichungen, in denen die
Situation dieser Männer angesprochen werde. Dabei zeigten auch sie starke
Belastungssymptome, so etwa verminderte Selbstwertgefühle und Gefühle der
Ohnmacht (weil sie ihrer Partnerin oft helfen wollen, aber nicht können),
Gefühle der Isolierung und das Gefühl auf sexueller Ebene mangelhaft zu
sein. Ein betroffener Mann berichtet, die Therapie seiner Frau verschlimmere
die Situation oft nur, weil sie angefüllt mit Männerhass aus den
Therapiesitzungen zurückkehre und ihren Ärger auf ihm entlade. Das Thema ist
zu neu und wissenschaftlich zu wenig untersucht, als dass Audrey Bloom
selbst schon mögliche Problemlösungen anbieten kann.
In ihrem Aufsatz über "The Impact of the Abuse of Males on Intimate
Relationships" untersucht Aphrodite Matsakis, wie in militärischen
Organisationen unter dem Vorwand von Disziplin und Abhärtung körperlicher
Missbrauch gegen Männer verübt wird und die Opfer dieses Missbrauchs ihre so
entstandenen Schädigungen nach der Militärzeit nach Hause mitbringen und
dort zum Beispiel in Gewalt gegen ihre Partnerin umsetzen. Möglicherweise
lässt sich männliche Aggression doch durch andere Ursachen erklären als
durch ein hormongesteuertes Gewaltzentrum im Gehirn?
Tonia Nicholls und Donald Dutton führen in ihrem Paper die bisherigen
Untersuchungsergebnisse hinsichtlich häuslicher Gewalt gegen Männer
zusammen: die Mehrheit aller Fälle betrifft gegenseitige Aggression; Frauen
sind mindestens so häufig, wenn nicht häufiger Täter als Männer; dennoch
existieren so gut wie keine Hilfsangebote für männliche Opfer; den Mann, der
über Jahre hinweg systematisch seine Frau zusammendrischt, gibt es, aber
sehr selten usw. Nicht viel Neues hier. Das einzige, was mich irritierte,
war die Erkenntnis, dass insbesondere schwere Gewalt häufiger von Frauen als
von Männern ausgeübt wird (eine Studie nennt etwa 10,7% im Verhältnis zu
4,8%), dass aber Frauen insgesamt dennoch häufigeren und größeren
psychischen, ökonomischen und seelischen Schaden erleiden. Dass bei diesen
beiden Erkenntnissen eine gewisse Dissonanz besteht, thematisieren die
Autoren leider nicht. Zuzustimmen ist ihnen aber in jedem Fall darin, dass
in der Diskussion über häusliche Gewalt eine aprupte Kehrtwende sowohl der
akademischen Gemeinschaft als auch der Exekutive sowie der Gesetzgebung
vonnöten ist.
In "Men Helping Boys Become Men" analysiert Norman Shub am Beispiel seiner
Erziehung durch den eigenen Vater, wie sehr die Erziehung zu einem
"richtigen Mann" auch die Ausübung von und die Anleitung zur Gewalt
bedeutet. Hier wie bei dem Kapitel über Militärgewalt dürfte die Problematik
deutlich stärker für die US-amerikanische als für die deutsche Kultur
zutreffen, wobei sie aber auch hierzulande nicht völlig vom Tisch zu wischen
ist. Das letzte Paper dieses Buches schließlich stammt von Erwin Parson und
widmet sich der paartherapeutischen Behandlung von Partnern, die beide auf
verschiedene Weise traumatisiert sind (also etwa durch eine Vergewaltigung,
Missbrauch, Krieg, Terror, Gewaltverbrechen etc). Es ist offensichtlich,
dass solche Konstellationen besonders belastet und Hilfestellungen besonders
problematisch sind.
Alles in allem liegt hier ein Buch vor, das neue Debatten im Zusammenhang
mit männlichen Opfern anstößt und begonnene Debatten weiterführt. Es ist ein
wenig schade, dass solche Bücher im deutschen Raum bislang nur in sehr
geringer Zahl existieren, so dass man vorwiegend auf US-amerikanische
Studien zurückgreifen muss, deren Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse
möglicherweise begrenzt, jedenfalls aber nicht gesichert ist.
Soviel für diese Ausgabe. Euch allen ein tolles Wochenende!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 19
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur neunzehnten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Zunächst einmal die Nachricht, auf die zumindest einige von euch schon seit geraumer Zeit warten: "SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?" ist inzwischen im Handel erhältlich. Auch die Freiexe sind mir inzwischen zugegangen und werden in den nächsten Tagen an alle verteilt, die mir bei der Erstellung dieses Werkes behilflich waren.
Für mich beginnt jetzt, da der erste große Kampf überstanden ist, die Phase der Unsicherheit: Sind viele der Informationen, die ich in meinem Buch weitergebe, nicht viel zu hässliche und unangenehme Wahrheiten für die meisten Leser? Welcher Mann fühlt sich schon gerne auch zu den Opfern und welche Frau auch zu den Tätern gehörig? Besteht hier schon die nötige Sensibilisierung für dieses Thema? Oder hat unser Forenteilnehmer Hannibal vielleicht Recht und außer der Handvoll Leutchen in Jörgs und den anderen Foren interessiert sich für diese Debatte kein Mensch? Haben die meisten Leute gerade jetzt mit der angespannten weltpolitischen Situation nicht Sorgen genug und suchen sich als Lektüre lieber etwas Ablenkendes, Beruhigendes, Entspannendes? Und überhaupt: 620 Seiten, wer soll das denn alles lesen in unserer Häppchen-Kultur? Das sind alles Dinge, die einem eben durch den Kopf schwirren, wenn es "ernst" wird.
Auf der anderen Seite geben mir die Reaktionen der ersten Leser und Leserinnen guten Mut. Ich weiß zum Beispiel noch, wie meine allererste weibliche Testperson Conny zunächst sehr skeptisch und dann von meinem Manuskript so begeistert war, dass sie es unter einem anderen Titel und ihrem eigenen Namen einem bekannten Verlag zusandte, der mir als männlichem Autor gerade eine Absage erteilt hatte - und der sie jetzt prompt sehr interessiert um die Zusendung des Manuskriptes bat. Rüdiger hielt dieses Buch für so wichtig, dass er es fast in seinem eigenen Verlag herausgebracht hätte, obwohl mein Titel überhaupt nicht in sein Programm gepasst hätte. Dieter war von der Lektüre so beeindruckt, dass er Tage und Wochen damit verwendete, dem Buch ein gefälliges Layout zu geben und die schlimmsten Fehler auszumerzen - auch er schmiedete Pläne mit mir, es auf eigene Faust zu veröffentlichen, wenn sonst nichts ginge. Charlotte aus London (ebenfalls aus der Buchbranche) sprach mit mir darüber, ob eine Übersetzung ins Englische nicht sinnvoll wäre, wenn in Deutschland aus politischen Gründen eine Veröffentlichung nicht durchzusetzen sei. "Lachse schwimmen gegen den Strom", hat sie mir einmal gemailt. "Lektoren eher selten. Wenn in unserer Gesellschaft Meinungsfreiheit, Zivilcourage und Toleranz nur so blühen würden, hättest du dein Buch gar nicht erst zu schreiben brauchen." Karin Jäckel empfahl mein Buch in einem ihrer Werke, als es sich noch im Manuskript-Status befand und völlig unabsehbar war, ob ich überhaupt je einen Verleger finden würde. (Von einer ähnlichen Empfehlung eines unveröffentlichten Buches habe ich in all meinen Jahren als Lektor und Autor niemals sonst gehört). Und Joachim ("plupp") scheint dieses 600-Seiten-Trumm offenbar gerade zum zweiten Mal hintereinander zu lesen und bastelt an einer neuen Website.
Kurz: Ich habe mittlerweile acht Bücher eigenhändig veröffentlicht und zahllose als Lektor mit auf den Weg gebracht, aber keines von ihnen hat eine Entstehungsgeschichte wie dieses.
Jedenfalls bleibt mir jetzt nur noch zu hoffen, dass viele andere Leute ebenso gepackt von den Informationen sind, die sie nirgendwo sonst erhalten, wie meine Erstleser. Einiges davon deute ich in diesem zine ja bereits an. "Sind Frauen bessere Menschen?" präsentiert all die Dinge, die anderen Verlagen "zu brisant" oder "zu polarisierend" waren und die ihr, wenn es nach meinen Kollegen Lektoren gegangen wäre, niemals hättet lesen dürfen. Bin übrigens mal gespannt, ob ich mit denselben Angriffen unterschiedlichster Art zu rechnen habe wie vor mir beispielsweise Karin Jäckel oder Matthias Matussek. Keiner kann vorhersagen, was passieren wird. Fest steht aber: Je mehr wir sind, desto klarer wird selbst der beschränktesten Radikalemanze werden, dass Cyberterrorismus oder Sachbeschädigungen gegen Einzelne gleich einmal überhaupt nichts bringen.
In den letzten drei Jahren haben mich immer wieder Leute gefragt: Warum machst du dir eigentlich den ganzen Stress mit bockigen Lektoren und durchgeknallten Feministinnen, wenn du in derselben Zeit locker flockig sechs Bücher zu unkomplizierten Massenthemen schreiben oder selber als Lektor hättest weiterarbeiten können? Meine Antwort ist immer dieselbe: Weil es inzwischen mehr als überfällig geworden ist klarzustellen, dass der Kampf für die Rechte der Männer ebenso notwendig ist wie der Kampf für die Rechte der Frauen. Und was sonst kaum einer macht, muss man eben selber anpacken. Nach 30 Jahren einseitiger Konzantration auf die Frauen sind die Männerrechte eine wichtige neue Herausforderung für unsere Gesellschaft und der längst überfällige zweite Schritt, um den Geschlechterkonflikt endlich zu überwinden.
Ich habe die Herausgabe dieses zines bewusst ein wenig zurückgehalten, weil ich abwarten wollte, bis die Online-Buchhandlung Amazon mein Werk hier als lieferbar meldet: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896023829/qid%3D1004467785/028-7818635-5037339 Inzwischen ist "Sind Frauen bessere Menschen?" seit einer Woche draußen und Amazon listet es immer noch als "nicht erhältlich". Das ist offenbar eine Fehlmeldung und bedeutet lediglich, dass der Katalog noch nicht auf dem neuesten Stand ist. Nachdem sich in meinem zine 14 Winword-Seiten mit Nachrichten gesammelt haben, möchte ich die aktuelle Ausgabe endlich absenden.
Es kann sein, dass einzelne Links wegen der langen Verzögerung nicht mehr stehen. Freundlicherweise haben sich Joachim (plupp) und Andi daran gemacht, ein Back-Up einzurichten, das unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html einzusehen ist. Sobald dort diese aktuelle Ausgabe online geht, dürftet ihr jeden Artikel nachlesen können.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hot mail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com.
NEWS:
-----
NEUE UNTERSUCHUNG ÜBER DIE VERBREITUNG VON MÄNNERFEINDLICHKEIT
Vor einiger Zeit war im ZDF ein Bericht über Moslems in Deutschland zu sehen, die sich auf absurde Weise irgendwie mitschuldig für die Terroranschläge fühlten, die einige wenige fundamentalistische Glaubensbrüder im Namen ihrer Religion ausübten. Mich hat das sehr an die Situation der Männer spätestens seit Beginn der neunziger Jahre erinnert, die durch die herrschende Ideologie in einer Art Kollektivhaftung für diejenigen Männer gehalten werden, die Frauen und Kinder prügeln oder vergewaltigen. Das Bemerkenswerte an der Sache ist, dass bedeutende Fernsehsender nur wenige Wochen brauchen, um die psychische Situation von Moslems unter diesem irrationalen Druck zum Thema zu machen, derselbe Druck aber für die gesellschaftliche Gruppe "Mann" bis heute weitgehend unsichtbar bleibt.
Aber das scheint sich allmählich zu ändern: In ihrer aktuellen Buchveröffentlichung "Spreading Misandry. The Teaching of Contempt for Men in Popular Culture" ("Die Verbreitung von Männerfeindlichkeit. Wie unsere Populärkultur die Verachtung von Männern lehrt") untersuchen Paul Nathanson und Katherine K. Young, auf welche Weise Männer in Kino, Fernsehen, Romanen, Comics, Grußkarten und anderen kulturellen Erzeugnissen seit Beginn der neunziger Jahre als bösartig oder anderweitig minderwertig präsentiert wurden und werden: http://www.mqup.mcgill.ca/2001/nathan.htm Diese Ideologie, so argumentieren die Autoren, predige Hass und trage weiter zum Zusammenbruch einer bereits erschütterten Gesellschaft bei. Trotz ihrer Hartnäckigkeit und weiten Verbreitung werde sie erst jetzt als schwerwiegendes kulturelles Problem erkannt: Männerfeindlichkeit durchdringe unsere Kultur momentan so durch und durch, dass selbst viele Männer sie nicht erkennen; diejenigen, die sie erkennen, nehmen sie nicht als größeres Problem wahr; und diejenigen, die sie als Problem wahrnehmen, wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen, wo doch weit und breit allein über Frauenfeindlichkeit diskutiert werde. Als Folge davon sei die in unserer Gesellschaft vorherrschende Weltanschauung weitgehend frauenzentriert und männerfeindlich geworden. Die Verantwortung des "ideologischen Feminismus" an dieser Entwicklung sei schwer zu leugnen.
Das Buch scheint von ethisch-philosophischen Diskussionsansätzen bis hin zu einer Auflistung männerfeindlicher Filme einiges zu bieten. Damit könnte es das erste rein wissenschaftliche maskulistische Buch überhaupt sein. (Die Werke Farrells, Matusseks etc. und auch mein eigenes sind trotz der Fülle in ihnen enthaltenen Informationen doch eher politische Kampfschriften.) Sobald ich die 70-DM-Hürde überwunden habe, die "Spreading Misandry" für deutsche Leser leider darstellt, werde ich es in diesem zine näher vorstellen.
Zu den ersten Reaktionen auf diese Männerfeindschaft in unserer Gesellschaft entstehen in den USA momentan Websites wie diese, auf denen Männer und Männlichkeit ganz offensiv gefeiert werden: http://www.heartswithsoul.com/celebrating_men.htm Ihr Motto: "Die Gefühle von Männern sind zulässig und wir müssen lernen, sie wertzuschätzen. Wir müssen auch lernen, Männer so zu akzeptieren, wie wir selbst akzeptiert werden wollen. Auch Männer wurden missbraucht und brauchen unsere Unterstützung und unser Verständnis."
SOLLTE DER VATERTAG EIN TAG DER SCHANDE WERDEN?
Ich schwöre zu Gott, regelmäßig wenn ich für dieses zine recherchiere, komme ich zu dem Schluss: Na, NOCH absurder kann die Männerfeindlichkeit heutzutage nicht mehr werden. Und jedesmal werde ich eines Besseren belehrt. Inzwischen diskutiert man in Neuseeland auf die Initiative einer Rechtsanwältin hin ernsthaft darüber, ob der Vatertag zu einem nationalen "Männertag der Schande" umfunktioniert werden sollte: http://www.nzherald.co.nz/storydisplay.cfm?storyID=223937 Unterstützung erhielt dieser Vorschlag unter anderem vom Nationalbeauftragten für Kinder. Von Neuseeland aus wurde diese Idee inzwischen auf einer internationalen Konferenz in Bangkog eingebracht, und sie ist dermaßen grotesk, dass sich auch hierzulande gewisse Politikerinnen und Publizistinnen bestimmt eilfertig darauf stürzen werden, sobald sie Wind davon bekommen. Den Feministinnen in den USA ist es ja schließlich auch gelungen, den Valentinstag (oder kurz "V-Day") zum "Vagina Day" umzubenennen. Ich bin gespannt, wie lange Weihnachten unangetastet bleibt.
Inzwischen ist als Reaktion auf diese Forderungen der erste Zeitungskommentar erschienen, der klarstellt, dass keineswegs alle Männer Sexualstraftäter sind: http://www.stuff.co.nz/inl/index/0,1008,984400a1905,FF.html Wo sind wir eigentlich gelandet, dass sowas eigens offiziell erklärt werden muss?
PRESSE TUT SICH SCHWER MIT WELT-MÄNNERTAG
In mehreren Zeitungsartikeln steht Eichborns "Lexikon der populären Irrtümer über Männer und Frauen" sehr stark im Vordergrund, um einen Aufhänger für den Weltmännertag zu haben. Dabei benutzen die verschiedenen Periodika dieses Buch auffallend unterschiedlich. Für den STERN, die "tageszeitung" sowie das Manager-Magazin bedeutet "Welttag des Mannes", anhand von Eichborns Buch nachzuerzählen, wo der Mann überall minderwertig sei - zu doof, zu stolz, zu wehleidig und als Chef eigentlich auch nur zweite Wahl: http://www.stern.de/kultur/literatur/artikel.php4?id=41430 bzw. http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,165669,00.html sowie http://www.taz.de/pt/2001/11/03/a0025.nf/text Zudem scheint es für die Damen und Herren Redakteure kein wichtigeres Thema in der Geschlechterdebatte als Steh- bzw. Sitzpinkeln zu geben. Etwas differenzierter behandeln die "Berliner Morgenpost" und der "Berliner Kurier" die Erkenntnisse in Eichborns Lexikon: http://morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/heute/aus_aller_welt/story473733.html sowie http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/vermischtes/.html/artik2.html (Schon interessant wie taz und STERN aus derselben Agenturmeldung fast ausschließlich das Negative über Männer herausfischen und die beiden Berliner Boulevardzeitungen auch das Positive schildern.)
Die Leipziger Volkszeitung thematisiert vor allem, wie wenig dieser Tag in der Öffentlichkeit bekannt ist: http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/84445.html Die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung können nicht anders als ironisch mit diesem Thema umgehen: www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel92470.php bzw. www.welt.de/daten/2001/11/03/1103vm293056.htx sowie http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin_berlin/.html/88811.html Faszinierend ist, dass den Redakteuren offenbar kein einziges wahres Männerproblem in den Sinn zu kommen scheint, weshalb sie auf eher alberne Exkurse über Glatzenbildung, Geschirrspülmaschinen und zu leicht angezogene junge Frauen abschweifen. Für den Berliner Tagesspiegel braucht es keinen Männerarzt, denn der Mann ist schließlich selber Schuld an seiner Misere, ebenso wie an der Doppelbelastung der Frauen: http://195.170.124.152/archiv/2001/11/02/ak-we-4410598.html Die "junge welt" verschränkt Männerfeindlichkeit mit Sarkasmus unter www.jungewelt.de/2001/11-03/023.php Den allermeisten Presseorganen ist der Weltmännertag indes gar nicht erst der Rede wert. In meiner Wiesbadener Lokalzeitung beispielsweise fand sich am 8. März der Weltfrauentag unterstützt durch eine Stellungnahme von Frauenministerin Bergmann auf Seite Eins, der Weltmännertag hingegen findet sich am 3. November unverändert auf Seite Null.
Das Internet ist auch nicht um so vieles informativer als die Presse. Freenet hat immerhin eine Extra-Seite zum Thema zusammengestellt, versteht aber unter Männerproblemen nicht wesentlich mehr als Haarausfall und Erektionsstörungen: http://www.freenet.de/freenet/fit_und_gesund/gesundheit/maenner/maennertag/index.html In verschiedenen Tests kann man dort endlich geklärt bekommen, ob man ein "echter Kerl" und der eigene Penis groß genug ist. Ja, das sind so die Fragen, die das Leben eines Mannes beherrschen. Außerdem kann Mann sich auf dieser Site über Abenteuerreisen informieren. Hier existieren Männer offenbar weitgehend als Klischee. Informativer ist da schon ein Beitrag unter http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/9964/1.html (danke an Andi), der auch auf die beiden nächsten Artikel dieses zines verweist.
Sachliche Hintergrundinformation findet man im deutschen Web generell nur an wenigen Stellen, zum Beispiel hier: http://www.maennerberatung.de/maennertag.htm Wenn man hingegen in die Suchmaschine Google "Männertag" eingibt, erhält man zur Antwort: "Meinten Sie: Muttertag?"
Herzlichen Dank auch an maennerrat.de für das Zur-Verfügung-Stellen vieler Artikel.
KÜNSTLICHES SPERMA ERMÖGLICHT ZEUGUNG OHNE MÄNNER
Und so wird der feuchte Traum einiger Radikalfeministinnen endlich wahr: http://www.heraldsun.news.com.au/common/story_page/0,5478,3102071%255E2862,00.html Ein netter Nebeneffekt ist, dass sämtliche Babys automatisch weiblich würden. "Wenn man bis ins Extrem geht", berichtet deshalb die australische Herald Sun, "würde das zu einem Science-Fiction-Szenario einer von Frauen beherrschten Gesellschaft führen, in der Männer keine große Rolle mehr spielen."
Barbara Ellen entwirft als Reaktion auf diese Nachricht in einem Artikel für den britischen Observer eine utopische Gesellschaft, in der Männer nur noch im Zoo existieren: http://www.observer.co.uk/life/story/0,6903,582024,00.html Sehr lesenswert für Leute mit einem eher merkwürdigen Sinn für Humor!
Übrigens gibt es eine berühmte Science-Fiction-Erzählung, die ebenfalls eine Welt ohne Männer zum Thema hat: http://www.scifi.com/scifiction/classics/classics_archive/wyndham/wyndham1.html
MÄNNER VOM AUSSTERBEN BEDROHT?
Was wie eine typisch überspitzte Formulierung dieses zines klingt, ist in Wahrheit eine wörtlich übernommene Überschrift des aktuellen British Medical Journal. Zugegeben, die britischen Ärzte übersehen einige soziale Faktoren für das frühere Sterben von Männern, und ähnlich wie die deutschen Zeitungen weisen auch sie darauf hin, dass ein wesentlicher Grund dafür in der mangelnden Bereitschaft vieler Männer liegt, im Ernstfall rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen. Anders als in der deutschen Presse bleibt es in diesem Artikel aber nicht bei einem schulterzuckenden "Selbst dran schuld". Das Problem liegt nämlich Expertenmeinung zufolge auch und vor allem in einem männerfeindlichen Gesundheitssystem, das endlich einer gründlichen Überholung bedürfe, damit es Männern ebenso dient wie Frauen: Es gibt so gut wie keine Infomaterialien für junge Männer, Ärzte widmen in ihren Sprechstunden männlichen Patienten erkennbar weniger Zeit als den weiblichen, Männer werden nicht zu wichtigen Vorsorgeuntersuchungen angeleitet, und selbst im Wartezimmer konzentrieren sich die ausliegenden Broschüren auf Themen im Zusammenhang mit Frauengesundheit. Der lesenswerte Artikel enthält auch einige weitere interessante Fakten, etwa dass Männer in Sachen Unsicherheit bezüglich ihrer Körperproportionen mit den Frauen auf einer Stufe stehen: http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011102/767069.html
SELBSTMORD-EPIDEMIE BEI MÄNNERN ÜBER 50
Diese Zahlen von "Men´s Health" USA beziehen sich zwar auf die Vereinigten Staaten, aber der Artikel verrät auch, dass seine Erkenntnisse in der Tendenz international und kulturübergreifend typisch sind: http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/406 Zwischen 1970 und 1998 stieg die Selbstmordrate für Männer an, während die Rate für Frauen fiel.
GRUNDLOSE VERHAFTUNG VON MÄNNERN SCHOCKIEREND, ABER NICHT UNGEWÖHNLICH
Dieser Artikel berichtet über einen Mann aus Massachussetts, den seine Frau 26mal hintereinander verleumdet hatte, gegen sie gewalttätig geworden zu sein: http://www.massnews.com/10221ken.htm Das hielt die Polizei nicht davon ab, ihn bei einer erneuten Beschuldigung wieder zu verhaften und ins Gefängnis zu bringen. Der Beschuldigten selbst wurde zu den Vorwürfen erst gar nicht gehört. Jetzt verdeutlicht ein Gericht den Polizeibeamten, dass sie mit solchen grundlosen Verhaftungen aufhören sollen, wenn sie nicht selbst auf der Anklagebank landen möchten. Rechtsanwälte glauben, dass dieses Urteil neue Masstäbe für ähnliche Fälle setzen wird: Offenbar scheint ein solches Verhalten der dortigen Polizei bei Vorwürfen der häuslichen Gewalt Standard zu sein.
SAARLOUIS: HALLENBAD NUR FÜR MÄDCHEN
Und trotzdem entscheiden sich diese störrischen jungen Dinger später nicht für die Berufe, die die Feministinnen für sie vorgesehen haben: http://www.sz-newsline.de/sls/GF93BVQQ_1.php3
JUGENDZENTRUM NUR FÜR MÄDCHEN
http://www.gnonline.de/infooffice/gn_lokalnews_index1_32432.html
FEMINISTINNEN GEGEN GENDER-STUDIES
Die weltweit größte feministische Organisation NOW bezieht in einem aktuellen Essay Stellung gegen die Erweiterung von „women studies“ zu "gender studies", weil dabei auch Männer und deren Probleme in den Blick rücken würden. Es werde dann nicht mehr lange dauern, und man habe aus Gründen der Fairness "men´s studies" und "frauenfeindliche Vaterrechtler" an den Universitäten, warnt Loretta Kane unter http://63.111.42.146/nnt/nnt_article.asp?id=9619&y=2001&v=7&q=Fall&n=4
SIND FRAUEN MORALISCHER ALS MÄNNER?
In ihrem Buch "A different voice" ("Die andere Stimme") stellte Carol Gilligan die These auf, dass Frauen und Männer über ein unterschiedlich ausgeprägtes moralisches Bewusstsein verfügten - was von manchen Trivialfeministinnen sofort zu der Behauptung verwässert wurde, dass Frauen die moralischeren Menschen seien. Gilligans Thesen indes halten kritischer Überprüfung kaum stand: http://www.hr-online.de/fs/schulfernsehen/entscheidungen6.html
HINTER IRAKISCHER MILZBRAND-BEDROHUNG STECKT EINE FRAU
Im letzten zine hatte ich über einen Men´s-Health-Artikel eines angeblichen Super-Experten der Geschlechterforschung berichtet: Professor Rolf Dieter-Hesch, 62, der mehr als 300 Publikationen veröffentlicht und die Stiftung "Men Against Violence" mitbegründet hat. In diesem Artikel finden sich Passagen wie: "Gewalt geht seit Menschengedenken von Männern aus, nur von Männern. Frauen üben nie solche Gewalt aus. Sie wehren sich nur, wenn man ihren Nachwuchs bedroht, wenn Männer sie vergewaltigen." Professor Heschs Artikeln zufolge wäre es schon gehirnanatomisch unmöglich, dass eine Frau jemals Milzbrand für Terror-Anschläge entwickelt. Die Wirklichkeit sieht indes anders aus als die professoralen Theorien: http://www.focus.de/G/GN/gn.htm?snr=96993&streamsnr=7
AUCH FRAUEN BETEILIGEN SICH AN DEN BOMBARDIERUNGEN
http://dailynews.yahoo.com/h/ap/20011023/wl/attacks_ships_19.html
FRAUEN NICHT LÄNGER FRIEDENSTAUBEN
Auch bei den Meinungsumfragen zeigt sich, dass die klassische Kluft zwischen kriegslüsternen Männern und friedensliebenden Frauen (wenn das nicht überhaupt immer schon ein irreführender Eindruck war), extrem zurückgeht: http://www.csmonitor.com/2001/1106/p1s3-ussc.html
FRAU TÖTET UND KOCHT EHEMANN
Einer dieser Einzelfälle, die ich nicht zurückhalten möchte: "Der Schauplatz, den die Polizei begrüßte, war unvorstellbar. Ein zum Abendessen gedeckter Tisch, darauf verteilt Platzkärtchen mit den Namen der Kinder. Die vorgesehene Mahlzeit: ihr Vater." Wäre eine verflucht geniale Metapher, wenn es nicht so schrecklich wäre: http://www.dailytelegraph.news.com.au/printpage/0,5942,3175985,00.html
"AUCH FRAUEN SIND ZU ALLEM FÄHIG"
Sabine Etzold erklärt in der aktuellen "Zeit", dass der Aggressionsforschung zufolge die Angriffslust unter beiden Geschlechtern ungefähr gleich verteilt ist: http://www.zeit.de/2001/46/Wissen/200146_aggressionen.html
"Die Bielefelder Soziologin Christiane Schmerl hat die Argumentationsstränge dieser Forschung jetzt zusammengefasst und kommt zu folgendem Resultat: Wesentliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich nicht feststellen." Das häufigste Ziel weiblicher Aggression sei eine andere Frau, das zweithäufigste der eigene Ehemann. Das häufigste Motiv aber seien Männer und ihr Verhalten. Ob es (wie Etzold schreibt) allerdings wirklich die "Botschaft der Frauenbewegung" ist, dass sich Frauen und Männer in ihrem aggressiven Potential nicht unterscheiden, das bezweifle ich nach der Lektüre zahlloser feministischer Texte dann doch. Aber vielleicht ist soviel politische Korrektheit der Preis, um solch einen Artikel überhaupt veröffentlichen zu dürfen - noch dazu an ebenjenem Tag, an dem das Gewaltschutzgesetz in die zweite und dritte Lesung geht.
WENIGER "RITTERLICHE" RICHTER: DEUTLICH MEHR FRAUEN IM KNAST
Als ein weiterer Beleg dafür, dass fast nur Männer "böse" sind, gelten die Kriminalstatistiken. Wie die INVISIBLE MEN bereits berichteten, sitzt man hier allerdings einem Irrtum auf, da Frauen für dieselben Delikte oft leichter bestraft werden als Männer. Jetzt zieht ausgerechnet das stark feministisch geprägte Kanada die Samthandschuhe aus, was Verbrecherinnen angeht - und prompt verdoppelt bis verdreifacht sich deren Anteil im Strafvollzug. Fachleute sagen einen weiteren starken Anstieg voraus. Tom Blackwell berichtet unter http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011023/749701.html
KINDESENTFÜHRERIN BLEIBT UNBESTRAFT
Patricia Pearson berichtet unter http://www.nationalpost.com/search/story.html?f=/stories/20011027/756866.html&qs=Patricia%20Pearson über eine Mutter, die ihre drei Kinder ihrem Vater, ihrer übrigen Familie, Schule und Freunden entriss, sie in den Kofferraum ihres Wagens verbrachte und sich mit ihnen von Kanada nach Mexiko absetzte, um von dort aus nach Panama weiterzureisen. Sie wurde von Interpol gesucht und landete auf der Liste von "America´s Most Wanted". Jetzt wurde sie geschnappt, vor Gericht gestellt - und freigesprochen. Ihre Handlung sei einer "höheren Notwendigkeit" zu verschulden gewesen. Was war diese "höhere Notwendigkeit"? Prügelte oder missbrauchte der zurückgelassene Vater seine Kinder? Mitnichten. Die "höhere Notwendigkeit" war, dass diese Mutter befürchten musste, in einer kurz bevorstehenden Gerichtsverhandlung ihr Sorgerecht an den Vater zu verlieren ...
Brian Carnell äußert sein Unverständnis über diese Gerichtsentscheidung unter http://www.equityfeminism.com/articles/2001/000117.html "Es sieht so aus, als hätte man gerade jeder Mutter, die ihre Kinder entführen möchte, einen Freibrief ausgestellt."
15-JÄHRIGER VON 30-JÄHRIGER VERFÜHRT: 10 JAHRE SPÄTER ZU UNTERHALT VERPFLICHTET
Im Alter von 25 Jahren erfuhr der Klempner John Walker, dass er als Folge einer sexuellen Begegnung als 15jähriger inzwischen einen zehnjährigen Sohn hat, für den er jetzt 55.000 Pfund Unterhalt zahlen soll: http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001384006,00.html sowie http://www.thesun.co.uk/article/0,,2-2001381541,00.html (wobei der SUN-Artikel geringfügig andere Jahreszahlen angibt und weitere groteske Fälle dieser Art aufführt).
VERÄRGERTE SCHEIDUNGSVÄTER DEMONSTRIEREN VOR RICHTERWOHNUNGEN
In England wächst die Zahl der Männer, die vor den Häusern von Richtern Mahnwachen abhalten und gleiche Rechte für beide Elternteile einfordern: http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4287759,00.html
ENGLAND: NEUES GESETZ KRÄFTIGER ANSCHUB FÜR VATERRECHTE?
In Großbritannien wird ein Gesetz diskutiert, das Mütter, die ihren früheren Partner seine Kinder widerrechtlich nicht sehen lassen, mit Geldstrafen oder der Auflage von gemeinnützigen Diensten bedroht. Ähnlich wie in Deutschland gibt es de jure bereits jetzt andere Strafandrohungen und ähnlich wie in Deutschland werden diese bislang de facto nicht umgesetzt: http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4287162,00.html Auch spezieller "Unterricht in Elternschaft" und Wut-Management-Kurse stehen zur Debatte, damit durch die Feindseligkeiten des sorgeberechtigten Elternteils (das kann in Einzelfällen natürlich auch der Vater sein) letztlich keine Schädigungen der Kinder entstehen.
NEUEINSTIEG ERMAKOWA
Angela Ermakowa, die als Mutter von Boris Beckers Tochter von diesem sechs Millionen Mark erhielt, schaffte damit den Sprung auf die von der "Sunday Times" erstellten Liste der bestverdienenden Frauen Großbritanniens. Damit liegt sie zwar immer noch weit hinter beispielsweise Madonna (seit wann ist die eigentlich Britin?) oder Joanna K. Rowling, musste für ihre Millionen aber auch bei weitem nicht so lange arbeiten.
FLIEGT MINISTERIN BERGMANN SCHON IM NOVEMBER?
"Absurde Spekulation" oder geplante Kabinettsumbildung? Vier Minister sollen gehen, darunter auch die Ministerin für Frauen und Familie: http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/politik/.html/artik6.html
WEHRDIENST VERFASSUNGSWIDRIG?
Denjenigen von uns, denen bis zu fast zwei Jahren unserer Jugend gestohlen wurden, hilft es nicht mehr, aber vielleicht kann die junge Generation der Männer endlich auf Gleichberechtigung hoffen: http://www.duesseldorf-today.rp-online.de/news/2001-1031/wehrpflichtp.shtml Wie man an folgendem Artikel hübsch sehen kann, bedeutet für manche Frau Gleichberechtigung noch immer gleiche Rechte, aber keineswegs gleiche Pflichten: http://www.rheinische-post.de/zeitung-2001-10-31/stimme_des_westens/17.shtml Da wird dann zur Not auch schon mal so getan, als ob heute jede 18-Jährige automatisch schwanger wird.
MÄNNERFEINDLICHE REGELUNG GEKIPPT
Bei der Vergabe von Fördergeldern des Landes Nordrhein-Westfalen für Handwerksmeister dürfen Frauen nicht länger pauschal bevorzugt werden. Wie das Oberverwaltungsgericht NRW entschied, darf es unterschiedliche Fristen für einen Antrag auf eine sogeannte Meistergründungsprämie von 20 000 DM nicht geben. Bisher hatten Männer nach ihrer Meisterprüfung höchstens 3 Jahre Zeit, um einen Antrag auf die Hilfe bei der Existenzgründung setllen zu können, Frauen jedoch 5 Jahre.
WARREN FARRELL KÄMPFT WEITER
Hier findet man ein in mehrfacher Hinsicht sehr lesenswertes Feature zu dem internationalen Männerrechtler Nummer Eins, Warren Farrell: http://www.smh.com.au/news/0110/26/national/national23.html Bemerkenswert fand ich persönlich die Erwähnung eines Briefes, den Farrell von seinem 91-jährigen Vater erhielt und in dem dieser seinen Sohn warnt: "Wenn du auf diesem Weg weitermachst, wirst du eines Tages verhungern." Wir leben tatsächlich in der grotesken Situation, in der eine Frauenrechtlerin wie die NOW-Präsidentin Patricia Ireland für ihre 34-Stunden-Woche jährlich 143.252 Dollar verdient, ein Männerrechtler wie Farrell hingegen ausgegrenzt wird und einen drastischen Einbruch in seiner Karriere erleidet ... und das alles dazu groteskerweise dazu führt, dass die Diskussion von der feministischen Propaganda beherrscht wird, der zufolge es Frauen wesentlich schlechter gehe als Männern.
US-FRAUENHÄUSER SEIT 11. SEPTEMBER ZU GROSSEN TEILEN LEER
In einer der letzten Ausgaben berichteten wir darüber, dass mindestens in Teilen der USA die Zahl der beantragten Scheidungen nach den gravierenden Terroranschlägen stark rückläufig war (bzw. ältere Scheidungsanträge zurückgezogen wurden). Offenbar fand eine andere Gewichtung bezüglich dessen statt, was wirklich wichtig war. Dasselbe wird jetzt von Frauenhäusern und Hotlines zu häuslicher Gewalt berichtet. Während sich manche Paare angesichts dieser neuen Krise hoffentlich ernsthaft zusammenraufen, kehren viele Frauen aber auch zu gewalttätigen Misshandlern zurück: http://www.naplesnews.com/01/10/florida/d658119a.htm
SCHEMA FÜR HÄUSLICHE GEWALT GEGEN MÄNNER
Hier habe ich ein faszinierendes Schema bezüglich häuslicher Gewalt gegen Männer gefunden: http://www.suite101.com/mypage.cfm/opensesame/14780 Es gibt meines Erachtens nur zwei Probleme, es in unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit einzubinden. Erstens ist es in Englisch, was noch zu verkraften wäre. Zweitens aber definiert es häusliche Gewalt so weit, wie es im umgekehrten Fall die feministische Hysterikerinnen-Fraktion von Constanze Elsner über BIG bis zu Ministerin Bergmann tut. "Withholding sex", "criticising sexual performance", "foul language", "threatening to leave" oder "neglecting emotional needs": alles Beispiele häuslicher Gewalt? Früher waren das mal Symptome von ganz normalen Beziehungskonflikten. Aber wenn man da ein bisschen kürzt, hätte man eine hübsche Arbeitsgrundlage.
SCREENING-SOFTWARE ÜBERFÜHRT SEXUALSTRAFTÄTER
Ein texanischer Richter hat eine spezielle Software entwickelt, mit der Sexualtäter davon abgehalten werden sollen, sich pornographische Seiten aus dem Internet anzusehen. Drei auf Bewährung entlassene Sexualtäter landeten wieder im Knast, nachdem sie es wagten, sich entgegen seiner Anordnung Pornos anzusehen: http://news.excite.com/news/r/011019/08/odd-pornography-dc Naja gut, solange er nicht alle steinigen lässt, die die Bibel lesen ...
MÄNNER VON US-RICHTER ZUM TRAGEN VON FRAUENKLEIDERN VERURTEILT
Äußert sich Milzbrand bei Juristen möglicherweise, indem sie etwas wunderlich werden? Lest den Artikel unter http://www.dispatch.com/news-story.php?story=dispatch/news/news01/oct01/909257.html Vermutlich verurteilen sie als nächstes eine Frau zum Tragen von Männerklamotten und nennen das dann Gleichheit vor dem Gesetz.
GESCHÄFTE VERSORGEN SICH MIT WEIHNACHTSFRAU-KOSTÜMEN, UM SICH VOR KLAGEN WEGEN SEXUELLER DISKRIMINIERUNG ZU SCHÜTZEN
Manche Ereignisse aus der aktuellen Geschlechterdebatte klingen so, als stammten sie direkt aus einem Satireblatt der Männerbewegung. Letztes Jahr um die Vorweihnachtszeit sorgte eine feministische Kulturwissenschaftlerin für Schlagzeilen, die in vier Jahren Arbeit herausgefunden hatte, dass Schneemänner "sexistisch und kapitalistisch" seien. Dieses Jahr besteht der Weihnachtsmann auf einem weiblichen Gegenstück, um den Anti-Sexismus-Gesetzen der Europäischen Union zu entsprechen: http://www.ananova.com/business/story/sm_431696.html
FEMINISTISCHER HORRORFILM STARTET IN DEN USA
Mit freundlichem Gruß an Birte: "Ginger Snaps" scheint ein durchaus faszinierender Streifen zu sein und wurde möglicherweise durch eine "Buffy"-Folge inspiriert: http://www.salon.com/ent/movies/review/2001/10/26/ginger_snaps/index.html
Sein zentrales Ereignis findet statt, als die Titelheldin ihre Periode bekommt und augenblicklich von einem Werwolf angegriffen wird. (Fragt mich nicht, ich tippe das Zeug nur.)
FPÖ-FRAUENINITIATIVE GEGEN DEN FEMINISMUS
Dass die erste Partei, die sich dezidiert gegen den Feminismus ausspricht, ausgerechnet die rechtsgerichtete Haider-Partei Österreichs ist, macht den politischen Kampf vermutlich auch nicht einfacher: http://www2.kurier.at/pages/html/anwendung/k_content.php3?xmlval_PARENT_KEY[]=0489&xmlval_ID_KEY[]=0490&mdoc_id=3015047&content=main
17-JÄHRIGE VERKLAGT VATER AUF COMPUTER UND TENNISSCHLÄGER - UND GEWINNT
Lest die komplette Story unter http://www.thescotsman.co.uk/index.cfm?id=118017 Fast überflüssig zu erwähnen, dass der Vater über den gesamten Artikel hinweg als kalt und herzlos gezeichnet wird und er mit seiner eigenen Sicht des Konfliktes gar nicht erst zu Wort kommt. Aber wozu auch: So eine süüüüße Siebzehnjährige und so ein geiziger, hartherziger Vater, wo werden da die Sympathien der Leserschaft wohl liegen?
MEINUNG:
--------
"ES IST NIEMALS VATERTAG"
"Scheidungsväter bekommen keine gute Presse", befindet der britische Observer unter http://www.observer.co.uk/review/story/0,6903,577584,00.html "Wenn eine Ehe scheitert, wird grundsätzlich der Mann zum Schuldigen erklärt, während geschiedene oder getrennt lebende Frauen als Schutzheilige unseres Zeitalters gelten." Mit der Wirklichkeit habe diese Ideologie jedoch nichts mehr zu tun.
SCHEIDUNGSOPFER MANN
Ein paar aufschlussreiche Informationen hierzu findet man unter http://www.facts.ch/stories/0026_ges_scheidung.htm
"VORWÄRTS MÄNNER, ES GEHT ZURÜCK!"
Brigitte Werneburg leitet das Kultur-Ressort der "tageszeitung" (taz) und erklärt für Amazon in Buchrezensionen wie der folgenden, warum Männer "Monstren" sind und was sie "zu Menschen" machen könnte: http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/feature/-/124266/ref%3Dbr%5Fcp%5F119%5Fle%5F1%5F8/028-7818635-5037339
MULTIKULTI GEGEN FEMINISMUS
Ausgehend von der etwas albernen Behauptung einiger Feministinnen, den Frauen in der westlichen Gesellschaft gehe es letztlich ebenso schlecht wie den Frauen unter der Herrschaft der Taliban, analysiert Cathy Young, wie in den letzten Jahren mit dem Feminismus auf der einen und dem Multikulturalismus auf der anderen Seite zwei zentrale Glaubenssätze der Linken aufeinander prallen: http://reason.com/cy/cy101801.html
WELT OHNE FRAUEN
Unsere Leserin Birte, die sich meiner Kenntnis nach weit eher als Feministin denn als Maskulistin versteht (wir haben sehr unterschiedliche Leser), verweist auf einen Artikel aus der New York Times: http://www.nytimes.com/2001/11/04/weekinreview/04CROS.html?ex=1005965815&ei=1&en=420e3a2841926b04 Der Autorin zufolge ist eine wichtige Ursache dafür, dass es manchen Ländern wirtschaftlich besser als anderen geht, eine stärkere Einbeziehung der Frau in gesellschaftliche Prozesse.
"GLEICHBERECHTIGUNG IST KEIN KRIEGSZIEL IN AFGHANISTAN!"
Die kritische Feministin Wendy McElroy warnt in ihrem aktuellen Kommentar allerdings mit Nachdruck davor, den Krieg gegen Afghanistan mit Forderungen nach der Gleichberechtigung der afghanischen Frauen zu verbinden (wie das ja auch in Deutschland von Roth bis Schwarzer gerne gemacht wird). Das Ergebnis wäre McElroys Einschätzung nach ein Krieg ohne Ende: http://www.foxnews.com/story/0,2933,37564,00.html
"FRAUEN AN DER FRONT VON AMERIKAS NEUEM KRIEG"
Die Feministin Caryl Rivers beklagte sich darüber, dass das weibliche Geschlecht im Krieg der USA mit dem Terrorismus keinen geschützten Status mehr besitzen und Frauen jetzt genau so leicht zu den Opfern zählen können wie Männer. Brian Carnell nimmt kritisch dazu Stellung unter http://www.equityfeminism.com/articles/2001/000116.html
"FRAUENMINISTERIN BERGMANN SPULT URALTE GESCHLECHTERKLISCHEES AB"
Der Männer-Aktivist Alexander Bentheim äußert sich im Interview mit der Wochenzeitung "Freitag": http://www.freitag.de/2001/44/01441802.php
FEMINISTISCHE MYTHEN WIDERLEGT
Glenn Sacks weist darauf hin, dass so einiges, was in Unterrichtsmaterialien zu Frauenstudien als Tatsache behauptet wird, der Ideologie und nicht der Wissenschaft entstammt: http://www.glennjsacks.com/popular_womens_studies.htm
"PROPAGANDA STATT FAKTEN"
Es gibt eine ganze Anzahl von Institutionen, die das Thema Häusliche Gewalt zum Aufhänger nehmen, um Männerhass zu predigen - von Journalisten bis zu Zigarettenfirmen wie Philip Morris. Das behauptet Paul Craig Roberts unter http://www.townhall.com/columnists/paulcraigroberts/pcr20011018.shtml
PARTEILICHKEIT GEGEN MÄNNER KEINE HILFE BEI BEKÄMPFUNG HÄUSLICHER GEWALT
Lisa Scott, eine auf Familienrecht und häusliche Gewalt spezialisierte Anwältin, stellt in der Seattle Times fest, dass männliche Opfer von häuslicher Gewalt in einem System, das nur Frauen als Opfer anerkennt, lächerlich gemacht und ignoriert werden. "Wenn Frauen die Prügler sind, lässt man sie meistens laufen. Aktuelle Fälle, mit denen ich persönliche Erfahrungen gemacht habe, betreffen Männer, die von ihren Partnerinnen geboxt, geschlagen, gewürgt oder mit Waffen bedroht worden sind. Obwohl sie sich an die Polizei wendeten, WURDE GEGEN KEINE DIESER FRAUEN ANKLAGE ERHOBEN." (Mist, meine Shift-Taste klemmt schon wieder ...) Lest´s halt selber unter http://seattletimes.nwsource.com/html/editorialsopinion/134357939_scott24.html Der Artikel hat ebenfalls einiges über feministische Statistiken zu sagen, die zigfach widerlegt und nichtsdestotrotz gebetsmühlenhaft immer wieder neu verbreitet werden.
"WIR LEBEN SCHON LÄNGST IM MATRIARCHAT"
Das hier ist ein interessanter historischer Artikel: Im Jahr 1970, während des Beginns und dem furiosen ersten Höhepunkt der Frauenbewegung, behauptet Murray Rothbard, dass in unserer Gesellschaft längst schon die Frauen herrschten und nicht etwa die Männer: http://www.lewrockwell.com/rothbard/rothbard4.html Von der ersten Frage an - "Wenn die Frauenunterdrückung so allgegenwärtig ist, warum präsentiert dann die Flut von Buchveröffentlichungen nur die feministische Position und kein einziges Werk die Gegenseite?" – ist dies ein sehr lesenswerter, provokativer und überzeugender Artikel. Auch die These, dass Valerie Solanas Fascho-Thesen ohnehin keine einzige Feministin ernst genommen habe, wird von diesem Zeitzeugen korrigiert.
"FEMINISMUS SCHADET DEN FRAUEN"
30 Jahre später: Rebecca Rubin kommt im "Harvard Crimson" der Elite-Universität Harvard zu dem Schluss, dass der Feminismus dieselben Untugenden weiterführt, die er beklagt, und Frauen mehr schadet als nützt: http://news.excite.com/news/uw/011016/university-84 Jetzt, da Frauen gleichberechtigt, wenn nicht gar bevorrechtet seien und es keine Sache mehr gebe, für die es sich zu kämpfen lohne, stelle der Feminismus nichts weiter als eine Ideologie des Selbstmitleides dar. Kritiker wenden ein, dass Rubin weniger fundamentalistische Seitenströmungen des Feminismus, etwa den "individual feminism" übersehe.
WANN SIND KINDSTÖTUNGEN VERTRETBAR?
Das hier ist ein starker Artikel, wenn ich auch fürchte, dass er die meisten von euch nicht sonderlich ansprechen wird: Man braucht ein gewisses Hintergrundwissen über die wichtigsten Vertreterinnen des US-amerikanischen Feminismus und einiges an Zeit, um sich überhaupt erst einzulesen. Der Beitrag beginnt mit einer Kritik der Texte von Naomi Wolf und führt schließlich zu der Frage, ob nicht nur die Tötungen ungeborenen Lebens, sondern auch von Neugeborenen ethisch statthaft sind. Einige Feministinnen scheinen auch hier fragwürdige Einstellungen zu hegen: http://www.weeklystandard.com/Content/Public/Articles/000/000/000/410yyjvl.asp
GEFÄHRLICHE FREUNDIN
Das Internet-Männermagazin Askmen.com antwortet in seiner Ratgeber-Ecke ausführlich auf die Anfrage eines Lesers, woran man psychopathische Frauen erkennt und wie man sich im Ernstfall schützen kann: http://www.askmen.com/dating/curtsmith/54_dating_advice.html Der erste erteilte Ratschlag ist, dass obwohl unsere Medien fast ausschließlich Männer als Bedrohung und Frauen als sanft und freundlich zeichnen, Frauen in erster Linie Menschen sind und damit genauso grausam, selbstsüchtig und bösartig sein können wie jeder Mann. (Als Film- und Medienwissenschaftler finde ich die enorme Diskrepanz zwischen dem Medienbild der Geschlechterbeziehungen und dem wahren Leben immer wieder ein Faszinosum. Wenn einmal ein Kinofilm wie "Eine verhängnisvolle Affäre" ausnahmsweise eine psychotische Frau zum Thema hat, wird er von feministisch geprägten Rezensenten prompt als "reaktionär" in die Pfanne gehauen.)
ZITATE:
-----
"Wenn du willst, dass etwas gesagt wird, dann frage einen Mann. Wenn du willst, dass etwas getan wird, dann frage eine Frau."
Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Heilbronn
"Schoene Tage wuenscht der Verlag mit der Fliege, der Ihre Aufmerksamkeit auf zwei Geistertage lenken moechte: Halloween am 31.10. und, nun ja, Weltmaennertag am 2.11."
Abschiedsgruß des letzten Eichborn-Newsletters
TV: MÄNNERMÖRDERINNEN TRETEN EINANDER AUF DIE FÜSSE
---
Am Mittwoch, dem 7. November um 20:15 Uhr strahlte die ARD "Die Häupter meiner Lieben" aus, eine Krimikomödie mit Heike Makatsch und Christiane Paul. Ich konnte den Film leider selbst nicht sehen, aber hier ist die Kurz-Zusammenfassung meiner Programmzeitschrift: "Maja und Cora, Freundinnen seit dem 16. Lebensjahr, verüben zunächst Mädchenstreiche, gehen dann zu kleineren Gehässigkeiten über - und werden schließlich zu Mörderinnen. Ihre Taten begehen sie stets ungeplant und improvisiert. Opfer sind immer die Männer, mit denen sie sich zeitweise gut unterhalten und bestens amüsiert haben. Aber irgendwann werden ihnen die Kerle einfach lästig ..." Wie die Hamburger Morgenpost unter http://www.mopo.de/seiten/20011107/nachrichten-artikel13.html berichtet, scheinen die Männer in diesem Film allesamt entweder "Säufer" oder "Vergewaltiger" oder einfach nur "sexgeil" zu sein, womit sie die Frauengewalt selbstverständlich verdient haben, während die Frauen "vor prachtvollen Naturaufnahmen" und natürlich höchst "amüsant" ihre Morde begehen. Laut meiner Fernsehzeitung aus der Vorwoche war ursprünglich für exakt denselben Zeitpunkt von RTL „Jetzt bringen wir unsere Männer um“ (mit Xenia Seeberg) geplant, musste aber offenbar weichen, weil sich die Frauen-töten-Männer-Komödien gegenseitig in die Quere kamen. (Stattdessen läuft jetzt auf diesem Programmplatz "Hässliche Vaterliebe ... und ihre Lippen schweigen".) Bin gespannt, wann es die ersten "Krimikomödien" gibt, in denen sympathische junge Männer reihenweise Frauen umbringen oder Deutsche Ausländer oder worüber man sich sonst noch alles so herrlich amüsieren kann.
MEDIAWATCH:
----------
Cover der aktuellen "Emma": In roten Lettern das Wort TERROR, darunter in gelben Lettern: MÄNNER, MÄNNER, MÄNNER. Hier hat Joachim es für uns eingescannt: http://www.zukunft-der-familie.de/Parallelwelten.html
Aktuell in der neuen FUNK UHR ... sorry, das IST nun mal meine Fernsehzeitung, und gerade das triviale Zeug sagt viel aus ... ein Artikel überschrieben mit: "Jetzt kommt das Jahrzehnt der Frauen" (Im Gegensatz zu wann?) "Die Welt von morgen ist weiblich. Job, Familie, Freizeit, Kultur - überall herrscht Damenwahl! Eine sanfte Revolution." Denn: "Frau sein heißt frei sein." Weil Frauen in Zukunft alle zwei bis drei Jahre den Job wechseln werden. Dieses Rumgespringe hindere aber keineswegs am beruflichen Aufstieg, es gilt nämlich auch: "Frau sein heißt Chef sein." Damit das gelingt, gibt die FUNK UHR mehrere tolle Ratschläge. Zum Beispiel: "Achten Sie bei der Wahl Ihres Arbeitsplatzes darauf, dass dort bereits möglichst viele Frauen arbeiten - solchen Unternehmen gehört die Zukunft." Also doch lieber Friseuse als Informatikerin? Nix mehr mit "Männerdomänen knacken"? Fasziniert lesen wir weiter: "Frau sein heißt ungebunden sein. Moderne Frauen gehen immer öfter Beziehungen ein, die nur ein paar Monate halten. Grund: Wer ständig Wohnort und Job wechselt, kann sich nur schwer an einen einzigen Mann binden." Hm, als uns Männern dieselbe Neigung unterstellt wurde, galt das noch als Beweis für mangelnde Reife und für Beziehungsunfähigkeit. Ich find das klasse. Sobald eine Frau was doofes macht, ist es sofort supi. Kein Wunder, denn Frau sein heißt auch "fit sein" und "aufregend sein" und was weiß ich nicht noch alles. Behauptet zumindest die FUNK-UHR-Autorin Annette Kaiser. Und die muss es ja wissen.
ZUR DOKUMENTATION 1:
------------
Vaeternotruf.de machte in einem seiner letzten Newsletter auf einen Artikel aus der "Zeitschrift für Sexualforschung" Ausgabe 14/2001, Seiten 214-225, aufmerksam:
--- Geschlechtsstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als "sexueller Missbrauch". Eine experimentelle Studie
Übersicht: 670 Jugendliche und junge Erwachsene beurteilten fiktive Szenen, in denen eine Interaktion eines Erwachsenen mit einem Kind oder einer abhängigen Person (Schüler/Schülerin, Patient/Patientin, Sohn/Tochter, Neffe/Nichte usw.) geschildert wird, unter dem Gesichtspunkt, ob die Handlung/Annäherung einen "sexuellen Missbrauch" darstellt. In der Hälfte der Szenen sind Männer Akteure und Mädchen Adressaten der Kontakte, in der anderen Hälfte sind Frauen Akteure und Jungen Adressaten. Die Mann-Mädchen-Szenen werden sehr viel häufiger als Missbrauch wahrgenommen als die Frau-Junge-Szenen, das heißt, in der Beurteilung der Probanden werden Männer häufiger als Frauen zu Tätern, Mädchen häufiger als Jungen zu Opfern. Die Ergebnisse werden nach Szenen (Art der Handlung/Annäherung) und nach dem Geschlecht der Befragten differenziert und die Implikationen der Befunde für die Missbrauchsdebatte diskutiert. ---
Diese Studie bestätigt Ergebnisse aus vorausgegangenen Untersuchungen. Die Zeitschrift für Sexualforschung erscheint im Georg-Ihieme-Verlag, Stuttgart/New York, ISSN 0932-8114.
ZUR DOKUMENTATION 2:
---------------
Die folgende Pressemitteilung der Firma humatrix ist eigentlich so etwas wie unbezahlte Werbung für ihr Produkt. Allerdings ist dieses Produkt für die Männer-/Väterbewegung momentan so zentral, dass ich sie trotzdem im Original wiedergeben möchte.
--- PRESSEINFORMATION
datum: 29. Oktober 2001
Premiere: DNA-Vaterschaftstest jetzt auch in der Apotheke erhältlich
Kölner Apotheken haben schon die ersten Testkits im Sortiment
Schwangerschaftstests kann man in der Apotheke schon seit längerem kaufen. Der "B-Test" ist im Volksmund mittlerweile zu einem Markenbegriff für ein rezeptfreies Apothekenprodukt zur schnellen und frühzeitigen Überprüfung einer Mutterschaft geworden. Der Vertrieb über das bundesweite Netz der Apotheken hat sich bewährt und der Schwangerschaftstest stellt eine feste Größe in der breiten Produktpalette der Apotheken dar.
Seit Mitte Oktober ist nun ein ebenso leicht benutzbares Test-Produkt in der Apotheke zu erhalten, das gleichen Marken- und Stellenwert bei den Apothekenkunden erreichen kann - der humatrix-Vaterschaftstest. Unter dem Motto "Mein, ... oder nicht mein?" werden zunächst im Großraum Köln, in handlichen Päckchen verpackte Testkits zur zweifelsfreien Überprüfung einer Vaterschaft über Apotheken direkt angeboten. Rund 300 Apotheken und mehr als 400 Ärzten aus der Region wurde im Vorfeld das neue humatrix-Dienstleistungsprodukt vorgestellt.
Bei dem humatrix-Vaterschaftstest handelt es sich um ein auf der DNA-Analyse beruhendes Verfahren, das innerhalb von 72 Stunden einfach, bequem, günstig und absolut zuverlässig letzte Gewissheit über die eigene Nachkommenschaft gewährleistet. Der humatrix-Vaterschaftstest, den das Frankfurter Biotech-Unternehmen schon seit einigen Monaten mit wachsendem Erfolg auch per Internet anbietet, wird dabei nicht nur von der männlichen Kundschaft nachgefragt. Neben der Londoner Abstellkammer-Affäre eines ehemaligen deutschen Spitzensportlers vergeht kaum eine Woche, in der die Medien nicht Fälle veröffentlichen, bei denen auch Mütter die entscheidende Frage "Wer ist der Vater?" schlüssig beantwortet haben wollen. "Gleich nachdem unsere Vaterschaftstests auf den Markt kamen, haben sich Dutzende Väter und Mütter bei uns gemeldet, um die Abstammung ihrer Kinder genetisch testen zu lassen", berichtet Michael Ruiss, Vorstandsvorsitzender der humatrix AG.
Die humatrix AG ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Analyse der menschlichen DNA spezialisiert hat und kostengünstig die hochpräzise Analyse und Bestimmung gerichtlich verwertbarer und privater Vaterschaftstests durchführt. Die Zuverlässigkeit des DNA-Vaterschaftstest-Gutachtens liegt dabei, dank neuester biochemischer Methoden und Technologien in der Regel über 99,9999 Prozent.
Das jetzt auch in der Apotheke erhältliche humatrix-Vaterschaftstest-Kit enthält vier Reagenzgläser mit dazugehörigen Wattestäbchen und eine Gebrauchsanweisung. Unter der Produktbezeichnung
VATERSCHAFTSTEST/DNA-GUTACHTEN wird das Vaterschaftstest-Kit zu einem Einzelpreis von € 20.- / DM 39,90 inkl. MwSt. in der Apotheke abgegeben. Die anschließende umfangreiche Analyse bei der humatrix AG kostet ab 741.- Euro / 1450.- DM. ---
ZUR DOKUMENTATION 3:
---------
FRAUEN BIETEN SICH AN ZUR LÖSUNG DES AFGHANISTAN-KONFLIKTS
Den folgenden möglicherweise etwas sarkastisch gemeinten Vorschlag fand ich neulich in einem US-amerikanischen Frauenforum und zu pointiert, um ihn zu ignorieren:
--- Take all American women who are within five years of menopause - train us for a few weeks, outfit us with automatic weapons, grenades, gas masks, moisturizer with SPF15, Prozac, hormones, chocolate, and canned tuna - drop us (parachuted, preferably) across the landscape of Afghanistan, and let us do what comes naturally.
Think about it. Our anger quotient alone, even when doing standard stuff like grocery shopping and paying bills, is formidable enough to make even armed men in turbans tremble. We've had our children, we would gladly suffer or die to protect them and their future. We'd like to get away from our husbands, if they haven't left already. And for those of us who are single, the prospect of finding a good man with whom to share life is about as likely as being struck by lightning. We have nothing to lose.
We've survived the water diet, the protein diet, the carbohydrate diet, and the grapefruit diet in gyms and saunas across America and never lost a pound. We can easily survive months in the hostile terrain of Afghanistan with no food at all!
We've spent years tracking down our husbands or lovers in bars, hardware stores, or sporting events...finding bin Laden in some cave will be no problem. Uniting all the warring tribes of Afghanistan in a new government? Oh, please ... we've planned the seating arrangements for in-laws and extended families at Thanksgiving dinners for years ... we understand tribal warfare.
Between us, we've divorced enough husbands to know every trick there is for how they hide, launder, or cover up bank accounts and money sources. We know how to find that money and we know how to seize it ... with or without the government's help! Let us go and fight. The Taliban hates women. Imagine their terror as we crawl like ants with hot-flashes over their godforsaken terrain. ---
Na, das war doch wieder ein nettes zine, oder? Wir haben begonnen mit der Männerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft und endeten mit der Forderung, Frauen über Afghanistan abzuwerfen. (Ja, so sind wir.) Als Stargäste hatten wir kapitalistische Schneemänner, eine Kannibalin, menstruierende Werwölfinnen, Weihnachtsfrauen, künstliches Sperma, ein separatistisches Hallenbad und Richter mit einer merkwürdigen Vorliebe für Transvestismus. Fehlt eigentlich nur noch die Maus und die Elefantin. Wie mag das nur weitergehen ..?
Lieber Gruß euch allen
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 20
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zwanzigsten Ausgabe des
INVISIBLE-MEN-e-zines!
Inzwischen wurde die erste Phase des Marketings für "Sind Frauen bessere
Menschen?" durchgeführt; die Reaktionen darauf fielen sehr unterschiedlich
aus. Sie schwankten zwischen euphorisch ("Endlich hat
sich mal jemand eines Themas angenommen, das auch mir unter den Nägeln
brennt!"), wohlwollend-neutral ("Das hört sich ja sehr spannend an.") und
eher missbilligend ("Lass mich gefälligst in Frieden mit deinem
Schwachsinn!") Was mich besonders freut, ist, dass es auch von weiblicher
Seite spontane positive Rückmeldungen gab, unter anderem von
www.forumfrau.de. Dankenswerterweise wurde meine Buchvorstellung sowohl in
den Männerrundbrief und die Väternews von Peter Thiel als auch von Gerhard
Hanekamp auf die gabnet-Website übernommen.
Von den Mails, die mich von meinen Erstlesern erreicht haben, möchte ich
gerne drei auszugsweise zitieren. Holger B. (nicht der Holger aus den Foren)
urteilt folgendermaßen: "Garantiert wirst Du, sollte man dich nicht
ignorieren, starke Probleme mit einigen Mitgliedern unserer ach so
meinungsfreien Gesellschaft bekommen. Meiner Meinung nach landest Du in
einer Ecke mit Finkelstein. Normalerweise MUSS dieses Buch Debatten
auslösen! Ganz prima finde ich, dass Du auf alles Spekulieren und Behaupten
verzichtet hast. Das Quellenverzeichnis ist optimal eingesetzt und
durchdacht. ... Alles in Allem: Ich bereue diese 30,- Märker nicht! Bin
selten so gut weitergebildet und gleichzeitig gut unterhalten worden!"
(Holger hat das Buch schon im Sommer vorbestellt, als der Preis noch falsch
ausgezeichnet war.) Der Poster goprojekt aus Jörgs Forum imitiert
Reich-Ranicki: "ein grosses buch, ein gewichtiges buch dieses `sind frauen
die besseren menschen?´, ach, was soll ich sagen ein durch und durch
notwendiges buch ... als ich es bei meiner buchhändlerin, so der
feministisch-literarische typ, kaufte, musste diese schlicht lachen. wenn
ich aber der kleinen feldstudie in meinem office vertrauen kann, dann wird
dieses lachen nicht helfen. ständig wird dieses buch von meinem schreibtisch
entwendet und ich habe mühe, buch und leser wieder von einander zu trennen.
;-)) glückwunsch zum gefundenen stil und der unerhörten lauterkeit in der
darstellung." Und Conny, Leiterin einer Sozialstation in Essen, schreibt mir
: "Letztlich möchte ich Dir spätestens hier den guten Rat geben: Richte Dir
eine Briefkastenadresse ein und verlasse das Land inkognito! Setz Dir die
Sonnenbrille auf und lass Dir Tipps von Salman Rushdie geben. Mehr kann ich
dazu nicht sagen. ... Irgendwie bin ich Dir zu Dank verpflichtet. Irgendwann
habe ich mich von diesem (feministischen) Gejohle zurückgezogen, wußte aber
nie genau warum. Ich, als fortschrittlich denkende, das Böse dieser Welt
bekämpfende Frau kam mir wie eine Kollaborateurin vor. Und jetzt öffnest Du
mir die Augen und bringst mir Zusammenhänge näher, an die ich noch NIE im
Traum gedacht habe." Die Grundtendenz scheint mir zu sein: "Hübsches Buch,
aber gesund ist das nicht."
Eine Bestellmöglichkeit gibt es immer noch unter
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896023829/qid%3D1004467785/028-7818635-5037339
Dort wird mein Buch inzwischen sogar als lieferbar gelistet. Diejenigen von
euch, denen schon eine kurze Rezension in den Fingern juckt, können jetzt
also endlich loslegen. Für mich bestünde der Vorteil dabei natürlich in
Werbung für mein Buch, die über den Kreis von uns "Insidern" hinausgeht, für
euch darin, so dem Buchmarkt endlich signalisieren zu können, dass entgegen
allen Unkenrufen auch an männerfreundlichen Titeln Leserinteresse besteht.
Und ihr würdet dafür sorgen, dass die von mir zusammengetragenen
Informationen mehr Menschen zugänglich werden. Herzlichen Dank!
Genug damit. Einige von euch werden vielleicht schon befürchten, dass ich
jetzt gar kein anderes Thema mehr habe als meine Neuerscheinung. Mitnichten.
Weiter unten in diesem zine findet sich sogar meine Rezension zu einem
lesenswerten Buch, das von einer Feministin verfasst wurde, und es handelt
sich dabei um die vermutlich längste Buchkritik, die ich je geschrieben
habe.
Ansonsten war diese Woche für viele Männerrechtler insofern unerquicklich,
als am 8. November das sogenannte Gewaltschutzgesetz verabschiedet wurde.
Irgendjemand muss noch wenige Tage vorher zu einer Mailingaktion an die
Medien aufgerufen haben, mit der die Forderung verbunden war, die
Berichterstattung wenigstens ein bisschen weniger einseitig zu handhaben.
Dem erkennbar genervten Webmaster der "Frankfurter Rundschau" zufolge
beteiligten sich daran ungefähr 30 Personen, und unsere Stimmen wurden zur
Kenntnis genommen. Ob es etwas bringen wird, kann natürlich kein Mensch
vorhersagen.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen
lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem
von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die
bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter
http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
PROFESSOR BOCK: GEWALTSCHUTZGESETZ SCHADET MÄNNLICHEN GEWALTOPFERN
http://www.suedwest-presse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20011112ul_swp_poli0003.htm
MÖRDERIN IHRES EHEMANNES MIT PREIS GEGEN HÄUSLICHE GEWALT AUSGEZEICHNET
Kiranjit Ahluwalia kam lebenslänglich hinter Gitter, weil sie ihren
gewalttätigen Mann auf grausame Weise umbrachte, statt sich an die Polizei
zu wenden. Jetzt erhielt sie den "Domestic Violence Award", weil sie damit
ein Tabu gebrochen habe und wird als Vorbild für die nächste Generation
gewürdigt: http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1651000/1651234.stm
ENGLAND: MÄNNERGEFÄNGNISSE GELEERT, UM PLATZ FÜR FRAUEN ZU SCHAFFEN
Grund ist ein immenser Anstieg der Zahl weiblicher Häftlinge, Die meisten
wurden wegen Verbrechen in Verbindung mit Gewalt oder Drogen verurteilt:
http://news.independent.co.uk/uk/this_britain/story.jsp?story=104176
MÄNNERRECHTLER BEKÄMPFEN UMWANDLUNG VON VATERTAG IN "TAG DER SCHANDE"
Die Rechtsanwältin, die diesen kuriosen Vorschlag machte (wie im letzten
zine berichtet), hat mittlerweile einigen Stress an der Backe:
http://www.nzherald.co.nz/storydisplay.cfm?storyID=224824
FÄLSCHLICH DER VERGEWALTIGUNG BESCHULDIGTER ERHÄLT 150.000 DOLLAR
ENTSCHÄDIGUNG
KNEIPENBESUCHE FÖRDERN DIE GESUNDHEIT
Das wollt ihr doch hören: http://news.excite.com/news/r/011108/07/odd-men-dc
MÄNNLICHER GEHALTSVORSPRUNG MAL WIEDER WIDERLEGT
Wir haben diese Situation seit etlichen Jahren: Feministische Texte
behaupten, Männer werden besser bezahlt als Frauen, diese Annahme wird in
Artikeln und Analysen widerlegt, aber sie erscheint unverdrossen in immer
neuen Verlautbarungen. Hier zerpflückt erfeulicherweise eine weibliche
Autorin in einer Universitäts-Zeitung den populären Irrtum von der
frauenfeindlichen Gehaltszuteilung:
http://news.excite.com/news/uw/011106/university-280
KEIN RÜCKGANG DER US-SCHEIDUNGSRATE NACH TERRORANSCHLÄGEN
Nachdem unser zine zu den Medien gehörte, die diese Meldung verbreitet
hatten, hier die Korrektur:
http://www.divorcemagazine.com/news/terrordivorce.shtml
MEINUNG:
-----
"FRAUEN GLEICHER ALS MÄNNER IN NORDIRLAND-PLAN"
http://www.ireland.com/newspaper/opinion/2001/1112/opt1.htm
BUCHVORSTELLUNG:
---
MARTINA SCHÄFER:
DIE WOLFSFRAU IM SCHAFSPELZ. AUTORITÄRE STRUKTUREN IN DER FRAUENBEWEGUNG
Der Untertitel dieser Neuerscheinung klingt verheißungsvoll - handelt es
sich dabei doch um ein Tabuthema, an das trotz seiner Offensichtlichkeit
bislang nur wenige heranwagten. Allerdings, so erfahren wir durch den
Klappentext, geht es hier nicht um die Frauenbewegung als Gesamtheit (die
autoritären Strukturen, die etwa von Christine Bergmann oder Alice Schwarzer
gestützt werden, bleiben also außen vor), sondern um ihren
(pseudo-)religiösen Überbau: die Wolfsfrauen- und Matriarchatsliteratur.
Martina Schäfer, die selbst seit Jahrzehnten in der feministischen Bewegung
aktiv ist, stellt fest, dass den meisten Titeln zufolge nicht nur "die Frau
von Natur aus der bessere Mensch" sei. "Einige davon rechtfertigen sogar
Gewalt und Menschenverachtung - wenn sie denn von Frauen ausgehen. Nicht
zuletzt beziehen sich manche von ihnen auf zweifelhafte Autoren aus der Zeit
des Nationalsozialismus oder arbeiten mit Methoden, die an die Praktiken von
Sekten erinnern." Soweit der Klappentext.
Das Buch selbst löst den Anspruch ein, all diese bedenklichen Elemente
überzeugend darzustellen. Um es vollständig genießen zu können, sollte man
allerdings ein Mindestmaß an Vorwissen und Interesse an jenem Zweig der
Frauenbewegung haben, der eine seltsame Mischung aus Urgeschichtsforschung,
Mythologie und kultischer Spiritualität darstellt. Ein Glossar erklärt zwar
freundlicherweise solche Begriffe wie "Siedlungsarchäologie",
"Trichterbecherkultur" und "Linearbandkeramik", aber wie man schon erahnt,
ist diese kritische Auseinandersetzung mit einem für die meisten eher
obskuren Beschäftigungsgebiet nicht die ideale Einführungsliteratur. Wie die
allermeisten Texte kann man aber auch diesen unter literatur- bzw.
medienwissenschaftlichem Blickwinkel studieren - und wird mit etwas
Hintergrundwissen zudem entdecken, dass vieles, was für diesen Aspekt der
Frauenbewegung gilt, auch auf andere zutrifft.
"Beinahe jede der gegenwärtigen politischen Partien oder Bewegungen", so
führt Martina Schäfer aus, "hat sich im Laufe ihres Bestehens einmal mit der
eigenen Stellung zu und möglicherweise sogar der Herkunft ihrer Ideen aus
autoritärem und rassistischem Gedankengut früherer Zeiten auseinander setzen
müssen. Einzig die Frauenbewegung scheint bis heute von diesen Vorwürfen
verschont geblieben zu sein." Doch würden deren "autoritäre, rassistische,
antisemitische und chauvinistische Elemente", sowie "extrem
menschenverachtende Bilder und Gedanken" lediglich ignoriert. "Zumindest was
die Forderung nach Eigenreflexion und kritischer Aufarbeitung der eigenen
Standpunkte betrifft", seien die Ansprüche der Frauenbewegung an der
Frauenbewegung selbst spurlos vorübergegangen. "Wir Frauen haben übersehen,
dass wir nicht von einem anderen Stern jungfräulich in diese verdorbene Welt
gepurzelt sind, sondern dass wir selbst Teil und Inhalt des Systems sind."
Offenkundig setzt sich mit Martina Schäfer nach Julia Kristeva, Doris
Lessing und anderen prominenten Feministinnen der momentane Massenexodus aus
dem feministischen Wir-guten-Frauen-gegen-diese-bösen-Männer-Dogma fort. Und
Schäfer wundert sich, warum sie so lange gebraucht hat, um bestimmte
Fehlentwicklungen zu erkennen: "Warum haben wir frauenbewegten Frauen dies
in all den Jahren nicht bemerkt? Es ist jene Frage, die man an totalitäre
Systeme gleich welcher Art stellen muss: Merkt denn niemand, was hier los
ist - rechtzeitig, so dass man etwas dagegen unternehmen kann?"
Und was bitte IST hier los? Wo genau sieht Martina Schäfer die Tendenzen des
Feminismus, die ihr nicht lediglich fragwürdig, sondern sogar schädlich und
gefährlich erscheinen? Um diese Frage zu beantworten, sollte ich erst einmal
einen laienhaften Abriss dessen liefern, worum es in dem halb historischen,
halb mythischen Überbau der Frauenbewegung überhaupt geht. Wie Martina
Schäfer selbst einräumt, hat man es in manchen Texten mit einer fatalen
"Gleichbewertung so unterschiedlicher Ansätze, Wissenschaften und
Themengebiete wie der Anthropologie, der Ur- und Frühgeschichte, der
diversen Atlantismythen, den Kosmostheorien" zu tun, so als ob all dies
Forschungsgebiete seien, bei denen man sich gleichermaßen bedienen und dann
alle "Ergebnisse" zusammenführen könne. Die Grundlage des so entstehenden
Weltbildes ist die Annahme, dass es in der Urgesellschaft vor tausenden von
Jahren ein die Menschheit umspannendes Matriarchat gegeben habe, eine
Frauenherrschaft und damit selbstverständlich eine Welt, in der alles noch
gut war. Statt Göttern wurden Göttinnen verehrt. Dieses Urmatriarchat wurde
jedoch von den bösen Männern umgestürzt, die an seine Stelle eine
patriarchale Weltunordnung voller Gewalt und Grausamkeit setzten. Sowohl
spirituell als auch politisch sei es nun die Aufgabe der Frauen, ihre eigene
Göttin in sich selbst zu finden und die matriarchale Gesellschaft
wiederherzustellen, um die Erde zu retten. Wie man sieht, gehen so
spekulative Geschichtsforschung, Religiosität und esoterische
Selbsthilfeliteratur auf reichlich verquaste Weise ineinander über.
Martina Schäfer findet bei diesem Gedankengebäude sowie die es stützenden
Texte und Aktivitäten mehrfach Anlass zu scharfer Kritik.
Zunächst einmal wird eine natürliche Überlegenheit der Frau über den Mann
behauptet. Beispielsweise gelten Frauen von Natur aus als friedliebend und
Männer als kriegslüstern. Martina Schäfer sieht in dieser Zuordnung "das
Lieblingskonstrukt der Neuen Frauenbewegung ab den siebziger Jahren". So
halte etwa Christa Mulack das weibliche X-Chromosom aufgrund seiner Größe
dem männlichen Y-Chromosom für ebenso überlegen wie die weibliche Ei- der
männlichen Samenzelle. Ohne Belege würden Behauptungen verbreitet wie, dass
Frauen über ein aktiveres, widerstandsfähigeres Immunsystem verfügten,
Männer hingegen zu aggressiveren Weltanschauungen und nationalistischeren
Gefühlen neigten. Die Überbewertung von Frauen wird so mal biologisch, mal
sozial legitimiert: Frauen sind eben schon von der Biologie her friedlicher.
"Männliche Gewalt" hingegen, so verkünden die feministischen Autorinnen,
"gefährdet das Leben auf dem Globus, egal ob nun alle oder nur einige Männer
gewalttätig sind. Auf keinen Fall sind es gewalttätige Frauen, auch wenn sie
hier und da Anteil an der männlichen Gewalt haben oder sie eben durch
Mittäterschaft ermöglichen."
Bücher wie Elizabeth Gould Davis "Am Anfang war die Frau", das von ihren
Anhängerinnen gar als "Bibel" bezeichnet wird, berichten von einem
blauäugig-blonden, schlanken und hochgewachsenen Herrinnengeschlecht, dessen
Angehörige vom Ende der Welt wenn nicht gar als erste und überlegene
Geschöpfe von einem anderen Stern auf die Erde gekommen seien. Josefine
Schreier und andere vertreten in Büchern wie "Göttinnen" die These, dass
alles Übel der Welt vom "rassisch" minderbemittelten Mann ausgehe, ohne den
alle Frauen qua Geburt göttlich seien. Dabei vermischen sich, wie Schäfer
ausführt, gerne Sexismus und Rassismus in Sätzen wie diesem: "So dürfen wir
schließen, dass überlegene, herrschende Frauen einer anderen Rasse
angehörten als die Männer, die ihnen untertan waren."
Natürlich heizen solche Texte weibliche Überlegenheitsgefühle an und
verkaufen sich deshalb ausgesprochen gut. Der Preis dafür ist allerdings,
dass alles Unheil dieser Erde einer einzigen Wurzel allen Übels zugeordnet
wird. Sämtliche gesellschaftlichen Missstände haben demnach ihre Ursache
darin, dass die Welt von Minderwertigen regiert wird, von Männern. Schäfer
zitiert einige der entsprechenden Autorinnen: "Der Mann ist ein Feind der
Natur: das Töten, das Roden, das Einebnen, die Verunreinigung und die
Zerstörung sind seine instinktiven Reaktionen auf die ursprünglichen
Erscheinungen der Natur, die er im Grunde fürchtet und denen er misstraut.
Die Frau dagegen ist eine Verbündete der Natur, ihre Instinkte umfassen das
Umsorgen, das Nähren, die Unterstützung gesunden Wachstums und die
Einhaltung des ökologischen Gleichgewichts." Noch eine Nummer drastischer
wird es mit einem anderen Zitat: "Die ersten Männer waren Mutanten,
Missgeburten, hervorgerufen durch einen Genschaden, der vielleicht durch
eine Krankheit oder ein Strahlenbombardement von der Sonne verursacht
wurde." (Vor diesen Mutationen pflanzten sich die rein weibliche Menschheit
angeblich durch Jungfernzeugung fort.) Die Frau hingegen habe "die
natürliche Begabung, die Führung der Gesellschaft und der Kultur
innezuhaben, und dass der Mann sich ihre ureigene Autorität angeeignet hat,
ist die Ursache für das außer Kontrolle geratene Chaos, das die Menschheit
unaufhaltsam in die Barbarei zurück führt." In manchen Texten finden sich
achtmal pro Seite Schuldzuweisungen an die Gruppe der Männer. Folglich gibt
es auch nur eine Möglichkeit zur Rettung: "Das einzige Gegenmittel ist die
Rückkehr zu den Werten des Matriarchats und die Wiederentdeckung des
immateriellen Kosmos." Martina Schäfer kommt zu dem Schluss: Wenn man in
einer entsprechenden Passage die Wendung "der Mann" durch "die Juden", "die
Ausländer" oder "die Asylanten" ersetzt, würde sie "die Kriterien eines
rechtslastigen, rassistischen Textes erfüllen".
Bemerkenswert ist, dass ein und dieselbe Handlung als verachtenswert
geschildert wird, wenn sie von Männern ausgeübt wird, aber als löblich, wenn
Frauen die Täterinnen sind. Bestes Beispiel ist die weibliche Beschneidung,
also beispielsweise das Abschneiden der Klitoris oder der äußeren
Schamlippen. Diese Praxis sei laut Meier-Seethaler nur HEUTE als Ausdruck
der Herrschaft des Patriarchats zu verurteilen. Positiv wahrgenommen wird
sie als unverfälschter Ausdruck des ursprünglichen Matriarchats. Dies
erkenne man daran, dass "bei afrikanischen und indianischen Stämmen die
weibliche Beschneidung von alten Frauen vorgenommen wird und sich daran
Frauenfeste knüpfen." Eine Ablehnung dieses Ritus, wenn er von Frauen
praktiziert wird, findet sich nirgendwo, denn dies hätte ja das
Eingeständnis bedeutet, dass auch weibliche Herrscher umenschlich, grausam
und gewalttätig sein können. Ähnlich sieht es mit der Folter und dem
Menschenopfer von Männern aus, was ebenfalls als "matrizentrisches Ritual"
gewürdigt wird. Wenn Frauen Männer quälen und töten, schildern die
feministischen Forscherinnen dies als heroisches Martyrium, das nichts mit
den "sadistischen Exzessen" unter "patriarchalen Vorzeichen" zu tun habe.
Legitimiert wird dieses Handeln durch einen angeblich tief in der männlichen
Psyche verwurzelten Hang zur Selbstopferung sowie generell eine größere Nähe
des Mannes zum Tod, während die Frau als Gebärende Lebensspenderin sei.
Martina Schäfer zitiert die entsprechende Literatur: "Durch sein Tötenkönnen
wie sein Sterbenkönnen kompensiert der Mann die weibliche Gabe der
Lebensspendung. Seine größere Nähe zum Tod bildet das Pendant zur größeren
Lebensnähe der Frau" – ganz so, als ob Frauen nicht in der Lage wären
zu töten oder zu sterben. Männer werden in diesen Texten als "dem Leben
abgewandte Menschen zwischen masochistischer Todessehnsucht und aggressiven
Mordgelüsten" gezeichnet, "weshalb man sie anscheinend in beiden Fällen bis
zum Tod foltern darf". Martina Schäfer kommt nicht umhin festzustellen,
dass, wenn die matriarchalen Theorien denn so stimmen, die Frauenherrschaft
mehr Menschenleben gekostet haben, als sämtliche patriarchalen Gewaltexzesse
und Hexenverbrennungen zusammengenommen. Von Frauen ausgeübte Gewalt
allerdings ist hier positiv besetzt.
In mancher Hinsicht zeigt sich zudem eine erschreckende Feindseligkeit
gegenüber allem, was mit Verstand und Rationalität zu tun hat. Der Glaube,
zaubern oder sich selbst heilen lernen zu können, wie es in manchen Büchern
versprochen wird, mag noch dem Weltbild der jeweiligen Autorinnen und ihrer
Leser überlassen bleiben. Seltsam wird es, wenn "Wissenschaft" selbst sich
den eigenen Maßstäben entzieht. So berichtet Martina Schäfer, dass sie die
Matriarchats-Forscherin Carola Meier-Seethaler nach deren längerem Vortrag
über prähistorische Kulturen, in dem aber keinerlei Jahreszahlen vorkamen,
gefragt habe, wann genau das denn alles gewesen sei. Die einzige Antwort,
die sie mit einem leichten, wissenden Lächeln erhielt, war "Das ist eine
typisch patriarchale Frage!" Und in einem Text von Bertha Eckstein-Diener
heißt es: "Wer in die Rätsel der Mutterreiche auch nur hineinahnen will,
wird gut tun, alle verständlich banalen Denkketten draußen zu lassen." Das
ist Schäfer zufolge kein aus dem Zusammenhang gerissener Satz, sondern
Grundtendenz solcher Erörterungen.
Statt dem "patriarchalen" Nachforschen und Analysieren wird in einer Art
Erweiterung des Böse-Mädchen-Kultes die Fähigkeit eingefordert, "Hassen zu
lernen". Hassen nämlich gelte als Erweiterung der weiblichen Gefühlskala und
wird, wie Gewaltanwendung, durch die strukturelle Gewalt, mal die
Unbarmherzigkeit des Patriarchats, mal Katastrophen wie Tschernobyl
legitimiert. Ohne die "Radikalität" von Hass und Gewalt machten sich "wir
uns alle der Mittäterschaft schuldig". Im Telegrammstil, so Schäfer, ließen
sich die feministischen Botschaften auf folgende Weise zusammenfassen:
"Männer sind schlecht und unterlegen, Frauen überlegen und besser. Männer
zerstören die Welt. Männer erkennen nicht die Überlegenheit der Frauen an.
Ich bin eine Frau. Ich bin besser. Ich hasse die Männer."
All diese Aspekte stehen laut Schäfers Analyse in einer beunruhigenden Nähe
zu typischen Merkmalen des Faschismus, wie sie etwa von Friedrich Hacker
analysiert wurden: "Vermehrte Betonung und Herausstreichung der Ungleichheit
zweier oder mehrerer Gruppen" im Sinne eines Wertegefälles von
besser-schlechter oder überlegen-unterlegen. „Daraus folgt, dass die
Besseren die Stärkeren sind, Macht, Gewalt und Einfluss ausüben sollen,
können oder gar müssen". Weiter: "Rationale Argumente, wissenschaftliche
Prinzipien werden als kalt abgelehnt, es herrscht ein Primat des Subjektiven
und Emotionalen". Und schließlich: "Das Symptom der Dauermobilisierung
schlägt sich in einem Text als ständiges Beschwören der Katastrophe, der
fürchterlichen gesellschaftlichen Zustände, die von den weniger Guten
ausgeht, nieder." Oder um es auf Feministisch zu formulieren: "Denn es geht
um nichts Geringeres, als die Erde, unsere Planetin, in ihrer Fähigkeit,
Leben hervorzubringen, vor der drohenden totalen Zerstörung zu bewahren und
die bereits geschehene Zerstörung zu heilen, soweit wir können."
Feministische Texte, in denen Gewaltanwendung gegen die Männer und deren
Vernichtung gefordert wird, führt Martina Schäfer nicht an (wiewohl es
solche feministischen Texte gibt, Valerie Solanas ist nur das bekannteste
Beispiel). Stattdessen zitiert sie, welche Vorstellungen von
Geschlechterdemokratie etwa die Autorin Christa Mulack vertritt: "Daher wäre
es am gerechtesten, wenn beide Geschlechter ihrem Bevölkerungsanteil gemäß
über politische Mandate verfügten. Selbstverständlich sind hier auch die
Interessen der Kinder mit zu berücksichtigen. Solange Kinder aber noch nicht
in der Lage sind, ihre Interessen selbst zu vertreten, sollten jene damit
beauftragt werden, die sich auch sonst um die Kinder kümmern, was wohl zu
rund neunzig Prozent die Frauen tun. Dadurch ergäbe sich für die Frauen eine
absolute Mehrheit, die keine Bevorrechtigung wäre, sondern Ausdruck dessen,
dass ALLEN die gleichen Rechte zugebilligt würden. Der legitime Machtanteil
der Männer läge demnach bei rund 30 Prozent." So übersichtlich bekommt man
kaum präsentiert, was manche Feministinnen unter "Gleichberechtigung"
verstehen.
Die sexistischen, faschistoiden und demokratiefeindlichen Tendenzen in den
feministischen Texten bleiben jedoch keine bloße Theorie, sondern werden bei
entsprechenden Zusammenkünften mit Praktiken verknüpft, die stark an die
Manipulation in Sekten und Kulten erinnert. So berichtet Schäfer von ihrer
Teilnahme an einem Ritual, das an einem Wintertag bei minus zwanzig Grad im
Bayrischen Wald stattfand. Während sich die in der Rangfolge oben stehenden
Frauen dabei bewegen durften, hatten ihre untergeordneten Anhängerinnen
stockstarr dazustehen und die Eiseskälte zu ertragen. Dies durfte von den
niedriger gestellten Teilnehmerinnen in keiner Weise kritisiert werden, denn
eben diese Kritik hätte gezeigt, dass sie "noch nicht so weit", "patriarchal
verseucht", "zu schwach im Glauben", also jedenfalls zu minderbemittelt
seien, um sich zu äußern. Im Rahmen des Rituals findet aber nun eine
Verschiebung der unangenehmen Empfindung von den kalten Füßen hin zum
"Patriarchat" statt. Eigentlicher Quell für den Missmut der Teilnehmerinnen
sei die Männerherrschaft, aus der sie nur diese Richtung der Frauenbewegung
befreien könne (was rituell umgesetzt wird, indem die Mitwirkenden eine
Kerze erhalten, die sie hinaus in die Welt tragen sollen). Andere kultische
Praktiken sind die Einbindung in geheime "Covens", von denen nur die
"Covenschwestern" die "wahren Namen" kennen, Treueverpflichtungen und
Abschlussrituale mit verbundenen Augen, bei denen die betreffenden Frauen
auf entsprechende feministische Autorinnen eingeschworen werden, die in der
Gestalt von Göttinnen auftreten, darin eingeschlossen intensivste
Befragungen der Aufnahmekandidatinnen, Baden, neu Einkleiden und Vermessen
etc. Martina Schäfer, die all dies miterlebte, berichtet: "Wenn eine
Struktur durch seine rituelle Überfrachtung zu einer später kaum, oft nur
unter großen Konflikten oder Schmerzen aufzulösenden Bindung zwischen den
beteiligten Frauen führte, dann dieser Coven. Heute sehe ich seine
Hauptfunktion darin, die Bindung an die Führerfigur via Gruppe noch einmal
abzusichern, da die Bindung an diese Frauengruppe emotional sehr verstärkt
wurde." Möglicherweise war frau über diese Führerin früher oder später etwas
entnervt. "Grundsätzliche Ablehnung des Ganzen hätte aber den Verlust des
Covens, also einer sehr realen und teilweise innigen Freundschaft und
Gemeinschaft bedeutet."
Nun könnte man es sich ja einfach machen und sich in die Vorstellung
flüchten, dass alles, was Schäfer beschreibt, nur die Allmachtsphantasien
einer letztlich winzigen radikalfeministischen Minderheit sind. Dies ist
aber nicht der Fall. Zum einen weist Schäfer nach, wie sehr diese Gedanken
in Clarissa Pinkola Estés populären Frauenklassiker "Die Wolfsfrau"
eingegangen sind, der seit seinem Erscheinen 1993 mehr als zwanzig Auflagen
erlebte und so nur noch mit Zimmer Bradleys "Die Nebel von Avalon"
verglichen werden kann. Zum anderen finden sich ähnlich faschistoide
Tendenzen inzwischen nicht nur in anderen feministischen Texten bis hin zur
"Emma" (wie ich in "Sind Frauen bessere Menschen?" belege). Von einer
biologisch bedingten bzw. sich sozial äußernden Minderwertigkeit des Mannes
an sich sprechen inzwischen sogar "Männerforscher" wie der Soziologe Dieter
Otten
) oder der Männerarzt Professor Rolf-Dieter Hesch (Mitbegründer von
"Hommage" und "Men Against Violence"). Männer sind noch heute die einzige
gesellschaftliche Gruppe, bei der die ihnen entgegengebrachte
Menschenverachtung kaum öffentlich thematisiert werden darf. Martina
Schäfers Buch ist immerhin ein Anzeichen dafür, dass solche Entwicklungen
ganz allmählich nicht nur wahrgenommen, sondern sogar geäußert werden
dürfen.
ZITAT:
Folgendes Posting fand Joachim ("plupp") in einer feministisch orientierten
Newsgroup im Usenet:
--- As we may well imagine shelters, and support groups for abused men are
turning into meeting places of anti-feminists. I mean, very very very few
men are battered, but a fast growing number of men are antifeminist. Altough
such organisations are still quite rare, their numbers are growing at an
alarming rate. I have an idea on how to put an end to these organisations.
As we know, discrimination against women in USA is illegal. That includes
all such organisations (organisations, that help battered women are many,
strong, and unshakable!). If you are a lawyer, you can start some court
cases, which would put an end to these anti-feminist men's groups.
You may consider such an idea outlandish, but it WAS DONE ALREADY in
Washington (and men are complaining about it!):
http://www.vix.com/menmag/gjdvneut.htm If the case is not started, these
organisations may become too strong to be defeated in the trial (I mean, if
they will get too much money, they can hire the best lawyers). Stopping
these groups on Internet may be more difficult. And yet, Internet is a
growing recruiting tool for masculists. Their whining about "battered men",
and victim blaming knows no end: http://www.vix.com/men/battery/battery.html
We should try pressuring webproviders, like Yahoo to delete men's rights
sites. If they do not comply, I will look into finding a way to sue them.
---
ZUR DOKUMENTATION 1:
Abgesehen von sprachlichen Feinheiten, die die taz beklagt
(http://www.taz.de/tpl/2001/11/09.nf/text.Tname,a0051.list,TAZ_txt.idx,44),
ist das inzwischen verabschiedete Gewaltschutzgesetz tatsächlich
geschlechtsneutral formuliert. Wenn es von Automaten oder Androiden
angewendet würde, bestünde vermutlich wenig Gefahr. Das Problem ist, dass
die das Gesetz begleitende Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums bei
Richtern wie Medien noch immer das einseitig verzerrte Bild vom Täter Mann
und Opfer Frau zeichnet. Dies illustriert die folgende Pressemitteilung des
Ministeriums:
--- Berlin, am 8. November 2001
Bundestag verabschiedet das Gewaltschutzgesetz
Justizministerin Däubler-Gmelin: "Frauen (!) werden jetzt wirkungsvoll vor
Gewalt und Psychoterror geschützt"
Opfer von häuslicher Gewalt und Psychoterror werden künftig besser
geschützt. Der Deutsche Bundestag beschließt heute Abend das
Gewaltschutzgesetz. Dieses stärkt die rechtliche Stellung von Frauen (!) und
Kindern als den typischen Opfern von häuslicher Gewalt erheblich. Es
ermöglicht den Geschlagenen, in ihrer Wohnung zu bleiben und dort vor
weiteren Übergriffen des Partners geschützt zu sein.
Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin: "Der Schläger (!)
geht, die Geschlagene (!) bleibt. Dieser Grundsatz gilt nun endlich in den
vielen Fällen, in denen der Mann (!) seine Partnerin (!) schlägt. Wir
verschaffen damit den Frauen (!) die Möglichkeit, ohne Angst in ihrer
Wohnung zu bleiben."
Die vier Schwerpunkte des Gewaltschutzgesetzes im Einzelnen:
Zivilgerichten können künftig auch in Eilverfahren wirksame
Schutzanordnungen treffen, in denen sie den Peinigern (!) bei Strafe
verbieten, sich der Wohnung oder der Betroffenen (!) zu nähern.
Die Geschlagene (!) kann künftig auch per Eilanordnung leichter vor Gericht
durchsetzen, dass ihr die gemeinsame Wohnung zeitlich befristet oder
dauerhaft zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird. Dies soll gerade dann
erfolgen, wenn das Wohl im Haushalt lebender Kinder gefährdet ist.
Die Möglichkeit der Zuweisung ist nicht mehr auf Ehewohnungen beschränkt,
sondern gilt für alle auf Dauer angelegten häuslichen Gemeinschaften. Die
Hürde, ab wann diese Zuweisung möglich ist, wird gesenkt.
Auch bei Belästigung in Form des sog. "Stalking", also etwa bei
Telefonterror und ähnlich schlimmen Nachstellungen ohne dass eine
Partnerschaft besteht, kann das Zivilgericht untersagen, sich der Wohnung
oder der Betroffenen (!) zu nähern, sie (!) anzurufen oder sie (!) anders zu
belästigen. Auch diese Anordnung kann mit Geldstrafe oder mit
Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden.
Die Bundesjustizministerin: "Stalking-Opfern geben wir ein wirkungsvolles
Instrument in die Hand und beenden so das Gefühl der Hilflosigkeit."
Die Bundesregierung hatte den Entwurf des Bundesjustizministeriums nach
einer breiten Diskussion mit Verbänden, den Ländern und externen Fachleuten
am 13. Dezember vergangenen Jahres beschlossen. Es beinhaltet u.a. die
Erfahrungen, die andere Länder mit vergleichbaren Regelungen gemacht haben
(z.B. Österreich und Schweden). Der Entwurf wurde am 8. März dieses Jahres
in den Bundestag eingebracht. Er ist Teil der Bekämpfung häuslicher Gewalt,
der auch das bereits in Kraft getretene Recht von Kindern auf gewaltfreie
Erziehung dient. Das Gewaltschutzgesetz soll zum Jahreswechsel in Kraft
treten.
Die Bundesjustizministerin: "Ich wünsche mir, dass nun auch die Länder zügig
in ihren Polizeigesetzen sicherstellen, dass die Frauen (!) bis zur
gerichtlichen Eilentscheidung angstfrei zuhause wohnen können."
Wie ich inzwischen durch einen Informanten erfahren durfte, soll kurz vor
der Rechtsausschuss-Sitzung das Gewaltschutzgesetz etwas erweitert worden
sein: In § 64 b Abs. 3 FGG heißt es demnach im letzten Halbsatz "auf
Verlangen des Antragstellers darf die Zustellung nicht vor der Vollziehung
erfolgen". Mit anderen Worten: Wenn die Wegweisung beantragt wird, kann die
antragstellende Person gleichzeitig verlangen, dass die der gemeinsamen
Wohnung zu verweisende Person über den Rausschmiss nicht informiert wird,
bevor dieser vollzogen wird. Das rechtzeitige Herbeiziehen etwa eines
Rechtsanwaltes vor Verlust des Obdachs wäre so für den Hinausgeworfenen
nicht mehr möglich.
ZUR DOKUMENTATION 2:
Nicht anders sieht die sexistische Indoktrination aus, wie sie von der
Staatskanzlei Niedersachsens unter
http://www.niedersachsen.de/Presseservice/scripts/aktinforead.php3?ID=12387&Ministerium=
verbreitet wird:
--- Staatskanzlei
13.11.2001
Trauernicht, Pfeiffer und Bartling legen Aktionsprogramm gegen häusliche
Gewalt vor
HANNOVER. Mit einem eigenen Aktionsplan sagt die Niedersächsische
Landesregierung der Gewalt gegen Frauen durch ihre Partner den Kampf an.
"Schnelle Hilfe und effektiver Schutz für geschlagene Frauen und ihre Kinder
sind unser Ziel. Beratungsstellen, Frauenhäuser, Polizei und Justiz arbeiten
dafür eng zusammen". Das sagten Frauenministerin Dr. Gitta Trauernicht,
Innenminister Heiner Bartling und Justizminister Prof. Dr. Christian
Pfeiffer, die den Plan gemeinsam entwickelt haben, am Dienstag in Hannover,
nachdem das Kabinett einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt hatte.
Eine Frau, die Opfer von Gewalt durch den eigenen Partner werde, könne vom
kommenden Jahr an den Gewalttäter aus der gemeinsamen Wohnung weisen lassen
und zivilrechtliche Schutzanordnungen wie etwa Bannmeilen erwirken. "Wer
schlägt, muss gehen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Frauen in
Niedersachsen diese Möglichkeiten, die das Gewaltschutzgesetz des Bundes
bietet, auch nutzen können: mit polizeilicher Krisenintervention, effektivem
zivilrechtlichem Schutz, konsequenter Strafverfolgung der Täter und
Opferschutz, Unterstützung und Beratung für die betroffenen Frauen und
Kinder sowie Prävention."
Die Polizei werde konsequent die neuen Möglichkeiten zum Einschreiten
nutzen, betonte Innenminister Bartling. Sie könne zunächst mit einem
befristeten Platzverweis den Täter für mehrere Tage von der gemeinsamen
Wohnung fern halten: "Das unterbricht die Gewalt und ist damit ein wichtiger
Beitrag zum Schutz der Frauen." Mit zusätzlichen Aus- und
Fortbildungsangeboten und einer ausführlichen schriftlichen Handreichung
würden die Beamtinnen und Beamten auf die neue Situation vorbereitet.
Damit rechtliche Schutzanordnungen wie Überlassung der gemeinsam genutzten
Wohnung, Bannmeilen und Näherungsverbote schnell wirksam würden, müssten
Gerichte und Polizei eng kooperieren, ergänzte Justizminister Pfeiffer.
Richterinnen und Richter, Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher
würden jetzt
über die neuen Regelungen informiert und fortgebildet. Attacken von Männern
gegen ihre Partnerinnen würden konsequent und schnell verfolgt und geahndet:
"Es geht hier nicht um innerfamiliäre Angelegenheiten, sondern um brutale
Gewalt, die der Staat nicht duldet." Die Strafverfolgungsbehörden würden
dafür eng mit allen anderen Beteiligten zusammen arbeiten. "Zum Beispiel
werden die geplanten Beratungs- und Interventionsstellen in allen
Staatsanwaltschaften direkte Ansprechpartnerinnen und –partner haben."
Die Opfer von Gewalttaten würden durch die neue Opferstiftung des Landes und
vom Netzwerk Opferhilfe unterstützt. Neue Instrumente zum Opferschutz würden
geprüft, etwa die Vergabe von Mobiltelefonen als Notrufeinrichtung und der
sofortige Austausch der Türschlösser. Damit ihnen vor Gericht die
Konfrontation mit dem Angeklagten erspart bleibe, könnten die betroffenen
Frauen auch per Videotechnik vernommen werden, fügte Pfeiffer hinzu.
Frauen in einer so extremen Situation brauchten schnelle, kompetente und
einfühlsame Unterstützung, forderte Frauenministerin Trauernicht. Seit
August gebe es Fortbildungen und Workshops zu den neuen Regelungen für die
Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser und Gewaltberatungsstellen sowie die
Kommunalen Frauenbeauftragten. "Gemeinsam mit Kommunen, Polizei und Justiz
werden sie den Frauen helfen, ihre rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch zu
nehmen, und mit ihnen Strategien für ihre Sicherheit planen.“
Zusätzlich werde das Land sechs
Beratungs- und Interventionsstellen einrichten, die in engem Kontakt und in
Kooperation mit der Polizei eine zügige Beratung gewährleisten sollten.
Außerdem sei für betroffene Frauen ein gedruckter Ratgeber in mehreren
Sprachen in Vorbereitung.
Eine Schlüsselrolle hätten Ärztinnen und Ärzte sowie das
Krankenpflegepersonal, sagte Ministerin Trauernicht weiter: "Sie sind oft
die einzigen, die von der Gewalt und den Folgen erfahren, deshalb ist ihre
Hilfe und Unterstützung besonders wichtig für die betroffenen Frauen. Für
diese schwierige Aufgabe müssen sie vorbereitet werden." Gemeinsam mit einer
Arbeitsgruppe aus Ärztinnen und Ärzten, der Ärztekammer, der
Psychotherapeutenkammer, der Medizinischen Hochschule und dem Netzwerk
"Frauen und Gesundheit" arbeite ihr Ministerium deshalb an einem
Maßnahmenkatalog für das Gesundheitswesen, der einen weiteren Baustein des
Aktionsplans bilde.
Der Landespräventionsrat werde eine wichtige Funktion bei der Umsetzung des
Aktionsplanes einnehmen: Dort werde ein Forum eingerichtet, das Bindeglied
zwischen der Praxis vor Ort und der Landesregierung sei. Darüber hinaus
seien Schritte und Maßnahmen verabredet worden, die der Gewalt von Männern
gegen ihre Partnerinnen vorbeugen sollten. Eine Informationskampagne des
Landespräventionsrates zum Thema sei in Arbeit, Projekte vor Ort ebenfalls.
Für die Kinder geschlagener Frauen würden eigene Hilfe- und
Unterstützungsangebote entwickelt: "Wer als Kind Gewalt am eigenen Leib
erlebt oder mit ansehen muss, wie die Mutter geprügelt wird, kann Schaden
nehmen fürs ganze Leben. Manche werden selbst gewalttätig, andere werden
auch in späteren Beziehungen wieder Opfer."
Jede vierte Frau wird nach Angaben von Expertinnen mindestens einmal Opfer
häuslicher Gewalt. Die begangenen Taten sind häufig schwer wiegend. Meist
ist die Gewalt kein einmaliges Ereignis, sondern ein sich wiederholender und
häufig eskalierender Rechtsverstoß. In den 41 niedersächsischen
Frauenhäusern haben im vergangenen Jahr mehr als 2.800 Frauen mit rund 3.000
Kindern Zuflucht gesucht. ---
ZUR DOKUMENTATION 3:
Ein neuer Empfänger meines zines übersendete mir folgenden Leserbrief in der
Bangkokpost anläßlich des Verbots von "Anna and the King" in Thailand. Ich
hoffe, dass nicht nur ich als Film- und Medienwissenschaftler ihn sehr
interessant finde.
Bangkok Post, Postbag, Tuesday, January 18, 2000
It's always the same in American films.
I managed to acquire a copy of Anna and the King and being an American who
lives in Thailand, it was not difficult to discern the problem the Thai
censors had with it, why it was written the way it was and why it should not
be shown in Thailand (except by me as I am not a Thai citizen). The first 60
minutes of the movie devoted itself to showing the King to be a wise,
strong, politically aware; progressive man, who only allowed himself to be
approachable when he had political cause to do so, or if he felt it was in
the best interests of the country.
It also depicted him as a loving father and devoted family man - all traits
that a King should possess.
After presenting him in this light, the producers could not understand why
Thailand would not accept the film.
Fortunately, the censors watched the entire film, as I did.
After the initial show of reverence for the King, the movie then began to
suggest that the King was falling in love with Anna Leonowens. They did this
because it was necessary to do so in order to appeal to American audiences.
If you have watched a great number of American movies, you will begin to
understand and identify the underlying theme they all have - a theme that
they have because it is necessary to appeal to women and young people in
America (the majority of movie goers).
The theme is simple. It suggests that if a woman or a child is irreverent,
disrespectful and contemptuous of authority, they are showing some
mysterious inner strength that should be admired. It also suggests that men
cannot possibly avoid being attracted to this sort of behaviour. Witness the
King's depiction of having loved the most the only child that scorned his
authority and being totally unable to avoid being attracted to the obnoxious
behaviour of Anna in his court. This is why American movies are so
successful and this is why America has
droves of single, lonely women and uncontrollable children running around
the streets. Because they continue to perpetuate this myth. I congratulate
the censors at having the courage not to allow American propaganda to enter
Thailand. They did so in the face of controversy, but they stood their
ground.
Unless you have lived or spent a great deal of time in Thailand you cannot
possibly understand the Thai people's reverence for their Kings, past and
present. Particularly if you come from America or Europe where people
respect and have reverence for nothing.
John Arnone, Yasothon
Soviel für diese Ausgabe. Sorry für die weitgehenden unkommentierten
Nachrichtenlinks, aber die letzte Woche war doch ziemlich hektisch für mich.
Herzlicher Gruß an alle!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 21
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur einundzwanzigsten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Inzwischen treffen die ersten kritischen Stimmen zu meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" ein. So ging vor einigen Tagen das folgende Mail an meinen Verlag (und in Kopie an mich): "Sag' mal habt ihr in eurem Verlag keine Lektoren oder so, die das Manuskript lesen, bevor ein Buch gedruckt wird? Oder geht ihr nur nach dem Titel? Womöglich langt es ein paar akzeptable Bücher zu schreiben. Danach kann man dann schreiben, was man will und der Verlag druckt es." Das Mail erklärt weder, warum sein Verfasser meint, die Mitarbeiter(innen) des Verlages duzen zu dürfen, noch einen einzigen Hinweis, was ihn konkret an dem Buch stört. Dafür schließt es mit dem Versprechen, in Zukunft sämtliche Titel dieses Verlages boykottieren zu wollen. Unterschrieben ist das Mail mit dem merkwürdigen Pseudonym "Hannibal" ...
Eine positive Rückmeldung bekam ich hingegen von einer Schweizer Leserin namens Jolanda. Sie schreibt mir und eigentlich uns allen: "Ich finde deinen Kampf bemerkenswert und du hast meine vollste Sympathie und mein Wohlwollen. (...) Ich gestehe ein, ich habe nicht gewusst, dass Männer so krass benachteiligt werden, ich war total entsetzt. (...) Ich wünsche dir auch weiterhin viel Power und ich hoffe echt, dass ihr Männer nicht resigniert, nie resigniert und weiter kämpft, für eine Welt, in der jeder die gleichen Rechte hat. Für eine Welt, in der die Menschen partnerschaftlich nebeneinander und füreinander einstehen. (...) Man muss da was tun, jeder einzelne, ob Mann oder Frau, muss da was tun."
Witzig finde ich, was in der Online-Buchhandlung Amazon gerade so geschieht. Dort ist "Sind Frauen bessere Menschen?" zwar noch nicht mal unter den Top-10.000 und noch immer ein Phantomtitel (also ohne Inhaltsangabe, Cover oder Leserrezensionen). Ganz anders sieht es aber aus, wenn man den Verkaufsrang nach Themenkategorien abfragt. Dabei ergibt sich: "Sind Frauen bessere Menschen?" befindet sich schon unmittelbar nach der Veröffentlichung auf Platz 4 der Titel zum Thema "Geschlechterforschung", Platz 2 beim Thema "Emanzipation" und Platz 1 beim Thema "Frauenbewegung" - hier liegt es noch vor Alice Schwarzers "kleinem Unterschied". Wie war das noch mit der vermeintlichen Binsenweisheit im Verlagsgewerbe, dass männerfreundliche und frauenkritische Bücher bei der Kundschaft einfach nicht gehen? Danke an alle von euch, die diesen Verkauf unterstützt und damit nebenbei auch eine klare Botschaft gesendet haben!
Ansonsten gibt es in den letzten Tagen vor allem mal wieder in den USA leichte Bewegung im Geschlechterkampf. Insbesondere scheint der der radikale Feminismus gegenüber dem gemäßigteren Teil der Bewegung immer weiter zurückzustecken. So schloss die weltweit größte Frauenorganisation NOW inzwischen ihre Internetforen, offenbar weil viele der dort aktiven Posterinnen mit einem extrem bösartigen und verletzenden Umgangsstil ein sehr schlechtes Aushangsschild für den Feminismus abgaben. Außerdem gibt es mit Tammy Bruce eine neue prominente "Abtrünnige" der radikalen Frauenbewegung (Dazu findet ihr eine Buchbesprechung weiter unten in diesem zine). Wendy McElroy und Cathy Young, beides scharfe Kritikerinnen des Auf-Männer-einprügel-Feminismus, haben für die nächsten Monate jeweils eine neue Buchveröffentlichung angekündigt. Und schließlich ist das Ms-Magazin, eine Art amerikanischer "Emma", von der Feminist Majority Foundation aufgekauft worden, zieht nach Los Angeles und entlässt einen Großteil seiner New Yorker Mitarbeiterinnen. Was das politisch bedeuten wird, ist mir noch nicht klar, aber sichtlich gerät hier überall einiges ins Rutschen.
Zwei eher kuriose Meldungen gibt es aktuell aus Deutschland. Nummer eins: Wie das Verwaltungsgericht Sigmaringen entschied, muss die Bundeswehr für die künstliche Befruchtung einer Soldatin die Kosten übernehmen. Nummer zwei: Laut dpa hat in Friedland (Mecklenburg-Vorpommern) eine Haupt- und Realschule vor allem den Schülerinnen "übertrieben freizügige Bekleidung", insbesondere das bauchfreie Top, untersagt, weil die Jungen zu sehr abgelenkt würden, "wenn sie mit zu viel nackter Haut konfrontiert sind. Auch für die Lehrer sei dies unzumutbar." - Weitere News im Folgenden. Wie immer hoffe ich, dass noch alle Links stehen; wenn das in Einzelfällen nicht so ist, habt ihr wahrscheinlich mehr Glück mit dem Back-up dieses zines unter www.maennerschutz.org.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
FÄLSCHLICH UNTERSTELLTE VERGEWALTIGUNG VERNICHTET STAATSANWALT
Der folgende Bericht ist nicht neu, sondern stammt vom März diesen Jahres. Er wurde mir allerdings jetzt erst zugänglich. Gisela Friedrichsen berichtet unter http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,125690,00.html für den SPIEGEL, wie die Existenz eines jeden Mannes vom Staat vernichtet werden kann, wenn ihn eine Frau auch auf noch so wirre Weise der sexuellen Gewalt beschuldigt. Heftiges Zeug.
ELFJÄHRIGER ALS SEXUALVERBRECHER REGISTRIERT
Nein, nicht in den USA, in England: http://www.guardian.co.uk/uklatest/story/0,1271,-1311530,00.html
KÖLNER "EXPRESS": POP-KÖNIGIN HIELT SICH JUNGE MÄDCHEN ALS SEX-SKLAVINNEN
http://www.express.de/news/2226540.html
BADEN-WÜRTTEMBERG: PLATZVERWEIS FÜR (EHE-)MÄNNER
Auch im Schwabenländle bedeutet "häusliche Gewalt" für Presse und Regierung noch immer nichts anderes als dass Männer ihre Frauen prügeln: http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20011120:2429802&template=templates/cms_osmm/recherche/lokal/man/meldung.oft
ENGLAND: NEUES GESETZ SOLL AUSSENSTEHENDEN ANZEIGEN WEGEN HÄUSLICHER GEWALT ERLAUBEN
In Großbritannien schreitet der Kampf gegen häusliche Gewalt auf ganz eigene Weise voran. Jetzt soll es nicht nur dem geprügelten Partner möglich sein, ein Verfahren einleiten zu lassen, sondern etwa auch außenstehenden "Opferschutzgruppen", wenn sie dies für notwendig halten. Bei allem politisch-ideologischen Schindluder, der jetzt schon mit diesem Problem getrieben wird, ist das nicht wirklich eine gute Nachricht. Näheres darüber berichtet der folgende Artikel des britischen Independent, in dem selbstverständlich ganz automatisch von "men who beat their wives or partners" und "woman who are too frightened" die Rede ist: http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=105619 (Was der Artikel nicht widergibt, ist, dass selbst manche Feministinnen nicht glücklich mit dieser neuen Regelung sind, weil die Handlungs- und Entscheidungsmacht damit aus den Händen der betroffenen Frau gerissen werde.)
"MÄNNERFEINDLICHKEIT BEDROHT UNSERE GESELLSCHAFT"
Hier gibt´s einen interessanten Artikel zu dem US-amerikanischen Buch zu diesem Thema, das ich hier in ein paar Wochen rezensieren werde: http://www.nationalpost.com/search/story.html?f=/stories/20011114/785249.html Noch tiefgehender ist der folgende Beitrag zu diesem Titel: http://www.mcgill.ca/public/reporter/05/misandry
ERSTES LANDRATSAMT NUR FÜR MÄDCHEN
Nach Spielplatz, Hallenbad, Jugendzentrum etc. wird jetzt das erste Landratsamt vorübergehend zur jungenfreien Zone erklärt: http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/0,2123,24354-1-8_166_0,00.html
"HEIRATEN IST SINNVOLLE ENTSCHEIDUNG"
Wenn ich in diesem zine auf interessante Beiträge zur Geschlechterdebatte verweise, werde ich manchmal auf eine Art kritisch befragt, die unterstellt, dass ich die in diesen Artikeln geäußerte Meinung vollständig teile. Das ist ja auch oft der Fall, aber manchmal finde ich nur bestimmte Diskussionsbeiträge aufschlussreich und bin selbst noch dabei, mir eine Meinung zu bilden. Von meiner persönlichen Einstellung bin ich beispielsweise leidenschaftlicher Single. Trotzdem finde ich folgenden Artikel sehr interessant, in dem es nicht nur darum geht, dass Feministinnen in den USA angeblich die Publizierung eines Pro-Heirat-Buchs verhindert haben, sondern auch, dass eine Ehe Männern wie Frauen deutliche Vorteile bringt: http://www.nationalreview.com/contributors/kurtz111501.shtml
SCHEIDUNG PER MAUSKLICK
http://www.latimes.com/technology/la-000092376nov19.story?coll=la-headline
US-GERICHT: VERTRAG AUF UNTERHALTSVERZICHT UNGÜLTIG
http://www.miami.com/herald/content/news/local/broward/digdocs/040796.htm Wenn ich mich nicht vollkommen irre, ist das auch die gültige deutsche Rechtslage.
KALIFORNIERIN ZAHLT 15.000 DOLLAR FÜR ERSTKLASSIGES SPERMA
Die 33-jährige sucht einen stattlichen, intelligenten Studenten mit einer Körpergröße von über 1,80 als Erzeuger ihres Kindes: http://www.divorcemagazine.com/news/stanford.shtml
TEENAGER AUF VERZWEIFELTER SUCHE NACH SEINEM VATER
Und dann gibt es wieder Kinder, die aus einem viel tiefgehenderen Bedürfnis heraus nach ihrem Vater fahnden:
http://icliverpool.icnetwork.co.uk/0100news/0100regionalnews/page.cfm?objectid=11432727&method=full
FEMINISTISCHE STRIP-TÄNZERINNEN IN LOS ANGELES
"Striptanzen hat mir gewaltige Möglichkeiten gegeben", berichtet eine von ihnen unter
http://www.unison.ie/irish_independent/stories.php3?ca=42&si=639055&issue_id=6393 "Es hat mich in die Lage versetzt, meinen Körper besser kennenzulernen und besser damit zurechtzukommen, was ich bin." Klingt gut. Sollte ich vielleicht auch mal probieren.
MEINUNG:
-------
TALIBAN UNTERDRÜCKEN AUCH MÄNNER
In den letzten Wochen erschien innerhalb der US-Männerbewegung immer wieder mal ein Artikel, der darauf aufmerksam machte, dass in Afghanistan beileibe nicht nur oder auch nur überwiegend Frauen unterdrückt werden, wie das sonst in der Diskussion immer wieder gerne behauptet wird (vermutlich weil man mit misshandelten Frauen und Kindern leichter zu einem Krieg motivieren kann als mit geschundenen Männern). Ich habe diese Beiträge hier nicht gepostet, weil wir diese Diskussion hier schon hatten. Jetzt aber äußert sich mit Cathy Young eine der Top-Expertinnen in der US-Geschlechterdebatte (und weder feministisch noch maskulistisch orientiert) zu diesem Thema: http://www.boston.com/dailyglobe2/318/oped/The_plight_of_women_in_war_shouldn_t_blind_us_to_sufferings_of_men+.shtml
AFGHANISCHE FRAUENRECHTLERIN: NORDALLIANZ BEHANDELTE FRAUEN SCHLIMMER ALS TALIBAN
Dieser Beitrag gerät ein bisschen off-topic, weil es hier mehr um Frauen- als um Männerrechte geht, aber dieses zine soll ja auch vernachlässigten Gesichtspunkten aus der Geschlechterdebatte insgesamt Raum geben. Insofern ist es schon von Interesse, wenn der Krieg gegen Afghanistan inzwischen immer stärker auch mit dem Kriegsziel der Frauenbefreiung legitimiert wird, die afghanischen Verbündeten der USA jedoch die Taliban mit Gewalt und Grausamkeit noch in den Schatten stellten, wie Sahar Saba berichtet: http://www.cnn.com/2001/COMMUNITY/11/19/saba.cnna/index.html
"RADIKALFEMINISTINNEN UND MEDIEN VERBREITEN FALSCHE INFORMATIONEN ZU HÄUSLICHER GEWALT"
Einen netten, seriösen Artikel mit einigen Links, darunter Ratschläge für Menschen in einer solchen destruktiven Beziehung, gibt es unter http://www.modernman.com/family/242-1.html Ich weiß, ihr habt das alles inzwischen schon oft genug gehört, aber der Artikel ist wirklich hübsch. Neben vielen anderen faszinierenden Details verweist er etwa auf eine Studie aus dem Jahr 1993, der zufolge 94 Prozent der weiblichen Opfer häuslicher Gewalt und null Prozent der männlichen Opfer mit der Reaktion der Polizei zufrieden waren.
Einen anderen ganz ordentlichen Artikel zu diesem Thema findet ihr unter http://www.gmtoday.com/news/front/topstory20.asp
BUCHVORSTELLUNG:
--------------
TAMMY BRUCE:
THE NEW THOUGHT POLICE. INSIDE THE LEFT`S ASSAULT ON FREE SPEECH AND FREE MINDS
So wie ich das mitverfolgt habe, ist Tammy Bruce´s neues Buch Anfang November gleich auf Platz 10 der US-Amazon-Charts eingestiegen und seitdem zwar kontinuierlich gefallen, es hält sich aber immer noch verhältnismäßig weit oben. Der Grund für beides mag daran liegen, dass es ein großes Versprechen abgibt, dieses aber nur zum Teil einlöst.
Wenn ich mich nicht ganz irre, wird kaum einem einzigen von euch der Name "Tammy Bruce" etwas sagen, da sie eigentlich nur in den USA (einigermaßen) bekannt ist. Es handelt sich bei ihr um eine lesbische, politisch links stehende Frauenrechtlerin aus der zweiten Führungsebene der weltweit größten feministischen Organisation NOW. Insofern ist es natürlich hochbrisant, dass sie in ihrem aktuellen Werk gerade der politischen Linken den Vorwurf macht, längst nicht mehr eine unterdrückte Minderheit darzustellen, sondern stattdessen mit immenser Macht Sprech- und Denkverbote durchzusetzen. Wie in George Orwells "Farm der Tiere" sei die Forderung nach Gleichheit dadurch ersetzt worden, dass sich einige ehemals Unterdrückte plötzlich gleicher als die anderen dünkten. Bruce nimmt dabei insbesondere die Homosexuellen-Verbände, die schwarzen Bürgerrechtler, die Vertreter der multikulturellen Bewegung und die Feministinnen aufs Korn. Offenbar berührt sie damit ein Thema, das vielen US-Amerikanern momentan heftig unter den Nägeln brennt.
Das Problem ist, was sie daraus gemacht hat. Zwar wäre es grundfalsch, ihr Buch missraten zu nennen. Es trifft schon hier oder da hochinteressante Punkte, zu denen ich gleich kommen werde. Nur: Zunächst einmal ist ihr Text satztechnisch immens aufgeblasen. Ohne eine riesige Schrift und diverse Layout-Tricks wäre das Buch mit 150 Seiten ausgekommen. Zweitens verkündet Bruce zwar lautstark, dass es in den USA einen neuen McCarthyismus gebe. (Unter McCarthy wurden Kommunisten und Leute, die man dafür hielt, bis hin zu Charlie Chaplin und Bert Brecht, einer Hetzjagd ausgesetzt, die mit Berufsverlust oder Gefängnis enden konnte.) Die Beispiele, die sie dafür anführt, bleiben jedoch oft extrem dürftig. Warum sie so dürftig bleiben, ist eigentlich verwunderlich, denn es gibt entsprechende Beispiele zuhauf, und sie waren schon vor einigen Jahren in Klassikern wie Alan Kors "The Shadow University" oder (mit Blick auf den Feminismus) in Daphne Patais "Heterophobia" detailliert nachzulesen. Vielleicht kommt das gerade dadurch zustande, dass Bruce beispielsweise der feministischen Bewegung immer noch sehr nahesteht. So beklagt sie relative Kleinigkeiten bei der Vorgehensweise ihrer Mitstreiterinnen, etwa dass sie der demokratischen Partei zu nahe stünden und Bill Clinton dementsprechend für seine sexuellen Übergriffe nicht stärker in die Mangel genommen hätten. Aber solche Stellen lesen sich bei ihr immer so wie sich das Genörgel einer Büroangestellten anhört, dass ihre Kollegin ihren Job nicht richtig erledige. (Andererseits muss man zugeben, dass es schon verdächtig ist, wenn die feministische NOW zu dem selben Zeitpunkt, zu dem sie zu Clintons Skandalen die Klappe hält, eine Dreiviertelmillion Dollar für ein nicht existierendes "Tabakkontroll-Projekt" erhält.)
Irritierend ist es auch, wenn sich Bruce über von Feministinnen durchgeführte Bücherverbrennungen auf dem einen oder anderen Campus empört oder darüber, dass der feminismusfeindliche Radiomoderator Rush Limbaugh nur mit persönlichen Beschimpfungen, statt auf der Sachebene angegriffen wird, weil dies eine Attacke auf die Meinungsfreiheit darstelle, sich aber an einer späteren Stelle über Seiten hinweg damit brüstet, wie sie und ihre Mitkämpferinnen beinahe das Erscheinen von Bret Easton Ellis Roman "American Psycho" verhindert hätten, indem sie einen Telefonterror gegen die privaten Anschlüsse von Ellis Lektoren und Verlegern organisierten. Wenn man mal von dem Unterpunkt absieht, dass inzwischen zahlreiche Literaturwissenschaftler (darunter ich selbst) "American Psycho" höchstens auf der Oberfläche als gewaltverherrlichend und frauenfeindlich, auf tieferer Ebene aber als literarisches Meisterwerk einschätzen, erscheint Bruces Logik hier mehr als sonderbar. Ich persönlich wäre zum Beispiel nicht gerade begeistert, wenn meine Bücher von unzufriedenen Lesern als Flammenfutter verwendet würden, aber richtiggehend angepisst wäre ich vor allem, wenn es durch politischen Druck unmöglich gemacht würde, dass sie überhaupt erscheinen.
Dieser Kritik bleibt unbenommen, dass das, was Bruce und vor ihr viele andere über die Zustände an US-amerikanischen Universitäten schildern, wirklich beängstigend ist. Wenn man das alles so liest, ist man direkt froh, dass es in Deutschland "nur" feministische Indoktrination und zahlreiche einrichtungen speziell für Frauen gibt und keine Verbrennungen unliebsamer Texte, Entwendungen von zehntausenden Studentenzeitungen mit politisch unerwünschten Kommentaren (in einem Fall mit der Hilfe eines Dekans der Uni), "Zonen der Meinungsfreiheit" (was im Umkehrschluss bedeuten muss, dass in anderen "Zonen" die Meinungsfreiheit nicht gilt), zu hunderten heruntergerissenen Plakaten der politischen Gegner und so weiter. Besonders unterhaltsam scheint es Bruce zufolge an der Penn State University zuzugehen, wo eine schwarze Konservative ihren Vortrag nicht zu Ende führen konnte, ohne von Trillerpfeifen blasenden StudentInnen in Militäruniform in die Flucht geschlagen zu werden, dafür aber ein ... pardon ... "feministisches Fotzenfest" veranstaltet wurde (unterstützt durch 10.000 Dollar der Universität), in dem junge Frauen ihre gepierceten Brüste zu einem bestimmt sehr künstlerischen Marionettentheater umfunktionieren.
Zu den aufschlussreicheren Stellen des Buches gehört auch, wie Tammy Bruce dem Leser noch einmal die Elemente des "groupthink" vor Augen führt (etwa den Glauben, eine höhere Moral zu vertreten, deshalb unangreifbar zu sein, Abweichler rigoros verfolgen und Zensur ausüben zu dürfen) und darlegt, wie solche Funktionsweisen etwa in der feministischen Ideologie zum Tragen kommen (wobei Bruce, wie gesagt, bei ihrer zaghaften Analyse nicht einmal die halbe Strecke zurücklegt). Bemerkenswert ist zu lesen, wie Bruce von sich selbst berichtet, als Mitglied der Frauenbewegung die Einstellung übernommen zu haben, Zensur sei die Lösung vieler Probleme. Auch sonst schildert sie beispielsweise die NOW als ebenso paranoiden wie inkompetenten Haufen. Als sich Tammy Bruce dort als Public-Relations-Expertin bewarb, erhielt sie zunächst nicht einmal einen Rückruf, weil ihre Referenzen einfach zu GUT waren und sie so nicht "ins Profil passte", sondern für eine Spionin gehalten wurde. Und als es ihr gelang, ihre NOW-Ortsgruppe binnen kurzer Zeit von 1200 auf 4000 Mitglieder hochzufahren, musste sie sich dafür vor dem NOW-Bundesvorstand gegen den Vorwurf rechtfertigen, NOW schaden zu wollen, weil zu den neugewonnenen Mitgliedern nicht nur "verdächtig viele Männer" zählten, sondern sogar Konservative und religiöse Menschen. Einige andere von Bruces Beispielen sind ebenfalls überzeugend. Ein mit ihr befreundeter Senior-Vizepräsident eines großen Unternehmens wurde etwa wegen seines diplomatischen Geschicks gebeten, auf eine Junior-Vizepräsidentin beratend Einfluss zu nehmen, die mit ihrer biestigen Art etliche Kunden und Mitarbeiter vergraulte. Er teilte ihr mit, dass sie viel gewinnen könnte, wenn sie nur etwas netter wäre. Jetzt dürfen alle dreimal raten - richtig: Schon am nächsten Tag wurde er deshalb wegen sexueller Belästigung verklagt.
Andere von Bruces Anekdoten sind schließlich so idiotisch, dass sie schon wieder süß sind. Beispielsweise beklagt sie in einem ganzen Kapitel auf eher blasse Weise, wie leicht sich die Medien durch den Druck sogenannter Minderheitengruppen instrumentalisieren ließen. Dass Vertreter ECHTER Minderheitenpositionen wie etwa Männerrechtler kaum zu politischen Fernsehdiskussionen eingeladen werden, weil sonst die anderen Diskussionsteilnehmer mit Absagen drohen und die ganze Sendung platzen würde, auch darüber schrieb Warren Farrell schon vor einigen Jahren. An einer ganz anderen Stelle führt Bruce jedoch als Beispiel RICHTIGER Medienarbeit an, wie sie selber (natürlich) einen Radiosprecher zusammengestaucht hatte, der es wagte zu berichten, dass 12 Prozent aller Frauen ihre Kollegen sexuell belästigen würden. Das sei nämlich eine vollkommen entstellende Meldung gewesen, die richtig formuliert hätte heißen müssen: "88 Prozent aller Frauen belästigen ihre Kollegen nicht!" Der Radiosprecher habe ihre Kritik auch sofort aufgegriffen, seine ursprüngliche Nachricht korrigiert und sich dafür sogar entschuldigt habe. Mit anderen Worten: Entweder merkt Tammy Bruce nicht, wenn sie verarscht wird, oder die Situation in den US-Medien ist noch grotesker, als sie sie selbst zeichnen möchte. So oder so: Man mag nach der Lektüre des Buches einen eher verwirrten Eindruck von der Autorin gewonnen haben, aber der Erkenntnisgewinn ist trotzdem vorhanden.
Wäre jedenfalls eine coole Kampagne gegen das deutsche Gewaltschutzgesetz gewesen: "Die Behauptungen der Frauenministerin hinsichtlich Gewalt in der Partnerschaft sind irreführend. Richtig formuliert muss es heißen: Zwei von drei Frauen kommen ungeschoren davon." Nein, ich glaube nicht, dass das überzeugt hätte.
