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Bild: Nana Ziesche, Hamburg |
Detlef Ax "Verwundete Männer" Zu vaterloser Kultur und männlicher Identität in den westlichen Industriestaaten
ISBN 3-89821-041-3 136 S., Paperback DM 39,80 Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt bei
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Detlef Ax geht in
seinem Werk von der These aus, daß wir in einer "vaterlosen
Kultur" leben, das heißt, daß eine tendenzielle
Vaterlosigkeit bzw. ein Mangel an Vaterfiguren bei der Erziehung und
in den Erziehungseinrichtungen besteht (neben einem Männerüberhang
in der Öffentlichkeit und der Berufsarbeit).
Insbesondere für
die Söhne und deren männliche Identität hat das
weitreichende und fatale Auswirkungen. Diese Auswirkungen werden nach
einem geschichtlichen Rückblick und der Darlegung der Gründe
für diesen Zustand ausführlich und differenziert
vorgestellt.
Dabei kommt es nicht zu einer eindimensionalen
Anklage an die Väter - im Gegenteil, mit viel
Einfühlungsvermögen zeichnet der Autor nach, wie es
gesamtgesellschaftlich soweit kommen konnte
Die Untersuchung von
Detlef Ax ist allgemeinverständlich geschrieben, spannend zu
lesen und hat zugleich sozialwissenschaftliches Niveau. Insbesondere
nähert sich Detlef Ax dem Thema ohne ideologische Brille und
gibt einen umfassenden Überblick.
"Die Arbeit
imponiert durch die Fülle der in ihr verarbeiteten Literatur und
die systematische Zusammenstellung empirischer und theoretischer
Ergebnisse zu einer engen `Beweis´- bzw. Belegkette. Man spürt,
daß sie engagiert und von der Sache überzeugt geschrieben
wurde."
(Prof. Dr. Jürgen Blandow, Bremen)
"Der
geschlechterwissenschaftliche Blick hat sich in den neunziger Jahren
zwar nicht überwiegend, aber doch durchaus erheblich von den
Frauen auf die Männer verschoben. Dabei werden diese nicht mehr
so sehr als repressive Patriarchen Stein des Anstoßes, sondern
geben als schwächelnde Väter eher Anlaß zur Sorge.
Detlef Ax hat diese Sorge in einer informationsreichen Arbeit auch zu
seiner eigenen gemacht. Der Text ist mit sozialpädagogischem
Eros geschrieben."
(Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn,
Bremen)
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Artikel aus dem "WESER KURIER" vom 5. Januar 2001, Seite 10 |
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