Bei einigen Entwicklungen innerhalb der USA wird sich der Leser unwillkürlich fragen, wie lange es wohl dauern mag, bis sie auch in Deutschland Einzug halten. Beispielsweise existiert dort inzwischen die Forderung nach angemessener politischer Vertretung einer Bevölkerungsgruppe im Parlament. Hört sich vernünftig an? Zugegeben, deshalb waren die Frauenrechtlerinnen mit ihrer Forderung auch so überzeugend, dass eigentlich jede zweite Person im Bundestag weiblich sein müsse, weil dies dem weiblichen Bevölkerungsanteil entspreche (unabhängig davon, ob das auch mit dem politischen Engagement von Frauen übereinstimmt). Nur wird in den USA inzwischen offenbar darüber diskutiert, dieses Prinzip auch auf andere gesellschaftliche Gruppen zu erweitern, etwa auf Schwarze, Latinos oder Eskimos. Letzten Endes würde sich die Zusammensetzung eines Parlamentes also noch weniger als bisher nach den befähigsten Personen richten, sondern danach, dass alle möglichen Quoten und Proporze angemessen erfüllt werden. Das Motto wäre dann: "Jeder zwölfte Abgeordnete wird ein Latino, weil das dem Bevölkerungsanteil entspricht, und wenn wir dabei auf weniger begabte Politiker zurückgreifen müssen, dann ist das eben so." Das ist genau jene Quotenregelung, die - beschränkt aufs weibliche Geschlecht - uns die deutsche Frauenpolitik so schmackhaft zu machen versucht.
Ein ausführliches Interview mit Tammy Bruce findet ihr unter http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=25263
ZUR DOKUMENTATION:
Joachim Müller weist auf den neu erstellten österreichischen Gewaltbericht hin und nennt seine Schlussfolgerungen das "so ziemlich Heißeste, was es zur Zeit zum Thema gibt". Teile daraus wurden von Däubler-Gmelin in ihrer Rede zur Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes zitiert. Die Veröffentlichung in gedruckter Form soll im Dezember geschehen. Es folgt die Zusammenfassung von Seite 30:
--- Gewalt gegen Männer ist ein umstrittenes Thema innerhalb der Forschung über Gewalt in der Familie. Es ist eine nach wie vor versteckte Form innerfamiliärer Gewalt und ein Tabuthema innerhalb der öffentlichen Diskussion.
Ein wesentlicher Grund für die Tabuisierung ist, dass Gewalt gegen Männer mit den ihnen zugedachten gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen nicht konform geht, sondern den ihnen zugeschriebenen Charaktereigenschaften wie Stärke, Überlegenheit und Unabhängigkeit widerspricht. Dies wird etwa daran deutlich, dass Männer ungern zugeben, von der eigenen Partnerin misshandelt worden zu sein. Eher neigen viele dazu, die an ihnen ausgeübte Gewalt zu bagatellisieren. Aus Scham sind sie oftmals nicht bereit, Hilfe Außenstehender anzunehmen. Misshandelte Männer finden selten Glauben bei Polizei und Gericht.
Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass Gewalt gegen Männer existiert. In Befragungen wird deutlich, dass die Raten gewalttätiger Frauen und Männer maximal ein Drittel voneinander abweichen. Einige Untersuchungen konnten dabei eine höhere Rate von Gewalt gegen Männer, andere wiederum eine höhere von Gewalt gegen Frauen nachweisen.
Frauen sind nicht friedlicher als Männer. Empirische Untersuchungen widersprechen der oftmals biologistisch geprägten Argumentation, dass Frauen „von Natur aus“ friedliebender als Männer sind. So gibt es empirische Belege dafür, dass auch Frauen Gewalttaten gegen Männer beginnen.
In der Forschungsdiskussion wird davon ausgegangen, dass Frauen ihre geringere körperliche Stärke durch den Einsatz von Gewaltmitteln kompensieren, die aus einer bestimmten Distanz eingesetzt werden können. Empirische Untersuchungen liefern einige Hinweise zur Bestätigung dieser Annahme. Allerdings sind die in diesen Untersuchungen nachgewiesenen Differenzen nicht groß genug, um diese Vermutung generell bestätigen zu können.
Nichtsdestotrotz stellt die Gewaltanwendung gegen Frauen gesellschaftlich ein größeres Problem als Gewalt gegen Männer dar, weil Frauen schwerer verletzt werden und die aus Gewalthandlungen an ihnen resultierenden Konsequenzen gravierender sind. In diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, dass es nach wie vor vielen Frauen auf Grund mangelnder ökonomischer Ressourcen schwerer fällt, gewalttätige Beziehungen zu verlassen.
Empirische Befunde über die Existenz von Gewalt gegen Männer rechtfertigen im Gegenzug nicht, die Problematik Gewalt gegen Frauen zu bagatellisieren und infolgedessen öffentliche Hilfen für Frauen als überflüssig zu betrachten (Gemünden 1996).
Auf Grund der nach wie vor gegenwärtigen Randstellung der Thematik Gewalt gegen Männer und des Fehlens spezifischer Forschungsarbeiten blieben wesentliche Aspekte dieser Problematik nach wie vor unerforscht. Konkret fehlen etwa Forschungsarbeiten, welche mit Methoden der qualitativen Sozialforschung spezifische Probleme von misshandelten Männern in ähnlicher Weise näher untersuchen wie das bereits in Untersuchungen über misshandelte Frauen erfolgt ist. Genauso ist bisher wenig über die Folgen für männliche Opfer und ihre Bewältigungsstrategien bekannt. Es erscheint daher notwendig, diese Defizite in den kommenden Jahren zu beseitigen, um ein differenzierteres Bild über diese Problematik zu erlangen." ---
Wie man sich denken mag, gibt es in diesem Text auch einige Punkte, die mit meiner persönlichen Einschätzung des Problems nicht übereinstimmen (insbesondere den mit "Nichtsdestotrotz" eingeleiteten Absatz), aber die Debatte wird ja auch gerade erst eröffnet. Als Diskussionsgrundlage halte ich diesen Text für außerordentlich gut geeignet. Und erfreulicherweise scheint sich ja auch das Bundesfrauenministerium allmählich dazu durchzuringen, Wissenschaft an die Stelle von Ideologie treten zu lassen, und schreibt eine Pilotstudie zur Gewalt gegen Männer aus: http://www.bmfsfj.de/dokumente/Artikel/ix_61537.htm Ich bezweifle, dass das ohne den entsprechenden Druck aus der Forschung und Teilen der Männerbewegung so schnell möglich gewesen wäre.
Soweit für diese Ausgabe. Leider konnte ich auch diesmal bei einigen Nachrichten nur den Link legen, weil es diese Woche bei mir wieder mal etwas turbulenter war; das wird sich wohl auch in den nächsten Tagen nicht ändern. (Ich bin zum Beispiel in den nächsten drei Tagen nicht zu erreichen, weil ich privat nach München muss.) Ich hoffe, ihr hattet trotzdem ein informatives Lesevergnügen. Herzlicher Gruß euch allen
Arne
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zweiundzwanzigsten Ausgabe des
INVISIBLE-MEN-e-zines!
Diesen Dienstag durfte ich bei einer sehr angenehmen und interessanten
Diskussionsrunde des Väteraufbruchs für Kinder (Ortsverein Wiesbaden)
teilnehmen, bei der mir auch einige Fragen gestellt wurden. Als schwierigste
empfand ich ganz klar: "Glaubst du, es wird sich bald endlich was ändern,
oder hat unser ganzer Kampf letzten Endes gar keinen Sinn?" Anlass für
Skepsis und Frustration gibt es wahrlich genug. Das Scheidungsunrecht ist in
vielen Punkten ebenso offensichtlich wie einzementiert, das
Frauenministerium produziert erst Gesetze und idiotische Pressemitteilungen
und lässt danach die dazu notwendigen Studien durchführen und die Medien
machen bei sämtlichen Themen einen Riesenbogen um alles, was das politisch
sichere Klischee vom Täter Mann und Opfer Frau hinterfragen könnte.
Andererseits hat man gerade jetzt den Eindruck, dass einiges in Bewegung
kommt: Die offene, weitgehend unzensierte Diskussion im Internet macht es
möglich, dass immer neue Interessierte zur Männerbewegung stoßen und
international immer mehr Informationen recherchiert werden können, die noch
vor wenigen Jahren dem Durchschnittsmenschen einfach nicht zugänglich waren.
Zudem ist das Pendel so stark in eine Richtung ausgeschlagen, dass es
irgendwann einmal zurückschlagen muss - so scheint es zumindest. Aber in
Ämtern, Verlagen und Redaktionsstuben sind die zentralen Positionen immer
noch von Feministinnen besetzt oder zumindest mit Menschen, die sich mit den
Feministinnen nicht anlegen möchten, was dazu führt, dass der Öffentlichkeit
noch immer lediglich die grob verzerrte eine Hälfte der Wirklichkeit
präsentiert wird. Noch trägt das sexistische System sich selbst. Und gerade
diejenigen von seinen Opfern, die wegen des größten Leidensdrucks zu den
entschiedensten Widerständlern gehören könnten, haben z. B. als entsorgte
Scheidungsväter so viele Probleme am Hals, dass sie sich von morgens bis
abends mit Mühe und Not gerade um sich selber kümmern können. Da hatten es
die ersten Aktivistinnen der Frauenbewegung leichter - sie mussten
beispielsweise nebenher nicht noch acht bis zehn Stunden arbeiten, um eine
Familie zu ernähren und/oder am Wochenende quer durch die Republik reisen,
nur um ihre Kinder sehen zu dürfen. Wenn Frauen klagen, weckt das männliche
Helfer- und Beschützeinstinkte, wenn Männer klagen gilt das entweder als
unmännlich und deshalb lächerlich oder als aggressiv und deshalb bedrohlich.
Unser maskulistischer Kampf wird schwerer werden und länger dauern als der
feministische, soviel steht fest.
Aber jetzt erst mal zu diesem zine: Die Ausgabe dieser Woche beschäftigt
sich aus aktuellem Anlass doch noch einmal mit der Männerunterdrückung in
Afghanistan, einigen neuen Entwicklungen in der Debatte um häusliche Gewalt,
verschiedenen Kindsmörderinnen, die per Zufall zeitgleich in den Nachrichten
landeten, den ersten Erfolgen britischer Maskulisten, Rapstars,
vergewaltigten Männern und einigen anderen Themen. Soweit wie möglich: Viel
Vergnügen!
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen
lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem
von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die
bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter
http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
KAMPAGNE MACHT AUFMERKSAM AUF GEWALT GEGEN MÄNNER IN AFGHANISTAN
US-amerikanische Männerrechtler weisen seit dem 22. November in einer
zehntägigen Kampagne darauf hin, dass die Misshandlung von Frauen in
Afghanistan breiten Raum in unseren Medien einnimmt, während die mindestens
ebenso brutalen Misshandlungen von Männern Gendercide Watch zufolge einem
Schweigetabu unterliegen, ignoriert und verharmlost werden. Frauen wurde das
Recht auf Ausbildung, auf Arbeit und auf freie Bewegung im öffentlichen Raum
genommen. Männer in Afghanistan werden öffentlich zusammengeschlagen, von
ihren Familien getrennt, zum Kriegsdienst zwangsverpflichtet, in
Arbeitslagern geschunden, willkürlich hingerichtet, gefoltert und
massenweise umgebracht: http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/424
Die Männerfeindlichkeit in Afghanistan begann (wie die Frauenfeindlichkeit)
lange vor der Herrschaft der Taliban, was bedeutet, dass sie vermutlich mit
einem Ende ihrer Herrschaft nicht automatisch vorbei ist:
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/425 Von der UNO über die
Weltgesundheitsorganisation WHO bis zum hohen Flüchtlingsrat der Vereinten
Nationen tun praktisch sämtliche bedeutenden internationalen Organisationen
so, als ob nur das Leiden des weiblichen Geschlechts zähle:
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/427 Und selbst eine so
renommierte und ansonsten unterstützenswerte Organisation wie amnesty
international ist auf dem Auge blind, welches das männliche Geschlecht
betrachten sollte: http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/428
ZERSTÖRUNGSWUT UND ÜBERRASCHUNGSANGRIFFE
Billy Kuhl hat seine Examensarbeit über häusliche Gewalt verfasst. Dass
solche Taten mindestens ebenso häufig von Frauen wie von Männern begangen
werden, ist ihm natürlich klar. Aber er hat auch zwei neue Erkenntnisse auf
Lager. Erstens: Weibliche Gewalttäterinnen zerstören weit häufiger als
Männer den Besitz ihrer Opfer. Zweitens: Frauen überwinden ihre häufige
körperliche Unterlegenheit gegenüber ihren Männern nicht unbedingt durch
Waffen, wie man bisher annahm, sondern vor allem durch das Element der
Überraschung. Auch Männer müssen essen, schlafen, duschen, Kellertreppen
heruntergehen oder sich generell Momente der Unachtsamkeit erlauben. Und
dann werden sie zum Opfer: http://www.mensnewsdaily.com/kuhl.htm
Ein neuer englischer Artikel zu diesem Thema findet sich hier:
http://members.ozemail.com.au/%7Eirgeo/domestic.html und ein Beitrag über
Erin Pizzey, die vermutlich bekannteste Veteranin im Krieg gegen häusliche
Gewalt, da drüben:
http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4307299,00.html
HANDGREIFLICHKEITEN ÜBERWIEGEND FRAUENSACHE
Lange Zeit wurden die internationalen Erkenntnisse über den größeren Anteil
weiblicher Täter bei häuslicher Gewalt damit abgebügelt, dass es sich dabei
nicht um die Ergebnisse deutscher Studien handele, sondern
„lediglich“ solche aus den USA, Kanada, England, Dänemark,
Neuseeland und diversen anderen Staaten dieser Erde. Deutschland sei da ganz
bestimt ganz anders. Jetzt hat Professor Gerhard Amendt vom Institut für
Geschlechter- und Generationenforschung der Uni Bremen eine Studie über
Paare in der Trennungsphase vorgelegt. Deren Ergebnis: Jede vierte
Handgreiflichkeit geht hier von Männern aus, aber 58 Prozent von Frauen. Vor
Gericht wird den männlichen Opfern (natürlich) nicht geglaubt:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/62256 Bezeichnend ist,
dass die Stuttgarter Zeitung selbst diese Meldung nicht ohne
männerfeindlichen Unterton präsentieren konnte – er wurde garniert
durch das Foto einer Frau, die gegenüber einem aggressiven Mann schützend
die Hände vors Gesicht hält. Professor Amendt zeigte sich über dieses
Ergebnis seiner Studie übrigens überrascht. Die Leser dieses zines wird es
kaum verwundern.
IST DAS "GEWALTSCHUTZGESETZ" NUR DER ANFANG?
Während wir uns noch über das inzwischen verabschiedete "Gewaltschutzgesetz"
unsere Köpfe zerbrechen, ist man im Schweizer St. Gallen schon einen Schritt
weiter: Dort steht zumindest zur Diskussion, "prügelnde Männer" in Zukunft
schon nach deren bloßer Androhung präventiv ihrer Wohnung zu verweisen und
in Haft zu nehmen. Eine Ausweitung des Polizeigewahrsams von 24 Stunden auf
acht Tage ist ebenfalls vorgesehen:
http://www.lol.li/tmh/news/24/app/overview_singlenews_expanded.asp?sID=2611&sTyp=N
Man darf gespannt sein, was sich einige kreative Köpfe noch so alles
einfallen lassen.
"EL DILDO BANDITO": MÄNNERRECHTLER STIEHLT 21 KERAMIKPENISSE VON WÄSCHELEINE
Diese Nachricht mag sich anfangs etwas grotesk anhören, es ist aber in
Wahrheit alles ganz simpel: Eine öffentliche Bibliothek in Colorado hatte 21
Keramikpenisse auf einer Wäscheleine aufgehängt, um damit gegen häusliche
Gewalt zu demonstrieren. Der maskulistische Aktivist Robert Rowan sah darin
einen Akt der Männerfeindlichkeit und protestierte in einem
öffentlichkeitswirksamen Akt des zivilen Widerstandes, indem er die Penisse
entwendete und sich unter dem Namen "El Dildo Bandito" mit seinem Geständnis
an die Medien wandte. Hm, manche Geschichten werden auch nicht besser, wenn
man die Hintergründe erklärt. Vielleicht gelingt das Wendy McElroy besser
unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,39447,00.html
DIE GESCHICHTE EINER KINDSMÖRDERIN
Eine junge Mutter aus Neuseeland, die drei Babys erstickte, berichtet, wie
sie die Ärzte irreführte:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/health/newsid_1669000/1669048.stm
NUMMER NEUN GERETTET?
Einer englischen Mutter wurde von den Behörden das Baby weggenommen, weil
sie unter dem Verdacht steht, für den Tod von bis zu acht ihrer anderen
Kinder verantwortlich zu sein:
FREILASSUNG NACH DREI JAHREN
Eine junge Frau, die ihr Kind auf einer öffentlichen Toilette bekam, es
umbrachte und danach auf den Tanzflur zurückkehrte, wurde zu 15 Jahren
Gefängnis verurteilt und jetzt nach drei Jahren freigelassen:
http://www.cnn.com/2001/LAW/11/24/prom.mom.ap
UMSTRITTENE ADOPTION
Sheryl Hardy tötete ihren zweijährigen Sohn, indem sie ihn mit dem Kopf
zuerst in eine Toilette stieß, weil er in seine Hose gemacht hatte. Jetzt
erhält sie die Erlaubnis, ein weiteres Kind zu adoptieren:
http://www.sunspot.net/news/nationworld/nation/wire/sns-ap-potty-training-death1126nov26.story
"Es wird ebenfalls als Leiche enden", befürchtet ein Polizeibeamter.
ENGLAND: BEDEUTENDER SIEG FÜR VATERRECHTE IM JUSTIZSYSTEM
Die Zeiten, in denen bei einer britischen Scheidung fast automatisch die
Mutter das Kind zugesprochen bekam, sind anscheinend vorbei:
http://www.thisislondon.com/dynamic/news/top_story.html?in_review_id=94939&i
ENGLAND: ANZAHL WEIBLICHER HÄFTLINGE SCHIESST WEITER IN DIE HÖHE
Ist Kriminalität am Ende doch nicht "von Natur aus" männlich? In England
musste inzwischen das dritte Männergefängnis in einen Frauenknast
umgewandelt werden:
http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001545112,00.html und
http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001545025,00.html Dazu passt sehr
hübsch auch dieser Artikel, der ebenfalls einen bemerkenswerten Anstieg
gewaltbereiter, betrunkener Frauen in England feststellt:
WEGEN EXHIBITIONISMUS ANGEKLAGTE ERSCHEINT NACKT VOR GERICHT
Mit Foto: http://www.kgw.com/kgwnews/oregonwash_story.html?StoryID=30756
IRISCHE FRAUENGRUPPEN EMPÖRT ÜBER MEDIENARBEIT DER MÄNNERRECHTLER
Wenn man nach den Reaktionen der Feministinnen in Irland geht, scheinen dort
die Männerrechtler mit ihrer Medienarbeit etwas erfolgreicher zu sein als
hierzulande, wo sie noch weitestgehend ignoriert werden:
http://www.ireland.com/newspaper/ireland/2001/1127/hom10.htm Aber natürlich
greift auch in Irland sofort der alte Mechanismus, dass Männer, sobald sie
sich zu beklagen wagen, als "feindselig" abqualifiziert werden. Dumm nur für
die feministische Liga, dass dieses Abbügeln von Kritik und
entgegengesetzten Meinungen, das 30 Jahre lang prima funktioniert hat,
plötzlich zu scheitern beginnt.
WEIBLICHER RAP-STAR FEIERT MÄNNER
Bisher war es für Rapperinnen und Hip-Hop-Interpretinnen fast
selbstverständlich, Männer zu dissen und niederzumachen. Angie Stone
schwimmt gegen den Strom mit ihrem neuen Song "Brotha" und dem dazugehörigen
Video: http://www.boston.com/dailyglobe2/327/living/One_proud_sister+.shtml
Ob man auch in deutscher Sprache einmal anderen Teenie-Rap als "Ich find
dich scheiße" und "Mr. Wichtig" hören wird?
EMINEMS EX: "142.000 DOLLAR UNTERHALT PRO JAHR UNANGEMESSEN"
Um ehrlich zu sein, halte ich das auch für unangemessen, aber ich habe fast
den Eindruck, diese Lady findet eine solche Irrsinnssumme unangemessen
NIEDRIG:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/entertainment/showbiz/newsid_1375000/1375126.stm
Ich frage mich regelmäßig, woher solche Frauen bei ihrer Abzocke die
Selbstverständlichkeit nehmen, mit der sie glauben, auf ein solches Vermögen
einen gerechtfertigten Anspruch zu besitzen.
AUSTRALIEN: ARMUT IST MÄNNLICH
http://www.theage.com.au/news/national/2001/11/29/FFXB18BZJUC.html
WERBEBLOCK:
------
Ja, ich weiß schon, was ihr jetzt sagen wollt: "Werbeblock? Was soll das
heißen: Werbeblock? Bisher dachten wir immer, das ganze zine sei ein
Werbeblock. Sozusagen ein Dauerwerbezine."
Hm, nun ja, ist ja auch nicht ganz falsch. Das Reklamebombardement für "Sind
Frauen bessere Menschen?" war gerade in den letzten Wochen doch einigermaßen
heftig. Insofern bin ich mir sicher, dass für die Hauptzielgruppe dieses
zines der Käse eigentlich gegessen ist und ihr eure Entscheidung pro oder
contra eines Kaufs bereits getroffen habt - so dass noch so viel zusätzliche
Reklame vermutlich nichts mehr ändern würde. Aber: Erstens wird dieses zine
ja inzwischen auch über den Kreis der Eingeweihten hinaus verbreitet. Und
zweitens gibt es innerhalb der Kernempfänger dieses zines einige, die mich
bei der Arbeit an diesem Buch und bei dem Marketing dafür sehr unterstützt
haben. Diese freundlichen Helferinnen und Helfer wird es vielleicht
interessieren, dass inzwischen die erste ausführliche Rezension zu diesem
Buch vorliegt, verfasst von der den meisten von uns wohlbekannten Dr. Karin
Jäckel. Ich danke Karin Jäckel sehr, dass sie es trotz ihres engen
Zeitplanes geschafft hat, meinen doch recht umfangreichen Wälzer so schnell
durchzuarbeiten und ihn in dem folgenden Text zu besprechen. Wen er nicht
interessiert, den bitte ich, einfach sanft nach unten zu scrollen.
--- Arne Hoffmann, Sind Frauen die besseren Menschen? - Plädoyer für einen
selbstbewussten Mann
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001
Mit der Fragestellung seines Buchtitels gibt Arne Hoffmann der in
Öffentlichkeit und Politik ebenso populistisch wie einseitig unter dem Motto
"Gewalt ist männlich" debattierten Geschlechterfrage einen neuen Impuls.
Auf 560 prallen Seiten Text plus "Navigator"-Anhang rückt er denjenigen
zuleibe, welche die einseitig parteiliche Debatte um die Frauen als Opfer
mit Schätzwerten regierungsnaher Vereinigungen und Verbände aufzumischen
pflegen. Obwohl die persönliche Empörung des Autors zeitweilig polemisch
oder sarkastisch, bitter oder traurig, zornig oder spöttisch zu spüren
bleibt, überzeugt die in engen Zeilen dargebotene Informationsfülle. Aus
weltweit recherierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen,
polizeilichen Ermittlungsfakten und statistischem Material im Mix mit
sachlich fundierten Literaturzitaten integrer Wissenschaftler bietet sie ein
fulminantes Feuerwerk der Thesen und Argumente, dem man sich nicht entziehen
kann.
Als Autorin, die selbst Bücher über ausgebeutete und aus dem Leben ihrer
Kinder gedrängte Väter geschrieben hat wie "Der gebrauchte Mann" oder "Ein
Vater gibt nicht auf" oder "Handbuch für Vater nach der Trennung", kenne ich
eine Vielzahl der Informationen und Fakten, die Arne Hoffmann zu einem
Plädoyer für einen selbstbewussten Mann zusammengetragen hat. Ich kenne auch
die Frauen, die sich heutzutage schon fast schämen, immer noch mit demselben
Mann in einer Langzeitbeziehung zu leben und leben zu wollen.
In einer Gesellschaft, in der nahezu jede zweite Ehe auf Betreiben der
Ehefrau geschieden und die Lebensform "Alleinerziehend" immer öfter von vorn
herein bewusst angestrebt wird, scheint eine Frau irgendwie anormal, die in
der Gemeinsamkeit mit dem leiblichen Vater ihrer Kinder leben will. In
meinem Buch "Die Frau an seiner Seite" habe ich diese Frauen im Spiegel des
Feminismus' betrachtet und das politisch gezielte Wegrationalisieren
der Familie zugunsten der Frauenerwerbsarbeit als sozialistische "Wohltat"
im Sinne von Friedrich Engels entlarvt.
Als Frau hat mich die Lektüre des Buches von Arne Hoffmann dennoch betroffen
gemacht, denn die geballte Fülle der Informationen über den feministisch
angeheizten Geschlechterkampf zeigt in erschreckender Klarheit, dass es hier
längst schon nicht mehr um Gleichheit der Geschlechter und Gleichwertigkeit
der Menschen geht.
Indem Männer durch die Verallgemeinerung von Slogans wie "Gewalt ist
männlich" gezielt zum Klassenfeind der Frauen und Kinder abgestempelt werden
und die Gewalttätigkeit der Frauen verschwiegen bzw. verharmlost oder gar
verleugnet wird, soll Frauen der Nimbus des ewig schwachen, hilflosen Opfers
männlicher Ausbeutung aufgesetzt werden. Nur die Schwäche der Frau als Opfer
rechtfertigt ja die mit Hilfe solcher Slogans praktizierte Bekämpfung eines
Unterdrückers. In Wahrheit findet durch die Negierung der von zahllosen
Opfern ganz real erlebte weibliche Gewalt eine Verhöhnung eben dieser Opfer
statt. Ihnen UND der gesamten Gesellschaft wird suggeriert, dass ihre
Erfahrungen entweder gar nicht wahr, oder nicht so schlimm oder nicht ernst
zu nehmen sind.
Erwachsene und vor allem Kinder, die von ihren Müttern misshandelt wurden
und werden, werden durch die öffentliche Negierung der weiblichen Gewalt
dazu verdammt, ihre Erfahrungen zu verschweigen; sie müssen ja befürchten,
dass ihnen niemand glaubt oder dass es ihnen ergeht wie einem Mädchen, das
ich kenne.
Dieses Mädchen war jahrelang von seiner Mutter brutal gefoltert und sexuell
ausgebeutet worden. Als das Kind endlich den Mut fand, sich einer Lehrerin
anzuvertrauen, lief die Maschinerie der Ermittlungsprozeduren an. Eine davon
war das Erstellen eines psychologischen Gutachtens. Der Gutachter befragte
das Mädchen, warum es denn nicht mehr zur Mutter sondern lieber in einem
Heim leben wolle. Das Mädchen erklärte, dass es Angst vor der Mutter habe.
Der Gutachter sagte darauf, ein Kind, das vor der eigenen Mutter Angst habe,
müsse krank im Kopf sein. Und ein Kind, das krank im Kopf sei, müsse ins
Krankenhaus, um geheilt zu werden. Ob das Mädchen das wolle? Das Mädchen
wollte nicht in die psychiatrische Klinik, weil es diese nach einem
Selbstmordversuch bereits kennen gelernt hatte. Nun, sagte der Gutachter,
dann müsse sich das Mädchen entscheiden, ob es gesund sei und seine Mutter
liebe, wie alle gesunden Kinder, und zugebe, gelogen zu haben, oder ob es
seine Mutter nicht liebe und dann eben krank sei und in die Klinik müsse.
Das Mädchen sagte, es habe gelogen und nahm sich eine Woche später das
Leben, indem es sich mit Tabletten vergiftete, die es im Medizinschrank bei
der Mutter zuhause gefunden hatte.
Bücher wie "Sind Frauen bessere Menschen" tragen maßgeblich zur
Meinungsbildung bei. Sie informieren und klären auf. Sie regen zum
Nachdenken und zum Debattieren an. Aus meiner Sicht sind sie unverzichtbar.
Lassen Sie mich zum Schluss noch anführen, dass Arne Hoffmanns Kompaktwissen
des Geschlechterkriegs zwar an die neue verkaufsträchtige Lexikareihe
"populärer Irrtümer" eines Frankfurter Verlages erinnern mögen - tatsächlich
aber ist Hoffmann ganz anders. Anders und besser, weil er nämlich bei aller
Kritik an eben solchen populären Irrtümern beidäugiger hinschaut und somit
wesentlich näher dran an der weltweiten Forschung über Frauen- und
Männerverhalten ist. Besser auch, weil er direkter und authentischer in der
gerechten Empörung und Betroffenheit des Mannes argumentiert, der sich der
Anwürfe erwehrt, denen er als Mitglied der Spezies Mann immer öfter und
entwürdigender ausgesetzt ist.
Nur scheinbar ist es ein Buch, das vor allem für Männer geschrieben wurde.
Ich bin überzeugt, dass gerade Frauen es lesen sollten, denn es ist nicht im
Sinne von klugen, lebensbejahenden und mit ihrer Weiblichkeit im Einklang
lebenden Frauen, Jungen und Männer generell als die schlechtere Alternative
der Schöpfung abzuwerten. Im Gegenteil, Frauen dieser Art genießen es, mit
Männern zu leben und sich mit ihnen sowohl gleichwertig als auch
gleichberechtigt zu wissen. Gemeinsam werden diese Frauen und Männer die
leider ausgeübte Gewalt bekämpfen und dabei ohne Ansehen des Geschlechts
gegen jeden Mann und jede Frau vorgehen, die sich als Täter und Täterinnen
schuldig gemacht haben. Behauptungen wie die der Hamburger Justizsenatorin
Lore Peschel- Gutzeit, die mir anlässlich einer gemeinsamen
Podiumsdiskussion in Berlin sagte, der Beweis dafür, dass Gewalt männlich
sei, sitze in den überbelegten Männerhaftanstalten des Landes, halte ich für
sogenannte "Killerphrasen", mit denen Ernst zu nehmende Diskussionen
verhindert werden oder doch verhindert werden sollen.
Arne Hoffmann hat mit seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" einen
wertvollen Diskussionsbeitrag zur echten Gleichberechtigung geleistet. Jetzt
ist es an seinem Leserpublikum, Multiplikatoren seiner Arbeit zu sein. Ich
wünsche ihm Glück und Erfolg dazu.
Dr. phil. Karin Jäckel
Autorin ---
Auch bei Amazon sind inzwischen übrigens die ersten freundlichen wie auch
unfreundliche Worte zu meinem Buch eingegangen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896023829/qid%3D1005673303/028-7818635-5037339
MEINUNG:
-------
"DER SPIEGEL": EIN SCHWEIN BESITZT MEHR VORZÜGE ALS SO MANCHER MANN
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,169592,00.html
ZITAT:
----
"Es ist toll, eine Frau zu sein, weil ... man einen Mann in aller
Öffentlichkeit ohrfeigen kann, da sowieso jeder davon ausgeht, dass die Frau
im Recht ist."
Allan & Barbara Pease in: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht
einparken", Rezension siehe unten
WEB:
---
Die Vergewaltigung von Männern, insbesondere durch Frauen, ist ein solches
Tabuthema, das dazu bislang nur die wenigsten Studien existieren. Hier bin
ich auf eine Website gestoßen, die eine beachtliche Anzahl an Links zu
diesem Thema zusammenstellt:
http://www.xris.com/survivor/msa/information.html
ZUR DOKUMENTATION:
-----
Folgender Text stammt aus Joachim Bells Rundbrief der Roten Männer innerhalb
der SPD. Freundlicherweise hat er mir gestattet, ihn für dieses zine zu
übernehmen.
--- Unterhalt ? "Aber keinen Pfennig mehr!"
Bundesfamilienministerium widerlegt die Behauptung von der Unterhaltsflucht
Im Spätsommer veröffentlichte das Bundesfamilienministerium eine
ausführliche Studie über die Allein-erziehenden in Deutschland. Überaus
interessante Ergebnisse förderte diese Studie zum Thema "Unterhalt" zu
Tage. So erfährt man: "Alleinerziehende Väter erhalten zu einem Viertel
Unterhalt für ihre Kinder, bei den alleinerziehenden Müttern sind es 67%.
... Augenfällig ist, dass darüber hinaus 39% der alleinerziehenden Väter
keinen Unterhalt wollen, alleinerziehende Mütter verzichten nur in 5% der
Fälle auf ihren Anspruch." (S. 278)
Hier wird auch festgestellt - was andernorts in der selben Studie in Abrede
gestellt wurde -, dass es einen "signifikanten Zusammenhang zwischen der
Kontakthäufigkeit des Unterhaltsverpflichteten zum Kind und den
Unterhaltszahlungen" gibt: Je seltener und unregelmäßiger dieser Kontakt,
"desto wahrscheinlicher ist es, dass für das Kind keine Unterhaltszahlungen
erfolgen. Besteht auf der Eltern-Kind-Ebene kein Kontakt, dann erhalten 46%
der Kinder Unterhalt. Findet der Kontakt hingegen mindestens alle zwei bis
vier Wochen statt, so erhalten mindestens 80% der Kinder Unterhalt." (ebd.)
Und schließlich: "Alle unterhaltspfichtigen Väter mit gemeinsamem Sorgerecht
kommen ihren Unterhaltsverpflichtungen nach." (S.279)
Dort wo kein Unterhalt gezahlt wird, liegt in den seltensten Fällen eine
"Unterhaltsflucht" vor, sondern in aller Regel eine Zahlungsunfähigkeit des
Pflichtigen aufgrund von Arbeitslosigkeit und/oder Sozialhilfebedürftigkeit.
Grundsätzlich sollte dies niemanden wundern, denn das Unterhaltsrecht ist
strafrechtlich bewehrt, und wer beharrlich die Zahlungen verweigert, wird
gepfändet oder wandert sogar ins Gefängnis. Und die die Vorauszahlungen
leistenden Jugend- und Sozialämter achten mit Argusaugen darauf, dass sie
ihr Geld wiederkriegen. Dennoch ist die Paranoia vom allgegenwärtigen
Unterhaltsverweigerer fast schon ein Gemeinplatz. Nach den durch die Studie
vorgelegten Zahlen darf man wohl sagen: eine männerfeindliche Ideologie. Nur
glaube keiner, dass die Studie dies offen ausspräche! Das könnte dann ja den
feministoiden Grundkonsens gefährden.
Kontakt zum Kind steigert die Motivation zum Geldverdienen
Deutlich macht dies aber auch, dass die Motivation eines Vaters, mehr Geld
zu verdienen, deutlich steigt, wenn er das Kind, für das er den Unterhalt
erwirtschaften soll, regelmäßig sieht. Wen kann dies eigentlich wundern?
Dass Väter, denen gerade mal der Selbstbehalt bleibt, keinen Anlass sehen,
auch nur einen Handschlag mehr zu tun, wenn sie zu ihren Sprößlingen nicht
mal eine Beziehung aufbauen dürfen, können wahrlich nur die borniertesten
Sesselfurzer nicht verstehen. Denn was diese Väter etwa durch Überstunden
zusätzlich erarbeiten, fließt anschließend umstandlos in den Unterhalt.
Frage da mal einer nach der Motivation, mehr zu leisten!
Den Geist der Studie macht vor allem der folgende Satz deutlich: "(...) die
Mehrzahl der Unterhaltsberechtigten erhält den gerichtlich festgelegten
Betrag und - wie es Alleinerziehende vielfach betonen - keinen Pfennig
mehr'." (S. 279) Nachdem die Lüge von der Unterhaltsverweigerung widerlegt
ist, wird zugegeben, dass die Väter ihrer Pflicht nachkommen. Und um nur ja
nicht von dem anklagenden Gestus zurücktreten zu müssen, wird jetzt betont:
Aber mehr als ihre Pflicht tun sie nicht!
Man fragt sich, was das eigentlich aussagen soll. Aber richtiggehend ratlos
mag man werden, wenn nicht einmal zehn Zeilen später festgestellt wird, dass
es eine hohe Beteiligung der Unterhaltspflichtigen über den Unterhaltsbetrag
hinaus gebe: "Von 58 Unterhaltszahlenden beteiligen sich 40 an weiteren
materiellen Ausgaben. In der Regel geht es dabei um Bekleidung der Kinder,
Anschaffungen für das Kinderzimmer, Spielsachen und Taschengeld." (S. 280)
Doch die beckmesserische Kritik folgt - wie könnte es anders sein? - auf dem
Fuße, dass diese Leistungen "erst auf Nachfrage der Alleinerziehenden"
stattfanden. Nach dem Motto: Es kann ja wohl kein positives Verhalten der
Unterhaltspflichtigen geben, dass sich nicht irgendwie relativieren lässt!
Selbst zahlungsunfähige Unterhaltspflichtige sind offenbar bemüht, ihrer
Pflicht auf anderem Weg nachzukommen. So ergab die Studie, dass diese zu
handwerklichen Hilfen im Haushalt zur Verfügung standen oder etwa Gemüse aus
dem Garten u.ä. mitgebracht hätten. "Geschenke erfolgen in der Regel nur (!)
zum Geburtstag der Kinder und zu Weihnachten. Die Unterhaltsverpflichteten
versuchen also zum Teil ihre Zahlungsunfähigkeit auszugleichen und einen
Kompromiss zwischen den Ansprüchen der Befragten und den ihnen zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten zu schließen." (S. 281) Weshalb das in dieser Studie
ständig mit hinterfotzigen Einwänden ("in der Regel nur") konterkariert
wird, darüber mag man spekulieren. Vielleicht hätten die nackten Tatsachen
zu sehr an dem Mythos gekratzt, dass Frauen, zumal die alleinerziehenden,
bessere Menschen sind.
(Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend: Allein-erziehen - Vielfalt und Dynamik einer Lebensform, Stuttgart
2001.) ---
BUCHBESPRECHUNG:
------
ALLAN & BARBARA PEASE: WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT
EINPARKEN
Dieser Titel ist der hierzulande momentan vermutlich meistgelesene zur
Geschlechterdebatte. Da wird es höchste Zeit, dass ich mich damit für dieses
zine auseinandersetze.
Tatsächlich ist dieses Buch ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite
ist es erfreulich, dass es versucht, gegen das Gespenst der politischen bzw.
feministischen Korrektheit Stellung zu beziehen. Dass dieser Kampf nicht
ganz leicht ist, bekunden die Autoren ja auch selbst: In praktisch jeder
auch noch so entlegenen Kultur dieser Erde üben Männer eine bestimmte Form
von "Herrschaft" aus, und dennoch wird wie selbstverständlich davon
ausgegangen, dass "das Patriarchat" kulturell, statt biologisch bestimmt
sei. 98 Prozent aller Piloten sind männlich und trotzdem unterliegt es in
deren Berufsvereinigungen einem Schweigetabu, dass Männer vielleicht
wirklich andere biologische Grundvoraussetzungen besitzen als Frauen. Noch
zur aktuellen Jahrtausendwende steht für 80 Prozent aller Männer die Arbeit
und für 80 Prozent aller Frauen die Familie an erster Stelle. Und doch gilt
es als ausgemacht, dass Frauen nur deshalb nicht im selben Maße wie Männer
in gesellschaftlichen Führungspositionen anzutreffen sind, weil sie
diskriminiert und von männlichen Seilschaften am Aufstieg gehindert werden.
Hier wäre in der öffentlichen Diskussion etwas mehr Realitätsnähe statt
Ideologie eine gute Sache.
Problematisch ist, dass dieses Buch vollständig ins andere Extrem umschlägt.
Es begnügt sich nicht damit zu widerlegen, dass allein kulturell bestimmte
Ursachen für die Unterschiedlichkeit der Geschlechter wenig wahrscheinlich
sind, sondern nimmt die absurde Gegenposition ein, dass das gesamte
menschliche Verhalten ausschließlich durch die Hormonchemie bestimmt werde
und sich der heutige Mensch vom Neandertaler quasi in nichts unterscheide.
Dabei zeigt sich: Wenn man als Werkzeug nichts anderes als einen Hammer hat,
erscheint einem alles, was man findet, wie ein Nagel. Ähnlich bemüht wirken
zahlreiche Schlußfolgerungen der Autoren, die zudem in der Regel drei
gemeinsame, eng miteinander verbundene Fehler aufweisen: Erstens werden sehr
oft Dinge einfach nur behauptet und nicht belegt. An die Stelle von Belegen
treten oft von dem Autorenpaar erfundene Geschichten und Anekdoten. Zweitens
erspart man sich vor allem bei solchen Behauptungen die Belege, die ohnehin
als Geschlechterklischees in unseren Köpfen verankert sind. Und drittens ist
es schon putzig, wenn sich die Autoren sehr bemüht dagegen wehren, als
frauenfeindlich wahrgenommen zu werden, während ihr Text an zahlreichen
Stellen von einer geradezu ätzenden Männerfeindlichkeit durchtränkt ist.
Ein typisches Beispiel ist ein Szenario, das auf Seite 74 geschildert wird:
Wenn eine Frau sich vor Schmerzen krümme, vierzig Grad Fieber und trotz
Bettdecke Schüttelfrost habe, denke sich ihr männlicher Partner nichts
anderes als "Wenn sie sowieso gerade im Bett ist, schläft sie vielleicht mit
mir". Auf welcher Grundlage diese ominöse "Erkenntnis" durch Forschungen
entstanden sein soll, wird (natürlich) nicht berichtet. An einer anderen
Stelle heißt es, wenn 90 Prozent aller Gefängnisinsassen männlich seien,
liege das daran, dass Männer handeln würden ohne zu denken. Abgesehen davon,
dass jeder Krimonologe bei dieser plumpen These die Hände über dem Kopf
zusammenschlagen würde, fehlt auch hier (natürlich) jeder Beleg. Bezeichnend
für das ganze Buch ist ein kurzer Absatz auf Seite 340, in dem sich sehr
geballt die Worte "wahrscheinlich", "vermutlich", "bestimmt" und zweimal
"sicher" finden, wobei diese Sicherheit in Wahrheit rein spekulativ ist. In
Anbetracht des Umstandes, dass die Autoren ständig die wissenschaftliche
Unerschütterlichkeit ihrer Thesen betonen, wären Fakten statt Mutmaßungen
ein feiner Zug gewesen.
"Unsere Gesellschaft verherrlicht in der Regel in Filmen, Büchern und in der
Werbung all das, was Frauen anmacht, und verdammt das, was Männer anmacht,
als pornographisch und ordinär." Das ist eine zutreffende Beobachtung, nur
leider fallen die Autoren selbst auf diesen Mechanismus hinein. Dem von
ihnen gezeichneten Bild zufolge ist ein Mann ständig geil, intellektuell
minderwertig, gewaltbereit und untreu. "Männer geben ihrem Penis einen
Namen, weil sie nicht wollen, dass ein völlig Fremder 99 Prozent der
Entscheidungen für sie trifft." lautet eines der Bonmots in diesem Buch, und
eine kleine Scherzfrage geht so: "Woran erkennt man, dass ein Mann bereit
ist, Sex zu haben? Er atmet."
Um nur einmal ein paar Thesen aus diesem Buch zusammenzustellen (wobei ich
mir eine Widerlegung spare, da ich diese schon ausführlich in "Sind Frauen
bessere Menschen?" vornehme):
- "Die meisten Männer können besser sehen als denken."
- "Männer haben einen weitaus stärkeren Sexualtrieb als Frauen und können
praktisch immer und überall."
- "An einem guten Tag kann ein Mann fünfmal nacheinander mit einer Frau
schlafen."
- "Männer sind ständig auf der Suche nach neuen Frauen, während Frauen
außerordentlich treu sind."
- "Praktisch alle sexuellen Normabweichungen treten nur bei Männern auf."
- "Wenn Männer unter Druck stehen, fallen sie in andere Länder ein; Frauen
hingegen fallen in Einkaufszentren ein."
- "Ihr hoher Testosteronhaushalt macht aus Männern wandelnde Zeitbomben."
- "Während Jungen verbale oder körperliche Gewalt anwenden, versuchen
Mädchen, den Konflikten aus dem Weg zu gehen oder sie zu entschärfen."
undsoweiter.
Allan und Barbara Pease sind ausgebildete Kommunikationswissenschaftler und
keine Anthropologen oder Geschlechterforscher. Auf der Amazon-Website zu
diesem Buch weisen verschiedene Leser, die von Biologie augenscheinlich sehr
wohl Ahnung haben, nach, was die Autoren alles falsch verstanden oder unter
den Tisch haben fallen lassen. In diesem Zusammenhang ist es
hochinteressant, wie stark das Bedürfnis zu sein scheint, Vorurteile über
die Geschlechter pseudowissenschaftlich zu "belegen" - und wie groß das
Interesse der Leserschaft ist, ihre Vorurteile auf diese fragwürdige Weise
bestätigt zu bekommen.
Soviel zu dieser Ausgabe. Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen so
alles passiert und wünsche euch bis dahin eine schöne Zeit.
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 23: HALBZEIT
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur dreiundzwanzigsten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Dieses auf ein Jahr angelegte zine hat jetzt exakt die Hälfte dieses Zeitraums hinter sich gebracht. Das gibt mir Gelegenheit, einen kurzen Rückblick auf die Entwicklungen im letzten Quartal zu werfen: Die medizinische Unterversorgung von Männern wurde bis hinauf zu MEN´S HEALTH und SPIEGEL zum Thema gemacht. Es entstand eine wahre Welle abtrünniger Feministinnen mit Doris Lessing als berühmtestem Beispiel, die in ihrer früheren Ideologie vor allem sexistische und totalitäre Elemente erkannten. Gleichzeitig wurde in den USA ein Brückenschlag zwischen liberalen Feministinnen und Maskulisten in Angriff genommen. Insbesondere in Großbritannien melden sich Männerrechtler inzwischen so lautstark zu Wort, dass man sie kaum mehr überhören kann. In Deutschland sind wir noch nicht ganz so weit: Zwar waren auf dem von der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der evangelischen Kirche in Deutschland veranstalteten 2. Internationalen Kongress zu Männerpolitik und Geschlechterdemokratie in Berlin auch einige Bundespolitiker anzutreffen, insgesamt sind die Männerrechte für die deutsche Politik aber noch immer ein blinder Fleck. Bei den Medien sieht es nicht anders aus, wie die eher hilflose und ironische Behandlung des Weltmännertages von der Presse zeigte. Ähnlich schwer zugänglich sind die Medien für männliche Opfer von häuslicher Gewalt: Zwar ist es erfreulich, dass inzwischen erstmals seit über zwanzig Jahren überhaupt hier und da über dieses Thema berichtet wurde, aber der Großteil der veröffentlichten Meinung trennt Täter und Opfer immer noch den ministeriellen Vorgaben folgend nach Geschlecht. Und während die Terroranschläge vom 11. September wegen der Masse männlicher Helden unter den Bergungskräften zumindest in den USA das Männerbild wieder leicht ins Positive wandelt, schaut man in Deutschland vor allem auf das Geschlecht der Täter und glaubt, das Böse in der männlichen Hirnstruktur lokalisieren zu können. Fast konsequenterweise kommt es immer häufiger zu einem feministisch geförderten Separatismus mit inzwischen auch Spielplatz, Jugendamt und Hallenbad nur für Mädchen und einem Friedhof nur für Frauen.
Insgesamt scheint die Entwicklung der Männerrechte in Deutschland einem großen Einerseits-Andererseits ausgesetzt zu sein. Nehmen wir nur einmal das Gewaltschutzgesetz als Beispiel. Einerseits konnten wir sein Zustandekommen nicht verhindern und der deutschen Presse deutlich machen, wie die tatsächliche Forschungslage bei dieser Problematik aussieht. Andererseits ist das Gesetz selbst geschlechtsneutral formuliert. Wieder andererseits wurde es intensiv mit Pressemitteilungen der Ministerien flankiert, die jedem Richter und jedem Journalisten ins Hirn hämmern sollten, dass grundsätzlich Frauen die Opfer und Männer die Täter sind, was eine geschlechtsneutrale Handhabung des Gesetzes vorerst enorm erschweren wird. Wieder andererseits konnte Ministerin Bergmann entgegen ihrer ursprünglichen Absichten durch Widerstand aus der Forschungsgemeinschaft dazu bewegt werden, auch die häusliche Gewalt gegen Männer wissenschaftlich untersuchen zu lassen - und den Studienauftrag dazu erhalten hat der von uns allen geschätzte und von der SPD bisher eher angefeindete Mainzer Kriminologie-Professor Bock. Ein letztes Andererseits: Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass WENN Professor Bock die entsprechenden Ergebnisse präsentiert, Blätter wie die Stuttgarter Zeitung wahrscheinlich titeln werden "Häusliche Gewalt weit verbreitet" und daneben ein fettes Foto von einem Mann abbilden, der seine Frau zusammendrischt, weil in den Archiven leiiider kein anderes Bildmaterial vorhanden ist. Der Sexismus in unserer Gesellschaft ist nicht in Monaten zu beseitigen, auch nicht in Jahren, sondern aller Voraussicht nach in Jahrzehnten.
Insofern freut es mich insbesondere, dass auch von weiblicher Seite immer noch sehr positive Rückmeldungen zu "Sind Frauen bessere Menschen?" eintreffen, die ich immer wieder gerne zitiere - nicht nur, weil ich Selbstbeweihräucherung über alles schätze, sondern vor allem, um zu zeigen, dass sehr viele Frauen auch in unserer heutigen Gesellschaft durchaus noch für neue Argumente und andere Blickpunkte erreichbar sind. Eine mir persönlich bekannte Leserin aus Berlin etwa möchte mich per Mail wissen lassen, "dass ich Dein Buch - trotz Zeitkonto in grausamen Miesen - Seite für Seite in mich schlinge. Im Vorwort wünschst Du Deinen Lesern ein paar `Aha-Erlebnisse´. DAS ist ein Understatement erster Güte. ... Arne, Du hast ein wichtiges Buch geschrieben. Nicht nur für Männer. Sondern zum Beispiel auch für deren Mütter, Töchter, Schwestern, Partnerinnen und Freundinnen. Es ist ein Buch, das (mir sehr) wehtut, und das ist gut so." Dieses Kompliment dürfte auch auf andere Erzeugnisse der Männerbewegung zutreffen.
Übrigens: Einige von euch haben sich betrübt bei mir gemeldet, dass Amazon ihre Rezensionen meines Buches noch nicht online gestellt habe. Wie ich euch schon sagte, dauert das inzwischen ein paar Tage, und offensichtlich ist die zeitliche Ordnung des Eingangs dabei unerheblich. So wurde erst am 7.12. die Rezension eines mir nicht bekannten Lesers (sowas gibt´s auch!) veröffentlicht, die noch vom 13. November stammte, andere Besprechungen wurden hingegen schon nach zwei Tagen zugänglich gemacht: http://www.amazon.de/exec/obidos/flex-sign-in/ref=cm_rate_rev/028-7818635-5037339#rated-review Euer Einsatz geht also vermutlich nicht verloren!
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
FRÜHERE TÄTERIN BEKÄMPFT JETZT HÄUSLICHE GEWALT GEGEN MÄNNER
Die Kanadierin Linda Kinsella ließ vier Jahre lang ihre Wutanfälle an ihrem gelähmten Mann aus, der im Rollstuhl saß. Gleichzeitig war ihr klar, welche Macht sie durch die Gesetzeslage über ihn hatte: "Alles, was ich zu tun hatte, war ans Telefon zu gehen, 911 zu wählen und zu behaupten, dass ich geprügelt worden wäre, und ich würde gewinnen." Der Moment ihrer Wandlung trat ein, als ihr Mann endgültig genug hatte, sie verlassen wollte, sie daraufhin seinen Rollstuhl umstürzte, den Notruf tätigte und sich selbst als das Opfer bezeichnete. Als die Polizei eintraf, hatte sie sich wieder beruhigt, sagte den Beamten die Wahrheit und bat sie, sich die eindeutigen Indizien anzusehen. Sie erhielt als Antwort, es täte ihnen leid, aber das sei gegen die Regeln und die Beweislage sei egal: http://www.canada.com/ottawa/ottawacitizen/story.asp?id=D0C7B107-4C53-402B-82CA-DACBA04F90D7 Linda Kinsella erhielt gegen ihre Wutausbrüche auch keinerlei Hilfe: Ihre Therapeutin teilte ihr mit, ihr Mann müsse doch irgendetwas getan haben, um die Prügel zu verdienen; von Frauengruppen war genausowenig zu erwarten. Kinsella sieht ein, dass die Situation für männliche Opfer genauso verheerend aussieht. "Es ist meine tiefste Hoffnung, dass es irgendwann wahre Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft geben wird und dass häusliche Gewalt als geschlechtsunabhängiges Problem gesehen wird."
BUNDESRAT STIMMT "GEWALTSCHUTZGESETZ" ZU
Der entsprechenden Pressemeldung zufolge werde der Schutz von Frauen vor Gewalt damit verbessert, gewalttätige Ehemänner müssten ihren Partnerinnen nun die Wohnung überlassen. (Link steht leider nicht mehr.)
US-JUSTIZMINISTERIUM VERTREIBT ONLINE-TOOLKIT GEGEN HÄUSLICHE GEWALT
Und wie nennen sie das Gerät? Genau: "Toolkit to End Violence Against Women": http://www.tolerance.org/news/article_tol.jsp?id=344
FRAUEN AUSGEBLENDET
Die Neue Zürcher Zeitung beklagt, dass unter anderem Frauen bei Befragungen zur (sexuellen) Gewalt, wie sie im aktuellen Fall unter Rekruten vorgenommen wurden, ausgeblendet bleiben, glaubt aber andererseits wie selbstverständlich zu wissen, dass dies ohnehin ein "klar männlich dominiertes Problemfeld" ist: http://archiv.nzz.ch/books/nzzmonat/0/$7U8CZ$T.html
SANKTIONEN GEGEN ERFORSCHER VON HÄUSLICHER GEWALT DURCH FRAUEN
In der letzten Ausgabe dieses zines berichteten wir darüber, dass irische Frauengruppen sich lautstark beklagen, sie lebten in einer feindseligen Atmosphäre, seitdem sich auch Männergruppen zum Thema häuslicher Gewalt äußern dürften. Ihnen antwortet Dr. Sean Stitt in einem Leserbrief, was in Wahrheit "feindselige Atmosphäre" darstelle. Seit er Mitte der neunziger Jahre wagte, das feministische Dogma über die Täter-Opfer-Verteilung in Frage zu stellen, wurden er und seine Kollegin mit Gewalttaten bedroht, beleidigt, sozialwissenschaftliche Magazine weigerten sich, seine Artikel zu drucken, und seine Karriere wurde ruiniert. Aber trotz allem, so Dr. Stitt, sei es den Feministinnen nicht länger möglich zu diktieren, was als Wahrheit zu gelten habe: http://www.ireland.com/newspaper/letters/2001/1203/#3 Und genau da kommen wir in Deutschland früher oder später auch noch hin.
Zu dieser Diskussion gehört auch der folgende Kommentar von John Walters: http://www.ireland.com/newspaper/obituaries/2001/1203/opt1.htm
MÄNNER WEHREN SICH GEGEN SEXISTISCHE FERNSEHWERBUNG
Im Laufe der letzten sechs Jahre haben sich die Proteste verzehnfacht. Bei einer Umfrage gaben zwei Drittel der Befragten an, Frauen wirkten in Werbespots intelligent, selbstbewusst und liebevoll, während Männer als jämmerlich und albern erschienen. Nur 14 Prozent fanden, dass Männer als intelligent dargestellt würden: http://www.observer.co.uk/uk_news/story/0,6903,615747,00.html (Ist das nicht faszinierend, wie im Ausland längst Dinge diskutiert werden, die man hier noch immer kontinuierlich unter den Teppich kehrt?)
TORONTO: MÄNNERRECHTLER ZERPFLÜCKEN "BIBEL DES FEMINISMUS"
Kanada ist neben den skandinavischen Staaten, Deutschland und den USA vielleicht am stärksten durch die feministische Ideologie bis in die Gesetzgebung hinein beeinflusst. Jetzt wendet sich die Männergruppe FACT, die auch von mehreren Frauen und Großeltern unterstützt wird, gegen ein geradezu als feministische Bibel geltendes Textbuch, in dem häusliche Gewalt als allgegenwärtig und ausschließlich unter dem Gesichtspunkt männlicher Täter und weiblicher Opfer gesehen wird. Dave Brown fühlt sich an die Auseinandersetzung erinnert, die die aufklärerischen Anhänger Charles Darwins mit den religiösen Fundamentalisten führten: http://www.canada.com/search/site/story.asp?id=98228E9F-7572-415B-95EF-E348B3E54030
BRITISCHE RICHTER BEDRÄNGT, WENIGER FRAUEN INS GEFÄNGNIS ZU SCHICKEN
Wie die INVISIBLE MEN berichteteten, steigt in England die Frauenkriminalität. Bei Ladendiebstahl etwa haben die Mädchen die Jungen inzwischen überholt: http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/12/05/nlift05.xml&sSheet=/news/2001/12/05/ixhomef.html Dass dementsprechend auch die Zahl weiblicher Häftlinge stark ansteigt, kann natürlich nicht einfach hingenommen werden. Schließlich weiß jeder, dass Kriminalität Männersache ist und ein Mann im Knast (laut "Emma") nichts anderes als "artgerechte Haltung" bedeutet. Jetzt werden die britischen Richter bedrängt, weniger Frauen zu Haftstrafen zu verurteilen, und wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, dann wenigstens deutlich kürzer: http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/11/27/njail27.xml&sSheet=/news/2001/11/27/ixhome.html Frauen in den Knast zu schicken sei nämlich keine Lösung, sondern "füge ihnen mehr Schaden als Gutes zu": http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1259000/1259786.stm (Nun ja,es ist ein Gefängnis und keine Schönheitsfarm.) Fast die Hälfte der Verbrecherinnen begehe zwei Jahre nach ihrer Haftentlassung ein weiteres Delikt, was belege, wie schlecht Gefängnis für das weibliche Geschlecht sei.
HONGKONG: FRAU, DIE EHEMANN PENIS ABSCHNITT, VOR GERICHT FREIGESPROCHEN
http://www.ananova.com/news/story/sm_464611.html
STALKING-OPFER WEIBLICHER TÄTER OFT NICHT ERNSTGENOMMEN
Wie ich in diesem zine und meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" zigfach belege, werden weibliche Täter nicht nur bei Akten häuslicher Gewalt nicht wahrgenommen, sie kommen auch bei sexuellen Übergriffen, Kindsmissbrauch etc. oft straflos davon. Im Fall des Exhibitionismus etwa ist schon das Gesetz so ausgelegt, dass nur Männer belangt werden können. Warum sollte dieser Mechanismus also beim sogenannten "Stalking", dem andauernden Nachstellen und Behelligen eines Menschen, um diesen zu einer intimen Beziehung zu bewegen, anders sein? Tatsächlich ist es das auch nicht, fanden Forscher jetzt in einer bahnbrechenden Studie zum Thema Stalking heraus: http://www.theage.com.au/news/national/2001/12/01/FFXLHS0UMUC.html (Recht brauchbare Websites zum Thema Stalking findet man übrigens unter http://www.hainholz.de/stalking und http://www.liebeswahn.de Dass für die Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin Stalking-Opfer automatisch weiblich sind, wird mittlerweile wohl niemanden mehr überraschen: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,70549,00.html )
NACH 15 JAHREN HINTER GITTERN: DNA-TEST BEWEIST UNSCHULD ANGEBLICHEN VERGEWALTIGERS
Die Frau, die ihn falsch identifiziert hatte, bleib selbst dann bei ihrer Anschuldigung, als ein anderer Mann die Tat bereits gestanden hatte: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A11013-2001Dec7.html
AFGHANISCHE FRAUEN: WESTLICHE MEDIEN BEHANDELN AFGHANISTANS MÄNNER UNFAIR
Wie Mary McGrory in der "Washington Post" berichtet, wenden sich inzwischen die ersten Vertreterinnen afghanischer Frauen gegen die sexistische Darstellung ihrer Männer als Prügler und Vergewaltiger: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A43107-2001Dec1.html
Inzwischen fordert eine neue Briefkampagne von Men´s Health America Menschenrechte auch für die afghanischen Männer ein: http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/439 Worum es unter anderem geht, verrät dieser Artikel, der über afghanische Männer berichtet, denen Nasen und Ohren abgeschnitten wurden, weil sie sich den Bart abrasiert hatten: http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20011205/od/noses_dc_1.html
AFGHANISCHE GENERALIN KRITISIERT WESTLICHE FEMINISTINNEN
Generalin Suhaila Siddiq wiederum ist der Ansicht, die Besessenheit der Frauenbewegung mit der Abschaffung des Burqas ginge etwas weit: http://foxnews.com/story/0,2933,39596,00.html (siehe dazu auch die Beiträge unter "Meinung").
FEMINISTINNEN DULDEN NOCH IMMER KEINE WIDERWORTE
Die renommierte Geschlechterforscherin Christina Hoff Sommers ("The War Against Boys") wollte auf einer von der Regierung gesponsorten Veranstaltung ein bestimmtes feministisches Programm kritisieren. Sie kam nicht sehr weit gegen ein feindseliges Publikum, die professorale Aufforderung "Shut the fuck up, bitch!" und schließlich ein Äußerungsverbot der Verantwortlichen dieser Veranstaltung: http://www.nationalreview.com/contributors/kurtz120501.shtml
MÄNNER SCHON IM MUTTERLEIB STRESSANFÄLLIGER
Nachdem diese Meldung vorliegt, bin ich sicher, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist, bis die Bundesgesundheitsministerin spezielle Gesundheitsprogramme für Männer als besondere Risikogruppe initiiert: http://news.bbc.co.uk/hi/english/health/newsid_1689000/1689445.stm
ERSTE NATIONALE KONFERENZ FÜR JUNGENPROBLEME IN KANADA
http://www.open.uoguelph.ca/cdnboys/welcome.html
ENGLAND: MÄDCHEN ERHALTEN MEHR TASCHENGELD ALS JUNGEN
... und für weniger Arbeit: http://news.independent.co.uk/uk/this_britain/story.jsp?story=107916
INTERNATIONAL FÜHRENDE FEMINISTIN ATTACKIERT SPICE-GIRL
Ah, ich habe ein ganz komisches Gefühl von Deja vu: So wie Alice Schwarzer offenbar keinen anderen Gegner mehr findet als Verona Feldbusch, so greift Germaine Greer, eine der vier oder fünf wichtigsten Persönlichkeiten in der Frauenbewegung, jetzt ausgerechnet "Posh Spice" Victoria Beckham an und nennt sie ein "dürres, säbelzahniges Biest, das die Klappe halten und zuhause bleiben soll": http://news.independent.co.uk/uk/this_britain/story.jsp?story=107916
MEINUNG:
-------
"FREITAG": MÄNNERRECHTLER SOLLTEN SICH SCHLEUNIGST BEI FEMINISTINNEN BEDANKEN
Schon drei Wochen alt, aber so herrlich ahnungslos, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte: http://www.freitag.de/2001/47/01470202.php
MÄNNERDISKRIMINIERUNG HÄLT UNVERÄNDERT AN
Nach den Terroranschlägen vom 11. September und dem heldenhaften Einsatz der unterschiedlichsten Männer sah es in den USA kurzzeitig so aus, als ob Männlichkeit wieder an kulturellem Wert gewonnen habe. Dieser Eindruck täusche, behauptet Debbie Schlussel und führt zahlreiche Fälle aus den Vereinigten Staaten der letzten Wochen an, bei denen Männerverachtung unvermindert aufrechterhalten wird: http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=25507 (Randnotiz: Unter anderem wurden in den USA die Regeln von "Wer wird Millionär?" geändert, um mehr weibliche Kandidaten anzuziehen. Faszinierend.)
KEINE PASSENDEN MÄNNER? - SELBST DRAN SCHULD!
"Vor 35 Jahren hatte ich den Eindruck, dass wir Männer es einfach nicht begreifen würden", berichtet der anonyme Autor eines polemischen, aber sehr gelungen "Spinbuster"-Artikels. Die Diskriminierung von Frauen in vielerlei Hinsicht schien damals nahezu unabänderlich zu sein. Heute jedoch habe das Blatt sich gewendet, und es seien Frauen, die es einfach nicht kapierten. Während viele von ihnen einerseits einen Vernichtungsfeldzug aus Rache, Egoismus, Zensur und Selbsterhöhung pflegten, beklagten sie sich andererseits darüber, keine passenden Männer zu finden. Diese, so Mr. Spinbuster, seien nämlich alle längst auf der Flucht: http://www.geocities.com/remarksman/manshortage.html Hoffnung gebe ihm lediglich eine veränderte Einstellung der jungen Frauen zwischen 20 und 30, die bei ihrer Vorgängergeneration mitbekommen konnten, welchen verheerenden Schaden die trivialfeministische Ideologie für die Gesellschaft bedeutet habe. Ihre älteren "Schwestern" indes klammerten unvermindert ebenso an ihren Privilegien in diesem neuen Kastensystem der Geschlechter fest wie an ihrer Rolle der moralisch überlegenen ewigen Opfer.
WIE GEHT MAN MIT EINEM WEIBLICHEN GELD-EGEL UM?
Carolyn Hax, Kummerkasten der jungen Generation in der Washington Post, gibt einige humorvolle Ratschläge, wie Mann auf jene Frauen reagieren könnte, die bei jedem Date wie selbstverständlich annehmen, dass ER die Rechnung übernimmt: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A5938-2001Dec6.html
"KILLING BABIES"
Dan Curry findet den zuweilen sehr laxen Umgang mit Frauen, die ihre Kinder umbringen, problematisch: http://www.dancurry.com/article_forgiven.shtml
BURQA ODER BIKINI?
Mark Steyn hat den Eindruck, dass einige Feministinnen in der Afghanistan-Debatte ziemlich neben der Spur liegen: http://www.nationalpost.com/commentary/columnists/story.html?f=/stories/20011129/809896.html (Warnung: Dieser Artikel ist sehr USA-lastig.) Dazu passt auch folgender Kommentar Wendy McElroys: http://www.foxnews.com/story/0,2933,39978,00.html
"WIR RISKIEREN KEINEN WELTKRIEG, DAMIT DIE FRAUEN IHRE KNÖCHEL ZEIGEN DÜRFEN"
Jeder Krieg der Weltgeschichte wurde selbstverständlich nur aus den allerbesten Motiven heraus geführt, und jede Periode der Weltgeschichte sucht sich die Gründe aus, die gerade besonders chic sind. War es in früheren Jahrzehnten die Bedrohung durch den Kommunismus, galt in den letzten Jahren die Wahrung der Menschenrechte als veritabler Grund für den einen oder anderen gerechtfertigten Militärschlag (auch wenn manche Menschenrechtsverletzungen erst herbeiphantasiert werden mussten). Der Afghanistankrieg wird unter anderem mit der Beseitigung der Frauenunterdrückung unterfüttert. "Werden wir als nächstes sämtliche Länder bombardieren, in denen weibliche Genitalbeschneidung praktiziert wird?" fragt Barbara Amiel sarkastisch für den Daily Telegraph: http://www.opinion.telegraph.co.uk/opinion/main.jhtml;$sessionid$SKE1ZHIAADXIXQFIQMFSFGGAVCBQ0IV0?xml=/opinion/2001/12/03/do0301.xml&sSheet=/opinion/2001/12/03/ixopinion.html
IST GEWALT IN DEN MEDIEN SCHLECHT FÜR UNSERE KINDER?
Mit Grimms Märchen als Analogie argumentiert Brad Edmonts, dass die wahren Ursachen für Wertezerfall und steigende Jugendkriminalität ganz woanders liegen könnten als auf der Leinwand oder dem Bildschirm: http://www.lewrockwell.com/edmonds/edmonds84.html
GENDERCIDE WATCH: JOSEF STALIN VERMUTLICH GRÖSSTER MÄNNERMÖRDER DES LETZTEN JAHRHUNDERTS
Wie sehr sich Stalins "ethnische Säuberungen" gezielt gegen das männliche Geschlecht gerichtet haben, hält die Menschenrechtsorganisation Gendercide Watch für durchaus erwähnenswert: http://gendercide.org/case_stalin.html
WEB: ES ZWINGEN AUCH FRAUEN MÄNNER ZUM SEX
----
In den Webforen der Männerbewegung wird gerade der Bericht eines Forumsmitglieds diskutiert, dem zufolge dessen Bekannter von seiner Ex-Partnerin und deren Freundin vergewaltigt wurde, diese aber von der zuständigen Richterin freigesprochen wurden - unter anderem mit der Begründung, es sei absurd, dass Frauen so etwas täten. Aus diesem aktuellen Anlass möchte ich auf einen sexualwissenschaftlichen Artikel über Männer verweisen, die von Frauen zum Sex gezwungen werden: http://www.datingviolence.org/batrsexcoer.htm
ZITATE:
----
"Ihre Bücher sind künstlerisch so schwach, dass ich wetten möchte, sie kriegt den Nobelpreis. Zumal sie ja auch noch weiblichen Geschlechts ist."
Marcel Reich-Ranicki 1991 über die Bestseller-Autorin Nadine Gordimer
"Meine Männer hatten alle viel Pech."
Lucrezia Borgia (1480-1519)
"Selbstverständlich ist es zu abstrakt, zu sagen, wie ich es eine Zeitlang gesagt habe, dass man nur gegen das System angehen müsse. Man muss als Frau selbstverständlich auch gegen die Männer angehen. Schließlich ist man nicht ungestraft Komplize und Profiteur eines Systems, selbst wenn man es nicht geschaffen hat und es nicht von den Männern von heute geschaffen worden ist. - Ein Mann von dreißig, zum Beispiel, hat diese patriarchale Welt nicht geschaffen, aber er profitiert in einer gewissen Weise, selbst wenn er zu denen gehört, die nicht profitieren wollen. Er tut es trotzdem, denn er hat sicherlich eine Menge Dinge verinnerlicht. Folglich muss man einmal gegen das System angehen und zum zweiten den Männern, wenn schon nicht feindlich, so doch mindestens misstrauisch gegnüberstehen. Die Frauen müssen also gleich das System und die Männer angreifen."
Simone de Beauvoir, Wegebereiterin der Frauenbewegung (1908-1986), hier aus einem Interview mit alice schwarzer, aktuell gepostet im Internetforum der feministischen Partei "Die Frauen"
ZUR DOKUMENTATION 1:
-----
Diesmal dokumentieren wir eine briefliche Anfrage der Talkshow "Nachtcafé" beim Väternotruf.
--- Stuttgart, 27.11.01
Sehr geehrte Mitarbeiter der Väter-Website,
vielleicht kennen Sie das NACHTCAFé bereits - trotzdem hier noch mal eine kleine Vorstellung:
Diese Diskussionssendung wird seit 14 Jahren im Südwestfernsehen, SFB und 3sat ausgestrahlt.
Unser Moderator und Erfinder Wieland Backes unterhält sich drei Mal im Monat mit interessanten Zeitgenossen über gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen.
Derzeit bereiten wir in der Redaktion eine Sendung vor zum Thema: Vergeben, vergessen, vergelten - wie wir mit Schuld umgehen.
Wir fragen uns, was die Auswirkungen von Schuld für Verursacher/Täter wie Opfer sind, unter welchen Bedingungen Versöhnung möglich ist - oder ob man bestenfalls lernen kann, mit den Folgen einer Verbrechens oder schuldhaften Unfalls zu leben. Wie geht unsere Gesellschaft mit dem Begriff der Schuld um?
Dazu suchen wir dringend noch Gäste, die unsere Runde durch ihre Kompetenz und Geschichte bereichern. Bitte glauben Sie mir: Unsere Sendung will einer billigen Zurschaustellung schlimmer Schicksale keinen Vorschub leisten. Ich habe Ihre Seite bei der Recherche gefunden. Gibt es in Ihrem Umkreis Männer, die sich wegen Verlassen der Familie oder auch wegen Gewalttätigkeit in der Familie schuldig fühlen und versuchen, Wiedergutmachung zu leisten? So jemanden würden wir gerne einladen.
... (organisatorische Passage von mir herausgekürzt)
Herzliche Grüße,
Judith Wenk
Redaktion NACHTCAFé
Breitscheidstr.8
70174 Stuttgart ---
Nachdem sich einige Leser des Väternotruf-Newsletters quasi in die Rolle der Schuldigen vorsortiert fühlten (was insbesondere beim Verlassen der Partnerschaft und bei häuslicher Gewalt ja auch gegen jede Statistik ist), trat ich mit Judith Wenk in Verbindung und erkundigte mich, ob sie Frauenorganisationen dasselbe Mail geschickt hatte. Ich erhielt folgende Antwort:
--- Lieber Herr Hoffmann,
es tut mir leid, dass meine Anfrage so missverstanden wurde und so viel Staub aufwirbelte.
Es war bestimmt nicht meine Absicht, Männern einseitig Schuld zuzuweisen. Vielleicht, das muss ich einräumen, hatte ich tatsächlich nur Männer im häuslichen Bereich als Gewalttäter im Auge.
Da ist es doch gut, wenn Sie mich auf die weiblichen Täterinnen hinweisen.
Im Grunde jedoch ging es um etwas anderes: Ich habe mir vorgestellt, was ich tun würde, wenn ich feststelle, dass ich gegen Schwächere gewalttätig werde oder bereits wurde. Es würde mir große Sorgen bereiten und ich würde professionelle Hilfe suchen. Wenn man sich die Kriminalitätsstatistik (mir liegt die von 1999 vor) ansieht, sind es Männer, die hauptsächlich die Täter sind. Natürlich sind Männer normalerweise auch die körperlich Stärkeren.
Wir sind keine "Vorführ"-Sendung. Ein reuiger Täter stößt im Allgemeinen eher auf Sympathie. Denn jeder weiß, wie schwierig echte Reue ist.
Was meinen Sie?
Es wäre nett, wenn Sie meine E-Mail beim Väternotruf "kursieren" lassen würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Judith Wenk ---
Hierauf teilte ich Frau Wenk mit, dass dies schon geschehen sei und ich ihre Mails gerne auch in mein zine übernehmen würde. Außerdem erklärte ich das Problem mit der Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt gegen Männer und gab ihr die wichtigsten Quellen zum Thema an. Darauf erhielt ich keine Antwort mehr.
ZUR DOKUMENTATION 2:
-------
--- From AMEN in Ireland: Press Release
Domestic Violence against Men Awareness Week 3rd – 9th December.
The first week in December has been designated "Domestic Violence against Men Awareness Week". Men are just as likely as women to be victims of domestic violence according to recent research carried out in Ireland. Indeed some of the research, including that carried out for the Marriage and Relationship Counselling Service (MRCS), shows that women are more likely than men to perpetrate violence against their partners in intimate relationships. This report, based on a survey of 530 clients of MRCS, found that where domestic violence occurs mutual violence accounts for 33% of cases, female perpetrated violence accounts for 41% and male perpetrated violence for 26%. Research conducted for Accord has come up with similar findings. These findings come as no surprise to Mary Cleary, who founded Amen, the support group for male victims of domestic violence. Ms. Cleary said "every day we hear from men who have suffered the most severe abuse at the hands of their female partners. Abused men have been isolated because of the denial of their existence at societal and official level and the absence of support services for them." But due to the work of Amen over the last four years attitudes are changing. The purpose of designating the week commencing 3rd December as "Domestic Violence against Men Awareness Week" is to build on what has been achieved to date in raising awareness of the plight of abused men.
In addition to creating a greater public awareness of the issue Mary Cleary is also confident that Amen will shortly have the resources to improve support services for these men. The Department of Health and Children has also carried out research on this issue and will be releasing the findings shortly. Recent contacts with the Department indicate that they now accept that they have a responsibility in this regard and Mary Cleary is hopeful that State bodies will fulfil their obligations to abused men, as they currently do for abused women.
Mary T. Cleary, Amen, 046 23718
Amen Awareness Week
The State does not have the right to discriminate against men who are victims of domestic abuse. 50% of domestic violence victims are men. (Borne out by all international and national two-sex studies) Amen provides support for male victims and their families Purpose of Awareness Week: (1) To make men who are being abused in the home feel less isolated. (2) To improve understanding and attitudes of State to male victims and their children. Amen has developed a training programme for healthcare professionals and others who come in contact with male victims in the course of their work.
Mary T. Cleary, National Co-ordinator Amen, 086 6013448 ---
Als einer der ersten Texte für diese Awareness Week ging folgender Text von der Kanadierin Eeva Sodhi ein, der den momentanen Forschungs- und Diskussionsstand sehr gut wiedergibt und der in jede Textsammlung zu diesem Thema sehr gut passen würde. Ich habe den Teil, der sehr speziell die Rechtslage in Kanada anspricht, herausgekürzt:
--- Until very recently the term "domestic" or "family" violence was portrayed as being synonymous with "wife abuse." Even in cases where both men and women were surveyed, only the results of male-to-female violence were available to the general public.
However, as true bidirectional results from independent research began to trickle out, we learned that not all was as it was made to appear. Women actually admitted that they were the main instigators and perpetrators of direct physical violence in intimate relationships.
One of the earlier surveys is a longitudinal study conducted in New Zealand. It shows that three times more women than men (18.6% and 5.7%, respectively) engaged in severe forms of violence against their partners. When less severe types of violence were included, the figures were 37% and 22%, respectively. Further, in the same report: "the preliminary findings of this study do not conflict with those of U.S. epidemiological studies, which survey broad populations, as opposed to clinical studies of domestic violence in which samples are likely to be drawn from shelters or the courts."
Statistics Canada, having included men in its 1999 General Social Science Survey (GSS), had to admit that both sexes were almost equally culpable. When only current partners were counted, the study found that more men than women reported having been victimized during the past five years. We can carry on comparing who hits whom and how many times, but the outcome will be that, without a weapon, the stronger one is usually the one to inflict more damage. That such methods as poison and motor vehicles, or attacks on sleeping targets, will compensate for the lack of physical strength is a non-issue among the main stream researchers who routinely use the Conflict Tactics Scale (CTS) questionnaires.
Notably absent are any surveys that would focus on indirect aggression. False allegations of abuse are the foremost weapon in this insidious form of abuse that is designed to inflict the maximum damage on the victim while the perpetrator remains under cover. Often the main cause for direct violence is that an individual who has suffered long lasting circuitous abuse in the hands of an intimate partner may, under certain circumstances, suddenly lash out with tragic consequences. The "Battered Woman Defense" has become an accepted defense for women who do not need to produce any evidence save their own word, and who carefully prepare and execute the murder of their sleeping partners. No similar recourse exists for abused men, no matter how valid their evidence, who have been provoked to act in self-defense or in a fit of anger.
Indirect abuse may also manifest itself as emotional or financial abuse, often done by proxy. There can hardly be a more sinister form of abuse than what is meted out to divorced men. They not only stand to lose their children, their reputation and all of their worldly belongings, but they are often condemned to lifelong servitude in order to pay support to the mothers of their children. According to the guidelines "The standards of living of the children and the receiving parent are interrelated because they live together" The courts interpret it in a following manner: "The purpose of the guidelines is to enhance the child's post-separation standard of living to approximate, as far as possible, what that standard would have been had the parents not separated."
One of Justice Canada's directives suggests that the data on domestic violence be disseminated in "two different information brochures: one relating to victims, largely women, and one relating to abusers, largely men." Therefore, no women ever appear to be perpetrators, and no men can be seen to be victims.
The Hon. Dianne Cunningham (Ontario Women's Directorate) stated in her speech during the opening of the Ontario Domestic Violence Court Pilot Project at North York: "...The offender must plead guilty" and is required to participate in a "male batterer's program." The project at that particular location targets first time offenders when there is no significant or visible injury to the claimant. Family violence courts, based on the Duluth model, operate in secrecy and on the principle that only men can be offenders. Men have a chance to appear in front of a judge only after they have made their plea. Ms. Cunningham's statement also echoes the current practise of placing a reverse onus on men, but not on women.
(...) Yet, the denial of men's rights goes on, unabated. We have become a selectively afforded rights culture, which sees equality as all the rights to women and all the responsibilities to men. Time to take a pause and reflect on the evidence, especially in the light of the Canadian Institute for Health Information (CIHI) report on injury deaths in Ontario released Nov. 28, 2001. The report showed suicide accounted for one-third of Ontario's 3,138 injury deaths in 1998-99. Men made up 79% of the deaths. Our gender biased laws are killing some of the best and brightest of Canadian men. Considering that divorce has been shown to be the main cause for male suicide, it can be seen to be spousal homicide by proxy. ---
ZUR DOKUMENTATION 3:
------
Der folgende satirische Text, der erstmals in Jörgs Internet-Forum veröffentlicht wurde, hat mir sehr gefallen, weshalb ich ihn gerne hier wiedergebe:
--- DIE FRAUEN SIND DIE NEGER DER WELT!
Jetzt kann es auch der Dümmste nicht mehr leugnen – die Frauen sind die unterdrückte Klasse der Welt.
So sind 20 % aller Suizidopfer weiblich – bei Suizidversuchen ist die Rate sogar noch höher. Aber der Täter eines Suizides ist in 80 % der Fälle ein Mann. Und die Dunkelziffer weiblicher Opfer dürfte noch um ein Vielfaches höher sein, denn viele von ihnen gehen aus Scham, Angst vorm Täter oder sehr oft sogar, weil sie derartig traumatisiert sind, dass sie gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage sind, nicht zur Polizei. Was Wunder, dass kaum je ein Mann für einen Frauensuizid vor Gericht gestellt, geschweige denn verurteilt wird.
Frauen sind auch von bitterster Armut betroffen, auch und vor allem im reichen Westen. So sind 10 % aller Obdachlosen in Deutschland Frauen, aber nur 90 % Männer. "Jede Frau muss befürchten, obdachlos gemacht zu werden. Es zeigt deutlich, dass wir Frauen immer die Ausgebeuteten sind. wenn wir nichts mehr haben, müssen wir ihnen sogar unsere Körper verkaufen, in der einen oder anderen Weise. Wenn die Männer auch den nicht mehr wollen, werfen sie uns auf die Straße wie ein benutztes Taschentuch." sagt Melinda Gates, Gründerin der aus ihrem Familienvermögen gespeisten Melinda-Gates-Stiftung, mit sichtlicher Verbitterung. "Wie wir Frauen uns fühlen, wenn wir kein Dach über dem Kopf haben, das verstehen sie nicht, denn das haben sie nie erlebt."
Dass immer mehr Frauen verarmen und an den Rand unserer Gesellschaft gedrückt werden, ist allerdings kein Wunder. Nicht nur dass sie schlechter bezahlt werden, nämlich nur 75 % eines Männereinkommens erhalten, ihre Lebenshaltungskosten sind um ein vielfaches höher. Die weibliche Hälfte der Konsumgesellschaft benötigt 80 % des Volkseinkommens – wo ein Mann 1 Mark ausgibt, braucht eine Frau fünf! So macht denn auch Grit-Frauke Heilmüller, die erste Absolventin der nur für Frauen offenen Women’s School on Econimics in Oberhausen klar: "Auf unseren Schultern lastet die deutsche Wirtschaft. Wenn wir nichts mehr kaufen würden, bräche die Wirtschaft zusammen. Trotzdem hält uns der Staat so kurz wie möglich. Die Männer denken eben, wir könnten mit Geld nicht umgehen."
Gleichzeitig halten die Männer ihre weibliche Konkurrenz, so gut sie können, vom Arbeitsmarkt fern, und das, obwohl Frauen meistens die besseren Arbeitnehmer sind. Wegen ihrer Tölpelhaftigkeit verursachen die Männer z. B. 90 % der tödlichen Arbeitsunfälle. Sie werden von Planierraupen zerquetscht, fallen von Baugerüsten und plumpsen in Hochöfen. "In meinem Betrieb ist noch niemand von einer Planierraupe zerquetscht worden – nicht OBWOHL, sondern WEIL ich nur Frauen beschäftige." sagt Inge Pampel, Besitzerin einer Modeboutique. "Das liegt daran, dass Frauen bei der Arbeit ganzheitlich, vernetzt und spirituell denken. Sie stehen immer mit Mutter Erde in Kontakt, deshalb passiert auch weniger."
Die Gesundheitsversorgung für Frauen ist schlechter, vor allem für ältere Frauen, wo sie eigentlich am wichtigsten wäre. So starben im letzten Jahr von den Menschen aus dem Jahrgang 1915 zehnmal mehr Frauen als Männer. "Jeder Mensch muss mal sterben" sagt eine Ärztin. "Aber warum müssen es ausgerechnet Frauen sein?" Die extrem hohe Frauensterblichkeit liegt auch an der größtenteils männlichen Ärzteschaft, denn wie soll ein Mann das Leiden einer Frau nachfühlen können, wenn diese vielleicht mit Migräne oder gar einem appen Arm zu ihm kommt.
Besserung ist auch in Zukunft nicht in Sicht, denn auch in der medizinischen Forschung werden die Frauen schlicht und einfach übersehen. Ein Beispiel sind Brustkrebs und Prostatakrebs: Zwar gibt der Staat für die Brustkrebsforschung 50 mal mehr aus als für die Erforschung des Prostatakrebses. Doch wer so denkt greift zu kurz – denn Brustkrebs ist viel gefährlicher. Daran sterben jährlich in der BRD 10 000 Frauen, an Prostatakrebs keine einzige! "Man sollte wirklich überlegen, ob dieses Geld in der Brustkrebsforschung nicht sinnvoller angelegt wäre, als es für Prostatakrebs zu verschleudern, nur weil das eine typische Männerkrankheit ist." meint Dr. Ignatzius Willer vom Zentrum für Brustkrebsforschung.
Eigentlich wissen die Frauen längst, woran sie mit den Männern sind: faul, egoistisch und unterdrückend. Trotzdem verlieben sie sich immer wieder in welche - Frauen sind Wesen der Liebe, anders als Männer. So kommt es, dass sie sich immer wieder zu einer Heirat drängen lassen, oft weil er ihr ein Kind gemacht hat. Aber ehetauglich sind die Männer alle nicht. Die meisten Ehen scheitern am Mann, was man schon daran erkennt, dass 80 % der Scheidungsanträge von der Frau eingereicht werden.
Die Schicksale von Scheidungsopfern sind oft bedrückend. "Erst reibst du dich für ihn auf, aus Liebe zu ihm, lässt dich ausbeuten und wenn er dich nicht mehr will und in die Scheidung getrieben hat, dann kannst du schauen wo du bleibst. Das Leben ist hart als geschiedene Frau." verrät uns Ivana Trump, 31. ---
Soviel für diese Ausgabe. Ich wünsche euch allen weiterhin eine freudvolle Adventszeit,
leicht vergrippte Grüße
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 24
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur vierundzwanzigsten Ausgabe des INVISIBLE-MEN-e-zines!
Wird es weiße Weihnachten geben? Schön wäre es ja schon - vor allem wenn man an die Kinder denkt und welchen Spaß sie dabei haben, eine Schneeballschlacht zu veranstalten, mit dem Schlitten zu fahren oder Schneemänner zu bauen. Was mich an eine meiner Seitenbemerkungen in einem früheren zine bezüglich der These erinnert, dass Schneemänner von der feministischen Forschung als eindeutig sexistisch interpretiert wurden. Ich habe aber noch nicht erklärt, was genau sich hinter dieser Schneemänner-sind-sexistisch-und-übrigens-auch-kapitalistisch-Weisheit verbirgt. Das will ich jetzt, passend zur Jahreszeit, gerne nachholen.
Wenn man von dieser Forschungserkenntnis zum ersten Mal hört, wird man sie fast unweigerlich für einen dümmlichen Stammtischwitz halten: "Ihr wisst ja, diese Emanzen sind so überspannt, die würden sogar Schneemänner als sexistisch bezeichnen, höhö!" Nichtsdestoweniger gibt es diesen Vorwurf von feministischer Seite, und er ist nicht als Satire, sondern ernst gemeint.
Es war das Weihnachten des letzten Jahres, als Dr. Tricia Cusack, die an der Universität von Birmingham Kunstgeschichte unterrichtet, nach fünfjährigen akademischen Untersuchungen über das Phänomen des Schneemanns zu dem erschütternden Ergebnis kam, dass diese Gestalt alles andere als politisch korrekt war: Er war ausschließlich männlich, er war ausschließlich weiß und er rauchte. Ein Schneemann, der im Vorgarten eines Hauses stehe, so Cusack, nutze gerade die emotional befrachtete Weihnachtszeit, um seine reaktionäre Botschaft zu vermitteln: Während der wohlgenährte, patriarchale Mann den öffentlichen Raum symbolisch für sich beanspruche, sei die plätzchenbackende Frau an den häuslichen Herd zurückverwiesen. Oder, in Cusacks Worten: "Die Verortung des Schneemannes in der halböffentlichen Sphäre des Gartens oder Felds verstärkt ein räumlich-soziales System, in welchem der Frau der häuslich-private und dem Mann der kommerziell-öffentliche Bereich zugeordnet wird."
Besonders bedenklich sei es, wie sehr dieser Symbolismus durch die Verwendung von phallischen Symbolen unterstützt werde: der Zylinder, der Reisigbesen und vor allem die Karotte sprächen eine mehr als eindeutige Sprache. Cusack zufolge tragen Schneemänner dazu bei, Frauen zu ihrem zweitklassigen Status in der Gesellschaft zu verdammen. Außerdem verkörperten sie mit ihren ausdruckslosen, entindividualisierten Augen und mit ihrem fetten Wanst die Gier des Kapitalismus. Frauen und ethnische Minderheiten empfänden die Allgegenwart weißer Schneemänner als bedrohlich. Unsere Welt brauche dringend mehr Schneefrauen bzw. Schneepersonen, die unterschiedlichen Völkern und Ethnien angehörten. Dr. Cusacks Verschwörungstheorie erschien in dem akademischen Journal "New Formations" und wurde am Neujahrstag 2001 im Radioprogramm der BBC diskutiert. Die in England führende Grußkartenfirma Hallmark sah sich veranlasst, die Behauptung zurückzuweisen, dass die auf ihren Weihnachtskarten abgebildeten Schneemänner bewusst einen sexistischen oder rassistischen Unterton beinhalteten.
Nach der Veröffentlichung dieser bezaubernden Analyse gewann der Name Tricia Cusack vor allem im Internet schlagartig an großer Bekanntheit - wenn sich auch die Webpages und Foren, auf denen man ihre Thesen im Originalzitat verbreitete, eher darüber lustig machten. Weder der Sexismus-, noch der Rassismusvorwurf wurde sonderlich ernst genommen. Stattdessen stellten die User zahlreiche Fragen, für deren Beantwortung Frau Dr. Cusack sich vielleicht noch einmal ein paar Jahre Zeit nehmen sollte: Wo SONST sollte man einen Schneemann aufbauen als im Vorgarten - schließlich war das der Ort, wo man den Schnee fand? Würde ein Schneemann am Herd in seiner Lebensdauer nicht ein wenig beeinträchtigt sein? Könnte der Umstand, dass Schneemänner ausschließlich weiß waren, damit zusammenhängen, dass sie aus SCHNEE bestanden - nur einmal als These in den Raum gestellt? Wie genau stellte Dr. Cusack es sich eigentlich vor, aus dieser Substanz eine politisch korrekte dunkelhäutige Figur zu formen? Sollten wir Quoten für Schneepersonen einführen, die aus dem bräunlichen Schneematsch am Straßenrand gefertigt sind? Weiß nicht schon jeder Vierjährige, dass Schneemänner deshalb einen "dicken Wanst" haben, weil ein größerer Schneeball auf einem kleineren einfach nicht lange sitzen bleibt? Kann man von Kindern wirklich erwarten, statt eines einfachen Schneemannes eine Eisskulptur der Jungfrau von Orleans zu formen? Manche sahen schon die nächste "sozialwissenschaftliche" Analyse auf sich zukommen, in welcher der Weihnachtsmann als skrupelloser Ausbeuter von Elfen und Rentieren entlarvt wird. Andere stöhnten einfach nur: "Ich wünschte, ich wäre eine feministische Akademikerin und man würde mich für so einen Blödsinn bezahlen."
Eine aktuelle Meldung, mal wieder in eigener Sache: Inzwischen ist die allererste Presserezension zu "Sind Frauen bessere Menschen?" in der Zeitschrift "eigentuemlich frei" zu finden: http://www.eifrei.de/BuecherzurFreiheit/Buch-Hoffmann/buch-hoffmann.html In derselben Ausgabe ist ein Artikel über feministischen Terrorismus von mir erschienen. Sehr gut gefallen hat mir auch die Rezension "Kein Frauenhass" unter http://www.ciao.com/opinion_view.php?OpinionId=2139325 (Nett ist es auch, auf dieser Site "Kommentare" anzuklicken und endlich zu erfahren, welches Gerücht momentan über mich kursiert ...)
Mit Amazon.de gibt es inzwischen immer noch das alte Problem, dass US-amerikanische Titel der Männerbewegung entgegen der Katalogaussage nicht erhältlich sind. So ging es mir beispielswiese mit Fitzgeralds "Sex-Ploytation", so geht es aktuell mit einem Titel, den ich euch hier zu besprechen versprochen habe. Um eine Mail zu zitieren, die vor wenigen Sekunden bei mir eingegangen ist: "Wir gruessen Sie ganz herzlich. Zu Ihrer Amazon.de-Bestellung gibt es Neuigkeiten. Der folgende Titel ist leider nicht lieferbar:
Paul Nathanson, Katherine K. Young "Spreading Misandry: The Teaching of Contempt for Men in Popular Culture" Dieser Artikel musste aus Ihrer Bestellung gestrichen werden." Währenddessen tun sich übrigens US-amerikanische Feministinnen in ihren Webforen zusammen, um über dieses Buch bei Amazon Verrisse zu posten, ohne es gelesen zu haben ... Ich werde mich jetzt nach einer anderen Bezugsquelle umtun.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
NEUE STUDIE: FEMINISMUS MITVERANTWORTLICH FÜR LEIDEN MÄNNLICHER GEWALTOPFER
Das Ignorieren von männlichen Opfern häuslicher Gewalt sei das Ergebnis einer massiven Diskriminierung von Männern in unserer Gesellschaft im Allgemeinen, deren Ursache in einer stillschweigenden Übernahme der radikalfeministischen Positionen liege: http://www.nuancejournal.com.au/documents/three/abstr3.html#saran
(Siehe dazu auch unsere Rubrik "Zur Dokumentation".) Die Studie ist ebenfalls einzusehen unter http://www.angryharry.com/esDomesticViolenceandtheMaleVictim.htm
WALES: EPIDEMIE MÄNNLICHER OPFER HÄUSLICHER GEWALT ENDLICH WAHRGENOMMEN
"Vor fünf Jahren kam ein Mann durch unsere Tür, dem sämtliche Zähne ausgeschlagen worden waren", erklärt die Mitarbeiterin eines Frauenhauses. "Da erkannten wir, dass wir uns auch um männliche Opfer kümmern müssen." Noch wird das Krisenzentrum weit überwiegend von Frauen aufgesucht (was nicht überrascht). Dennoch ist man sich dort sicher, dass es in jedem Dorf, jeder Ortschaft mindestens einen Mann gibt, der dringend Hilfe benötigt: http://www.htvwales.com/news/archive/2001/domestic.htm
SAMENSPENDER SCHULDET LESBISCHER MUTTER UNTERHALT
Ein schwedisches Gericht entschied, dass ein Mann, der für eine künstliche Befruchtung sein Sperma spendete, um so einem lesbischen Paar drei Kinder zu ermöglichen, nach der Trennung der beiden Frauen Unterhalt zu zahlen hat: http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20011209/od/life_sweden_sperm_dc_2.html bzw. auf deutsch: http://www.waz.de/free/waz.nachrichten.welt.artikel.inhalt-000.html?news_id=2066915
MÄNNER MACHEN WEITER FRONT GEGEN MÄNNERFEINDLICHE REKLAME
Als die Modefirma Benetton in ihren provokativen Anzeigen auf Themen wie HIV, Todesstrafe oder Rassismus aufmerksam machte, untersagte das der Bundesgerichtshof als "sittenwidrig". Wenn heute die Modefirma "New Yorker" es als lustvolle Erfahrung für Frauen darstellt, einem Mann in die Hoden zu treten ("Dress for the moment ... yeah!"), dann scheint kaum jemand etwas daran zu finden. Vor einigen Tagen wies schon die Staatsanwaltschaft die entsprechende Strafanzeige eines Männerrechtlers zurück. Die Werbetreibenden kommen indessen auf den Geschmack: So lässt IKEA einen Mann von seiner Frau inzwischen aus dem fahrenden Auto werfen. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn die Reklameschaffenden denselben Spot (und erst recht natürlich den New-Yorker-Spot) auf Kosten einer Frau gedreht hätten. Im Ausland allerdings erwacht inzwischen mehr und mehr eine Sensibilität, die hierzulande noch nicht besteht: http://edge.net/~nitemist/bashing.html
VIER FRAUEN FOLTERTEN MANN BESTIALISCH ZU TODE
Wenn sadistisches Verhalten als positiv dargestellt wird, solange es nur von Frauen ausgeht, scheinen die Folgen in der Realität nicht auszubleiben: http://de.news.yahoo.com/011213/12/2fwq4.html Am aufschlussreichsten war hierzu vielleicht die Überschrift der BILD-Zeitung, als sie am 3. Dezember über diesen Fall berichtete: "Wer hat diese Mädchen so böse gemacht?" Auch hier zeigt sich Aufschlussreiches im Umkehrtest: Bei vier Männern, die eine Frau gequält und ermordet hätten, wäre "Wer hat diese Jungs so böse gemacht?" undenkbar gewesen.
US-SENDUNG "LAW AND ORDER" WIDMET SICH VERGEWALTIGUNG EINES MANNES DURCH FRAUEN
Wenn in Deutschland z. B. in Internetforen über solche Fälle berichtet wird, ist als eine der ersten Reaktionen die Unterstellung häufig, es müsse sich dabei doch sicher um einen Fake halten. In den USA wird es nicht wesentlich anders sein, aber dort bringt der Sender NBC dieses Thema wenigstens zur Sprache. In der Nacht auf Samstag, den 15. Dezember, wurde in der preisgekrönten, beliebten und sehr realitätsnahen Fernsehserie "Law and Order" bzw. ihrem Ableger "Law and Order: Special Victims Unit" (http://www.nbc.com/Law_&_Order:_Special_Victims_Unit) das Schicksal eines Mannes dargestellt, der vor Gericht beweisen musste, von vier Frauen vergewaltigt worden zu sein. Dieses Thema wurde bislang noch nie in einer fiktiven Sendung mit größerem Publikum behandelt, ohne dass das Opfer lächerlich gemacht oder ihm unterstellt wurde, die Tat "verdient" zu haben. Die Werbetrailer umfassten unter anderem eine Szene mit einer Frau, die "Frauen können Männer nicht vergewaltigen" rief, sowie eine Szene, in der sich das männliche Opfer mit Tränen in den Augen Gehör zu verschaffen suchte. Oft basieren die in "Law and Order" dargestellten Szenarien auf tatsächlichen Kriminalfällen. Die US-amerikanische Männerbewegung wertet die Aufnahme dieses Themas als deutliches Zeichen dafür, dass ihre Stimme endlich gehört wird, auch wenn sie noch einen langen Weg vor sich habe. Besonders positiv wurde bewertet, dass die Vergewaltigerinnen nicht als "ebenfalls Opfer" porträtiert wurden und dass das männliche Vergewaltigungsopfer seinen Kampf vor Gericht schließlich verlor, weil das die Realität am besten wiedergebe. Gerne gehört wurde auch ein Kommentar des Richters in dieser Folge: "Frauen und Männer sind entweder gleich, oder sie sind es nicht. Was von beidem gilt?"
Die Salt Lake Tribune griff dieses Thema auf und machte auf die nach aktuellen Schätzungen jährlich 400.000 vergewaltigten Männer in den USA aufmerksam: http://www.sltrib.com/12162001/utah/158720.htm Während die Vergewaltigungen von Frauen zu zahlreichen Protestmärschen und Gesetzesänderungen geführt hätten, werde die Vergewaltigung von Männern weiter stillschweigend übergangen.
MÄDCHEN ERFAND VERGEWALTIGUNG: MANN NACH DREI JAHREN AUS KNAST ENTLASSEN
Er war allein auf ihre Aussage hin zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Jetzt gestand das inzwischen vierzehnjährige Mädchen, das sie sich die Vorwürfe nur ausgedacht hatte, um mehr Aufmerksamkeit von ihrer Mutter zu erlangen: http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001580393,00.html
MÄDCHEN ERFAND VERGEWALTIGUNG: MANN NACH VIER JAHREN AUS KNAST ENTLASSEN
Die Kette solcher Fälle reißt nicht ab: http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011219/911249.html In diesem Fall erhielt der Betroffene allerdings über eine Million Dollar Entschädigung. Dennoch beginnt man sich allmählich zu fragen, wer noch alles unschuldig in den Gefängnissen sitzt.
SEXUELLER MISSBRAUCH: MINDESTENS 60 PROZENT DER ANSCHULDIGUNGEN SIND FALSCH
Das behauptet zumindest die US-amerikanische "National Coalition for Child Protection Reform" vor dem Hintergrund einer neuen Regierungsstudie: http://www.nccpr.org/issues/4.html Selbstverständlich kann man die Zahlen nicht einfach eins zu eins auf Deutschland übertragen, aber die dahinterstehende Problematik dürfte in vielem ähnlich sein.
KAMPF UM MEDIENAUFMERKSAMKEIT FÜR MÄNNERRECHTE IN AFGHANISTAN ERFOLGREICH
Die amerikanischen Männerrechtler sehen das Ziel ihrer Graswurzelkampagne erreicht: http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/446
MANN WEGEN SEXISTISCHER DISKRIMINIERUNG 1,6 MILLIONEN DOLLAR ZUGESPROCHEN
Wir sind uns wohl weitgehend einig, dass die Höhe solcher gerichtlich erstrittener Entschädigungen einigermaßen absurd ist. Trotzdem freut es einen irgendwie, wenn es ausnahmsweise mal einen männlichen Betroffenen erwischt: http://www.boston.com/dailynews/352/region/Ex_Smith_coach_awarded_1_6_mil:.shtml
VATER DARF EIGENE TOCHTER ADOPTIEREN
http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-2001582399,00.html
DÜRFTIGER GERICHTSSIEG FÜR FALSCHEN VATER
Ein Kanadier, dessen Frau ihm zehn Jahre lang vorgelogen hatte, dass er der Vater ihrer Zwillinge sei, muss weiter Kindesunterhalt zahlen - allerdings in geringerer Höhe, da die Kinder noch zwei andere Väter (einen biologischen und einen juristischen) haben: http://www.nationalpost.com/search/story.html?f=/stories/20011217/889453.html Die Mutter der Zwillinge sagte aus, dass sie nicht die Absicht habe, den biologischen Vater zur Verantwortung zu ziehen, sondern weiter die gesamte finanzielle Last auf den schultern des Getäuschten belassen wolle. Der Richter verurteilte ihr Verhalten, nachdem sie ihrem Mann über Jahre hinweg die Unwahrheit gesagt und ihm nach der Trennung mitgeteilt habe, er sei gar nicht der eigentliche Vater, um ihn zu verletzen und ihm den Kontakt mit seinen Kindern zu verweigern.
SIND MÄNNER DOCH DIE SCHLECHTEREN MENSCHEN?
Ja, wenn man der aktuellen Presse glauben darf. In den USA scheint sich die Begeisterung über die fast ausschließlich männlichen Feuerwehrleute und Bergungsarbeiter gelegt zu haben, und Frau nimmt den Terrorismus wieder als ultimative Ausprägung von Männlichkeit an sich wahr (und den Islam offenbar als Religion für Kerle, die sich vor der Hausarbeit drücken wollen): http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A62966-2001Dec18.html Die meisten Terroristen seien Männer, behauptet die Ultrafeministin Robin Morgan, und die Frauen unter ihnen, nun ja, die seien eben durch Väter oder Brüder dazugelockt worden. Dagegen ist die Weihnachtsbotschaft "Frauen sind von der Venus, Männer sind vom Planet Hoffnungslos", wenn es um das Einander-Beschenken ginge, fast schon zivil: http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/12/19/ngift19.xml&sSheet=/news/2001/12/19/ixhome.html (Die letzte Meldung wurde rasch auch von der deutschen Presse übernommen.)
"SEXISTISCHES" WEIHNACHTSPLAKAT ZURÜCKGEZOGEN
Es verkündete das Bibelzitat "peace on earth and goodwill to all men" und wurde jetzt durch einen Weihnachtsbaum ersetzt: http://www.ananova.com/news/story/sm_471796.html
SCHEIDUNGSRICHTER MIT WEIHNACHTSLIEDERN GEQUÄLT
Gut, vielleicht hat er es ja auch genossen: http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=110601 Bei den Sängern handelte es sich überwiegend um Väter, die auf diese Weise dem Richter nahelegen wollten, strenger mit Eltern zu verfahren, die dem Ex-Partner keinen Kontakt zu den gemeinsamen Kindern ermöglichten.
24-JÄHRIGE VERSTEIGERTE SICH SELBST IM INTERNET
Das höchste Gebot erreichte fünf Millionen Euro. Allerdings cancelte eBay daraufhin die Auktion: http://www.chip.de/news_stories/news_stories_8631367.html
KANADA: ZWÖLFJÄHRIGE VERSUCHTE, FÜNFZEHNJÄHRIGE ZUR PROSTITUTION ZU ZWINGEN
http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011219/911349.html
ERSTES BORDELL NÖRDLICH DES POLARKREISES GEPLANT
Irgendwie wird der Bezug dieser Artikel zum Thema Männerrechte immer indirekter, aber ihr wisst ja, dass ich solche eher ungewöhnlichen Meldungen gerne sammele: http://news.bbc.co.uk/hi/english/world/europe/newsid_1712000/1712557.stm
"EMMA" WIRD 25 - GEHT ALICE SCHWARZER IN DIE POLITIK?
Wie ich in diesem zine und andernorts bestimmt schon mal erwähnt habe, gibt es gute Gründe, kritisch gegenüber Alice Schwarzer eingestellt zu sein. Aber die Grand Dame der deutschen Frauenbewegung hat sicherlich auch viel Positives bewirkt. Eigentlich wollte ich hier ein paar dieser Punkte zusammenstellen, aber das musste aus Platzgründen leider im letzten Moment herausgenommen werden. Eine solche Liste ist aber auch gar nicht nötig, denn "auch Männer schätzen Alice Schwarzer", wie der Mannheimer Morgen berichtet: http://www.morgenweb.de/archiv/2001/12/18/aus_aller_welt/20011218_15_RBE1026008_35101.html
Zwanzig Prozent der von Allensbach Befragten gaben an, sie könnten sich vorstellen, eine Partei unter Alice Schwarzers Führung zu wählen. Tatsächlich wurde Alice in letzter Zeit bedrohlich oft im Kanzleramt gesichtet, und zumindest Elisabeth Binder scheint ihr den behaupteten Mangel an politischen Ambitionen nicht abzunehmen: http://195.170.124.152/archiv/2001/12/17/ak-po-in-5519303.html Wäre vielleicht eine Ausweichskarriere, nachdem die Auflage der "Emma" inzwischen von 200.000 auf 54.000 abgestürzt ist, wie Nina Klein berichtet: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2001/011218/fernsehen/story484363.html Nicht nur Frau Klein, auch Tanja Stelzer bezweifelt übrigens, dass Alice Schwarzer Frauen keineswegs für die besseren Menschen halte: http://195.170.124.152/archiv/2001/12/18/ak-me-5526589.html (Und nebenbei erfahre ich, dass ich IMMER NOCH NICHT zum "Pascha des Monats" gewählt worden bin. Das schmerzt. Was soll man eigentlich NOCH alles veranstalten?)
MEINUNG:
-------
FRAUEN GEGEN DEN MÄNNERHASS
In ihrer Weihnachts-Kolumne stellt Wendy McElroy fest, dass sich immer mehr Frauen der sexistischen Auslegung des Feminismus entgegenstellen und sie immer weniger ignoriert werden, auch wenn sie ihre Aufmerksamkeit oft in der Form von Beschimpfungen erhalten. "Ich wurde eine Hure der Vaterrechtler genannt und habe die übliche Morddrohung erhalten", erklärt eine Aktivistin; McElroy selbst wurde gerade in den letzten Wochen wieder Opfer feministischer Verleumdungen. Jetzt fordert sie alle Frauen nachdrücklich auf, die Diskriminierung von Männern in unserer Gesellschaft zu bekämpfen. "Als ein Weihnachtsgeschenk für die Männer in eurem Leben, verpflichtet euch dazu, für sie einzustehen": http://www.foxnews.com/story/0,2933,41036,00.html Während männliche Stimmen bei der Geschlechterdebatte nämlich noch immer weitgehend ignoriert werden, hätten Frauen eine weit größere Chance gehört zu werden.
AUF DEM KNIE DES WEIHNACHTSMANNES SITZEN: SEXUELLE BELÄSTIGUNG?
Ein hübscher Artikel illustriert, dass der Irrsinn längst nicht mehr auf die USA beschränkt ist, sondern fröhlich weiter durch die westliche Welt gallopiert: http://www.theaustralian.news.com.au/common/story_page/0,5744,3429045%255E7583.00.html
TRIVIALISIERUNG VON VERGEWALTIGUNG?
Dies ist ein langer, komplexer und aufschlussreicher Bericht über eine Mutter, die erfährt, dass ihr Sohn der Vergewaltigung bezichtigt wird - und die bei dieser Gelegenheit erfährt, dass "Vergewaltigung" heute etwas gänzlich anderes bedeutet als zu der Zeit, in der sie aufgewachsen war: http://www.westword.com/issues/2001-12-13/feature.html/1/index.html Der Bericht spiegelt in Teilen einen Fall, der in der deutschen Autonomen-Szene für einiges Aufsehen sorgte und über den ich in meinem Buch berichte. Zwischendurch lernt man einiges über die sexuelle Kultur des neuen Jahrtausends in den USA.
WENDY McELROY: ZENSUR VON PORNOGRAPHIE GEFÄHRDET FRAUEN
Warum das so ist, erklärt sie unter http://www.isil.org/resources/lit/banning-porn.html
"POSTNATALE ABTREIBUNG"?
Maralyn Lois Polak hat allmählich den Eindruck, dass Teile unserer Gesellschaft ein größeres Verständnis für Mütter aufbringen, die ihre Kinder ermorden, als für Frauen, die sich bewusst dafür entscheiden, die Mutterrolle zu übernehmen: http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=25558
BARRY MALEY: KINDER ZAHLEN DEN PREIS DES RADIKALFEMINISTISCHEN GESCHLECHTERKAMPFES
Den Familienvater als Monster darzustellen, so Maley, hatte überwiegend negative Folgen für die Gesellschaft:
http://www.smh.com.au/news/0112/12/opinion/opinion3.html
GERMAINE GREER: DAS ENDE DES MANNES?
Die als "Hohepriesterin des Feminismus" benannte Publizistin äußert ihre Gedanken im britischen Independent: http://argument.independent.co.uk/commentators/story.jsp?story=108970 Greer ist eher skeptisch: "God knows how many women already have no use for their men, who are all too often idle and incompetent both as wage-earners and around the house, uninterested in the children and hopeless in bed, but these men are not annihilated because of their uselessness."
JUNGENPROBLEME IN SCHULEN RESULTAT DER MÄNNERFEINDLICHEN GESELLSCHAFT?
Vergangene Woche schrieb der SPIEGEL zur aufsehenerregenden PISA-Studie über die Krise im Erziehungssystem: "Insgesamt sind fast immer die Jungs die Versager, Mädchen haben durchweg besserere Ergebnisse. So signifikant schlägt sich die Geschlechterdifferenz in den deutschen Pisa-Leistungen nieder, dass Experten darüber nachdenken, ob Jungs in Deutschland als benachteiligt angesehen werden müssen. Solche Unterschiede gibt es überall auf der Welt. Aber in Deutschland treten sie massiv auf." In England hingegen wird schon seit einiger Zeit darauf hingewiesen, dass dieses Zu-kurz-Kommen der Jungen ein Resultat unserer männerfeindlichen Gesellschaft insgesamt sein könnte: http://groups.yahoo.com/group/ms-discussion/message/3769
WEB:
----
Das "Manifest der roten Männer" liegt inzwischen zur Unterschrift aus, wobei sich allerdings auch Frauen und Nicht-SPD-Mitglieder gerne eintragen dürfen: http://www.dabbel.de/rmuliste.html
Aufschlussreiche Entwicklungen finden im Forum der feministischen Partei "Die Frauen" statt. dort wurden vor wenigen Tagen komplett sämtliche (!) bisherigen Einträge getilgt, weil sich zu viele Männer mit unerwünschten Ansichten zu Wort gemeldet hatten: http://www.feministischepartei.de/forum/index.html Margot Müller, die Landessprecherin Hessen von "Die Frauen" erklärt unter http://www.feministischepartei.de/forum/messages/1675.html , warum selbst profeministische Männer bei ihnen als Mitglieder nicht erwünscht sind: "Feministen können regelmäßig Spenden an die Feministische Partei oder andere Frauenprojekte entrichten. Sie können fast überall und jederzeit eine Lanze für den Feminismus brechen. Sie können die Frauen in ihrer Umgebung fördern und entlasten. Sie können bei ihren Frauen und Freundinnen oder bei uns Hausarbeit und Kinderbetreuung etc. übernehmen. Sie können uns wählen und für uns Propaganda machen. Sie können ihr Leben der Prävention von Gewalt gegen Mädchen, Jungen und Frauen oder der feministischen Umgestaltung patriarchaler Machtapparate widmen. Sie können den zu diesem Zweck gegründeten männlichen oder gemischgeschlechtlichen Organisationen beitreten oder neue gründen. Sie werden von ihren Geschlechtsgenossen und von männerzentrierten Frauen so viel ernster genommen als wir. Sie haben so viel größere Möglichkeiten und Ressourcen als wir. Wozu sollten sie da ausgerechnet die Mitfrauenrechte in unserer Partei brauchen, um uns zu helfen? Ich fände es äußerst peinlich, für mich ein Recht auf die Teilnahme an einer Veranstaltung oder Organisation jüdischer ehemaliger KZ- Häftlinge, die keine Deutschen unter sich haben wollen, zu fordern oder dort uneingeladen hinzugehen. (...)Ein Feminist, dem das Wohlergehen von Frauen, insbesondere von Gewaltopfern, am Herzen liegt, würde sich schon aus letztgenannten Grund weigern, ohne spezielle Aufforderung auch nur an den Veranstaltungen der Feministischen Partei teilzunehmen, da er als Feminist selbstverständlich bereit ist, seine eigenen Rechte und Interessen gegenüber den Rechten und Interessen von Frauen zurückzustellen ..."
ZITATE:
-----
"Jemanden mit Überzeugungen kann man schwer ändern. Wenn man ihm sagt, man sei anderer Meinung, wird er sich von einem abwenden. Wenn man ihm Fakten oder Zahlen nennt, wird er die Quelle anzweifeln. Wenn man an seine Logik appelliert, wird er den entscheidenden Punkt nicht sehen. Wir haben alle schon erlebt, wie fruchtlos es ist, jemandem eine starke Überzeugung auszureden, besonders wenn der Überzeugte einiges in seinen Glauben investiert hat. Wir sind mit den einfallsreichen Abwehrmechanismen vertraut, mit denen Menschen ihre Überzeugungen schützen und sie durch die verheerendsten Angriffe retten. Angenommen jemand glaubt etwas von ganzem Herzen und er habe weiter aufgrund seiner Überzeugung unwiderrufliche Schritte unternommen. Man lege ihm Beweise, eindeutige und unleugbare Beweise vor, daß seine Überzeugung falsch ist. Was wird passieren? Die Person wird oft daraus nicht nur unerschütterlich, sondern noch mehr überzeugt von der Wahrheit seines Glaubens hervorgehen. Tatsächlich wird er vielleicht noch leidenschaftlicher als vorher Leute von seinen Ansichten zu überzeugen und sie zu bekehren suchen."
der Psychologe Leon Festinger zum Phänomen der "kognitiven Dissonanz“
"Wir wollen dort dafür sorgen, dass die Menschenrechte der Frauen und Kinder gewahrt werden."
Kriegsminister Scharping auf einer Informationsveranstaltung über die Aufgabe der deutschen Soldaten in Afghanistan
"Ich werde es nicht zulassen, dass irgendwelche Reporter unsere Unterlagen durchfingern. Wir sind der Präsident."
Hillary Clinton - schon einige Jahre her, aber immer noch nett
"Die Frau ist - schon allein von der körperlichen Konstellation - dem Mann überlegen. Unbewusst weiss der Mann das und verspürt gleichzeitig den Drang, das perfektere Wesen, das er nie sein kann, zu berühren. Frauen haben solche Gedanken in der Regel natürlich nicht, da sie andere Menschen (ob Frau oder Mann) als gleichwertig ansehen."
These zur sexuellen Belästigung, verfasst von einem profeministischen Mann im Forum Freier Frauen im Internet
LESERMAIL:
------
In letzter Zeit gehen verstärkt Lesermails von Männern bei mir ein, die sich erkundigen, wann denn die Aktivitäten der Männerbewegung über das reine Reden, Diskutieren und Publizieren hinausgingen. So fragt etwa Eberhard D.:
"Wie können wir also die politische Arbeit organisieren, die meiner Meinung nach notwendig ist, wenn die Gesellschaft nicht den Bach heruntergehen soll? Gibt es irgendwelche Arbeitskreise, Netzwerke, etc.? Wie kann man das Internet benutzen, um Politiker, Journalisten und NGO-Vertreterinnnen mit ihrem diskriminierenden Verhalten zur Auseinandersetzung zu zwingen? Pappa, vafk, zahlvaeter, etc. sind ungemein wichtig, sind mir aber zu wenig politisch ausgerichtet und auch teilweise im Design nicht ansprechend genug. So eine Internetseite müßte mit News, Argumentationshilfen (downloads), Statistiken (wie in dem Buch verwendet, Quelle), Reportagen, Literatur, Veranstaltungen, Arbeitskreise, Kontaktadressen, Feedback, Foren, Links, etc. gefüllt sein. Wie wäre es mit "ADAMS Corner" als Name? Gibt es bereits Arbeitskreise mit den Rutschkys, Jäckels, Matusseks, Gruners, Köpfs, Gemündens, Bocks, Friedenbergers, um nur einige bekannte Namen zu nennen, damit die Gesellschaft wieder ins Lot kommt?"
Wie ihr alle wisst, gibt es zwar erste Ansätze (unter anderem www.maennerrat.de und die ibgm), aber bislang kaum Projekte, die aktiv über den Kreis der ohnehin schon Eingeweihten hinausgehen. Männeranliegen haben im Gegensatz zu denen der Frauen in der deutschen Politik und den deutschen Medien noch immer keine Stimme. Das Klima für Öffentlichkeitsarbeit scheint momentan aber günstig und die Bereitschaft zum Engagement vorhanden zu sein. Man bräuchte vermutlich nur eine zentrale Stelle, von der aus das alles koordiniert werden könnte. Ich selbst bin mit zine und Buch-Nachbereitung mehr als ausgelastet, aber vielleicht finden sich ja ebenfalls engagierte Menschen unter unseren Lesern?
Ein weiteres Mail erhielt ich von meinem Leser Kay S., der mir seine Erfahrungen mit Frauen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sowie seine Erfahrungen mit Frauen im Berufsleben mitteilte. Ich fand Kays internationale Beobachtungen interessant genug, um sie hier wiederzugeben:
"Ich reise enorm viel (bin im IT-Consulting) und bin in einer amerikanischen New Economy Firma. Ich war die letzten drei Wochen in drei anderen Ländern und habe, wie früher auch schon, bemerkt, dass die Kombination aus deutschem Wesen (tight ass, no humor, etc.) und der Feminismus die schlimmste aller möglichen Kombinationen darstellt. Immer wenn ich in England bin, wundere ich mich, wie dort mit den Frauen geredet wird. Vieles was die Männer dort zu Frauen sagen, würde ich niemals sagen. Zweideutige Bemerkungen (über eine Rad fahrende Kollegin: "You are the best ride in town") sind an der Tagesordnung. Ich halte mich hier immer dezent zurück und wundere mich meistens. Warum mache ich das? Würde so was in Deutschland sagbar sein? Es wird geflirtet, Spass gehabt, offen miteinander umgegangen, keiner verstellt sich. Spricht man in England auf der Strasse eine Frau an, bleibt sie stehen und hört zu, denn es könnte ja sein, dass ich Hilfe brauche. In Deutschland wird weggeguckt, der Schritt beschleunigt und jeder mögliche Kontakt vermieden. Augenkontakt? Fehlanzeige. Ich wollte mal eine 2 DM Münze für eine Parkuhr wechseln. Die erstbeste Person die kam, sprach ich an. Eine deutsche Frau, Anfang 20. Sie senkte den Blick in die andere Richtung und beschleunigte den Schritt. Ich war übrigens im Anzug und sah sicher sehr akzeptabel aus. Also, nächsten Passanten fragen. Dieser wechselte mir das Geld. Es war eine Ausländerin, südländisch, Italien, Spanien oder so. Ein freundliches Lächeln, ein offenes Ohr.
Gestern war ich im Musical Les Miserable in London. Als ich zu meinem Stuhl ging in meiner Reihe, sah ich die Frauen hinter mir. Engländerinnen, aber unterschiedlicher Rasse. Die Inderin lächelte mich mit einem breiten, total süßen Lächeln grundlos an. (Ich bin kein Pierce Brosnan oder Götz George, sondern eher ein Dr. Sommerfeld, oder Günter Strack). So etwas ist mir in Deutschland noch nie passiert. Wir quatschten, bis die Pause zu Ende war. Mein Ego fühlte sich gut an und sie hatte ein nettes Gespräch mit einem Deutschen. Win-Win wie die Amis sagen. Es hat Spass gemacht, war unverfänglich und nett. Einfach so. Ohne Hintergedanken, einfach nett sein, den anderen als Mensch egal welchen Geschlechts respektieren. Ähnliches stelle ich auch in den 5 Sterne Hotels fest. In Deutschland, freundlichere Professionalität, in England Offenheit, Spaß, und trotzdem Professionalität und Distanz. Und hier kommt es. Ich habe den Eindruck, die deutschen Frauen sind nicht in der Lage, non-verbal dem Mann die Grenzen aufzuzeigen. In England (und wie auch überall sonst) geht es offen, flirtig, zu, und trotzdem habe ich immer das Gefühl zu wissen, wie weit ich gehen kann. Auch Ausländerinnen in D können das. Sie flirten und shakern, aber es bleibt immer eine unsichtbare Linie, die mich aber nicht stört. Es ist so wohltuend, zu sehen, dass es auch anders geht und sich als Mensch respektiert und geschätzt zu fühlen. Es ist einfach unkomplizierter. Die Frauen sehen in einem Mann nicht einen potentiellen Vergewaltiger sondern einen Menschen, und manche vielleicht auch einen interessanten Menschen und Mann. Sie haben Interesse an Menschen. Die deutschen Frauen haben nur Interesse an .... wenn überhaupt: Frauen.
Gehen wir nach Holland! Wir nehmen England und nehmen das etwas Steife weg und sind in Holland. Offenes Flirten, Umarmen allen Geschlechts in allen Situation. Frauen tatschen einen an und kein Mensch denkt sich was dabei. Hier ist alles wirklich laid-back. Die Frauen sind selbstbewußt wie verrückt, aber trotzdem feminin. Sie flirten für ihr Leben gern, sind offen für alles. Und lassen den Mann doch immer wissen, wie es gemeint ist. Keiner verliert das Gesicht. Es ist ein Spiel, bei dem die Spielregeln unsichtbar sind und jeder sie kennt. In Deutschland kennt sie keiner, denn sie werden von den Frauen gemacht und von jeder Frau anders interpretiert.
Holland (und auch England) sind ein Eldorado für angeschlagene, männliche Egos. Hier ist man Mann hier darf man es sein. Man wird als Mensch und Mann respektiert und angesehen. Der Mann ist ein potentieller zukünftiger Partner und nicht ein potentieller Vergewaltiger. Vielleicht kann er mir ja was Lustiges erzählen, oder was Interessantes, oder er ist intelligent. Auf jeden Fall ist er es wert, mit ihm zu reden. Dieses Gefühl habe ich in von einer deutschen Frau noch nie bekommen. Mann, Übergewicht. Der will mich nur anbaggern, weil er keine abbekommt. Quatscht man in Deutschland eine Frau an, muss man mit kühlster Abweisung bis hin zu einer Ohrfeige rechnen, in Holland mit einem Essen und einem langen, lustigen Gespräch. Als ich einmal aus dem Urlaub kam und gut drauf war, lächelte ich jeden Menschen (Mann und Frau) direkt an. Die Frauen sahen mich an, als wäre ich durchgeknallt und würde sie jederzeit anbaggern wollen (was wäre daran so schlimm). Wenn man in Holland nicht (!!!) lächelt, lassen sie einen in Ruhe. Tut man es, muss man sich auf Spass gefasst machen.
Ähnliche Geschichten gibt es für Frankreich! Ein Amerikaner (ein womanizer) kam für ein jahr nach Europa und hat zig Frauen angebaggert und zum Teil auch näher kennengelernt (ohne je mit einer im Bett gewesen zu sein). Sein Fazit, als er abreiste: Die schlimmsten sind die deutschen Frauen, die besten die Italienerinnen. Dem kann ich (fast) nichts hinzufügen. Interessanterweise gab es vor einiger Zeit in einem Feministinnenforum im Internet eine Diskussion: Warum glotzen mich die Männer immer so an? Da haben sich die Frauen hochgeschaukelt, bis eine schrieb: Ich verstehe Euch deutsche Frauen nicht. Wenn ein Mann mich anblickt und nicht gleich wieder wegguckt ist das das schönste Kompliment das ich kriegen kann. Ich fühle mich dann ganz toll, etwas besonderes. Sie ist Italienerin.
(...) 1994 habe ich für die Volkshochschule Stuttgart eine Marktanalyse gemacht. Ich habe von vielen Firmen die IT-Leiter angerufen und Fragen gestellt. Mein Ergebnis tut nichts zur Sache, aber was offensichtlich war: Frauen in dieser Rolle hatten mehr Interesse mir ihre Sicht mitzuteilen, Informationen zu liefern etc. Also etwas durchaus Positives. Als ich meine Ergebnisse vorstellen wollte kam ich zu dem Satz:"Anmerken wollte ich noch, dass die Frauen ..." Die Frauenbeauftragte: "Jetzt aber vorsichtig was Sie sagen, ganz vorsichtig!" Also liess ich das Positive über Frauen weg. Selber schuld.
(...) Interessant in unserer Firma ist auch folgendes: Der Anteil der Frauen in der Gesamtbelegschaft ist wesentlich niedriger als der Anteil der Frauen in Teamleitungs- oder höheren Positionen. Die Chefin PS ist eine Frau in Europa, aber es gibt nicht eine (in Zahlen 0) Frauen in den Professional Services. Im Training gibt es zwei Frauen, die Teamleiterin und deren Assistentin, aber keiner der Trainer ist weiblich. Wie kommen Frauen in solche Positionen? Vizepräsident Professional Services Frau, alle anderen nicht, Direktor Training Frau, als Trainer nicht! Human Ressources Manager: Frau! Vizepräsident Development Frau. Chief Financial Officer Frau! Aber die Arbeit machen die Männer. Bei uns in der Firma sind wir den Emanzen Jahre voraus, denn das ist ja wohl deren Ziel. Die Männer arbeiten und die Frauen sagen, was zu arbeiten ist. Ich muss dazu sagen, die Chefin Training ist gut als Teamleiterin und genau die Richtige. Sie hat 10 Jahre General Electric Training Erfahrung. Ist bei General Electric durch die wohl beste Managementschulung gegangen. Aber die anderen? Null Erfahrung, weder menschlich noch technisch. Jetzt ist der weibliche Vizepräsident weg. Und die Leistung der Personal-Services-Leute hat sich rasant verbessert. Sie sind zufriedener, liefern bessere Leistungen. Das Klima hat sich geändert. Während die Frau auf Zahlen bestand, legt der neue Vizepräsident (ein Mann, es stand keine Frau zur Auswahl) Wert auf PeopleSkills, Teamwork, Kommunikation. Entspricht wohl nicht dem Klischee.
Jetzt noch ein persönlicher Bericht. Ich hatte mal eine Freundin, als ich auch Feminist war. An den Wänden Artikel über benachteiligte Frauen, von Emma, Jutta Ditfurth und vielen anderen. Sie war Mathematikerin und hat damals mehr verdient als ich, wir haben in etwas dasselbe gemacht. Jeden Tag hat sie mir das Gefühl gegeben, ich müßte mich schuldig fühlen, als Mann geboren worden zu sein. Das war auf Dauer ätzend. Sie hat sich von mir getrennt. An dem Tag, als ich meinen Job wechselte, und damit mein Gehalt höher war als ihres.
Das war ihr Grund. Denn ich habe natürlich nur mehr verdient, weil ich ein Mann bin. Dass ich vielleicht besser war oder als Informatiker für einen IT-Job möglicherweise besser geeignet bin oder eben 50 Stunden die Woche arbeitete und nicht wie sie 37.5, kam ihr nicht in den Sinn. Es ist wirklich unverschämt, zu unterstellen, Männer verdienen nur mehr, weil sie Männer sind. Es mag es geben, es gibt es auch andersherum, aber vor allem sollte man überlegen, ob es nicht an den Fähigkeiten liegt. Ich war der jüngste Dozent an der Berufsakademie in Stuttgart, habe mich weitergebildet, in meiner Freizeit CompiBücher gelesen. Das hat sie alles nicht getan. Das war für mich ein Aha-Erlebnis.
Aber schlimmer als diese Spezie sind die unwissenden Emanzen. Sie labern alles nach, wissen aber nicht, was sie da eigentlich sagen.
Ich bin emanzipiert.
Super, dann bleibe ich zu Hause und erziehe die Kinder und Du gehst arbeiten.
Ich lasse die Kinder doch nicht von einem Mann erziehen.
Ich bin emanzipiert.
Dann musst Du zum Bund!
Das ist Männersache.
Ich bin emanzipiert.
Hast Du schonmal einen Mann angebaggert.
Das ist Männersache.
Aber die Krönung, die schlimmsten die es gibt im Bereich Feminismus, sind eindeutig die Männer. Was die reitet, weiss ich ja nicht, aber die sind schlimmer als die schlimmsten Frauen. In dem Diskussionsforum sind es oftmals viele Männer, die andere Männer runter machen, beleidigen und extremer sind als die Frauen selbst. Ob sie sich so einschmeicheln wollen, oder das, was sie sagen, tatsächlich glauben, ich weiss es nicht. Aber die machen mich wirklich, wirklich wütend.
Ich bin kein Macho, ich will dass Frauen gleiche Rechte und Pflichten haben. Ich will dass Frauen bei gleicher Arbeit dasselbe verdienen. Ich will das weder Männer noch Frauen diskriminiert werden. Ich will, dass wir als Menschen primär miteinander umgehen, und das heisst Respekt für beiderlei Geschlecht. Ich will, dass Männer erziehen können wie Frauen. Ich will nicht als Softi beschimpft werden, weil ich Windeln wechsle. Es sind die Frauen, die nicht mehr wissen was sie wollen. Einen emanzipierten Mann, der die Windeln wechselt, den Haushalt schmeißt, aber nicht die Kinder erziehen kann. Der viel Geld mitbringt, ohne Karriere zu machen. Der stark ist und schwach, gross und klein, alt und jung. So wie die Frau gerade will.“
ZUR DOKUMENTATION: GEWALTSCHUTZGESETZ - VON WEGEN "GESCHLECHTSNEUTRAL"
-----
Bei näherer Überprüfung ergibt, sich dass das Gewaltschutzgesetz genauso geschlechtsneutral daherkommt wie die Bezeichnung "Frauenministerium". Wie sich jetzt herausstellt, waren nicht nur die das Gesetz begleitenden Pressemitteilungen höchst einseitig, die Journalisten wie Juristen das sexistische Feindbild vom Täter Mann und Opfer Frau ins Hirn hämmern sollten. Nicht anders sieht es mit den Verweisungsanträgen aus, die die Frauenministerin auf ihrer Website als PDF-Dokument zum Download bereitstellt und die wir gerne in Auszügen präsentieren:
"I. Wegweiser: Nehmen Sie Muster (1) S. 2 ff. wenn die Frau persönlichen Schutz vor dem Ehemann benötigt und ein Scheidungsverfahren läuft. Muster (2) S. 10 ff. wenn die Frau persönlichen Schutz vor dem Ehemann benötigt und kein Scheidungsverfahren läuft. Muster (3) S. 18 ff. wenn die Frau persönlichen Schutz vor ihrem Partner benötigt und die Parteien nicht verheiratet sind. Muster (4) S. 26 ff. wenn die Frau die Ehewohnung für sich benötigt und ein Scheidungsverfahren läuft. Muster (5) S. 34 ff. wenn die Frau die Ehewohnung für sich benötigt und kein Scheidungsverfahren läuft. Muster (6) S. 42 ff. wenn die Frau die Wohnung für sich benötigt und die Parteien nicht verheiratet sind."
Bezüglich dieser Verweisungsanträge hat Joachim Müller als Gewaltschutzreferent des Väteraufbruchs für Kinder einen offenen Brief an das Frauen- und andere Ministerien aufgesetzt unter http://home.t-online.de/home/Joachim.Mueller-1/extdoc/Offener_Brief.htm (Manchmal hat man den Eindruck: Fünfzig Leute wie Joachim Müller, und die Gleichberechtigung wäre längst erreicht.)
Diese Verweisungsanträge waren offenbar auch der Tropfen, der für den Mainzer Kriminologie-Professor Bock das Fass endgültig zum Überlaufen brachte. In der letzten Ausgabe dieses zines hatte ich fälschlich berichtet, dass er die vom Frauenministerium geplante Studie über Opfer häuslicher Gewalt durchführen werde. Obwohl ich das von zwei ansonsten sehr zuverlässigen Quellen erfahren hatte, stellte sich das inzwischen als Ente heraus. Tatsächlich hat sich Professor Bock nach der aktuellen Sachlage entschieden, sich für diese Studie nicht einmal zu bewerben. In einem von mir auf seinen Wunsch hin sehr leicht gekürzten Brief erklärt er weshalb. (Insbesondere namentliche Nennungen wurden der Fairness halber getilgt; die erwähnte "Frau B." ist NICHT identisch mit Ministerin Bergmann.)
--- Liebe Freunde, Bekannte und Mitstreiter,
nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, mich nicht an der Ausschreibung des Bergmann-Ministeriums für eine Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" zu beteiligen. Da einige dies bedauern werden, möchte ich hier kurz meine Gründe darlegen.
Es gibt eine ganze Reihe zweitrangiger Gründe: Arbeitsbelastung als Dekan, keine eigenen sozialwissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiter, Druck der Öffentlichkeit usw. Diese Gründe waren allein nicht ausschlaggebend, zumal ich durchaus die innere Verpflichtung wahrgenommen habe, für eine wichtige Sache einzustehen und auch durchaus qualifizierte Forscherinnen und Forscher zu gewinnen gewesen wären.
Die wesentlichen Gründe liegen im Wesen dieser Art von Auftragsforschung. Ein Telefonat mit der zuständigen Sachbearbeiterin überzeugte mich davon, daß man sich zwar keine klaren Vorstellungen macht, was denn eigentlich erforscht werden soll (insoweit identische Erfahrungen wie Kollege Amendt), aber doch schon soviel weiß, daß es besser ist, Gewalt gegen Frauen und Männer getrennt zu erforschen und daß – wie kann man dieses Ergebnis vorwegnehmen und gleichzeitig beklagen, man wisse bezüglich Gewalt gegen Männer nichts? – Männer andere Formen von Gewalt und in anderen Kontexten erleben. Auf die Frage, wieso auch außerhäusige Gewalt per Pilotstudie erforscht werden solle, wo die Kriminologie und Viktimologie hierzu recht gut entwickelt seien, erfolgte nur Stottern, so wie die Sachbarbeiterin auch sonst bar jeder weiterreichenden Kenntnisse schien.
Man muß sich das nun so vorstellen: qualifizierte Wissenschaftler, die an ihren Universitäten oder in ihren Instituten unter großem Konkurrenzdruck stehen, weil dort nichts mehr zählt außer der Einwerbung von "Drittmitteln", bemühen sich um qualifizierte Anträge, ohne zu wissen, wofür eigentlich und ohne die Größenordnung der zur Verfügung gestellten Mittel zu kennen (diese bleibt ausdrücklich offen!). Dann wird nach Gutsfrauenart entschieden. Es gibt ein Beratungsgremium, auch das war zu erfahren, das schon diese wenigen, aber signifikanten Vorentscheidungen getroffen hat und wohl auch über die Anträge "beraten" wird (so wie statt des Parlaments faktisch ein obskurer "Ethikrat" über die Genforschung entscheidet). Man darf gespannt sein, wer den Zuschlag erhält. Das KFN bemüht sich schon, in zäpfchenförmiger Weise die Ergebnisse der eigenen Studie zu relativieren und ist ohnehin schon als Hofberichterstatterin in einem entsprechenden Ruf. Aber glücklich wird niemand, der das Projekt erhält. Er oder sie wird kujoniert, im Preis gedrückt, mit Berichtspflichten überhäuft und was das wichtigste ist: er oder sie verkauft sich und seine Meinung an das Ministerium, denn was zum Thema veröffentlicht wird, bestimmt das Ministerium.
Nun ist diese Praxis an sich schon entwürdigend genug, ein moderne Art der Sklavenhaltung, mindestens aber die Proletarisierung der Wissenschaft im wörtlichen Sinn. Aber sie ist in ihren praktischen Folgen weniger schlimm, wenn der Auftraggeber selbst wenigstens an der Wahrheit interessiert ist und ein Minimum an Objektivität und Überparteilichkeit hat. Gerade dies aber ist in diesem Fall zu verneinen. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, welcher Geist in diesem Ministerium herrscht, dann liegt er in den Musteranträgen vor, die Joachim Müller entdeckt hat. Obwohl sie sich auf den alten Rechtszustand beziehen und zeigen, wie unnötig das Gewaltschutzgesetz war, fällt durch sie endgültig die Maske. Die Sirenengesänge von der geschlechtsneutralen Formulierung des Gesetzes werden widerlegt und die schlimmsten Befürchtungen, die ich in meinem Gutachten geäußert habe, bestätigen sich: Frauen werden förmlich in die Verfahren gedrängt und dem Mißbrauch wird amtlich Vorschub geleistet. Diesem Ministerium muß man jede gute Absicht grundsätzlich absprechen und daher ist auch die Ausschreibung dieser Pilotstudie rein taktisch und strategisch angelegt. Wie sagte noch einmal Frau B.: "Wir sind nun einmal das Frauenministerium ..."!
Dieses Spiel mache ich nicht mit und erhalte mir daher die Freiheit, die mir als Hochschullehrer unsere Verfassung immer noch gewährt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr/Euer Michael Bock ---
Man muss sich die Situation von Forschern wie Professor Bock wirklich einmal vor Augen führen: Sie wissen aus hunderten von internationalen Studien, quer über den Globus, dass Männer das häufigere Opfer insbesondere schwerer Gewalt in der Partnerschaft sind. Sie selbst erhalten nach ihren ersten Veröffentlichungen zu diesem Thema nächtliche Anrufe von geprügelten Männer, die in einer hoffnungslosen Lage sind, weil sich niemand um sie und ihre Gewalterfahrungen kümmert - sie haben das falsche Geschlecht. Wenn diese Männer auf beiden Augen blind geprügelt worden sind, wie beispielsweise Wolfgang Futter, kann man sie einmal kurz bei RTL besichtigen, dann ist das Thema durch. Sobald jetzt aber Wissenschaftler wie Professor Bock oder auch Publizistinnen wie Karin Jäckel auf die Faktenlage aufmerksam machen, müssen sie mit Morddrohungen und Karriereeinbrüchen rechnen, dürfen sie sich von SPD-Politikerinnen für ihre Erkenntnisse beschimpfen lassen und werden von da an genauso ignoriert und ausgeblendet wie die männlichen Gewaltopfer zuvor. "Wir sind ja schließlich das Frauenministerium." Es reicht aber für die Ideologinnen in diesem Ministerium nicht, die männlichen Opfer zu ignorieren; sie müssen vor allem auch dafür sorgen, dass sie ignoriert BLEIBEN. Also werfen sie mit Pressetexten um sich, in denen ausschließlich vom Prügler Mann die Rede ist, damit jeder Richter gleich von Anfang an weiß, wen er bei Ehestreitigkeiten in den Knast schicken und in die Kriminalstatistik eingehen lassen darf und wen nicht, und sie verteilen Verweisanträge, in denen allein die Frau als Opfer schon vorgegeben ist. Brav druckt die Presse, die eigentlich als Kontrollinstanz fungieren sollte, sämtliche sexistischen Klischees nach. Sollte versehentlich einmal eine Studie wie die von Professor Amendt dazwischenrutschen, die nachweist, dass auch in deutschen Scheidungspaaren weit überwiegend der Mann die Fresse poliert bekommt, dann unterlegt man das mit einem fetten Foto, auf dem ein Mann eine Frau niedermacht. Das Ganze nennen Feministinnen dann "Patriarchat" und verweisen darauf, dass der Bundeskanzler noch immer männlich sei.
Andererseits muss man feststellen: Die Schnecke der Aufklärung bewegt sich langsam, aber sie bewegt sich. So erhielt ich vor wenigen Tagen den Anruf eines Fernseh-Wissenschaftsmagazins, das Ende Januar eine Sendung speziell zum Thema männlicher Opfer häuslicher Gewalt ausstrahlen und bei der Unterfütterung durch Forschungsmaterial auf die üblichen Verdächtigen zurückgreifen wird. Gesucht wird unter anderem noch nach einer Hilfsorganisation, die Betroffenen in Beziehungen, in denen beide Partner gewalttätig sind, eine Paartherapie anbietet. Wer hier Kenntnisse besitzt, wo dies möglich ist, möge sich bitte bei mir melden.
Soweit für die letzte Ausgabe der INVISIBLE MEN im Jahr 2001. Ich ziehe mich über die nächsten beiden Wochen ein wenig zurück, wünsche euch schöne Festtage mit so wenig Konflikten wie möglich und hoffe, euch 2002 wieder alle miteinander begrüßen zu können.
Frohe Weihnachten!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 25
herausgegeben von Arne Hoffmann
Einen guten Start in ein frohes neues Jahr wünsche ich allen Lesern und Leserinnen der INVISIBLE MEN!
Das neue Jahr könnte für mich noch betriebsamer werden als das alte: Ich habe nicht nur mehrere neue, herausfordernde Buchprojekte mit zum Teil festen Abgabeterminen auf meinem Schreibtisch, ich finde auch immer noch jeden Morgen bis zu 20 Mails in meiner Mailbox vor, für deren Beantwortung dann gerne mal ein halber Vormittag geopfert werden muss. Damit die Arbeit an diesem zine nebenher überhaupt noch möglich ist, habe ich mich für eine neue Strategie entschieden: Statt aufwendig die verlinkten Artikel zusammenfassend zu übersetzen, werde ich die zentralen Passagen der wichtigsten Beiträge im englischen Original zitieren. Das ist sicher schade für diejenigen Leser dieses zines, die des Englischen nicht so mächtig sind, aber momentan ist jeder Zeitgewinn wichtig für mich.
Wie so oft ergeben sich die Schwerpunkte dieses zines automatisch aus den internationalen Nachrichten dieser Woche. Insofern geht es diesmal unter anderem um Männerrechte in islamischen Ländern, Erfolgsmeldungen der Männerbewegung in den USA, die Debatte über den Umgang mit Pädophilen, totalitäre Strömungen an deutschen und amerikanischen Universitäten sowie um körperliche und verbale Gewalt speziell gegen männliche Senioren.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich natürlich auch jeder als Direktempfänger auf meine Mailingliste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
USA UNTERSTÜTZEN AFGHANISCHE FRAUEN UND KINDER
In einem exzellenten Beispiel dafür, was passiert, wenn sich die öffentliche Aufmerksamkeit nur auf eine Opfergruppe richtet, will die US-Regierung die Frauen und Kinder Afghanistans durch finanzielle Aufwendungen unterstützen: http://www.paknews.com/specialNews.php?id=371&date1=2001-12-13 Für die gefolterten und verkrüppelten Männer gibt es kein vergleichbares Sonderprogramm.
FRAUEN WEINEN UM DIE OPFER DER TALIBAN
Ein interessanter Artikel für Diskursanalytiker: Während das Mitleid der Leser auf das weibliche Geschlecht der trauernden Hinterbliebenen gelenkt wird, bleibt die männliche Identität der eigentlichen Opfer in der Berichterstattung weitgehend unsichtbar ("people", "prisoners", "soldiers", "victims" etc.). Nur wenn es um Individuen geht, ist plötzlich von einem Ehemann oder Onkel die Rede: http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/12/28/wmass28.xml&sSheet=/news/2001/12/28/ixnewstop.html
ÄGYPTEN: AUSPEITSCHEN VON MÄNNERN VERBOTEN
Das ägyptische Parlament entschied, das Auspeitschen von männlichen Gefangenen abzuschaffen. Weibliche Gefangene wurden ohnehin nie ausgepeitscht: http://dailynews.yahoo.com/htx/nm/20011224/od/flogging_dc_1.html
SAUDI-ARABIEN: 142 MÄNNER WEGEN SEXUELLER BELÄSTIGUNG AUSGEPEITSCHT
Hier ist das Patriarchat noch voll funktionsfähig: http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20011227/od/flogging_dc_2.html
MÄNNER GEWINNEN DISKRIMINIERUNGSKLAGE GEGEN FORD
Die Autofirma Ford war beschuldigt worden, ihre Mitarbeiter auf der Grundlage des Alters und der Geschlechtszugehörigkeit zu diskriminieren und erklärte sich nach zwei Prozessniederlagen zu einer Zahlung von 10,5 Millionen Dollar bereit: http://www.nando.net/nation/story/197260p-1915825c.html
COLLEGE FEUERTE MANN, UM FRAU EINZUSTELLEN
Das Gericht billigte dem Geschädigten 1,65 Millionen Dollar an entgangenem Gehalt und als Schadensersatz zu: http://www.boston.com/dailyglobe2/354/metro/Smith_bias_case_brought_justice_ex_coach_says+.shtml Sein Kommentar: "Women have been struggling for equality for a long time. But once you reach equality, you have to treat people in kind. You can't treat people as you have been treated in the past."
FÄLSCHLICH DER HÄUSLICHEN GEWALT BESCHULDIGTER ERHÄLT 5000 DOLLAR ENTSCHÄDIGUNG
"Der Bürgerrechteskandal des späten zwanzigsten Jahrhunderts ist das legale Lynchen von Männern", erklärt James Nollet, nachdem er zum wiederholten Male von der Polizei wegen falscher Anschuldigungen von häuslicher Gewalt für mehrere Tage festgenommen wurde. Jeder, einschließlich der von ihm kontaktierten Anwälte, sagte ihm, er könne nicht gewinnen. Er glaubte es nicht, studierte das Gesetz selbst und erstritt jetzt einen wichtigen Präzendenzfall für alle Männer seines Landes: http://www.massnews.com/1201reformer.htm
NACH BRIEFKAMPAGNE: MÄNNERFEINDLICHE JOURNALISTIN VERLÄSST WASHINGTON POST
Judy Mann gehörte zu den US-amerikanischen Publizistinnen, deren Abneigung gegen das männliche Geschlecht sich am unverhohlensten äußerte. Noch am 19. Dezember benannte sie Gewalt als männlich und die Taliban als äußerste Ausprägung der Männlichkeit: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A62966-2001Dec18.html Diese Diffamierungen führten zu einer Massenbiefkampagne amerikanischer Maskulisten, deren Brüder und Freunde häufig gerade erst in den Trümmern des World Trade Centers ihr Leben riskiert hatten. Die Briefe gingen dabei oft nur in CC an die Journalistin selbst (" ... trying to convince someone like Judy Mann that masculinity and manhood are largely good things is like trying to convince a Hitler that Judaism and Jews are on the whole decent folk ..."), sondern direkt an die Chefredaktion der Washington Post. Einer dieser Briefe wurde von der Zeitung abgedruckt. Jetzt legt Judy Mann ihren Job nieder, natürlich nicht ohne sich als Frau noch einmal als weiterhin unterdrückt aber von überlegener Moral darzustellen und Männer als "the warrior class" zu verunglimpfen. Ihr Abschiedswunsch ist, dass Frauen in unserer Gesellschaft endlich wahrgenommen werden: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A32841-2001Dec27.html Die US-amerikanische Männerbewegung ist verblüfft, dass ihre schon seit einiger Zeit zu den verschiedensten Themen laufenden Brief- und Mailkampagnen plötzlich anfangen, Effekte zu zeigen. (Es gab andere Erfolgsmeldungen: So hatten sich Mitarbeiter der Bush-Regierung für die feministisch initiierten Beleidigungen entschuldigt, denen die Geschlechterforscherin Christina Hoff Sommers auf einer Regierungsveranstaltung ausgesetzt war, und eine Supermarktkette hatte angekündigt, Sticker mit jungenfeindlichen Slogans wie "Boys are Brainless" oder "I Make Boys Cry" zurückzuziehen.) Der Einschätzung der US-Maskulisten zufolge wären diese Erfolge nicht möglich gewesen ohne die Vernetzung der Männerbewegung im Internet als einem freien Medium, in dem parteiliche Berichterstattung und feministische Zensur nicht möglich seien.
GEFANGEN IN IHREM EIGENEN ZUHAUSE: HÄUSLICHE GEWALT GEGEN SENIOREN
"If I call the police, she'll say I attacked her", erklärt eines der Opfer unter http://www.glennjsacks.com/prisoners_in_their.htm "If I try to defend my home and come near her, she'll scream, call the police and I'll go to jail as a wife-beater." There are many different elder abuse scenarios but, according to researchers Karl Pillemer and David Finkelhor, one of the more common ones is an elderly man being abused by his healthier (and perhaps younger) wife, or by a second wife, who often abuses with the assistance or complicity of her adult children. According to attorney Marc Angelucci, California chairman of Stop Abuse for Everyone (SAFE), often men like Berrigan are "among the most defenseless people in our country. Even though countless studies show that there are plenty of women who commit spousal harassment and abuse, our courts and criminal justice system are reluctant to recognize it. Police are under tremendous pressure to protect women and arrest male ‘batterers', whatever their age. The law in practice often doesn't protect these men and stands ready to jail them on the word of the women who victimize them." Und Warren Farrell erklärt: "Many elderly men who are abused by their wives report their wives' anger at their failure to be useful--as a breadwinner or as a home-repairer. The man has gone from protector to needing protection, and that is a set up for her anger. The man's shame and dependency often prevent him from reporting his wife's abuse."
Um einen typischen Fall anzuführen: Ken Hedrick has been repeatedly assaulted by his wife of five years, who attacks him by surprise, often using kitchenware and household objects as weapons. Even though he worked his whole life until he reached retirement age, part of what fuels her rage is his diminished retirement income and the fact that she, 10 years his junior, has to work. He says he's afraid to leave her because it may enrage her further, and there aren't any shelters that accept men near him. He has documented evidence of her abuse over the past five years but doubts that authorities would believe him. And call the police? He says: "Absolutely not. I've no doubt that she could go in front of any cop, judge, or jury and accuse me of being the abuser and cry and lie and have them ready to hang me."
BABYSITTERIN DURCH VIDEOAUFNAHMEN EXTREMER GEWALTANWENDUNG ÜBERFÜHRT
Sie biss einen der ihr anvertrauten Jungen im Babyalter in die Wange, wobei sie tiefe Zahnabdrücke hinterließ, schlug ihm achtmal ins Gesicht, warf ihn zu Boden und trat ihn. Der kulturellen Tradition folgend versuchte sie die Schuld dem männlichen Gegenüber zuzuweisen (unbenommen der Tatsache, dass dieser 14 Monate alt war): http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/12/22/nnan22.xml&sSheet=/news/2001/12/22/ixhome.html
TÖCHTER VERSCHENKT: MUTTER GIBT KINDER BEIM JUGENDAMT AB
http://www.intrinet.de/20011222/p1699798.htm
IRLAND: UNVERHEIRATETE VÄTER DRÄNGEN AUF VERBESSERTE GESETZE
Nachdem innerhalb der beiden Wochen vor Weihnachten vier ihrer Mitstreiter Selbstmord begingen, weil sie ihre Lebenssituation nicht mehr ertragen konnten, versuchen die überlebenden Vaterrechtler verstärkt, auf ihr Leiden aufmerksam zu machen: http://www.ireland.com/newspaper/ireland/2001/1224/hom11.htm
VATERLIEBE MINDESTENS SO WICHTIG WIE MUTTERLIEBE
In einer zusammenfassenden Untersuchung von über 100 europäischen und US-amerikanischen Studien kamen Psychologen der Universität Connecticut zu der Erkenntnis, dass die Zuneigung, die ein Kind von seinem Vater erfährt oder nicht erfährt, seinen späteren Lebensweg ebenso entscheidend prägt wie die Zuneigung durch seine Mutter - in mancher Hinsicht sogar mehr: http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20011220/hl/love.html In unserer Kultur werde die Bedeutung der Mutter im Vergleich zum Vater überschätzt.
EHEN ZU SCHNELL GESCHIEDEN
Laut einer Ende 2001 veröffentlichten Studie des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung in Berlin werden viele Ehen vorschnell geschieden. Eine Ursache liege darin, dass ein unerträglicher Zustand in der Ehe mit einem unerträglichen Partner verwechselt werde. (Kurzmeldung, kein Link.)
VIELE FRAUEN TRÄUMEN VON ÜBERRASCHENDEM SEXSYMBOL
"It would be easy enough to dismiss these women as psychologically disturbed or at least erotically challenged": http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011229/990725.html
AUSTRALIEN: FRAUEN VERDRÄNGEN MÄNNER AUS DER ARBEITSWELT
Von 1,5 Millionen neu entstandenen Jobs gingen nur 200.000 an Männer. Natürlich ist dieser Trend kein rein australisches Phänomen, sondern Teil der sich entwickelnden Informationsgesellschaft, gestützt durch das populäre Vorurteil, dass Frauen nun einmal höhere soziale Fertigkeiten besäßen: http://www.theage.com.au/news/state/2001/12/22/FFX2ZRFUGVC.html (Die Autorin des Artikels versucht, diese Entwicklung durch den höheren Verdienst der Männer quasi auszugleichen, ohne zu erwähnen, welchen Faktoren dieser höhere Verdienst berechtigterweise zu verdanken ist.)
ENGLAND: PÄDOPHILE IN "SCHUTZHAFT"?
Nachdem in einigen Foren das Thema "Pädophile und der Umgang mit ihnen" hochgekocht ist, passt vielleicht diese Meldung aus England. Hier wurde aktuell vorgeschlagen, Männer, die sich von Kindern sexuell angezogen fühlen, sozusagen vorbeugend in Haft zu nehmen. Die Tories und die Bürgerrechtler protestierten: Man könne nur Menschen in Haft nehmen, die sich tatsächlich eines Verbrechens schuldig gemacht haben. Lest mehr unter http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/12/27/nwolf27.xml&sSheet=/news/2001/12/27/ixnewstop.html Selbst die Regierung distanziert sich inzwischen von diesen Forderungen. Unter anderem bestehe die Gefahr, später auch andere "potentielle Straftäter" mal eben "vorbeugend" ins Gefängnis zu stecken.
Wie reell dieses Risiko ist, zeigt die Situation in den USA, wo zunächst allein Sexualverbrecher länger im Gefängnis festgehalten wurden, als die Länge ihrer Strafe per Gerichtsurteil gewesen wäre, dieses Vorgehen jetzt aber offenbar auf andere Delikte ausgeweitet wird: http://desmoinesregister.com/news/stories/c4788993/16845789.html Die naheliegende Frage wäre, wozu man dann überhaupt noch eine richterliche Strafzumessung benötigt.
VERFAHREN VON DUTZENDEN VERURTEILTER "PÄDOPHILER" WIEDER AUFGENOMMEN
Es liegen Hinweise vor, dass es schwere Justizirrtümer und Fehlverhalten der Ermittlungsbehörden gegeben haben könnte: http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=111911
MUTMASSLICHER KINDERSCHÄNDER TOT GEPRÜGELT
Ein mutmaßlicher Kinderschänder aus dem britischen Manchester wurde in seiner Wohnung von Unbekannten zu Tode geprügelt. Der 64-jährige hätte bald wegen Missbrauchs zweiter Jungen vor Gericht stehen sollen, hatte aber immer seine Unschuld beteuert. Sein Bruder gab an, der Rentner sei nach Bekanntwerden der Vorwürfe bedroht worden: "Vor seinem Haus standen Tag und Nacht Leute und beschimpften ihn." (Kurzmeldung, kein Link.)
LETZTER WUNSCH EINES TODKRANKEN JUNGEN: SEX MIT EINER FRAU
Der Junge wollte seine Jungfräulichkeit verlieren, bevor er an Krebs starb. Ohne das Wissen seiner Eltern oder des Pflegepersonals arrangierten seine Freunde ein Treffen mit einer Prostituierten. Das sorgte in Australien für Diskussionen: http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20011222/944024.html
SIND MÄNNER EMOTIONALE MUMIEN?
Verschiedene Wissenschaftler gelangen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen: http://www.apa.org/monitor/dec01/mummies.html
EIN GROSSER PENIS VERURSACHT NICHTS ALS PROBLEME
Dem kann ich nur zustimmen: http://mdn.mainichi.co.jp/waiwai/0112/011218schlong.html
MEINUNG:
-------
FRAUEN IM INTERNET
Unsere Leserin Kathrin Passig erstellte gemeinsam mit Ira Strübel für die Berliner "taz" einen ganz schön bissigen Kommentar über die Weiblichkeit im Web: http://www.taz.de/pt/2001/12/20/a0151.nf/text.name,askqNlf4l.n,0
ENGLAND: FEMINISTIN KRITISIERT HERABSETZUNG VON ÄLTEREN MÄNNERN IN DEN MEDIEN
Anne Karpf (mir nicht bekannt, aber von meiner Quelle als "Radikalfeministin" bezeichnet) ist mit der Berichterstattung über Männer im vorgerückten Alter nicht einverstanden: http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4323573,000.html Karpf: "It's as if old men have become the last legitimate target of ageism, and can be rubbished with impunity. Women who would flinch from the notion that biology is destiny think nothing of stereotyping men older than themselves. This is just sexism hiding behind feminism. I sympathised with Jade Jagger when she beseeched her dad not to bring home anyone younger than her, but that doesn't explain why Tina Turner's vigorous performing elicits admiration, yet Mick Jagger doing the same earns contempt. As things stand, it's impossible to imagine a celebration of older men's sexuality, or that sexual older men will ever lose the prefix `dirty´." In der Tat ist auch mir schon vor Jahren aufgefallen, wie leichtfertig selbst ebenjene Frauen über Männer jenseits eines bestimmten Lebensalters herziehen, die jede vergleichbare Bemerkung ihnen gegenüber nur mit Entsetzen und Abscheu quittieren würden.
"ICH HABE MEINE FEMINISTISCHE PHASE ÜBERSTANDEN"
Jennifer Metcalf vertritt die auch mit meinen Erfahrungen übereinstimmende Theorie, dass Feminismus für die meisten Frauen eine Phase in der persönlichen Entwicklung (meist mit Anfang 20) ist, die einfach dazugehört, um zu einer starken und selbstsicheren Frau heranzureifen (wobei frau anfangs gerne etwas übersteuert): http://www.modernman.com/women/67-1.html
UNSCHULDIGE IM KNAST, SCHULDIGE IN FREIHEIT?
Paul Craig Roberts analysiert für die Washington Times Fehler im US-amerikanischen Justizsystem und kommt dabei auch auf die Bedeutung von DNA-Proben und auf die feministische Verfolgung von Männern aus sexistischen Motiven zu sprechen: http://www.washtimes.com/commentary/20011226-16015360.htm Was die Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse angeht, kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.
SCHULEN UND UNIS: KEINE CHANCE GEGEN DAS MATRIARCHAT?
"In autumn 1994, I offered students at Dawson College the only course in Canada on Men's Lives. One young woman asked me, `Is this another man-hating course?´ I assured her that we would examine men's and women's lives objectively and treat them with equal respect. She smiled and chirped, `I'm in.´" - Jeffrey Asher berichtet in diesem Beitrag über eine Entwicklung an den Universitäten, an denen obskure feministische Lehren zur Pflichtlektüre gehörten (Germaine Greer: "Frauen haben keine Ahnung, wie sehr Männer sie hassen ... Männern ist die Tiefe ihres Hasses selbst nicht bewusst"), während Professoren, die eine Gegenposition einzunehmen wagten, um ihre berufliche Zukunft bangen mussten: "I proposed Men's Lives because the three largest departments (humanities, English and the social sciences) offered more than 83 courses with feminist titles and content, but nothing objective about men. The sisterhood attempted to neuter the contents and then stalled registration for Men's Lives. I threatened to appeal to the Ministry of Education and the media. The few colleagues who still dared to speak to me (off campus) warned me that my career was in peril. Students warned me about agent provocateurs incited by teachers to disrupt my classes. One accused me of being paid by Playboy magazine (I wish) and my answering machine recorded anonymous accusations of sexual abuse and death threats. One night, the chairman of women's studies vandalized my bulletin board, in front of a surveillance camera. A year later, she ordered that my course outline exclude the term `anti-male hysteria.´ Management suspended me from teaching until I removed the politically incorrect insight. I appealed and lost."
Dennoch war er anfangs erfolgreich: "Two-thirds of Men's Lives students were women and, like the men, typically open-minded, morally brave and delightfully quick-witted. They welcomed my course as deliverance from years of classroom male-bashing. In feminist courses, young men were condemned before their classmates as stupid, patriarchal exploiters, batterers and rapists. A Men's Lives assignment on sex bias in the media required students to search the periodical indexes for article titles with the word `men´ and `women.´ They were astounded to discover that the ratio of female to male articles is 10:1, and often 20:1. Students scoured StatsCan data; they learned that men comprise 68 per cent of homicide victims, 80 per cent of suicides, 92 per cent of AIDS deaths, 97 per cent of deaths on the job, double the female rate of heart diseases and die six years prematurely." Im Mai 2000 erfolgte der Gegenschlag des akademischen Matriarchats und erreichte eine Tilgung des Kurses: "The termination of Men's Lives eliminated the only rational opposition to political correctness and feminist domination at Dawson College. Half of the human race remains unexamined, except for condemnation. In 2000, Canadian universities listed two courses on men, neither taught that year, and more than 1,617 feminist courses, offered in programs from undergraduate to PhD degrees." Ashers Fazit: "Long after the defeat of totalitarianism, radical feminism indoctrinates students to discriminate by sex and race and enforces censorship and repression on what is acceptable to think and feel."
Lest den kompletten Artikel, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass sich im wissenschaftlichen Betrieb international fast ausschließlich die feministische Interpretation der Wirklichkeit durchsetzen konnte: http://www.fatherhoodcoalition.org/cpf/newreadings/2001/JAsher_Ottawa_Citizen_Dec01.htm
ZITAT:
-----
"Ein gerechtes Urteil? Zu hart oder zu milde? Wäre eine Frau auch mit 14 Jahren bestraft worden?"
Abschluss eines Artikels in SPIEGEL Nr. 51/01 über einen Vater, der seine Kinder tötete. Mehrere Leser sendeten mir dieses Zitat begeistert zu ("geradezu revolutionär").
"(...) Throughout my life I was abused by my mom in various ways that I won´t go into. I want to specify that for me it has made my identitity ... difficult. It´s not easy to act like you´re living in the present when you´re still being beaten and, sad to say, there is nothing anyone can do about it. It´s hard to be strong when you´re already beaten. I later told friends, family, etc. Some even knew without my knowing. This changed nothing. In fact, it continued into adulthood. (...) I hate sexual schisms, but it seems much easier to talk about battered women than men (or boys). I cannot offer an explanation for why this is. But it is important for the topic to gain exposure. I have no idea how I can get through a day every time I wake up. (...)"
Dies ist ein Auszug aus einem Leserbrief in dem Marvel-Comic "DAREDEVIL" Nr. 19 von August 2001. Ich hatte mir einige Hefte als Lektüre über die Feiertage zurückgelegt und hätte als letztes erwartet, darin eines meiner Fachgebiete thematisiert zu finden. Dass dem so ist, zeigt ziemlich unmissverständlich, wie sehr dieses lange gärende Thema kurz vor seinem Ausbruch in der öffentlichen Debatte steht. Noch vor wenigen Jahren wäre ein solcher Leserbrief in den Comics von Marvel oder DC undenkbar gewesen (während Gewalt gegen Frauen dort schon wesentlich früher diskutiert werden konnte).
" ... Stuttgart erleben:
MENSCHEN
-> Jugend
-> Frauen
FREIZEIT
-> Stuttgarter Highlights ..."
Auszug der Navigationsleiste der Website Stuttgart.de
"God knows how many women already have no use for their men, who are all too often idle and incompetent both as wage-earners and around the house, uninterested in the children and hopeless in bed."
aktuelles Zitat der international einflussreichsten Feministin Gloria Steinem
BÜCHER:
-----
Am 18. Februar 2002 erscheint bei dva von Ute Vogt und Eva Rühmkorf "Wir sind die Besseren. Starke Frauen und Politik".
LESERMAIL:
---------
Es gibt eine weitere interessante Rückmeldung zu "Sind Frauen bessere Menschen?", diesmal von dem inzwischen hier wohlbekannten Kriminologie-Professor Bock. Während ihm das Buch insgesamt gefallen hat, regt er in der Analyse des Feminismus in Deutschland einen anderen Schwerpunkt an, als ich ihn gesetzt hatte:
--- Lieber Herr Hoffmann,
wie versprochen habe ich nun Ihr Buch gelesen, von der ersten bis zur letzten Seite. Erstmal ein großes Kompliment. Sie haben da etwas Bahnbrechendes geleistet, mit Mut, Fleiß und sehr viel Geist. Jeder, der nicht auf den Müll unserer öffentlichen Meinung angewiesen sein will, wird es mit großem Gewinn lesen. Ich habe es gleich noch für meine Söhne gekauft.
(...) Nun noch ein Gedanke zu einem Punkt, an dem ich vielleicht einen etwas anderen Akzent setzen würde. Ich bin, obwohl oder gerade weil ich anfang der 70er Jahre u. a. Soziologie studiert habe, ein konservativer Mensch geworden. Ich habe den Dogmatismus von 68ern noch hautnah erlebt, wie sie Seminare terrorisierten, wie sie Denk- und Sprechverbote erteilten usw. und deshalb ist für mich das gesamte rot-grüne "Projekt", mit dem diese Bewegung unser Land heimsucht, ein Gräuel. Für mich gibt es dabei einen klaren geistesgeschichtlichen Ableitungszusammenhang (Sie argumentieren hier eher psychologisch): Der Feminismus deutscher Prägung, personell bei den Grünen und der SPD verankert, ist ein Kind der Faschismustheorien der Frankfurter bzw. derer, die Adorno und Horkheimer eine "Schule" unterschoben, die diese gar nicht wollten (am ehesten dagegen Marcuse und anfangs Habermas, der aber dann auch bald den "Linksfaschismus" zu hassen begann). Der Grund ist einfach. Schon in den 20er und 30er Jahren wurde die patriarchalische Familie (und die Massenkultur) als diejenigen Vermittlungsinstanzen "entdeckt", durch die sich ein hochentwickleter Kapitalismus auf dem Weg zum Faschismus reproduziert. So konnte man erklären, wieso das Kleinbürgertum und die Arbeiter nicht, wie es ihrer Klassenlage an sich entsprochen hätte, Kommunisten, sondern eben Faschisten bzw. Nazis wurden. Deshalb war Auschwitz letzlich eine Folge des Patriarchats und deshalb hängt hinter der ganzen moralischen Diskriminierung des Mannes immer auch noch das Menetekel von Auschwitz. Und deshalb ist der Feminismus angeblich auch die Garantie, dass "so etwas" sich nicht wiederholen kann (vgl. dazu etwa die unerträglichen Auslassungen eines Christian Pfeiffer). Meine eigenen Versuche zu diesem Thema kann man nachlesen in "Clemens Albrecht u. a.: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule".
Ich glaube nicht, daß das an Ihren Analysen irgendetwas ändert, gibt dem Ganzen aber vielleicht noch eine weitere Note, gerade für die Situation in Deutschland.
Noch einmal herzlichen Glückwunsch und ebensolche Grüße
Ihr Michael Bock ---
MÄNNERBÜNDLEREIEN:
--------
Eine neue Rubrik in den INVISIBLE MEN und wie ihr seht mit einer ironischen Überschrift: Wenn Feministinnen zusammenarbeiten, bilden sie ein Netzwerk; arbeiten Maskulisten zusammen, dann sind sie "männerbündlerisch". Damit Männerrechtler in unserer Gesellschaft aber endlich gehört werden, wäre eine zumindest lockere Vernetzung der bisher vorhandenenen Gruppierungen (IBGM, Männerrat, Bifir, SKIFAS, die Diskussionsforen im Web, Vätergruppen wie pappa.com und Väteraufbruch für Kinder, die Roten Männer in der SPD, Wissenschaftler wie Gemünden, Amendt und Bock, Aktivisten wie Reinhard Schoel und Joachim Müller sowie Anlaufstellen für männliche Gewaltopfer wie das Männerbüro Trier oder Talismann etc.) sicher hilfreich.
In dieser Rubrik meines zines soll es um jene Fälle gehen, in denen Mitglieder der deutschen Männerbewegung (zu denen bekanntlich auch Frauen gehören), ihren allmählich erfolgreichen englischen und US-amerikanischen Vorgängern nacheifern und von der Analyse- auf die Handlungsebene übergehen. Es ist vielleicht kaum ein besserer Zeitpunkt für diese Rubrik geeignet als der Beginn des Wahljahres 2002.
Wir eröffnen mit einem Mail der IBGM ("Interessensgemeinschaft beruflich und gesellschaftlich benachteiligter Männer"), das einem Leserbrief in der letzten Ausgabe und meiner Reaktion darauf zu verdanken ist.
--- Lieber Arne!
(...) Wir sind ebenso wie Du der Ansicht, daß man das beginnende Engagement in die richtigen Bahnen leiten sollte. Dazu gehört selbstverständlich die politische Arbeit, wie auch haltbare Grund- und Hintergrundinformationen (Studien, Statistiken usw.), ebenso wie ein ansprechendes Design. Dieser Ansicht ist ja auch der von Dir angeführte Leser.
Uns war schon nach wenigen Tagen der Recherche klar, daß der Informationsaustausch durch die Bedienung von Internetforen keine Lösung des Problems herbeiführen würde und es gibt Männer, Vereine und Arbeitskreise, die inzwischen auch so denken.
Insofern können wir mit Freude berichten, daß es bereits seit ein paar Monaten Bestrebungen der einzelnen Ortsverbände gibt, sich miteinander zu vernetzen. Allerdings beschränkt sich diese Vernetzung bislang nur auf den Austausch von Informationen per E-Mail und dieser Austausch verläuft leider auch nur sehr schleppend. So wurde beispielsweise eine Aktion "Negativ-Liste" gestartet, in der alle "berühmten" Organisationen und Firmen aufgeführt werden sollten, die männerdiskriminierende Kampagnen durchgeführt haben. Die Gesamtliste sollte dann jedem Männervein zugestellt werden. Eine solche Liste haben wir auch erstellt und sie weitergeleitet, aber bis heute keine Gesamtliste erhalten.
U. E. nach, hat der Plan der Vernetzung, der ja in sich eine gute Sache ist, zwei entscheidende Probleme, an der sie zerbrechen könnte:
1. Zeit
Fast alle Mitglieder der Männerorganisationen gehen einem Hauptberuf nach und haben folglich nur ihre Freizeit zur Themenverfolgung übrig. Hinzu kommen gesellschaftliche Verpflichtungen wie Familie,
Freizeit- oder Sportvereine, denen man sich nicht entziehen kann. So ist es auch bei der IBGM.
2. Interessenkonflikt
Um ein bestimmtes, gemeinsames Ziel zu erreichen, ist es erforderlich einen Konsens zu finden und ggf. Prioritäten bei den Zielen zu setzen. Auch wenn es sich bei allen Verbänden um Männergruppen handelt, sind doch die Beweggründe und Ziele oft verschieden. Die Männergruppen sind zum Teil nicht bereit, ihre eigenen Interessen in den Hintergrund zu stellen bzw. anderen (nicht eigenen) Interessen einen Vorrang zu geben. Ein Konkurrenzdenken also, das bei dieser gesamten Thematik weder sinnvoll noch hilfreich ist. An diesem Punkt wurde uns erst der enorme Nachholbedarf bei Männern bewußt. Das Zeitproblem dürfte sich sicher bei entsprechendem Engagement der breiten Masse lösen lassen. Jedoch dem Interessenkonflikt zu begegnen, dürfte schwieriger und langfristiger sein, als wir alle bisher gedacht haben.
Mit dem Lösen des Zeitproblems durch Involvierung mehrerer Freiwilliger vergrößert man automatisch das Problem eine Koordination und einen Konsens herbeizuführen. Das bedarf langwieriger Diskussionen.
Die vermutlich vielversprechendste Lösung wäre wohl - soweit es um Politik geht - die Einigung verschiedener Männergruppen auf gemeinsame Grundsatzinteressen. Danach könnte man Grundsatzforderungen an die Politik stellen (z.B. den Titel Frauenbeauftragte in den Titel Gleichstellungsbeauftragte/r umzubenennen, wie es einst die CDU in Hessen vorgeschlagen hat). Zu einem späteren Zeitpunkt könnten dann Diskussionen über Einzelforderungen geführt werden. Dieser Zeitpunkt entspräche dann in etwa dem, an dem sich Frauengruppen heute befinden und was uns Männer in so viele verschiedene Ansatzpunkte gespalten hat.
Hier wird erst deutlich, wieviel Zeit wir Männer aufzuholen haben. Die Frauen haben für ihr gemeinschaftliches Vorgehen gegen die damaligen - zugegebenermaßen nicht frauenfreundlichen Bedingungen - annähernd 30 Jahre gebraucht um den heutigen Stand zu erreichen. Selbst bei optimistischer Einschätzung ist kaum zu erwarten, daß die Männer das gleiche Problem in weniger als zehn Jahren vollständig bewältigen und aufwerten können.
Der Weg dahin, den wir alle beschreiten, ist aber grundsätzlich richtig!
Diskussionsforen geführt zu haben, ist nicht grundlegend falsch, weil es vielen Jungen und Männern zunächst einmal unverbindlich die Möglichkeit eröffnete, darüber zu reden, festzustellen, daß sie nicht allein sind und sich über die Erfahrungen anderer zu informieren bzw. diese zu informieren. Das war der erste und sehr entscheidende Schritt und wir stehen nun an der Schwelle zum zweiten Schritt.
Zuverlässige, überregionale Informationen und koordinierende Stellen müssen her, die die Informationen einzelner Verbände ordnen und allen Stellen zugänglich machen. Von daher war die Idee der Vernetzung aller Gruppen eine sehr gute Idee, aber anscheinend nicht ausreichend. Die Leitung der Informationssammlung und -veröffentlichung müsste kommissarisch von einer Stelle übernommen werden, die auch von den anderen Ortsverbänden anerkannt wird. Sie müsste die Grundsatzforderungen mit den einzelnen Verbänden abstimmen und ausformulieren. Diese ehrenamtliche Tätigkeit zieht natürlich einen Rattenschwanz von Arbeit nach sich. Da ist zu recherchieren, da sind Räumlichkeiten für "Treffen" der Ortsverbände zu organisieren, Einladungen zu schreiben, Sachverständige aufzutreiben usw. Solche "Sitzungen" können schnell abgeschlossen sein, könnten aber auch Tage oder Wochen dauern, wenn man sich über einen Punkt nicht einigen kann.
Arne, wir danken Dir für Deine Empfehlung, uns als möglichen Ansprechpartner Deinem Leser gegenüber anzugeben. Wir würden die Rolle auch sehr gern übernehmen, allerdings sind wir weder personell noch finanziell in der Lage, ein solches Unternehmen allein auf die Beine zu stellen. Unser Team besteht aus freiwilligen Mitgliedern. Vereinsbeiträge dürfen wir nicht erheben, weil die IBGM kein eingetragener Verein ist, worauf wir auch besonderen Wert legen, um völlig unbevormundete Aussagen treffen und uns frei organisieren zu können. Das hat Vor- aber auch Nachteile.
Unsere Beteiligung an dem Vorhaben, organisierte Bahnen anzustreben, könnte verschiedene Punkte, aber nicht alle betreffen. Zum einen würden wir versuchen, eine Räumlichkeit zu stellen; möglich wäre hier z. B. das Gemeindehaus der Friedenskirche der für alle relativ zentral gelegenen Stadt Kassel. Die Friedenskirche wirbt insbesondere für das Engagement für Benachteiligte und erscheint daher als guter Ansatzpunkt und Ansprechpartner. Darüber hinaus wäre die Nutzung der Räumlichkeiten voraussichtlich kostenlos. Mit dieser Aktion wäre auch das gesamte Vorhaben einzuleiten.
Wir würden die Begrüßungsansprache ausformulieren, vornehmen und haben auch eine Schulpsychologin an der Hand, die einen auf Männer abgestimmten Vortrag zur häuslichen Gewalt abhalten könnte. Wir könnten außerdem noch einige Erfahrungen aus unseren eigenen Recherchen für die Diskussion zur Verfügung stellen. Das Einladungsverfahren müßte jedoch von einer anderen Stelle übernommen werden, ebenso wie die Befragung zu vorgebrachten Themeninteressen.
Wer eingeladen bzw. befragt werden sollte, erfährt die Stelle von den einzelnen Männergruppen. Das ist sehr mühselig und darum sollte die Stelle auch nur mit dieser einen Aufgabe betraut werden. Von der IBGM kann diese Aufgabe nicht geleistet werden.
Falls hier Interesse von einem Leser dieses zines besteht, sollte er sich bei uns melden, damit hier die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden können um der bekannten Problematik konstruktiv begegnen zu können: ibgm_2000@yahoo.de
Der Antwort Deinem Leser gegenüber wäre noch hinzuzufügen, daß es inzwischen eine politische Partei gibt, die sich nach eigenen Angaben für Männerinteressen einsetzt. Es handelt sich dabei um die Partei der "Roten Männer", eine Splittergruppe der SPD, die sich nicht mehr mit der feministischen Politik der Regierungspartei identifizieren will oder kann. Inwieweit diese Partei handlungsfähig ist, kann aber von hier aus nicht beurteilt werden, fundamental unterstützungswürdige Ansichten haben sie aber nach dem uns vorliegenden Material und wäre eine Alternative zu unserem Vorschlag, aber die Vereinbarkeit der Interessen wäre auch sicher vorstellbar.
Es ist natürlich richtig, daß die HP`s von Männergruppen am ansprechenden Design zu wünschen übrig lassen. Das liegt daran, daß die Männergruppen nicht über Personal verfügen, das sich mit der Gestaltung von professionellen Seiten auskennt, aber auch daran, daß sie nicht über die Mittel verfügen, eine professionelle Seite zu erstellen. Dazu gehört auch die Unfähigkeit, die Vielzahl an Informationen bestimmten Gruppen und die wiederum Einzelthemen zuzuordnen; so erscheinen Männerseiten oft unattraktiv und unübersichtlich. Daran müssen wir - wir Männer - natürlich arbeiten. Ein Web-Designer könnte hier helfen, aber bisher hat die IBGM noch keinen freiwilligen Helfer ausfindig machen können und so müssen wir uns bei unseren Seiten noch immer auf die eigenen Fähigkeiten verlassen, die wir versuchen, ständig auszubauen und zu erweitern.
Lieber Arne, Du sprachst kürzlich davon, daß Geplänkel in Diskussionsforen nichts bringen würde und sich die IBGM konstruktiveren Methoden widmen solle. Das haben wir getan, schon seit längerer Zeit und tun es noch. Über die Einzelheiten wirst Du demnächst noch genauer informiert. Vorab sei jedoch erwähnt, daß unsere - zuweilen auch sehr spitz formulierte - Diplomatie zwischen den Größen unseres Landes nur ein trauriges Spiegelbild der Diskussionsforen war und ist. Die Antworten hatten immer denselben Charakter:
- man sei dafür nicht zuständig oder
- darum sollten sich die Betroffenen oder deren Vertreter selbst kümmern oder
- es habe diesbezüglich nie Nachfragen gegeben und darum sehe man keine Veranlassung das Angebot zu ändern.
In einigen Fällen jedoch, blieb eine Antwort völlig aus und auf eine Anfrage wurde in der "erwirkten" Antwort jedes weitere Schreiben der IBGM als unerwünscht abgewehrt.
Mit freundlichen Grüßen
IBGM ---
Hoffen wir, dass, nachdem sich die deutsche Männerbewegung 2001 über die bereits bestehenden Vätergruppen hinaus breiter formiert hat, 2002 das Jahr sein wird, in dem wir mit unseren Anliegen, Themen und Forderungen auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erlangen können.
Auf ein Neues also!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 26
herausgegeben von Arne Hoffmann
Der Herr der Ringe Harry Potter Angelina Jolie Catherine Zeta-Jones vögeln 11. September Nostradamus Fesselwerkzeuge Stefan Raab Euro Sex in the City PDS Schwarzgeld Skandal Harald Schmidt George Clooney Pamela Anderson Schulmädchen ficken Schimpansen in Uniform Brigitte-Diät Aryuveda Spiderman Mulholland Drive Bin Laden Al-Kaida kostenlos Amputiertenfetischismus BroSis Ricky Martin Robbie Williams Brad Pitt Wer wird Millionär Merkel Stoiber Bundeskanzler Super-Orgasmus Achtziger Jahre Henning Mankell Sven Hannawald besser flirten und Tussen angraben Wie schreibe ich einen Roman Heilmittel gegen Tinnitus Matrix Jack the Ripper Falcon Crest weiße Magie Wiedergeburt Bernhard Langer Kraft zum Leben Diddl Dichtegradientenzentrifugation
Hm, werden jetzt einige von euch sicher denken, das ist aber mal wieder einer der ungewöhnlicheren Eröffnungsparagraphen dieses zines. Oder, so fragt ihr euch: Gibt es jetzt auch Formen des Tourette-Syndroms, die sich in geschriebener Form äußern?
Aber nein, ich kann das erklären. (Mit diesem Satz fangen Katastrophen an.) Wie ihr ja wisst, wird mein zine auch auf diversen Websites verewigt, darunter Joachims www.maennerschutz.org. Joachim teilte mir kürzlich mit, dass sein zine-Archiv allein im Dezember 40.000 Zugriffe verzeichnete. Dabei stammten allerdings die wenigsten Besucher von der Männerbewegung, sondern waren per Zufall durch Suchmaschinen darauf gestoßen, indem sie solche Begriffskombinationen wie "+Lehrerin +nackt" eingaben und bei den ausgeworfenen Ergebnissen wohl auch auf mein zine stießen. Das halte ich aber für gar keine schlechte Sache, weil es ja unser aller Ziel ist, unsere Infos und Ansichten auch denen nahezubringen, die sich nie freiwillig dafür interessieren würden. Insofern habe ich in dem obigen einleitenden Absatz ein paar Worte und Wendungen versammelt, die ich in dieser Hinsicht für erfolgsversprechend halte. Während eine seriöse Auseinandersetzung beispielsweise mit den Ursachen sexuellen Missbrauchs die wenigsten Menschen zu beschäftigen scheint, sind Joachims Webprotokoll zufolge eher absurde Suchbegriffe sehr beliebt.
Eine kritische Rückmeldung auf mein Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" habe ich von meinem Leser Detlef Ax erhalten, der findet, dass ich die internationale Männerbewegung vergangener Jahrzehnte etwas allzu plakativ als unkritisch gegenüber dem Feminismus schildere. In der Tat gebe ich der profeministischen Fraktion ein vielleicht allzu starkes Gewicht und gehe nur in einem einzigen Absatz auf die auch von Detlef so gesehene Grobaufteilung in Profeministen, Gesellschaftskritiker, Mythopoetiker und Maskulisten ein. Dankenswerterweise hat mir Detlef eine von ihm entworfene und meiner Ansicht nach sehr durchdachte und übersichtliche Tabelle zugesandt, die in der Zeitschrift Switchboard (August/September 2000) erschienen ist und bei jeder dieser Strömungen die individuellen Ziele und Forderungen, Attraktion, Kritikpunkte, bekannte Vertreter und andere Kategorien verzeichnet sind. Detlef legte mir auch die Beanstandungen bei, die an seiner Arbeit geleistet wurden (ihm wurde Schubladendenken und in Teilen eine fragwürdige Zuordnung der Autoren vorgeworfen), aber als Grundraster halte ich diese Tabelle doch für sehr brauchbar. Die Zeitschrift Switchboard ist im Internet zu erreichen unter www.switchboard-online.de
Die mehr und mehr steigende Flut eingehender Lesermials macht eine weitere Ankündigung nötig: Jedes auf dieses zine Bezug nehmende Mail an mich, gilt für mich als Lesermail und wird in Zukunft ohne vorheriges Nachfragen abgedruckt. (Bisher habe ich mich immer noch einmal sicherheitshalber erkundigt, und wenn dann keine Antwort kam auch noch ein zweites Mal.) Der Abdruck erfolgt unter Nennung des Vornamens des Absenders. Andererseits kann ich in diesem zine nur einen Bruchteil der eingehenden Rückmeldungen wiedergeben. Wenn speziell DEINE nicht dabei ist, habe ich sie vermutlich trotzdem mit großem Interesse gelesen.
Eine Entschuldigung von mir ist derweil fällig für den Online-Buchversand Amazon. Deren Mitarbeiter sind zumindest gänzlich unschuldig daran, dass ich das Buch "Spreading Misandry. Teaching Contempt For Men in Popular Culture" bei ihnen nicht bestellen konnte. Den US-Amerikanern selbst geht es nämlich nicht anders. Dieses im November 2001 erschienene Buch war nämlich schon Ende Dezember wegen der gewaltigen Nachfrage ausverkauft! Co-Autorin Katherine Young erklärt dazu: "Yes, the book is out of print. It was released only in November 2001 and six weeks later was sold out. It has had enormous media and print attention in Canada, which was a surprise to everyone.The press is reprinting it. I've just called them to see when it will be available again. I know they are trying to turn it around fast but the holidays have intervened. When I get the news I'll let you know." Die Startauflage soll 25.000 Exemplare betragen haben (was mit deutschen Auflagen natürlich nicht zu vergleichen ist). Offenkundig haben die Verlage das Interesse am Thema Männerrechte weit unterschätzt. Jetzt wäre nur noch zu wünschen, dass Deutschland auch endlich hinter dem Mond hervorkommt, was dieses Thema angeht.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet- Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html, http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
>-----
"NOW" WILL NEW YORKER KATASTROPHENHILFE ABZWEIGEN FÜR FRAUENFÖRDERUNG
Dass nur 25 von über 11.000 New Yorker Feuerwehrleuten weiblich sind, stellte die international führende US-amerikanische Frauenorganisation NOW besonders pikiert fest, als die Bergungsarbeiten am World Trade Center in den Nachrichten zu sehen waren. Als Reaktion darauf erhebt NOW die Forderung, dass ein Teil der staatlichen Aufbauhilfe für die vom Terror gebeutelte Metropole dazu verwendet werden soll, "Zehntausende von Frauen zu bessergestellten Jobs zu verhelfen". Nein, es ist nicht logisch, Feuerwehrleute gehören nicht zur Managementebene, aber es wird vermutlich funktionieren - Gespräche mit der New Yorker Senatorin Hillary Clinton laufen bereits: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A32473-2001Dec27.html (Kleine Statistik am Rande: Es starben zwei von 7500 New Yorker Polizistinnen in den Trümmern des World Trade Center, aber 68 von 32.000 New Yorker Polizisten. Offenbar werden immer noch vorwiegend Männer für die gefährlicheren Rettungsmaßnahmen eingesetzt.)
Unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,42423,00.html kommentiert die liberale Feministin Wendy McElroy den neuen Vorstoß der Frauenbewegung: "At a speech Dec. 11 to the National Press Club on how women should respond to the war on terrorism, NOW President Kim Gandy excoriated `people who cynically take advantage of a tragedy to their own ends.´ She went down a list of shame, a list of people who attached their own agenda to Sept. 11: Jerry Falwell, Rush Limbaugh, Laura Schlesinger ... Gandy then explained the proper political response to the war on terrorism: Demand justice for the women of Afghanistan, advocate the right of women soldiers to have abortions abroad, speak out for gay and transgender soldiers. It is intellectually stunning for Gandy to suggest that _her_ proposals are not part of a political agenda. Especially when NOW's cash-starved hand is reaching out to snatch at the federal relief money intended to aid people in the recovery from terrorism. (...) The feminist grab for 9/11 funds could be ignored if it was not receiving support. But it is. Rep. Jane Harman — the ranking Democrat on the House Subcommittee on Terrorism and Homeland Security — has been airing `The Women at Ground Zero´. Her office has issued a press release stating that the role of women `has been overshadowed´ by reports about the `heroic men.´ Harman intends to monitor recovery money spending to ensure gender fairness. (...) An imbalance in the gender of firefighters, however, may indicate nothing more than the fact that women freely choose to work elsewhere. But hurling statistics and accusations are all that NOW has to offer. And why not? That approach has worked handsomely in the past. Statistics mixed liberally with accusations have been enough to intimidate people in the past. And the stakes are higher now than ever before. Gender feminist organizations like NOW are starving for funds. At its 30th birthday last month, the impoverished Ms. (das feministische Zentralmagazin, A.H.) announced a merger with the Los Angeles-based Feminist Majority Foundation. The news Web site Women's E-news, created by NLDEF, just went independent with an immediate appeal for funds. NOW is so desperate that, at a time of national crisis, it is willing to divert money from its intended recipients. Thousands of people died at Ground Zero. Tens of thousands more have been emotionally devastated by the tragedy. The relief funds were meant for rebuilding and healing. They were not attached to a gender agenda; they were not slated for affirmative action. The threat of tying up relief funds in discrimination suits is beyond cynical. It is obscene."
ALICE SCHWARZER GEHT NICHT IN DIE POLITIK
Die ARD-Sendung "Report (Mainz)" strahlte am Montag, dem 7. Januar, eine Sendung aus, die sich kritisch mit 25 Jahren "Emma" als Zentralorgan der deutschen Frauenbewegung auseinandersetzen sollte; eingeladen war auch Alice Schwarzer. Aus der kritischen Beschäftigung wurde indes der auftritt von Alice und einer guten Frauendin - kein Männerrechtler, keine Feminismuskritikerin, nicht einmal eine „Emma-„-kritische Feministin wie Katharina Rutschky – sowie ein Abspulen von Anruferinnen, die Alice sämtlich versicherten, wie toll und wie klug sie doch sei, vor allem im Vergleich zu Verona Feldbusch. (Man stelle sich dieselbe Art von Berichterstattung bei einem männlichen Politiker wie Scharping oder Fischer vor ...) Als eine der Anruferinnen Alice fragte, ob sie sich nicht tatsächlich vorstellen könne, aktiv in die Politik zu gehen und, so wörtlich: eine "Partei der besseren Menschen" zu gründen, erhielt sie eine abschlägige Replik. Alice sei als Publizistin hochzufrieden und verspräche sich von parteipolitischem Engagement wenig.
ZWEIJÄHRIGER VERHUNGERT UND VERDURSTET IN BERLINER WOHNUNG
Die Mutter hatte ihr Kind im November zurückgelassen, um zu ihrem Freund zu ziehen. Der Junge hat einen langen Todeskampf hinter sich: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,175970,00.html
MUTTER, DIE BABY AUS ZWEITEM STOCK WARF, FREIGESPROCHEN
MUTTER ENTFÜHRTE FÜR 10 JAHRE TOCHTER: AUF BEWÄHRUNG FREI
Der Vater, der zehn Jahre lang keinen Kontakt zu seinem Kind hatte und dem offenbar unbegründet der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gemacht worden war, ist fassungslos: http://dailynews.yahoo.com/h/cdh/20011222/lo/mother_gets_probation_in_abduction_case_1.html
PRÜGEL GIBT ES IMMER NOCH
Wie vaeternotruf.de meldet, bezieht jeder fünfte Junge und jedes fünfte Mädchen von seiner/ihrer Mutter schwere Körperstrafen wie z. B. eine Tracht Prügel. 60 Prozent aller Kinder erhalten von ihrer Mutter leichte Körperstrafen. Bei Kleinkindern (0 bis 4 Jahre) werden Jungen häufiger als Mädchen mit Ohrfeigen bestraft. Diese Informationen lassen sich dem Aufsatz : "Prügel gibt es immer noch" von Wiebke Horn in: "Schüler" 2001 entnehmen. Dem Aufsatz liegen Ergebnisse des Forschungsprojekts "Familiäre Gewalt und die Ambivalenz des Rechts", Universität Bielefeld, Prof. Dr. Detlev Frehsee, zugrunde.
SCHOTTLAND INVESTIERT 680.000 PFUND IN BEKÄMPFUNG HÄUSLICHER GEWALT
... was an sich eine feine Sache wäre, wenn "häusliche Gewalt" nicht durchgehend mit "Gewalt gegen Frauen" synonym gesetzt würde, wie dieser Artikel illustriert: http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/scotland/newsid_1694000/1694640.stm
"We have to reach the men involved and tell them we will no longer accept their behaviour", verkündet Minister Jack McConell und der Leser erfährt: "In Scotland, as many as one in five women will experience domestic abuse in their lifetime. A spokeswoman for the Domestic Abuse Helpline said the campaign was crucial in raising awareness about the range of support groups available to help abused women. The campaign is vital for letting abused women know that they're not alone, that there's a whole support network out there, charities and women's aid groups who can provide legal, counselling and advice services. A spokeswoman said: `We welcome this initiative because violence against women is still a big issue, whether it's white or black or Asian women.´ Ms Curran said that the executive had put an £18m package in place to set up women's refuges and fund support groups through local authorities in Scotland. It is hoped a place in a refuge will be available by 2004 for every woman who is a victim of abuse." Undsoweiter, undsofort. (Junge, was die Männerbewegung mit einer finanziellen Unterstützung von 680.000 Pfund anfangen könnte ...)
FEMINISTINNEN WERTEN GEWALTSTATISTIKEN NUR SEHR EINSEITIG AUS
Nancy Updike berichtet für das Mother-Jones-Magazin: "In domestic violence research, it seems, the meaning of any new data is predetermined by ideological agendas set a long time ago, and the fear that new information can be misinterpreted can lead to a rejection of the information itself. In preparing this column, I called a well-known women's research organization and asked scientists there about new FBI statistics indicating a substantial recent increase in violent crime committed by girls ages 12 to 18. The media contact told me the organization had decided not to collect any information about those statistics and that it didn't think it was a fruitful area of research, because girls are still much more likely to be victims of violence than perpetrators." Lest den kompletten Artikel unter http://motherjones.com/mother_jones/MJ99/updike.html
60 PROZENT ALLER STUDENTINNEN SEXUELL BELÄSTIGT? JEDE VIERTE VERGEWALTIGT?
Meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" wurde mehrfach der Vorwurf gemacht, dass es zu sehr auf US-amerikanische Verhältnisse abhebe und die Mentalitätsunterschiede zu Deutschland übergehe. Insbesondere bei Themen wie der sexuellen Belästigung seien die Amis doch von viel größerem Puritanismus beseelt. Ich habe dem in der Regel entgegenhalten, dass erfahrungsgemäß eine Unzahl dieser Entwicklungen von den USA in unser Land hinüberschwappen. Jetzt berichtet der "Spiegel" unter http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,176233,00.html und dem Titel "Fummeln, Grapschen, Telefonterror" sehr unkritisch über eine Freiburger Studie deutscher Forscherinnen, welche exakt dieselben Fehler wiederholt, die schon US-Forschern angekreidet wurden: Befragt wurden wie selbstverständlich ausschließlich Frauen, es wurden offenbar Belästigungen der unterschiedlichsten Art bis hin zu Blicken zusammengefasst, um auf eine hohe Prozentzahl zu kommen, und selbst diese sechzig Prozent wurden mit eher fadenscheinigen Argumenten als noch zu niedrig erklärt (unter anderem weil vergleichbar dämlich angelegte Studien zu noch höheren Werten kamen). Die Definition von "Vergewaltigung" wurde so weit gefasst, wie es mit wissenschaftlicher Seriosität eigentlich unvereinbar sein sollte. Über die Wahrnehmung der betroffenen Frauen selbst, was sie als Vergewaltigung empfanden und was nicht, wurde (wie in den ähnlich skandalisierenden US-Studien) konsequent hinweggegangen. Auch das Resultat der Studie war insofern vorherzusehen: Die auf die erwähnte Weise herbeigeführten hohen Opferzahlen sorgten für erhebliches Aufsehen und Anerkennung in den Medien, was vermutlich zu vielen weiteren Studien dieser Sorte führen wird.
Als besonders problematisch dürfte insbesondere die immer weiter gehende Ausweitung des Tatbestandes der sexuellen Belästigung gehen, der mittlerweile sogar "falsche" Blicke umfasst. In den USA ist es der Frauenbewegung bereits gelungen, das Konzept des "visual harassment" durchzusetzen. Die Rechtsanwältin und Autorin Wendy Kaminer fühlt sich hierdurch an die Rechtsprechung der Nationalsozialisten erinnert. 1939 wurde ein Jude zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er ein arisches Mädchen ansah und sein Blick angeblich einen Angriff darstellte. Er hatte dem Gericht zufolge "eindeutig eine erotische Grundlage und konnte nur den Zweck gehabt haben, das Mädchen, an dem der Angeklagte interessiert war, zu einer Annäherung zu verleiten".
Mit Haftstrafen fürs Hingucken müssen die Männer unseres Landes noch nicht rechnen - allenfalls damit, dass sie den Schreck ihres Lebens bekommen, wenn die betreffende Frau ihnen eine für 0,25 Euro per Internet erhältliche Karte in die Hand drückt, auf der zu lesen ist: "Sie haben gerade eine Frau sexuell belästigt. Diese Karte ist chemisch präpariert. In den nächsten Stunden werden Sie erhebliche Störungen im Genitalbereich feststellen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, über Ihr Verhalten nachzudenken und derartiges in Zukunft zu unterlassen!" Offenkundig kann Frauen nicht mehr zugemutet werden, ihre Mitmenschen auf erwachsene Weise auf ein Verhalten aufmerksam zu machen, durch das sie sich subjektiv gestört fühlen. Die "Rosa Karte" ist der besseren Glaubwürdigkeit halber tatsächlich chemisch behandelt - wo immer die Fingerkuppen sie berühren, wird sie weiß und rötet sich danach schnell wieder. Ich habe mir übrigens als "Anne Hoffmann" gerade ein Dutzend davon bestellt, um sie allen Leuten in die Post zu stecken, die ich nicht leiden kann ...
SEXUALTÄTER BALD SATELLITENÜBERWACHT?
"Technology that guides American missiles to their targets in Afghanistan may soon be used to track Canadian sexual predators on release from provincial jails" erklärt Ross Marowitz unter http://www.nationalpost.com/news/updates/story.html?f=/news/updates/stories/20020106/national-824028.html
Die US-amerikanische Männerbewegung befürchtet, dass diese Überwachung bald auch auf andere Deliktgruppen ausgeweitet werden könnte und jeglicher Protest sofort als "Aufschrei der Täter" diffamiert werden könnte.
OFFENBAR FALSCHE MISSBRAUCHSVORWÜRFE: KOMMT MANN AUS GEFÄNGNIS FREI?
Er war allein aufgrund der Aussage des Mädchens zu 38 Jahren Haft verurteilt worden. (Der Richter hatte die von den Geschworenen geforderten 73 Jahre deutlich reduziert.) Jetzt ändert die damals Elfjährige ihre Geschichte: http://www.roanoke.com/roatimes/news/story123847.html Obwohl ihre neue Version sich als glaubhaft erweist und selbst die Staatsanwaltschaft kein zweites Verfahren aufrollen würde, kann es sein, dass der Verleumdete aus formaljuristischen Gründen im Gefängnis bleiben muss.
VATER BRACHTE SICH AUF GERICHTSTREPPE UM
http://www.uniontrib.com/news/metro/20020108-9999_1m8miller.html
"27 MILLIONEN SKLAVEN UND WIR SCHAUEN WEG"
Wie die maskulistische Bewegung gezeigt hat, war in vielerlei Hinsicht der geschlechtsspezifische Ansatz des Feminismus ein Irrweg. Entgegen weitverbreiteter Irrtümer etwa werden Männer ebenso Opfer von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch, Beschneidung oder Gendercide wie Frauen. Eines der letzten Aufgabenfelder des Feminismus ist der Frauenhandel, könnte man meinen, denn einen "Männerhandel", bei dem Angehörige des männlichen Geschlechts in Bordelle verkauft würden, gibt es nicht. Diese These ist allerdings nur stimmig, wenn man den kritisierten Menschenhandel auf das Gebiet sexueller Dienstleistungen begrenzt. Wenn es um den Handel mit Arbeitssklaven geht, sind zwar ebenfalls Frauen am stärksten, aber sehr stark auch Männer und Kinder betroffen: http://www.smh.com.au/news/specials/intl/slave
NEW YORK TIMES ENTDECKT LEIDEN DER AFGHANISCHEN MÄNNER
Wie wir in der letzten Ausgabe berichteten, greift die Aufbauhilfe der USA für Afghanistan gezielt Frauen und Kinder als Opfergruppe heraus und ignoriert das Leiden der männlichen Bevölkerung – ohne Frage eine Folge des einseitigen Medienberichterstattung der letzten Monate. Ganz allmählich werden jetzt jedoch auch die durch Bomben und Landminen verkrüppelten und verstümmelten Männer als Opfer wahrgenommen. Die New York Times thematisiert dabei erfreulicherweise, dass sich dieses Leiden neben der körperlichen auch auf die psychische Ebene erstreckt und dabei wenig Hilfe zu erwarten ist:
"Afghanistan is a nation with 24 million people but only three psychiatric hospitals and eight psychiatrists to serve them. It has virtually no ability to treat its enormous population of mentally ill war victims, according to the World Health Organization, which estimates the mentally ill population at two million. The scope of the problem is apparent here. Raving men are not hard to find on Jalalabad's streets, and the hospital has at least one victim from each conflict that has gripped the country in the past generation, from the Marxist coup in 1978 to the American bombs that are still coming down. Abdul Sabur, the hospital administrator, can point them out chronologically. Here is a man tortured by Soviet soldiers in the 1980's, there is a man tortured by the Taliban in the 1990's, beside him is a man whose home and gardens were destroyed when the Taliban destroyed villages across the Shamali Plain. Now there is Mr. Khan, who was bombed from his home by an American plane in November and has gone mad. People whom Islamic courts determined to be insane are mixed in with the war victims, including a young man who beheaded his father. There is also an epileptic or two."
Und wenn die seelisch zerstörten Männer dieses Landes sich nur noch auf aggressive Weise äußern können, werden sie in den Medien vermutlich wieder als naturgegeben kriegslüstern und frauenunterdrückend angeprangert. Lest den kompletten Artikel unter http://www.nytimes.com/2002/01/09/international/asia/09HOSP.html (kostenlose Registrierung erforderlich).
TÜRKISCHE FRAUEN ERHALTEN GLEICHE RECHTE
Das ist eine erfreuliche Entwicklung, aber irritierend ist diese Information: "The percentage of women lawyers, doctors and stockbrokers is higher than in many Western nations." Könnte es sein, dass der Einfluss der Frauenbewegung auf solche Entwicklungen geringer ist, als sie annimmt? Lest den kompletten Artikel unter
http://news.bbc.co.uk/hi/english/world/europe/newsid_1737000/1737099.stm
FRAUEN ÜBERHOLEN MÄNNER BEIM INTERNET-SHOPPING
Zitat aus dem Bericht: Der Verantwortliche dieser Erhebung, "Rainie, said it was only a matter of time before women shoppers caught up with men, because women traditionally control the household’s spending decisions." Was die alte maskulistische Behauptung bestätigt, dass Männer in unserer Gesellschaft die Aufgabe haben, das meiste Geld durch harte Arbeit zu verdienen, und ihre Frauen die Kontrolle darüber, wofür dieses Geld wieder ausgegeben wird: http://www.iknowbakersfield.com/homearticle.asp?id=25328§ion=home&network=bakersfield
USA: FRAUEN FAHREN INZWISCHEN GENAUSO AGGRESSIV UND RÜCKSICHTSLOS WIE MÄNNER
... was einer der Gründe dafür ist, dass sich auch die Schere zwischen der Zahl ihrer Unfälle immer mehr schließt:
http://dailynews.yahoo.com/h/hsn/20020108/hl/you_go_girl_but_wait_for_the_green_light__1.html
FRAUEN IM BERUFSLEBEN UNTERQUALIFIZIERT? – KASSIERER LACHTE BANKRÄUBERIN AUS
Ich danke dem Forenmitglied "Hiob" für die Bereitstellung dieser Meldung und die schöne Titelschlagzeile: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,175147,00.html
BRITISH MEDICAL JOURNAL ZU GEFAHREN DER MÄNNLICHKEIT
In einem längeren Artikel kommt das renommierte Fachmagazin unter maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=gender&searchid=QID_NOTSET&stored_search=&FIRSTINDEX=0" target="_blank">http://bmj.com/cgi/content/full/321/7276/1609?>maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=gender&searchid=QID_NOTSET&stored_search=&FIRSTINDEX=0 zu dem Schluss: "Male mortality is greater than female mortality throughout life. The causes are a mixture of biological and social pressures: we need to be aware of both in order to promote better development and health for boys and men."
MEINUNG:
>-------
USA: BRUTALE FAMILIENGERICHTE SORGEN FÜR SELBSTMORDEPIDEMIE UNTER MÄNNERN
>Glenn Sacks nimmt den in obigem Artikel erwähnten Tod Derrick Millers, der sich auf den Stufen eines Gerichtsgebäudes umbrachte, zum Anlass, unter http://www.uniontrib.com/news/uniontrib/fri/opinion/news_1e11sacks.html über die hohe Selbstmordrate von Männern insgesamt zu schreiben:
Miller is one of 300,000 Americans who have taken their own lives over the past decade -- as many Americans as were killed in combat in World War II. All Americans recognize that our country is rife with violent crime, but few know that 50 percent more Americans kill themselves than are murdered.
Who is committing suicide? For the most part, men. According to the National Institute of Mental Health, males commit suicide four times as often as females do and have higher suicide rates in every age group. There are many risk factors for suicide, including substance abuse and mental illness, but the two situations in which men are most likely to kill themselves are after the loss of a job, and after a divorce. Because our society strongly defines manhood as the ability to work and provide for one's loved ones, unemployed men often see themselves as failures and as burdens to their families. Thus it is not surprising that while there is no difference in the suicide rate of employed and unemployed women, the suicide rate of unemployed men is twice that of employed men.
The other most common suicide victims are divorced fathers like Derrick Miller. In fact, a divorced father is 10 times more likely to commit suicide than a divorced mother, and three times more likely to commit suicide than a married father. According to Los Angeles divorce consultant Jayne Major: "Divorced men are often devastated by the loss of their children. It's a little known fact that in the United States men initiate only a small number of the divorces involving children. Most of the men I deal with never saw their divorces coming, and they are often treated very unfairly by the family courts." According to sociology professor Augustine Kposow of the University of California Riverside, "The link between men and their children is often severed because the woman is usually awarded custody. A man may not get to see his children, even with visitation rights. As far as the man is concerned, he has lost his marriage and lost his children and that can lead to depression and suicide."
There have been a rash of father suicides directly related to divorce and mistreatment by the family courts over the past few years. For example, New York City Police Officer Martin Romanchick, a Medal of Honor recipient, hung himself after being denied access to his children and being arrested 15 times on charges brought by his ex-wife, charges the courts deemed frivolous. Massachusetts father Steven Cook, prevented from seeing his daughter by a protection order based upon unfounded allegations, committed suicide after he was jailed for calling his four-year-old daughter on the wrong day of the week. Darrin White, a Canadian father who was stripped of the right to see his children and was about to be jailed after failing to pay a child support award tantamount to twice his take home pay, hung himself. His 14 year-old daughter Ashlee later wrote to her nation's prime minister, saying, "this country's justice system has robbed me of one of the most precious gifts in my life, my father."
IRISH TIMES: DIE ZEIT DER LÜGEN ÜBER MÄNNER IST VORBEI
John Waters schreibt: "Last year was an important year in the exposition of the Orwellian lies about men, peddled by industrial feminism for 30 years. Two core notions, intact at the start of last year, are now under the most rigorous scrutiny: (1) that all but the most aberrant instances of violence between the sexes is initiated by men: (2) that all men are potential abusers of women and children. That those who have challenged these beliefs are winning the argument is visible in the emerging public receptivity towards ideas previously regarded as counter-intuitive, and in the consternation of those on the other side of the argument." Der komplette Artikel ist unter http://www.ireland.com/newspaper/opinion/2002/0107/1159265705OP07WATERS.html zu finden.
WIRD DIE POLITISCHE KORREKTHEIT ZUM OPFER DES KRIEGS GEGEN DEN TERRORISMUS?
Betsy Hart argumentiert, dass bei dem Thema "Frauen im Militär" zahlreiche Problemstellungen in der bisherigen Berichterstattung unter den Teppich gekehrt wurden: "The U.S.S. San Antonio, our newest Marine troop carrier, has incorporated a woman's touch. Electrical systems are lower to accommodate a woman's shorter frame, and there's room for lots more toilet paper rolls since on other ships women hoard the stuff. The washers are gentler on the women's undergarments, and there's more ventilation and lights in the women's bathrooms due to their hair spray and makeup, Time magazine reports. Often, the military has been caught by surprise by problems women present. For instance, no one figured that they would regularly develop urinary tract infections on long desert marches because they were too embarrassed to go to the bathroom, desert style, in front of the men. During the Gulf War, Navy ships like the Acadia and Yellowstone saw almost one-third of their women personnel become pregnant - a fact the Navy was not eager to reveal." Die Autorin Stephanie Gutmann enthüllt in ihrem Buch zu diesem Thema "how the services use coercive quotas, often promoting women before they are ready, and perhaps most ominously she documents the extensive double-standards that are employed between servicemen and women in physical abilities and other areas." Während es schon in der Wirtschaft einigermaßen absurd ist, Frauen durch Quote statt durch Leistung in Führungspositionen zu hieven, kann dieselbe Praktik bei militärischen Einsätzen Menschenleben kosten: http://www.jewishworldreview.com/cols/hart101601.asp
"HURRA FÜR MÄNNER!"
Mona Charen reiht sich bei der wachsenden Zahl von Frauen ein, die sich der Männerfeindlichkeit unserer Gesellschaft entgegenstellen: "What feminists have never understood, and have actually gone out of their way to distort, is that male strength has always been viewed, in Western culture, as a responsibility, not as a weapon with which to subjugate females. Despite reams of disinformation circulated by some feminists, husbands are the last people to beat or abuse women. God bless our men, who've taken so much undeserved abuse for decades, yet never stopped being men and gentlemen." Der komplette Artikel steht online unter http://www.townhall.com/columnists/monacharen/mc20011231.shtml
WIE SINNVOLL IST DIE MÄNNERQUOTE?
In den letzten Wochen wurden in den USA erstmals auch von Männern Diskriminierungsklagen gewonnen. Die Männerbewegung feiert das als Sieg. Wendy McElroy hält diese Einstellung für einen Fehler: http://www.foxnews.com/story/0,2933,41803,00.html
"CLAUDIA" ERSTE WELTMEISTERIN IM SCHWANZLUTSCHEN
Die junge Dame setzte sich bei dieser Veranstaltung am schwarzen Meer in den Kategorien "Technik" und "Freestyle" gegen eine Schar internationaler Mitbewerberinnen durch und errang einen mit 1000 Dollar dotierten Preis. Die (typischerweise) rein männliche Jury machte ihre Entscheidung von den Kriterien "Geschwindigkeit" und "künstlerischer Wert" abhängig. Die Publizistin Joy James setzt sich mit diesem Ereignis unter http://www.cleansheets.com/articles/james_01.02.02.shtml kritisch auseinander. (Hat nicht wirklich was mit Männerrechten zu tun, aber dafür habt ihr wieder Gesprächsstoff für die nächste Party. Und es stoßen wieder ein paar mehr Leute mit ihren ominösen Suchbegriffen auf mein zine.)
>WEB:
>----
Unser Leser Kay schickt mir einen sehr interessanten Link zu einer Site, die sich ausführlich mit dem Rückgang der Sexualverbrechen in Dänemark nach einer Freigabe der Pornographie beschäftigt: http://www.scireview.de/sexualverbrechen.html wobei hier auch die Hauptseite http://www.scireview.de/index.shtml aufschlussreich ist.
Die Betreiber der Website www.maennerschutz.org (von dort aus zu kontaktieren) bitten die Leser dieses zines um positive wie negative Erfahrungsberichte mit Beratungsstellen zur häuslichen Gewalt, möglichst mit Angabe von Name und Adresse dieser Stelle. Daraus soll sich eine Art "Verbrauchertest" entwickeln, anhand dessen sexistische und anderweitig inkompetente Berater von vorneherein ebenso ausfindig gemacht werden können wie die wirklich hilfreichen Profis unter ihnen.
Das brillante Kapitel zum Thema häusliche Gewalt gegen Männer aus einem der letzten Bücher des international führenden Männerrechtlers Warren Farrell ist inzwischen online: http://www.ejfi.org/dv-3.htm Meiner Ansicht nach sollte ein Link auf diese Seite (ebenso wie auf www.dvmen.org ) auf keiner Website fehlen, die sich mit dieser Materie beschäftigt.
ZITAT:
>------
"Dass der Mann als Nicht-Aggressor das Haus verlassen muss, ist ok. Denn: Auch wenn die Aggression von der Frau ausging, die Gewalt stammt vom Mann. Das ist bewiesen und zeigt sich immer wieder.2
Diskussionsbeitrag eines männlichen Feministen auf die Kritik am Gewaltschutzgesetz im Frauen-Forum des (übrigens sehr empfehlenswerten) Info-Portals wer-weiss-was.de
"Wenn man etwas Neues hat, will niemand davon hören. Dann will es niemand glauben. Man wird bekämpft und verlacht. Wenn es sich durchgesetzt hat, erscheint es allen selbstverständlich."Jonathan Swift, englischer Satiriker ("Gulliver´s Travels", "A Modest Proposal")
BÜCHER:
>--------
>Eine Neuerscheinung auf dem Taschenbuchmarkt gibt es vom Rowohlt-Verlag. Der Klappentext von Heike Maurers aktuellem Werk "Wenn Juden lügen" lautet folgendermaßen: "Die ZDF-Moderatorin Heike Maurer (...) beschäftigt sich eingehend mit einer typisch jüdischen Untugend: der Lüge. (...) Ihr Fazit: Juden sind die routiniertesten Lügner, und sie tun es immer und überall."
... Moment mal, irgendwas stimmt hier nicht. Rowohlt ist und war doch niemals antisemitisch ...
Ah, jetzt hab ich´s! War mein Fehler - es geht gar nicht gegen Juden, es geht nur gegen Männer. Das Buch heißt "Wenn Männer lügen", und in dem zitierten Klappentext muss ebenfalls "jüdisch" gegen "männlich" und "Juden" gegen "Männer" vertauscht werden. Wusste ich´s doch gleich, dass es in Deutschland nur EINE Bevölkerungsgruppe gibt, über die man frohgemut solche Kübel von Dreck ausschütten darf. Auch über Frauen wären in unserer ach so patriarchalen Gesellschaft vergleichbare Bücher und Klappentexte undenkbar.
Die zuständige Abteilung Rowohlts ist per Mail erreichbar unter lektorat.sachbuch@rowohlt.de
LESERMAIL:
>------
>Kritisch sieht unsere Leserin Daniela meine Berichterstattung über die meiner Einschätzung nach vernachlässigten Männerrechte in Afghanistan:
>--- Gerade eben habe ich dein Invisible-Men-zine gelesen und habe mich doch etwas geärgert. Ich finde es leicht geschmackslos, zu erwähnen, dass die Frauen und Kinder Afghanistans von der US-Regierung unterstützt werden, die Männer jedoch nicht. Irgendwo hat alles seine Grenzen. In Anbetracht dessen, was gerade die Frauen in diesem Land die vergangen Jahre dort erleiden und erdulden mussten, weder zur Schule noch zur Uni geschweige denn das Haus verlassen durften, finde ich es echt bedenklich, jetzt darauf hinzuweisen, dass nun ausnahmsweise mal diejenigen unterstützt werden, die Jahre lang dort den kürzen gezogen haben. Dafür habe ich echt kein Verständnis. Sorry. ---
>Einer der männlichen Leser der INVISIBLE MEN, die selbst Opfer häuslicher Gewalt wurden, sich aber nicht namentlich outen möchten, ist mit den existierenden Hilfsangeboten unzufrieden:
>--- Reguläre Männerberatungsstellen gibt es zwar einige, diese beschränken ihr offenes Hilfsangebot aber feministisch bestimmt auf Hilfe gegen selbstausgeübte Männergewalt. Männliche Opfer werden dort (Eigenerfahrung) nicht selten in Antiaggressionstrainings gesteckt, damit sie selbst aufhören, Gewalt auszuüben. Das Opfer soll aufhören, Gewalt auszuüben! Toll. So eine Einrichtung ist *****. Es wird nicht einmal danach geragt, ob maNN selbst Gewalt ausgeübt hat, es wird automatisch unterstellt, auch dass maNN der Agressor war. Zumal maNN dort bei jedem erzählten Erlebnis entweder dazugesagt bekommt, dass manN dadurch doch endlich wissen müsste, wie Frau sich in so einer Situation fühlt, oder manN gedroht oder angekündigt bekommt, dass maNN in psychiatrische Behandlung mit dem Ziel des Tätereingeständnisses gesteckt wird bzw. verstoßen, angezeigt, abgestraft ... wird, wenn man von der Behauptung, Opfer zu sein, nicht abrückt und sich ungeachtet des Geschehnisses als Täter bezeichnet. Bei manchen wird maNN dazu angeleitet, sich am Schluss der empfohlenen Behandlung dann BEI DER TÄTERIN ENTSCHULDIGEN ZU KÖNNEN. Andere Beratungsstellen, die derartigen Scheiß nicht machen, gibt es wesentlich seltener. In der Regel kommt als Minimum, dass maNN als einzige wirkliche Grundlage der Beratung hinterher auf Frauen in dieser Situation mehr Rücksicht nehmen soll. ---
Bemerkenswert finde ich an dieser Schilderung, dass auch in Deutschland mit männlichen Gewaltopfern umgesprungen wird, wie ich es bisher nur aus der US-amerikanischen Fachliteratur kannte. Vergleichbar wäre es, wenn staatliche Stellen eine Frau, die vergewaltigt wurde, zu einem größeren Einfühlungsvermögen mit dem Täter bewegen und ihr bei Widerspruch mit psychiatrischer Behandlung drohen würden.
ZUR DOKUMENTATION:
>------
>--- Kandidatur von Peter Thiel zur Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen, Landesverband Berlin zur Bundestagswahl 2002, LMV 19.1.02
Liebe Freunde, liebe Freundinnen,
hiermit möchte ich mich kurz vorstellen:
Peter Thiel, 40 Jahre, ledig, 2 Töchter
1961 in Berlin (Ost) geboren
1984 bis 1989 fünfjähriges Direktstudium Diplomlehrer Mathematik/Physik an der Humboldtuniversität Berlin.
1988-1989 Aufbau einer gesellschaftskritisch-reformpädagogischen Studentengruppe
1989 bis 1992 Tätigkeit als Diplomlehrer für Mathematik und Physik an einer Ostberliner Polytechnischen Oberschule, bzw. Gesamtschule.
1990 Gründung der Bürgerinitiative 15 e.V. Ab 1992 dort berufliche Tätigkeit als Projektleiter und Geschäftsführer eines generationenübergreifenden Nachbarschaftsprojekts.
1992 Gründungsvater der "Freien Schule Pankow"
Wahl zum Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Pankow auf der Offenen Liste der PDS, parteilos.
1995 bis 1998 Mitglied der PDS-Fraktion in der BVV-Pankow (jugendpolitischer Sprecher); Mitglied im Jugendhilfeausschuss Pankow. 1996 bis 1998 Mitglied der PDS.
1998 Berufung zum Beisitzer bei der Kammer für Wehrdienstverweigerung bei der Wehrbereichsverwaltung VII (Strausberg).
Mitglied im "Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse" bei der Heinrich-Böll-Stiftung
Mitglied im bundesweiten "Arbeitskreis Kritische Männerforschung"
Mitglied bei PRO FAMILIA, dem Kinderschutzbundes und der Bundesarbeitgemeinschaft für systemische Sicht im Familienrecht.
Seit Juli 2000 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2001 Mitglied im KV-Pankow.
Ich arbeite als Familienberater bei Kinderland e.V. und als Verfahrenspfleger (Anwalt des Kindes). Zur Zeit befinde ich mich in einer dreijährigen Weiterbildung "Systemische Therapie, Beratung und Organisationsentwicklung".
Ich schreibe für die Väterzeitschrift "Paps" - www.paps.de und die "Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit - Switchboard" - www.switchboard-online.de
Meine Politikschwerpunkte:
Familienpolitik, Männerpolitik, Gleichstellungspolitik, Kinder- und Jugendpolitik.
In der Ausgabe 11-12/2001 der Zeitschrift für bündnisgrüne Politik wurden fünf bekannte Grünenpolitiker/innen gefragt. "Muss jetzt nicht eine Männerpolitik her?" Eine der Befragten sprach sich dagegen aus, drei wichen
einer klaren Antwort aus. Klaus Müller, Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein antwortete: "Ja! Männer, die momentan in Erziehungszeit gehen, sind Exoten. Das muss sich ändern! Das neue Erziehungszeitgesetz ist ein erster Schritt in die richtige Richtung."
Meine politischen Ziele:
Integration von Männerpolitik als Querschnittspolitik entsprechend dem Gender-Mainstreaming
stärkerer Einbeziehung und Berücksichtigung der besonderen Lebenslagen von Männern (und Vätern) insbesondere in der Geschlechter- und Familienpolitik
Beendigung der Diskriminierung nichtehelicher Kinder und ihrer Väter beim Sorgerecht. Aus der Respektierung von Grundgesetz Artikel 2,3 und 6 folgt die ersatzlose Streichung von §1626a BGB.
Umbenennung des bisherigen "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" z.B. in "Bundesministerium für Geschlechter- und Generationenfragen", Schaffung einer Unterabteilung "Männerfragen" innerhalb der bestehenden Abteilung "Gleichstellung"
Stärkere Förderung einer geschlechterdifferenzierten Mädchen- und Jungenarbeit innerhalb der Jugendhilfe und Schule
Thematisierung und Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere gegen Jungen und Männer
Ich würde mich freuen, Eure Stimme für meine Kandidatur zu erhalten
Peter Thiel ---
Soweit für diese Ausgabe, herzliche Grüße an alle
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 27
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen zur siebenundzwanzigsten Ausgabe der INVISIBLE MEN!
Die Männerbewegung schreitet noch immer mit großen Schritten voran -
größeren Schritten zumindest, als man noch vor etwa einem Jahr für möglich
gehalten hätte. Zum einen werden sie und ihre Themen zunehmend auch vom
Fernsehen wahrgenommen (siehe dazu unsere Rubriken Mediawatch und TV-Tipps),
zum anderen konstituiert sie sich immer mehr im Web.
Nachdem an einem umfassenden Internetportal des Maskulismus von Joachim,
Andi und einigen Helfern immer noch emsig gearbeitet wird, ist es Monika
Fassbender innerhalb von nur zwei Tagen gelungen, ein einfaches, aber umso
übersichtlicheres Link-Portal online zu stellen. Als Unterrubrik des an die
Gesamtheit der deutschen User gerichteten Portals www.startwebsite.de ist
http://maenner.startwebseite.net eine Rubrik, welche die wichtigsten Sites
der Bewegung (sozusagen die Best-ofs) sammeln, aber auch generell an
Männerthemen Interessierten dienlich sein will. Um auch Männer von außerhalb
der Bewegung anzusprechen, sind beispielsweise Rubriken wie "Models",
"Erotik", "Sport und Freizeit", "Jobs" oder "Schwule" eingegliedert. Für
weitere Vorschläge ist Monika immer sehr empfänglich. Ich würde mich freuen,
wenn die Existenz dieser Startsite über andere Newsletter, die sich auch
sonst gerne auf mein zine beziehen, weiterverbreitet wird.
Zu meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" sind in der
Online-Buchhandlung Amazon inzwischen die ersten ablehnenden Rezensionen von
männlichen und gleichzeitig begeisterte Bewertungen von weiblichen Lesern
eingegangen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896023829/qid%3D1009611151/302-1908579-6991217
Nett ist der von Amazon-USA übernommene Einfall, dass Kunden jetzt auch
Listen mit ihren Lieblingsbüchern für andere Kunden erstellen können. (Hat
jemand von euch Lust, eine Liste über Titel zu basteln, die ein Mann gelesen
haben sollte?)
Eher verstört über mein Buch zeigen sich derweil vergleichsweise viele Leser
laut ihren Postings in den Diskussionsforen im Internet:
- "Ich habe Hoffmanns Buch noch nicht gelesen, aber ein Freund von mir. Der
ist total erschüttert und kann es zur Zeit nicht weiterlesen, weil er der
`seelischen Destabilisierung´, wie er schrieb, `zur Zeit nicht gewachsen
ist´. Er konnte sogar eine Nacht nicht schlafen."
- "Das Buch von Arne ist schrecklich für mich, mein Seelenleben und die
Beziehung zu meiner Freundin. Nicht, daß ich Arnes Fakten anzweifle. Das
meiste habe ich im Laufe der Jahre aus verschiedenen Quellen selbst schon
gewusst - aber immer nur in homöopathischen Dosen, die ich wegstecken
konnte. Es in dieser Zusammenstellung Schlag auf Schlag ohne Atempause um
die Ohren geklatscht zu bekommen: dazu habe ich noch zu wenig Abstand zu
meinem eigenen Fall."
- "Ich lese um mein Leben. Arnes Buch mußte ich weglegen, ich brauche Zeit
bevor ich weiterlesen kann. Ich habe sooo eine Wut."
- "Praktische Erfahrungen sind mir im Laufe der Lektüre von Arnes Buch
wieder hochgekommen. Übrigens, eine geradezu schmerzhaft unangenehme Lektüre
... es ist ausgesprochen bedrückend und gleichzeitig notwendig, diese
geballte `Gegeninformation´ in so konzentrierter Form zu lesen. Ich habe in
einer Newsgroup das ganze mal unwillkürlich mit dem Film `Matrix´
verglichen, wo man die Wahl hat, zu wissen oder nicht, es aber kein zurück
mehr gibt aus der *wirklichen* Wirklichkeit ..."
Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass es mir in der Recherchephase zu
meinem Buch durchaus ähnlich ging. Ihr müsst bedenken, dass „Sind
Frauen bessere Menschen?“ nur die auf unterhaltsam getrimmte und
gebündelte Fassung von mehreren Kilo von mir gesichtetem Material ist, das
von faschistoiden Passagen in Texten der Frauenbewegung bis zu Schilderungen
über von ihren Müttern missbrauchten Kindern reichte. Dazu kam der doch sehr
starke Druck, dieses Wissen vielleicht nie veröffentlichen zu können.
Nachdem die berühmten 80 Verlag desinteressiert abgewunken hatten, dachte
ich zeitweise schon, ich sei selber meschugge, weil ich der einzige zu sein
schien, der solche Dinge berichtenswert fand. Andererseits hatte ich
gegenüber den Lesern den Vorteil, mich über Jahre hinweg in kleineren Dosen
mit der Materie auseinandersetzen zu können, statt alles derart angehäuft
verdauen zu müssen. Insofern kann ich euch tröstend mitteilen, dass sich das
Problem der schlaflosen Nächte meiner Erfahrung nach wieder legen und der
verzweifelte Ärger und das Gefühl von Machtlosigkeit einem gezielten
Engagement Platz machen wird.
Interessant finde ich insofern die Antworten auf eine kleine Umfrage, die
ich ebenfalls in Internet-Diskussionsforen veranstaltet habe und in der die
Leute berichten, wie sie überhaupt zur Männerbewegung gekommen sind, obowohl
die Medienberichterstattung darüber nahe bei null liegt:
http://f25.parsimony.net/forum63067/messages/7466.htm sowie
http://www.f25.parsimony.net/forum63282/messages/5538.htm Hier ist es
beispielsweise auffällig, wie sehr persönliche Diskriminierungserfahrungen
entweder in der eigenen Lebensgeschichte oder bei Bekannten eine Rolle
spielen. Einiges davon wurde in der bisherigen Debatte noch nicht
thematisiert. So wird beispielsweise die Wehrpflicht der Männer bislang
allein auf der Ebene "vergeudete Jahre der Jugend" behandelt. Für manche
mögen die Auswirkungen auf ihr gesamtes Leben aber viel stärker gewesen
sein: Ein Mann berichtet etwa, dass ihn diese Zeit klar von seinem Pfad der
beruflichen Karriere weggebracht habe, ich selber hatte mir im Zivildienst
meinen ersten Tinnitus eingefangen. Das sind Entwicklungen, die Männer (und
nicht Frauen) noch Jahrzehnte später belasten können.
Wenn ich eh gerade fleißig auf die Foren verweise, dann soll abschließend
diese Frage "Garfields" an die Frauen nicht unverlinkt bleiben, der
anscheinend schon einige Mitglieder des weiblichen Geschlechts zum
Nachdenken gebracht hat:
http://f25.parsimony.net/forum63067/messages/7466.htm
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-
Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
LAST ROAD OUT OF HELL / "EX-HUSBAND IS NOW MY SLAVE"
Wie schon öfter in diesem zine erwähnt, gibt es in den USA durchaus
feministische Strömungen, welche das Thema Männerrechte sehr ernst nehmen
und auch Maskulisten zu Wort kommen lassen. So beschäftigt sich James
Hanback in einem Beitrag bei den "individual feminists" unter
http://www.ifeminists.com/introduction/editorials/2002/0115a.html mit den
Erkenntnissen, zu denen Studien in zwei so weit auseinanderliegenden Ländern
wie Irland und Australien gekommen sind, wenn es um die hohe Selbstmordrate
von Männern geht und wie dagegen vorgegangen werden kann: "Two studies, two
separate nations, and a plethora of social scientists have thus apparently
confirmed what individual families have known and news reports have ignored
for years: family courts all over Western society are unfair to men, and
some men are dying as a result. Visit any fathers advocates forum on the
Internet and you'll find a variety of horror stories about child
support rulings which deprive a man of his own livelihood, while his ex-wife
maintains custody of the children, denies him visitation, and has married
another man who is also providing for her. Adding insult to injury,
there's even a Yahoo! Group dedicated to informing women about how to
achieve this particular lifestyle. It's called `Ex-husband Is Now My
Slave´ and currently has more than 900 members." Nein, es ist nicht nur das
Gästebuch von paPPa.com, wo man solche schrecklichen Lebensgeschichten
nachlesen kann, es findet quer über die Welt statt.
EX-FRAU VERLANGT MONATSUNTERHALT VON 320.000 DOLLAR (EINSCHLIESSLICH 436
DOLLAR FÜR DEN HASEN)
Und ihr dachtet, EURE Exen wären gierig:
http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20020114/en/people-kerkorian_1.html
Auch die "New York Times" fragt ironisch: "Kann man ein Kind mit 320.000
Dollar pro Monat über die Runden bringen?" unter
http://www.nytimes.com/2002/01/20/fashion/20LISA.html?ex=1012628969&ei=1&en=79d969d06091574e
(kostenlose Registrierung erforderlich)
WAHNWITZ OHNE ENDE: MANN MUSS UNTERHALT FÜR KIND ZAHLEN, DESSEN VATER ER
NICHT IST ...
... und erhält gleichzeitig kein Besuchsrecht, weil er ja nicht der Vater
dieses Kindes sei: http://www.sunjournal.com/story.asp?slg=011902daddy
KANADA: BEHÖRDEN BLOCKIEREN VATER BEI JEDER GELEGENHEIT
Mel Mabbott has been to court 52 times in his fight to remain a dad to his
kids. It's cost him $150,000 in legal bills and $750,000 in lost wages and
business deals. He's sold his farm and his house and been charged with
abducting his own children. "I've lost everything," says the 40-year-old
oilfield worker. "But what about the damage that's been done to these kids?
I've got a little girl who is suffering with depression. Jared has a hard
time going to sleep at night because he's afraid." He said an investigation
of his case is needed because government incompetence has inflicted "huge"
emotional damage on his kids and has cost taxpayers hundreds of thousands of
dollars. His ex-wife -- described later in ministry documents (which Mabbott
finally obtained through a court order) as "frequently intoxicated," on
"drinking binges" and having continuing "substance abuse issues" -- has been
in and out of hospital psychiatric wards, detox and recovery programs with
little success. The children lived with their dad after the parents split,
but spent the summer of 1998 with their mom in B.C. on an access visit. At
the end of the summer, with the help of legal aid, and without Mabbott's
knowledge (notice was not served on him), she obtained day-to-day care of
the children from an Alberta court, although no decision was made on legal
custody. The next summer, the children visited their dad in Calgary. Despite
calls from their mom's neighbours to Mabbott and to the B.C. Children's
Ministry that the kids were being neglected, the ministry insisted that the
court's decision be followed and Mabbott return the children to mom. It was
not until April 2000 that the ministry determined that the children were at
risk in their mother's care. The kids were apprehended and placed in foster
care. Meanwhile, said Mabbott, the ministry failed to inform him that it had
scooped the kids, despite the fact that they had his address and phone
number. ... Lest den kompletten Artikel unter
http://www.canada.com/vancouver/story.asp?id=%7B622A9775-6DE6-4DAE-B778-4D2B9E8B9DF8%7D
AUSTRALIEN: VIELE FRAUEN BLIND FÜR DISKRIMINIERUNG ARBEITENDER VÄTER
A spokeswoman from TMP, Lisa Donohoe, said many employees, particularly
women, were so comfortable with traditional gender roles in the workplace
that they might not be aware of the problems faced by working fathers:
http://www.smh.com.au/news/0201/15/national/national11.html
DREI JUNGEN WEGEN PORNOGRAPHIE ANGEKLAGT, MÄDCHEN NICHT
Vier High-School-Kameraden zwischen 14 und 17 Jahren, drei Jungen und ein
Mädchen, fertigten gemeinsam ein erotisches Video an, in dem sie selbst die
Hauptrollen spielten. Jetzt werden die Jungen wegen der Herstellung von
Kinderpornographie belangt, das Mädchen jedoch nicht:
http://www.sun-sentinel.com/news/local/southflorida/sfl-pporn0119.story?coll=sfla%2Dhome%2Dheadlines
SCHOTTLAND: WEGEN FAHNDUNG NACH VERGEWALTIGER DNA-TESTS BEI MÄNNERN UND
JUNGEN ZWISCHEN ZWÖLF UND VIERZIG
Zwölf und vierzig? Das Vergewaltigungsopfer kann sich vorstellen, dass der
Täter zwölf war, vielleicht auch 39, aber auf keinen Fall 41? Lest den
Artikel unter
http://scotlandtoday.scottishtv.co.uk/news/on24-1-2002-18-10-57.shtml
NEUNJÄHRIGE ALS SEXUALSTRAFTÄTERIN FESTGENOMMEN
http://www.boston.com/dailynews/011/region/Girl_9_charged_with_sexual_ass:.shtml
KÖLN: PUFFMUTTER MISSBRAUCHTE SOHN FÜR SEXSPIELE IM BORDELL
Vorher hatte sie den 13-jährigen mit Kokain gefügig gemacht:
http://www.express.de/koeln/2364506.html
FRAU GIBT ZU, TOCHTER ERSCHOSSEN UND ZERLEGT ZU HABEN
http://seattlepi.nwsource.com/local/53826_hillsboro09.shtml
MASSENBEGNADIGUNG IN RUSSLAND: ALLE MÜTTER KOMMEN AUS GEFÄNGNIS FREI
Russlands Präsident Putin erließ in den letzten Tagen einen Straferlass für
alle Mütter - und zwar unabhängig von dem Verbrechen, das sie begangen
hatten. Damit erweitert er eine ähnliche Begnadigung aus dem November
letzten Jahres, die nur für bestimmte Gruppen (etwa Alleinerziehende) galt
und so lediglich 23.000 Müttern und Kindern zugute kam:
POP-DIVA TRAMPELT FÜR NEUES VIDEO AUF MÄNNERN HERUM
Nun ist gegen Trampling als sexuelle Spielart ja wenig einzuwenden, aber ich
fürchte, hier ist der Subtext ein wenig anders gelagert, wie Shaheem Reid
unter
berichtet: "Shot November 29 and 30 by director Dave Meyers, the clip opens
with Brandy standing on a small hilltop putting mementos from her failed
relationship into a chest. The singer isn't standing on any ordinary hill,
though: The camera zooms out and we see that beneath the ground Brandy
stands on, hundreds of agonizing men, down on all fours, are stacked on top
of each other, providing the foundation. From there, Brandy goes into a
tunnel and smashes (with a metal baseball bat) any other reminders of her
Mr. Wrong." (Siehe dazu auch den Kommentar Debbie Schlussels in der Rubrik
MEINUNG.)
STEIGT IN ZUKUNFT NACHFRAGE NACH KÜNSTLICHEN GEBÄRMÜTTERN?
In früheren Ausgaben dieses zines haben wir davon berichtet, wie künstliches
Sperma Männer bald für die Fortpflanzung überflüssig machen könnte. Jetzt
stellt sich heraus, dass für Frauen in der Zukunft vielleicht dasselbe
zutrifft, denn schon für die nächste Generation wird eine Massenproduktion
künstlicher Gebärmütter vorhergesagt:
http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,3604,634776,00.html
DEUTSCHER BORDELLBOSS BEKLAGT: FRAUEN ZAHLEN NICHT FÜR SEX
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet: Waldshut, Germany - Europe's first
brothel catering for women has gone bankrupt because customers refused to
pay up because they weren't happy with the service, German police have said.
The brothel owner, whom police named only as Clemens K., 31, was arrested in
Germany after he resorted to mugging an elderly couple with a toy gun. "He
told us his brothel had gone bust. If they'd operated like a normal brothel
and made sure they got the money before the sex, they would have been all
right," said Peter-Georg Biewald, a police spokesman in Waldshut,
southwestern Germany. "But they didn't ask for money until afterwards and
the women only paid for what they thought the service had been worth." (Wie
kann man als Bordellchef aber auch nur so blöd sein? Wenn ICH Prostituierten
jedesmal erst hinterher bezahlt hätte, was der Sex mit ihnen wert war ...
liebe Güte ...) Als Clemens das Bordell "Angels" mit fünf männlichen
Mitarbeitern im Dezember eröffnet hatte, war es als Europas erstes Bordell
für Frauen in den Medien gefeiert worden:
http://www.reuters.co.uk/news_article.jhtml?type=humannews&StoryID=526348
USA: "ICH BIN STOLZ, EIN HETERO ZU SEIN" RICHTERLICH ERLAUBT
OXFORD-ENGLISCH-LEXIKON ERWEITERT
Zu den hinzugefügten Einträgen zählen jetzt auch Begriffe wie "Girl Power",
"Riot Girl" und "Grrrl":
http://dailynews.yahoo.com/h/ap/20020117/wl/britain_new_words_1.html
FRAUEN WÄHLEN MÄNNER, DIE WIE PAPA RIECHEN
http://dailynews.yahoo.com/h/hsn/20020121/hl/father_nose_best_1.html oder
auf deutsch unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,1518,178192,00.html
SEX SCHÜTZT FRAUEN VOR CELLULITIS
http://www.ananova.com/news/story/sm_497633.html
MUTTER WILL NICHT, DASS SCHWULER VATER KONTAKT ZU SEINEM SOHN AUFNIMMT, WEIL
DAS IHRE LESBISCHE BEZIEHUNG BEDROHEN WÜRDE
Oder so ähnlich – lest es besser selbst unter
http://www.heraldsun.news.com.au/common/story_page/0,5478,3645049%5E661,00.html
LESBISCHE PAARE KÖNNTEN BALD EIGENE BABYS HABEN
Lesbian couples may be able to have a baby that shares both their genes
following a new technique pioneered in the US. Der Trick liegt in
künstlichem Sperma:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/sci/tech/newsid_1769000/1769356.stm
FEMINISTINNEN FORDERN: KREBSBEKÄMPFUNG NICHT LÄNGER AUF KOSTEN TOTER MÄNNER!
Obwohl Männer sieben Jahre früher ins Gras beißen, wird in Deutschland das
frauenfreundliche Gesundheitssystem weiter ausgebaut. In den USA hingegen
fällt auch den ersten Feministinnen auf, welche Schieflage hier besteht. So
argumentiert "Feminist Utopia" unter
http://www.amazoncastle.com/feminism/action.shtml : "Because of some women's
action groups and organizations, more money is being spent on researching
cancers which affect women and educating women about those cancers than is
being spent on cancers which afflict men. The actions of such women's groups
were admirable at one point. However, too many women have gotten wrapped up
in `the cure for breast cancer.´ They have forgotten about the men.
The rate of cancers affecting women are typically declining or remaining
level, particularly breast cancer. However, the rate of cancers affecting
men are remaining the same or increasing because of inadequate funding. Yet,
prostate cancer and breast cancer have nearly the same mortality rates for
each gender. This is not equality. This is something that needs to be
addressed.
While I was collecting information to present here I happened to notice
something else... men are infected with cancers that make up the majority of
cancer victims at higher rates than women are. I will not speculate why that
is, there is plenty of information available for you to investigate on your
own. But it is a point worth making notice of.
I encourage you to write to your political representatives and tell them
that more money spent on researching cancer for one gender is not
acceptable. More women's lives saved from breast cancer should not occur at
the expense of more men dying from prostate and testicular cancer. While no
one wants to take away money from researching any disease, it is possible to
spread awareness and gain more money for other diseases which are lacking
funds. And, if need be, balance the scales between the diseases which are
afflicting women with those afflicting men.
Every time you support efforts to eradicate gynecological cancers, stop and
remember the men too. Every time you wear a pink ribbon for breast cancer,
wear a green one for prostate cancer too... because feminism is about
equality, not ignorance."
Der Artikel fährt mit einigen aufschlussreichen Statistiken fort.
KRIEG DER GESCHLECHTER FÜR BEENDET ERKLÄRT
Ich dachte, ich teile es euch besser mit, bevor es dem einen oder anderen
entgeht: http://www.ananova.com/news/story/sm_494942.html?menu=news.quirkies
Die Friedensverhandlungen wurden dadurch erleichtert, dass die Männer
Geschenke mitbrachten. Cosmopolitan-Chefredakteurin Kate White kommentiert:
"It was so typical. The guys came with the gifts and the women came empty
handed." Vielleicht bessert sich das aber auch noch.
MEINUNG:
-------
USA: UNTERSTÜTZUNG FÜR GEPRÜGELTE MÄNNER WÄCHST
Während die L.A. Times nachdrücklich Männerhäuser fordert
- könntet ihr euch einen vergleichbaren Artikel in der Frankfurter Rundschau
vorstellen?), eröffnet beispielsweise in Nashville, Tennessee, eine
Zuflucht, die Prügelopfer beiderlei Geschlechts aufnimmt:
"POP-PRINZESSINNEN FÜHREN JIHAD GEGEN MÄNNER"
Ausgehend von dem oben erwähnten neuen Video des Pop-Starlets Brandy
analysiert Debbie Schlussel unter
http://www.townhall.com/columnists/debbieschlussel/ds20020116.shtml den
aktuellen Trend unter weiblichen Popsängerinnen: "They're young, they're
cute and, if you're male, they hate you. That seems to be the common theme
of late for pop's top selling starlets – jihad against men. They have
the sweet voices of sirens, but their words bear the screaming vitriol of
Gloria Steinem and Betty Friedan. (...) Imagine the outcry from feminists if
the roles were reversed. Take a couple of Backstreet Boys or N'Sync dudes,
wanting to shed their image as girlish members of boy bands. Add a mountain
of women on all fours with the men walking all over them. Then chain some of
the women up, groveling at the male singers' feet. Put in a touch of
violence, smashing objects in the women's faces. Would we put up with that?
Not likely. It's as bad as Eminem. But it comes and goes without the
protestation. That's the new feminism – when the tables are turned,
anything goes for pop princesses." Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit
den entsprechenden Texten kommt Schlussel zu dem Fazit: "With idols like
this, it's no wonder so many kids grow up to have marriages that end in
divorce. For girls listening to top-40, no man will ever be able to compete
with pop princesses' disastrous girl-power philosophy. For them, all men are
losers."
KAMPF DER "MASKULOPHOBIE"
Pradeep Ramanathan definiert in einem interessanten Aufsatz, worin in
unserer Gesellschaft Maskulophobie besteht und wie sie überwunden werden
kann: http://www.ncfm.org/pradeep.htm
"FRAUEN SIND SCHWEINE"
Curt Smith vergleicht männliches Verhalten mit weiblichem und kommt zu dem
Schluss, dass die beiden Geschlechter einander wenig schenken:
http://www.askmen.com/dating/curtsmith/59_dating_advice.html Dazu passt auch
diese sehr hübsche Erhebung über männliche und weibliche Hotelgäste:
http://www.stuff.co.nz/inl/index/0,1008,1072752a4560,FF.html
"VERSCHONT UNS MIT WEISSEN ANSTECKSCHLEIFEN!"
In Kanada und Teilen der USA findet offenbar wieder mal eine
bewusstseinsfördernde Kampagne statt, die aus dem demonstrativen Tragen
weißer Schleifen zum Anstecken besteht. Stephen Roney hält solche Aktionen
für nicht sehr sinnvoll und schreibt unter
http://207.216.246.197/magazine/roney.html (Link steht inzwischen leider
nicht mehr):
The white ribbon represents "men's violence against women." It is "a
personal pledge never to commit, condone, or remain silent about violence
against women." I am against men's violence against women. I am against
men's violence against men, women's against women, and women's against men.
But again we seem to be selective: is other violence okay? "We recognize,"
the white ribbon pledge explains, "that most violence among adults is
committed by men." This is statistically true of criminal convictions. Most
stereotypes are true, as far as they go. But if men are thus more violent
than women, African-Canadians are statistically more violent than whites;
First Nations more violent than Europeans; the poor more violent than the
rich. Should Cree be asked to wear ribbons to protest their violent nature,
or Blacks to protest violence against whites? It seems tasteless. Is it
morally worse to ask women to wear ribbons to protest female vanity, or in
pledge not to gossip? All God's children want peace; but are women more apt
than men to put peace before justice? I see no evidence. Mad Albright was
reputedly the hawk in Clinton's administration, Colin Powell the dove, on
Bosnia. "What's the point of having an army," Ms. Albright is reported
saying, "if you don't use it?" And so it goes: have women been less
forthright in demanding an end to slavery, or the drug trade? Are they more
pacifist, or merely accustomed to men doing the heavy lifting? Several
studies suggest that, when the definition of abuse is the same for both
sexes, women give as good as they get, perhaps a bit better.
Wie Roney ausführt, scheinen die weißen Schleifen auch bei so manchen
Feministinnen nicht sehr beliebt zu sein. Sie unterstützen nämlich "die
hässliche Lüge, die öffentlich als Liebe bezeichnet wird" und verschleierten
"die Wahrnehmung eines Krieges" zwischen den Geschlechtern: eine Logik, der
zufolge jeder Mann, der sich solidarisch mit Frauen bekennt, wegen dieser
Verschleierungstaktik zum schlimmsten Frauenfeind überhaupt werden kann.
EXTREMSINGLES IM VORMARSCH
Der auch in NOVO (www.novo-magazin.de) immer wieder veröffentlichte
englische Soziologieprofessor Frank Furedi erklärt im Magazin Spiked unter
http://www.spiked-online.com/articles/00000002D3A7.htm die aktuelle
Sachlage: "Forget marital breakdown, high rates of divorce, and the number
of children born outside of marriage. Endless discussions about the 'crisis'
facing the family distract attention from trends that are likely to have a
far greater impact on how we live. The truth is that adults are not only
finding it difficult to sustain marriage, but just about all forms of
intimate relationships. Love today finds it difficult to say anything
plausible about attachment, self-sacrifice or lifelong commitment. The story
of love is about me - finding my self, self-actualisation, autonomy and
personal growth. Ultimately, the orientation towards the self erodes the
foundation for intimate relationships. Self-interest that remains unmediated
by wider cultural meanings encourages a withdrawal from the pursuit of
intimacy. Finding meaning in our relationships within the wider context of
change is the project ahead of us now. Neither the nostalgia of the
traditionalist nor the instrumentalist ethos of political correctness helps
us in this quest. The loss of old certainties can be turned into an
opportunity if we dare to define and spell out what intimate relationships
are for our times."
Sehr interessante Artikel zum Thema Vergewaltigungspolitik (man kann´s ja
nicht mehr anders nennen) finden sich auf dieser Site unter dem Link "Love
and Sex". So setzt sich Sarah Hinchliffe mit der absurden, aber aktuell auch
in Deutschland Einzug haltenden Behauptung auseinander, 25 wenn nicht gar 41
Prozent aller Frauen seien bereits vergewaltigt worden, womit Vergewaltigung
nicht mehr nur für Radikalfeministinnen natürliches Bestandteil männlicher
Sexualität wäre: http://www.spiked-online.com/Articles/0000000054D0.htm Auch
Josie Appleton wendet sich gegen den Statistikzauber mit männlicher
(Sexual-)Gewalt: http://www.spiked-online.com/Articles/0000000054CA.htm
"WASHINGTON TIMES" ENTDECKT MÄNNERFREUNDSCHAFT ALS ZENTRALES THEMA IM "HERR
DER RINGE"
http://www.washingtontimes.com/commentary/20020120-31817911.htm
WEB:
-----
Das hier ist eine recht coole Site (leider wieder englisch, sorry): Falls
ihr euch immer schon mal gefragt habt, wie man die verschiedenen
Geschmacksrichtungen der Frauenbewegung voneinander unterscheidet, sagen wir
also Anarchofeminismus, "Boss-Tweed"-Feminismus, dominanten Feminismus,
Ökofeminismus, christlichen Feminismus, Amazonenfeminismus, erotischen
Feminismus (der erstaunlicherweise auf Bismarck zurückgehen soll) und was
weiß ich nicht noch alles, wenn ihr nebenbei auch noch einen Seitenblick auf
die weit weniger differenzierten Fraktionen der Männerbewegung werfen wollt,
dann sucht nicht weiter als hier:
http://www.fathersforlife.org/feminism/femterms.htm
ZITAT:
-----
"Wie ist denn eigentlich Ihr Frauenbild? Und denken Sie daran, es gibt zwei
Millionen mehr weibliche Wählerinnen ..."
Sabine Christiansen im Interview mit Kanzlerkandidat Edmund Stoiber am
20.1.2002
MEDIWATCH EINS:
BAYERN 3 FRAGT: "MÄNNER - DAS DISKRIMINIERTE GESCHLECHT?"
------------
Da ich immer noch sehr in Zeitdruck bin, wähle ich für meine Darstellung der
Sendung hier die Form des verkürzten Zuschauerprotokolls. Die von mir
verwendeten Zitate sind nicht wortwörtlich, aber sehr dicht an der
Originalformulierung.
Die Sendung wurde in der Reihe "Familienzeit" am 17. Januar um 21:25 Uhr
ausgestrahlt.
Eine der Eingangsfragen lautet sehr provokativ: "Bestimmen Frauen den Gang
der Geschichte und unterjochen gar die Männer?" Bild und Ton zeigen
Kriegsgeschehen, der Schwerpunkt liegt auf getöteten Soldaten.
Nicht nur die Opfer, auch die Retter seien vorweigend Männer. Unter 330.000
bayrischen Feuerwehrleuten befänden sich nicht einmal fünf Prozent Frauen.
Ein Sprecher fragt aus dem Off: "Wo sind die Frauen, wenn die Kastanien aus
dem Feuer geholt werden müssen?" Das Bild zeigt als Antwort über längere
Sekunden hinweg eine Frau beim Schminken. "Auch die Drecksarbeit machen die
Männer. Und sie machen sie gut." Wir sehen Arbeiter der Müllabfuhr und
erfahren, dass bei solchen Berufsfeldern bislang noch keine Forderung nach
einer Frauenquote geäußert wurde.
Ende der filmischen Einleitung. Der Moderator Wolfgang Binder erscheint in
einem abgedunkelten Studio. Er behauptet, bei dem Titel zur Sendung zunächst
gestutzt zu haben und von einem Druckfehler ausgegangen zu sein, bei
genauerem Hinsehen aber zugeben zu müssen, dass da "etwas dran" sei.
Der Bildschirm wird jetzt von einem roten Rowohlt-Taschenbuch ausgefüllt,
das die Kamera langsam umkreist. Es handelt sich um Paul-Hermann Gruners
(bereits vor fast zwei Jahren erschienene) Kampfschrift "Frauen und Kinder
zuerst. Denkblockade Feminismus." (Siehe dazu meine Rezension unter
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499609460/ref=pd_sim_books_dp/302-1908579-6991217,
damals noch unter meiner Matthias-Prinz-Mailadresse. Der Tonfall ist
übrigens weit schärfer, als ich heute schreiben würde, aber die
vorhergehende Polemik eines Thomas Herget hatte mich doch sehr geärgert.)
Straßenumfrage zu "Steht jetzt die Männerbewegung ins Haus?"
Dazwischengeschnitten werden Filmaufnahmen einer Domina, die mit einer
Peitsche herumfuchtelt und dabei auch auf Gruners Buch schlägt. Die
Befragten geben nichts sonderlich Bemerkenswertes von sich, nur ein Mann
behauptet: "Wir versuchen, gleichberechtigt zu werden. Wir sind´s momentan
nicht."
Zurück ins Studio und zu Herrn Binder, der jetzt Paul-Hermann Gruner als
Gast begrüßt. Gruner wirkt (auf mich) über den Rest der Sendung hinweg in
sich ruhend und selbstbewusst, seine Antworten sind sprachlich so klar
formuliert, dass man sie direkt in den Druck geben könnte.
Die erste Frage ist das wohl für Männerrechtler unvermeidliche: "Haben Sie
Probleme mit Frauen?" Gruner verneint und erklärt, dass das Problem vielmehr
im organisierten Feminismus liege. Der Moderator: "Sie schicken Männer auf
die Verliererstraße ..." Gruner widerspricht: "Ich entdecke sie dort."
Männer seien in wesentlichen Lebensfaktoren benachteiligt: Sie stürben
sieben bis neun Jahre früher, stellten zwischen geschätzten 80 und 95
Prozent aller Obdachlosen und die weit überwiegenden Opfer von
Gewaltkriminalität. Moderator Binder: "Wenn all diese Fakten bekannt sind,
warum unternimmt denn niemand etwas?" Gruner: "Die wesentlichen Faktoren und
Analysen sind eben nicht bekannt oder werden nicht ernst genommen. Die
Frauenbewegung hat es auf famose Weise geschafft, `Frau´ und `Opfer´ in eins
zu setzen. Sich für Männerbelange einzusetzen ist heute politisch
unkorrekt."
Die nächste Filmsequenz geht mit dem Amoklauf US-amerikanischer Schüler in
Littleton als Aufhänger darauf ein, dass in den USA weit überwiegend
männliche Schüler von Disziplinarfällen, Konzentrationsschwächen und
Schulabbrüchen betroffen sind. Auch hierzulande seien die Sorgenkinder
Buben: Mädchen seien um 30 Prozent besser, Jungen dafür aggressiver. 63
Prozent der Förderschüler seien männlich, deutschlandweit blieben Buben
doppelt so oft sitzen. Unter denjenigen, die nicht einmal den
Hauptschulabschluss schafften, seien 70 Prozent männlich. Warum wisse man
nicht, weil zu dieser Problematik keine Studien existierten. Der Filmbeitrag
selbst nennt spekulativ Gründe wie die bei Frauen angeblich größere
Zusammenarbeit beider Hirnhälften und ein Fehlen der Männer im
Erziehungswesen.
Zurück ins Studio. Binder fragt Gruner, warum denn die Bildungspolitik auf
diesen Notstand nicht reagiere. Gruner sieht vor allem zwei Gründe: Zum
einen schauten alle nur darauf, wie man Mädchen weiter fördern könne; da
bliebe für Jungen kein Raum. Zum anderen seien Jungen bedingt durch ihre
Geschlechterrolle häufig unfähig, ihre Hilflosigkeit einzugestehen und um
Hilfe zu bitten. Aus ihrer Warte bliebe ihnen nur, ihre Situation durch
betont männliches Verhalten zu kompensieren.
Der Moderator hält noch einmal Gruners Buch in die Höhe und erklärt, dass
zehn Exemplare an alle verlost würden, die Zuschriften zum Thema einsenden.
Eine weitere Filmsequenz widmet sich dem Problem, dass mit dem Wandel zur
Informations- und Dienstleistungsgesellschaft Männer zunehmend "raus" aus
dem Arbeitsmarkt und Frauen dafür "rein" kämen. In den neunziger Jahren
bereits hätten Männer insgesamt eine Million Arbeitsplätze verloren und
Frauen gleichzeitig eine Million gewonnen. Dies würde sich in der Zukunft
noch einmal verschärfen und auch die Managementebenen betreffen, da dem
Klischee nach vor allem Frauen mit den wichtigen "soft skills" ausgerüstet
seien. Gruner sieht die zukünftige Entwicklung nicht ganz so drastisch.
Abschließend erfolgt ein Verweis auf die Internet-Adresse, wo auf der
Grundlage von Gruners Buch das Thema Männeremanzipation weiter behandelt
wird: www.br-online.de/familienzeit Bei einer Umfrage auf dieser Site
befanden knapp 60 Prozent, dass inzwischen Männer in unserer Gesellschaft
diskriminiert seien, nur 30 Prozent glaubten weiter an die Benachteiligung
der Frauen.
MEDIAWATCH ZWEI:
"BILD" SKANDALISIERT STUDIE ZU SEXUELLER BELÄSTIGUNG NOCH WEITER
----------
Die aus den USA-übernommene Sexuelle-Belästigungs-Hysterie greift in den
Medien weiter um sich. Wie in den USA sorgen hohe ermittelte Opferzahlen
auch für erhöhtes öffentliches Interesse. Nach dem SPIEGEL titelte am 13.
Januar auch die "Bild am Sonntag" bezugnehmend auf die Diplomarbeit der
Psychologiestudentin Chouaf "Fast jede 2. Studentin wurde schon mal
angegrabscht". Um das Weltbild vom weiblichen Opfer und dem männlichen
Triebtäter zu erhärten, verwendet "Bild" dieselben Kniffe, die in den USA
schon funktioniert haben und die ich in meinem Buch "Sind Frauen bessere
Menschen?" ausführlich erklärt habe. Bezeichnend sind etwa Sätze wie dieser:
"58,1 Prozent, sagten sie seien schon mal von einem Mann verfolgt oder auf
eine Weise beobachtet worden, die ihnen Angst gemacht hätte." Dieses
Zusammenwerfen unterschiedlicher Vorgänge macht ungefähr soviel Sinn wie der
Satz "80 Prozent aller Männer sind schon einmal von einer Frau vergewaltigt
oder übel beschimpft worden." Auf die Frage, ob nicht auch die Angst vieler
Frauen schon vor Blicken von einer hysterisierenden Berichterstattung über
den ach so gefährlichen Mann herrühren könnte, wird kein Gedanke
verschwendet. Ein anderer Satz des "Bild"-Artikels lautet: "27,4 Prozent
gaben an, Geschlechtsverkehr mit einem Mann gehabt zu haben, weil es
aussichtslos gewesen sei, ihn zu stoppen." Selbst im SPIEGEL lautete die
Formulierung noch anders: "Fast jede vierte Frau, so die Studie, hat schon
einmal mit einem Mann geschlafen, weil es ihr unmöglich schien, sich gegen
Annäherungsversuche zur Wehr zu setzen." Diese Formulierung kann natürlich
zwischen "ich wollte ihn auf keinen Fall durch Zurückweisung kränken" bis zu
"er hat mich vergewaltigt" alles mögliche bedeuten - im "Bild"-Artikel
bleibt allein die Vergewaltigung als denkbare Interpretation übrig. Werden
in Studien ausnahmsweise auch Männer nach Erfahrungen mit "unerwünschtem
Geschlechtsverkehr" gefragt, liegt deren Zahl höher als bei den Frauen.
Chouaf ermittelte lieber einseitig, erhielt für ihre Arbeit eine Eins und
ist der Star in der Presse. Weitere Studien und Artikel dieser Art dürften
bald folgen.
BUCHTIPP: "DER MANN 2000"
-----
Siegfried Meryn, Markus Metka und Georg Kindel: Der Mann 2000. Die
Hormon-Revolution. Ueberreuter 1999. ISBN: 3-8000-3755-6.
"Der Mann 2000" ist ein medizinisches Fachbuch dreier Endokrinologen
(Hormonforscher) – normalerweise nicht gerade das, worauf man als den
nächsten Bestseller setzen würde. Dennoch stand dieser Titel in Österreich
schon kurz nach seinem Erscheinen ganz weit oben auf den Verkaufslisten, und
auch in Deutschland gewann er auf rasante Weise immer mehr Leser. Woher
stammt diese Begeisterung für ein Buch, bei dem es sich hauptsächlich um
Hormone dreht?
Zunächst einmal ist es erwähnenswert, dass der Wiener Verlag Ueberreuter als
einer der ersten entdeckt hatte, dass es so etwas wie ein zweites, ein
männliches Geschlecht überhaupt gibt. Vor zwei Jahren, als dieses Buch in
Deutschland erschien, waren die Regale der Buchhandlungen noch weit
vollgestopfter mit Büchern, die sich ausschließlich um Frauen drehen: immer
wieder ein neues Frauenlexikon bzw. "Kursbuch Frau" und jeden Monat fünfzig
neue Titel darüber, wie frau endlich ein böses Mädchen wird oder den
schnellsten Weg zu ihrem G-Punkt findet. Dass sich das seitdem ein wenig
geändert hat und zwar nicht Männerrechte, aber doch wenigstens
Männergesundheit als neuer Trend erkannt wurde, ist nicht zuletzt dem Erfolg
dieses Werkes zu verdanken.
Ein umfassendes Kompendium zum Thema Männlichkeit, das zwar von den Hormonen
ausgeht, aber unter der Überschrift "Maximizing Manhood" von Stress,
mentaler Fitness, Potenz und richtiger Ernährung auch die verschiedensten
anderen Themen behandelt, war zur Jahrtausendwende längst überfällig. Das
Buch macht auch Männerprobleme zum Thema, von deren Existenz die
Allgemeinbevölkerung oft nicht einmal wusste, z. B. Depressionen (die ja
gerne allein Frauen zugestanden werden) oder die männlichen Wechseljahre.
Nicht weniger bemerkenswert ist aber, mit welcher leserfreundlichen Eleganz
dies geschieht. Zum einen ist schon das optisch sehr ansprechende Layout des
Buches in seiner Übersichtlichkeit eine wahre Freude! Auch die
Kapitelüberschriften sind eingängiger, als man es normalerweise von
medizinischen Fachbüchern gewöhnt ist: "Die Hormone – E-Mails des
Körpers" heißt es da etwa anschaulich oder "Was macht den Penis hart wie
Stahl?" oder "Ist Pavarotti noch zu retten?" Anhand von Tests kann jeder
Leser leicht seine eigene Stressbelastung bewerten oder herausfinden, wie
sinnvoll seine Ernährungsweise ist. Und nebenher erfährt er so putzige
Details wie, dass beim durchschnittlichen Geschlechtsverkehr eine Leistung
von 100 Watt aufgewendet wird.
Die Stimmung des Lesers wird sicher auch durch eine der Kernthesen des
Buches gehoben: Nach neusten Erkenntnissen der Medizin haben wir alle die
Möglichkeit, bis zu 120 Jahre alt zu werden. Das Altern sei nämlich
hauptsächlich der mit den Jahren stärker werden Misskommunikation der
Hormone zu verschulden. Mit Hilfe des Hormons Telomerase könne die
biologische Uhr angehalten und mit dem Wachstumshormon HGH sogar
zurückgedreht werden – "so massiv, dass die um 15 Jahre jüngere Frau
eines Studienteilnehmers in Interviews von ihren Problemen erzählte, mit
ihrem Mann sexuell mithalten zu können." Auch Testosteron könne bei der
Verlangsamung des Alterungsprozesses eine wichtige Rolle spielen. Aus diesen
Erkenntnissen wiederum lassen sich wichtige Gesundheitsregeln für die
persönliche Lebensführung ableiten: So konnte inzwischen nachgewiesen
werden, dass die männliche Ausschüttung von Testosteron bei sexueller
Aktivität ebenso zunimmt wie beim Betrachten von Pornofilmen sowie wie wenn
das weibliche Gegenüber einen möglichst kurzen Rock oder eine weitgehend
transparente Bluse trägt. Jeder Mann kann also ebenso wie seine Partnerin
selbst viel dafür tun, dass er noch lange von den Unbillen des Alters
verschont bleibt.
Im Jahr 2010 werden 90 Prozent der Siebzigjährigen Frauen sein, prophezeien
die Autoren. Und sie stellen fest: "Der Mann ist bisher bei allen
Überlegungen, die das Älterwerden, die Verlängerung der Lebensspanne und die
Verbesserung der Lebensqualität betreffen, von der Medizin nachlässig
behandelt worden. Der medizinische Fokus war vielmehr auf das weibliche
Geschlecht konzentriert." Insofern sei höchste Zeit z. B. für eine
Einrichtung wie einen "Männerarzt", der übrigens optimalerweise eine Frau
sein sollte. (Schließlich seien auch die meisten Gynäkologen männlich.) Man
brauche sich nur einmal mit den vereinsamten Witwen jenseits der siebzig zu
unterhalten, um festzustellen, dass ein bisschen mehr Gleichberechtigung
auch für den Mann letztlich beiden Geschlechtern zugute käme.
TV-TIPP:
-----
Gleich zwei Sendungen sind in der nächsten Woche zum Thema "häusliche
Gewalt" geplant, und in beiden sollen - der SWR-Sendung "Ländersache" und
"Stern TV" vom Sommer letzten Jahres folgend - auch männliche Opfer
vorkommen.
Offenbar als Ergebnis des langen Bohrens eines Schweizer Männerrechtlers
berichtet am Sonntag, dem 27. Januar um 18.15 Uhr das leicht feministisch
geprägte ZDF-Frauenmagazin "Mona Lisa" über dieses Thema. Die Sendung wird
am Mittwoch, dem 30. Januar um 13.30 Uhr auf 3sat wiederholt. Der
zuständigen Redakteurin gelang es, ein männliches Opfer ausfindig zu machen,
das einen durchaus typischen Fall darstellen soll. Auf meine ebenso kurze
wie höfliche Anfrage bei der Mona-Lisa-Redaktion, ob sich die Sendung auch
tatsächlich am angegebenen Datum mit diesem Thema beschäftigen werde, auf
welche Weise dies geplant sei und ob das ZDF eine Website zum Verlinken
anbiete, erhielt ich leider keine Antwort. Wie ich inzwischen anderweitig
erfahren habe, gibt es eine solche Website unter
http://www.zdf.de/ratgeber/monalisa/index.html Ihr ist dieses
Diskussionsforum angeschlossen, das ausdrücklich auch Männer zur Teilnahme
einläd:
Das SWR-Wissenschaftsmagazin "Sonde" wird am Donnerstag, den 31. Januar, um
21.45 Uhr ebenfalls eine Sendung zum Thema häusliche Gewalt ausstrahlen. Die
Macher der Sendung nahmen bereits im Dezember mit mir Rücksprache zu diesem
Thema. Studiogast wird aller Voraussicht nach der Mainzer
Kriminologie-Professor Bock sein, was für eine kompetente und ideologiefreie
Darstellung bürgen dürfte. Die Website des Magazins findet ihr unter
http://www.swr-online.de/sonde
VERANSTALTUNG:
-------
Die Wiesbadener Ortsgruppe des "Väteraufbruch für Kinder" läd ein zu einer
Veranstaltung, auf der Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Bache erklärt, wie
ausgegrenzte Eltern vom deutschen Staat Schadensersatz in Millionenhöhe
erhalten können. Dies steht im Zusammenhang mit der milliardenschweren
Fondsklage von "destinies child". Termin: Dienstag, 29. Januar 2002, 19.30
Uhr, Treffpunkt Gesundheitsvorsorge, Ludwigstr. 7, Wiesbaden. Der Eintritt
ist frei.
LESERMAIL:
-------
Zu dem SPIEGEL-Artikel über "Rosa Karten" für Männer, die Frauen auf die
falsche Weise angraben, schreibt mir meine liebe Freundin Lisa:
"Von diesen `Rosa Karten´ hatte ich ja noch gar nichts gehört - rofl! Schade
nur, dass man die als Frau natürlich schlecht scherzhaft verteilen kann.
Aber ich werde mir trotzdem welche bestellen und sie Leuten geben, die das
auch wirklich als Scherz verstehen. Oh Mann... *kopfschüttel*"
Hm, bis jetzt hatte ich noch gar nicht wahrgenommen, dass das auch ein
klasse Karnevalsscherz sein kann. Ich finde es immer wieder faszinierend,
wie spielerisch "normale" Frauen mit Dingen umgehen, die Feministinnen
toternst nehmen.
Folgendes Mail erhielt ich von Thomas, dem Admin von Zahlvater.de:
"Ich möchte aber auch noch auf ein Thema aufmerksam machen, welches in der
aktuellen Geschlechterdebatte eindeutig zu kurz kommt und mir ganz besonders
am Herzen (und auf dem Magen) liegt. Dabei handelt es sich um das in den
Medien (in erster Linie TV) ablaufende 'Neue-Männer-Zucht-Programm', besser
bekannt als Kinderfernsehn. Als Vater zweier Kinder musste ich mir in der
Vergangenheit schon den einen oder anderen Beitrag ansehen, bei dem mir ob
der Unverfrorenheit und Schamlosigkeit der Macher(innen) die Spucke
wegblieb. Was ich aber letzten Samstag zufällig beim Zappen zu sehen bekam,
schlägt dem Fass den Boden aus. Es handelt sich dabei um eine Sendung der
ARD mit dem Namen `fabrixx´. In solcher Brutalität und Offenheit ist mir
jungenfeindliche feministische Propaganda noch nie zu Gesicht gekommen. Ich
habe leider nur die
Hälfte der Sendung gesehen, aber genug um mein Blut zum kochen zu bringen.
Klare Rollenverteilung: Jungen sind schlecht und Täter, Untermenschen, und
Mädchen sind bedroht, Opfer und überlegen. Beispiel: Ein Mädchen zerrt einen
Jungen am Kragen durch den Raum, knallt ihn heftig vor einen abgestellten
PKW. Der Junge jammert und weint, wehrt sich aber nicht. Sie schreit
unablässig auf ihn ein, will irgend eine Information von ihm. Als sie ihn
würgt(!), gibt er nach. Später fallen Sprüche unter den Mädchen: `Du hast
richtig gehandelt, er hat es nicht anders verdient. Der versteht es ja gar
nicht anders. So muss man den behandeln´ usw."
Uwe schreibt uns aktuell zur Kanzlerkandidatenkür:
"Angela Merkel ist nicht Kanzlerkandidatin geworden, sondern Stoiber. Schon
titelt der Spiegel und viele andere Presseorgane á la `Männer haben sich
durchgesetzt´ oder `Männer wieder unter sich´. Das Thema wurde in den
letzten Monaten zu einem Mann-gegen-Frau-Thema stilisiert - aber wer hat an
einer solchen Frau/Mann-Ausrichtung einer Kandidatenkür Interesse? Auf jeden
Fall alle, die frauenpolitische Zielsetzungen im strategischen Visier haben.
Wäre nämlich Merkel die Kandidatin geworden, hätte die Frauen auf jeden Fall
gewonnen. Falls nämlich Merkel die nächste Kanzlerin geworden wäre, wäre
allein das Symbol `KanzlerIN´ aus Sicht der Frauen schon ein Sieg. Hätte sie
aber verloren (was ja eher warscheinlich war), wäre die
frauenbevorzugende Politik von rotgrün weitergeführt worden. Was ja eh ein
Sieg wäre.
Auch jetzt kann man noch Merkel noch gut für den Wahlkampf gebrauchen (von
SPD/GRÜNEN-Seite, versteht sich!). Indem man nämlich das Bild der, von bösen
konserativen Männerintriegen gemoppten Merkel aufbaut. Was liegt dann näher
für die wählende Frau als Merkel zu rächen und diesmal NICHT CDU zu wählen?
Darauf zielt zumindest ein Teil der grünen Strategie. Das Stoiber immer die
besseren Chancen hatte, die Wahl zu gewinnen, scheint überhaupt kein
Argument zu sein ..."
Letzter Punkt: In meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" wie auch in
anderen Veröffentlichungen habe ich die Frauenbibliothek an der Mainzer Uni
erwähnt, die eigentlich grundgesetzwidrig ist, aber offenbar aus politischen
Gründen gestützt wird. Für die Beschreitung des Gerichtsweges fehlen
Studenten indes Geld und Nerven. Dies und vergleichbare Dinge waren für
Robert Anlass, mir ein Mail mit der folgenden Anregung zu schreiben:
"Nach dem Schaffen und Betreiben maskulistischer Diskussionsforen im
Internet müsste nun eigentlich eine Plattform geschaffen werden, um z. B.
gegen solche unsäglichen Dinge wie die Mainzer Frauenbibliothek gerichtlich
anzugehen und vielleicht auch gegen private Frauenbuchläden etc. (alles
Verstöße gegen Artikel 3 Grundgesetz - niemand darf wegen seines
Geschlechts, seiner Heimat und Herkunft etc. benachteiligt oder bevorzugt
werden ... ). Vielleicht sollte man einen (gemeinnützigen?) Verein gründen,
dessen Zweck das Spendensammeln ist, bis z. B. die paar tausend Mark für
einen Musterprozeß beisammen sind. Das sollte doch mit dem Teufel zugehen,
wenn nicht ein paar hundert Studenten selbst in einer so `politisch
korrekten´ Uni wie Mainz sich zusammentun und jeweils einen Zehner spenden,
damit dann EINER einen Musterprozeß führt ... Wer ist interessiert?" Kontakt
mit Robert kann über meine Mailadresse hergestellt werden.
Soviel für diese Ausgabe. Bin mal gespannt, wer diesmal wieder alles
abkackt. Unabhängig davon wünsche ich aber euch allen noch eine schöne Zeit
- wer gerne ins Kino geht und auf lineare Erzählstränge verzichten kann, dem
könnten übrigens "Mulholland Drive" und "Vanilla Sky" gut gefallen. Wobei
das, wie immer, nur meine Einschätzung ist.
Macht´s gut
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 28
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen zur achtundzwanzigsten Ausgabe der INVISIBLE MEN!
Stürzen wir uns diesmal ohne längere Einleitung in die
NEWS:
-----
ITALIEN: KUSS ALS "SEXUELLE MISSHANDLUNG" - ZEHN MONATE HAFT
Nein, es sind keineswegs nur die puritansichen Amis, bei denen die
Anti-Sex-Hysterie Erfolg zeigt: Der zwanzigjährige Sizilianer Maurizio kam
mit der gleichaltrigen Stefania an einer Strandpromenade ins Gespräch,
drückte ihr einen Kuss auf den Mund und brauste mit seinem Motorroller
davon. Stefania verständigte deshalb sofort die Polizei, de ja gerade in
Sizilen sonst nicht sehr viel zu tun hat:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/01/15/007a2805.asp?cat=/magazin/auch_das_noch
"Maurizio habe das Glück, heute zu leben" zitiert die Ärzte-Zeitung. "Vor
100 Jahren hätte man ihn für den Kuss wohl noch hingerichtet. Vermutlich
wäre der junge Mann, hätte er Stefania eine Ohrfeige verpasst, nicht so hart
bestraft worden."
MUTTER ENTFÜHRT EIGENES KIND – VATER BEGEHT SELBSTMORD
Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben
worden. Nun gibt ein Sprecher zu, dass diese Entwicklung dem Rechtsstaat
eine Lehre sein müsse:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/88511
MENSCHENRECHTE SIND UNTEILBAR - GRASWURZELKAMPAGNE GEGEN DISKRIMINIERUNG
AFGHANISCHER MÄNNER FORTGESETZT
Die Kampagne von Men´s Health America, das Schweigen der Medien bezüglich
dem Leiden der Männer in Afghanistan zu durchbrechen, trat in dieser Woche
in die zweite Phase. Momentan gibt es dazu vor allem vier relevante Texte im
Web: Die Einführung unter
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/469 berichtet: "Newspaper
articles in USA Today and elsewhere continue to ignore the plight of Afghan
men. Congress has already passed one law designed to relieve the suffering
of Afghan women, but was silent when it came to relieving the suffering of
Afghan men. Recently, interim Prime Minister Hamid Karzai signed the
Declaration of the Essential Rights of Afghan Women. The Declaration affirms
women's right to personal safety, the right to education, and the right to
physical and mental health. The effect of this Declaration is to create a
double standard of human rights which implies that a man's life, health, and
welfare are less important. The selective brutalization of innocent Afghan
men needs to stop." Über weitere Hintergründe berichten
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/470 sowie
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/471 und unter der
Überschrift "Neun von zehn Landminenopfer sind männlich"
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/472 Men´s Health America
zeigt sich über die sexistische Rhetorik selbst von Hilfsorganisationen wie
dem roten Kreuz befremdet: "Oddly, reports by international relief
organizations and the media do not provide sex-specific breakdowns of
landmine victims. As a rule, these persons are described using
gender-neutral terms such as `residents,´ `amputees,´ and the like. An
exception to this rule is a survey by the International Committee of the Red
Cross, which makes this statement: `Females were 7.3% of casualties; males
of 15 years or less were 19.8%, males over 50 were 4.2%. The remainder were
males between 16 and 50.´ The ordering of the statistics suggests that the
7% female casualties should command the highest concern and priority. It is
also revealing to note that the Red Cross statement does not give the
precise percentage of males between 16 and 50 years who have been injured."
Sieben Prozent weiblicher Opfer werden gesondert herausgestellt, 93 Prozent
männlicher Opfer werden aufgesplittet, wobei die größte Gruppe dieser
Unterteilung als "the remainder" (ein "Rest" von imerhin siebzig Prozent) in
der Berichterstattung untergeht.
ÖSTERREICHS PRESSE DURCHSCHAUT FEMINISTISCHEN ZAHLENSCHWINDEL
Unter der Schlagzeile "Nicht wirklich 35 Prozent Unterschied" berichten die
Oberösterreichischen Nachrichten: "Auf großen Plakaten lässt
Frauenlandesrätin Ursula Haubner derzeit plakatieren, dass Frauen um 35
Prozent weniger verdienen als Männer. Diese Aussage freilich fällt unter die
Kategorie Volksverdummung und dient dem Anliegen der Frauen nicht." Worauf
die statistischen Tricks der Feministinnen dem Leser genauestens erklärt
werden:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft.asp?ressort=Wirtschaft&id=258906
FRAUEN IN DEN HASS-BEWEGUNGEN
Unsere Leserin Birte schickte mir dankenswerterweise den Link zu einem
Artikel der New York Times. Er handelt von Kathleen Blee, der Autorin eines
Buches über Frauen in den sogenannten "hate-movements" wie den Nazis oder
dem Ku-Klux-Klan: Blee "saß beim Kaffee zusammen mit Frauen, die
Stachelfrisuren und Hakenkreuz-Tattoos trugen und mit vertrauenswürdig
wirkenden Hausfrauen, die lächelten, während sie ihre rassistischen
Bemerkungen gegen Schwarze und Juden richteten. Was sie am Ende herausfand,
überraschte sie sehr." Blee berichtet, dass am Anfang ihrer Studien ihr
gesamtes bisheriges Geschichtsbild über den Haufen geworfen wurde. "Die
Rolle der Frauen im Ku-Klux-Klan wurde übersehen. Sie waren keine
Mitläuferinnen, sondern der Leim, der alles zusammenhielt." Einige der
Klansfrauen traten vor allem deshalb lautstark für das Frauenwahlrecht ein,
weil sie dachten, damit das zuvor erteilte Wahlrecht für Schwarze politisch
ausgleichen zu können. Jetzt beschäftigte sich Blee mit der Gegenwart statt
der Geschichte:
http://www.nytimes.com/2002/01/26/arts/26HATE.html?ex=1013148030&ei=1&en=c8af2aa352a9227d
(kostenlose Registrierung notwendig)
ENGLAND: LEHRER FORDERN REGISTER FÜR FALSCHE ANSCHULDIGUNGEN
Teachers are campaigning for a national register of pupils who make false
accusations of abuse against them. National figures show that more than
3,500 teachers have faced police interrogation in the past decade over false
or unsubstantiated allegations of physical or sexual abuse by pupils. The
numbers have risen sharply in the past few years. Union leaders have claimed
that false allegations can wreck a teacher's career even if they are found
innocent: http://news.independent.co.uk/uk/education/story.jsp?story=116449
LEBENSERWARTUNG DER MÄNNER STEIGT
Es mag noch 100 Jahre dauern, aber aufgrund besserer Medikamente könnte sich
dann die Schere in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen
geschlossen haben:
http://news.independent.co.uk/uk/health/story.jsp?story=115889
"PLAYBOY" GRATULIERT "EMMA"
Playboy-Chefredakteur Gessulat erklärt, die Emanzipation der Frau sei noch
keineswegs erreicht und auch sein Magazin wolle sein Scherflein dazu
beitragen: "Früher fotografierten wir die Frauen als Mäuschen, die sich mit
Schlafzimmerblick in die Kissen kuschelten. Heute treten sie selbstbewusst
auf und lassen die Männer an der Leine dackeln." Nacktfotos von Alice
Schwarzer seien indes aktuell nicht geplant:
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2002/020127/fernsehen/story493258.html
BUNDESWEIT ERSTE VATER-KIND-KUREN
Väter erscheinen zu solchen Auffangmaßnahmen deutlich mitgenommener als
Mütter:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/01/29/017a1003.asp?cat=/medizin/maennerprobleme
CSU-KOMMISSION WILL ROLLE DER VÄTER STÄRKEN
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel116312.php
GESCHLECHTSNEUTRALE BIBEL ERSCHEINT IM APRIL
http://www.suntimes.com/output/news/cst-nws-bible29.html
EUROPÄISCHE UNION: ENDLICH GENDER MAINSTREAMING IN DER ABFALLWIRTSCHAFT
Wie in den letzten Tagen im Internet-Forum der Freien Frauen unter
http://f25.parsimony.net/forum63435/messages/711.htm verlautete, liegt seit
dem 17. Dezember 2001 eine Zeichen setzende Mitteilung der Europäischen
Kommission zur Erarbeitung einer "Rahmenstrategie für die Gleichstellung von
Frauen und Männern, Arbeitsprogramm für das Jahr 2002" an den Europarat vor.
Hier sollen die zentralen Passagen zitiert werden:
"Es tut sich endlich Positives auf europäischer Ebene im Bereich der
Gleichstellung von Mann und Frau: Jetzt gibt es die lang vermissten Pläne
der Europäischen Union, die Gleichstellungsperspektive im Bereich der
Abfallwirtschaft verstärkt zu berücksichtigen. Dies hat in den vergangenen
Jahren gefehlt und hat zu vielen misslichen Verwerfungen im Gender
Mainstreaming geführt, insbesondere zur Bevorzung von Männern in der
Abfallwirtschaft. Die Kommission fasste den Beschluss, eine 40%-Verteilung
der Geschlechter im Bereich der Müllentsorgungsunternehmen anzustreben, um
noch vorhandene Diskriminierung von Frauen abzubauen. Frauen stellen zwar
52% der Bevölkerung, aber fürs erste ist ein 40%-Anteil schon ein
Riesenfortschritt.
Es ist schon lange das Problem bekannt, dass es nicht genügend Arbeitsplätze
für Frauen bei der Müllabfuhr entsprechend dem weiblichen Anteil an der
Bevölkerung gibt. Und dies ist besonders in leitenden Positionen so. Noch
immer stoßen Frauen an die berühmte `gläserne Decke´, was den Aufstieg in
höhere Positionen bei der Abfallwirtschaft angeht. Z.B. ist es so, dass der
Anteil von Frauen an Müllabfuhr-Laster-Fahrern weniger als 1 Prozent
beträgt, dabei sind, wie schon erwähnt, 52 % der Bevölkerung weiblich! Auf
diesem Feld haben wir es also mit extremer Ungleichbehandlung zu tun. Frauen
haben viel weniger als Männer die Möglichkeit, den Karriereschritt von der
Mülltonnen-Entleererin zur Fahrerin des Müll-Lasters zu machen. Mit eine
Ursache dafür liegt in verkrusteten Strukturen, die immer noch von
traditionellen `old-boys-networks´ dominiert werden. Diese Verkrustung kann
durch Gender-Quoten abgebaut werden. Eine andere Ursache liegt wie immer an
den fehlenden Möglichkeiten, Familie und Karriere miteinander zu
vereinbaren. Die Kommission setzt sich deshalb für die Schaffung von
Kinderbetreuungs-Einrichtungen in der Abfallwirtschaft ein." Wir von den
INVISIBLE MEN wünschen viel Erfolg.
MEINUNG:
-------
ITALIEN: JEDER DRITTE EHEMANN OPFER HÄUSLICHER GEWALT - JOURNALISTIN: NA
UND?
In Italien machte eine aktuelle Studie unter anderem darauf aufmerksam, dass
jeder dritte Mann bereits Opfer von Gewalt in der Partnerschaft wurde.
Christine Radmayr kann sich in den "Oberösterreichischen Nachrichten" vom
28. Januar 2002 unter http://www.oon.at/nachrichten/suche.asp?id=258338 nur
darüber amüsieren:
"Die Welt der traditionellen Rollenverteilung steht nicht mehr lange. Wenn
man der aktuellen italienischen Studie mit dem bezeichnenden Namen `Help me´
glauben will, dann werden die Frauen aufmüpfig, ja gewalttätig. Sie weigern
sich zu kochen und die Wohnung aufzuräumen. Fast jeder Dritte der befragten
Ehemänner von 2500 Paaren gab an, geohrfeigt oder gebissen worden zu sein.
38 Prozent fühlen sich regelrecht gedemütigt, in 15 Prozent ist der
Finanzchef daheim die Frau. Meine Damen, wo bleibt die gute Kinderstube?
Kaum einer der Männer traut sich, seine Demütigung aber öffentlich
zuzugeben. Vielleicht versteckt sich ja auch in Österreich schon hinter
mancher Stammtischrunde ein `Club der anonymen Geschlagenen´. Was sind denn
das für Frauen, die so `gewalttätig´ gegenüber ihren Herren und Gebietern
auftreten? Sie sind so um die 40 Jahre alt, haben einen guten Beruf und
verdienen häufig besser als die Männer. Kurz: Sie sind ihren Männern in
diversen Bereichen überlegen. `Help me´ ist genau die richtige Studie für
alle Männerseelen, die immer schon gewusst haben, dass die
Gleichberechtigung der Frau in die Anarchie im Haus führen muss. Wer Macht
wittert, der kann sie ausnutzen. Mein Mitgefühl für die gequälten Ehemänner
hält sich in Grenzen. Denn in vieler Herren Länder der Welt können immer
noch die Frauen ein Klagelied von Machtmissbrauch singen. Und da geht es
nicht ums Bügeln oder Kochen, sondern ums Überleben. Eine neue Studie aus
der Türkei gibt an, dass beinahe jede fünfte Frau vom Ehemann schon
vergewaltigt worden ist oder/und hin und wieder mit Waffen bedroht wird. Von
Demütigungen, die afghanischen Frauen in die Seele geschrieben sind, ganz zu
schweigen."
Was wohl bedeutet: Gewalt ist halb so schlimm, wenn sie sich erstens
gegenseitig aufwiegt und frau sich zweitens mit der Frauenunterdrückung in
fernen Ländern ablenkt, dabei aber die Männerunterdrückung in denselben
Ländern ausblendet. Ob Frau Radmayr "gewalttätig" ebenfalls in
Anführungsstriche setzen würde, wenn statt Männern von ihren Frauen Frauen
von ihren Männern geschlagen würden? Für solche und ähnliche Rückfragen
steht sie übrigens zur Verfügung unter c.radmayr@oon.at
"ACHTET AUCH AUF DIE FRAUEN!"
Patricia Pearson erklärt anhand von zahlreichen Beispielen, dass das
weibliche Geschlecht genauso zu Terror-Attentaten fähig ist wie das
männliche: http://www.usatoday.com/usatonline/20020130/3812865s.htm
DISKRIMINIERUNG VON VÄTERN FAKTOR BEI HOHER SELBSTMORDRATE UNTER MÄNNERN?
Wendy McElroy argumentiert, dass ein alarmierender Anstieg in der
Selbstmordrate in Amerika, Australien und Europa, sofort zum politischen
Thema gemacht werden würde, wenn Frauen davon betroffen wären, dass diese
Entwicklung aber weitestgehend ignoriert wird, solange sie "nur" Männer
betrifft. Insbesondere die sexistische Parteilichkeit der Familiengerichte
sei trotz der unaufhaltsam steigenden Zahl von Toten, für die sie
verantwortlich ist, noch heute ein Tabu:
http://www.foxnews.com/story/0,2933,44183,00.html
WARUM WIR UNSERE FRAUEN VERLASSEN
Dennis Neder analysiert die Gründe, aus denen Männer eine Beziehung beenden:
http://www.askmen.com/dating/curtsmith_60/60_dating_advice.html
ZITAT:
----
"Ich mag Männer - auch wenn sie lügende und betrügende Drecksäcke sind."
Hollywoodstar Gwyneth Paltrow im Interview mit der Zeitschrift "Cinema"
WEB:
----
Die bekannte und vor allem in der Männer-, Väter- und Familienbewegung
beliebte Autorin Dr. Karin Jäckel bietet inzwischen ihre eigene Website
unter www.karin-jaeckel-autorin.de an. Dort werden all ihre Bücher noch
einmal sehr übersichtlich mit Leseproben und Rezensionen vorgestellt, so
dass jeder, dem eines oder mehrere ihrer Werke besonders zusagten, sich
schnell über vergleichbare Titel informieren kann. Während insbesondere "Der
gebrauchte Mann" sowie "Deutschland frisst seine Kinder" längst zu
Klassikern zählen, kann man auf dieser Site vielleicht noch das eine oder
andere Juwel entdecken, das einem bisher entgangen ist.
LESERMAIL:
-------
Nachdem in der letzten Ausgabe mehrere Lesern meines Buches "Sind Frauen
bessere Menschen?" über ihre schlaflosen Nächte nach der Lektüre berichtet
haben, kommt es zu weiteren Rückmeldungen dieser Art:
"Ich kann es auch nicht am Stück lesen und habe Nächte deswegen nicht
geschlafen. Das ist dasselbe, als wenn man zu einem Psychotherapeuten geht.
Man lässt sich auf die Einsichten und Veränderungen ein, die angestoßen
werden, oder man bleibt im alten Trott. Es wühlt auf, denn es zwingt einen
(oder auch nicht), seinen Denkprozess zu ändern. Du rührst in den tiefsten,
eingeprägten, festgefahrenen Strukturen und zerstörst sie."
Gern geschehen. Dieter bestätigt dieselbe Erfahrung:
"Ich habe damals auch einige Tage nur noch an diese geballte Wucht dieses
Buchs gedacht und eine oder zwei Nächte vor Grübelei und Wut kaum noch
schlafen können. Jede Frau auf der Straße erzeugte den Gedanken: Bestimmt
auch so eine. Aber das wird dann wieder besser, man lernt differenzieren.
Und man ist danach wesentlich wachsamer, wehrhafter und als Mann ungleich
selbstbewusster. ... Geschmunzelt habe ich über die Rezension des Buchs `Der
Mann 2000´. Als ehemaliger Klimatechniker ist mir bekannt, dass man bei
ruhenden Personen (Konzert- oder Sitzungssäle u.s.w.) von 100 W
Energieumsatz je Person ausgehen muss. Die von dir zitierten `putzigen
Details´ einer Leistung von `100 W beim Sex´ stimmen vor diesem Hintergrund
nachdenklich."
Günther schreibt mir:
"Ich glaube, dass auch viele Frauen letztlich Opfer der
`Bösemädchen´-Philosophie/Literatur geworden sind. Wir haben hier in München
über 50% Singlehaushalte und spätestens, wenn Emanze über 35 und immer noch
allein ist, kommt dann doch mal der ein oder andere Gedanke auch in diese
Richtung. Wenn frau sich erstmal 15 Jahre in der Opferrolle des Patriarchats
gesonnt hat, legt frau den Opferstatus vielleicht nicht von heute auf morgen
ab. Aber vielleicht ist frau zumindest dazu bereit mal darüber nachzudenken,
ob sie nicht vielleicht (auch) Opfer der Emanzipationsbewegungen ihrer
eigenen Geschlechtgenossinnen geworden ist.
Womit ich Probleme habe, ist der Begriff `Maskulinisten´. Er ist reichlich
fantasielos. Er zementiert den Geschlechterkampf zumindest begrifflich. Er
impliziert ein Herabsteigen auf die Ebene und das Niveau von EMMA. Er ist
wie das weibliche Pendant irgendwie unzeitgemäß. Und er signalisiert a la
Islamismus extremistische Positionen."
Das überzeugt, aber was immer noch fehlt, ist ein passender Gegenvorschlag.
In den USA existiert der Ausdruck "equalitarian": an (wahrer)
Gleichberechtigung interessiert. Leider ist "egalitär" im Deutschen bereits
finanzpolitisch besetzt. Andere Ideen?
ZUR DOKUMENTATION EINS:
EINSTELLUNGEN VON FRAUEN ZU WEHRPFLICHT UND MILITÄRDIENST
Die Männerbewegung verfügt mit Peter Geiger inzwischen auch über einen
eigenen Militär- und Friedensexperten. Für dieses zine war Peter so
freundlich, uns einige Zitate aus Peter Chrisps "Conscientious Objectors:
1916 to the Present Day. A Study in Evidence and Empathy", Brighton:
Tressell Publications 1988, zusammenzustellen und zu übersetzen, die auf die
Rolle der angeblich so friedfertigen Frauen bei den Weltkriegen eingehen.
Seite 2:
"Um Deutschland mit seinem großen Wehrpflichtigenheer zu bekämpfen, war es
äußerst wichtig, daß so viele Männer wie möglich sich freiwillig zu den
britischen Streitkräften meldeten. Somit begann die britische Regierung im
Jahre 1914 mit einer großen Rekrutierungskampagne und appellierte an den
Patriotismus und das Pflichtgefühl der jungen Männer. Viele Frauen spornten
ihre Männer dazu an, sich zur Armee zu melden. Eine Reihe von Frauen
überreichten Männern, die immer noch Zivilkleidung trugen, weiße Federn -
die traditionellen Zeichen der Feigheit. In den ersten drei Monaten des
Krieges meldeten sich 900.000 Männer freiwillig."
Seite 3:
Brief einer unbekannten Dame an eine Ortszeitung (zitiert aus dem Buch
Enlistment or Conscription von A.M.B. Meakin, 1915):
"Am Montag morgen zog ich los um zu sehen, ob es immer noch körperlich
gesunde junge Engländer gab, die sich noch nicht entschlossen hatten, ihrem
Land zu dienen. An der Ecke des W... Square sah ich zwei junge Arbeiter, die
sich lässig gegen den Zaun lehnten - sichtlich Arbeitslose. Als ich sie
fragte, warum sie sich nicht zu Kitcheners Armee meldeten, antworteten sie
verlegen, während sie sich verdrückten, daß sie jemanden pflegen müßten.
Später, als ich aus dem Straßenbahnwagen ausstieg, fragte ich den körperlich
gesunden jungen Schaffner, ob er seinem Land dienen wolle. Seine Antwort
lautete: ‘Ich habe drei Brüder in der Armee; das reicht mir.'
Als ich etwas später einen erstaunlich feinen jungen Mann sah, der eine
kleine Wäschekarre vor sich hinschob, stellte ich ihm die gleiche Frage. Er
erwiderte frech, ‘Ich will nicht erschossen werden!'"
Seite 24:
Brief an einen Kriegsdienstverweigerer von seiner Freundin (1939):
"Ganz offen gesagt, ich glaube, Du redest eine Menge Stuß; Du magst zwar ein
Kriegsdienstverweigerer sein, aber das wird Dir kein bißchen bekommen. Ich
weiß, es ist nicht das beste, mit Dir zu reden oder gar zu versuchen, Deine
Meinung zum Krieg zu ändern, doch Tatsache bleibt, daß Du als Einzelner kein
bißchen Gutes tun kannst, indem Du versuchst, Dich an die - wie Du sie
erachtest - sehr hohen Ideale zum Kämpfen zu klammern ... Vor kurzem bist Du
der Hilfsfeuerwehr beigetreten, aus eigenem freien Willen ... Durch Deinen
Beitritt zur Hilfsfeuerwehr hast Du einen Mann in Dir freigesetzt, der
loszieht und für sein Land kämpft, deshalb trägst Du gleichermaßen wie er
die Schuld, wenn dieser Mann einen Feind tötet. Du sagst, Du willst keinen
Menschen töten. Nun, mein Lieber, wer will das schon? Kein Mensch auf dieser
Erde will einen anderen töten. Ich gebe zu, das ist ein häßlicher Gedanke,
aber wenn Du nur Dein dumpfes Gehirn benutzen und verstehen würdest, daß
Männer nicht voller Absicht kämpfen, um zu töten; sie kämpfen, um zu
verteidigen, was eine ganz andere Sache ist."
Seite 25:
Öffentliche Einstellung zu den Kriegsdienstverweigerern
Zwischen April und August 1940 erstellte Mass-Observation (eine
demoskopische Organisation) eine Übersicht über die öffentlichen
Einstellungen zu den Kriegsdienstverweigerern. Es wurde die Frage gestellt,
“Was denken Sie über Kriegsdienstverweigerer?” (Hier die
Meinungen der Frauen aus der Auswahl an Antworten, die in den Straßen
Londons gesammelt wurden):
"Vor dem Krieg war ich mit ihnen einer Meinung, und vielleicht werde ich es
danach wieder sein - wir sind sehr unlogisch. Doch ich spüre jetzt, daß sie
keine Männer sind. Wenn mein Mann auf Urlaub nach Hause kommt und ich mit
ihm ausgehe und er seine Uniform trägt und so schick und so richtig
aussieht, denke ich manchmal, wie es wohl sein muß, wenn man die Frau einer
jener Kreaturen wäre! Dann würde man um die Ecken schleichen wollen, wenn
man jemanden träfe, den man kennt. Ich weiß, das ist alles schrecklich
unlogisch, weil ich weiß, daß manche von ihnen so tapfer wie jeder Soldat
sind, wenn sie für ihre Überzeugungen einstehen, aber ich kann nichts dafür
... Sicherlich scheinen die Frauen wirklich zu spüren - ich meine, sie
wollen keinen Krieg, aber wenn einer da ist, dann wollen sie, daß ihre
Männer mittendrin dabei sind - oder jedenfalls diesen Anschein erwecken."
- 30jährige Frau aus der Mittelschicht
"Ich gehe davon aus, daß ich tolerant bin, doch ich denke, man sollte sie
auspeitschen. Wenn es sich lohnt, in einem Land zu leben, dann lohnt es
sich, dafür zu kämpfen."
- 45jährige Frau aus der Arbeiterschicht
Seite 33:
Zeitungsbericht, Sunday Graphic vom 26.05.40:
--- Mädchen bringen KDVer zum Gehen ---
Die Mädchen einer führenden Speckfabrik haben die Entlassung eines
Kriegsdienstverweigerers erzwungen. Es handelt sich um Mr. A.C. Strange, den
24jährigen Sohn eines früheren Bürgermeisters von Calne, der in der Calner
Fabrik von C. and T. Harris als Schneider tätig war. Mr. Strange berichtete
der Sunday Graphic gestern: "Ich hatte eine bescheidene Stelle, doch ich bin
freiwillig vor dem Prüfungstribunal der Kriegsdienstverweigerer erschienen
und bekam bedingungslosen Freispruch."
--- 90 Prozent dagegen ---
"Ich habe erkannt, daß mehr als 90 Prozent der Arbeitskräfte in der Fabrik
gegen mich eingestellt waren. Zunächst schlug man mir vor, ich solle das
gleiche wie einen Soldatenlohn und -begünstigungen annehmen.
Später hat man mich zum Rücktritt gebeten. Ich weigerte mich und wurde dann
entlassen."
Zitat aus David Bolton, Objection Overruled, London, MacGibbon & Kee 1967,
S. 214:
Im 1. Weltkrieg gab es in Großbritannien eine Reihe von öffentlichen
Ausschreitungen gegen Kriegsdienstverweigerer: so wurden sie z.B. auf
offener Straße gedemütigt und zusammengeschlagen, wobei die Polizei nichts
unternahm bzw. nicht anrückte und hinterher den KDVern noch ein "provokantes
Verhalten" unterstellt wurde. Hier ein Beispiel, das die physische
Brutalität von Frauen, die ja auch dazu fähig sind, unter Beweis stellt:
... wurde eine Gruppe [von KDVern] in Lyme Regis während eines Krawalls
angegriffen, der von Frauen und Mädchen aufgewiegelt wurde, von denen
mehrere bei dem mitmachten, was die Ortszeitung als "die Unterhaltung"
bezeichnete. Ein KDVer wurde entkleidet und groben Demütigungen unterworfen.
ZUR DOKUMENTATION ZWEI:
DISKUSSION UM "MONA-LISA"-BEITRAG ÜBER GEPRÜGELTE MÄNNER
Statt eines Zuschauerprotokolls zur Sendung möchte ich hier nur die
Reaktionen der an der Debatte Beteiligten wiedergeben - bezeichnenderweise
beurteilen sie diese Mona-Lisa-Folge durchgehend negativ. Insbesondere wurde
beklagt, dass der einzelne Beitrag über männliche Opfer durch seine extreme
Rahmung von anderen Beiträgen, in denen Frauen viel gravierender als Opfer
gezeigt wurden, stark relativiert wurde. "Mona Lisa" ließ also von ihrer
Ideologie abweichenden Informationen zwar für wenige Minuten Raum, war aber
nicht in der Lage, diesen Beitrag sinnvoll in das Gesamtkonzept ihrer
Sendung einzuordnen. So wirkte er wie ein bizarrer Fremdkörper, eine
vorübergehende Störung des Weltbildes, und seine aufklärende Wirkung ging
verloren.
Joachim Bell legte in der Debatte mit seiner Stellungnahme vor:
--- Drastischer kann man den Alibicharakter eines TV-Beitrags zum
Gewaltthema nicht unterstreichen. "Gewalt gegen Männer": Der Mainzer
Kriminologe Michael Bock durfte zwar in der jüngsten Sendung von
"MonaLisa" zu dem Themenschwerpunkt "häusliche Gewalt" mitteilen, dass
Männer nach allen vorliegenden Untersuchungen mindestens in der Hälfte der
Fälle die Opfer sind. Die Moderatorin fand noch einen
einfühlsamen Satz zu den geprügelten Männern, die es deswegen so schwer
haben, weil sie ja keine "jämmerlichen Weicheier" sein wollen. Und dann
geht's weiter wie gehabt. Der Satz "Der Täter geht,
die Geschlagene bleibt" wird nicht ergänzt, modifiziert und angepasst getreu
den Regeln der gerade von Feminist/inn/en gepflegten Political Correctness.
Nein, man fährt fort, als hätte es diesen - wahrlich nur eingeschobenen -
Beitrag gar nicht gegeben.
"Repressive Toleranz" hat Herbert Marcuse das mal genannt. Er meinte damals,
in den 60er Jahren, ein System, das andere Auffassungen zulässt, sie aber
weiter unbekümmert ignoriert und notfalls unterdrückt, indem die
Öffentlichkeit etwa vollgestopft wird mit einer unbeeindruckten
Gegenaufklärung. Für Mona Lisa blieb es dabei:
Männer sind Täter, Frauen sind Opfer; Gewalterfahrungen in der Familie
machen - so die Moderatorin - Jungen zu Schlägern und Mädchen zu Opfern.
Lernpathologie nennt man wohl das in der Psychologie. In Anlehnung an
Marcuse würde ich es eine totalitäre, weil jede unerwünschte Kritik
erdrückende Öffentlichkeit nennen. ---
Thomas hat eine kleine Zählung veranstaltet. Wir wissen aus den
internationalen Untersuchungen, dass Männer mindestens genauso häufig Opfer
von häuslicher Gewalt sind wie männliche. Wie geht nun "Mona Lisa" damit um?
--- Das Verhältnis der Sendezeit "Frau=Opfer" zu Sendezeit "Mann=Opfer":
6:1. In den "neutralen" Moderationen über Opfer häuslicher Gewalt zwischen
den Film-Beiträgen: Zahl der Formulierung *einer* Geschlechtergruppe ("Frau"
oder "Mann") statt eigentlich angebrachter geschlechtsneutraler
Formulierungen (z.B als "Täter oder Täterin", oder wenigstens als "die
Täter"): 35 mal. Davon Häufigkeit der Gleichsetzung von Frau als Opfer: 33
mal. Häufigkeit der Gleichsetzung von Mann als Opfer: 2 mal. Noch Fragen?
---
Goprojekt gelangt zu dem Eindruck: "Den fünfminütigen Beitrag über häusliche
Gewalt gegen Männer, der auch noch nach zwei Beiträgen von insgesamt 15
Minuten über Gewalt gegen Frauen gebracht worden ist, und damit `richtig´
eingeleitet wurde, haben die Männerrechtler schwer gebüßt."
Beatrix urteilt: "Ich bin enttäuscht. Ich ahnte nicht, daß die Problematik
geschlagener Männer nur ein Beitrag von 5en war. Vieles wurde durch die
nachfolgenden Beiträge fast schon wieder aufgehoben. Der Beitrag über
Stalking war gut. Der machte auch klar, warum von Stalkingopfern das
Gewaltschutzgesetz so sehnlichst herbeigesehnt worden ist. Aber dann die
Einleitung in das Männerthema: `Wir wurden immer wieder drauf hingewiesen,
daß auch Frauen Täterinnen sind. Also bringen wir jetzt auch mal dazu einen
Beitrag´. So hieß es sinngemäß. Klang wie eine Pflichtübung nach dem Motto
`Daß Ihr uns ja keine Vorwürfe macht! Bitte sehr, wir sind fair!´
Ich hab zwar selbst der zuständigen Redakteurin Infos zugemailt, aber ich
ahnte nicht, daß außer Ruedi kein weiterer Mann interviewt würde. Ich halte
es für sehr ungeschickt, dass durch den geschilderten Fall die
Gewaltproblematik und die Problematik `entsorgter Väter´ in einen Topf
geworfen wurde.Das machte den Beitrag weniger überzeugend. Von tatsächlicher
körperlicher Gewalt war kaum die Rede. Ein Bericht von
Krankenhaupersonal über Männer mit Verletzungen und auch Fotos von
Verletzungen wären eindringlicher gewesen.
Das Interview mit Prof. Bock war zu kurz, um wirken zu können. Und dann kam
im folgenden eine Überleitung zu Gewalt an Kindern, da Kinder in Ehen, in
denen mindestens ein Elternteil gewalttätig gegenüber dem/r Partner/in ist,
auch oft was abkriegen. Und prompt ging es im folgenden Beitrag nur noch um
Mädchen. Mädchen, deren Selbstwertgefühl gestärkt werden soll durch
Selbstverteidigungskurse. Gerade ging es noch um prügelnde Frauen, nun
wurden Mädchen gezeigt, die lernen, zuzuschlagen. Unsensibler geht's kaum
:-(
Es gibt solche Selbstbehauptungskurse inzwischen auch für Jungen. Und ich
kenne genug Jungen, die sowas dringend bräuchten. Schließlich werden die auf
dem Schulhof häufiger verprügelt als Mädchen.Warum wurde darüber nichts
gebracht?
(...) Zuletzt der Beitrag über kurdische Folteropfer. Da war ganz klar, daß
Frauen dort eine größere Lobby haben, denn die können nicht nur als
Polizeiopfer, sondern noch mal zusätzlich als Frauen Anklage erheben. Daß
die Verletzung der Menschenrechte nicht nur bei den Frauen ein Problem ist,
sondern die Männer mind. so stark, wenn nicht stärker trifft, ging ja
indirekt aus dem Beitrag hervor: Die Frau war 10 Tage lang im Gefängnis
gefoltert worden. Aber ihr Mann, der dagegen protestierte, blieb gleich 6
Jahre im Gefängnis und lebte nun im Exil, weil man ihm den Kontakt zu Frau
und Kindern verbot. Er hat also das viel schlimmere Los erlitten.
Bis auf die verbale Diskriminierung mit den Frisören war es aber isgs. eine
frauenparteiliche Sendung. Der Beitrag über Männer als Gewaltopfer war zwar
eigentlich ernsthaft, aber durch die ganzen anderen Beiträge,
in denen fast aussschließlich von Frauen als Opfer und Männern als Tätern
die Rede war, wurde die Aussage fast schon wieder negiert. So als wäre sie
gar nicht gemacht oder umgehend wieder vergessen worden. Wenn ich nicht
selber etliche Fälle von weibl. Gewalt und von Mißbrauch des
Gewaltschutzgesetzes kennen würde, könnte ich fast meinen, ich hätte mir die
Thesen in dem Beitrag von Frau Hopf einfach nur eingebildet. Ich seh schon,
da muß noch viel passieren, bis wir in dem Bereich mal Ausgewogenheit
haben."
Der in der Sendung zitierte Gewaltexperte Professor Bock bekundet in einem
offenen Brief an die Macherinnen des Magazins:
"Für sich genommen war der Beitrag gar nicht schlecht. Aber in der
Kombination war es aus meiner Sicht nicht so toll. Ergänzen würde ich noch:
Selbstverteidigungskurse sind schon ok, aber wer in der Schule und auf dem
Heimweg Angst hat, sind Jungs. Warum sind sie ausgeschlossen? Und: So mutig
die Kurdin ist, ihr Mann wurde auch 15 Tage (!) gefoltert. Ist das nun ein
gender-Problem oder eines der Menschenrechte? Auch in Afghanistan: Wer wurde
gefoltert und ermordet? Und dann noch eine wirklich nicht zu überbietende
Äußerung: Durch die intergenerationelle Vermittlung von Gewalt werden
Mädchen zu Opfern und Jungen zu Tätern. Ich schäme mich, in dieser Sendung
gewesen zu sein. Mein erster Eindruck war besser!"
Und er ergänzt in seiner Mitteilung an mich und mein zine:
"Man fragt sich natürlich schon, mit welchen Scheren im Kopf die Redaktion
herumläuft. Es war ja ein einziger `Bruch´...das müßte man doch merken und
irgendwie versuchen, die kognitive Dissonanz zu glätten. Aber nichts
dergleichen. Zum Glück nur wurden die Landfrauen aus Hechtsheim nicht
negativ tangiert, die sehr engagiert und sehr offen mit mir diskutiert
hatten - um Klassen klüger als die Redakteurinnen der Sendung. Ich bin
allerdings zuversichtlich, daß die Sendung am Donnerstag (`Sonde´ im SWR)
besser wird."
Das ist eine gute Überleitung:
ZUR DOKUMENTATION DREI:
WISSENSCHAFTSSENDUNG "SONDE" AUF SWR 3 BERICHTET ÜBER GEPRÜGELTE MÄNNER
Hier wähle ich, wie in der letzten Ausgabe, wieder die Form des verkürzten
Zuschauerprotokolls. Die von mir verwendeten Zitate sind nicht wortwörtlich,
aber sehr dicht an der Originalformulierung.
Vorausgeschickt sei, dass es sich bei "Sonde" um keine Politik-, sondern um
eine Wissenschaftssendung handelt.
Der Trailer zur Sendung ist zunächst irreführend. "Brutalität und
Aggressivität: männliches Verhalten?" heißt es da per Voice-over vor den
Bildern steinewerfender Demonstranten, und während in eine friedlich im
Wasser gleitende Frau umgeschnitten wird, heißt es: "Frauen handeln anders.
Denken anders. Warum?" Viele Zuschauer könnten nun eine Reportage im Stil
des üblichen Sexismus erwarten.
Stattdessen überfällt uns der junge, sympathisch wirkende Moderator Ingolf
Baur mit folgenden Sätzen: "Sie werden sagen, das kann nicht sein, das glaub
ich nicht. Die These klingt einfach zu provokant. Bei Gewalttaten im
familiären Bereich sind Männer MINDESTENS so häufig Opfer wie Täter." Um die
Zuschauerinnen vom Abschalten abzuhalten, fügt er flink hinzu: "Nun wollen
wir heute nicht Jahrzehnte der Emanzipation zurückdrehen. Es gibt keinen
Zweifel, Männer haben das größere Gewaltpotential. Nur: Im häuslichen
Bereich sitzen wir Klischees auf."
Es folgt ein bereits im Sommer letzten Jahres in den Regionalmagazin
"Ländersache" gezeigter Filmbeitrag David Biesingers und Olaf Kapps über ein
männliches Opfer schwerer häuslicher Gewalt. Der Betroffene, von dem nur der
Schatten gefilmt wird, berichtet unter anderem über Verbrühungen mit heißem
Wasser, eine eingetretene Tür, eine Messerattacke. Er berichtet auch, dass
er mit niemandem über sein Leiden sprechen konnte: "Wer glaubt dir sowas?"
Anders als für Frauen gebe es für Männer keinerlei Hilfsinstitutionen.
Aufgrund des überall vorherrschenden populären Irrtums, nur Männer seinen
gewalttätig, habe ihm in seinem Scheidungsverfahren auch der Richter nicht
geglaubt, ein solches Schicksal durchlitten zu haben.
Der Moderator begrüßt Professor Bock von der Universität Mainz im Studio.
Bock fasst die vorliegenden Forschungsergebnisse zusammen: Bei dem gezeigten
Mann handele es sich keineswegs um einen Einzelfall. Von schwerer
körperlicher Gewalt seien nach Schätzungen 50.- bis 200.000 Männer und
Frauen in der Bundesrepublik etwa gleichermaßen betroffen. Dass Männer im
Allgemeinen über eine kräftigere körperliche Statur verfügten, spiele bei
häuslichen Auseinandersetzungen keine Rolle, da man ihnen über Jahrhunderte
hinweg eingetrichtert habe: Frauen schlägt man nicht. Der Moderator Baur
fragt, ob es bei Fällen geschlagener Männer nicht eine Vorgeschichte
verbaler und psychischer Gewalt gebe, in der die betreffende Frau so zur
Weißglut gereizt wurde, dass sie einfach zuschlagen musste. Bock bestätigt,
solche Vorgeschichten seien sehr typisch, dann aber bei beiden Geschlechtern
gleichermaßen. Baur erkundigt sich, ob Bock auf seine Thesen hin
Anfeindungen erlebe. Bock berichtet, dass die ersten Reaktionen Heiterkeit
seien, Nudelholzwitze, spöttische Fragen wie "Ist Ihre Frau soo schlimm?"
Sobald er aber auf seinen Befunden bestehe, stelle sich sehr schnell ein
feindseliges Klima ein, das geprägt ist von Vorwürfen wie: "Du störst unsere
gewohnten Bilder von Männern und Frauen und deshalb muss mit DIR etwas nicht
in Ordnung sein." Frauen, die in umgekehrter Weise Männergewalt
analysierten, bleiben von solchen Unterstellungen verschont.
Es folgt ein Bericht Andrea Wengels über die bisher existierenden Studien zu
diesem Thema, der filmisch von einem sich auch körperlich streitenden Paar
unterlegt ist. Anders als in den bisherigen Klischeedarstellungen ist es
hier der Mann, der den weitaus größten Teil der Prügel einsteckt. Wengel
legt dar, dass in 80 Studien aus sechs Ländern ebenso viele Männer wie
Frauen von Opfer-Erfahrungen berichten. Dabei ermittelten die
standardisierten Fragen auch das Vorliegen schwerer Gewalt etwa durch Messer
oder Schusswaffen. Die Wiesbadener Kriminalhauptkommissarin Jung wird
eingeblendet: Sie bekundet, dass Frauen ihrer Erfahrung nach höchstens in
Gegenwehr zum Messer griffen. Aber die wissenschaftlichen Untersuchungen
entlarven diese Wahrnehmung als irreführend: Entgegen dem populären Irrtum
ist das vermeintlich schwache Geschlecht bei solchen Konflikten keineswegs
in einer reinen Verteidigerrolle, sondern schlage etwas häufiger zuerst zu.
Ein Säulendiagramm illustriert optisch überzeugend den Unterschied zwischen
weiblichen Angriffen (53 Prozent) und männlichen Attacken (42 Prozent). In
der Hälfte aller Fälle gebe es kein klares Täter-Opfer-Muster, aber wenn nur
einer der beiden Partner prügelte, sei das ähnlich häufig die Frau wie der
Mann.
Die Kamera fährt nun einen beeindruckenden Bücherstapel mit Literatur zur
verdeckten Seite der häuslichen Gewalt ab, beginnend mit Phil Cooks
Standardwerk "Abused Men" bis hin zur klassischen
Straus-Steinmetz-Untersuchung von 1980. Die internationale
Forschungsliteratur, eine Fülle von Studien, belege, dass das Klischee vom
prügelnden Mann lediglich die halbe Wahrheit darstelle. In Deutschland indes
existiere nur eine einzige, zehn Jahre alte Untersuchung zu diesem Gebiet,
die ermittelte, dass pro Jahr 246.000 Frauen und 214.000 Männer Opfer
schwerer (!) häuslicher Gewalt wurden. Im Polizeialltag schlagen sich diese
Zahlen noch nicht nieder. Wie die Wiesbadener Kommissarin Jung berichtet,
seien in ihrem Berufsalltag männliche Opfer nur Einzelfälle und Ausnahmen.
Anonyme Befragungen liefern ein anderes Bild, berichtet uns Andrea Wengel:
Selbst bei schwerer Gewalt geben ebensoviele Frauen wie Männer den Einsatz
von Messern oder Schusswaffen an.
Zurück im Studio legt Professor Bock dar, welche schier unüberwindbaren
Mauern in den Köpfen von Männern existieren, die sie davon abhalten, mit
ihrem Leiden nach außen zu treten. Die erste befinde sich im eigenen Kopf
und ist die Hemmschwelle, sich selbst überhaupt als Opfer wahrzunehmen. In
einer Kultur, in der weiblich:Opfer und männlich:Täter festgeprägt sei, sei
dies sehr schwierig. Haben sie es sich vor sich selbst eingestanden, können
die Betreffenden sich nicht an Dritte wenden, beispielsweise nicht mit
Freunden am Stammtisch darüber reden, ohne Angst haben zu müssen, verlacht
zu werden. Bock: "Es gibt keine Kommunikationsform, bei der sie auf
Verständnis stoßen können." Als Beispiel kommt er auf den geprügelten Mann
aus dem ersten Filmbeitrag zurück, der nicht nur Opfer seiner gewalttätigen
Frau wurde, sondern auch noch ein zweites und ein drittes Mal vor der
Polizei und vor Gericht. Der Moderator fragt einfühlsam zurück: "Die wahre
Katastrophe würde für den Mann also eintreten, wenn er mit der ihm
zugefügten Verletzung an die Öffentlichkeit geht?" Bock: "Dann erst ist es
völlig zuende mit einer achtbaren Identität für ihn. Er hat keine Chance."
Und deshalb habe die im Filmbeitrag gezeigte Polizistin auch recht mit ihrer
Äußerung, dass in ihrem Alltag von Frauen geprügelte Männer nur als
Einzelfälle vorkommen. Der Moderator wird jetzt doch noch einmal persönlich:
"Sind Sie eigentlich ein Frauenhasser? Versuchen Sie, die ihnen zugefügte
Gewalt zu relativieren?" Bock lehnt ab: "Nein. Frauen werden genauso Opfer
von häuslicher Gewalt. Aber Männer eben auch."
Der nächste Filmbeitrag Oliver Tolmeins (übrigens ein vor allem für seinen
Einsatz gegen Ausländerfeindlichkeit renommierter Journalist) beschäftigt
sich mit der Rolle von Hormonen bei der Entstehung von Aggression. Im
Vordergrund steht die These, dass Testosteron männliche Gewaltbereitschaft
steigere. Professor Niels Birbaumer bestätigt diese Erkenntnis aus dem
Tierversuch, betont aber, dass menschliche Aggressivität auch von vielen
sozialen Faktoren wie der Erziehung abhänge. Insofern seien Frauen anders
aggressiv als Männer, hier spielten oft andere Ursachen eine Rolle, aber das
Endresultat sei genauso.
Professor Bock fügt im Studio hinzu, dass allein auf Tierversuchen beruhende
Gewaltforschung kulturelle Einflüsse als entscheidenden Unterschied zwischen
Mensch und Tier übergehe. Männer würden kulturell erst zu Kriegern gemacht,
beispielsweise durch die bekannten Initiationsriten: psychische Foltern, die
einem Mann beibringen, seine Angst zu überwinden, um wilden Tieren oder
Feinden gegenüberzutreten und seine Frauen zu beschützen.
Der letzte Filmbeitrag Markus Hubenschmids beschäftigt sich mit dem
Anti-Gewalt-Training an einer Trierer Grundschule. Moderator Baur weist die
Zuschauer eigens darauf hin: "Sie sehen, in diesen Gruppen sind auch
Mädchen" und fasst die Sendung zusammen: "Der Anfang, um mit Klischees
aufzuräumen, ist gemacht." Zuletzt verweist er auf die postalisch
bestellbare Literaturliste sowie die Homepage zur Sendung:
http://www.swr-online.de/sonde. Dort kann man unter anderem exemplarisch den
Fall des Christian K. aus der Sendung nachlesen, sich über die
Forschungslage informieren und erhält einige Links zu Helfern (die
Beratungsstelle Männerfragen wird aufgeführt) oder zum Sich-weiter-schlau
machen. Wie auf der Website von "Mona Lisa" wird erfreulicherweise auf mein
Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" verwiesen, außerdem auf meinen
NOVO-Artikel "Häusliche Gewalt ist weiblich" (der übrigens mit zu der Idee
für diese Sendung beigetragen haben soll).
Folgende Rückmeldungen von Zuschauern trafen heute bei mir ein:
Thomas: "Es war ausgesprochen wohltuend, endlich eine ganz offensichtlich um
neutrale Information bemühte Sendung über dieses Thema zu sehen, und das
ohne jedes Zurückschrecken vor im Moment noch unpopulären Aussagen. Die
erwähnten Tatsachen laufen nach meiner Erfahrung tatsächlich derartig gegen
die weitverbreiteten Denkmuster (gerade auch von Männern!), daß es mich
nicht wundern würde, wenn sie nicht auf erstaunlich heftige Gegenreaktionen
stossen würden. Wie auch immer, ein echter Mutmacher, die Sendung. Endlich
bekam Prof. Bock, anders als bei Mona Lisa, einen vernünftigen Rahmen."
Sebastian: "Die Berichte waren sehr fair: Man gab verschiedene Studien
wieder, die die weibliche Täterschaft eindeutig belegen. Trotzdem hatte ich
den Eindruck, dass der Moderator seine Schwierigkeiten hatte. Er fragte z.
B., ob die Männer die Frauen nur zu sehr provoziert hätten, als ob das Böse
nicht einfach so in der Frau entstehen könnte, sondern sie nur von außen
(natürlich durch den Mann) dazu gebracht werde. Auch fragte er: `Was bringt
Sie zu dem Thema, sind Sie ein Frauenhasser?´ Dass man davon berichtet, ist
ein Fortschritt. Wenn aber selbst ein Wissenschaftler so eingenommen ist,
mit welchen Reaktionen muss man dann in den diversen Talkshows rechnen!?"
Professor Bock selbst freute sich nach Rückfrage darüber, dass die Zahlen
endlich vernünftig ins Bild gesetzt wurden. Die Frage nach dem Frauenhasser
habe ihn nicht gestört, weil er mit so etwas immer rechne.
Auch meinem eigenen Gesamturteil nach handelte es sich bei der besprochenen
Sendung um eine seriöse und ideologiefreie Behandlung dieses schwierigen
Themas. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Berichterstattung auf diese
Weise weitergeht.
Um dies zu erreichen, möchte ich hier mal wieder einen kleinen Aufruf
starten: Ich weiß, dass viele von euch gegen häusliche Gewalt engagiert
sind, mehrere auch selbst Opfer schwerer Tätlichkeiten wurden. Nach dem eher
verunglückten Mona-Lisa-Beitrag haben einige von euch per Mail ambivalente
bis kritische Rückmeldungen an das ZDF gesandt. Allerdings finde ich, dass
wir auch mit Lob für rundum gelungene Sendungen nicht sparen sollten, wenn
uns eine positive Wende in der Berichterstattung wichtig ist. Daher möchte
ich denjenigen von euch, denen dieser SWR-Beitrag gefallen hat, vorschlagen,
dies dem Sender in einer kurzen, freundlichen Mail mitzuteilen, damit die
Macher sehen können, dass Aufklärung statt ideologischer Einseitigkeit beim
Publikum auch heute noch ankommt. Die Mailaddi lautet sonde@swr.de Und wenn
ihr noch ein paar Minuten mehr Zeit habt, dann könnt ihr ja auch an eure
Programmzeitschrift einen (möglichst kurzen) Leserbrief mailen, wie mutig
und wichtig ihr es fandet, dass das Fernsehen endlich einmal auch über
männliche Gewaltopfer berichtet hat.
Soviel für diese Ausgabe, herzlicher Gruß und ein tolles Wochenende
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 29
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen zur neunundzwanzigsten Ausgabe der INVISIBLE MEN und
einen frohen Valentinstag - der bald zum "V-Tag" umbenannt werden könnte,
wenn bestimmte Feministinnen ihren Willen durchsetzen sollten. Das V stünde
dann natürlich nicht mehr für den Schutzpatron der Liebenden, sondern
erstens für "Vagina", symbolisch für das Weibliche schlechthin, zweitens für
"Violence", die "allgegenwärtige Gewalt des männlichen Geschlechts gegen das
weibliche", und drittens für "Victory", den Sieg der feministischen
Ideologie im Geschlechterkampf. In den USA sind entsprechende Bestrebungen
einer Umbenennung längst im Gange: Mehr dazu weiter unten in den News.
Aber zunächst zum Geschäftlichen: In den letzten Tagen haben sich soviele
Neuabonnenten auf die Direktempfänger-Liste dieses zines setzen lassen wie
nie zuvor. Der Grund dafür liegt allem Anschein nach daran, dass diese neuen
Empfänger von Lesern überzeugt und angeworben wurden, denen die INVISIBLE
MEN bisher gut gefallen haben. Das gibt mir Anlass, noch einmal kurz zu
erklären, was dieses zine leisten soll und was nicht.
Wie ich in der ersten Ausgabe der INVISIBLE MEN erklärt habe, ist dieser
Newsletter hier vor allem dazu gedacht, über die brisantesten,
interessantesten und kuriosesten Entwicklungen der Geschlechterdebatte in
den letzten Tagen und Wochen zu berichten. Nachdem fast sämtliche anderen
deutschen Medien das Mann-Frau-Thema ausschließlich unter dem feministischen
Blickwinkel thematisieren, ist in diesem zine durch Auswahl, Anordnung und
manchmal Kommentierung der Meldungen der "maskulistische" Blickwinkel
vorherrschend. Wir konzentrieren uns also auf Bereiche, in denen Männer
unserer Ansicht nach zu kurz kommen, und auf Argumente, die die
feministische Ideologie und ihre Mythen kritisch hinterfragen.
Dieses zine ist hingegen NICHT als überzeugende, zusamenhängende
Argumentation gedacht, die schlüssig die Benachteiligung des Mannes in
unserer Gesellschaft beweisen soll. Diese Aufgabe habe ich mir in meinem
aktuell erschienenen Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" gestellt. Und noch
etwas anderes sollten neue Leser wissen: Ihr kommt zu einem Zeitpunkt dazu,
zu dem dieses zine schon acht Monate lang erschienen ist und wir uns bereits
mitten in der Debatte befinden. Insofern haben wir hier schon über sehr
viele Dinge berichtet, und es wäre für die alten Leser wenig angenehm, wenn
ich hier ständig Dinge wiederholen würde, die innerhalb der Männerbewegung
bereits bekannt sind, nur in der breiten Öffentlichkeit bislang nicht.
Nehmen wir als Beispiel das Thema häuslicher Gewalt. In der öffentlichen
Debatte sieht es häufig noch so aus, als ob Männer weit überwiegend Prügler
und Frauen weit überwiegend Opfer wären. Das lässt sich aber tatsächlich mit
dem wissenschaftlichen Stand der Forschung nicht vereinbaren. Insofern habe
ich in den ersten Ausgaben dieses zines des öfteren auf aktuelle Studien
oder Zeitungsartikel darüber verlinkt, denen zufolge Männer mindestens so
häufig Opfer häuslicher Gewalt werden wie Frauen. Damit habe ich irgendwann
aufgehört, weil die Leser dieses zines es längst kapiert hatten und immer
neue Meldungen dieser Art einen Erkenntnisgewinn von null bedeutet hätten.
Was ich aber sehr wohl getan habe, war, über die letzten acht Monate hinweg
die Entwicklung der Debatte über dieses Thema aufzuzeigen, etwa dass in
ausländischen Zeitungen längst die wahren Zahlen veröffentlicht und
Männerhäuser gefordert bzw. tatsächlich eingerichtet wurden, während
hierzulande die Bundesregierung das neue Gewaltschutzgesetz stur mit der
Parole "Der Schläger geht, die Geschlagene bleibt!" bewirbt. In der letzten
Ausgabe dieses zines gab es insofern einen kleinen Höhepunkt in der Debatte,
als die tatsächlichen Ergebnisse der internationalen Studien erstmals in
zwei überregionalen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendungen zum Thema
gemacht wurden. In dieser Ausgabe verlinke ich unter anderem auf einen
Artikel in der "Welt am Sonntag", wo diese Informationen auch endlich
angekommen sind.
Es kann also gut sein, dass neue Leser dieses zines erst einmal irritiert
sind, weil sie mitten in eine Debatte geraten, die mit dem, was sie sonst
aus den Medien gewohnt sind, wenig zu tun hat. Ich kann mir vorstellen, dass
es für Verwirrung sorgt, wenn man plötzlich über Kampagnen für die
Menschenrechte von Männern in Afghanistan hört (werden dort nicht
ausschließlich Frauen unterdrückt?) oder darüber, dass zumindest in den USA
die Zahl vergewaltigter Männer weit höher ist als die der vergewaltigten
Frauen (warum hört man nichts davon?) oder über viele andere Dinge. Wer sich
näher über die Hintergründe informieren möchte, den kann ich zum einen
natürlich auf mein Buch hinweisen, zum anderen aber auf die
Internet-Archive, in denen die bisherigen Ausgaben dieses zines online
gestellt wurden, beispielsweise http://ezine.maennerschutz.org Die
Alternative wäre, einfach einmal eine Zeit lang mitzulesen.
Einige begründete Kritikpunkte an diesem zine sind, der Deutsch-englisch-Mix
in einigen Artikeln und dass in Einzelfällen ein von mir angegebener Link
nicht mehr steht, weil es sich um eine tagesaktuelle Nachricht gehandelt
hat. Beides empfinde auch ich nicht als Ideallösung, ist aber einfach dem
Umstand zu verschulden, dass ich eine langwierigere Ausarbeitung dieses
Newsletters momentan zeitlich nicht mehr auf die Reihe bekomme. Absicht
hingegen ist der stellenweise etwas provokante Stil.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-
Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
WASHINGTON POST FRAGT: "GESTATTET DEUTSCHLAND KIDNAPPING?"
Dass Deutschland Elternrechte unaufhörlich mit Füßen tritt, weitet sich mehr
und mehr zum internationalen Skandal aus. Die Washington Post schreibt dazu
in einem Artikel am 31. Januar, der auf etlichen News-Sites der
amerikanischen und englischen Männerbewegung gepostet wird: "Today President
Bush will meet with German Chancellor Gerhard Schroeder to discuss
terrorism, the Balkans and the Middle East. There is another item he must
put on his agenda: the fact that Germans are kidnapping American children
and, with the help of German courts, refusing to allow their American
parents ever to see them again. Here is what is happening: Germans who marry
and divorce Americans take their children back to Germany. Then, in a
scenario worthy of Kafka, the American parent is deprived of any custody or
visitation rights. After several years, the children don't know or remember
their other parent. The courts then decree that the children don't want to
see that parent and would be traumatized by any visit. The courts also bill
the American parents for child support. If these parents refuse to pay, and
still try to see their children any way they can (say, from a parked car
across the street from the house), they are thrown in jail for nonpayment.
This is happening in Germany not only to American parents but also to any
parent who is not a German national. The horror stories are legion. Here are
just a few":
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A64991-2002Jan30.html
(Bekanntlich haben "entsorgte Väter" innerhalb Deutschlands ihre eigenen
"Horrorgeschichten" zu erzählen.)
Diesen Artikel kommentiert Olivier Karrer, der bereits letzten Sommer einen
Hungerstreik entrechteter Eltern in Berlin organisierte, folgendermaßen:
"Auch wenn die Journalistin, die in zivilisierten Nationen einzigartige und
einmalige Rolle und Macht der deutschen Jugendämter (es gibt nichts
Vergleichbares in Europa) leider übersehen hat, schließen wir uns ihrem
Artikel voll und ganz an. ... Im Sommer 2002 stehen wir wieder auf dem
Alexanderplatz in Berlin. Diesmal zusammen mit vielen geschädigten deutschen
Opferelternteilen, wie uns die große Anzahl an Zuschriften bereits erkennen
lässt. Die internationale Presse wird wieder vor Ort sein. Es dürfte dann
schwierig sein, die ununterbrochene Missachtung der elementarsten Rechte auf
politischer Ebene in Deutschland weiter zu ignorieren."
USA: ELTERN KRITISIEREN KINDERRAUB DURCH TOTALITÄRES SYSTEM
Andererseits exisitiert in den Vereinigten Staaten selbst bei vielen Eltern
der Eindruck, dass ihnen ein feministisch initiiertes System ihre Kinder
raubt. So argumentiert unter
http://www.foxnews.com/story/0,2933,44852,00.html zumindest der folgende
Artikel:
"Nev Moore of Barnstable, Mass., thought the worst night of her life was in
1997, when her husband Tom got drunk and pushed her during an argument
outside their home. She was wrong. The worst night was some 13 months later,
when the Massachusetts Department of Social Services yanked the Moores'
eight-year-old daughter out of school and sent her to an undisclosed foster
home. `I couldn't see my daughter for six weeks. I didn't know where she was
or what kind of people she was with. I didn't know if she was in
school,´ Moore said. `I can't describe the fear I felt.´ Moore said she was
blindsided by the state's actions. Her husband had been sober and in
counseling since the incident, which she maintains was a one-time
aberration. She had not worried about the social workers' visits in the
months before her daughter was taken, thinking she was actually impressing
them with her loving, stable home life. After all, she thought, the state
would not have left Brieanna in the home for more than a year if they
thought she was in danger. But social workers never believed Moore's denials
about being a battered woman. Though neither parent had ever been accused of
or charged with abuse, the state took the child away because Moore refused
to admit her husband beat her.
In the first terrifying days after their daughter was taken, the Moores
believed DSS would quickly return the girl. Again, they were wrong. The case
dragged on, snaring the Moores in a legal quagmire where, many activists
say, parents are often guilty until proven innocent and fundamental
constitutional rights about being innocent until proven guilty are routinely
denied. The Moores felt they had become pawns in what critics call a
multibillion-dollar `child abuse industry´ that keeps state agencies,
private advocacy services and doctors, therapists and counselors greased
with federal funding.
Most states' child service agencies allow parents a hearing within 24 to 72
hours of the child being taken into protective custody. But parents don't
usually regain custody in these hearings, according to Greg Hession, an
attorney who has represented families in these situations. Instead, most
parents are offered a plea bargain: admit the abuse, agree to a set of
conditions and your child will be returned. Those conditions usually mandate
counseling, therapy and home inspections by child services, as well as
prohibit any form of spanking. The plea bargains, which critics say coerces
even innocent parents into admitting guilt, can be quite effective. Patrick
Murphy, public guardian of Cook County, Ill., who acts as attorney and
guardian for all abused children in Cook County, said parents accept pleas
in 90 percent of cases. Most parents, activists noted, would agree to just
about anything to get their child back.
Since many abuse charges stem from anonymous tips, parents say they do not
get to face their accusers or question the credibility of the neighbor or
schoolteacher making the charge. They say they do not get to see the
evidence, reports and files used against them. When the case finally makes
it to court, it is decided by a judge, not a jury, based on this secret
evidence, they say. They claim that family court judges rubber-stamp
whatever the state social workers recommend. `It is easier to defend a
criminal who is witnessed committing a felony than a parent accused of child
abuse or neglect,´ said Brad Dacus, director of the Pacific Justice
Institute, a Sacramento, Calif., organization that provides legal services
to families."
Meiner persönlichen Einschätzung nach, liegt die Crux hier vor allem darin,
dass das beanstandete System zwar hervorragend funktioniert, wenn die
Vorwürfe stimmen, dass sich die Verantwortlichen aber viel zu wenig Gedanken
über falsche Anschuldigungen und andere Formen von Missbrauch machen. Galt
"Schuldig bei Anklage" vor wenigen Jahren noch fast ausschließlich für
Männer, sind von dieser Einstellung immer häufiger auch Frauen betroffen,
insbesondere Mütter. Wie so oft gibt sich Deutschland leider alle Mühe, mit
den Entwicklungen in den USA Schritt zu halten, wie man am Beispiel des
gegen Missbrauchs kaum abgesicherten "Gewaltschutzgesetzes" sieht. Vor
einigen Ausgaben hatten wir ja den Bericht eines Lesers unseres zines
veröffentlicht, der von seiner Partnerin geprügelt wurde, vor staatlichen
Instanzen aber als der eigentliche Gewalttäter galt (er war schließlich der
Mann) und zu einem "Anti-Gewalt-Training" verdonnert wurde, zu dem
unabdingbar das erzwungene "Eingeständnis" gehörte, ein Gewalttäter zu sein.
VON VATER GEFORDERTE UNTERHALTSZAHLUNGEN BETRAGEN DAS ANDERTHALBFACHE SEINES
EINKOMMENS
Die New York Times berichtet unter
http://www.nytimes.com/2002/01/29/national/29DADS.html : "Mr. Stribling is
obligated to pay $899 a month in current and back child support for his
15-month-old son, Nasir. The only job he says he can find is a part-time one
at a Denver recreation center that pays $600 a month. When he does the math,
Mr. Stribling said, he feels as if he is drowning. `I am, like, stunned,´
the 24- year- old father said. `Sometimes I get so mad at the mother of my
son.´"
Erfreulicherweise sehen selbst die US-Behörden allmählich ein, dass man aus
ausgetrockneten Zitronen auch mit noch so viel Druck keinen Saft mehr
pressen kann: "`Even with all our strong-arm tactics, there is a percentage
of fathers that is dead broke,´ said Dan Welch, a senior administrator at
Colorado's division of child-support enforcement. `We have come to realize
that all of the enforcement tools in the world can't make somebody pay if
they don't have the money.´"
EUROPÄISCHE KAMPAGNE GEGEN GEWALT AN FRAUEN
Unter der irreführenden Überschrift "Gleichstellung von Frauen und Männern"
wird die Sensibilisierung für Gewalt gegen Frauen eingefordert. Tatsächlich
ist auch die europäische Ebene von einer Gleichbehandlung der Geschlechter
weit entfernt und nimmt trotz sämtlicher entgegenlaufenden Erkenntnisse
Frauen allein als Opfer und Männer allein als Täter wahr:
http://europa.eu.int/comm/employment_social/equ_opp/violence_de.html
"WELT AM SONNTAG" ERKLÄRT JEDE ZWEITE FRAU ZUR GEWALTTÄTERIN
Es ist sehr zu begrüßen, dass immer mehr Medien auf männliche Opfer von
häuslicher Gewalt hinweisen. Leider scheint für manche Journalisten das
Thema noch so neu zu sein, dass sie über ihre eigenen Füße stolpern. So
machte die "Welt am Sonntag" aus der korrekten Aussage, dass Gewalt in
heterosexuellen Partnerschaften in ungefähr der Hälfte aller Fälle von der
Frau ausgeht, die groteske Formulierung, dass "in deutschen Partnerschaften
bis zu fünfzig Prozent der Frauen gewalttätig" seien:
http://www.welt.de/daten/2002/02/10/0210vm313450.htx
Während der Artikel auch sonst einige inhaltliche Unsauberkeiten aufwies,
nahmen doch andere Medien (Bonner General-Anzeiger, RTL-II-Nachrichten)
darauf rasch bezug. Weitere Artikel sollen folgen. Mit anderen Worten: Nach
Jahrzehnten der Blockade ist das Thema endlich in der öffentlichen
Wahrnehmung angekommen. Jetzt wäre es nur wünschenswert, dass sich auch eine
sachliche, differenzierte und lösungsorientierte Debatte dazu entwickelt.
ERSTES DEUTSCHES MÄNNERHAUS IN BERLIN GEPLANT
Auch die Berliner Morgenpost nahm den "Welt"-Artikel auf und berichtet unter
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2002/020211/berlin/story497147.html
eingehender über das in Berlin geplante Männerhaus: "Ein Angebot für
gepeinigte Männer gebe es bisher in ganz Deutschland noch nicht. Und so
wollen Thiel und seine Mitstreiter vom Berliner Männerbüro die Ersten sein.
Fünf bis acht Plätze soll ihr Männerhaus bieten. Außerdem müssten die
Unterschlupfsuchenden sozialtherapeutisch und psychologisch betreut werden.
Kostenpunkt für den laufenden Betrieb pro Jahr: rund 30 000 Euro (58 700
Mark), zuzüglich Miet- und Unterbringungskosten. Wann das Haus Wirklichkeit
werden könnte, ist indes unklar. Finanziert werden könnte es über das
Bundessozialhilfegesetz. Der Aufenthalt wäre zeitlich begrenzt und solle nur
eine Hilfe sein, sagt Thiel." Hier ist der direkte Link zu Peters
Initiative: http://www.maennerberatung.de/maennerhaus.htm
USA: FEMINISTINNEN EMPÖRT ÜBER RADIKALE ANWENDUNG VON GESETZEN GEGEN
HÄUSLICHE GEWALT
Wie das "Wall Street Journal" unter
http://www.opinionjournal.com/columnists/clevey/?id=95001807 berichtet, sind
feministische Gruppen alles andere als begeistert über Richterin Thorntons
Beharren darauf, dass von ihr ausgesprochene Kontaktverbote für beide
Geschlechter gleichermaßen gelten: "When women return to their abusive
husbands after persuading a court to issue restraining orders against them,
Judge Thornton has been charging them with contempt. That means fining the
women or even letting them think it over for a few nights in the clink. The
message is clear: `Somebody with a fourth grade education ought to be able
to read the restraining order and understand what it says,´ the judge has
said. If you want the full protection of the law, in other words, don't
treat the law lightly. That (surprise) is not sitting too well with the
women's groups, whose spokeswomen have descended breathlessly on National
Public Radio and ABC News to express their outrage. In the heat of the
moment, many from domestic-violence groups have been saying some surprising
things about women who return to the men who pummel them. `If you love
someone, it's different,´ mused Lisa Beran, a lawyer for the Kentucky
Domestic Violence Association. `He may do these awful things, but you have
to remember: He's also the one who rubs your back and brings you juice when
you're sick and gets up with the baby half the time at night.´ Really? Last
we heard, women were rational human beings, even (maybe) as rational as men.
The suggestion that they can be conditioned like laboratory bunnies by
randomized pain and reward seems somewhat incongruous with feminist
principles." (Bezeichnend, dass eine so klare Rechtssprechung von einer
RichterIN ausging und so ein scharfer Artikel von einer JournalistIN
verfasst wurde. Wäre ein Mann so eindeutig aufgetreten, dann wäre der
Vorwurf der Frauenfeindlichkeit samt weitergehender Sanktionen nicht weit
gewesen.)
NEUE HÄUSLICHE-GEWALT-HYSTERIE IN ENGLAND
Eine aktuelle britische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 69 Prozent aller
Frauen Opfer häuslicher Gewalt seien. Wie Dr. Michael Fitzpatrick unter
http://www.spiked-online.com/Articles/00000002D3F7.htm erklärt, war dies nur
möglich, indem man selbst Fälle, wie dass der männliche Partner in einer
Beziehung den weiblichen kritisierte, als "Kontrollverhalten" und damit als
häusliche Gewalt definierte. Insofern sei die einzige Überraschung bei
dieser Studie, dass die Opferzahlen nicht weit höher lägen. Auf die Kosten
der wahren Opfer häuslicher Gewalt werde durch solche ideologisch
ausgerichteten Untersuchungen nur weiter das Bild gezeichnet, dass fast alle
Männer Unholde und fast alle Frauen Opfer seien.
WIRD AUS VALENTINSTAG VAGINA-TAG?
Wendy McElroy berichtet über die Situation in den USA: "Politically correct
feminists want Valentine's Day to become V-Day, standing for Vagina,
Violence (committed by men against women) and Victory.
Rather than taking 24 hours to celebrate romantic love, women are admonished
to ponder rape and domestic violence." Ideologisch unterfüttert soll diese
Propaganda durch das feministische Theaterstück "Die Vagina-Monologe"
werden, in dem Männer als "der Feind" und heterosexuelle Liebe als Gewalt
gezeichnet werden: http://www.foxnews.com/story/0,2933,45316,00.html Für das
Theaterstück rührt die "Emma" auch hierzulande eifrig die Werbetrommel. Was
aus dem Valentinstag werden wird, bleibt abzuwarten.
FORD UNTERLIEGT VOR GERICHT WEGEN MÄNNERFEINDLICHER REKLAME
Dabei ist die Werbung noch harmlos im Vergleich zu dem, was man hierzulande
etwa von der Klamottenfirma New Yorker gewohnt ist: "In the ad, for the Ford
Focus, a female shopper looks seductively at a male clerk, who helps the
woman out to the car with her bags. As the clerk bends over to place the
bags in the back of the car, the woman looks around before she pushes the
clerk into the vehicle and drives away." Den kompletten Artikel findet ihr
unter
Nachdem Ford wenige Wochen zuvor aufgrund der Diskriminierung von Männern am
Arbeitsplatz in die Schlagzeilen gekommen war, initiieren US-amerikanische
Männerrechtler inzwischen eine Boykottkampagne gegen den Automobilkonzern:
http://edge.net/~nitemist/ford.html
"BOYFRIEND-TRAINING-KIT" JETZT IM HANDEL
"A girlfriend's best friend. A boyfriend's worst nightmare." lautet die
Produktbeschreibung und erläutert ausführlicher: "Is your boyfriend badly
behaved? Help is now at hand with Tanya Sassoon's long-awaited Boyfriend
Training Kit. This indispensable accessory for boyfriend owners everywhere
contains all you need to knock your boyfriend into shape in one handy,
tastefully packaged kit. The Relationship Maintenance Book offers rules and
advice for the misguided boyfriend, while the easy-to-use Score Book
monitors progress. Gold stars indicate the boyfriend has made the grade,
yellow dots provide warnings for the boyfriend gone astray, and, last but
not least, a red dot gives the boot to a boyfriend who has crossed the
line-resulting, of course, in the termination of his boyfriend privileges."
Eine Bestellmöglichkeit gibt es unter
MONGOLEI: UNIVERSITÄTEN FEST IN WEIBLICHER HAND
Wie http://www.eurasianet.org/departments/culture/articles/pp020302.shtml
berichtet, sieht das Geschlechterverhältnis in manchen Ländern anders aus,
als man als Außenstehender annehmen würde: "A walk through the corridors of
Mongolia's universities and colleges can leave a visitor somewhat surprised.
Almost everywhere, women's faces dominate - so much so that one might wonder
if the men are hiding. But they are not. Universities in Mongolia simply do
not enroll many men: Sixty percent of graduates are women, and in some
places women outnumber men four to one." Einer der Gründe liegt darin, dass
Männer sich lange vor dem Alter der Studierfähigkeit gesellschaftlichen
Rollenvorstellungen entsprechend einen Job suchen müssen, um ihre Familie zu
ernähren: "Some felt responsibility and the others a pressure from their
parents to help their families raise livestock and sustain their household's
economy. Ts. Oyun-Undraa, who will graduate from the Tenger private
institute of social sciences and economics in Ulaanbaatar this year, was
able come to the capital from the province of Suhbaatar only because of her
brother's decision to give up studying for herding. `My brother dropped out
of school after the eighth grade. I remember that the teachers were very
frustrated at his decision, because he was an A student. But he chose to
become a herder to be able to raise livestock and sustain our family,´ she
says. `To ensure our livelihood, my brother did not pursue further studies.´
Without the support of her brother, she would have had no chance of
studying. Nor would her cousins - her brother has given help to his extended
family as well. If Mongolian attitudes toward male responsibility may keep
boys out of the classroom, widespread values regarding a woman's place
encourage girls to study. Oyun-Undraa believes the predominant attitude
among parents in the countryside is that girls should study so that they are
not dependent on or dominated by a future husband. This is part of the
traditional mentality of the Mongolians, NGO experts say. Mongolians prefer
to empower women through knowledge. Men, they believe, have power enough to
survive with or without an education and can make a livelihood in more ways
than women can. Manual labor is one example. `If this situation continues
long enough, this (imbalance) may negatively affect social life, especially
family life,´ warns A. Batjargal, deputy head of the monitoring department
in the Education Ministry. D. Oyunkhorol, a member of parliament and founder
of a private educational institute attended mostly by women, argues, `The
negative effects are already here. Girls are not paying attention to men
without an education. Girls nowadays say Mongolian men are not worthy of
them.´ She believes that the gender imbalance in education is one of the
reasons for the rising rate of divorce." Wir haben also im Prinzip denselben
Effekt wie in westlichen Ländern: Vergünstigungen kommen nur dem weiblichen
Geschlecht zugute, weil das männliche sie ja ohnehin nicht nötig habe, um
Frauen versorgen zu können, und aus der so gewonnenen Machtposition werten
Frauen Männer als zweitklassig ab. Und die Zahl der Scheidungen steigt.
Faszinierend, dass dieser Mechanismus so kulturübergreifend funktioniert.
USA: JUNGEN VERLIEREN ANSCHLUSS
Zufällig beleuchtet ein aktueller Artikel die Situation im Erziehungswesen
der USA, wo die konsequente Förderung von Mädchen anscheinend zu einer
Diskriminierung ihrer männlichen Mitschüler führt:
http://www.salon.com/mwt/feature/2002/02/05/gender_ed/print.html
USA: STUDENTEN GRÜNDEN "STOP-HATING-MEN"-GRUPPE
Anlass dafür war wiederholter Vandalismus von Extremfeministinnen, etwa dass
ein Studentenwohnheim für Männer mit den Worten "WE RAPE" ("wir
vergewaltigen") besprüht wurde: http://www.stophatingmen.com Die Studenten
bezeichnen solche Taten inzwischen als "hate crimes": ein Ausdruck, der
bisher nur auf Verbrechen angewendet wurde, die ihre Wurzel im Hass gegen
Minderheiten hatten (also etwa rassistischen Hintergrund).
KANADA: IMMER MEHR ZUHÄLTERINNEN IM TEENAGER-ALTER
Saskatoon police say they're cracking down on a disturbing trend. They say
an increasing number of teenage girls are forcing other girls to work for
them as prostitutes:
http://cbc.ca/cgi-bin/templates/view.cgi?category=Canada&story=/news/2002/01/29/teens020129
TEENAGER-BETREUERIN VON ACHT MÄDCHEN ZUSAMMENGESCHLAGEN UND IN BRAND GESETZT
http://www.thejournalnews.com/newsroom/020902/09cottage.html
24-JÄHRIGE SÄGT MIT KOMPLIZIN FRAU DES GELIEBTEN DEN KOPF AB
Aus Hass und Eifersucht hatte die Täterin die Ehefrau ihres Geliebten
erwürgt, der Leiche den Kopf abgesägt und sie in Brand gesteckt. Ihre
20-jährige Freundin legte bei der Ausführung und dem Wegschaffen der Leiche
mit Hand an. Fünf Minuten lang drückte die Haupttäterin ihrem Opfer die
Kehle zu. "Wie hoch muss die Hemmschwelle sein, wenn man der Frau dabei in
die Augen guckt und weiß, dass sie zwei Kinder hat", wird der Richter des
Landgerichts Kassel zitiert, der am Dienstag eine lebenslange Haftstrafe
verhängte. In den drei Monaten, in denen die Ermordete vermisst wurde und
ihre Leiche noch nicht gefunden worden war, hatte die Täterin auch dem
Ehemann offenbar nichts von dem wahren Geschehen erzählt, sondern sich
liebevoll um die Kinder der von ihr getöteten Frau gekümmert:
http://www.main-rheiner.de/archiv/objekt.php3?artikel_id=628919
TERRORISTIN FORDERT MEHR FRAUEN IN IHREM GEWERBE
Die palästinensische Terroristin Leila Khaled, die schon in den siebziger
Jahren an spektakulären Flugzeugentführungen beteiligt war, kündigt an, dass
sich in Zukunft mehr Frauen im bewaffneten Kampf gegen Israel beteiligen
werden. Aktueller Anlass für diese Äußerung war die Attentäterin Wafa Idris,
die sich wenige Tage zuvor in der Jerusalemer Innenstadt selbst in die Luft
gesprengt hatte. Khaled wies darauf hin, dass auch Frauen im
palästinensischen Militär eine Rolle spielten, und erklärte als eines ihrer
nächsten Ziele, Frauenrechte voranzubringen, was sie als Teil ihres Kampfes
gegen die israelischen Besatzer sehe:
http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=26261
BILDEN VON HIERARCHIEN NICHT TYPISCH FÜR MÄNNER
Und wieder wird ein sexistischer Mythos mehr geknackt: "Put three strangers
in a room, and if they're all male, within minutes one of those guys is
going to try to take charge. And in not much more time than it takes to say
`macho,´ one will emerge as the commander in chief, another as his
lieutenant, and the third will be the person who has to answer to both. Such
`dominance hierarchies´ just seem to come naturally to males. Social
psychologists say it's part of something they call the `pecking order.´ No
kidding. Females, of course, are quite different. They tend to be less
comfortable in a hierarchical structure, so whenever females gather
together, they tend to work things out democratically, according to
long-standing theory in psychology. They are less comfortable than men in
forming alliances with some of their colleagues in order to rule over their
peers.
But along comes Marianne Schmid Mast to throw a monkey wrench into all of
that. In a report published in the January issue of the Personality and
Social Psychology Bulletin, Mast, a psychologist at Northeastern University
in Boston, shows that women also form dominance hierarchies. It just takes
them a little longer to do it." Lest den kompletten Artikel unter
http://abcnews.go.com/sections/scitech/DyeHard/dyehard.html
FRAUEN MOBBEN ANDERS
Auch Aggression gegen Kollegen ist keine Männersache, fand die Berliner
Kommunikationsberaterin Sylvia Gennermann heraus: "Frauen sind eher auf
indirekte Weise aggressiv, dabei aber genauso rücksichtslos wie Männer."
Näheres dazu erklärt sie unter
http://portale.web.de/Schlagzeilen/News/?msg_id=902295
BERUFSSTRESS PLUS SCHEIDUNG: FÜR MÄNNER OFT TÖDLICH
Darüber berichtet http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=116164
Umgekehrt senkt ein glückliches Leben das Risiko eines Schlaganfalls:
http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20020211/hl/family_1.html
USA: VERGEWALTIGUNG VON MÄNNERN IN GEFÄNGNISSEN WIRD POLITISCHES THEMA
Dank der desolaten Situation in den Strafvollzugsanstalten werden in den USA
etwa doppelt so viele Männer wie Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Viele
von ihnen werden durch dieses Trauma zu Vergewaltigern von Frauen, sobald
sie wieder in Freiheit sind. Bisher wurden männliche Vergewaltigungsopfer in
der öffentlichen Debatte ignoriert und männliche Vergewaltiger von
Feministinnen bestenfalls als Vertreter des "Patriarchats" und der
männlichen Vormachtstellung wahrgenommen. Dank einem aktuellen Report der
Menschenrechtsinitiative Human Rights Watch wächst in den USA eine
Sensiblität auch für männliche Opfer:
http://www.counterpunch.org/bergerrape.html
USA: MISSBRAUCHSVORWÜRFE MACHEN LEHRER-SCHÜLER-KONTAKTE IMMER SCHWERER
http://www.masslive.com/news/unionnews/index.ssf?/news/pstories/ae22myer.html
ITALIEN: PROFESSOR, DER ANGEBLICH SEX GEGEN GUTE NOTEN TAUSCHTE, ALS HELD
GEFEIERT
HÄLFTE DER SINGLE-MÄNNER HABEN NUR EIN PAAR MAL IM JAHR SEX
Und ein Viertel aller Single-Männer hatte noch nie über längere Zeit eine
Freundin:
http://www.ananova.com/news/story/sm_514840.html?menu=news.weirdworld.sexlife
STADTRAT VERBIETET ÖFFENTLICHE (BEKLEIDETE) EREKTIONEN
http://www.ananova.com/news/story/sm_516759.html?menu Über Pläne, auch harte
Brustwarzen zu verbieten, wurde noch nichts bekannt.
NACKTJOGGEN FÜR FRAUEN ERLAUBT
Viele gesellschaftliche und juristische Sanktionen unüblicher Sexualität
sind einseitig gegen das männliche Geschlecht ausgerichtet. In Deutschland
etwa ist Exhibitionismus nur bei Männern strafbar. Die Rechtssprechung in
den USA sieht nicht anders aus. Wie ein Artikel unter
http://www.canoe.ca/CNEWSWeirdNews0202/05_jogging-ap.html berichtet,
errangen dort aktuell zwei Nacktjoggerinnen einen Freispruch, der Männern
verwehrt geblieben wäre: "Judge Jesse Gunther, of the 3rd District Court in
Bangor, then ruled that a woman naked in the street is not an indecent act
under Maine law because a woman's genitals are primarily internal."
DIE BILLIGSTE AUSREDE VON ALLEN
Die Hellseherin Sue Evans (45) aus dem englischen Ammanford spezialisiert
sich darauf, die Zukunft aus Männerhintern vorherzusagen: "Der Hintern eines
Kerls ist der Schlüssel zu seiner Seele." (Kurzmeldung, kein Link.)
DIE 10 DÜMMSTEN DINGE, DIE MAN BEIM ERSTEN DATE SAGEN KANN
http://www.brassknuckles.net/humor/john/firstdate.php
ENGLAND: SCHERZE WERDEN IMMER TEURER
Die schwarze Sekretärin einer britischen Anwaltskanzlei erstritt 10.000
Pfund Schadensersatz, nachdem ein Notar in einer Mail scherzhaft
vorgeschlagen hatte, sie durch eine vollbusige Blondine zu ersetzen. Dafür
hatte er sich längst entschuldigt, aber als Folge dieses Mails erlitt die
Sekretärin schlaflose Nächte und wurde von ihrem Arzt für arbeitsunfähig
erklärt: http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=118594
ENGLAND: MÄDCHEN FEHLEN SIMPELSTE TECHNIKEN DES LEBENS
Einer neuen Studie zufolge verfügt knapp die Hälfte aller Schulmädchen nicht
mehr über die nötigen Grundlagen, den Alltag in unserer Welt zu überstehen -
vom Einteilen des Geldes über einfache Konversation bis zum Kochen eines
Eis: http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1805000/1805031.stm
WENN MÄNNER BEI VERABREDUNGEN ZAHLEN: FRAUEN LIEBEN ES, MÄNNER NICHT SO SEHR
Wie http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20020201/hl/dates.html berichtet,
enthüllt eine aktuelle psychologische Studie Neues über die
unterschiedlichen Einstellungen der Geschlechter bei dem beliebten Paarspiel
Zwei-haben-Spaß-Er-zahlt: "After viewing a video in which a man pays for his
date's dinner, most college-age women took it to be a sign that he was more
`respectful´ and `romantically attracted´ to the woman in question,
researchers report. However, a group of young men watching the same
interaction `saw this guy as less respectful to the woman, less respectable
himself,´ said study author Bill Altermatt, of the University of
Michigan-Flint. He speculates that men may be more mistrustful than women
regarding the motives that drive guys to spring for a meal. Women typically
gave the man higher marks when he sprang for the meal, labeling him kind,
respectful and polite -`a gentleman´. Men were more negative in their
reaction. `I've got to follow this up with some research to find out,´
Altermatt said, `but my theory is that because men are the ones (typically)
initiating this behavior, they might have - I'd hate to say it - some
insight into some of the motivations that might be behind it. Perhaps they
are seeing his behavior as a little more strategic.´ He cautioned that the
study sample size was far too small to draw the conclusion that women are
naive and men cynical when it comes to paying the bill." Moment: Die Frauen
empfinden es als positiv, wenn Männer für Zuneigung zahlen, die Männer
nicht. Ttrotzdem werden die Frauen als naiv und die Männer als zynisch
beschrieben? Warum machen Wissenschaftler eigentlich noch Untersuchungen,
wenn sie die Ergebnisse doch nur in das übliche Gut-Böse-Schema pressen?
Altermatt jedenfalls findet es völlig in Ordnung, wenn das weibliche
Geschlecht die Vorteile der alten Rolle und die der neuen gleichermaßen
genießt, während Männern die Nachteile von beidem bleiben: "`My hope is that
there are some parts of the chivalry script that can be salvaged,´ the
Michigan researcher said. `While some parts might be bad - undermining
women's independence - some parts might be fine. Holding the chair might be
fine. We don't know yet. Maybe we can preserve the romantic script without
undermining a woman's independence.´"
ZITATE:
------
"Wir haben Männer ziemlich gut dressiert. Sie müssen uns nicht nur das
Dinner bezahlen; wir erwarten auch, dass sie hinterher mit uns ins Bett
gehen. Und als Sahnehäubchen sollten sie besser gut dabei sein."
Candace Bushnell, Autorin der TV-Serie "Sex and the City"
"Da das größte Unglück der Frau darin lag, entweder als Engel oder als
Teufel angesehen zu werden, liegt ihre wahre Erlösung darin, sie auf die
Erde zu setzen; nämlich sie als Mensch zu betrachten und daher anfällig für
alle menschlichen Torheiten und Fehler ... Das Unglück der Frau besteht
nicht darin, daß sie nicht fähig ist, die Arbeit des Mannes zu verrichten;
sondern daß sie ihren Lebensschwung verschwendet, indem sie ihn
überbieten will ..."
Emma Goldman, berühmte Anarchistin, Feministin und Feminismuskritikerin, in
"Woman Suffrage" (1910)
"Trotz dieser enttäuschenden Erfahrungen fand sich bei den Untersuchten
keine Spur einer Anklage gegen die Mütter, die ihre Kinder oft mit halben,
unoffenen, mitunter auch direkt falschen Informationen hintergangen ...
hatten ... Vorsichtig interpretiert, scheinen darin Ängste zum Ausdruck zu
kommen, eine Konfrontation mit der Mutter zu wagen."
Zitat aus Getrud Hartmanns Studie "Spuren des Nationalsozialismus bei
nicht-jüdischen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien". Die Autorin
bezieht sich auf den bemerkenswerten Umstand, dass in Auseinandersetzungen
zwischen der im "Dritten Reich" lebenden Generation und ihren Nachkommen
fast ausschließlich von der "Schuld der Väter" die Rede ist, während die
Beteiligung der Mütter massiv verleugnet wird (so unter anderem auch Gudrun
Brockhaus in "Schauder und Idylle", München 1997).
LESERMAIL:
------
Simon schreibt mir: "Seitdem ich damals meine Einladung zur Musterung im
Kreiswehrersatzamt bekam und meine Schwester erste Vorbereitungen für ihren
Au-pair-Aufenthalt machte, wusste ich: Weil ich männlich bin, muss ich
Zwangsdienst leisten, meine Schwester kann machen was sie will. Ungerecht!
Es gibt viel zu tun. ... Übrigens wird hier in unserer Uni-Bibliothek gerade
`Sind Frauen die besseren Menschen?´ bestellt."
Markus Hofer vom Männerbüro der Katholischen Kirche Vorarlberg fand meine
Besprechung des Buches "Der Mann 2000" etwas arg euphorisch. Netterweise
ließ er mir seine eigene Besprechung dieses Buches zukommen, die mir sehr
gefällt: http://www.kirche.at/stpoelten/ka_kmb/1999_11/mann%202000.htm
MEINUNG:
------
NEUER BERUFSZWEIG: BEZAHLTE PARTNER FÜR FRAUEN
Der im Folgenden verlinkte Text scheint viele Männerrechtler vom Stuhl
gerissen zu haben. Er wurde parallel in mehreren Foren gepostet, ich
erhielt von verschiedenen Leuten gleichzeitig Mailzuschriften mit diesem
Link, und jeder schien der Ansicht zu sein: "Ja! Das trifft es! Genau SO ist
es!" Ich teile diese Ansicht voll und ganz und bin der Ansicht, dieser Text
mag gut und gerne die beste Analyse des aktuellen Geschlechterverhältnisses
sein, die wir je in diesem zine veröffentlicht haben. Das im New-Age-Magazin
Connection erschienene Original ist unter
http://www.connection-medien.de/magazin/sep01/renta.htm sowie
http://www.lifestylemagazin.de/klingel/magazin/lebenskunst/leben/leben0003.html
vollständig nachzulesen.
In dem verlinkten Artikel geht es um Jan-Patrick, der als bezahlter Partner
Frauen sämtliche körperlichen und seelischen Wünsche erfüllt, ohne etwas
Vergleichbares für sich zu verlangen. "Ich bin ihr Steigbügelhalter, ihr
Sündenbock oder ihr seelischer Mülleimer, ich bin ihr Vibrator oder ihr
Kuscheltier - je nach Bedarf." Dass sich dieses neue Berufsbild
durchzusetzen beginnt, liegt seiner Einschätzung nach darin, dass "die
Anforderungen, die Frauen an Männer in privaten Lebenspartnerschaften
stellen, so hoch geworden (sind), dass sie von Laien kaum mehr bewältigt
werden können. Unvorbereitete Männer ohne entsprechende Ausbildung
überfordern sich regelmäßig in dem Wunsch, es ihrer Frau recht zu machen,
gerade weil deren Wünsche so paradox sind. Männer verblühen regelrecht an
der Seite solcher Frauen, sie werden seelisch krank oder aggressiv. Auf
diesem Dilemma basiert unsere Geschäftsidee: Die Frauen geben uns ihr
überschüssiges Geld, wir geben dafür den idealen Mann: einfühlsam, stark und
doch beliebig anpassungsfähig, ein As im Bett, aber jederzeit bereit,
zurückzustecken, wenn die Frau keinen Sex will, bewandert in allen
Hausarbeiten und doch aus jeder Pore Männlichkeit verströmend ..."
Jan-Patrick verrät, was ein Traummann heutzutage so drauf haben muss: "In
der Hausmännerschule erlernen wir neben den gängigen Haushaltsarbeiten vor
allem sexuelle Techniken wie Orgasmusvermeidung und Verzögerung, manuelle
und orale Stimulation der Frau, erotische Massagen, Gesundheitsvorsorge zur
Erhaltung unserer Vitalität und Potenz. Neben den Praxisfächern lehren die
Hausmännerschulen auch Theorie, z.B. Grundzüge der Feminismustheorie, große
Frauengestalten in Geschichte und Gegenwart, Grundlagen der
Entwicklungspsychologie der Frau sowie Neurosenlehre, fundamentale
Gesprächstechniken wie aktives Zuhören, die Kunst, der Meinung der Frau eine
scheinbare Gegenmeinung entgegenzusetzen, um dann am Ende doch nachzugeben."
Für die heute lebenden Männer sei die gegenwärtige Entwicklung insofern
bedenklich, als dass viele von ihnen die weibliche Abwertung von Männern
übernommen hätten "und zwar in der wohlmeinenden, aber verfehlten Absicht,
die Gräuel des Patriarchats wieder gut zu machen. Der Mann - eine
Fehlkonstruktion. Nicht ein sinnvoller Teil des Schöpfungsplans, sondern
etwas, das gar nicht erst hätte entstehen dürfen. Von diesem Makel des
Mann-Seins ist nur ein Weg der Reinigung möglich: die völlige Unterwerfung
unter die Wünsche der Frau nach Veränderung und Umerziehung. Männer haben
verlernt, die Schönheit und Würde ihres So-Seins selbstbewusst und offensiv
zu vertreten. Sie befinden sich in einem beständigen Abwehrgefecht und in
Rechtfertigungshaltung. Statt zu sagen: `Ja, so sind wir Männer, und das ist
gut so´, argumentieren sie nur noch windelweich: `Ich weiß, Männer sind
schlimm, aber ich bin selbstverständlich die Ausnahme´. Oder: `Ich weiß, ich
bin schlimm, aber ich werde hart daran arbeiten, so zu werden, wie Ihr
Frauen jetzt schon seid.´"
Jan-Patrick beschreibt ein typisches Erlebnis: "Mit einer meiner
Auftraggeberinnen schaute ich z.B. eine Fernsehsendung über rituelle
Genitalverstümmelungen an afghanischen Mädchen an. Meine Kundin hatte die
Sendung zielsicher aus dem Fernsehprogramm ausgewählt. Während der Sendung
spürte ich schon, wie sich immer mehr Wut auf die Männer aufbaute, bis sie
herausplatzte: `Wie fühlst du dich eigentlich als Mann, wenn du das siehst?
Beschämt es dich nicht, was deine Geschlechtsgenossen mit Frauen tun?´ Mein
ganzes Mitgefühl war während dieser Sendung bei den misshandelten Mädchen
gewesen. Ich wäre einfach nicht auf die Idee gekommen, dass ich etwas damit
zu tun haben könnte. Verstehst du, du hast keine Chance als Mann, dich durch
anständiges Verhalten zu bewähren. Du unterliegst einer Kollektivschuld."
Gefragt, woran es liegt, dass moderne Frauen so seien, erwidert Jan-Patrick:
"Sie sehen den Mann an ihrer Seite als Soldaten einer feindlichen Armee an,
und das Bett ist die Front, an der der historische Kampf zwischen den
Geschlechtern exemplarisch ausgefochten werden muss. Wirkliche Liebe und
Verständnis für den Partner wäre Verrat an der Sache der Frau. Nur nie den
schneidenden Scharfblick verlieren, mit dem die Schwächen der Männer seziert
werden! Das Schlimme ist, dass es meistens die Falschen trifft. Echte
Chauvis und Arschlöcher fühlen sich von Frauen wie meinen Kundinnen gar
nicht angezogen, oder sie suchen bei ersten Anzeichen solcher Zickereien
genervt das Weite. Nur die Unsicheren, die Gutmütigen, denen es auf Fairness
und echte Gleichberechtigung ankommt, die harren mit erstaunlichem
Durchhaltevermögen in Beziehungen aus, in denen ihnen jede natürliche Regung
ihres Mannseins abgeschnitten wird. Solche Männer zu manipulieren ist in der
Regel ein Leichtes: Benehmen sie sich nachgiebig und anpassungsfähig,
erhalten sie den Vorwurf, unmännlich zu sein, zu wenig Rückgrat und
Initiative zu zeigen usw. Bei der geringsten Regung von Selbstbehauptung
wird sogleich der Vorwurf `Macho´ oder `Chauvi´ als Totschlagargument
eingesetzt. Frauen haben uns zu BuhMännern gemacht, zu Trägern all jener
Schatteneigenschaften, die sie bei sich selbst nicht wahrnehmen wollen: ihr
Dominanzstreben, ihre aggressive Energie, ihr sexueller Egoismus, ihre
Unlust, stupide Hausarbeiten zu verrichten."
Von weiblicher Seite erntete die Zeitschrift für ihren Beitrag aber auch
Kritik, so etwa von Heike Borsch-Klöhnweiler aus Gelsenkirchen: "Als Frau
fühle ich mich durch den Artikel `Rent a Traummann´ aufs Schwerste gekränkt.
Als ob wir Frauen nur dominante, zickige Ungeheuer wären! Und, natürlich,
das könnte den Herren der Schöpfung so passen, dass wir für ihre durchweg
kümmerlichen Leistungen im Bett auch noch Geld bezahlen! Als ob wir nichts
besseres zu tun hätten! Ich frage mich ernsthaft, wie so ein Männer-Machwerk
seinen Weg in die connection gefunden hat. Wahrscheinlich haben sich die
connection-Patriarchen Wolf Schneider und Roland Rottenfußer da in ihren
Macho-Phantasien bestätigt gefühlt! Und unsere Schwestern, die Frauen in der
connection, die Autorinnen, die Setzerinnen, die Druckerinnen, die
Zeitschriftenhändlerinnen helfen auch noch brav dabei mit, dieses
sexistische Gedankengut unter die LeserInnen zu bringen ... Wo bleibt die
Frauen-Solidarität?" Weitere Stellungnahmen zu dieser Debatte findet ihr
unter http://www.connection-medien.de/magazin/01nov/leser11.htm
MÄNNERHASS RESULTAT KULTURELLER SCHIZOPHRENIE?
In einem ebenfalls lesenswerten Artikel unter
http://www.alternet.org/story.html?StoryID=12319
analysiert Michelle Goldberg, warum heute noch immer sehr viele Frauen
Valerie Solanas und ihr "Manifest zur Vernichtung der Männer" (samt
Gaskammerphantasien und allem) idealisieren und warum in den aktuellen
Pop-Videos weibliche Gewalt gegen Männer gefeiert wird wie nie zuvor: "This
new wave of violence against men is no longer about empowered heroines
protecting the world from metaphorical rapists and pillagers. This is about
raw, crazy, Fatal Attraction-style vengeance. But in this era of the
swinging single girl, of hook ups and friendly fucks and Sex and the City,
what exactly are women getting revenge for?" Dabei entdeckt Goldberg als
Ursache, dass die heutigen Frauen zwischen zwei Welten stehen: der des
traditionellen Geschlechterverhältnisses mit dem Mann als Gentleman und
Versorger sowie dem der sexuellen Freiheit. Davon seien sie aber
überfordert: "The drama being played out in movies, videos, music and books
is rooted in this schizophrenia and the inchoate anger that results from it.
Thus on MTV female singers declare their sexual libertinism and then turn
around and beat men to a pulp for being unfaithful. Janet Jackson celebrates
nasty boys in one song and punishes them in another. As Susan Faludi pointed
out in her book `Stiffed,´ men who abuse women usually do so out of a sense
of powerlessness rather than a feeling of striding dominance. The same can
be said of women who lash out blindly at men." Diese Analyse lässt sich mit
der des bezahlten Partners Jan-Patrick und dem von ihm beschriebenen
paradoxen Anforderungen, die von Frauen gestellt werden, gut in Übereinkunft
bringen.
Nichtsdestotrotz wurde dieser Artikel von der US-amerikanischen
Männerbewegung auch kritisch bewertet. Deren Mitglieder sehen andere Gründe
für den amoklaufenden weiblichen Wunsch nach Rache: "Many women believe
their own lies. (Note: This does not apply to honest, decent women such as
IFeminists and egalitarian feminists.) Most women today actually believe
that (for a given background, ability and amount of work) they are paid less
than men. They believe that men are more violent toward women than women are
toward men. They believe men commit most child abuse. They believe one in
four women in college are victims of rape or attempted rape. They believe
less money is put into research into female specific diseases than male
specific diseases. They believe their own lies and they are outraged by the
oppression that exists only in their imaginations." Wobei man dann
nachfragen könnte: WARUM glauben viele Frauen diesen sexistischen Unfug?
Warum fühlen sie sich nur entweder als Opfer oder als Racheengel wohl? Tja.
Ich bin ratlos. Wenn man nur wüsste, was Heike Borsch-Klöhnweiler aus
Gelsenkirchen darauf antworten würde ...
Soviel für diesmal, herzliche Grüße
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 30
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zum Dreißigsten der INVISIBLE-MEN!
Am Montag, dem 18. Februar, fand ich in meiner Lokalzeitung, dem
"Wiesbadener Tagblatt", in Bezug auf eine Meldung der Nachrichtenagentur
Associated Press (AP) einen kurzen Artikel, den ich im Wortlaut zitieren
muss: "Ein Gericht in Saudi-Arabien hat einen Mann zu 4750 Peitschenhieben
verurteilt, weil er Sex mit seiner Schwägerin hatte. Der Mann soll die Hiebe
in Blocks zu je 95 im Laufe seiner sechsjährigen Haftstrafe erhalten. Die
Schwägerin erhielt eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten und 65
Peitschenhiebe."
Unter maskulistischem Blickwinkel betrachtet, würde dieser Artikel eine
typische Meldung für dieses zine darstellen. Wir wissen aus den westlichen
Gesellschaft, zum Teil durch Untersuchungen gut belegt, dass Männer vor
Gericht wesentlich härter bestraft werden als Frauen. Hier scheinen wir
einen Fall zu haben, wo dasselbe in der von uns Westlern als frauenfeindlich
wahrgenommenen arabischen Welt passiert: Zwei Menschen haben ein verbotenes
Verhältnis miteinander, der Mann wird mit 4750 Peitschenhieben bestraft, die
Frau nur mit 65, der Mann kommt für sechs Jahre in Haft, die Frau für sechs
Monate. Als ich den Fall allerdings nachrecherchierte, stellte ich fest,
dass entweder AP oder meine Lokalzeitung bei ihrer Berichterstattung etwas
Wesentliches zu erwähnen vergessen hatten: Der Sex war ohne Einverständnis
der Schwägerin geschehen, mit anderen Worten, sie war offenbar vergewaltigt
worden: http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=26510 Und
nachdem sie die Tat angezeigt hatte, wurde sie dafür mit Haft und
Auspeitschung bestraft. (Ich war übrigens ziemlich wüst am Schimpfen, als
ich darüber gelesen habe.)
Ich widme diesem Fall deshalb dieses kleine Editorial, weil ich auf etwas
aufmerksam machen möchte: Wir berichten hier sehr oft über männerfeindliche
Presseartikel, die auf der Grundlage schlampiger Recherche entstanden sind.
Ich behaupte, diese Form von Artikeln ist im Moment weit in der Überzahl,
weil für Frauenfeindlichkeit gesellschaftliche Sensibilität besteht, während
das angeblich stärkere Geschlecht stark mit Vorurteilen behaftet ist und als
Buh-Mann für alles mögliche hinhalten muss. Aber nachlässige
Berichterstattung gibt es eben auch im umgekehrten Fall. Genauso gibt es
zahlreiche Fälle im weltweiten Geschlechterverhältnis, bei denen immer noch
Frauen zu kurz kommen oder Schaden erleiden. Jemand, der so intensiv zur
Geschlechterdebatte recherchiert wie ich, müsste vollkommen vernagelt sein,
wenn er diese nicht sehen würde. Ich behaupte zwar, zumindest in den
westlichen Gesellschaften geht es inzwischen aus naheliegenden Gründen den
Männern insgesamt schlechter, aber entsprechende Meldungen über durch
Sexismus bedingte Frauenschicksale finde ich ebenfalls häufig genug. Auch
ist völlig klar: Wenn die Hälfte der Opfer häuslicher Gewalt männlich ist,
dann ist die andere Hälfte immer noch weiblich. Immer wieder kommt mir daher
der Gedanke, ob ich nicht einmal eine INVISIBLE-WOMEN-Ausgabe dieses
Newsletters mit ähnlich provokativen Überschriften und Kommentaren erstellen
sollte, wie ich es bislang für Männer tue. Was mich davon abhält, ist: Die
weiblichen Opfer sind, anders als die männlichen, nicht unsichtbar. Es gibt
bereits zahlreiche Medienerzeugnisse, die gegen jegliche Form weiblicher
Diskriminierung lautstark Protest einlegen. Und das ist ja auch sehr gut so.
Nur gibt es eben vor allem in Deutschland die wenigsten wirklich
öffentlichkeitswirksamen Medien, die die Diskriminierung von Männern zum
Thema machen. Hier ist unser zine in einer verschwindenden Minderheit.
Aktuelles Beispiel: Während schon meine Fernsehzeitung den internationalen
Weltfrauentag 14 Tage vorher auf den Seiten 4 bis 5 zum Hauptthema macht,
äußern sich die meisten Presse-Erzeugnisse zum Weltmännertag überhaupt
nicht, bestenfalls ringen sich einige wenige Journalisten ein peinliches,
sinnentleertes Gestotter ab. (Auszüge davon gab´s in einer früheren Ausgabe
dieses zines.) Und allein aus dieser Notwendigkeit heraus werden die
INVISIBLE MEN auch die nächsten paar Monate so einseitig bleiben und sich
allein dem Kampf um die Männerrechte widmen. Dass überdies sehr oft Männer-
und Frauendiskriminierung ineinander verwoben sind, brauche ich hoffentlich
nicht noch einmal gesondert zu erklären.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-
Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
"DIE SEXISTINNEN SIND UNTER UNS - FRAUEN, DIE MÄNNER AUS VERGNÜGEN PLAGEN"
Unter dieser Überschrift berichtet die Schweizer Sonntagszeitung vom 17.
Februar 2002 von einer angekündigten Studie über weiblichen Sexismus. Wie
man unter
http://www.sonntagszeitung.ch/sz/szUnterRubrik.html?rubrikid=127&ArtId=164083
nachlesen kann, beschäftigen sich die Sozialarbeiterin Sarah Meinrad und die
Psychologin Meike Baumann darin mit der abschätzigen Reduktion von Männern
auf ihre Körper, ihre Diskriminierung am Arbeitsplatz, Mobbing, von Frauen
ausgehender Gewalt oder sexuellen Anzüglichkeiten am Telefon. Zahlen über
die Häufigkeit weiblichen Sexismus gebe es noch nicht. Wie der Artikel
berichtet, habe der Erfolg der Aktion bereits alle Erwartungen übertroffen
und die verantwortliche Projektleiterin Christine Wiedemann wurde vom
Ansturm "der Medien und der Öffentlichkeit geradezu überrannt". Dies nahm
sie als Bestätigung, dass Baumann und Meinrad die Situation richtig
eingeschätzt haben und wissenschaftliche Studien zum Thema überfällig seien.
In den USA, wo der neue sexistische Ton in Romanen und Krimis bereits
Ausdruck gefunden habe, werde man ihrer Ansicht zufolge schon bald in
Sachbüchern und Statistiken über das Phänomen lesen können. (Nicht nur in
den USA, möchte man hinzufügen.) Im von den Forscherinnen unter
http://www.sexistinnen.ch geschalteten Internet-Diskussionsforum finden sich
bereits Äußerungen wie "Männer sind nichts als Probleme, Schweine,
verkrüppelte Chromosomen, danebengegangene Abtreibungen, Parasiten, die wir
zu Leichen oder Wirtstieren machen müssen." Wiedemann betont, dass
Sexistinnen keineswegs zwangsläufig Feministinnen oder "Opfer eines
Männerregimes" seien, sondern eher dem aktuellen Trend in der Werbung
entsprächen, den Mann "wenns sein muss" zum Trottel zu demontieren - so etwa
in der Reklame für eine Salbe, die gestaltet wird, indem eine nette Frau
einen netten Mann in seine empfindlichen Bereiche schlägt. Auch Meinrad und
Baumann bekunden auf ihrer Website: "Häufig handelt es sich bei den
Täterinnen gerade nicht um Verliererinnen oder Opfer des Patriarchats. Als
Motive für ihre Handlungsweise betrachten sie vielmehr einfach `Spaß´ oder
eine mit Konkurrenzlust verbundene hohe Aggressionsbereitschaft. Dieser
Sexismus von Frauen gegen Männer wird von der breiteren Öffentlichkeit
völlig ignoriert."
KANADISCHE RICHTERIN: "FRAUEN LÜGEN JEDEN TAG ÜBER HÄUSLICHE GEWALT"
Der Ottawa Citizen berichtet: "Domestic court in Ottawa was thrown into
turmoil recently over the issue of gender discrimination: A man who accused
his wife of assault admitted he lied, and on doing so was arrested for
obstructing justice. Fuming at Crown prosecutors over the incident, Judge
Dianne Nicholas said the arrest created a problem of `optics.´ She said she
sees women recant `every day´ and they aren't arrested. `It smacked to me of
discrimination on the basis of gender. Women lie every day. Every day women
in (domestic) court say 'I made it up. I'm lying. It didn't happen' -- and
they're not charged with obstruct ...´" Warum werden Männer für falsche
Anschuldigungen vor Gericht belangt und Frauen nicht? Lest den kompletten
Artikel unter
KANADA BERÄT ÜBER ELEKTRONISCHE FESSELN FÜR MÄNNER
Wie ebenfalls der "Ottawa Citizen" unter
berichtet, ist in Kanada momentan ein Vorschlag im Gespräch, Männern, die
der Gewalt gegen Frauen beschuldigt (!) werden, global überwachte Fesseln
anzulegen. Auch sollen ihre Namen noch vor jeglichem Gerichtsurteil in eine
Datei von Gewalttätern aufgenommen werden.
FALSCHE BESCHULDIGUNGEN DER VERGEWALTIGUNG BEENDEN KARRIERE
Eine junge Juristin darf nicht länger vor Gericht tätig sein, nachdem sie
sechs falsche Anzeigen wegen Vergewaltigung gestellt hatte: "In those
reports, she falsely alleged that she had been raped by a man whom she
identified to the police. In two other calls, when she again said she had
been raped, she pretended to be a child." Lest den kompletten Beitrag unter
http://www.themercury.news.com.au/common/story_page/0,5936,3189430%5E1702,00.html
MÖRDERIN SCHÜTZTE SICH VOR GEFÄNGNIS, INDEM SIE FÜNF BABYS BEKAM
http://www.ananova.com/news/story/sm_516309.html?menu=news.latesthead
FRAU SCHNEIDET EHEMANN PENIS UND HODEN AB
http://www.ananova.com/yournews/story/sm_523231.html
LOBPREISUNGEN AUF DIE BOMBENDE FRAU
Seit dem Anschlag der Selbstmord-Terroristin Wafa Idris erhält solche
"Frauenpower" in der arabischen Presse einen ungeahnten Auftrieb:
http://www.philly.com/mld/dailynews/2683853.htm
DARF SEXSURFER NOCH RICHTER SEIN?
In Neuseeland soll auf den Druck von Frauenorganisationen ein Richter
abgesetzt werden, der mit seinem Rechner pornographische Websites aufsuchte.
SPIEGEL-Online berichtet unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,183162,00.html darüber:
"Frauengruppen (...) wollen nun, dass er seinen Stuhl räumt. Ihr Argument:
Seine Glaubwürdigkeit habe gelitten, und er sei deshalb nicht länger
tragbar. Eine Sprecherin der `Wellington Women's Refugee´-Gruppe hält es für
unpassend, wenn ein Richter mit `pro-pornografischen Ansichten´ weiterhin
über Vergewaltigungsfälle und ähnliche Verbrechen urteilen darf. (...)
Bleibt die Frage, wer noch alles seinen Stuhl räumen müsste. Richter Fisher
ist sicherlich nicht der Einzige, der von seinem Arbeitsplatz aus
Nackedei-Filme besurft hat: Man könnte vielleicht ganze Führungsetagen
austauschen."
VERTRÄGE SOLLEN BETRIEBE VOR KLAGEN WEGEN SEXUELLER BELÄSTIGUNG SCHÜTZEN
Nicht nur in den USA ist inzwischen vielen klar geworden, dass man mit
Beschwerden wegen tatsächlicher oder nur vorgeblicher sexueller Belästigung
enorme Geldsummen abräumen kann. Jetzt wollen die Firmen sich durch
vertragliche Zusicherungen ihrer Mitarbeiter dagegen wenigstens teilweise
schützen. Das einzige Problem dabei ist, dass dieses System nur
funktioniert, indem jegliche Büro-Romanze sofort offiziell bekanntgegeben
werden muss: http://www.foxnews.com/story/0,2933,45712,00.html
DER WELTRAUM: MÄNNER MÜSSEN DRAUSSEN BLEIBEN
Nachdem dieses zine bereits Männerdiskriminierung in allen Teilen dieser
Welt vermeldete (bis hin zu Afghanistan und zur Mongolei), müssen wir jetzt
wohl mit dem Weltall weitermachen. Wie die Londoner Times berichtet, werden
in geschätzten 50 Jahren Frauen zu fremden Sternen aufbrechen. Männer jedoch
bräuchten sich erst gar nicht für dieses Unternehmen zu bewerben:
http://www.thetimes.co.uk/article/0,,2-209576,00.html
HOHE ZAHL DER MÄNNERSELBSTMORDE OFT SCHEIDUNGSBEDINGT?
Ausgehend davon, dass die Selbstmordrate bei Männern mit einer Scheidung
hinter sich doppelt so hoch ist wie bei verheirateten und Singles untersucht
der kanadische "Toronto Star" die Zusammenhänge unter
http://www.torontostar.com/NASApp/cs/ContentServer?pagename=thestar/Layout/Article
und stößt auf damit zusammenhängende Ursachen wie den Verlust der Kinder
oder eine undifferenzierte Medienhetze gegen Väter, die den Unterhalt nicht
mehr aufbringen.
ENGLAND: VÄTER BILDEN STREIKPOSTEN VOR WOHNUNGEN VON FAMILIENRICHTERN
In Großbritannien scheint die Schmerzschwelle vieler entsorgter Väter
überschritten, und immer mehr protestieren lautstark gegen das ihnen
zugefügte Unrecht. Der britische Guardian befragt einen Richter, der selbst
zu den Protestierenden gehört, unter
http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4354880,00.html
DIE LONDONER "TIMES" ERKENNT DIE DISKRIMINIERUNG VON JUNGEN
Der Artikel unter
http://www.thetimes.co.uk/printFriendly/0,,1-157-205809,00.html setzt sich
mit jungenfeindlichen Klischees auseinander und damit, was Jungen von
unserer Gesellschaft bräuchten, aber nicht bekommen, weil jegliche
Unterstützung nur auf Mädchen ausgerichtet sei.
BRITISCHES PARLAMENT: KANDIDATENLISTEN ALLEIN MIT FRAUEN
"Faced with a shrinking percentage of women in the British Parliament,
lawmakers are searching for ways to redress the imbalance. A recent bill
would legalize a controversial approach: women-only slates." Lest mehr
darüber unter http://www.womensenews.org/article.cfm/dyn/aid/816
IST HÄUSLICHE GEWALT EINE NERVENSTÖRUNG?
"Some perpetrators of domestic violence may suffer from a nervous system
irregularity that makes it harder for them to control emotions and
aggression, according to a study published in the journal Psychophysiology."
Lest den kompletten Artikel (der im vorletzten Absatz leider auf längst
widerlegte feministische Statistiken zurückgreift) unter
http://www.washtimes.com/upi-breaking/15022002-070811-6889r.htm
"DIE PENIS-MONOLOGE"
In den USA und mittlerweile auch in Deutschland wurde von
Frauenrechtlerinnen das radikalfeministische Theaterstück "Die
Vagina-Monologe" stark gepusht. Jetzt existieren "Die Penis-Monologe" als
Gegenentwurf. Auch ein Sequel "The Penis Monologues: The Second Coming" wird
bereits angedroht unter http://www.iwf.org/hotflash
COLLEGE-SEMINAR ÜBER MÄNNLICHE SEXUALITÄT FAND APRUPTES ENDE
An der für Neues Denken nicht ganz unbekannten kalifornischen
Berkeley-Universität bei San Francisco wurde ein Seminar sehr schnell
geschlossen, nachdem die Verantwortlichen herausfanden, dass der Lehrstoff
in wilden Orgien bestand - und darin, den Dozenten beim Sex zuzusehen: "The
male sexuality class at the University of California, Berkeley was suspended
after the student newspaper, the Daily Californian, reported that students
in the course had taken part in an orgy at a class party and that another
group of students chose to go to a strip club for their final project.
During the field trip to the strip club, the students watched one of the
student instructors have sex on stage. At a party held to introduce the
students, some took Polaroid pictures of their genitals to show that their
bodies were not disgusting. The university's Web site describes the male
sexuality class as one `intended to provide a safe environment in which men
may learn about their own bodies and male sexuality.´" Lest unter
http://foxnews.com/story/0,2933,45846,00.html den ungekürzten Artikel, wenn
ihr mir nicht glaubt.
JUNGER AMERIKANER WILL CHEERLEADER WERDEN
Wenn Frauen es schwer haben, in reine Männerberufe einzudringen, geben sie
oft der "patriarchalen Gesellschaft" die Schuld daran. Tatsächlich hatten
Männer auch immer das umgekehrte Problem, in fast reine Frauenberufe
hineinzufinden, sei es als Steward oder als Geburtshelfer. Aktuell kämpft
sich der junge US-Amerikaner Andrew Coutts gegen eine
Geschlechterdiskriminierung, die es ihm unmöglich macht, als Cheerleader
tätig zu sein: http://www.freep.com/news/mich/cheer13_20020213.htm
GERICHTSENTSCHEIDUNG: SCHEIDUNGSPAAR MIT HANDSCHELLEN ANEINANDERGEKETTET
http://www.ananova.com/news/story/sm_528031.html
SCHWEIZER STUDIE BELEGT GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE BEI TOILETTENGÄNGEN
Meine Güte, es gibt wirklich für jeden Sch... eine Untersuchung:
http://www.ananova.com/news/story/sm_523212.html
SINGLE-FRAUEN SCHICKEN SICH SELBST BLUMEN AM VALENTINSTAG
http://www.phillyburbs.com/couriertimes/news/news/0214flowers.htm
NEUER NEWSLETTER ZUR GESCHLECHTERDEBATTE
Allzu große Gedanken über den Infofluss in der Männerbewegung muss ich mir
wohl auch nach der letzten Ausgabe dieses zines keine machen. Zu den Foren,
Peter Thiels Männernews und dem Rote-Männer-Info (zu beziehen unter
RoteMaenner@hotmail.com) gesellt sich inzwischen ein Newsletter des
Instituts für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität
Bremen unter Professor Amendt. Amendt hat sich in der letzten Zeit vor allem
durch seine Kritik an einer jungenfeindlichen Plakataktion des
Frauenministeriums und durch seine laufende Studie über geprügelte
Scheidungsväter bemerkbar gemacht. Der Newsletter seines Instituts ist für
alle gedacht, die an Fragen der Geschlechter- und Generationenbeziehung,
dabei insbesondere der Trennungs- und Scheidungsproblematik, interessiert
sind, und informiert in regelmäßigen Abständen über Ergebnisse der aktuellen
Forschung sowie über Berichte, Vorträge und Veröffentlichungen. Er ist unter
http://www.igg.uni-bremen.de zu beziehen.
BETROFFENE FÜR INTERVIEWS GESUCHT:
-----
(Hätte nie gedacht, dass das mal eine eigene Rubrik hier wird, aber so
sieht´s aus ...)
ÜBERREGIONALE ZEITUNG SUCHT MÄNNLICHE OPFER WEIBLICHER SEXUALGEWALT
Vor wenigen Tagen rief mich die Redakteurin einer wirklich großen und
seriösen Zeitung an, die für einen geplanten Artikel über
Sexualstraftäterinnen und ihre Opfer noch nach Männern sucht, die
entsprechende Erfahrungen durchlitten haben. Die von mir für "Sind Frauen
bessere Menschen?" gesammelten Daten liegen zwar seit einigen Jahren vor,
aber aus nachvollziehbaren Gründen sind die männlichen Opfer von
Sexualgewalt sogar noch weniger bereit, sich zu outen, wie die männlichen
Opfer von häuslicher Gewalt. Wenn Männer, die massive sexuelle Gewalt
(beispielsweise Missbrauch als Kind) erlebt haben, darüber in einem
anonymisierten Zeitungs-Interview berichten möchten, können sie über meine
Mailadresse - Cagliostro3@hotmail.com - mit der Redakteurin in Verbindung
treten, die auf mich sehr freundlich und einfühlsam wirkte. Falls ihr vorher
Bedenken oder Rückfragen habt, bin ich auch gerne bereit, vorzufühlen und
alles zu klären.
FERNSEHMAGAZIN "KONTRASTE" SUCHT BETROFFENE BEI HÄUSLICHER GEWALT GEGEN
MÄNNER
Am Freitagmittag erhielt ich einen Anruf von Herrn Axel Svehla, Redakteur
des ARD-Politmagazines "KONTRASTE". Während häusliche Gewalt an und für sich
nicht in das Themenspektrum eines politischen Magazines fällt, ist das
offenbar sehr wohl der Fall, wenn damit das jahrelange Blocken dieses Themas
von Politik, Verlagen und Medien verbunden ist oder der Umstand, dass
sämtliche Beratungsdienste von "pro familia" bis zu konfessionellen
Einrichtungen laut eigener Aussage in keiner Weise auf die männlichen
Gewaltopfer vorbereitet sind, die sich aktuell immer häufiger im Usenet oder
den Internet-Foren outen. (Kathrin Passig schickte mir in diesem
Zusammenhang übrigens einen Artikel aus der Zeitschrift "Neue
Kriminalpolitik" über häusliche Gewalt; auch dort werden Männer
grundsätzlich nur als Täter gedacht.) Für einen achtminütigen Filmbeitrag,
der vermutlich aber erst in der April-Sendung ausgestrahlt werden kann
(Fußball!), werden aktuell sowohl männliche Opfer als auch weibliche Täter
bei Fällen von Gewalt in der Partnerschaft gesucht. Außer der
Gewalterfahrung selbst sollen, wenn es sich anbietet, die Reaktionen Dritter
thematisiert werden, wenn sie von diesem Schicksal erfahren: von guten
Freunden und Verwandten bis zu staatlichen Einrichtungen wie Polizei und
Justiz. Die Betroffenen werden auf Wunsch selbstverständlich durch die
üblichen technischen Verfahren anonymisiert, so dass weder Gesicht noch
Stimme zu erkennen wäre. Eventuelle Unkosten werden erstattet, unter
Umständen sogar für Arbeitsausfall wegen des Interviewtermins. Schön wäre es
natürlich, wenn nicht immer derselbe geprügelte Mann durch sämtliche
Sendungen durchgereicht werden müsste, weil das bei denen, die dieses Thema
gerne weiter unter dem Teppich halten möchten, zu vorhersehbaren Reaktionen
führt. Axel Svehla wirkte am Telefon auf mich an diesem Thema
außerordentlich interessiert und engagiert. Auch hier leite ich jede Anfrage
und jedes Bereiterklären zu einem ersten telefonischen Gespräch gerne
weiter: Cagliostro3@hotmail.com
MEINUNG:
------
WAHLFREIHEIT AUCH FÜR MÄNNER GEFORDERT
"Welches Land zwingt einen Menschen, ein Kind zu haben, obwohl er es nicht
möchte?" fragt Glenn Sacks. "Ist es Afghanistan? Saudi-Arabien? Nein, es
sind die USA." Was er für die USA sagt, gilt indes auch für Deutschland: Ob
ein gemeinsam gezeugtes Kind zur Welt kommt, entscheidet ausschließlich die
Mutter, für diese Entscheidung die nächsten zwanzig Jahre zahlen muss aber
auch (und oft: vor allem) der Vater. In den USA haben "Zwangsväter"
inzwischen eine Organisation "Choice for Men" ins Leben gerufen. Lest mehr
darüber unter http://www.divorceport.com/stories/sacks021902.htm
SOLLTEN MÄNNER FÜR VERRABREDUNGEN ZAHLEN?
Noch einmal Glenn Sacks. In diesem Artikel widerlegt er die zentralen
Argumente, die ins Felde geführt werden, um an einer sozialen Regel aus der
Zeit vor der Gleichberechtigung festzuhalten:
http://www.glennjsacks.com/should_men_still.htm
SO LÜGT MAN MIT STATISTIKEN
Am 23. Januar wurde in den USA eine neue Studie vorgelegt, der zufolge die
Gehälter für weibliche Manager in 7 von 10 Branchen zwischen 1995 und 200
gefallen seien. Unkritische Zeitungen verbreiteten sofort die Meldung, dass
sich die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen vergrößert habe. McElroy
erklärt unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,45917,00.html die
Hintergründe und wie man statistischen Zahlenzauber schneller durchschaut:
Techniken, die in Deutschland genauso anwendbar sind wie in den Vereinigten
Staaten.
GEDENKTAG FÜR FRAUEN ALS OPFER?
Ein kleiner Nachtrag zur Debatte um den Valentinstag kommt von der
US-Geschlechterforscherin Cathy Young: "What troubles me (...) is the recent
movement to turn Feb. 14 into a different kind of women's day - one rooted
in a `women are victims, men are beasts´ brand of feminism. I am talking,
about `V-Day,´ now observed on hundreds of college campuses and in other
places across the United States and the world. (...) Almost without
exception, men are depicted as creeps, jerks, or abusers. (...) If feminists
truly want to reinvent Valentine's Day, here's a suggestion. Let's have a
show called `The People Dialogues´ in which men and women, gay or straight,
talk about working through conflicts, misunderstandings, and stereotypes,
finding love that lasts, and building truly equal relationships." Lest den
kompletten Artikel unter
http://www.boston.com/dailyglobe2/049/oped/It_s_Valentine_s_Day_not_Victim_s_Day+.shtml
VORURTEILE GEGEN "UNTERHALTSFLÜCHTIGE VÄTER"
Und noch einmal Cathy Young, diesmal unter
http://reason.com/cy/cy021302.shtml zum leidigen Thema der angeblichen
Rabenväter, denen ihr Nachwuchs keinen Cent wert sei: "One study found that
among fathers with no employment problems in the past year, 5 percent paid
nothing and 81 percent paid in full; among those who worked in seasonal jobs
or had been unemployed, 45 percent paid in full and over a third paid
nothing. The men on the deadbeat dads most wanted lists are not businessmen
or brain surgeons but primarily unskilled laborers. Of course, men who
father children they can't support are irresponsible - as are the women who
have those children. But no conservative has ever bashed welfare moms as
viciously as conservatives and liberals bash `deadbeat dads.´ Most welfare
opponents stress that women on public assistance want to be self-sufficient
but are trapped by a bad system; `deadbeat dad´ rhetoric nearly always
assumes that the men wilfully refuse to support their children. And, while
everyone recognizes that women who fall on hard times need help, a man who
owes child support may not find much sympathy when he loses a job."
WEB:
----
Ein umfassendes Info-Archiv über Texte zur Frauengewalt hat inzwischen das
Trierer Männerbüro "Talismann"
unter http://www.maennerbuero-trier.de/seite7.htm angelegt. Unter dem
Leitsatz "Wir fordern die prinzipielle Gleichheit von Frau und Mann (auch)
im Gewaltthema ein!!" findet der am Thema Interessierte von der
Literaturliste samt Textauszügen über abgeschlossene und noch laufende
Studien bis zu Presseartikeln alles Erdenkliche. Die überaus lesenswerte
Site verweist auch auf Texte, die mir selber noch nicht bekannt waren,
beispielsweise auf die downloadbare Diplomarbeit Yvonne Peers aus dem Jahr
2001: "Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Beziehungen - Ein
gesellschaftliches Tabu".
MEDIAWATCH:
----
MÄNNLICHE GEWALTOPFER: DAS THEMA BRUMMT
Über Jahre hinweg, war es den Medien nicht zu vermitteln, dass Männer so
häufig wie Frauen häuslicher Gewalt werden. Jetzt reißt die Serie von
Presseveröffentlichungen dazu nicht ab. Einen neuen Artikel mit den uns
schon bekannten Infos liefert der Berliner "Tagesspiegel":
http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2002/02/18/ak-we-559445.html Unter der
Überschrift „Flucht vor der Ehefrau“ berichtet auch die
Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 13. Februar darüber:
www.rheinische-post.de (Die Site lässt sich leider nicht direkt verlinken,
mit Suchbegriffen wie Thiel, Amendt oder Männerhaus aber leicht finden.)
"STERN" BERICHTET ÜBER GEWALTTÄTIGE MÄDCHENGANGS
Wie ihr unter
http://suche.stern.de/?branch=art&art_action=show&q=M%e4dchen&art_id=91508
nachlesen könnt, ist inzwischen auch beim "Stern" die Info angekommen, dass
Gewaltkriminalität unter Jugendlichen längst keine Männerdomäne mehr ist. In
der Ausgabe 9/2002 berichtet die Zeitschrift unter der Überschrift "Wir sind
doch keine Schwacheier" auf vier Seiten über aggressive Teenagerinnen.
"Prügeln, treten, die Opfer mit glühenden Kippen traktieren - in
gewaltbereiten Cliquen sind auch die Mädchen hemmungslos brutal." heisst es
in dem Intro, um mit einem Beispiel fortzufahren: "Zwei 15-jährige kommen
aus einem Supermarkt in Berlin-Friedrichshain. Als sie eine herumlungernde
Mädchengruppe passieren, werden sie angemacht: `Was guckt ihr so blöde?´
Dann fallen die zehn Provokateurinnen - die jüngste ist erst 13 - auch schon
über ihre beiden Opfer her, schleudern sie zu Boden, treten ihnen gegen die
Brust und in den Unterleib." Es folgen weitere Beispiele dieser Art:
"Gewalttaten junger Mädchen liegen im Trend. Immer mehr setzen
Stahlkappenschuhe als knochenbrechende Waffen ein, drücken Zigaretten auf
der Haut ihrer Opfer aus, misshandeln sie sexuell oder zwingen sie zur
Sodomie." Außerdem demütigten die Mädchen ihre Opfer oft: "Sie lassen sich
von ihnen die Füße küssen oder kokeln mit Feuerzeugen ihre Haare an. Zur
Zeit besonders beliebt: Mädchen ziehen andere Mädchen aus und jagen sie
nackt über belebte Straßen." Der Artikel kommt zu dem Ergebnis: "In der
Gewaltbereitschaft (...) unterscheiden sich weibliche immer weniger von
männlichen Jugendlichen." Das befanden zumindest Kirsten Bruhn und Svendy
Wittmann vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München, die in einem
dreijährigen Forschungsprojekt für das Bundesfamilienministerium in ost- und
westdeutschen Städten der Frage nachgingen, wie gewaltbereit junge Mädchen
heute seien. Auch Christine Burck, Jugendbeauftragte beim Landeskriminalamt
in Berlin, bestätigt: "Wenn Mädchen schlagen und treten, stehen sie in der
Brutalität den Jungs nicht nach." Das scheint vor allem eine Entwicklung des
letzten Jahrzehnts zu sein: "Eine von Berliner Streetworkern analysierte
Kriminalstatistik zeigt, dass in der Hauptstadt Mädchengewalt bei den 8- bis
14-Jährigen in zehn Jahren auf das Dreifache gestiegen ist. Die Dunkelziffer
tatsächlicher Körperverletzungen dürfte allerdings erheblich sein, weil
längst nicht alle Fälle angezeigt werden." Die Fälle, die bekannt werden,
lassen sich genauer aufschlüsseln: "Mädchengewalt richtet sich vor allem
gegen andere Mädchen." (So wie sich Männergewalt meist gegen andere Männer
richtet.) "Zwar spielen Waffen wie Baseballschläger oder Totschläger nur
selten eine Rolle, aber Füße und Fäuste werden rücksichtslos eingesetzt.
Zertrümmerte Nasen, gebrochene Rippen, ausgeschlagene Zähne, Nierenrisse
werden in Kauf genommen." Dabei stehen nicht zwangsläufig jene
Gewaltursachen im Vordergrund, von denen man gemeinhin ausgeht: "Keineswegs
flüchten sich nur Mädchen aus schwierigen sozialen Verhältnissen in die
vermeintliche Geborgenheit einer gewaltbereiten Gruppe. Gewalterfahrung in
der eigenen Familie, primitive Erziehungsmethoden, Schulprobleme sind zwar
oft Gründe, sich solchen Cliquen anzuschließen. Aber auch Kinder aus
wohlhabenden, intakten Familien mit guten Beziehungen zu ihren Eltern und
erstklassigen Zeugnissen mischen mit." Ausschlaggebend scheinen vor allem
auch weltanschauliche Ursachen zu sein, wie der STERN andeutet: "`Gewalt ist
eine Handlungsoption für die Mädchen. Sie steht nach ihrer Meinung nicht nur
Jungs zu´ haben die DJI-Mitarbeiterinnen festgestellt. So haben sich Alice
Schwarzer und ihre lila Schwestern Gleichstellung mit Sicherheit nicht
vorgestellt." Auch der Kriminologie-Professor Bock kommentiert besorgt die
aktuelle Entwicklung: "Weibliche Gewalt wird inzwischen oft positiv gesehen,
die Fähigkeit zum Schlagen ist mit einem akzeptablen Frauenbild ohne
weiteres vereinbar. Das ist ein kulturelles Phänomen, ein Trend der
Emanzipation." Vergleichbare Erfahrungsberichte gibt es übrigens seit
einigen Jahren aus England und den USA, am vielleicht eindringlichsten
festgehalten in Gini Sikes Erlebnisbericht "8 ball chicks. A Year in the
Violent World of Girl Gangs" (New York 1997).
NEUE AKTION: MASKULISTEN-SCHIMPFWORT DER WOCHE
------
"Chauvinist" und "Frauenhasser" sind out - gesucht werden von mir mehr aus
linguistischem, als politischem Interesse die einfallsreichsten und
scharfzüngigsten Neologismen (Wortneuschöpfungen), mit denen Männerrechtler
aktuell belegt werden. Nach der Sichtung der bisherigen Debatte in den
Internet-Diskussionsforen belohnte unsere Jury in dieser Woche das
verächtliche "Frauengewaltaufdecker" mit einem verdienten Platz 1, gefolgt
von einem in schnippischem Tonfall vorgebrachten "USA-Studien-Zitierer" auf
dem zweiten Platz und einem nicht minder herablassenden
"SM-Pornos-Politisateur" auf Rang drei. Einen Trostpreis erhält das eher
zurückhaltende Kompositum "Pseudo-Buchschreiber" wegen seines semantischen
Irrwitzes. (Gemeint war mit dem Ausdruck offenbar: "Autoren, mit deren
Werken ich ideologisch nicht übereinstimme und die ich deshalb ablehne".)
Wenn das mit den Medienanfragen so weitergeht, seh ich als nächstes schon
die Bezeichnung "Opfervermittler" auf uns zubranden. Wäre zwar zynisch und
geschmacklos, aber das ist "Frauengewaltaufdecker" ja auch. Neue Vorschläge
werden jedenfalls gerne entgegengenommen und ab einer gewissen Menge an die
Wiesbadener Gesellschaft für deutsche Sprache weitergeleitet. Die freuen
sich auch immer über sowas.
LESERMAIL:
------
Peter schreibt: "Wie schön, das Statement von Emma Goldman in der neuesten
zine-Ausgabe vorzufinden! Aber um Himmels willen, entferne bloß die
Bezeichnung `Feministin´ bei Emma Goldman: Lass nur `berühmte Anarchistin
und Feminismuskritikerin´ stehen. Oder aber dementiere diese Bezeichnung,
falls du sie nicht mehr herausnehmen kannst!! Emma Goldman hat sich zeit
ihres Lebens dagegen gewehrt, mit dem Etikett `Feministin´ tituliert zu
werden – das geht aus den Biographien und ihrer Autobiographie ganz
deutlich hervor. Und darüber lamentierte ja auch die feministische
Biographin Alice Wexler." Leider wird auf vielen Websites auf Goldman immer
noch als "Feministin" Bezug genommen.
Garfield möchte auf den Fall eines Bekannten aufmerksam machen: "Vor einiger
Zeit wurde ja nach einem Mord an einem Mädchen gefordert, daß sämtliche
Männer in einer DNA-Datenbank erfaßt werden. Das fand ich damals unmöglich,
weil das ja letztendlich bedeuten würde, daß jeder Mann als potenzieller
Sexualstraftäter eingestuft wird. Außerdem gäbe es damit dann wieder jede
Menge Mißbrauch (z.B. illegale Gen-Tests vor der Vergabe von
Arbeitsstellen). Das verlief dann zwar glücklicherweise wieder im Sande. Vor
kurzem bekam jedoch ein Bekannter von mir Post vom Amtsgericht. Dazu muß ich
noch erwähnen, daß er vorbestraft ist, allerdings nicht wegen eines
Sexualdelikts. In dem Schreiben wurde er aufgefordert, eine DNA-Probe zwecks
Registrierung in einer Datenbank abzugeben. Es wurde betont, daß kein
Ermittlungsverfahren gegen ihn läuft, sondern daß das eine reine
Routine-Maßnahme wäre. Es wurden noch verschiedene Paragraphen als
Begründung genannt (danach frag' ich ihn nochmal genauer, wenn ich ihn
wieder sehe).
Er ist wegen Körperverletzung vorbestraft (tatsächlich hatte er aber nur das
Pech, dabei zu sein, als ein Kumpel von ihm jemanden verprügelt hat, und vor
Gericht hieß es dann "mitgefangen - mitgehangen"). Die Sache liegt nun schon
Jahre zurück, und bisher ist niemand auf die Idee gekommen, eine DNA-Probe
von ihm zu verlangen. Für mich sieht das sehr so aus, als wenn die ganze
Sache mit der Anti-Terror-Kampagne still und heimlich auch dazu ausgenutzt
wird, weitere Männer in die DNA-Datenbank aufzunehmen. Vorläufig nur
diejenigen, die wegen Gewalt-Delikten vorbestraft sind. Aber bei der
nächsten Gelegenheit wird wieder gefordert werden, auch Männer ohne
Vorstrafen dort zu registrieren ...
Über die Hintergründe kann man nun nur spekulieren. Vielleicht geht es
einfach nur darum, daß die Polizei hofft, so ihre Ermittlungsquote zu
verbessern. Mich würde ja mal interessieren, ob auch Frauen, die wegen
Gewalt-Delikten vorbestraft sind, solche Briefe bekommen."
Thomas schreibt mir: "Ich habe gerade in einem Fernsehbeitrag etwas gehört,
was ich zwar schon lange geahnt, jedoch kaum für möglich gehalten habe.
Anscheinend erprobt die Pharmaindustrie neue Medikamente ausschließlich an
Männern, auch solche die für Frauen bestimmt sind. Natürlich gibt es hierfür
eine plausible Erklärung: Männer könnten Medikamente besser und in höheren
Dosierungen vertragen als Frauen (sinngemäß). Eigenartig, wo unser Körper
dem der Damen doch sonst um ganze Evolutiosstufen hinterherhinkt. Unser
früheres Ableben ist doch angeblich genetisch, also körperlich bedingt. Mir
fallen bei diesem Thema ganz andere Parallelen ein. Die Amerikaner z.B.
haben in den 50er und 60er Jahren Medikamente vornehmlich an Schwarzen
erprobt. Auch wurden bei Kernwaffentests Schwarze ganz bewußt hohen
radioaktiven Strahlungen ausgesetzt, um die Wirkung über viele Jahre
beobachten und erforschen zu können."
Etwas Interessantes zum Verbreitungsgrad dieses e-zines gibt Joachim durch,
Webmaster einer der Sites, auf denen es archiviert wird: "Es wird weltweit
in 18 gezählten Ländern gelesen (Deutschland, Schweiz, USA, Kanada,
Österreich, Südkorea, Nordkorea, Finnland, Großbritannien, Spanien, Belgien,
Frankreich, Dänemark, Japan, Niederlande, Neuseeland, Argentinien, Namibia
(Afrika) (!)). Damit dürfte es jeden Kontinent erreicht haben! Gratuliere."
Zur Startphase dieses zines stellten (mir persönlich bekannte) Leserinnen in
London und Mexiko noch die absolute Ausnahme dar, was internationale
Verbreitung angeht. Auch auf Joachims Site gab es inzwischen übrigens den
ersten Hacker-Angriff.
ZUR DOKUMENTATION:
----
GRÜNE FORDERN MÄNNERPOLITIK
Aus den Männernews vom 14. Februar: "Im Entwurf Grundsatzprogramm B90/Die
Grünen (im Internet unter www.gruene.de) für die Bundesdelegiertenkonferenz
am 15.-17.3.2002 findet sich der bemerkenswerte Satz `... erweitert die
Instrumente der Frauenförderung durch neue Instrumente einer Männer- und
Geschlechterpolitik´. Auch wenn Männerpolitik noch nicht als eigenständiges
Politikfeld begriffen wird, was auch eine Existenzberechtigung hat, ohne
sich als Dienstleistungsunternehmen von Frauenpolitik zu begreifen, ein
erster wichtiger Schritt ist getan. Ansonsten wimmelt es noch im
Programmentwurf von Einseitigkeiten und kleinen männerfeindlichen
Seitenhieben, denen mitunter schon etwas Sexistisches anhaftet. Ganz klar,
dass da bisher kein Mann aus der Männerbewegung mitformuliert hat."
AMNESTY BEKÄMPFT GEWALT GEGEN FRAUEN
Der Weltfrauentag wirft seine Schatten voraus. Wie mir die aktuell in meinem
Briefkasten eingetroffenen News der Menschenrechtsgruppe "amnesty
international" mitteilen, möchte diese am 8. März die vielerorts staatlich
geduldete Gewalt gegen Frauen in den Mittelpunkt stellen. So wichtig das
ist: Vergleichbare Aktionen für die von Zwangsarbeit, Folter und Gendercide
geschlechtsspezifisch ebenfalls stark betroffenen Männer gibt es am
Weltmännertag, dem 3. November, leider nicht. Wer sich mit weiblichen
Gewaltopfern beschäftigen möchte, wird unter www.amnesty.de vermutlich Ort
und Termin regionaler Veranstaltungen finden.
BÜCHER:
------
BEATE KRICHELDORF: "VERANTWORTUNG - NEIN DANKE! WEIBLICHE OPFERHALTUNG ALS
STRATEGIE UND TAKTIK"
Beate Kricheldorf ist als Diplompsychologin eine Frau mit Fachwissen und als
Lehrerin sowie Projektleiterin eines Frauenförderungsprogramms eine Frau aus
der Praxis, statt aus der akademischen Theorie des feministischen
Elfenbeinturms. Beides merkt man ihrem Buch "Verantwortung, nein danke!"
deutlich an. Ihre Analysen beginnen häufig mit konkreten Beobachtungen:
Werden Frauen etwa gebeten, zu einem der Themen Liebe, Freundschaft, Angst,
Gewalt, Zivilcourage und Macht einen Aufsatz zu schreiben, werden
Zivilcourage und Macht regelmäßig nicht gewählt. Macht scheint für viele
Frauen also etwas zu sein, mit dem sie sich eher ungern auseinandersetzen.
Dafür muss es Gründe geben, und diese werden von der Autorin mit wachem Auge
herausgearbeitet: Beispielsweise können Frauen, die sich der Macht
entziehen, die Verantwortung an all dem Elend dieser Erde den Männern
aufbürden. Oder in Kricheldorfs Worten: "Um meine Unschuld zu sichern, muss
ich meine Fremdbestimmtheit beweisen." Ihre selbstgewählte und immer wieder
neu inszenierte Machtlosigkeit stellt für viele Frauen insofern ein
Schutzgehege dar: Wenn etwa Mütter ihre Kinder misshandeln, ist oft von
Überforderung und Affekthandlungen die Rede, während Männer schon für
unerwünschte Avancen gegenüber erwachsenen Frauen unter dem Label "sexuelle
Belästigung" voll verantwortlich gemacht werden.
Diese weibliche Selbstinszenierung als machtlos und unterdrückt, so
Kricheldorf, sichere Frauen aber auch zu, für ihr individuelles Versagen
keine volle Verantwortung übernehmen zu müssen. Kommt eine Frau in eine
schwierige Lebenssituation, ist eben die Benachteiligung des weiblichen
Geschlechts in unserer Gesellschaft daran schuld. Ein Mann hingegen wird
selbst verantwortlich gemacht. Wenn ein Junge nichts leistet, dann weil er
faul ist; leistet ein Mädchen nichts, dann ist es "aufgrund seiner
Sozialisation zu mangelndem Ehrgeiz erzogen worden". Kann eine Frau sich in
einer Veranstaltung kein Gehör verschaffen, dann liegt das daran, dass sie
als Frau übergangen wird; einem Mann in derselben Situation fehlt einfach
das nötige Durchsetzungsvermögen oder seine Argumente waren zu schwach.
Aktuell zeige sich, dass auch zum heutigen Zeitpunkt, zu dem die
Gleichberechtigung der Geschlechter längst erreicht ist, Frauen noch immer
Macht und Karriere aus dem Weg gingen, aber auch dafür keine Verantwortung
übernehmen wollten. Obwohl Frauen heute sämtliche Berufszweige offenstehen,
drängen sie immer noch gerade in die einfacheren Berufe wie Verkäuferin oder
Friseuse. Da unterdrückerische Männer als Schuldige dafür nicht mehr in
Frage kommen, wird auf nebulöse und dadurch unbeweisbare Begründungen wie
"patriarchale Strukturen" zurückgegriffen. Dieselben Feministinnen, die sich
über zu wenig Frauen in den Chefetagen beklagen, wählen eben nicht die
mühsame Karriere hin zum Management, sondern betätigen sich beispielsweise
lieber im sozialpädagogischen Bereich. Kricheldorf stellt klar: Dass eine
Frau doppelt so gut sein müsse wie ein Mann, um voranzukommen, ist nicht
mehr als ein feministischer Glaubenssatz, der durch häufiges Zitieren auch
nicht beweiskräftiger werde. Bezeichnenderweise würden wirklich emanzipierte
und beruflich erfolgreiche Frauen in feministischen Kreisen angegiftet und
seien neidvollen Feindseligkeiten ausgesetzt. Und gerade nach Scheidungen
zeige sich, dass schwache Frauen überhaupt nicht unabhängig und
eigenverantwortlich sein möchten, sondern stattdessen wie Löwinnen kämpften,
um die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Ex-Partner aufrechtzuerhalten.
Dabei ist Kricheldorf völlig klar, dass Frauen gerade aus ihrer
selbstgewählten Machtlosigkeit große Vorteile ziehen können: beispielsweise
sich von ihren auf der Karriereleiter aufreibenden Männern finanziell
versorgen zu lassen, und zwar noch über das Ende einer Ehe hinaus. Grotesk
ist es schon, dass etwa eine Schuhverkäuferin, die einen Manager heiratet
und sich dann wieder von ihm scheiden lässt, auf Unterhaltszahlungen
Anspruch hat, die seiner beruflichen Lebensleistung entsprechen und nicht
der ihren. Damit dies überhaupt funktioniere, so Kricheldorf, müssen
natürlich auch Frauen Macht ausüben. Dies geschehe aber eher auf indirekte
Art wie beispielsweise durch das Einflößen von Schuldgefühlen. Insbesondere
den Feminismus sieht Kricheldorf hier als Sonderform des weiblichen
Jammerns, denn seine erklärte Botschaft laute: "Wir sind Opfer, also gebt
uns Privilegien." Selbst heute noch.
Das alles ist eine mutige, kluge, wenn auch natürlich politisch nicht
korrekte gesellschaftskritische Analyse. So klar wie Kricheldorfs Gedanken
sind, so klar ist auch die Sprache, in der sie vorgetragen werden.
Widersprechen möchte man der Autorin lediglich, wenn sie befindet, die
einzigen konkreten Erfolge der Frauenbewegung seien die Abschaffung des
Paragraphen 218 und die selbstverständlichere Berufstätigkeit von Frauen.
Letzeres ist nämlich gerade nicht feministischen Aktionen zu verdanken,
sondern zum einen der Entdeckung der Pille, aufgrund dessen sich Frauen
bewusst für Beruf statt Mutterschaft entscheiden konnten, sowie zum anderen
dem Übergang von der industriellen in die Dienstleistungs- und
Informationsgesellschaft. Und wenn ich meinen Bekannten aus der ehemaligen
DDR glauben darf, dann gab es dort die weitgehende Gleichberechtigung der
Frau im Beruf ganz ohne feministische Bewegung.
Das neue weibliche Rollenbild, das Kricheldorf einfordert, ist die autonom
und verantwortlich handelnde Frau. Eine solche Geschlechterrolle habe aber
mit der heutzutage immer häufigeren Herabsetzung von Männern nichts zu tun.
Eine wirklich starke und selbstbewusste Frau hat es laut Kricheldorf nicht
nötig, andere zu diffamieren, um sich selbst zu erhöhen. Eine Frau, die
einen wirklich starken Mann für sich gewinnen möchte, müsse sich vor allem
selbst als starke Partnerin erweisen. Hierin wie in der Gesamtheit ihrer
Analyse ist Kricheldorf unumwunden zuzustimmen.
Soviel zu dieser Ausgabe. Ich hoffe, auch diesmal wieder genug
zusammengetragen zu haben, über das ihr euch freuen oder aufregen könnt.
Herzlicher Gruß
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 31
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur einunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN - diesmal einer besonders umfangreichen Sonderausgabe zum
internationalen Tag der Frau!
Aber zunächst meine üblichen einleitenden Bemerkungen, bevor es richtig zur
Sache geht:
Eines der Dinge, die ich bei den Leserinnen und Lesern dieses zines
anerkenne, ist, dass sie sehr häufig auch selbst aktiv werden, um die
Inhalte und Anliegen der Männerbewegung zu verbreiten. So habe ich von Uwe
aus Heidelberg ein Mail erhalten, in dem er mir anbietet, dass er, wenn mein
Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" schon von den Presserezensenten
einhellig ignoriert werde, gerne Flyer dazu erstellen und in
Studentenkneipen, Buchhandlungen etc. unters Volk bringen möchte. Ich habe
ihm ein paar Passagen dazu zusammengestellt (Klappentext und Zitate aus
Leserrezensionen im Internet) und zugemailt, so dass er sie jetzt nur noch
auszudrucken und zu verteilen braucht. Natürlich stehen diese Passagen auch
jedem anderen von euch zur Verfügung, der auf diese Weise ein bisschen mehr
Aufmerksamkeit wecken möchte. Ein Mail an mich genügt.
Als symbolisches Dankeschön für solche und vergleichbare Unterstützung wird
es in einer der nächsten Ausgaben dieses zines exklusiv für seine Leser
eines der verschollenen Kapitel meines Buches als beigefügtes Gimmick geben.
Zwei angenehme Erlebnisse hatte ich übrigens am heutigen Weltfrauentag: Zum
einen strahlte zu diesem Anlass das Weimarer "Radio Lotte" eine Sendung aus
einem Frauenhaus aus und gab mir Gelegenheit, in einigen Minuten auch über
die männlichen Opfer häuslicher Gewalt zu berichten. Ich denke, mir ist es
gelungen, den doch sehr komplexen Sachverhalt in der gebotenen Kürze
zumindest einigermaßen nachvollziehbar darzustellen: von den Zahlen in der
KFN-Studie über die Trivialisierung von Frauengewalt in den Medien bis zu
der Frage, inwiefern der Schutz männlicher Opfer auch für Frauen von
Bedeutung ist. Ein anderes Interview führte Tobias Bücklein von der
Väterzeitschrift "PAPS" mit mir, wobei ich seine Fragen als angenehm
konstruktiv-kritisch empfand.
Ein anderer Punkt: Seit Erscheinen meines Buches erhalte ich von Leserseite
Rückmeldung, dass sein Titel falsch gewählt sei, sinnsemantisch angemessener
sei "Sind Frauen DIE bessereN Menschen?" Damit diese Debatte doch einmal zum
Abschluss kommt, wandte ich mich an die Sprachberatung des
Bertelsmann-Wörterbuches, das laut Kultusministerbeschluss dem Duden
gleichgestellt ist. Deren Antwort lautet: "Möglich sind beide
Formulierungen. Ihr Titel wirft die Frage auf, ob Frauen moralisch besser
sind als Männer. Der Gebrauch des bestimmten Artikels (`die´) legt einem
nahe, dass es `bessere Menschen´ gibt. Die Frage ist nun, ob diese `besseren
Menschen´ männlichen oder weiblichen Geschlechts sind. Beide Fragen sind
rhetorisch und tragen die Verneinung bereits in sich. Eleganter formuliert
ist sicherlich Ihr Titel; ob und wie jemand die Differenz zwischen den
beiden Varianten wahrnimmt, vermag ich indes nicht zu sagen. Hier sind auch
andere (bzw. eben keine) Interpretationen denkbar." Herzlichen Glückwunsch
an Tanja Bücklein-Adamski (die Frau von Tobias), die zu einer ähnlichen
Argumentation gelangte und es vielleicht sogar noch etwas klarer darstellt
als der Sprachwissenschaftler: "`Sind Frauen die besseren Menschen?´
impliziert, dass es `bessere bzw. schlechtere Menschen´ GIBT und die Frage
nur ist, WER von Männern/Frauen besser oder schlechter ist. Kurz: Die
Antwort NEIN suggeriert hier, dass dann wohl die Männer `die besseren
Menschen´ sind. Wohingegen `Sind Frauen bessere Menschen?´ auch die einfache
Antwort NEIN zulässt, ohne dass damit gesagt wäre, dass sie schlechter sind
als Männer. Kurz: Die Antwort NEIN suggeriert hier eher, dass dann wohl
Männer und Frauen gleich gut sind."
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-
Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
EICHEL WILL WEHRPFLICHT ABSCHAFFEN: SEXISMUS ZU TEUER
Eine der zentralen Forderungen der Männerbewegung scheint in greifbare Nähe
gerückt: http://www.welt.de/daten/2002/02/24/0224de316590.htx Allerdings
gibt es hier noch immer Kontroversen. Während Experten wie Oswald Metzger in
der ZDF-Sendung "Berlin direkt" vom 3. März 2002 von möglichen Einsparungen
von einer Milliarde Euro pro Jahr sprachen, hält Kriegsminister Scharping
selbst eine Berufsarmee für viel zu teuer - verweigert hierzu aber jedes
Interview. In derselben Sendung bekundete Angelika Beer, militärpolitische
Sprecherin der Grünen, in klaren Worten: "Der Zwangsdienst für Männer ist
obsolet." Unionspolitiker wie Merz, Rühe und Wulff verteidigten diesen
Zwangsdienst an den folgenden Tagen. Parallel zu dieser Debatte steht die
Wehrpflicht auch vor dem Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand:
http://www.bbv-net.de/news/politik/2002-0225/wehrpflicht.html
TAGUNG DER EVANGELISCHEN AKADEMIE TUTZING ÜBER GEWALTOPFER MANN
Einen ausführlichen und sehr lesenswerten Tagungsbericht gibt es von Joachim
Müller unter
http://home.t-online.de/home/Joachim.Mueller-1/extdoc/Heilsbronn.html
HÄUSLICHE GEWALT GEGEN MÄNNER DURCHZIEHT DIE MEDIEN
Faszinierend: Sobald die erste wirklich große Zeitung das Tabu bricht,
scheinen die anderen den Eindruck zu haben, sich jetzt auch endlich trauen
zu dürfen. Guckst du hier:
http://www.morgenweb.de/aktuell/aus_aller_welt/20020226_maennerhaus.html
oder da: http://express.de/ddorf/2461801.html oder hier:
oder da: http://www.main-rheiner.de/wirtschaft/objekt.php3?artikel_id=638286
Am 25. Februar schließlich fand im Frühstücksfernsehen von SAT 1 ein
zehnminütiger Talk mit Peter Thiel vom Männerbüro Berlin statt.
Selbst im Ausland wird über Peter Thiels Projekt berichtet:
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&cid=573&u=/nm/20020304/od_nm/germany_abuse_dc_1
- was wiederum in US-amerikanischen Frauenforen diskutiert wird:
http://www.shethinks.org/ubb/noncgi/Forum1/HTML/001069.html (Der Thread muss
von unten nach oben gelesen werden.) Die US-Männerbewegung thematisiert das
in Berlin geplante Männerhaus unter
http://www.mensactivism.org/article.pl?sid=02/03/06/0320221&mode=threaded&threshold=-1
wo ein Männerrechtler von seinen eigenen entmutigenden Erfahrungen bei dem
Versuch berichtet, eine ähnliche Auffangstelle zu errichten.
Aber auch die traditionellen Artikel, in denen häusliche Gewalt automatisch
Männergewalt bedeutet (Zitat: "Ein neues Gewaltschutzgesetz sichert der Frau
und den Kindern besseren Schutz zu."), gibt es noch immer:
http://www.rundschau-online.de/bonn/2480361.html
BLINDER IM ROLLSTUHL WEGEN HÄUSLICHER GEWALT VERHAFTET
Er hatte seine Frau mit Anrufen behelligt, die diese als belästigend
empfand. Die von ihr herbeigezogenen Polizisten waren nicht begeistert
davon, den Betreffenden ins Gefängnis zu bringen (zumal er ein nierenkranker
Dialyse-Patient war), aber das Gesetz lasse ihnen keine andere Wahl:
http://unionleader.com/articles_show.html?article=9135 Ein als
vertrauenswürdig geltender Redakteur einer Website der US-Männerbewegung hat
Hintergründe zusammengetragen, die nicht in dem verlinkten Artikel erwähnt
werden: "I now learned more about this guy's situation because I know a
local police officer who had more information. The guy was actually calling
his ex-wife because he wanted to check if the heating system was working in
her house. He had called earlier to have it fixed (the house was his before
the breakup, and she got the house because she argued in court that he was
in no condition to take care of it himself), and he was following up on
having the work done. The impression I got was that this was a very
vindicitive ex-wife who got tired of living with a person she had to take
care of 24-7 and realized if she divorced him she could get the house and be
left alone. It's a really sad situation."
HOHE ZAHL VON FALSCHBESCHULDIGUNGEN BEI HÄUSLICHER GEWALT
Ein unter http://www.strike-the-root.com/miller1.html einsehbarer Artikel
verrät Interessantes über die Missbrauchsgefahren von Gesetzen gegen
häusliche Gewalt: "In Massachusetts, a survey of lawyers revealed that 70
percent of divorces contained allegations of domestic violence. Attorney
Sheara Friend, of the Wellesley firm Kahalas, Warshaw & Friend, estimates
that about half of all restraining orders are merely legal maneuvers, where
there is no real fear of injury on anyone's part. Most restraining orders
expel the husband from his home, award sole custody of his children to the
mother, award child support to the mother and are accompanied or immediately
followed by property and alimony claims - all with nothing more than her
assertion that she was `intimidated by him or his presence.´ One might think
that someone who wants out of a marriage would be satisfied with a
practically guaranteed windfall profit of half the house, ownership of the
children, child support payments and possibly alimony to boot. But due to
human nature, some people are more selfish and try to hurt or even imprison
their former partner." Problematisiert wird in diesem Zusammenhang auch die
allzu blauäugige Strafverfolgung von Vergewaltigung in der Ehe: "Heretofore,
false allegations of child sex abuse served as the nuclear bomb in
acrimonious divorce proceedings. However, medical examiners and child
psychologists have become increasingly more sophisticated. Medical evidence
showing no sexual activity on the part of the children, either consensual or
coerced, combined with truth revealing psychological inquiry makes false
allegations of child sex abuse very risky, as they could backfire and cause
the `false allegator´ (as they are referred to by police) to lose custody
and all the associated benefits and claims. However, there is little risk
associated with marital rape allegations. All a selfish or vindictive woman
has to do is have sex with her husband and then claim marital rape. (...)
After all, it is a crime for which the man cannot prove his innocence. This
is disconcerting, especially given that in 1983, the U.S. Air Force Office
of Special Investigations found that 27 percent of the rape accusers
admitted, either just before taking a polygraph test or after failing one,
that they had lied. In 1994, the Archives of Sexual Behavior reported, that
in a survey of all the forcible rape complaints during a three-year period
at two large Midwestern state universities, 50 percent of the accusations
were false. Fifty-three percent of the false accusations were motivated by a
need for an alibi; revenge was the motive for 44 percent." (Mehr über solche
und ähnliche Falschbeschuldigungen findet ihr übrigens in "Sind Frauen
bessere Menschen?")
RICHTER LEGT FALL NIEDER: "KAMPF GEGEN HÄUSLICHE GEWALT VÖLLIG AUSSER
KONTROLLE"
Ein Richter in Quebec legte in den letzten Tagen einen Fall zur häuslichen
Gewalt nieder, weil er die Definition dieses Begriffes inzwischen als so
weit empfindet, dass die Welt vollständig Kopf stünde: "What it boils down
to is that violence against a woman is anything she says it is. If she calls
police and claims she was frightened by her partner's behaviour, she
kickstarts a system that's all gears and no brakes. It starts with jail for
the accused, a restraining order, and a slow and expensive tour of the court
system." Wenn sie den Anruf bei der Polizei nur aus einem Anflug von Wut
heraus tätigte, um sich in einem Streit durchzusetzen, kann sie die
Beschuldigung nicht mehr zurücknehmen. Stattdessen haben Richter Gosselin
zufolge längst die Häusliche-Gewalt-"Experten" das Ruder übernommen und
sehen die einzige Lösung darin, den Beschuldigten quer durch die
juristischen Instanzen zu schleifen. (Kanada ist eines der Länder, die mit
ihrer eigenen Version von "Gewaltschutzgesetzen" offenbar die
internationalen Vorreiter auch für Deutschland spielten.) In dem konkreten
Fall war es darum gegangen, dass der Beschuldigte seine Töchter wütend
angeschrien hatte, sie sollten endlich das von ihnen verursachte
Durcheinander aufräumen. Richter Gosselin: Wenn beide Eltern wütend gewesen
wären, hätte es erst gar keinen Fall gegeben. Gegenüber seinen Kindern Ärger
zu zeigen sei kein kriminelles Verhalten. Lest den kompletten Artikel unter
http://www.canada.com/search/site/story.asp?id=C722C247-9EED-47AB-A774-753FC2FED427
USA: HYSTERIE WEGEN ANGEBLICHER SEXUALGEWALT HÄLT AN
Die nicht zuletzt von der feministischen Bewegung immer wieder angefachte
Hysterie bezüglich sexueller Gewalt trifft inzwischen männliche wie
weibliche "Täter" gleichermaßen, wie eine Fallsammlung unter
http://www.counterpunch.org/axelevil.html belegt. Ein Auszug: "Last July,
Ohio sentenced 22-year-old Brian Dalton to seven years in prison because of
sex fantasies he wrote in his diary. A woman teacher in Arizona up on trial
last month for a relationship with a 17-year-old boy faces 100 years in
prison."
ZWEI FRAUEN VON DREIJÄHRIGEM MIT SPIELZEUGAUTO ZUSAMMENGESCHLAGEN
A boy aged three left one woman with a fractured skull and another shaken
and bruised after hitting them with his toy truck. The pair later approached
the toddler's mother, who replied: "Yeah, he does that to people sometimes.
I don't really know what to do about it." Eines der Opfer beklagt: "You
wouldn't think a little bastard like that could cause so much horror. I read
somewhere that's how terrorists are bred. If he can do that at three then
think of 30 years from now." Wow - die ganze Diskussion über Männergewalt
und mütterliche Verantwortung in einer Nusschale (einer etwas angeknackten)!
Lest den kompletten Artikel unter
http://www.stuff.co.nz/inl/index/0,1008,1110588a4560,FF.html
ACHTJÄHRIGER BEDROHT ANDERE KINDER MIT SPIELZEUGPISTOLE: STAATSANWALT
ERMITTELT
BRITE WEGEN SEXUALMORDES ACHT JAHRE UNSCHULDIG IN DEUTSCHEM KNAST
Yesterday he condemned the German legal system, saying that the police were
not interested in finding the real murderer:
"TODESSTRAFE" FÜR UNTERHALTSFLÜCHTIGEN VATER?
William Barnett wurde unter der Beschuldigung, er habe seinen Unterhalt
nicht gezahlt, in Haft genommen. Dort wurde ihm nach Aussage von Mitgliedern
seiner Familie das Insulin verweigert, das er gegen seine Diabetes benötigt
hätte - er starb:
http://www.11alive.com/local/local_top_story.asp?storyid=14843
PROTEST GEGEN DISKRIMINIERUNG: VATER KETTET SICH IN GERICHTSGEBÄUDE FEST
http://www.unison.ie/irish_independent/stories.php3?ca=9&si=697842&issue_id=6958
NEUE UNTERHALT(UNG)SSHOW: WER IST DER VATER?
In Kanada sorgt die Maury-Povich-Show für Kritik, denn ihr Konzept ist
ungewöhnlich: "Mr. Povich has found DNA testing is an entertainment tool.
Mothers of fatherless children are invited to go public to get the cost of a
DNA test covered. They name the man they believe impregnated them, and the
ball is in play. The man is tracked down for a DNA sample and is
interviewed. They show denial and great fear of paternity and the financial
responsibility that goes with it. Refusing the sample may be a good idea,
but that wouldn't get them on television. (...) In the first sample, the
mother had unpleasant things to say about the father. If the test proved he
was the dad, she was asked, would she want him to play any role in the life
of her child. She said no. She just wanted the money. (...)Accused dad and
his girlfriend were interviewed away from the set. He said he wanted to get
married and raise a family, but if he was the DNA dad he wouldn't be able to
afford to. His girlfriend had ugly things to say about the other woman. The
studio audience hooted and jeered. (...) Working up suspense like a
presenter at the Academy Awards, Mr. Povich slowly opened the envelope with
the test results. He dragged it out. The test showed the accused was not the
dad. There was much hugging and cheering and celebrating. The mom rushed
away. She was broken-hearted and crying. Mr. Povich caught up to her and
consoled her. He told her they would keep trying. It was the seventh man she
thought could be the dad. All had admitted to sex with her around the time
of conception." Lest den kompletten Artikel unter
VÄTER HABEN POSITIVEN EINFLUSS AUF SCHULERFOLG IHRER KINDER
http://news.bbc.co.uk/hi/english/education/newsid_1844000/1844766.stm
STUDIEN ERKENNEN HÖHERE ALLGEMEINBILDUNG BEI MÄNNERN
Geschlechtsneutrale Wissenstest bei 1500 Universitäts-Studenten ergaben
einen erkennbaren Vorsprung beim männlichen Geschlecht:
http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20020222/134476.html
Erklärt wird dies momentan weniger durch eine geschlechtsbedingte höhere
Gehirnleistung (solche Theorien kann man im umgekehrten Fall auch getrost
den Radikalfeministinnen überlassen), sondern damit, dass die
Interessensgebiete von Männern weiter gesteckt seien. (Könnte sein. Meines
Wissens werden Magazine wie z. B. "Der Spiegel" noch immer weit eher von
Männern gelesen, während sich die meisten Frauen zwischen "Amica",
"Brigitte", "Das goldene Blatt" und 150 Zeitschriften ähnlichen Anspruchs zu
bewegen scheinen.) Für den Verantwortlichen einer der Studien, Dr. Paul
Irwing, stellt sich nun folgende Frage: "In the real world, women are
increasingly outperforming men. They definitely outperform men at university
... What one has to say then, is that if women are doing better in the real
world, why then aren't they doing better on these tests?" Maskulisten würden
natürlich umgekehrt fragen: Wenn Männer mehr wissen, warum werden sie dann
in ihrer Ausbildung von Frauen zurückgedrängt? Womit man schnell bei der
Diskriminierungsfrage wäre - die allerdings für viele noch immer ein Tabu
darstellt, wenn sie Männer betrifft.
HACKERIN BEKÄMPFT SEXISMUS MIT COMPUTER-WURM
Um dem Vorurteil entgegenzuwirken, dass nur Männer in der Lage sind,
Computerviren zu erschaffen, entließ eine 17-jährige Hackerin aus San
Francisco einen neuen Wurm ins Web:
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/nm/20020305/wr_nm/tech_feminist_dc_3
Die nur als "Gigabyte" bekannte Täterin steht ansonsten auf Kickboxen,
House, Techno und Trance.
MANN KLAGT GEGEN "TÖCHTERTAG"
Seiner Ansicht nach diskriminiere diese Einrichtung (die wir Deutschen von
den USA übernommen haben) die Jungen. Seine Klage erregt einige
Aufmerksamkeit in der Presse, so etwa hier:
http://www.pressdemocrat.com/local/news/05daughtersuit.html hier:
http://www.sacbee.com/state_wire/story/1765891p-1845160c.html und hier:
http://www.latimes.com/templates/misc/printstory.jsp?slug=la%2D000016658mar06
Immerhin scheint sich diesen Artikeln zufolge wenigstens ein rudimentäres
Gespür für die Benachteiligung des männlichen Geschlechtes zu entwickeln -
statt dem "Töchtertag" bildet sich hier und da ein "Kindertag" heraus.
WASHINGTONER RICHTER BEFINDET: BEFÖRDERUNGSREGELN BEI DER ARMEE
DISKRIMINIEREN MÄNNER
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20020305/ap_on_go_ca_st_pe/army_promotion_suit_2
MEDIZINISCHE FORSCHUNG AN PROSTATAKREBS ZEHN JAHRE HINTER FORSCHUNG AN
BRUSTKREBS
http://groups.yahoo.com/group/menshealth/message/493
FRAUENUNTERDRÜCKUNG IN ARABISCHEN LÄNDERN EBENSO HARTNÄCKIGES WIE
GEFÄHRLICHES KLISCHEE
Susan Muaddi Darraj argumentiert unter
http://www.monthlyreview.org/0302darraj.htm , dass US-Amerikaner (und das
gilt sicher auch für den Rest der westlichen Welt) seit über hundert Jahren
an einer sehr klischeehaften Vorstellung der verschleierten, schwachen
arabischen Frau festhalten: "This pitiful creature follows her husband like
a dark shadow, is forced to remain silent and obey her husband at all times,
is granted a body only to deliver more children, perhaps even in competition
with her husband's other wives." Dass dieses Fehlurteil noch immer
existiere, habe nicht zuletzt politische Ursachen: "The rise of U.S.
feminism in the 1970s and 1980s coincided with the rise of Islam as the `new
enemy´ of the Western world. Images of the Ayatollah Khomeini in Iran, the
Mujahedin in Afghanistan, Qaddafi in Libya, and Yasser Arafat and the PLO
concretized Islam's new role as the author of fear and the enemy of
Western democracy, human rights, and especially civil law. And those images
of Islam were strategically - almost artistically - painted with glimpses of
what Islam did to its own women: it turned them into mute shadows, thus
flying in the face of the gender equality and democracy that American
feminism claimed as its foundation." Nachdem Darraj ausführt, dass es auch
in der arabischen Welt seit langer Zeit eine feministische Bewegung gebe,
erklärt sie, warum die Instrumentalisierung des angeblichen Kampfes gegen
die Frauenunterdrückung eben jenen Frauen eher schade als nütze: "For
example, while Afghan women and their plight had been singled out by the
American media as an example of how backwards the Taliban was (even though,
to its credit, American feminism had been criticizing and attempting to
educate people about the Taliban since 1996), these same women were also
forced to herd their families into refugee camps and/or watch their houses
be destroyed in the storm of bombing of Afghanistan that followed the
September 11 attacks. The media's popular portrayal of Muslim women as
universally helpless and dominated by the patriarchy that continues to exist
in Arab culture (as if any society is free of it) has reinforced American
perceptions that Arabs and Muslims are degenerate and twisted, thus worthy
of domination and bombing."
WACHSENDE ZAHL VON SELBSTMORD-ATTENTÄTERINNEN
In Palästina sind inzwischen immer mehr Frauen der Ansicht, ihr Platz im
Kampf gegen die israelischen "Besatzer" sei an der Seite ihrer Männer,
binden sich Sprengstoff um die Hüfte und jagen sich damit an strategisch
ausgewählten Orten in die Luft:
http://www.theage.com.au/articles/2002/03/01/1014704997607.html
"GIRLS JUST WANT TO BE MEAN"
Das New-York-Times-Magazin befindet, dass junge Frauen längst so aggressiv
geworden sind wie junge Männer, auch wenn sich das bei ihnen anders äußert:
http://www.nytimes.com/2002/02/24/magazine/24GIRLS.html?pagewanted=all Lang,
aber lesenswert.
AGGRESSIONEN VON MÄDCHEN ERREICHEN NEUES STADIUM - INTERNATIONAL ERSTMALS
ALS PROBLEM ERKANNT
Der britische Observer berichtet unter
http://www.observer.co.uk/focus/story/0,6903,660933,00.html von folgender
Entwicklung: "Schoolgirls' ways of being cruel to each other are now so
insidious and sophisticated that their victims can feel the devastating
effects well into adulthood. Girls have always had cliques and hierarchies;
they have always gossiped, bitched and ostracised, but according to
psychologists there is a new form of non-physical cruelty spreading through
schools so extreme it has been given a new name: relational aggression. So
new is this particular type of psychological warfare that experts are
comparing our knowledge of it now with the attention given to domestic
violence 20 years ago. This lack of awareness is, Rosalind Wiseman believes,
allowing the warfare to wage unhindered in playgrounds and classrooms where
teachers either dismiss girl-on-girl cruelty as being less important than
the more obvious and disruptive male aggression, or fail to notice it
altogether. Relational aggression is fast becoming a globally recognised
phenomenon with a slew of publications, including Rachel Simmons's Odd Girl
Out: The Hidden Culture of Aggression in Girls, Emily White's Fast Girls:
Teenage Tribes and Phyllis Chesler's Woman's Inhumanity to Woman, agreeing
that girl-on-girl cruelty is reaching new extremes of carefully modulated
and controlled viciousness." Ich bin gespannt, wann die Wissenschaft so weit
sein wird, auch das Tabu der Aggression von Mädchen gegenüber Jungen zu
sprengen.
"BOYFRIEND-TRAININGS-SET" AUCH IM DEUTSCHEN HANDEL
Manchmal finden Sprünge von den USA hierher schneller statt, als ich sie
vorhersehe: Hatten wir in der vorletzten Ausgabe dieses zines noch über
einen in den USA erhältlichen Boyfriend-Trainings-Kit berichtet, wird eben
dieser längst im deutschen Buchhandel angepriesen: "Sie haben einen Freund,
der am liebsten im Trainingsanzug vor dem Fernseher sitzt und sich den Bauch
kratzt? Der angetrunken nach Hause kommt und das auch noch lustig findet?
Der Ihnen Komplimente macht wie `Du sieht so süss aus, wenn du wütend bist´?
Wenn Sie eine - oder gar alle - dieser Fragen mit `ja´ beantworten müssen,
keine Sorge: Rettung ist nah. Mit diesem Trainings-Set bekommen Sie noch den
hoffnungslosesten Fall in den Griff. Es enthält alles, um den Mann an ihrer
Seite zu Höflichkeit, Rücksichtnahme, Treue und anderen wünschenswerten
Tugenden zu erziehen. Das beiliegende `Beziehungs-Pflege-Buch´ enthält
Regeln, die sogar der Dümmste versteht. Im `Punkteverzeichnis´ wird dann der
Fortschritt Ihres Partners aufgezeichnet und Abzug bzw. Zugewinn von
Bonuspunkten vermerkt. Ausserdem gehören zu dem Set gelbe Aufkleber als
Warnsignale, goldene Sternchen für den Fall, dass das von Ihnen gesteckte
Ziel erreicht wurde und natürlich auch der unvermeidliche rote Sticker, der
das Ende des gemeinsamen Weges signalisiert. Wenn Sie also die Entwicklung
Ihrer Beziehung nicht dem Zufall überlassen wollen und noch die Hoffnung im
Herzen tragen, dass Männer trotz aller Mängel lernfähig sind, ist dieses
Trainings-Set Ihr unverzichtbarer Begleiter im Alltag." Zu bestellen gibt es
das bei Goldmann erschienene 15-seitige Teil für nur neun Euro unter
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442451345/qid%3D1014968432/302-7283608-4954452
WO SIND ALL DIE ALPHA-FRAUEN?
Maureen Dowd wundert sich in der New York Times über folgendes: In den
Schulen gibt es scharenweise sogenannte "alpha girls" - Mädchen, die durch
bissige Bemerkungen, heiße Klamotten und kalte Blicke eine Vorrangstellung
in ihrer Gemeinschaft erobern. Das verbreitete Fehlurteil, dass Mädchen
weniger aggressiv und dafür einfühlsamer als Jungen seien, wurde spätestens
in den Neunzigern zum Sturz gebracht, als die Forscher herausfanden, dass
Mädchen statt ihrer Fäuste simple Bösartigkeit einsetzten. Die Psychologin
Marion Underwood nennt als beliebte Taktik dieser Mädchen, Einzelheiten aus
dem Privat- und Intimleben der Rivalen zu erfahren, um diese dann bei Bedarf
als Munition gegen sie zu verwenden. (Ja, ich hab auch schon mal gehört,
dass manche Frauen zu sowas in der Lage sein sollen.) Maureen Dowd stellt
sich nun die Frage, was aus all diesen Biestern werde, wenn sie
heranwachsen, und warum es so wenig "Alpha-Frauen" in der Arbeitswelt oder
der Politik gebe. Dowds Frage ist hier interessanter als ihre Antwort, denn
als Schuldige entlarvt sie natürlich wieder die Männer:
http://www.nytimes.com/2002/02/27/opinion/27DOWD.html Ob ihr Fazit lautet,
dass Männer insbesondere auch skrupellosen Frauen bessere Aufstiegschancen
geben sollten, ist mir nicht ganz klar geworden. Viel bezeichnender finde
ich, dass die hochgepriesene Böse-Mädchen-Masche immer noch ein Patentrezept
dafür zu sein scheint, in der Gesellschaft nicht sehr weit zu kommen.
CHIRURGIN ERSTICHT 13-JÄHRIGEN SOHN
http://www.startribune.com/stories/462/1647405.html
GROSSMUTTER ANGEKLAGT, KILLER AUF EX-SCHWIEGERSOHN ANGESETZT ZU HABEN
http://www.courttv.com/trials/taped/trexler/background.html
LEHRERINNEN VERHAFTET: SIE SOLLEN SCHÜLER BEAUFTRAGT HABEN, EIN MÄDCHEN
ZUSAMMENZUSCHLAGEN
http://www.lowcountrynow.com/stories/030802/LOCteachers.shtml
MUTTER DER HERSTELLUNG VON KINDERPORNOS ANGEKLAGT
http://dailynews.yahoo.com/h/nypost/20020223/lo/perv_mom_charged_in_kid-porn_outrage_br__1.html
MUTTER HÄLT BABY EINE DREIVIERTELSTUNDE UNTER KALTES WASSER: TOT
http://www.azcentral.com/news/articles/0304BabyShower04-ON.html
SUN: "BÖSE MUTTER FÜTTERTE RATTEN MIT BABY"
Mit Foto: http://www.thesun.co.uk/article/0,,2-2002101035,00.html
MUTTER UNTER ANKLAGE: ACHTJÄHRIGE TOCHTER IN MÜLLSCHLUCKER GEWORFEN
Dem bisherigen Informationsstand nach wollte die Tochter ihre Reste nicht
essen und wurde daraufhin offenbar von ihrer Mutter in den Abfallschlucker
gestoßen, woraufhin sie fünf Stockwerke in die Tiefe raste:
http://sg.news.yahoo.com/020307/5/singapore1771.html
COLLEGE-STUDENTIN ANGEKLAGT: TÖTETE SIE VATER MIT SCHWERT?
http://ap.tbo.com/ap/breaking/MGABA524GYC.html
MANN TOT NACH ZWEI TAGEN IN ZERBORSTENER WINDSCHUTZSCHEIBE - FRAU DES MORDES
ANGEKLAGT, NACHDEM SIE IHM IN IHRER GARAGE ZWEI TAGE BEIM VERBLUTEN ZUSAH
http://www.dfw.com/mld/startelegram/2809134.htm
(Gibt´s hier eigentlich einen internationalen Wettbewerb oder sowas?)
MANN STIRBT ALS FOLGE VON KASTRATION
Als Loreena Bobbit ihrem schlafenden Mann das Glied abschnitt, nahm es die
Weltpresse eher als witziges Spektakel denn als schwere Körperverletzung
wahr und Alice Schwarzer gab ihrer unverhohlenen Freude über diese Tat in
einem "Emma"-Leitartikel Ausdruck: Sie bezeichnete das verstümmelte Opfer
als endlich "entwaffnet". Tatsächlich handelte es sich bei dieser Gewalttat
um keinen Einzelfall, bei sorgfältiger Recherche kann man immer wieder davon
lesen. Ungewöhnlich ist allerdings der unter
http://www.azcentral.com/news/articles/0227castration27-ON.html verlinkte
Fall insofern, als der kastrierte Mann als Folge seiner "Entwaffnung" starb.
Ein sehr interessantes Essay über die gesellschaftliche Ironisierung solcher
Verletzungen sowie den offen ausgedrückten Hass vieler Frauen gegenüber
männlichen Genitalien findet sich hier:
http://strider.pgfn.bc.ca/Menus/pubsq/mens/essay.hatred.html
ALICE SCHWARZER KRITISIERT NACKTE SPORTLERINNEN
Wir alle fragen uns manchmal: Jetzt, da die Benachteiligung von Frauen
längst überwunden ist, welche Anliegen hat die feministische Bewegung
eigentlich noch? Alice Schwarzer zufolge scheinen es die Sportlerinnen zu
sein, die sich als Nacktmodels präsentierten: "Je stärker die Frauen werden,
desto mehr versucht man, sie bloßzustellen." wird Schwarzer zitiert. Dies
geschehe, indem "man" Sportlerinnen einrede, sie müssten immer noch feminin
sein: http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=567&item=180193 Ein
aufschlussreiches Frauenbild vertritt Frau Schwarzer da mal wieder: Selbst
diejenigen Frauen, die stellvertretend für Deutschland Höchstleistungen
bringen und um Goldmedaillen kämpfen, sollen nicht in der Lage sein, selbst
zu entscheiden, ob sie sich für erotische Aufnahmen ablichten lassen? Ist
jede Frau gehirngewaschen und vom Patriarchat manipuliert, die Frau
Schwarzers Ansichten nicht teilt? Und von wem werden eigentlich die Männer
manipuliert und bloßgestellt, die z. B. für die Cool-Water-Werbung alle
Hüllen fallen lassen?
SELBST WEIBLICHE FISCHE TÄUSCHEN ORGASMUS VOR
Nicht wirklich eine News, aber aus unerklärlichen Gründen finde ich sowas
witzig: http://www.ananova.com/news/story/sm_243284.html
ERKENNTNISSE AUS DEM SCHWEINESTALL
Sauen werden von dem widerlichsten Eber im Stall sexuell am stärksten
angesprochen, fanden jetzt Forscher aus England und Australien heraus. Sie
zogen Parallelen zum Menschen, von denen wir uns natürlich ausdrücklich
distanzieren müssen:
http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20020305/237742.html
ENDLICH WISSENSCHAFTLICH BELEGT: ZUR ARBEIT GEHEN MACHT KRANK
Scientists believe that even the mere sight of the office is enough to
trigger depression, headaches and a cold:
MEINUNG:
-----
NEUN TABUS IN DER GESCHLECHTERDEBATTE
Was macht denn die "Märkische Allgemeine" da? In einem Universum von
Zeitungsartikeln, in denen allein die feministische Position der
Geschlechterdebatte auf uns niederstarrt, funkelt urplötzlich ein einzelner
Stern auf und beleuchtet zumindest einige der manchen bisher unbekannten
Gefilde. Schnell, schaut hin, bevor er erlischt:
http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc=3_3_1&id=32208&weiter=250
"MACHT`S GUT, OPFERFEMINISTINNEN UND MÄNNLICHE SOFTIS, HALLO
GLEICHBERECHTIGUNGS-FEMINISTINNEN UND MÄNNLICHE SELBSTBEHAUPTUNG"
Die Website http://www.radicalmiddle.com/x_feminists.htm analysiert, dass in
den frühen neunziger Jahren eine Welle neuer Denker die althergebrachten
Dogmen des Feminismus und der bisherigen Männerbewegung zu hinterfragen
begonnen habe. (In Deutschland fand und findet das bekanntlich ein paar
Jahre später statt.) Radikalfeministische Selbsterhöhung der Frau,
Männerfeindlichkeit, Schuldzuweisungen, Theorien einer patriarchalen
Verschwörung und eine Opferkultur (dies alles auch von den angegriffenen
Männern selbst verinnerlicht) gehören bis auf ein paar letzte Dinosaurier
der Vergangenheit an. Stattdessen habe sich eine neue Weltsicht entwickelt,
die auch Männlichkeit ihr Recht zugestehe, Gleichberechtigung nicht länger
als Einbahnstraße empfinde, sondern auch die Diskriminierung von Männern
nicht länger ausblende, feministische Zensur und andere totalitäre
Geisteshaltungen als schädlich erkenne, populäre Irrtümer der Frauenbewegung
aufdecke und Sexualität wieder als befreiend, statt unterdrückend empfinde.
Parallel zueinander entwickelten sich aktuell selbstbewusster Feminismus
ebenso wie selbstbewusster Maskulismus: einseitige "Frauenfreundlichkeit"
wird von einer Fairness zugunsten beider Geschlechter abgelöst.
Der Artikel ist relativ lang gibt aber einen ganz wunderbaren Überblick über
die theoretische Entwicklung der Geschlechterdebatte im letzten Jahrzehnt:
von Camille Paglia und Naomi Wolf über Warren Farrell und Susan Faludi bis
zu Cathy Young und dem "Manifesta!". Wen das Thema interessiert, der wird
diesen Beitrag sehr informativ und lesenswert finden.
FRAUEN, KINDER, TEENAGER UND SEXUALITÄT
Unter http://www.geocities.com/remarksman/candy1.html veröffentlichen die
"Spindoctors" einen interessanten Artikel über bedenkliche Tendenzen in
unser kulturellen Inszenierung von Sexualität und Erotik, der dafür
ausnahmsweise mal nicht die Männer, sondern bestimmte Frauen in die
Verantwortung nimmt. Formulierungen wie "Ms. Lopez is an exploiter of
children, the cash cow behind the rapist." sind meiner Ansicht nach
unangemessen scharf, gibt aber Anlass zum Nach- und Weiterdenken. Der
Artikel fährt mit den blinden Flecken beim Thema sexueller Missbrauch fort:
Unsere feministische Gesellschaft lehrt uns, "den Frauen und Kindern zu
glauben". Wie reagieren wir, wenn Frauen die Täter und Kinder die Opfer
sind? Am Beispiel der Lehrerin Gehring, die mit zweien ihrer Schüler Sex
hatte, argumentiert der Autor: "Who was raped in the Gehring pony-show?
MALES were raped. JUSTICE was raped. Gehring rubs men's faces in the
sexual and legal double standards rotting the West. After trial, she
admitted having sex with other boys. No jails for Ma'am, though. No
Pervert Signs on her front lawn." Gleichzeitig gibt es eine Flutwelle von
falschen Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs: "According to statistical
evidence in 1992 and 1997, over two-thirds of reports of child abuse in the
U.K. have NO substantive basis i.e. False and wrongful accusations. [Dept of
Health Statistics]. Similar proportions of false accusations were evident
during the same time period in the United States of America and in
Australia. There is evidence that false accusations of child abuse are
occurring for mistaken, mischievous, and malicious reasons." Und schließlich
stellt er die Frage, ob die Pornographisierung unserer Gesellschaft wirklich
die Ausbeutung von Frauen durch Männer darstelle oder nicht vielmehr die
Ausbeutung von Männern durch Frauen: "Girls and women are rewarded for
exploiting and commercializing their bodies - and sexuality in general -
gaining enormous control over males throughout Western civilization.
Amazingly, feminism paints this gross and vampiric transfer of wealth and
power as the exploitation of women by men. When MEN PAY females to touch
them, or to have sex, or to watch women strip, men are told that they are
oppressing women. This, while female `sex workers´ retire at twenty-three.
Six-figures a pop for Ms. Lopez."
WANN IST SEXUELLE BELÄSTIGUNG NUR FLIRTEN?
Noch immer ist die Frage in der Diskussion und noch immer fällt wird die
Zuordnung von den Gefühlen der angesprochenen Person abhängig gemacht:
http://enotalone.com/articles.php?catstr=540&lid=2088 Ein Tatbestand, der
allein von dem subjektiven Eindruck eines der Beteiligten abhängt, ist
juristisch und moralisch allerdings hochproblematisch.
"GESELLSCHAFT SIEHT GEWALTTÄTIGE FRAUEN NOCH IMMER ALS OPFER"
Ein paar interessante Statistiken für die Zahlenfetischisten unter euch:
http://www.glennjsacks.com/female_murders_seen.htm
RADIKALFEMINISTIN OUTET SICH ALS EHEMALIGER MANN / McELROY: "GEMEINSAMES
MENSCH-SEIN VORRANG VOR GRUPPENPOLITIK"
Die Maskulisten im Web wird es interessieren, dass auch andere
Internet-Diskussionsforen so ihre Probleme haben: Eine Radikalfeministin,
mit der ich mich selbst schon angelegt hatte (und deren Praktiken weit über
das hinausgingen, was man hierzulande so erlebt), outete sich jetzt als
transsexueller ehemaliger Mann; eine ihrer Mitstreiterinnen deutete
inzwischen Ähnliches an. Vor einigen Monaten führten nicht zuletzt die
Praktiken dieser Userin dazu, dass das Diskussionsforum der international
größten Frauenbewegung NOW stillgelegt werden musste. Jetzt kommt es zu
einem ähnlichen Aufruhr im Forum der Zeitschrift "Ms." (das amerikanische
Gegenstück zur "Emma"). Wendy McElroy diskutiert die politischen Folgen der
so entstandenen Debatte unter
http://www.foxnews.com/story/0,2933,47097,00.html
"STEHT AUF EIGENEN FÜSSEN!"
Unter http://news.theolympian.com/stories/20020222/Opinion/21988.shtml gibt
Dale Grenier jungen Frauen eine Handvoll Ratschläge, die ich aus ganz
persönlicher Sicht nur unterstreichen kann.
MEDIAWATCH:
-----
VÄTERRECHTE TITELTHEMA BEIM "SPIEGEL"
Die meisten von euch werden es mitbekommen haben, aber hier sei es der
Vollständigkeit halber noch einmal aufgeführt: Das Hamburger Magazin leitete
seinen Schwerpunktbeitrag in der Ausgabe 9/2002 mit folgender Passage ein:
"Im Scheidungsdrama werden Kinder zu Opfern: Aus Rache und Hass verwehren
vor allem Mütter ihren Ex-Partnern jeden Kontakt mit ihnen. In neuen Studien
belegen Psychologen die fatalen Folgen des `Entfremdungssyndroms´, Juristen
wollen jetzt die Rechte der Väter stärken." Der Artikel kommt zu dem Fazit:
"Meistens (...) sind es die Väter, die aussortiert werden, auch weil
Gerichte und Jugendämter immer noch gern der fragwürdigen Ideologie folgen:
Alle Macht den Müttern. Das Ergebnis ist eine Praxis, die sich männer-, vor
allem aber kinderfeindlich auswirkt: Die Frau verfügt, der Mann bezahlt, auf
die Bedürfnisse der Sprösslinge achtet niemand." Unter
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,184041,00.html könnte man den ganzen
Beitrag problemlos lesen, wenn der SPIEGEL nicht inzwischen ein
kostenpflichtiges Portal davorgeschaltet hätte.
NICHTS NEUES IN DER "EMMA"
Eine kursorische Sichtung der aktuellen "Emma"-Ausgabe ergab keine
besonderen Neuigkeiten für die hier behandelten Themen - bis auf die
Meldung, dass Intelligenz angeblich allein auf dem "weiblichen", dem
X-Chromosom liege und nicht auf dem männlichen Y. Warum das für "Emma" eine
Meldung wert ist (insbesondere da bekanntlich auch jeder Mann über ein
x-Chromosom verfügt), darüber lohnt es sich vielleicht nachzudenken.
ZITATE:
----
"Ich wäre gerne als Frau auf die Welt gekommen, dann hätte ich Sex, wann
immer ich wollte."
Helmut Zerlett, Bandleader der "Harald-Schmidt-Show"
"Sie habe den Kindern einen Gefallen getan, weil sie Waisen waren, die einem
harten Leben entgegensahen."
Rechtfertigung Juliana Muskankwayas, die während des
Bürgerkriegs/Völkermords in Ruanda in einer Gruppe anderer Frauen mehrere
Kinder mit großen Stöcken zu Tode geprügelt hatte. Zitiert nach Roy F.
Baumeister "Evil. Inside Human Cruelty and Violence", New York 1997, S. 308
(übrigens ein lesenswertes Buch)
BETROFFENE FÜR INTERVIEWS GESUCHT:
-----
DIPLOMANDIN SUCHT MÄNNLICHE OPFER HÄUSLICHER GEWALT
Folgendes Mail erreichte mich von Stefanie Schenk, eine der Abonenntinnen
meines zines: "Zur Zeit arbeite ich an meiner Diplomarbeit zu dem Thema
'Gewalt gegen Männer - Deutungs- und Verarbeitungsmuster' - und suche
hierfür männliche Interviewpartner, die in einer heterosexuellen
Intimpartnerschaft Gewalt durch Frauen erfahren haben und mir diesbezüglich
Auskünfte innerhalb eines halbstrukturierten Interviews geben." Wer darüber
ein paar Fragen für die wissenschaftliche Verwertung beantworten möchte,
kann sich an Stefanie Schenk unter stschenk@uni-muenster.de wenden.
SWR PLANT NEUE SENDUNG ÜBER OPFER WEIBLICHER GEWALT
Wenige Tage später nahm erneut ein Journalist des SWR mit mir Kontakt auf.
Nach einem längeren Telefonat bat ich ihn, ein entsprechendes Gesuch zu
erstellen, in dem er die Hintergründe zur geplanten Sendung erklärt. Das hat
er freundlicherweise schnell getan und ich gebe es hiermit an euch alle
weiter:
--- Opfer von weiblicher Gewalt gesucht
Mein Name ist Christopher Hiepe und ich bin Fernseh-Journalist beim SWR in
Mainz. Ich recherchiere für eine 30-minütige Reportage über Gewalt gegen
Männer, die Ende Mai in der Reihe "Mensch Alltag" (Di, 21 Uhr) im
Südwestfernsehen ausgestrahlt werden soll. Anhand von zwei bis drei
Einzelfällen (am liebsten auch aus der Sicht einer Täterin) will ich das
Phänomen vorstellen und greifbar machen, anhand von wissenschaftlichen
Studien und der Aussagen von Experten auch gesellschaftlich einordnen.
Ausserdem will ich in dem Film der Frage nachgehen, warum das Thema trotz
der bekannten Zahlen gesellschaftlich und politisch noch immer ein Tabu ist.
Die Thematik ist nicht ganz neu für mich, da ich vor ca. zwei Jahren schon
einmal in einem kürzeren Beitrag über das Thema und einen Einzelfall
berichtet habe. Ich weiss deshalb, dass das Thema natürlich gerade für die
Opfer ein sehr sensibles ist und eine Öffentlichmachung der eigenen
Geschichte kein leichter Schritt ist. Ich hoffe dennoch, dass sich der eine
oder andere bei mir melden wird, da ich glaube dass erst durch die
Veröffentlichung von Einzelschicksalen das Phänomen in das Bewusstsein einer
breiteren Öffentlichkeit gelangen und auch anderen Männern Mut machen kann,
sich mit ihren Erlebnissen anderen Menschen anzuvertrauen und Hilfe zu
suchen.
Auf Wunsch könnten Betroffene aber auch verfremdet und damit anonym in
Erscheinung treten. Dass über ein Einzelschicksal an anderer Stelle schon
berichtet wurde, würde für mich kein Problem darstellen.
Bei Interesse bin ich telefonisch unter 06131/9293474 oder 0171/1207451, per
Mail unter Christopher.Hiepe@swr.de zu erreichen.
Mit freundlichen Grüssen
Christopher Hiepe ---
AUCH DER BOULEVARD ENTDECKT DAS THEMA GEWALT GEGEN MÄNNER
Ebenfalls angemailt wurde ich letzte Woche von RTL:
--- Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bereiten für "RTL Explosiv" und "RTL Punkt 12" einen Bericht über Männer
vor, die Opfer von Gewaltanwendung durch ihre Frauen werden. Hierbei halten
wir bereits Kontakt zu Peter Thiel, der in Berlin das erste Männerhaus
eröffnen will.
Jedoch suchen wir noch nach Männern, die sich dazu bereit erklären, vor der
Kamera von ihren Erfahrungen als Opfer zu berichten. Damit möchten wir die
Notwendigkeit der Enstehung dieses Männerhauses hervorheben und andere Opfer
ermutigen, sich mit ihren Problemen an öffentliche Hilfestellen zu wenden.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Anfrage an entsprechend
interessierte Männer weiterleiten würden.
Bei Interesse an einem Interview melden Sie sich bitte unter der Nummer:
030-24755-556 (Redaktion Explosiv).
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin und in Hoffnung auf gutes Gelingen
Svenja Kleinschmidt, RTL Explosiv Berlin ---
Hier verlief das Telefonat allerdings sehr kurz und platt, ein wenig auf der
Ebene von
"Wir-suchen-Opfer-wenn-Sie-welche-haben-dann-nix-wie-her-wenn-nicht-dann-tschüss."
Ich stelle mal wieder fest, dass zwischen privaten und
öffentlich-rechtlichen Sendern noch immer ein Niveauunterschied besteht.
WEB:
----
Eine informative Site über vergewaltigte Männer gibt es unter
http://www.callrape.com/malerape.html Sie widerlegt unter anderem den
"Mythos", dass die meisten Vergewaltigungen von Männern in Gefängnissen
stattfinden.
LESERMAIL:
-----
Dem einen oder anderen von euch scheine ich einen Schreck eingejagt zu haben
bei dem Gedankenspiel, auch mal eine INVISIBLE-WOMEN-Ausgabe meines zines
herauszubringen. So schreibt mir Sebastian: "Ich fing gerade an, dass letzte
zine zu lesen - und erschrak erst mal. Du schriebst gerade über Deinen Zorn
über die ungenaue Recherche, mit der man über den Vorfall in Saudi-Arabien
berichtete. Weiter schriebst du, dass du dann manchmal daran denkst, dein
zine in `invisible women´ umzutaufen. Beim ersten Lesen stockte mir erst der
Atem: Wieder einer, der Angst vor der eigenen Courage bekommen hat, dachte
ich. Vielleicht ist er auch einfach korrumpiert und passt sich nun der
übliche politisch-korrekten Agenda an, die nur weibliche Opfer und männliche
Täter kennt. Beim Weiterlesen aber sah ich ein, was Dich erzürnte. Wenn man
wie Du über die Benachteiligung der Männer schreibt, muss man verdammt genau
mit den Fakten umgehen, sonst liefert man den zahlreichen Gegner(Inne)n, die
man natürlicherweise mit der Zeit dann hat, nur Steilvorlagen zum Konter,
und das gefährdet die Sache der Männer schlechthin. Du beachtest und
erwähnst solche Fehler und bemühst Dich um eine Genauigkeit und Objektivität
selbst noch in der eher benachteiligten Lage, was besonders bewundernswert
ist, da heute kaum mehr jemand von feministischen Pressestimmen so eine
Genauigkeit zu verlangen scheint. Auf alle Fälle weiter so!!" Richtig,
Sebastian, das waren meine beiden Wünsche: erstens Gründlichkeit und
Unvoreingenommenheit in der Recherche, zweitens nicht den Fehler der
Frauenbewegung wiederholen, indem man ignoriert, dass das andere Geschlecht
ebenfalls berechtigte Interessen hat.
Von Ralf habe ich folgendes Mail erhalten: "Am 08.03.02 habe ich etwas
wirklich Unglaubliches an Männerhass im Radio gehört. Der Sender SWR1
(Rheinland-Pfalz) brachte in der Mittagszeit ein Interview mit einem
Webmaster (Oliver H.), der eine angebliche Umfrage auf seiner Homepage
(ich_zieh_um.de) veröffentlicht hat. Auf die suggestiv gestellten Fragen der
Modoratorin ging der Autor der Umfrage nur zu gerne ein. Ergebnis: Männer
können nicht selbstständig umziehen. Warum? Nach seiner Umfrage sind Männer
einfach zu dumm, zu ungeschickt um zu organisieren, zu einfallslos und nicht
fähig zu renovieren. Männer sind Frauen prinzipiell (genetisch?) unterlegen.
Wie der Autor zu den Umfageergebnissen kommt, und welche Methodik dahinter
steht hat die Modoratorin selbstverständlich nicht interessiert. Mir ist bei
der einen oder anderen Modoratorin von SWR1 (RP) schon des öfteren eine
latente Männerverachtung aufgefallen, kann das jemand bestätigen? Ich
würde mich freuen, ein Feedback zu bekommen (Ralf.Freibeuter@gmx.de)."
Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich solche Haltungen schon bei den
verschiedensten Sendern erlebt habe, aber persönlich dahinter keine böse
Absicht sehe. Die Moderatorinnen wissen einfach, dass Männerverachtung im
Moment trendy ist. Wäre Ausländerfeindlichkeit gerade schick, würden sie
eben über Türken herziehen.
Peter ist mit einer Passage der letzten Ausgabe meines zines nicht ganz
einverstanden: "Gab es keine feministische Bewegung in der DDR? Was ist
eigentlich mit dem Lamentieren einer Bettina Wegener (`Ach, wenn ich doch
als Mann auf diese Welt gekommen wäre ...´ auf der LP `Sind so kleine
Hände´)? Und selbst wenn es unter dieser Bezeichnung keine Bewegung gab, so
wurde dennoch die `Gleichstellung´ im feministischen Sinne praktiziert, denn
Bauarbeiterinnen und dergleichen dürfte es auch in diesem sozialistischen
Paradies nicht gegeben haben, so wenig auch dort die geschlechtsspezifische
Militärdienstpflicht durch Abwesenheit glänzte! Gerade auf letzteres noch
ein eklatantes Beispiel für männerfeindlichen Sexismus: `Keine Achtung vor
Muttersöhnchen.´ - `15 Mädchen von der Insel Rügen haben sich an alle Jungen
des Ostseebezirkes in einem Brief gewandt, in dem sie schreiben: ‘...
Wir sind empört darüber, daß einige Jungen sich noch immer hinter Mutters
Rockzipfel verkriechen, sich persönliche Vorteile verschaffen wollen,
während unsere besten Jungen mit der Waffe in der Hand unsere Grenzen und
unser Leben schützen. Wir Mädchen haben keine Achtung vor Jungen, die sich
davor drücken, unsere Republik zu verteidigen. Wir fordern von allen Jungen
unseres Bezirkes, daß sie das Ehrenkleid der Nationalen Volksarmee anziehen
und unsere sozialistischen Errungenschaften schützen.'´ (Eisenfeld,
Bernd, Kriegsdienstverweigerung in der DDR: Ein Friedensdienst?,
Frankfurt/Main: Haag + Herchen 1978, Anhang: Dokumente) Übrigens habe ich
noch eine englischsprachige Broschüre mit zusammengestellten Äußerungen von
Marx, Engels, Lenin und Stalin zum Thema `Frau in der Gesellschaft´. Die
Ähnlichkeit mit feministischen Parolen ist verblüffend. Somit schließt sich
der Kreis wieder ... Von Gleichberechtigung also auch im ehemaligen Ostblock
keine Rede - die formale Gleichstellung ist ganz im Sinne Orwells
Verschleierungstaktik, und zwar hüben wie drüben!"
ZUR DOKUMENTATION: LESERBRIEF AN DIE "WASHINGTON POST"
-----
In der letzten Ausgabe meines zines hatte ich über einen Artikel der
"Washington Post" vom 31. Januar berichtet, in dem die Tatsache beklagt
wurde, dass die deutschen Partner deutsch-amerikanischer Partnerschaften
"are kidnapping American children and, with the help of German courts,
refusing to allow their American parents ever to see them again". Mein Leser
Hartmut hat dazu einen Leserbrief an die "Washington Post" geschrieben, den
er auch mir im deutschen Original zur Info zusandte und den ich gerne als
subjektiven Betroffenenbericht hier anonymisiert veröffentlichen möchte:
--- Sehr geehrte Frau ... (Name der Redakteurin),
mit großem Interesse wurde Ihr Artikel auch hier in Deutschland gelesen. Ich
gehöre einer Väterorganisation an, die sich zum Ziel gesetzt hat, die von
Ihnen so treffend beschriebenen skandalösen Missstände in deutschen
Gerichten und Behörden abzustellen. Diese Missstände, für die ich mich als
deutscher Demokrat und Verfechter der Menschenrechte zutiefst schäme.
Wie bereits erwähnt, beschreiben Sie die Zustände in Deutschland leider sehr
richtig und treffend.
Es ist jedoch ein großer Irrtum zu glauben, nur ausländische Eltern und
deren Kinder würden von den zuständigen deutschen Stellen in der
beschriebenen verbrecherischen Weise misshandelt und entrechtet.
Uns deutschen Eltern (meist den Vätern) ergeht es in Streitfällen nicht
anders!
Wer nach einer Trennung die Kinder "besitzt", deutsche "Familien"-Richter
sehen das ganz offensichtlich so, hat alle Narrenfreiheit dieser Erde! So
hat es einmal mein Anwalt formuliert, mein Sohn und ich erlebt.
Kein Gericht, kein "Jugend"amt nimmt unschuldige Kinder vor Elternteilen in
Schutz, die die Herrschaft über sie hemmungslos missbrauchen, indem sie sie
einer Gehirnwäsche unterziehen und sie gegen den anderen Elternteil
aufhetzen und sie entfremden, nur um den früheren Partner zu verletzen (vgl.
Gardener, New York 1984, "Parential Alienation Syndrome" -> PAS).
Hier in Grundrissen mein eigener Fall, den ich um eine fast beliebige Anzahl
weiterer Fälle mit verblüffenden Parallelen erweitern könnte:
1984 wurde mein Sohn geboren. Andere werden es kaum glauben, aber vom ersten
Tag an waren wir ein Herz und eine Seele. Die Mutter war gelitten, aber sein
Herz hing an mir und meines an ihm.
1987 war ich gezwungen, mich von der Mutter zu trennen, da ein Zusammenleben
nicht mehr möglich war. Wir kamen überein, dass mein Sohn bei mir bleiben
würde, wie er und ich es es wollten. Außerdem sollte keiner der Eheleute
gegen den anderen finanzielle Ansprüche erheben.
Ihr Anwalt meinte, sie solle das Kind doch besser behalten, da sie dann
mindestens DM 1000.- monatlich als Unterhalt bekäme.
Auf einmal behauptete sie wahrheitswidrig per Eid, sie hätte den gemeinsamen
Sohn bis zur Trennung allein betreut und versorgt. Tatsächlich hat mein Sohn
auch das Sprechen von mir gelernt ebenso wie das Schwimmen, Radfahren,
Klettern. Die Lügen häuften sich in den folgenden Jahren.
Deutschen "Familien"gerichten und "Jugend"ämtern genügten die Behauptungen
der Mutter. Nichts wurde überprüft.
Jedesmal, wenn ich die Richtigkeit meiner Behauptungen nachwies, wurden die
Beweise ignoriert/unterdrückt. Deutsche Gerichte lieben es gar nicht, wenn
das Gegenteil ihrer Auffassung nachgewiesen wird.
Mein Sohn wurde dazu verurteilt, gegen seinen Willen bei der Mutter bleiben
zu müssen. Ständig zog sie um - und immer weiter weg von mir, dem Vater.
Mein Sohn litt darunter, wollte bei mir bleiben. Er durfte es nicht.
Deutsche Institutionen wussten alles besser. Deutsche Gerichte verboten mir,
mich bei den Lehrern meines Kindes zu erkundigen, wie es ihm an der Schule
geht. Jahrelang kämpfte ich darum, das tun zu dürfen. Vergeblich. Ich bin
selber Lehrer.
Das war nur ein Teil der Strategie, meinen Sohn und mich immer mehr zu
entfremden. Während eines Telefonats vor einigen Jahren räumte meine gesch.
Frau ihre Absicht ungefragt ein, mir meinen Sohn durch Umzüge zu entfremden
- vor Gerichten bestreitet sie das tränenreich voller Empörung. Deutsche
Gerichte lieben die genehme Empörung.
Während vieler Jahre musste ich zum einen Kindesunterhalt bezahlen (und der
wird immer mehr) und zum anderen alle Aufwendungen meinen Sohn zu sehen,
allein tragen. Zwischenzeitlich wurde ich sogar dazu verurteilt,
Ehegattenunterhalt zu bezahlen, obwohl meine ehemalige Frau nachweislich
wegen krimineller Machenschaften ihre Arbeitsstelle verlor (Anm: Sie besaß
eine sog. Versandagentur und fälschte Kundenkarteikarten, um
Unterschlagungen zu verschleiern).
Neben den ständigen Umzügen versuchte sie auch sonst den Kontakt mit meinem
Sohn ständig zu erschweren, z. B. damit, dass just für das Besuchswochenende
Feste angekündigt waren, die dann leider nicht stattfinden könnten, oder für
den Zeitpunkt der Rückkehr große Geschenke angedeutet wurden. Auf der
anderen Seite standen Drohungen des Liebesentzugs. Und, nur scheinbar
paradox, Drohungen des Vaterentzugs: "Sascha, wenn du nicht pünktlich nach
Hause kommst, darfst du deinen Vater überhaupt nicht mehr sehen."
Fast überflüssig zu erwähnen, dass meinem Kind nur das schlechteste über
mich erzählt wurde, der Wahrheitsgehalt spielte dabei keine Rolle.
Über Jahre wandte ich mich immer wieder an "Familien"gerichte und
"Jugend"ämter mit der Bitte um Hilfe für meinen Sohn. Alle Reaktionen können
bestenfalls als ignorant, aber eher als hämisch und zynisch bezeichnet
werden. Erinnerungen an die Nazi-Justiz drängen sich auf.
Inzwischen beschimpft mich mein Sohn als einen Lügner und Betrüger - zur
Freude der Gerichte, haben die doch nach vielen Jahren scheinbar recht.
Denn die von deutschen "Familien"gerichten gewollte Gehirnwäsche (PAS) zeigt
jetzt Wirkung. Aus einem grenzenlosen Vertrauensverhältnis zwischen Vater
und Sohn wurde Feindschaft seitens des Sohnes.
Fein gemacht "Familien"gerichte und "Jugend"ämter! Jetzt weiß die arbeitende
Bevölkerung endlich, wofür sie arbeitet.
Ähnliche Fälle gibt es in Deutschland zehntausendfach. Meist sind Väter,
seltener die Mütter als Eltern betroffen: Die Kinder trifft es immer!
Mit freundlichen Grüßen
Hartmut S. ---
ZUR DOKUMENTATION: KÖRPERVERLETZUNGEN DURCH FRAUEN
--------
Über eine der letzten Väternews erreichte uns folgender Text:
--- Angezeigte Körperverletzungsdelikte zwischen Frauen und Männern: 19
Prozent der vermutlichen TäterInnen sind weiblich
Eine Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik Baden-Württemberg
1995-96 zeigt auf, was vielerorts, insbesondere auch in frauenbewegten
Kreisen, weitestgehend unbekannt zu sein scheint und sogar auf Unglauben und
Erstaunen stößt: 72 Prozent aller Opfer angezeigter Körperverletzungsdelikte
sind männlichen Geschlechts. Dies ist ein Ergebnis aus den offiziell
erfolgten Anzeigen. Wobei man einschränkend sagen, muss, dass es auch
Anzeigen geben kann, die nicht der tatsächlichen Lage entsprechen, sondern
z.B. unbegründet nur als Racheakt erfolgen. Bei den angezeigten
Körperverletzungsdelikten zwischen Männern und Frauen waren in 19 Prozent
der Fälle die mutmaßlichen TäterInnen weiblich. Die wirkliche Verteilung
dürfte bei Gewalt in heterosexuellen Beziehungen bei 50/50 liegen, so
jedenfalls die Ergebnisse der Dunkelfeldforschung. Die Diskrepanz zum
offiziell registrierten Übergewicht männlicher Täter dürfte aus dem
unterschiedlichen Anzeigeverhalten von Männer und Frauen herrühren, dass
Männern die Opferrolle nicht geglaubt wird und Frauen in der Opferrolle
häufig gesellschaftliche Zuwendung erfahren. Dass das im zuständigen
`Bundesministerium für Frauen ...´ noch nicht bekannt zu sein scheint,
könnte erklären, dass sich dieses Ministerium für männliche Bürger nur in
ihrer Eigenschaft als Rentner, Kinder und Jugendliche und eventuell noch als
`Elternteile´ und Transsexuelle (aber nur dann wenn sich die
Geschlechtsumwandlung in Richtung weiblich bewegt) zuständig fühlt. Speziell
Opferschutzprogramme für Männer und Jungen gibt es demzufolge nicht.
Einfacher scheint aber die Erklärung zu sein, dass sich in diesem
Ministerium einfach keine und keiner für die männliche knappe Hälfte unserer
Bevölkerung interessiert.
Die Zahlen Täter, Täterinnen, Opfer nach "Tatverdächtige"
Tätergeschlecht Opfer männlich Opfer weiblich
männlich 26152 8097
weiblich 1888 2786
Daten entnommen aus:"Soziographische Merkmale von
Täter-Opfer-Konstellationen"
Sven Höfer in: "Kriminalistik" 11/00, S. 711-716 ---
Dass in unserer Gesellschaft bis hin zu Sonderbriefmarken und hinauf zur UNO
speziell gegen „Männergewalt gegen Frauen“ protestiert wird,
sagt mehr über die wahren politischen Machtverhältnisse aus als über die
Verhältnisse zwischen Tätern und Opfern.
ZUR DOKUMENTATION: DER ARTIKEL, DEN DIE "TAZ" NICHT DRUCKEN WOLLTE
--------------
Die Berliner "tageszeitung" (taz) inszeniert sich oft als ein unabhängiges
Organ, in dem Fakten, Meinungen und Argumente genannt werden dürfen, die in
den "etablierten" Medien unter den Teppich gekehrt werden. Sichtet man
allerdings ihr Archiv zum Thema "häusliche Gewalt", dann stellt man schnell
fest, dass diese ganz traditionell noch mit Männergewalt gegen Frauen
gleichgesetzt wird. Zwar übernahm auch die taz eine Agenturmeldung über das
in Berlin geplante Männerhaus:
http://www.taz.de/pt/2002/02/27/a0181.nf/text.name,askpLo1Q4.n,0 - dies
konnte aber offenbar nicht ohne einen Kommentar geschehen, der das Problem
männlicher Opfer wieder herunterspielte. "Jede siebte Frau wird einmal in
ihrem Leben vergewaltigt oder sexuell genötigt", heißt es unter
http://www.taz.de/pt/2002/02/27/a0184.nf/text.name,askFpnbhz.n,2 "95 Prozent
der Täter sind Männer. Angesichts dieser Zahlen wird die Notwendigkeit für
ein Männerhaus von Expertinnen bezweifelt." Wow. So viele logische Brüche,
unsinnige Behauptungen und Auslassungen in drei Zeilen zu komprimieren - das
schafft nicht einmal die "BILD".
Erwähnenswert ist, dass der Berliner Politologe Joachim Bell schon vor
Monaten einen inhaltlich und sprachlich sehr gelungenen ausführlichen
Artikel zu eben diesem Thema für die taz erstellte - sich deren Redaktion
aber standfest weigert, ihn zu veröffentlichen. Joachim: "Erstens werden die
im Text enthaltenen Belege und Quellen ignoriert; zweitens verlangt man in
der Folge vom Autor Beweise bzw. Studien über seine Behauptungen, dass
Frauen und Männer gleichermaßen gewalttätig sind; drittens, wenn diese
vorliegen, traut man ihnen immer noch nicht - sie könnten ja getürkt bzw.
erfunden sein. Es gibt letztlich keine Chance, eine so eingefräste Ideologie
wie die des Mannes als (Gewalt-)Täter zu durchbrechen. Der Prozess der
Aufklärung funktioniert plötzlich nicht mehr, weil man - quasi religiös -
alles ablehnt, was nicht zum vertrauten Bestandteil des bisherigen Glaubens
gehört." Solche und ähnliche Erfahrungen machen Männerrechtler bekanntlich
jeden Tag. Unser zine jedenfalls veröffentlicht Joachims Artikel sehr gerne:
"SOLANGE ES NUR EINEN MANN TRIFFT ..."
GESCHLECHTERGEWALT: MYTHEN, TABUS UND IDEOLOGIE
von Joachim Bell
Männer, so scheint es, sind wahre Monster: In jedem dritten Haushalt gebe es
sexualisierte Gewalt, in jedem siebten Vergewaltigungen! Das behauptete
jedenfalls Bundesfamilienministerin Christine Bergmann am 8. März im
Deutschen Bundestag, ohne dass ihr Entrüstung oder gar Gelächter
entgegenschlug. Denn Mann hat sich - nicht nur im Parlament - an die
Tatarenmeldungen gewöhnt, und geht wegen solcher Mitteilungen in tiefer
Demut. Mit der Lebensrealität der betroffen lauschenden Männer und Frauen
hatte die Rede der Bundesministerin nichts zu tun. Das indessen reicht
längst nicht, um Zweifel aufkommen zu lassen. Jeder dritte Mann ein
mindestens gelegentlicher Gewalttäter? "Warum nicht?" schienen die
Bundestagsabgeordneten antworten zu wollen, indem sie Frau Bergmanns
Gewaltlyrik klaglos schluckten. Ein bemerkenswertes Phänomen. Nicht einmal
Bedenken wurden geäußert: Frau Ministerin wird schon wissen, wovon sie
spricht.
Ein sozialdemokratischer Abgeordneter, der einmal dem (frauendominierten)
Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angehörte und damit auch
seiner entsprechenden Fraktionsarbeitsgruppe, gibt im persönlichen Gespräch
zu erkennen, dass die Äußerung von Bedenken gegen den feministischen
Mainstream zumindest in diesem Gremium höchst unerwünscht sind: "Bestenfalls
wirst Du einfach ignoriert." Der Kanzler selbst bezeichnete das dazugehörige
Ministerium mal als das für "Familie und Gedöns". Man muss eine sehr
exponierte Position im sozialdemokratischen Bundesgefüge haben, um solch
despektierliche Äußerungen machen zu können, ohne karrierehemmende
Sanktionen fürchten zu müssen. Denn die Frauen stellen eine Macht dar in der
SPD.
Eine vorherrschende Attitüde der Frauenbewegung ist heute autoritär und
antidemokratisch. Dies rührt aus der Zeit, da sich die Frauen in Vertretung
berechtigter Anliegen mit Vehemenz gegen ein System etablierter
Männerherrschaft wandten. In dieser Situation - als unterdrückte Hälfte der
Gesellschaft - wähnen sich die Frauen bis heute. Die Erfolge der Bewegung
wer-den einerseits selbstbewusst gefeiert. Andererseits ist den bewegten
Frauen klar geworden, wie nützlich der Status als allgemein anerkannte
Gruppe von Unterdrückten ist. In dieser Selbstwahrnehmung haben die Frauen
jene Macht, die sie missbrauchen könnten, noch immer nicht. Dem Erfordernis
des Minderheitenschutzes meinen die Feministinnen sich nicht stellen zu
müssen, weil sie sich ja selbst als unterdrückte "Minderheit" verstehen. Sie
interpretieren ihr eigenes Handeln als Selbstverteidigung unter
quasi-archaischen Verhältnissen - und erwarten gleichwohl wie
selbstverständlich jede Unterstützung seitens des aufgeklärten Teils der
Männerwelt. Der Konsens über geschlechtliche Gleichbehandlung und
Gleichberechtigung besteht längst weit über die Frauenbewegung hinaus. Dies
gleichermaßen zu nutzen wie auch es zu leugnen, das zeichnet einen
fundamentalistischen Feminismus der Gegenwart aus und ist die Grundlage
eines Erfolgs, dem entgegen seinen eigenen Verklärungen längst niemand mehr
im Wege steht.
In dieser Kultur gelten Männer mehr denn je als Täter. Frauen sind
entsprechend die Opfer, Kinder ebenso. Dass Kindesmisshandlung überwiegend
von Frauen verübt wird, wird ent-weder nicht zur Kenntnis genommen oder -
als "höchstwahrscheinlich" nicht sexualisierte Bagatell-Gewalt -
relativiert. Im übrigen sei das doch klar, weil die Mütter ja viel mehr Zeit
mit den Kindern verbringen als die karriere- und joborientierten Männer.
Plötzlich und schlaglichtartig ist Gewalt - für einen ganz kurzen Augenblick
- entschuldbar.
Die ganze Debatte strotzt nur so von Vorurteilen. Was als Bestandteil
autoritären Denkens angeprangert wird, wenn es gegenüber Farbigen,
Behinderten, Arbeitslosen, religiösen Minderheiten, Homosexuellen in
Erscheinung tritt, ist dann legitim, wenn es sich gegen Männer richtet.
Regelmäßige Medienereignisse über vergewaltigte Mädchen sowie voll besetzte
Frauenhäuser scheinen zu bestätigen, was inzwischen zum Grundtheorem einer
fundamental-feministischen Politik geworden ist, die in Deutschland heute
auch Regierungspolitik ist. Männer sollen sich wegen ihres Geschlechts
gefälligst schämen. Unsere oben genannten
Bundestagsabgeordneten sind längst so weit. Kritische Fragen zu stellen,
gilt hier als gleichbedeutend mit der Auflösung der Front für den Schutz von
Frauen und Kindern vor Gewalt. Männer brauchen nicht geschützt zu werden,
sie kommen ebenso ausschließlich als Täter in Frage, wie Frauen (und Kinder)
als Opfer. Männerhäuser gibt es schließlich nicht.
Indessen wären sie möglicherweise notwendig. Wenn man einer Vielzahl
ausländischer Studien - etwa aus den USA, Kanada, Neuseeland oder Dänemark -
Glauben schenken darf, gibt es die eindeutig männliche Rollenzuweisung des
Gewalttäters nicht. Männliche Gewalt hat ein eindeutiges Stigma, weil sie
häufiger als weibliche Gewalt als "sexualisiert" gilt - auch in Zeiten, da
die Mode des Penisabschneidens durch Frauen um sich greift. Die
feministische Theorie über die sogenannte "häusliche Gewalt" jedoch zieht
daraus offenbar den Schluss, dass männliche Gewalt grundsätzlich
"sexualisiert" ist, und dass nur sexualisierte Gewalt wirkliche Gewalt ist.
Die logische Folge: Gewalt ist männlich. Und zwar ausschließlich!
Vor allem aus Amerika gibt es spätestens seit Anfang der achtziger Jahre
Belege für das Gegenteil. Dort ermittelte eine Studie Gewalt gegen den
Partner in sage und schreibe 54 Prozent der lesbischen Beziehungen, aber nur
in 11 Prozent der heterosexuellen Partnerschaften. Stimmen, die darauf
hinweisen, sind in Deutschland
auch heute noch Rufer in der Wüste. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass
man wegen solcher Hinweise einfach ausgelacht wird: Gewalt gegen Frauen ist
eine Tragödie; Gewalt durch Frauen und gegen Männer dagegen ist
Millowitsch-Theater.
"Wider die Nudelholzwitze" nannte der Kriminologe Michael Bock von der
Universität Mainz folgerichtig einen Beitrag, der am 17.02.01 in der FAZ
erschien. "Es sind Frauen und Männer, die so reagieren. Männer in
vermeintlicher Ritterlichkeit oft noch eifriger und eifernder." schreibt
Bock über die Reaktionen, sobald jemand auf Frauengewalt verweist. Den
Meisten ist weder die eine noch die andere Variante der Geschlechtergewalt
persönlich vertraut, die Wenigsten, für die dies ein Thema ist, kennen
gewalttätige Beziehungen aus per-sönlicher Erfahrung. Die eifernde
Selbstgewissheit beruht auf Gesellschaftsbildern, auf Ideologie im
klassischen Sinn. In einem Interview der Marbacher Zeitung vom 7.04.01
stellt der Wissenschaftler fest, dass entgegen den politisch nützlichen
Beteuerungen der beiden Ministerinnen für Justiz und Familienpolitik "nur
wenige Frauen und Männer tatsächlich in relevantem Umfang Opfer häuslicher
Gewalt werden." Allerdings haben die meisten Männer "diese der Realität
überhaupt nicht entsprechende Normalitätsvorstellung genau wie die Frauen
voll verinnerlicht." Teil dieser Normalitätsvorstellung sei der Gedanke,
dass ein männliches Opfer die Tat "verdient" habe, diese also gewissermaßen
eine Form der Verteidigung und damit legitim sei. Täter und Opfer, Ursache
und Wirkung sind damit erfolgreich auf den Kopf gestellt und stellen keine
Hindernisse mehr dar für ein dezidiert männerfeindliches "Weiter-so".
Die "Desinformation der Öffentlichkeit durch die entsprechenden
Funktionsträger in den Ministerien" (Bock) ist durchaus nützlich: "Es gibt
Status, Geld und Stellen zu verteilen im Kampf gegen die häusliche Gewalt."
Ob in diesem Kampf um Pfründe tatsächlich bewusst gelogen wird, mag freilich
bezweifelt werden. Wahrscheinlicher handelt es sich hierbei um ein
"notwendig falsches Bewusstsein", bei dem die eigenen, höchst materiellen
Interessen leicht mit denen der Allgemeinheit in eins gesetzt werden.
Bock zitiert Studien, die längst belegen, dass Männer im gleichen Maße Opfer
häuslicher Gewalt sind wie Frauen. Der Unterschied freilich: "Männer haben
das Nachsehen, wenn sie als Opfer weiblicher Gewalt an die Öffentlichkeit
gehen: Sie riskieren ihr Gesicht, ihre Selbstachtung zu verlieren, falls man
ihnen überhaupt glaubt. Frauen gewinnen hingegen: Aufmerksamkeit, materielle
und emotionale Unterstützung, bessere Chancen in allen familienrechtlichen
Auseinandersetzungen. Ernsthafte Probleme, irgendwen von ihrem Opferstatus
zu überzeugen, haben sie nicht."
So kann die Bundesjustizministerin ohne große Gegenrede auch aus dem
bürgerlichen Lager ein "Gesetz zur Verbesserung des zivilrechtlichen
Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung
der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung" in einer Pressemitteilung ihres
Hauses vom 16. März 2000 vorstellen - unter der Überschrift: "Frauen und
Kinder werden besser vor Gewalt geschützt - der Schläger muss gehen, die
Geschlagene bleibt."
Die politisch korrekte Etikette gebietet es heute jedoch auch im Deutschen
Bundestag, die männliche Form in öffentlichen Dokumenten nicht mehr einfach
generalisierend zu verwenden. Eine Errungenschaft der Frauenbewegung! Gerade
die Frauen der rot-grünen Koalitionsfraktionen haben sich in der
Vergangenheit stets mit Beschwerden geäußert, wo diese unzulässige
Generalisierung in den letzten Jahren dennoch geschah. Doch offenbar haben
feministische Prinzipien nur dann Geltung, wenn sie in der Praxis nicht zum
Nachteil von Frauen geraten. "Bürgerinnen und Bürger", "Kolleginnen und
Kollegen", "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" - das gehört sich so und
wird, wenn nötig, eingeklagt. Die Konsequenz, dann auch von "Täterinnen und
Tätern" zu sprechen, bringen die Frauen nicht auf - und kein Mann im Hohen
Haus merkt was!
Selbst wenn häusliche Gewalt tatsächlich überwiegend von Männern ausginge,
müsste ein Gesetz zum Schutz vor Gewalttaten so formuliert sein, dass auch
Gewalttäterinnen davon eindeutig angesprochen werden. Tatsächlich ist in dem
vorliegenden Entwurf ausschließlich von "Tätern" die Rede. Aufgrund der im
Bundestag inzwischen als verbindlich geltenden Sprachregelung kann man dies
nur als einen Verstoß gegen jeden der drei Absätze des Artikels 3 des
Grundgesetzes werten. Die Chuzpe, mit der dieser begangen wird, mag immerhin
Bewunderung abnötigen.
Dass der Inhalt des angesprochenen Gesetzes zum Schutz der geschlagenen
Frauen vor den prügelnden Männern obendrein die Unschuldsvermutung bis zum
Beweis des Gegenteils außer Kraft setzt, lässt den Verstoß gegen die
selbstgesetzten Sprachregelungen allerdings als Petitesse erscheinen. Denn
hier kommt eine neue Art des Standrechts zum Tragen. Lediglich der
CDU-Abgeordnete Ronald Pofalla wagte in der Ersten Lesung des Gesetzes im
Bundestag am 8. März 2001 dezent anzudeuten, dass in familienrechtlichen
Auseinandersetzungen häufig gelogen wird, dass sich die Balken biegen.
Phasenweise wurde in den 90er Jahren in 40 Prozent der gerichtlichen
Sorgerechtsverfahren der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben - in nur
wenigen Fällen erwies er sich als berechtigt, in fast allen Fällen war er
für die Frauen, die ihn gegen die Väter erhoben, nützlich. Gerade in einem
Teil dieses Rechtsbereiches die Unschuldsvermutung jetzt teilweise außer
Kraft zu setzen, ist mehr als bedenklich. Bei der Güterabwägung wurde
mindestens ein Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Ein grundlegendes Prinzip
zivilisierter Rechtsauffassung wird zur Disposition gestellt.
Die SPD-Abgeordnete Margot von Renesse ficht dies nicht an. Die frühere
Familienrichterin, Berichterstatterin ihrer Fraktion zu diesem Gesetz,
äußerte im Deutschen Bundestag am 8. März 2001 in einer Kurzintervention die
Auffassung, um des Schutzes der Frauen und Kinder willen müsse man in Kauf
nehmen, dass es schon mal einen Unschuldigen trifft. Man mag hinzufügen:
solange es nur ein Mann ist!
Dem Einwand, dass Lügen und Diffamierungen in familien- und sorgerechtlichen
Verhandlungen an der Tagesordnung sind, wollte Frau Renesse so nicht
zustimmen: "Wir sind uns zunächst einmal darin einig, dass in diesen Fällen
mit hoch emotionalisierten Auseinandersetzungen - ich will nicht sagen:
gelogen wird - Wahrnehmungsverzerrungen auf beiden Seiten stattfinden. (...)
Auf der anderen Seite hoffe ich, dass wir uns auch darin einig sind, dass
die Gefahr größer ist, wenn jemand weiter geprügelt wird, und sie nicht so
groß ist, wenn jemand ohne Kinder kurzfristig vor einer Türe steht, durch
die er bei Richtigstellung aller Vorwürfe wieder gehen kann."
(Plenarprotokoll der 155. Sitzung des 14. Deutschen Bundestages, S. 15199)
Wer Erfahrungen mir solchen Auseinandersetzungen hat, mag die scheinbare
Blauäugigkeit der erfahrenen Abgeordneten, die seit elf Jahren im Bundestag
sitzt, kaum glauben. Aber selbstverständlich weiß sie als Familienrichterin,
dass es illusorisch ist, dass der betroffene Mann nach Erweis seiner
Unschuld - mir nichts dir nichts - wieder in seine Wohnung einzieht -
womöglich mit einem fröhlichen "Hallo Schatz!" auf den Lippen. Ob es ihm
überhaupt gelingt, seine Unschuld zu beweisen, ist bereits fraglich. Bernd
Herbort, der 1996 mit dem Buch "Bis zur letzten Instanz" an die
Öffentlichkeit trat und ein acht Jahre langes Martyrium schildert, nachdem
ihn seine Exfrau des sexuellen Missbrauchs an der gemeinsamen Tochter
bezichtigte, bis es ihm endlich gelang, seine Unschuld zu beweisen, kann ein
Lied davon singen. Und mit ihm wahrscheinlich Tausende von Männern, denen es
ähnlich ergangen ist.
Diese Art von Gewalt wird von den engagierten Frauen- und
Kinderschützerinnen nie zitiert. Für sie ist die Geschichte eine
Aneinanderreihung männlichen Versagens, von Kaiser Nero über Hitler und
Stalin bis zu den Ayatollahs. Lasst erst mal die Frauen ran, dann wird es
Unmenschlichkeit, Kriege und Intoleranz nicht mehr geben! So als hätte nicht
Margaret Thatcher den Falkland-Krieg geführt oder Hilde Benjamin in der DDR
selbst Minderjährige wegen politischer Abweichung hinrichten lassen.
Frauen, so will uns der Feminismus weismachen, sind die besseren Menschen.
Hunderttausende von Vätern, denen sorgeberechtigte Mütter den Umgang mit
ihren eigenen Kindern verweigern - gegen geltendes Recht, aber ohne
Konsequenzen - sind inzwischen anderer Meinung. Diese Männer können es auch
nur als eine besondere Perfidie ansehen, wenn dieselbe Familienministerin,
die ihnen noch soeben attestiert hat, dass jeder dritte von ihnen ein
Gewalttäter ist, "mehr Platz für Väter" fordert. Wie kann sie das eigentlich
verantworten? Müssten diese Kampfhunde in Menschengestalt nicht recht
eigentlich in Käfigen gehalten werden? Wie kommt Frau Bergmann dazu, eine so
gefährliche Spezies wie Männer nun plötzlich auf kleine Kinder loslassen zu
wollen?
Falsche Beschuldigungen, ein Denunziantentum der übelsten Art, gezielte
Entfremdung der Kinder gegenüber ihren Vätern, materielle Ausbeutung mit
Hilfe eines Unterhaltsrechts, das Prämien aussetzt auf die Zerstörung von
Familien - das ist die trostlose Bilanz, die die Selbsthilfe- und
Beratungsorganisationen der Väter heute ziehen. "Väter sind heute die Ärsche
der Nation," sagt einer unverblümt, der seine beiden Kinder seit über zehn
Jahren nicht mehr gesehen hat - gleichwohl aber Unterhalt für sie zahlen
muss.
Beim Unterhalt stehen die Väter gleich am nächsten Pranger. Als
Unterhaltsflüchtige werden oft genug auch die beschimpft, die selbst nicht
mehr zahlen können, weil ihnen gerade noch das Existenzminimum bleibt. Auf
70 Prozent schätzt Eckhart Pick, Staatssekretär im Bundesjustizministerium,
den Anteil derer an den Unterhaltsschuldnern. Dass die Neigung, sich "klein
zu rechnen", wo das möglich ist, vor allem bei den Vätern wächst, die ihre
Kinder nicht mal sehen dürfen, sollte überdies niemanden wundern. Um all
diese Missstände weiß ein Staat, der geschiedene Väter flugs wieder in der
höchsten Steuerklasse 1 verbucht, um sie anschließend mit anklagendem
Zeigefinger zu fragen, warum sie sich so verantwortungslos und knauserig
gegenüber ihren Kindern und Familien verhalten. So als könne man eine Kuh
auf halbe Ration setzen, und dann die doppelte Menge Milch von ihr erwarten!
Man möchte es als staatliche Wegelagerei bezeichnen: Dem armen Tropf, der
jetzt zwei Haushalte finanzieren soll, wird das Geld gekürzt, die Steuer
erhöht, und anschließend wird er auch noch als verantwortungsloses Scheusal
präsentiert. Dass einem geschiedenen Familienvater in aller Regel gerade
noch ein Selbstbehalt in Höhe von 1.640 Mark bleibt, wissen vielleicht nur
die Wenigsten, die empört nach Luft schnappen, wenn wieder einmal Männer
wegen des tatsächlichen oder angeblichen Elends der Alleinerziehenden auf
der Anklagebank sitzen.
Viel wäre schon erreicht, wenn Väter grundsätzlich - ob verheiratet oder
nicht - nach der Trennung ein gleichberechtigtes Sorgerecht für ihre Kinder
hätten. Die Novelle des Kindschaftsrechts von 1998 wollte darauf hinaus -
und scheiterte kläglich an der mangelnden Bereitschaft der Mütter, die sich
allen Erkenntnissen der Wichtigkeit der Väter für die Entwicklung des
Nachwuchses allzu oft versperren. Es waren (natürlich!) amerikanische
Studien, die belegten, dass sorgeberechtigte Väter mehr für ihre Kinder tun.
Viele Männer wären bereit, sich für ihre Kleinen ein Bein auszureißen. Aber
vielleicht bereitet es gerade deshalb vielen Frauen so ein diebisches
Vergnügen, sie in den Augen und Köpfen ihrer Kinder langsam sterben zu
lassen.
Das gilt den frauenbewegten Ministerinnen Bergmann und Däubler-Gmelin nicht
als Gewalt! Aber wenn die Männer nur halb so gewalttätig wären, wie diese
beiden Damen gerne behaupten, dann würden sehr viele von ihnen auf diese
Erniedrigungen wohl anders reagieren. ---
Soviel für diese Ausgabe. Herzlicher Gruß an euch alle
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 32
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur zweiunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN!
Diesmal möchte ich mal wieder ohne lange Vorrede ins Geschehen einsteigen
und nur einen einzigen Absatz vorwegschicken: Unser zine hat leider immer
mal wieder das Problem, dass die Links, auf die wir verweisen, später nicht
mehr stehen. Normalerweise hält sich das in Grenzen, da insbesondere
US-Websites ihre Beiträge doch sehr lange im Web belassen. In dieser Ausgabe
verweisen wir auf die Artikel dreier deutscher Medienorgane, nur um
festzustellen, dass schon wenige Tage später der Link nicht mehr steht bzw.
plötzlich kostenpflichtig geworden ist. Wir könnten dies praktisch nur
umgehen, indem wir fast nur auf die Berichterstattung im Ausland eingingen,
was für euch Leser natürlich nicht befriedigend wäre. Um alle verlinkten
Artikel sofort abzuspeichern, fehlen uns leider die personalen Kapazitäten.
Insofern hoffe ich, ihr könnt damit leben, dass ihr zu einigen Beiträgen nur
meine Zusammenfassung bekommt.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-
Foren oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
SENSATION: FEMINISTINNEN VERABSCHIEDEN SICH PARTIELL VON SEXISMUS
Die Stiftung der US-amerikanischen Zeitschrift "Ms." (das Vorbild der
"Emma") hatte vor zehn Jahren den inzwischen auch bei uns eingeführten
Töchtertag begründet, bei dem Mädchen schulfrei haben und ihre Eltern auf
die Arbeit begleiten dürfen, während Jungen in den Klassenzimmern
beigebracht bekommen, inwiefern das männliche Geschlecht das weibliche
unterdrückt. Jetzt kommt Ms. auf den evolutionären Gedanken: "We need to
look at how girls and boys can progress together." und wird deshalb einen
Töchter-und Söhne-Tag initiieren. Ob dies dem wachsenden Einfluss der
Männerbewegung und anderer Feminismuskritiker zu verdanken ist oder ob Ms.
die feministische Indoktrination schlichtweg für ausreichend fortgeschritten
hält, darüber erfahrt ihr auch nichts unter
http://local.parade.com/mediarelations/press_releases/rel-daughter_work.html
MÄNNERKOMPLOTT ZUM FRAUENTAG?
Die taz grübelt unter http://www.taz.de/pt/2002/03/07/a0054.nf/textdruck
darüber, welchem Mann man die Schuld daran geben könnte, dass die deutschen
Ministerinnen den internationalen Frauentag total vergessen haben.
SYMPOSIUM BEFINDET: FRAUEN BEHINDERN IHREN EIGENEN POLITISCHEN ERFOLG
Bislang wurden häufig die Seilschaften und Netzwerke böser Männer dafür
verantwortlich gemacht, wenn in politischen Führungspositionen nur wenig
Frauen vorzufinden waren. Wie unter
http://www.kansascity.com/mld/kansascity/news/politics/2827319.htm
nachzulesen ist, kommt ein Symposium in Kansas zu der Frage, warum es immer
noch keinen weiblichen US-Präsidenten gibt, indes zu dem Schluss, dass sich
Frauen in mehrfacher Hinsicht selbst im Weg stehen. Erstens: "Women, for
whatever reason, are reluctant to open their checkbooks to support women
candidates. Young women don't know history when it comes to understanding
the sacrifices made in the name of political advancement. Women on TV tend
not to be positive role models." Zweitens: "Women, as a bloc, appear to be
placidly comfortable with things the way they are. Feminism is out.
Contentment is in." Drittens: "Women remain uncomfortable with other women
who hold positions of power. Female critics take aim at female officeholders
for their hairstyle. For their choice of dresses. For the way they talk. For
just the fact that they want to seek higher office." Während der weibliche
Wunsch nach sofortigem Erfolg ohne entsprechenden Einsatz noch durch
Einrichtungen wie Frauenquoten abgefangen werden kann, sind Stutenbissigkeit
und die Tatsache, dass die weibliche Mehrheit eben gerade keine
Karriere-Feministinnen darstellt, schon ein größeres Problem. Immerhin ist
es positiv, dass Frauen sich zunehmend an der eigenen Nase packen, statt
ständig nur nach männlichen Sündenböcken Ausschau zu halten.
QUOTENREGELUNG BLEIBT ILLUSORISCH - AUCH FÜR MÄNNER
Manche Feministinnen kämpfen mit großem Nachdruck dafür, dass Frauen und
andere gesellschaftliche Gruppen in derselben Anzahl in Führungsgremien
einer Organisation vertreten sind wie unter ihren Mitgliedern. Wie das
funktionieren soll, wenn sich einfach nicht genügend Bereitwillige finden,
bleibt vor Einführung einer Art Planwirtschaft unklar. Dasselbe Problem
stellt sich mit vertauschten Geschlechterrollen: So berichtete die
"Süddeutsche Zeitung" unter
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel128578.php (Link steht nicht
mehr) über einen Hamburger Gebäudereinigungsbetrieb, in dem kein einziger
Mann bereit ist, für den Betriebsrat zu kandidieren. Umgekehrt sei es der
IG-Bau-Vorsitzenden Inge Hamm zufolge "in den Baubuden: Da wenden die
Betriebsratskollegen allen Charme auf, um Kandidatinnen zu gewinnen."
Erfolglos, selbst wenn man noch so viel Bürokratie in die Unternehmen pumpt:
"Betriebsrats-Frauen bleiben rar."
NORWEGEN ZWINGT FIRMEN: 40 PROZENT FRAUEN IM MANAGEMENT
Dann wiederum gibt es diesen Ansatz, wie er von der norwegischen Regierung
angestrebt wird: Firmen sollen dort jetzt gezwungen werden, in ihre
Führungsetagen mindestens 40 Prozent Frauen aufzunehmen. Selbst wenn in
bestimmten Firmen nur komplett unqualifizierte Mitarbeiterinnen zur
Verfügung stünden, würden sie demnach ins Management aufrücken. Und selbst
wenn hochkompetente Männer jahrelang für diese Position gearbeitet haben,
würde ihnen dieser Aufstieg versperrt bleiben, sobald die 60 Prozent
Männeranteil bereits erreicht sind. Der Firmenbesitzer darf nach diesem
Gesetz nicht mehr entscheiden, wie er sein eigenes Führungsteam besetzt. Das
Geschlecht hat so Vorrang vor der Leistung der einzelnen Person und der
betriebswirtschaftlichen Vernunft. Lest den gesamten Artikel unter
http://www.newsday.com/news/nationworld/world/wire/sns-ap-norway-womens-rights0309mar08.story
(Hm, ich könnte mal eine Satire schreiben: Quotenregelung auf der
Enterprise. "Sorry, Spock, aber Sie dürfen nicht mehr auf die Brücke. Ihr
Platz wurde von der Föderation Fähnrich Janice Rand zugeteilt." Und dann
wundern sie sich, wenn sie von den Klingonen aufgemischt werden.)
"WO EIN MANN NUR ASCHE IST"
Die Süddeutsche Zeitung berichtet unter
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel130508.php über die
Männerunterdrückung in Indien und den aussichtslosen Widerstand dagegen:
"Eine Organisation, deren Ziel es ist, in einem Matriarchat die Frauen zu
entmachten, hat schließlich schon viel erreicht, wenn sie nach zwölf Jahren
immer noch existiert." Als Resultat dieses Matriarchats steigt die Zahl der
Schießereien, Überfälle und Vergewaltigungen rapide. Witzig ist die
Einschätzung der SZ-Autorin über einen Menschen, der auf politische Weise
die Männerunterdrückung aushebeln möchte: "Dass die Frauen nicht nur mehr
Rechte, sondern auch mehr Pflichten haben, sagt er nicht." Was ihn mit ca.
mehreren hunderttausend westlichen Feministinnen gleichstellen würde, die
vor vierzig Jahren gegen das "Patriarchat" in unserem Kulturkreis
ankämpften. Überhaupt fällt an dem gesamten Artikel auf, dass die
Unterdrückerinnen in vielem sympathischer gezeichnet werden als die
Unterdrückten. Dazu ist offenbar nicht viel mehr notwendig als die
Zugehörigkeit zum richtigen Geschlecht.
SEXTOURISTINNEN IN KENIA
Mit einer 60-jährigen Friseurin aus Köln als Aufhänger berichtet ein Artikel
unter http://www.smh.com.au/news/0203/09/world/world19.html über die Männer
in Kenia, die sich an europäische Frauen verkaufen müssen, um ihre Familie
zu ernähren.
POLIZEI: MUTTER LEGTE STARTHILFEKABEL AN GENITALIEN DES DREIJÄHRIGEN SOHNES
Das Kind erlitt Verletzungen, wird aber gesunden:
http://www.wgrz.com/storyfull.asp?id=7380
LEHRERIN DER VERGEWALTIGUNG VON BLINDEM JUNGEN ANGEKLAGT
FRAU RAMMT MESSER IN FREUND, WEIL ER ZU LANGSAM SPÜLTE
Der Artikel unter
http://www.ananova.com/news/story/sm_542734.html?menu=news.quirkies
bezeichnet die Täterin zwar als "girl" (offenbar sind Frauen mit 23 noch
nicht ganz strafmündig), aber ich habe das mal großzügig ins Deutsche
übersetzt.
RUSSISCHES ROULETTE ENDET BEINAHE TÖDLICH
Wie die Regionalzeitung "Super Sonntag" vom 10. März 2002 berichtete, steht
im Kreis Düren eine Freifrau vor Gericht, weil sie mit ihrem Lebensgefährten
Russisches Roulette "gespielt" haben soll: Der Anklage zufolge habe sie
ihren Revolver geladen und ihn mit den Worten "Eine Kugel ist drin. Wir
spielen jetzt Russisch-Roulette" auf den Betreffenden gerichtet, woraufhin
sie dreimal abdrückte. Ihr auf Krücken angewiesenes Opfer wurde in einem
Hauptblutgefäß getroffen und überlebte nur, weil Bekannte der Schützin,
denen sie davon berichtete, rasch Hilfe herbeitelefonierten und so zügig
Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten. (Kein Link.)
"ES IST NUR SO, DASS ICH SIE NOCH LIEBE"
Der britische "Guardian" lässt unter
http://www.guardian.co.uk/women/story/0,3604,665282,00.html ein männliches
Opfer häuslicher Gewalt seine Geschichte erzählen: "For six months, Daniel
Hoste was repeatedly beaten up by his girlfriend, often for such minor
transgressions as keeping his shoes on inside. It was only after he left her
that he realised his experience was far from unusual."
EHEPAAR: WIR WURDEN VON KÄMPFERN GEGEN HÄUSLICHE GEWALT BRUTAL GETRENNT
Im Ottawa Citizen beklagt sich ein verheiratetes Paar, dass ihre Beziehung
von einem System gesprengt wurde, das "Gewalt gegen Frauen" ohne Rücksicht
auf Verluste bekämpfe und dabei offenbar jedes Maß verliere:
Kanada stellt einen internationalen Vorreiter im institutionalisierten Kampf
gegen häusliche Gewalt dar.
RICHTER: ZU VIELE FRAUEN RUFEN "VERGEWALTIGUNG!"
Dem renommierten britischen Rechtsanwalt Jonathan Davies zufolge werden die
Gerichte immer mehr mit lächerlichen Fällen blockiert, bei denen von Anfang
an keine Aussicht auf Verurteilung bestehe. Die wahren Opfer kämen so zu
kurz:
TEILS ÜBERRASCHENDE VORBILDER JUNGER FRAUEN
Wie der Artikel unter http://www.all-in.de/news/index.php?news=dpa&id=156851
(Link steht nicht mehr) etwas verschachtelt berichtet, steht auf der Liste
ihrer weiblichen Vorbilder bei jungen Frauen Claudia Schiffer (Platz 6) noch
vor Alice Schwarzer (Platz 7), die wiederum knapp vor Verona Feldbusch
(Platz 9) rangiert.
UNO-WEBSITE FÜR FRAUENANGELEGENHEITEN VON FETISCH-WEBSITE ÜBERNOMMEN
Die Verantwortlichen von www.unifem.org hatten vergessen, ihre Gebühren zu
entrichten, woraufhin sich dort eine pornographisch gestaltete Website
einrichtete. Näheres könnt ihr unter
http://www.nationalpost.com/home/story.html?f=/stories/20020305/237522.html
nachlesen. Momentan ist die Site - offenbar bis zur Klärung aller Fragen -
überhaupt nicht zu erreichen. Schade.
MAI NATIONALER SELBSTBEFRIEDIGUNGS-MONAT IN DEN USA
Das Angebot der Festivitäten rangiert vom Einhändigen Lesen über die große
Dildo-Dekorations-Nacht bis zum Masturbathon. Nähere Infos erhaltet ihr
unter
NEUE NEWS- UND DISKUSSIONSGRUPPE ZUM THEMA GLEICHBERECHTIGUNG IM USENET
Seit dem 6. März existiert die Newsgroup de.soc.gleichberechtigung und soll
bald auch über die Suchmaschine google unter
http://groups.google.de/groups?q=&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=group%3Dde.soc.gleichberechtigung
abfragbar sein. Newsgroups sind insofern von Vorteil, als sie z. B. über
google durchsucht werden können und die Artikel im Google-Archiv für die
Ewigkeit gespeichert sind und damit auch zitierfähig bleiben, was in einem
normalen Diskussionsforum nicht unbedingt der Fall ist. Der zweite Vorteil
ist, dass ein ziemlich starker Übergang von anderen Newsgroups aus
stattfindet, so dass auch viele User erreicht werden, die sich nicht von
selbst speziell für diese Thematik interessieren.
MEINUNG:
-----
GLEICHE BEZAHLUNG FÜR WENIGER ARBEIT
In Kanada soll ein Gesetz in Kraft treten, das es Anwältinnen, die
gleichzeitig Mütter sind, erlauben würde, 20 Prozent weniger zu arbeiten,
aber das volle Gehalt zu erhalten. Das Independent Women Forum argumentiert
unter http://www.iwf.org/pubs/twq/wi95c.shtml dagegen.
"WER DEN ANGEKLAGTEN VERLEUMDET, DARF SCHONUNG NICHT BEANSPRUCHEN"
Franz Salditt argumentiert in der "Frankfurter Rundschau" unter
http://www.f-r.de/fr/160/t160001.htm (Link steht nicht mehr) dagegen, dass
die Rechtsstaatlichkeit dem vermeintlichen Opferschutz preisgegeben wird,
und macht das unter anderem an diesem Beispiel fest: "Zu den Freunden
schützender Formen zählt aber fortan der Staatsanwalt, den das Landgericht
Stendal unlängst freigesprochen hat. Seine frühere Partnerin beschuldigte
ihn in der Rolle als Opfer und Zeugin, er habe ihr Gewalt angetan. Das
Ringen neigte sich erst dem Ende zu, als sie aussagte, der Mann verteile
hochgefährliche Viren auf den Türklinken des Justizgebäudes." Hätte sie das
nicht getan, dann gäbe es einen zu Unrecht Verurteilten mehr - und in der
Kriminalstatistik einen weiteren Beleg für die "allgegenwärtige Männergewalt
gegen Frauen". Auch die skandalösen Missbrauchsprozesse gegen Wormser Bürger
bzw. einen Montessori-Kindergärtner werden von Salditt erwähnt.
SEXISMUS UND DIE TODESSTRAFE
Cathy Young über das Herausfiltern von Frauen aus dem Justiz- und
Strafsystem: http://www.salon.com/mwt/feature/2000/05/04/death/index.html
ÜBER DAS UNSICHTBAR-MACHEN DER OPFER
Richard Gelles gehörte mit Straus und Steinmetz zu den ersten, die Zahlen
über geprügelte Männer veröffentlichten. In diesem Text unter
http://www.bigglesguy.pwp.blueyonder.co.uk/gelles.html stellt er fest, dass
sich die Situation seitdem nicht wesentlich verändert habe: "Thirty years
ago battered women had no place to go and no place to turn for help and
assistance. Today, there are places to go-more than 1,800 shelters, and many
agencies to which to turn. For men, there still is not place to go and no
one to whom to turn. On occasion a shelter for battered men is created, but
it rarely lasts - first because it lacks on-going funding, and second
because the shelter probably does not meet the needs of male victims. Men,
who retain their children in order to try to protect them from abusive
mothers, often find themselves arrested for `child kidnapping.´ The
frustration men experience often bursts forth in rather remarkable
obstreperous behavior at conferences, meetings, and forums on domestic
violence. Such outbursts are almost immediately turned against the men by
explaining that this behavior proves the men are not victims but are
`perps.´" Das ist dasselbe Spiel, das wir aus deutschen Diskussionsforen im
Internet kennen: Männliche Opfer werden solange beiseitegedrängt, ignoriert,
provoziert und lächerlich gemacht, bis sie ihrem Ärger endlich Luft machen -
woraufhin die Gegenseite diese Äußerungen aus dem Kontext reißt, um zu
zeigen, wie "böse" Männer in Wirklichkeit doch seien.
WACHSENDE BESORGNIS UM GESCHLECHTERJUSTIZ
Nach dem Bombardement mit Links zu aktuellen Artikeln über
Extrem-Gewalttäterinnen mailte mich einer meiner Leser mit der berechtigten
Frage an, wann wohl der Link zu "Mutter dreht Kind eigenhändig durch
Fleischwolf" folgen würde. Dass mein zine stark mit den Mitteln des
Boulevards arbeitet, ist kein Geheimins, es geht hierbei aber um ein
ernsthaftes Problem in der Geschlechterdebatte: Zum einen gibt es immer noch
den Mythos, dass Frauen, insbesondere Mütter, zu "so etwas" gar nicht in der
Lage seien. Weiblicher Sextourismus, Vergewaltigerinnen und
Missbrauchstäterinnen kommen in so gut wie keinem anderen Medienerzeugnis
als Themen vor, entsprechend geballt wirkt das hier gesetzte Gegengewicht.
Dokumentiert man solche Berichte nur ein einziges Mal, ist von
"Ausnahmefällen" die Rede, also dokumentiert man sie eben öfter. Zum anderen
werden solche Taten, wenn sie denn unbestreitbar vorkommen, von weiblichen
Tätern begangen immer noch komplett anders wahrgenommen als von männlichen.
Auf der einen Seite haben wir in den letzten Jahren eine Zunahme schwerst
gewalttätiger Frauen vorliegen, die in der Berichterstattung weit eher als
Opfer denn als Täterinnen gezeichnet werden (sie waren "überfordert" oder
"emotional aufgewühlt", was einem Mann selten so entschuldigend zugestanden
wird), auf der anderen Seite ist die Staatsanwaltschaft hinter einem
Achtjährigen her, der auf andere Kinder seine Spielzeugpistole richtet.
James Hanback thematisiert diese Diskrepanz eingehender unter
http://edge.net/~nitemist/justice.html
DER FEMINISMUS DES 21. JAHRHUNDERTS?
Die internationale Männerbewegung ist zwiegespalten: Die einen argumentieren
nach der Parole "Feminismus verhält sich zu Frauen wie Rassismus zu Rasse"
und halten eine Geschlechterpolitik, die schon von der Bezeichnung her so
einseitig daherkommt, für wenig zielführend (siehe dazu auch die
untenstehenden Leserbriefe). Andere glauben fest an einen Feminismus, der
beiden Geschlechtern gleichermaßen zum Nutzen gereichen kann - so etwa die
hier immer wieder gern verlinkte Wendy McElroy: "The 21st-century feminist
is anyone - female or male - who rejects gender privilege and demands real
equality for men and women under the law. She makes her own choices and
takes personal responsibility for them, without asking government for
protection or tax dollars. (...) A `welcome´ sign for men must be posted on
the door of feminism. They are fathers, mates, sons, friends, and neighbors.
It is folly to `solve´ a human problem without consulting and co-operating
with one-half of the species." Den kompletten Artikel lest ihr ja doch nicht
unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,47668,00.html
WEB:
----
PSYCHO-TEST: BIST DU EINE MILITANTE FEMINISTIN?
Feministin zu sein ist ja gut und schön, argumentieren die Verfasser dieses
Tests unter http://spacefem.com/quiz.shtml , aber bist du auch militant
genug? Ein kleines Präsent für diejenigen Leserinnen dieses zines, die
politisch der Gegenfraktion angehören.
MEDIAWATCH:
-----
ZDF BEHANDELT STALKING JENSEITS VON GESCHLECHTERKLISCHEES
Unter dem Titel "Liebeswahn" strahlte die ZDF-Dokumentations-Reihe "37 Grad"
am 12. März einen halbstündigen Beitrag über den psychischen Terror aus, der
Stalking-Opfer manchmal bis an die Grenze zum Selbstmord treibt. Unter
Zuhilfenahme eines Stalking-Experten aus den USA wurde das enorme seelische
Leiden der Betroffenen eindringlich beschrieben. Während sich unter den
gezeigten Stalking-Opfern entgegen der statistischen Verteilung kein
einziger Mann befand, wurde immerhin über eine Täterin berichtet, die die
von ihr verfolgte Frau mit einer Eisenstange auf offener Straße
niederschlug, um ihr dann mit Tritten die Rippen zu brechen. Die
Angegriffene konnte sich retten, lebt aber, obwohl die Täterin zur Haft in
einer psychiatrischen Klinik verurteilt wurde, noch heute unter ständiger
Angst.
ZEITSCHRIFT "MAX" WIDMET VIER SEITEN GEPRÜGELTEN MÄNNERN
In dem mit "Sie bringt mich um" betitelten Artikel wird das uns allen
bekannte Problem männlicher Opfer von häuslicher Gewalt erläutert, das trotz
des überzeugenden Zahlenmaterials "bis heute weder bei Sozialverbänden, noch
im Bundesfamilienministerium zur Kenntnis genommen wird". Selbst im Lehrplan
einer Polizistenausbildung seien geprügelte Männer nicht vorgesehen, und der
Leiter einer Polizeischule berichtet, dass bei häuslichen Einsätzen ganz
automatisch vom Mann als Täter ausgegangen werde. Jürgen Gemünden erklärt,
warum die Kriminalstatistik mit ihren geringen Zahlen männlicher Opfer in
die Irre führt, und anhand von Valerie Solanas wird das leidliche Muster
aufgezeigt: "Der schlagende Mann ist reaktionär, die schlagende Frau
progressiv." Professor Bock begründet, warum er die Mitarbeit an einer
Studie zur häuslichen Gewalt ablehnte: "In der Ausschreibung ist nur von
Gewalt gegen Frauen die Rede. Das Ergebnis wurde vorweggenommen." Ein
längeres Interview mit ihm trägt die Überschrift: "Die Pläne der Regierung
sind einseitig auf Männer-Vernichtung ausgerichtet". Bock legt dar, wie
leicht es das sogenannte Gewaltschutzgesetz Frauen in ehelichen Streitfällen
mache, den Partner zu zerstören: "Die Frau kann den Mann heute schon
aufgrund von Verdachtsmomenten vor die Tür setzen und mit einem Verfahren
überziehen. Selbst wenn der Mann dann im Prozess seine Unschuld beweist,
sind beispielsweise die Kinder schon bei der Frau. Es sind Fakten
geschaffen, hinter die das Jugendamt oder das Familiengericht nicht mehr
zurückgehen. (...) Dass der Rechtsstaat derart suspendiert wurde, liegt
nicht zuletzt an den Radikalfeministinnen an der Spitze des Frauen- und
Justizministeriums. (...) Auch der flankierende `Aktionsplan der
Bundesregierung´ ist so einseitig auf die Vernichtung von Männern
ausgerichtet, dass es schon grotesk ist."
Im Rahmen dieses Beitrags dürfen auch drei männliche Opfer ihre
Gewalterfahrungen zwischen Pfefferspray, heißem Kaffee und Fleischermesser
schildern. Bezeichnend sind hier die Details: Dem Schweißer Andreas K.
teilte ein Jugendamtsmitarbeiter mit: "Herr K., hätten Sie sich wie Ihre
Frau verhalten, würden Sie Ihre Kinder wohl niemals wiedersehen." (Sie bekam
natürlich das Sorgerecht.) Der Lehrer Jochen E. wurde von seiner Prüglerin
mit "Das glaubt dir doch eh kein Schwein" verhöhnt. Er kam zu dem Schluss,
dass er vor allem deshalb zum Opfer wurde, weil er sich immer als "gut
erzogen" erweisen wollte. Und der EDV-Fachmann Malte S. hat an seine Frau,
die ihn mit dem Nachbarn betrog, das gemeinsame Haus verloren. Die Frau von
Michael K. wiederum wusste in Konfliktsituationen offenbar ebenfalls,
Geschlechterklischees für sich auszunutzen, indem sie etwa plötzlich aus dem
von ihm gesteuerten Auto sprang und von Vergewaltigung schrie. Immer
häufiger richtete sie ihre Attacken gegen das gemeinsame Kind - sobald
deshalb polizeiliche Ermittlungen gegen sie aufgenommen wurden, zog sie der
Darstellung des Artikels nach in ein Frauenhaus und inszenierte sich als das
eigentliche Opfer. Ergebnis: Das Verfahren gegen sie wurde eingestellt, ihr
Mann zu 6000 DM Geldbuße verurteilt. "In einem weiteren Verfahren bekam die
Frau das Sorgerecht für die Tochter zugesprochen. Am Ende der Verhandlung
nahm der Richter Michael K. beiseite: Ihm sei schon klar, dass sie nicht
ganz die Wahrheit gesagt habe. Aber, so der Richter weiter, kein Gericht
verweigere das Sorgerecht einer Mutter, die eidesstattlich versichere, von
ihrem Mann geschlagen worden zu sein."
LESERMAIL:
-----
Als zu subjektiv und einseitig wurde von manchen Lesern der in unserer
letzten Ausgabe verlinkte Bericht Joachim Müllers über die Tagung zum Thema
"Männliche Opfererfahrungen" im Rahmen des Programmas der Evangelischen
Akademie Tutzing wahrgenommen. So befürchten der stellvertretende
Akademiedirektor Dr. Christoph Meier und der renommierte Gewaltforscher
Hans- Joachim Lenz, dass hier hinsichtlich der Zielsetzung und dem
tatsächlichen Verlauf der Tagung ein verzerrtes Bild entstehen könnte und
sehen sich zu folgenden Klarstellungen veranlasst (von mir ganz leicht
gekürzt):
--- Das Thema, das Herr Müller in den Mittelpunkt seines Berichtes stellt
und von dem er sagt, es sei "zentral für die Tagung" gewesen, war
tatsächlich nur eines unter vielen dort behandelten. Allerdings löste es
heftigere Emotionen aus als die anderen und bekam von da her für einige der
Beteiligten offenbar ein Gewicht, das es bei objektiver Betrachtung des
Gesamtverlaufs der Veranstaltung bei weitem nicht hatte. Zu Beginn der nun
im Nachhinein so heftig diskutierten Tagungseinheit zum Thema "Gewalt in
heterosexuellen Partnerschaften" hatten wir (die Veranstalter) an alle
Beteiligten appelliert, nicht in ein wechselseitiges Aufrechnen von Zahlen
und Detailfakten zu verfallen, weil dies niemandem (am allerwenigsten den
Betroffenen) nützt. Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmenden und
Referierenden teilte diese unsere Einschätzung und unterstützte uns in
unserem Anliegen. Die "AufrechnerInnen" bildeten eine kleine, wenn auch
lautstarke Minderheit.
Am Ende der Tagung stand bei der großen Mehrheit aller Beteiligten (Männer
wie Frauen) die Einsicht (die viele wohl schon mitgebracht hatten und durch
die Tagung bestätigt fanden), dass gegenseitige Wahrnehmung und gegenseitige
Eingeständnisse von (durch wen auch immer zugefügten) Verletzungen und
Verletzlichkeiten dem Frauen und Männern gemeinsamen Ziel, Gewalt (gegen wen
auch immer) in der Gesellschaft abzubauen, näher bringt als eine Fortsetzung
alter Grabenkämpfe zwischen Feministinnen und "Maskulinisten" mit
Aufrechnungen hinüber und herüber. Jedes Opfer von Gewalt, sei es Frau oder
Mann, Junge oder Mädchen, jung oder alt, ist eines zu viel und hat zunächst
einmal Anspruch auf Hilfe. Diesen Aspekt ins Bewusstsein zu rücken und dabei
bisher blinde oder noch wenig ausgeleuchtete Flecken besonders in den Blick
zu nehmen, war Ziel unserer Tagung. Andere Fragen, die aus Zeitgründen
diesmal weniger oder gar nicht behandelt wurden, werden an anderer Stelle
(auch durch uns, z.B. bei anderen Tagungen der Evangelischen Akademie
Tutzing) aufgegriffen. Insofern glaubten wir, die gewählte Fokussierung uns
diesmal leisten zu können und leisten zu müssen. Der Gesamtverlauf der
Tagung und das Gesamtecho darauf hat uns in dieser Entscheidung bestärkt.
---
Eine offizielle Gesamtdokumentation der Tagung sei in Vorbereitung und könne
jetzt schon für acht bis zehn Euro plus Versandkosten bestellt werden.
Immer noch ein beliebtes Thema scheint die Gleichberechtigung in der DDR zu
sein. Während mir Peter T. als Replik auf ein Lesermail von Peter G. aus
eigener Erfahrung berichtete, dass es in der DDR-Baubranche durchaus auch
Frauen gegeben habe, nahm Garfield diese Debatte für folgenden Text zum
Anlass:
--- Interessant wäre allerdings ein Vergleich von DDR und Bundesrepublik in
puncto Gleichberechtigung. Tatsache ist auf jeden Fall, daß es in der DDR
wesentlich mehr Frauen in Führungspositionen und überhaupt im Berufsleben
gab: und das ganz ohne Quotenregelungen, Frauenbewegung usw. Überhaupt ist
Deutschland ein Beispiel dafür, daß die Frauenbewegung eigentlich kaum etwas
geleistet hat. Alice Schwarzer und Co. schmücken sich heute immer gern mit
Federn, die ihnen gar nicht zustehen. Das Wahlrecht für Frauen
beispielsweise haben (männliche) Soldaten, Matrosen und Arbeiter 1918 so
nebenbei mit erkämpft. (Man muß dabei bedenken, daß die Männer aus dem
einfachen Volk bis 1918 auch kein volles Wahlrecht hatten. In Preußen
beispielsweise gab es ein Klassenwahlrecht, das die Wahlberechtigten nach
Vermögen in Klassen unterteilte. Ein einfacher Arbeiter konnte so
Abgeordnete gar nicht direkt wählen. Obendrein fanden Wahlen grundsätzlich
an Werktagen statt, so daß viele Arbeiter aufgrund der damals sehr langen
Arbeitszeiten gar nicht die Möglichkeit hatten, ihre Stimmen abzugeben. Das
volle Wahlrecht haben die Männer also genau wie die Frauen erst 1918 nach
dem Sturz der Monarchie in Deutschland bekommen.) Und das Gesetz, nachdem
eine verheiratete Frau die Erlaubnis ihres Mannes brauchte, um einen Beruf
auszuüben, wurde wohl weniger auf Druck der Frauenbewegung abgeschafft,
sondern eher weil die Wirtschaft während des deutschen Wirtschaftswunders
dringend Arbeitskräfte brauchte. Bei genauer Betrachtung stellt man fest,
daß die Frauenbewegerinnen zumindest in Deutschland praktisch überhaupt
nichts für die Frauen geleistet haben, sondern genau wie die heutigen
"Girlies" immer nur eine große Klappe und nichts dahinter hatten. ---
Dieter schrieb mir zur Rolle der Frau in der DDR:
--- Ich bin mit Peters Meinung über die DDR in der letzten Ausgabe nicht
ganz einverstanden. Sie suggeriert "hüben wie drüben" gleiche Zustände in
puncto Gleichberechtigung. Zufällige Übereinstimmungen in Detailfragen
lassen aber nicht den Schluss zu, auch das Ganze sei gleich gewesen. In
Wirklichkeit war die politische Situation und damit die Situation der
Individuen natürlich grundlegend verschieden. Die Partei hatte in erster
Linie die vollständige Integration aller Teile der Bevölkerung in ein
Ausbeutungs- und Entmündigungssystem im Auge, dabei waren ihnen Frauen
gerade so Recht wie Männer. In dieser Beziehung waren Männer und Frauen
vollständig gleichberechtigt. Daraus folgt aber auch eine Gleichberechtigung
in vielen Fragen des täglichen Lebens. Zum Beispiel war eine Ehescheidung
eine tatsächliche Trennung, es gab nicht die Institution des nachehelichen
Unterhalts für Expartner. Mann wie Frau waren nach der Scheidung völlig frei
voneinander und gezwungen, für sich selbst zu sorgen. Das ergab sich auch
aus der verfassungsmäßigen Pflicht zur Arbeit. Dass dieses widerliche Gehabe
der Propaganda in Fragen der "Gleichberechtigung der Frau" (Internationaler
Frauentag, DFD u.s.w.) was schon ein Widersinn in sich ist, dem westlichen
Pendant täuschend ähnlich sah, darf nicht über den völlig anderen
Hintergrund hinwegtäuschen. ---
Peter G. problematisiert inzwischen einen weiteren Aspekt meines Buches:
--- Mir fällt auf, daß Du in Deinem Buch oft von sogenannten kritischen
Feministinnen sprichst. Das halte ich für recht bedenklich, vor allem, wenn
man bedenkt, daß sich z. B. Katharina Rutschky meines Erachtens nie als
Feministin bezeichnet hat, und auch andere wohl nicht. Selbst die britische
Schriftstellerin Doris Lessing hat sich gegen diese Titulierung gewehrt;
sogar Virginia Woolf, die zwar in ihrer recht problematischen Schrift "Three
Guineas" das männliche Geschlecht der Machtgier etc. bezichtigte, jedoch
grundsätzlich keinen Männerhaß propagierte, hatte sich nie als Feministin
bezeichnet. (...) Das männliche Geschlecht wird einerseits als das
unterdrückende dargestellt, andererseits wird aber jedwede Verteufelung
selbigen abgestritten. Dieses Muster ist eben die sanftere Tour einer
Anklage und letztendlich doch Verteufelung des männlichen Geschlechts; und
es durchzieht alle sogenannten kritischen Feministinnen. Bezeichnend ist
doch gerade, daß sich Menschen, die für eine wahre Gleichberechtigung
eintreten, den Titel "Feminist/in" vehement ablehnen (vgl. Emma Goldman).
Das kann ich auch voll und ganz nachvollziehen, da jeder "-ismus" auf eine
Ideologie verweist. Selbst beim Anarchismus, der, wenn man die historischen
Strömungen betrachtet, eher eine Philosophierichtung ist, die sich aus
Idealen speist, konnte von den ganzen Scharlatanen, die sich heute als
solche dünken, eine starre Ideologie gemacht werden, die mit den
historischen Persönlichkeiten wie Kropotkin, Rocker, Goldman, Berkman etc.
nichts mehr gemein haben. Aus diesem Grunde scheue ich mich ebenso vor dem
Begriff Maskulist - da finde ich Begriffe wie "Männerrechtler" und
"Frauenrechtler" erst einmal treffender, wenngleich sie auch schon ziemlich
ausgereizt sind und nur als Provisorien dienen können. Es müßte da etwas
ganz Neues geschaffen werden, was auch auf treffende Weise das Eigentliche
zu formulieren vermag. ---
Den längsten Leserbrief, den ich je erhalten habe, schickt mit Rainer aus
Dortmund. Er setzt sich zwar in erster Linie wohlwollend-kritisch mit meinem
Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" auseinander, äußert darin aber sehr
viele Gedanken, die für Mitglieder der Männerbewegung insgesamt interessant
sein könnten. Deshalb veröffentliche ich hier gerne eine gekürzte Fassung:
--- Das Buch habe ich mir zwischen Weihnachten und Neujahr reingezogen,
eigentlich in jeder freien Minute, die ich nicht durch irgendwelche
Festtagstermine (Familie, Freunde) belegt war. Meine Aussage, die ich nach
50 Seiten in meinem Weihnachtsmail gemacht habe, dass vor der Lektüre zu
warnen wäre, u.a. wg. Suchtgefahr, möchte ich präzisieren dahingehend, dass
man sich eine geeignete Zeit suchen/nehmen soll, um sich die Lektüre anzutun
d.h. dann, wenn entsprechend Zeit und Muße da ist, das Gelesene zu verdauen.
Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, wollte ich es lange nicht mehr
anfassen und auch über den Inhalt nicht mehr nachdenken, was natürlich nicht
funktioniert hat. Es wühlt einfach mächtig in unguten Erinnerungen und rührt
an Befürchtungen, die gerne verdrängt werden.
Jetzt, etwa 9 Wochen später, will ich Dir konstruktive Kritik und
Anregungen mitteilen. Eigentlich meine ich, ganz gut im Stoff zu stehen:
beispielsweise vorletztes Jahr, mit Vorbedacht auch zwischen Weihnachten und
Neujahr, habe ich ein psychologisches Gutachten über einen mir bekannten
geschiedenen Vater und seine Familie durchgearbeitet, das auf ca.70 Seiten
angestrengt, und meiner unmaßgeblichen Meinung nach erschreckend
oberflächlich, versuchte darzulegen, warum der Vater seine beiden Kinder zu
deren eigenen Wohl nicht sehen/treffen dürfe, obwohl auch dem Gutachter
nicht entgangen war, dass die Kinder den teilweise schrulligen und
zerstreuten Vater mögen, und die Kindesmutter sehr selbstbezogen, eigentlich
nur bedingt erziehungsfähig und auffallend konfliktfreudig ist (so das
schönfärberische Psychologendeutsch, man mag sich vorstellen was das in
natura heißt). Das verblüffende Kernargument war, da die Kindesmutter und
der Kindesvater so gut wie ständig im Streit über alltägliche Dinge liegen,
sei es für das Kindeswohl das Beste, den Vater vom Umgang auszuschließen,
damit dem Streß die Grundlage bzw. der entsprechende Gegenpart entzogen
würde. Das Fatale an dem aus schlecht organisierten Textbausteinen
zusammengeschusterten Gutachten war, dass es dem Familiengericht als
Entscheidungsgrundlage diente, und dieses dieser dumpfen Argumentation und
Empfehlung bereits gefolgt war. Ich habe mich schwer getan, dem Kollegen
etwas Hilfreiches dazu zu sagen, außer dass ich das Gutachten hochgradig
schwachsinnig und opportunistisch finde. Das hatte er sich allerdings auch
schon gedacht, aber da hat er wenigstens einen gefunden, der seine Meinung
teilt. Manchesmal glaube ich, dass für nur wenige Menschen der ungeheure
Zorn und die Erbitterung nachvollziehbar ist, die einen anspringen, wenn man
in solchen Vorgängen steckt, für die das Wort "kafkaesk" einfach zu dürr
ist. Ich selber kämpfe jetzt schon seit fast 5 Jahren um einen schmalen,
wirklich nicht menschengemäßen Umgang mit meinem kleinen Sohn, den ich viel
zu lange schon nicht mehr gesehen habe.
Lange Rede kurzer Sinn: Dein Buch toppt eindeutig alle Materialien und
Problemdarstellungen, die ich in der vereinsmäßigen Männer-/ Väterarbeit
vorgesetzt bekomme. Das spricht nicht gegen Dich, sondern gegen die
Zustände, die Du beschreibst; es spricht für Deinen Fleiß diese ganze (mit
Verlaub) Scheiße zusammenzutragen und in durchaus lesbarer Form zu
dokumentieren und zu kommentieren, was Dich sicherlich einige
Körperbeherrschung gekostet hat. Mein Kompliment dafür. Aber Dein Kompendium
weibischer (! zweifellos sind es nicht typisch weibliche Eigenschaften!, ich
glaube, es handelt sich um massive gesellschaftliche Fehlentwicklungen)
Entgleisungen und Widerwärtigkeiten ist vielleicht etwas viel auf einmal.
Ich will das Buch gar nicht groß inhaltlich anzweifeln, teilweise auf Grund
eigener Erfahrung, teilweise wg. des gehaltvollen Literaturnachweises.
Möglicherweise ist es der grobe Keil, der auf den groben Klotz gehört, und
ich habe auch keinen Zweifel daran, dass dem um sich greifenden
Weiblichkeitswahn, will sagen: der ideologischen Verklärung eines
fehlgeleiteten Weiblichkeitsideals ein gehöriger Dämpfer entgegen zu setzten
ist, um weiteres Unheil, wenn nicht zu verhindern, so doch einzudämmen. In
sofern finde ich den Ansatz des Buches im großen Rahmen richtig, wenn ich
auch gerne mehr über gesellschaftliche und nicht so viel über psychologische
Aspekte gelesen hätte.
Allerdings hättest Du aus dem vorgelegten Stoff problemlos 3 bis 5 Bücher
machen können. Nun ist mir klar, dass es ein gewagtes Pokerspiel gewesen
wäre, auf solche Möglichkeiten zu setzen. Nicht nur als treuer Leser Deines
e-zines, sondern aus aus diversen Beschwerden, die im Internet zur Kenntnis
gebracht werden, oder einfach von Begebenheiten beim Bestellen von politisch
unkorrekten Titeln im Buchhandel, weiß ich, dass Bücher für Männer (die ja
nicht unbedingt automatisch gegen Frauen gerichtet sind) für die Buchbranche
kein Thema sind. Ich vermute, Du hast aus der Befürchtung heraus, dies Buch
könnte zur "Eintagsfliege" werden, und es keine weitere Möglichkeit für
Bücher geben würde, alles reingepackt, was Dir wichtig erschien und in dem
Zusammenhang schon immer mal gesagt werden musste. Kann ich irgendwie
nachvollziehen, aber es macht die Lektüre schwer verdaulich, weil Inhalt und
Umfang doch sehr kompakt und sperrig sind. Ich hoffe, es verkauft sich
dennoch gut, und es gibt weitere, weniger schwergewichtige und noch größere
Kreise ansprechende Folgeprojekte.
Den Begriff "Maskulismus" finde ich sehr unglücklich gewählt. Er intendiert
meiner Auffassung nach, das Gegenstück zum Feminismus zu sein, den ich als
totalitäre und finstere Ideologie begreife. Dass sich zumindest die deutsche
Variante des Feminismus nicht viel anders als totalitär und
anti-aufklärerisch zeigt, dafür gibst Du in Deinem Kompendium zahlreiche
Beispiele. Er tendiert streckenweise sogar ins Faschistische (Heil Sch... !,
Heil Solanas!). Die aufgeklärt- und/oder liberal-feministischen Strömungen,
wie es sie in den USA mit Wendy McElroy u.a. gibt, habe ich hierzulande noch
nicht ausmachen können, wenn sie denn existieren. Beate Krichelhoff und
Karin Jaeckel sehe ich als randständige Einzelkämpferinnen, die ihre liebe
Not haben Gehör zu finden. Die sich findende Männerbewegung als
maskulistisch, als komplementär zum Feminismus zu betiteln sehe ich als
politisch-publizistisches Eigentor. Es klingt wie: da prügeln sich die
Linken und die Rechten, also rechts gleich links ("plus ist minus und rot
ist schwarz" - ein alter Wortwitz aus der Elektrotechnik, wenn die
Verwirrung überhand nimmt), die Extreme berühren sich, sind letztlich gleich
(schlecht) und da halten wir uns raus. Zugegeben, das sind recht spießige
Gedankengänge, aber dieses unheilvolle Denkschema ist weit verbreitet. Und
dem in diesem unseren Lande ebenso verbreiteten Bedürfnis jemanden, der sich
mit (noch) nicht mehrheitsfähigen Positionen in die Öffentlichkeit wagt,
also nicht ganz normal sein kann, in eine (un)passende Schublade zu
stecken, muß ja nicht unbedingt dadurch Vorschub geleistet werden, in dem
man den mißverständlichen Begriff selber vorgibt.
Die sich noch suchende, aber stärker werdende Bewegung wendet sich ja nicht
ausschließlich gegen diskriminierende Auswüchse zu Lasten von Männern und
die verbreitete Misantrie, es geht auch und nicht zuletzt um Menschenwürde,
die nicht nach Geschlecht oder Rasse trennbar ist. Oder lies mal
spaßeshalber ein paar Tage die Vafk-Mailing-Liste (auch wenn´s machmal
schwerfällt): da geht´s hauptsächlich um Kinderrechte und wie man die aus
dem Ruder gelaufene Ex doch noch zu einem konstruktiven Dialog bewegen
könnte. Und wenn Du Dich mit einigen von den sogenannten "Zweitfrauen"
unterhältst (= die zweiten Frauen von entsorgten Vätern; es gibt, wie Du
wahrscheinlich weißt, ein "Zweitfrauen-Forum" im Internet), dann hörst Du
Stellungnahmen und Kommentare, die auch manche der frechsten abgezockten
Väter als blasse Musterknaben erscheinen lassen. (Wir haben von dieser
Fraktion hin&wieder Besuch an Info-Ständen und es weht dann ein
erfrischender Wind.) Der Begriff Maskulismus würde diese Frauen, die
ziemlich die gleiche Richtung haben wie viele Väterrechtler, von vornherein
ausgrenzen. Und solche Bündnisse forderst Du ja in Deinem Buch selber.
Also wenn schon ein Begriff her muss, warum dann nicht wirklich "egalitär!?
Wer kennt sich schon so genau im Finanz(neu)deutschen aus, dass der Begriff
blockiert/belegt wäre? Was bedeutet der Begriff da überhaupt? Sind etwa
Mann-Frau-Beziehungen frei von Ökonomie? (Siehe David Friedman, dem ich hier
allerdings nicht ungeteilt zustimmen kann. Aber das ist wieder ein anderes
Thema) Auf jeden Fall kennt das MS-ENCARTA-Lexikon auch noch eine
ethnologische/oder soziologische Bedeutung und zwar (Zitat): "Egalitäre
Gesellschaften, im weitesten Sinne Gesellschaften, die in sozialer und
wirtschaftlicher Hinsicht die Gleichheit ihrer Mitglieder betonen.
Kennzeichen einer egalitären Gesellschaft ist zudem die zeitlich begrenzte
und situationsbedingte Übergabe von Autorität an Personen, die besonders
qualifiziert sind (beispielsweise die Leitung der Jagd durch den besten
Jäger). Bei üblicherweise als egalitär bezeichneten Gesellschaften wie den
San in Botswana und Namibia oder den malaiischen Batak bestehen keine
ausgeprägten wirtschaftlichen sowie status- und prestigebezogenen
Unterschiede. Verfasst von: Barbara Rusch (C) MS Encarta 99"
Das klingt nicht nur in meinen Ohren gut und beschränkt sich auch nicht nur
auf den leidigen Sexismus und Geschlechterkampf, sondern hat eine
übergeordnete sozio-ökonomische Dimension jenseits von hinlänglich bekannten
und zu recht verworfenen Ideologien. Den Begriff "egalitär" (am liebsten
egalitär-libertär, aber wir wollen es nicht zu kompliziert machen) möchte
ich auf jeden Fall zur Diskussion stellen, aber bitte nicht mehr
"Maskulismus".
Gegen Ende des Buches beschreibst Du die Parteien als Bündnispartner. Zu
jeder Partei fällt Dir ein entsprechender Anknüpfungspunkt ein, der eine
Zusammenarbeit sinnvoll erscheinen läßt. Diese Einschätzung halte ich für zu
optimistisch. Nach meiner Erfahrung handeln Parteien als
"Mehrheits-Meinungs-Agenturen", die, weil von Wahlergebnissen (oder Spenden
entsprechender Interessengruppen) direkt abhängig, es sich nicht leisten
können Minderheiten mit nicht mehrheitsfähigen Positionen oder mangelndem
finanziellem Gewicht zu fördern /unterstützen. Das Risiko einer
Fehlinvestition ist einfach zu groß. Auch die Bündnisgrünen haben
"Sitz&Stimme" im Parlament hauptsächlich einstmals starken
außerparlamentarischen Bewegungen zu verdanken (ich meine nicht ´68, sondern
die Nachfolger) auf deren bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Überresten sie
noch heute herumkauen. 1990, eigentlich schon am inhaltlichen und
politischen Konkurs angelangt, haben sie sich nochmal durch Übernahme eines
Großteils der DDR-Bürgerrechtsbewegung sanieren können. Die "eingemeindeten
Ostler" sind dann auf schier unnachahmliche Weise expediert worden. Die
sogenannten Alt-Parteien haben das ähnlich gemacht. Einen Abglanz der
Wut&Enttäuschung, die dort noch berechtigerweise herrscht, konnte man im
"Manifest der Bürgerbewegung (oder so ähnlich)", Herbst 2001 erkennen, über
das
die ZEIT erwartungsgemäß nichts als Häme gegossen hat.
Nun denke ich nicht, dass man mit niemandem zusammenarbeiten kann, nur weil
er/sie Mitglied in einer Partei ist. Vielmehr sehe ich eine vorrangige
Notwendigkeit von "Horizontal-Verbindungen" zu Personen die gleiche oder
ähnliche Anliegen haben, unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Partei
oder auch Kirche, Gewerkschaft etc. Das ist aber etwas grundsätzlich anderes
als zu versuchen die Parteien an sich für unsere Probleme zu erwärmen. Ein
Bündnis mit einer Partei wird die "egalitäre Männerbewegung" erst eingehen
können, wenn es sich für die Partei konkret auszahlt, der Rest ist
Meinungsmanagement, das Anforderungen der "Parteienlogik" bedient und
unbequeme Inhalte versucht zu lenken und zur Eigenprofilierung der Partei zu
nutzen ("sich an die Spitze setzen und diese abbrechen", wie bereits
mehrfach gesehen). Hier möchte ich keinesfalls Aktivisten wie Joachim Bell
oder Peter Thiel beleidigen. Die erste Version vom Aufruf der "Roten Männer"
fand ich noch schauderhaft, den von der Taz abgelehnten Artikel im Invisible
Nr.31 finde ich richtig gut und werde ihn auch weiterverbreiten. Dass Peter
Thiel, den ich über Mailverkehr kenne und respektiere, redlich versucht, den
feminisierten Grünen einen Eindruck der Männersicht beizubringen, finde ich
angesichts des gigantischen Ausmaßes seiner gewählten Aufgabe bewundernswert
und er sollte ganz sicher dabei unterstützt werden. Allerdings ist Peters
Bemühen aus meiner Sicht der Versuch, aus einem Schäferhund einen Vegetarier
zu machen. Aber möglicherweise mache ich selbst nicht viel anderes bei
meiner Vereins-Arbeit ... (und ich habe selbst im grünen Ortsverband von
1979-86 kräftig mitgearbeitet.)
Sehr gut finde ich den Anhang 1 mit der Anleitung zur Bewältigung von
feministischen Fallstricken in Diskussionen; ich hatte auch schon mal
angefangen, eine solche Argumentationshilfe zusammenzustellen, weil sie in
der praktischen Arbeit sehr wichtig ist. Dies ist ein Kapitel, das
vermutlich ständig fortgeschrieben werden muss.
Die Geburt einer Männerbewegung ins Jahr 200x zu verlegen, auch wenn das
Jahr Null gleich wieder relativiert wird, finde ich wenig hilfreich. Keine
Bewegung fällt vom Himmel und ist zu einem bestimmten Termin einfach da. Es
provoziert möglicherweise eine zweifelhafte Diskussion darüber, ab wann eine
Bewegung sich als solche bezeichnen darf und wann nicht. Reicht schon die
Publikation und breitere Information über abzustellende Mißstände, oder
müssen erst öffentlichkeitswirksame "Massenaktionen" vorgewiesen werden (von
denen niemand das Kriterium zu nennen vermag, wann diese als solche gelten
dürfen)? Viel Zeit und Kraft ist in der Vergangenheit mit solchen
Scheindiskussionen in anderen Bewegungen vergeudet worden und dies sollte
hier nicht wiederholt werden.
Es lohnt sich aber mit Sicherheit ein Blick auf die Zeit vor 2000: Gute
aufklärerische und populäre Beiträge (will sagen: nicht akademischem
Fachpublikum vorbehalten) zum männlichen Rollenproblem erinnere ich
mindestens aus den späten 70ern. Zwar war die Diskussion vielfach von
krausen Ideen überlagert, wie in "Männerbilder" von VE Pilgrim (1980); oder
Theweleits "Männerphantasien" in denen er auf über 1000 Seiten sein
schwerstes Leiden an der Männlichkeit an sich ausbreitet, und leider den
Faschismus als ursprünglich männliches Problem versucht darzustellen. Er hat
den Feministinnen reichlich Knallkörper geliefert, auf deren Verpuffungen
viele reingefallen sind. Aber die Diskussion war, wenigstens in der
studentischen Linken, erstmal entfacht und zwar geschlechterübergreifend,
was man heute nicht sagen kann. VE Pilgrim hat dennoch in den frühen 80ern
wichtige Anstösse geliefert; und er schreibt heute anders, meiner Meinung
nach viel näher am Problem. Auch
Umwege müssen wohl gemeistert werden. (von Theweleit weiss ich nur, dass er
danach Romane verfasst hat). Zudem wurden wegweisende Beiträge wie "Schweine
mit Flügeln" vom furchtlosen Marco Lombardo Radice (Rowohlt 1978?77?) viel
und gerne gelesen; auch der Folgeband "Der letzte Mann". Etwa in der Zeit
kam auch Uve Schmidt´s "Ende einer Ehe" heraus, was beim heutigen Niveau des
Geschlechterkrieges kaum mehr jemanden beeindrucken dürfte, und meiner
Meinung nach etwas zu weinerlich abgefasst war. Ein echtes Highlight war
allerdings wieder Henning Venskes "Ich war der Märchenprinz" (1983), die
famose Replik auf Svende Meriams unsäglichen "Tod des Märchenprinzen", der
dem notorisch defizitären Buntbuch-Verlag für kurze Zeit schwarze Zahlen
schenkte.
Venskes Replik war allerdings auch ein, wenn auch heimlicher, Bestseller,
der so für Furore sorgte, dass viele Buchladen(-kollektive) sie nur, wenn
überhaupt, unter dem Ladentisch oder "aus der Tasche" in Kneipen u.ä.
verkauften. Das Buch war "Bückware im Westen", und zwar nicht etwa weil es
unter staatlicher Repression gestanden hätte, (was derzeit nicht grade
unüblich war) sondern weil die Befürchtung der Buchhändler von aufgebrachten
Frauengruppen die Schaufenster zertrümmert und die Restruine mit lila
Graffiti verziert zu bekommen, so wie Frau Meriam dies als legitime Form der
Auseinandersetzung darstellte, ganz real und vernünftig war. "Bürgerliche
Buchhandlungen" konnten das Buch weitgehend unbehelligt verkaufen. Henning
Venske hat nach seiner Enttarnung (er hatte unter dem Pseudonym Arne Piewitz
geschrieben) sehr böse Prügel bezogen, wovon er sich lange nicht erholt hat,
und so mancher mochte garnicht zugeben, dass er das Buch, womöglich mit
diebischer Freude, überhaupt gelesen hatte. Auch Meilensteine, die Rainer
Neutzling und der 1999 tragisch verstorbene Dieter Schnack gesetzt haben mit
"Kleine Helden in Not", "Die Prinzenrolle", "Hauptsache Arbeit?", "Der Alte
kann mich mal gerne haben" (1990-97, alle Rowohlt) sollten hier nicht
vergessen werden, sondern besser noch einmal hervorgeholt und dem
interessierten Publikum nahegebracht werden. Die Lektüre lohnt sich
wirklich! Dieter Schnack hat es auf einzigartige Weise verstanden, hart
eträgliche Fakten und Aspekte des Männerlebens mit samtschwarzem Humor und
wissenschaftlicher Prägnanz darzustellen. Eine Kombination, die diese
kantige Materie für viele überhaupt erst zugänglich macht.
Gegen Herrn Matussek als Kronzeugen habe ich verschiedene Vorbehalte (das
ist aber wieder ein anderes Thema). Was Herrn Schwachnitz angeht, möchte ich
stark bestreiten, das er einen Meilenstein in der Aufklärung der
Rollenproblematik geliefert hat. Wenn überhaupt, dann war das ein
Meilenstein für seinen Geldbeutel, weil er genau weiß, mit welchem
gequirlten Käse die holden Damen zum Bücherkauf gebracht werden. Nach seiner
eigenen Aussage wurde das Buch zum überwältigenden Anteil von Frauen
gekauft. Und welche Zielgruppe habe wir da im Verdacht? Nicht alles was
unter der Flagge "moderne Männlichkeit" segelt, ist eine Bereicherung, und
meiner Ansicht nach fährt dieser Zeitgenosse unter einer Drittstaatenflagge.
---
Eine kurze Erläuterung, die ich hierzu noch abgeben möchte, bezieht sich auf
die von Rainer beanstandete Überschrift meines Textes "Das Jahr Null. Die
Befreiung des Mannes hat soeben begonnen". Dies ist ein leicht
parodistischer Verweis auf ein französisches Manifest sehr ähnlichen Titels
vom Ende der sechziger Jahre, nur dass dieses behauptete, dass die Befreiung
der FRAU gerade begonnen habe. Natürlich ist mir selbst klar, dass die
deutsche Männer- und Väterbewegung eine Vorgeschichte von mehreren Jahren
und Jahrzehnten hat; glaube aber wirklich, dass sie im letzten Jahr in eine
neue Phase getreten ist. Was die Diskussion um die Benennung unserer
Bewegung angeht, bin ich auf die Ansichten weiterer Leser gespannt.
"Maskulismus" habe ich ja selbst immer etwas unglücklich und nur als
Übergangslösung brauchbar gehalten. "Egalitär" scheint mir nach der von
Rainer zitierten Definition gut zu passen, hat aber den Nachteil, dass der
Begriff nicht selbsterklärend ist: Eine außenstehende Person, der ich
mitteile, ich sie Mitglied der "egalitären Bewegung", und die gerade kein
MS-ENCARTA-Lexikon zur Hand hat, könnte diesem Ausdruck erst mal zu
entnehmen glauben, mir sei alles wurscht. "Männerrechtler" hingegen wäre
sofort verständlich, unterstellt aber vielleicht, dass Frauen und Männer
komplett unterschiedliche Interessen haben, die sie nur gegeneinander
durchsetzen können.
Für weitere Gedanken, Kritik, Anregungen und Ideen bin ich immer dankbar.
Das aber war es erst einmal für diese Ausgabe - herzlicher Gruß euch allen!
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 33 (mit Gimmick)
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur dreiunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN - und frohe Ostern euch allen!
Als kleines Geschenk für eurer Osternest habe ich diesem zine, wie schon in
einer früheren Ausgabe angekündigt, als Attachment eines der aus meinem Buch
"Sind Frauen bessere Menschen?" gekürzten Kapitel beigelegt. Es handelt sich
dabei um eine Kritik an der feministischen Sprachkritik. Ich hatte es
herausgenommen, weil ich den begründeten Eindruck hatte, dass das Thema
allein außer bei Radikalfeministinnen und Sprachwissenschaftlern/-innen
wegen seiner ideologischen Überfrachtung meistens nur Anlass zu Anfällen
starker Langeweile gab. Andererseits fanden manche TestleserInnen meine
Erläuterungen dazu recht treffend, also bekommen es auf diese Weise
wenigstens die Leser meines zines zu Gesicht.
Für mich persönlich sind die aktuellen Entwicklungen sehr erfreulich. Das
liegt nicht zuletzt daran, dass der "lace curtain" der Medien auch was mein
Buch angeht in diesen Tagen zumindest einen Spalt breit durchbrochen wird.
(Mit "lace curtain", also "Spitzenvorhang", bezeichnet die US-Männerbewegung
den Umstand, dass ihre Anliegen und ihre Veröffentlichungen im Gegensatz zu
den feministischen Texten von den Medien weit überwiegend ignoriert werden,
weil diese den Medienmachern anscheinend nicht ins "frauenfreundliche"
Konzept passen. Näheres darüber kann man zum Beispiel hier:
http://www.vix.com/menmag/lacecur1.htm nachlesen.) Auch mir ging es ja so,
dass mein Buch von den Rezensenten fast durchgehend ignoriert wurde, obwohl
ich Dutzenden von ihnen ein Exemplar mit persönlichem Anschreiben plus
übersichtlicher Info-Mappe zusandte. Offenbar ist das Thema "Männerrechte"
nicht nur in den Verlagslektoraten für viele noch so heiß, dass sich niemand
daran die Finger verbrennen möchte. Nachdem es deutschen Männerrechtlern in
den letzten Wochen aber gelungen ist, wenigstens auf das Problem geprügelter
Ehemänner aufmerksam zu machen, nehmen die ersten Journalisten offenbar auch
meine Faktensammlung zur Männerdiskriminierung insgesamt wahr. "Hoffmann
wäscht Köpfe" befand das "Darmstädter Echo" vor wenigen Tagen in der ersten
ausführlichen Rezension meines Buches, die an einen größeren Leserkreis
ging: http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=138744 Und direkt nach
Ostern läd mich die Redaktion des ARD-Zeitgeist-Magazins "polylux", das
immer ein Ohr an den Themen von morgen hat, zu Aufnahmen und einem Interview
nach Berlin ein. Am Montag, dem 8. April, soll die Sendung dann ausgestrahlt
werden: Peter Thiel vom Berliner Männerrat ist in dem Beitrag dann auch zu
sehen. Dass vor allem junge, aufgeschlossene Leute zur Zielgruppe der
Sendung gehören, kommt uns natürlich sehr entgegen.
Ab und zu erreichen mich per Mail immer noch Anfragen, wie man sich gegen
die Diskriminierung von Männern in unserer Gesellschaft denn am besten
einbringen könne. Während an einer zielgerichteten politischen Vernetzung
engagierter Männerrechtler aktuell noch gearbeitet wird, möchte ich euch in
drei kurzen Listen meine persönliche Ansicht zu dieser Frage mitteilen.
1. Sieben Vorschläge für Dinge, die jeder in seinem Alltag tun kann (und
viele von euch längst tun):
- Macht den Mund auf. Wenn ihr männerfeindliche Witze erzählt bekommt, die
über das übliche Einander-gegenseitig-Aufziehen zwischen den Geschlechtern
hiausgehen, erklärt, warum ihr sie nicht lustig findet. Wenn jemand
irrwitzige Behauptungen über "Männergewalt gegen Frauen" aufstellt, fragt
ihn, ob er die aktuelle Forschungslage kennt. Wenn jemand mit dummen
Sprüchen oder Verallgemeinerungen über angeblich frauenunterdrückende Männer
um sich wirft, dann habt gleich ein paar schlagfertige Antworten parat.
- Wenn ihr männerfeindliche Werbung seht, schreibt der Firma einen kurzen,
höflichen Brief oder ein Mail. Zwar sind Frauen als Konsumenten die
marktrelevantere Zielgruppe, aber die Zahl männlicher Kunden ist groß genug,
dass es sich kein Unternehmen leisten kann, sie vor den Kopf zu stoßen.
Vielen Leuten aus den PR-Abteilungen ist gar nicht klar, dass witzig oder
provokativ gemeinte Spots z. B. mit gewalttätigen Frauen im Zentrum als
abstoßend wahrgenommen werden. Die Werbemacher wissen dafür aber genau, dass
jede einzelne negative Rückmeldung stellvertretend für hunderte von
potentiellen Käufern steht. Genauso kann man Firmen natürlich auch
mitteilen, wenn man ihre Werbung fair und männerfreundlich findet.
- Unterstützt Firmen, Verlage etc., die Männer kontinuierlich als Versager
oder Unholde darstellen, nicht mehr als nötig mit eurem Geld, indem ihr
deren Produkte kauft. Gebt ihnen entsprechende Rückmeldung.
- Wir haben Wahljahr. Sprecht schriftlich, telefonisch oder im direkten
Kontakt eure Abgeordneten an oder die Leute, die euch in der Fußgängerzone
ihre Wahlprogramme anbieten. Wenn sie sich damit brüsten, was sie alles für
Frauen täten, fragt sie, was sie für Männer tun. Wenn die Reaktion darauf
Unverständnis ist, fragt nach, ob es für einen Politiker nicht besser wäre,
sich gründlich über die Probleme einer Hälfte der Bevölkerung zu
informieren, statt einseitiger politischer Korrektheit hinterherzulaufen.
- Solltet ihr zu den wenigen Männern gehören, die Zeit übrig haben, dann
engagiert euch nicht nur negativ mit Protesten, sondern auch positiv, indem
ihr etwas aufbaut und dabei eure Position als Männer mit einbringt. Es lebt
zwar nicht jeder in Berlin oder Oldenburg, wo er die ersten Männerhäuser der
Republik mit seinem sozialen Einsatz unterstützen kann, aber vielleicht
findet ihr ja auch etwas Passendes in eurem Umfeld.
- Infomiert die Leute in eurem direkten Umkreis z. B. durch Leserbriefe oder
Flugblätter, wenn euch ein bestimmtes Thema auf den Nägeln brennt.
- Traut euch zu sagen: "Ich bin ein Männerrechtler" oder "Ich gehöre zur
Männerbewegung."
2. Die fünf größten Hindernisse für Männerrechtler:
- Der "lace curtain" (siehe oben).
- Vielen Männern wird oft erst dann klar, dass ihr Geschlecht auf vielfache
Weise diskriminiert wird, wenn sie selber in der Patsche sitzen: ihnen also
zum Beispiel fälschlich sexueller Missbrauch unterstellt wird, sie von ihrer
Frau geschlagen werden oder nach einer Scheidung ihr eigenes Kind nicht mehr
sehen dürfen. Vorher denken sie, alles wäre wunderbar, und wenn sie den
Ärger an der Hacke haben, haben sie nicht mehr die Zeit, die Nerven oder das
Geld, sich zu allem anderen auch noch männerpolitisch zu engagieren.
- Viele Männer haben Angst, dass, wenn sie sich zu stark für ihre Rechte
engagieren, ihnen sofort der Vorwurf entgegengeschleudert wird,
frauenfeindlich zu sein, oder ein Weichei, oder kindisch und selbstgerecht,
keine abbekommen zu haben etc. etc. etc. Wie berechtigt solche Befürchtungen
sind, weiß jeder, der sich in entsprechenden Diskussionsforen im Internet
umgetan hat. Die Waffen der Beschämung und des politisch korrekten
Dogmatismus werden sehr gezielt gegen Männer eingesetzt, die für ihre Sache
einstehen.
- Das andere Extrem zu diesem Handicap ist es natürlich, sich selber im Wege
zu stehen, indem man vorsichtshalber alles angreift, was weiblich ist oder
eine andere Meinung vertritt. Viele Frauen unterstützen unsere Anliegen, und
der Wahrheitsfindung hat eine kontroverse Debatte noch nie geschadet.
- Ein nicht zu vernachlässigender Grund für politische Untätigkeit mag der
Eindruck sein, gegen die feministische Übermacht in Politik, Medien, Justiz
und dem Rest der Gesellschaft ja doch nichts ausrichten zu können. Viele
werden anscheinend apathisch, weil sie den Eindruck haben, dass ihr Kampf
ohnehin aussichtslos ist, und weil sie sich nicht vorstellen können, als
Einzelne oder kleine Gruppe eine tatsächliche Veränderung bewirken zu
können. Sie werden Opfer ihrer eigenen Ungeduld.
3. Die drei beliebtesten Fehleinschätzungen über erfolgreichen politischen
Widerstand:
- "Politischer Aktivismus, wenn er nur nachdrücklich genug betrieben wird,
bringt einen sofortigen und entscheidenden Sieg." Das hat noch nie und in
keiner Hinsicht gestimmt, auch nicht für Frauen: Kürzlich durfte ich zum
Beispiel in einem meiner feministischen Bücher nachlesen, dass die erste
Frau, die in den USA ein Wahlrecht für Frauen einforderte, Margaret Brent im
Jahr 1648 war. (Was das Buch verschweigt, ist, dass damals auch 98 % der
Männer in den USA nicht wählen durften, aber das ist hier nicht der Punkt.)
Die ersten Frauen, die ein freies Recht auf Abtreibung forderten, gingen
dafür vor hundert Jahren auf die Straße, und ihre Enkelinnen hätten
vermutlich selbst in den siebziger Jahren keine Erfolge errungen, wenn die
Wirtschaft im Übergang von der Industrie- zur Informations- und
Dienstleistungsgesellschaft nicht massenhaft verfügbare weibliche
Arbeitskräfte gebraucht hätte. Bis der sexuelle Missbrauch von Mädchen
überhaupt als öffentliches Thema durchgesetzt werden konnte oder Frauen als
Autorinnen erotischer Literatur ernst genommen wurden, brauchte es
jahrelange immer neue Anläufe, Zurückweisungen und Frustrationen.
- "Politischer Aktivismus kann nur erfolgreich sein, wenn er gigantische
Menschenmengen auf die Straße bringt." Richtig ist, dass solche
Menschenmassen auch dem letzten Deppen signalisieren, wo die Probleme
liegen, und sich hartnäckiges Engagement in all den Jahren zuvor sich so
endlich auszahlt. Letzten Endes ist es sehr oft nur ein verhältnismäßig
kleiner Kreis von Leuten, die sich mit zahllosen kleinen Einzelaktionen den
Hintern aufreißen, damit die nötige politische Wirkung entstehen kann. In
unserem historischen Gedächtnis landen natürlich nicht diese Einzelaktionen,
sondern die plaktiven Medienbilder von den vielen Menschen mit den
Spruchbändern und Transparenten.
- "Politische Erfolge sind vor allem der Wirkung eines charismatischen
Superführers zu verdanken." Auch hier gilt, dass Mahatma Gandhi oder Martin
Luther King den Medien eine günstige Gelegenheit boten, die Anliegen, die
sie stellvertretend für viele verkörperten, an einer Person festzumachen.
Und natürlich haben sie eine beachtliche Lebensleistung vorzuweisen. Aber
die von ihnen verkörperten Anliegen wurden bereits lange vor und in Kings
Fall auch nach ihnen vertreten. Politische Führer hätten überhaupt keinen
Einfluss ohne ihre unzähligen Mitstreiter, die Flugblätter verteilen oder im
Internet für ein Thema werben, deren Gesichter aber nie im Fernsehen
erscheinen. Schließlich besteht die Gefahr, dass sich ein politischer Führer
auf eine längst unhaltbare gewordene Position so oft öffentlich festgelegt
hat, dass er oder sie nicht mehr davon abweichen kann, ohne das Gesicht zu
verlieren: Alice Schwarzers Verranntheit in Behauptungen wie "Pornographie
erzeugt sexuelle Gewalt" ist das beste Beispiel.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-Foren
oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299, www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com. Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS:
-----
DIE RÜCKKEHR DES SCHULDTURMS
Der "Ottawa Citizen" berichtet über Männer, die in Haft sitzen, obwohl sie
keines Verbrechens verurteilt oder auch nur angeklagt sind. Es geht um das
Thema Unterhalt:
http://www.canada.com/search/site/story.asp?id=49D8B196-DA13-4D25-95B6-F0D2DAADA88C
ULMER FORSCHER: FRAUEN GENETISCH BEDINGT INTELLIGENTER ALS MÄNNER
Horst Hameister, seines Zeichens geschäftsführender Oberarzt der Abteilung
Humangenetik an der Universität Ulm, stellte die These auf, dass Frauen von
ihrer genetischen Anlage her intelligenter als Männer seien, was auch ihr
besseres Abschneiden im Abitur erklären könne:
http://www.rundschau-online.de/gesundheit/psyche/2217531.html
In früheren Jahrhunderten waren Frauen und beispielsweise Schwarze als aus
biologischen Gründen weniger intelligent als Männer eingestuft worden, bis
man erkannte, dass z. B. ihr schlechteres Abschneiden im Ausbildungssystem
eher Resultat der gesellschaftlichen Diskriminierung solcher Gruppen waren.
Auch über die Diskriminierung von Jungen in unseren Schulen liegen längst
hinreichende Informationen vor (die ich zum Teil in "Sind Frauen bessere
Menschen?" gesammelt aufgeführt habe), werden aber bislang nicht breit
diskutiert. In Intelligenztests schneiden Frauen (wie in Ausgabe 15 dieses
zines berichtet) um einige wenige Punkte schlechter als Männer ab, auch gilt
es als unbestritten, dass der Intelligenzquotient eines Menschen von
sozialen Faktoren mindestens ebenso abhängt wie von genetischen. Als 1995
US-amerikanische Wissenschaftler in ihrem Buch "The Bell Curve" die These
neu auflegten, dass Weiße intelligenter als Schwarze seien, reagierte die
internationale Forschungsgemeinschaft mit dem Vorwurf des Rassismus und der
wissenschaftlichen Unhaltbarkeit solcher Behauptungen. Ähnlich starke
Proteste gibt es gegen den aktuellen Trend, Intelligenz weiblichen und
Gewalt männlichen Gehirnen zuzuordnen, nicht.
BRITISCHE MÄNNERBEWEGUNG STARTET INTERNET-RADIOSENDUNG
Auf ihrer Website unter http://www.menshour.com erklären die Macher: "The
Men’s Hour is a response to the sexist BBC’s woman’s hour
that is broadcast in the UK every weekday. The BBC maintains that the
woman’s hour has `general appeal´ and therefore there is no need for a
men’s hour. The woman’s hour also covers topics that are
men’s issues like father’s rights or male menopause to name two.
It always does this from a feminist inclined perspective. This politically
correct attitude seems to be true throughout a lot of the media. Men’s
views and rights are often not represented and virulently challenged
whenever they do manage to get presented. The Men’s Hour was conceived
as an antidote to that. Men’s ideas, for example like shared
parenting, are to be put forward and not immediately rubbished by some
flimsy or misleading argument. It is not about hating women. It is about
challenging feminists, often these are people who seem to clearly hate men.
We have the same budget as the BBC spends on men’s programmes. Zero."
VATERRECHTLER, DER SICH VOR GERICHT ANKETTETE, ERFOLGREICH
Es wurden nicht nur sämtliche juristischen Vorwürfe wegen seines Verhaltens
fallengelassen, er erhielt auch Unterstützung von Männerrechtler-Gruppen aus
ganz Irland (und ermunternde Botschaften aus der ganzen Welt), was wiederum
für Resonanz in den Medien sorgte:
http://www.unison.ie/longford_leader/stories.php3?ca=38&si=706804&issue_id=7006
NEUE STUDIE: GEMEINSAME SORGE BESSER FÜR SCHEIDUNGSKINDER
Darüber berichtet
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2002-03/apa-clt031902.php und
sowie für eine breitere Leserschaft
http://www.usatoday.com/usatonline/20020325/3966492s.htm
BRITISCHE PSYCHOLOGIN: MÄNNLICHE WECHSELJAHRE MYTHOS DER PHARMAINDUSTRIE -
ÄLTERE MÄNNER SIND BESSERE LIEBHABER
Männer jenseits der 45 seien potenter und einfühlsamer - so zitieren
verschiedene Artikel die Erkenntnisse der Forscherin von der Universität
Sheffield:
http://www.reuters.co.uk/news_article.jhtml?type=topnews&StoryID=707405
AUSTRALISCHE WISSENSCHAFTLER ENTWICKELN PILLE FÜR MÄNNER
Während es die Pille für Frauen seit 40 Jahren gebe, sei die Entwicklung
einer Pille für Männer bislang an fehlenden Forschungsgeldern gescheitert:
http://www.theage.com.au/articles/2002/03/24/1016843091380.html
ENGLAND: SOLDATINNEN NICHT AN DIE FRONT
Sie könnten in Sachen Fitness mit den Männern nicht mithalten; schon im
gemischt-geschlechtlichen Training habe es von zahlreichen dabei verletzten
Soldatinnen Entschädigungsforderungen gegeben:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1901000/1901721.stm
JURAPROFESSOR VON STUDENTIN DER SEXUELLEN BELÄSTIGUNG BEZICHTIGT, WEIL ER
IHRE SCHULTER BERÜHRTE
Er sieht einer 35.000-Dollar-Anklage entgegen, die mit dem Vorwurf begründet
wird, er habe "bewusst eine Verletzung beabsichtigt":
http://www.dailyprogress.com/newsitems/2news.htm Auch die anderen
Professoren seines Fachbereichs sind nicht gerade begeistert, dass ein
ständiges Damoklesschwert über ihnen schwebt.
"UNTERRICHTSMATERIAL IM FACH FRAUENSTUDIEN SEHR OFT AUS STEINZEIT DER
GESCHLECHTERDEBATTE"
Zu diesem Schluss kamen Teilnehmerinnen der US-amerikanischen,
feminismuskritischen Frauengruppe "Independent Women´s Forum" nach einer
Sichtung entsprechender Sachbücher, die aktuell an den Hochschulen benutzt
werden. Christine Stolba, Hauptverantwortliche für diese Analyse,
verzeichnete in den untersuchten Texten ein Weltbild, dem zufolge auch heute
noch unmündige Frauen von bösen Männern niedergedrückt werden, sowie von ihr
als "Mythen" bezeichnete falsche Tatsachenbehauptungen, die entweder längst
wiederlegt seien oder zu denen fundierte gegenteilige Ansichten existierten
- die den in diesem Alter noch leicht zu beeinflussenden Studentinnen aber
nicht mitgeteilt würden. Forscherinnen wie Christina Hoff Sommers oder
Daphne Patai, die ihre eigenen Erfahrungen mit radikalen Strömungen
innerhalb der Frauenstudien gemacht hatten, stimmten Stolbas Analyse zu.
Feministinnen ihrerseits griffen die Kritikerinnen als "rechtsradikal" und
"wahnsinnig" an: http://www.foxnews.com/story/0,2933,48663,00.html sowie
http://www.nationalreview.com/lopez/lopez032702.asp Siehe dazu auch diesen
Bericht des IWF im Original http://www.iwf.org/news/020320a.shtml sowie
diesen lesenswerten Kommentar des prominenten Männerrechtlers Sacks:
http://www.glennjsacks.com/popular_womens_studies.htm
FEMINISTINNEN HEISSEN PORNO-KÖNIG WILLKOMMEN
Als "Hustler"-Herausgeber Larry Flint in San Francisco einen neuen Club
eröffnen wollte, begegneten ihm zunächst Proteste von der feministischen
Anti-Porno-Fraktion. Bei der Eröffnungsveranstaltung selbst wurde er jedoch
vorwiegend von porno-freundlichen Frauenrechtlerinnen empfangen, die sich
als "feminists for fornication" ("Feministinnen für die Unzucht")
bezeichneten. Die Zensur-Befürworterinnen zeigten sich angewidert:
http://www.examiner.com/news/default.jsp?story=n.femporn.0311w
POLITISCH KORREKTES KAMASUTRA SOLL FRAUEN STÄRKER BEFRIEDIGEN
Die Neu-Ausgabe des 1700 Jahre alten indischen Sex-Lehrbuches soll dem
Verleger zufolge das ursprüngliche Schwergewicht auf das Vergnügen der Frau
und das Befriedigen ihrer Wünsche wiedergewinnen. Konsequenterweise, so
meldet Reuters unter
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&cid=573&u=/nm/20020328/od_nm/kamasutra_dc_1
würden speziell an weibliche Leser gerichtete Kapitel darin aufgenommen:
"Wege, Geld von ihm zu bekommen" ebenso wie "Wege, ihn wieder loszuwerden".
Als Ausgleich bekämen Männer weniger politisch korrekte Kapitel geliefert,
darunter "Frauen, die ohne Anstrengung gewonnen werden können".
NOCH IMMER NERVIGE WERBE-EINBLENDUNGEN IN ANSONSTEN BELIEBTEM ZINE
BEDROHT VERUNREINIGTES TRINKWASSER DIE MÄNNLICHKEIT?
Verantwortlich sei nach Ansicht einiger Chemiker ein zu hoher Gehalt an
Östrogenen durch eingeleitete Chemikalien:
http://heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/12122/1.html
FREIBURGER STAATSANWALTSCHAFT ERHEBT ANKLAGE: PFLEGEKINDER WIE SKLAVEN
BEHANDELT
Die unter
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/vermischtes/.html/128048.html
sowie http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,188034,00.html nachlesbaren
Vorwürfe rangieren zwischen fast täglichem Schlagen mit einer Peitsche bis
zu Füttern mit verschimmeltem Brot. Das zuständige Jugendamt zeigte sich
"trotz regelmäßiger Kontrollbesuche" ahnungslos.
Über den Sinn des Verweises auf immer neue solcher Fälle bzw. solcher
Berichte ist in den letzten Tagen in den Internetforen verstärkt diskutiert
worden. Die Gegenargumente der Kritikerinnen sind nicht ohne Gewicht: Die
Leser dieses zines wissen seit geraumer Zeit zur Genüge, dass Frauengewalt
im häuslichen Bereich der Männergewalt kaum nachstehen dürfte, jede
zusätzliche Fallschilderung kann so ebenso sinnlos zu einem schlechten
Gefühl beitragen wie die Flut von Mord-und-Totschlag-Artikel der
Boulevardpresse. Gerade die Leute, die mit entsprechenden Informationen
versorgt werden müssen, lesen ohnehin nicht die INVISIBLE MEN. Andererseits
finden solche Artikel bei vielen Lesern meines zines immer noch eine enorme
Resonanz (gerade der Freiburger Fall wurde mir von mehreren Seiten zugleich
zugemailt) und sehen ihre politische Bedeutung unter anderem im Versagen der
staatlichen Stellen, insbesondere des Jugendamtes. So schreibt mir mein
Leser Hartmut: "Heute morgen (20. 03. 2002, 6:55h) berichtete der
Regionalsender `Antenne1´, Nachbarn hätten die zuständigen Behörden bereits
vor acht Jahren über die unerträglichen Zustände informiert. Das Jugendamt
wäre immer wieder auf die Missstände hingewiesen worden, jedoch untätig
geblieben. Der Sender berichtete weiter, es hätte Vorschriften über
ärztliche Untersuchungen der Kinder gegeben, die nie stattgefunden hätten.
Das Jugendamt habe betont, es hätte auf Grund der Umstände von diesen
Vorfällen nichts bemerken können und jedes Mitverschulden von sich
gewiesen." Einen eklatanten Mangel an Kompetenz, dafür starke
Geschlechterparteilichkeit gepaart mit bemerkenswerter Selbstherrlichkeit in
den Jugendämtern wird bekanntlich insbesondere von der Väterbewegung
beklagt, nachdem viele Scheidungsväter entsprechende Erfahrungen machen
mussten.
Während das Tabu weiblicher Täter bei häuslicher Gewalt in den deutschen
Medien inzwischen zumindest zum Teil gebrochen ist, wird sexuelle Gewalt
durch Frauen weiterhin nicht thematisiert. Für mich Grund genug, über
aktuelle Vorfälle dieser Art weiter zu berichten:
POLIZEI SUCHT FRAU, DIE 17-JÄHRIGEN TANKSTELLEN-ANGESTELLTEN ZU ORALSEX
ZWANG
http://www.ananova.com/news/story/sm_549216.html?menu
JUNGE, DER KINDER SEINER LEHRERIN ZEUGTE, SELBSTMORDGEFÄHRDET
Er war zwölf, sie war 34:
http://www.azcentral.com/offbeat/articles/0322Teacher-Sex-ON.html
FRAU VERLOCKTE ZWÖLFJÄHRIGEN ONLINE
Die 24jährige aus Houston wird von den Behörden beschuldigt, mit dem Jungen
per Internet-Chat Kontakt aufgenommen zu haben, um ihn über die Staatsgrenze
zu entführen. Experten gehen von einem geplanten Sexualverbrechen aus:
http://dailynews.yahoo.com/h/kprc/20020328/lo/1138608_1.html
RETTUNG DURCH GRAFFITI: MUTTER VERGEWALTIGTE SIEBENJÄHRIGEN SOHN ZAHLLOSE
MALE
Der Junge wusste sich schließlich nicht mehr anders zu helfen, als an die
Wand seines Hauses zu schreiben, dass er Sex mit seiner Mutter habe:
http://www.nolalive.com/news/t-p/sttammany/index.ssf?/newsstory/t_momrape23.html
SCHWERE SEXUELLE BELÄSTIGUNG DURCH SIEBEN LESBISCHE GEFÄNGNISAUFSEHERINNEN
Es klingt ein wenig nach RTL-"Frauenknast", ist aber ein Skandal, der in
London für einiges Aufsehen sorgt: Wie unter
http://www.thisislondon.com/dynamic/news/story.html?in_review_id=523172
nachzulesen ist, regierten sieben Wärterinnen ein Gefängnis mit erheblichen
sexuellen Schikanen gegen Männer und Frauen. Die als "Magnificient Seven"
Betitelten wurden inzwischen ihrer Stellung enthoben.
"FRAU ZERRT MANN INS GEBÜSCH, UM IHN ZU VERFÜHREN"
Von einem medienwissenschaftlichen Standpunkt interessant ist folgende
Schlagzeile unter
http://shortnews.stern.de/start.cfm?id=367988&newsid=1&rubrik1=
Brennpunkte&rubrik2=Verbrechen&rubrik3=Sexualdelikte&sort=1&start=1&nps=20&zeitraum=30&sparte=4
die sich auf einen Artikel des englischen Boulevard-Blattes "Sun" unter
http://www.thesun.co.uk/article/0,,2-2002130140,00.html bezieht. Was hinter
dem Vorfall an sich steckt, lässt sich wohl weder von hier aus
herausarbeiten, noch brächte es die Geschlechterdebatte weiter.
Bemerkenswert finde ich hingegen die Formulierung der (von einem Laien
erstellten) Schlagzeile: Wenn ein wildfremder Mann eine Frau ins Gebüsch
zerren würde, wäre dann auch noch von "verführen" die Rede? (Nicht weniger
bezeichnend sind die Leserkommentare in dem Diskussionsforum zu dieser
Nachricht.)
DAS ANDERE STALKING-OPFER
Wie ich im letzten zine kurz anriss, wird bei der öffentlichen Darstellung
des Themas Stalking ein wenig arg einseitig das - nach bisherigem
Kenntnisstand häufigere - Geschlechterverhältnis des männlichen Täters und
weiblichen Opfers benannt. Hier wird ausführlich einer der Fälle dargelegt,
bei dem die Verhältnisse umgekehrt liegen:
Aber auch über nicht-sexuelle Gewalt durch Frauen gibt es noch immer neue
interessante Berichte:
OLDENBURGER VEREIN BIETET ZUFLUCHT FÜR MÄNNER
Noch vor dem in Berlin geplanten Männerhaus gibt es inzwischen die erste
entsprechende Zufluchtsstätte in Norddeutschland:
http://members.fortunecity.de/reno7/Not.htm sowie
http://www.neuepresse.de/niedersachsen/107863.html Für manchen Oldenburger
Journalisten bedeutet häusliche Gewalt indes noch immer Gewalt von Männern
gegen Frauen - die Begleitpropaganda zum Gewaltschutzgesetz blieb da wohl
auch nicht ohne Wirkung, wie dieser Artikel illustriert:
http://www.nwz-online.de/regionales/974.html?showres=NWZ%2FREGION%2F1&showid=371954
DIE POLITISIERUNG DER HAUSFRAU
Ausgehend von dem aktuellen Fall der Andrea Yates, die wegen der Tötung
ihrer fünf Kinder verurteilt wurde, erörtert Wendy McElroy unter
http://www.fee.org/vnews.php?nid=323 die neuen Mythen, die sich um
Hausfrauen und Mütter bilden: "What it means to be a housewife is being
revised ideologically in order to impugn the choice some mothers make to
stay at home. (...) A myth created by PC feminism is dying and a new one is
being created to replace it. The dying myth is that women do not commit acts
of domestic violence: men do. It has been well documented that wives assault
husbands at approximately the same rate as husbands assault wives. The
statistics regarding fatal child abuse are even more alarming. `The Third
National Incidence Study of Child Abuse and Neglect´ (NIS-3, 1996) from the
Department of Health and Human Services reported that mothers perpetrate 78
percent of fatal child abuse. Even granting that women are usually the
primary caregivers and thus have much more opportunity and motive to snap,
these figures are alarmingly high. They are so high and the subject of so
much attention that it is no longer credible to claim that women are
nonviolent in the home.
To preserve the image of women as victims of oppressive male society,
however, PC feminists find it necessary to explain how the murder of a child
by his or her mother is still the fault of men." Der lange, aber lesenswerte
Artikel erklärt die Hintergründe dieser Ideologie einschließlich der
üblichen feministischen Trugschlüsse und bewussten Manipulationen.
"DEAR ABBY" MACHT GEWALT GEGEN MÄNNER ZUM THEMA
"Dear Abby" ist die mit Abstand berühmteste und renommierteste
Kummerkasten-Tante der USA. Dass sie in einem unter
http://www.uexpress.com/dearabby/viewda.cfm?uc_full_date=20020322&uc_comic=da&uc_daction=X
einsehbaren Beitrag Leser erklären lässt, bei welchen Anlaufstellen
geprügelte Männer Hilfe bekommen, und auch selber Stellung bezieht ("The
complex problem of domestic violence will not be resolved until government,
private agencies and the public become aware that domestic violence is not a
gender issue - but a human one.") ist insofern ein gewaltiger Schritt nach
vorne, was die Darstellung dieses Problems in den internationalen Medien
angeht.
"WASHINGTON TIMES" LÄSST SICH KORRIGIEREN: EHEMÄNNER ALLE 14 SEKUNDEN
GEPRÜGELT
Der folgende Kommentar unter
http://www.washtimes.com/commentary/20020322-1425600.htm ist ein recht
anschauliches Beispiel dafür, wie wirkungsvoll zielgerichtete Medienarbeit
von Männerrechtlern sein kann: "Last week, I began my column by observing
that `one woman is battered every 15 seconds.´ What I neglected to mention
was that the same study found that `one man is battered every 14 seconds.´
In fact, most studies reveal that men are attacked, clawed, beaten, shot and
generally abused at equal - if not slightly greater - rates than women. This
rousing omission was not lost on my readers. Shortly after the commentary
ran, letters streamed - poured - into our office documenting acts of
domestic violence committed against men. (...) So why did I neglect to
mention husband abuse in my previous column on domestic violence? In part,
because a commentary allows for limited space. But also because I was
influenced by longstanding cultural myths that portray men as being
genetically programmed to hunt and mate and women as delicate vessels. (...)
Indeed, it is telling that the 1991 domestic violence legislation proposed
by Sen. Joseph Biden, Delaware Democrat, bore the title, `Violence Against
Women Act.´ Implicit was the assumption that domestic abuse is largely a
response to male aggression. Ironically, many feminist groups nurture those
cultural myths that portray women as victims. (...) At least one implication
is that political groups that have resolved to empower battered women have
hijacked our understanding of domestic abuse by any means possible - even if
that means nourishing those cultural myths that portray women as forever
victims. Meanwhile, society's perception of a very serious problem ebbs ever
further from reality."
STUDIE DER IRISCHEN REGIERUNG: IN GESTÖRTEN EHEN FRAUEN DEUTLICH
GEWALTTÄTIGER ALS MÄNNER
So reiht sich ein weiteres Puzzleteil an all die anderen:
http://www.unison.ie/irish_independent/index.php3?ti=41&ca=9&si=718035&issue_id=7105
GEWALT GEGEN FOTOKOPIERER: FRAUEN VORN
Die Forderung "Schützt Kopierer vor Frauengewalt!" wird vermutlich eher
keine zentrale Forderung der Männerbewegung werden. Als kleines Detail am
Rande ist es aber durchaus bemerkenswert, dass auch hier 48 gegenüber 37
Prozent die These von der angeblich so viel niedrigeren
Aggressionsbereitschaft beim weiblichen Geschlecht nicht gerade stützen:
http://www.azcentral.com/offbeat/articles/0314photocopy14-ON.html
MEINUNG:
------
NEW YORKS BÜRGERMEISTER GIULIANI GEMEINSAMES SORGERECHT VERWEIGERT
Die Begründung der Richterin: Statt mit seinen Kindern habe er allzuviel
Zeit mit Überstunden in seinem Amt verbracht. Giuliani war zum Mann des
Jahres 2001 gewählt worden, nachdem er sehr beherzt und tatkräftig darauf
reagiert hatte, dass Terroristen zahllose Bürger New Yorks ermordet und die
halbe Stadt in Trümmer gelegt hatten. Offenbar macht ihn das aber zu einem
schlechten Vater. Lest den kompletten Artikel unter
http://gopusa.com/opinion/dt_0318.shtml
INTERNATIONAL FÜHRENDE FEMINISTIN AGENTIN DES CIA?
Dieser Artikel rührt einige weniger bekannte Informationen über Gloria
Steinem, die Chefredakteurin der US-amerikanischen "Ms.", neu auf:
http://toogoodreports.com/column/general/makow/20020318.htm Steinem machte
derweil in einem aktuellen öffentlichen Auftritt Männlichkeit verantwortlich
für alles Übel dieser Erde, von pädophilen Priestern über den
Nationalsozialismus bis zu den Terror-Attacken vom 11. September:
http://www.newsmax.com/archives/articles/2002/3/24/232249.shtml
WIE FEMINISMUS FRAUEN DER WISSENSCHAFT ENTFREMDET
Noretta Koertge argumentiert unter
http://www.mugu.com/cgi-bin/Upstream/Issues/fem/KOERTGE.html inwiefern die
wissenschaftsfeindliche Einstellung des Feminismus der neunziger Jahre bei
den Frauen selbst den größten Schaden verursache: "Some feminists, for
example, have claimed that the pain of childbirth is a social construction
that would disappear in a more women-positive society and that the
biological classification of human beings into two sexes is inspired by the
political desire to clearly demarcate those who are to dominate from those
who are to be oppressed. And of course there is the recurring talk about
human parthenogenesis (Jungfernzeugung, A. H.)."
WEB:
---
Ein zwar USA-lastiges, sonst aber durchaus interessantes Info-Archiv bietet
Vera Fallons "Gender Issues Research Centre" unter
http://www.gendercenter.org/girc.htm
Unser Leser Holger hat mich auf den Kölner Jura-Dozenten Joachim Wiesner
aufmerksam gemacht, der offenbar schon 1985 in einem weithin unbeachtet
gebliebenen Buch auf das Scheidungs- und Sorge-Unrecht in Deutschland
aufmerksam gemacht hat. Seine Studie "Vom Rechtsstaat zum Faustrechts-Staat"
ist im Web unter
http://www.wcb-webconsulting.de/gmk/wiesner.html#1.Die%20dialektische%20Impl
einzusehen. Ich habe mich mit dieser Studie inhaltlich nicht
auseinandergesetzt, biete den Link hier aber zur Info an.
ZITATE:
----
"ZEITPARADOX GESCHLECHTSSPEZIFISCHEN FEHLVERHALTENS: In Filmen, die in der
Gegenwart spielen, benehmen sich männliche Figuren, als stammten sie aus
einem lange zurückliegenden Zeitalter, und werden als Folge davon von Frauen
bewusstlos geschlagen. In Filmen, die in einem lange zurückliegenden
Zeitalter spielen, benehmen sich weibliche Figuren, als stammten sie aus der
Gegenwart, werden als Folge davon aber nie bewusstlos geschlagen."
Eintrag aus "Ebert´s Bigger Little Movie Glossary", einem Lexikon der
idiotischsten Filmklischees
"Like Phillys Schlafly before them, April Lassiter, Laura Ingraham (...) and
Ann Coulter have high-paying and satisfying careers, while striving for
other women to be 1950s hausfraus."
Aus Jennifer Baumgardners und Amy Richards "Manifesta! Young women, feminism
and the future.", New York 2000, S. 259. Der Satz ist meiner Ansicht nach
gar nicht so bedeutend, aber ich finde es witzig, dass der deutsche Begriff
"Hausfrau" inzwischen sogar schon in die amerikanische Sprache eingegangen
ist.
"Wie Ihnen bereits Frau Rechtsanwältin ... mit Schreiben vom ... mitgeteilt
hat, haben Sie alle erdenklichen Anstrengungen zu unternehmen, um durch
Ausnutzung Ihrer Arbeitskraft den gesetzlichen Mindestunterhalt für ihre
Kinder ... sicherzustellen. Ihre berufliche Umorientierung läuft diesem Ziel
zumindest derzeit ganz eindeutig zuwider. Wir haben daher zu prüfen, ob wir
unter diesen Umständen nicht Strafanzeige wegen Verletzung der
Unterhaltspflicht gegen Sie stellen müssen. In diesem Zusammenhang geben wir
Ihnen bis zum ... Gelegenheit zur Stellungnahme.Mit freundlichen Grüßen ..."
Schreiben eines deutschen Sozialamtes, zitiert in den aktuellen Väternews
von vaternotruf.de
--- Die Ehefrau hat im Lotto gewonnen. Überglücklich ruft sie ihren Sohn von
der Arbeit zu Hause an: "Stell dir vor, ich habe sechs Richtige im Lotto.
Ich komm sofort heim." Als sie zu Hause ankommt, steht der Junior schon in
der Tür und verkündet, dass es Vati schon wisse und tot umgefallen sei.
Meint sie: "Wenn´s läuft, dann läuft´s!" ---
Leserwitz in der aktuellen "Funk Uhr"
MEDIAWATCH:
------
In der neuen Pro-7-Talkshow "Mars oder Venus?" (ab 6. April) lassen Arabella
Kiesbauer und Holger Speckhahn drei Männer und drei Frauen gegeneinander
antreten, um über Geschlechterklischees zu debattieren. Geplant sind so
bedeutende Themen wie "Frauen können nicht einparken" und "Männer wollen nur
das Eine".
LESERMAIL:
-----
Unser Leser Matthias kommentiert eine dpa-Meldung, der zufolge den
englischen Gentlemen-Clubs, die Frauen den Zutritt nur als Mitgliedern des
Personals gewähren, das Aus droht. Tony Blairs Labour-Regierung unterstützt
aktuell einen entsprechenden bereits im Oberhaus eingebrachten
Gesetzesentwurf. Dazu Matthias: "Sowas, böse Männer! Anscheinend kennt da
jemand den Unterschied zwischen privaten Vereinen und öffentlich
finanzierten Einrichtungen nicht. Während öffentliche Einrichtungen kein
bestimmtes Geschlecht ausschließen dürfen, weil sie ja durch Steuergelder
finanziert werden, können meiner Meinung nach private Vereine (und
Unternehmen!) machen, was sie wollen. Schließlich kann sich ja jeder selbst
entscheiden, ob er einen Verein unterstützt (materiell und immateriell) oder
eben nicht. Genauso muss jeder Verein entscheiden, ob es gut für ihn ist,
auf einen Teil der Bevölkerung zu verzichten. Auf der anderen Seite ist es
ja auch jedem freigestellt, selbst einen Verein (mit eigenen
Ausschlusskriterien) zu gründen. Was würde wohl bei uns mit so einem Gesetz
(das sich nur auf öffentliche Einrichtungen bezieht) passieren? Wäre es
geschlechtsneutral? Das heißt, es gäbe keine Frauenbibliotheken an Unis,
Frauenbadezeiten in öffentlichen Bädern usw. ... mehr?"
Auf die Debatte darüber, ob "Maskulismus" oder "egalitäre Bewegung" der
angebrachtere Name für die deutschen Männerrechtler wäre, nimmt unser Leser
Holger Bezug: "Habe wieder interessiert das e-zine gelesen. Und nun bin ich
völlig ratlos. Warum, frage ich mich tief besorgt, muss jetzt ein irgendwie
gearteter Name für uns und unser Anliegen her? Ich denke, jede Namensgebung
für eine Männerbewegung führt früher oder später in die Irre! Diejenigen von
uns, welche von allen (wirklich allen) ideologischen Winkelzügen die Nase
gestrichen voll haben und deswegen am dringendsten einbezogen werden müssen,
werden solche Sachen mit Verachtung strafen und sich nicht einbringen
wollen. Vereinnahmt worden sind wir doch schon mehrfach. Können wir nicht
einfach so heissen wie wir sind/sein wollen? MÄNNER! Das sagt mehr als alle
schön durchgestylten Begriffe! Lasst uns einfach wieder Männer sein! Nur so
können wir auch wieder Menschen (im Sinne der Ideologen) werden!"
Auch Professor Bock möchte sich zu dem sehr ausführlichen Lesermail Rainers
in der letzten Ausgabe äußern: "Der Mann ist sehr klug, sehr reflektiert und
hat einen großen Anspruch an sich selbst. Deshalb kämpft er mit Ihrem Buch
und deshalb wird seine Zuschrift so lang. Er ist eines der Beispiele für die
psychischen und intellektuellen Dilemmata, in die sich Männer heutzutage
gestellt sehen. Vieles würde leichter, wenn man sich zugestehen würde, daß
1) Männer zwar oft Macht hatten und politisch dominierten, aber nie
intentional eine Politik gegen Frauen betrieben haben
2) der heute politisch herrschende Feminismus nicht die Gleichheit der
Geschlechter anstrebt, sondern die Dominanz von Frauen
3) es in der Religionsgeschichte und der Geschichte der Weltanschauungen und
Parteien Muster der Konfrontation, des Ausgleichs und des Kampfes gibt
(früher sprach man oft von Dialektik), denen man nicht entrinnen kann
4) es deshalb in bestimmten Phasen politisch und strategisch unvermeidlich
ist, sich vorübergehend eine bestimmte Konfrontation (Maskulismus)
aufzwingen zu lassen, ohne das Ziel wirklicher Gleichberechtigung (ohne
Gleichheit) aus den Augen zu verlieren und
5) es deshalb kein Verrat an diesem Ziel ist und auch nicht frauenfeindlich,
wenn man den Feminismus politisch bekämpft, sondern
6) es im Gegenteil eine Pflicht ist, dies zu tun, wenn man an dieses Ziel
glaubt.
Ihr Buch mag vielleicht kein Bestseller werden, aber es wirkt gewaltig, weil
es die, die es lesen, verändert. Es löst Diskussionen aus, die wie ein
Lackmustest wirken. Inbesondere scheucht es viele Frauen, aber auch Männer
auf, die in der bequemen Ecke Platz genommen haben, der Feminismus sei nötig
gewesen und es sei eben
das Pendel ein wenig in die andere Richtung geschlagen. Man muß sich neu
positionieren nach der Lektüre und das macht Arbeit und tut meistens weh."
ZUR DOKUMENTATION EINS:
-------
Thomas Deichmann, Chefredakteur der zukunftsweisenden Frankfurter
Zeitschrift NOVO, bittet unser zine, auf ein Buch aufmerksam zu machen, das
er für ganz hervorragend hält und offenbar gegen den Strich des herrschenden
Zeitgeistes gebürstet ist.
--- Von der PISA-Studie zur Elternparanoia
NOVO präsentiert in seiner 57sten Ausgabe ein Interview mit Frank Furedi,
Soziologe und Autor von "Die Elternparanoia. Warum Kinder mutige Eltern
brauchen" (Eichborn 2002). Das Interview ist unter
http://www.novo-magazin.de/57/novo5741.htm verfügbar.
Elternparanoia ist nicht als Vorwurf gegen Eltern zu verstehen, sondern als
Beschreibung einer morbiden Angstkultur, die Eltern verunsichert und
paranoid werden lässt. Furedi analysiert in seinem Buch die Hintergründe
dieses Problems. Er macht dafür die wachsende Beraterindustrie, die vorgibt,
am besten über Kindererziehung Bescheid zu wissen, mitverantwortlich. Auch
die PISA-Studie hat wieder zahllose Experten auf den Plan gerufen. Im
NOVO-Interview erklärt Furedi, warum Erziehungsratgeber das Problem
verschärfen:
"Im Schatten der Angstkultur ist eine ganze Armee von Experten
herangewachsen, deren Aufgabe zu sein scheint, Eltern schlaflose Nächte zu
bescheren. Ständig erinnern sie uns daran, wie hilf- und wehrlos Kinder
sind. Dabei sollten wir uns lieber ins Gedächtnis rufen, dass sie sehr
widerstands- und anpassungsfähig sind. Die
Kleinen müssen lernen, Risiken einzuschätzen und selbständige Entscheidungen
zu treffen. Wenn aber Eltern dem Expertenrat folgen und versuchen, Kindern
eine risikofreie Umgebung zu bieten, wird es gefährlich. Unter dieser
Sicherheitsparanoia leidet heute wahrscheinlich die Entwicklung der
kindlichen Potenziale am meisten."
Laut Furedi liegt ein Teil der Problemüberwindung in der Rückbesinnung auf
die Erwachsenen-Solidarität: "Vielen Erwachsenen scheint das
Verantwortungsbewusstsein gegenüber Kindern verloren gegangen zu sein. Sie
bleiben nicht stehen, wenn Kinder in einer Konfliktsituation sind. Sie rügen
Kinder nicht, wenn sie sich daneben benehmen. Diese Distanz hat zur Folge,
dass Eltern andere Erwachsene als potenziell suspekt empfinden. Das
Misstrauen verunsichert und überträgt sich auf die Erziehung der Kinder."
Einen Auszug aus der Einleitung von Furedis Buch, das in England einen
Pädagogenstreit entfachte, und weitere Artikel zum Thema, gibt es in der
NOVO-Printausgabe. Detaillierte Buch-Informationen finden Sie unter
http://www.novo-magazin.de/buecher.htm#elternparanoia. ---
ZUR DOKUMENTATION ZWEI:
----------
In der vorletzten Ausgabe dieses zines hatte ich auf einen Bericht Joachim
Müllers über die Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über männliche
Opfer-Erfahrungen verlinkt:
http://home.t-online.de/home/Joachim.Mueller-1/extdoc/Heilsbronn.html Zu
Joachim Müllers Darstellung gab es nicht nur in diesem zine, sondern auch
per Mailverkehr heftigen Widerspruch. So stellten in den letzten INVISIBLE
MEN der Gewaltforscher Hans-Joachim Lenz sowie der stellvertretende
Akademiedirektor Dr. Christoph Meier als Veranstalter der Tagung deren
Schwerpunkte und Ergebnis anders dar, als Joachim Müller das aus seiner
subjektiven Sicht getan hatte, und auch Frau Dr. Schröttle fühlte sowohl
ihre Präsentation auf der Tagung als auch die Forschungslage zu männlichen
Opfern häuslicher Gewalt insgesamt falsch wiedergegeben. Leider geschah
dieser Widerspruch stellenweise in einem recht aggressiven, unsachlichen
Tonfall. Unter anderem bedachte man die Wissenschaftler, die der
feministischen Ideologie ihre Forschungsergebnisse entgegenhielten und auf
die hohe Rate männlicher Gewaltopfer hinwiesen, mit Vokabeln wie "Hardliner"
und "Aufrechner": Letzeres wurde von Seite der so Angesprochenen besonders
beanstandet, da dies eine Wendung sei, mit der üblicherweise die
Relativierer des Holocaust angegriffen würden.
Vor einigen Tagen meldete sich deshalb Professor Dr. Gerhard Amendt, Leiter
des Instituts für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität
Bremen, mit einer Stellungnahme zu Wort, die hier wiedergegeben werden soll.
Der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass natürlich auch
die von mehreren Seiten kritisierte Frau Dr. Schröttle ihre Position hat,
die wir hier aber nicht abdrucken können, weil uns dazu keine Berechtigung
vorliegt. Joachim Müllers Darstellung nach scheiterte sein Versuch, die
Diskussion öffentlich im Internet zu führen, an Schröttles Veto. Wichtig ist
mir als Herausgeber dieses zines insofern nicht Amendts Kritik speziell an
Schröttles Gesprächsverhalten, sondern seine Bewertung des
Aufeinandertreffens von feministischem und wissenschaftlichem Diskurs
insgesamt. Hier erkennt der eine oder andere vielleicht Parallelen zu
ähnlichen Debatten, wie sie z. B. in Internetforen geführt werden.
--- ZU DEN NACHWEHEN DER TUTZINGER MÄNNER-TAGE
Die Tutzinger Tagung unter dem Rubrum Männliche Opfererfahrung scheint aus
der Ferne betrachtet, vor allem deshalb ein Erfolg gewesen zu sein, weil es
in einem zweiten Anlauf gelang, die Welt einmal aus der Perspektive der
Männer zu betrachten, und weil weitgehend darauf verzichtet wurde, sich mit
ausgeliehenen Legitimationen - üblicherweise aus dem an- und beklagenden
Feminismus - den jeweils eigenen Belangen im Geschlechterarrangement
zuzuwenden. Dies konnte in Tutzing gelingen, weil weder die ansonsten
häufige Selbstverteufelung der Männer noch die oftmals mit ihr einhergehende
Verteufelung des anderen Geschlechts expliziten Ausdruck fand. So dürfte es
für die Teilnehmer recht ermutigend gewesen sein, dass die kritische Sicht
auf das eigene Geschlecht weder ein lähmendes schlechtes noch ein
angstvolles Gewissen wachrief, sondern dass sie einzig und allein die
Voraussetzungen dafür schuf, Beziehungsänderungen erlebbar zu machen. Das
ist unverkennbar ein Fortschritt im Geschlechterdiskurs, den ich aus dem
sensiblen und zugleich kritischen Protokoll von Herrn Joachim Müller als
Tendenz der Beiträge herauslesen konnte. Eine Institutionalisierung dieses
Diskurses wäre deshalb ein interessantes und empfehlenswertes Unternehmen.
Wenn ich mich heute mit diesem Brief zu Wort melde, so deshalb, weil die
Korrespondenz, die mich inzwischen - gleichsam als leidenschaftliches
Nachspiel zur Tagung - erreicht hat, als ein wichtiger Bestandteil des
Treffens gewertet werden muss und deshalb allen Teilnehmern zugänglich sein
sollte, damit sie ihre eigene Position zu den nachgelieferten Themen und
Argumentationen wie auch zu den teilweise heftigen Aggressionen und
beschämenden Verletzungen bestimmen können. Möglicherweise wird hier
nachgeholt, was auf der Tagung selbst noch nicht ausreichend an- und
aussprechbar war.
So nimmt mein Kollege Prof. Dr. Michael Bock, über die obligate
feministische Präsenz nachvollziehbar verärgert, diese zum Anlass, den
Wissenschaftsanspruch des Feminismus zu hinterfragen. Dabei sollte
allerdings nicht übersehen werden, dass diese obligate Präsenz ihren Grund
nicht zuletzt in der Angst der Akademie wie auch anderer Institutionen hat,
den feministischen Stempel der political correctness zu verpassen.
Max Webers klassische Schrift über Ethik der Forschung als Wahrheitssuche
vor Augen, konstatiert Bock in den Tutzinger Gesprächen den genauen
Gegensatz dazu, nämlich das, was in den USA vor allem in der Gewaltforschung
ohne jede Scham als advocacy research - parteiliche Auftragsforschung -
gehandelt wird. Die zu findende Wahrheit ist vom politischen Auftraggeber
bereits vorgegeben. Michael Bocks großer Schritt von der rüden
Protokollkritik der Feminismusbeauftragten zur Infragestellung des
Feminismus als Wissenschaft ist für den Außenstehenden sicher etwas massiv
geraten und könnte so zum Auslöser eines gewissen Unverständnisses werden.
Denn nur wer mit der Universitätskultur vertraut ist und nur wer die
Tricksereien feministischer Forschung und Politik kennt, kann direkt
nachvollziehen, dass Feminismus de facto eine Form von Misandrie ist; eine
psychologische Reaktionsbildung, die auf die Entwertung des männlichen
Geschlechts hinausläuft. In der Sprache des Feminismus handelt es sich um
einen Fall von hate crime! So gesehen, kann ich den Ärger von Michael Bock
gut nachempfinden.
Im gleichen Sinne aber auch mein Kollege Prof. Dr. Jost Halfmann, von der
Technischen Universität Dresden, der ebenfalls das Verhältnis von
Wissenschaft und politischen Bewegungen diskutiert (Halfmann, Jost:
Geschlecht und Natur als gesellschaftstheoretische Grundbegriffe. Zur
Soziologie der feministischen Irritation der Wissenschaft, In:
Geschlechterverhältnis, Naturverhältnis, (Hrg.) A. Nebelung, Angelika Poferl
und Irmgard Schultz, Opladen: Leske und Budrich, 2000) - auch er tut es am
Beispiel des Feminismus. Halfmann erkennt den Versuch, Feminismus als
Wissenschaft zu etablieren, hält aber den Beweis seiner Wissenschaftlichkeit
bis heute nicht für erbracht. Das dürfte damit zu tun haben, dass der
Feminismus an den Universitäten zwar eine politisch garantierte und
gewünschte Existenz führt, dass er aber eine Sonderstellung einnimmt und in
selbstgewollter Isolation sich gegen eine fachwissenschaftliche diskursive
Integration abgrenzt.
Die Frage, was der Feminismus jenseits einer sehr erfolgreichen politischen
Bewegung ist, stellt sich ebenso für andere Bereiche: etwa für den Bereich
der Therapie. Gibt es überhaupt so etwas wie eine "feministische Therapie"?
Auch sie ist bislang wissenschaftlich nicht begründet, ganz im Unterschied
zur Arbeit von Berufstherapeuten, die eine solide Ausbildung voraussetzt und
durch ethische Standards und Gesetze geregelt ist. Es gibt zwar eine
sogenannte feministische Therapie, aber eben nur als politische Behauptung,
nicht als Methode innerhalb der professionell organisierten Therapieschulen.
Diese reflektieren im wissenschaftlichen Diskurs und im peer review ihre
jeweilige Theorie und Praxis. Eine Übung, die in aller Regel zum Wohl der
Ratsuchenden und Patienten anschlägt. Anders die sogenannte "feministische"
Qualifikation, sie ist hausgemacht, indem sie glaubt, auf "patriarchale"
Ethik und Professionalisierung, die allein Qualifizierung verbürgt,
verzichten zu können. (Dieser Verzicht bringt in anderen Zusammenhängen dann
auch Dummheiten zu Wege, wie die, dass die Zerstörung der New Yorker World
Trade Center Türme deshalb geschah, weil sie phallische Symbole seien, die
nur darauf warteten umgelegt, nämlich "kastriert", zu werden!)
Hier wird ein politisches Problem von großer Tragweite sichtbar. Frage:
Werden Gruppen durch Identitäten festgelegt, d.h. durch zahllose beliebige
Merkmale, die vom Umweltschützer, Katholiken, Afroamerikaner, Bergsteiger,
von der Feministin oder dem Feministen über das Adoptivkind, den
Seilbahnfreak, den Masochisten, den Teenager bis zum Autofahrer, Tagedieb,
Workaholic etc. reichen? Oder werden wir durch unsere Individualität
festgelegt, die durch die Rechtsgarantien in einer Demokratie erst möglich
wird? Die mit Blick auf die Frauenbewegung sehr einflussreiche
Psychoanalytikerin Julia Kristeva kritisierte erst kürzlich in der New York
Times den Ansatz von „Gruppenidentität, der von einigen Feministinnen,
(.......) für ihre nachdrückliche Rechtfertigung genutzt werde, (als)
unzeitgemäß und totalitär“. Die Freiheit des Individuums, so Kristeva,
geht dem Kommunitarismus voraus, und die politische Betonung von sexuellen,
ethnischen und religiösen Identitäten zersetze die Demokratie. Damit stellt
sie sich auch und gerade gegen die universalisierenden Zuschreibungen, die
typisch sind für die political correctness des Feminismus als einer Variante
von Multikulturalität mit entsprechend komplementären Feindbildern! Julia
Kristeva sagt: "Was mich interessiert sind nicht alle Frauen, sondern jede
Frau in ihrer Individualität." Nur darüber wird sich der Diskurs zwischen
den Geschlechtern im Sinne der Veränderung und der Versöhnung eines Tages
betreiben lassen.
Ich habe den in seiner Herleitung möglicherweise nicht völlig konsistenten
Eindruck gewonnen, dass Frau Dr. Schröttle, eben die obligate Vertreterin
des Feminismus, in ihren auf Selbstbehauptung angelegten Äußerungen sich ein
wenig trinitätisch zugleich als "Feministin, Bundesregierung und
Wissenschaftlerin" versteht. Sie führt also gleich drei Identitäten aufs
Schlachtfeld, wenn sie mit Männern diskutiert. Möglicherweise hat dieser
identitäre Bellizismus mit jener am Deutschen Jugendinstitut beheimateten
Münchener Theorie zu tun, der zufolge alle Männer als potentielle Täter zu
gelten haben und deshalb zum Schutz der Frauen möglichst rabiat behandelt
werden müssen. Von diesen Rabiatheiten liegen brieflich einige unerhörte
Kostproben inzwischen vor. Ganz abgesehen davon, dass nach dieser Theorie
Männer von den Kindern zu deren und der Gesellschaft Wohl möglichst bis zur
Pubertät ferngehalten werden sollten.
Entsprechend wurden die Männer in Tutzing von ihr wahrgenommen. Kein Wunder,
dass Frau Dr. Schröttle in ihrem Zorn darüber, dass sie im Tagungsprotokoll
anders erscheint, als sie selbst bei öffentlichen Auftritten gerne
erscheinen möchte, den Protokollanten im Nachhinein explizit mit dem
Bannfluch der Frauenfeindlichkeit belegt hat und mit herrischen Worten die
Kommunikation mit ihm abbricht. Üblicherweise reicht das allein schon aus,
um Männer zum Schweigen durch Beschämung zu bringen! Ihre nachträglichen
Forderungen an Protokollanten und Veranstalter, ihre, Frau Dr. Schröttles,
Selbstwahrnehmung zum allgemeingültigen Beurteilungsmaßstab zu erheben, kann
nur als Versuch gelten, einen ins Leere gehenden Autoritarismus als
Machtmittel einzusetzen. Zu einem solchen Schritt kann sich eigentlich nur
veranlasst sehen, wer "moralische Überlegenheit" für seine Person
beansprucht, weil diese Person Feministin ist.
Nun reicht aber offensichtlich auch eine dreibeinige Identität nicht mehr
aus, Männern das Fürchten so umstandslos zu lehren wie früher. Der
angeschlagene Ton ist nicht nur inakzeptabel, er stellt auch eine
inakzeptable Form und Art des Diskurses zwischen den Geschlechtern dar - in
Tutzing nicht weniger als an den Universitäten und anderswo. Die
Zurückweisung dieser Selbstrepräsentation ist vielen übergriffigen
Feministinnen und Feministen gewisslich neu.
Was ihre verschiedenen brieflichen Einlassungen zum Protokoll von Joachim
Müller in Einzelnen betrifft, so ist bereits die erste sachfremd und -
entgegenkommend gesagt - von einer Flegelhaftigkeit, die im Kreise von
Wissenschaftlern als erheblicher Mangel gilt und zur Exklusion führen kann.
Und wer Respekt bei anderen anmahnt, sollte möglichst ein Gefühl dafür
haben, wann ihm dieser Respekt seinerseits abgeht. Aber in diesem
Schlamassel hat sich bereits das Frauenministerium mit seiner Plakataktion
"Mehr Respekt vor Kindern" im letzten Jahr verfangen. Die Nähe zum
Familienministerium verbindet sich augenscheinlich zur Zeit mit einer
gewissen Konfusion darüber, was Respekt und was Beschämung ist! Wer aber das
Wesen von Beschämung nicht versteht, der kann nicht nachvollziehen, was
andere als Gewalt erleben. Entsprechend unsensibel und beziehungsblind fällt
dann auch die Vorstellung von Gewalt aus. Ob das besonders dafür
qualifiziert, Gewalterfahrungen zu erforschen, womit Frau Schröttle vom
Frauenministerium (BMFSFJ) beauftragt wurde, muss ernsthaft bezweifelt
werden; zumindest so lange man an dem Postulat festhält, dass Forschung der
Selbstaufklärung und nicht ihrem Gegenteil, der Feindbildproduktion, dienen
soll!
Es ist schon sehr verwunderlich und nimmt in der Debatte über Gewalt
zwischen den Geschlechtern eine zentrale Position ein, mit welcher
Besessenheit feministische Gewalttheoretikerinnen am "monopolartig
leidvollen Privileg des Geopfertseins“ festhalten, und wie vehement
sie ihre Empirie gegen den Einbruch der Beziehungswirklichkeit von Männern
und Frauen zu immunisieren bestrebt sind. Manchmal drängt sich mir die
Vorstellung auf, dass da neben und hinter allem Schrecklichen doch etwas
Genussvolles versteckt zu sein scheint. Denn wie anders kann man verstehen,
dass Männern vorgeworfen wird, sie würden "missgünstig" eine unredliche
Konkurrenz um einen gleichberechtigten Anteil am Opferkuchen betreiben. (Was
übrigens einige Männer tatsächlich tun!) Nur: Wer reißt sich schon darum,
ein Opfer zu sein? Doch nur, wer das irgendwie ganz-schön-schrecklich
findet! Aber das ist eine Erfahrung, die noch der empirischen Prüfung harrt,
weil man sich auf Fallstudien allein nicht verlassen sollte!
Die Debatte über die Prozentverteilung an selber erlittenem und anderen
zugefügtem Leid wird weder allgemein politisch noch dem Einzelnen weiter
helfen. Daran wird sich auch dann nichts ändern, wenn die Tatsache der
Beinahe-Gleichverteilung von männlichen und weiblichen Gewalthandlungen sich
im öffentlichen Bewusstsein durchsetzt. Wofür es erste Anzeichen gibt.
Verteilungsdebatten sind letztlich in der Opfer-Täter-Dichotomie verhaftet.
Statt das Zusammenwirken in Beziehungen zu analysieren, geht es vielen nur
darum, eine dichotome, primitiv gespaltene Welt der Geschlechter zu
konstruieren. Allein das macht die Unterscheidung zwischen Guten und Bösen
und die Zuordnung von Wissenschaftlern selbstverständlich zu den Guten
möglich - den Opfern.
Meine laufende Studie über Scheidungsväter, www.vaeterstudie.de, die uns
unerwartet viele Formen von Handgreiflichkeiten zwischen Partnern enthüllt,
zeigt eine dynamische Welt partnerschaftlicher Beziehungen, denen
"Prozentverteilungen" wie erstarrter Beton gegenübersteht.
Die vielgestaltige Realität von Geschlechterbeziehungen sollte dringend
erforscht werden. Vielleicht sollte Tutzing zu diesem Zweck Männer einladen,
die über eigene Gewalterfahrungen unter professioneller Leitung diskutieren.
Über das, was der einzelne Mann im Gegensatz zu anderen Männern als Gewalt
empfindet und was nicht. Dafür eignen sich aber nur Männer, die auf
feministische Wächterinnen über ihr eigenes männliches Gewissen verzichten
und statt dessen (wieder) selbst entscheiden, was sie wollen und was sie
nicht wollen. Später könnten Männer und Frauen dies gemeinsam tun, aber auch
hier ohne externalisierte Gewissenswächter. Dann wären wir endlich soweit,
dass Beziehungen besprochen werden könnten, ohne das dabei das politische
Interesse von Forscherinnen dominiert, die an den Beziehungen der
Geschlechter nur moralisierend interessiert sind.
Gerhard Amendt ---
Soviel zu dieser Ausgabe. Angenehme Frühlingstage wünscht euch
Arne
„Liebe Mitglieder und MitgliederInnen ...“ - Ist unsere Muttersprache frauenfeindlich?
„Was bestellt eine Feministin bei McDonalds? Eine Cola und eine Hamburgerin.“
Volksmund
„Feministische Sprachkritik“ hört sich im Vergleich zur Mißbrauchsdebatte oder Brutalitäten in der Partnerschaft sehr harmlos und abgehoben an. Wir sollten aber andererseits nicht so tun, als sei die Umgestaltung unserer Sprache völlig unwichtig und uninteressant. Die allermeisten Sprachwissenschaftler sind sich einig darüber, daß die Art, wie wir über etwas sprechen, auch beeinflusst, wie wir es wahrnehmen. Berühmtestes Beispiel dürfte die politisch vorgeschriebene Sprache des Großen Bruders in George Orwells „1984“ mit ihren Formulierungen wie „doppelplusungut“ sein. Auch Feministinnen möchten unsere Sprache nach ihrem Willen umgestalten. Zu einem großen Teil ist ihnen das auch schon gelungen. Natürlich würden sie es weit von sich weisen, daß dies in totalitärer Absicht geschieht. Sinn der Sache ist natürlich einzig und allein die Befreiung der Frau.
Alle Menschen werden Schwestern
These: In der deutschen Sprache wird die Frau an den Rand gedrückt
Wenn man heutzutage Stellenanzeigen liest, fällt einem durchgehend auf, wie sehr bei den Formulierungen auf eine Ausgewogenheit für beide Geschlechter geachtet wird. Gesucht wird zum Beispiel „ein Abteilungsleiter/eine Abteilungsleiterin, der bzw. die folgende Voraussetzungen erfüllen sollte ...“ oder auch (inzwischen immer öfter) „eine(n) SprachtherapeutIn“. Noch in den Siebzigern war das ganz anders: Man wählte ganz einfach die männliche Form und fertig. Nicht nur in den Stellenanzeigen, sondern auch sonst war die Rede von „Kunden“, „Mitarbeitern“ und „Bürgern“, statt wie heutzutage z. B. von „Bürgern und Bürgerinnen“. Daß Frauen immer nur mitgemeint, sozusagen „eingemeindet“ seien, empörte feministische Sprachwissenschaftlerinnen wie Luise Pusch, die auf dieses Problem mit provokativen Fragen aufmerksam machte: „Warum sind 99 Lehrerinnen und ein Lehrer zusammen hundert Lehrer?“ Kein Wunder, daß die Frau in der Gesellschaft unterdrückt wurde, wenn sie schon in der Sprache nicht angemessen vorkam! Jeder, der eine Stellenanzeige las, in der „ein Abteilungsleiter“ gesucht wurde, würde vielleicht gar nicht auf den Gedanken kommen, daß sich auch Frauen für diesen Posten bewerben konnten. Moment - jeder, der? Da sind doch schon wieder irgendwo die Frauen verschwunden, schließlich waren es doch vor allem weibliche Bewerber - also: Bewerberinnen, verdammtnocheins - die hier benachteiligt wurden. Man möchte glauben, die Erfinder und Erfinderinnen der deutschen Sprache hatten das mit Absicht gemacht! Man möchte glauben? Frau vielleicht nicht? Die doch besonders! Man kann ja ... es ist ja noch nicht einmal ein Satz spontan zu formulieren, ohne daß über irgendwelche Sexismen gestolpert wird! Das Deutsche ist offensichtlich eine „Männersprache“.
Soweit schien das alles jeder verständlich. Nur wenn frau sich darüber mit einem ernsthaften Linguisten bzw. einer ernsthaften Linguistin unterhielt, dann schüttelte diese bzw. dieser betrübt sein bzw. ihr Haupt.
In der deutschen Sprache gibt es ein natürliches Geschlecht (Sexus) und ein grammatisches Geschlecht (Genus). Beides wird von feministischen Linguistinnen gerne verwechselt, um nicht zu sagen: wild durcheinandergeworfen. Dabei können auch sprachwissenschaftliche Laien, wenn ihr Blick nicht ideologisch getrübt ist, den Unterschied leicht erkennen. Erstens nämlich gibt es drei Genusformen (maskulin, feminin, neutrum), aber nur zwei biologische Geschlechter (männlich und weiblich). Zweitens wird das Genus auch für Objekte ohne jede erkennbare Parallele zum natürlichen Geschlecht verwendet: der Herd, die Straße oder das Buch. Auch daß der Busen maskulin, die Eichel feminin und das Glied neutrum sind, beruht ganz offensichtlich nicht auf irgendwelchen biologischen Hintergründen. Ähnlich verhält es sich z. B. mit der Leser oder der Kunde. Während der Genus übergeschlechtlich verwendet wird (der Gast, der Mensch, die Person, die Waise, das Kind, das Individuum), stellt der Sexus eine weitere Aufsplitterung in männlich und weiblich dar:.
|
der Kunde Herr Mayer |
der Kunde (Genus)
(Sexus) |
die Kundin Frau Müller |
|
Wir haben es hier mit etwas zu tun, was man in der Sprachwissenschaft „Synonymie“ nennt. Synonyme sind gleichlautende Wörter, die aber unterschiedliche Dinge meinen. Ein „Flügel“ kann beispielsweise der Teil eines Vogels sein, der Teil einer Fußballmannschaft oder ein Klavier. Manchmal sind diese Synonyme nicht so leicht auseinanderzuhalten, und da kommt es dann zu Mißverständnissen wie in der feministischen Sprachwissenschaft. „Kunden“ kann nämlich ebenfalls zweierlei bedeuten: „Menschen, die einkaufen“ ebenso wie „Männer, die einkaufen“. Indem Sprachkritikerinnen behaupten, mit „Kunden“ seien nur Männer gemeint, erzeugen sie den Eindruck, Frauen würden sprachlich unterdrückt. Sie richten sich nicht danach, was Menschen meinen, wenn sie etwas sagen, sondern danach, was sie ihnen unterstellen, was sie meinen: „Sie reden ja nur von den Männern! Uns Frauen lassen Sie mal wieder unter den Tisch fallen!“ Aber das ist ebenso nervtötend wie falsch.
Aus eben den soeben erklärten Gründen sind 99 Lehrerinnen und ein Lehrer zusammen hundert Lehrer: Es wird nämlich der grammatikalische Oberbegriff verwendet, sobald eine auch nur irgendwie gemischte Gruppe besteht. Ohne einen solchen Oberbegriff, der für beide Geschlechter gilt, würden sich bestimmte Sachverhalte auch überhaupt nicht formulieren lassen (etwa „Jeder dritte Unternehmer in Österreich ist eine Frau.“ oder „Wir kennen nicht mal das Geschlecht des Verdächtigen.“) Eine solche Aufsplittung gibt es im Deutschen übrigens nicht nur bei den Geschlechterfragen, wie das folgende Beispiel zeigt, dem man schwerlich Diskriminierung unterstellen dürfte:
|
der Tag |
der Tag
|
die Nacht |
|
Ein „Tag“ mit seinen 24 Stunden besteht aus Tag und Nacht, genauso wie „der Kunde“ männlich oder weiblich sein kann - unabhängig von seinem grammatischen Geschlecht. Ähnlich verhält es sich mit „die Katze“: Die weibliche Form steht als Oberbegriff sowohl für das weibliche Tier als auch für das männliche, das wir, wenn wir es genauer spezifizieren möchten, als „der Kater“ bezeichnen (so wie „der Kunde“, wenn weiblich, zu „die Kundin“ wird). Zu behaupten mit „der Kunde“ seien nur Männer gemeint, allein weil „der“ davorsteht, ist grammatisch ungefähr so durchdacht wie es die Argumentation ist, mit „die Kunden“ seien offenbar nur Frauen gemeint, weil „die“ davorsteht. In Wahrheit drückt natürlich keiner der beiden Artikel den Sexus aus: „die“ bezieht sich auf die Pluralform, „der“ auf den Genus. Erst durch die konsequente Doppelbenennung in der feministischen Sprache „die Kunden und Kundinnen“ wird der Sexismus in die Sprache eingeführt, wo er vorher durch den geschlechtsunabhängigen Oberbegriff nicht vorhanden war.
Vielleicht scheint es auf den ersten Blick (und viel weiter kommt man ja oft nicht) etwas „unfair“, daß bei Menschen das grammatische maskuline Geschlecht „der“ mit dem männlichen biologischen Geschlecht übereinzustimmen scheint. Aber auch das ist keineswegs immer der Fall. Nehmen wir das folgende Beispiel:
|
die Führungskraft Herr Mayer |
die Führungskraft (Genus)
(Sexus) |
die Führungskraft Frau Müller |
|
Hier hat der arme Herr Mayer noch nicht einmal sein maskulines Genus behalten (und das als Führungskraft!), sondern wurde einfach „eingemeindet“. Er sollte sofort eine Selbsthilfegruppe gründen.
Andere Beispiele dieser Art gibt es zuhauf: Das Mädchen, das Weib und das Top-Model oder Mannequin sind vom Genus her Neutrum, vom Sexus her aber weiblich. Spiegelverkehrt ist das Männchen und das Genie vom Genus her ebenfalls Neutrum, aber vom Sexus männlich. Natürlich gibt es in Einzelfällen auch weibliche Genies. (Nein, schreiben Sie mir nicht! Nicht deswegen!) Die Schildwache ist in der Regel männlich, der Libero ist in einer Damenfußballmannschaft weiblich, ohne daß man deswegen auf die Idee käme, aus ihm eine „Libera“ oder „Liberesse“ zu machen, zumindest bis jetzt nicht. (Vermutlich bringe ich gerade einige Leute auf dumme Gedanken.) „Ich sah eine Person auf mich zukommen; es war ein Mann.“ Wieder wird hier so ein armer Kerl erst zum Femininum, dann gar zum Neutrum! Wo sind die maskulistischen Sprachwissenschaftler, die hier auf die Barrikaden gehen?
Manche Sprachkritiker, so Arthur Brühlmeier unter http://www.sprachkreis-deutsch.ch/hochdeutsch/extremfeminismus.shtml argumentieren gar, dass in der deutschen Sprache in Wahrheit die Männer unterdrückt würden, indem man sie unsichtbar mache: Wenn etwa von „Fußgängerinnen“ die Rede sei, wisse man ganz eindeutig, dass es sich um Frauen handele. Geht es um „Fußgänger“ so können sowohl rein männliche Personen als auch Personen beiderlei Geschlechts gemeint sein. Zielt man speziell auf das männliche Geschlecht ab, muss man es eigens zur Erwähnung bringen: „männliche Fußgänger“.
Nun wird eine feministische Linguistin vermutlich einwenden: Schön und gut, aber was spricht dagegen, daß ich, wenn es sich um Bezeichnungen für Menschen handelt, die Frau ausdrücklich miterwähne, um wirklich klarzumachen, daß nicht nur Männer gemeint sind? Drei Einwände:
Sehr oft funktioniert es einfach nicht. Michael Jackson zum Beispiel ist ein Superstar. Was ist mit Madonna? Ist sie eine Superstarin? Was ist mit ihren weiblichen Fans? 99 weibliche Madonna-Fans und ein männlicher sind einhundert Fans und nicht hundert „Fans und Faninnen“. - „So ein Blödmann, der benutzt jetzt Ausdrücke aus dem Englischen!“ mag eine feministische Linguistin einwenden. Was soll ich darauf antworten? „Selber Blödmännin?“ „Blödfrau“? Wenn sie eine Dickschädelin bzw. eine Querkopfin ist, läßt sie sich dadurch nicht beeindrucken. Nun ist mir eine Frau, die eine ernsthafte Auseinandersetzung sucht, immer noch lieber als eine Miesepetra, eine Feiglingin, eine Prola, eine Schnarchsäckin, eine Unholde, eine Schlappschwänzin, eine Waschlappin, eine Windbeutelin oder jefraud andere, die frau ungern als Gästin in ihrem Hause haben möchte. Wenn sie hingegen eine Frechdächsin oder eine Rotschopfin wäre, wäre sie vielleicht sogar erotisch meine Typin. Klingt ja alles sehr kreativ, genauwie Wortschöpfungen a la „der Hebamm“, „der Nutt“ oder „der Schlamp“ - nur hat dieser Kauderwelsch nichts mehr mit der deutschen Sprache zu tun.
Wenn man ein Kulturgut wie die deutsche Sprache willentlich verstümmelt, sollte man nicht fragen „Was spricht eigentlich dagegen?“ sondern besser „Was spricht dafür?“ Ich bin jedesmal überrascht, wenn ich in meiner eigenen Branche die Stellenanzeigen lese und dort „ein/e LektorIn“ gesucht wird. Gehen die Verlage davon aus, daß Frauen, bei denen für solche Stellen in der Regel ein Germanistikstudium vorausgesetzt wird, den Unterschied zwischen Sexus und Genus nicht beherrschen? Oder daß sie denken: „Oh, offensichtlich veröffentlicht dieser Verlag Texte, die nur von Männern verstanden werden können. Schade, wieder keine Stelle für mich.“
Anderes Beispiel: Wenn „der Manager“ vom Genus her maskulin ist, liegt es wirklich daran, daß man in den Führungsetagen der Wirtschaft so wenig Frauen findet? Mal angenommen, dieses Buch hier ist erfolgreich und ich werde in mehreren Beiträgen zur Geschlechterforschung zitiert (Was wir ja alle hoffen wollen, nicht wahr?). Könnte ich mir dann ausmalen, in ein paar Jahren vielleicht mal die Koryphäe auf dem Gebiet des Maskulismus zu sein, die oberste Autorität, die erste Instanz, die Kapazität, die Leitfigur, wenn nicht gar die Legende oder die Lichtgestalt? (Ich steigere mich hier natürlich nur aus grammatischen Gründen so hinein - daß das klar ist!) Oder würde ich mir einreden, daß wegen des weiblichen Artikels solcher Ruhm nur Frauen zukommen könnte? Wenn ich andererseits mit meinem Buch bös auf die Schnauze falle und es kein Mensch liest, könnte ich dann nicht mal als eine Schreibkraft unterkommen (auch nicht als eine Vertretung), weil mich das Genus so irritiert? Das ist ja wohl mehr als lächerlich. Wenn die Verwendung des grammatischen Geschlechts derartige Auswirkungen auf die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft hätte, dann wäre das Leben im Iran unzweifelhaft das feministische Paradies: Das Persische kennt nämlich überhaupt kein grammatisches Geschlecht.
Selbst wenn die Theorie akzeptabel wäre, hapert es spätestens an einer praktikablen Umsetzung. Auch hier gibt es mehrere Gründe:
Wenn man keine halben Sachen macht, werden die Texte unerträglich - wie folgende Verordnung der saarländischen Kommission zur Kräftigung der Bildung recht anschaulich macht: „Üben infolge vorzeitiger Beendigung der Amtszeit weder die Rektorin bzw. der Rektor noch die Prorektorin bzw. der Prorektor ihr bzw. sein Amt aus und kann die Wahrnehmung der Geschäfte nicht ohne schweren Nachteil für die Fachhochschule bis zur Neuwahl einer Rektorin bzw. eines Rektors ruhen, so bestellt die Ministerin bzw. der Minister für Wissenschaft und Kultur eine Professorin auf Lebenszeit bzw. einen Professor auf Lebenszeit der Fachhochschule als komissarische Leiterin bzw. komissarischen Leiter. Sie bzw. er ...“ Genau das, was wir brauchen: bürokratisches Amtsdeutsch das mit feministischen Zwangsneurosen durchsetzt ist! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker oder Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin. JedeR VerlagslektorIn, der/die sein/ihr Honrorar wert ist, kürzt solche Stellen ohnehin radikal - andernfalls würden die Bücher unlesbar werden, und kein Mensch würde sie kaufen. Was ja auch nicht Sinn der Sache sein kann.
Wenn man solche Formulierungen aussprechen, etwa in einer Rede vortragen muß, kommt man in Schwierigkeiten: Zum einen ist es in der gesprochenen noch viel weniger als in der geschriebenen Sprache zumutbar, die Leute ständig mit „er bzw. sie“ hantieren zu lassen. Kurzformen wie „StudentIn“, „Student(in)“ oder „Student/-in“ lassen sich aber nicht aussprechen, ohne daß die Zuhörerschaft den Eindruck gewinnt, es sei ausschließlich von Frauen die Rede. Feministinnen empfehlen hier allen Ernstes den Einschub von „stop“ - also „Student, stop, Innen“ oder von Knackgeräuschen. Das hört sich für manche vielleicht gerade noch zumutbar an - wenn man übersieht, daß die Einführung von Großbuchstaben mitten im Wort mittlerweile auch für Begriffe wie „jedeR“ verlangt wird. „Jede-knack-R Student-knack-In möchte seine-knack-ihre ...“: Die feministische Linguistik wäre so auf dem besten Weg, unsere Sprache in ein ideologisch korrektes Gekrächze und Gestammel zu verwandeln.
Was machen Sie in Überschriften oder anderen Textstellen, die durch Lettern hervorgehoben werden sollen? Das Wortungetüm STUDENT(INN)EN werden Sie aus gutem Grund niemals in Schlagzeilen größerer Zeitungen erleben. Noch fataler ist, daß auch hier das große I mitten im Wort verschwindet. Aus „55 % der StudentInnen sind weiblich“ wird „55% DER STUDENTINNEN SIND WEIBLICH“. Dies ergibt offensichtlich nicht viel Sinn. In akademischen Kreisen versucht man hier ein wenig mit dem Partizip herumzutricksen und von „Studierenden“ zu sprechen, damit eindeutig beide Geschlechter gemeint sind. Aber was macht man dann mit Jugendlichen (Gemerkt? „Jugendliche“ sind geschlechtsneutral!), die die Hauptschule besuchen? „55% DER HAUPTSCHULENDEN SIND WEIBLICH“? Wollen Sie´s umschreiben? „55% DER DIE HAUPTSCHULE BESUCHENDEN SIND WEIBLICH“? Auch das runiert jede Überschrift. Man sieht: Das gesamte System ist so durchdacht wie ein Amoklauf.
Ein ähnliches Problem stellt sich, wenn Sie in die unangenehme Situation kommen, Wörter grammatisch beugen zu müssen. Aus „dem Leserbrief“ wird so „der Brief des/der Leser(s)In“. Warum auch nicht? Wenn wir schon beim Sprechen in Zukunft nur noch herumstottern werden, dann lasset uns doch auch geschriebene Wörter mit allen möglichen eingeschobenen Satzzeichen entstellen! Dann kann sich auch niemand mehr auf den Inhalt des Gesagten konzentrieren, und da, wo das Geschlecht nie ein Thema war, wird es erst zu einem gemacht. Warum setzen wir uns nicht lieber mit der Botschaft des Sprechers auseinander, statt ihm wegen seiner Grammatik Frauenfeindlichkeit zu unterschieben? Weil es intellektuell weniger schweißtreibend ist, nur auf die Endungen zu achten?
Viele, die Quotendeutsch sprechen wollen, sind bessere IdeologInnen als SprachwissenschaftlerInnen. Dann sucht eine Klinik „eine(n) leitende(n) Krankengymnastin(en)“, und es ist plötzlich von „MitgliederInnen“ die Rede, obwohl es das Mitglied heißt (geschlechtsneutral). Womöglich wird hier die Pluralform „MitgliedER“ mit der männlichen Form „LehrER“ durcheinandergebracht. In anderen flott hingehauenenTexten ist von „MitarbeiterInnen und AngestelltInnen“ die Rede. Es heißt aber natürlich „die Angestellte“, eine „Angestelltin“ gibt es nicht. Grammatikalisch und ideologisch völlig korrekt ist der „Bürger- und Bürgerinnensteig“, sprachästhetisch ist er eine Zumutung. Es gibt inzwischen mehrere Ratgeber für solche Problemfälle, etwa das „Handbuch zur nichtsexistischen Sprachverwendung in öffentlichen Texten“, in dem z. B. empfohlen wird, Formulierungen mit „man“ durch Passivsätze zu ersetzen, ebenso „jeder, der“ durch „alle, die“, maskuline Bezeichnungen durch Relativsätze und Personenbezeichnungen durch Sachbezeichnungen: Der „Amtsleiter“ wird zur „Amtsleitung“. So werden sämtliche amtlichen Formulare in eine noch unverständlichere und undurchsichtigere Sprache übersetzt, wofür man natürlich Massen von Personal braucht - damit hätten wir wenigstens diejenigen arbeitslosen GermanistikstudentInnen von der Straße weg, die sich mit Feminismus auskennen. Aber selbst viele von diesen bekommen keinen rechten Sinn in dieses System: „Wer sich aufmerksam den Leitfaden durchgelesen hat, wird feststellen, daß möglicherweise mehr Fragen aufgetaucht sind, als Antworten gegeben werden können“, resümiert eine Gleichstellungsbeauftragte.
So veranstaltet auch die „Gesellschaft für deutsche Sprache“ immer wieder neue Preisausschreiben für ungelöste Probleme der Sorte: Wie sagt man auf Feministisch? Zum weiblichen Gegenstück des Redakteurs wurde nicht etwa „die Redakteurin“ gekürt, sondern „die Redakteuse“. (War das zweite „r“ in „Redakteurin“ zu maskulin?) Aber wie nennt frau im umgekehrten Fall eine männliche Politesse? Politesserich? Polityp? Wie nennt man weibliche Croupiers oder Attacheés auf feministisch, ohne sich die Zunge zu verstauchen? Im Lokal sagt man „Herr Ober“ - was, wenn es eine Frau ist? „Oberin“ klingt etwas arg nach der „Mutter Oberin“ im Kloster. Unter den Einsendungen fanden sich dann auch so kreative Vorschläge wie Obtesse, Kommteß, Serva, Kelly, Bella und Madame. Gewonnen hat „Frau Ober“ mit dem überraschenden Argument, „Ober“ werde geschlechtsunabhängig (!) für die berufliche Stellung gewertet. Das ist genau das, was Sprachwissenschaftler Feministinnen seit Jahren klarzumachen versuchen!
Ein paar weitere unterhaltsame Übungen dieser Art schlägt Arthur Brühlmeier auf der oben verlinkten Website vor. Versuchen Sie beispielsweise die folgenden Sätze vom Deutschen ins Feministische zu übersetzen: „Ein guter Lehrerberater sollte zuvor auch ein bewährter Schülerbetreuer gewesen sein. Müllers sind Schweizer. Als Eheleute seid ihr nicht Gegner, sondern Partner, ja Freunde! Auf fünf Schweizer trifft es einen Ausländer. Die Eltern sind die ersten Erzieher der Kinder. Frauen sind die vernünftigeren Autofahrer.“ Bei manchen funktioniert es, wird dadurch aber unlesbar/unaussprechlich; bei anderen bekommen Sie satzlogisch enorme Probleme.
Wie so oft werden sämtliche sachlichen Einwände aber von ideologischem Eifer hinweggefegt. Das geht weit über Pluralendungen hinaus, statt dessen soll alles Männliche ausgemerzt werden. Anstelle „der Säugling“ sei besser „das Baby“ genannt, aus „himmlischen Heerscharen“ werden „Siescharen“, aus „Erziehung“ „Sieziehung“, aus „Otto Normalverbraucher“ „Ottilie Normalverbraucherin“. Die hessische Ministerin Blaul von den Grünen gab Schützinnenhilfe und brachte den Begriff „Schirmfrauschaft“ ein. Der „Kaufmann“ mutierte zur „Kaufperson“ - was mit dem Wort „kaufmännisch“ geschehen wird, ist noch ungeklärt. Im englischen Sprachraum wird genauso gewütet. Dass „history“ entgegen der Sprachlogik zu „herstory“ mutiert, mag noch durchgehen, wenn damit auf ein neues Verständnis der Geschichtsschreibung angespielt werden soll, aber da hört es ja nicht auf: „seminar“ wird zu „ovular“, „Manhattan“ zu „Personhattan“, „theology“ zu „thealogy“ und der „chairman“ (Vorsitzende) zur „chairperson“ oder einfach zum „chair“ (Stuhl). An der Technischen Universität Berlin werden weibliche Doktoranden als „Doctrix“ bezeichnet, offenbar analog zu „Dominatrix“ in gewissen Subkulturen. Nun gut, jeder das ihre.
Linguisten, die sich zu ethischen Fragen im Zusammenhang mit Sprache äußern, betonen, daß die Freiheit des eigenen Sprechens und Formulierens ein staats- und gesellschaftsfreier Raum sein sollte - natürlich solange ich mich an die Gesetze halte und nicht etwa zu Beleidigung und Volksverhetzung schreite. Wenn der Staat oder bestimmte gesellschaftliche Gruppen so weit in mein Privatleben eingreifen, daß ich nicht eimal mehr wählen darf, welche Worte ich benutze und welche nicht, ist damit ein Machtanspruch verbunden, der mit politischer Freiheit nicht mehr zu vereinbaren ist. Dies ist laut Brockhaus eines der Definitionsmerkmale von totalitärer Herrschaft, so wie feste Sprachregelungen ja auch tatsächlich in totalitären System wie dem Dritten Reich oder der DDR unverzichtbar waren. Wenn Feministinnen mir also den von ihnen bevorzugten Sprachgebrauch aufzwingen wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als meine eigene Wortwahl zu kriminalisieren. Genau das tun sie auch. So wettert die feministische Linguistin Senta Trömel-Plötz gegen „die Vergewaltigung von Frauen in Gesprächen“, wenn etwa so anstößige Wörter wie „Damen“ benutzt werden; etwa in Wendungen wie „Abfahrtslauf der Damen“. Daß das ein Schlag ins Gesicht nicht in erster Linie der Männer, sondern von tatsächlichen Vergewaltigungsopfern ist, wird geflissentlich ignoriert. Und jemand, der etwa bei Stellenausschreibungen der Uni Hamburg die weibliche Endung unterschlägt, macht sich des „Verschweigens der Frauenexistenz“ schuldig und hat damit einen Tatbestand des „Belästigungskatalogs“ der Frauenbeauftragten erfüllt. So kann man einerseits die Statistiken für Sexuelle Belästigung in die Höhe treiben und andererseits mit dem Einnehmen einer völlig absurden Opferrolle seinen Mitmenschen vorschreiben, welche Worte sie gefälligst zu benutzen haben. Warum richten wir nicht gleich politische Kommissarinnen als Sprachwartinnen ein?
Die Ausmaße, die diese Sprachhysterie erreichen kann, werden immer grotesker. So beschloß die 34.000-Einwohner-Stadt Buchholz (Kreis Harburg), laut Gemeindebeschluß von Dezember 1994, in der amtlichen Behördensprache ausschließlich weibliche Funktionsbezeichnungen zu verwenden. Regiert wird sie seitdem, so steht es auf allen Dokumenten, von „Bürgermeisterin Joachim Schleif“. Vermutlich kann Herr Schleif noch froh sein, daß man ihn nicht zur Bürgerinnenmeisterin gewählt hat, wie es eigentlich konsequent gewesen wäre. Ähnliches geschieht in Gemeinden wie Hasloh (Kreis Pinneberg) oder Rostock, wo Formulierungen wie „Unser Betrieb hat 30 Mitarbeiterinnen, ein Drittel davon sind männlich“ an der Tagesordnung sind.
Aber selbst das geht feministischen SprachkritikerInnen noch lange nicht weit genug. „Keine zufriedenstellende Lösung, sondern ein fauler Kompromiß“ urteilt Luise Pusch und stellt zwei Vorschläge zur Auswahl: zunächst natürlich ihren eigenen, der ihrer eigenen Darstellung nach schon vor 19 Jahren in Fachkreisen als „der verrückte Pusch-Vorschlag“ bekannt wurde. Demnach sollen das Neutrum stärker eingesetzt und die femininen Endungen einfach abgeschliffen werden. Luise Pusch gibt dafür folgendes Beispiel:
Birgit ist eine gute Student; ihre Professor ist sehr zufrieden mit ihr. ... Für ihre Dissertation suchen wir noch ein zweites Gutachter, am besten ein Dozent, das sich in feministischer Theorie auskennt.
Finden Sie doppelplusungut? Wie wäre es dann mit dem Vorschlag eines Herrn, der anscheinend ebenfalls nicht recht ausgelastet ist, nämlich Matthias Behlert aus Berlin? Hier wird der Genus gleich ganz abgeschafft und in Zukunft aus Frauenfreundlichkeit nur noch die verwendet. Was bei Pusch noch umständlich die, der und das Arbeiter wäre, ist bei Behlert die Arbeiter (geschlechtsneutral), die Arbeiterin (weiblich) und die Arbeiteris (männlich). Der Plural von Arbeiteris ist übrigens Arbeiterisse. Ein Märchen wie die Geschichte vom Däumling würde in dieser Version folgendermaßen beginnen:
Es waren einmal zwei arme Bauern, die saßen abends beim Herd und schauten dem Feuer zu, wie es tanzte und nach allem Seiten ausleckte. Da sprach die Mann: „Wie ist´s so traurig, daß wir keinen Kinder haben! Es ist so still bei uns, und in anderem Häuser ist´s so laut und lustig.“
Frau Puschs Urteil zu Behlerts Vorschlag ist positiv: „Gerecht und bequem, nur etwas ungewohnt“. Auf den Einwand, daß sich so etwas schwer durchsetzen lasse, da Sprache sich natürlich entwickle und nicht durch künstliche Eingriffe steuern lasse, entgegnet sie selbstbewußt: „Die Sprachgeschichte zeigt ... ein ganz anderes Bild. Jede, auch die unwahrscheinlichste Sprachreform läßt sich durchsetzen, wenn der politische Wille dazu da ist.“ Und das sollte doch kein Problem sein, wenn es darum geht, die „Vergewaltigung“ und „Belästigung“ von Frauen in Gesprächen zu unterbinden, oder?
Sie glauben trotzdem nicht, daß dermaßen absurde Vorschläge in Deutschland je Wirklichkeit werden? Sprechen Sie doch mal mit Bürgermeisterin Joachim Schleif darüber.
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer
34
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur vierunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN!
Nachdem es in den letzten Tagen um die deutsche Männerbewegung eher still
war, kommen wir auch in dieser Ausgabe wieder mal ohne Umschweife zu den
NEWS:
-----
ZWANGSDIENST FÜR MÄNNER BLEIBT FÜRS ERSTE
Wie bereits in diversen Medien verlautete und diskutiert wurde, hat das
Bundesverfassungsgericht die Wehrpflicht für Männer nicht gekippt.
Die Werte
Gleichberechtigung und Wehrpflicht seien vom Gesetz her gleichrangig und
könnten daher nicht gegeneinander ausgespielt werden:
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=2&item=185554
Männer seien
durch die Wehrpflicht auch nicht benachteiligt:
http://www.stern.de/politik/news/tagesthema/artikel_49914.html
Bundesfrauenministerin Bergmann (SPD) zeigte sich zufrieden über das Urteil.
CDU-Fraktionschef Friedrich Merz hingegen regte eine Dienstpflicht auch für
Frauen an, was er bezeichnenderweise nicht mit dem männlichen, sondern
dem
weiblichen Wunsch nach Gleichbehandelung begründete:
http://www.dradio.de/extra/0204-bundeswehr/index.html
Grüne und FDP lehnten
diesen Vorstoß ab und argumentierten, Zwangsdienste gehörten generell
nicht
ausgeweitet, sondern abgeschafft:
http://www.morgenweb.de/aktuell/politik/20020412_wehrpflicht.html
In der
kommenden Woche wird der Europäische Gerichtshof über dieselbe Fragestellung
verhandeln. Beobachter halten es durchaus für möglich, dass der EuGH
anhand
der EU-Richtlinie 76/207/EWG zur "Verwirklichung des Grundsatzes der
Gleichbehandlung von Männern und Frauen" dem sexistischen Zwangsdienst
den
Garaus macht.
PALÄSTINENSER SUCHEN WEITER NACH "FEMINISTISCHEN" SELBSTMORD-TERRORISTINNEN
Während sich im Nahen Osten die Situation immer dramatischer entwickelt,
versuchen palästinensische Medien, junge Frauen damit für Attentate
anzuwerben, dass solche Terrorakte der feministischen Sache dienen würden:
http://216.26.163.62/2002/me_palestinians_03_26.html
Eine aktuelle Umfrage
unter palästinensischen Studentinnen ergab, dass 96 Prozent von ihnen
Selbstmord-Attentate unterstützen. Die Irritation, die von diesen
Selbstmord-Attentäterinnen ausgeht, diskutieren
http://slate.msn.com/?id=2063954
sowie
http://www.arabnews.com/Article.asp?ID=14002
Unter
http://www.smh.com.au/articles/2002/04/03/1017206226471.html
bekundet
Miranda Devine: "The ugly truth about women, that was for so long hidden
behind a saccharine-sweet facade of Queen Mother-style femininity, is that
we have always been aggressive and competitive."
MÄNNERRECHTE IN ISRAEL
Das Land Israel ist in unseren Schlagzeilen, aber wohl kaum jemand weiß,
dass es auch dort eine Männerbewegung gibt - so wie in vielen anderen
Ländern der Welt. Die Website
http://www.geocities.com/CapitolHill/4072/javaless.html
berichtet auf
Englisch und teils auf Hebräisch beispielsweise über den Kampf für
Väterrechte und gegen "Sklavenarbeit". ("The simple truth
about the gender
policy in Israel is that men are SLAVES and the PROPERTY of the government
while women are civilians and have all the rights and benefits just for
living in Israel, without contributing anything.") Des weiteren beklagt
die
Site die ständige Verunglimpfung von Männern als Schläger und
Missbrauchstäter und verwendet dabei den hierzulande höchst umstrittenen
Ausdruck "feminazis". "Say NO to the silence" fordert eine
andere Website
unter http://www.geocities.com/CapitolHill/Parliament/5939/sayno2.htm
und
setzt sich mit praktisch denselben Formen von Männerdiskriminierung
auseinander wie wir hier in Deutschland.
FALSCHE BESCHULDIGUNGEN DER GEWALT UND DES MISSBRAUCHS IN VIELEN LÄNDERN
WAFFE GEGEN VÄTER
Dieser Bericht von einer internationalen Konferenz über gemeinsame
Elternschaft/gemeinsames Sorgerecht, abgehalten 1999 in Frankreich, gehört
offensichtlich nicht gerade zu unseren aktuellsten News:
http://www.familyroutes.org/main/en/faro/ldcr90815.htm
Interessant ist
aber, dass man es schon vor drei Jahren als länderübergreifendes Problem
erkannte, wenn Vätern auf der Grundlage von Verleumdungen vielfach der
Kontakt zu ihren Kindern verwehrt wurde: "Delegates from all countries
said
that domestic violence laws and false allegations of child abuse were
regularly used as a means of cutting fathers off from their children. In
many countries, allegations of domestic violence need not be supported by
any proofs - in fact the principle of 'innocent until proven guilty' is
reversed. Powerful feminist groups have created a climate where men are
always presumed to be guilty and women always innocent. False allegations of
child abuse are also common in most countries although in most cases less
common than false allegations of domestic violence. Fault-based divorce in
some countries, such as Spain, generated these problems. In France persons
accused of sex abuse can be imprisoned pending trial on the basis of
allegations alone." (Was Deutschland betrifft, erklärte Siegfried
Willutzki,
Präsident des deutschen Familiengerichtstages, dass in etwa 40 Prozent
aller
Sorge- und Umgangsrechtsverfahren der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs
erhoben werde, was er als alarmierend hohe Zahl bezeichnete:
http://www.pappa.com/mmdm/willut94.htm)
Auch auf das Thema PAS (Bezeichnung
dafür, dass ein Elternteil das Kind dem anderen entfremdet, meistens die
Mutter dem Vater) kam die internationale Konferenz 1999 zu sprechen:
"Parental Alienation Syndrome (PAS) is commonly recognised. However there
is
a wide divergence in the manner in which it is dealt with. Because it is
such a difficult problem to deal with the authorities in some countries deny
its existence - Ireland falls into this category. In France parents are
afraid to raise the issue in courts because if they do it usually backfires
on them. In certain US States the problem is very efficiently dealt with by
removing children from the guilty parent and only re-establishing contact in
a gradual and monitored manner. Despite the fact that this practice has
proven to be very effective authorities in other countries haven't yet
adopted it. In Germany many psychologists are now recognising this syndrome
but, unfortunately, the judiciary are stubbornly refusing to deal with it or
in some cases even to recognise it. PAS was regarded by the conference as
one of the most difficult barriers to shared parenting." Lest dazu auch
folgenden Kommentar, dem zufolge das Abstreiten des Parental Alienation
Syndroms auch Frauen zum Schaden gereicht:
http://www.mensnewsdaily.com/stories/gardner040502.htm
Zur Rolle der Justiz
bei PAS hat Richard Gardner folgendes zu sagen:
http://www.mensnewsdaily.com/stories/gardner041002.htm
ENGLANDS LEHRER FORDERN: FALSCHE UNTERSTELLUNGEN SEXUELLER ÜBERGRIFFE SOLLEN
IN ZEUGNISSE EINGEHEN
Die betreffenden Mädchen und Jungen sollten auch mit der Möglichkeit
eines
Schulverweises rechnen müssen, wenn sie das Leben der beschuldigten Person
durch eine solche Verleumdung zur Hölle gemacht hatten:
http://www.ananova.com/news/story/sm_555654.html?menu=news.latestheadlines
Erstaunlicherweise erwähnt der Artikel nicht eine klare Gefahr dieser
Maßnahme: dass VerleumderInnen weniger bereit sind, ihre falschen
Beschuldigungen zu widerrufen, wenn sie als Konsequenz dafür mit einem
entsprechenden Zeugnis-Eintrag rechnen müssen.
SAMBIA: GEPRÜGELTE EHEMÄNNER OPFER DES FEMINISMUS?
Wie ihr wisst, beleuchten wir in diesem zine sehr gerne Aspekte der
Geschlechterdebatte aus jenen Teilen der Welt, von denen wir oft nur sehr
vage Vorstellungen haben und automatisch davon ausgehen, dass dort immer
noch das düsterste Patriarchat herrscht. Im afrikanischen Sambia erregt
aktuell eine hohe Zahl von Fällen öffentliches Aufsehen, bei denen
augenscheinlich unter dem Einfluss feministischer Gruppen stehende Frauen
ihre Ehemänner zum Beispiel mit Steinen schlagen, sobald sich diese ihren
Anordnungen widersetzen. Die sambianischen Feministinnen bewerten solche
Taten als Akte der Befreiung, des Wut-Herauslassens und der Rache:
http://www.mg.co.za/mg/news/98june1/4june-zam_beating.html
NETWORK FOR BATTERED LESBIANS: WEIBLICHE GEWALT ERNSTHAFTES PROBLEM
Vertreter des Netzwerks gaben an, die Angst, Gewalttätigkeiten ausgesetzt
zu
sein, sei so groß, dass viele Lesben davor zurückscheuen, ihre Treffen
aufzusuchen. Gleichzeitig sei es frustrierend, dass ein Thema wie der Schutz
vor solchen Übergriffen kontinuierlich beiseite geschoben werde:
http://www.dadi.org/viollesb.htm
HÄUSLICHE GEWALT: EIN MÄNNLICHES OPFER UND EINE TÄTERIN SCHILDERN
IHREN FALL
Jack Welsh lives in Hell. And no one, it seems, can rescue him. "I have
been
married 10 years," he says. "I did not consider [the relationship]
abusive
until about two months ago. At that time I began reading about [domestic
violence]. Up until that point, I never considered the throwing of objects,
emotional abuse, hitting, or shoving to be a real form of violence." -
"I
never fight back," he adds, "because I don’t want to go
to jail." Time
and again the stories are told in Internet men’s forums. A woman
commits an act of violence against a man, sometimes to the point where he
must be hospitalized, and the man is arrested and charged. Diane Taylor
knows this difference between boys and girls. "I don’t know of
any
woman who was told as a child ‘don’t hit boys,’"
she
continues. "I think women think it’s generally OK to hit men.
They
don’t realize that it’s belittling and humiliating, especially
to be struck in the face." Armed with that information about their masculine
peers, some women expect to be able to get their way by using force
themselves, or threatening their partners with false accusations of violence
and arrest if they happen to stand up for themselves. "We need a nationwide
awareness campaign to reverse this," [domestic-violence-expert Marc]
Angelucci says, "as we’ve done for women the past 30 years."
Lest den
kompletten Artikel unter http://edge.net/~nitemist/domestic_violence2.html
SCHWARZE STUDENTINNEN LEIDEN UNTER MÄNNERMANGEL
Die Story selbst ist für deutsche Männerrechtler nicht unbedingt von
vorrangigem Interesse: Im Vergleich zu schwarzen Frauen schaffen es deutlich
zu wenig schwarze Männer an US-Universitäten. An manchen Hochschulen
besteht
ein Verhältnis von 70 gegenüber 30 Prozent. Faszinierend ist, dass
der
Artikel unter
http://www.savannahnow.com/stories/033102/LOCBlackMenShortage.shtml
dies
nicht zum Anlass nimmt, mehr als drei Sätze über die Benachteiligung
von
(schwarzen) Männern im Schulsystem zu verschwenden, sondern dafür
ausführlichst die Studentinnen bedauert, die jetzt keine Partner für
Verabredungen mehr fänden. In den Statistiken, mit denen der Artikel
schließt, ist übrigens deutlich zu erkennen, dass die beklagte Ungleichheit
auch weiße Männer trifft, auch wenn dort das Verhältnis "nur"
60:40
zugunsten der Studentinnen ist.
NEUER FEHLER IN "SIND FRAUEN BESSERE MENSCHEN?" ENTDECKT
Dita De Bonis Artikel unter
http://www.nzherald.co.nz/storydisplay.cfm?thesection=news&thesubsection=&storyID=1293029
beginnt mit einer ganz entzückenden Satire auf die gängigen
Ratgeber-Schmonzetten in der Geschlechterdebatte: "According to what I've
read, I am from Venus and I love too much. I'm a smart woman who's done 10
stupid things - at least! - to mess up my relationships. A good girl in a
bad girl's body, I run with the wolves, howl like the ancient goddess, love
men - from Mars - who can't love, and want three easy steps to total and
utter fulfilment for now and beyond the divorce papers. I'm a multi-orgasmic
zen master ... um ... cave-dwelling horse-whisperer ... err ..." Diesem
trivialpsychologischen Wirrwarr setze ein Psychologieprofessor namens
Fletcher jetzt eine neue Veröffentlichung ("The New Science of Intimate
Relationships") entgegen - nicht ganz so leicht zu lesen wie der
Männer-sind-vom-Mars-und-die-Wolfsfrau-kommt-überall-hin-Krempel,
aber dafür
auf einem wissenschaftlichen Fundament. Fletchers Erkenntnisse widersprechen
sowohl der in den letzten Jahrzehnten beliebten Annahme, dass die
romantische Liebe spezifisch für den westlichen Kulturkreis sei (hier müsste
ich mein SM-Lexikon korrigieren), als auch der These, Männer wählten
ihre
Partnerinnen hauptsächlich nach deren Attraktivität und Frauen ihre
Partner
nach Einkommen und Status. (Hier müsste ich "Sind Frauen bessere Menschen?"
korrigieren.) Für Männer wie Frauen stünde Warmherzigkeit, Treue
und
Vertrauenswürdigkeit an oberster Stelle bei den Kategorien der Partnerwahl.
(Andere Daten, die ich in den letzten Monaten ausfindig gemacht habe,
stützen Fletchers Versionen. Vermutlich nimmt man die geldgeilen Miststücke
nur stärker wahr, weil man sich mehr über sie aufregt.) Andere Einsichten:
Der Mensch ist keineswegs von Natur aus promisk, Frauen sind
konfliktbereiter als Männer, generell aber sind die Überschneidungen
zwischen den Geschlechtern viel zu groß, als dass man Männer und
Frauen
sozusagen in verschiedene Schubladen mit jeweils verschiedenen
Charaktereigenschaften stecken könne. Fletcher macht auch keinen Hehl aus
der Erkenntnis, dass in heterosexuellen Partnerschaften Frauen sogar einen
Tick aggressiver/gewalttätiger als Männer sind, hält aber an
der These fest,
dass die Verletzungsfolgen für Frauen insgesamt schwerer sind. (Dies ist
nicht unumstritten, auch ich selbst bin da noch eher skeptisch, aber es gibt
zahlreiche nicht-ideologische Gewaltforscher, die das genauso sehen.)
Interessant ist die Argumentation, dass männliche Homosexualität biologisch
und weibliche kulturell bedingt sei. Alles in allem hört sich das nach
einer
differenzierten, seriösen, komplexen Behandlung des Themas an. Wir können
uns demnach wohl sicher sein, dass sie nie ins Deutsche übersetzt werden
wird.
USA: UNTER SINGLES VERDIENEN FRAUEN MEHR ALS MÄNNER
Für jeden Dollar, den ein männlicher Single verdient, verdient eine
unverheiratete Frau einen Dollar und zwei Cents:
http://www.arizonarepublic.com/news/articles/0404equalpay04.html
Der
Wirtschaftswissenschaftler Ron Bird argumentiert auf der Grundlage dieser
Erkenntnisse, dass die vielbeklagte Lohnschere zwischen den Geschlechtern
keineswegs sexistischer Diskriminierung von Frauen, sondern deren eigenen
Entscheidungen und Lebensplanungen zu verschulden sei.
AUSTRALIEN: IT`S COOL TO BE CRUEL
Aus der christlichen Perspektive anlysiert die Website unter
http://www.smh.com.au/articles/2002/04/07/1017206286985.html
den aktuellen
Trend der Medien, von Frauen ausgehende Gewalt und Gefühllosigkeit als
eine
schicke Sache darzustellen. Interessant ist auch folgender kurzer Bericht
über eine Kontaktvermittlung in Sydney: --- A new set of flexible standards,
or lateral morality, is creeping into the mainstream. And not just for the
young. There is a dating agency operating in Sydney which specialises in
finding dates for married men. One company's advertising is quite open about
the practice: "Come on, girls, why don't you have a sugar daddy to spoil
you?" Example: a single friend recently collected a $150 bet from three
girlfriends when she signed up with a dating agency. She was given five
options at the agency: single, divorced, separated, widowed and married.
When she declined to tick the "married" box, the woman at the agency
pressured her: "You know, married men aren't so bad; they buy you gifts.
They can even pay the rent for your flat." When she wrote her real age,
32,
it was changed to 28, because the demand for younger women is much greater.
"I was told to lie about my age. The woman said, 'You can get away with
28'." My friend picks up the story: "I did go out on a date with a
guy, a
lawyer. He was very nice. I had a surprisingly good time ... He'd already
had three dates through the agency. One woman had claimed to be 35 but
looked 45. Another woman turned out to be married. She wanted to see him on
the side." --- Ich kann mir gut vorstellen, dass die Anhänger einer
traditionellen Ethik mit solchen Entwicklungen ihre Probleme haben.
SEXUELLE BELÄSTIGUNG DURCH FRAUEN ZWANG TEENAGER ZU AUFGABE SEINES JOBS
Der britische Guardian berichtet: "A teenage boy quit his job at Abbey
National after being sexually harassed by female colleagues who flashed
their breasts at him and quizzed him about his sex life, an employment
tribunal at Stratford, east London, heard yesterday. Mr King, who was 18
when he joined the bank in November 2000, told the tribunal he was accused
of being gay when he failed to join in conversations about oral sex."
Eingehendere Schilderungen findet ihr unter
http://www.guardian.co.uk/uk_news/story/0,3604,681063,00.html
AKTUELLE US-STUDIE BESTÄTIGT: DOPPELBELASTUNG HAUSHALT UND BERUF TRIFFT
MÄNNER HÄRTER
Wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Hausarbeit geht, wird in den
Medien durchgehend so getan, als sei das ein Problem, das typischerweise nur
Frauen betrifft. Unter dieser Linse betrachten US-Journalisten auch eine
aktuelle Studie, der zufolge Frauen pro Woche durchschnittlich 27 Stunden
mit der Hausarbeit verbringen, Männer hingegen nur 14. Unter
http://www.glennjsacks.com/new_survey_confirms.htm
weist Glenn Sacks auf ein
anderes Ergebnis dieser Untersuchung hin, das bei der Berichterstattung
geflissentlich "übersehen" wird: Männer verbringen pro Woche
durchschnittlich 14 Stunden mehr am Arbeitsplatz. Die Doppelbelastung trifft
sie also - insbesondere wenn man andere Faktoren wie den meist längeren
Weg
hin zur Arbeitsstätte mit einbezieht - sogar noch ein wenig stärker.
Die
beliebte Karrikatur von der Frau, die Baby, Küche, Bügeln und Job
gleichzeitig unter einen Hut bekommen muss, während der Mann faul auf der
Couch liegt und Bier trinkt, wird vermutlich dennoch nicht so schnell
verschwinden. Und in feministischen Traktaten werden vermutlich auch
weiterhin so platte Verkürzungen zu lesen sein wie: "Selbst wenn BEIDE
berufstätig sind, arbeitet SIE im Haushalt fast doppelt so viel."
USA: JUNGE FRAUEN IMMER WENIGER INTERESSE AN FEMINISMUS
Die US-amerikanische Organisation NOW zählt als international größte
und
einflussreichste feministische Gruppierung. Jetzt veranstaltete sie in
Florida einen Workshop, mit dem neue Mitglieder gewonnen werden sollten. Es
erschienen vier Frauen, davon gingen drei mitten in der Veranstaltung:
http://www.sun-sentinel.com/news/local/broward/sfl-sfeminist04apr05.story?coll=sfla%2Dnews%2Dbroward
Auch in deutschen Internetforen blieb in den letzten Monaten die erhoffte
Nachfrage und Beteiligung zahlreicher sich diskriminiert fühlender Frauen
aus.
ÖSTERREICH: ENORME NACHFRAGE BEI MÄNNERABTEILUNG DES SOZIALMINISTERIUMS
Wie die m-news von www.maennerrat.de
offenbar unter Bezugnahme auf eine
österreichische Pressemeldung (kein Link) berichteten, wandten sich
inzwischen Tausende von Männern an die speziell für ihre Belange
eingerichtete Abteilung des österreichischen Sozialministeriums. Zum
Zeitpunkt ihrer Begründung, Beginn letzten Jahres, war insbesondere von
Frauenpolitikerinnen der SPÖ und der Grünen vor allem Häme zu
vernehmen.
Gerne verwendet wurde offenbar auch der bekannte Sexismus selbstinszenierter
Opfer: Solange die Gleichstellung der Frauen nicht erreicht sei, brauche es
keine Einrichtung für Männer. Gerald Grosz, Pressesprecher von
Sozialminister Haupt, nennt die Abteilung für "männerpolitische
Grundsatzangelegenheiten" indes einen vollen Erfolg und sieht auch keinerlei
"Geschlechterkampf" zwischen ihr und der in derselben Etage untergebrachten
"mächtigen und großen" Abteilung für Frauen. Eine
größere Herausforderung
scheint es darzustellen, dass sich fünf Mitarbeiter einer Flut von Anrufern
mit einem Bedürfnis nach Beratung ausgesetzt sehen - Beratung ist aber
gar
nicht ihre eigentliche Aufgabe, sondern vielmehr Dinge wie die Begutachtung
von Gesetzesentwürfen sowie die Zusammenarbeit mit der Forschung. So vergab
die Abteilung unter anderem eine Studie über "männliche Scheidungsopfer"
-
dass hier Bedarf besteht, wird dadurch deutlich, dass die meisten Anrufer
Probleme in diesem Bereich (überhöhte Unterhaltszahlung, Verweigerung
des
Besuchsrechts durch die Mutter) nennen. Eine Juristin der Männerabteilung
erklärt: "Bei der derzeitigen Höhe des Unterhalts, der bis zu
22 Prozent des
Nettoeinkommens reicht, ist es für diese Männer kaum möglich,
eine zweite
Existenz aufzubauen." Bleibt die Frage, warum die Öschis etwas hinbekommen,
was wir nicht auf die Reihe kriegen.
BABYSITTERIN KLAGT GEGEN VATER UM SORGERECHT
Sie begründet das damit, dass er bisexuell sei und im Internet eine
Porno-Seite betreibe, was seinen Charakter in Frage stelle:
http://www.ocregister.com/sitearchives/2002/4/5/news/guardian00405cci4.shtml
DOMINANTE FRAU TÖTE GEFESSELTEN PARTNER BEI SEXSPIELEN MIT AXT
Er war nackt, gefesselt, geknebelt und hatte die Augen verbunden; sie schlug
die Waffe etwa zwanzig mal in seinen Schädel. Als sie von der Polizei als
Täterin ausgemacht worden war, hatte sie anfangs noch behauptet, in
Selbstverteidigung gehandelt zu haben:
http://news.telegraph.co.uk/news/main.jhtml;$sessionid$GRV0E0YAAIRCTQFIQMGSFFOAVCBQWIV0?xml=/news/2002/04/12/nkink12.xml&sSheet=/news/2002/04/12/ixhome.html
MEINUNG:
------
"GLEICHBERECHTIGUNG BEIDER GESCHLECHTER HAT GEGEN ORGANISIERTEN FEMINISMUS
KAUM EINE CHANCE"
Unter
http://www.canada.com/ottawa/ottawacitizen/columnists/story.asp?id=B5F18B77-92BC-4D33-A8C4-FBCF48C2EB43
berichtet Dave Brown von einer Diskussionsveranstaltung aus Kanada: einem
Land, in dem die Zustände noch ein gutes Stück schlimmer sind als
hierzulande:
--- The war machine that is the feminist movement is better organized and it
has something the humanists don't: weapons. Money is the armament in this
war and the humanists don't have any. Only women's issues are funded.
Universities collect millions for women's studies. There are no men's
studies. Nor should there be. It would only feed the idea that men and women
should be warring against each other. The only way to end this war is to
convince political leaders feminist issues have been studied to death and
it's time to stop the funding. Problem is, the militants now have members
placed throughout the highest levels of leadership and cutting the supply
line is near to impossible. With billions of armament-dollars at stake, the
feminist fighters need to identify an enemy to keep it flowing. The money is
turned into studies that make the same claim over and over. Man bad. Woman
good. It's now at a point one can find studies studying the results of other
studies. One of the things that makes them so successful is that they read
like mind-numbing Marxist tracts and the money-givers don't read them.
Toronto lawyer Walter Fox fired some of the best shots Saturday when he
focused on the rapid expansion of domestic violence courts in Ontario. "This
is a tearing of the fabric," he said. He explained that there are no
protections in those courts, such as presumption of innocence and burden of
proof. He called them "scary and pre-fascist and could lead us someplace
really terrible." He warned that men have to start believing a basic slogan:
"Shout at your spouse and lose your house." The definition of violence
is
now so broad that if a woman complains she has been frightened, he goes to
jail. Getting back into the home can take months unless he agrees to plead
guilty to assault.
(...) Winnipeg psychologist Reena Sommer described herself as "a recovering
researcher." She said her study of the silliness in the domestic abuse
business became so distressing she decided to give it up. She described a
case of "histrionic personality disorder" in which a woman had her
husband
arrested eight times. By the time the courts got it right he had sole
custody of the children but had lost his business and his $200,000 annual
income. Many talked about an as-yet-unreported epidemic of male suicides,
but with no money to study men's issues it's a hard one to prove. Ms. Cools
said a desperate man recently found his way to her office seeking fairness;
he committed suicide within a few weeks. She asked: "How can a man making
$12 an hour be expected to pay $250 an hour to a lawyer?" ---
STAAT MACHT GEPRÜGELTE MÄNNER ZUM ZWEITEN MAL ZU OPFERN
Das spezielle Problem männlicher Opfer von häuslicher Gewalt zieht
immer
weiter durchs Internet. Ken Harding fasst die wesentlichen Aspekte unter
http://www.cinemaxs.co.uk/freethinker/page10.html
gut zusammen: "Great
efforts were made during the 1970's and 1980's to discredit the idea that
women in any sense participated in or provoked the violence that was acted
out upon them. Yet, when one starts to discuss violence against men, the
very same campaigners and academics who so fervently denied the female
victim's complicity immediately insist that the man must in some way have
provoked the assault." Donald gehört zu den männlichen Gewaltopfern,
die von
staatlichen Stellen statt Hilfe Drohungen erfahren: "When Donald rang his
local police, he was told by a female officer, `She is just trying to wind
you up, sir.´ Another PC asked why he didn't hit her back. When Donald
tried
to warn the social services of what was being done to his daughters, the
social worker assigned to him walked out of their meeting in mid-sentence.
When Donald's parents voiced their concerns, the same social worker walked
out on them, too. When Donald did call the police his wife made allegations
against him for violence and so he was told by one male officer, `If we have
to come back here tonight, I will have to arrest somebody for breach of the
peace and you know who that will be… you.´ In effect he was
saying
that no matter how violent his wife was, don't call the police because they
will arrest him. After many more instances of violence against Donald and
the children he decided to make a statement to the police. Despite a series
of phone calls and letters, some to senior officers, no statement was ever
taken. His wife eventually served Donald with divorce papers. The divorce
was being sought on the grounds of his violence towards her. The threat of
legal action is one faced by all battered men. In all cases the divorce is
brought about by their wives' claims that they had been the victims. And in
every case, the police, social services, legal advisers and courts had found
it impossible to conceive of the idea that the woman had been the
instigator, rather than the victim, of the domestic abuse. In part this is a
matter of social conditioning. We naturally assume that women cannot
possibly do harm to big strong men. When Ron Brown, the Member of Parliament
for Leith, damaged the contents of a former lover's flat, he was taken to
court. But when Lady Graham-Moon cut up her adulterous husbands suits,
covered his BMW in paint and gave away all his wine to people in the
village, she was hailed by columnists who saw this as typical of the acts of
minor defiance to which women must resort in the face of their menfolk's
overwhelming physical strength. It may be social conditioning that men must
never hit a woman, but it is also wrong for a woman to attack a man with a
hammer. Whoever is the perpetrator and whoever is the victim, it is still
assault. The instances of battered husbands are more common than is
realised. It is still a subject that gets little media coverage. In short, I
think, that its because it isn't a very 'trendy' topic. People would much
rather listen to stories of woe from women who are assaulted, abused and
victimised and the very idea that men can be the victim is as alien to them
as the thought that apples can fall upwards."
FRAUENFEINDLICHKEIT IN DER MÄNNERBEWEGUNG
Der Artikel unter http://www.glennjsacks.com/confronting_women_bashing.htm
ist mit seinen Beispielen leider wieder sehr US-lastig, spricht jedoch eines
der Probleme an, die man in "maskulistischen Diskussionen" sonst selten
findet. Das Dilemma ist: Oft wird Männern, die für ihre Rechte und
gegen
einen amoklaufenden Feminismus eintreten, automatisch schon
Frauenfeindlichkeit unterstellt. Das kann dazu führen, dass Vorkommnisse
echter Frauenfeindlichkeit in der Männerbewegung tabuisiert werden, um
diesen unsinnigen Attacken nicht neuen Zunder zu geben. Hier ist eine
differenzierte Wahrnehmung gefragt.
BEKANNTE FRAUEN IN DER MÄNNERBEWEGUNG
Um eben dieser Frauenfeindlichkeit Vorschub zu leisten, hat derselbe Autor
eine Liste von Frauen zusammengestellt, die international wegbereitend für
die Männerrechte waren: http://www.glennjsacks.com/women_who_have.htm Eine
ganz wunderbare Liste für alle, die gerne über den deutschen Tellerrand
hinausschauen!
"VOR FAMILIENGERICHTEN IST JEDER TAG MUTTERTAG"
Okay, ich geb´s zu, ich finde vor allem diese Überschrift so treffend:
http://www.phillyburbs.com/couriertimes/editorial/0407guestopmariani.htm
ZITAT:
-----
"Wenn hier jemand prügelt, dann bin ich das."
Die Sängerin Whitney Houston in einem Interview mit der "Los Angeles
Times"
über ihren als gewalttätig geltenden Mann Bobby Brown. Als belegt
gilt, dass
Whitneys Assistentin Robyn Crawford 1992 vor einem Hotel in Hollywood auf
Brown einprügelte.
WORT DER WOCHE:
--------
"Kontakterzwingungsschlag"
in der Reihe "Bedenkzeit" auf Bayern 2 verwendeter Ausdruck für
den im
Weltwissen der Macher ganz seltenen Fall, dass häusliche Gewalt von der
Frau
ausgeht. Der Leser, der mir diese Formulierung zusandte, kommentiert dies
wie folgt: "Ich bin sehr erstaunt über die Chuzpe, mit der ein weibliches
Zuschlagen geradezu als heroische Tat einer selbstbewußten F-Persönlichkeit
dargestellt wird, während männliche Gewaltanwendung jedoch stets das
ist,
was es ist: Zuschlagen eben. Ich hab’ letzte Woche einen Mann
getroffen, von dem es hier heißt, daß er tagsüber von seinen
Eltern Prügel
bezieht und abends, wenn er heimkommt, von seiner Frau. Richtig arme Sau ist
das: Natürlich wird er von allen bedauert - aber keiner kann und wird ihm
helfen, weil er eben ein Mann ist. Soll er den Rat annehmen, der in der oben
genannten Sendung für die Opfer von Gewaltanwendung gegeben wurde: `Bei
Gewaltanwendung gibt’s nur eins - Flucht ins Frauenhaus´?"
LESERMAIL:
-------
Abgsehen von einer entrüsteten Reaktion, habe ich auf das Gimmick der
letzten Ausgabe so positive Rückmeldungen erhalten wie noch auf keinen
Beitrag zuvor. So schrieb mir Thomas R.: "Danke für Deine GimickInnen
bzw.
GimmickAussen oder wie man da politisch korrekt schreiben muß. Ich hab'
jedenfalls diese Woche einen Flyer gemacht - für eine Supervisorin, deren
Ursprungstext vor sinnlosen VerInnerlichungen strotzte. Dein GimmIck hat sie
(mit etwas Nachhilfe durch den Ehemann) überzeugt: Der Flyer ist jetzt
echt
wieder gut lesbar. Mein letztes Argument war: Leser/innen, die auf
VerInnungen bestehen, sind so doof, daß sie hinterher `aus formalen Gründen´
auch ihre Rechnungen nicht bezahlen. Da mußte ich nicht mehr lang reden."
Sebastian schwankt zwischen Hoffnung und Skepsis, was die Zukunft der
Geschlechterdebatte angeht: "Überhaupt hat sich wohl das Thema
Männerrechtler in letzter Zeit exponiert. Grad sehe ich einen Bericht über
das Männerhaus in `Brisant´. Auch Deine Tipps und Anstöße,
mal offen zu
diskutieren, halte ich für gut. Aber trotzdem sehe ich in der jetzigen
Medienlandschaft keinen grünen Zweig. Radikale wie Schwarzer, aber auch
Leichtgewichte wie Hera Lind & Co., sind so überaus beliebt und die
feministische Sache ist so tief verankert und über alle Zweifel erhaben,
dass dem uninformierten Normalseher das Engagement für die Sache der Männer
einfach nur absurd erscheinen muss. Ich nehm mich nicht aus: Wenn z. B. an
der Uni die üblichen feministischen Dogmen und Floskeln gedroschen werden,
ziehe ich - wie alle Männer - den Kopf ein und nehme die `politisch korrekte
Duckhaltung´ ein. Diese These überhaupt als diskussionswürdig
zu betrachten
ist absurd. Statt öffentlich zu diskutieren, sollte man wohl eher einen
kleinen festen Kreis aufbauen,vielleicht ein paar Fürsprecher unter den
Intellektuellen finden, bevor man öffentlich auf die Fresse fällt
und nach
ein paar Berichten sang- und klanglos untergeht."
Unser Leser Guido regt eine ganz spezielle Lösung an, um mit der immer
absurder werdenden Situation im Geschlechterkampf umzugehen: "Nach langem
Studium der Literatur zur `sexuellen Belästigung´ möchte ich
vorschlagen:
`männer müssen sich auf der Straße verschleiern! (Burkha)´
Die Medien haben
ja völlig richtig erkannt, dass schon der `anzügliche Blick´
des mannes als
sexuelle Belästigung zu werten ist. mancher mag einwenden, hier könne
ausreichen, dass männer stets mit gesenktem Blick an Frauen vorbeigehen.
Dies schon aus dem schönen Grund, dass mann auf diese Weise demonstrieren
kann, sämtlicher männlicher Schandtaten der Vergangenheit zu gedenken.
Das
ist richtig! Und deshalb wird es ja auch zunehmend gerne praktiziert. man
darf jedoch nicht übersehen, dass eine Burkha für männer erheblich
mehr
bietet. Der mann mit Schleier - gewinnt an Sicherheit. Schützt er sich
doch
so verlässlich vor dem Vorwurf der sexuellen Belästigung und damit
davor
`weggesperrt´ zu werden (96% unserer Gefängnissinsassen sind männlich)
-
gewinnt an Achtung. Er demonstriert, dass er von allen männlichen
Schandtaten der Vergangenheit betroffen ist und sein Haupt in Scham verhüllt
- gewinnt an Gesundheit (allerdings nur bei der Vollverschleierung). Er wird
den Druck los, dass er mit einem Adoniskörper herumlaufen müßte
(99% aller
Sportverletzten sind männer). - gewinnt persönliche Freiheit. Denn
seien wir
doch mal ehrlich: wer hat schon Lust sich jeden Morgen zu rasieren. Auch,
wenn mann noch mal schnell zum Supermarkt muß - einfach die Burkha
übergeworfen - superpraktisch! Mit Burkha ist mann stets korrekt gekleidet
Darum: Setzt euch, mit aller - wie eigentlich immer - gebotenen Demut für
die Burkha für männer ein."
MEDIAWATCH:
-------
"KONTRASTE": BRILLANTER BEITRAG BRINGT GEWALT GEGEN MÄNNER INS
HAUPTABENDPROGRAMM
Im März 2000, also vor über zwei Jahren, hatte ich mit einem Artikel
in der
Zeitschrift "Novo" zum ersten Mal in den nicht-akademischen deutschen
Medien
das Tabu der hohen Rate von ihren Frauen geprügelter Männer gebrochen.
Die
Resonanz war anfangs gleich Null, später fand sie höchstens vereinzelt
im
Internet statt. Erst vor einigen Wochen konnte vor allem durch das von Peter
Thiel in Berlin geplante Männerhaus eine breitere Aufmerksamkeit der Medien
hergestellt werden. Am Donnerstag, den 11. April 2002, erreichte das Thema
schließlich unzählige deutsche Wohnzimmer zur Abendessenzeit.
Fundiert recherchiert und seriös aufbereitet, wurden die zentralen
Informationen für den Zuschauer sehr geschickt zusammengestellt und
verdichtet: von Interviews mit Opfern über die Veranstaltung der
evangelischen Akademie in Tutzing und Expertenaussagen von Professor Bock
bis zur fatalen Inszenierung der gewalttätigen Frau als „cool“
in diversen Werbeclips. Dass auch die Täterinnen Hilfe bräuchten,
ein in der
bisherigen Debatte des öfteren übersehener Aspekt, erwähnte
"Kontraste"-Chefin Lidschreiber bereits in ihrer Anmoderation. Selbst
die
Beziehungskomplexität, die in Partnerschaften überhaupt erst zu solchen
Eskalationen führt, wurde angerissen. Offenbar da man in acht Minuten selbst
beim besten Willen nicht auf jeden Seitenpfad gehen kann, blieben in der
Recherchephase noch angedachte Dinge wie die einseitige Propaganda des
Frauenministeriums und die auf männliche Opfer nicht eingerichteten
Beratungsstellen notwendigerweise ebenso außen vor, wie dass männliche
Gewaltopfer vor staatlichen Instanzen oft ein zweites Mal zum Opfer werden.
Zu solchen vertiefenden Erörterungen ist immer noch Zeit, nachdem der
Öffentlichkeit überhaupt erst einmal klar geworden ist, dass die klassischen
Nudelholzwitze als Spontanreaktion auf Berichte über geprügelte Männer
ebenso in die Irre führen wie sture Ungläubigkeit. Sinnvoll war es
unter
diesen Umständen sicherlich auch, die Diskussion über die tatsächliche
Häufigkeitsverteilung zwischen den Geschlechtern zunächst mal beiseite
zu
lassen.
Nach der Sendung konnte in einem Chat weiterdebattiert werden. Dort meldeten
sich schätzungsweise ein Dutzend (?) weiterer männlicher Opfer zu
Wort - und
erstaunlicherweise auch zwei Frauen, die zu ihren Schlägen als Reaktion
auf
hartnäckige Provokation bzw. "jahrelange Unterdrückung"
standen. Diesem
Gespräch war allerdings außerordentlich schwer zu folgen, weil die
komplexen
Diskussionsstränge auch zu anderen Beiträgen der Sendung quer durcheinander
liefen und das ständige Ruckeln des Textfeldes konzentriertes Lesen
unmöglich machte. (Die Chatführung erklärte auf die vielfachen
Beschwerden,
mit großem Einsatz an einer Verbesserung zu arbeiten.) Bleibt zu wünschen,
dass die Diskussion auf der mit diesem "Kontraste"-Beitrag neu erreichten
Ebene weiterläuft und nach und nach auch andere bislang öffentlich
tabuisierte Themen der Männerbewegung (z. B. sexuelle Gewalt durch Frauen)
auf den Bildschirmen landen.
"POLYLUX" VOM THEMA HÄUSLICHE GEWALT ÜBERFORDERT
Wenige Tage vor der "Kontraste"-Sendung hatte sich das ARD-Magazin
mit
demselben Thema etwas überfordert gezeigt: Zwar versuchten ihre Macher,
auf
geprügelte Männer aufmerksam zu machen, konnten sich diesem Tabu aber
nicht
annähern, ohne sich gleichzeitig durch verschiedene Strategien (am
auffälligsten: Ironisierung) davon zu distanzieren. Insofern durfte zwar
einerseits der Familientherapeut Peter Thiel ausführen, dass männliche
Opfer
ihre Gewalterfahrungen oft selbst ins Lächerliche zögen und auf seine
Nachfrage keinen Grund dafür angeben können. Andererseits wurden in
An- und
Abmoderation sowie Voice-Over starke Ironiesignale gesetzt ("unser Reporter
drehte diesen Beitrag unter dem Einsatz seines Lebens", "wieviele
tickende
Zeitbomben verbergen sich wohl hinter diesen hübschen Gesichtern?"),
statt
auf ernste Fälle wurde auf schein-symbolische Skurillitäten Bezug
genommen
(in Dresden soll eine Frau ihren Partner mit der "Cosmopolitan" zur
Gehirnerschütterung geprügelt haben) und Peter-Thiel wurde mit einer
Bügeleisen-Bola von einer Frau durch den Park gejagt, was das Voice-Over
als
"alltäglicher Horror wie dieser" schilderte. Man hat bei dieser
Sendung als
Zuschauer ein wenig den Eindruck, überspannte Ironie als Stilmittel sei
für
ihre Macher dermaßen unerlässlich geworden, dass sie vermutlich selbst
über
Themen wie sexuellen Missbrauch kaum anders sprechen würden. Den Aufnahmen
von Selbsthilfegruppen männlicher Gewaltopfer schließlich ließ
die
"Polylux"-Redaktion einen Ausschnitt aus dem Kinofilm "Magnolia"
nachfolgen,
in dem Tom Cruise "Zähmt die Fotze!" in die Menge ruft. Professor
Bock, der
ebenfalls als Gesprächspartner eingeladen war, das Gespräch aber aus
terminlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte, zeigte sich über die
unseriöse
Art der Darstellung ebenso entsetzt wie andere Experten bei diesem Thema.
Erst im Nachinein wurde bekannt, dass die "Polylux"-Moderatorin Tita
von
Hardenberg schon zuvor mit reichlich wirren Äußerungen zum Thema
häuslicher
Gewalt gegen Männer aufgefallen war:
http://www.zeit.de/2002/09/Leben/print_200209_lebenshilfe_tita.html
Professor Bock: "Unter diesem Gesichtspunkt wundert mich der unangemessene
Stil der Sendung nicht."
ZUR DOKUMENTATION:
-----
EINLADUNG: PROFESSOR FTHENAKIS SPRICHT ZUM "JAHR DES MANNES" IN WIESBADEN
Folgende Mitteilung mit der Bitte, sie weiterzuleiten, erreichte mich von
Thorsten Mahler, dem Vorsitzenden meines Wiesbadener Ortsvereins des
Väteraufbruchs für Kinder. Als Information ist sie aber sicher auch
für
Leser außerhalb dieses Raumes interessant. Die in der Einladung geäußerten
Ansichten haben, wie sehr oft in diesem zine, wenig mit meiner eigenen
Meinung zu tun: Ich selber kenne Fthenakis nicht und kann mir so auch kein
Urteil erlauben.
--- Liebe Väter und Interessierte,
hier die wichtigsten Informationen zur Veranstaltung mit Prof. Dr. Dr. Dr.
Fthenakis im Wiesbadener Rathaus.
Die Veranstaltung ist die erste im "Jahr des Mannes", mit dem die
Wiesbadener Frauenbeauftragte am 17.4.2002 um 19.00 Uhr im Rathaus startet.
Veranstalter ist die Kommunale Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt
Wiesbaden und die Hessische Zentrale für politische Bildung.
Thema des Abends ist "Neue Männer braucht das Land - wirklich?"
Auf dem Podium sitzt vorrangig Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis, Deutschlands
absolut bekanntester Väter- und Familienforscher sowie
familienpsychologischer Gutachter.
Fthenakis erlangte bereits 1982 Berühmheit, als er ein Gutachten für
das
Bundesverfassungsgericht erstellte, worauf dieses die gemeinsame
nacheheliche Sorge als verfassungsgemäß einstufte. Bis dahin gab
es nach der
Scheidungsreform 1977 nur die Endweder-Oder-Haltung - somit nur die
Alleinsorge der Mutter.
Somit ist dieses Urteil wahrscheinlich das bekannteste des BvfG überhaupt!
In den achtziger Jahren und bis weit in die neunziger hinein erstellte
Fthenakis eine Unzahl familienpsychologischer Gutachten, die machmal
allerdings mehr seinem ausgeprägten Hang zum Geldverdienen zu Gute kamen,
als den betroffenen Kindern und Eltern.
In seinem Selbstdarstellungswahn erlag er all zu oft der Versuchung sich mit
unzähligen Doktor-Titeln zu schmücken: von bis zu vier Dr. wird dabei
berichtet. Mittlerweile hat er sich meist auf drei eingependelt, von denen
allerdings einer durchaus umstritten erscheint.
Fthenakis ist selbst betroffener Scheidungsvater und muss sich den Vorwurf
gefallen lassen, aus lauter Karriere-Sucht sich damals nicht ausreichend um
seine Kinder gekümmert zu haben.
Vielleicht will er dies aufarbeiten, in dem er sich als "Väterforscher"
einen überaus positiven Namen gemacht hat. Seine Werke, Aussagen und
Darstellungen sind für uns sehr positiv.
Heute hat sich aus dem lukrativen Gutachter-Business zurückgezogen und
leitet, als die integere über allem stehende Eminenz, ein staatliches
Institut in München. Interessant ist dabei die Zusammenarbeit mit der SPD
und deren Feministinen, die (merkwürdigerweise) in ihm ihren
Vorzeigeforscher entdeckt haben: Frauenministerin Bergmann verkündete
zusammen mit Fthenakis vor fast genau einem Jahr in Berlin die neue Väter-
und Familienpolitik der Regierung.
Stafagen auf dem Podium des Wiesbadener Rathauses werden am 17.4.02, 19.00
Uhr, Peter Döge, Soziologe und Männerforscher aus Berlin, und Professorin
Silvia Kontos, Frauen- und Geschlechterforscherin aus Wiesbaden, sein.
Ein absolutes Muss und seltenes Highlight!
Viel Spaß und spannende Unterhaltung bei dieser wirklich hochkarätigen
Veranstaltung
wünscht
Thorsten Mahler ---
Soviel für diese Ausgabe, herzlicher Gruß an euch alle
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 35
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur fünfunddreißigsten Ausgabe
der
INVISIBLE-MEN!
Viele Männerrechtler finden es gelinde gesagt unglücklich, dass es
für das
weibliche Geschlecht zum Schutz vor Verbrechen die unterschiedlichsten
Hilfsangebote gibt (vom Frauennachttaxi bis zum Frauennotruftelefon), die
weit überwiegende Mehrheit der männlichen Verbrechensopfer allerdings
keinen
speziellen Schutz genießt. Eine typische Antwort von feministischer Seite
ist, dabei würde unterschlagen, dass auch die meisten Täter männlich
sind.
Diese Argumentation fand ich immer reichlich merkwürdig. Schließlich
wird
dabei so getan, als sei das Geschlechterverhältnis ein Fußballspiel,
bei dem
es sozusagen nicht zählt, wenn jemand von einem Mitglied der eigenen
Mannschaft gefoult wird. Das ergibt aber keinen Sinn. Da die Diskriminierung
von Männern immer noch ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft ist, möchte
ich zur besseren Illustration ein Beispiel aus einem anderen Bereich
verwenden: Jeder 21. schwarze Amerikaner wird ermordet. Fast immer von einem
anderen schwarzen Amerikaner. Was den Rassismus angeht, ist unsere
Gesellschaft glücklicherweise genügend sensibilisiert, dass sie hier
nicht
auf das gegen Männer vorgebrachte Argument zurückgreift - höchstens
die
Ultra-Rechten behaupten, wenn sich die Neger gegenseitig umbringen sei es ja
irgendwie auch schon egal und hätte mit den Weißen nichts zu tun.
Jedem
politisch bewussten Menschen ist klar, dass die hohe Zahl schwarzer Opfer
ebenso wie die hohe Zahl der schwarzen Täter ein Beleg für die
Diskriminierung der Afro-Amerikaner darstellt. Ein Mensch in idealen
Lebenszuständen wird viel, viel schwerer zum Gewaltkriminellen als Menschen,
denen es weit schlechter geht. Die hohe Zahl von männlichen Straftätern
im
öffentlichen Raum ist insofern für eine Männerbewegung ebenso
von Bedeutung
wie die hohe Zahl von Männern unter den Selbstmördern oder den Obdachlosen.
Hier wäre die Ursachenforschung (jenseits von irgendwelchen biologistischen
Phantastereien) ein auch gesamtgesellschaftlich lohnendes Gebiet. Da Frauen
und Männer dem aktuellen Forschungsstand zufolge gleichermaßen aggressiv
sind, kommt man ja vielleicht zu dem Schluss: Die Frauengewalt tobt sich vor
allem im privaten Bereich aus (wie es ja inzwischen zahllose Studien
belegen) und wird nicht erfasst; die Gewalt der Männer hingegen im
öffentlichen Bereich und geht in die Kriminalitätsstatistik ein. Man
könnte
auch zu ganz anderen Schlussfolgerungen gelangen. Aber vorher müsste man
sich mit dieser Frage überhaupt erst einmal beschäftigen.
Soviel zum politischen Teil meines kleinen Editorials. Berichtenswertes aus
meiner aktivistischen Tätigkeit gibt es aktuell noch nicht, wiewohl sich
momentan so einiges entwickelt, das demnächst berichtenswert sein könnte.
Aber ich spreche nur ungern über ungelegte Eier. Sehr gern jedoch möchte
ich
aus aktuellem Anlass hiermit noch einmal all denjenigen danken, die mein
zine durch ihre Spenden finanziell unterstützen! Ich freue mich darüber
sehr, auch weil es für mich ein Zeichen ist, dass ihr mit meiner Arbeit
zufrieden seid.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze
Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit
einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-Foren
oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299,
www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com.
Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der Nassauischen
Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen Dank!
NEWS UND MEINUNG:
-----
KOLLEKTIVSCHULDTHESE IN DER MÄNNERBEWEGUNG?
Die internationale Männerbewegung diskutiert zur Zeit sehr kontrovers
darüber, inwieweit man "den Frauen" im allgemeinen für die
Diskriminierung
von Männern in unserer Gesellschaft verantwortlich machen kann. Begonnen
hatte die Debatte mit dem in den letzten INVISIBLE MEN verlinkten Artikel
des prominenten US-Männerrechtlers Glenn Sacks, der vor frauenfeindlichen
Tendenzen in der Männerbewegung warnte. Dies erschwere nicht nur die
Zusammenarbeit mit liberaleren, männerfreundlichen Feministinnen wie Wendy
McElroy, vor allem könne man nicht die gesamte weibliche Hälfte der
Menschheit für einige übergeschnappte Radikalfeministinnen verantwortlich
machen.
Sacks erhielt eine sehr scharfe Antwort durch ein Essay Ray Remarks, den
zwar kaum jemand kennt, das aber von Großbritanniens prominentestem
Männerrechtler "Angry Harry" unterstützt wurde. Vor allem
letzerer vertrat
pointiert die These, dass durchaus Frauen im allgemeinen zur Verantwortung
gezogen werden sollten: "Schließlich haben Frauen im allgemeinen
sehr wenig
getan, um die Flut der Männerfeindlichkeit aufzuhalten. Sie haben schweigend
dabei zugesehen, dass Menschen, von denen sie behaupteten, sie zu lieben,
betrogen, verteufelt und benachteiligt wurden. Tatsächlich verhalten sich
Frauen im allgemeinen sehr egoistisch und ziehen aus dem heutigen
sexistischen System ihren Vorteil." Eben dies wolle er mit sämtlichen
legitimen Mitteln bloßstellen.
Eine ähnliche Argumentation bekomme ich zunehmend auch von deutschen
Männerrechtlern zu hören: Zwar ließen sich heutzutage die wenigsten
Frauen
als (Radikal-)Feministin bezeichnen, sie segelten aber de facto sehr bequem
im Windschatten der ihr Geschlecht begünstigenden Verhältnisse. Auch
die
unideologische neue Generation von Frauen schweige und genieße und nehme
wie
selbstverständlich alles voll in Anspruch, was von den radikaleren
Vorgängerinnen durchgesetzt worden sei. Eine allgemeine Dienstpflicht für
Frauen beispielsweise wird aus Rücksicht auf weibliche Wählerstimmen
von
keiner einzigen Politikerin eingefordert - Gleichberechtigung hin oder her.
Auch "die Frauen" jüngerer Jahrgänge könnten sich längst
in aller Stille ins
Fäustchen lachen.
Diese international von "Angry Harry" prominent vertretene Position
wurde
aktuell von Brian Carnell am nachdrücklichsten kritisiert. Carnell ist
Betreiber der in der weltweiten Geschlechterdebatte ebenfalls recht
bekannten Website equityfeminism.com und bezeichnet sich selbst als einen
ursprünglichen Anhänger der Frauenbewegung, der jedoch von den inzwischen
staatlich geförderten Extrempositionen der Radikalfeministinnen abgeschreckt
worden sei. Insofern sieht er in der aktuellen Debatte die Gefahr, dass
Männerrechtler die "Kollektivschuldthese" des Radikalfeminismus
übernehmen.
Auch für diese feministische Strömung sind alle Männer unisono
an den von
ihr beklagten Zuständen mitschuldig, wenn auch nur durch Unterlassung.
Die
Annahme, es gäbe so etwas wie eine "Kollektivschuld" ist aber
grundsätzlich
ethisch fragwürdig, weil sie die Grenzen zwischen Tätern und Nicht-Tätern
zu
sehr verwischt, dem Einzelnen die Freiheit einer gänzlich unpolitischen
Haltung nimmt und im Extremfall zu sehr beklagenswerten Entwicklungen führen
kann, beispielsweise Sexismus und Rassismus. Man könnte übrigens ergänzen,
dass sich eine solche Kollektivschuld, wenn es um die Männerdiskriminierung
geht, auch auf etliche Männer erstrecken würde, die ob als Politiker
oder
Normalbürger nicht weniger die Klappe halten bzw. sich nur hinter
vorgehaltener Hand äußern - wenn sie denn die Gleichberechtigung
ihres
eigenen Geschlechtes nicht gar sehr aktiv hintertreiben. Sogar in
selbsterklärten Männermagazinen wie "Men´s Health"
sind die echten Anliegen
der Männerbewegung ja fast vollständig tabu, während sie von
vorne bis
hinten mit eskapistischem Nonsens zwischen Waschbrettbauch und Luxusmodels
vollgestopft sind.
Mit Carnells unter http://www.equityfeminism.com/articles/2002/000059.html
veröffentlichten Stellungnahme ist die Auseinandersetzung natürlich
längst
nicht beendet, sondern hat gerade erst angefangen.
INTELLEKTUELLE RECHTE IN DER GESCHLECHTERDEBATTE
Die liberale Feministin Wendy McElroy reagierte auf diese zunehmend
kontroverse Diskussion, indem sie eine "Bill of Intellectual Rights"
entwarf
(eine Anspielung auf die "Bill of Human Rights", die Erklärung
der
Menschenrechte). Solch eine Verfassung hält sie für notwendig, nachdem
der
Mainstream der Frauenbewegung immer mehr dazu übergehe, seine Gegner nicht
auf der Sach- sondern auf der Personenebene anzugreifen und Abweichlerinnen
in den eigenen Reihen mit Verleumdungen und Mobbing zu "bestrafen".
Zu den
von McElroy eingeforderten Rechten, gehören das Recht, sich um eine
politische Angelegenheit nicht zu kümmern, nicht informiert zu sein, anderer
Ansicht als der Mainstream zu sein oder seine Meinung zu ändern. (Schlimm
genug, dass man all das extra noch einfordern muss.) Diesen Rechten stünden
jedoch auch bestimmte Pflichten gegenüber:
http://www.mensnewsdaily.com/stories/mcelroy042402.htm
SEXISTISCHE WEHRPFLICHT FALL FÜR EUROPÄISCHEN GERICHTSHOF
Was die Politik nicht hinbekommen hat, versucht der 19jährige Alexander
Dory
jetzt eigenhändig durchzusetzen - die Gleichberechtigung von Frau und Mann,
auch wenn es um das Thema Wehrgerechtigkeit und damit verspäteten Zugang
zum
Arbeitsmarkt mit negativen Konsequenzen für Berufs- und Karriereplanung
geht: : http://www.welt.de/daten/2002/04/16/0416de326496.htx
Dass McElroys
Kritik, Feministinnen würden Gegner eher auf der Personen- als auf der
Sachebene angreifen, auch für Deutschland zutrifft, wird erkennbar, wenn
ein
Mann, der gegen ganz klare Diskriminierung protestiert, von weiblicher Seite
sofort psychopathologisiert und als sturer, egoistischer
Gleichheitsfanatiker angefeindet wird:
http://f25.parsimony.net/forum63067/messages/9318.htm
Was einem die
Kollektivschuldthese fast wieder sympathisch machen könnte ...
Einen sehr aufschlussreichen kanadischen Artikel, der die unterschiedliche
Rolle von Frauen und Männern im Krieg über das letzte Jahrhundert
hinweg
untersucht, findet ihr unter
http://fathersforlife.org/fatherhood/preserve.htm
DER FEMINISMUS KOLONISIERT DIE DRITTE WELT
Noch einmal McElroy: In ihrer aktuellen Kolumne unter
http://www.ifeminists.com/introduction/editorials/2002/0416.html
beklagt
sie, dass mit dem Verteilen der Entwicklungshilfe auf Dritte-Welt-Länder
politischer Druck ausgeübt wird, die feministische Ideologie zu übernehmen.
So wurde der Familienminister Nicaraguas kürzlich gefeuert, weil er darauf
bestand, das Geschlecht immer noch biologisch nach "männlich"
und "weiblich"
einzuteilen und nicht, wie es politisch korrekt gewesen wäre, als soziales
Konstrukt. Auch die Weltbank kündigte im Januar diesen Jahres an,
verhungernden Ländern nur dann finanzielle Hilfe zukommen zu lassen, wenn
diese sich an die Vorgaben des "gender mainstreaming" hielten. Unabhängig
von kulturellen Sitten, Religionen, Traditionen und nationaler Geschichte
werde den Entwicklungsländern so die feministische Ideologie aufgezwungen.
Nur wenig überspitzt formuliert, bedeutet das für die Dritte-Welt-Staaten:
Wer von der feministischen Parteilinie abweicht, stirbt. Eine weitere
Frauenrechtlerin, die gegenüber diesem totalitären, ethnozentristischen
Gebahren nur Abscheu empfinden kann, ist die Geschichtsprofessorin Constance
Hilliard, die dazu folgenden Beitrag für die Zeitschrift "USA Today"
verfasste: http://www.usatoday.com/news/comment/2002/04/12/ncguest1.htm
FRAUENMINISTERIN BEZEICHNET FRAUENGRUPPEN ALS "FEMINAZIS"
Nachdem eine E-Mail bekannt wurde, in der Ministerin Sue Edelman über das
Sterben der Frauenbewegung und das Erstarken extremistischer Fraktionen
sprach, wird der Ministerin der Rücktritt nahegelegt:
http://www.whitehorsestar.com/storyDetail.lasso?r=41779
Edelman hatte sich
in dieser Mail dagegen ausgesprochen, den Männern die Schuld an allem Unheil
dieser Erde zuzuschieben, und verwahrte sich dagegen, dass radikale
Gruppierungen sich anmaßten zu behaupten, mit der Stimme aller Frauen
zu
sprechen. Wegen dieser Meinungsäußerung erlebte sie nun starken politischen
Druck. Als Edelman versuchte, ihre bösen Worte zurückzunehmen und
sich zu
entschuldigen, wurde sie von den Feministinnen nur ausgelacht (die dem
Zeitungsbericht zufolge allerdings keine braunen Hemden, sondern schwarze
T-Shirts trugen): http://www.whitehorsestar.com/storyDetail.lasso?r=41813
DIE EFFEKTIVSTE LÜGE DER FRAUENBEWEGUNG
Ein historisches Dokument stellt eine Website unter
http://scriptorium.lib.duke.edu/wlm/aims
dar: Es handelt sich dabei um einen
1970 in der "Washington Post" veröffentlichten Artikel der heute
noch
international führenden Feministin Gloria Steinem mit dem gerne geglaubten
Versprechen "Die Frauenbefreiung wird auch die Männer befreien".
Tatsächlich
bedeutete die Frauenbewegung für Männer vor allem eine häufige
Trennung von
Vater und Kind, das ständige Damoklesschwert falscher Anschuldigungen
häuslicher und sexueller Gewalt bei gleichzeitigem Zurückdrängen
aller
Berichte über männliche Opfer, eine öffentliche Diskriminierung
von Männern
als entweder Trottel/Versager oder Unholde, eine groteske Pseudowissenschaft
unter anderem über die naturgegeben überlegene Frau sowie zahlreiche
Denk-
und Sprechverbote. Ehemalige feministische Gallionsfiguren wie Julia
Kristeva und Doris Lessing haben diese Ideologie inzwischen als sexistisch
und totalitär bezeichnet. Dreißig Jahre später kann Mann Steinems
Artikel
nur noch mit großem Zynismus lesen.
IST RADIKALFEMINISMUS EINE PSYCHISCHE STÖRUNG?
Eine Hypothese über Ursachen, Auswirkungen und Heilungsansätze erläutert
Dale O´Leary unter
http://www.dvmen.org/dv-55.htm#marker-1327496
SCHON IM 17. JAHRHUNDERT: "FRAUEN SIND DIE BESSEREN MENSCHEN"
Bislang gingen Historiker davon aus, dass bis zu den frühen Anfängen
der
Frauenbewegung mit Mary Wollstonecraft im späten 18. Jahrhundert durchgehend
der Mann als das überlegene Geschlecht gezeichnet wurde. Diese Annahme
wird
durch den Fund eines Buches von etwa 1630 auf den Kopf gestellt, dem zufolge
"Eva exzellenter als Adam" sei. Ganz im Stile des Mumpitz, der heutzutage
die Regale in den Buchhandlungen verstopft, finden sich in diesem Buch
Kapitel, die Frauen als moralisch hochstehender, weiser und mutiger
charakterisieren:
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20020420/ap_wo_en_ge/britain_book_discovered_1
sowie
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/04/20/nfem20.xml&sSheet=/news/2002/04/20/ixhome.html
Logische Konsequenz daraus könne nur sein, dass Frauen die Herrschaft über
die Männer gegeben werde - auch wenn diese Forderung zum Schluss ironisch
gebrochen wird: "I say that shee should have the preheminency and bare
rule
over men, but I have no sooner spoken of power and authoritie but mee
thinkes I heare some man begin to interrupt mee and go about to stop my
mouth with that punishment which was layd upon the women." (Das übersetze
ich jetzt nicht - wer von euch kein Altenglisch mehr spricht, ist sowieso
viel zu jung für solche Schweinereien ...)
SELBSTMÖRDERINNEN IN CHINA
China ist das einzige Land der Erde, von dem bekannt ist, dass sich dort
mehr Frauen als Männer das Leben nehmen. Als einer der Gründe wird
das
tiefsitzende Vorurteil vermutet, dass eine Frau weniger wert als ein Mann
sei:
http://seattlepi.nwsource.com/national/apasia_story.asp?category=1104&slug=Suicidal%20Women
Was sagt das über unsere westliche Welt, in der Selbstmörder weit
überwiegend männlich sind?
INDIEN: SOZIOLOGE SUCHT DEN "NEUEN MANN"
Aus unserer beliebten Reihe über die Geschlechterdebatte in anderen Teilen
der Welt: http://www.india-today.com/iplus/1999_2/life/man.html
"ALLY McBEAL" EINGESTELLT
Die mit dem "Emmy" ausgezeichnete US-Erfolgsserie "Ally McBeal"
wird nach
fünf Jahren wegen sinkender Zuschauerquoten eingestellt. Obwohl sich die
Serie vorwiegend an ein weibliches Publikum richtete und auch in Deutschland
zu erfolgreichen Büchern wie "Generation Ally" führte, wurde
sie anfangs von
der Frauenbewegung geradezu angefeindet, nachdem ihre Heldin eine alles
andere als perfekte Frau auf der Suche nach einem Mann fürs Leben war.
(Die
Männer in der Serie waren auch alles andere als perfekt, aber über
das
männliche Geschlecht DARF man sich ja lustig machen.) Trotz solcher Proteste
gewann die Serie rasch an Beliebtheit - nicht zuletzt wegen ihrer treffenden
Karikatur des Geschlechterkampfes, die in Dialogen zum Ausdruck kam wie: "Er
wurde wegen sexueller Belästigung verklagt." – "Was
hat er gemacht?
Geatmet?" Einen Nachruf auf die Serie mit besonderer Berücksichtigung
der
feministischen Einwände findet ihr unter
http://www.nandotimes.com/entertainment/story/366682p-2960025c.html
SEXUALMORDE AN KINDERN UM 75 PROZENT ZURÜCKGEGANGEN
Leider zeichneten die Medien bei diesem Thema ein völlig verzerrtes und
irreführendes Bild, erklärt Michael Baurmann, Leiter des Fachbereichs
Kriminologie im BKA:
http://www.weser-kurier.de/politik/fs_wk_politik.html?id=308339
GEFAHR FALSCHER ANSCHULDIGUNGEN BESTEHT AUCH FÜR PRIESTER
Cathy Young findet es zwar erfreulich, dass das Schweigetabu über sexuellen
Missbrauch in der katholischen Kirche endlich gefallen sei, warnt jedoch
gleichzeitig vor einer neuen Welle falscher Anschuldigungen, wie wir sie in
den neunziger Jahren erlebten:
http://www.boston.com/dailyglobe2/112/oped/The_danger_of_false_accusations+.shtml
EUROPA SCHLIESST SICH US-PARANOIA IN SACHEN BELÄSTIGUNG AN
Lange Zeit wurde die Hysterie in Sachen sexueller Belästigung und die damit
verbundenen absurd hohen Schmerzensgeldzahlungen als typisch amerikanisches
Problem abgetan. Jetzt nahm das europäische Parlament ein neues Gesetz
an,
das Anspruch auf unbegrenzten Schadensersatz enthält:
http://www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=3064
Angeblich seien bis zu 50 Prozent aller Frauen schon einmal Opfer von
Belästigung geworden - mehr zu dieser kuriosen Zahl weiter unten.
ZAHL MÄNNLICHER OPFER SEXUELLER BELÄSTIGUNG NOCH IMMER UNTERSCHÄTZT
Die BBC berichtet unter
http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1923000/1923824.stm
über den
Stand der Dinge: "Although almost one in 10 men have experienced sexual
harassment at work, only 5% of all victims make a formal complaint - and
only a tenth of those make it to a tribunal, according to a summary of
research compiled by the Equal Opportunities Commission (EOC). Not only are
men less likely to suffer sexual harassment by women, those who do may
refuse to recognise that it was abuse at all. Their employers, too, may be
less likely to take the complaint seriously. Our culture does not allow men
to come out as victims, least of all as victims of the weaker sex. The
attitude is that not only should they be able to take it, they should be
grateful. David Thomas, the author of Not Guilty: In Defence of Modern Man,
says men are expected to be tougher than women even if they feel vulnerable.
Mr Thomas says women behaving badly at work is nothing new. Over the years
he has received many letters from men working in female-dominated
professions, such as the textile industry, who have complained of such
treatment. He adds that anyone who thinks women are immune to baser impulses
is just plain wrong. And the days of many workplaces being male-dominated
are long gone. By 2010, young, able-bodied, white men are likely to find
themselves in the minority."
NEUE STUDIE: FRAUEN ALS STALKERINNEN EBENSO GEFÄHRLICH WIE MÄNNER
Wie man unter http://pn.psychiatryonline.org/cgi/content/full/37/3/22
nachlesen kann, fanden australische Wissenschaftler jetzt heraus, dass im
Bereich Stalking weibliche Täter nicht harmloser seien als männliche:
"Contrary to popular assumption, the female stalkers were no less likely
than their male counterparts to threaten their victims or to attack their
person or property. For instance, one female stalker damaged the sports car
of her victim, her former fiancé. Another painted obscene messages on
the
fence of her victim’s home. Nine of the 40 female stalkers assaulted
their victims, and the nature of the assaults did not differ much from that
of the male stalkers, except that the women did not commit any sexual
assaults. `There is no reason to presume that the impact of being stalked by
a female would be any less devastating than that of a man,´ Mullen and
his
coworkers wrote in their report."
FRAU VERSUCHTE, IHREN MANN ZU ERMORDEN: RICHTER VERURTEILT SIE ZU EINEM TAG
GEFÄNGNIS
Der Tathergang steht außer Zweifel und beginnt mit einem Anruf der Täterin
bei ihrem Mann, mit dem sie ihm eine Falle stellte: "She told him her van
had broken down, stranding her and their two daughters, and asked him to
pick up the girls. She opened fire as soon as Michael Working arrived. When
he got out of his car and ducked into the bushes, she searched him out with
her headlights and shot him again. She hit him in the head with the gun
several times before he hit her in the face and escaped. She pleaded guilty
in federal court, which had jurisdiction because the crime occurred on a
military base." Normalerweise hätte das einen Strafrahmen von bis
zu neun
Jahren bedeutet. Der mit dem Fall betraute Richter Tanner urteilte: fünf
Jahre für das Verwenden einer Schusswaffe, aber nur einen Tag für
den
Mordversuch selbst. Diese extreme Abweichung von den Richtlinien für
Bundesurteile begründete er mit der Depression und außerordentlichen
Furcht
der Frau, ihr Mann könne ihr bei einer Scheidung die Kinder wegnehmen.
Offenbar war diese Rechtsprechung selbst für ein Justizsystem, in dem Frauen
generell besser als Männer behandelt werden, jedoch etwas heftig. Ein
Berufungsgericht wies den Fall jetzt einem anderen Richter zu. Richter
Tanner sei offenbar nicht in der Lage, den Vater der Kinder als das
eigentliche Opfer anzuerkennen und die Geschlechtszugehörigkeit der Täterin
bei seinem Urteil zu ignorieren:
http://www.sacbee.com/content/news/crime/story/2236628p-2637643c.html
BETRUNKENE BARONIN SCHOSS AUF LEBENSGEFÄHRTEN: AUF BEWÄHRUNG FREI
http://www.rundschau-online.de/euskirchen/2586943.html
VATER WEGEN KINDESMISSHANDLUNG VERHAFTET: ER SCHÜTZTE SOHN NICHT GENÜGEND
VOR PRÜGELNDER STIEFMUTTER
Die Polizei nahm den Vater am Krankenbett seines lebensgefährlich verletzten
Sohnes fest: http://www.denverpost.com/Stories/0,1002,53~526668,00.html
"SCHEIDUNGSVÄTER WOLLEN LIEBE MIT GELD ERKAUFEN"
Was sich so verkürzt nach den üblichen väterfeindlichen Polemiken
anhört,
spricht das sehr reale Problem an, dass viele nicht-umgangsberechtigte Väter
versuchen, ihre erzwungene Trennung von ihren Kindern durch finanziell
aufwendige Geschenke zu kompensieren, auch wenn sie sich diese eigentlich
gar nicht leisten können und sie damit ihrem Nachwuchs letztlich auch nichts
Gutes tun. Kristen Gerencher erklärt unter
http://cbs.marketwatch.com/news/story.asp?siteid=mktw&dist=nwtpf&guid=%7B398FD8DF%2D8CE8%2D4D2C%2D9751%2DF76902F2C23C%7D
woher diese Haltung stammt (unter anderem von unserer kulturellen
Gleichsetzung des kompetenten Familienvaters mit dem finanziellen
Versorger), zu welchen negativen Folgen sie führen kann und wie man diese
Folgen sinnvoll vermeidet.
ENGLAND: AUCH NICHT-BERUFSTÄTIGE VÄTER ERHALTEN KEIN SORGERECHT -
MÄNNERDISKRIMINIERUNG VOR FAMILIENGERICHTEN WELTWEITES PROBLEM
In einem aktuellen Fall hatte ein Gericht die Berufung eines Vaters dagegen
zurückgewiesen, dass seine Frau das Sorgerecht für die Kinder erhalten
hatte, obwohl sie mit einer erfolgreichen Karriere (300.000 Pfund pro Jahr)
beschäftigt war und er dafür zu Hause blieb, um sich um den Nachwuchs
zu
kümmern. Das Gericht argumentierte, auch dieses unübliche Arrangement
könne
nicht über die "gesellschaftlichen Realitäten" hinwegtäuschen,
die für
Männer und Frauen sehr unterschiedliche Rollen vorsähen:
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/04/19/ncust19.xml&sSheet=/news/2002/04/19/ixnewstop.html
Unklar bleibt, wofür man überhaupt noch Familiengerichte braucht,
wenn eh
schon alles klar ist - eine Debatte, die auch auf der anderen Seite des
Atlantiks tobt:
http://www.canada.com/ottawa/ottawacitizen/columnists/story.asp?id=4AC83258-4A01-4FF2-AF41-4B3FC2056A41
Und in Australien weisen Männerrechtler darauf hin, dass das sexistische
Familienrecht durchschnittlich einen Mann pro Woche an den Rand des
Selbstmords treibt:
http://news.com.au/common/story_page/0,4057,4133953%255E13569,00.html
MATHIEU CARRIERE: "IN DEUTSCHLAND HERRSCHT FRAUENRECHT!"
Mit dieser und ähnlichen klaren Aussagen widersetzte sich der berühmte
Filmschauspieler am gestrigen Donnerstagabend als Talkgast in der
"Johannes-B.-Kerner-Show" sämtlichen politisch korrekten Schweigegeboten.
Carriere, der gerade mit Gerichten und Jugendamt um das Umgangsrecht mit
seiner Tochter kämpft, war zuvor schon in einem "Spiegel"-Interview
sehr
deutlich geworden:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,147932,00.html
Nachdem auch
im für Väter "barbarischen" Deutschland inzwischen europäisches
Recht gelte,
sehe er allerdings deutliche Hoffnungssignale. Carriere wies auf die
neuesten internationalen Forschungserkenntnisse hin, denen zufolge Väter
als
alleinerziehendes Elternteil den Müttern überlegen sind, und beklagte
"diese
ganze anthroposophische Esoterikscheiße, von der die Mütter schwärmen"
als
"erbärmlich". Er wünsche sich, einen Film mit dem Titel
"Nicht ohne meine
Töchter" zu drehen, und bekundete abschließend: "Frauen
sind die besseren
Menschen. Sie sind evolutionstechnisch besser ausgerüstet als wir und leben
länger. Außerdem glauben sie an ihre eigenen Lügen."
AUCH BOB GELDOF BRICHT LANZE FÜR VÄTER
Kurzmeldung in der deutschen Presse:
http://www.main-rheiner.de/wirtschaft/objekt.php3?artikel_id=678726
und
etwas länger in England:
http://news.independent.co.uk/uk/legal/story.jsp?story=287837
EUROPÄISCHE UNION PLANT VATERSCHUTZ
Die "Financial Times" berichtet, dass Bestrebungen der Europäischen
Kommission zufolge demnächst das Recht auf Vaterschaftsurlaub eingeführt
werden soll:
http://news.ft.com/ft/gx.cgi/ftc?pagename=View&c=Article&cid=FT3PWUE070D&live=true&tagid=ZZZAFZAVA0C&subheading=europe
Damit wird eine Direktive aus dem Jahr 1999 erweitert und ein weiterer
Schritt hinsichtlich der Gleichberechtigung von Männern am Arbeitsplatz
getan. (Dieser Artikel erwähnt ebenfalls die geplanten Strafverschärfungen
gegen sexuelle Belästigung, erläutert aber wenigstens, wie die Zahlen
von
bis zu 50 Prozent "belästigter" Frauen zustandekommen: Als "belästigt"
gilt
demanch jede Frau, die irgendein unerwünschtes sexuelles Angebot erhalten
hat. Wenn ich also eine Frau anbaggere, von der ich noch nicht weiß, wie
sie
reagieren wird, habe ich eine ziemlich gute Chance, als "Belästiger"
in
diese Statistik einzugehen.)
FEMINISTINNEN: BEI HEIRAT NACHNAME DES MANNES ANNEHMEN IST OKAY
In den siebziger Jahren setzte die Frauenbewegung durch, dass eine Frau bei
der Eheschließung nicht mehr automatisch den Namen ihres Gemahls annehmen
musste, als ob sie nur eine Art Anhang für ihn darstellen würde. Das
führte
manchmal zu relativ langen Doppelnamen (Leutheusser-Schnarrenberger) oder
gar Dreifach-Kopplungen, wurde aber vom Grundsatz her problemlos
hingenommen. Jetzt erklären Feministinnen zumindest in England, dass sie
das
Ablegen ihres Geburtsnamens als eine positive Sache empfinden, weil das
einen Wandel ihrer Identität signalisiere, eine Loslösung vom Elternhaus
oder einfach weil ihnen der Name ihres Mannes gefalle. Kritiker lehnten
diese auf einer extrem kleinen Befragungsgruppe erhobenen
Untersuchungsergebnisse indes als "postmodernen Firlefanz" ab und
fragten,
ob es in der Geschlechterdebatte keine wichtigeren Probleme gäbe:
http://news.independent.co.uk/uk/this_britain/story.jsp?story=284459
SCHON NÄCHSTES JAHR: TÖCHTERTAG AUCH FÜR SÖHNE
In den USA gibt es, trotz heftiger Widerstände des konservativen Teils
der
Frauenbewegung, ganz klare Bestrebungen, den "Girls Day" auch auf
Jungen
auszuweiten:
http://www.boston.com/dailynews/113/nation/Starting_in_2003_sons_will_be_:.shtml
Ähnliches wird regional auch schon in Deutschland geplant (kam im Radio,
deshalb leider kein Link). In den USA hatten sich einige Gruppen und
Einzelpersonen wegen Diskriminierung beschwert.
ERFREULICHER TREND IN AMERIKANISCHER WERBUNG
Männer, insbesondere Väter, werden in Kanada und den USA zunehmend
nicht
mehr als Witzfiguren lächerlich gemacht, sondern mit Respekt und Sympathie
dargestellt:
http://www.nationalpost.com/search/story.html?f=/stories/20020422/712792.html&qs=Susan%20Heinrich
Wenn man bedenkt, wie international viele Unternehmen und ihre
Marketingkampagnen sind, lässt das auch für Europa hoffen.
WEB:
----
"Mich regt sexistische Werbung auf! Ich geh mich beschweren!" Das
solle man
ruhig tun, empfiehlt diese ursprünglich für Frauen gedachte Seite:
http://www.frauennews.de/themen/medien/werbung/werberat.htm
Sie erklärt, wie
der Deutsche Werberat funktioniert und wie man ihn erreicht. Man kann mit
der Firma aber natürlich auch direkt in Kontakt treten, wie es hier
Manndat.de mit IKEA vorführt: http://www.manndat.de/frame.htm Und seit ihr
eh auf der Site seid, lohnt sich vielleicht ein Blick auf das verlinkte
Faltblatt.
BÜCHER:
------
Draußen wird es Frühling, aber der Büchermarkt sieht so trist
aus wie eh und
je. Alle Regale sind immer noch vom Frost des Sexismus überzogen. Auch
die
Neuveröffentlichungen ändern daran nichts. "Männer haben
keine Zukunft"
trompetet Anthony Clare im Scherz-Verlag, "Frauen sind schlauer" beräuchern
sich Leslie Whitaker und Elisabeth Austin bei Mosaik selber. Miriam
Schneider veröffentlicht derweil bei Eichborn-Mini: "Poppen, furzen,
Whisky
saufen. Der pefekte Tag eines Mannes." Alles ganz normal im Winter der
Gender-Debatte.
Aber hoppla, da scheint eine neue kleine Knospe zu blühen: "Das dämliche
Geschlecht" provoziert ein nächste Woche erscheinendes Buch der Politik-
und
Volkswirtschafts-Wissenschaftlerin Barbara Bierach mit dem Untertitel:
"Warum es keine Frauen im Management gibt": Amazon stellt unter
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/352750026X/qid=1019678797/sr=1-2/ref=sr_1_1_2/028-3219141-9973301
das Buch wie folgt vor: "Warum stehen zehn Jahre nach dem Traineeprogramm
-
das jedes ordentliche deutsche Unternehmen mittlerweile mit einem
Frauenanteil von 50 Prozent startet - die dort teuer ausgebildeten Frauen
den Unternehmen nicht mehr zur Verfügung? Warum gibt es trotz
Frauenförderprogrammen nur 3,7 Prozent weibliche Topmanagerinnen? Die
meisten Frauen glauben, die Männer sind schuld. Am Krieg, an der Kälte
im
Unternehmen, an der Abwesenheit von Frauen in allen wichtigen Funktionen des
öffentlichen Lebens. Barbara Bierach wagt den Widerspruch. Ihre These ist:
Frauen sind nicht unterprivilegiert in diesem Land, sondern Frauen verhalten
sich häufig einfach saublöd. Gegen Frau muss Mann sich nicht verschwören,
Frauen erledigen sich schneller und gründlicher selbst, als Männer
das je
könnten. Dämlich sind Frauen, weil sie sich nicht einfach die Hälfte
des
Himmels nehmen. Frauen sind weder intellektuell schwächer als Männer,
noch
körperlich unterlegen. Sanft, einfühlsam und teamorientiert lassen
sich
Frauen immer noch mit den Krümeln von den Tellern der Macht abspeisen.
Viele
Akademikerinnen erkennen mit Mitte Dreißig, dass Karriere zwar glamourös
klingt, aber tatsächlich ungeheuer viel Arbeit ist. Entnervt von dem
ständigen Ringkampf um Positionen und Budgets ziehen sie sich in eine Villa
am Stadtrand zurück und werden Mutter. Dagegen ist auch nichts einzuwenden.
Unaufrichtig wird dieses Verhalten nur dann, wenn Frauen nicht zugeben, dass
sie sich bewußt gegen Macht und Verantwortung entschieden haben und sich
hinter der Mär von der Glasdecke verschanzen, jenem unsichtbaren Deckel,
der
ihre Karriere bremst. Wer Anglistik studiert, wird nicht Vorstand, wer nicht
in der Lage ist, sein Gehalt zu verhandeln, wird immer den kürzeren ziehen,
wenn es darum geht `und wer von uns beiden paßt jetzt auf die Kinder auf?´.
Und wer erschöpft aufgibt, sollte hinterher nicht jammern, dass andere
immer
noch die Macht haben." Ein Inhaltsverzeichnis findet ihr unter
http://www.wiley-vch.de/books/tis/ger/3-527-50026-X.html
ZITAT:
-----
"Die glücklichste Ehe, die ich mir vorstellen kann, wäre die
Verbindung
zwischen einem tauben Mann und einer blinden Frau."
Samuel Coleridge, englischer Dichter (1772-1834)
MEDIAWATCH:
------
"EMMA" GEGEN MÄNNERHÄUSER
Wer die letzten Ausgaben dieses zines auch nur kursorisch gelesen hat, dem
wird aufgefallen sein, dass häusliche Gewalt gegen Männer sämtliche
Medien
durchzog: "Welt am Sonntag", die Zeitschrift "Max", SWR,
RTL, "Mona Lisa",
"Brisant", "Kontraste", überall war es Thema. Wenn
man sich also auch nur
halbwegs für die Debatte um häusliche Gewalt interessierte, dann konnte
man
an männlichen Opfern nicht länger vorbeigehen. Die "Emma"
schafft´s. In der
heute erschienen Ausgabe wird auf zehn Seiten über den angeblichen
"Tabubruch" berichtet, von häuslicher Gewalt zu sprechen, ohne
dass der
eigentliche Tabubruch männlicher Opfer auch nur erwähnt wird. Keine
Zahlen,
nicht einmal die konservativsten, keine differenzierte Auseinandersetzung:
nichts. Zehn Seiten lang sind "Mann" und "Täter" ganz
automatisch identisch,
gut und böse nach Geschlechtern aufgeteilt. Das neue Gewaltschutzgesetz
wird
ausgiebig gefeiert, die damit verbundene Missbrauchsgefahr in keiner Zeile
erwähnt. Einwände, dass Männer aus ihrer eigenen Wohnung geworfen
werden und
das Dach über dem Kopf verlieren, werden nur ironisch ausgestellt und mit
der Frage verknüpft, woher der arme Mann denn jetzt warme Socken bekommen
solle und die Bierflaschen, um ein anstrengendes Fußballmatch durchzustehen.
Wenn ein Mann im "Emma"-Weltbild kein Täter ist, dann ist er
immerhin
nichtsnutziger Parasit, der sich vorne und hinten bedienen lässt.
Männerhäuser lehnt die "Emma" demzufolge auch kategorisch
ab, denn: "Die
Täter sollten gefälligst selbst dafür verantwortlich sein, wo
sie nach der
Wegweisung unterkommen." Wie bereits gesagt: Niemand, der sich nur halbwegs
ernsthaft mit der Materie beschäftigt hat, kann Männerhäuser
guten Gewissens
als Auffangbecken für die Prügler beschreiben. Was für mich nur
eine
Schlussfolgerung zulässt: Die "Emma"-Macherinnen sind entweder
blind vor
Sexismus oder sie verkaufen ihre Leserinnen ganz gezielt für dumm. Was
die
eigenen Anhängerinnen nicht wissen sollen, das schweigt frau eben tot.
DER BOULEVARD ENTDECKT FRAUEN ALS TÄTER - UND DAS NICHT MEHR NUR BEI
HÄUSLICHER GEWALT
War es eine zufällige Häufung oder erstes Signal für einen Diskurswandel
in
der Geschlechterdebatte? Das Boulevardblatt "Bild am Sonntag" vom
14. April
2002 veröffentlichte eine höchst unübliche Zahl von Artikeln,
die auch in
den INVISIBLE MEN hätten stehen können. Seite 3: Bericht über
Alexander
Dory, der vor dem europäischen Gerichtshof die sexistische Wehrpflicht
in
Deutschland kippen wollte. (Dazu im Programmteil ein "Wochenshow"-Zitat
von
Ingolf Lück: "Frauen beim Bund? Mal ernsthaft: Es will doch wirklich
niemand
sehen, wie eine Soldatin ihren Panzer rückwärts einparkt.") Seite
5: Artikel
über Selbstmordanschläge von palästinensischen Terroristinnen.
Seite 12-13:
"Aus Eifersucht: Mann von Freundin zwei Monate eingesperrt". Seite
16:
Bericht über einen Mann, der 1523 Tage wegen Vergewaltigung unschuldig
im
Knast saß - das angebliche Opfer hatte sich die Geschichte nur ausgedacht.
Letzte Seite: Ein kurzer Artikel über eine junge Mutter, die ihr Baby in
den
Müllschlucker warf. Schon am nächsten Sonntag allerdings war alles
wie
gewohnt und das Thema komplett von der "Bild"-Fläche verschwunden.
Dafür ging es am Montag, dem 22. April, in dem ARD-Boulevardmagazin
"Brisant", das zwei Wochen zuvor schon häusliche Gewalt durch
Frauen
thematisiert hatte, um sexuellen Missbrauch durch Täterinnen. Nachdem der
Moderator einleitend noch einmal versichert hatte, dass die meisten Täter
immer noch männlich seien, erklärte er, die Zahl der Frauen sei dennoch
lange unterschätzt worden; sie betrage neuesten Studien zufolge mindestens
15 Prozent. Um welche "neuesten Studien" es sich dabei handeln sollte,
wurde
nicht benannt, allerdings war im folgenden Filmbeitrag mehrfach Michelle
Eliots Buch "Frauen als Täterinnen" aus dem Jahr 1995 zu sehen.
Die als
"Referentin für Jugendschutz" vorgestellte Gisela Braun stellte
dem
Zuschauer drei Kategorien von Täterinnen vor: Frauen, die sich als
Liebhaberinnen Jugendlicher verstehen (im Film wurde die englische Lehrerin
Amy Gehring gezeigt, die im Februar wegen sexueller Beziehungen zu ihren
Schülern in den Schlagzeilen war); Frauen, die von ihren Männern quasi
zur
Mittäterschaft gezwungen wurden (die Frau des wegen mehrfachen Sexualmordes
an Kindern angeklagten Belgiers Dutroux war zu sehen), sowie Frauen, die als
Kinder selbst missbraucht worden waren. Ausführlicher vorgestellt wurde
die
Geschichte der inzwischen 29jährigen Christina, die zuerst von ihrem Vater
vergewaltigt, dann von ihrer Mutter missbraucht wurde, für die es aber
viel
leichter war, über den Missbrauch durch ihren Vater zu sprechen. Selbst
ein
Psychotherapeut, der ihr glaubte, dass sie von ihrer Mutter missbraucht
worden war, war für sie nur schwer zu finden. Christina entwickelte derweil
eine Magersucht, weil sie dadurch hoffte, ihre Entwicklung zur erwachsenen
Frau aufhalten zu können: Frau-Sein setzte sie mit Täter-Sein gleich.
Gisela
Braun führte aus, dass die allgemeine Vorstellung, sexuelle Gewalt könne
man
nur mit einem Penis und auf dem Wege der Penetration ausüben, ebenso falsch
sei wie das idealisierende Klischee der Frau als automatisch mütterlich,
friedliebend und nicht sexuell-aggressiv.
Es ist gut möglich, dass das Thema des Missbrauchs durch Frauen schon zuvor
im deutschen Fernsehen behandelt worden war. Mir ist allerdings trotz meiner
sehr intensiven Recherche auf diesem Gebiet kein solcher Fall bekannt.
Insofern war es hochinteressant zu beobachten, auf welch vorsichtige Weise
"Brisant" mit diesem Tabubruch umging: Die angeführten "neuesten
Statistiken", die von 15 Prozent Frauen unter den Tätern sprechen,
würden
Alice Schwarzer und ihren Anhängerinnen zwar empören, sind aber beileibe
nicht die drastischsten Untersuchungsergebnisse, was den Frauenanteil
angeht. Das mehrfach im Bild gezeigte Buch Michelle Eliots ist sieben Jahre
alt (und brauchte offenbar so lange, um öffentlich wahrgenommen zu werden).
Auch Täterinnen wurden in dem Beitrag hauptsächlich als Opfer gezeichnet
-
entweder ihrer Partner oder von Missbrauch in ihrer Kindheit. Männer bzw.
Jungen tauchten als Opfer faktisch nicht auf. Der Beitrag bewegt sich so in
einem Grenzbereich: Dem Zuschauer wird immerhin zugemutet, sich damit
auseinanderzusetzen, dass es so etwas wie missbrauchende Frauen (häufiger
als bisher gedacht) gibt; er wird aber nicht damit überfordert, sein
gesamtes Weltbild zu hinterfragen, dem zufolge im Bereich sexueller Gewalt
weit überwiegend Männer Täter und Frauen Opfer sind, so wie es
bestimmte
Medienorgane im Bereich häuslicher Gewalt getan hatten. Ich bin gespannt,
mit welchen weiteren tastenden Schritten der begonnene Tabubruch fortgesetzt
werden wird.
LESERMAIL:
--------
Unser Leser Max äußert sich über seine Präsentation in
der letzten
"Kontraste"-Sendung: "Eigentlich war ich ein bißchen enttäuscht.
Im
Interview hatte ich Wesentlicheres gesagt, z.B. warum ich mich nicht
scheiden lassen will (Scheidungs,- Unterhaltsrecht, Loyalität zur schwachen
und ungeliebten Ehefrau, Ablehnung staatlicher Einmischung etc.). Ich bin
auf `Opfer´ reduziert worden, obwohl ich klargemacht hatte, daß
ich mich
nicht primär als Opfer begreife, sondern als Mitglied einer Familie, deren
Wert an sich nichts mehr gilt, die dadurch als Ganzes zur Beute
totalitärfeministischer Vorstellungen vom Neuen Menschen geworden ist und
mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, von denen die häusliche Gewalt
nur eine
ist. Ich hatte auf den größeren Zusammenhang verwiesen und das ist
vollkommen untergegangen. Na ja, jedenfalls habe ich mein Gesicht einem
traurigen Sachverhalt geliehen, der trotz seiner Allgegenwärtigkeit nicht
genügend wahrgenommen wird und das ist ja auch schon was. Ich fühle
mich
nicht mehr so nutzlos-hilflos-ineffizient. Das Ehe-lend wird
erträglicher." Einer gut unterrichteten Quelle zufolge ist jede Form
von
Feminismuskritik bei der sich sehr an der Berliner "taz" orientierenden
"Kontraste"-Chefredakteurin definitiv unerwünscht - möglicherweise
auch
einer der Gründe, warum meine eigene Arbeit zu diesem Thema in der Sendung
nicht erwähnt werden konnte. Von Professor Bock liegt mir zu dem
"Kontraste"-Beitrag und seinen Hintergründen nur eine inoffizielle
Stellungnahme vor. Abgesehen von diesem typisch deutschen Kritikverbot an
der herrschenden Ideologie war die "Kontraste"-Sendung aber dennoch
ein
Meilenstein in der Berichterstattung über unser Thema. Das Protokoll zum
Chat nach der Sendung ist übrigens unter
http://www.kontraste.de/chatprotokoll.html
nachzulesen.
Ein neuer Leser unseres zines, Sebastian, teilt mir folgendes aus seiner
beruflichen Erfahrung mit: "Als Betriebsrat entgeht einem auch nicht ganz,
warum der Großteil der Betriebsräte Männer sind. 70% der Belegschaft
und 30%
der Kandidaten sind weiblich. Mit 70 % weiblicher Belegschaft gilt für
unseren Betrieb seit diesem Jahr auch ein besonderer Minderheitenschutz für
uns Männer. Nach der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetz müssen
die
Männer mindestens im Verhältnis der Belegschaft, im Betriebsrat vertreten
sein. Es können aber auch mehr sein. Eine Regelung die mich `bevorteilt´
aber die Demokratie einer Wahl stellenweise ad absurdum führen kann. Ein
Mann mit einer Stimme könnte so den Posten einer Frau mit 20 Stimmen
erhalten. Als Betriebsrat ist es mir ebenso vergönnt Einblick in sämtliche
Gehälter des Betriebes zu haben. Das Ergebnis ist klar: Praktisch kein
Unterschied im Durchschnittsgehalt zwischen Mann und Frau. Eine
grundsätzliche Ungleichbehandlung auf Grund des Geschlechts ist an sich
nicht feststellbar. Einen kleinen politischen Hinweis hätte ich auch noch.
Entdeckt auf der Webseite der CSU. Ja, der erzkonservativen Partei, genau
die meine ich. Da war tatsächlich eine deutliche Kritik am
Gewaltschutzgesetz und der falschen Auffassung der Realität zu lesen: `In
Österreich sind 10% der Opfer, die rechtliche Schutzregelungen in Anspruch
nehmen, Männer. Hier muß die Bundesregierung ihren Blick weiten,
da sie
bislang alle Maßnahmen völlig einseitig nur auf Männer als Täter
richtet.´
Hier noch mal der Link:
http://www.csu.de/DieThemen/Frauenpolitik/subpage463556.htm"
Soviel zu dieser Ausgabe, bis in zwei Wochen
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 36
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur sechsunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN!
Als ich die letzte Ausgabe dieses zines abgeschickt habe, hatte sich der
Amoklauf in Erfurt bereits zugetragen, aber ich hatte noch nichts davon
mitbekommen. Andernfalls wären meine Bemerkungen über die denkbaren
Ursachen
der höheren Kriminalitätsrate unter Männern kaum so theoretisch-verhalten
gewesen. Wir wissen, dass Jungen von ihren Müttern weit härter körperlich
bestraft werden als Mädchen. Wir haben gute Belege, dass sie in einem
jungenfeindlichen Schulsystem aufwachsen. Uns ist bekannt, dass Männer
deutlich weniger Gelegenheit als Mädchen haben, depressive Gefühle
zu
zeigen, wenn sie keine soziale Ablehnung ernten wollen, und wir wissen, dass
Männer in unserer Gesellschaft unter einem weit größeren Erfolgsdruck
stehen. Die allermeisten Männer bewältigen diesen größeren
seelischen Druck
von Kindesbeinen an sehr gut. Jetzt begeht einer von ihnen einen Amoklauf.
Die Leichen der Opfer sind noch nicht bestattet, da sitzt Anita Heiliger
bereits in der nächsten Talkshow ("Talk in Berlin", ntv, Erich
Böhme) und
wirft unter zustimmendem Brummeln der anderen Gäste mit Sätzen wie
"Der Mann
ist die Waffe!" um sich. Sie meinte damit nicht den Geschichtslehrer Rainer
Heise, der Robert unbewaffnet entgegentrat und ihn mutig in einem der
Schulräume einschloss. Sowas verdient von feministischer Seite keine
Würdigung. Laut "Spiegel" ist Lehrer Heise inzwischen sogar der
meitgehasste
Mann Erfurts, wird angefeindet, erhält Morddrohungen und seine Direktorin
rügte ihn, er hätte "ein etwas leiserer Held" sein sollen.
Ja, so leicht
verzeiht es unsere Gesellschaft einem Kerl nicht, wenn er sich statt der
Rolle des Monsters die des Retters anmaßt. Jede Wette, dass man mit einer
Frau in derselben Situation anders umgesprungen wäre. Am 9. Mai stieg der
niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer (SPD) auf das von
Heiliger gesattelte Pferd und verkündete, junge Männer im Alter von
18 bis
21 Jahren seien "die gefährlichste Gruppe", die es in Deutschland
gebe. Wow.
Das wird aber eine breite Rasterfahndung. Am einfachsten wäre es vermutlich,
erst mal alle Zivis in U-Haft zu nehmen. Auch Internet-User greifen diese
verschrobene Ideologie dankbar auf, so etwa im Diskussionsforum der SPD:
"Und auserdem müsen wir mal dadrüber nachdenken, warum es ständig
Männer
sind, wo Leute umbringen. Zum Beispiel die gansen Amockläufe machen immer
Männer." Ähnlich brillant geht es in einem Frauenforum des Webs
zu:
"Diejenigen, die von der Norm und unseren gemeinsamen Werten ABWEICHEN,
müssen als das angesehen werden, was sie sind: EIN SOZIALES PROBLEM!"
heißt
es dort. "Und dieses soziale Problem ist halt nun einmal: DER MANN."
Woraufhin das Leugnen von Gewalt als reiner Männerangelegenheit mit dem
Leugnen des Holocaustes auf eine Stufe gestellt wird: "Ihr seht da das
Böse
am Werk, das neue Taten geistig vorbereitet." Nach dieser Logik ist jeder,
für den Männer keine Untermenschen sind, eigentlich schon ein Nazi
und jeder
Widerspruch ist unmoralisch. Ein solches Niveau erreicht die
Auseinandersetzung heutzutage fast nur noch im Feminismus. Alle anderen
politischen Fraktionen waren sich einig, aus dem Schrecken in Erfurt kein
politisches Kapital schlagen zu wollen. Lediglich eine neue Gelegenheit, mal
wieder zum Geschlechterhass aufzurufen, die lässt frau gerne ungenutzt.
Nun habe ich nicht die Absicht, mich hier auf diese Idiotendebatte, ob
Männer jetzt "böse" sind oder nicht, weiter einzulassen.
Ein so
schreckliches Ereignis wie der Amoklauf in Erfurt verdient meines Erachtens
eine reifere und angemessenere Herangehensweise. Deshalb habe ich schon kurz
nach der Tat die Autorin Dr. Karin Jäckel gebeten, darüber einen Gastbeitrag
für mein zine zu schreiben. Bekanntlich hat Frau Jäckel ja nicht allein
zur
Geschlechterdebatte verschiedene Werke verfasst, sondern auch zu den
Problemen von Kindern und Heranwachsenden, darunter "Furcht vor dem Leben.
Wenn Jugendliche den Tod als einzigen Ausweg sehen". Erfreulicherweise
war
sie gern und schnell bereit, mir ihre Einschätzung zur Verfügung zu
stellen.
Ihren unmittelbar nach der Tat erstellten Beitrag findet ihr in der Rubrik
ZUR DOKUMENTATION. Noch einmal ganz herzlichen Dank dafür!
Ansonsten gibt es zu vermelden, dass weiterhin immer mehr Männer Front
gegen
die Diffamierung ihres Geschlechts machen. So brachte in den letzten Tagen
ein Jurist aus Süddeutschland eine Strafanzeige gegen jenen Verlag ins
Laufen, der vor wenigen Jahren Valerie Solanas Manifest zur Vernichtung der
Männer neu aufgelegt hatte. Solanas vertritt bekanntlich die These vom
Mann
als "Misthaufen", als "seelischer Katastrophe" und "biologischem
Krüppel",
der am besten vergast werden sollte. Der zuständige Statsminister der
Justiz, so berichtet mir mein Kontaktmann in einem Mail, habe sich anfangs
offenbar ein wenig zieren wollen, die Sache dann aber doch an den
Generalstaatsanwalt weitergeleitet. Nicht weniger rührig sind Männerrechtler
in Frankfurt. Sie verteilten anlässlich einer Demonstration zum 1. Mai
Flugblätter mit der Überschrift "30 Jahre Radikalfeminismus -
Zeit des
Erwachens". Ihrer Einschätzung nach war die Aktion ein voller Erfolg;
die
Reaktionen rangierten zwischen interessiert, erfreut und dankbar. Nur in
Einzelfällen sollen Frauen wütend geworden sein.
Deutlich dramatischer stellt sich die Situation allerdings bei der
Bekämpfung häuslicher Gewalt gegen Männer dar. Hier haben die
wenigen
bestenfalls halb-professionellen Beratungsstellen momentan mit einem Ansturm
an Opfern zu tun, dem sie nicht gewachsen sind. So berichtet Rainer Bibbert
vom Väteraufbruch für Kinder in Mainz, dass ihm männliche Opfer
von
häuslicher Gewalt quasi die Bude einrennen (mindestens ein Fall pro Woche)
und er nicht weiß, an welche Stellen er sie weiterverweisen soll. Es gibt
ja
auch so gut wie keine. Die Betreiber des ersten deutschen "Männerhauses"
in
Oldenburg vermelden derweil vier Wochen nach dessen Gründung, dass ihr
Verein nur die Hälfte der in Not geratenen Männer mit Wohnraum versorgen
könne: "Die anderen werden wie bisher sich selber überlassen
bleiben. Dieser
Zustand ist in dieser Situation sicherlich kein Ausdruck von aktiver
Selbstverantwortung, sondern eine akute Notlage, ein Entzug des
Menschenrechtes auf einen eigenen Platz."
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze
Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit
einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-Foren
oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299,
www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com.
Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der
Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen
Dank!
NEWS UND MEINUNG:
-----
MEDICAL TRIBUNE: "SEXUELLER MISSBRAUCH IST ANSICHTSSACHE"
Mit dieser etwas gewagt klingenden, inhaltlich aber durchaus treffenden
Überschrift bezieht sich das Fachblatt für Mediziner unter
http://www.medical-tribune.de/GMS/bericht/Liebe
auf die Erkenntnisse einer
neuen Untersuchung des Ludwigsburger Sexualforschers Dr. Arnold Hinz. Er
hatte seine Probanden Szenen im Grenzbereich zum sexuellen Missbrauch von
Kindern bzw. Abhängigen beurteilen lassen. Von jeder Handlung gab es zwei
Versionen: einmal mit einem Mann, einmal mit einer Frau als ausführender
Person. Das Ergebnis überrascht nicht: War ein Mann in der aktiven Rolle,
wurde sein Tun deutlich häufiger als Missbrauch kategorisiert - manchmal
doppelt, manchmal viermal so oft. Hinz: Von einer Frau werde einfach nicht
erwartet, dass sie sich am Körper eines Kindes befriedigt - entsprechende
Berichte schockieren sogar Therapeuten immer wieder. Absurderweise
rechtfertigt Hinz abschließend die Schieflage in der Wahrnehmung damit,
dass
"unbestritten" die meisten Sexualstraftaten von Männern begangen
würden und
deshalb ein "kritischerer Blick" angebracht sei. Nun ist der behauptete
Sachverhalt erstens keineswegs "unbestritten" und zweitens weisen
Hinz
eigene Untersuchungen sehr genau darauf hin, warum männliche Täter
in
Befragungen weit häufiger als weibliche Täter erfasst werden. Da beißt
sich
die Katze in den Schwanz. Eine Problematisierung unseres vermeintlich
sicheren Kenntnisstandes wäre an dieser Stelle wünschenswert gewesen.
KARRIEREN MACHEN FRAUEN UNGLÜCKLICH - UND HAUSMÄNNER STERBEN FRÜHER
Zwei große Legenden unseres Zeitalters sterben gleichzeitig. Professor
James
Tooley fand auf der Grundlage von 100.000 Befragten heraus, dass viele
beruflich erfolgreiche Frauen mit ihrem Leben in Wahrheit unglücklich sind
und die feministische Ideologie eine ganze Generation von Frauen in einen
Bereich gequatscht habe, in dem sie sich eigentlich nicht aufhalten möchten:
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/04/25/whome125.xml&sSheet=/news/2002/04/25/ixnewstop.htmlFast
gleichzeitig ergibt eine aktuelle Studie, dass Männer, deren soziale Rolle
von den traditionellen Normen abweicht, häufiger an Herzkrankheiten leiden
und nicht so lange leben. Auch kam sie zu dem Schluss, dass Frauen mit
anspruchsvollen Berufen in führenden Positionen dreimal häufiger
Herzerkrankungen als Kolleginnen mit wenig Autorität entwickelten:
http://de.news.yahoo.com/020429/180/2qtd4.html
SELBSTMORDATTENTÄTERINNEN NÄCHSTER SCHRITT IM FEMINISMUS?
Diese Frage stellt Kamila Shamsie für den britischen "Guardian"
unter
http://www.guardian.co.uk/gender/story/0,11812,690556,00.html
und
beantwortet sie mit Nein. Selbstmordterroristinnen bestärkten nämlich
nur
die alten patriarchalen Strukturen, bei denen Männer im Zentrum säßen
und
Frauen die Drecksarbeit machen ließen. Hm. Und was sagt Shamsie zu den
westlichen Demokratien, in denen die weibliche Mehrheit die Männer als
Soldaten die Drecksarbeit machen lässt? Nichtsdestoweniger ist es
interessant zu lesen, dass Selbstmord-Attentäterinnen lediglich in den
palästinensischen Reihen ein neues Phänomen sind, aber etwa unter
den
Tamilen mehr Frauen als Männer solche Terrorakte begingen.
UGANDA: GEPRÜGELTE EHEMÄNNER SOLLEN SICH OUTEN
Wie in fast jeder Ausgabe gibt es auch diesmal einen Ausflug zur Situation
der Männerrechte in etwas exotischeren Ländern. Die ugandische
Vize-Präsidentin Dr. Speciosa Kazibwe ermutigte Männer, die von ihren
Ehefrauen geprügelt wurden, damit nach außen zu treten, statt weiter
schweigend zu leiden. Die angestrebte gesunde und friedliche Gemeinschaft
beginne im eigenen Heim: http://allafrica.com/stories/200205020326.html -
Mal im Ernst, kann sich jemand sowas von Ministerin Bergmann vorstellen?
Vielleicht sollte man in Uganda mal nach ein paar Entwicklungshelfern in der
Geschlechterdebatte anfragen ...
MITGLIED DES US-SENATS TÄTER BEI HÄUSLICHER GEWALT
Glenn Sacks berichtet in seiner neuesten Kolumne unter
http://www.mensnewsdaily.com/stories/sacks050702.htm
über ein Mitglied des
US-amerikanischen Senats, das zwar ohnehin zu den politisch umstrittensten
Führungspersonen des Landes gehört, bisher aber jeder Kritik an seinen
Gewalttaten in der Partnerschaft entgehen konnte. Das könnte auch daran
liegen, dass sein Opfer in einer Weise reagierte, wie sie leider allzu
typisch ist: sich selbst die Schuld geben, den Vorfall vertuschen, keine
Anzeige erstatten. Sacks empfindet es als besonders problematisch, dass das
fragliche Senatsmitglied öffentlich als Vorkämpfer gegen häusliche
Gewalt
auftritt, für die von ihm begangenen Körperverletzungen aber im
Freundeskreis nur Unterstützung fand, während sein Opfer für
diese Vorfälle
in den Medien lediglich verhöhnt wurde. Der Name des mehrfach tätlich
gewordenen Senatsmitglieds lautet übrigens Hillary Clinton.
MASSEN-GENTEST ZIELT JETZT AUF FRAUEN
Einer der vielen Gründe, weshalb auch Frauen gegen Männerdiskriminierung
ankämpfen sollten, ist, dass unsere Gesellschaft manchmal an Männern
erst
ausprobiert, was man alles machen kann, um dies dann auf Frauen auszuweiten.
Die abenteuerlichsten Phantasien der Missbrauchshysterie beispielsweise
waren zuerst nur gegen Männer gerichtet, aber nach einiger Zeit unterstellte
man Frauen ähnlich groteske Verbrechen. (Näheres in "Sind Frauen
bessere
Menschen?") Bei Massen-Gentests wiegten sich viele Frauen vermutlich in
Sicherheit, da die Behörden diese geschickterweise bei Sexualstraftaten
einführten. Im niederbayrischen Kelheim jedoch wurden Ende April 1300 junge
Frauen zum Massen-Gentest gebeten, weil die Polizei so die Mutter eines
Mädchens finden möchte, das diese in zwei Plastiktüten verschnürt
in den
Main-Donau-Kanal geworfen hatte. Die Abgabe der Speichelprobe sei
selbstverständlich freiwillig, "Aber wer nicht kommt, macht sich verdächtig"
wird ein Polizeisprecher von meiner Regionalzeitung zitiert. Mehr zu dieser
Aktion findet ihr unter
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=2&item=187680
UNSCHULDIG VERURTEILTER KOMMT NACH 22 JAHREN IMMER NOCH NICHT FREI
Er war der Vergewaltigung bezichtigt worden; jetzt erweist eine DNS-Analyse
sein Unschuld:
http://www.rp-online.de/news/journal/2002-0503/usa_22_jahre_haft.html
Aufgrund einer älteren Verurteilung wegen Waffenbesitzes bleibt er vorerst
dennoch weiter in Haft.
UNSCHULDIG VERURTEILTER MUSS UNTERHALT NACHBEZAHLEN
Clarence Bradley saß wegen des Mordes an einem sechzehnjährigen Mädchen
neun
Jahre lang unschuldig in der Todeszelle. Es gibt starke Belege dafür, dass
dies einem aktiven Verschulden der staatlichen Behörden zu verdanken war.
Jetzt kommt Bradley frei, muss aber erstmal 25.640 Dollar Kindesunterhalt
nachbezahlen: http://www.chron.com/cs/CDA/printstory.hts/topstory2/1385849
MÄNNERFEINDLICHE JUSTIZ AUCH IN DEUTSCHLAND BEKLAGT
Sabine Rückert berichtet für "Die Zeit" unter
http://www.zeit.de/2002/19/Politik/200219_irrtum.html
über eine junge Frau,
die Vater und Onkel der Vergewaltigung beschuldigte, und beanstandet, dass
sich Richter bei ihrem Urteil offenbar über wesentliche Fakten
hinwegsetzten. Der niedersächsische Justizminister Pfeiffer veranlasste
nach
diesem Artikel umgehend die Prüfung einer Wiederaufnahme von Amts wegen:
http://www.niedersachsen.de/Presseservice/scripts/aktinforead.php3?ID=13164
KANZLER SCHRÖDER WEGEN BEIHILFE ZUR KINDESENTFÜHRUNG ANGEZEIGT
http://www.our-children.org/Online_documents/germany/events/events_list.htm
USA: "JÄHRLICH 50.000 MEHR MÄNNER ALS FRAUEN VERGEWALTIGT"
- MEDIEN
SCHWEIGEN
Die einigen von euch schon bekannten Hintergründe erklärt Human Rights
Watch
unter http://www.amren.com/hardtime.htm
Dass die Medien über dieses Thema
größeres Stillschweigen bewahren, als vor kurzem noch die katholische
Kirche
über den Missbrauch durch Priester beklagt die Organisation "Accuracy
in
Media" unter http://www.aim.org/publications/media_monitor/2002/05/01.html
"SEXISMUS IN DEN MEDIEN AUCH SCHULD DER MÄNNER"
"Burping, farting, ignorant, and virtually useless -- that's how the average
man is depicted nowadays. Why? Well, that's easy -- because they won't raise
Cain about it. Advertisers put their money on the men because they're pretty
sure that a lawsuit won't follow; we just don't get offended. More and more
it seems that women are being depicted as the intelligent, all-knowing
beings, minorities are being portrayed like the wise and stylish ones, and
guys are, well, the morons of the operation. Why is it acceptable that guys
are portrayed as though they can't fend for themselves and need a woman to
point out how useless they are? Everywhere I turn, men are being belittled
and no one is saying a word about it. Maybe we should start protesting every
time a woman in a movie says that `all men are pigs,´ or that `men always
think with the wrong head ...´ Those things aren't true about all guys,
but
instead of tripping out, we just shrug our shoulders and move on. Anyone can
make fun of us because there's a certain safety in doing so." Lest den
kompletten Artikel unter
http://www.askmen.com/fashion/austin_60/65_fashion_style.html
GRÜNE PARTEI WIRBT MIT MÄNNERFEINDLICHKEIT
Mit Sachsen-Anhalt hatten die Grünen die 19. Wahl in Folge "verloren",
also
weniger Stimmen gewinnen können als bei der Vergleichswahl zuvor. Wie
maennerrat.de in seinem aktuellen Newsletter berichtete, stellt die
"Zeitschrift für bündnisgrüne Politik", 4-5/2002 nun
ein grünes
Wahlplakatmotiv zur Bundestagswahl 2002 vor. Darauf ist eine Frau
abgebildet, die mit ihren Füßen auf dem Bauch eines Mannes hockt,
was
kommentiert wird durch die Überschrift "Grün wirkt. Die Hälfte
der Macht für
die Männer" Immerhin schön, in dem Bild zu sehen, wie sich die
Grünen eine
"gerechte" Machtverteilung vorstellen. Der Berliner Männerrat
empfindet das
Appellieren an männerfeindliche Gefühle, um dadurch WählerInnenstimmen
abzumelken, indes als problematisch.
In der Werbebroschüre "Hätten Sie´s gewusst? Bilanz grüner
Regierungsarbeit
1998-2002", die letzten Samstag in meinem Briefkasten landete, wird auch
das
sogenannte Gewaltschutzgesetz vorgestellt. "Ziel: Schutz von misshandelten
Ehefrauen, Lebenspartnerinnen und Kindern. Inhalt: Nicht der dunkle
U-Bahn-Schacht oder ein unbeleuchteter Park, sondern die eigenen vier Wände
sind für Frauen der gefährlichste Ort. Wir haben deshalb ein
Gewaltschutzgesetz geschaffen, das häusliche Gewalt konsequent angeht.
(...)
Auf eine kurze Formel gebracht: Der Täter geht, das Opfer bleibt. Das gilt
natürlich genauso für die seltenen Fälle, in denen die Gewalt
von einer
Täterin ausgeht. (...) Das zuständige Familiengericht kann den Opfern
von
häuslicher Gewalt unbürokratisch ihre Wohnung zuweisen und zugleich
mit
Schutzanordnungen den gewalttätigen Mann von ihnen fernhalten." Die
Grünen
sind per Mail unter info@gruene-fraktion.de
zu erreichen. Einige
Männerrechtler haben bereits protestiert; weitere Unterstützung wäre
erfreulich. Rechnet aber nicht mit einer Antwort.
NEUE TOPLEVEL-DOMAIN .FRAU GEPLANT
Das Internet gehörte bislang zu den wenigen Medien, die sich dem
gesamtgesellschaftlichen Sexismus entzogen. Jetzt wird nach Toplevel-Domains
mit Endungen wie .de, .org oder .com eine neue Domäne mit der Endung .frau
geplant, unter der sich Männer nicht registrieren dürfen:
http://www.heise.de/newsticker/data/ad-24.04.02-000/
Da kann Frau dann
wenigstens in Ruhe pseudowissenschaftlichen Unsinn über die Gewalttätigkeit
des Männergeschlechts verzapfen, ohne dass ihr jemand widerspricht. Bislang
musste sie dazu umständlich ein geschlossenes "Diskussions"-Forum
begründen.
STARTWEBSITE "MÄNNER" VOR ANONYMEN ATTACKEN GERETTET
Am Sonntag, dem 28. April, verschwand kurzfristig Monika Faßbenders
Linksammlung für Männeranliegen - http://maenner.startwebseite.net - aus dem
Internet. An ihre Stelle hatte der Startwebsite-Anbieter die Information
gesetzt, dass er diese Site aufgrund "sexistischer und rassistischer"
Inhalte entfernt habe. Monika Faßbender erhielt von ihm zunächst
keine
verwertbare Information bezüglich dieser Entscheidung. Noch am selben Tag
mailten mehrere Männerrechtler den Betreiber von Startwebsite mit höflichen
Anfragen an - darunter auch ich selbst, nachdem ich diese Linksammlung zu
einem großen Teil mit erstellt habe. Nach nur wenigen Stunden war die
Site
wieder online und der Betreiber von Startwebsite.de entschuldigte sich in
aller Form: Er habe nach massenweise vorgebrachter Kritik übereilt reagiert,
sich jetzt erst mehrere Stunden lang die verlinkten Seiten angesehen und
könne darin nichts Sexistisches oder Rassistisches entdecken. Stattdessen
erschrecke es ihn, wie groß der Anteil weiblicher Gewalttäter doch
sei, ohne
dass der Öffentlichkeit darüber viel bekannt sei. Es kristallisierte
sich
heraus, dass die Beschwerden über anonyme Mailaccounts erfolgt waren und
dahinter offenbar eine ominöse Gruppierung namens ORG_NET steckte, die
schon
mehrfach mit zum Teil strafbaren Aktionen Männerrechtler(innen) angegriffen
und ihre Aufklärungsarbeit torpediert hatte.
USA: SINGLE-FRAUEN VERDIENEN MEHR ALS SINGLE-MÄNNER
Wir hatten schon darüber berichtet, aber hier gibt es noch einige
Zusatz-Infos: http://www.womenof.com/News/cn4802.asp
BORDELL MUSS SCHLIESSEN - SEELEUTE ERSCHÖPFEN PROSTITUIERTE
Gut, 580 Buchungen in drei Tagen sind vielleicht auch etwas viel:
http://www.ananova.com/yournews/story/sm_580446.html
TERMINE:
-------
PROFESSOR BOCK HÄLT VORTRAG ÜBER HÄUSLICHE GEWALT IN WIESBADEN
Der Kriminologe Prof. Dr. Dr. Michael Bock spricht und diskutiert am
Donnerstag, 23. Mai 2002, 19.30 Uhr, im Gemeindehaus der Wiesbadener
Maria-Hilf Kirche (Alfons-Jung-Saal), Ecke Platter Straße und Kellerstraße,
zum neuen Gesetz gegen häusliche Gewalt. Professor Bock ist Dekan an der
Universität Mainz und Gutachter der Bundesregierung. Laien wurde er durch
Fernsehsendungen wie dem Wissenschaftsmagazin "Sonde" und den
Polit-Magazinen "Kontraste" und "stern tv" als Experte für
häusliche Gewalt
bekannt. Der Titel seines Vortrages lautet "Geschlechterdifferenzen bei
häuslicher Gewalt". Veranstalter ist der Väteraufbruch für
Kinder,
Wiesbaden. Wenn es mir irgend möglich ist, werde ich auch unter den Gästen
sein; ob ich auch bei der Moderation assistieren werde, ist noch nicht
abschließend geklärt.
DEMO DER ENTSORGTEN VÄTER IN BERLIN
Am 8. Juni findet in Berlin eine Demonstration der entsorgten Väter, Mütter
und Großeltern statt. Diese Veranstaltung soll den Auftakt zu einer erneuten
Hungerstreikaktion ausländischer Elternteile darstellen, wie sie bereits
im
vergangenen Jahr einige Beachtung gefunden hat. Den Organisatoren zufolge
gingen einige publizistische Erfolge der Väterrechtler in den letzten zehn
Monaten genau von dieser Aktion aus, die Interesse geweckt und den Anliegen
der Betroffenen viel Aufmerksamkeit verschafft hat.
WEB:
----
DOKUMENTATION ZU HÄUSLICHER GEWALT IM INTERNET
Das Informationszentrum Sozialwissenschaften (Bonn) hat anlässlich des
Gewaltschutz-Gesetzes eine Dokumentation zum Stand der
sozialwissenschaftlichen Forschung zum Thema "häusliche Gewalt"
vorgelegt
(Gewalt in der Familie. Häusliche Gewalt gegen Partner und Kinder, 108
Seiten, IZ Sozialwissenschaften: Bonn, Dezember 2001). Die vollständige
Dokumentation ist kostenlos im Internet zugänglich:
http://www.gesis.org/Information/Themen/Fokus/index.htm
Während diese
Sammlung im Kern noch durch das sexistische Vorurteil von Täter Mann und
Opfer Frau geprägt zu sein scheint, das bisher den Mainstream der
Untersuchungen quasi automatisch bestimmte, ist es doch erfreulich, dass
beispielsweise in der Linkliste dieser Site auch die neueren kritischen
Stimmen zum Gewaltschutzgesetz (pappa.com, Joachim Müller, Arne Hoffmann,
vafk.de) aufgeführt sind.
LESERMAIL:
----
Einer der mindestens fünf Thomasse unter den Lesern dieses zines berichtet
uns von folgendem:
--- 3sat hat in der Reihe 37° eine Sendung über Mütter gebracht,
die ihre
Familien verlassen haben. Und mann glaubt es kaum, sie sind auch in der
Rolle der VERLASSENDEN wieder mal die Opfer. Nicht etwa die verlassenen
Väter und Kinder werden hier bemitleidet, sondern die sich selbstständig
machende Frau. Keine Story über den harten Alltag eines Alleinerziehenden,
der 'Karriere und Familie' unter einen Hut bringen muss, sondern im
Mittelpunkt steht die arme Frau, die sich ihre Entscheidung ja so schwer
gemacht hat, deren Hauptbeweggrund zum Verlassen der Familie aber
letztendlich das Kindeswohl war. Und von der Gesellschaft werden diese
Frauen dann auch noch als Rabenmütter beschimpft! Es war erklärtes
Ziel der
Redaktion eine Lanze für diese Armen zu brechen. Da sind Beiträge
über
Männer, die ihre Familien verlassen, aus einem anderen Holz geschnitzt.
Unterhalt? Anscheinend Männersache!
Im Forum geht es teilweise hart zur Sache. Es haben sich weitere Frauen
gemeldet, die ebenfalls abgehauen sind.
Frage von einer Frau: "Und musst du auch Unterhalt zahlen?" Antwort:"Nein.Er
ist Voll-Verdiener und das wurde gegengerechnet."
Eine andere kann leider auch keinen Unterhalt für ihre Kinder, geschweige
für ihren Mann, zahlen. Sie bekommt ganz einfach zu wenig BAFöG! Richtig,
raus aus der Familie, rein ins Studium. Ich glaube ich muss mal mit meinem
Jugendamt reden. Schließlich habe ich Abi und ein Studium hat mich immer
interessiert. Ich werde mal bei denen vorbeischauen, mitteilen dass ich ab
sofort keinen Unterhalt mehr zahle und gleich fragen, wo ich BAFöG
beantragen kann. Die werden doch ganz bestimmt Verständniss für mich
aufbringen.;o)
Hier ist der Link zum Forum:
http://www.zdfclub.de/discussion.html?.POSTING.UIDPARENT=1019471359865&pl_pnp=ID%3bCONTEXT%3bAREA%3bL1_ID%3bL1_TITLE%3bL2_ID%3bL3_ID%3bL3_TITLE&AREA=l2&L1_ID=993546004470&L1_TITLE=37_Grad&CONTEXT=DISCUSSION&ID=1019471359865&TITLE=Auf+und+davon
---
Einer unserer Peter schreibt mir folgendes: "Mir ist da noch so eine Idee
gekommen, als ich letztens in den Kalender blickte: In UK und USA gibt es
offiziell einen Vatertag (16.Juni) nebst dem Muttertag. Sollte man so etwas
nicht auch in Deutschland einführen? Dieser inoffizielle "Vatertag"
zu
Christi Himmelfahrt ist ja keine offizielle und öffentlich anerkannte
Einrichtung. Das kann man schon allein daran feststellen, daß
Geschenkewerbung für Väter hier gar nicht stattfindet (anders in UK
und
USA)."
ZITATE:
-----
"Männer können nicht Thema von Geschlechterpolitik sein, ohne
auch ihr
Subjekt zu sein. Geschlechterpolitik gegen Männer mag lange notwendig
gewesen sein, ist es heute in Deutschland (!) allenfalls noch in zweiter
Linie. Frauenpolitik ohne, an Stelle von, oder für Männer, in vielen
verschiedenen Varianten versucht, ist entweder hilflos oder gouvernant, in
jedem Fall aber wirkungslos. Geschlechterpolitik muss also
geschlechtsübergreifend unter Einbeziehung von Männern angelegt sein."
aus einem Artikel der "Frankfurter Rundschau", genaue Quellenangabe
hab ich
verschlampt
"Nirgends habt ihr die Möglichkeit darüber zu streiten, wer die
besseren
Menschen sind. Mann oder Frau? Für uns ist diese Angelegenheit keine
Diskusssion wert, da Frauen im allgemeinen bessere Menschen sind. Es gibt
natürlich Ausnahmen."
aus einer aktuellen Stellungnahme der Forenleiterin Elke Bleich der
feministischen Partei "Die Frauen" (nachzulesen unter
http://www.feministischepartei.de/forum/messages/2596.html)
"Sobald man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen
sich viele von ihnen als falsch."
der Wissenschafts-Philosoph Bertrand Russell
MEDIAWATCH: FRAUENGEWALT GEGEN MÄNNER BLEIBT THEMA IN DER PRESSE
-------
Wie der aktuelle Newsletter des Berliner maennerrat.de vermeldete, hält
die
Berichterstattung über männliche Opfer von häuslicher Gewalt
an. Als besten,
aber vielleicht auch schaurigsten Artikel bewertete der Männerrat diesen
Beitrag aus der "Berliner Zeitung" vom 24. April:
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/seite_3/.html/137362.html
Am 29. April widmete sich das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil"
unter der Schlagzeile "Lamm beißt Wolf" diesem Thema. Einen
Tag später
titelte die Frankfurter Rundschau: "Erst das heiße Bügeleisen
ließ den
geschlagenen Mann Hilfe suchen. Frauengewalt wird nach Ansicht von
Fachleuten stark unterschätzt / Studie: Beide Geschlechter sind gleich
häufig Opfer". Der dazugehörige Artikel gibt den aktuellen Forschungs-
und
Diskussionsstand wieder. Zitat: "Das Ausmaß des Problems wird nach
Erkenntnissen von Wissenschaftlern immer noch massiv unterschätzt: So ergab
eine Studie des britischen Psychologen John Archer, dass Männer ebenso
oft
Opfer von familiärer Gewalt in den eigenen vier Wänden werden wie
Frauen.
Eine weitere Untersuchung unter der Leitung des renommierten Kriminologen
und heutigen niedersächsischen Justizministers Christian Pfeiffer kam zu
ähnlichen Schlüssen: Die Domäne männlicher Gewalt ist die
Öffentlichkeit,
Frauen werden lieber daheim und im Stillen handgreiflich." Solche Artikel
freuen einen aus mehreren Gründen doch sehr.
MEDIAWATCH: GESCHLECHTERDEBATTE NACH ERFURT
---------
ALICE SCHWARZER: "FRAUEN SIND NICHT DIE BESSEREN MENSCHEN!" - HEINER
GEISSLER: "FIND ICH SCHON"
So sehr Alice Schwarzer in ihren schriftlichen Texten (Bücher und "Emma")
gegen das Männergeschlecht herumholzt, so stark spricht sie bei
TV-Auftritten deutlich zurückhaltender einen gesellschaftlichen Konsens
an.
In der "NDR-Talkshow" vom Freitag, dem 3. Mai, teilt sie zunächst
einmal
ihre Beobachtung mit, dass in der bisherigen Mediendebatte über Erfurt
die
Geschlechterfrage bestenfalls angerissen wurde, obwohl es doch
ausschließlich Männer seien, "die das tun". Darauf steigt
der ebenfalls
anwesende CDU-Politiker Heiner Geißler mit der Bemerkung ein, er fordere
schon seit langem eine Feminisierung der Gesellschaft: Man solle sich einmal
vorstellen, anstatt von Massenmördern wie Milosevic oder Karacic wären
Frauen, vielleicht gar Mütter, in dieser Position gewesen. Dann wäre
es zu
solchen Verbrechen nie gekommen. (Hier verschließt Geißler natürlich
vor
sämtlichen weiblichen Diktatorinnen und Kriegsherrinnen die Augen.) Eine
Frau ginge solche Probleme nämlich ganz anders an, davon sei er zutiefst
überzeugt. Schwarzer fällt ihm ins Wort und kritisiert diese Vorstellung
als
romantisierend: Das Problem liege nicht in einer Naturgegebenheit, sondern
in der gesellschaftlichen Realität, die eine enorme Kluft entstehen lasse
zwischen den Gefühlen und (Versagens-)Ängsten eines Jungen und dem
Rollenbild, dem er gerecht werden müsse. Es gebe auch schreckliche und
grausame Mütter. Geißler bleibt bei seiner Auffassung und legt einige
Sätze
später mit dem Spruch nach: "Was haben Männer und Wolken gemeinsam?
Wenn sie
sich verziehen, kann es noch ein schöner Abend werden." Allgemeines
Gelächter, und Schwarzer kommt frohgemut zu dem Schluss: "Ich geh
dann schon
mal nach Hause, der Posten Feminismus ist heute besetzt."
Über eine Stunde später kommt die Talkrunde auf das zwischenzeitlich
längst
abgehakte Thema zurück, als die Moderatorin die E-Mail eines "jungen
Mädchens" reingereicht bekommt und vorliest: "Ich bin 28 und
finde, dass die
Einteilung in die guten, aber unterdrückten Frauen und die schlechten Männer
heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist." An Alice Schwarzer gewandt:
"Thema `25
Jahre Emma´ - wie gehen Sie damit um?" Schwarzer erwidert, das sei
ihre
Lieblingsfrage, nachdem sie von ihren Schwestern in den eigenen Reihen immer
wieder deshalb angegriffen worden sei, weil sie genau diese Postion noch nie
vertreten habe, "sondern weil ich finde: Männer sind auch Menschen".
Anders
als Heiner Geißler sei sie auch überhaupt nicht der Ansicht, dass
Frauen die
besseren Menschen seien, sie hätten nur weniger Gelegenheit gehabt, Unheil
anzurichten. (Entsprechende Stellungnahmen gab es von Alice Schwarzer
übrigens schon öfter, allerdings ohne dass ihre Texte beispielsweise
über
Männer als alleinige Täter bei häuslicher oder sexueller Gewalt
dadurch
irgendwie beeinträchtigt wurden.) Geißler indes bleibt bei seiner
Position.
Nicht weniger interessant war die am selben Abend um 23:00 Uhr im WDR
ausgestrahlte Diskussionsrunde "Außer Kontrolle - Jugend, Medien
und
Gewalt". Hier wies Sebastian Schlüsselburg von der Landesschülervertretung
und insofern Repräsentant der jüngsten Generation die Vorstellung
vom
biologisch gewaltbereiteren Jungen oder Mann zurück. Die wesentliche Rolle
spielten soziale Faktoren. Der Moderator der Runde brachte daraufhin die
"vaterlose Gesellschaft" mit ihren fehlenden männlichen Rollenvorbildern
als
eine der möglichen Ursachen ein (was am folgenden Montag in einigen Sätzen
der "Spiegel" aufgreifen sollte). Norbert Schneider von der Landesanstalt
für Rundfunk betonte, man solle sich die Gewalt unter Mädchen auf
keinen
Fall weniger grausam als die unter Jungen vorstellen. Er wisse aus eigener
Anschauung auch aus reinen Mädchenklassen, dass die Aggressivität
dort in
keiner Weise zurückhaltender sei. Dass Amokläufer bislang durchgehend
männlich seien, sei richtig, aber das sei doch eine sehr (!) kleine und
umgrenzte Gruppe, an der hier ein Geschlechtergefälle konstruiert werde.
Der darauf folgende Beitrag "Töten ist besser als Algebra" informierte
unter
anderem über die Erkenntnis der Militärforscher, dass etwa im Zweiten
Weltkrieg nur 15 bis 20 Prozent der Soldaten von der Waffe Gebrauch machten;
die meisten drückten selbst dann nicht ab, wenn sie einem Feind mit der
Waffe im Anschlag gegenüberstanden. Erst mit neuen Trainingsmethoden zum
gezielten Überwinden dieser Tötungshemmung konnte der Schusswaffengebrauch
auf etwa 95 Prozent im Vietnamkrieg gesteigert werden. Dieselben Methoden
lassen sich natürlich auch bei weiblichen Soldaten anwenden. Eine
festgelegte Neigung speziell von Männern zur Gewalt gibt es nicht.
Im Interview mit der Berliner "taz" unter
http://www.taz.de/pt/2002/04/30/a0091.nf/text
verweigert sich auch der
Politologe Peter Döge einer simplen Aufteilung in gewalttätige Männer
und
gewaltfreie Frauen: Es sei keineswegs endgültig geklärt, "inwieweit
auch
Frauen zu physischer Gewalt tendieren. So wissen wir, dass Frauen auch in
Jugendgruppen Gewalt ausüben: Bis zu einem Drittel der Mitglieder in
gewalttätigen Skinheadgruppen ist weiblich." Problematisch sei, dass
in der
bundesdeutschen Geschlechterpolitik Geschlecht und Frau weitgehend
gleichgesetzt würden und Männer nicht vorkämen. Döge: "Männer
werden in den
Medien weitgehend stereotyp als dieser Machttypus dargestellt. Vor lauter
Frauenförderung haben wir das nie beachtet. Dass die meisten Opfer der
Gewalt nicht Frauen, sondern Männer sind, wird auch nicht angesprochen.
Männer dürfen halt keine Opfer sein und keine Loser."
Am Montag, dem 6. Mai, bezog das ARD-Magazin "Report (aus Mainz)"
Stellung
gegen das forcierte Bestreben, Männlichkeit und Gewalt in eins zu setzen
und
berichtete über die steigende Zahl immer brutaler werdender Mädchenbanden
in
Deutschland - eine weitere Entwicklung, die wir aus den USA übernehmen.
Opfer und Streetworkerinnen berichteten, wie Mädchen auch vor schweren
Körperverletzungen ncht mehr zurückschrecken und sich insbesondere
auf
Schwächere, darunter häufig auch Senioren, stürzen. Täterinnen
zeigten in
unbekümmertem Stolz ihre eindrucksvollsten Kampfgriffe. Daraufhin erklärte
der Jugendforscher Böttger, warum diese Täterinnen eigentlich Opfer
seien.
Völlig außen vor blieb in dem Beitrag interessanterweise die im Zusammenhang
mit Jungengewalt ständig thematisierte Verantwortung der Medien - und das
obwohl weibliche Gewalt heute deutlich eher als "cool" und politisch
korrekt
verkauft wird als männliche. Der Beitrag schloss mit der Bemerkung, dass
die
Sozialarbeiter mit dem Problem der weiblichen Gewalt allein gelassen werden.
In einer Gesellschaft, die Gewalt auf Biegen und Brechen als männlich
charakterisieren will, ist dieser Teil der Wirklichkeit offenbar nicht
vorgesehen.
ZUR DOKUMENTATION:
-------
Die Autorin Dr. Karin Jäckel zum Amoklauf in Erfurt
--- Ein junger Mann dreht durch. Mit gezielten Schüssen nimmt er sich selbst
und 16 anderen Opfern das Leben. Eine "Amok-Handlung", die "Tat
eines
Wahnsinnigen", die "Rache eines Killers" heißt es in der
kommentierenden
Presse neben dem Porträtfoto eines Jungen, der nett, neugierig und ein
bisschen pubertär wie "der Junge von nebenan" aussieht. "Amok
– etwas,
das nur Männer machen", greift Johannes B. Kerner den Zeitgeist auf,
der
"Gewalt ist männlich" postuliert.
In Wahrheit handelt es sich um einen "erweiterten Selbstmord" und
ist unter
die schrecklichen Verzweiflungstaten all jener Menschen einzuordnen, die
glaubten, nur noch im Tod eine allerletzte Chance zur selbstbestimmten
Befreiung von einem absolut unerträglichen Dasein zu haben.
Robert, der Täter, beging Mord, mehrfachen grausamen, gnadenlos
zerstörerischen Mord. Zuletzt auch an sich selbst. Und doch war es meiner
Meinung nach nicht der kalt berechnete Mord eines Kriminellen, sondern Mord
als Akt tiefster Hoffnungslosigkeit und höchster Verzweiflung. Ein im
wahrsten Wortsinne "Verschießen des starken, jugendlichen Lebens
in einem
allerletzten Feuerwerk der Kraft". Ein brutales Inferno als Abgesang eines
Jugendlichen an das Leben, der dieses "Feuerwerk der Kraft", nach
dem er
sich so verzweifelt sehnte, im Tod zündete, weil er glaubte, dass es ihm
im
Leben nicht mehr möglich sei.
Wie unsagbar traurig! Und welche Mitschuld für Erwachsene, die Kinder und
Jugendliche zu solchen Verzweiflungstaten treiben.
Mit 19 Jahren war Robert kaum den Kinderschuhen entwachsen. Als Grundschüler
hatte er den Zusammenbruch seiner Kinderwelt, der DDR, und die Wende hin zum
Westen miterlebt, die auch in Erfurt ihre Schneise der wirtschaftlichen
Zerstörung schlug, aus der angeblich sehr schnell "blühende Landschaften"
wachsen sollten. Wenig später wurde Robert Gymnasiast. Er wollte das Abitur
machen, wollte einer der neuen Leistungsträger sein, einer, der sich nicht
immer anpassen muss, sondern einer, der den Weg nach oben schafft, einer,
der Erfolg hat, einer, auf den alle schauen.
Ein "offener Mensch" sei er gewesen, sagen Gleichaltrige. Er habe
sich mit
Freunden getroffen, sei in die Disco gegangen, habe zu Hause Videospiele
gespielt. Nie habe man ihm "so etwas" zugetraut. Er sei eher ein "ruhiger
Typ" und beliebt gewesen, aber ein bisschen angeberisch. Er habe sich
gewünscht, dass "ihn alle einmal kennen".
Dieser letzte Satz bietet einen von vielleicht mehreren Schlüsseln für
das
Rätsel der Tat.
Robert war ehrgeizig. Er liebte die Macht. Waffen als das Symbol der Macht
waren sein Hobby. Und da er ehrgeizig war, war er ein bravouröser Schütze.
Trotz seines jugendlichen Alters war er im Besitz eines Waffenscheines und
eigener Schusswaffen nebst erheblicher Mengen scharfer Munition.
Das Abitur war für Robert der Schlüssel zur beruflichen und wirtschaftlichen
Macht. Er hatte es in langen Schuljahren angestrebt. Dass dies nicht immer
ein Spaziergang ist, weiß, wer Schülerin oder Schüler war. Doch
Robert hatte
ein Ziel. Und nur mit Hilfe des Abiturs glaubte er, dieses Ziel erreichen zu
können, nämlich dass "ihn einmal alle kennen" und er ein
berühmter Mann sein
werde.
Roberts ganzes Leben war auf dieses Ziel ausgerichtet. Wie sehr, erkennt man
erst jetzt, da er mit dem Verlust des Abiturs das Leben verloren gab und
seine letzte Handlung der Macht in Mord umsetzte.
Für Robert und seine Opfer gibt es keinen neuen Morgen mehr, den ihre
Familienangehörigen unter Trauer und Schmerz bewältigen lernen müssen.
Doch
von uns als Mitmenschen, als Eltern und als Solidargemeinschaft der
Gesellschaft muss Roberts verzweifeltes Inferno ein Innehalten und
Neubesinnen erzwingen.
"Die Amokläufer werden immer jünger", sagte der Polizei-Psychologe
in Erfurt
vor laufender Kamera.
"Warum?", frage ich mich da. Und gebe mir selbst Antworten:
Für Kinder und Kindsein ist in unserem von Leistung, Konsum, Karriere,
Selbstverwirklichung und Reisen geprägtem Leben wenig Zeit und Raum. An
die
Stelle der drei großen Z für "Zärtlichkeit, Zuwendung
und Zeit", welche uns
schon der berühmte Philosoph Pestalozzi als die drei wichtigsten Garanten
des Kinderglücks auf den Lebensweg mitgab, sind käufliche
Ersatzbefriedigungen in Form der drei großen L wie "Luxus, Lust und
Labels"
gerückt.
Auch für Robert scheinen sie mitten in der Zehn der Zielscheibe seines
Lebens gestanden zu haben. Nichts war mächtiger, wichtiger, lebenswerter
für
ihn, keine Zärtlichkeit, keine Zuwendung, keine Zeit. Alles, was zählte,
war
das Abitur als Sprungbrett zum Erfolg und den drei großen L.
Als man ihm dieses Ziel nahm, blieb in Roberts Leben nichts zurück. Nur
Angst, Verzweiflung, Panik und die tödliche Sehnsucht, dass dieser Alptraum
der unerträglichen Schwäche aufhören müsse. Mit jedem seiner
tödlichen
Schüsse auf diejenigen, denen er in der Unreife seiner Jugend die Schuld
an
der Zerstörung seines Lebens gab, hat er auch sich selbst "verschossen",
seine Träume, seine Hoffnung, und am Ende sein Leben.
An uns Erwachsenen, die jetzt fassungslos um ein Verstehen dieser Bluttat
und ihrer Ursprünge ringen, ist es, Kindern und Jugendlichen wieder den
Platz zu geben, der ihnen gebührt, nämlich die Mitte des Lebens und
der
Gesellschaft.
An uns als Eltern ist es, unseren Kindern mit der Vermittlung von
"Zärtlichkeit, Zuwendung und Zeit" Wärme und Zuversicht
in die eigene Kraft
zu geben, so dass sie lernen, sich selbst zu vertrauen und innerlich
anzunehmen, in welcher Lebenslage auch immer sie sich befinden. Es reicht
nicht, Kindern Markenklamotten zu kaufen, sie alljährlich in die tollsten
Urlaubsgebiete mitzunehmen, die Kinderzimmer in Spielzeugläden zu verwandeln
und den kindlichen Verstand auf die höchsten Bildungsziele zu trimmen.
Und
es reicht auch nicht, Kinder mit virtuellen Abenteuern vor dem PC oder dem
Fernseh- und Videogerät abzuspeisen.
Kinder wünschen sich von ihren Eltern nichts so sehr wie gemeinsam
verbrachte Zeit, - egal wo - gemeinsam erlebte Spiele und eine heile Familie
mit Mutter und Vater. Das bedeutet, dass wir als Eltern unsere persönlichen
Ansprüche zurück schrauben und unsere Zeit mit unseren Kindern teilen
müssen. Und zwar gern teilen müssen.
Kinder brauchen lebende, leibhaftige Vorbilder, von denen sie alltäglich
so
altmodische Werte wie Moral, Ethik und Ehrfurcht vor Schöpfer und Schöpfung
lernen. Sie brauchen natürliche, selbst zu erlebende Gelegenheiten, an
denen
sie das Erlernte üben und auch einmal Fehler machen können, die mit
einem
Lachen unwesentlich gemacht und durch so viele Neuversuche verbessert werden
können, wie nötig sind, um zum Erfolg zu gelangen.
Wenn wir Erwachsenen endlich begreifen, dass Kinder keine zu kurz geratenen
Erwachsenen sind und dies auch nicht werden müssen, weil sie als Kinder
das
Recht haben, Kind zu sein und folglich anders, aber nicht weniger wert als
Erwachsene, dann erst werden junge Menschen wie Robert erkennen, dass sie
ihre Stärke nicht an äußeren Merkmalen der Macht wie Waffen,
Drogen,
Kampftechniken, Geld und Leistungsnachweisen auf Papier fest machen müssen,
um in der Erwachsenenwelt etwas wert zu sein. Vielmehr werden sie wissen,
dass "das Wesentliche für die Augen unsichtbar" ist, dass Leben
Chancenvielfalt bedeutet und erst Tod und Gewalt das Ende aller
Möglichkeiten zur Veränderung sind.
"Es muss immer erst etwas passieren", sagt der Volksmund. Jetzt ist
es
passiert. Wieder einmal. Lernen wir Erwachsenen diesmal endlich daraus, dass
die Tatsache, dass "die Amokläufer immer jünger werden",
vor allem mit uns
Alten zu tun hat?
Karin Jäckel
www.karin-jaeckel-autorin.de
---
Soviel für diese Ausgabe, bis in zwei Wochen wieder
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer 37
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur siebenunddreißigsten Ausgabe der
INVISIBLE-MEN!
Dies ist zugleich die vorletzte Ausgabe dieses zines. Wie ich sowohl in
meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" als auch ab der ersten
Nummer
der INVISIBLE MEN deutlich gemacht habe, war dieser Newsletter nie als
Endlos-Projekt gedacht, sondern von Anfang an auf ein Jahr angelegt. Dieses
Jahr ist in zwei Wochen, am 6. Juni 2002, vorüber. Dieses zine jetzt
einzustellen halte ich immer noch für den sinnvollen Weg, denn was mit
diesem Medium erreicht werden konnte, ist erreicht. Waren die ersten
Ausgaben der INVISIBLE MEN für das Weltbild mancher Leser noch umwälzend
und
revolutionär, stellte sich doch im Laufe des Jahres zumindest für
die treuen
Abonnenten ein immer größerer Wiederholungseffekt ein. Wirklich neue
Perspektiven fanden sich nur begrenzt. Wer aber ganz neu zum Thema
Männerrechte stößt, der braucht auch nicht alle 14 Tage ein
neues zine,
sondern kann sich problemlos in den Web-Archiven oder in meinem Buch
informieren und von da ab selber weiterdenken. Etwas ironisch ist, dass ich
nach der letzten Ausgabe mit dem Schwerpunkt Erfurt so viele Neu-Abonnenten
auf einen Schlag hinzugewonnen habe wie höchstens in der Anfangsphase dieses
zines - und noch dazu überwiegend Frauen.
Das Letzte, was ich euch allen für die Abschlussausgabe anbiete, ist, eure
Gedanken noch einmal allen anderen Lesern mitzuteilen. Wenn immer ihr noch
etwas auf dem Herzen habt, beispielsweise eure Einschätzung zum aktuellen
Stand der Männerbewegung und den Fortschritten im letzten Jahr, genügt
ein
Mail an mich. Solange es sich dabei nicht um mehrseitige Dossiers handelt,
veröffentliche ich eure Zeilen gerne in der Abschiedsnummer.
Was "Sind Frauen bessere Menschen?" angeht, haben mich in den letzten
Monaten inzwischen etwa ein Dutzend Mails von Lesern und Leserinnen dieses
zines erreicht, die eine Rezension an die Online-Buchhandlung Amazon
sandten, diese aber nie veröffentlicht sahen. Wieviele dieser Rezensionen
es
gibt, von denen ich nie erfahren habe, weiß kein Mensch. Mir war das lange
Zeit nicht so wichtig, weil ja auch 19 Leserkritiken durchgekommen sind
(wenn auch bei manchen erst nach wiederholtem Versuch oder gar, wie bei Frau
Dr. Jäckel, erst nach wiederholter persönlicher Kontaktaufnahme mit
dem
Amazon-Team). Da ein Dutzend verschollener Besprechungen jedoch recht viel
ist, habe ich mal unter katalog-abt@amazon.de
bei Amazon nachgefragt. Ich
erhielt folgende Antwort von Britta Potthoff: "Erscheint eine Rezension
nach
dem normalen Bearbeitungszeitraum von fuenf bis 10 Tagen nicht auf unserer
Website kann es dafuer zwei Gruende geben: 1) Es kommt immer wieder vor,
dass eine Rezension nicht richtig an Amazon.de uebertragen wird. Wird eine
Rezension nicht korrekt oder gar nicht uebertragen, deutet das in der Regel
auf ein Browser-Problem hin. Einige Browser registrieren Tastatureingaben
nicht als `aktiv´ oder `ignorieren´ alle Tastatureingaben, wenn
die Maus
eine bestimmte Zeit lang nicht 'geklickt' worden ist. 2) Texte, die nicht
unseren Rezensionsrichtlinien entsprechen, werden nicht veroeffentlicht. Sie
finden diese unter
https://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/778628/302-6076619-8480803.
Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir nur dem Rezensenten selber
genauere Auskunft zum Verbleib seines Textes geben werden." Mit anderen
Worten: Ohne größeren Aufwand wird da nichts zu machen sein. Ob euch
die
Sache diesen Aufwand wert ist, muss jeder für sich entscheiden.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, genügt eine kurze
Reply
an Cagliostro3@hotmail.com mit
einer Botschaft wie "Stop!". Umgekehrt kann
sich durch eine Mail an diese Adresse auch jeder als Direktempfänger auf
meine Liste setzen lassen. Noch immer können die Meldungen dieses Zines
bedenkenlos von jedem von euch weiterverbreitet werden: ob in Internet-Foren
oder per Mail. Die bisher erschienenen Ausgaben dieses zines können
eingesehen werden unter http://www.dabbel.de/invisible-men/index.html,
http://f25.parsimony.net/forum63299,
www.zahlvater.de sowie
www.maenner-maenner.com.
Wer dieses zine durch eine freiwillige Abozahlung
finanziell unterstützen möchte, der findet mein Konto bei der
Nassauischen Sparkasse, Kto.-Nr. 393 039 906, BLZ 510 500 15. Herzlichen
Dank!
NEWS:
-----
PSYCHOLOGE: "DER MANN VON HEUTE IST DRESSIERTER DENN JE"
Der Schweizer Psychologe Koni Rohner erläutert unter
http://www.beobachter.ch/reusable/detail.cfm?ObjectID=FA6C5BFA-027A-11D5-A0150050DA721660&navid=79
inwiefern der Mann und nicht die Frau gesellschaftlich benachteiligt wird.
(Witzig ist, dass sowas heutzutage eigens als "subjektiv und provokativ"
eingeleitet werden muss, während die Position der Frauenbewegung anscheinend
automatisch als objektiv und sachlich gilt.) Rohners Ausführungen gelangen
zu dem Fazit: "Der ganze mediale Diskurs ist im Grunde männerfeindlich.
(...) Oft tönt es so, als ob Frauen die besseren Menschen wären. (...)
Und
nun, Männer: Wieso macht ihr bei all dem mit? Wieso streikt ihr nicht?
Wieso
klagen nicht mehr von euch? Ich wage die Vermutung, dass das Elend der
Männer so gross ist, dass es verdrängt werden muss. Zwar fragen sich
viele
mit 45 oder 50 Jahren, ob dies nun alles sei, und viele spüren ein Unbehagen
oder haben das Gefühl, das Leben sei ihnen etwas schuldig geblieben. Doch
brauchen sie dem nicht tiefer auf den Grund zu gehen, denn eine
allumfassende Diagnose ist rasch und oft zur Hand: Es handle sich um die
Midlifecrisis, die irgendwie mit hormonellen Veränderungen zu tun habe.
Dass
die Krise keine Krankheit, sondern ein Moment der Klarheit sein könnte,
erkennen die wenigsten. (...) Im Moment sind wir noch nicht reif für eine
Männeremanzipation. Doch die Zeit wird kommen, in der die Männer erkennen,
dass sie nicht länger den tapferen Helden spielen müssen, sondern
sich
selber und einander zuwenden dürfen. Um in aller Ruhe anzuschauen, was
sie
für Bedürfnisse haben, was ihnen im Leben fehlt und was ihnen zu viel
ist -
so, wie es die Frauen im feministischen Prozess vorgelebt haben. Denn beide
Geschlechter brauchen Selbsterkenntnis, mehr gegenseitiges Verständnis,
mehr
Muße und mehr Liebe. Davon würden nicht zuletzt die Kinder profitieren."
KANADA: VATER VERLIERT JOB UND ZUHAUSE, WEIL ER SEINE FRAU ANSCHRIE
Seit die kanadische "Bill 117", eine Art verschärftes "Gewaltschutzgesetz",
eingebracht wurde, fassten Kritiker ihren Inhalt unter dem Slogan "Shout
at
your spouse and lose your house" ("Schrei deine Partnerin an und verlier
dein Haus") zusammen. Jetzt berichtet
http://www.equaljustice.ca/cgi-bin/forum.cgi?read=22642
über einen solchen
Fall. Ein offenbar durch beide Partner hochgeputschten ehelichen Konflikt
führte dazu, dass die Frau die Polizei verständigte und in ihrem
aufgebrachten Zustand ihren Mann mit unsinnigen Beschuldigungen überzog.
Im
Polizeibericht wirkte daraufhin der harmlose Ehemann wie ein
Schwerkrimineller. Seine Frau und Augenzeugen versuchten mit großem
Nachdruck, den Behörden klarzumachen, dass es sich bei ihrer Aussage um
Übertreibungen gehandelt hatte, als sie vor Aufregung kaum klar denken
konnte. Nach drei Wochen Gefängnis sollte der Vater daraufhin endlich
freigelassen werden - als sich eine Frauengruppe gegen häusliche Gewalt
einschaltete und exakt dieses verhinderte. Sozialarbeiter drohten der Mutter
indes an, sie würde ihre Kinder verlieren, wenn sie wieder mit ihrem Partner
zusammenziehe. Als Ergebnis dieser Entwicklungen liegt die Familie
inzwischen in Trümmern, die Kinder sind schwer geschädigt, Haus und
gemeinsames Vermögen gehen vermutlich unter anderem für die Prozesskosten
verloren.
AXTMÖRDERIN PLÄDIERT AUF SELBSTVERTEIDIGUNG
Die INVISIBLE MEN hatten bereits in einer früheren Ausgabe über die
Tat
berichtet, bei der das männliche Opfer mit dem Gesicht nach unten auf dem
Fußboden gefunden wurde, die Augen verbunden, mit Handschellen gefesselt
und
geknebelt. Der Geschäftsmann wurde durch 20 Schläge mit einer Zweihänder-Axt
getötet. Die Täterin weist inzwischen Mordvorwürfe zurück
und erklärt ihre
Tat als Selbstverteidigung und Folge von Provokation. Sie habe keine andere
Wahl gehabt:
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/05/08/naxe08.xml&sSheet=/news/2002/05/08/ixhome.html
FRAU ZERSTÜCKELT EHEMANN UND STELLT KÖRPERTEILE FREUNDIN VOR HAUSTÜR
http://www.ananova.com/news/story/sm_588630.html?menu=news.latestheadlines
ALFELD: MÄDCHENBANDE FOLTERT 15-JÄHRIGE MIT SCHLÄGEN, TRITTEN,
ZIGARETTEN
Erst als ein hinzugekommener Junge einschritt, ließen die Täterinnen
ihr
Opfer in Ruhe: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,197014,00.html
FRAUENTRITT IN MÄNNERHODEN: DEUTSCHER WERBERAT RÜGT MTV
Der deutsche Werberat erteilte dem Musiksender eine Rüge, nachdem dieser
auf
einem in diversen Jugendzeitschriften veröffentlichten Werbefoto eine Frau
abbildet hatte, die einem Mann mit Wucht in die Weichteile tritt:
http://focus.de/G/GN/gn.htm?snr=105905&streamsnr=9
Verschiedene Mitglieder
der deutschen Männerbewegung hatten sich daraufhin beim Werberat beschwert.
VERSTÄRKTE VÄTERPROTESTE IM IN- UND AUSLAND
In Irland ist ein Vater seit längerer Zeit im Hungerstreik, um dadurch
auf
das männerfeindliche Familienrecht aufmerksam zu machen:
http://www.unison.ie/index.php3?ca=9&si=14928&breakingnews=1
In Mannheim und
Oggersheim demonstrierte inzwischen der Informatik-Professor Achim Karduck
mit demselben Anliegen vor dem FDP-Parteitag:
http://www.rheinpfalz.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020511:2881343&template=templates/cms_osmm/recherche/lokal/lud/meldung.oft
Karduck wendet sich insbesondere dagegen, dass Mütter den Umgang der Väter
mit ihren Kindern über Jahre hinweg widerrechtlich boykottieren können,
ohne
dafür in irgendeiner Form belangt zu werden. Er wirbt um Unterstützung
für
die Initiative "Schutz von Kindern vor Umgangsvereitelung". Per Mail
ist er
unter beute-kind@t-online.de erreichbar.
ENGLAND: GESETZ SOLL VATERSCHAFTSTEST STRAFBAR MACHEN
Männer, die sich für genetische Tests, heimlich Haare oder Speichelproben
ihrer angeblichen Kinder besorgen, sollen nach einem neu eingebrachten
Gesetz dafür bestraft werden, da ein negatives Testergebnis zu traumatischen
Entwicklungen führen könne:
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/05/19/ndna19.xml&sSheet=/news/2002/05/19/ixhome.html
In einer Welt, in der es noch einen Rest an geistiger Gesundheit im
Geschlechterverhältnis gäbe, würden natürlich die betrügerischen
Frauen
bestraft und nicht die Männer, die diesen Betrug aufdecken.
NEUE STUDIE: GROSSSTADTFRAUEN SUCHEN MÄNNER MIT GELD, KLEINSTADTFRAUEN
MÄNNER MIT HERZ
Derart verallgemeinert ist das natürlich eine plumpe Vereinfachung, aber
zumindest in der Tendenz kam eine US-amerikanische Auswertung von
Kontaktanzeigen zu diesem Ergebnis:
http://straitstimes.asia1.com.sg/women/story/0,1870,118749,00.html
sowie
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/05/09/wdigga09.xml&sSheet=/news/2002/05/09/ixworld.html
Wäre spannend zu sehen, ob diese Diskrepanz auf Deutschland übertragbar
ist.
HARVARD FORDERT BELEGE FÜR SEXUELLE ÜBERGRIFFE
An US-amerikanischen Universitäten sind unsubstantiierte Beschwerden wegen
sexueller Belästigung und schlimmeren Übergriffen derart in die Höhe
geschnellt, dass die Elite-Uni Harvard zukünftig erst irgendeine Art von
Beleg (Augenzeugen, Spuren etc.) fordert, bevor sie solche Fälle näher
untersucht: http://www.washtimes.com/national/20020509-25444394.htm
Bislang
hatten Beschuldigte an Harvard wie an anderen Unis weder das Recht auf einen
Anwalt, noch dem angeblichen Opfer gegenübergestellt zu werden. Unter
http://www.townhall.com/columnists/kathleenparker/kp20020513.shtml
begrüßt
Kathleen Parker die neuen Entwicklungen mit Nachdruck: "Follow the money
and
you'll quickly discover that propagating myths of campus rape is a meal
ticket for a variety women's advocacy groups. But even if date rape WERE
epidemic, no crime justifies stripping an accused person of his right to due
process. Given the existence of such prejudicial, unfair, totalitarian
policies, the really perplexing question is, why are guys still going to
college?"
"FÜR FRAUEN BEGINNT DAS LEBEN MIT 50"
Zumindest belegt eine neue Untersuchung, dass Frauen dieses Alters
glücklicher, gesünder, unabhängiger und sexuell erfüllter
als Frauen vor den
Wechseljahren sind:
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/05/08/nhrt08.xml&sSheet=/news/2002/05/08/ixnewstop.html
VERANSTALTUNG:
-------
VORTRAG PROFESSOR BOCKS: "GEWALTSCHUTZGESETZ" SCHADET AUCH FRAUEN
Am Donnerstag, den 23. Mai 2002, lud der Wiesbadener Ortsverein des
Väteraufbruchs für Kinder zu einem Vortrag samt anschließender
Diskussion
über "Geschlechterdifferenzen bei häuslicher Gewalt". Mit
Joachim Müller als
Co-Moderator sowie Dr. Jürgen Gemünden und mir selbst unter den Gästen
waren
vermutlich vier der bekanntesten deutschen Experten zu diesem Thema in einem
Raum versammelt. Die Wiesbadener Zeitungen kündigten die Veranstaltung
überraschend groß an, entsprechend stark füllte sich im Laufe
des Abends der
Saal. Professor Bock gelang es mit einem übersichtlichen Paper
("Arbeitsblatt") und einem speziell für Laien zugeschnittenen
Vortrag sehr
gut, das Publikum informativ zu erreichen.
Einleitend machte Professor Bock deutlich, dass er sich in eine seiner Warte
nach unangemessene Polarisierung gezwungen sehe. Ein Kollektiv "Frauen"
gegen ein Kollektiv "Männer" zu setzen halte er unter wissenschaftlichen
Gesichtspunkten für eigentlich unsinnig. Da jedoch nicht zuletzt von
staatlichen Stellen ein einseitiger Dogmatismus betrieben werde, ja
vermutlich erstmals in der Menschheitsgeschichte intentional Politik gegen
eines der beiden Geschlechter gemacht werde, sehe er keine andere
Möglichkeit als das Beziehen einer Gegenposition, um das sinnvolle
Gleichgewicht wieder herzustellen.
Der wissenschaftliche Forschungsstand, über den Professor Bock referierte,
wird denjenigen Lesern dieses zines bekannt sein, die seit der ersten Stunde
dabei sind; speziell für die "Neulinge" fasse ich ihn aber gern
noch einmal
zusammen: International zeigen weit über hundert Studien, dass es im Bereich
der häuslichen Gewalt eine ungefähre Gleichverteilung der Geschlechter
auf
SÄMTLICHEN Intensitätsstufen gibt. Entgegen dem landläufigen
Klischee sind
Frauen also ebenso häufig als Täter bei schwerer Gewalt anzutreffen
wie
Männer bei psychischer/verbaler Gewalt (z. B. Beschimpfungen und
Demütigungen). Da diese Studien nicht mit jener Wirklichkeit in
Übereinstimmung zu bringen sind, die sich etwa in den Kriminalstatistiken
zeigt, wurden sie im Laufe der letzten Jahre verschiedentlich angegriffen:
Der Kontext oder die Häufigkeit der Handlungen werde nicht erfasst;
Frauengewalt sei häufig nur eine Reaktion auf vorhergehende Männergewalt
oder die strukturelle Gewalt des Patriarchats. Bei der daraufhin
stattfindenden Überprüfung erwiesen sich die kritisierten Studien
jedoch
durchgehend als haltbar und die Kritik daran als irreführend. Das
entgegenlaufende Bild in der Kriminalstatistik entsteht durch ein
Dunkelfeld, das bei beiden Geschlechtern sehr groß ist, bei den Männern
aber
größer als bei den Frauen. Einfaches Beispiel: Wenn von 100 geprügelten
Frauen 90 schweigen und von geprügelten Männern 99, dann kommen in
der
Kriminalstatistik zehn weibliche Opfer auf ein männliches und es entsteht
das Bild einer weit überwiegend männlichen Täterschaft und weit
überwiegend
weiblichen Opfern.
Dass Männer überwiegend schweigen, hat damit zu tun, dass sie ein
zweites
oder drittes Mal zum Opfer werden, wenn sie Dritten über ihr Schicksal
berichten. In ihrem persönlichen Umfeld müssen sie damit rechnen,
entweder
als Schwächling verhöhnt oder aber angefeindet zu werden: "Was
hast du
Schwein ihr nur getan, dass sie sich so zur Wehr setzen muss?" Vor Gericht
wird ihnen häufig nicht geglaubt. Sobald Sie sich in ihrer Not nach außen
wenden, sich beispielsweise von ihrer Partnerin trennen, trifft sie der
Vorwurf, die eigentlichen Täter zu sein, da ja jeder weiß, dass häusliche
Gewalt in der Regel von Männern ausgehe. Die männlichen Opfer haben
zusätzlich Sanktionen wie den Verlust der Wohnung oder des Umgangs mit
ihren
Kindern zu befürchten, was häufig einen sozialen Abstieg einleitet,
der in
Alkohol, Drogen und Selbstmord enden kann. Um dies zu vermeiden bleiben
geprügelte Männer häufig in ihrer Partnerschaft, ertragen ihr
Leiden über
Jahrzehnte hinweg stumm und flüchten beispielsweise in Süchte oder
psychosomatische Krankheiten - oder sie explodieren urplötzlich in einem
Amoklauf/erweiterten Selbstmord, in dem ein Vater sich und seine ganze
Familie umbringt. Was wieder ein hervorragender Beleg für all jene ist,
die
Gewalt grundsätzlich für männlich halten. Das zu Jahresbeginn
eingebrachte
Gewaltschutzgesetz, in der Formulierung weitgehend geschlechtsneutral, in
der faktischen Ausrichtung aber eine gegen Männer gerichtete Maßnahme,
verschärft dieses Dilemma und ist daher noch nicht einmal eine Hilfe für
die
Frauen, die es eigentlich schützen soll. Insgesamt fließen momentan
100
Prozent der staatlichen Unterstützung an 50 Prozent der Opfer. Das geht
bis
hinein in die Schulen, in denen Selbstverteidigungskurse wie automatisch für
Mädchen reserviert sind, während man genau weiß, dass weit häufiger
Jungen
unter gewalttätigen Übergriffen zu leiden haben. Es ist insofern dringend
notwendig, dass Polizeibeamte, Ärzte und Familientherapeuten für die
wahre
Sachlage sensibilisiert werden.
Die durch Professor Bocks Vortrag gewonnen Erkenntnisse wurden durch von
Joachim Müller zusammengestelltes und verteiltes Info-Material sowie eine
Diskussion mit dem Publikum vertieft.
KOMMENDE VERANSTALTUNG:
-----
Der Wiesbadener "Väteraufbruch für Kinder" weist auf eine
Lesung und
Diskussion unter dem Titel "Das Drama der Vaterentbehrung" hin, die
mit
bekannten Berliner Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Prof. Dr. med. Horst Petri am Samstag, dem 25. Mai 2002, um 9.30 Uhr
(vormittags!) im Erbacher Hof in Mainz stattfindet. Der Erbacher Hof ist die
Akademie des Bistums Mainz und befindet sich in der Innenstadt in der Nähe
des Doms. Veranstalter ist die Männerseelsorge der katholischen Kirche
Mainz. Petris Buch mit demselben Titel wie seine Vorlesung gilt als eines
der Standardwerke der Väterbewegung.
ZITATE:
----
"Die Männer sind in ihrem Machodenken demoralisiert, sie nehmen mehr
Rücksicht auf unsere Bedürfnisse und sorgen sich genau wie wir um
ihr
Erscheinungsbild. Endlich herrscht ein Stück weit Gerechtigkeit, weil beide
Geschlechter gleichermaßen von Selbstzweifeln und Unsicherheit geplagt
werden. Wir dürfen stolz auf unsere Arbeit sein. Vermutlich wäre es
besser
gewesen, unsere eigene Unsicherheit zu bekämpfen, aber naja, das kommt
auch
noch irgendwann. Vermutlich. Das ist noch etwas unsicher."
Aus einem der beiden Vorworte in Nicole Rieblings bzw. Fabian Zonks "Lexikon
für Frauen/Lexikon für Männer" (Wendelexikon), Schwarzkopf
und Schwarzkopf
2002
"Männer bevorzugen es, selber zu arbeiten, und wollen nicht, dass
die Frauen
das auch tun. Soweit ganz praktisch, führt aber letztlich zur Entmündigung
und Herabsetzung der Frau. Wer sagt denn, dass Frauen nicht auch einen
Betonmischer bedienen können? Wer sagt denn, dass wir nicht auch nachts
bei
Regen Eisenbahnschienen verlegen können? Wer sagt denn, dass wir nicht
auch
jede Drecksarbeit erledigen können? Wir können das! Wir WOLLEN bloß
nicht.
Wir wollen die GUTEN Jobs, den Rest sollen die haarigen Nutztiere erledigen.
Wir wollen in die Chefetage, an die Schreibtische der Macht! Das Dumme ist
nur: Wenn frau das offen fordert, klingt das ein ganz klein wenig
egozentrisch. Deshalb müssen wir leider bis auf weiteres so tun, als wollten
wir wirklich dieselben Rechte in der Arbeitswelt wie Männer."
dasselbe Lexikon, Frauen-Hälfte, Eintrag "Arbeit". Hübsches
Buch übrigens.
:-)
LESERMAIL:
------
BESCHIMPFUNGEN DURCH FRAUEN GESUCHT
Herbert Pfeiffer, ein neuer Leser aus Berlin, hat ein ganz spezielles
Anliegen, bei dem ihm vielleicht andere Leser dieses zines weiterhelfen
können: "Bei der Lektüre Ihres beeindruckenden Buchs `Sind Frauen
bessere
Menschen?´ ist mir aufgefallen, dass der Bereich Verbalaggression/verbale
Gewalt/Schimpfen kaum vorkommt. Ich selbst schrieb u.a. Schimpfwörterbücher
und bereite nun eine voluminöse Kulturgeschichte deutscher Schimpfereien
vor
(fast fertig). - Leider aber ist mir das Verhältnis zw. weibl. u. männl.
Beleidigungskriminalität/Schimpfverhalten u.dergl. noch nicht so recht
klar.
Unter meinen ca. 17000 Belegen ist nur ein sehr geringer Anteil weibl. Das
lässt aber wohl kaum den Schluss zu, Frauen schimpfen/spotten fast nicht.
Es
liegt sicherlich teils an meinem Leseverhalten (kaum Frauenzeitschriften
oder Frauenlit.), zur Hauptsache aber wohl daran, dass ich mich mehr oder
weniger auf schriftliche Quellen beschränken muss. Wahrscheinlich ist es
so,
dass Frauen in sehr geringem Umfang öffentlich schmähen, also auch
weniger
in Büchern und Presse. (Bei anonymen Beleidigungen ist dagegen der
Frauenanteil weit über 50% - lt. ein paar Diss. zu einzelnen Regionen und
Zeitabschnitten.) Vielleicht können Sie mir einen Tip geben. Kennen Sie
Quellen von (weiblichen oder sonstigen) Beleidigungen u.ä.? Hasstexte u.
dergl.? Einschläg. Websites? Oder Sekundäres dazu? (Vielleicht haben
Sie
selbst entsprechende Anwürfe erlebt?) Schön, wenn Sie meine Anfrage
in Ihrem
Newsletter bringen könnten."
Ich selbst habe die Mails, in denen frau mich wegen meiner Ansichten mit
Schimpfkanonaden übersähte, leider nicht mehr abgespeichert. Konnte
ja
keiner ahnen, dass ich damit mal einen Dienst für die Wissenschaft leisten
könnte. Aber viele von euch Lesern, insbesondere in den Webforen, haben
meines Wissens entsprechende Textsammlungen vorliegen. Wenn ihr möchtet,
schickt sie an Herbert weiter: email@herbertpfeiffer.de
- aber bitte
anonymisiert. Es geht hier nicht darum, einzelne Leute vorzuführen, sondern
generell das weibliche Beleidigungsverhalten zu erforschen. Wichtig ist
Herrn Pfeiffer auch, dass es sich um originär deutsche Texte handelt.
Valerie Solanas etwa kommt also nicht in Frage. Danke!
"AMOKLAUF" EINER SCHÜLERIN IN ERFURT
Christine schickt mir folgendes Mail zu der seit dem Erfurter Amoklauf in
Talkshows, Foren und Artikeln behandelten Frage, ob "das Böse"
männlich sei:
--- Es ist viel über die Tat in Erfurt berichtet und in allen Facetten
beleutet worden. Warum wurde aber über die Tat einer Schülerin in
Erfurt,
die des ca. 400-fachen Mordes angeklagt war, so gut wie nicht berichtet? Im
Deutschlandfunk wurde darüber diskutiert und auf Grund dessen ist Rainer
auf
die Suche gegangen und auch fündig geworden. In mehreren Foren hat er über
diese Tat in kurzen Sätzen berichtet, aber die Resonnanz war gleich Null.
Das begreife ich beim besten Willen nicht, wieso wird so eine Tat fast
totgeschwiegen? Wieso ging nach der Tat des Robert S. kein weiterer
Aufschrei durch die Medien? ---
Christine bezieht sich damit auf eine Schülerin, der offenbar versuchte
Brandstiftung an ihrer Schule zur Last gelegt wurde. Eben weil dieser
Vorfall höchstens einmal im Radio angerissen wurde und insbesondere die
Presse hurtig den Mantel des Schweigens darüber breitete, ist es sehr
schwer, Genaues nachzurecherchieren. Das Tilgen weiblicher Täter aus der
Berichterstattung ist natürlich genau das Manöver, das bei der Bevölkerung
den Eindruck entstehen lässt, zerstörerische Aggression sei männlich.
TV:
---
Am Dienstag, den 21. Mai, war in der HR-Sendung "Dienstag" ebenfalls
noch
einmal Erfurt und vergleichbare Gewaltakte Thema. Titel: "Morden, anzünden,
zerstören - eine Generation verschafft sich Gehör". Offenbar
wurde dort
Gewalt weniger mit Männlichkeit als mit Jugend gleichgesetzt. Es ist schon
interessant, die sprachlichen Mechanismen zu vergleichen: Einerseits stehen
auch in diesem Titel einige wenige Gewalttäter für eine komplette
jüngere
Generation, die insgesamt vermutlich so friedlich ist wie noch nie,
andererseits werden die Gewaltakte fast als notwendig gezeichnet: Ohne sie
bliebe der Logik des Titels folgend die jüngere Generation stumm und
ignoriert. Kommt als Beitrag über "Männergewalt" demnächst
wohl "Morden,
anzünden, zerstören - ein Geschlecht verschafft sich Gehör"
auf uns zu?
ZUR DOKUMENTATION 1:
-----
--- AUFRUF ZUR INTERNATIONALEN KINDERRECHTS-DEMO 2002 IN BERLIN
An alle Kinder, Mütter und Väter, Männer und Frauen, am 08. Juni
2002 um um
11:00 Uhr treffen wir uns zu Internationalen Kinderrechts-Demo 2002 auf dem
Richard-Wagner-Platz in Berlin (Charlottenburg-Wilmersdorf). Die Demo steht
unter dem Motto: "Allen Kindern beide Eltern" Um 12:00 Uhr gehen wir
vom
Richard-Wagner-Platz, Schustehrusstraße, Wilmersdorfer Straße, Kantstraße,
Leibnitzstraße über den Kurfürstendamm zum Breitscheidplatz.
Hier werden wir
gegen ca. 13:30 eintreffen. Bis 17:00 Uhr haben wir dann Zeit für
Kundgebungen. Anschließend ist die Demo beendet. ... Für die Bekanntmachung
unserer Forderungen dürfen auch Lautsprecher benutzt werden. Alle andern
mögen bitte Rasseln, Trillerpfeifen, Glocken, Kinderwagen etc. mitbringen.
Für Schilder und Transparente schlage ich vor, dass wir die Kernforderungen
aufgeschrieben werden. Klar, wer die Kernforderung besser formulieren kann,
der möge einen Vorschlag machen. Den Anweisungen der Organisatoren ist
in
jedem Fall zu folgen. Nach dem offiziellen Ende der Kinderrechts-Demo 2002
gegen 17:00 Uhr sind alle Transparente wegzuräumen. Das offizielle Ende,
welches von den Organisatoren des Väteraufbruch für Kinder bekanntgegeben
wird, ist bindend für alle Teilnehmer. Bitte denkt daran, dass wir im
nächsten Jahr am 07. Juni 2003 vorraussichtlich wieder treffen wollen.
Und
ein reibungsloser Ablauf in diesem Jahr wird uns auch die Möglichkeit der
Internationalen Kinderrechts-Demo 2003 offen halten. Alle Organisationen,
die sich an der Demo ebenfalls beteiligen wollen und die Interessen des
Väteraufbruch für Kinder, das Recht unserer Kinder auf beide Elternteile
unterstützen, können mir ihre Logos, Telefonnumer und Ansprechpartner
unter
detlef.naumann@gmx.de zusenden. Nach
einer Prüfung der Ziele werden sie,
soweit Platz ist, in den Flyer zur Kinderrechts-Demo 2002 mit aufgenommen.
Bitte sendet diesen Aufruf an alle Maillisten, Firmen, Schulen,
Universitäten. In den nächsten Tagen werde ich noch ein Poster für
die
Internationalen Kinderrechts-Demo 2002 vorbereiten. Die Medien werden diesen
Aufruf in den nächsten Tagen das erste mal erhalten. Unmittelbar vor der
Kinderrechts-Demo 2002 wird die Presse regelmäßig informiert. Hierfür
wäre
es sehr schön, wenn ich Rückmeldungen über die Teilnehmer bekäme.
Besonders,
wenn Gruppen aus dem Ausland zu uns kommen. Solten in diesem Aufruf noch
Informationen fehlen, so gebt mir bitte eine Nachricht! Ich freue mich auf
gutes Wetter, einen netten Empfang in Berlin und in Zukunft das Recht
unserer Kinder auf beide Eltern. -In Gedanken an meine Tochter- Detlef ---
Detlef ergänzte am Donnerstag, den 23.5.02, seine Ankündigung um diese
Meldung:
--- Am 31. Mai 2002 wird in Hamburg eine Pressekonferenz sowohl für den
Hungerstreik als auch die Demo geben. Da wir eine prominente Person für
unsere Sache gewinnen konnten, erwarten wir auch die führenden deutschen
Medien. Diese Woche sollen die Einladungen an die Presse raus, dann werde
ich das Geheimnis auch lüften. Was aber noch nicht in trockenen Tüchern
ist:
Für die Demo in Berlin benötigen wir noch Schilder. Wer hat Zeit,
40
Schilder vorzubereiten. DIN A2 Faserplatte mit zwei A3 Kopien bekleben und
einer Dachlatte hinten dran. Dei Kopiervorlage kann ich evtl. am Sonntag
herstellen. Nur kopieren, schrauben und kleben muß jemand aus Berlin machen.
Und dann natürlich zum Richard-Wagner-Platz bringen. Für die Kosten
beteht
ein kleines Budget! Bitte vorher die Kosten von mir freigeben lassen. Es
haben sich noch nicht ausreichend Hungerstreiker gemeldet! Für die, die
es
in Erwägung ziehen. Es kann Blockweise, also mehrere Tage gestreikt werden.
Es muß nicht die ganze Zeit gestreikt werden. Der Hungerstreik beginnt
jeweils morgens um 10:00 Uhr und endet um 18:00 Uhr. Wichtig ist, dass die
Streikenden mir den Namen, Zeit, Mobilnr.,Telefon und ein paar Takte zum
Fall mitteilen. Ich werde dann die Presse entsprechend koordinieren und die
Termine knüpfen. Dann fehlt uns noch ein Politiker. Wer kann den Kontakt
zu
einem guten Politiker herstellen? ---
ZUR DOKUMENTATION 2:
-------
--- Pressemitteilung der Universität Bremen vom 8. Mai 2002
Nr. 100 / 08. Mai 2002
Lebenskrise - Väter nach Trennung oder Scheidung
Bremer Sozialwissenschaftler stellt Untersuchungsergebnisse vor
Scheidungsväter leiden. Eine Trennung oder Scheidung stellt für viele
Männer
eine weitreichende Lebenskrise dar, die sich in gesundheitlichen und
beruflichen Problemen bemerkbar macht. Dies ist das Ergebnis einer Studie,
die Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler unter der Leitung
von Professor Gerhard Amendt vom Institut für Geschlechter- und
Generationenforschung im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften
der Universität Bremen durchgeführt haben: In den vergangenen zwei
Jahren
wurden 2100 Väter über das Internet zu ihrer beruflichen und privaten
Situation nach einer Trennung oder Scheidung befragt. Zahlreiche
Untersuchungsergebnisse widersprechen dem Klischee vom emotional
unabhängigen Mann oder vom Vater, der sich jedweder Verantwortung entledigt.
Eine Trennung oder Scheidung kann sich nachteilig auf die gesamte
Lebenssituation des Betroffenen auswirken. So berichten fast drei Viertel
(71 Prozent) der befragten Männer von Beeinträchtigungen in ihrem
Berufsleben - also dem Lebensbereich, der unverändert im Mittelpunkt von
männlicher Sinnstiftung und Selbstwertgefühl steht. Viele der Männer
sind an
ihrer Arbeit nicht mehr interessiert (37 Prozent), andere stürzen sich
dagegen ins Berufsleben (33 Prozent). Auch ein Wechsel des Arbeitsplatzes
(20 Prozent) oder die Kündigung durch den Arbeitgeber (11 Prozent) werden
als häufige Konsequenzen der veränderten privaten Situation genannt.
Dabei
hat die Studie ergeben, dass Väter mit niedrigem Bildungsabschluss zu der
Gruppe zählen, die von Kündigung am meisten bedroht ist. "Oder
anders
ausgedrückt: Je höher das Bildungsniveau, um so eher sind die Männer
in der
Lage, die Nachscheidungsprobleme in den Griff zu bekommen", so Professor
Gerhard Amendt. Noch mehr, nämlich 76 Prozent der Männer, geben Auswirkungen
auf ihre Gesundheit an, darunter vorübergehende psychische (41 Prozent)
und
körperliche (12 Prozent) Beschwerden. Es können jedoch auch andauernde
seelische (34 Prozent) oder physische Leiden (9 Prozent) auftreten. Dabei
hat sich gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen der beruflichen
Leistungsfähigkeit der erwerbstätigen Väter und ihrer privat
erlebten
psychischen Belastung besteht: Männer, die von ständigen emotionalen
Belastungen berichten, neigen zu Desinteresse am Beruf. Solche Vertreter des
"starken Geschlechts" hingegen, die von der Scheidung bzw. Trennung
vorübergehend seelisch und körperlich beeinträchtigt werden,
stürzen sich
meistens in die Arbeit.
Die gesundheitlichen Beschwerden, so ein weiteres Untersuchungsergebnis,
sind eher von vorübergehender Art, wenn "Scheidungsväter"
ein häufiges
Umgangsrecht mit ihren Kindern haben. Andererseits kann eine Vaterschaft
nach der Trennung auch eine besondere Belastung darstellen. "Bei vielen
Männern", berichtet Amendt, "wird das Gefühl zerstört,
in einem
Familiengefüge emotional eingebettet und als Vater anerkannt zu sein."
Immer
mehr Männer kämpfen darum, dass ihnen nach Trennung oder Scheidung
die
Vaterschaft nicht abhanden kommt. Doch diese Bemühungen sind nicht immer
erfolgreich, und ihre Anstrengungen überfordern viele der Betroffenen.
Die
Resultate der Studie veranlassen den Sozialwissenschaftler Amendt auch dazu,
notwendige Perspektiven für eine moderne Familienpolitik zu skizzieren:
"Familienpolitik darf Männer nicht nur als Leistungsträger sehen.
Sie muss
Männer auch mit ihren Problemen wahrnehmen und für qualifizierte
Unterstützung sorgen." (Meike Brenner) ---
BUCHVORSTELLUNG 1:
-----
"DIE ERFOLGSLÜGE"
Der Untertitel des Buches von Heike Buchter, das am 12. September im
Buchhandel erscheinen soll, lautet "Die falschen Versprechen von Höller,
Schäfer, Strunz und Co." Insbesondere Männer dienen in den kritisierten
„Ratgebern“ als Zielgruppe, auch wenn beispielsweise Bodo
Schäfer ("In sieben Jahren zur ersten Million") sein Revier inzwischen
auf
das weibliche Geschlecht ausweitet ("Geld tut Frauen richtig gut").
Aber
Leistung und Erfolg werden immer noch weit überwiegend männlich gedacht,
und
diese Autoren versprechen, den Königsweg dorthin zu zeigen. Heike Buchter
hat die laut dva-Verlagsprospekt gottesdienstähnlichen Seminare dieser
modernen Gurus (Motivationstrainer, Fitness-Päpste, Money-Coaches etc.)
ebenso unter die Lupe genommen wie ihre pseudoreligiösen Botschaften, lässt
Opfer zu Wort kommen und enthüllt die psychologischen Tricks hinter den
leeren Versprechungen. Da diese Enthüllung erst in dreieinhalb Monaten
erscheinen wird, habe ich sie natürlich noch nicht gelesen, hatte mich
aber
für frühere Rezensionen mit den von Buchter beanstandeten und von
Millionen
Lesern offenbar völlig unkritisch gekauften Texten auseinandergesetzt und
dabei ebenfalls eine pseudoreligiöse Rhetorik herausgearbeitet. Insofern
kann ich nur sagen, dass ich "Die Erfolgslüge" für längst
überfällig halte
und sehr gespannt darauf bin.
BUCHVORSTELLUNG 2:
------
"SPREADING MISANDRY: THE TEACHING OF CONTEMPT FOR MEN IN POPULAR CULTURE"
Schon in früheren Ausgaben der INVISIBLE MEN hatte ich über dieses
Buch
berichtet. Sein Titel bedeutet auf deutsch etwa: "Die Verbreitung von
Männerfeindlichkeit. Wie unsere Populärkultur die Verachtung von Männern
lehrt". Es war im November 2001 mit einer Startauflage von 25.000 Exemplaren
erschienen und nach überraschend großer Medienaufmerksamkeit schon
sechs
Wochen später ausverkauft. Jetzt ist es wieder im Handel erhältlich.
Eine gerne vorgebrachte Kritik an meinen Texten zur Männerbewegung ist,
dass
ich sehr oft auf die Situation in den USA Bezug nehme. Dabei wird oft so
getan, als seien die USA eine Art anderer Planet, der mit unserem Planeten
Deutschland in keiner Weise verbunden ist. Tatsächlich aber weiß
jeder, dass
wir extrem unter US-amerikanischem Einfluss stehen, insbesondere was die
populäre Kultur und ihre ideologischen Botschaften angeht. "Spreading
Misandry" untersucht diese Kultur genauer und kommt zu Besorgnis erregenden
Erkenntnissen.
Die beiden Autoren sind erfahrene Forscher in den Religions- und
Geschichtswissenschaften, was man bei der Lektüre häufiger merkt.
Zu Beginn
stellen Katherine Young und Paul Nathanson ihre Kernthesen vor, die sie im
Verlauf des Buches konkret belegen. Diesen Thesen zufolge ist unsere
Gesellschaft von dem Gedanken besessen, Frauenfeindlichkeit auszumerzen,
wohingegen weitgehend keinerlei Gespür dafür besteht, dass etwas wie
Männerfeindlichkeit überhaupt existiert. Tatsächlich zeige sich
Männerfeindlichkeit aber sehr massiv und in durchgehenden Mustern. Ähnlich
wie zu früheren Zeiten Frauenfeindlichkeit durchdringe sie unsere Kultur
aber derart, dass die meisten sie kaum wahrnehmen. Das gilt auch für viele
Männer. Insgesamt sei unsere Gesellschaft also durch ein gleichermaßen
gynozentrisches (sich um Frauen drehendes) wie männerfeindliches Weltbild
geprägt. Gerät die Männerfeindlichkeit in bestimmten Medienprodukten
so
extrem, dass sie beim besten Willen nicht mehr zu übersehen ist, wird sie
von den Verantwortlichen entweder heruntergespielt oder gar gerechtfertigt:
Männer seien nun einmal so, und das müsse man auch entsprechend darstellen.
Im Endeffekt wird aber Hass geschürt. Die Autoren vergleichen diese Haltung
mit der Judenfeindschaft des Christentums: Christliche Führer hatten nie
zur
Ermordung der Juden aufgerufen, sie schufen aber ein Klima der Ablehnung,
das für andere Menschen solche Taten möglich machte. In vergleichbarer
Weise
haben wir heute eine kulturelle Elite, die den Hass gegen Männer schürt,
und
Frauen, die daraufhin tatsächlich zur Gewalt, beispielsweise gegen ihren
Partner, greifen. Einige ganz radikale Feministinnen wie Andrea Dworkin
forderten allerdings tatsächlich Frauen auf, sich an ihren "Unterdrückern"
gewaltsam zu rächen.
Nathanson und Young nennen einige grundlegende Faktoren, die kulturelle
Produkte, insbesondere Filme, ihrer Ansicht nach männerfeindlich werden
lassen: (1) Jede weibliche Hauptfigur ist helden- und tugendhaft ("gut").
(2) Jede männliche Hauptfigur ist psychotisch/böse oder
unzureichend/inkompetent. (3) Bis sie die Kraft gefunden haben, sich zu
wehren, sind die weiblichen Hauptfiguren Opfer der männlichen. (4) Bis
ihr
wahres Wesen enthüllt wird, erscheinen die männlichen Hauptfiguren
häufig
als charmant, gutmütig und vertrauenswürdig. (5) Die weiblichen Hauptfiguren
sind entweder schon Feministinnen oder gerade dabei, "bekehrt" zu
werden.
(6) Böse Männer werden vernichtet, "minderwertige" Männer
steigen auf, indem
sie weibliche Tugenden annehmen. Kurz gefasst ist der einzige gute Mann
entweder eine Leiche oder eine "Frau" (in Ausbildung).
Dieses Spiel belegen die Autoren nun anhand zahlloser Fälle. In dem Film
"In
Sachen Henry" (mit Harrison Ford) erleidet der böse Patriarch durch
eine
Kopfwunde eine geistige Störung und landet erst wieder auf dem richtigen
Weg, als er durch seine Frau lernt, wie man sich "anständig"
benimmt. In
"Die Farbe Lila" von Stephen Spielberg (nach einem Roman Alice Walkers)
ist
jeder Mann entweder ein hoffnungsloser Idiot, ein bösartiger Tyrann oder
beides. Frauen repräsentieren die Mächte des Lichts, und sie haben
keine
andere Aufgabe als die männlichen Pappkameraden umzustoßen, denen
jegliche
psychische Komplexität fehlt. In "Was Frauen denken" (mit Mel
Gibson) ist
die Hauptfigur ein chauvinistischer Sexist, der durch einen bizarren Unfall
die Fähigkeit entwickelt, Gedanken zu lesen, und so erfährt, was die
weibliche Welt wirklich von ihm hält, wodurch er natürlich an Reife
gewinnt.
In der umgekehrten Rollenverteilung wäre so etwas heute undenkbar. (Vor
vierzig Jahren, in "Manche mögen´s heiß" war es hingegen
noch möglich, auf
die Fehler beider Geschlechter gleichermaßen hinzuweisen, etwa auch darauf,
dass viele Frauen Männer nur als "Erfolgsobjekte" betrachten.)
In
"Flatliners" begeben sich vier Medizinstudenten in eine Art künstlichen
Tod,
um herauszufinden, was sie im Jenseits an Belohnungen oder Strafen erwartet.
Einzig und allein die Frau unter ihnen wird für moralisch unschuldig
befunden. In "Kids" zieht einer der männlichen Teenager durch
die Betten, um
seine Sexpartnerinnen mit Aids anzustecken. Nachdem Jenny, eines seiner
Opfer, im Verlaufe der Handlung ins Koma gefallen ist, vergewaltigt sie ein
Freund Tellys, der nichts von dem Virus weiß und zieht sich somit seine
offenbar gerechte Strafe zu. In Stephen Kings "Dolores Clairborne"
sind
wieder einmal alle Frauen Opfer und/oder Heldinnen und alle Männer Täter
oder deren Helfershelfer. In "Kap der Angst" sind erneut die weiblichen
Hauptfiguren gut und die männlichen entweder mehr oder weniger moralisch
verkommen. Hierbei ist interessant, dass dieser Film ein Remake darstellt
und es in seinem Original noch einen eindeutig guten männlichen Helden
gab.
Ebenfalls ein Remake ist der Disney-Film "Die Schöne und das Biest",
und
auch diese Geschichte wurde für die Neunziger auf männerfeindlich
getrimmt:
Im Original wurde der attraktive Prinz durch eine böse Fee zum Biest
verhext, und es war die Schöne, die sich trotzdem in ihn verliebte und
so
lernte, dass wahre Attraktivität nicht an der Oberfläche liegt. In
der neuen
Zeichentrick-Fassung wurde der Prinz verzaubert, weil er hartherzig war, und
er musste durch die Schöne erst wieder lieben lernen. Disney tilgte die
boshaften Schwestern der Schönen aus dem Märchen und flickte dafür
einen
bösartigen Verehrer der Schönen ein, der das Biest anfeindete und
beispielsweise auch die Ansicht vertrat, es sei Unfug, Frauen Lesen lernen
zu lassen. In "Switch - Die Frau im Manne" streunt die männliche
Hauptfigur
Steve durch die Betten, wird daraufhin von seinen drei Ex-Geliebten ermordet
und reinkarniert sich in einem weiblichen Körper. Schon diese Anfangssequenz
stellt männliche Promiskuität als ein verdammenswertes Verbrechen
dar, das
den Teufel persönlich auf den Plan bringt, während Mord als etwas
Harmloses,
ja Amüsantes erscheint. (Bezeichnenderweise ist in diesem Film Gott
geschlechtslos, aber der Teufel immer noch männlich.) Spätere Szenen
zeichnen männliches Begehren als Charakterfehler, auf den es nur eine
angemessene Reaktion von weiblicher Seite gibt, nämlich eine Ohrfeige oder
einen Hieb mit der Handtasche in die Hoden. In "Das Schweigen der Lämmer"
sind wieder alle Männer bis hinauf zum Gefängnisdirektor (mit der
Ausnahme
von Starlings Vorgesetztem) auf irgendeine Weise psychotisch und/oder
bösartig; Frauen sind ihre Opfer und werden zum Schweigen gebracht. Dass
die
FBI-Agentin Clarence Starling mit ihrem Job in eine bislang klassische
Männerdomäne eindringen will, erscheint als lobenswert; wenn ein Mann
in die
Frauenrolle schlüpfen möchte, versinnbildlicht dieser Film das durch
einen
Psychopathen, der Frauen quält, tötet und ihnen dann die Haut abzieht,
um
sich daraus neue Kleidung zu schneidern. In "Die Geschichte der Magd"
(nach
einem Roman Margaret Atwoods) haben die Frauen die Rolle von
"Gebärmaschinen" inne, während die Männer im Krieg
sind. Young und Nathanson
weisen darauf hin, dass die Anspielung auf den Nationalsozialismus insofern
hinkt, als die Beteiligung von Frauen am Projekt "Lebensborn" freiwillig
war, während Männer in der Regel keine Wahl hatten, ob sie an der
Front
verheizt wurden oder nicht. Der Film stelle die historische Wahrheit auf den
Kopf, wenn er in dieser Hinsicht das weibliche Geschlecht als unterdrückt
und das männliche als kriegerisch zeige. Keinem der Rezensenten war das
aufgefallen. In "Grüne Tomaten" sind Männer eneut entweder
bösartige
Unterdrücker oder eine unzureichende Last, die Frauen hingegen gut und
heldenhaft. Einen dieser Männer bringen sie um, kochen ihn und servieren
sie
den Gästen ihres Restaurants zum Essen, womit trefflich gezeigt werde,
dass
Frauen auch aus dem Schlechtesten noch etwas Zauberhaftes herrichten können.
Evelyn, die sich in der Rahmenhandlung des Films diese Geschichte anhört,
bricht daraufhin zu einer Art höherem, "befreiten" Bewusstsein
durch und
phantasiert davon, den "Playboy" mit Bomben und prügelnde Männer
mit
Maschinengewehrsalven in die Genitalien zu bekämpfen. Statt dass die Wunden
zwischen den Geschlechtern geheilt werden, verkaufen solche Filme Rache als
Gerechtigkeit.
Young und Nathanson legen auch bloß, wie unterschiedlich männliche
und
weibliche Täter präsentiert werden. Selbst wenn von Frauen begangene
Verbrechen einmal nicht als lustig oder eine Form gerechtfertigter Gegenwehr
vorkommen, so wird das Verhalten der Täterinnen dadurch psychologisch
erklärt, dass diese früher selbst Opfer waren: ob von einer traumatischen
Fehlgeburt wie in "Die Hand an der Wiege" oder weil ihnen ihr geiziger
Ex-Mann nur 16.000 Dollar Unterhalt pro Monat zahlte und deshalb offenbar
umgebracht werden musste ("A Woman Scorned: The Betty Broderick Story",
nach
einer wahren Begebenheit). In "Foxfire" schlagen einige Teenagerinnen
ihren
Lehrer zusammen, bedrohen einen Mitschüler mit dem Messer und einen Vater
mit der Pistole, erschießen schließlich einen Mann ... aber sie
alle wurden
von ihren Opfern zuvor sexuell angegangen, wodurch ihre Reaktion fast
verständlich wird. Männliche Täter verdienen solche "Entschuldigungen"
nicht; sie erscheinen wie direkt aus der Hölle aufgestiegene Dämonen.
Protoypisch ist hierfür "Der Feind in meinem Bett" (mit Julia
Roberts), in
dem der Ehemann der Heldin mit den verschiedensten Methoden als so durch und
durch unmenschlich präsentiert wird, dass die Zuschauer sich zum Schluss
selbst sehr wünschen, sie würde ihn endlich erschießen. (Was
sie auch tut;
bezeichnenderweise muss sie Kugel um Kugel auf ihn abfeuern und dieses
Höllenwesen geht immer noch nicht tot.)
Es gibt inzwischen ein ganzes Genre an TV-Filmen, die sogenannten "jeps"
(für "jeopardy": Gefahr), in denen unschuldige und verletzliche
Frauen sich
liebevoll um ihre Familien kümmern, sich geduldig über die ersten
von ihren
bedrohlichen Männern ausgehende Gefahrensignale Gedanken machen, daraufhin
ebenso geduldig leiden, bis sie endlich mutig und intelligent zurück
schlagen, um dem Männerbösen den Garaus zu machen. Damit dieses
Schwarz-Weiß-Bild der Geschlechterverhältnisse als wahr erscheint,
flackern
in den USA unterstützend die gebührenfreien Notrufnummern von Frauengruppen
über die Bildschirme. Nathanson und Young sehen hier neue, nicht-religiöse
Mythen am Werk, die deshalb so erfolgreich sind, weil sie dem TV-Publikum
die Ursache des Leidens und des Bösen auf dieser Erde erklären: Es
kommt vom
Mann. Das Problem ist nur, dass Männer diese Filme AUCH sehen und ihnen
jetzt keine andere Identifikationsmöglichleit mehr bleibt als der Prügler.
Sie stehen quasi vor der Wahl, dieses verquere Rollenbild auch für sich
zu
übernehmen, oder aber sich von ihren Geschlechtsgenossen offensiv zu
distanzieren, indem sie der feministischen Ideologie zuwandern. Sie müssen
sich also entscheiden, entweder als Inkarnation des Bösen oder als
zweitklassige Frauen weiterzuleben. Die Autoren ziehen hier eine Analogie zu
führenden Vertretern des Christentums in früheren Jahrhunderten, die
erklärten, Juden seien an sich ja auch nicht minderwertig; schließlich
könnten sie jederzeit zum Christentum konvertieren.
Nun belegen Nathanson und Young diese Darstellung von Männern als moralisch,
charakterlich oder anderweitig minderwertig nicht nur am Medium Film,
sondern etwa auch in der Literatur (oftmals ja auch eine filmische Vorlage),
in der Werbung, im Comic (Hägar, Beetle Bailey), im Zeichentrick (Die
Simpsons, Beavis and Butthead), in Grußkarten (die Freundschaft zwischen
Frauen wird durch sexistische Sprüche gegen Männer gefestigt) oder
in
sogenannten Ratgeber-Büchern. Autorinnen wie Deborah Tannen erklären
zum
Beispiel, dass das männliche Gesprächsverhalten bis zu einem gewissen
Grad
"krankhaft" sei. Frauen verwendeten Sprache nämlich, um Besorgnis
und
Mitgefühl auszudrücken sowie Beziehungen zu pflegen, Männer um
Dominanz
auszudrücken oder sich rhetorisch durchzusetzen. (Es gibt wirklich Leute,
die sowas glauben!) In der Wirklichkeit aber werden Männer von Frauen heute
so karikiert wie früher Schwarze ("Neger") im Vaudeville-Theater.
"Loreena
Bobbit, kümmer dich doch mal um Bob Dole" darf Whoopi Goldberg auf
der
Oscar-Verleihung sagen oder auch "Unser nächster Star spielte mal
in einem
Film, in dem ein Mann das Herz eines Pavians hatte, was ich nicht so
ungewöhnlich finde." Bei solchen Gelegenheiten fällt dreierlei
auf: (1)
Tannens kühne Thesen zeigen keine Übereinstimmung mit dem Gesprächsverhalten
von Frauen in der Wirklichkeit. (2) Männer dürften sich dieselbe Form
von
"Humor" gegenüber Frauen nicht leisten. (3) Im Gegensatz zu allen
anderen
Gruppen, die man öffentlich verhöhnen könnte, dürfen Männer
sich weder
verteidigen (dann wären sie böse), noch Schutz suchen (dann wären
sie
Schwächlinge). Der gesellschaftliche Sexismus trifft Männer also insgesamt
weit härter. Manche Männer werden damit nur fertig, indem sie die
Botschaft
annehmen, dass sie tatsächlich als Geschlecht schuldig und verantwortlich
für die Probleme des anderen Geschlechtes sind. Wenn sie damit durchkommen,
sozusagen als "Frauen ehrenhalber" akzeptiert zu werden, haben sie
wenigstens das Gefühl der Schuld von ihren Schultern.
Auf der Suche nach den ideologischen Ursachen dieser Männerfeindlichkeit
ziehen die Autoren Parallelen zum Marxismus. Der Feminismus habe lediglich
das Feindbild ausgetauscht: Statt der Bourgeoisie muss jetzt das Patriarchat
umgestürzt und eine neue Utopie errichtet werden. Bis es soweit war, durften
sich die Arbeiter bzw. die Frauen immerhin moralisch überlegen fühlen.
Eine
weitere Wurzel sehen sie im Weltbild insbesondere der nationalistischen
Romantik, die schon vor weit über 100 Jahren eine Gruppe der anderen als
von
Geburt an moralisch, spirituell, intellektuell oder biologisch überlegen
präsentierte. Längst überkommen gehoffter Essentialismus und
Dualismus
kehren heute auf diese Weise zurück. Schon im neunzehnten Jahrhundert
kursierte ein Geschlechterbild, in dem Frauen moralischer, sorgender,
hegender, erdverbundener, gutmütiger und lebensbejahender waren als Männer.
Im einundzwanzigsten Jahrhundert gelten sie zusätzlich als umweltbewusster,
ganzhirniger, emotional intelligenter undsoweiter undsofort. Auch die
Verteufelung der Sexualität spielt eine Rolle, nur dass sie jetzt nicht
mehr
wie im Christentum für Sünde, sondern für männliche Verdorbenheit
steht.
Immer neue Orte werden gefordert und durchgesetzt, wo Frauen vor diesen
männlichen Minderwesen "geschützt" sind. Es fehlt die Anerkennung,
dass
Männer vollwertige Mitmenschen sind, die individuell oder kollektiv
ebenfalls verletzt werden können.
Insgesamt zeigen sich Nathanson und Young also sehr besorgt über die
herrschenden Verhältnisse. Auch, so vermerken sie, sollte man eines nicht
vernachlässigen: Diese Zustände könnten sich irgendwann auch
schädlich für
Frauen auswirken. Wenn Männern nämlich wieder und wieder und wieder
eingetrichtert werde, wie frauenverachtend und gewalttätig sie seien, wer
sagt uns, dass sich das nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung entwickelt
und immer mehr Männer zu der Entscheidung kommen: "Gut, dann soll
es eben so
sein"? Das Problem bei vielen Frauen gerade aus dem feministischen geprägten
Spektrum ist, dass sie von den Männern Liebe einfordern, aber selbst nur
Hass und Verachtung zu geben haben. Das Empfangen und Geben von Liebe
bedingen einander jedoch. Im Augenblick züchtet unsere männerfeindliche
Gesellschaft genau jenes klischeeisierte Feindbild, das sie so gerne
beklagt.
Generell handelt es sich somit auch bei "Spreading Misandry" um ein
Buch,
das den Leser auf Strukturen aufmerksam macht, die er zuvor vielleicht nicht
bemerkt hätte. Beispielsweise war ich letztes Wochenende mal wieder im
Kino:
"Panic Room". An und für sich hat mir der Film gut gefallen.
Nur richtet er
sich bei der Zuweisung der Geschlechterollen ganz nach dem aufgezeigten
Schema: Die beiden Frauen, Mutter und Tochter, sind Opfer und Heldinnen
zugleich und müssen sich gegen drei gewalttätige männliche Einbrecher
durchsetzen. Selbst die wenigern anderen männlichen Nebenfiguren sind
entweder unsympathisch (ein Makler) oder, um mit Young und Nathanson zu
sprechen, unzureichend: Der Nachbar versteht die per Taschenlampe gemorsten
SOS-Signale nicht, zwei Polizeibeamte sind auch keine Hilfe und der per
Handy um Hilfe gerufene Ehemann der von Jodie Foster gespielten Heldin tritt
auch nicht mehr wie vielleicht noch im Kino vor fünfzig Jahren als Retter
auf. Stattdessen steht er nachts um drei in der Haustür, fragt den Herrn
mit
der Strumpfmaske über dem Kopf, was denn hier gerade vorgehe, und lässt
sich
von diesem übel zusammenschlagen, um den Rest des Films über mehr
oder
weniger impotent in einem Stuhl herumzusitzen. Währenddessen setzen sich
Frau und Tochter ebenso mutig wie einfallsreich zur Wehr. Das sind die
Geschlechterklischees, die heutzutage Leinwand und Bildschirm beherrschen,
so wie es in den fünfziger Jahren im anderen Extrem der Fall war.
Soviel für diese Ausgabe. Ein letztes Mal verabschiede ich mich bis in
zwei
Wochen und wünsche euch allen bis dahin noch eine schöne Zeit,
Arne
INVISIBLE MEN e-zine, Nummer
38
herausgegeben von Arne Hoffmann
Herzlich willkommen, liebe Leser, zur achtunddreißigsten und letzten Ausgabe
der INVISIBLE-MEN! Noch heute Vormittag habe ich den aktuellsten Abo-Wunsch
für dieses zine in meiner Mailbox vorgefunden. Trotzdem ist diese
Entscheidung unwiderruflich.
Kommen wir vor meinen Abschiedsworten aber erst mal ohne Umschweife zu den
NEWS:
-----
FRANKREICH UNTER SCHOCK: MÄDCHENBANDE FOLTERT ENTFÜHRTEN TEENAGER
Die schlimmsten Szenarien, die ich in "Sind Frauen bessere Menschen?"
beschrieben habe und die von manchen als "Och, das gibt´s doch nur
in
Amerika" abgewiegelt wurden, zeigen sich im Herzen Europas als ein immer
drastischeres Problem - ein Problem, das solange nicht angegangen werden
kann, wie IdeologInnen Gewalt nur als rein männliches Phänomen sehen
möchten. In Frankreich erreichte die Gewalt unter Teenagerinnen gerade
einen
neuen Höhepunkt, als Mitglieder der Mädchengang "Drei Furien"
einen
18jährigen entführten, mit seinem Geld eine wilde Shopping-Tour
veranstalteten, ihn 24 Stunden lang misshandelten und dann versuchten, ihn
zu erwürgen. Ihr Opfer überlebte nur durch Vortäuschen seines
Todes.
Sandrine Rabineau, eine der Angeklagten, berichtete, sie seien auf der Suche
nach einem Kerl gewesen, der "für alles bezahlt, was man will, ohne
irgend
etwas anderes oder auch Sex als Gegenleistung zu erwarten". Das Opfer,
ein
schüchterner, schmächtiger Student, gab zu, Skrupel gehabt zu haben,
der
Polizei überhaupt von dem Übergriff zu berichten. Er hätte sich
geschämt zu
bekennen, von drei Mädchen so misshandelt worden zu sein. Zwei Monate zuvor
war Frankreich geschockt worden, als zwei Mädchen aus der Mittelklasse
im
Alter von 13 und 14 Jahren eine Mitschülerin quälten und anzündeten,
weil
sie "zu hübsch" gewesen sei. Stephane Clerget, ein führender
Kinderexperte
des Landes kommentierte den aktuellen Fall: "Heute konsumieren Mädchen
mehr
Drogen und Alkohol, was ihnen ihre Hemmungen nimmt. Jemanden benutzen, ihn
zu seinem Sklaven zu machen, erlaubt ihnen ein sadistisches sexuelles
Vergnügen, ähnlich dem von Jungen, die Mädchen vergewaltigen
oder ihre
Freundinnen schlagen." Lest den gesamten Artikel unter
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2002/06/02/wgang02.xml&sSheet=/news/2002/06/02/ixworld.html
14JÄHRIGES MÄDCHEN RAUBT LANDSHUTERIN MIT GASPISTOLE AUS
http://www.idowa.de/idowa/bereich_de/nachrichten/nachricht.html?ort_id=6&nachrichten_id=53879
SCHIESSEREI UNTER MAFIA-FRAUEN FORDERT DREI TOTE
Wie ich unter Bezug unter anderem auf Clare Longriggs "Patinnen" in
meinem
Buch ausführlich geschildert habe, gelang es vielen Frauen in der Mafia
deshalb, an die Macht zu kommen und ungestört ihre Morde zu begehen, weil
die Richter Frauen grundsätzlich nur als Opfer oder schlimmstenfalls
harmlose Mitläuferinnen wahrnahmen und so lange Zeit verschonten. Vor kurzem
kam es bei Neapel im Verlaufe eines Bandekriegs zu einer Schießerei, die
Beobachter an Gangsterfilme mit dem Schauplatz Chicago erinnerte und die
drei Tote (darunter ein 16jähriges Mädchen) sowie mehrere Verletzte
forderte. Es stehe ohne Zweifel, dass diese Schießerei von Frauen ausging,
denn einem Kodex der "ehrenwerten Gesellschaft" zufolge eröffnen
Männer
niemals das Feuer auf Angehörige des weiblichen Geschlechts:
http://www.news.ch/detail.asp?ID=113408
sowie
http://www.fr-aktuell.de/fr/104/t104011.htm
(und etliche andere).
FRAU, DIE GEFESSELTEN MIT AXT ERSCHLUG, VON MORDVORWURF FREIGESPROCHEN
Die INVISIBLE MEN hatten mehrfach über diese Tat berichtet bei der das
männliche Opfer mit dem Gesicht nach unten auf dem Fußboden gefunden
wurde,
die Augen verbunden, mit Handschellen gefesselt und geknebelt. Im Schädel
des Geschäftsmannes steckte immer noch die Axt, mit der ihm seine
Lebenspartnerin Janet Charlton 20 Hiebe versetzt hatte. Jetzt befand ein
Geschworenengericht auf Totschlag statt Mord. Der Richter bekundete,
Charlton habe die Selbstkontrolle verloren, und der Getötete sei
nachweislich ein Mann mit "depraved" (in etwa: perversen, verkommenen)
sexuellen Neigungen gewesen. Die Staatsanwaltschaft vertrat die Auffassung,
die Täterin habe ihren Geliebten aus Rache ermordet, weil dieser die
Beziehung beenden wollte; Charlton selbst behauptete, das Opfer habe sich
als Kindermörder dargestellt und ihre Tochter bedroht:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/england/newsid_2002000/2002559.stm
Wenige Tage später sprach ein Gericht in Brüssel Geneviève
Simenon, die
Großnichte des berühmten Krimiautors Georges Simenon, auf Bewährung
frei,
nachdem diese ihren Lebenspartner mit einem Hammer erschlagen hatte. Die
Richter ließen mildernde Umstände gelten, weil die Angeklagte nach
eigenen
Angaben wiederholt Beleidigungen ihres Freundes ausgesetzt war.
"JAPAN TODAY": FÜNF TIPPS, DAMIT MAN NICHT VON SEINER FRAU GETÖTET
WIRD
Die japanische Zeitung gibt unter
http://www.japantoday.com/e/?content=shukan&id=113
ein paar praktische
Hinweise fürs Leben, darunter "Passen Sie auf, wenn Ihre Frau plötzlich
verstärkt Gewürze verwendet" sowie "Missachten Sie ihre
sexuellen
Bedürfnisse nicht".
AKTUELLER JENNIFER-LOPEZ-FILM PROPAGIERT SELBSTJUSTIZ GEGEN MÄNNER
Die US-amerikanische Männerbewegung diskutiert unter
http://www.mensactivism.org
über den neuen Film "Enough", in dem JLo eine
Kellnerin spielt, die von ihrem reichen Ehemann geprügelt wird. Sie flieht
mit ihrer Tochter, wird verfolgt, und weil die Polizei ihr nicht hilft,
greift sie zur Selbstjustiz und lockt ihn in eine Falle, um ihn umzubringen.
Das wird als akzeptabel präsentiert, denn ihr Opfer ist als offenbar
typischer Mann ebenso allmächtig-überlegen wie allböse-psychopathisch.
"Enough" ist durchgehend von dem Motto "Selbstverteidigung ist
kein Mord"
durchzogen. US-Männerrechtler empfinden diese Darstellung als einseitig
und
gefährlich. Auch Rezensenten, die nicht zur Männerbewegung zählen,
beanstanden, dass Lopez Film das komplexe und sensible Problem häuslicher
Gewalt für einen billigen Thrill ausbeute. "Why it's acceptable to
cheer
while a woman beats the holy crap out of a man, but not the other way
around, is one question the thinking moviegoer might ask" befindet etwa
Mary
Ann Johanson in einer auch insgesamt lesenswerten Kritik unter
http://www.flickfilosopher.com/flickfilos/archive/2002/enough.shtml
Einen
Überblick über die weitgehend ablehnenden Filmkritiken findet ihr
unter
http://www.rottentomatoes.com/m/Enough-1114051
DAS JAHR DES MANNES 2002: "KÖNNEN MÄNNER DENKEN?"
Thorsten Mahler vom Wiesbadener Ortsverein des "Väteraufbruchs für
Kinder"
faxte mir dankenswerterweise ein Faltblatt der Hessischen Landeszentrale für
politische Bildung zur Veranstaltungsreihe 2002 "Das Jahr des Mannes"
zu,
dessen Inhalt ich euch nicht vorenthalten möchte. Auffällig ist zunächst
einmal, dass es von der kommunalen Frauenbeauftragten Wiesbaden
herausgegeben ist. (Ein Männerbeauftragter existiert ja nicht). Bereits
der
einleitende Text gibt das Bild vom Mann als minderwertigem Untermenschen
vor: "Zum Beispiel wird erst langsam thematisiert, dass Gewalt und
Kriminalität überwiegend ein Problem von Männern ist. ... Männer
verfügen
nach wie vor über sehr viel mehr Macht und Geld als Frauen, Frauen verfügen
immer noch über sehr viel mehr soziale Kompetenzen und Fähigkeiten
als
Männer". Fünf Veranstaltungen werden im Rahmen des "Jahr
des Mannes"
angeboten: 1) "Neue Männer braucht das Land - wirklich?"; 2)
"Können Männer
denken?" (Diesen Titel wählte der "Wiesbadener Kurier" für
einen Artikel
über diese Veranstaltungsreihe.); 3) "Stehpinkeln - die letzte Bastion
der
Männer" (Diavortrag und Lesung von dem Berliner Diplom-Sozialwissenschaftler
Klaus Schwerma); 4) "Rechte Männer - Rechte Frauen" (Entgegen
den
vorliegenden Erkenntnissen wird im Begleittext Rechtsextremismus als fast
ausschließlich männliche Erscheinung dargestellt.); 5) "MännerGewalt
- die
Täter" (zum Thema häuslicher Gewalt). Damit die Veranstaltungsorte
leichter
zu finden sind, ist ein Auszug aus dem Frauenstadtplan beigefügt.
Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe von den evangelischen und
katholischen Familienbildungsstädten und der Arbeiterwohlfahrt. Wenn all
diese Beteiligten eine Veranstaltungsreihe zum "Jahr des ausländischen
Mitbürgers" auf vergleichbare Weise inszenieren würden, wäre
das Ergebnis in
nichts von offenem Rassismus zu unterscheiden, und es gäbe einen
berechtigten Aufschrei. Mit Männern ist so etwas problemlos durchführbar.
KINDESENTFÜHRUNG: AUSLAND KRITISIERT NOCH IMMER DEUTSCHE GESETZE
So schildert etwa die Tampa Tribune aus Florida unter
http://www.tampatrib.com/MGAXHWXJP1D.html
den Fall eines
deutsch-amerikanischen Paares, bei dem sich die Mutter mit dem Kind nach
Deutschland absetzte. Nachdem der Vater tausende von Dollar für Detektive
ausgegeben hatte, habe zwar ein Potsdamer Gericht die Mutter verurteilt, das
kind zurückzugeben, aber - wir alle kennen das Problem - mangels
Tatenlosigkeit der verantwortlichen Stellen sei dieses Urteil nicht
umsetzbar. Auch Vertreter des US-State-Departements beklagen die mangelnde
Kooperation von Deutschland, wenn es um Kindesentführungen gehe. Die
Unterhaltszahlungen des Vaters hingegen fließen ohne Unterlass.
SEXUELLER MISSBRAUCH DURCH NONNEN
Vor wenigen Wochen beseitigte die katholische Kirche das Tabu, sexuellen
Missbrauch in ihren Reihen offen zu thematisieren. Es dauerte nicht lange,
und die ersten Berichte erscheinen über eine Gruppe innerhalb der
katholischen Kirche, mit der im Zusammenhang mit diesem Thema wohl nur
wenige gerechnet haben: Nonnen. Tatsächlich existiert seit 1995 eine
Dokumentation Ashley Hills über entsprechende Fälle oder zumindest
Vorwürfe
in 23 Staaten. Ihr Titel lautet "Habits of Sin: An Expose of Nuns Who
Sexually Abuse Children and Each Other." Seit Erscheinen dieses Buches
sind
weitere Anschuldigungen bekannt geworden:
http://www2.bostonherald.com/news/local_regional/nuns06032002.htm
MISSBRAUCHS-AUTORIN SCHLÄGT NEUE WEGE EIN
Laura Davies war Co-Autorin des Bestsellers "Trotz allem", der
ausschlaggebend für die Missbrauchs-Hysterie der achtziger und neunziger
Jahre war. Wie wenig wissenschaftlich fundiert sein Inhalt ist, war
bestenfalls in der Fachwelt bekannt, in der Öffentlichkeit jedoch kaum.
Kühne Thesen über "verdrängten" sexuellen Missbrauch,
der unter anderem
durch Hypnose plötzlich wiedererinnert werden konnte, sickerten in unsere
populäre Kultur ein (bis hin zu Serien wie dem "Marienhof");
die Einwände
der Gedächtnisforscher blieben anfangs lange ungehört. Als Folge
unzureichender Therapien auf der Grundlage solchen Halbwissens unterstellten
viele angebliche Missbrauchsopfer ihren Verwandten Verbrechen, die sie in
Wahrheit unwissentlich herbeiphantasierten, statt sie zu erinnern. Ganze
Familien wurden so zerstört. In späteren Auflagen von "Trotz
allem" rückte
Davies mehr und mehr von ihrem Fundamentalismus und ihren kühnsten
Behauptungen ab. Während sie heute noch darauf beharrt, insgesamt mehr
Nutzen als Schaden verursacht zu haben, setzt sie den Schwerpunkt ihres
neuen Buches auf Versöhnung und darauf, Familien wieder zusammenzubringen:
http://www.salon.com/books/feature/2002/05/22/davis/index1.html
TELEFONSERVICE BELEIDIGT LÄSTIGE VEREHRER
New Yorkerinnen, die von einem Mann um ihre Telefonnummer gebeten werden,
brauchen ihm jetzt nicht mehr selbst zu sagen, dass sie keinen näheren
Kontakt wünschen. Stattdessen können sie ihm "ihre Telefonnummer"
geben, die
in Wahrheit zu einem Telefonservice führt. Der Anrufende hört daraufhin
vom
Band die Botschaft: "Leider hat die Person, die Ihnen diese Nummer gegeben
hat nicht vor, Sie noch einmal wiederzusehen oder auch nur mit Ihnen zu
sprechen. Sie sind ein Verlierer und ein absoluter Idiot, das auch nur zu
denken." Lest mehr darüber unter
http://www.rp-online.de/news/multimedia/netzreporter/2002-0524/rejectionline.html
NEUE STUDIE: SPERMA HILFT GEGEN DEPRESSIONEN
Forscher der State University of New York fanden heraus, dass das männliche
Ejakulat vermutlich vor einem Leiden bewahrt, das nach Ansicht vieler
Mediziner Volkskrankheit Nummer eins ist. So ergab eine Studie unter 293
Studentinnen, dass Frauen, die beim Geschlechtsverkehr keine Kondome
nutzten, seltener depressiv sind als die Vergleichsgruppe. Zudem äußerten
die durch Präservative geschützten Frauen häufiger Selbstmordgedanken.
Die
Hormone des Spermas wandern in den weiblichen Blutkreislauf über:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,197973,00.html
EINER FRAU DEN BH ZU ENTFERNEN IST FÜR VIELE MÄNNER GEFÄHRLICH
Klar, werden jetzt viele von euch sagen, die zu erwartenden
Unterhaltsforderungen können einem die ganze Zukunft versauen. Tatsächlich
geht es aber um die Verletzungsgefahr bei der Handhabung:
http://www.ananova.com/news/story/sm_589906.html?menu
JEDER DRITTE HAT ANGST, IM BETT NICHT ZU GENÜGEN
Zu diesem Ergebnis kam eine Repräsentativumfrage des
Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitschrift "Glamour":
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=348229
Für diese Furcht macht die
Sexualtherapeuthin Martina Pleyer vor allem die übertriebenen Darstellungen
in Film und Fernshen verantwortlich: In Frauen entstünde so Angst, frigide
zu sein, bei Männern zeigten sich Potenzprobleme. Besonders jüngere
Männer
vertrauten ihren Instinkten nicht mehr, und von den Mädchen bekämen
sie auch
kein Feedback, weil diese sich selbst nicht fallen lassen könnten. Auf
die
Frage der Meinungsforscher, was einen Mann zum guten Liebhaber mache,
erklärten 42 Prozent der "Glamour"-Leserinnen, er müsse
der Frau das Gefühl
geben, begehrt zu werden. Nach Ansicht von 35 Prozent der Befragten sollte
ein guter Liebhaber nicht nur auf den Geschlechtsakt und den eigenen
Orgasmus fixiert sein. Elf Prozent der angesprochenen Frauen meinten, er
müsse sie fragen, was ihr gefällt und das auch umsetzen.
MÄNNER BEKLAGEN: FRAUEN BEI SEX ZU ZURÜCKHALTEND
Hier war es das Meinungsforschungsinstitut Gewis das diese Erkenntnis in
einer repräsentativen Umfrage für die Frauenzeitschrift "Laura"
ermittelte.
Etwas mehr als zwei von drei Männern befinden eine Frau demnach dann als
gut
im Bett, wenn sie stark auf die Wünsche ihres Partners eingeht. Gerade
einmal zwei von fünf Frauen konnten sich jedoch vorstellen, dass das bei
den
Männern gefragt sei:
http://www.rp-online.de/news/journal/2002-0526/sex_umfrage.html
WEB:
---
Eine diskussionswürdige Idee, wie man Männerinteressen stärker
in den
politischen Parteien verankern kann, stellt Joachim in Jörgs Forum unter
http://f25.parsimony.net/forum63067/messages/10267.htm
zur Diskussion.
MEDIAWATCH:
-----
MINISTERIN BERGMANN SCHALTET DEUTSCHE PRESSE WEITER GLEICH
Das "Gewaltschutzgesetz" ist geschlechtsneutral? Die Informationen
über die
gleiche Verteilung der Geschlechter bei der Täterschaft häuslicher
Gewalt
ist in den Medien angekommen? Pustkuchen!
FOCUS titelt unter http://focus.de/G/GN/gn.htm?snr=106014&streamsnr=7
"BESSERER SCHUTZ VOR BRUTALO-GATTEN" und schreibt: "Einen wirksameren
Schutz
für Frauen vor prügelnden Männern hat Bundesfamilienministerin
Christine
Bergmann angekündigt. Der Bund werde etwa Modellprojekte in Krankenhäusern
unterstützen, um verdächtige Verletzungen von Frauen zu untersuchen.
`Immer
wieder stürzen angeblich ungeschickte Frauen die Treppen herunter oder
verletzen sich an Fenstern´, sagte Bergmann. Nach dem Beschluss der
Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister sollen sich künftig die
Ärztekammern der Länder für Fortbildungen einsetzen. Darin sollen
Ärzte mehr
über physische und psychische Folgen von Gewalt an Frauen erfahren. Das
Gewaltschutzgesetz sieht unter anderem vor, dass von ihren Männern
geschlagene Frauen künftig leichter per Gerichtsanordnung durchsetzen
können, dass sie die gemeinsame Wohnung befristet oder dauerhaft alleine
nutzen dürfen."
Die Süddeutsche Zeitung titelt unter
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel5990.php
"MEHR SCHUTZ FÜR
FRAUEN VOR GEWALT". Aus dem Text: "Ministerin Gitta Trauernicht aus
Niedersachsen betonte, von häuslicher Gewalt bedrohte Frauen müssten
jetzt
weniger leiden und nicht mehr so lange auf einen `Befreiungsschlag´ warten.
Allein in Niedersachsen sind nach offiziellen Angaben in den ersten drei
Monaten des Jahres 350 prügelnde Männer der Wohnungen verwiesen worden.
Zugleich appellierte die Konferenz an die Bundesregierung, sich mit allem
Nachdruck Forderungen nach einer Dienstpflicht für Frauen in der Bundeswehr
zu widersetzen. Das Grundgesetz stelle klar, dass Frauen zwar Dienst mit der
Waffe verrichten könnten, dazu aber nicht verpflichtet werden dürften."
Frankfurter Rundschau unter http://www.fr-aktuell.de/fr/104/t104017.htm:
"Das zum Jahresbeginn eingeführte Gewaltschutzgesetz, wonach prügelnde
Männer aus den Ehewohnungen verwiesen werden können, scheint sich
zu
bewähren. Einstimmig beschloss die Frauenministerinnen-Konferenz einen
Appell an die Ärztekammern, bei der Mediziner-Fortbildung mehr auf die
Gewalt an Frauen einzugehen. Bei vier Enthaltungen wandte sich die Konferenz
nachdrücklich gegen eine Wehrpflicht für Frauen. Die saarländische
Ministerin Regina Görner (CDU) sagte dazu, Frauen leisteten in Erziehung
und
Pflege bereits genug Dienst für die Gesellschaft."
Auch die Mitteldeutsche Zeitung titelt unter
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=mz_web/pages/nachrichten/NachrichtenArtikelPage&NachrichtenRubrik=de&NachrichtenRubrikName=Deutschland&MZWebArtikelID=1022266487443
"SCHUTZ VOR PRÜGELNDEN MÄNNERN". Dass die Berliner "tageszeitung"
dem
Sexismus jede Chance gibt, mag ohnehin niemand überraschen. "BESSERER
SCHUTZ
VOR PRÜGELGATTEN" heißt es unter
http://www.taz.de/pt/2002/05/25/a0139.nf/text
Selbst die Stiftung Warentest
wird offenbar mit einseitiger Information versorgt und druckt sie naiv ab:
http://www.warentest.de/pls/sw/SW$NAV.Startup?p_KNR=0&p_E1=2&p_E2=0&p_E3=110&p_E4=0&p_Inh=I:1027786
So ist es eben in der "männerbeherrschten Gesellschaft". Da lässt
sich eben
auch schon mal die komplette Presse eines Landes gleichschalten, um
Propaganda als Information zu verkaufen und 50 Prozent der Opfer
auszublenden, weil sie das falsche Geschlecht haben.
ZUR DOKUMENTATION:
------
KONTAKTANZEIGE IN DER "FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG"
"Are you: One in a million?
Wenn Armani, Bulgari, Cartier, Dior, Escada, Fendi, Gucci und Hermès
für Sie
keine Fremdworte sind, Sie bei Jaguar und Porsche nicht nur an Aktienkurse
denken, Sie *außerdem* ein attraktiver, beziehungsfähiger, charmanter
(...)
Mittvierziger (nicht älter!) sind, könnten Sie für mich, eine
(...)
kapriziöse 33jährige Femme de Luxe `one in a million´ sein.
Bitte nur
Bildzuschriften an ..... "
(gefunden von Rüdiger, der meint, man hätte das auch kürzer formulieren
können: "Geldbörse gesucht. Mann als Anhängsel billigend
in Kauf genommen."
PRESSEMITTEILUNG DER DEUTSCHEN VEREINIGUNG FÜR DATENSCHUTZ:
"BITTE KEINEN MISSBRAUCH MIT DEM KINDESMISSBRAUCH!"
--- Schockiert reagieren Datenschützer auf den Versuch des Bundesrates,
die
Bekämpfung des Kindermissbrauchs dazu zu nutzen, den Datenschutz im Internet
und generell bei der Telekommunikation von den Füßen auf den Kopf
zu
stellen. Der Rechtsausschuss der Länderkammer beschloss, das
Telekommunikationsrecht so zu ändern, dass statt der bisher gewährleisteten
Anonymität die Pflicht zur Identifikation aller Nutzenden festgeschrieben
wird. War bisher das spurenlose Surfen im Internet möglich, so sollen
künftig die Provider verpflichtet werden, Nutzungs- und Verbindungsdaten
ohne gesetzliche Fristsetzung aufzubewahren. Diese Daten sollen nicht nur
der Polizei zur Verfügung stehen, sondern ohne Einschränkung auch
sämtlichen
deutschen Geheimdiensten.
Die Totalkontrolle des Internet ist auch Gegenstand eines aktuellen
Konfliktes zwischen Europäischem Rat und Europaparlament. In einem offenen
Brief von 40 Bürgerrechtsorganisationen - dabei auch die Deutsche
Vereinigung für Datenschutz - wird die Verteidigung der Bürgerrechte
gegen
die Überwachungsgelüste der europäischen Regierungen und deren
Sicherheitsbehörden unterstützt und die Vorratsdatenspeicherung von
TK-Nutzungsdaten abgelehnt.
Nun soll offensichtlich Deutschland Vorreiter bei der Überwachung der
Informationsgesellschaft werden. Dabei wird völlig ignoriert, dass mit
krimineller Energie Protokollierungspflichten technisch umgangen werden
können, so dass im Datenraster von Polizei und Geheimdiensten letztlich
vor
allem die rechtstreuen BürgerInnen landen. Weiter wird ignoriert, dass
diese
weitgehende Abschaffung des Datenschutzes die Expansionsbestrebungen von
Verwaltung und Wirtschaft im Internet sabotiert. Welcher Bürger wird
E-Government-Angebote nutzen, wenn er befürchten muss, dass selbst das
Herunterladen eines Behördenformulars registriert und ausgewertet wird.
Wer
wird noch einen Internet-Buchladen betreten, wenn schon dies vom
Verfassungsschutz bequem nachvollzogen werden kann.
Der Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Datenschutz, Dr. Thilo
Weichert: "Was hier unter dem Vorzeichen der Bekämpfung des
Kindermissbrauchs betrieben wird, zeugt von Skrupellosigkeit im Umgang mit
unseren Grundrechten in der Informationsgesellschaft. Kindermissbrauch ist
ein widerliches Verbrechen, das mit geeigneten und verhältnismäßigen
Mitteln
aufgeklärt und bekämpft werden muss. Die Vorratsdatenspeicherung gehört
hierzu nicht. Es zeugt nicht von demokratischer Kultur, wenn derart zentrale
Fragen nebenbei unter falschem Vorzeichen und ohne Diskussion kurz vor
Wahlen durchgezogen werden sollen. Verfassungswidrige Regelungen können
nicht dadurch entschuldigt werden, dass sie für Wahlkampfzwecke für
nützlich
angesehen werden. Der Bundesrat darf am Freitag, den 31. Mai, diesen
Vorschlägen nicht zustimmen!"
Deutsche Vereinigung für Datenschutz, http://www.aktiv.org/DVD ---
BUCHVORSTELLUNG: "VON DER MUTTER MISSBRAUCHT"
Von Alexander Markus Homes (Autor von "Gottes Tal der Tränen"
über
Misshandlung und sexuellen Missbrauch in deutschen Heimen, Scheffler-Verlag)
wird ebenfalls im Scheffler-Verlag, Herdecke, im September/Oktober 2002 das
Buch "Von der Mutter missbraucht. Der andere Inzest" erscheinen. Parallelen
zu "Sind Frauen bessere Menschen?" bieten sich an, da Homes rund 600
Seiten
starker Band ein in meinem Buch angerissenes Problem ausführlicher behandelt
und dabei in ähnlicher Weise gerade auf eine Sammlung von stichaltigen
Fakten und entsprechenden Belegen Wert legt wie mein eigener Band. Einige
wenige Informationen und Forschungsergebnisse konnte ich selbst dem Autor
zugänglich machen, der sich ansonsten in dieser Materie allerdings noch
deutlich besser auskennt als ich. Homes vertritt in seinem Buch die
Auffassung, dass, wenn man die Definition für sexuellen Missbrauch ähnlich
großzügig anlegt, wie Feministinnen das normalerweise tun, man von
einer
Gleichverteilung der Täterschaft bei Frauen wie bei Männern ausgehen
kann.
Auch Homes hatte mit diesem Tabuthema, für das in keinem Verlagsprogramm
eine passende Nische zu existieren scheint, eine Odyssee durch zahlreiche
Lektorate hinter sich, bis dieser Band jetzt endlich in demselben
Kleinverlag wie sein Vorgänger "Gottes Tal der Tränen" veröffentlicht
wird.
(Homes hätte sich gewünscht, einen wesentlich größeren
und bekannteren
Verlag für dieses Thema gewinnen zu können, hatte dabei jedoch leider
keinen
Erfolg. Ein Problem dabei war, dass er keine Abstriche dabei machen wollte,
auch die fatale Rolle des Feminismus bei diesem Thema deutlich zur Sprache
zu bringen.) "Von der Mutter missbraucht" wird hoffentlich nicht allein
dazu
beitragen, den immer noch weitgehend vernachlässigten Opfern von
Missbrauchstäterinnen zu helfen. Es ist auch eminent wichtig für die
Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs insgesamt, da es belegt, dass die
Konstruktion dieses Verbrechens als (weit überwiegend) "männlich"
oder gar
"patriarchal" rein ideologisch ist und dass die zu bekämpfenden
Ursachen
weitgehend geschlechtsunabhängig sind und andernorts gesucht werden müssen.
Die INVISIBLE MEN erhielten dankenswerterweise die Erlaubnis, zentrale
Passagen aus der noch nicht im Lektorat überarbeiteten Einleitung des buches
bereits vorab zu veröffentlichen. An einigen Stellen habe ich
sprachlich-stilistisch etwas geglättet und gerafft, was mir von Herrn Homes
freigestellt wurde, auch wenn er die Endfassung nicht noch einmal eigens
autorisierte:
--- Wie auch immer das gewalttätige, brutale Verhalten dieser Mütter
gegenüber ihren eigenen Kindern analysiert und erklärt wird: Es gibt
sie -
gewalttätige Frauen, die Kinder sexuell missbrauchen und körperlich
malträtieren, quälen, entwürdigen und demütigen. Entweder
werden sie in der
Öffentlichkeit und insbesondere in den parteilich-feministischen Kreisen
nicht als existent wahrgenommen oder sie werden lediglich als Realität
anerkannt, aber mit ihren Problemen - auch und gerade von den unzähligen
parteifeministischen Beratungs- und Hilfevereinen - alleine gelassen.
Das Schweigen der Opfer beiderlei Geschlechts verdeckt unstrittig das ganze
Ausmaß der sexuellen Gewalt durch Frauen, Mütter. Wie hoch würde
der
Täteranteil bei weiblichen Missbraucherinnen ausfallen, wenn männliche
wie
weibliche Missbrauchsopfer die "Mauer des Schweigens" zum Einsturz
brächten?
Die parteilich-feministischen Beratungsstellen werden zu begreifen haben,
dass sie anerkennend einen Weg finden müssen, Täterinnen, die wie
auch
unzählige männliche Täter in der Kindheit Opfer sexueller Gewalt
waren, in
ihre therapeutische Arbeit zu integrieren. Sie werden hinzunehmen haben,
dass nicht nur Mädchen (Frauen), sondern auch Jungen (Männer) Opfer
sexuellen Missbrauchs und sexueller Gewalt durch Mädchen und Frauen sind.
Sie werden sich eingestehen müssen, dass das Klischee, dem zufolge Jungen
und Männer generell (zumindest potentielle) Missbraucher seien, ein Mythos
ist, zu keinem Zeitpunkt stimmte - und somit diffamatorisch ist.
Insbesondere werden sie die Geschichte über den sexuellen Kindesmissbrauch
und somit ihre feministische Forschung und Praxis, die sexuelle Gewalt als
eine ausschließlich männliche, patriarchalische Gewalt gegen Mädchen
und
Frauen benannt hat, umschreiben müssen.
Die parteilich-feministischen Beratungs- und Hilfevereine der sexuellen
Missbrauchsbewegung werden sich weiter fragen müssen: Wenn Frauen das
strukturell vorgegebene Machtverhältnis zu Kindern gewaltförmig ausnutzen
und sexualisieren, gibt es dann noch eine Begründung für den Feminismus?
Haben seine Anhängerinnen das Recht, speziell Männer wegen der von
ihnen
verübten Gewalttaten anzuklagen, wenn ihr eigenes Geschlecht Macht und
Gewalt ausübt, indem es Kinder misshandelt und sexuell missbraucht?
Der weibliche Anteil an Gewalt und sexuellen Missbrauchsdelikten wird fast
ausnahmslos geleugnet, totgeschwiegen. Insbesondere feministische
Autorinnen, die zahlreich zum Thema publiziert haben, verschweigen entweder
diese Tatsache oder erwähnen sie nur am Rande und bagatellisieren bzw.
relativieren sie im selben Atemzug. Bei ihnen herrscht die Angst vor, dass
die Anerkennung dieses Umstands als Verleugnung eines
geschlechtsspezifischen Unterschiedes beim sexuellen Missbrauch dienen
könne. Dies wiederum habe möglicherweise eine Rückkehr zu
geschlechtsneutraler Theorie und Praxis zur Folge. Zudem führe dies zu
einer
Relativierung und Umschreibung der Geschichte des sexuellen
Kindesmissbrauchs. Zu groß ist zudem die Angst, dass die öffentliche
Diskussion über missbrauchende Frauen den Feminismus, aber auch die
vorwiegend feministisch geprägten Hilfe- und Beratungsstellen, in Frage
stellen und in ihren Grundmauern erschüttern könnte.
Die Mutter als Kindesmissbraucherin fügt sich nicht in das feministische
Bild von der Frau als Opfer männlicher Gewalt. Zu dem feministischen Bild
gehört es zwangsläufig, den sexuellen Missbrauch von Kindern immer
nur in
Verbindung mit männlicher Macht und Aggressionen zu sehen. In erster Linie
werden ausschließlich Mädchen als (potentielle) Opfer männlicher
sexueller
Gewalt begriffen. Die Jungen werden den (potentiell) gewalttätigen Männern
gleichgestellt: Auch sie sind nach der feministischen Ideologie mindestens
potentielle Mädchen- und Frauenvergewaltiger.
Dieses jungen- und männerfeindliche Bild wird auch heute noch von der
feministischen Bewegung suggeriert, die wiederum sehr von missbrauchten
weiblichen Opfern sowie lesbischen und radikalen Frauen dominiert ist.
Während über missbrauchende Männer, Väter, Stiefväter
mittlerweile unzählige
Fachbücher, Beiträge in Fachzeitschriften, Studien, Untersuchungen
usw.
existieren, existiert über missbrauchende Frauen, Mütter, Stiefmütter
usw.
kein derartiges Konvolut.
Wie das hier vorliegende Buch beweist, muss die Geschichte des sexuellen
Kindesmissbrauchs umgeschrieben, wenn nicht gar neu geschrieben werden.
Findet insbesondere in den Beratungs- und Hilfevereinen eine
Instrumentalisierung der Opfer zu Gunsten des Feminismus und seinem Kampf
gegen das Feindbild Mann statt? Werden kindliche Opfer benutzt im Krieg
gegen das Patriarchat, im "Krieg gegen den männlichen Phallus"?
Dass die
Instrumentalisierung von missbrauchten und nicht-missbrauchten Kindern
tatsächlich bittere Realität zu sein scheint, bestätigte dem
Verfasser eine
frühere Mitarbeiterin einer solchen Beratungsstelle.
Warum gibt es sehr interessierte Kreise, die in unverantwortlicher Weise mit
Horrorzahlen über die Häufigkeit sexuellen Kindesmissbrauchs jonglieren?
Wie
ist es erklärbar, dass wider besseren Wissens die Zahl der Missbrauchsfälle
einschließlich der verschieden hoch angesetzten Dunkelziffer bewusst in
den
Medien lanciert wird? Liegt es daran, dass eine langlebige
Existenzberechtigung vor allem der parteilich-feministisch geprägten Vereine
dann erst gewährleistet ist, wenn man öffentlichkeitswirksam mit
Horrorzahlen durchs Land zieht? Anders gefragt: Ist es die Angst, ein sehr
schwer erkämpftes Terrain kampflos aufgeben zu müssen, das "Monopol",
das
die Betreffenden beim Thema sexueller Kindesmissbrauch innehaben - mit der
Folge, dass sie nach einer neuen Legitimation händeringend suchen müssten?
Die Zahl von in der alten Bundesrepublik jährlich mindestens 300.000
missbrauchten Kinder ist eine Horror-Zahl, die seit 1984 in den Medien und
zahlreichen "Fachbüchern" immer wieder gebetsmühlenartig
wiederholt wird.
Verantwortungslos ist das Jonglieren mit dem Leid der tatsächlich sexuell
missbrauchten Kinder zugunsten dieser Kampagne. Aber würde die Zahl 300.000
vielleicht Realität, wenn man viel mehr um Sachlichkeit und Objektivität
bemüht wäre und es insbesondere in der Hell- und Dunkelfeldforschung
den
ernsthaften Willen gäbe, die Frau als Täterin zu berücksichtigen?
Die Öffentlichkeit, Medien, Beratungs- und Hilfevereine, Forschung und
Wissenschaft müssen dringend den Tatbestand anerkennen und bei ihrer Arbeit
berücksichtigen, dass viele Frauen Kinder sexuell missbrauchen.
Solange
sie schweigen, werden auch die männlichen Opfer fast ausnahmslos schweigen.
Das vorliegende Buch soll genau aus diesem Grund auch männliche Opfer von
weiblichen Tätern ermutigen, aufzubegehren sowie sich an die Öffentlichkeit
und Strafjustiz zu wenden. ---
LESERMAIL:
-----
Kay bittet mich in der folgenden Mail um Rat: "Ich habe eine Drohung wegen
meiner Webseite bekommen: (Mailaddi getilgt) schrieb: `Dich verfluchtes
Schwanzdreckschwein machen wir fertig. Wir werden dir die Eier abschneiden.´
Wie gehst Du damit um?"
Bisher habe ich nur wenige Mails bekommen, die vergleichbar
psychopathisch/unflätig waren. Nicht ganz so drastische Attacken gab und
gibt es allerdings ständig. Die Anonymität im Internet, wo man sich
unter
irgendwelchen Nicks verstecken kann, erleichtert manchen Leuten offenbar
sehr, ihre Beschimpfungen vom Stapel zu lassen. Dieselben Leute würden
sich
vermutlich nie trauen, dir dasselbe ins Gesicht zu sagen. In der Regel
ignoriere ich sie entweder oder ich zitiere sie als Beleg dafür, dass das
Klischee vom aggressiven Mann und der friedliebenden Feministin eben nur das
ist: ein Klischee.
Thomas hat mein Angebot angenommen, etwas Abschließendes zu diesem zine
zu
sagen:
"Tja: schade, daß Du die invisible men einstellst: ich hab' mich
immer drauf
gefreut, sie `ordentlich´ ausgedruckt und mit Genuß gelesen. Aber
verstehen
kann ich's: ist halt eine Menge tierischer Arbeit.
Dein Buch von den besseren Menschen - das habe ich Dir bereits geschrieben -
hat alles zusammengefaßt, was ich in den letzten Jahren selbst an Argumenten
gesehen und gesammelt habe: daher war es für mich eine große Erleichterung,
daß ich in diesem Daten-Urwald nicht ganz allein herumstehe. Ziemlich
allein
natürlich schon, aber nicht mehr ganz allein.
Und so werde ich die nächste Zeit durch die Lande ziehen, mir von unsäglich
dummen Frauen keine Unverschämtheiten mehr bieten lassen und angesichts
von
Frauenparkplätzen vor dem Haupteingang von IKEA (die Behindertenparkplätze
sind weiter weg) überall laut verkünden, daß 80% aller Gewaltopfer
männlich
sind. Es ist interessant zu sehen, wie dann den Leuten die Gesichtszüge
entgleisen. Das läuft immer in folgendem Schema ab:
+ 80% der Gewaltopfer sind Männer
- Das glaub' ich nicht. Das stimmt nicht.
+ Doch. Hier ist die Statistik.
- Die is gefälscht.
+ Nein, das ist eine amtliche Statistik.
- ?
+ !
- Aber für Frauen ist Gewalt viel unangenehmer.
+ Nein. Der Verletzungsgrad ist bei Männern viel höher.
- (Pause)
- Stimmt das wirklich?
+ Ja, das stimmt.
- Warum hört man darüber denn nie was?
+ Weil darüber keiner schreibt.
- Aber man liest doch immer, daß die Hälfte aller Frauen vergewaltigt
worden
sind.
+ Es gibt keine seriöse Untersuchung, die diesen Zahlen auch nur
bruchteilsweise nahekommt.
- Aber das schreiben doch alle!
+ Tja. Fällt Dir was auf?
- Na ja. Aber Frauen haben es doch wirklich viel schwerer im Leben.
+ Wieso? Woher weißt Du das?
- Ach, das hört und liest man doch immer wieder!
+ !
Ich wünsch' Dir jedenfalls alles Gute für Deine weitere Arbeit!"
Entsprechende Abschiedsgrüße gibt es auch von Guido: "Lieber
Arne, erst
einmal ganz ganz riesenlieben Dank für deine super Arbeit - willst du
wirklich aufhören? Ich finde, du hast das nicht nur toll gemacht, sondern
das ist auch eine wunderbare Präsentationsform. Deine Moderation, ein
appetitliches Sushi, und wer dann will, klickt auf das Hauptgericht (das
habe ich in nahezu allen Fällen bei dir gemacht und das ganze als Worddatei
plus Inhalt sind 636 Seiten (einzeilig) geworden)."
Auch Sebastian zieht ein kleines Fazit zum Ende der INVISIBLE MEN: "Du
hast
angemerkt, dass dieses zine nicht auf ewig existieren sollte, und auch, dass
sich manches an Information wiederholen würde. Mich jedenfalls hat es nie
gestört, dass sich das Eine oder Andere wiederholt hat: Im Gegenteil finde
ich es wichtig, wenn man die unzähligen Benachteiligungen, die (weitgehend
unbemerkt) Männern passieren, ständig wiederholt - auch Feministinnen
setzen
auf den Rekapitulationseffekt, der schärft sich nämlich dem Bewusstsein
ein.
Was bringen die diversen Frauen-Magazine im Fernsehen denn auch außer
stets
dem gleichen Kanon an `Information´ und `Analyse´ (unterdrückte
Frau -
unterdrückender Mann usw.) Kurzum: Es ist nötig und überhaupt
nicht
ermüdend, konstant darüber informiert zu werden, was der `Mannheit´
so
wiederfährt und wie die Öffentlichkeit dies (ebenso) konstant übersieht.
Deswegen war dieses zine als Gegenstimme - wenn auch nicht laut - nötig.
Auch wenn es für mich nur bewirkt hat, dass ich jedesmal beim Lesen relativ
hilflosen Zorn bekam, werde ich es vermissen."
Das ist eine gute Überleitung.
SCHLUSSWORT:
-----
Als ich vor etwa fünf Jahren meine Arbeit in Sachen Geschlechterdebatte
begann, war die Situation in Deutschland desolat: Eine Männerbewegung
existierte nicht einmal in Ansätzen, entsorgte Väter wurden hingenommen,
die
Grundlagenwerke Dr. Karin Jäckels oder Matthias Matussek zu diesem Problem
existierten noch nicht und von ihren Frauen geprügelte Männer wurden
trotz
zahlloser internationaler Studien ebenso ignoriert wie heute noch die
männlichen Opfer sexueller Gewalt. Stattdessen bestimmte die Parole "Nur
ein
toter Mann ist ein guter Mann" die öffentliche Wahrnehmung, und der
Kult der
"bösen Mädchen" tobte durch die Bestsellerlisten. Bis auf
sehr vereinzelte
deutsche Aufsätze existierte ein tiefergehendes Problembewusstsein zur
Männerdiskriminierung allein im Ausland, vor allem in den USA (die heute
noch einige Schritte weiter sind als wir). Insofern war ich als Autor von
"Sind Frauen bessere Menschen?" in einer Situation, die Psychologen
als
Gethsemané-Effekt bezeichnen. Das ist ein Problem, das viele Leute betrifft,
die auf irgendeine Weise Neuland betreten, auf das ihnen andere mangels
Zugang noch nicht folgen können. Vor fünf Jahren hörte es sich
noch
einigermaßen wunderlich an, wenn ich auf die Frage "Arne, woran schreibst
du
eigentlich die ganze Zeit?" erklärte: "An einem Buch über
die
gesellschaftliche Benachteiligung des Mannes". Folglich fühlte ich
mich in
dieser Phase als Autor sehr allein und braucht eine gehörige Portion
Selbstvertrauen, um damit umzugehen.
Im Lauf der letzten Zeit hat sich aus mir und anderen verstreuten
Einzelkämpfern nicht zuletzt dank des pluralistischen Internets, in dem
feministische Filter nicht länger gesetzt werden konnten, eine kleine
Massenbewegung entwickelt. Kritik an der feministischen Ideologie darf in
den "offiziellen" Medien zwar immer noch nicht umstandslos geäußert
werden,
von Männern schon gar nicht, aber ein Bewusstsein dafür, dass auch
und
insbesondere Männer benachteiligt werden, ist inzwischen immerhin
entstanden: (Selbst wenn die Rhetorik heute häufig noch "Männer
benachteiligen sich selbst und werden sozusagen ihre eigenen Opfer" lautet,
damit man ja nicht die Rolle der weiblichen Menschheitshälfte hinterfragen
muss.) Auch die Erkenntnisse über männliche Opfer häuslicher
Gewalt ziehen
sich inzwischen durch etliche Medien. Wenn man bedenkt, dass mich meine
eigene Aufklärungsarbeit nicht mehr als einige Jahre und ein paar tausend
Mark gekostet hat (Mitstreitern ging es ähnlich), ist das ein durchaus
ordentliches Ergebnis. Entgegen dem Titel dieses zines sind Männer jetzt
endlich nicht länger unsichtbar.
Die Widerstände auf unsere Aktivitäten waren bekanntlich sehr heftig.
Wenn
man etwa über die hohe Zahl männlicher Opfer bei häuslicher Gewalt
berichtet, KÖNNTE man sich als Reaktion ja vorstellen: "O Gott, Männern
passiert das auch? Und so oft? Da muss man unbedingt helfen!" Denkbar wäre
auch: "Genauso häufig wie Frauen? Kann ich mir nicht vorstellen, glaub
ich
nicht. wo kann ich mehr darüber erfahren?" Beides sind völlig
normale und
angemessene Reaktionsweisen, wie ich sie zum Beispiel erlebe, wenn ich im
privaten Kreis über diese Erkenntnisse berichte. In der öffentlichen
Auseinandersetzung, insbesondere im Internet, sieht es anders aus. Was haben
wir von der Männerbewegung im letzten Jahr nicht alles einstecken müssen:
mal anonyme, mal namentliche Mails mit Beschimpfungen und Beleidigungen,
Gleichsetzungen mit dem belgischen Kinderschänder und -mörder Dutroux
sowie
Holocaust-Leugnern oder auch mal gleich mit Hitler, Unterstellungen des
Sex-Tourismus, bösartig verfälschende Darstellungen über unser
Privatleben.
Einer Frau, die sich für geprügelte und missbrauchte Männer einsetzte,
wurde
diagnostiziert, am Stockholm-Syndrom (psychotische Identifizierung mit dem
Täter) zu leiden; anonyme Verleumder beleidigten viele von uns auf einer
US-amerikanischen Website mit vollem Namen plus aus dem Web geklauten Foto
als Psychopathen, Worcoholics, Transsexuelle und einige Nettigkeiten mehr.
Getürkte Mails mit gefälschten Absender-Adressen sollten innerhalb
der
Männerbewegung Konflikte schüren. Letzten Endes erwiesen sich all
diese
Manöver jedoch als Schüsse ins eigene Knie und zeigten nicht mehr
als die
vollständige argumentative Hilflosigkeit unserer Kontrahenten auf.
Im Laufe der Monate stellte sich für mich durch Rückmeldungen von
Lesern
heraus, dass sogar so etwas wie ein Soap-Opera-Faktor entstand: Leute, die
eigentlich längst nicht mehr in den Foren der Männerbewegung anzutreffen
gewesen wären, weil sie die Fakten und unsere Argumente inzwischen schon
kannten, schalteten sich trotzdem weiterhin zu, weil sie wissen wollten, wie
es denn jetzt mit bestimmten Konflikten und Intrigen weiterging. Würden
sich
Jörg und seine Freunde gegen die bösartigen Unterstellungen zur Wehr
setzen
können? Wie würde der nächtliche Catfight im Forum der Freien
Frauen
ausgehen? Würden Maya und Arne doch noch zusammenkommen oder sich für
den
Rest ihres Lebens in erbitterter Feindschaft hassen? Wer verbirgt sich
hinter dem geheimnisvollen ORG-NET und seinem Cyber-Terrorismus? Ist
"Hannibal" nicht doch ein geniales Fake der maskulistischen Guerilla,
um die
feministische Argumentation zu parodieren? Welcher Gruppierung wird sich Mr.
D. als nächstes anschließen? Und überhaupt: Auf welcher Seite
steht
eigentlich Beatrix? "Falcon Crest" war lasch dagegen. Ich möchte
wetten,
ohne diese kleinen, aber um so überzeugteren Grüppchen und einige
Einzelpersonen, die sämtliche erlaubten und unerlaubten Mittel anzuwenden
versuchten, um uns zum Schweigen zu bringen, wäre unser Zulauf im Web lange
nicht so groß gewesen.
Nachdem ich exakt solche Feindseligkeiten bis ins Groteske hinein schon in
US-Foren zu diesem Thema erleben durfte, war ich nicht sonderlich verblüfft,
als in Deutschland dasselbe geschah. Auch damit, dass es in der deutschen
Presse ebenfalls einen "lace curtain" gibt und männerfreundliche
Bücher so
gut wie nicht besprochen werden, musste ich rechnen und hatte ja auch aus
diesem Grund mein zine als Marketing-Instrument ins Leben gerufen. Was mich
hingegen sehr wohl überraschte, waren die starken Reaktionen mancher
männlicher Leser von "Sind Frauen bessere Menschen?", die nach
der Lektüre
schlaflose Nächte hatten, es einfach nicht schafften weiterzulesen oder
dabei anderweitig psychisch ein bisschen aus dem Tritt kamen. Offenbar
rührten die geballten Informationen in meinem Buch bei vielen an ganz
persönliche Erlebnissen, die sie nie richtig bearbeiten konnten, weil unsere
Gesellschaft und unsere Medien dem Sprechen über Männerdiskriminierung
keinen Raum geben. Verblüfft war ich auch darüber, für kompetent
genug
gehalten zu werden, um per Mail Fragen zu beantworten wie "Warum finde
ich
seit Jahren keine Freundin?" oder "Meine Partnerin hat sich von mir
getrennt, weil mein Glied zu klein ist, was soll ich tun?" Ich weiß
nicht,
ob ich bei solchen Dingen wirklich der geeignetste Ansprechpartner war.
Ein Leser mailte mich mal an und fragte: "Wieso schreibst du in deinem
zine
eigentlich nie, wie man es abonnieren kann, sondern nur, wie man das Teil
wieder los wird?" Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass viel mehr
Leute es abbestellen würden, nachdem ich hier doch ... sagen wir: sehr
dezidiert Position beziehe. Es gab aber nur eine einzige Leserin, die mich
bat, es ihr nicht mehr zuzusenden, weil es sie zu aggressiv mache. Immer
wieder fragte ich mich nach dem Absenden einer aktuellen Ausgabe, ob der
eine oder andere Beitrag jetzt nicht endgültig für manche zu heftig
sei und
rechnete mit bösesten Mails, aber kritisiert wurde ich putzigerweise fast
durchgehend für Passagen, bei denen ich nie damit gerechnet hätte.
Auf
diesen kleinen Spannungsmoment nach jeder Ausgabe muss ich jetzt jedenfalls
verzichten.
Abschließend nur noch eine Bemerkung in diesem Editorial: Ich beende dieses
zine, weil es seine Funktion erfüllt hat. Dies bedeutet nicht das Ende
meiner Aktivitäten als Männerrechtler, auch wenn ich mich jetzt gerne
mal
ein wenig erholen würde und so schnell garantiert kein Nachfolgewerk zu
"Sind Frauen bessere Menschen?" herausbringe. Ansonsten bin ich in
meiner
Medienarbeit aber immer noch sehr rührig. Letztes Wochenende war ich
beispielsweise drei Stunden Experte und telefonischer Ansprechpartner zum
Thema Männerdiskriminierung in der HR1-Radiosendung "Nachttalk".
Am 18. Juni
wird im dritten TV-Programm des SWR (Regionalprogramm Rheinland-Pfalz) um
21:00 Uhr in der Reihe "Mensch Alltag" ein halbstündiger Beitrag
über
häusliche Gewalt gegen Männer erscheinen, in dem unter anderem auch
Professor Bock und ich zu Wort kommen. Interviews mit mir erscheinen in den
nächsten Monaten zudem in der Väterzeitschrift "PAPS" und
der
Kulturzeitschrift "Ikonen". Meinen Artikel "Auch Männer
müssen einstecken.
Häusliche Gewalt - ein geschlechtsneutrales Problem" wird die zweisprachig
erscheinende Psychologen-Fachzeitschrift "Psychoscope" im Juli
veröffentlichen. Mit der Redakteurin einer überregionalen deutschen
Sonntagszeitung arbeite ich seit einigen Monaten an einem Artikel über
männliche Opfer sexueller Gewalt. Die Sadomasochisten unter den Lesern
dieses zines dürfen für 2003 mit meinem neuen SM-Roman "Gynopolis"
rechnen,
in dem es um einen von Frauen beherrschten Inselstaat der näheren Zukunft
gehen wird, was mir natürlich einige philosophisch-politische Gedankengänge
zum Geschlechterkonflikt erlaubt. Schließlich erscheint von mir
voraussichtlich im Oktober mein "Lexikon der Tabubrüche" (Verlag
Schwarzkopf
und Schwarzkopf). In diesem Buch wird es um die unterschiedlichsten Themen,
aber auch um Themen aus dem Bereich der Männerdebatte gehen wird. Ich finde
es sehr wichtig, dass Männeranliegen nicht länger eingezäunt
in einem
bestimmten medialen Reservat existieren, sondern gleichberechtigt neben
anderen. Außerdem gibt es für mich auch andere spannende aktuelle
Themen; so
erscheinen von mir etwa zwei Artikel zur Möllemann-Friedman-Kontroverse
in
der liberalen Zeitschrift "eigentuemlich frei". (Der Artikel zur
Juni-Ausgabe ist verlinkt unter http://www.eifrei.de/moellemann.pdf Ein
weiterer Artikel über die meiner Ansicht nach verheerende Rolle der Medien
bei dieser Debatte ist für die Juli-Ausgabe in Arbeit.) Ihr seht, ich
verschwinde keineswegs von der politischen Bildfläche. Nur mit den INVISIBLE
MEN ist mit dieser Ausgabe Schluss.
Euch hindert aber kein Mensch daran, mit den Informationen, die ich
vorgelegt habe, weiterzuarbeiten und euch entsprechend zu engagieren. Wer
auf einen regelmäßigen Newsletter der Männerbewegung nicht verzichten
kann,
den verweise ich sehr gern auf Joachim Bells RoteMännerInfo, das erfrischend
geschrieben und zudem weit stärker auf Deutschland konzentriert ist als
die
INVISIBLE MEN.
FALLS DU DIESES ZINE NICHT MEHR ERHALTEN MÖCHTEST, hat sich dieses Problem
inzwischen erledigt. Vielen Dank dafür, dass ihr dran geblieben seid! Ich
wünsche euch allen noch ein tolles Leben.
Herzlicher Gruß
Arne